Devisen- und Geldmarktgeschäfte

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Devisen- und Geldmarktgeschäfte"

Transkript

1 Devisen- und Geldmarktgeschäfte

2

3 Vorwort Der Devisenhandel übt auf Beobachter und Teilnehmer eine ganz besondere Faszination aus. Die Dynamik und die Volatilität der Märkte, die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Preisbildung, aber auch die Rückwirkung auf die Wirtschaft machen eine Beschäftigung mit dem Phänomen Wechselkurs so facettenreich und interessant. Nicht von ungefähr wird die Analyse des Devisenmarktes auch als die Königsdisziplin der Ökonomie bezeichnet. Die Analyse des Devisenmarktes ist die Königsdisziplin der Ökonomie In diesem Buch soll den vielen Facetten des Themas Devisenmarkt nachgegangen werden. Neben der Beschäftigung mit der Frage nach den Bestimmungsgründen der Wechselkurse soll der Geschichte des Devisenmarktes nachgespürt werden. Im Mittelpunkt aber steht die Beschreibung der praktischen Arbeitsweise des Devisenmarktes, wobei ein besonderes Gewicht auf die Darstellung der neuen Finanzinstrumente gelegt wird. Auf diese Weise soll eine ausgewogene Darstellung von Theorie und Praxis des Devisenmarktes erreicht werden. Tatsächlich beeinflusst der Devisenmarkt viele Bereiche unseres täglichen Lebens. Neben den direkten Wirkungen auf Importe und Exporte treten indirekte Wirkungen auf, z.b. über den Zusammenhang von Zinssätzen und Wechselkursen, welche wirtschaftliche Entscheidungen berühren, die primär nichts mit der Aussenwirtschaft eines Landes zu tun zu haben scheinen. Wechselkursschwankungen stellen daher eine wesentliche Komponente in der Veränderung von Risikopositionen von Unternehmungen und Anlegern dar. So ist eine moderne Unternehmensführung oder Vermögensverwaltung ohne eine Berücksichtigung von wechselkursinduzierten Risiken nicht mehr vorstellbar. 3

4

5 Inhalt 1. Einleitung 7 2. Langfristige Bestimmungsgründe 11 für Devisenmarktbewegungen 3. Kurzfristige Bestimmungsgründe 23 für Devisenmarktbewegungen 4. Geschichte des Devisenmarktes Grundlagen des Devisenhandels Geschäftsarten im Devisenhandel Futures, Forwards und Optionen Übungsbeispiele Glossarium Stichwortverzeichnis 131 5

6 Was bedeuten die Begriffe Wechselkurs und Volatilität?

7 1. Einleitung Wer beim Reisen Landesgrenzen überschreitet, weiss, dass der Umtausch von Währungen ein Risiko mit sich bringt. Die Preise für fremde Währungen können schwanken. Der Preis einer fremden Währung wird Wechselkurs genannt. Die kommenden Abschnitte sind der Darstellung grundlegender Definitionen und Zusammenhänge zur langfristigen Bestimmung von Wechselkursen gewidmet. Begriffe wie Wechselkurs, Volatilität, Zahlungsbilanz, Bruttoinlandsprodukt werden eingeführt, um die Kaufkraftparität und die Bedeutung von Kapitalströmen bei der Bestimmung von Wechselkursen zu illustrieren. Bei der Darstellung der Zusammenhänge sollen Währungen mit ihren offiziellen Bezeichnungen, den ISO-Codes, bezeichnet werden. Der Schweizer Franken wird z.b. als CHF und der Dollar als USD abgekürzt. Wechselkurse drücken die Kaufkraft einer Währung in einer anderen Währung aus. Sie machen die Geldwerte von Gütern, Dienstleistungen, Investitionen und Kapitalanlagen weltweit vergleichbar. Ein Wechselkurs von z.b. USD/CHF 1.39 ist der Preis eines US-Dollars in Schweizer Franken. Die Bezeichnung USD/CHF ist dem Händlerjargon entnommen und spricht sich «Dollar-Schweiz». Mathematisch korrekt wäre die umgekehrte Bezeichnung, da man angibt, wie viele CHF pro USD zu zahlen sind. Mit CHF können bei diesem Kurs Waren, Dienstleistungen oder Wertpapiere im Wert von USD gekauft werden. Das Sinken des Wechselkurses von USD/CHF 1.39 auf USD/CHF 1.37 bedeutet eine Aufwertung des Schweizer Frankens. Bei dem neuen Kursverhältnis erhält man für den gleichen Betrag von CHF einen grösseren Gegenwert an USD, nämlich Eine Aufwertung der einen Währung ist gleichbedeutend mit einer Abwertung der anderen. Je nach vertraglichen Vereinbarungen zwischen den beteiligten Ländern können Wechselkurse fixiert oder aber durch das Spiel der Marktkräfte bestimmt Definition des Wechselkurses Wechselkursregime: fixe vs. flexible Wechselkurse 7

