Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft und Wertschöpfung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft und Wertschöpfung"

Transkript

1 Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft und Wertschöpfung 14. Wissenschaftliche Tagung der Österreichische Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) Geld und Gesundheit Der Wandel vom Gesundheitssystem zur Gesundheitswirtschaft 29. und 30. September 2011 Prof. Dr. Heinz Rothgang und Dr. Joachim Larisch Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen 1

2 Inhalt I. Gesundheitswesen II. Gesundheitswirtschaft III. Wertschöpfung IV. Kritik 2

3 Inhalt I. Gesundheitswesen 1. Dimensionen eines Gesundheitssystems 2. System of Health Accounts 3. Finanzierung von OECD Gesundheitssystemen 4. Gesundheitsausgabenrechnung des StBA 5. Zusammenfassung II. Gesundheitswirtschaft III. Wertschöpfung IV. Kritik 3

4 Dimensionen des Gesundheitssystems (Potentielle) Leistungsbezieher Regulierung Leistungserbringung Finanzierungsträger Leistungserbringer Finanzierung Ziele / Werte / Perzeptionen

5 Dimensionen des Gesundheitssystems (Potentielle) Leistungsbezieher Regulierung Leistungserbringung Finanzierungsträger Leistungserbringer Finanzierung Ziele / Werte / Perzeptionen

6 System of Health Accounts: Konten Funktionen HC.1 Kuration HC.2 Rehabilitation HC.3 Langzeitpflege HC.4 Hilfsleistungen HC.5 Medizinische Waren HC.6 Prävention und Public Health HC.7 Verwaltung Leistungserbringer HP.1 Krankenhäuser HP.2 Pflegeheime HP.3 Ambulante Einrichtungen HP.4 Einzelhandel, Anbieter med. Waren HP.5 Öffentliche Gesundheitseinrichtungen HP.6 Gesundheitsverwaltung HP.7 Andere Sektoren (Betriebe, Haushalte) HP.9 Sonstige Finanzierung HF.1.1 Öffentliche Gebietskörperschaften HF.1.2 Sozialversicherung HF.2.1 Private Sozialversicherung HF.2.2 Private Krankenversicherung HF.2.3 Priv. Haushalte HF.2.4 Non Profits (Caritative Organisationen) HF.2.5 Unternehmen HF.3 Sonstige

7 Vorteile SHA Umfassende Ermittlung von Gesundheitsausgaben (inkl. u.a. Prävention, Behandlung, Pflege, Palliativmedizin, Verwaltung von Gesundheitseinrichtungen und Versicherungen) Gliederung nach Funktionen, Anbietern und Finanzierungsquellen ermöglicht detaillierte Analysen Bottom up Ansatz statt Schätzungen auf Basis von Aggregatdaten aus der VGR internationale Vergleichbarkeit

8 OECD Health Data Verlässlichste und meist genutzte international vergleichbare Datensammlung Weitgehend einheitliche Definitionen und Abgrenzungen basierend auf dem SHA Hauptschwächen Abgrenzung medizinischer und pflegerischer Leistungen Abgrenzung von Gesundheitsleistungen und Sozialfürsorge (social care) Erfassung privater Ausgaben Unterschiedlicher Grad der Implementierung der SHA insbesondere hinsichtlich der Rückrechnung

9 Vergleichbarkeit OECD Daten Konzept Vorwiegende Mängel Länderbeispiel System of Health Accounts Unterschiede in der Erfassung von Pflegeleistungen Deutschland Lokal ermittelte Health Accounts Abgrenzung von Gesundheit und Sozialfürsorge Neuseeland National Accounts (VGR) Ausgaben unterschätzt; private Gesundheitsausgaben unvollständig (z.b. Ausgaben von Betrieben nicht berücksichtigt); weniger detailliert Italien

10 Gesundheitsausgaben in der OECD Quelle: OECD 2010, S

11 Gesundheitsausgaben in der OECD Quelle: OECD 2010, S

12 Gesundheitsausgaben in der OECD Health Expenditure in % of GDP (OECD-23-Mean) Public Financing in % of Total Health Expenditure (right Y-axis) Total Health Expenditure in % of GDP (left Y-axis) Public Health Expenditure in % of GDP (left Y-axis) Private Health Expenditure in % of GDP (left Y-axis) Public Health Expenditure in % ot Total Health Expenditure (OECD-23-mean)

13 Finanzierungsmix in der OECD 28% 78 26% 76 24% 74 22% 72 20% 70 18% 68 16% 66 14% 64 12% Mittelwert des öffentlichen Finanzierungsanteils an den Gesundheitsausgaben in Prozent Variationskoeffizient: Relative Standardabweichtung vom Mittelwert des öffentlichen Finanzierungsanteils in Prozent Öffentlicher Finanzierungsanteil: OECD-Mittelwert (linke Achse) Öffentlicher Finanzierungsanteil: Variationskoeffizient (rechte Achse)

14 Sigma Konvergenz im Finanzierungsmix Variationskoeffizienten Veränderung Gesundheitsausgaben in % des BIP Gesundheitsausgaben pro Kopf in kaufkraftparitätischen US$ Öffentliche Gesundheitsausgaben in % des BIP Öffentliche Gesundheitsausgaben pro Kopf in kaufkraftparitätischen US$ Öffentlicher Finanzierungsanteil in % der Gesamtausgaben für Gesundheit ** ** * ** Levene Test *p<0,1; **p<0,05 n=22

15 Beta Konvergenz im Finanzierungsmix Average Annual Growth Rate of Public Health Expenditure per GDP in % POR USA 2.5 GR CH LUX ICE SP AUT 2.0 JPN UKFR AUS NLD FIN NO 1.5 NZL GER IT 1.0 IRE CA 0.5 SW DK Public Health Expenditure in % of GDP in 1970 Average Annual Growth Rate of Public Health Financing Share in % USA GR CH NLD POR AUS ICE AUT SP CA JPN FIN FR GER NZL DK IRE SW UK -0.4 IT Public Health Financing Share in 1970 LUX NO Notes: average annual growth = 4.3(20.2) 0.02( 6.6) Public healthcare expenditure 1970; R 2 =0.88; n=22; p=0.000; t statistics in parentheses. Source: OECD (2009), years with break in time series have been excluded in the calculation of average annual growth rates. Notes: average annual growth = 1.7(7.4) 0.67( 12.1) Public financing share 1970; R 2 = 0.68; n=22; p= 0.000; t statistics in parentheses. Source: OECD (2009), years with break in time series have been excluded in the calculation of average annual growth rates.

16 Finanzierung in der OECD Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP steigt keine Ressourcenverknappung Anteil der öffentlich finanzierten Gesundheitsausgaben am BIP steigt kein Rückzug des Staates Finanzierungsmix: Relativer Rückzug des Staates in 80er/90er Jahren Vor allem: Angleichung des Finanzierungsmixes 16

17 Gesundheitsausgaben in Deutschland (1) Erfassung gesundheitsbezogener Leistungen über die Gesundheitsausgaben (Gesundheitsausgabenrechnung (GAR)) Sekundärstatistik im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung (GBE): Ausgabenträger Leistungsarten Einrichtungen incl. private Haushalte, ohne Vorleistungsindustrien 17

18 Gesundheitsausgaben in Deutschland (2) Gesundheitsausgaben Endverbrauch von Gütern und Dienstleistungen zzgl. Investitionen Ermittlung in Deutschland durch das Statistische Bundesamt nach OECD Kriterien Altenpflege und andere Bereiche werden nicht erfasst 2009: 278 Mrd. EUR in Deutschland Investitionen: 4% / Ärztliche Leistungen: 27% / Pflege, Therapie: 24% / Waren: 28% 18

19 Gesundheitsausgaben (3) 19

20 Gesundheitsausgaben in Deutschland (4) Gesundheitsausgaben als Erfassung des Letztverbrauchs = Umsatz der Leistungsanbieter Verkaufspreise, keine Herstellungspreise In den Umsätzen sind Vorleistungen enthalten Bestandsänderungen, selbsterstellte Anlagen werden in Umsätzen nicht erfasst Folge: Umsatzwachstum ist nicht unbedingt auch höheres Wirtschaftswachstum 20

