Bestandsaufnahme Ehrenamtliche Patenschaftsprojekte im Bildungsbereich Köln. Zusammenstellung der Arbeitsgruppe des Kölner Netzwerks Bürgerengagement

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1 Bestandsaufnahme Ehrenamtliche Patenschaftsprojekte im Bildungsbereich Köln Zusammenstellung der Arbeitsgruppe des Kölner Netzwerks Bürgerengagement Stand:

2 Inhaltsverzeichnis 2 Einleitung 3 Patenschaftsprojekte im Übergang von Schule und Beruf Die Paten: Das AusbildungsPatenprojekt von Ceno 7 Ausbildungspatenschaften bei IN VIA Köln 8 Lotsen geben Information (LogIn) 9 JOBLINGE 10 Die Komplizen Mentoring für Schüler 11 Rock your Life! 12 Jugend aktiv in Arbeit 13 Ausbildungsbrücke e. V. 14 Projekte an Schulen Vorlesepaten 15 LESEMENTOR Köln 16 Nach der Schule in die Uni? 17 Praxisstationen an Schulen 18 Patenschaftsprojekte in Familien Balu und Du 19 Familienbegleitung in Ossendorf 20 Deutzer Familienpaten 21 Patenschaftsprojekte in Kindertagesstätten Ehrenamtliche Patinnen und Paten in ausgewählten Kindertagesstätten der AWO Köln 22 Projekte an anderen Orten Ehrenamtliche Mentoren und Mentorinnen für junge Menschen im Freiwilligendienst 23 2

3 Einleitung In den letzten Jahren hat sich bundesweit eine Vielzahl von ehrenamtlichen Patenschaftsprojekten im Bildungsbereich entwickelt. Sie zeichnen sich aus durch ihre Vielfältigkeit und ihre unterschiedlichen Profile und Schwerpunkte. Mit dieser Broschüre stellt Ihnen die Arbeitsgruppe Ehrenamtliche Patenschaften im Bildungsbereich Köln des Kölner Netzwerks Bürgerengagement nach einer kurzen Begriffsklärung und der Beschreibung empfehlenswerter Standards eine Übersicht über Patenschaften in Köln vor. Gemeinsames Element aller Patenschafts- bzw. Mentoringprojekte ist in der Regel die 1:1 Begleitung: Eine Mentorin/ein Mentor begleitet eine Person. In einigen wenigen Projekten wird eher eine Gruppe bzw. eine Familie begleitet. Folgende Standards werden empfohlen: Die ehrenamtlichen Männer und Frauen übernehmen eine besondere Verantwortung in der Mentorschaft bzw. Patenschaft. Das Betätigungsfeld setzt voraus, sensibel zu sein im Nähe-Distanz-Verhalten und es an die jeweilige Situation anzupassen. Neben Wertschätzung, Respekt und Toleranz sind interkulturelle und Gender- Kompetenzen notwendig, da die PatInnen und MentorInnen vielfältigen Lebensgeschichten und wirklichkeiten begegnen und auch mit Lebensentscheidungen konfrontiert werden können, die den eigenen Wertvorstellungen nicht entsprechen. Im Rahmen der Begleitung wird eine feste Laufzeit vereinbart. Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist es sinnvoll, eine Mindestdauer von einem Jahr zu vereinbaren. Es empfiehlt sich, dass eine Patenschaft verlässlich und verbindlich zu den vereinbarten Zeiten und im besprochenen Zeitrahmen durchgeführt 3

4 wird. Die Treffen finden i.d.r. einmal in der Woche statt. In den Einsatzorten gibt es für die Ehrenamtlichen eine verbindliche Ansprechperson. Die Mentorschaft / Paten schaft findet in der Regel im öffentlichen Raum statt, je nach Projektart sind weitere geeignete Räume zur Verfügung zu stellen. Der Einsatz kann begleitet durch einige Projekte auch im familiären Umfeld des Kindes stattfinden. Die Ehrenamtlichen werden durch die Projektträger i.d.r. hauptamtlich oder mit einer guten ehrenamtlichen Struktur (Koordination, u.a.) unterstützt. Dazu gehört: ein Erstgespräch, welches entweder direkt zwischen Einrichtung und potentieller Ehrenamtlichen oder zwischen einer Vermittlungsagentur und den potentiellen Ehrenamtlichen stattfindet. Einige Projekte bieten darüber hinaus eine verpflichtende Einstiegsfortbildung (Balu und Du, Patenschaftsprojekt der AWO, LESEMENTOR, JOBLINGE, Ceno) an. Mentoren und Mentorinnen, Patinnen und Paten sind Möglichkeiten zu Fortbildungsangeboten zu eröffnen. Sie haben Zugang zur kollegialen Beratung oder Supervision, einem Erfahrungsaustausch oder anderen Formen der gemeinsamen Reflexion. Es gibt einen Anspruch auf Erstattung von Fahrtkosten und eventuell anstehenden weiteren Kosten, die im Rahmen der Mentorschaft entstehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Projekte über unterschiedliche finanzielle und personelle Ressourcen verfügen. Die Haft- und Unfallversicherung im Rahmen der Mentorschaft ist geklärt. Das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis ist verbindlich für alle Mentorinnen und Mentoren bzw. Patinnen und Paten. Ehrenamtliche erhalten es kostenlos bei Vorlage einer Bescheinigung der Einsatzstelle. 4

