Devisenmärkte, Devisentermingeschäfte und das Prinzip der Zinsparität

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1 TH Ingolstadt/SS 2014/Schwerpunktmodul F1 Devisenmärkte, Devisentermingeschäfte und das Prinzip der Zinsparität Dilan Isik (Matrikelnummer: ) Christina Hofweber (Matrikelnummer: ) 28. April 2014

2 Gliederung (Ausarbeitung Christina Hofweber) 1. Devisenmärkte S Geschichte S Der Devisenmarkt heute S Die wichtigsten Marktteilnehmer S Charakteristische Merkmale des Devisenmarkts S Funktionsweise des Devisenhandels S. 5 (Ausarbeitung Dilan Isik) 2. Devisentermingeschäfte S Marktmechanismus auf dem Devisenmarkt S Erläuterung eines Devisentermingeschäfts S Unterschied zwischen Devisenkassa- und Termingeschäften S Funktionsweise eines Devisentermingeschäfts S Der Swapsatz S Das Prinzip der Zinsparität S.13 (Ausarbeitung Christina Hofweber) 3.1. Definition und Voraussetzungen für das Erreichen der Zinsparität S Die Bedingung der Zinsparität S.13 (Ausarbeitung Dilan Isik) 3.3. Das Prinzip der Zinsparität am Beispiel S.14 1

3 1. Devisenmärkte 1.1. Geschichte Die jüngere Geschichte der Devisenmärkte nahm ihren Anfang im sogenannten Goldstandard, welcher sich zeitlich, mit kleineren Unterbrechungen, zwischen den beiden Weltkriegen von etwa einordnen lässt. Das System des Goldstandards ermöglichte das Sichern einer Währung durch Goldbestände. Ein Geldschein verbriefte zu dieser Zeit sozusagen den Anspruch auf eine bestimmte Menge Gold. Dieses Tauschverhältnis von Geld zu Gold war konstant was feste Wechselkurse zwischen den einzelnen Währungen zur Folge hatte und zwar aus Gründen der weltweit identischen Preise für Gold. Das System des Goldstandards brach im Laufe des zweiten Weltkriegs infolge von mehreren Geldmengenerhöhungen schließlich zusammen, da Banken immer mehr Geld emittierten, allerdings nicht sicher stellten, dass diese Mengen auch durch entsprechende Goldmengen gedeckt waren. 1 Im Jahre 1944, wurde der Goldstandard abgelöst durch das sogenannte Bretton Woods Agreement. Zu dieser Zeit trafen sich die Vertreter der wichtigsten Industrienationen weltweit in Bretton Woods, einem Badeort im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire, mit dem Ziel der Stabilisierung der Wechselkurse sowie der Etablierung eines einheitlichen Systems für den internationalen Zahlungsverkehr. Ergebnis dieser Zusammenkunft war die Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Aufgrund des enormen Einflussgewinns des US Dollar während des zweiten Weltkriegs, entschied man sich in Bretton Woods, dass der US Dollar in Zukunft die Rolle von Gold zu Zeiten des Goldstandards übernehmen sollte, nämlich die, als Sicherheit für eine Währung zu dienen. Die Mitgliedstaaten dieses Agreements verpflichteten sich, ihre Währung gegenüber dem US Dollar stets stabil zu halten. Die teilnehmenden Währungen konnten jederzeit in einer festen Relation (+/- ein Prozent) zum USD getauscht werden. Infolgedessen stellten sich fixe Wechselkurse zwischen den einzelnen Währungen ein. In den 60er Jahren mussten bereits eine Reihe von Anpassungen der Wechselkurse gegenüber dem USD vorgenommen werden bis das System, nach über 25 Jahren Bestand, Anfang der 70er Jahre schließlich zum Erliegen kam erfolgte die Gründung des Europäischen Wechselkursverbunds, welcher auch als Währungsschlange bezeichnet wurde. Die Mitgliedstaaten dieses Verbundes erklärten sich bereit, die Wechselkurse ihrer Währungen innerhalb eines festgelegten Korridors zu stabilisieren. Gekennzeichnet war die Währungsschlange durch enge Paritäten (+/- 2,5%) zwischen den einzelnen Währungen innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Gegenüber dem USD hingegen waren die Wechselkurse bereits flexibel. 3 1 Vgl. Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S Vgl. Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S.16 3 Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S

