Fahr doch mal hin - Felsenmeer Das Foto des Semesters! Climate Engineering Schulpraxissemester Mexiko Volksnamen Gebäudesituation uvm.

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1 Ausgabe 29 Zeitschrift von und für Studenten/innen des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg Fahr doch mal hin - Felsenmeer Das Foto des Semesters! Climate Engineering Schulpraxissemester Mexiko Volksnamen Gebäudesituation uvm.

2 01 Inhaltsverzeichnis 01 INHALTSVERZEICHNIS 02 DAS FOTO DES SEMESTERS! Über die Semesterferien hinweg veranstaltetet die Fachschaft einen Fotowettbewerb. Die besten Fotographen stellen sich unseren Fragen! 06 GEBÄUDESITUATION Wie steht es eigentlich um die Gebäudesituation der Heidelberger Geographen. Wie erging es ihnen früher und wie wird es den Studenten von morgen ergehen? Johannes klärt auf! 08 VOM SPIEL MIT DEM GELD Ist der internationale Handel mit Devisen imstande ganze Volkswirtschaften und deren Außenhandel zu beeinflussen? 10 CLIMATE ENGINEERING Ein Brief für alle Studenten, die sich um Mutter Erde und ihre derzeitige Klimaveränderung sorgen. 11 QUO VADIS, KLIMAWANDEL? Was zeichnet einen bewussten Umgang mit der Thematik Klimawandel aus? Hier einige Gedankenanstöße für den kritischen Geographen. 13 TIPPS FÜR EUREN ERASMUS-AUFENTHALT Auf was muss man bei einem ERASMUS-Aufenthalt eigentlich alles achten? Dieser kleine Leitfaden wird euch sicherlich weiterhelfen! 16 SCHULPRAXISSEMESTER Das Schulpraxissemester nicht immer an einer Schule in Deutschland geleistet werden müssten zeigt uns Lena Himmelsbach mit ihrem spannenden Bericht aus Mexiko. 20 VOLKSNAMEN Elfenbeiner, Zypressen und Ghanesen - oder hießen die Völker doch anders? Diese Columbus-Ausgabe klärt in Sachen Volksnamen auf! 21 FAHR DOCH MAL HIN - FELSENMEER LAUTERTAL Das beliebte Ausflugziel Felsenmeer Lautertal wird im Columbus präsentiert! Weshalb sich ein Besuch lohnt, könnt ihr hier nachlesen. 24 DER GEOGRAPH Geographie in der Kunst - oder was der holländische Maler Vermeer in einem Geographen und seinem Forschungsgebiet sah. 26 Neuigkeiten / Impressum COLUMBUS-TITELBILD: Dubai - zwischen Moderne und Tradition von William T. P. Schulz

3 Das Das Foto Foto des des Semesters Das Foto des Semesters! Interviews mit den Siegern des institutsinternen Fotowettbewerbes Autor: Astrid Max Fotos: Philipp Schöpflin, Stella Marraccini & Hendrik Steuerwald So übertitelt die Fachschaft die Veröffentlichung der diesjährig gewählten Fotografien Blue Compilation in Rain, Kenya Sweetwaters und Asturien - Nordküste von Spanien auf ihrer Website. NOCH VOR DEN Semesterferien wurde zum ersten geographischen Fotowettbewerb unseres Instituts aufgerufen. Gesucht waren kreative Motive von A, wie Afghanistan bis Z, wie Zentralalpen. Die neue Idee mit dem Hintergedanken einer künstlerischen Verschönerung des Instituts wurde jedoch eher zaghaft von den Studenten angenommen. Nur 16 Teilnehmer sandten ihre Bilder bis zum 15. April ein, um sie den kritischen Augen der Jurymitglieder auszusetzen. Die Entscheidung fiel bei der großen Themenvielfalt schwer, weshalb es der Jury vor allem auf den ersten Eindruck, den das Motiv vermittelt, ankam. DENNOCH, DIE FOTOGRAFIEN können sich sehen lassen. Um die Geschichten hinter den Bildern kennen zu lernen, hat der Columbus die drei Gewinner Philipp Schöpflin, Stella Marraccini und Hendrik Steuerwald interviewt. Was hat Euch dazu bewogen, Eure Fotos einzusenden? Philipp: Ich fotografiere eben gerne und habe meine Fotos durchgesehen, ob eines davon es wert ist. Bisher habe ich noch nie Fotos bei Wettbewerben eingesandt, aber schon öfters mal darüber nachgedacht. Stella: Ich habe von dem Wettbewerb eigentlich gar nichts mitbekommen, bis mich eine Freundin, die mit mir zusammen in Kenia war, darauf hingewiesen hat und mir vorgeschlagen hat, eines meiner Kenia-Bilder einzusenden. Ich habe schon immer gerne fotografiert, eigentlich seit meiner Kindheit. Es war schon immer mein Ding, nach guten Motiven zu suchen. Hendrik: Es war eine spontane Idee, ich hatte ein paar schöne Bilder und hab mir eins davon rausgesucht. Warum habt Ihr Euch für genau diese Aufnahmen entschieden? Philipp: Ich fand, es war das schönste Foto meiner Auswahl. Weil sich die eigenen Vorstellungen ja meist von denen anderer unterscheiden, habe ich vier Fotos meiner WG gezeigt. Dabei fiel die Wahl auf das blaue Taxi vor der blauen Wand. Stella: Das Bild ist eine meiner Lieblings-Aufnahmen aus Kenia; dort war ich wegen meiner Diplomarbeit. Ich habe vor dem Einsenden allerdings ein paar Freunde gefragt, welches ihr Favorit sei. Ich finde es

4 Das Das Foto Foto des des Semesters einfach schön, wie der Baum in die Hörner der Gazelle übergeht, simpel aber schön. Gazellen und Akazien sieht man in Kenia jeden Tag. Sie stellen Symbole für mich dar, die ich mit Kenia verbinde und in dem Bild sind sie vereint. Hendrik: Ich wollte das Foto einbringen, um ein bisschen das Gefühl zu vermitteln, das ich an diesem Ort erlebt habe. Man fühlt sich ganz klein im Angesicht der Natur. Der Mensch sollte sich immer mal wieder bewusst machen, was das Allmächtigste ist. Wo und wie habt Ihr die Aufnahmen gemacht? Philipp: Das Foto entstand in Singapur, eher zufällig. Ich war in der Stadt unterwegs und es gab einen richtig extremen Regenschauer. Da hab ich mich dann bei einer Bushaltestelle untergestellt und angefangen, mich nach einem Motiv umzusehen. Die blaue Wand fiel mir ins Auge und da hatte ich die Idee, ein vorbeifahrendes Auto mit einer längeren Belichtungszeit zu fotografieren, damit es auf dem Foto verwischt. Dann hatte ich einfach Glück, dass gerade ein blaues Taxi vorbeikam. Da hab ich einfach die Gunst der Stunde genutzt und abgedrückt. Stella: Das Foto entstand in Sweetwaters auf dem Laikipia Plateau, ein Lavaplateau in Zentralkenia nordwestlich des Mount Kenya in der Nähe der Kleinstadt Nanyuki. Ich war mit einer Freundin den ganzen Tag über auf Safariausflug. Ein kenianischer Freund, Eustace, hat uns mit seinem alten Taxi durch die wunderschöne Landschaft gefahren, querfeldein. Platz 3: Asturien von Hendrik Steuerwald In Sweetwaters habe ich viele tolle Bilder geschossen, von Elefanten, Affen, Büffel, Giraffen, Zebras und sogar von einem Gepard. Nur einen Löwen habe ich leider nie gesehen. Das Foto der Gazelle und der Akazie entstand dann aus dem fahrenden Auto. Die einzige Akazie im Hintergrund habe ich zwar wahrgenommen, aber es war doch ein wenig Glück dabei, es so zu treffen. Die Farbwirkung war eine Voreinstellung der Kamera. Hendrik: Das Foto wurde an der Nordküste Spaniens, in Asturien, im Urlaub aufgenommen. Ich hatte mir den Ort ausgewählt und als dann die Sonne unterging hat mich das Motiv so in den Bann gezogen. Es hatte etwas Mystisches, wie es auf mich gewirkt hat, etwas Allmächtiges und deshalb habe ich es fotografiert. Es ist also spontan entstanden, durch die Freude an der Natur.

