Caritas Aargau. «Mit Deutsch unterwegs» Pfarrblatt Aargau Baden-Wettingen. Fachwissen und Freiwillige. Secondhand mit Glamour-Faktor

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1 30. Jahrgang Nr. 5/6 25. Januar 2015 Sonntag der Caritas Aargau Pfarrblatt Aargau Baden-Wettingen Foto: Roger Wehrli 4 Caritas Aargau «Mit Deutsch unterwegs» 2 Fachwissen und Freiwillige Gedanken zum Caritas-Sonntag 5 Secondhand mit Glamour-Faktor Im Caritas-Markt Baden weht ein frischer Wind 7 Ende und Neuanfang Missioni Cattoliche Italiane im Aargau

2 KOLUMNE von Regula Kuhn-Somm Co-Geschäftsführerin Caritas Aargau Fachwissen und Freiwillige Zum Caritas-Sonntag am 25. Januar 2015 Foto: Felix Wey WELCHER KAFFEE FÜR SIE? «Möchten Sie einen Kaffee?» «Ja, gerne, einen normalen...» Ein normaler Kaffee ist für mich ein Espresso, schwarz, ohne Zucker. Und für Sie? Wie schnell gehe ich davon aus, dass meine Vorlieben und Gewohnheiten auch die Normalität für alle andern darstellen. Ich glaube zu wissen, was normal und damit richtig ist. Doch weiss ich wirklich, wie es einem 16-jährigen Asylsuchenden geht? Ohne seine Familie, nach langer Flucht, im Mehrbettzimmer einer Asylunterkunft, unter unbekannten Erwachsenen aus aller Welt? Kann ich wirklich nachempfinden, wie sich das Leben einer alleinerziehenden Mutter gestaltet, die trotz Erwerbstätigkeit von der Sozialhilfe abhängig ist? Die versucht, den Anforderungen von Beruf und Familie zu genügen und dann hört: «Mami, warum kriege ich kein Velo?» Schnell gewöhnen wir uns an Zustände und Missstände. Schnell entsteht daraus Normalität. Und ohne es wirklich zu wollen, tolerieren wir, dass Menschen unter uns in Armut leben, dass minderjährige Asylsuchende ohne altersentsprechende Unterkunft auf ihren Entscheid warten müssen. Lasse ich mich auf Begegnungen mit den Betroffenen ein, kommen mir die «Normalitäten» anderer näher. Sozialhilfeempfänger, Armutsbetroffene und Asyl suchende werden zu Menschen mit Ängsten, Sorgen, Freuden und Bedürfnissen, die meinen eigenen nicht so fremd sind. Und die Kaffeevariationen werden um ein Vielfaches grösser. «Gemeinsam Begegnungen gestalten» lautet das Motto des Caritas-Sonntags vom 25. Januar Das Hilfswerk rückt den Zusammenhang von Migration und Armut in den Mittelpunkt und ruft dazu auf, soziale Rechte unabhängig von der Herkunft zu stärken. Im Jahr 2010 hat sich Caritas Schweiz mit der Erklärung «Armut halbieren» das Ziel gesetzt, bis 2020 die Zahl der armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz zu halbieren. Innerhalb dieser Dekade rückt Caritas jedes Jahr einen anderen Teilaspekt des Themas «Armut» ins Bewusstsein der Bevölkerung. Der diesjährige Schwerpunkt «Migration» bestimmt auch den kommenden Caritas-Sonntag, der jeweils am 4. Sonntag im Jahr von den regionalen Caritas-Organisationen der Deutschschweiz organisiert wird. Für die Pfarreien ist der Sonntag der Caritas Anlass, sich gemeinsam mit dem Hilfswerk zu engagieren gegen Armut, für Integration und Chancengleichheit. JEDER FÜNFTE IST MIGRANT Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Wie Zahlen des Bundesamtes für Migration belegen, stammt jeder fünfte Einwohner aus dem Ausland. Migrantinnen und Migranten leisten fast einen Drittel des gesamten Arbeitsvolumens in der Schweiz. Ein bedeutender Teil der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung gehört der zweiten, ja sogar der dritten Generation an. Rund ein Viertel von ihnen ist hier geboren und mehr als die Hälfte wohnt seit zehn Jahren oder länger in der