4 Bestand hatte dieser Wechselkursverbund bis zum Jahre 1979 und schließlich erfolgte eine Ablösung durch das Europäische Währungssystem (EWS). Herzstück des Europäischen Währungssystems (EWS) war der Wechselkursmechanismus (WKM), welcher die Schwankungen zwischen Wechselkursen begrenzte. 4 Das EWS arbeitete mit einer gemeinsamen, imaginären Währung, dem sogenannten ECU (European Currency Unit) und Vorgänger des heutigen Euros. Der Kurs bestimmte sich aus einem Währungskorb der sich aus den Währungen der teilnehmenden Länder zusammensetzte. Es herrschten keine fixen Wechselkurse zwischen den einzelnen europäischen Währungen mehr. Vielmehr herrschte eine fixe Relation der einzelnen Währungen gegenüber dem fiktiven Währungskorb. 5 Mit der Einführung des Euro im Jahre 1999 wurde die bis dahin fiktive Gemeinschaftswährung ECU abgelöst und unter den wichtigsten Währungskursen herrschen seitdem flexible Wechselkurse Der Devisenmarkt heute Seit der Einführung des Euro hat sich der Devisenmarkt an sich nicht wesentlich verändert. Durch das Wegfallen der einzelnen nationalen Währungen verschmälerte sich das Volumen zwar etwas, grundsätzlich jedoch hat das Volumen auf dem Devisenmarkt innerhalb der letzten Jahre nur noch mehr zugenommen. Beim Devisenmarkt wie wir ihn heute kennen, handelt es sich um den größten globalen Finanzmarkt mit der mit Abstand größten Liquidität. Die Volumina die täglich gehandelt werden entsprechen der unvorstellbaren Summe von über 5 Billionen USD täglich Die wichtigsten Marktteilnehmer Geschäftsbanken Die zentrale Rolle im Devisenmarkt übernehmen ohne Frage die Geschäftsbanken ein. Wenn man sich einmal vor Augen hält, dass bei quasi jeder einzelnen Transaktion mit internationaler Tragweite die Geschäftsbanken mit einbezogen werden um Gutschriften oder Lastschriften vorzunehmen, so wird einem die Bedeutung dieses wichtigsten 4 https://www.diw.de/de/diw_01.c de/presse/diw_glossar/europaeischer_wechselkursverbund.html# Metz, Dennis (2004): Devisenhandel. Profitieren von Dollar, Euro & Co. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S.12 6 Vgl. Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S

5 Marktteilnehmer im Devisenhandel erstmals bewusst. Die überwiegende Mehrheit der Devisentransaktionen besteht im Austausch von Bankeinlagen die in verschiedenen Währungen gehalten werden. Die verschiedenen Geschäftsbanken in den internationalen Finanzzentren der Welt bilden zusammen ein loses Netzwerk, den sogenannten Interbankenmarkt. 8 Internationale Unternehmen Ganz besonders die Unternehmen, die den Großteil ihrer Umsätze durch den Import und Export von Gütern und Dienstleistungen oder über ihre Niederlassungen im Ausland generieren, sind von Wechselkursschwankungen betroffen (v.a. die Automobilbranche, Reisekonzerne, Maschinenbauer, Mineralölindustrie). Die Zahlungsströme aus Warenlieferungen bzw. aus Dienstleistungen müssen entsprechend konvertiert werden und der Zeitpunkt wiederum zu dem diese Konvertierung erfolgt, hat häufig einen enormen Einfluss auf das Jahresergebnis dieser Unternehmen. Möchte bspw. eine amerikanische Firma einen Mitarbeiter ihrer mexikanischen Niederlassung bezahlen, so kann das Unternehmen die hierfür benötigten mexikanischen Pesos auf dem Devisenmarkt kaufen und mit USD bezahlen. 9 Bankfremde Finanzdienstleister Eine ganze Reihe von bankfremden Finanzdienstleistern (bspw. Offenen Wertpapier Investmentfonds), fühlten sich durch die Deregulierung der Finanzmärkte veranlasst, ihre Palette an angebotenen Dienstleistungen auszuweiten und sich den Bankdienstleistungen immer mehr anzunähern. Zusätzliche Dienstleistungen dieser Art wären u.a. das Durchführen von Devisentransaktionen. 10 Zentralbanken Zu den einflussreichsten Zentralbanken am Devisenmarkt zählen u.a. die amerikanische Notenbank Federal Reserve, die Europäische Zentralbank sowie die Bank of Japan. Ihre Eingriffe spielen eine wichtige Rolle, denn durch gelegentliche Interventionen in die Preisfindung auf dem Markt lässt sich z.b. der Marktpreis beeinflussen mit dem Ziel ein attraktiveres Wechselkursniveau zu schaffen oder bei Abweichung des Marktpreises vom fundamental begründeten Wert einer Währung Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice (2009): Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 8. Auflage, PEARSON Studium, S Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice (2009): Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 8. Auflage, PEARSON Studium, S Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice (2009): Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 8. Auflage, PEARSON Studium, S Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice (2009): Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 8. Auflage, PEARSON Studium, S.429 4