5 Das Das Foto Foto des des Semesters Habt Ihr Erfahrung im Fotografieren? Philipp: Ja, 2006 habe ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zugelegt, um mich ins Fotografieren einzufinden. Ich habe Spaß daran gefunden und mir nach und nach noch analoge Kameras zugelegt. Stella: Ich fotografiere schon immer leidenschaftlich gerne und würde es sehr gerne einmal richtig lernen. Platz 2: Kenya Sweetwaters von Stella Marraccini Hendrik: Also, ich fotografiere immer gerne und habe auch schon eine ganz schöne Sammlung. Welche Kamera kam zum Einsatz? Philipp: Eine Konica FC1 aus den 80ern. Ich habe lange überlegt, ob ich die digitale oder analoge Kamera auf die Reise mitnehmen sollte. Die analoge Kamera war dann die bessere Wahl, weil sie robuster ist. Die Vorfreude auf die entwickelten Fotos gefällt mir beim analogen Fotografieren besonders gut. Habe mich dann aber auch öfters geärgert, dass ich meine digitale Kamera nicht dabei hatte. Mit der Konica gelingen Langzeitbelichtungen selten, da hätte ich mit der digitalen Kamera viel machen können. Stella: Es war eine ganz normale Digitalkamera, Panasonic Lumix, die ich kurz vorher zu einem total überteuerten Preis gekauft hatte, weil ein paar Tage zuvor meine Tasche mit der guten Kamera geklaut wurde. Hendrik: Es war eine einfache, hutzlige Digitalkamera. War es klug von der Fachschaft, kein Thema für den Wettbewerb vorzugeben? Philipp: Im Nachhinein finde ich es gut, dass keine Grenzen im Hinblick auf das Thema gesetzt wurden, weil ja nicht so viele teilgenommen haben. So konnte sich der Wettbewerb erst einmal etablieren. Stella: Themen fände ich für die kommenden Wettbewerbe besser, vorausgesetzt, es werden genug Fotos eingeschickt. Ich denke, es ist schwierig, so unterschiedliche Fotos zu vergleichen. Da würde eine Themenvorgabe helfen. Hendrik: Ich finde es gut, dass es so offen war, auch für zukünftige Wettbewerbe.

6 Das Das Foto Foto des des Semesters Die Abstimmung fand dieses Mal fachschaftsintern statt, sollten in Zukunft öffentliche Abstimmungen stattfinden? Philipp: Am besten wäre es, Leute zu haben, die mehr Ahnung vom Fotografieren haben. Facebook halte ich allerdings für keine gute Idee. Eine erfolgreiche Abstimmung über die Fachschaftsseite ist wiederum schwer, wenn man viele Leute erreichen will. Stella: Ich fände es besser, alle vom Geographischen Institut abstimmen zu lassen, weil in der Fachschaft ja nur wenige sind. Ich weiß allerdings nicht wie das machbar wäre. Eventuell mit einer Doodle-Umfrage. Rain in nächster Zeit eingerahmt und in beiden Institutsgebäuden für jeden sichtbar aufgehängt. Das zweitplatzierte Bild von Stella Marraccini Kenya Sweetwaters und das drittplatzierte von Hendrik Steuerwald Asturien - Nordküste von Spanien können hier oder auf der Fachschaftsseite wordpress.com/2012/04/27/das-foto-des-semesters/ bewundert werden. DIE FACHSCHAFT HOFFT, mit dem Fotowettbewerb zu einem regeren Austausch mit den Studierenden beizutragen, was sich beim nächsten Termin - voraussichtlich zu Beginn des nächsten Semesters - hoffentlich in einer Flut von Teilnehmern äußern wird. Hendrik: Ich fand es gut, wie es gemacht wurde, mit elf unparteiischen Jurymitgliedern. ALSO, IHR WISST, was in den Semesterferien zu tun ist: Knipsen, Knipsen, Knipsen! WIE DIE FACHSCHAFT mitgeteilt hat, wird das Siegerfoto von Philipp Schöpflin Blue Compilation in Platz 1: Blue Compilation in Rain von Philipp Schöpflin

7 Gebäudesituation Die Gebäudesituation des Geographischen Instituts Autor: Johannes Schulz-Knappe Geographia Heidelbergensis est omnis divisa in partes duas so in etwa könnte es klingen, falls Gaius Julius Caesar die Gelegenheit hätte, die derzeitige Situation unseres Instituts zu beschreiben. Denn obwohl das Studium in Heidelberg auf die gleichwertige Vermittlung von humangeographischen und physiogeographischen Inhalten setzt, fällt einem Studenten direkt im ersten Semester der räumliche Bruch zwischen Humangeographie und Geoinformatik in der Berliner Straße 48 (Bst 48) und physischer Geographie im INF 348 auf. Ständiges hin- und herlaufen zwischen Seminaren, Vorlesungen und Arbeitsgruppentreffen ist nicht nur für die Studenten ein Ärgernis, auch für die Mitarbeiter unseres Instituts ist die Absprache und Identifikation mit den Kollegen da drüben umständlich. Neben dieser Trennung in Ost- und Westgeographie - und seit kurzem sogar noch in eine für Studierenden kaum sichtbare Exklave der Abteilung Geoinformatik im INF sind randvolle bis überfüllte Seminarräum einschlägiger Veranstaltungen, mangelnde Aufenthalts- und Kommunikationsräume, beengte Büroflächen sowie unansehnliche Bauruinen wie der einsturzgefährdete Mäuseturm in der Bst 48 Zeichen dafür, dass die Gebäudesituation des Geographischen Instituts nicht wirklich optimal ist. Doch wie kam es zu dem heutigen Zustand? Hier hilft ein kurzer Blick zurück in die Vergangenheit. BIS IN DIE 60er des vergangenen Jahrhunderts war das Geographische Institut noch eine oneman-show. Sprich, es gab nur einen einzigen Lehrstuhl am Institut. Damals befand sich das Institut noch in der Altstadt, genauer genommen im Hexenturm innerhalb der Neuen Universität. Jeder, der den Hexenturm einmal eingehender betrachten konnte, wird sich fragen, wie darin überhaupt ein ganzes Institut Platz finden konnte. Spätestens seitdem 1961 eine zweite Professur mit Schwerpunkt auf physischer Geographie eingerichtet wurde, muss sich die Raumnot derart verschlimmert haben, dass schließlich in den 70ern der Umzug in das Neuenheimer Feld, INF 348, stattfand. Bis dahin war die Geographie noch glücklich vereint. Erst 1999 zogen schließlich die Lehrstühle der Anthropogeographie und der Wirtschafts- und Sozialgeographie in ein Gebäude der Max-Planck-Gesellschaft an der Berliner Straße um, die heutige Bst 48. Die frei gewordenen Flächen im INF 348 fielen Arbeitsgruppen des Instituts für Informatik zu. Nur am Rande: Im Vergleich zu den Informatikern ist die Gebäudesituation der Geographie nahezu paradiesisch. ES GIBT EINE Zukunft nach der Bst 48. Denn nach den Schwierigkeiten der Trennung ist uns eine Wiedervereinigung sehr wichtig, von Seiten des Rektorats wurde uns das auch zugesichert., meint Professor Alexander Zipf, derzeit Das Geographischen Institut im Wandel der Zeit - Hexenturm, Berliner Straße und INF 348