Schweiz. EINE GEFÄHRDETE GRUPPE Rund 13 Prozent der Menschen in unserem Land leben an der Armutsgrenze. Nach Zahlen des Bundesamts für Statistik sind Personen mit Migrationshintergrund signifikant stärker armutsgefährdet als Schweizerinnen und Schweizer. Der Caritas-Mitarbeiter und Leiter der Fachstelle Diakonie der Aargauer Landeskirche, Markus Schmid, bestätigt den Zusammenhang von Migration und Armut: «Migranten sind eine armutsgefährdete Gruppe.» Menschen, die in die Schweiz einwanderten, vereinten oft mehrere armutsfördernde Risikofaktoren auf sich, erklärt er. Mangelhafte Sprachkenntnisse machen die Arbeitssuche schwierig, Grossfamilien haben Mühe, eine bezahlbare Wohnung zu finden SANS-PAPIERS Zum Sonntag der Caritas Aargau stellt das Hilfswerk eine Liturgiemappe sowie Hintergrundinformationen zum Thema «Migration und Armut» zur Verfügung. «Migrationspolitik bedeutet vor allem, prekäre Lebenssituationen zu verbessern und soziale Rechte, unabhängig von der Herkunft, zu stärken.», schreibt darin Marianne Hochuli, Leiterin Grundlagen bei Caritas Schweiz. Sie fordert erreichbare und bezahlbare Nachholbildungen für Migrantinnen und Migranten mit einem Berufsabschluss, der in der Schweiz nicht anerkannt ist. Auch für die bis zu Sans-Papiers, welche im Niedriglohnbereich in privaten Haushalten arbeiten, fordert Caritas Schweiz beim Vorweisen eines Arbeitsplatzes oder nach einer gewissen Dauer in der Schweiz einen regulären Aufenthaltsstatus. WERTVOLLE FREIWILLIGE Caritas Aargau ist ein eigenständiges katholisches Hilfswerk, welches seine Tätigkeit aus Beiträgen der Landeskirche und der Kirchgemeinden, aus Aufträgen, Beiträgen Dritter, Opfern, Spenden und Legaten finanziert. Die Caritas Aargau unterstützt Armutsbetroffene in unserem Kanton mit Beratung und finanzieller Überbrückungshilfe oder Familien durch Vermittlung von freiwilligen Patinnen und Paten. Caritas Aargau kann auf das Fachwissen ihrer über 30 Mitarbeitenden zählen. Dazu kommen etwa 230 Freiwillige ein Drittel Männer, zwei Drittel Frauen die sich unentgeltlich für die soziale Integration von Menschen einsetzen. Im Durchschnitt leisten diese Freiwilligen 49 Einsatz-Stunden pro Person. Ohne ihre Mitarbeit wäre die breite Hilfe von Caritas Aargau nicht möglich. MARIE-CHRISTINE ANDRES Mehr zur Arbeit der Caritas: 2 Horizonte Fokus 25. Januar 2015

3 UMFRAGE RESPEKT UND STETS EIN LÄCHELN Liebe, Nächstenliebe, Fürsorge bedeutet das lateinische Wort «Caritas». Nächstenliebe ist ein ethischer Grundwert des Christentums. Der Sonntag der Caritas ist für Horizonte Anlass für eine Umfrage im Kirchenaargau. Wir wollten von den Menschen wissen, was sie unter Nächstenliebe verstehen und wie sie sich im Alltag für Andere einsetzen. mca Lysiane Salzmann Organistin, Pfarrei St. Sebastian, Wettingen Fotos: mca Nächstenliebe bedeutet für mich, Respekt gegenüber meinen Mitmenschen zu zeigen und die Leute so zu nehmen, wie sie sind. Im Alltag finde ich es wichtig, mir Zeit zu nehmen und anderen zuzuhören. Ganz konkret engagiere ich mich als freiwillige Mitarbeiterin im Claro-Laden in Rheinfelden. Ruth Mayer Wettingen Nächstenliebe heisst für mich, besonders im engsten Kreis, in der Familie, nichts anstehen zu lassen. Schwierige Situationen versuche ich möglichst bald zu klären. Wenn man sich in seinem nächsten Umfeld für Harmonie und Frieden einsetzt, hat das auch Ausstrahlung gegen aussen. Gerne setze ich mich in verschiedenen Gruppen der Pfarrei oder auch anderswo ein und helfe dort, wo es gerade nötig ist. Prof. Dr. Miguel