Pflegeversicherung. GKV-Finanzen. Kartellrecht. Patientenrechte in Europa. Reformstartschuss gefallen.

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1 Forum Pflegeversicherung Reformstartschuss gefallen GKV-Finanzen Überschüsse nicht verfrühstücken Kartellrecht Um jeden Preis? Patientenrechte in Europa Interview mit Prof. Dr. Hilko Meyer Gesundheits und sozialpolitischer Informationsdienst der AOK Die Gesundheitskasse in Hessen

2 Wussten Sie schon dass im Jahr ,63 Mio. Menschen pflegebedürftig sein werden? Mehr dazu in unserem Beitrag ab Seite 6. dass am 1. Juli ,15 Mio. Menschen in der GKV beitragsfrei mitversichert waren? Die Zahl ist immens. Dies sind rund doppelt so viele Menschen, wie in der privaten Krankenversicherung überhaupt versichert sind. Mit der Familienversicherung sind Familien angehörige von Mitgliedern beitragsfrei mit versichert, sofern sie kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen haben. spitzenverband.de Zitat Leben Sie jeden Tag, als wäre es Ihr letzter. Eines Tages werden Sie damit recht behalten. Eckart von Hirschhausen (*1967), deutscher Arzt und Kabarettist Arzneimittelklassifikationen veröffentlicht Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat die deutsche Arzneimittelklassifikation 2012 veröffentlicht. Die Systematik ermöglicht Experten aus Wissenschaft und Praxis herauszufinden, welche Arzneimittel mit welchen Wirkstoffen in welchen Mengen verbraucht wurden. So lassen sich zentrale Fragen der Arzneimittelverbrauchsforschung beantworten. Geringe Beitragsausfälle in GKV Die gesetzliche Krankenversicherung hat im laufenden Jahr Beitragseinnahmen in einer Höhe von 171,845 Milliarden Euro. Aktuell betragen die laufenden Beitragsrückstände 1,53 Milliarden Euro. Damit beträgt die Rückstandsquote lediglich 0,89 Prozent. spitzenverband.de AOK Rheinland-Pfalz/Saarland Zum 1. März 2012 schlossen sich die beiden AOKn zur AOK Rheinland- Pfalz/Saarland zusammen. Der AOK-Bundesverband begrüßte die Fusion, denn die AOK optimiere damit ihre Organisationsstruktur im Südwesten Deutschlands. bv.de AOK Hessen: Vorsitz im Lenkungsausschuss Thomas Göbel, Hauptabteilungsleiter für den Krankenhausbereich bei der AOK Hessen, hat den alternierenden Vorsitz im Lenkungsausschuss der Geschäftsstelle für Qualitätssicherung inne. Bis zum 31. Dezember 2012 steht Rainer Greunke, der Geschäfts führende Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft e.v., dem Lenkungsausschuss vor, bevor ab 2013 Herr Göbel für zwei Jahre den Vorsitz übernehmen wird. AOK Hessen ausgezeichnet In den alten Bundesländern erhalten mehr über 65-Jährige ungeeignete Medikamente als in den neuen Bundesländern. Spitzenreiter ist Rheinland-Pfalz mit einem Anteil von 27,4 Prozent. In der Priscus Liste werden die 83 potenziell gefährlichen Wirkstoffe aufgeführt und Therapiealternativen genannt. gesundheitspartner.de > Arzneimittel Die AOK Hessen ist von der Initiative Deutschland Land der Ideen ausgezeichnet worden. In Kooperation mit der Deutschen Bank prämiert die Initiative Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. In der Kategorie Bildung überzeugten in diesem Jahr gleich fünf hessische Ideen die Jury, eine davon kam von der AOK Hessen und lautete Beweg Dich, Schule! An dieser Aktion beteiligt sich auch die Theo-Koch-Schule in Grünberg sie wurde ebenfalls ausgezeichnet. 2 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

3 Editorial Brigitte Baki Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK Die Gesundheitskasse in Hessen Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, Selbsthilfe INTERkulturell Am 9. Mai lud die AOK Hessen zu der Veranstaltung Selbsthilfe INTER kulturell?. In der Yavuz-Selim-Moschee in Offenbach infor mierte die Gesundheitskasse gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband über Migration und Selbsthilfe. Die Veranstalter machten Mut, sich in Selbsthilfe gruppen zu engagieren und über inter kulturelle Selbsthilfe nachzudenken. Unser Bild zeigt (v. l.) Imam Ahmet Korkmaz, den Vorsitzenden der Ditib-Gemeinde Offenbach Cevdet Ülker, die Patientenkoordinatorin der AOK Hessen Kerstin Roth, Thomas Schüler von der Selbsthilfekontaktstelle Offenbach und Necati Suözer, den Koordinator für Multikulturelles Marketing bei der AOK Hessen. Pflege steht nicht nur aktuell auf der gesund heitspolitischen Agenda ganz oben, Pflege ist vor allem ein Thema, das in unserer Gesellschaft eine zunehmende Rolle spielen wird. Die Zahl der zu Pflegenden wird weiter steigen, entsprechend müssen Finanzierung und Strukturen zukunftsfest sein. Pflege ist zudem ein sehr vielschichtiges Thema: Pflegeneuausrichtungsgesetz, Pflegeberatung, Pflege und Beruf dies sind nur einige Aspekte, die es zu betrachten gilt. Für uns jedenfalls Grund genug, das Thema Pflege in dieser Ausgabe als Schwerpunkt zu beleuchten. Termine Freitag, 6. Juli in Wiesbaden Kurhaus Kolonnade Kurhausplatz Wiesbaden Freitag, 27. Juli in Frankfurt DGB Gewerkschaftshaus Wilhelm-Leuschner-Str Frankfurt Freitag, 3. August in Kassel Hotel Ramada Baumbachstr. 2/ Stadthalle Kassel Freitag, 17. August in Gelnhausen Stadthalle Philipp-Reis-Str Gelnhausen Freitag, 31. August in Darmstadt IHK Rheinstr Darmstadt Samstag, 7. Juli in Heppenheim Halber Mond Ludwigstr Heppenheim Samstag, 28. Juli in Frankenberg Ederberglandhalle Teichweg Frankenberg Samstag, 4. August in Stadtallendorf Stadthalle Bahnhofstr Stadtallendorf Samstag, 18. August in Fulda Synapsis Dr. Jordan e. K. Rabanusstr Fulda Samstag, 1. September in Gießen Stadthalle/ Kongresshalle Berliner Platz Gießen Auch in Zukunft möchten wir jeweils einem Thema mehr Platz einräumen als bisher. Dies ist eine der Neuerungen, die Sie ab dieser Ausgabe von Forum aktuell erwarten. Eine andere ist das überarbeitete Layout, das Ihnen sicherlich bereits aufgefallen ist: Frischer und moderner, aber keinesfalls weniger informativ oder fachlich fundiert. Vielmehr möchten wir über neue Darstellungsformen einen noch schnelleren und besseren Überblick und Zugang zu neuen Inhalten bieten. Was bleibt ist jedenfalls die Themenvielfalt, die sich auch in dieser Ausgabe widerspiegelt: von Krankenhausstrukturen und Pflege über die GKV-Finanzen und den Arzt-Navigator bis zu AOK-Leonardo und Mädchenfußball. Eine breite Palette! Lassen Sie uns wissen, wie das neue Heftkonzept bei Ihnen ankommt. Schreiben Sie an Ihre Bei Interesse können Sie sich anmelden bei Bettina Nöll unter AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 3