8 Gebäudesituation 07 Gebäudesituation 21 Das Mathematikon - Skizze des Planungsentwurfes geschäftsführender Direktor des Geographischen Instituts. Die of- Zusammenzug der Fakultät für Mathematik und Informatik und des Interdisziplinären Zentrums für wissenschaftliches Rechnen (IWR) in einen gemeinsamen Gebäudekomplex vor. Die Pläne für dieses sogenannte Mathematikon wurden am 1. Dezember der Bau von der Klaus Tschira Stiftung. Mit dem Auszug der Informatik und des IWR aus INF 348 und INF 346 sollen genug Räume frei werden, sodass das Geographische Institut wieder in einem Gebäudekomplex angesiedelt werden kann. Das Rektorat hofft, dass für das Mathematikon noch dieses Jahr die Bagger rollen. Der Bau dürfte voraussichtlich 2-3 Jahre dauern, ist also mit der Fertigstellung zu rechnen., so Professor Zipf. DOCH WIE WÜRDE ein Zusammenzug des Geographischen Institutes aussehen? Wer die beiden Hauptstandorte in ihrer Bürozahl vergleicht, merkt, dass die durchschnittliche Größe der Räume in der Berliner Straße zwar wesentlich geringer als die der Räume und Büros im INF 348 ist, dass aber selbst bei doppelt- oder dreifach besetzen Büros ein Zusammenzug im INF 348 allein keine Option sein dürfte. WAS WÄREN LÖSUNGEN für dieses zukünftig verschärfte Raumproblem? Verzicht auf einen PC-Pool, Verkleinerung der Institutsbibliothek, Zusammenlegen von Büros oder Verzicht auf Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter und Studenten wären unerwünschte und sogar unmögliche Optionen. Denn bei weiterem Wachstum einzelner Abteilungen des Instituts würden solche Schritte sicher nicht ausreichen. Und auf einen Rückgang der Studierendenzahlen in den nächsten 10 Jahren durch den Demographischen Wandel aufgrund dessen viele Hochschulen auf eine Ausweitung ihrer Kapazitäten verzichten möchte Professor Zipf nicht setzen: Das Geographische Institut ist durch ein starkes Wachstum geprägt, das einerseits durch die neuen Professuren und ihre Mitarbeiter verursacht wird, andererseits steigen seit kurzem die Studierendenzahlen an, da wegen dieser neuen Professuren mehr Erstsemestrer aufgenommen werden müssen. Deswegen werden wir auf jeden Fall größere PC-Pools und mehr Seminarräume brauchen. GROSSE HOFFNUNG LIEGT auf den frei werdenden Räumen des IWR im INF 346. Wie sicher diese Option sein wird und wie es in den nächsten Jahren mit unserem Institut weitergeht, steht jedoch zurzeit noch nicht fest. Tatsache ist jedenfalls, dass das gesamte Geographische Institut mehr Platz brauchen wird, als im INF 348 verfügbar ist und nur unter Nutzung der freiwerdenden Stockwerke in INF 346 eine Chance auf einigermaßen ausreichende Raumsituation besteht. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man als Student nach einer Vorlesung über Stadtgeographie einfach einen Raum weiter zum Geomorphologie-Seminar wechseln kann. Quellen: Geschichte des Instituts: institut/geschichte.html Infos zum Mathematikon: PB/menu/ /index.html PB/menu/ /index.html

9 Vom Vom Spiel Spiel mit mit dem Geld Vom Spiel mit dem Geld - Anomalien im Devisenmarkt Autor: William T. P. Schulz Im Zuge der Staatsschuldenkrise wurden wir dank Zeitung und Nachrichten stets mit zwei Märkten konfrontiert. Dem Aktienmarkt, der mit sinkenden Anteilsscheinen auf sich aufmerksam machte, und dem für Otto-Normalverbraucher doch recht unbekannten Rentenmarkt, welcher dank griechischer Staatsanleihen eine negative Popularität erreichte. Doch es gibt noch einen dritten im Bunde, den liquidesten schlechthin den Devisenmarkt (Forex). Während der Normalbürger in der Regel nur im Urlaub mit Wechselkursen konfrontiert wird, müssen Unternehmen ihre Geschäfte gegen Währungsschwankungen absichern und Spekulanten erfreuen sich an einem hoch volatilen Kasino. Zudem ist eine niedrige Inflation relevant, seit man die Währungen vom Goldstandard (Geldmenge entspricht den Goldreserven des Staates) entkoppelte und Zentralbanken zur Ökonomiestimulation bereitwillig die Druckerpressen anwerfen. DAS WAR EIN Grund, warum der Schweizer Franken in der Eurokrise stark an Wert gewann. Da schon das Scheitern des Euros prophezeit wurde und selbiger im Verhältnis zum Dollar 9% (von 1,45 EUR/USD auf 1,33) an Wert verlor, hielten es viele Anleger für sinnvoll, ihr Geld in der Schweiz zu parken. Euros wurden in Franken getauscht, dadurch waren weniger Franken auf dem Markt der Preis stieg. Spekulanten verstärkten den Trend mit Hilfe von Terminkontrakten, bei denen man durch Hinterlegung niedriger Sicherheiten auf eine künftige Kursentwicklung mit großen Summen wetten konnte. DOCH DURCH DAS Spiel mit dem Geld, hatten die Schweizer Firmen wenig zu lachen. Umso stärker die eigene Währung aufwertet, umso mehr Fremdwährung erhält man beim Tausch. Daher konnten zwar die Schweizer im Ausland billiger Urlaub machen und günstig Rohstoffe & Produkte importieren der Export geriet allerdings schwer ins Stocken. Denn wer etwa jetzt Ricola und Schweizer Schokolade kaufen oder Ski fahren will, muss im Vergleich zum Januar 2010 (1,47 EUR pro 1 CHF) 23% Verlust beim Tausch des Euro in Schweizer Franken hinnehmen. DER GRÖSSTE WERTVERLUST des Euro / Anstieg des Franken war im August 2011 (1,02 EUR pro 1 CHF) zu verzeichnen. TEURER SKIURLAUB IN DER SCHWEIZ Ein wesentliches Element für die Stärke einer Währung ist eine stabile Wirtschaft und wie man seit neuestem lernen konnte, ein Staat mit handhabbarem Schuldenstand.