6 1.4 Charakteristische Merkmale des Devisenmarkts Das wohl wichtigste Merkmal ist wohl die Tatsache, dass es sich beim Devisenhandel um außerbörsliche Transaktionen handelt, sprich der Devisenmarkt findet nicht an einem fixen Marktplatz wie beispielsweise der Börse statt sonder es handelt sich um sogenannten OTC-Handel (Over The Counter). Der Devisenmarkt besteht aus einer globalen Vernetzung der verschiedenen Handelspartner untereinander welche direkten Handel miteinander betreiben. Devisenmärkte bieten Handel ohne Unterbrechung, d.h. es bestehen keine Handelsunterbrechungen aufgrund von Öffnungszeiten wie beispielsweise an der Börse. Eine Handelswoche beginnt morgens im asiatischen Raum und endet abends im US-amerikanischen Raum. Die wichtigsten Finanzzentren hinsichtlich Devisenhandel sind London und New York Funktionsweise des Devisenhandels Grundsätzlich muss eine Unterscheidung zwischen Devisen und Sorten vorgenommen werden. Bei Sorten handelt es sich um Münzen und Banknoten in ausländischer Währung, bei Devisen sprechen wir von Guthaben und Forderungen in fremder Währung. Beim Handel mit Devisen geht es also grundlegend um den Handel mit Forderungen oder Verbindlichkeiten, die auf ausländisches Buchgeld lauten. 13 Währungen Die Bank for International Settlements (BIS) erhebt seit 1989 bereits alle drei Jahre Daten über den weltweiten Devisenhandel durch Befragung der Zentralbanken, Geschäftsbanken und weiteren Finanzinstituten. Hierbei geht es um die Auswertung, welche Währungen wie oft und in welcher Höhe des Gesamtumsatzes am Devisenmarkt gehandelt werden. Die Summe beläuft sich hierbei auf einen Gesamtumfang von 200%, da bei einer Transaktion stets zwei Währungen involviert sind. Der USD ist nach wie vor die am häufigsten gehandelte Währung und wird auch als Vehikelwährung oder Leitwährung am Devisenmarkt bezeichnet. Den zweiten Platz, mit bereits signifikant geringerem Volumen, nimmt der EUR ein, danach folgen der Japanische Yen sowie das Britische Pfund. Der Schweizer Franken ist nur noch an jeder zwanzigsten Transaktion beteiligt. Die oben genannte Studie schlüsselt die Umsätze auch nach gehandelten Währungspaaren auf, d.h. welche Währungspaare werden am meisten gegeneinander gehandelt Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice (2009): Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 8. Auflage, PEARSON Studium, S Metz, Dennis (2004): Devisenhandel. Profitieren von Dollar, Euro & Co. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S

7 (Quelle: BIS, 2004) (Quelle: BIS, 2004) Die am häufigsten gehandelten Währungen werden auch als Majors bezeichnet. Dazu zählen der USD (US-Dollar), der EUR (Euro), der JPY (Japanischer Yen), das GBP (Britisches Pfund) und der CHF (Schweizer Franken). Weniger oft gehandelte Währungen werden als Minors oder auch als Exotics bezeichnet. 15 Wechselkurse Wechselkurse spielen im internationalen Handel eine entscheidende Rolle und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie es uns möglich machen, Preise der Güter und Dienstleistungen aus unterschiedlichen Ländern miteinander zu vergleichen. Möchte sich ein Verbraucher beispielsweise zwischen einem amerikanischen und einem japanischen Automodell entscheiden, möchte er in der Lage sein, die Preise der beiden miteinander zu vergleichen. Der Wechselkurs kann nun auf zweierlei Arten angegeben werden: 1) Als Preis der Fremdwährung in Dollar (z.b. 0, USD pro JPY) oder 2) Als Preis des Dollars in der Fremdwährung (z.b. 121, 21 JPY pro USD). Im ersten Fall spricht man auch von einer direkten bzw. Preisnotierung ( wie viel kostet mich eine Einheit einer Fremdwährung in meiner eigenen Währung? ). Im zweiten Fall handelt es sich um 15 Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S