Fernández-Sieber Baden / Wettingen Caritas Liebe, Nächstenliebe ist für mich die beste Investition, in jedem Sinne und in alle Richtungen. Es heisst doch: «Der Geber empfängt mehr als der Beschenkte.» Was man verschenkt, kommt zurück. Ich lebe die Nächstenliebe jeden Tag auf einfache Art: Ich schenke den Menschen, die ich treffe, ein Lächeln. Wenn du ein Problem hast, oder traurig bist, lächle! Margrit Huber Frauengemeinschaft St. Anton, Wettingen Dienst am Nächsten erlebe ich in der Freiwilligenarbeit, etwa bei der Vorstandsarbeit in der Frauengemeinschaft. Ich finde es aber auch wichtig, das Zusammenleben verschiedener Nationen und Religionen zu unterstützen. Ich könnte mir vorstellen, andersgläubige Frauen, zum Beispiel Musliminnen, für einen Vortrag oder Austausch in unsere Gruppe einzuladen. Maria Flamm Pastoralassistentin in Ausbildung, Wettingen und Würenlos Zuerst einmal bedeutet Nächstenliebe für mich, dem Gegenüber in die Augen zu schauen, jemanden als Menschen wahrzunehmen. Danach versuche ich, auf die jeweiligen Bedürfnisse einer Person einzugehen. Es ist diese Haltung, die mich auch an unserem Papst Franziskus beeindruckt: dass er sich auf Augenhöhe der Menschen bewegt. 25. Januar 2015 Aargau Horizonte 3

4 Deutsch üben mit freiwilligen «Paten» Neues Angebot der Caritas für Anderssprachige Aurélie Payrastre, Caritas- Mitarbeiterin und Initiantin von «Mit Deutsch unterwegs» Foto: Caritas Aargau (zvg) Das neue Projekt «Mit Deutsch unterwegs» schliesst für Migrantinnen und Migranten im Kanton Aargau eine Lücke. Endlich ein Deutschkurs, der es möglich macht, die neue Sprache in konkreten Alltagssituationen zu erfahren und zu üben. Mit dem Erlernen der Landessprache ist es bei uns noch lange nicht getan. Will sich jemand hier integrieren, gilt es, mehrere Bereiche abzudecken. In der Schweiz kommt erschwerend hinzu, dass auf der Strasse alles anders klingt als im Deutschkurs. Ein Frust, denn so kann die neu erlernte Sprache nicht gefestigt werden. NICHT NUR THEORIE Aurélie Payrastre, Leiterin des Patenschaftprojektes «mit mir» und der Fachstelle für Freiwilligenarbeit bei Caritas Aargau, hat in Anlehnung an diese Situation eine neue Unterstützungsidee entwickelt. «Mit Deutsch unterwegs» ist ein Angebot für Migrantinnen und Migranten, die bei Caritas Aargau in der Beratung sind. Es soll das Bedürfnis von Neuzuzügern abdecken, ihr Deutsch zu üben und zu praktizieren. «Tatsache ist, es gibt wenig Deutschkurse in der Schweiz. Und sie sind teuer», so Aurélie Payrastre. «Zudem gewähren sie kaum Einblick in den Schweizer Alltag. Eine Perspektive, mit der «Mit Deutsch unterwegs» punktet. Für dieses Projekt ist ein weiteres Mal die wertvolle Hilfe von Freiwilligen gefragt. Ohne sie würde vieles nicht gehen. Zusammen mit einer Patin oder einem Paten soll Deutsch in Alltagssituationen praktiziert werden, sei es in einem Café, am Bahnhof oder beim Einkaufen. «Die Treffen können verschieden angelegt sein», erklärt Aurélie Payrastre. «Man kann zum Beispiel bei einem gemeinsamen Hobby einhaken. Und wer weiss? Mitunter entsteht dabei die eine oder andere Freundschaft.» AUS EIGENER ERFAHRUNG Aurélie Payrastre weiss selber, wie es ist, in ein Land zu ziehen, dessen Sprache man nicht spricht. Sie ist vor fünf Jahren aus Frankreich in die Schweiz gekommen. «Nebst dem, dass ich selbst Deutsch lernte, begann ich Französisch zu unterrichten. Gleichzeitig engagierte ich mich in diversen Vereinen als Freiwillige und konnte mich so nach und nach vernetzen», erinnert sich Aurélie