21 Gesundheitsausgaben in Deutschland (5) Die wirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitssektors wird unterschätzt Starke Konzentration auf medizinische und sozialversicherte Leistungen (Erster Gesundheitsmarkt) Ausblendung gesundheitlich relevanter Bereiche (Altenpflege, Wellness ) Keine Darstellung des Beitrags zum Wirtschaftswachstum 21

22 Gesundheitspersonal in Deutschland (1) Gesundheitspersonal Statistische Erfassung über die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) Sekundärstatistik im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung (GBE): Anzahl der Beschäftigten; Vollzeitäquivalente Differenzierung nach Alter, Geschlecht, Art der Beschäftigung, Einrichtungen Einrichtungen erfassen nicht die privaten Haushalte, aber Vorleistungsindustrien 22

23 Gesundheitspersonal in Deutschland (2) Methodischer Ausgangspunkt für die Abgrenzung des Gesundheitspersonals ist die Definition des Gesundheitswesens der OECD, die auch Ausgang für die Berechnung der Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten ist. Dem zufolge fließen Tätigkeiten aus dem Gesundheits, Sozial oder Umweltbereich in die Gesundheitspersonalrechnung ein, wenn sie primär der Sicherung, der Vorbeugung oder der Wiederherstellung von Gesundheit dienen. Außen vor bleiben somit jene Beschäftigte, die die Gesundheit im weiteren Sinne fördern. Dies sind zum Beispiel Beschäftigte in Altenwohnheimen, wo die Bewältigung oder Linderung von Gesundheitsproblemen nicht vornehmliches Ziel der Beschäftigung ist. (http://www.gbebund.de/gbe10/ergebnisse.prc_fid_anzeige?p_fid=8861&p_fund_typ=dqm&p_sprachkz=d&p_prot=3&p _uid=gastg&p_aid= ( ) 23

24 Gesundheitspersonal in Deutschland (3) Erfassung von Beschäftigungsverhältnissen Mehrfachzählungen Keine Berücksichtigung der Arbeitszeit Stichtag: Erfassung von Selbständigen, mithelfenden Familienangehörige, Beamte, Angestellten, Arbeiterinnen und Arbeitern, Auszubildenden, Zivildienstleistenden sowie Praktikantinnen und Praktikanten Keine Erfassung von Beschäftigten anderer Bereiche (z.b. Reinigungskräfte) 24

25 Gesundheitspersonal (4) 25

26 Gesundheitspersonal in Deutschland (5) 2009 Deutschland: 4,7 Mio. Beschäftigte (3,6 Mio. Vollzeitäquivalente) 44% ambulante Einrichtungen 40% stationär/teilstationär 7% Vorleistungsindustrien 26

27 Zusammenfassung Gesundheitsausgabenrechnung Gesundheitsausgaben werden unter Finanzierungsgesichtspunkten (Ausgabenträger) statistisch erfasst. Das Gesundheitswesen wird funktional nach Ausgabenarten abgegrenzt. Die Gesundheitsausgaben stellen die Umsätze der Leistungserbringer dar und beinhalten die Vorleistungen. Bei den Beschäftigten werden auch Selbständige und mithelfende Familienangehörige erfasst. Die statistischen Abgrenzungen beziehen sich überwiegend auf den medizinisch dominierten Gesundheitssektor. 27

28 Inhalt I. Gesundheitswesen II. Gesundheitswirtschaft III. Wertschöpfung IV. Kritik 28

29 Gesundheitswirtschaft (1) In den 1980er Jahren: Gesundheitsausgaben als fiskalische Last 1990er Jahre: Wachstums und Beschäftigungspotentiale werden thematisiert Deutschland: SVR Gutachten 1996: Kostenfaktor und Wachstumsbranche Heute: Gesundheitswirtschaft thematisiert die Wertschöpfungspotentiale 29

30 Gesundheitswirtschaft (2) Gesundheitsbezogene Leistungen (Güter und Dienstleistungen) sind bedeutender Wirtschaftszweig Kriterien: Anteil am BIP, Anteil der Erwerbstätigen Österreich: : Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP von 8,3% auf 11% gestiegen (Statistik Austria) 1960: 4,5% lt. OECD EU Durchschnitt 2008: 8,3% 2006 : 9,4% aller Erwerbstätigen im Gesundheits und Sozialwesen tätig 30

31 Gesundheitswirtschaft (3) Der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP wird auch für internationale Vergleiche herangezogen Probleme Untererfassung (z.b. familiäre Altenpflege) Krisenbedingter Rückgang des BIP erhöht bei konstanten Gesundheitsausgaben deren Anteil Anzahl der Erwerbstätigen berücksichtigt keine Veränderungen zwischen Vollzeit und Teilzeitbeschäftigung Vollzeitäquivalente sind zu ermitteln Unterschiedliche Finanzierung der Sozialsysteme beeinflussen Vergleiche Norwegen: 27% der Gesundheitsausgaben für Langzeitpflege Frankreich: 11% der Gesundheitsausgaben für Langzeitpflege 31

32 Gesundheitswirtschaft (4) Das Gesundheitswesen kann als Erster Gesundheitsmarkt bezeichnet werden, der durch die funktionalen Gesundheitsausgaben abgegrenzt wird. Die Gesundheitswirtschaft umfasst dagegen auch den Zweiten Gesundheitsmarkt. Der Zweite Gesundheitsmarkt umfasst alle gesundheitsrelevanten Dienstleistungen und Waren, die aus privaten Konsumausgaben finanziert, also nicht von einer privaten oder gesetzlichen Krankenkasse im Rahmen der Vollversicherung ganz oder teilweise übernommen oder durch staatliche Mittel finanziert werden. Zuzahlungen zählen demnach nicht zum Zweiten Gesundheitsmarkt (Henke et al. 2010: 72). 32

33 Gesundheitswirtschaft (5) Neben der finanzierungsbezogenen Abgrenzung (Erster und Zweiter Gesundheitsmarkt) wird eine güterbezogene Abgrenzung vorgenommen Gesundheitsgüter nach der GAR = Kernbereich der Gesundheitswirtschaft (KGW) Gesundheitsbezogene sonstige Güter = Erweiterte Gesundheitswirtschaft (EGW) (vgl. Henke et al. 2010: 72 ff.) 33

34 Gesundheitswirtschaft (6) Die EGW umfasst Waren (z.b. Diätetische Lebensmittel, Sportkleidung) und Dienstleistungen (z.b. IGeL Leistungen in Arztpraxen). Als Abgrenzungskriterien werden der Gesundheitsnutzen und Motive für die Kaufentscheidungen genannt (Henke et al. 2010: 76). 34

35 Gesundheitswirtschaft (7) Gesundheitsausgaben dominieren die öffentliche Diskussion über Kosten und Nutzen des Gesundheitswesens. Die Orientierung auf die Gesundheitswirtschaft zielt darauf, den Beitrag des Gesundheitssektors zum Wirtschaftswachstum darzustellen. Wirtschaftswachstum wird in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) als die preisbereinigte Veränderungsrate des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausgedrückt. 35

36 Gesundheitswirtschaft (8) Bruttoinlandsprodukt (BIP): Bruttowertschöpfung plus Gütersteuern minus Gütersubventionen Bruttowertschöpfung: Produktionswerte minus Vorleistungen zu Herstellungspreisen Gütersteuern: nichtabziehbare Umsatzsteuer, Zölle u.a. Gütersubventionen: Zuschüsse Personennahverkehr u.a. 36

37 Gesundheitswirtschaft (9) Zur Darstellung des Wachstumsbeitrags der Gesundheitswirtschaft im Rahmen einer gesundheitsökonomischen Gesamtrechnung ist deren Bruttowertschöpfung zu ermitteln: Ermittlung der Bruttowertschöpfung aus den VGR. Vorleistungen sind in GAR nicht erfasst Notwendigkeit einer Schätzung. Satellitenkonto zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. 37

38 Inhalt I. Gesundheitswesen II. Gesundheitswirtschaft III. Wertschöpfung IV. Kritik 38

39 Wertschöpfung (1) Wachstums und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft sind als produktiver Teil der Volkswirtschaft in VGR Kategorien abzubilden. Methodische Schritte: Branchenabgrenzung nach Wirtschaftszweigklassifikation Wirtschaftszweigspezifische Disaggregierung Validierung der Wertschöpfung an Hand der Gesundheitsberichterstattung (vgl. Ostwald 2009: 75 ff.) 39