4 Politik GKV-Finanzen Überschüsse nicht verfrühstücken Die Überschüsse im Gesundheitsfonds und bei den Krankenkassen wecken Begehrlichkeiten. Aus Reihen der Politik kam die Forderung, das Geld angesichts der Bundestagswahlen 2013 an die Versicherten zu verteilen. Nachhaltig ist dies nicht. Die Diskussion verwundert. Kaum hatte die GKV Überschüsse erzielt, überlegten einige Politiker, wie diese zu verwenden seien. Die Kassen könnten Prämien an die Versicherten auszahlen oder die Praxisgebühren abschaffen, IV-Verträge mit dem Überschuss finanzieren, und der Steuerzuschuss an den Gesundheitsfonds könnte gekürzt werden. Vor dem Hintergrund, dass die Spargesetze wie das GKV-Änderungsgesetz und das AMNOG in diesem Jahr auslaufen, sowie der grundsätzlichen Problematik, dass die Ausgaben in der GKV stärker steigen als die Grundlohnsumme, werden für die Jahre 2013 und 2014 wieder Defizite erwartet. Außerdem sind die Überschüsse gar nicht so astronomisch hoch, wie oftmals suggeriert wird. Die Liquiditätsreserve im Gesundheitsfonds in Höhe von 9,5 Mrd. Euro und die gesetzlichen und sonstigen Rücklagen der Krankenkassen in Höhe von 10 Mrd. Euro entsprechen lediglich rund 10 Prozent der Jahresausgaben oder anders ausgedrückt: etwas mehr als einer Monatsausgabe. AOK Hessen: Kein Prämien- und Beitrags-Jojo Als AOK Hessen sprechen wir uns gegen eine auf kurzfristige Effekte abzielende Politik aus. Bereits heute ist absehbar, dass der Gesundheitsfonds spätestens 2014 wieder ins Defizit rutschen wird. Und auch die Konjunkturlage bleibt labil. Eine seriöse und nachhaltige Finanzpolitik hält jetzt das Geld zusammen, um auch in den kommenden Jahren stabile Preise sichern Zahlen Jahresausgaben der GKV ,6 Mrd. Monatsausgabe 15,0 Mrd. Rücklagen der Krankenkassen 9,9 Mrd. Liquiditätsreserve Gesundheitsfonds 9,5 Mrd. davon: Liquiditätsreserve 3,1 Mrd. davon: Rücklage für Sozialausgleich 2,0 Mrd. Gesetzliche Vorschriften Rücklagen Krankenkassen Mindestens 25 %, maximal 100 % einer Monatsausgabe Betriebsmittel der Krankenkassen Liquiditätsreserve Gesundheitsfonds Bis zum 1,5-Fachen der nach Haushaltsplan auf einen Monat entfallenden Ausgaben 20 % einer Monatsausgabe Rücklage Sozialausgleich 2 Mrd. zu können. Ein Prämien- und Beitrags-Jojo lehnen wir ab, ebenso wie langfristig nicht gegenfinanzierte Leistungsversprechungen. Voraussichtlich wird der Bundeszuschuss im Jahr 2013 einmalig um zwei Milliarden Euro gekürzt, dies sehen die Pläne des Bundesministeriums der Finanzen vor. (rm) In guten Zeiten sparen Fritz Müller Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen Das ist ein kluges Gebot, an das sich die Bundesregierung nicht nur in Sachen Schuldenbremse halten sollte. Auch für die Rücklagen in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt: Wer Weitblick besitzt, hält das Geld zusammen. Die Bundesregierung möchte nun den Steuerzuschuss von zwei Milliarden Euro an den Gesundheitsfonds streichen. Damit muss es genug sein. Denn der Überschuss wird sich schon bald in ein Defizit verwandeln. Umso wichtiger ist es, die Reserven nicht unüberlegt zu kürzen. Sie sind notwendig, um den Versicherten eine hochwertige medizinische Versorgung zu stabilen Preisen zu garantieren. 4 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

5 Politik Kartellrecht und GKV Um jeden Preis? Sind gesetzliche Krankenkassen normale Wirtschaftsunternehmen? Von der Beantwortung der Frage hängt viel ab, denn der aktuelle Entwurf zur 8. Novelle des Gesetzes gegen Wett bewerbsbeschränkungen (GWB) sieht die Anwendung kartellrechtlicher Vorschriften auf die GKV vor. Bei der Suche nach einer Antwort zur Ausgangsfrage hilft ein Blick ins Gesetz 29 SGB IV weiter: Die Träger der Sozialversicherung sind Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Auch der Europäische Gerichtshof verneint die Unternehmenseigenschaften von gesetzlichen Krankenkassen, da sie keine Gewinnabsichten verfolgen. Der EuGH definiert die Krankenkassen als öffentliche Auftraggeber, sie unterliegen deshalb nicht dem europäischen Kartellrecht. Ebenso hat die Bundesregierung die Unternehmenseigenschaft der GKV im November 2011 gegenüber der EU-Kommission abgelehnt und erklärt: Die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotene Krankheitskostenvollversicherung ist keine wirtschaftliche Tätigkeit. Welche Chancen enthält der Gesetzentwurf? Auch wenn Krankenkassen keine (gewinnorientierten) Unternehmen sind, so können durch eine stärkere Orientierung an wettbewerbsrechtlichen Prüfkriterien im Gesundheitswesen gegebenenfalls verkrustete Marktstrukturen aufgebrochen und Marktkonzentrationen kontrolliert beziehungsweise verhindert werden. Zudem wird Wettbewerb als grundsätzlicher Leitgedanke für das Gesundheitswesen weiter gestärkt. Diese Chancen sind im vorliegenden Gesetzentwurf zu erkennen. Allerdings führt die einfache Übertragung des Kartellrechts auf Krankenkassen zu Zielkonflikten. Denn in der Analyse zeigt sich, dass das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und das SGB V von entgegengesetzten Prämissen ausgehen. Das Kartellrecht ist geprägt von einem Kooperationsverbot, während das SGB V die Zusammenarbeit der Marktteilnehmer ausdrücklich vorsieht. Gegensätzlicher können Bestimmungen nicht sein. Welche Risiken enthält der Gesetzentwurf? Inwieweit die vom Gesetzgeber bisher ausdrücklich gewünschten und breit etablierten Kooperationen im Gesundheitswesen weiterhin möglich sind, ist fraglich, wenn der Entwurf der GWB-Novelle unverändert kommt. Mögliche Konflikte entstehen des Weiteren durch die neuen Kompetenzen, die das Bundeskartellamt als weitere Kontrollinstanz neben den bisherigen Aufsichtsbehörden gegenüber den Krankenkassen erhalten soll. Die widersprüchlichen Anforderungen von Sozial- und Kartellrecht werden sich in divergierenden Bewertungen und Handlungen der Kontrollbehörden widerspiegeln. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass das europäische und nationale Kartellrecht entweder auseinanderdriftet oder aber Deutschland seine nationalstaatliche Regelungskompetenz verliert. Wenn Krankenkassen in Zukunft europarechtlich als Unternehmen eingestuft würden, so könnte dies sowohl auf Bundesals auch auf Landesebene einen deutlichen Kompetenzverlust für gesundheits- und sozialpolitische Fragestellungen bedeuten. Die eigenständige Ausgestaltung des sozialstaatlichen Versorgungsauftrages durch den deutschen Gesetzgeber würde mittelfristig infrage gestellt. GKV-spezifische Wettbewerbsregelungen Die AOK Hessen postuliert in ihrem Unternehmensleitbild: Wir sind ein starker Versicherer und gestalten Wege zur Gesundheit. Die hessische Gesundheitskasse bekennt sich somit zu einer wettbewerblichen Grundordnung des Gesundheitswesens und des Krankenversicherungsmarktes, wo immer dies ohne eine Gefährdung der sozialstaatlichen Sicherungsfunktionen möglich ist. Bereits heute werden durch die vorgesehene Anwendung des Vergaberechts wettbewerbliche Fragestellungen ausreichend berücksichtigt. Wenn der Gesetzgeber weitere Regelungen für notwendig erachtet, dann erscheint die Einarbeitung spezifischer wettbewerbsrechtlicher Regelungen ins Sozialgesetzbuch, die den besonderen Gegebenheiten des Gesundheitswesens Rechnung trägt, als die bessere Lösung. (fd) Organspende: Freiwillige Entscheidung Bundesweit warten rund Patienten auf ein Spenderorgan. Um die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen, sollen die Krankenkassen stärker eingebunden werden. So sieht es das Transplantationsgesetz vor. Künftig sollen alle Bürger regelmäßig zum Thema Organspende informiert und aufgefordert werden, eine Entscheidung zu treffen und zu dokumentieren. Weiterhin wird die Entscheidung freiwillig sein niemandem wird verpflichtend eine Erklärung abverlangt. Eine wesentliche Rolle bei der Information der Bürger sollen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen. Außerdem sollen in den Krankenhäusern Transplantationsbeauftragte benannt werden. AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 5

