qualitätssicherung & evaluation

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1 Die Abfolge der Phasen geschieht nicht linear sondern vernetzt. Dieser Prozess sollte von einem Projektmanagement übergreifend koordiniert und gesteuert werden. In jeder Phase sollten Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätssteuerung stattfinden.

2 betrifft Problemanalyse Didaktische Modelle Pflichtenheft Erster Einsatz mit Bedarfsanalyse Adressatenanalyse Wissensanalyse Resourcenanalyse Einsatzanalyse betrifft Didaktische Struktur Lernorganisation Medieneinsatz Mediale Gestaltung betrifft Drehbuch Inhalte aufbereiten und produzieren Mediale Gestaltung Programmieren betrifft Einzelpersonen in begrenztem Zeitrahmen Piloteinsatz Implementierung und Felderprobung

3 Problemanalyse z.b. eine computerbasierte Lernumgebung wird entwickelt, um ein bestimmtes Problem zu lösen Was ist das Problem? Bedarfs- und Marktanalyse z.b. Welche Kompetenzen sollen bei welcher Zielgruppe aufgebaut werden? Adressatenanalyse Hier werden die Lernvoraussetzungen der Zielgruppe ermittelt: - Vorwissen und Vorerfahrung? - Fähigkeiten und Fertigkeiten? - Lernmotivation? - Einstellungen und Interessen? - persönlichen Zielsetzungen?

4 Analyse des zu vermittelnden Wissens, der Lehrziele, der Lehrinhalte und Lernaufgaben - Welches Wissen soll vermittelt werden? - Welche Fertigkeiten und Fähigkeiten sollen aufgebaut werden? - Was sind die Lehrziele, was sind die Lernziele? - Welche Wissensstruktur soll aufgebaut werden? - Wie sollen die Lerninhalte angeboten werden? Analyse der erforderlichen und verfügbaren Ressourcen z.b. Personalbedarf, Sachmittel/Materialbedarf, Zeitbedarf, Kosten (Kostenanalyse)

5 Analyse des späteren Einsatzkontextes z.b. Wo soll die computerbasierte Lernumgebung eingesetzt werden? z.b. Wann soll die computerbasierte Lernumgebung eingesetzt werden? z.b. Ist ein Einsatz im Ausland geplant? (Mehrsprachigkeit) z.b. Wie sieht es beim Einsatz mit der Anzahl und Qualität der Computerarbeitsplätze aus?

6 Didaktische Modelle Didaktische Modelle liefern das "grobe Gerüst" für die didaktische Gestaltung der Umgebung. Beispiele für didaktische Modelle, s. Themenforum Mediengestaltung

7 Didaktische Struktur z.b. könnte man vier verschiedene, sich nicht ausschließende Strukturprinzipien unterscheiden: - Exposition = Annahme, dass eine richtige zeitliche Anordnung der Elemente des Lernangebots sich günstig auf den Lernerfolg auswirkt. - Exploration = Entdecken und Forschen im Lernprozess = Annahme, dass eine logische Strukturierung der Elemente des Lernangebots sich günstig auf den Lernerfolg auswirkt. - Konstruktion = Annahme, dass Mediensysteme selbst als Werkzeug zur aktiven Konstruktion von Wissen eingesetzt werden können und so den Lernprozess erleichtern. - Kommunikation = Annahme, dass Kommunikation den Lernprozess erleichtert und sich günstig auf den Lernerfolg auswirkt.

8 Lernorganisation Die Lernsituation und -organisation ist ein eigenes Gestaltungsfeld der mediendidaktischen Konzeption. = Organsiation von Lernangebotselementen z.b. - Vortrag mit Gespräch (Referat, Präsentation) - Selbstlernen (Selbststudium, zuhause?) - kooperatives Lernen (Gruppen, Teams) - tutoriell betreutes Lernen (Tutor/Tutorin, Moderator/Moderatorin) - kommunikatives und soziales Lernen (Gruppen, Teams) - Lernberatung (Coach) - Tests und Zertifizierung (Lernerfolgskontrolle)