Payrastre. Bald kam es zu einem Praktikum bei der Organisation «machbar» in Aarau, welche diverse Bildungsprojekte für Anderssprachige in der Schweiz anbietet. Die nächste Station war die Anlaufstelle Integration Aargau (AIA) und dann die Caritas Aargau. «Meine Vernetzung hat Wirkung gezeigt und die Leute in meinem Umfeld haben mir geholfen, mich beruflich zu integrieren», bilanziert Aurélie Payrastre. KARIN SARAFOGLU Deutschsprachige Freiwillige «Mit Deutsch unterwegs» richtet sich an deutschsprachige Freiwillige und Klientinnen und Klienten von Caritas Aargau. Sie treffen sich regelmässig, um Deutsch zu sprechen und sich kulturell auszutauschen. Zeit, Dauer und Ort bestimmen Sie gemeinsam. Haben Sie Lust als Freiwillige/r mitzumachen? Kontakt: Aurélie Payrastre, Fachstelle Freiwilligenarbeit, T , 4 Horizonte Impuls 25. Januar 2015

5 Foto: Karin Sarafoglu Patrick Sandmeier bringt frischen Wind in den Laden. Secondhand-Glamour-Faktor Im Caritas-Markt Baden weht ein frischer Wind Der Caritas-Markt in Baden wird aufgepeppt. Zudem arbeiten neu Freiwillige an der Verkaufsfront. Die neue Ladenleitung scheut keinen Aufwand, um das Lokal attraktiver zu gestalten. Mit Beginn dieses Jahres hat der Verein Lernwerk die operative Führung des Caritas-Marktes Baden an die Caritas Aargau übergeben. Neu teilen sich Patrick Sandmeier und seine Stellvertreterin Edith Knecht die Ladenleitung. Zum neuen Konzept gehört die starke Einbindung von Freiwilligen, die im Laden mitarbeiten. ALLTAGSSORGEN VERGESSEN Patrick Sandmeier sprudelt vor Ideen: «Ich möchte da jetzt ein wenig Glamour reinbringen. Die Schaufenster sollen neue Kunden anziehen, denn im Secondhand-Bereich kann man auch ohne KulturLegi einkaufen.» Der gelernte Lebensmittelverkäufer WEGKOMMEN VOM «LADEN FÜR ARME» hat einen geübten Blick, was die Bedürfnisse der Kunden angeht, und will im Caritas-Markt Baden so einiges ändern. «Ich möchte wegkommen vom Laden für die Armen», erklärt er. Jede Saison wird Edith Knecht ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die Schaufenster zum Blickfang machen. Der Laden soll zudem ein neues Erscheinungsbild erhalten, so Patrick Sandmeier. «Er wird heller sein, und zwischen den Regalen soll es ein wenig Luft geben. Ich möchte dem Lokal neues Leben einhauchen. Es soll auch eine Begegnungszone werden, wo die Leute ihre Alltagssorgen einen Moment lang vergessen können.» ERFAHRENE FÜHRUNGSCREW Patrick Sandmeier bringt wertvolle Erfahrungen aus dem Grosshandel mit. Der Vater von zwei Kindern ist im Aargau aufgewachsen und lebt heute mit seiner Familie im Kanton Luzern. Während fünf Jahren hat er einen beruflichen Seitensprung in die Fotografie gemacht, führte 500 freischaffende Fotografen. Die stellvertretende Ladenleiterin Edith Knecht war bereits in Secondhand-Läden tätig. «Sie ist im Gegensatz zu mir eher der ruhige Pol», meint Patrick Sandmeier. ÜBERREGIONALE ZUSAMMENARBEIT Die Umgestaltung der kleinen Ladenfläche erweist sich als Herausforderung, viel Spielraum gibt es da nicht. Die neue Ladenleitung bekommt jedoch tatkräftige Unterstützung. So wird es eine stärkere Zusammenarbeit mit Manuela Robert vom Caritas-Markt Olten und Astrid Bonsaver vom Secondhand-Laden in Aarau geben. Menschen, die sich in einer schwierigen Lage befinden, sollen weiterhin das Gefühl haben, in einem normalen Geschäft einzukaufen. So werden qualitativ gute Produkte, zum Teil auch Markenartikel, zu günstigen Preisen angeboten. KARIN SARAFOGLU IMPRESSUM HERAUSGEBER Röm.