10 Vom Vom Spiel Spiel mit mit dem Geld DER KRIEG BEGINNT Da sich folglich die Schweizer Exporte um 45% in einem halben Jahr verteuerten, intervenierte die Schweizer Notenbank. Zunächst erhöhte sie mit Liquiditätsspritzen die Gldmenge der heimischen Währung durch Erhöhung der Guthaben (von 10 Milliarden auf 200 Milliarden) der Geschäftsbanken. Die Notenbank kauft mit Schweizer Franken Fremdwährungen am Markt auf und erhöhte somit die eigenen Währungsreserven, während folglich Franken auf den Markt geworfen werden und das erhöhte Angebot den Preis sinken lässt. BEIM EXPORTSTARKEN UND rezessionsgeplagten Japan war die Situation zu jener Zeit identisch. Da die japanische Wirtschaftskraft jedoch erheblich größer ist und von einer Stärkung des Yen extrem geschwächt wurde, flutete die japanische Notenbank in Absprache mit anderen Notenbanken weltweit in einer konzertierten Aktion die Märkte mit japanischem Yen. ANFANG SEPTEMBER LEGTE sie überraschend einen Mindestwechselkurs von 1,20 CHF pro Euro fest, weshalb sich viele Spekulanten die Finger verbrannten. Die Schweizer Notenbank kämpft gegen den Markt DIE FRAU DES Schweizer Zentralbankchefs Hildebrand tauschte drei Wochen vorher Franken billig in Dollar. Ihr unwissender Mann musste sich jetzt des Insiderhandels verantworten und im Januar 2012 zurücktreten. Da ist selbst der Gewinn von (nach heutigem Stand) Franken nur ein schwacher Trost. WEIL SICH AUCH die Schweiz in einem freien internationalen Markt befindet, liegt es nun an ihr, diesen Wechselkurs zu verteidigen. Eine ständige Erhöhung der Geldmenge im Binnenmarkt ist auf Grund der Inflationsrisiken undenkbar und war kaum von Erfolg gekrönt. Daher wird zu einem anderen Mittel gegriffen, Deviseninterventionen. Quellen: (Chartquellen)

11 Climate Engineering CLIMATE ENGINEERING Ein neues Medikament für das kränkelnde Klima? Herr Doktor, Mutter Erde hat Fieber. Die Temperatur steigt und steigt und ihre Körperfunktionen spielen verrückt. Mal verheerende Hochwasser, mal lange Dürren. Was soll ich tun? Diana Schneider Lieber Ratsuchender, das F ieber hängt mit den klimawirksamen Treibhausgasen zusammen. Diese Gase sind in der vorliegenden unnatürlich hohen Konzentration verantwortlich für eine steigende Globaltemperatur, die mit einer zunehmenden Intensität und Häufigkeit extremer Wetterereignisse einhergeht. Sie haben sich das, wie Sie ja bereits wissen, durch ihre Konsum- und Lebensweisen selbst eingebrockt. Fachleute sprechen vom anthropogenen Klimawandel. Trotz dieser Erkenntnis haben Sie alle Warnungen in den Wind geschossen und das Rauchen noch nicht ausreichend eingeschränkt. Zum Wohl der Patientin habe ich eine deutlich geringere CO2-Emission verordnet. Vielleicht steht Mutter Erde ja schon vor einem Fieberkollaps, also kurz vor einem absoluten Klimanotfall. Hierfür sollte ein Plan B bereitstehen. Glücklicherweise gibt es jetzt Climate Engineering, ein neues und innovatives Medikament, dem ausgesuchte Experten ein ungeahntes (Heilungs-)potential nachsagen, das sich leider aber noch in der theoretischen und experimentellen Erprobungsphase befindet und bisher nur am Modell und nicht am Patienten getestet worden ist. An dieser Stelle kann ich Ihnen Climate Engineering in zwei Darreichungsformen anbieten. Die blaue, teure Retard-Kapsel packt das Problem an der Wurzel. In einem komplexen und aufwändigen Prozess werden die klimaschädlichen Gase eingefangen (Carbon Dioxid Removal) und durch dauerhafte Speicherung dem Kreislauf entzogen, wodurch das Fieber sinkt. Die rote relativ günstige Spritze wirkt in kurzer Zeit vor allem gegen die Begleitsymptome, beseitigt die Ursache leider nicht. Partikelinjektion in die Stratosphäre zur Modifikation der Strahlungsbilanz, ist ein Beispiel für eine derart symptomatische Therapie. Einmal angefangen, muss die Spritze in regelmäßigen Abständen wiederholt verabreicht werden, um das Fieber nachhaltig zu senken. Die Patientin würde über kurz oder lang eine Abhängigkeit von dem genannten Medikament entwickeln. Bislang sind auch die Nebenwirkungen nicht weitreichend erforscht. Da das Klima einer komplexen Physiologie unterliegt, können etwaig unerwünschte Wirkungen nur sehr schwer im Voraus abgeschätzt werden und eine große Unsicherheit über unerwünschte Folgen verbleibt. Das wäre angesichts des riesigen Innovationssprungs, den diese Form der Therapie momentan darstellt, wohl auch ein wenig viel verlangt. Ich, halb Mensch halb Gott in Weiß, stelle Ihnen nun die Frage: Wollen Sie Ihrer Mutter Erde ein länger andauerndes F ieber zumuten, dafür aber eine langfristige, komplexe und teure ursächliche Therapie, die eine dauerhafte Genesung verspricht. Oder wollen sie eine schnelle Symptomtherapie mit bitterem Geschmack und unklaren Nebenwirkungen? Die blaue Pille der Kohlendioxidentfernung oder die rote Spritze des Managements der Solarstrahlung? Oder haben sie die Risiken von Medikament B so abgeschreckt, dass Sie jetzt doch radikal aufs Rauchen verzichten möchten? Ich kann Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nicht mehr garantieren, dass es für drastische CO2-Emissionseinsparungen nicht schon zu spät ist. Nicht zuletzt wegen der Gefahr des Klimanotfalls einem abrupten Klimawandel. Vielleicht möchten sie auch erst einmal abwarten, bis die neuen Therapien die Testphase verlassen haben. Aber warten Sie besser nicht zu lange! Egal wie Sie sich entscheiden, die Zeit läuft.