6 Schwerpunktthema Pflegende Angehörige und Beruf Überblick über die aktuelle Gesetzeslage Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben seit dem Jahr 2012 erweiterte arbeitsrechtliche Möglichkeiten zur Freistellung beziehungsweise Re duzierung ihrer Arbeitszeit, um pflegebedürftige Angehörige zu betreuen und zu versorgen. Das Pflegezeitgesetz, das seit 1. Juli 2008 in Kraft ist, sieht eine Freistellung für maximal zehn Arbeitstage vor, wenn plötzlich eine Pflegesituation eintritt und organisatorische Regelungen hierzu zu treffen sind. Daneben können bis zu sechs Monate Pflegezeit in Anspruch genommen werden. Hierbei ruht das Beschäftigungsverhältnis ähnlich wie bei der Elternzeit. Arbeitsentgelt wird nicht gezahlt, allerdings besteht Kündigungsschutz. Seit dem 1. Januar 2012 kann daneben im Rahmen des Familienpflegezeitgesetzes die Arbeitszeit für die Dauer von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Wochenstunden reduziert werden, um Angehörige zu pflegen. Dieses Modell ist mit der Altersteilzeit vergleichbar. Das durch die Arbeitszeitreduzierung verringerte Entgelt wird hierbei zu 50 Prozent ausgeglichen. Nach dem Ende der Familienpflegezeit bleibt das Gehalt weiter ver mindert, bis das Arbeitszeit /Gehaltskonto wieder ausgeglichen ist. Im Gegensatz zur sechsmonatigen Pflegezeit besteht für die Inanspruchnahme der Familienpflegezeit kein Rechtsanspruch. Voraussetzung hierfür ist eine freiwillige schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Beschäftigtem. Während der Pflegezeit ist auch für die soziale Sicherung des pflegenden Angehörigen gesorgt. Die AOK Hessen informiert Betroffene gerne über die rechtlichen Regelungen für die Kranken, Renten und Arbeitslosenversicherung. Startschuss für parlamentarischen Hürdenlauf gefallen Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts am 28. März 2012 ist das Gesetzgebungsverfahren für den ersten Teil der Pflegereform gestartet. Mit dem Pflege-Neuausrichtungs- Gesetz sollen insbesondere Leistungen für Demenzkranke verbessert, neue Wohnformen gefördert und der Grundsatz Rehabilitation vor Pflege gestärkt werden. Daneben sollen die Bearbeitungsdauer für Anträge auf Pflegeleistungen verkürzt und die Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen verbessert werden. Auch beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), der für die Begutachtung von Anträgen auf Pflegeleistungen zuständig ist, soll durch ein Beschwerdemanagement sowie zusätzlich durch unabhängige Gutachter die Dienstleistungsorientierung gefördert werden. Zur Finanzierung der verbesserten Leistungen ist vorgesehen, den Beitragssatz zur Pflegeversicherung zum 1. Januar 2013 um 0,1 Beitragssatzpunkte anzuheben. Hierdurch wird rund eine Milliarde Euro zusätzlich aufgebracht. Neben diesem Gesetzgebungsverfahren warten auf der Reformbaustelle Pflege noch zwei weitere Gewerke auf ihren Fortgang. Zum einen wurde der bereits aus der vergangenen Legislaturperiode bestehende Beirat zur Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs reaktiviert. Er soll Empfehlungen für eine gesetzestechnische Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs erarbeiten. Angeführt wird der Beirat jetzt von einer Doppelspitze, nachdem der bisherige Vorsitzende Dr. Jürgen Gohde eine Weiterarbeit in dieser Funktion ablehnte. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, und das ehemalige Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbandes, Klaus-Dieter Voß, stehen nun als Vorstand dem Gremium vor. Konkrete inhaltliche oder zeitliche Festlegungen zur Arbeit des Beirates stehen allerdings bislang aus. Eigentlich müsste die Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs der Kernpunkt einer Reform sein. Es ist insbesondere für Demenzkranke und deren Angehörige enttäuschend, dass die bereits lange konstatierten Neuerungen bis heute nicht umgesetzt wurden, betont Dr. Michael Karner, Bevollmächtigter des Vorstandes der AOK Hessen für Gesundheits- 6 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

7 Standpunkt Dr. Wilfried Boroch Hauptabteilungsleiter Unternehmenspolitik der AOK Hessen Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz: Weiteres parlamentarisches Verfahren Mitte Juni: Anhörung Bundestag Ende Juni: 2./3. Lesung Bundestag : 2. Durchgang Bundesrat Inkrafttreten zum bzw. in Teilen zum partnermanagement, das auch aus Sicht der AOK dringende Anliegen. Dritter Bauabschnitt ist die bereits im Rahmen des Koalitionsvertrages von 2009 vereinbarte ergänzende private Absicherung des Pflegerisikos. Hierfür soll unter der Verantwortung des Bundesfinanzministeriums ein Gesetzentwurf erstellt werden, der auch eine staatliche Förderung dieser ergänzenden privaten Pflegeversicherung vorsieht, die aber grundsätzlich freiwillig bleiben soll. Ob die staatliche Förderung nur über Steuererleichterungen erfolgen soll oder direkte Zuschüsse für Geringverdiener vorgesehen werden, ist bislang offen. Von dieser Ausgestaltung wird auch maßgeblich die Frage abhängen, ob ein solches Gesetz im Bundesrat zustimmungspflichtig sein wird. Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz ist zustimmungsfrei konzipiert. (jm) Online-Suche für Pflegeheime Wenngleich sich die meisten Menschen wünschen, auch im Alter in ihrer eigenen Wohnung verbleiben zu können, ist manchmal ein Umzug in ein Pflegeheim notwendig oder sinnvoll. Bei der Suche nach einem Haus bietet die AOK mit ihrem Pflegeheim-Navigator wichtige Informationen für die Auswahl eines Heimes. Gina Sanders - Fotolia.com Eigentlich viel zu groß für ein einziges Bundesgesetz sind die Herausforderungen, die sich aus der Situation und den Perspektiven für pflegebedürftige Menschen, aber auch für deren Angehörige und wiederum deren Arbeitgeber abzeichnen. Auch der Mangel an Pflegekräften, die Belastung in diesen Berufen und illegale Beschäftigung in der Pflege sind Themen, an denen niemand vorbeikommt oder zumindest bei genauem Hinschauen nicht vorbeikommen dürfte. Zweifelsohne ist der jetzt verabschiedete Entwurf für ein Pflege- Neuausrichtungs-Gesetz ein Schritt in die richtige Richtung, sieht er doch verbesserte Leistungen und im Gegenzug auch mehr Finanzmittel durch einen um 0,1 Prozentpunkte höheren Beitragssatz vor. Aber mal ehrlich: Das alles reicht bei Weitem nicht, um die Herausforderungen zu stemmen, die Deutschland in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in Sachen Pflege zu erwarten hat. Und: Es bleibt fraglich, ob und inwieweit überhaupt alles gesetzlich beziehungsweise im Rahmen der Pflegeversicherung zu regeln sein wird. Vielmehr müssen wir gesellschaftlich neue Formen der gegenseitigen Verantwortung finden auch zwischen den Generationen. Verantwortung in diesem Sinne beschränkt sich nicht nur auf finanzielle Aspekte und Transfers zwischen Jung und Alt, sondern muss ganz praktisch gelebt werden, zum Beispiel in Mehrgenerationenhäusern, betreuten Senioren-WGs oder anderen Formen des bürgerschaftlichen Engagements. Jüngere Ältere für ältere Ältere ist hier das Motto. Zudem muss der Einsatz von Menschen, die den eigenen Beruf und die Pflege eines Angehörigen verbinden möchten, bessere Rahmenbedingungen bekommen und stärker gefördert werden im Rentenrecht ebenso wie in der Arbeitsorganisation von Unternehmen. Und wir müssen den Menschen, die in der Pflege arbeiten, die Anerkennung entgegenbringen, die diesem Beruf gebührt. Umgekehrt muss aber auch die Pflege ihren Wert verteidigen. Immer mehr ungelernte Hilfskräfte und Lohndumping entwerten die Pflegeberufe. So kann kein qualifizierter Nachwuchs gewonnen werden. Im Interesse der Pflegeberufe und letztlich auch im eigenen Interesse sollten sich daher Heime und Pflegedienste gemeinsam mit ihren Beschäftigten für das Berufsbild starkmachen. Also: Ein Jahr der Pflege ist dringend angesagt, um die Herausforderungen für unsere Gesellschaft aufzugreifen aber eines, das seinem Anspruch gerecht wird. Und dafür müssen alle einen Beitrag leisten: Bund, Länder, Kommunen, Sozialversicherungsträger, Unternehmen und letztlich alle Bürgerinnen und Bürger. AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 7