5 Auf einen Blick Wer eignet sich für Patenschaften? Menschen, die offen für Neues sind, sich auf andere Menschen und Lebenswelten einlassen können und ihnen mit Respekt und Wertschätzung begegnen Erwachsene, die Interesse an Einzelbegleitung z.b. von Kindern/ Jugendlichen und ihrer Entwicklung haben, ihnen zugewandt sind In der Regel Personen, auch Kinder / Jugendliche, die ein bestimmtes Maß an Selbständigkeit und Interesse an der Beziehung haben Erwachsene (Eltern, Angehörige und potenzielle PatInnen), die sich ihrer eigenen Lebenssituation bewusst sind, sie reflektieren und ihre Motive benennen können Menschen, die zuverlässig und verbindlich sind, sich an Absprachen halten und regelmäßige Treffen in ihrer Zeitplanung unterbringen können Menschen, die kommunikativ sind und sich mit anderen auseinandersetzen können 5

6 Patenschaften organisieren Um gelingende Patenschaften zu organisieren, braucht es eine Reihe von Rahmenbedingungen - eine/n KoordinatorIn mit vielfältigen sozialen Kompetenzen, z.b. Wertschätzung gegenüber den Paten und Patinnen, Empathie, Menschenkenntnis, Rollenverständnis, usw. Infrastruktur und Finanzierung Klärung von formalen Rahmenbedingungen (Versicherung, Aufwand ua) Klärung von Kinder- und Jugendschutz, Pflegerichtlinien eine klare Struktur für Patenschaftsanbahnung (Auswahlkriterien), -vermittlung und -begleitung (Gespräche, Supervision, Konfliktbearbeitung) Fortbildungs- und Unterstützungsangebote für PatInnen/MentorInnen oder die Vermittlung in Fortbildungsangebote Kontinuität in der Begleitung (für stabile Patenschaften) für die Arbeitsgruppe Ehrenamtliche Patenschaften im Bildungsbereich Angelika Blickhäuser, Monika Brunst, Heike Sperber 6

7 Patenschaftsprojekte im Übergang von Schule und Beruf Die Paten: Das AusbildungsPatenprojekt von Ceno Was? Im Projekt Die Paten werden 14- bis 16-jährige Hauptschülerinnen und -schüler von ehrenamtlichen Paten mit Berufs- und Lebenser-fahrung auf dem Weg von der Schule in den Beruf individuell begleitet. Für wen? Hauptschülerinnen und schüler ab dem Ende der 9. Klasse Wer? Ehrenamtliche Paten mit Berufs- und Lebenserfahrung Wo? Außerhalb der Schule Zeitrahmen Die Jugendlichen werden über rund zwei Jahre begleitet. Konzept Die Jugendlichen werden in der Schule über das Projekt informiert und melden sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt. Nachdem sich Paten und Jugendliche kennen gelernt haben, übernehmen die Ausbildungspaten folgende Aufgaben: Sie unterstützen die Schüler bei der Berufswahl Sie helfen bei den Bewerbungen und üben Vorstellungsgespräche Sie unterstützen die Jugendlichen bei schulischen Belangen Sie knüpfen Kontakte für Praktika und Ausbildungsplätze Sie sind Ansprechpartner für persönliche Fragen und in Krisenzeiten Sie machen den Jugendlichen Mut und helfen ihnen, auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten Die Paten treffen sich regelmäßig mit ihren Jugendlichen. Sie stellen sich bei den Eltern vor, sind in Kontakt mit Lehrern und Unternehmen und begleiten die Jugendlichen beispielsweise zur Berufsberatung oder zu Betrieben. Die Paten werden zu Beginn mit einem Vorbereitungsseminar auf ihre Aufgabe vorbereitet. Während der gesamten Zeit begleitet Ceno die Paten professionell und bietet Fortbildung, Erfahrungsaustausch und Supervision. Bisher kooperiert Ceno mit fünf Kölner Schulen. Ceno & Die Paten e.v. Gabriele Wahlen, Melanie Möllenbeck Gebrüder-Coblenz-Str. 10, Köln Tel / Fax / 7