8 indirekte bzw. Mengennotierung ( wie viele Einheiten einer Fremdwährung bekomme ich für eine Einheit meiner eigenen Währung? ) 16 Quotierung von Wechselkursen Um einen Wechselkurs anzugeben, werden i.d.r. die ISO Codes (die offiziellen Währungskürzel wie z.b. USD für US-Dollar) der beiden Währungen aneinander gehängt. Wird lediglich der ISO Code EINER Währung angegeben, so ist im Normalfall eine Quotierung gegen den USD gemeint. Aufgrund dieser Tatsache allein, zeigt sich wieder einmal welche Vormachtstellung der USD im weltweiten Devisenhandel inne hat. Bsp.: EUR/USD = Wechselkurs des gegenüber dem $ CHF = Wechselkurs des SFr. Gegenüber dem $ Wechselkurse spiegeln das Tauschverhältnis von zwei Währungen wider. Die zuerst genannte Währung wird auch als Basiswährung bezeichnet, die zweitgenannte ist die variable Währung. Eine Transaktion entspricht stets dem gleichzeitigen Kauf einer Währung und dem Verkauf einer anderen Währung. Verändert sich ein Wechselkurs von 1,2974 auf bspw. 1,3000 spricht man von einer Aufwertung. Verringert sich der Kurs dagegen auf bspw. 1,25 spricht man von einer Abwertung. Aufgrund der Tatsache, dass bei einer Transaktion immer zwei Währungen involviert sind, entspricht eine Auftwertung der einen Währung stets einer Abwertung der anderen Währung und vice versa. 17 Geld- und Briefkurs Bsp.: EUR/USD = 1,2970/1,2978 Bei der Quotierung zweier Wechselkurse unterscheidet man stets zwischen dem erstgenannten Geldkurs (Bid) und dem zweitgenannten Briefkurs (Ask). Der Geldkurs entspricht hierbei dem Kurs, zu dem andere Marktteilnehmer bereits wären, die Basiswährung zu kaufen. Zum Kurs von 1,2970 kann man somit verkaufen oder anders formuliert: für eine Einheit EUR bekomme ich 1,2970 Einheiten USD. Möchte man nun hingegen die Basiswährung kaufen, so muss man den Briefkurs bezahlen. Der Briefkurs ist der Kurs, zu dem andere Marktteilnehmer bereit sind zu verkaufen. In oben genanntem Beispiel bedeutet dies nun, dass man für eine Einheit EUR 1,2978 USD bezahlen muss. Den Unterschiedsbetrag von hier 0,0008 bezeichnet man als Spread. Merke: Man muss stets teuer einkaufen und kann nur billig wieder verkaufen 16 Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice (2009): Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 8. Auflage, PEARSON Studium, S Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S

9 Der höhere Preis ist somit stets der Preis, den man für die Basiswährung bezahlen muss. Verkauft man diese jedoch, so bekommt man weniger Einheiten der variablen Währung zurück. 18 Crossrates Die Bezeichnung Crossrates stammt noch aus früheren Zeiten, in denen alle Währungen beinahe ausschließlich gegen den USD quotiert wurden. Bei Crossrates handelt es sich um Quotierungen, bei denen keine der beiden involvierten Währungen der USD ist. (Bsp.: GBP/JPY). Solche Kurse wiesen i.d.r. nur wenig Liquidität auf und waren in der Vergangenheit nur mit sehr hohen Spreads handelbar. Beim Tausch mussten also entweder sehr hohe Spreads in Kauf genommen werden oder man musste den Umweg über den Dollar gehen. Hierbei wurden die Währungen jeweils einzeln gegen den USD gehandelt. Durch die Globalisierung und den technologischen Fortschritt in Bezug auf den Devisenhandel und schließlich mit der Einführung des Euro 1999 haben auch einige Crossrates an Liquidität gewonnen und es bedarf nicht mehr bei allen dem Umweg über den USD. 19 Empfehlungen Da beim Handel mit Devisen immer zwei eigenständige Währungen betroffen sind, empfiehlt es sich, auch stets die Risiken beider Währungen ins Auge zu fassen und zu beachten. Diese Risiken jeder einzelnen Währung sollte man gegeneinander abwägen und alle möglichen Einflussfaktoren im Hinterkopf behalten. Rechnet der Anleger bspw. mit einem stärkeren Euro weil sich die europäische Wirtschaft gut entwickelt, so ist es ihm doch dringend ans Herz zu legen, auch die andere Währung des zu handelnden Paares weiterhin im Auge zu behalten um sich nicht auf mögliche Fehlentscheidungen einzulassen. 18 Metz, Dennis (2009): Devisenhandel. Geld verdienen am größten Finanzmarkt der Welt. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S Metz, Dennis (2004): Devisenhandel. Profitieren von Dollar, Euro & Co. E-Book-Ausgabe, FinanzBuch Verlag GmbH, München, S