8 Schwerpunktthema Pflegeberatung der AOK Hessen Weit mehr als gesetzlicher Auftrag Im Zuge der letzten Reform der Pflegeversicherung im Jahr 2008 sollte auch die Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen verbessert werden. Hierzu wurden zum einen die rechtlichen Voraussetzungen für die Einrichtung von trägerübergreifenden Pflegestützpunkten geschaffen. Zum anderen wurden die gesetzlichen Pflegekassen verpflichtet, eine spezielle Beratung für alle Pflegebedürftigen und deren Angehörige einzurichten. Teilnehmer des Seminars Beruf und Pflege Beruf und Pflege Auch für die Beschäftigten der AOK Hessen eine Herausforderung Die AOK Hessen ist zwar in erster Linie gesetzliche Kranken und Pflegekasse für über 1,5 Millionen Hessen, aber für ihre rund Beschäftigten ist sie gleichzeitig auch Arbeitgeber. Für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich ebenso Fragen und Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen. Nicht alle haben Kinder, aber alle haben Eltern, bringt Sonja Lambert, Leiterin der Stabsstelle für Chancengleichheit und Diversity Management bei der AOK Hessen, die Herausforderung auf einen Punkt. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Personalverantwortlichen der AOK Hessen daher mit diesen Fragen und haben das Konzept Beruf und Pflege entwickelt, das mehrere Bausteine umfasst. Neben Möglichkeiten zur flexiblen Gestaltung von Arbeitszeit und -ort hat die AOK Hessen in Kooperation mit anderen Unternehmen der Rhein-Main-Region ein Kompetenztraining für pflegende Angehörige entwickelt. Hierbei können Beschäftigte in verschiedenen Bausteinen ihre persönliche Pflegesituation fachkundig reflektieren und Lösungen für die Vereinbarkeit der Pflegesituation mit ihrem Beruf erarbeiten. Aber auch praktische Fragen aus der Pflege, wie zum Beispiel der Umgang mit Demenzkranken, werden hierbei behandelt. Die AOK Hessen hat diese gesetzliche Vorgabe unmittelbar zum Start im Jahr 2009 flächendeckend umgesetzt. Derzeit sind 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Pflegeberatung tätig. Alle haben eine spezielle Ausbildung absolviert, deren Inhalte vom GKV-Spitzenverband festgelegt wurden. Die Fragen, die die Beraterinnen und Berater zu klären haben, gehen weit über den eigentlichen Bereich der Pflegeversicherung hinaus. Auch angrenzende Themen, zum Beispiel zur Krankenversicherung oder Sozialhilfe, werden aufgegriffen. Wichtigster Ansprechpartner sind allerdings oftmals nicht die Pflegebedürftigen selbst, sondern deren Angehörige, die zumeist die Pflegesituation organisieren müssen und hierfür einen Überblick über Zuständigkeiten und Unterstützungsmöglichkeiten benötigen. Wichtig ist da her auch, dass die Beratung frühzeitig erfolgt. Mit dem Eingang eines Antrags auf Leistungen der Pflegeversicherung bei der AOK Hessen werden die Pflegeberater daher bereits aktiv und planen das weitere Vorgehen für die individuelle Beratung. Die Pflegeberatung findet zumeist im häuslichen Umfeld der Pflegebedürftigen statt. So kann auch direkt die Wohnsituation in Augenschein genommen werden, um gegebenenfalls notwendige Umgestaltungsmaßnahmen oder mögliche Hilfsmittel zu besprechen. Auch das wichtige Thema Sturzprävention wird hierbei regelmäßig aufgegriffen. Stolperfallen, wie zum Beispiel Kabel, Teppichkanten etc., können ebenso ausfindig gemacht werden wie Defizite in der Raumbeleuchtung. Die Pflegeberatung der AOK Hessen ist für die Versicherten und deren Angehörige selbstverständlich kostenfrei. 8 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

9 Schwerpunktthema Fingerspitzengefühl gefragt! Die 43-jährige Riedstädterin Beatrice Gläser ist seit 2009 Pflege - beraterin und betreut Versicherte rund um Darmstadt. Wie ihre Kolleginnen und Kollegen ist sie ausgebildete Sozialversicherungsfachangestellte und zertifizierte Pflegeberaterin. Die meisten von uns besuchen die Versicherten und ihre Angehörigen auch zu Hause. Das ist gut so. Denn es gibt viele Fragen, die man nicht am Schreibtisch klären kann. Besonders bei einer plötzlich auftretenden oder sich verstärkenden Pflegebedürftigkeit ist ein sensibler Umgang mit den Betroffenen notwendig. Dabei ist häufig Fingerspitzengefühl gefragt, denn meist schwingen Ängste und Hemmungen bei den Betroffenen mit, die wir versuchen, ihnen zu nehmen. Über die unmittelbare Beratung zur Pflegesituation hinaus können wir auch bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst, einem Anbieter von Essen auf Rädern oder bei speziellen Angeboten für Demenzerkrankte unterstützen. Vom Ausfüllen des Pflegeantrages bis zur Suche nach der richtigen Pflege zu Hause oder in einem Heim bei all diesen Punkten stehe ich den Pflegebedürftigen zur Seite. Finanzergebnisse der Pflegeversicherung im Zeitverlauf in Mio. Euro Die Überschüsse ergeben sich aus Eingriffen des Gesetzgebers Qualitätsfortschritte in der Pflege Die Qualität der Pflege in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten hat sich verbessert. Das zeigt der dritte Pflege-Qualitätsbericht, den der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) und der GKV-Spitzenverband am 24. April 2012 in Berlin vorstellten. Vor allem bei der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung sowie im Umgang mit Menschen mit Demenz gab es Fortschritte im Vergleich zum Bericht aus dem Jahr Ein weiteres Ergebnis: Einrichtungen, die die Prozessstandards guter Pflege erfüllen, erreichen auch bessere Ergebnisse in der Versorgungsqualität. spitzenverband.de AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 9

10 Gesundheit Finanzen der Krankenhäuser Nachschlag für 2012? Die Finanzen der Krankenhäuser in Deutschland haben in den vergangenen Wochen und Monaten sowohl die Aufmerksamkeit in der Gesundheitspolitik als auch die Berichterstattung in den Medien erreicht. So beklagen sich aktuell die Kliniken unter der Regie ihrer Landesverbände und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) über eine angeblich unzureichende Finanzausstattung der Kliniken. Auch in Hessen haben sich die Krankenhäuser beziehungsweise die Landeskrankenhausgesellschaft hierzu zu Wort gemeldet. 1,56 Mrd. Euro hat die AOK Hessen im Jahr 2011 für Krankenhausbehandlungen ausgegeben das sind rund Euro je Versicherten und damit 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 36,8 Prozent der Leistungsausgaben je Mitglied der AOK Hessen entfallen auf Krankenhausausgaben. Der aktuelle Landesbasisfallwert 2012 also die Kosten eines durchschnittlichen Krankenhausfalles in Hessen beträgt Euro. Gesetzlich Versicherte ab dem 18. Lebensjahr haben eine Zuzahlung von 10 Euro je Behandlungstag im Krankenhaus zu leisten maximal für 28 Tage pro Kalenderjahr. Seitens der Politik wurde die grundsätzliche Einigung erzielt, den Krankenhäusern zumindest teilweise entgegenzukommen und für das Jahr 2012 einen finanziellen Nachschlag zukommen zu lassen. Konkret haben sich die Gesundheitspolitiker der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP darauf verständigt, im Rahmen des aktuell laufenden Gesetzgebungsverfahrens für das Psychiatrie- Entgeltgesetz einen Passus aufzunehmen, wonach für das Jahr 2012 die durchschnittliche Tariflohnsteigerung bei den Veränderungsraten der Krankenhausbudgets anteilig berücksichtigt werden muss. Selbstkostendeckungsprinzip durch die Hintertür, nennt Thomas Göbel, Hauptabteilungsleiter Krankenhaus, Rehabilitation und Fahrkosten bei der AOK Hessen, dieses Ansinnen. Eine leistungsorientierte Vergütung sieht anders aus. Hierfür müssten vielmehr Qualitätsaspekte und andere Wettbewerbsparameter ein stärkeres Gewicht erhalten, fordert Göbel stattdessen. Höhere Preise führen nach unserer Ansicht nicht zu weniger Leistungen wie dies oft propagiert wird. Für uns sind Leistungsmenge und -güte der Krankenhäuser entscheidende Fak toren. Gabor Izso istock 10 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