8 Ausbildungspatenschaften bei IN VIA Köln Was? Seit 2009 nimmt IN VIA an dem überregionalen Projekt Ausbildungspatenschaften von IN VIA Deutschland teil und führt dieses eigenständig in Köln durch. IN VIA Köln bietet im Kontext des SGB III berufsvorbereitende Maßnahmen und ausbildungsbegleitende Hilfen für ca. 150 junge Menschen im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit an. Diese Maßnahmen fördern die Ausbildungsreife von jungen Menschen und sollen zu einer Vermittlung in Ausbildung und Arbeit führen. Darüberhinaus ist IN VIA frühzeitig in Kölner Schulen (Förder-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien) mit Angeboten der Berufsorientierung und -findung tätig. Neben diesen Berufsvorbereitungsangeboten ist IN VIA Träger eines Jugendwohnheims in Köln, in dem überwiegend weibliche Jugendliche mit Migrationshintergrund, darunter unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, leben. Für wen? Jugendliche Wer? Ehrenamtliche Paten mit Berufs- und Lebenserfahrung Die Ausbildungspaten sind ehrenamtlich tätige Menschen und kommen als Ansprechpartner für einzelne Jugendliche, die besondere Unterstützung und kontinuierliche personale Begleitung benötigen, in Einsatz. Als zusätzliches Angebot im Rahmen der Begleitung durch hauptberufliche Ausbilder, Bildungsbegleiter und Sozialpädagogen sind Ausbildungspatenschaften eine wertvolle Ergänzung. Wo? Außerhalb der Schule Zeitrahmen Flexibel, aber möglichst ein Jahr Konzept Die Jugendlichen profitieren von der Unterstützung bei schulischen Aufgaben, bei Bewerbungen und bei der Recherche nach einem Praktikumsoder Ausbildungsplatz. Bei jungen Flüchtlingen, insbesondere bei unbegleiteten Minderjährigen, spielt der enge Kontakt zu den Ausbildungspaten und deren Familien eine große Rolle. Das Projekt Ausbildungspatenschaften ist strukturell dem Fachbereich Ausbildung- und Arbeitsmarktintegration des Verbandes zugeordnet. Kontakt für Ausbildungspaten und interessierte Ehrenamtliche: IN VIA Köln e.v. Ruth-Maria Erz, Stabsstelle Ehrenamt Stolzestraße 1a Köln Tel: 0221 / , 8

9 Lotsen geben Information ( LogIn ) Was? Initiierung von Patenschaften und Einzelkontakten, Kinder/Jugendliche werden in ihrer Schullaufbahn und auf ihrem Weg in ihr Berufsleben durch ein ehrenamtliches Engagement unterstützt. Für wen? Kinder/Jugendliche mit Migrationshintergrund, die neu im deutschen Schulsystem starten Jugendliche ab den 8. Klassen und Jugendliche, die bereits die Schule beendet haben mit Unterstützungsbedarf im Übergang Schule-Beruf Wer? Ehrenamtliche Paten mit Berufs- und Lebenserfahrung Wo? Außerhalb der Schule Zeitrahmen Je nach Bedarf zwischen 6 Monaten und zwei Jahren Konzept Es sind verschiedene Formen der Unterstützung möglich, die sich an den Fähigkeiten/Wünschen der ehrenamtlich Engagierten orientieren. Alle Engagierten werden während des gesamten Engagements durch eine hauptamtliche Mitarbeiterin begleitet. Mögliche Formen der Unterstützung: Förderunterricht in verschiedenen Schulfächern Vermittlung eigener Erfahrungen und Wissen aus dem Berufsleben Vorstellung verschiedener Einrichtungen, die Hilfe bieten können Vorstellung unterschiedlicher Berufsbilder Unterstützung bei Behördengängen (Arbeitsagentur, BIZ, ) Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungs- oder Praktikumsstellen Hilfe bei Bewerbungsschreiben Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche Caritasverband für die Stadt Köln e.v. Giovanna Caloiero. Fachdienst Integration und Migration Integrationsdienst - Tel