40 Wertschöpfung (2) Branchenabgrenzung nach Wirtschaftszweigklassifikation (WZ 2003=NACE Rev.1.1) Abgrenzung nach der GPR und nach dem sog. Schichtenmodell der Gesundheitswirtschaft (Erster und Zweiter Gesundheitsmarkt) Gesundheits, Veterinär und Sozialwesen Differenz zur GPR z.b. durch Einbeziehung der Altenwohnheime Handel Dentalbedarf, Laborbedarf usw. weitgehend wie GPR Verarbeitendes Gewerbe Differenz zur GPR z.b. durch Einbeziehung der Produktion von Behindertenfahrzeugen Weitere Einrichtungen Krankenversicherung, medizinische Forschung, Verwaltung (vgl. Ostwald 2009: 76 ff.) 40

41 Wertschöpfung (3) Wirtschaftszweigspezifische Disaggregierung A. Erwerbstätige Basis: Erwerbstätigen und Entstehungsrechnung der VGR Daten liegen für Wirtschaftsabteilungen vor, werden aber für Wirtschaftsgruppen, klassen und unterklassen benötigt Daher werden die Daten für die Wirtschaftsgruppen usw. durch Heranziehung weiterer Statistiken (z.b. Bundesagentur für Arbeit) durch die Bildung von Disaggregationsfaktoren für die Abteilungswerte ermittelt. Beispiel: Anteil der Erwerbstätigen in Wirtschaftsgruppen im Gesundheits und Sozialwesen wird durch sozialversicherungspflichtig Beschäftigte plus Fachstatistiken für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte ermittelt. B. Bruttowertschöpfung, Produktionswert Verwendung von Basisstatistiken Umsatzsteuerstatistik nicht verwendbar wegen der Umsatzsteuerbefreiung im Gesundheitswesen 41

42 Wertschöpfung (4) Validierung der Wertschöpfung an Hand der Gesundheitsberichterstattung Vergleich der Erwerbstätigen mit den Beschäftigten gemäß GPR Vergleich der Wertschöpfung mit der GAR 42

43 Wertschöpfung (5) Ergebnisse für Deutschland: nahm die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 3,26% p.a. zu, mithin war die Wachstumsrate mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft (1,51%). Die Zahl der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft stieg in diesem Zeitraum um 1,37% p.a. deutlich mehr an als gesamtgesellschaftlich ( 0,4% p.a.) (Ostwald 2009: 141 ff.) Der Anstieg der Bruttowertschöpfung wird in diesem Zeitraum stark von den Pflegeleistungen bestimmt (Ranscht/Ostwald 2010: 43) 43

44 Satellitenkonto zur VGR (1) Ziel von Satellitenkonten Abgrenzung von Wirtschaftssektoren auf der Basis des makroökonomischen Statistiksystems der VGR Beispiel: Forschung und Entwicklung (FuE) (Oltmanns et al. 2009) Rechtgrundlage: Europäisches System Volkwirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) (EU Verordnung) Satellitenkonten zum Tourismus, FuE, Steueraufkommen u.a. (Henke et al. 2010: 81) 44

45 Satellitenkonto zur VGR (2) Schritte: Abgrenzung von Wirtschaftssektoren auf der Basis des makroökonomischen Statistiksystems der VGR (Produktionskonto) Ermittlung der Inputs Investitionsrechnung der Gesundheitsindustrien Input Output Tabelle der Gesundheitsindustrien Wichtig: Konzepte und Klassifikationen der VGR werden beibehalten. 45

46 Satellitenkonto zur VGR (3) Beispiel: Tourismus Österreich Satellitenkonto Tourismus Österreich (TSA) Quelle: Statistik Austria 46

47 Satellitenkonto zur VGR (4) Beispiel: Tourismus Österreich 47

48 Satellitenkonto zur VGR (5) Beispiel: Gesundheitswirtschaft Deutschland (Quelle: Henke et al. 2010: 73) 48

49 Satellitenkonto zur VGR (5) Beispiel: Gesundheitswirtschaft Deutschland (Quelle: Henke et al. 2010: 73) 49

50 Satellitenkonto zur VGR (5) Beispiel: Gesundheitswirtschaft Deutschland (Quelle: Henke et al. 2010: 73) 50

51 Satellitenkonto zur VGR (6) Beispiel: Gesundheitswirtschaft Deutschland (Quelle: Henke et al. 2010: 143) 51

52 Zusammenfassung Wertschöpfung Die Gesundheitswirtschaft kann als produktiver Wirtschaftssektor der Volkswirtschaft nicht über die Gesundheitsausgaben, sondern nur über die Wertschöpfung nach den Kriterien der VGR dargestellt werden. Mangels Ausweis in den VGR ist die Wertschöpfung gesondert zu ermitteln (Heranziehung zusätzlicher Statistiken, Satellitenkonto zu den VGR). Für ergibt sich danach für Deutschland ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum in der Gesundheitswirtschaft und eine überdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklung. Dies wird wesentlich durch die Entwicklung im Pflegebereich beeinflusst. 52

53 Kritik (1) Die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft wird durch das BIP nur unvollständig ermittelt Nur Markttransaktionen werden berücksichtigt Familienleistungen werden nicht erfasst Schädliche Güter (z. B. Leistungen nach Verkehrsunfällen) erhöhen das BIP. Steigende Ausgaben im Gesundheitssektor als wirtschaftliche Belastung werden nicht berücksichtigt Höhere Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung Steigende Personalnebenkosten für Unternehmen Verminderung der Haushaltseinkommen der Beschäftigten 53

54 Kritik (2) Kriterien für den gesellschaftlichen Wohlstand sind zu überprüfen Nicht Produktionswerte, sondern Lebensqualität sollte gemessen werden Indikatoren: Einkommen, Konsumtion Bildung, Gesundheit, Umwelt, Sicherheit (vgl. Stiglitz et al. 2009: 14 ff.) 54

55 Kritik (3) Wachstum und Beschäftigung sind kein Selbstzweck Gerade aus Public Health Sicht ist der populationsbezogene Nutzen zu bewerten Verbesserung der gesundheitlichen Lage Abbau gesundheitlicher Ungleichheit 55

56 Kritik (4) Neben der Effektivität ist auch die Effizienz der Gesundheitsleistungen zu beurteilen. Value for money Kosteneffektivität Evidenzbasierung und Qualitätssicherung sind auch für die Gesundheitswirtschaft zentral. 56

57 Fazit Beschäftigung und Wirtschaftswachstum in der Gesundheitswirtschaft sind am Nutzen für die gesundheitliche Lage der Bevölkerung zu messen. Überdurchschnittliche Steigerungsraten in diesem Bereich sind nicht von vornherein positiv zu bewerten, sondern können auch Ausdruck mangelnder Effektivität und Effizienz sein. Public Health Ansätze zur Bewertung von Gesundheitsleistungen sollten verbunden werden mit der ökonomischen Diskussion über die Messung des gesellschaftlichen Wohlstands. Diese Aufgabe kann nicht allein der Gesundheitsökonomik überantwortet werden, sondern betrifft sämtliche Disziplinen des Public Health. 57