11 Gesundheit Ab 2013 soll dann ein krankenhaus spezifischer Orientierungswert Grundlage für die Anpassung der Budgets sein so wie gesetzlich eigentlich längst vorgesehen, aber im Rahmen des GKV-Finanzierungsstärkungsgesetzes für 2011 und 2012 wieder ausgesetzt. Des Weiteren soll die Höhe der Mehrleistungsabschläge gesetzlich fixiert werden. Mit dem aktuell vorgesehenen Nachschlag für die Krankenhäuser entsteht jedoch eine Ungleichbehandlung der Akteure des Gesundheitswesens. Vertragsärzte, Apotheker, pharmazeutischer Großhandel und Pharmaindustrie sind im Jahr 2012 ebenfalls von verschiedenen gesetzlichen Kostendämpfungsmaßnahmen betroffen. Eine Ausnahmeregelung für Krankenhäuser dürfte bei diesen Akteuren auf Unverständnis stoßen beziehungsweise ebenfalls Forderungen nach einem Nachschlag auslösen. So besteht die Gefahr, dass die augenblicklich positive Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung bereits in wenigen Monaten wieder in Schieflage gerät. Denn spätestens ab 2013, wenn viele gesetzliche Kostendämpfungsmaßnahmen ohnehin auslaufen, dürfte das Thema Zusatzbeiträge wieder verstärkt bei einzelnen Krankenkassen auf der Tagesordnung stehen. Hessen: Gutachten zu Perspektiven der kommunalen Krankenhäuser Das Land Hessen plant unterdessen, die Zukunftsperspektiven der kommunalen Krankenhäuser im Land analysieren und bewerten zu lassen. Hierzu hat das Hessische Sozialministerium ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse im Sommer vorliegen sollen. Insbesondere Fragen der Verbundstruktur, der Zusammenarbeit und der Schwerpunktbildung kommunaler Häuser in Hessen dürften hierbei aufgegriffen werden. (jm) Förderpreis AOK-Leonardo geht nach Fulda Prävention und moderne Medien aus Sicht der AOK die ideale Verknüpfung. Daher vergab sie in diesem Jahr erstmals den AOK-Leonardo, einen Gesundheitspreis für digitale Prävention. Und er ging nach Hessen genauer gesagt: nach Fulda. Ausgezeichnet wurde die Fachhochschule Fulda, gefördert wird mit Euro die Umsetzung von FamTIME. Dahinter steckt die Idee eines digitalen Familienplaners. Er soll helfen, den Alltag von Familien besser zu strukturieren und Familienmitglieder über ein soziales Netzwerk miteinander zu verbinden. Das Ziel: mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten gewinnen und somit Gesundheit fördern. Übergeben wurde der Preis Anfang März auf der CeBIT 2012 in Hannover mit dabei war der Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen. Die AOK sieht vor allem im Präventionsbereich gute Ansatzmöglichkeiten für moderne Medien. Dort steckt ein besonderes Potenzial, um das Leistungsspektrum zu erweitern, mehr Menschen zu erreichen und auf diesem Wege das Bewusstsein für gesunde Ernährung und Bewegung nachhaltig in den Alltag zu integrieren. Vor diesem Hintergrund wurde die Idee für AOK-Leonardo geboren. Thematischer Schwerpunkt war dieses Mal Familiengesundheit hierzu gingen über 40 Bewerbungen ein. Neben dem Förderpreis wurden auch zwei Praxispreise vergeben jeweils dotiert mit Euro. Der eine ging an die REHASAN Konzept GmbH in Köln für ihr online-basiertes Programm zur Gewichts reduktion, der andere an die Mobilen Gesundheits manager, entwickelt vom Institut für Präventivmedizin der Universität Rostock. Anregungen zur Freizeitgestaltung FamTIME schlägt den Familien vor, wie sie ihre gemeinsame Freizeit nutzen können. Die Vorschläge sollen eine Anregung sein, wenn zum Beispiel nach einem stressigen Tag im Büro die Ideen fehlen. Individuelle Vorlieben werden berücksichtigt, die einzige Bedingung ist, dass die Aktivitäten einen gewissen Gesundheitswert haben. Wir wollen erreichen, dass Zeitreserven für die Familien sichtbar und aktiv nutzbar werden, sagt Elisabeth Hintz, die das Konzept zusammen mit Studierenden des Studienganges Gesundheitsförderung entwickelt hat. AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 11

12 Gesundheit Interview mit Prof. Dr. Hilko Meyer Patientenrechte werden in Europa wichtiger Patientenrechte sind nicht nur im nationalen Kontext zu bewerten, sondern werden auch europarechtlich immer bedeutsamer. Forum aktuell sprach darüber mit dem Frankfurter Hochschullehrer. Herr Prof. Meyer, derzeit plant die Bundesregierung ein Patientenrechtegesetz. Wie sieht bei Patientenrechten eigentlich die europarechtliche Situation aus? Die Europäische Union hat vor einem Jahr eine Richtlinie erlassen, die die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung verbessern soll. Ähnlich wie heute schon in Deutschland entfällt künftig unionsweit die Genehmigungspflicht für geplante Arztbesuche im EU-Ausland, bleibt aber für Krankenhausbehandlung bestehen. Die typischen Informationsprobleme der Patienten bei einer Auslandsbehandlung sollen durch die Schaffung spezieller Kontaktstellen gelöst werden, die Auskunft über qualifizierte Ärzte und Krankenhäuser, die Behandlungskosten und die Erstattungsbedingungen geben sollen. Auch die Anerkennung ausländischer Verschreibungen soll vereinfacht werden. Die Mitgliedstaaten haben bis 2013 Zeit, die neuen Regelungen umzusetzen. Mangelhafte Brustimplantate, Qualitätsprobleme bei künstlichen Hüftgelenken: Besteht hier aus Ihrer Sicht auf europäischer Ebene Handlungsbedarf? Ja, vor allem bei der Überwachung der Hersteller und der gegenseitigen Information der Mitgliedstaaten. Im Unterschied zu Arzneimitteln, die in Europa erst nach behördlicher Zulassung auf den Markt dürfen, gilt für derartige Medizinprodukte nur ein Zertifizierungssystem. Dabei prüft eine unabhängige Prüf- und Berufsbegleitender Studiengang Zertifizierungsstelle, wie zum Beispiel der TÜV, die Übereinstimmung der Produkte mit grundlegenden Anforderungen, die europaweit für verschiedene Risikoklassen gelten. Für Medizinprodukte der höchsten Risikoklasse sollte man über eine stärkere staatliche Aufsicht nachdenken und vor allem die Information zwischen den Behörden verbessern. Sind europäische Regelungen, wie zu Patientenrechten, immer mit der Gefahr einer Nivellierung nach unten verbunden? Nein, gerade bei den Patientenrechten hat die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu einer Vereinheitlichung auf hohem Niveau geführt, die jetzt durch die Richtlinie kodifiziert wird. Viele Patienten haben dadurch Ansprüche auf Behandlungen nach dem Stand der Wissenschaft und ohne übermäßige Wartezeiten erhalten, die sie vorher nicht hatten. Auch ein Anspruch auf Anschlussbehandlung im Heimatland wurde verankert. Die Gefahr einer Nivellierung nach unten besteht aber immer dann, wenn nationale Gesundheitssysteme nur als lästige Hindernisse für den Binnenmarkt betrachtet werden. Hier sollten die Mitgliedstaaten stärker auf ihre verbriefte Zuständigkeit für das Gesundheitswesen pochen. Bitte vervollständigen Sie: Europäische Patientenrechte werden künftig eine wachsende Bedeutung erlangen. Die Patienten werden immer mobiler, und das Internet schafft Transparenz auch über Behandlungsalternativen im Ausland. Es bleibt aber noch viel zu tun, denn nach wie vor gibt es rechtliche Unwägbarkeiten bei der Auslandsbehandlung, vor allem wenn sie nicht so abläuft wie geplant. Dann stellt sich die Frage, nach welchem Recht sich Gewährleistung, Schadensersatz und Schmerzensgeld richten und vor welchem Gericht sie eingeklagt werden können. Das ist ja schon bei einer Inlandsbehandlung nicht immer einfach zu beantworten und soll durch das geplante Patientenrechtegesetz vereinfacht werden. Die EU-Richtlinie schafft zwar mehr Transparenz, lässt aber die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten unberührt. Sie kann daher nur ein erster Schritt sein. Prof. Dr. Hilko Meyer ist Direktor des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und recht an der Fachhochschule Frankfurt am Main und leitet den berufsbegleitenden Masterstudiengang Management und Vertragsgestaltung in der Gesundheitswirtschaft. Ärzte, Apotheker, Betriebswirte und Krankenkassenexperten qualifizieren sich darin für Führungs- und Projektaufgaben in allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft. Der Studiengang verbindet internetgestütztes Selbstlernen mit intensiven Präsenzphasen und führt in zwei Jahren zum Abschluss eines Master of Healthcare Administration and Contracting (MHAC). 12 frankfurt.de/mhac AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