10 JOBLINGE Was? Für wen? Wer? Wo? Zeitrahmen Begleitung und Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf ihrem Weg ins Berufsleben Jugendliche und junge Erwachsene (unter 25 Jahre) Ehrenamtliche Mentoren mit Lebens- und Berufserfahrung Außerhalb der Schule 6 Monate und bei beidseitigem Wunsch über die gesamte Ausbildungszeit Konzept Bei JOBLINGE können junge Menschen ihre Fähigkeiten in der Praxis unter Beweis stellen jenseits von Schulnoten und klassischen Auswahlprozessen. In einem rund sechsmonatigen Programm erlernen sie "on the Job" wichtige Schlüsselqualifikationen, trainieren soziale Kompetenzen und erarbeiten sich in unternehmerischen Praxisprojekten und Unternehmenspraktika ihren Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Unterstützt werden sie dabei von JOBLINGE-Mitarbeitern und geschulten ehrenamtlichen Mentoren und Mentorinnen mit Lebens- und Berufserfahrung. Am Ende steht die Vermittlung jedes Joblings in eine reguläre Ausbildung oder Anstellung, die zu ihm passt. Mentoren helfen "ihrem" Jobling, die eigenen Stärken und Ziele klarer zu erkennen, Eigeninitiative zu entwickeln und ein Berufsfeld zu finden, das seinen Interessen und der Nachfrage am Arbeitsmarkt am besten entspricht. Sie begleiten "ihren" Jobling mit Rat, Anerkennung und Ansporn von der Orientierungsphase und dem Bewerbungspraktikum bis zu einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sowie in den ersten Wochen im Arbeitsleben. In Einzelgesprächen und einem Vorbereitungsseminar werden die Mentoren auf ihre Rolle vorbereitet und begleitet mit Erfahrungsaustauschen und fachlicher Unterstützung durch Experten und das hauptamtliche Team der Joblinge gag. Weitere ehrenamtliche Experten und Trainer unterstützen das Programm mit Projektarbeiten und einzelnen Qualifizierungs-, Kultur- oder Sportangeboten. JOBLINGE gag Köln Hansaring Köln Carina Zetzmann

11 Die Komplizen- Mentoring für Schüler Was? Die Komplizen sind ein gemeinnütziges Programm, das Schülerinnen und Schülern durch eine Kombination aus Mentorenbetreuung, Seminaren und Arbeitsplatzbesichtigungen hilft, sich auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten. Für wen? Das Komplizen-Programm in Köln richtet sich an Gymnasiast/innen und Gesamtschüler/innen der 10. und 11. Klasse. Wer? Ehrenamtliche berufstätige Paten mit Berufs- und Lebenserfahrung Wo? Außerhalb der Schule Zeitrahmen Die Schüler werden zwischen 6 und 12 Monaten begleitet Konzept Die Schüler werden in der Schule über das Projekt informiert und melden sich freiwillig für die Teilnahme am Projekt. Vor dem Kennenlern- Event, dem Kick-Off, bekommen die Mentoren ein Training um auf ihre zukünftige Rolle vorbereitet zu werden. Aufgaben des Mentors: Treffen mit dem Mentee 1x im Monat Unterstützung bei den Fragen und Belangen des Mentees zum Berufsbild Einmalige einer Arbeitsplatzbesichtigung für eine Gruppe Schüler Eigene Erfahrungen im Beruf mit jungen Menschen teilen Bei den Komplizen ist es dem Mentor möglich, sich sehr effizient in einem überschaubaren Rahmen gesellschaftlich und sozial zu engagieren. Wir bieten ein professionelles Mentoren-Training, um unsere zukünftigen Mentoren auf die Mentorenrolle vorzubereiten. Dazu gehört die Möglichkeit Kommunikations-, Coaching- und Konfliktmanagement- fähigkeiten auszubauen, Kontakte zu anderen interessanten Mentor/innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern zu knüpfen und eigene Netzwerke zu erweitern. Die Komplizen: Projektmanagement Köln Venloerstraße Köln Simon Schröbel 11