-kath. Pfarrblattgemeinschaft Aargau Beat Niederberger (Präsident), Grabenstrasse 57, 4814 Bottenwil, T REDAKTION Aarestrasse 10, 5000 Aarau Andreas C. Müller (Leitung) T Silvia Berger (Agenda/Medien) T/F /91 Anne Burgmer T Marie-Christine Andres Schürch T Für den TEXT IM PFARREITEIL ist das entsprechende Pfarramt zuständig. MITARBEITENDE DIESER NUMMER Regula Karin Sarafoglu, HORIZONTE-ABO Änderungen zu Ihrem Abo melden Sie dem Pfarramt Ihres Wohnortes. Änderungen der ausserkantonalen Abos nimmt die Bürli AG, Döttingen, entgegen. T , 25. Januar 2015 Zoom Horizonte 5

6 Fernsehen Samstag, 24. Januar Fenster zum Sonntag. Zehn Gebote statt tausend Gesetze. Interpretation der zehn Gebote aus dem Alten Testament für die heutige Zeit. SRF 2, Uhr Wort zum Sonntag. Martin Kuse, reformierter Pfarrer. SRF 1, 20 Uhr Sonntag, 25. Januar Kath. Gottesdienst aus der Pfarrkirche Ebensee in Oberösterreich/Salzkammergut. ZDF, 9.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst. Zur Woche der Einheit der Christen. SRF 1, 11 Uhr Gott und die Welt. Antonias Reise Mein Jahr in Israel. ARD Uhr Radio Samstag, 24. Januar Zwischenhalt: Mit Themen aus Kirche und Religion und den Glocken der Ev.-ref. Kirche in Mettmenstetten, ZH. Radio SRF 1, Uhr Sonntag, 25. Januar Perspektiven. Wie Aramäisches Christentum in der Schweiz überlebt. Radio SRF 2 Kultur, 8.30 Uhr Röm.-kath. Predigt. Li Hangartner, Theologin, Luzern. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr Montag, 26. Januar Saul Friedländer Das versteckte Kind. Saul Friedländer, 1932 in Prag geboren, ist ein wandernder Jude, ein rastloser Mensch, der in vielen Ländern der Welt gelebt hat. Zudem ist er Holocaustüberlebender und ein berühmter Holocaustforscher. Die Dokumentation begleitet ihn auf dem Weg in seine Vergangenheit. 3sat, Uhr Dienstag, 27. Januar Mit dem Mut der Verzweiflung. Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz schildert diese Dokumentation das Schicksal von Menschen, die trotz ständiger Todesangst Mut bewiesen, ihre Menschlichkeit bewahrten und sich für andere opferten. ZDF, Uhr Ev.-ref. Predigt. Pfarrer Jürg Rother, Oberägeri. Radio SRF 2 Kultur, 9.45 Uhr Sonntag, 1. Februar Blickpunkt Religion. Aktuelle Informationen aus den Bereichen Religion, Ethik, Theologie und Kirchen. Radio SRF 2 Kultur, 8.05 Uhr Ev.-ref. Gottesdienst aus Zollikerberg, ZH. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr Freitag, 30. Januar Das Jesusrätsel. Fast zwei Milliarden Menschen bekennen sich heute zum Glauben an Jesus Christus. Sie folgen damit dem Leben eines Mannes, von dem die Bibel schreibt, er sei am Kreuz gestorben, um die Menschheit zu erlösen. Heute sind sich die Wissenschaftler einig: Jesus hat wirklich gelebt. Die Dokumentation geht der Frage nach, wer der historische Jesus wirklich war. Eine Spurensuche. 3sat, 12 Uhr Sonntag, 1. Februar Evangelischer Gottesdienst aus der Pauluskirche in Marl. ZDF, 9.30 Uhr Dienstag, 3. Februar Kampf um den Vatikan. Dokumentarfilm (D 2012). Das Zweite Vatikanische Konzil war ein dramatisches Ereignis. Der spätere Papst Benedikt XVI. wirkte als junger Theologe im Hintergrund mit. Seit Antritt seines Pontifikats stellte er die Fragen des Konzils neu und versuchte, die Risse von damals zu kitten und die Kirche auf Kurs zu bringen. Arte, Uhr Mittwoch, 4. Februar stationen. Wasser, das göttliche Element. Die Dokumentation gibt Einblicke in die facettenreiche Welt und Entwicklungsgeschichte der als heilig bezeichneten Quellen und Gewässer. BR, 19 Uhr Donnerstag, 5. Februar Tandem. Kinderheim daheim. Irgendwann