13 Gesundheit AOK-Arztnavigator Nun auch für Zahnärzte Geht mein Zahnarzt auf meine Ängste und Schmerzen ein? Und informiert er mich verlässlich über entstehende Kosten? Seit Ende Februar können bundesweit rund 37 Millionen Versicherte von AOK, Barmer GEK und Techniker Krankenkasse online Auskunft zu ihren Erfahrungen beim Zahnarztbesuch geben. Die Ergebnisse der Befragung zu den niedergelassenen Zahnärzten fließen in den Arzt-Navigator ein, in dem Patienten nach einem passenden Arzt oder Zahnarzt suchen können. Seit einem Jahr ist der Arztnavigator nun im Einsatz, und immer mehr Praxen sind mit konkreten Bewertungen zu finden. Insgesamt liegen in Hessen schon Bewertungen für etwa Ärzte vor das ist weit über die Hälfte aller Mediziner in freier Praxis. Für die Scott Wilson istock Internetnutzer einsehbar ist das Ergebnis je Arzt dann, wenn mindestens zehn Bewertungen für ihn abgegeben wurden. Mittlerweile ist dies schon bei nahezu Ärzten in Hessen der Fall. Damit entwickelt sich das Online-Portal zu einem wichtigen Orientierungspunkt für Patienten, wenn es darum geht, den richtigen Mediziner zu finden. arztnavi.de AOK Hessen begrüßt IGeL-Monitor Anfang des Jahres startete das neue Internetportal des GKV- Spitzenverbandes, auf dem sich Versicherte über Sinn und Unsinn sogenannter individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) informieren können. Dabei handelt es sich um medizinische Leistungen, die der Arzt anbietet und die vom Patienten privat gezahlt werden müssen. Die AOK Hessen begrüßt das neue Online-Angebot. Wir finden den IGeL-Monitor gut, weil er den Patienten eine Schneise ins nur schwer durchschaubare Gesundheitswesen schlägt. Das bedeutet ein Stück mehr Transparenz, sagt Dr. Wilfried Boroch, Hauptabteilungsleiter Unternehmenspolitik, Kommunikation und Marketing der AOK Hessen. Und er fügt hinzu: Unsere Erfahrungen zeigen, dass Patienten sich sehr häufig überfordert fühlen, wenn Sie vom Arzt mit den IGeL-Leistungen konfrontiert werden. Insofern ist es genau der richtige Weg, ihnen mehr Informationen an die Hand zu geben, damit sie eine begründete Entscheidung pro oder contra IGeL treffen können. Denn es gilt auch weiterhin, dass alle medizinisch notwendigen Leistungen auch die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Ältere Frauen erhalten häufig ungeeignete Arzneimittel Patienten über 65 Jahren schlucken durchschnittlich fast fünfmal so viele Medikamente wie jüngere Menschen. Dabei sind sie anfälliger für unerwünschte Nebenwirkungen. Die Priscus-Liste enthält 83 Wirkstoffe, auf die im Alter möglichst verzichtet werden sollte. Trotzdem erhält etwa jeder vierte Patient mindestens eines der potenziell gefährlichen Arzneimittel. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Dies berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Arzneimittelklassifikationen veröffentlicht Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat die deutsche Arzneimittelklassifikation 2012 veröffentlicht. Die Systematik ermöglicht Experten aus Wissenschaft und Praxis herauszufinden, welche Arzneimittel mit welchen Wirkstoffen in welchen Mengen verbraucht wurden. So lassen sich zentrale Fragen der Arzneimittelverbrauchsforschung beantworten. AOK-App hilft Sprachbarrieren abzubauen Nach dem Erfolg der Ernährungs-App gesund genießen bringt die AOK eine neue Anwendung für Android Smartphones auf den Markt. AOK-Sağlık hizmeti ist ein deutsch türkischer Vorsorgemanager. Die App informiert über kostenlose Vorsorgeuntersuchungen und ermöglicht es, mittels eines Familienprofils Arzttermine für Eltern, Großeltern oder Kinder zu koordinieren. Ein integriertes Wörterbuch hilft zudem, das Gespräch mit dem Arzt zu erleichtern. bv.de AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 13

14 Unternehmen Familienorientierte Selbsthilfe Schwerpunkt auf Angehörige Selbsthilfe hat in besonderem Maße den Betroffenen im Blick. Ein neuer Ansatz konzentriert sich nun stärker auf die Angehörigen: die familienorientierte Selbsthilfe. Die AOK Hessen bietet hierfür eine spezielle Förderung an, und im Herbst soll eine Fachtagung das Thema näher beleuchten. Eine schwere Krankheit eines Familienmitglieds verändert das Leben der gesamten Familie. Alle Angehörigen sind betroffen und müssen meist ihre Bedürfnisse hintanstellen. Doch wer hilft ihnen und bewahrt sie davor, aufgrund der Belastung möglicherweise selbst zu erkranken? Die Selbsthilfe kann auch für Angehörige von Erkrankten zu einer wichtigen Stütze werden. Noch gibt es allerdings zu wenige Angebote für sie. Dem will die AOK entgegenwirken. AOK fördert Angebote für die ganze Familie Die AOK hat daher die Kampagne Ein starkes Netz ins Leben gerufen, Schirmherrin ist Prof. Dr. Gesine Schwan. Damit will sie zum einen die Selbsthilfe, aber auch Ärzte und Therapeuten auf den Unterstützungsbedarf der gesunden Familienmitglieder aufmerksam machen. Zum anderen will sie Anreize setzen, die bisherigen Angebote der Selbsthilfe für Angehörige zu erweitern. Seit 2012 fördert die AOK Hessen insbesondere Selbsthilfeangebote, die sich speziell den Bedürfnissen von Familienmitgliedern widmen. Die AOK möchte deshalb Selbsthilfegruppen und -organisationen motivieren, sich mit ihren Ideen für Angehörigenprojekte an sie zu wenden. Zum Beispiel: Verband Autismus Rhein-Main e. V. Der Verband Autismus Rhein-Main e. V. wurde 1976 von Eltern autistischer Kinder in Frankfurt gegründet. Seither kümmert sich der Verein um die Belange, den Austausch und die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus. Ende April 2012 verbrachten Familien mit behinderten Kindern und Geschwisterkindern ein Familienwochenende in Kastellaun im Hunsrück. Für die Eltern ging es schwerpunktmäßig um die besonderen Herausforderungen mit autistischen Kindern und das richtige Verhalten in Bezug auf Sexualität/Pubertät. Auch die Kinder und Jugendlichen nahmen sich Zeit für einen Austausch zu den Themen Anderssein respektieren und Eigene Stärken und die des anderen erkennen. Das gesamte Wochenende wurden die Kinder von professionellen Fachkräften betreut. Selbstverständlich blieb allen Familien auch genügend Zeit für gemeinsame Spiele und Aktivitäten. Die AOK Hessen förderte dieses Wochenende mit Euro. Zum Thema Familienorientierte Selbsthilfe findet am 6. Oktober 2012 in Frankfurt eine Fachtagung der AOK Hessen statt. 14 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