12 Rock Your Life! Was? Rock Your Life! vermittelt an über 25 Standorten Deutschlands Studenten an Hauptschüler, welche Eins-zu-Eins während der letzten beiden Jahre der Schulzeit begleitet werden. Für wen? Hauptschülerinnen und Hauptschüler in den Klassen 9 und 10 Wer? Studenten aller Fachrichtungen Wo? außerhalb der Schule (Park, Café, Jungendzentrum, zu Hause, etc.) Zeitrahmen ein- bis mehrstündig alle ein- bis zwei Wochen Konzept Die Idee ist, individuelle Coaching-Beziehungen zwischen einem Hauptschüler und einem Studierenden zu schaffen. Der Schüler wird in den letzten zwei Jahren vor seinem Abschluss von einem Studenten begleitet. Dies hat zum Ziel, seine Stärken und Interessen zu entdecken, zu fördern und mit ihm gemeinsam den weiteren Lebensweg zu gestalten. Dabei kann es sich z.b. um eine Ausbildung, den Besuch der Berufsschule oder den Gymnasialabschluss handeln. Um den Schülern die Berufswahl und die Ausbildungssuche zu erleichtern, wird ein regionales Unternehmensnetzwerk ausgebaut. Die Coaching-Beziehung kann aber noch viel mehr sein als eine reine Berufsvorbereitung. So kann daran gearbeitet werden, Hobbys und Interessen zu verwirklichen oder sich neue Lebensbereiche, wie zum Beispiel Theater, Philharmonie etc., zu erschließen. Außerdem können Probleme jeder Art an- und besprochen werden. Die Schwerpunkte und Bereiche des Coachings sind so individuell, wie die einzelnen Schüler und Studenten. Der Student und der Coachee arbeiten gemeinsam wichtige Themen des Schülers heraus und können diese in eigenem Tempo selbstständig bearbeiten. Beginn des Coaching ist immer zu Beginn eines neuen Schuljahres. Vor und während der zweijährigen Coachingzeit werden die Studenten durch spezielle, auf RYL! zugeschnittene, Seminare qualifiziert und können regelmäßig an Supervisionen und Stammtischen teilnehmen. ROCK YOUR LIFE! Köln e.v. c/o Karin Piontek Hansaring 25, Köln koeln.rockyourlife.de Vorsitzende: Karin Piontek, An Hoa Nguyen 12

13 Jugend aktiv in Arbeit Was? Jugendliche und junge Erwachsene zwischen Schule und Beruf begleiten Für wen? Jugendliche und junge Erwachsene Wer? Paten und Patinnen (im Alter zwischen 29 und 68 Jahren) Wo? Außerhalb der Schule Konzept Ortsnahe Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hauptsächlich im Übergang Schule und Beruf, aber auch im Bereich lebenspraktischer Hilfen durch erwachsene Patinnen und Paten. Jugendliche und junge Erwachsene werden an verschiedenen Orten angesprochen, wie z.b. Schulen, Offene Türen, Jugendwohnheime, Jugendmigrationsdienst, während des Freiwilligen Sozialen Jahres, und anderen Orten. Die Paten und Patinnen (im Alter zwischen 29 und 68 Jahren), die aus allen gesellschaftlichen Bereichen kommen, durchlaufen einen Einführungskurs und danach individuelle Fortbildungen. Wilhelm Gerber Jugendreferent im Patenprojekt Kath. Jugendfachstelle Köln An St. Katharinen 5, Köln Home: Telefon: 0221 /

14 Ausbildungsbrücke e.v. Was? Im Zentrum der Ausbildungsbrücke steht die Idee, dass durch ehrenamtliches Engagement Ausbildungsfähigkeit jugendlicher Haupt- und Realschülerinnen und Schüler erhöht werden kann. Für wen? Haupt- und Realschülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse Kooperationsschulen: HS Großer Griechenmarkt 76, GHS Rendsburgerplatz 1-3 Wer? Ehrenamtliche Patinnen und Paten mit Lebens- und Berufserfahrung Wo? Innerhalb und außerhalb der Schule Konzept Die Ausbildungsbrücke steht auf drei Säulen: Ehrenamtliche AusbildungsPATENSCHAFTEN von der Vorabschlussklasse bis zum Ende der Ausbildung - Ehrenamtliche AusbildungsPATEN unterstützen Schülerinnen und Schüler in allen ausbildungsrelevanten Fragen: Schulabschluss schaffen, richtigen Beruf finden, Ausbildungsplatz finden, Ausbildung durchhalten und Abschluss schaffen, Arbeitsplatz finden Ehrenamtliche Nachhilfe - Kostenfreie fachliche Unterstützung finden die Schülerinnen und Schüler, die in PATENSCHAFTEN betreut werden, durch ehrenamtliche Nachhilfelehrer Ausbildungsbrückenbörse - In dieser Börse werden Angebote von Betrieben zur Berufsorientierung versammelt, die wirklich für unsere Zielgruppe bestimmt sind: Schnupperangebote, Kennenlernangebote, Visitationen, Hospitationen, Praktika, Lehrstellen. Ausbildungsbrücke Herr Michael Kästner Sternengasse Köln 0221/