10 2. Devisentermingeschäfte 2.1 Marktmechanismus auf dem Devisenmarkt Die wichtigsten Währungen heutzutage sind permanent den gegebenen Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Der Wechselkurs ist abhängig von der ökonomischen Situation des jeweiligen Landes und beeinflusst diese zudem. Er gibt an, in welchem Verhältnis zwei unterschiedliche Währungen ausgetauscht werden können. 1 Besonders im Handel, sowohl im Güter- als auch Geldverkehr stellt dies nun für die Unternehmen bzw. Beteiligten oftmals ein hohes Risiko dar, wenn es darum geht, ein Geschäft auf ausländischer Ebene abzuwickeln. Zwar ist selbstverständlich nicht immer von einem Risiko bzw. genau genommen in der Finanzwirtschaft mit einem Verlust zu rechnen, so ist dennoch diese Option stets in Erwägung zu ziehen. Die Möglichkeiten auf Nummer sicher zu gehen bzw. das Risiko so minimal wie möglich zu halten, wenn möglich sogar komplett auszuschalten erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Eine Option, die sich auf dem Devisenmarkt diesbezüglich anbietet, um die Gefahr des Risikos zu umgehen ist daher die Möglichkeit eines sog. Devisentermingeschäfts. 2.2 Erläuterung eines Devisentermingeschäfts Was versteht man nun unter einem Devisentermingeschäft? Darunter ist die Vereinbarung zu verstehen, dass zwei Vertragspartner die feste Verpflichtung eingehen, die fremde Währung bzw. den Betrag in fremder Währung zu einem späteren Zeitpunkt bzw. Termin, jedoch zu einem heute vereinbarten fixen Kurs einzutauschen. 2 Mit einem Termingeschäft verfolgt man also in erster Linie das Ziel, eventuelle Wechselkursschwankungen zu vermeiden und damit das Risiko, einer solchen später ausgesetzt zu sein zu reduzieren. Dies spielt insbesondere in Fällen des Handels mit Waren mit dem Ausland bzw. in ausländischer Währung eine große Rolle, da hier meistens eine längere Zeitspanne bezüglich der Zahlung vorliegt. Ein Termingeschäft bildet somit eine Art Wechselkurssicherung, auch bekannt unter dem Begriff Hedging. 3 Mit einem Termingeschäft schützt sich der Teilnehmer somit vor eventuell ungünstigen Kursen in der Zukunft, da sich dieser bekanntlich ständig verändert und in der Zukunft schlechter ausfallen kann. Damit wird in erster Linie das Risiko des später ungünstigeren Wechselkurses abgesichert bzw. eliminiert. Allerdings sei in diesem Zusammenhang auch zu erwähnen, dass er sich damit die Möglichkeit nimmt, von einem eventuell positiven bzw. doch günstigeren Kurs in der Zukunft zu profitieren. Der ausgehandelte Kurs bzw. das Geschäft zum Tausch der Devisen ist nämlich wie bereits erwähnt fix und wird dann nur noch zum festen Termin erfüllt. So beschließen zwei Handelspartner beispielsweise am ein 30-Tage-Termingeschäft durchzuführen und den Betrag in Höhe von folglich am in Dollar umzutauschen. Der Kurs, der durch das Termingeschäft gesichert liegt bei $1,55. Somit wird am der umgerechnete Betrag in Höhe von $ eingetauscht Unterschied zwischen Devisenkassa- und Termingeschäften Neben den Termingeschäften gibt es noch die sog. Devisenkassageschäfte, die den Devisentermingeschäften gegenüber stehen. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt in ihrer Ausführung bzw. Frist. So erfolgt die Ausführung, also der Tausch der Devisen bei einem Kassageschäft innerhalb von zwei Tagen sofort nach Geschäftsabschluss. Bei den Termingeschäften kann der Tausch teilweise erst nach Monaten erfolgen. 5 1 vgl. Holger, Martin: Transaktionsbesteuerung auf dem Devisenmarkt. Eine kritische Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen einer Besteuerung von Transaktionen auf dem Devisenmarkt aus europarechtlicher Perspektive. Diss. Justus-Liebig-Universität Gießen, Frankfurt am Main, Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften 2012, S. 9 2 vgl. wikipedia.de: 3 vgl. Holger Martin, a. a. O., S