12 Quo vadis, Klimawandel? Quo vadis, Klimawandel? Autor: Christian Berberich Anthropogener Klimawandel, verheerende Dürren, tobende Stürme, schmelzende Eiskappen die Medien befeuern die Gesellschaft mit Hiobsbotschaften und apokalyptischen News-Salven. Dabei nicht in Panik zu verfallen und sich mit etwas Abstand und uneingenommen dem Thema zu widmen fällt gar nicht so leicht. WIE ANTHROPOGEN IST nun wirklich dieser Klimawandel? Und in welcher Verantwortung befinden vor allem wir Geographen uns, wenn wir uns mit dem Thema und seiner Konsequenz auseinandersetzen? Dieser Artikel soll als Anstoß dienen, reflektiert mit einer der größten Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. ES TUT SICH was in unserem Klima. Diese Tatsache steht außer Frage. Verschiedene Modelle, Simulationen und Analysen zeigen jedoch auch unterschiedliche Veränderungen des Klimas. Was genau kommt also in den nächsten Jahrzehnten auf uns zu? Diese Frage ist schon bedeutend schwieriger zu beantworten. Und was sind die Ursachen für diesen Wandel? Welche Faktoren steuern in was für einem Ausmaß die Klimamaschinerie? Das sind alles Fragen, auf die es keine eindeutigen Antworten gibt, man daher mithilfe von Thesen und Theorien nach Lösungen zu unseren Problemen sucht. OFT WIRD CO2 als das Klimamonster schlechthin bezeichnet. Dass CO2 ein klimawirksames Treibhausgas ist, wurde vielfach bewiesen. In welchem Ausmaß es jedoch an Klimaänderungen beteiligt ist, ist wiederum nicht ganz klar. In der Erdgeschichte gab es Zeiten, in denen die globalen Temperaturen wesentlich höher als heute waren, der CO2-Gehalt der Atmosphäre allerdings niedriger als dies aktuell der Fall ist. ES MUSS ALSO noch weitere Faktoren geben, die imstande sind maßgeblich an unserem Klima zu schrauben. Die Intensität der Sonnenstrahlung inklusive ihrer fluktuierenden Sonnenflecken, die thermohaline Zirkulation der Meere und eine ganze Reihe weiterer Faktoren gilt es hier zu nennen. DAS KLIMA IST schon immer im Wandel gewesen und wird es in Zukunft auch weiterhin sein. Selbst große Temperatursprünge gab es im Laufe der Erdgeschichte immer wieder. ES IST VIELLEICHT auch nicht sonderlich klug unsere Kräfte in eine endlose Suche nach den Schuldigen zu packen, sondern sie zu bündeln und aktiv etwas für uns und unsere Umwelt zu tun. DIE GANZE DEBATTE um den Klimawandel hat eines nämlich stärker in den Fokus gerückt. Unser rücksichtsloser Umgang mit dem Planeten, den einzigen den wir haben. Ob CO2 nun verantwortlich für die steigenden Temperaturen ist oder nicht, eine Reduktion der Emissionen des Gases ist zwingend notwendig. Denn dort wo CO2 entsteht in Kohlekraftwerken, durch benzingetriebenen Kraftfahrzeuge, bei der Verbrennung fossiler Öle und Gase entstehen auch immer Ruß, giftige Gase und Abfälle, Stoffe die unserer Natur schaden. WENN MAN SICH zudem vor Augen hält, dass die Reserven der fossilen Energieträger langsam zur Neige gehen, ist es doch nichts anderes als logisch und konsequent unseren Bedarf an Energie anderweitig zu

13 Quo vadis, Klimawandel? decken und auf die Erneuerbaren Energien zu setzen. Potentiale sind schließlich genug vorhanden und die Technik der Anlagen weit vorangeschritten. Anstatt immer tiefer und an immer entlegeneren Orten der Welt in die Erde zu bohren und somit riesige Summen zur Förderung von Erdöl und -gas zu investieren, wäre es doch klüger diese Milliarden in den Aufbau einer Regenerativen Energiepolitik zu stecken. Denn die Sonne wird auch noch in den letzten Atemzügen der Menschheit strahlen, der Wind noch wehen und das Wasser noch den Gesetzen der Schwerkraft folgen. THEORETISCH WÄRE ES jedem Land so möglich ihren Bedarf an Energie unabhängig von anderen Ländern zu produzieren und damit Abhängigkeiten zu reduzieren. Denn egal wo wir uns befinden, gibt es gewisse Möglichkeiten zur Nutzung von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erdwärme. BETRACHTET MAN BEISPIELSWEISE das Land Chile, so sieht man, dass es drei Viertel seines Energieverbrauchs mit fossilen Brennstoffen decken, obwohl es im Land so gut wie keine Förderung hat. Somit sind sie abhängig von der Güte und Kooperationsbereitschaft der produzierenden Staaten. Dabei besitzen sie mit großen Wüstenflächen im Norden, den steilen Tälern der Anden sowie dem windigen Süden ein reiches Reservoir an nutzbarer, natürlicher Energie. Stolpersteine_fuer_die_Erneuerbaren.jpg DOCH HABEN WIR nicht nur mit der Verschmutzung durch die Industrie zu kämpfen. Ein Ansteigen der globalen Temperatur würde auch ein kontrastreicheres Wetter mit sich ziehen. Längere Dürreperioden und stärkere Regenfälle gefährden die Menschen und ihre Nahrungssicherung. Es müssten in hochwassergefährdeten Gebieten Regulierungsmöglichkeiten geschaffen werden. Im Gegenzug dazu muss in trockenen Regionen die Gefahr von Fehlernten durch eine nachhaltige Bewässerung und sinnvollen Technologieeinsatz eingedämmt werden. Da der Mensch immer größere Mengen an Wasser für sich, die Industrie und Landwirtschaft benötigt, ließe sich in vielen Regionen auch ohne Klimawandel ein Wasserkonflikt feststellen. Dort sind nun Abmachungen zur Nutzung und die Entwicklung eines Bewusstseins für die Ressource Wasser gefragt. All dies sind wohl sehr kostspielige sowie aufwendige Investitionen, aufgrund der heutigen Situation jedoch notwendig. DAHER STELLT SICH mir die Frage wie sinnvoll es ist, den Versuch anzustellen Klimagott zu spielen. Sollte man wirklich Unsummen in ein Projekt stecken, dass CO2 aus der Atmosphäre nimmt, in Tiefengestein oder sonst wo zwischenspeichert, obwohl die sich davon versprochenen Ergebnisse nicht gesichert sind? Oder ist es nicht klüger sich dem Klimawandel zu stellen, dort CO2 zu sparen wo es sinnvoll ist (nämlich bei den Emissionen) und sich lieber Lösungen zu bereits heute bestehenden Problemen der Menschen zuzuwenden? LETZTENDLICH LIEGT ES bei jedem selbst, wie er zu dieser Thematik steht. Jedoch hoffe ich eines klar gemacht zu haben. Egal was wir tun, wir sollten hinterfragen, welche Schritte sinnig und zweckdienlich für uns und unsere Enkelkinder sind.