15 Projekte an Schulen Vorlesepaten Was? Vorlesen an Kindertagesstätten und Grundschulen Gruppengröße bis 7 Kinder Für wen? Kinder im offenen Ganztag und in Kindertagesstätten Wer? Ehrenamtliche Vorlesepatinnen und Vorlesepaten Wo? In der Schule, gerne in der Schulbibliothek, in den Räumen des offenen Ganztags Zeitrahmen Einmal in der Woche, außer in den Schulferien Konzept Wir wollen zusammenbringen: Kinder von Grundschulen und Kindertagesstätten, die Bedarf an engagierten Lesevorbildern haben mit den Vorlesepaten. Diese sollten Spass daran haben, Kindern die Freude am Buch nahe zu bringen. Für die Vorlesepatinnen und paten führen wir regelmäßig Treffen durch, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam Probleme und neue Ideen zu besprechen. Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung e.v. Engagiert in Ehrenfeld Katja Mildenberger Christianstr. / Halle Köln Tel:

16 LESEMENTOR Köln Was? LESEMENTOR Köln fördert in der 1 zu 1 Begleitung Kinder und Jugendliche an allen Kölner Schulformen. Ziel ist es, gemeinsam den Spass am Lesen zu entwickeln. Seit 2010 lesen ca. 470 Lesementorinnen und Lesementoren an 93 Kölner Schulen einmal in der Woche mit einem Kind oder einem Jugendlichen oder einer Jugendlichen. Für wen? Kinder und Jugendliche an Kölner Schulen Wer? Ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren Wo? Innerhalb der Schule Zeitrahmen Einmal in der Woche eine Stunde (mindestens 1 Jahr, darüber hinaus unbefristet) Konzept Ziel in der 1 zu 1 Begleitung - d.h. ein Mentor/ eine Mentorin für jedes Kind - ist es, in der einen Stunde in der Woche gemeinsam zu lesen und zu erzählen und so mit Spaß und ohne Druck die Sprach- und Lesefähigkeiten zu erhöhen. Zuwendung, Geduld, individuelle Förderung und das gezielte und behutsame Eingehen auf die Bedürfnisse und Wünsche jedes einzelnen Schülers bzw. jeder einzelnen Schülerin sind die wichtigsten Kennzeichen der Leseförderung. Wir freuen uns über LESEMEN- TORinnen und LESEMENTORen, die zweisprachig lesen können. Die Kinder genießen die Einzelbetreuung durch ihre Lesementorin, ihren Lesementor. Den LesementorInnen macht es Spaß zu sehen, wie die Kinder sich an die regelmäßige Betreuung gewöhnen und allmählich Vertrauen zu ihnen fassen. Die LESEMENTORINNEN erhalten eine Qualifizierung und kontinuierliche Begleitung durch das Büro für Bürgerengagement. LESEMENTOR Köln und LESEMENTOR Köln interkulturell Büro für Bürgerengagement, AWO Köln, Frau Angelika Blickhäuser, Tel SK Stiftung Kultur, Köln Bonn, Frau Uschi Schröter, Tel Freie Volksbühne Köln, Frau Astrid Freudenberger, Volkshochschule der Stadt Köln, Frau Pohlmann-Jochheim, c/o BfB, AWO Köln, Frau Angelika Blickhäuser, Rubensstr Köln, Tel:

17 Nach der Schule in die Uni? Was? Doktorandinnen und Doktoranden geben Schülerinnen und Schülern einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen eines Studiums an zwei Kölner Gesamtschulen (Rodenkirchen, Zollstock). Individuelle Beratungen über diese Informationssitzungen hinaus sind möglich. Für wen? Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und 12 an zwei Kölner Gesamtschulen Wer? Doktorandinnen und Doktoranden Wo? Innerhalb der Schule, Mentoring: über -Beratung und persönlichen Kontakt Zeitrahmen Seminar in der Schule, anschließend bei Bedarf Einzelmentoring Konzept Hemmungen, ein Studium aufzunehmen, sollen durch gezielte Informationen abgebaut werden. Im Einzelnen sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden selbstständig und kriteriengeleitet ein für sie geeignetes Studienfach zu finden, sich mit dem Bewerbungsverfahren und den Zugangskriterien für ihr Studienfach vertraut zu machen, sich die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums zu verdeutlichen. Innerhalb der einzelnen Sitzungen erarbeiten die Schüler die o.g. Themen selbstständig und handlungsorientiert. Zusätzlich zu den Sitzungen in der Schule ist ein Ausflug zur Universität vorgesehen, um die Einschreibung zu simulieren sowie Räumlichkeiten und Vorlesungen kennen zu lernen. Ein Projekt der Cologne Graduate School in Management, Economics and Social Science, Universität zu Köln Christian Waibel, Vanessa Dräger Richard-Strauss-Str. 2, Köln 17