11 4 in Anlehnung an: Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice: Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft, Pearson Studium: 6. Auflage, 2003, S vgl. Mevlud, Islami: Interdependenz zwischen Devisen- und Aktienmärkten in ausgewählten EU-Ländern. Diss: Bergische Universität Wuppertal, Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Hamburg: Verlag Dr. Kovac S Funktionsweise eines Devisentermingeschäfts An dieser Stelle soll folgendes Beispiel das Prinzip eines Termingeschäfts anhand des Wechselkurses verdeutlichen. Beispiel Ausgangslage : Es stehen sich Schuldner und Gläubiger gegenüber. Bei dem Schuldner handelt es sich um einen Importeur, der in der Zukunft eine größere Schuld in einer anderen Währung zu bezahlen hat. Er rechnet mit (starken) Kursschwankungen und möchte sich gegen diese absichern. Somit entscheidet er sich für ein Devisentermingeschäft und sichert sich den Fremdwährungsbetrag sprich den Kurs zu dem er seine Verbindlichkeit zu tilgen hat, der eigentliche Tausch findet allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt statt. Bei dem Gläubiger handelt es sich um einen Exporteur, der in der Zukunft den Fremdwährungsbetrag erwartet und einen eventuellen Kursverlust vermeiden möchte. Somit sichert auch er sich seinen Betrag bereits jetzt schon und tauscht den Betrag angenommen in EUR zu dem entsprechenden Kurs in US$ per Termin ein. 6 Der Importeur wird voraussichtlich in einem halben Jahr einer Forderung gegenüber stehen und möchte den Kurs sichern, für den Fall dass dieser eventuell ungünstiger ausfallen wird. Der Kurs liegt aktuell bei 1,3000 /$. Somit kommt die Frage auf, wie viele US-$ der Importeur für seine Euro kriegt bzw. bekommen würde, für den Fall, dass kein Termingeschäft abgeschlossen worden wäre. 6 Folgende Möglichkeiten können auftreten, um die Vorteilhaftigkeit bzw. Rendite des abgeschlossenen Termingeschäfts zu überprüfen. Möglichkeit 1: Der Wechselkurs ist durch das Termingeschäft mit 1,300 /$ gesichert. Angenommen der Kurs fällt auf 1,285 /$, bedeutet dies für den Importeur, dass er zu diesem Kurs ohne das Termingeschäft weniger für seine Euro bekommen hätte. Das Termingeschäft war somit von Vorteil und hat sich rentiert. 6 Möglichkeit 2: Angenommen der Kurs steigt auf 1,3150 /$, bedeutet dies für ihn, er hätte ohne den Abschluss des Termingeschäfts für seinen Betrag zu diesem Kurs umgerechnet mehr bekommen. Er kann aufgrund der Absicherung nicht mehr von dem günstigeren Kurs profitieren. 6 Folgende Graphik stellt den Wechselkursverlauf zwischen Euro und Dollar im Laufe der Zeit dar. 10

12 6 in Anlehnung an: Hypo Landesbank Vorarlberg, D.pdf Auf dieser Graphik (1) ist der Kursverlauf des Euros zum US-Dollar zu beobachten. 7 Weitere folgende Graphik (2) soll zur Veranschaulichung des vorangegangen Beispiels dienen: Der Swapsatz Wie oben bereits erwähnt, stehen den Devisentermingeschäften die Devisenkassageschäfte gegenüber, die sich bekanntlich bezüglich ihrer Fristigkeit unterscheiden. 11

13 Wie im vorangegangenen Beispiel bereits angedeutet, erfreuen sich die Devisentermingeschäfte insbesondere in Bezug auf Importen und Exporten großer Beliebtheit. Die Angst vor späteren Kursschwankungen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass in den Fällen die Betroffenen erst zu einem viel späteren Zeitpunkt bezahlen, bewegt die Beteiligten dazu, Termingeschäfte abzuschließen. 7 vgl. Hypo Landesbank Vorarlberg, D.pdf 8 vgl. Sparkasse Osnabrück: Man unterscheidet dabei zum einen den Kassakurs, sozusagen den heutigen bzw. aktuell zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen Kurs, sowie den Terminkurs, der Kurs der in der Zukunft liegt. Die Differenz zwischen dem Terminkurs und dem Kassakurs, die aufgrund dessen besteht, wird dabei als sog. Swapsatz bezeichnet. Bei diesem kann es sich sowohl um einen positiven als auch negativen Wert handeln. 9 Des Weiteren ist in diesem Zusammenhang auf die Begrifflichkeiten Report und Deport einzugehen. Ein Report liegt dann vor, wenn der Terminkurs über dem Kassakurs liegt. Es handelt sich folglich um einen sog. Aufschlag. Ein Deport dagegen liegt vor, wenn der Terminkurs unter dem Kassakurs liegt. In diesem Fall handelt es sich um einen sog. Abschlag. Gründe für diese Unterschiede sind in erster Linie auf die unterschiedlichen Zinsniveaus in den jeweiligen Ländern zurückzuführen. 10 Folgendes Beispiel soll dies veranschaulichen: Angenommen man möchte einen bestimmten Betrag in Euro gegen US-Dollar eintauschen. Der Kurs per liegt bei 1,35 US-$. Der Kurs am liegt bei 1,20 US-$. Handelt es sich folglich um einen Deport oder Report? Wie hoch ist der Swapsatz? Zunächst ist zu klären, bei welchen Kursen es sich um den Kassa-bzw. Terminkurs handelt. Der Kurs am ist der Kassakurs, der am ist der Terminkurs. In dem Fall ist der Terminkurs niedriger als der Kassakurs, d.h. es liegt hier ein Deport vor. Nun sei noch der Swapsatz zu berechnen. Dieser beträgt: 1,35 $/ - 1,20 $/ = 0,15 $/ 11 9 vgl. Mevlud, Islami: Interdependenz zwischen Devisen- und Aktienmärkten in ausgewählten EU-Ländern. Diss: Bergische Universität Wuppertal, Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Hamburg: Verlag Dr. Kovac S vgl. haufe: finance, 11 in Anlehnung an: bibukurse: finanzwirtschaftliches Management. https://www.bibukurse.de/finanzwirtschaftlichesmanagement/finanzmanagement/risikomanagement/wechselkursrisiken/devisentermingeschaefte1/zum-begriff-desdevisentermingeschaeft.htmlment 12