58 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! 58

59 Literatur Braun, Bernard; Larisch, Joachim (2009): Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen. Bremen: Arbeitnehmerkammer. Goldschmidt, A.J.W. & Hilbert, J. 2009, "Von der Last zur Chance Der Paradigmenwechsel vom Gesundheitswesen zur Gesundheitswirtschaft" in Gesundheitswirtschaft in Deutschland: die Zukunftsbranche, eds. A.J.W. Goldschmidt & J. Hilbert, WIKOM, Wegscheid, pp Henke, K. 2008, "Neue Berufe im Zweiten Gesundheitsmarkt?", Public Health Forum, vol. 16, no. 1, pp. 10.e1 10.e3. Henke, K. 2009, "Der zweite Gesundheitsmarkt", Public Health Forum, vol. 17, no. 3, pp. 16.e1 16.e4. Henke, K., Neumann, K., Schneider, M., Georgi, A., Bungenstock, J., Baur, M., Ottmann, S., Krauss, T. & Hofmann, U. 2010, Erstellung eines Satellitenkontos für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, Nomos, Baden Baden. Henke, K , "Von der qualitativen zur quantitativen Erfassung der Gesundheitswirtschaft" in Gesundheit be(ob)achten Nutzung, Integration und Ergänzung vorhandener Datenquellen, 17. Wissenschaftliches Kolloquium des Statistischen Bundesamtes 2008, ed. Statistisches Bundesamt,Wiesbaden, pp Henke, K.D. & Martin, K. 2008, Health as a Driving Economic Force, Diskussionspapier 2008/2, Wirtschaftswissenschaftliche Dokumentation, TU Berlin., Berlin. Hofmann, Uwe, Krauss, Thomas, Schneider, Markus, Köse, Aynur (o. J.), Gesundheitswirtschaft in Österreich. Studie für die Wirtschaftskammer Österreich. (http://www.basys.de/aktuelles/2011/gwoe.pdf; Zugriff: ). OECD (2010), Health at a Glance: Europe 2010, OECD Publishing. (http://dx.doi.org/ /health_glance 2010 en) OECD (2011). Economic surveys Austria Paris: OECD Publishing (http://dx.doi.org/ /eco_surveys aut 2011 en; Zugriff: ) Ostwald, Dennis Alexander (2009): Wachstums und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Berlin: MWV. Ranscht, A. & Ostwald, D.A. 2010, "Die Gesundheitswirtschaft ein Wachstums und Beschäftigungstreiber?" in Gesundheit und Wirtschaftswachstum, eds. M.G. Fischer & S. Meyer, Springer Berlin Heidelberg,, pp Stiglitz, Joseph E., Sen, Amartya, Fitoussi, Jean Paul (2009), Report by the Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress. (http://www.stiglitz sen fitoussi.fr/documents/rapport_anglais.pdf ; Zugriff ) SVR Gesundheit (1997): Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen. Gesundheitswesen in Deutschland. Kostenfaktor und Zukunftsbranche. Band II: Fortschritt und Wachstumsmärkte, Finanzierung und Vergütung. Sondergutachten 1997.Kurzfassung. (http://www.svr gesundheit.de/gutachten/gutacht97/kurzf de97.pdf). 59

Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen Ein Überblick

Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen Ein Überblick Fachtagung der Arbeitnehmerkammer Bremen am 8.6.2009 Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen Ein Überblick Dr. Joachim Larisch Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) Gesundheitswirtschaft

Mehr

Zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft

Zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft Zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft Klaus-Dirk Henke 1. Vorliegende Berechnungen 1. Die Eckwerte zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft sind in der gesundheitspolitischen

Mehr

Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen

Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen Gesundheitsökonomische sind Rechenwerke, die sich mit Fragestellungen der Gesundheitswirtschaft beschäftigen halten Informationen zu Art und Umfang der erbrachten Leistungen und der dafür eingesetzten

Mehr

Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten in der ambulanten und stationären Pflege

Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten in der ambulanten und stationären Pflege Gesundheitsausgaben und Krankheitskosten in der ambulanten und stationären Pflege Pflege be(ob)achten Einblicke anhand statistischer Daten am 10. März 2010 in Münster Michael Cordes Statistisches Bundesamt

Mehr

Executive Summary Ein Gesundheitssatellitenkonto für Österreich (ÖGSK)

Executive Summary Ein Gesundheitssatellitenkonto für Österreich (ÖGSK) Executive Summary Ein Gesundheitssatellitenkonto für Österreich (ÖGSK) In der öffentlichen Diskussion wurde bisher Gesundheit vorwiegend als Kostenfaktor wahrgenommen, und auch in den Rechenwerken der

Mehr

Bedeutung der wissensintensiven Dienstleistungen für Wachstum von Wertschöpfung und Beschäftigung

Bedeutung der wissensintensiven Dienstleistungen für Wachstum von Wertschöpfung und Beschäftigung Bedeutung der wissensintensiven Dienstleistungen für Wachstum von Wertschöpfung und Beschäftigung Beitrag zum Workshop Wissensintensive und unternehmensbezogene Dienstleistungen im Fokus der BMWi-Förderung

Mehr

Frühjahrsprognose der Schweizerischen Gesundheitsausgaben 2014 2016

Frühjahrsprognose der Schweizerischen Gesundheitsausgaben 2014 2016 Frühjahrsprognose der Schweizerischen Gesundheitsausgaben 2014 2016 Prof. Dr. Marko Köthenbürger 16. Juni 2015 Aufbau Einleitung Wirtschaftliche Relevanz Gesundheitswesen Schweiz Ausgabenanteil am Bruttoinlandprodukt

Mehr

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Nach Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Arbeitgeber 12.541 [4,3%] private Haushalte,

Mehr

Quantitative Erfassung der Bedeutung wissensintensiver Dienstleistungen

Quantitative Erfassung der Bedeutung wissensintensiver Dienstleistungen Quantitative Erfassung der Bedeutung wissensintensiver Dienstleistungen Beitrag zum Expertengespräch I: Wissensintensive Dienstleistungen - konkret beim gemeinsamen Arbeitskreis Dienstleistungen der Friedrich-Ebert-Stiftung

Mehr

Inhaltsverzeichnis: Schema 11: Gesundheitsleistungen der Gemeinden

Inhaltsverzeichnis: Schema 11: Gesundheitsleistungen der Gemeinden Inhaltsverzeichnis: Schema 11: Gesundheitsleistungen der Gemeinden 3.11.1. Gesundheitsleistungen der Gemeinden Ausgaben 3.11.2. Gesundheitsleistungen der Gemeinden Finanzierung 3.11.3. Gesundheitsleistungen

Mehr

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Medienmitteilung Datum 17. Oktober 2007 Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Die Fiskalquote der Schweiz beträgt für das Jahr 2006 29,4 Prozent

Mehr

Handel mit Gesundheitsleistungen (Medizintourismus)

Handel mit Gesundheitsleistungen (Medizintourismus) From: Gesundheit auf einen Blick 2009 OECD-Indikatoren Access the complete publication at: http://dx.doi.org/10.1787/9789264081086-de Handel mit Gesundheitsleistungen (Medizintourismus) Please cite this

Mehr

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Memorandum 29 Von der Krise in den Absturz? Stabilisierung, Umbau, Demokratisierung Grafiken Gestaltung: SAFRAN WORKS, Frankfurt Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Mehr

Abb. 1: Gesundheitszustand im Zeitablauf

Abb. 1: Gesundheitszustand im Zeitablauf Abb. 1: Gesundheitszustand im Zeitablauf Abb. 2: Gesundheit als Kapitalgut Abb. 3: Vergleich der Gesundheit mit einem anderen Kapitalgut Abb. 6: Gestorbene insgesamt und im ersten Lebensjahr nach Geschlecht

Mehr

Übung 2 - Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Übung 2 - Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl.-Math. oec. Daniel Siepe Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2010/11

Mehr

Statistisches Bundesamt

Statistisches Bundesamt Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 16. August 2006 Pressekonferenz Gesundheit Ausgaben, Krankheitskosten und Personal 2004 am 16. August 2006 in Berlin Statement von Präsident Johann Hahlen Es gilt das

Mehr

Wieviel Rehabilition zu welchem Preis? SAR-Tagung vom 25.4.2013 Referat Mascha Madörin

Wieviel Rehabilition zu welchem Preis? SAR-Tagung vom 25.4.2013 Referat Mascha Madörin Wieviel Rehabilition zu welchem Preis? SAR-Tagung vom 25.4.2013 Referat Mascha Madörin Ei nleitung Wie viel Rehabalition zu welchem Preis? Ökonomische Betrachtungen zur Frage, was wir uns leisten sollten.

Mehr

Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP

Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP 17,6 8,9 9,3 9,6 9,6 11,0 11,1 11,4 11,6 11,6 Finnland Italien Großbritannien Schweden Österreich Dänemark Werte 2010, Quelle Austria Health Data 2012 (Tab. 5.3.1.)