18 Praxisstationen an Schulen Was? ConAction e.v. ist ein gemeinnütziger Verein und freier Träger der Jugendhilfe, der sich an der Schnittstelle Schule-Beruf auf vielfältige Arten engagiert. Für wen? Die Praxisstationen werden an Kölner Förder-, Haupt- und Gesamtschulen für die Klassen 8 bis 10 angeboten Wer? Gemeinsam mit einer Lehrkraft unterstützen die zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiter/ -innen mit Handwerks- und Ausbildungsqualifikation als Anleiter und Mentoren die Arbeit der Schüler/ -innen und begleiten deren Lernund Übergangsprozesse. Wo? In der Schule bzw. in Sozialraumprojekten Zeitrahmen Die Schülerinnen und Schüler werden mindestens über 12 Monate begleitet Konzept Die Schülerinnen und Schüler können die Teilnahme an einer Praxisstation in ihrer Schule wählen. Praxisstationen sind werkpädagogische Projekte, in denen die Schüler/ - innen mit der Begleitung durch zumeist ehrenamtliche Mitarbeiter/ -innen von ConAction e.v. und einer Lehrkraft in schuleigenen Werkstätten grundlegende berufliche Kompetenzen entwickeln können. Wenn dies möglich ist, werden die Praxisstationen durch Ferien- und Sozialraumaktionen erweitert. Vermittelt werden vor allem praktisches Knowhow, aber auch theoretische Grundlagen aus den Lerninhalten des ersten Ausbildungsjahres. Die Schülerinnen und Schüler erfahren in Kleinstgruppen, wie es in der Ausbildung zugeht und erarbeiten sich unter Anleitung praktisches und theoretisches Wissen, Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Bei der Begleitung der Jugendlichen wird besonderer Wert auf die reflexiven Lernelemente gelegt. So gehören Feedbackrunden und Einzelgespräche mit den Jugendlichen zum festen Bestandteil des Projektes. ConAction e.v. gewährleistet die Einarbeitung der ehrenamtlichen Mentoren durch ein Angebot aus Begleitungs-, Reflexions- und Supervisionsangeboten, sowie Fortbildungen und Schulungen. ConAction e.v. Baudriplatz 15, Köln und 18

19 Patenschaftsprojekte in Familien Balu und Du Was? "Balu und Du" fördert Kinder im Grundschulalter. Die Kinder sollen - neben Familie und Schule - eine weitere Chance erhalten, sich ihren positiven Anlagen gemäß zu entwickeln. Für wen? Kinder Wer? Mentorinnen Mentoren Wo? Außerhalb der Schule Zeitrahmen Ca. ein Jahr Konzept Die Mentoren ("Balus") des Programms stehen ihnen in einer Entwicklungsphase zur Seite, die nicht immer einfach ist. Aber sie ist für das weitere Leben prägend. Die Kinder ("Moglis") machen neue Erfahrungen und erhalten außerschulische Lernanregungen. Hausaufgabenhilfe steht nicht im Mittelpunkt des Programms, stattdessen soll Lernfreude geweckt werden. Das Programm wird wissenschaftlich durch die Universität Osnabrück begleitet. Es geht uns darum, einen Baustein für eine solidarische und kinderfreundliche Gesellschaft zu entwickeln. "Balu und Du" ist ein Beispiel für erfolgreiches Mentoring und für ein aktives Patenschaftsprogramm. Balu und Du e.v. Geschäftsstelle Dr. Dominik Esch Georgstraße Köln Telefon: In Köln bieten der Ehrenfelder Verein für Arbeit und die Katholischen Jugendwerke Balu und Du an. 19

