Herzlich Willkommen zum Fachforum 11: Arbeitszeitflexibilisierung berufundfamilie-kongress, Berlin, 10. Juni 2010

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1 Herzlich Willkommen zum Fachforum 11: Arbeitszeitflexibilisierung berufundfamilie-kongress, Berlin, 10. Juni 2010

2 Fachforum 11: Arbeitszeitflexibilisierung Moderation: Elisabeth Mantl Vortragender: Ralf Pander BASF Coatings GmbH 2

3 berufundfamilie-kongress Ralf Pander HR-Manager BASF Coatings GmbH -3

4 Coatings Solutions BASF Coatings Unternehmenspräsentation

5 Coatings Solutions BASF Coatings: Ein Unternehmensbereich der BASF Öl und Gas 11,3 Chemikalien 7,5 9,4 Veredelungsprodukte BASF Gruppe: Umsatz 2009: mehr als 50 Milliarden Mitarbeiter: ca Pflanzenschutz und Ernährung 3,7 7,1 Functional Solutions: davon BASF Coatings Umsatz: 2,2 7,1 4,6 Sonstige Kunststoffe BASF Coatings: Unternehmensbereich der BASF Gruppe The Chemical Company Umsatz 2009: 2,2 Milliarden *gerundet -5

6 Coatings Solutions Kernkompetenz Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Fahrzeugserienlacken Autoreparaturlacken Industrielacken Bautenanstrichmitteln -6

7 Coatings Solutions Hauptstandorte Europa 11 Standorte Nordamerika 6 Standorte Südamerika 4 Standorte Südafrika 1 Standort Asien / Pazifik 4 Standorte -7

8 flexible Standard-Arbeitszeit Arbeitszeiterfassung Rahmenbedingungen: SAP-Zeitdaten verarbeiten keine elektronische Zeiterfassung Negativzeiterfassung, d. h. für jeden Mitarbeiter ist das täglich geltende Arbeitszeitmodell hinterlegt. Nur Abweichungen müssen erfasst werden. HR-Kiosk Zeitbeauftragter -8

9 flexible Standard-Arbeitszeit Labore und Verwaltung 7:30 16:00 Uhr + individuelles Zeitkonto für jeden Mitarbeiter Regel: Der Mitarbeiter entscheidet in Absprache mit dem betrieblichen Vorgesetzten (im Extremfall täglich neu) Beginn und Ende der Arbeitszeit. Mehrarbeit = Zeitkonto plus Minderarbeit = Zeitkonto minus Praxis: Die betrieblichen Vorgesetzten vertrauen auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Arbeitszeit und der Mitarbeiter entscheidet selbst täglich über Beginn und Ende der Arbeitszeit. Dokumentation: Durch den Mitarbeiter im HR-Kiosk. Nur Abweichungen von der täglichen Gesamtarbeitszeit sind zu erfassen, d. h. Verschiebungen müssen nicht erfasst werden. -9

10 flexible Standard-Arbeitszeit Labore und Verwaltung Vorteile: hohe Flexibilität in der Anpassung an die täglichen Arbeitsbedarfe hohe Flexibilität in der Anpassung an die Bedarfe der Mitarbeiter Nachteil: Ausnutzer des Systems sind nur schwer zu ermitteln. -10

11 flexible Standard-Arbeitszeit Schichtarbeit 2-Schicht (Mo.-Sa.) Uhr Uhr Uhr Uhr dto. variabel + Gruppenarbeit + individuelles Zeitkonto 3-Schicht (Mo.-Sa.) Uhr Vollkonti (Mo.-So.) Gangschaltung Regel: Die Mitarbeiter entscheiden im Team über Abweichungen von der Schichtarbeitszeit. -11

12 flexible Standard-Arbeitszeit Schichtarbeit Beispiele: hohe Verlademengen in der Logistik = Mitarbeiter bleiben 2 Stunden länger (Team-Entscheidung) Aufbau von Zeitguthaben Mitarbeiter muss kurzfristig Kind betreuen = Freistellung in Absprache mit der Gruppe (über den Gruppencoach), ggf. auch nur stundenweise Spiel der Fußballnationalmannschaft freitags um Uhr Gruppe entscheidet über die Verschiebung der Spätschicht von Freitag Uhr auf Samstag Uhr (in Absprache mit dem Betriebsleiter) -12

13 flexible Standard-Arbeitszeit Schichtarbeit Vorteile: hohe Flexibilität in der Anpassung an die täglichen Arbeitsbedarfe hohe Flexibilität in der Anpassung an die Bedarfe der Mitarbeiter Nachteil: Ausnutzer des Systems sind nur schwer zu ermitteln. -13