Mehr

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt An den Grossen Rat 11.5129.02 GD/P115129 Basel, 1. Juni 2011 Regierungsratsbeschluss vom 31. Mai 2011 Interpellation Nr. 36 Salome Hofer betreffend Gesundheitskosten

Mehr

Kommunale Gesundheitspolitik und Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger im internationalen Vergleich

Kommunale Gesundheitspolitik und Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger im internationalen Vergleich Kommunale Gesundheitspolitik und Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger im internationalen Vergleich Prof. Dr. Claus Wendt Lehrstuhl für Soziologie der Gesundheit und des Gesundheitssystems wendt@soziologie.uni-siegen.de

Mehr

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der ICT in der Schweiz. Ein Repository der Econlab GmbH Fokus: ICT Branche

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der ICT in der Schweiz. Ein Repository der Econlab GmbH Fokus: ICT Branche Die volkswirtschaftliche Bedeutung der ICT in der Schweiz Ein Repository der Econlab GmbH Fokus: ICT Branche one voice for ICT Datenaufbereitung: Econlab GmbH Gegründet 2012 Volks- & Raumwissenschaftliche

Mehr

Private Gesundheitsausgaben älterer Menschen

Private Gesundheitsausgaben älterer Menschen Private Gesundheitsausgaben älterer Menschen Birte Schöpke Tagung Seniorenkonsum 25. und 26. September 2015 an der Technischen Universität Berlin Gliederung 1. Hintergrund 2. Datengrundlage Einkommens-

Mehr

im internationalen Gesundheitssystemvergleich und europäische Gesundheitspolitik

im internationalen Gesundheitssystemvergleich und europäische Gesundheitspolitik Health Care Management Martin Schölkopf Holger Presse! Das Gesundheitswesen im internationalen Vergleich Gesundheitssystemvergleich und europäische Gesundheitspolitik 2., aktualisierte und erweiterte Auflage

Mehr

Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich: 7 Thesen

Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich: 7 Thesen Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich: 7 Thesen Koreferat zum Thema Erfolge und Misserfolge anderer europäischer Länder bei der Umorganisation des Gesundheitssystems während der Tagung

Mehr

Praxistage 2012. Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen

Praxistage 2012. Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen Praxistage 2012 Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Gesundheitsausgaben im

Mehr

Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung. und Unternehmensgröße

Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung. und Unternehmensgröße Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung und Unternehmensgröße Befunde auf der Grundlage von CVTS3 Friederike Behringer, Gudrun Schönfeld Bonn, Februar 2011 1 Vorbemerkung Im Folgenden

Mehr

Volkswirtschaftliche Bedeutung des Service public in der Schweiz

Volkswirtschaftliche Bedeutung des Service public in der Schweiz Volkswirtschaftliche Bedeutung des in der Schweiz Public Recruiting Forum 2009 16. September 2009 Was ist? Dienstleistungen «im Allgemeininteresse» «umfasst eine politisch definierte Grundversorgung mit

Mehr

Entwicklung der öffentlichen Finanzen

Entwicklung der öffentlichen Finanzen Entwicklung der öffentlichen Finanzen In absoluten Zahlen, 1970 bis 2012* In absoluten Zahlen, 1970 bis 2012* in Mrd. Euro 1.200 1.000 800 600 400 235,6 352,8 Finanzierungssaldo 889,5 558,0 444,8 18,6

Mehr

Statistische Berichte Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Statistische Berichte Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein Statistische Berichte Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein STATISTIKAMT NORD P I 1 (4) - vj 3/12 H 20. Dezember 2012 Erwerbstätige in Hamburg Vierteljahresergebnisse zum 3. Quartal 2012

Mehr

Gesundheitsökonomische Daten: Anbieter und Verwendungsmöglichkeiten

Gesundheitsökonomische Daten: Anbieter und Verwendungsmöglichkeiten Wirtschaft, Gesundheitsökonomische Daten: Anbieter und Verwendungsmöglichkeiten Reinhard Knödler Dipl.-Volkswirt Reinhard Knödler ist Referent im Referat Wirtschaftswissenschaftliche Analysen, Volkswirtschaftliche

Mehr

Die Gesundheitsreform aus Sicht der sozialen Krankenversicherung

Die Gesundheitsreform aus Sicht der sozialen Krankenversicherung Gesundheit als wirtschaftliches Gut? Gesundheit stiftet Nutzen Gesundheit = knappes Gut begrenzte finanzielle Mittel daher Steuerung Individuum als Produzent seiner Gesundheit Gesundheit als öffentliches

Mehr

Verbesserung der Vereinbarkeit in Präsenzberufen

Verbesserung der Vereinbarkeit in Präsenzberufen Verbesserung der Vereinbarkeit in Präsenzberufen Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft ist in hohem Maße auf die Bereiche Gesundheit, Hotelund Gaststättenwesen sowie Tourismus ausgerichtet. Es arbeiten bereits

Mehr

FORUM 1 Trends in der Gesundheitsbranche Ein Überblick über neue Herausforderungen, Entwicklungen und Perspektiven im Gesundheitsmarkt Martin Frank

FORUM 1 Trends in der Gesundheitsbranche Ein Überblick über neue Herausforderungen, Entwicklungen und Perspektiven im Gesundheitsmarkt Martin Frank FORUM 1 Trends in der Gesundheitsbranche Ein Überblick über neue Herausforderungen, Entwicklungen und Perspektiven im Gesundheitsmarkt Martin Frank Leibniz Universität Hannover, Forschungsstelle für Gesundheitsökonomie

Mehr

Lösungen zu Aufgabensammlung. Konsumgüter. Arbeitseinkommen. Was wird am Geld-, bzw. Güterstrom gemessen und was bedeuten diese Begriffe?

Lösungen zu Aufgabensammlung. Konsumgüter. Arbeitseinkommen. Was wird am Geld-, bzw. Güterstrom gemessen und was bedeuten diese Begriffe? Thema Dokumentart Makroökonomie: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Lösungen zu Aufgabensammlung LÖSUNGEN VGR: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Zeichnen Sie den einfachen Wirtschaftskreislauf. Konsumausgaben

Mehr

www.pwc.at PwC Studie: Die (R)evolution von PPPs im Bereich Healthcare

www.pwc.at PwC Studie: Die (R)evolution von PPPs im Bereich Healthcare www.pwc.at Studie: Die (R)evolution von PPPs im Bereich Healthcare Inhalt Die Ergebnisse Die Evolution Die Revolution Was bedeutet das für Sie? 2 Die Ergebnisse 3 Status Quo Weltweit gilt es, neue Finanzierungsquellen

Mehr

Bericht > Gesundheitswirtschaft. Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen. Arbeitnehmerkammer Bremen

Bericht > Gesundheitswirtschaft. Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen. Arbeitnehmerkammer Bremen Bericht > Gesundheitswirtschaft Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen Arbeitnehmerkammer Bremen Gesundheitswirtschaft und Beschäftigung in Bremen Verfasser > Barnard Braun, Joachim Larisch

Mehr

Kanton Basel-Stadt Qualität unserer Versorgungsstruktur

Kanton Basel-Stadt Qualität unserer Versorgungsstruktur Qualität unserer Versorgungsstruktur Dr. Carlo Conti Regierungsrat Basel-Stadt, Präsident der GDK forumsante.ch, 29. Januar 2013 Gesundheitsmonitor 2011 55% haben «positiven» oder «eher positiven» Eindruck

Mehr

Gesundheitstourismus Marktstrukturen und aktuelle Entwicklungen

Gesundheitstourismus Marktstrukturen und aktuelle Entwicklungen Gesundheitstourismus Marktstrukturen und aktuelle Entwicklungen Prof. Dr. Anja Brittner Widmann (Bildquellen: Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. und Deutscher Heilbäderverband e. V.) 1 1. Erster und

Mehr

ÖSTERREICHS INDUSTRIE KENNZAHLEN

ÖSTERREICHS INDUSTRIE KENNZAHLEN ÖSTERREICHS INDUSTRIE KENNZAHLEN 2007 Juni 2007 Vorwort VORWORT Statistische Daten und Fakten sind eine unerlässliche Voraussetzung für weitreichende industriepolitische Dispositionen. Das vorliegende

Mehr

Economics of the Public Health Sector in NRW: From Money Pit to Profit Centre

Economics of the Public Health Sector in NRW: From Money Pit to Profit Centre WHO Regional Office for Europe Workshop Public Health Systems and their Effect on Local Economic and Social Development Economics of the Public Health Sector in NRW: From Money Pit to Profit Centre Venice,

Mehr

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014 2005Q1 2005Q2 2005Q3 2005Q4 2006Q1 2006Q2 2006Q3 2006Q4 2007Q1 2007Q2 2007Q3 2007Q4 2008Q1 2008Q2 2008Q3 2008Q4 2009Q1 2009Q2 2009Q3 2009Q4 2010Q1 2010Q2 2010Q3 2010Q4 2011Q1 2011Q2 2011Q3 2011Q4 2012Q1

Mehr

Erste Bestandsaufnahme der Gesundheitswirtschaft in Sachsen

Erste Bestandsaufnahme der Gesundheitswirtschaft in Sachsen Gutachten des Gesundheitsökonomischen Zentrums der TU Dresden für das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Erste Bestandsaufnahme der Gesundheitswirtschaft in Sachsen Endbericht

Mehr

Pflege als Zukunftsmarkt?