14 Tipps Tipps ERASMUS Tipps für einen erfolgreichen erasmus-aufenthalt Autor: Constanze Lucht Ein mehrmonatiger Auslandsaufenthalt und der damit verbundene Erwerb von interkulturellen Kompetenzen sind heutzutage für Studierende eine wichtige Erfahrung und außerdem eine Möglichkeit, später ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Beim Studium einer Fremdsprache bietet sich zudem ein solcher Aufenthalt mit Blick auf die sprachliche Praxis geradezu an. Eine beliebte Möglichkeit, um ohne größere bürokratische und finanzielle Hürden als Student im Ausland zu leben, ist sicherlich das ERASMUS-Programm. In einer eigenen Rubrik wird seit COLUMBUS - Ausgabe 25 (Bergen, Norwegen) über die Erfahrung ERASMUS-Aufenthalt von Seiten Studierender berichtet. In den Ausgaben 26 und 27 folgten Erfahrungsberichte über die Auslandsstudienzeit in Salamanca (Spanien) bzw. Stockholm (Schweden). Eine französische ERASMUS-Studentin ermöglichte in der letzten CO- LUMBUS-Ausgabe schließlich den Lesern einen Blick in das Leben als ERASMUS-StudentIn in Heidelberg. Rückblickend auf diese Artikel, aber auch mit dem Hintergrund der eigenen ERASMUS- Erfahrung der Autorin in Wrocław (Polen), soll im vorliegenden Artikel der Frage nachgegangen werden, was bei der Bewerbung für ein ERASMUS-Stipendium und beim Aufenthalt im Gastland zu beachten ist, damit der ERAS- MUS-Aufenthalt im Gastland ein voller Erfolg wird. Die Wahl des Gastlandes BEI DER WAHL des favorisierten Gastlandes bzw. der Universität spielen häufig die bereits vorhandenen Sprachkenntnisse, aber auch persönliche Erfahrungen z. B. in Form eines Urlaubs, eine Rolle. Häufig sind dies auch die favorisierten Länder oder auch Städte anderer Studierender, sodass ein Run auf diese häufig raren Studienplätze entsteht. Wieso also nicht mal vom Mainstream abweichen und etwas Außergewöhnliches versuchen?! Die Organisation sowie die Strukturen im Rahmen des ERASMUS-Programms bieten eine wunderbare Möglichkeit, sich auf ein Abenteuer, auf das Unbekannte, einzulassen und seinen eigenen Horizont zu erweitern. Die Wahl der Wohnung SICHERLICH IST ES von Vorteil und bietet eine gewisse Sicherheit, wenn man das Angebot, einen Wohnheimsplatz im Rahmen des Austauschprogramms zu erhalten, annimmt, insbesondere wenn man die Sprache im Gastland noch nicht spricht bzw. nur wenig Informati- Erasmus von Rotterdam, Wikimedia Commons.

15 Tipps Tipps ERASMUS onen über den Wohnungsmarkt vor Ort hat. Die Wohnheimplätze sind je nach Gastland aber nicht unbedingt die günstigste bzw. einzige Möglichkeit schön zu wohnen. Hinzu kommt, dass es in solchen Wohnheimen durchaus auch zu einer Ballung von ERASMUS- Studenten kommen kann, was mit Blick auf den Erfahrungsschatz doch recht einseitig werden kann. Bei einem einjährigen Aufenthalt bietet es sich in solchen Fällen also sicherlich an, sich nach der Eingewöhnung nach einem WG- Zimmer oder ähnlichem außerhalb eines solchen Wohnheimes umzuschauen. Die Gefahren eines ERAS- MUS-Stipendiums WENN MAN IM Wohnheim mit lauter ERASMUS-Studenten auf einem Haufen sitzt, birgt dies die Gefahr, dass man sich auf diese Leute konzentriert und so nur mit diesen kommuniziert. Der Kontakt zu den einheimischen Studierenden und der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen werden auf diese Weise nicht unbedingt erleichtert, insbesondere wenn zudem viele Landsleute ebenfalls dort untergebracht sind. Aber auch Kurse nur für ERASMUS-Studenten sowie speziell für diese organisierten Freizeitveranstaltungen führen je nachdem dazu, dass man auf Dauer unter sich bleibt. Freundschaften zu einheimischen Studenten, aber auch das Sprechen in der evtl. nichtenglischen Landessprache, bleiben hier dann häufig auf der Strecke. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was er für sich persönlich von einem Auslandsaufenthalt mitnehmen möchte. Interkulturelle Kompetenz durch Kontakte zu Einheimischen UM INTERKULTURELLE KOMPE- TENZEN zu entwickeln, ist es wichtig, während des Auslandsaufenthaltes Kontakte zur Bevölkerung zu knüpfen. Nur so hat man häufig die Chance, seine Kenntnisse in der Landessprache außerhalb der Sprachkurse zu verbessern und mehr über die Kultur zu erfahren. Eine Möglichkeit mit einheimischen Studierenden in Kontakt zu kommen, v. a. wenn man aufgrund der Studien- oder Wohnsituation wenig mit diesen zu tun hat, ist sicherlich die Suche nach einem Sprach-Tandem-Partner. Es gibt immer Einheimische vor Ort, die ein Interesse daran haben, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, und auch umgekehrt gerne dazu bereit sind, Ausländer beim Erwerb der Landessprache zu unterstützen. Über das ERAS- MUS-Büro, aber auch über das Schwarze Brett, z. B. im Institut für Germanistik vor Ort, lassen sich solche Kontakte knüpfen. Aber vorsichtig! Zu leicht weichen beide Partner auf Englisch aus, insbesondere wenn sich die Kenntnisse der zu erlernenden Fremdsprache noch auf dem Anfängerniveau bewegen. Aber auch im Alltag geht es leider oft schneller und unproblematischer auf Englisch oder gar Deutsch. DER EINKAUF BEIM Bäcker und Metzer statt im Supermarkt an der Selbstbedienungstheke, der Gang zum Friseur, ins Kino oder ähnliches bieten eine weitere Möglichkeit, sein Vokabular zu erweitern. Lasst euch hier von eurem einheimischen Tandem-Partner die ersten Male begleiten! Das Sportprogramm der Universität bietet weitere Anknüpfungspunkte, um Leute außerhalb des ERASMUS- Alltags kennen zu lernen. Aber auch die Wahl der Kurse hat je nach Gastland Einfluss auf die interkulturelle Kompetenz Die Kurswahl WERDEN KURSE SPEZIELL für ERASMUS-Studierende auf Deutsch bzw. Englisch angeboten, sollte man versuchen, sich nicht auf diese zu beschränken, sondern auch universitäre Kurse in der Landessprache zu belegen, die von Muttersprachlern besucht werden. Auch englischsprachige Master- Kurse sind je nachdem eine weitere Möglichkeit, mit einheimischen Studierenden in Kontakt zu kommen. Gerade in der Geogra-