hatten Alexander und Sandra die Nase voll. Beide arbeiten als Erzieher in einem Kinderheim in kirchlicher Trägerschaft in der Eifel. Schon lange können sie sich nicht mehr mit den Ansichten ihres Arbeitgebers identifizieren, kündigen schliesslich und gründen daheim ihr eigenes Kinderheim als GmbH. Mittlerweile leben neben den beiden eigenen zwölf weitere Kinder bei ihnen. Dabei wird trotz fünf pädagogischer Mitarbeiter das Konzept Familie gelebt. SWR2, Uhr Liturgie Sonntag, 25. Januar 3. Sonntag im Jahreskreis (Farbe Grün Lesejahr B). Erste Lesung: Jona 3,1 5.10; Zweite Lesung: 1 Kor 7,29 31; Ev: Mk 1,14 20 Sonntag, 1. Februar 4. Sonntag im Jahreskreis (Farbe Grün Lesejahr B). Erste Lesung: Dtn 18,15 20; Zweite Lesung: 1 Kor 7,32 35; Ev: Mk 1,21 28 FILMTIPP Durak Der Idiot. Wenn im Russischen vom «Idioten» die Rede ist, dann erscheint sofort Dostojewskis grosser Roman vor dem geistigen Auge. «Durak» handelt von einem ehrlichen Handwerker, der einen Sinn für Gerechtigkeit und den Wert des menschlichen Lebens hat. Er entdeckt eines Abends, dass die Bewohner eines baufälligen Wohnblocks in grosser Gefahr sind, weil das Gebäude wegen mangelndem Unterhalt in kürzester Zeit einstürzen kann. Doch niemand kümmert sich darum. Mit aller Kraft versucht Dima ein System korrupter Bürokraten zu durchbrechen. Mit einem grossartigen Schauspielerensemble bringt Juri Bykow die Mechanismen der Korruption an den Tag. Dieser zutiefst ethische Film erhielt in Locarno den Preis der Ökumenischen Jury. chm Foto: 6 Horizonte Medien 25. Januar 2015

7 Foto: Mirjam Stutz-Limon Ende und Neuanfang Zusammenschluss der italienischsprachigen Missionen von Wohlen und Lenzburg Mit dem Jahreswechsel wurde die letzte Etappe der Umstrukturierungen der Missioni Cattoliche Italiane im Aargau erreicht. Seit rund fünf Jahren arbeiten das Bischofsvikariat St. Urs und die Landeskirche an einer schrittweisen Reduktion der italienischen Missionsgemeinschaften. Wie Bischofsvikar Christoph Sterkman und Kirchenrätin Maria-Pia Scholl-Franchini mehrmals betont haben, erfolgt diese Reduktion von sechs auf vier Missionen aufgrund der finanziellen Situation und des Priestermangels. Immer weniger Priester werden nämlich aus Italien entsandt, um den Dienst in einer Mission zu übernehmen, und es müssen Lösungen gefunden werden, um Vakanzen zu vermeiden. Die erste Veränderung erfolgte im Februar 2011, als die Mission Baden-Wettingen die Region Zurzach von der Mission Windisch übernahm. Zwei Jahre später wurde die Mission Aarau durch das Gebiet der Mission Zofingen und die Region Kulm vergrössert. Am 1. Januar 2015 sind schliesslich die Missionen Wohlen und Lenzburg zu einer neuen, grossen Mission mit Hauptsitz in Wohlen und Stützpunkt in Lenzburg zusammengeschlossen worden. Sie umfasst das Gebiet des Dekanats Freiamt und des Pastoralraumes Region Lenzburg sowie der künftigen Pastoralräume AG 6 (Mellingen) und AG 9 (Rohrdorferberg). All diese Schritte wurden in zahlreichen Sitzungen zwischen dem Bischofsvikariat St. Urs, der Landeskirche und den Verantwortlichen der Missioni vorbereitet. EIN NEUANFANG Die Errichtung der neu gegründeten Mission wurde am 4. Januar in der Herz-Jesu Kirche Lenzburg gefeiert. Bischofsvikar Christoph Sterkman verlas zu Beginn der Eucharistiefeier das bischöfliche Dekret und hiess in seiner Ansprache Luigi Talarico als Missionar der neuen Missionsgemeinschaft und seine Mitarbeitenden willkommen. Don Luigi lebt seit November 2013 in der Schweiz und hat bereits als Missionar der ehemaligen