Pflege als Zukunftsmarkt? Personenbezogene Dienstleistungen als Wachstumssektor Pflege als Zukunftsmarkt? V.-Prof. Dr. Dominik H. Enste Kompetenzfeldleiter Institutionenökonomik, Institut der deutschen Wirtschaft Köln Geschäftsführer

Mehr

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Memorandum 29 Von der Krise in den Absturz? Stabilisierung, Umbau, Demokratisierung Grafiken Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik 266 Seiten 17,9 Euro

Mehr

Prof. Dr. Stefan Greß. Prävention und Gesundheitsförderung in den Niederlanden

Prof. Dr. Stefan Greß. Prävention und Gesundheitsförderung in den Niederlanden Prof. Dr. Stefan Greß Prävention und Gesundheitsförderung in den Niederlanden Vortrag bei der Tagung Prävention und Gesundheitsförderung in Sozialversicherungsstaaten: Strukturen Akteure Probleme am 11.

Mehr

Wie viele Berufe haben die Menschen?

Wie viele Berufe haben die Menschen? Wie viele Berufe haben die Menschen? Analysen auf der Grundlage der Scientific Use Files der Mikrozensen zur Mehrfachbeschäftigung Dieter Bögenhold und Uwe Fachinger Vortrag auf der 5. Nutzerkonferenz

Mehr

Terminologie zur Produktivität Neuchâtel, September 2014

Terminologie zur Produktivität Neuchâtel, September 2014 Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Statistik BFS Volkswirtschaft Terminologie zur Produktivität Neuchâtel, September 2014 Das vorliegende Dokument definiert die vom Bundesamt für

Mehr

vereinfachtes Kreislaufmodell einer geschlossenen Volkswirtschaft ohne staatliche Akteure Konsumausgaben (C) Konsumgüter Faktorleistungen

vereinfachtes Kreislaufmodell einer geschlossenen Volkswirtschaft ohne staatliche Akteure Konsumausgaben (C) Konsumgüter Faktorleistungen vereinfachtes Kreislaufmodell einer geschlossenen Volkswirtschaft ohne staatliche Akteure Konsumausgaben (C) Konsumgüter Unternehmen Haushalte Faktorleistungen Einkommen (Y) Vermögensänderung I n S Annahmen:

Mehr

Volkswirtschaftliche Bedeutung des Spitalwesens in der Schweiz

Volkswirtschaftliche Bedeutung des Spitalwesens in der Schweiz Volkswirtschaftliche Bedeutung des Spitalwesens in der Schweiz Studie im Auftrag von H+, Die Spitäler der Schweiz Basel, August 2007 Thomas Schoder, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Branchenstudien

Mehr

Die Bedeutung der ICT für die Schweiz

Die Bedeutung der ICT für die Schweiz Die Bedeutung der ICT für die Schweiz WL-Konferenz Die Bedeutung widerstandsfähiger Informations- und Kommunikationstechnologien Bern, 18. Oktober 2013 Andreas Kaelin, Geschäftsführer ICTswitzerland Präsident

Mehr

Gesundheitsökonomie. Karl W. Lauterbach Stephanie Stock Helmut Brunner. Lehrbuch für Mediziner und andere Gesundheitsberufe.

Gesundheitsökonomie. Karl W. Lauterbach Stephanie Stock Helmut Brunner. Lehrbuch für Mediziner und andere Gesundheitsberufe. Karl W. Lauterbach Stephanie Stock Helmut Brunner Herausgeber Gesundheitsökonomie Lehrbuch für Mediziner und andere Gesundheitsberufe Verlag Hans Huber 5 Inhalt Vorwort 9 Teil 1: Ethik und Ökonomie in

Mehr

Gefährdet die ungleiche Verteilung unseres Vermögens den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Gefährdet die ungleiche Verteilung unseres Vermögens den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Gefährdet die ungleiche Verteilung unseres Vermögens den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Prof. Dr. K.-W. Hansmann Rotary-Vortrag am 22. September 2014 (Die farbigen Graphiken habe ich mit der Progrmmiersprache

Mehr

Arbeitskostenerhebung 2012 in der EU28 Arbeitskosten im Finanz- und Versicherungsbereich. Dreimal höher als im Bereich Gastgewerbe & Gastronomie

Arbeitskostenerhebung 2012 in der EU28 Arbeitskosten im Finanz- und Versicherungsbereich. Dreimal höher als im Bereich Gastgewerbe & Gastronomie 193/2014-15. Dezember 2014 Arbeitskostenerhebung 2012 in der EU28 Arbeitskosten im Finanz- und Versicherungsbereich am höchsten Dreimal höher als im Bereich Gastgewerbe & Gastronomie Im Jahr 2012 lagen

Mehr

Leistungsfähigkeit und Effizienz von Gesundheitssystemen: Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner Berit Gerritzen, M.A.

Leistungsfähigkeit und Effizienz von Gesundheitssystemen: Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner Berit Gerritzen, M.A. Leistungsfähigkeit und Effizienz von Gesundheitssystemen: Die Schweiz im internationalen Vergleich Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner Berit Gerritzen, M.A. Universität ität St. Gallen, Schweizerisches Institut

Mehr

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015 Industrieland Deutschland Teil 2, Stand: Januar 2015 Deutschland ist ein guter Industriestandort Stärken und Schwächen des Industriestandorts Deutschland 144 Länder im Vergleich; Bester Platz =1, Schlechtester

Mehr

Weniger (Medizin) ist mehr (Qualität) Schweizerische Gesellschaft für Medizincontrolling Tagung Qualitätsmedizin Schweiz 14.09.

Weniger (Medizin) ist mehr (Qualität) Schweizerische Gesellschaft für Medizincontrolling Tagung Qualitätsmedizin Schweiz 14.09. Weniger (Medizin) ist mehr (Qualität) Schweizerische Gesellschaft für Medizincontrolling Tagung Qualitätsmedizin Schweiz 14.09.2012 Werner Widmer Inhalt 1. These: Überversorgung 2. Unnötige Leistungen

Mehr

http://www.diw.de/deutsch/publikationen/wochenberichte/docs/03-07-1.html

http://www.diw.de/deutsch/publikationen/wochenberichte/docs/03-07-1.html Seite 1 von 5 DIW-Wochenbericht 7/03 Kostenexplosion im Gesundheitswesen? Bearbeiter Volker Meinhardt Erika Schulz Finanzlage der Krankenversicherungen Kostenentwicklung in den alten Bundesländern Ausgabenentwicklung

Mehr

Gesundheitsökonomische Forschung auf dem Gebiet der Depression: Status Quo und Perspektiven

Gesundheitsökonomische Forschung auf dem Gebiet der Depression: Status Quo und Perspektiven Gesundheitsökonomische Forschung auf dem Gebiet der Depression: Status Quo und Perspektiven Symposium 10 Jahre Depressionsforschung im Kompetenznetz Depression Suizidalität München, 5. November 2009 Prof.

Mehr

Pflegesicherung und ihre Finanzierbarkeit in Europa?