9 Medieneinsatz z.b. Lernprogramme = Lehrer/in wird ersetzt, Lernende steuern das Programm, Selbststudium (zuhause?) Wissen wird angeboten, kann gelesen, gelernt werden, Programm gibt Feedback auf Eingaben der Lernenden, z. B. Übungsprogramme, tutorielle Programme, Drill & Practice-Programme z.b. Modellierungsprogramme = Programm ist ein Ausschnitt der Realität, vermittelt Zusammenhänge z. B. Simulationsprogramme, Planspiele z.b. Informationssysteme = Informationspool, der abgerufen werden kann z. B. Datenbanksysteme, Hypermedia

10 Mediale Gestaltung - Komposition - Idee - Interaktion - Navigation - Layout grob - fein - Mediale Elemente - Text - Bild - Audio - Video

11 Pflichtenheft z.b. - Beschreibung der Inhalte und Lehrziele - Designmerkmale - Qualitätsmerkmale - Beschreibung der zu beachtenden ergonomischen Aspekte - Zeitrahmen der Entwicklung - Budgetrahmen (Wieviel Geld steht in welchem Zeitraum zur Verfügung?) - Datentransfer (Wer liefert wann was?) - Maßnahmen der Qualitätssicherung

12 Drehbuch = genaue Anleitung für die Umsetzung der Konzeption in eine Software Arbeitsanweisungen für Produzenten der Einzelmedien - Audioqualität (z.b. Samplingraten, Hz-Zahl) - Videoqualität (z.b. Videoformat, Digitalisierung) - Bildqualität - Formatvorgaben - Beschreibung des Aufbaus der einzelnen Bildschirmseiten für Screendesigner - Screenlayout (Standard-Bildschirmgröße, Aufteilung, Layoutraster) - Bedienelemente - Standardschriften, Schriftgrößen, Textgestaltung - Festlegen von Farben - Informationen über einzubindende Dateien, Verweise, Links,... für Programmierer - Funktion der Bedienelemente - Naviagationsmöglichkeiten und Hyperlinks - z. B. auch genaue Angaben der Präsentationszeiten von Lernmaterial

13 Inhalte aufbereiten und produzieren Inhalte müssen laut Konzeption und Angaben des Drehbuchs speziell aufbereitet und produziert werden z. B. Videos digitalisieren, Animationen erstellen, Texte als Hypertext aufbereiten Mediale Gestaltung Endfassung der Gestaltung des Lernmaterials sollte erst erfolgen, nachdem alle Inhalte und Festlegungen im Drehbuch festgehalten wurden Programmieren

14 Erste Einsätze mit Einzelpersonen in begrenztem Zeitrahmen dient der ersten Überprüfung des entwickelten Systems = im Sinne formativer Evaluation Piloteinsatz Beteiligte sind z.b. Projektleiter, Lehrende, Projektgruppe = s.o., im Sinne formativer Evaluation

15 Implementierung und Felderprobung = flächendeckende Einführung in die geplanten Gebieten, Integration in die Lehre

16 Projektmanagement - Vermitteln der Projektziele gegenüber allen beteiligten Personen - Zuweisen von Aufgaben und Verantwortlichkeiten - Aufstellen von Zeitrahmen, Überwachen der Termine - Organisieren und Bereitstellen der notwendigen Ressourcen zum richtigen Zeitpunkt - Verwalten des Budgets icherstellen, dass Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -kontrolle effektiv durchgeführt werden - Regelmäßig Berichten über den Projektverlauf - Berichten über das Fertigstellen des Produkts - Berichten über Ergebnisse nach der Implementierung - Kommunikationsstelle für Kontakte mit anderen Partnern

17 Qualitätssicherung & Evaluation während der Projektphasen, formative Evaluation z.b. Usability-Tests = ausführliche Tests zur Handhabbarkeit des Lernangebots - Verhaltensbeobachtung von Testpersonen mit anschließender Befragung mögliche Kategorien von Qualitätskriterien - Handhabung und Motivierung - allgemeindidaktische/pädagogisch-psychologische Kriterien - fachdidaktische Kriterien - ethische und juristische Kriterien - ästhetische Kriterien -...

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