14 Teilzeit Anzahl Teilzeitmitarbeiter: 250 Anzahl Teilzeitmodelle: aktuell Zeitkonto weiblich männlich 100 Hohe Flexibilität erforderlich 80 von Vorgesetzten, weil: Rücksicht auf Bedarfe der Mitarbeiter Besprechungsorganisation Informationsfluss von Mitarbeitern, weil: z. B. zwei Mitarbeiter teilen sich einen Arbeitsplatz z. B. nur Nachmittagsarbeit angeboten werden kann in Vertretungssituation längere tägliche Arbeitszeit bis > 50 Altersteilzeit Alter -14

15 Standard-Arbeitszeit Teilzeit Beispiele für Teilzeitmodelle 1. Dienstags, Uhr = 7,75 Std. netto Mittwochs, Uhr = 7,75 Std. netto Donnerstags, Uhr = 3,75 Std. netto = 19,25 Std. wöchentlich 2. Montags Donnerstags, Uhr = 5,75 Std. tägl. = 23 Std. wöchentlich 3. gerade Wochen montags freitags = 37,5 Std. wöchentlich = Vollzeit ungerade Wochen = frei 4. 3-Schicht-Modell: 1 Schicht-Rhythmus Früh-, Spät-, Nachtschicht = 3 Wochen 1 Schicht-Rhythmus = 3 Wochen frei -15

16 Teilzeit Schwierigkeit: Kontingentarbeitszeitmodell Idee: Vereinbarung mit dem Mitarbeiter auf zu leistendes Stundenvolumen von 20 Stunden wöchentlich bei freier Einteilung durch den Mitarbeiter nicht realisierbar wegen rechtlicher Hindernisse umgesetzt über Teilzeitmodell (Mo. - Fr Uhr) und Abweichzusage an Mitarbeiter bei hoher Arbeitsbelastung Mitarbeiter zu Mehrarbeit motivieren Flexibilitätsverweigerer -16

17 Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat Standard-Arbeitszeit Der Betriebsrat unterstützt unsere Aktivitäten in Bezug auf Teilzeit Gruppenarbeit individuelle Zeitkonten sein Ziel: familienfreundliche Arbeitszeiten Mehrarbeit möglichst nur gegen Freizeit Probleme: überlaufende Zeitkonten -17

18 Das Zeitkontenmodell der BASF Coatings GmbH Standard-Arbeitszeit Jeder Mitarbeiter hat ein individuelles Zeitkonto. Der Vollzeitmitarbeiter füllt dieses täglich im Rahmen seiner Standard- Arbeitszeit mit 0,25 Stunden. Alle Mitarbeiter füllen das Konto mit Mehrarbeit. Zeit kann flexibel in Absprache mit dem betrieblichen Vorgesetzten in Anspruch genommen werden (stunden- und tageweise, auch mehrere Tage gleichzeitig). Rahmen bis 24 Stunden Mitarbeiter steuert Stunden Vorgesetzter steuert Stunden Gruppenarbeit (Gruppe steuert) keine Kappung -18

19 Fazit: Arbeitszeitflexibilisierung ist ein absolutes MUSS ohne geht es nicht! Aus Unternehmenssicht: um den sich täglich ändernden Markterfordernissen gerecht zu werden Aus Mitarbeitersicht: um Kindern, Familien und pflegebedürftigen Angehörigen gerecht zu werden -19

20 Information / Kommunikation Einführungsveranstaltung für neue Führungskräfte (Unternehmenspolitik, Personalentwicklung Arbeitszeit, Demografie, Sicherheit, Umweltschutz, Gesundheit etc.) Trainingsprogramm für neue Führungskräfte (in 3 Modulen: Kommunikation, Feedback, Teamführung, Mitarbeitergespräche, Teamentwicklung, Change Management) Trainingsprogramm für erfahrene Führungskräfte (z. B. Aufbau und Steuerung eines erfolgreichen Teams) -20

21 Information / Kommunikation Kurzseminare für Führungskräfte (themenspezifisch, z. B. betriebliches Gesundheitsmanagement, flexible Arbeitszeitmodelle etc.) 180 Feedback Abendforum Personal (aktuelle Themenfelder, z. B. Reauditierung zum familienfreundlichen Unternehmen durch die berufundfamilie ggmbh) -21

22 Information / Kommunikation Auswertung der Fragebogenaktion unter allen Teilzeitmitarbeitern (255 Befragungen, 97 Rücksendungen) Sind Ihnen die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung bekannt? Sind Sie mit Ihrem derzeitigen Arbeitszeitmodell zufrieden? Ja 70 zufrieden 81 Nein 29 * unzufrieden 10 keine Angabe 1 keine Angabe Angaben in % Angaben in % * überwiegend Mitarbeiter, die sich in Altersteilzeit befinden -22

23 Information / Kommunikation (87 MA gesamt) Auswertung der Fragebogenaktion unter allen Teilzeitmitarbeitern (255 Befragungen, 97 Rücksendungen) Wird Teilzeittätigkeit von dem Vorgesetzten bzw. von verantwortlichen Führungskräften berücksichtigt? immer 12 meistens 57 manchmal 9 selten 5 nie 1 keine Angabe Anzahl Mitarbeiter -23

24 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 24

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