14 3. Das Prinzip der Zinsparität 3.1 Definition und Voraussetzung für das Erreichen der Zinsparität Beim Prinzip der Zinsparität handelt es sich um ein volkswirtschaftliches Modell entwickelt von John Maynard Keynes, welches Anlegern einen ersten Erklärungsansatz für das Verhalten von Anlegern liefert. Desweiteren wird es auch als kurzfristiges Erklärungsmodell für Wechselkurs-Bewegungen verwendet. 20 Parität stammt aus dem Lateinischen und kommt von par = gleich. Das Prinzip der Zinsparität impliziert die Gleichung, dass inländische Rendite = ausländische Rendite. Der Devisenmarkt befindet sich dann im Gleichgewicht, wenn die Einlagen in allen Währungen dieselbe erwartete Rendite bringen. Diese Gleichheit der erwarteten Renditen auf Einlagen in zwei beliebigen Währungen, gemessen in derselben Währung, bezeichnet man als Zinspariät. Voraussetzungen für das Erreichen der Zinsparität sind die vollkommene Kapitalmobilität sowie die vollkommene Substituierbarkeit von Wertpapieren. Vollkommene Kapitalmobilität bedeutet, dass das Kapital jederzeit uneingeschränkt in die gewünschte Anlageform transferierbar ist. Eine unvollkommene Kapitalmobilität hingegen würde die Reaktion der Kapitalmärkte verzögern. Die vollkommene Substituierbarkeit von Wertpapieren gilt nur für Anleger, die risikoneutral sind. Wenn Anleger für das Wechselkursrisiko eine zusätzliche Risikoprämie oder ein zusätzliches Absicherungsgeschäft tätigen, so sind Anlagen keine perfekten Substitute. Eine weitere Voraussetzung ist die Devisenmarkteffizienz, d.h. der Wechselkurs spiegelt jederzeit alle relevanten zur Verfügung stehenden Informationen für die Kursbildung wider Die Bedingung der Zinsparität Diese Bedingung ist dann gegeben, wenn die Differenz zwischen dem inländischen und ausländischen Zinssatz der Differenz zwischen dem effektiven und dem erwarteten Wechselkurs entspricht. Das Vorliegen dieser Bedingung hat eine Renditegleichheit von inländischen und ausländischen Kapitalanlagen zur Folge. Der Anleger ist folglich bzgl. einer Anlage im Inland und einer Anlage im Ausland indifferent. Die erwarteten Renditen sind gleich wenn gilt: Rendite $ = Rendite + (Erwarteter Dollar/Euro Kurs Heutiger Dollar/Euro Kurs) / Heutiger Dollar/Euro Kurs Die Bedingung muss gemäß Theorie zu jedem Zeitpunkt erfüllt sein, da jede Abweichung sonst ein sofortiges Arbitrage-Verhalten zur Folge hätte! Woll, Artur (2002), Wirtschaftslexikon, München, Wien: Oldenbourg Verlag 21 Claassen (1980), Grundlagen der makroökonomischen Theorie, Verlag Vahlen 22 Blanchard, Oliver, Illing, Gerhard (2006) Makroökonomie, München, Pearson Verlag 13