Mission Wohlen gewirkt. Er wird von den pastoralen Mitarbeiterinnen Schwester Cristina Compagno und Schwester Aparecida Jaques von der Kongregation «Sacro Cuore del Verbo Incarnato», den Sekretärinnen Daniela Colafato und Myriam Deppeler und der diakonischen Mitarbeiterin Alfonsina Oftinger unterstützt werden. GEMEINSAMER WEG Am Ende des Gottesdienstes erklärte Maria-Pia Scholl-Franchini in einer kurzen Ansprache, dass diese Feier zugleich ein Ende und einen Neuanfang darstellt, nämlich das Ende des Umstrukturierungsprozesses und den Neuanfang einer grossen Missionsgemeinschaft, die auf der Erfahrung und Lebendigkeit zweier Missionen mit langjähriger Tradition aufbauen kann. «L unione fa la forza» muss das neue Motto lauten, denn nur durch das Zusammenhalten und die gegenseitige Unterstützung können die Hürden, die ein so grosses Missionsgebiet mit sich bringt, überwunden werden. Selbstverständlich soll auch die Zusammenarbeit mit den Pfarreien und den lokalen Kirchgemeinden weitergeführt werden. Dies haben sowohl Don Luigi wie auch Frau Yvonne Rodel, Präsidentin der Kirchenpflege Lenzburg, betont. WEITERE VERÄNDERUNGEN Das Jahr 2015 hat weitere Veränderungen mit sich gebracht: Don Bruno Danelon, langjähriger Missionar von Lenzburg, ist in den Ruhestand getreten und Don Carlo De Stasio wurde neuer Missionar von Winterthur. An seine Stelle als Leiter der Mission Baden-Wettingen tritt P. Martino Bernardi. An alle, die neue Aufgaben übernommen oder einen neuen Lebensabschnitt begonnen haben, gehen die besten Wünsche für die Zukunft und ein herzliches «vergelts Gott» für ihren Dienst. SIMONE PARISE 25. Januar 2015 Contatto Horizonte 7

8 Agenda Bildung Der Elternabend. Di , Uhr, Bullingerhaus, Jurastrasse 13, Aarau. Ziele, Formen, Methoden und Organisation von Elternabenden mit Gregor Schwander, Anmeldung bis Di , T , Zum Valentinstag mit allen Sinnen geniessen. Sa , ab 18 Uhr, Propstei Wislikofen. Ein sinnliches und besinnliches 4-Gänge-Menü «Surprise». Anmeldung bis Fr 6. 2.: T Losed ihr Himmel! Und Ärde los zue Kindern die Bibel erzählen. Di , und , jeweils bis Uhr, Kath. Pfarreizentrum Lenzburg. Der Kurs richtet sich an alle, die gerne biblische Geschichten erzählen. Auskunft/Anmeldung: Aargauischer Katholischer Frauenbund, T Brot, das die Hoffnung nährt. Fr , 9.30 bis Uhr, Propstei Wislikofen. Kommunionspende-Kurs. Leitung: Jürgen Heinze, Theologe. Anmeldung: T Die Fülle des Augenblicks. Fr , Uhr bis Sa , 16 Uhr, Propstei Wislikofen. Kontemplationstage. Leitung: Claudia Nothelfer, Kontemplationslehrerin. Anmeldung: T Sanftes Pilgern auf dem Kapellenweg. So 1. 3., 14 bis 17 Uhr, Treffpunkt: Kath. Pfarreizentrum «Rampart», Frick. Von der Friedhofskapelle Frick zur Kirche Oeschgen. Segensfeier in der Kirche und einfaches Zvieri im Pfarrsaal. Leitung: Bernhard Lindner. Ohne Anmeldung. Als ChristInnen im Koran lesen. Koran im Vergleich. Mo und 9. 3., jeweils bis 21 Uhr, Haus der Landeskirche, Feerstrasse 8, Aarau. Vergleich von Bibel und Koran sowie unterschiedlicher deutscher Koran-Ausgaben. Leitung: Thomas Markus Meier. Anmeldung bis Fr : T Ist Wohlstand unmoralisch? Di, 3. Februar 2015, bis 20 Uhr, anschl. Apéro. Vortrag und Diskussion: Weshalb neigen die Kirchen dazu, Wohlstand und Reichtum gering zu schätzen? Darf der Mensch den Wohlstand guten Gewissens geniessen oder bedeutet Wohlstand das Ende jedes höheren Strebens? Eine Veranstaltung der Paulus-Akademie. Leitung und Moderation: Dr. Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus-Akademie Zürich. Referierende: Prof. Volker Reinhardt. Podiumsgäste: Hans-Ulrich Bigler, Dr. Thomas Wallimann. Schreinerei Paul Kleger AG, Ausserdorfstrasse 24, 8052 Zürich. Fr. 25. (inkl. Apéro); Fr. 17. für Mitglieder Gönnerverein, IV-Bezüger und mit KulturLegi. Studierende und Lernende gegen Vorzeigen der Legi gratis. Anmeldung bis Di, 27. Januar 2015, unter oder an Eva Lipp-Zimmermann, Paulus-Akademie Zürich, Carl-Spitteler-Str. 38, 8053 Zürich, T Rituale in der Familie leben. Do 5. 3., bis Uhr, Kirchenzentrum, Schinznach-Dorf. Impulsabend für Eltern und Grosseltern. Leitung: Caroline Küng-Schweizer und Kurt Adler-Sacher. Anmeldung bis Do : Helena Boutellier Kyburz, T Literatur im Gewölbekeller. Fr 6. 3., 18 bis Uhr, Propstei Wislikofen. Horst Hablitz liest Hanns Dieter Hüsch. Anmeldung bis Mi , T Stellen Organist/in. Die Pfarrei Bruder Klaus (Meisterschwanden-Fahrwangen-Seengen) sucht ab sofort oder nach Vereinbarung eine Organistin/einen Organisten. Aufgabe: einmal pro Monat am Sonntag musikalische Begleitung auf der Hauser-Orgel im 10-Uhr-Gottesdienst der Pfarrkirche Meisterschwanden. Auskunft: Christoph Heldner, Pfarreileiter, T Chef Unterhalt ( %). Die Propstei Wislikofen sucht per einen Chef Unterhalt. Aufgaben: Betreuug sämtlicher technischer Installationen, Behebung von Störungen und kleineren Schäden, Unterhaltsund Reparaturarbeiten, Umgebungspflege des grossen Gartens, Notfallpikett in der Nacht u.a. Voraussetzungen: Ausbildung im Bereich Heizung, Sanitär oder Elektrik, handwerkliches Geschick, hohe Eigeninitiative und Engagement, Bereitschaft für Wochenendeinsätze. Auskunft: Anita Kim, Hotelleitung, T Bewerbung: Propstei Wislikofen, Anita Kim, Hotelleitung, 5463 Wislikofen, Weitere Angebote Fastengruppen. In verschiedenen Regionen des Kantons gibt es Fastengruppen. Diese bieten Fastenden wertvolle Unterstützung. Für Kontaktadressen KURZ NOTIERT Foto: Urs Siegenthaler Sonntag der Caritas In der heutigen Zeit konzentriert sich die Aufmerksamkeit oftmals auf globale Probleme und Ereignisse. Doch auch die Not vor unserer Tür hat erschreckende Ausmasse angenommen. Trotz gut ausgebauter Sozialleistungen fallen immer mehr Menschen durch die Maschen des sozialen Netzes. Für dies engagieren sich die regionalen Caritas-Stellen im Aargau mit verschiedenen Angeboten, beispielsweise dem Patenschaftprojekt «mit mir». Doch Caritas-Projekte funktionieren nicht ohne den Einsatz von Freiwilligen. Insofern können auch Sie wirksam helfen. Engagieren Sie sich zusammen mit Caritas Aargau zu Gunsten jener Menschen, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind. Ganz gleich, ob Sie als freiwillige «Gotte» oder «Götti» einen Teil Ihrer Zeit einem Kind schenken oder mit Ihrer Spende einer Familie neue Hoffnung geben bei Caritas Aargau engagieren Sie sich für Menschen in Ihrer Nähe. Spendenkonto: Weitere Informationen und genaue Daten wenden Sie sich direkt an das Sekretariat ihrer Pfarrei. Dem Geheimnis auf der Spur. Sa, 7. bis So, 8. Februar 2015, Mattli Antoniushaus, Seminar- und Bildungshaus, Morschach. Eine Gelegenheit, Ihr Kind als Eltern, Grosseltern oder Paten in der Vorbereitung auf seine Erstkommunion zu begleiten. Geniessen Sie einen Tag mit Ihrem Erstkommunionkind zum Verweilen, für Kreatives und Besinnliches. Das Wochenende ergänzt den Religionsunterricht und bereichert die Vorbereitungszeit auf das grosse Fest. Leitung: Christel Kaufmann, freischaffende dipl. Katechetin. Anmeldung auf oder T Horizonte Agenda 25. Januar 2015

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