20 Familienbegleitung in Ossendorf Was? Ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger werden durch eine hauptamtliche Fachkraft in Ossendorfer Familien zur Familienbegleitung vermittelt. Für wen? Schülerinnen und Schüler in Übergangssituationen, Familien in schwierigen Lebenssituationen Wer? Ehrenamtliche Paten und Patinnen Wo? In den Familien Zeitrahmen Ca. 2 Stunden wöchentlich Konzept Vermittlung von Ehrenamtlichen in Familien in Köln-Ossendorf zum Beispiel zur Hausaufgabenbetreuung für Kinder mit besonderem Förderbedarf Leseförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund Begleitung von Eltern zu Eltern-Kind-Angeboten Freizeitgestaltung mit Kindern als Unterstützung der Eltern Der Einsatz wird fachlich begleitet in Form von Gesprächen und Erfahrungsaustauschen bei Bedarf. Die Fachkraft hält auch Kontakt zu den Familien und steht als Ansprechpartnerin bei Problemen zur Verfügung. Das Konzept soll zukünftig auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden. Name der Ansprechperson: Heike Sperber SKM-Familienhaus Ossendorfpark Franz-Ravaeux-Str. 5b,

21 Deutzer Familienpaten Was? Im Projekt Deutzer Familienpaten werden Deutzer Familien mit Wahl- Großeltern zusammengebracht. So entsteht eine Brücke zwischen den Generationen. Für wen? Deutzer Familien, denen wünschenswerter Familienanschluss fehlt, die sich Kontakt zur Großelterngeneration wünschen und / oder die sich diverse Unterstützungsleistungen nicht einkaufen können. Wer? Ehrenamtliche Paten in der nachberuflichen und nachfamiliären Phase, welche jungen Familien in Deutz unterstützen wollen. Wo? Bei den Familien in Deutz oder bei den Paten zu Hause und im öffentlichen Raum (Spielplatz, Bibliothek ) Zeitrahmen Die Patenschaft ist auf längere Zeit angelegt (mind. 1 Jahr), individuelle Absprachen werden anhand der Bedürfnisse der Familie getroffen. Konzept Es geht um Austausch und Freude am Kontakt im eigenen Stadtteil zwischen den Generationen, was sowohl gemeinsame Freizeitgestaltung und Unternehmungen als auch gegenseitige Hilfe und Unterstützung beinhalten kann. Konkret kann dies der Besuch auf dem Spielplatz sein, die Hausaufgabenhilfe, der Spaziergang mit dem Säugling, während die Mutter beim Arzt ist und / oder das offene Gespräch über Erziehungsweisen früher und heute. Kinder haben Kontakt zur Großelterngeneration. Die Paten bringen Zeit, Geduld, Spaß und Interesse am Umgang mit den Kindern mit und geben neue bzw. andere Impulse. Ein Gewinn für die Kinder und die Paten! Deutzer Familienpaten schenken den Eltern Entlastung im täglichen Leben und Zeit zum Durchatmen. Gut für die Eltern (selbstverständlich auch Alleinerziehende), die Paarbeziehung und damit auch für die Kinder. Während der gesamten Zeit begleitet Ceno die Familienpaten mit Fortbildung, Erfahrungsaustausch und Supervision. Ehrenamtliche Ceno & Die Paten e.v. SeniorenNetzwerk Deutz Kathrin Stoll Gebrüder-Coblenz-Str Köln Tel

22 Patenschaftsprojekte in Kindertagesstätten Ehrenamtliche Patinnen und Paten in ausgewählten Kindertagesstätten der AWO Köln Was? Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationsbiografie erhalten in der Kindertagesstätte eine persönliche 1 zu 1 Begleitung Für wen? Kinder und Jugendliche an Kölner Schulen Wer? Ehrenamtliche Patinnen und Paten Wo? Innerhalb der sechs ausgewählten Kindertagesstätten der AWO Zeitrahmen Einmal in der Woche eine Stunde (mindestens 1 Jahr, darüber hinaus unbefristet) Konzept Basierend auf einer längerfristigen und persönlichen ehrenamtlichen Begleitung, erhalten die Kinder mit der Patin oder dem Paten eine Vertrauensperson, die den Horizont erweitern und ihnen neue Perspektiven aufzeigen kann. Die Kinder erhalten mit der Patin oder dem Paten eine Vertrauensperson, die sie regelmäßig begleitet und ihnen neue Impulse aufzeigen kann. Bereits Kinder im Kindergartenalter erhalten durch persönliche Zuwendung die Möglichkeit, ihre Lebenssituation zu bereichern und werden dauerhaft in ihrer Entwicklung unterstützt. AWO Köln Büro für Bürgerengagement Frau Angelika Blickhäuser, Frau Nora Ragab Rubensstr. 7 13, Köln, Tel:

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