15 3.3 Das Prinzip der Zinsparität Beispiel Bei der Zinsparität handelt es sich also um ein Modell, welches das Verhalten der Anleger analysiert, die ihre Investition dahingehend tätigen wollen, wo die größte Rendite möglich ist. Eine entscheidende Rolle spielt hier der Wechselkurs. Im Folgenden soll das Prinzip anhand eines Beispiels verdeutlicht werden: 12 Beispiel: Es stehen sich zwei Länder mit unterschiedlicher Währung gegenüber. Der deutsche Anleger steht vor der Frage, ob er im Inland in ein Wertpapier mit der Laufzeit von einem Jahr investieren soll oder in ein amerikanisches. Er ist dabei darauf bedacht, dort zu investieren, wo die größte Rendite zu erzielen ist. Wie schaut dieses Szenario mathematisch aus bzw. wie errechnet man die größere Rendite? 12 Dies soll anhand folgender Formel deutlich gemacht werden: Bzw. nach Umstellung: Zur Erläuterung der einzelnen Bestandteile dieser Formel: 1. i t = Nominaler Zinssatz für deutsche Wertpapiere Rendite für deutsches (1+i t) = Erhalt der Rendite für deutschen Anleger pro Euro Wertpapier D.h. die Rendite für jeden einzelnen Euro beträgt (1+i t) Euro. 2. E t = nominaler Wechselkurs zwischen Euro und Dollar Rendite für i* t = Nominaler Zinssatz für amerikanische Wertpapiere amerik. E t (1+i* t) = Erhalt pro Dollar am Ende der Laufzeit Wertpapier In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Anleger, wenn er vorhat in das amerikanische Wertpapier zu investieren zunächst einmal sein Geld in Dollar umtauschen muss. Hierfür ist der Wechselkurs notwendig. Dieser wird wie oben angeführt mit E t beschrieben. Wenn die Rendite mit (1+i* t) beschrieben werden kann, so muss diese in diesem Fall noch mit dem Wechselkurs E t multipliziert werden. 12 Am Ende des Jahres wird das Geld in Dollar wieder in Euro umgewandelt. Der erwartete Wechselkurs wird mit dem Erwartungswert des Wechselkurses in Verhältnis gebracht E e t+1 = erwarteter Wechselkurs des Dollars zu Euro E t (1+i* t) (1/ E e t+1) = Erhalt in Euro pro investierten Euro 12 in Anlehnung an: Blanchard, Oliver/Illing, Gerhard: Makroökonomie, 4. aktualisierte und erweiterte Aufl., Pearson Studium, München 2006, S in Anlehnung an: Dornbusch, Rüdiger/Fischer, Stanley/Startz, Richard: Makroökonomie, 8. Aufl., R. Oldenbourg, München 2003, S

16 Folglich entsteht nach zusätzlicher Umstellung die oben angeführte Formel: Fazit: Wie aus dem Beispiel hervorgeht, spielen nicht nur unterschiedliche Renditeformen eine entscheidende Rolle, sondern auch die Wechselkurserwartungen. Damit wird die Unterstellung dieses Modells, die darauf beruht, dass der Anleger nur auf die größte Rendite aus ist, bestätigt. 14 Es sei in diesem Zusammenhang auf den sog. Arbitrage-Effekt hinzuweisen. Mit Arbitragegeschäften werden die Unterschiede bezüglich des Preises, Kurses oder Zinses an verschiedenen Märkten ausgenutzt um Gewinn zu erzielen. 15 Dieser Effekt sorgt also dafür, dass sich die Renditen der beiden Länder unter Berücksichtigung des Wechselkurses angleichen und somit die sog. Zinsparität vorliegt. Mit diesem Modell kann die Aufwertung oder Abwertung der Währung des jeweiligen Landes festgestellt werden. Wenn nämlich beispielsweise die Rendite im Ausland höher ist als die im Inland, so wird logischerweise die Anlage auch im Ausland getätigt. Dies würde dazu führen, dass die Währung dementsprechend aufgewertet wird, da sie umso mehr nachgefragt wird. Bei einer höheren Rendite im Inland dagegen wäre der Fall umgekehrt zu betrachten. In beiden Fällen läge somit keine Zinsparität vor. 14 Die ungedeckte Zinsparität In der Zinsparitätentheorie spielen also die Renditeerwartungen und Wechselkursschwankungen eine entscheidende Rolle. Der Anleger investiert dort, wo es die größte Rendite gibt. Wie im Zusammenhang mit dem Wechselkurs bereits erwähnt, sind die Währungen ständig Kursschwankungen ausgesetzt. Wenn also ein Anleger vorhat, im Ausland seine Investition zu tätigen, sieht dieser sich mit dem Risiko der Schwankungen konfrontiert. Im Falle einer ungedeckten Zinsparität wird ein eventuelles Wechselkursrisiko im Falle einer Auslandsanlage sozusagen in Kauf genommen. Daher zeigt ein solches Geschäft in diesem Zusammenhang, also in Bezug auf die ungedeckte Zinsparität den Charakter einer Spekulation. 16 Die gedeckte Zinsparität Anders als bei der ungedeckten Zinsparität versucht man bei der gedeckten Zinsparität das Risiko einer Wechselkursschwankung zu umgehen. Auch hier greifen wieder die sog. Devisentermingeschäfte ein. Diese ermöglichen bekanntlich eine heutige Kurssicherung für einen späteren Zeitpunkt in der Zukunft. In Bezug auf die Formel würde man bei der gedeckten Zinsparität den erwarteten Wechselkurs durch den Terminkurs ersetzen, da man ein Termingeschäft eingeht und der Kurs somit gesichert wird. Damit wird auch hier eine Absicherung des Geschäfts bezweckt Vgl. Blanchard, Oliver/Illing, Gerhard: Makroökonomie, 4. aktualisierte und erweiterte Aufl., Pearson Studium, München, 2006, S Vgl. Wirtschaftslexikon Gabler, 16 in Anlehnung an: Blanchard, Oliver, Illing, Gerhard (2009) Makroökonomie, München, Pearson Verlag, S

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