15 AOK Hessen: Neuer Personalchef Unternehmen Seit Mai ist Karlheinz Löw der neue Hauptabteilungsleiter Personal- und Ressourcenmanagement. Er folgt damit Johann Müller, der nach 46 AOK-Jahren in den Ruhestand geht. Der 42-jährige Karlheinz Löw ist seit 25 Jahren bei der AOK. Lange war er im Firmenkundenbereich in Südhessen tätig, die letzten drei Jahre leitete er die Hauptabteilung für den Bereich Medizinprodukte, Pflege und Zahnärzte. Nun ist er neuer Personalchef und damit verantwortlich für rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sein Dienstsitz ist Offenbach. Zu seiner neuen Tätigkeit meint er: Die Arbeitswelt verändert sich kontinuierlich. Als Unternehmen müssen wir darauf Antworten finden: Auf der einen Seite das Personal effizient und nach den Wünschen unserer Kunden ausgerichtet einsetzen, gleichzeitig aber auch den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter gerecht werden und sie beispielsweise bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Eine nicht ganz einfache Herausforderung, aber nur wenn wir beides schaffen, werden wir weiter erfolgreich sein. Mit der Vision 2020 haben wir dafür die Grundlagen geschaffen. 18 Jahre hatte Johann Müller diesen Job inne. Er geht nun in den Ruhestand und kann auf 46 bewegte Jahre bei der AOK zurückblicken. Vielen im Offenbacher und Hanauer Raum ist er bekannt als der Repräsentant der AOK Hessen. Über seine Zeit bei der hessischen Gesundheitskasse sagt er: Mein Motor war es, dass ich die Möglichkeit hatte, aktiv zu gestalten, und Herausforderungen und Veränderungen zu meistern, hat mir immer Spaß gemacht. Dass es mit der AOK Hessen weiter bergauf geht, steht für ihn außer Frage: Ich bin fest davon überzeugt, dass die AOK Hessen ein Top-Unternehmen ist und wir weiter wachsen werden. AOK Hessen erneut für Kundenorientierung ausgezeichnet Die AOK Hessen gehört aufgrund ihrer herausragenden Kundenfreundlichkeit zu den Top-Unternehmen Deutschlands. Ermittelt wurde dieses Ranking im Rahmen des Wettbewerbs Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister. Die Serviceaktivitäten der AOK Hessen werden damit zum fünften Mal in Folge prämiert. Diesmal landete sie in dem branchenübergreifenden Wettbewerb bundesweit unter den besten 25 Unternehmen. Grundlage für die Verleihung des aktuellen Siegels sind Testkäufe, eine Kundenzufriedenheitsbefragung sowie ein Managementfragebogen, der von der Universität St. Gallen entwickelt wurde. Detlef Lamm, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Hessen, ist stolz auf die erneute Auszeichnung: Wir setzen seit jeher auf Nähe und Servicestärke. Es ist großartig, dass unsere Leistung sogar objektiv messbar ist und wir so hervorragend abschneiden. Somit können wir auch branchenübergreifend unsere Wettbewerbsfähigkeit zeigen. AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 15

16 Unternehmen Bei der AOK Hessen läuft s Laufen ist gesund, Laufen bedarf keiner großen Vorbereitung, Laufen kann man alleine oder in der Gruppe. Laufen ist daher nahezu für jedermann geeignet. Die AOK Hessen ist schon seit vielen Jahren dabei und vermittelt die Lust an der Bewegung durch gelenkschonendes, sanftes Laufen. Weitere Infos zu den Laufaktivitäten der AOK Hessen finden Sie unter: hessen/laufen Neben der Internetplattform Laufend in Form und den zahlreichen Angeboten zu Lauf- und Nordic- Walking-Treffs stehen die AOK- Laufschule und die AOK Hessen- Laufserie im Vordergrund. Begleitet wird unser Laufangebot durch nützliche Informationen und humoristische Inspirationen von der Laufexpertin Frau Schmitt, die für mehr Spaß am Laufen sorgen. AOK-Laufschule: Gesund, gelenkschonend, ausdauernd Die AOK-Laufschule gibt es schon seit fünf Jahren und wird von Jahr zu Jahr besser angenommen. Sie wird daher nun in 15 Städten angeboten. Mitmachen kann jeder: Neueinsteiger, Wiedereinsteiger oder Läufer, die ihren Laufstil verbessern möchten. Das Trainingskonzept wurde von Experten des Ausdauersportzentrums der Technischen Universität Darmstadt entwickelt. Ziel ist es, Techniken zum gesunden und gelenkschonenden Joggen zu vermitteln. AOK Hessen-Laufserie: 40 Läufe für das Kinderhospiz Etwa 40 Läufe finden in diesem Jahr unter dem Banner der AOK Hessen-Laufserie statt. Von Michelstadt bis Hofgeismar können sich Interessierte an den Volksund Straßenläufen beteiligen, die die AOK Hessen in Kooperation mit dem Hessischen Leichtathletikverband anbietet und Punkte sammeln für das AOK-Programm BONUS fit. Das Beste ist: Für jeden, der an einem Lauf im Rahmen der AOK Hessen-Laufserie teilnimmt, spendet die Gesundheitskasse einen Euro an das Kinderhospiz Bärenherz. Mehr Mädchen auf den Rasen Fußballvereine, die für die kommende Saison eine neue Mädchenmannschaft zum Spielbetrieb anmelden, will die AOK Hessen gezielt unterstützen. Das Förderpaket umfasst komplette Trikotsätze, die Finanzierung der sogenannten C-Lizenz (Breitenfußball) für den Trainer sowie einen Geldzuschuss. Schon seit mehreren Jahren unterstützt die Gesundheitskasse den Mädchenfußball. Partner ist hierbei der Hessische Fußball-Verband (HFV). Kernstück der Kooperation ist die Arbeit an der Basis, von der bis zu 20 Vereine profitieren können. Darüber hinaus wird die AOK Hessen die Hessenliga beziehungsweise die Gruppenligen der B- Juniorinnen sponsern und den Tag des Mädchenfußballs in Grünberg mit ausrichten. Der Grund für dieses intensivierte Engagement: Fußball ist die perfekte Prävention. Zusammen kicken festigt zudem den Charakter, erhöht die Teamfähigkeit, sorgt für regelmäßige Bewegungsintensität. Valeria Kleiner, Abwehrspielerin beim 1. FFC Frankfurt, unterstützt diese Initiative von AOK Hessen und HFV. Atelier David Knipping Profispielerin Valeria Kleiner unterstützt die AOK Hessen, wenn es um Mädchenfußball geht 16 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

17 Hausärztliche Versorgung in Hessen Gute Aussichten für AOK-Versicherte Unternehmen Eine hausarztzentrierte Versorgung wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres angeboten. Darauf haben sich der Hausärzteverband Hessen und die AOK Hessen Ende April geeinigt. Entscheidende Vertragsinhalte sind bereits diskutiert und werden in weiteren Gesprächen vertieft. Mit einem gemeinsam getragenen Vertragsentwurf ist im Frühsommer zu rechnen. Damit haben die 1,5 Millionen AOK-Versicherten künftig Anspruch auf eine verbesserte hausärztliche Versorgung. Dieser entscheidenden Annäherung zwischen den Partnern war ein mehrjähriges Ringen um die Vertragsinhalte vorausgegangen. Nun ist man dabei, auf Basis des Schiedsspruches vom Februar dieses Jahres eine tragfähige Lösung zu finden, von der Patienten und Ärzte gleichermaßen profitieren können. Insbesondere die Refinanzierung war Gegenstand der fruchtbaren Diskussion. Ist der Vertrag unterzeichnet, wird der Hausärzteverband Hessen seine Mitglieder aufrufen, an dem Vertrag teilzunehmen. Es liegt dann im Ermessen jedes einzelnen Arztes, ob er sich beteiligen möchte. Der Vertrag soll am 1. Oktober 2012 in Kraft treten. Hessenfest in der Bundeshauptstadt: AOK auch 2012 dabei Auch in diesem Jahr wird sich die AOK Hessen wieder am Sommerfest der Landesregierung in Berlin beteiligen. Am 13. Juni präsentiert sich die AOK den Besucherinnen und Besuchern auf dem Gelände der Hessischen Landesvertretung als größte regionale Krankenversicherung mit Informationen und Mitmach-Aktionen rund um die Gesundheit. Die Mitmach-Aktionen stehen hierbei ganz im Zeichen des Fußballs findet doch am gleichen Tag zeitgleich das EM-Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande statt. AOK Hessen auf dem Hessentag Kulturell, lebendig, bunt. So lautet das Motto des 52. Hessentags in Wetzlar und die AOK Hessen ist wieder mit dabei. Zu finden ist die Gesundheitskasse ab dem 1. Juni im Zelt 2 der Landesausstellung. Dort kann man in einem abgedunkelten Bereich mit den Füßen Memory spielen. Die Karten werden auf den Boden projiziert, und man muss hüpfend die passenden Paare sammeln. Das lockt jüngere wie auch ältere Menschen an. Zusätzlich ist die AOK Hessen beim Hessentagslauf dabei und nimmt die Läufer am Ziel in Empfang. Mit dem Rad zur Arbeit: MITMACHEN! Seit acht Jahren rufen die AOK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zu Mit dem Rad zur Arbeit auf. Die Aktion ist fast schon ein Selbstläufer, der immer wieder langjährige Fans anzieht und auch Newcomer begeistern kann. Denn die Experten sind sich einig: Schon 30 Minuten Fahrradfahren am Tag senkt das Krankheitsrisiko frische Luft und Bewegung wecken die Lebensgeister. Wie immer, mitmachen können alle: Einfach nur in den drei Sommermonaten Juni, Juli und August an mindestens zwanzig Tagen an den Arbeitsplatz radeln das reicht aus, um dabei zu sein und unter anderem an der attraktiven Verlosung teilnehmen zu können. Niemand muss eine bestimmte Kilometeranzahl erreichen. Hessenweit wird wieder mit bis zu Teilnehmern gerechnet. In Frankfurt fand am 7. Mai der bundesweite Auftakt statt samt Radkorso mitten durch die City. dem rad zur arbeit.de AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 17