16 Tipps Tipps ERASMUS phie ergeben sich durch Exkursionen und Geländepraktika weitere Chancen, noch besser Kontakte zu knüpfen. Die Dauer des Aufenthaltes WAS DEN ERWERB der Fremdsprache betrifft, gilt bei diesem Punkt sicher je länger, desto besser, insbesondere, wenn man eine Sprache vor Ort ganz neu erlernt. Natürlich muss man aber auch schauen, welche Möglichkeiten sich im Hinblick auf das eigene Studium dort ergeben. Hier stellt sich sicherlich für jeden persönlich die Frage, ob man die Kurse, die man an der Gastuniversität absolvieren kann, an der Heimatuniversität anrechnen lassen kann, oder ob sie einen persönlich weiter voranbringen können. Ein Praktikum in Ausland NEBEN DEM BESUCH der Kurse ist es während in der vorlesungsfreien Zeit - bzw. nach dem Studienaufenthalt sicherlich auch eine Überlegung wert, ein Praktikum vor Ort zu machen, insbesondere wenn man einen einjährigen ERASMUS-Aufenthalt absolviert hat und sich in der Landessprache nun recht sicher fühlt. Es ist sicher aber auch der Mühe wert, nach einem Praktikumsgeber Ausschau zu halten, bei welchem bei Bedarf auf die Schulfremdsprachen Französisch oder Englisch ausgewichen werden kann, sofern man sich in der Sprache des Gastlandes noch nicht allzu sicher ist. Neben einem Einblick in den Arbeitsalltag wird man z. B. bei Textübersetzungen von der Landessprache ins Deutsche oder Englische noch in einer ganz anderen Form an die Sprache herangeführt. Nach dem Semester die Zeit für Reisen durchs Land nutzen SOFERN MAN IN der vorlesungsfreien Zeit nur wenig Möglichkeiten hatte, durchs Land zu reisen, sollte man dies, sofern es zeitlich und finanziell möglich ist, am Ende des ERASMUS-Aufenthaltes tun, um noch mehr Facetten des Gastlandes kennen zu lernen. Denn wer weiß, wann man auch wieder die Chance hat, hierher zurückzukehren ALLES IN ALLEM ist ein längerer Auslandsaufenthalt eine Erfahrung, die Euch keiner nehmen kann und die Euch neue Chancen eröffnet! Bergen, Vanessa Didion Stockholm, Irina Rabenseifner Salamanca, Alisa Knye Mehr Informationen zu den aktuell verfügbaren ERASMUS-Studienplätzen für Studierende des Geographischen Institutes Heidelberg unter: Bereits erschiene Erfahrungsberichte im Columbus: Bergen, Norwegen (25), Salamanca, Spanien (26), Stockholm, Schweden (27), Heidelberg (28) Wart Ihr im Rahmen des ERASMUS-Programms oder im Rahmen eines anderen Austauschprogramms im Ausland unterwegs? Teilt doch diese Erfahrung in Form eines COLUMBUS-Artikels mit uns! Wir freuen uns über Eure Zuschriften!

17 Schulpraxissemester in in Mexiko Lena und ihre Mitpraktikanten in Mexiko Unterrichten in Mexiko Lena Himmelsbach auf ihrer Reise in die Klassenzimmer Lateinamerikas Autor: Julia Kundner Fotos: Lena Himmelsbach Klingt kompliziert. Wäre es nicht leichter gewesen, Erasmus im Ausland zu machen? Die Welt entdecken, das kann man heutzutage auf die unterschiedlichsten Arten. Wer dabei auch in seinem Studium effektiv weiterkommen möchte, der kann beispielsweise sein Schulpraxissemester (SPS) in einer deutschen Schule im Ausland machen. Die Heidelberger Geographiestudentin Lena Himmelsbach hat sich 2010 auf den Weg nach Mexiko gemacht, um dort zu lernen, wie das Leben als Lehrer tatsächlich ist. Wieso bist du für dein SPS ins Ausland gegangen? Ein Auslandssemester allgemein bietet sich für Menschen an, die eine Fremdsprache studieren und gerne Erfahrungen in anderen Ländern sammeln möchten. Dass ich letztendlich mein SPS in Mexiko gemacht habe, ist eher zufällig entstanden, als ich auf eine Seite des Kultusministeriums Baden-Württemberg gestoßen bin, die eine Liste mit Deutschen Schulen im Ausland beinhaltete, an denen man sein SPS machen kann. Vorher wusste ich gar nichts darüber, weil es eher unüblich ist für sein SPS ins Ausland zu gehen. Aber ich habe das gesehen und dachte mir, dass das etwas für mich sei. Ich habe sowohl mein SPS in Puebla (Mexiko) gemacht, als auch ein Semester in Cádiz (Spanien) als Erasmusstudentin studiert. Natürlich musste ich für Mexiko wesentlich mehr vorbereiten. Aber das SPS im Ausland zu machen, ist etwas vollkommen anderes, als dort zu studieren. Man hat mit einer ganz anderen Art von Menschen zu tun, die sich mit vollkommen anderen Dingen beschäftigen, als es Studierende tun. Das war eine sehr gute Erfahrung für mich. Außerdem verliert man, indem man das SPS im Ausland macht, keine Zeit, da es für das Gymnasiallehrerstudium obligatorisch ist. Weshalb bist du letztendlich dann nach Mexiko an das Colegio Humboldt - Deutsche Schule Puebla gegangen? Für mich war klar, dass ich in ein spanisch-sprachiges Land reisen möchte, um mein Spanisch zu verbessern. Da mir gesagt wurde, dass in Mexiko sauberes Spanisch gesprochen wird, fand ich das von Anfang an gut. Außerdem war ich selbst bereits in Guatemala und wollte gern ein anderes lateinamerikanisches Land sehen, in dem man noch die Tradition spüren

18 Schulpraxissemester in in Mexiko kann. Nicht, wie beispielsweise in den sehr europäisierten Staaten Argentiniens oder Uruguays. Dass Mexiko noch ein so traditionsreiches Land ist, wusste ich von einer Freundin, die zuvor bereits dort war. Sie hat mir immer wieder Geschichten von Mexiko erzählt und von ihrer Zeit dort geschwärmt. Ihr Fernweh hat mich regelrecht angesteckt. Vom Fernweh bis zu deiner Zeit in Lateinamerika, was musstest du da alles erledigen? Mein SPS im Ausland zu verbringen war aufwendiger, als es in Deutschland zu machen. Zunächst habe ich aus der Liste des Kultusministeriums passende Schulen ausgewählt, diese angeschrieben und ihnen daraufhin Bewerbungen zugesendet. Am Anfang sah es nicht gut aus, denn ich habe einige Absagen bekommen, sei es weil die Schulen aufgrund der gefährlichen Lage im Land keine Praktikanten verantworten können oder weil sie bis in die nächsten 2-3 Jahre hinweg überbelegt sind. Beim Colegio Humboldt, der deutschen Schule in Puebla, meldete sich zunächst niemand, weswegen ich mehrere Male telefonisch den Kontakt aufnahm. So konnte mir dann auch eine funktionierende Adresse gegeben werden, über die ich mich bewerben konnte. Wie man sieht, wurde ich schon bei meiner Bewerbung mir der lateinamerikanischen Mentalität konfrontiert. Nach der Zusage ging dann alles ganz schnell. Dazu kam natürlich, dass ich mich um private Dinge kümmern musste, die in Deutschland leichter gewesen wären. Ich musste schließlich noch klären, wie ich nach Mexiko komme. Wovon ich den Flug bezahlen sollte. Wo ich wohnen würde. Und ob das SPS am Colegio Humboldt in Deutschland anerkannt werden würde bzw. was ich dafür letztendlich tun müsste. Aber zurückblickend muss ich sagen, dass sich dieser Aufwand absolut gelohnt hat. Es ist auch gut, dass für die Vergabe des SPS im Ausland kein bestimmtes Fach nötig ist, wie es bei den Pueblas schönste Straße Erasmusplätzen üblich ist. Zwar werden naturwissenschaftliche Fächer oder Deutsch bevorzugt, aber generell kann man mit jedem Fach das SPS im Ausland machen Wie hast du dir denn die Reise ins ferne Mexiko und den Aufenthalt dort finanziert? Ich habe mich um ein Stipendium vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) bemüht. Das Stipendium ist super! Darin waren Fahrtkostenzuschüsse und Gelder für den Lebensunterhalt vor Ort enthalten. Natürlich ist es ein bürokratischer Aufwand im Vorfeld und man muss viele Formblätter ausfüllen, sich Empfehlungen von Dozenten holen et cetera, all das soll mindestens zwei Monate vor Abreise eingereicht sein. Aber das lohnt sich wirklich. Wann hast du denn mit der Planung für das SPS in Mexiko begonnen? Gute Frage, die Planung hat länger gedauert als mein SPS selbst. Schon ein Jahr zuvor habe ich mich an den verschiedenen Schulen beworben und angefangen, mich um alles zu kümmern. Aber das war es wert.