Pflegesicherung und ihre Finanzierbarkeit in Europa? Pflegesicherung und ihre Finanzierbarkeit in Europa? Univ.-Prof. Dr. Bernhard Güntert Institut für Management und Ökonomie im Gesundheitswesen (IMÖG) UMIT, Hall in Tirol Inhaltsübersicht Einige Tatsachen

Mehr

Die Situation von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Situation von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung Die Situation von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung Dr. Frank Niehaus Mannheim, 23.3.2013 Überblick 1. Familien in Deutschland 2. Die Finanzierung der GKV und die Situation der Familien

Mehr

KMU in Österreich. Situation und Entwicklung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Österreich. Dr. Walter Bornett März 2009

KMU in Österreich. Situation und Entwicklung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Österreich. Dr. Walter Bornett März 2009 KMU in Österreich Situation und Entwicklung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Österreich Dr. Walter Bornett März 2009 KMU FORSCHUNG AUSTRIA - Datenbanken Datenbanken Bilanzdatenbank Konjunkturdatenbank

Mehr

Pav for Performance (P4P) im Gesundheitswesen - Ein Ansatz zur Verbesseruns der Gesundheitsversorsuns?

Pav for Performance (P4P) im Gesundheitswesen - Ein Ansatz zur Verbesseruns der Gesundheitsversorsuns? Schriften zur Gesundheitsökonomie 14 Pav for Performance (P4P) im Gesundheitswesen - Ein Ansatz zur Verbesseruns der Gesundheitsversorsuns? Martin Emmert Inlialtsverzeiclinis Inhaltsverzeichnis Inlialtsverzeiclinis

Mehr

Die volkswirtschaftlichen Impulse des Internets für Österreich

Die volkswirtschaftlichen Impulse des Internets für Österreich Die volkswirtschaftlichen Impulse des Internets für Österreich Prof. Dr. Bernhard Felderer Institut für Höhere Studien 21. Juli 2011 Internet IHS-Studie 1 Verschiedene Ansätze bei Internetstudien a) Sektorale

Mehr

Betrachtung der Lohnkosten in den kreisfreien Städten und Landkreisen Sachsen-Anhalts im Jahr 2007

Betrachtung der Lohnkosten in den kreisfreien Städten und Landkreisen Sachsen-Anhalts im Jahr 2007 11 Betrachtung der Lohnkosten in den kreisfreien Städten und Landkreisen s im Jahr 2007 Birgit Mushacke-Ulrich Betrachtung der Lohnkosten in den kreisfreien Städten und Landkreisen s im Jahr 2007 Teil

Mehr

Systembeschreibungen nach Standards der World Health Organization (WHO):

Systembeschreibungen nach Standards der World Health Organization (WHO): Direktlinks zum Vorlesungsskript Gesundheitssysteme und Internationales Management SoSe 2014 Homepage des Lehrstuhls http://www.hem.bwl.uni-muenchen.de Pkt: Literaturhinweise: Systembeschreibungen nach

Mehr

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen TOP 3 Bericht des Statistischen Bundesamts Nationale VGR 44. Tagung des AK VGR der Länder Kamenz 25. und 26. April 2011 Statistisches Bundesamt Gliederung 1. Laufende

Mehr

Öffentliche Ausgaben nach Aufgabenbereichen

Öffentliche Ausgaben nach Aufgabenbereichen Öffentliche Ausgaben nach Aufgabenbereichen In absoluten In absoluten Zahlen und Zahlen Anteile und Anteile in Prozent, in Prozent, 2011 2011 1 1 Verkehrs- und Nachrichtenwesen: 20,5 Mrd. (1,8%) sonstiges:

Mehr

Gewerbliche Arbeitskräfteüberlassung in Österreich im Jahr 2013

Gewerbliche Arbeitskräfteüberlassung in Österreich im Jahr 2013 Gewerbliche Arbeitskräfteüberlassung in Österreich im Jahr 2013 1 Erhebungsmethode Statistik der Arbeitskräfteüberlassung Im Jahr 2006 wurde eine neue Erhebungsmethode - ein Webportal für Arbeitskräfteüberlasser

Mehr

Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH

Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FG Management im Gesundheitswesen, Technische Universität Berlin (WHO Collaborating Centre for Health Systems Research and Management) & European Observatory on Health

Mehr

Workshop B Bevölkerungsentwicklung & Wachstum Norbert Reuter - ver.di-bereich Wirtschaftspolitik / RWTH Aachen -

Workshop B Bevölkerungsentwicklung & Wachstum Norbert Reuter - ver.di-bereich Wirtschaftspolitik / RWTH Aachen - Workshop B Bevölkerungsentwicklung & Wachstum Norbert Reuter - ver.di-bereich Wirtschaftspolitik / RWTH Aachen - FÖS-Jahrekonferenz Postwachstumsgesellschaft konkret 15. März 2013 / Landesvertretung Baden-Württemberg

Mehr

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Ausgewählte europäische Staaten, prozentuale Veränderung des des BIP BIP* * im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich

Mehr

Institut für Mittelstandsforschung Bonn

Institut für Mittelstandsforschung Bonn Institut für Mittelstandsforschung Bonn Unternehmensgrößenstatistik Unternehmen, Umsatz und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2004 bis 2009 in Deutschland, Ergebnisse des Unternehmensregisters

Mehr

3. GRUNDBEGRIFFE DER VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNG (VGR)

3. GRUNDBEGRIFFE DER VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNG (VGR) 3. GRUNDBEGRIFFE DER VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNG (VGR) 1 LERNZIELE KAPITEL 3: 1. Welches sind die Methoden der VGR? 2. Welche wichtigen volkswirtschaftlichen Kenngrößen gibt es? 3. Welche Dinge

Mehr

Informationen zu publizierten Indikatoren und zur Vergleichbarkeit. Themenbereich: Beschäftigung

Informationen zu publizierten Indikatoren und zur Vergleichbarkeit. Themenbereich: Beschäftigung Informationen zu publizierten Indikatoren und zur Vergleichbarkeit Themenbereich: Beschäftigung Inhalt: Anzahl der Beschäftigten Anzahl der Beschäftigten nach Wirtschaftsbranchen/ -sektoren Beschäftigungsdichte

Mehr

Informationsveranstaltung zum ökonomischen Wahlprofil. Gesundheitsmanagement. sozialökonomischen Profil

Informationsveranstaltung zum ökonomischen Wahlprofil. Gesundheitsmanagement. sozialökonomischen Profil Informationsveranstaltung zum ökonomischen Wahlprofil Gesundheitsmanagement und zum sozialökonomischen Profil Prof. Dr. Christian Ernst PD Dr. Jörg Schiller Prof. Dr. Alfonso Sousa-Poza Ablauf Warum Gesundheitsmanagement?

Mehr

Berechnungen zu den finanziellen Wirkungen verschiedener Varianten einer Bürgerversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Berechnungen zu den finanziellen Wirkungen verschiedener Varianten einer Bürgerversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung Berechnungen zu den finanziellen Wirkungen verschiedener Varianten einer Bürgerversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung Präsentation des Gutachtens im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis

Mehr

Tarifrunde 2015 Beschäftigung im Handel

Tarifrunde 2015 Beschäftigung im Handel 2015 Fachbereich Handel Bereich Branchenpolitik Bundesfachgruppe Einzelhandel Tarifrunde 2015 Beschäftigung im Handel Ausgabe 2015 mit den Jahresdaten 2014 WABE-Institut Berlin Beschäftigtenentwicklung

Mehr

Produktionskonto der Unternehmen = Nettowertschöpfung (= Nettoergebnis der Produktion) Nettowertschöpfung:

Produktionskonto der Unternehmen = Nettowertschöpfung (= Nettoergebnis der Produktion) Nettowertschöpfung: Produktionskonto der Unternehmen: - Habenseite: Summiert die Verkaufswerte der Güterproduktion einer Zeitperiode - Sollseite: Ausweis der Produktionskosten in Form von Vorleistungen, Abschreibungen und

Mehr

Demografie als Herausforderung für die Krankenversicherung

Demografie als Herausforderung für die Krankenversicherung Mediaplan Demografie als Herausforderung für die Krankenversicherung Sven Hutt, Landesgeschäftsführer IKK classic Sachsen 18. Oktober 2012 Seite 1 IKK classic kurz vorgestellt Mitglieder: Versicherte:

Mehr

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Stuttgart und in anderen Großstädten mit 500 000 und mehr Einwohnern 1995 bis 2001

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Stuttgart und in anderen Großstädten mit 500 000 und mehr Einwohnern 1995 bis 2001 Kurzberichte Statistik und Informationsmanagement, Monatsheft 12/2003 Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Stuttgart und in anderen Großstädten mit 500 000 und mehr Einwohnern 1995 bis 2001

Mehr

Anhang zum Altersübergangs-Report 2012-01

Anhang zum Altersübergangs-Report 2012-01 Anhang 2012-01 Anhang zum Altersübergangs-Report 2012-01 Alterserwerbsbeteiligung in Europa Deutschland im internationalen Vergleich Tabellen und Abbildungen Tabelle Anhang 1: Gesetzliche Rentenaltersgrenzen

Mehr

Studiengang BWL - Gesundheitsmanagement. Business Health Care Management

Studiengang BWL - Gesundheitsmanagement. Business Health Care Management Studiengang BWL - Gesundheitsmanagement Business Health Care Management Gesundheitsmanagement 2 Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland Neun Standorte

Mehr

Kristina Richter Gesundheitsausgaben in Sachsen 2009 aktuelle Rechnungsergebnisse. Methodik Im Allgemeinen ist die Gesundheitsausgabenrechnung

Kristina Richter Gesundheitsausgaben in Sachsen 2009 aktuelle Rechnungsergebnisse. Methodik Im Allgemeinen ist die Gesundheitsausgabenrechnung Kristina Richter Gesundheitsausgaben in aktuelle Rechnungsergebnisse Gesundheitsausgabenrechnung in Die Gesundheitsausgabenrechnung in stellt Kennziffern für die sächsische Gesundheitsberichterstattung

Mehr

Was kümmert s mich Es gehört mir nicht!: Eigentum als Basis für Wohlstand und Freiheit Hotel Europa, am 13. Juni 2014

Was kümmert s mich Es gehört mir nicht!: Eigentum als Basis für Wohlstand und Freiheit Hotel Europa, am 13. Juni 2014 Was kümmert s mich Es gehört mir nicht!: Eigentum als Basis für Wohlstand und Freiheit Hotel Europa, am 13. Juni 2014 Österreichischer Haus- und Grundbesitzerbund Dr. Barbara Kolm Direktorin des Austrian

Mehr

Gesundheitsausgaben und Gesundheitspersonal 2002

Gesundheitsausgaben und Gesundheitspersonal 2002 Soziologin Julia Weinmann, M. A., Dipl.-Volkswirtin Natalie Zifonun Gesundheitsausgaben und Gesundheitspersonal 22 Ob Wachstumsfaktor oder Beschäftigungsmotor Begrifflichkeiten wie diese werden gern verwendet,

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Abb. 1: Struktur der Krankenversicherung in Deutschland 2003

Abb. 1: Struktur der Krankenversicherung in Deutschland 2003 Abb. 1: Struktur der Krankenversicherung in Deutschland 2003 Quelle: Statistisches Bundesamt 2004, entnommen aus Bundeszentrale für Politische Bildung, http://www.bpb.de/wissen/s4vgr2,,0,krankenversicherungsschutz_der_bev%f6lkerung.html

Mehr

Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg. Verwaltungsreform. Ökonomische Bedeutung

Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg. Verwaltungsreform. Ökonomische Bedeutung Forschungsgemeinschaft für Nationalökonomie, FGN, Institute of Economics Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Verwaltungsreform Ökonomische Bedeutung Verwalten neu gestalten: Macht Österreich Fortschritte

Mehr

Vorteile. und Fakten. des deutschen Gesundheitssystems.

Vorteile. und Fakten. des deutschen Gesundheitssystems. Vorteile und Fakten des deutschen Gesundheitssystems. Spitzenposition Das Deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten weltweit. 82 Prozent der Deutschen finden ihr Gesundheitssystem gut oder sehr gut

Mehr

Befunde auf der Basis von CVTS

Befunde auf der Basis von CVTS Betriebliche Weiterbildung in Europa: Befunde auf der Basis von CVTS Wirtschaftsdienst-Konferenz Qualifikation und Arbeitsmarkt: ungenutzte Potentiale 25.11.2010, BIBB Arbeitsbereich Kosten, Nutzen, Finanzierung

Mehr

Lange Reihen ab 1970. Wachstum Erwerbstätigkeit Demografie

Lange Reihen ab 1970. Wachstum Erwerbstätigkeit Demografie Lange Reihen ab 1970 Wachstum Erwerbstätigkeit Demografie Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit 11019 Berlin www.bmwi.de Redaktion Bundesministerium

Mehr

Pflege 2009. Soziales

Pflege 2009. Soziales Pflege 2009 Von Gerhard Hehl In Rheinland-Pfalz gab es im Dezember 2009 rund 106 400 e Menschen. Fast die Hälfte erhielt ausschließlich Pflegegeld, 21 Prozent wurden ambulant, weitere 30 Prozent stationär

Mehr

Forum Gesundheitswirtschaft Basel. Nutzen einer privaten Krankenversicherung in einer alternden Gesellschaft: Chance oder Gefahr?

Forum Gesundheitswirtschaft Basel. Nutzen einer privaten Krankenversicherung in einer alternden Gesellschaft: Chance oder Gefahr? Vertraulich Forum Gesundheitswirtschaft Basel 27. Juni 2013 Nutzen einer privaten Krankenversicherung in einer alternden Gesellschaft: Chance oder Gefahr? Marcel Stalder Eingliederung der Fragestellung

Mehr

Migration und Arbeitslosigkeit

Migration und Arbeitslosigkeit From: Die OECD in Zahlen und Fakten 2011-2012 Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft Access the complete publication at: http://dx.doi.org/10.1787/9789264125476-de Migration und Arbeitslosigkeit Please cite

Mehr

Europäische Mehrwertsteuerreform: Sanierung des Staatshaushalts auf Kosten der Beitragszahler?

Europäische Mehrwertsteuerreform: Sanierung des Staatshaushalts auf Kosten der Beitragszahler? Europäische Mehrwertsteuerreform: Sanierung des Staatshaushalts auf Kosten der Beitragszahler? Finanzielle Auswirkungen eines Wegfalls der Steuerbefreiung von bzw. Steuerermäßigung auf Leistungen der deutschen

Mehr

Einzelwirtschaftliche Produktionskonten

Einzelwirtschaftliche Produktionskonten Institut für Ökonomische Bildung, Prof. G. J. Krol Einzelwirtschaftliche Produktionskonten Literaturgrundlage: Frenkel, M.; K. D. John (2003): Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 5.Auflage, München. Konto

Mehr

Als Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen

Als Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen 2008 bis 2012 Von Diane Dammers Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen geben Auskunft über die Leistungsfähigkeit und ökonomische Bedeutung der Gesundheitswirtschaft.

Mehr

Sektorzusammensetzung in Österreich nach der ESVG 2010 - Umstellung

Sektorzusammensetzung in Österreich nach der ESVG 2010 - Umstellung Sektorzusammensetzung in Österreich nach der ESVG 21 - Umstellung 8. Berliner VGR Kolloquium 18. und 19. Juni 215 Oesterreichische Nationalbank - Hauptabteilung Statistik Abteilung Statistik Außenwirtschaft,

Mehr

Schuldenabbau, Investitionsoffensive, Innovationsschub: Was braucht die europäische Wirtschaft? Rolf J. Langhammer

Schuldenabbau, Investitionsoffensive, Innovationsschub: Was braucht die europäische Wirtschaft? Rolf J. Langhammer Schuldenabbau, Investitionsoffensive, Innovationsschub: Was braucht die europäische Wirtschaft? Rolf J. Langhammer I. Die Fakten II. Wie kommt die Europäische Wirtschaft aus den Kalmen? III. Konsequenzen,

Mehr

Makroökonomie I Vorlesung # 1 Einführung

Makroökonomie I Vorlesung # 1 Einführung Makroökonomie I Vorlesung # 1 Einführung Makro I/Vorlesung Nr. 1 1 Lehrbuch: 1. Allgemeines Burda,M./C.Wyplosz: Macroeconomics: A European Text. 3.Auflage Oxford: Oxford University Press 2001 (ab dem 29.11)

Mehr