18 Nachgefragt Persönlichkeiten aus dem ganzen Land engagieren sich in der Selbstverwaltung der AOK Hessen. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen zwei Mitglieder des Verwaltungsrates vor und lassen sie zu aktuellen Fragestellungen zu Wort kommen. Sie vertreten die AOK Hessen im Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes. Was ist dabei für Sie von besonderer Bedeutung? Angelika Beier Versichertenvertreterin, Mitglied des Grundsatzausschusses und Vertreterin der AOK Hessen beim AOK Bundesverband Die 56-Jährige ist seit Dezember 2003 Mitglied des Verwaltungsrates der AOK Hessen und vertritt die Versichertenseite im Grundsatzausschuss. Seit Dezember 2006 ist sie Mitglied des Verwaltungsrates bzw. Aufsichtsrates des AOK Bundesverbandes. Sie wurde zudem in den Verwaltungsrat des GKV Spitzenverbandes gewählt. Die Diplompädagogin ist Referentin für Gesundheitspolitik beim Vorstand der IG Metall. Zuvor war sie beim DGB Hessen Thüringen beschäftigt und 15 Jahre für einen Verein tätig, der für die Solidarität von Beschäftigten und Erwerbslosen eintritt. Mein Leitgedanke ist und bleibt die Stärkung der Solidarität" Die Ziele sind auf allen Ebenen gleich: Solidarität, Zusammenhalt und füreinander einstehen. Dies gilt sowohl innerhalb der Versichertengemeinschaft als auch zwischen den AOKn. Mein Leitgedanke ist und bleibt die Stärkung der Solidarität. Die AOK grenzt niemanden aus, und jeder erhält die Leistungen, die er benötigt. Dass dies so bleibt dafür stehe ich ein. Der Solidarcharakter der sozialen Krankenversicherung muss erhalten bleiben. Im Interesse der Solidargemeinschaft ist es aber auch, die von den Beitragszahlern aufgebrachten Gelder effizient einzusetzen. Qualität und Wirtschaftlichkeit sind die entscheidenden Stichworte. Hier gibt es noch viel zu verbessern. Thomas Buresch Arbeitgebervertreter, Mitglied des Grundsatzausschusses und Vertreter der AOK Hessen beim AOK Bundesverband Herr Buresch ist 50 Jahre alt und als Leiter der Abteilung Personalund Sozialwesen bei der Firma Rowenta Werke GmbH in Erbach tätig. Seit Dezember 2009 ist er Mitglied des Verwaltungsrates der AOK Hessen, zuvor war er vier Jahre lang stellvertretendes Mitglied. Seit Juli 2007 gehört er dem Grundsatzausschuss an und seit Herbst 2011 vertritt er die AOK Hessen im Aufsichtsrat des AOK Bundesverbandes. Ferner ist Herr Buresch als ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht in Frankfurt tätig. Die gebündelte Vertretung unserer Interessen ist von großer Bedeutung" Die AOKn arbeiten aus unterschiedlichen Gründen auf Bundesebene zusammen. Natürlich geht es darum, dort wo es sinnvoll ist, gemeinsam Aufgaben wahrzunehmen und diese möglichst wirtschaftlich zu erbringen. Aber auch die gebündelte Vertretung unserer Interessen ist von großer Bedeutung gegenüber der Bundespolitik wie auch gegenüber den bundesweiten Organisationen der Vertragspartner. Die AOK Hessen steht für solide Finanzen, für ein wettbewerblich organisiertes Gesundheitswesen, für kompetente Beratung der Versicherten und ihrer Arbeitgeber und für eine qualitätsgesicherte und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung. Diese Grundphilosophie möchte ich in den Gremien auf Bundesebene einbringen. 18 AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2

19 Selbstverwaltung Von Fehlver halten bis Versorgungsmanagement Klemens Diezemann verstorben Anfang März trafen sich die Versicherten- und die Arbeitgebervertreter des Verwaltungsrates jeweils zu ihrer Klausurtagung. Aufgerufen wurden unterschiedliche Themen. In beiden Veranstaltungen wurde unter anderem Fehlverhalten im Gesundheitswesen thematisiert. Fast 1,8 Mio. Euro konnte die AOK Hessen in den Jahren 2010 und 2011 aufgrund der Bekämpfung von Fehlverhalten und Nach verfolgung der entsprechenden Fälle generieren. Das war eine der Kernaussagen zum Thema Fehlverhalten im Gesundheitswesen. Auch die aktuellen Entwicklungen beim Diversity Management wurden den Selbstverwaltern erläutert. Auf Arbeitgeberseite gab es zudem noch Ausführungen zu den Aktivitäten in der Betrieblichen Gesundheitsförderung, und das Versorgungsmanagement im stationären Bereich wurde besonders dargestellt. Unser langjähriges Mitglied der Selbstverwaltung, Klemens Diezemann, ist am 7. März 2012 im Alter von 63 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Herr Diezemann war zuletzt stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsrates sowie Mitglied im Widerspruchsausschuss der AOK Hessen. Er hat sich stets für eine sozial gerechte Krankenversicherung eingesetzt und dabei besonders die Sorgen und Nöte derer im Auge gehabt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Herr Diezemann hat sich über viele Jahre für die AOK Hessen ehrenamtlich engagiert. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir werden Herrn Diezemann und seinen Verdiensten ein ehrendes Andenken bewahren. Bergringfoto - Fotolia.com Impressum Forum aktuell Gesundheits- und sozialpolitischer Informationsdienst der AOK Die Gesundheitskasse in Hessen Mehr Patientensicherheit bei Hochrisiko-Medizinprodukten Der Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes hat ein Positionspapier mit Forderungen vorgelegt, wie bei Medizinprodukten, mit denen ein besonders hohes methodisches Risiko verbunden ist, die notwendige Patientensicherheit zu gewährleisten ist. Der Aufsichtsrat fordert Qualitätsverbesserungen in der Zulassung, in der Kontrolle und bei den Reaktionsmöglichkeiten im Schadensfall von Hochrisiko Medizinprodukten: u Für die Zulassung von Hochrisiko-Medizinprodukten ist der Nachweis notwendig, dass das Produkt einen Patientennutzen hat. u Es sind unangemeldete Kontrollen von Hochrisiko Medizinprodukten bei den Herstellern erforderlich. u Verpflichtende Register über das Produkt und seine Verwendung sind aufzusetzen, um Rückruf und Schadensbehebung von fehlerhaften Medizinprodukten schnell und effektiv durchführen und Probleme frühzeitig identifizieren und beheben zu können. u Darüber hinaus müssen die Rechte von Patienten und von Krankenkassen im Schadensfall gestärkt werden. Mehr dazu finden Sie unter: pressemitteilungen/archiv/2012/positionspapier_aok_eprd_2012.pdf Herausgeber AOK Die Gesundheitskasse in Hessen Dr. Wilfried Boroch (V. i. S. d. P.) Hauptabteilungsleiter Unternehmenspolitik, Kommunikation & Marketing Basler Straße 2, Bad Homburg v. d. H. Telefon Fax E Mail Internet Redaktionsbeirat Brigitte Baki, Dr. Werner Scherer, Fritz Müller, Detlef Lamm, Dr. Michael Karner, Dr. Wilfried Boroch Redaktion Ralf Metzger (rm), Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit und politische Grundsatzfragen Redaktionsleiter Norbert Staudt (nst) Redaktionsmitglieder Franziskus Dodel (fd) Jürgen Merz (jm), Jochen Schubert (js) Redaktionsschluss 29. Mai 2012 Realisation Meinhardt Verlag und Agentur Magdeburgstraße 11, Idstein ISSN: AOK Forum aktuell Jahrgang 2012/Ausgabe 2 19

20 Gesundheit in besten Händen IHRE MEINUNG ZÄHLT! Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Arzt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und finden Sie einen Arzt, der zu Ihnen passt mit dem AOK-Arztnavigator. Machen Sie mit! Jetzt auch mit Zahnarzt-Bewertung:

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