19 Schulpraxissemester in in Mexiko Um in Mexiko unterrichten zu können, braucht man ein sehr gutes Spanisch, oder? Mit der Sprache hatte ich in der Schule keine Probleme, weil der Unterricht selbst auf Deutsch abläuft, was für mich auch eine Erleichterung war. Schließlich war es für mich schon eine große Herausforderung das erste Mal mit meinem eigenen Unterricht vor einer Klasse zu stehen. Auch meine Mitpraktikanten waren hauptsächlich Deutsche. Da ich das Praktikum aber auch im Ausland machen wollte, um meine Spanischkenntnisse zu verbessern, musste ich in meiner Freizeit schauen, dass ich viel zum Spanischsprechen komme. So unternahmen wir immer wieder etwas mit anderen Internationalen sowie Mexikanern und ich habe einen Sprachkurs besucht, der mir sehr weitergeholfen hat. Man sollte allerdings nicht mit allzu großen Erwartungen, bezüglich der Verbesserung der eigenen Sprache, an eine deutsche Schule im Ausland gehen. Klingt nach viel Arbeit und wenig Freizeit - ist dem so? Nein. Ich glaube das SPS in Mexiko war die perfekte Mischung zwischen Freizeit und sinnvoller Arbeit. Natürlich hatte ich immer etwas zu tun und viele Aufgaben zu erledigen, allerdings wusste ich auch, dass mir genug Freizeit für meine Interessen bleibt. Das war herrlich an der Schule, weil sie uns so viele Freiheiten gelassen hat und wir dort sehr selbstständig und unabhängig waren. Es gab keinerlei Druck, dass wir an der Schule anwesend sein mussten, um zu unterrichten, aber gerade deswegen hat es uns so Spaß gemacht hinzugehen und die Unterrichtsstunden vorzubereiten sowie zu halten. Ich glaube, dass es mir dadurch viel leichter gefallen ist. Gerade, wenn ich meine Erlebnisse mit denen von Freunden vergleiche, die in Deutschland das SPS absolviert haben. Natürlich hätte es auch Vorteile gehabt, wenn ich das SPS in Deutschland gemacht hätte. Denn seitdem ich wieder zu Hause bin, habe ich das Bedürfnis, noch einmal ein Praktikum im normalen deutschen Schulalltag zu machen, weil ich dort später größtenteils arbeiten werde. Aber in Mexiko wurde mir viel mehr Verantwortung übertragen und ich durfte nach einer kurzen Einarbeitungsphase bereits selbst unterrichten auch, wenn kein richtiger Lehrer im Klassenzimmer anwesend war. Das wäre so in Deutschland undenkbar gewesen, hat mir aber viel Selbstvertrauen gegeben. Leider konnte ich aber bisher nur in Deutsch, Deutsch als Fremdsprache und in Geographie unterrichten. In Spanisch als Fremdsprache habe ich bisher noch keine Erfahrungen gesammelt, obwohl das für mich sehr interessant gewesen wäre. Gab es Unterschiede zwischen dem deutschen und dem mexikanischen Schulalltag? Zwar war das Colegio Humboldt eine deutsche Schule in Mexiko, aber auch dort herrscht das lateinamerikanische Ambiente. Es war dort viel lockerer und entspannter als in Deutschland. Dadurch unterschied sich der Schulalltag bereits grundlegend. Da das Colegio Humboldt zudem eine Privatschule ist, unterscheidet sich ihre Ausstattung und die zur Verfügung stehenden Materialien zu staatlichen Schulen. Problematisch war dabei aber, dass die Schule vom Wohlwollen der Eltern abhängig ist und dadurch Puebla und der Vulkan Popocatepetl

20 Schulpraxissemester in in Mexiko manche Schüler einfach nicht sitzenbleiben oder gar kritisiert werden durften - egal, welche Leistungen sie erbrachten. Das erschwerte den Unterricht ungemein und es war eine Herausforderung individuell auf jeden Schüler einzugehen. Inwiefern hast du denn vor Ort Hilfestellungen bekommen? Wir haben natürlich abgesprochen, welches Thema ich unterrichten könnte und mir wurden dafür auch ein paar Materialien gegeben. Ansonsten hatte ich aber absolut freie Hand, was die Gestaltung des Unterrichts anging. Das war teilweise auch schon zu viel Freiheit, was ich in einer Stunde durch die Reaktion einer Schülerin feststellen musste, die mit einem von mir eingesetzten Video Probleme hatte. Das war eine schwierige Situation, die ich allein meistern musste. Aber auch daraus habe ich etwas gelernt. Wenn du zurückdenkst, was fällt dir als Resümee dazu ein? Das SPS in Mexiko war eine der glücklichsten und mit Sicherheit die unabhängigste Zeit meines Lebens. Ich habe mich inzwischen vollkommen in dieses Land verliebt und ich werde, sobald ich kann, sofort wieder zurückkehren. Gab es denn nichts, was dich vor Ort gestört hat? Ich hätte gerne mehr spanisch gesprochen. Das hat mir gefehlt. Aber ich hoffe, dass ich das bei einem erneuten Aufenthalt ändern kann. Und ich wäre gerne weniger krank gewesen. Puebla liegt im Hochland Mexikos im Süden von Mexiko Stadt. Das Klima dort ist heimtückisch, besonders im Winter. Natürlich vermisst man auch viel von zu Hause. Deutsches Brot. Unseren Käse. Wälder. Die Jahreszeiten und die deutsche Glaubwürdigkeit und Bodenständigkeit. Nicht zu vergessen meine Freunde und Familie! Wäre es dennoch eine Option für dich, nach Mexiko zu gehen und dort zu unterrichten? Ja, das ist fester Bestandteil meines Lebensplans! Spätestens nach dem Referendariat will ich wieder nach Mexiko fliegen. Zumindest, wenn alles so funktioniert, wie ich es bisher geplant habe. Für weitere Informationen über das Schulpraxissemester im Ausland: index.html?root= Colegio Humboldt in Puebla/Mexiko (Av. Cholultecas s/n, La Trinidad Chautenco, C.P Cuautlancingo, Puebla) Lena beim besteigen des Vulkans Malinche

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