8 werden. Sind die Wechselkurse fixiert, verpflichten sich die beteiligten Staaten durch ihre Zentralbanken, jedermann zum festgelegten Umtauschkurs die gewünschte Währung zu verschaffen. Bei flexiblen Wechselkursen sorgen Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt für die Preisfindung. Flexible Wechselkurse können dementsprechend stark schwanken. In einem gemischt fixiert und flexiblen Wechselkurssystem, wie z.b. dem Europäischen Währungssystem, wurden Paritäten festgelegt, um welche die Wechselkurse bis zu einem festgelegten Prozentsatz schwanken durften. Erst an den Rändern dieser Wechselkursbänder waren die beteiligten Zentralbanken zur Intervention verpflichtet. Ein Mass für das Kursänderungsrisiko des Wechselkurses ist die Volatilität. Sie gibt an, in welchem Ausmass der Wechselkurs schwankt. Volatilitäten sind von entscheidender Bedeutung bei der Risikobestimmung einer Devisenposition und bilden die Grundlage für die Bewertung von Optionen. Die Volatilität entspricht dem statistischen Mass der Standardabweichung der prozentualen Wechselkursveränderungen, hochgerechnet auf ein Jahr. Eine Volatilität von 12% besagt, dass der Wechselkurs im kommenden Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 66% in einer Bandbreite von +/ 12% verbleiben sollte. Berechnet man anhand von historischen Daten Volatilitäten, ergibt sich, dass die Schwankungsbreiten der Wechselkurse in den vergangenen Jahren, entgegen der landläufigen Meinung, abgenommen haben. Volatilität: ein Mass für Wechselkursschwankungen 8

9 Wechselkurs und Volatilität USD/CHF seit USD/CHF Volatilität 70% USD/CHF 60% 50% 2 40% % Volatilität 20% 10% % Die Volatilität von USD/CHF hat in den vergangenen Jahren zyklisch um 10% geschwankt. Seit Anfang der Neunzigerjahre hat die Schwankungsbreite des Wechselkurses sogar abgenommen. 9

10 Was bedeutet der Begriff Kaufkraftparität?

11 2. Langfristige Bestimmungsgründe für Devisenmarktbewegungen Überblick Langfristig würden wir in einem freien Markt erwarten, dass entsprechende Güter in verschiedenen Ländern nach Umrechnungen in eine Währung gleich viel kosten. Gewinnmöglichkeiten durch grenzübergreifenden Güterhandel sollten nur vorübergehend möglich sein. Sind Preise und Wechselkurse flexibel, dann sollten sie sich derart verändern, dass solche Arbitragemöglichkeiten allmählich verschwinden. Die Anpassung der Preise würde folgendermassen ablaufen: Die im Ausland billigeren Güter werden importiert. Dazu bedarf es entsprechender Devisen, also ausländischer Währung. Durch die gestiegene Nachfrage nach ausländischer Währung wertet sich diese auf. Die teurere ausländische Währung verteuert allmählich die ausländischen Güter. Dieser Prozess dauert an, bis die Güter in beiden Ländern gleich teuer sind. Dann gleicht der Wechselkurs die Kaufkraft der beiden Währungen aus. Unterschiedliche Preise für handelbare Güter sind daher eine Triebfeder für Wechselkursveränderungen. In einer Welt freien Güter- und Kapitalverkehrs kann man also erwarten, dass Preise für ähnliche Produkte im Verhältnis des Wechselkurses zueinander stehen. Dieses Gleichgewicht gilt für eine lange Frist, in der alle Preisanpassungen stattgefunden haben. In einer derartigen Handelswelt ausgeglichener Preise gilt die absolute Kaufkraftparität, es herrscht «the Law of one Price», d.h., alle Güter und Dienstleistungen kosten nach Umrechnung das Gleiche. Absolute Kaufkraftparität: Wechselkurse gleichen Preisunterschiede aus Beispiel: Absolute Kaufkraftparität und der Big Mac Die britische Zeitschrift «The Economist» hat zur Beobachtung der Kaufkraftparität ein besonderes, international vergleichbares Produkt herangezogen: den Big Mac. Dieser wird bei McDonald s in über 80 Ländern in gleicher Art und Weise vorbereitet und zusammengesetzt. Globale Big-Mac-Kaufkraftparität wäre erreicht, wenn nach Umrechnung mit den Wechselkursen Big Macs in allen Ländern gleich viel 11

12 kosten würden. Berechnet man die Kaufkraft des USD im Vergleich zu anderen Währungen, ergibt sich folgendes Bild: Big Mac Kaufkraftparität Land Preis in lokaler Preis in USD tatsächlicher implizierte Unter- ( ) resp. Währung Wechselkurs PPP des Überbewertung am Dollars (+) der Währung zum Dollar USA USD 2.51 USD 2.51 Chile CLP 1260 USD % China CNY 9.90 USD % Deutschland DEM 4.99 USD % Frankreich FRF USD % Russland RUR USD % Schweden SEK USD % Schweiz CHF 5.90 USD % Taiwan TWD 70.0 USD % Tschechien CZK USD % Ungarn HUF 339 USD % Der Big Mac Preis in lokaler Währung im April 2000 wird durch seinen Preis in den USA (=USD 2.51) geteilt. Dieser Bruch gibt die Kaufkraft der lokalen Währung zum USD an. Zum Beispiel hat der Big Mac in Schweden am SEK gekostet. Bei einem Wechselkurs von USD/SEK 9.56 wäre der Big Mac in beiden Ländern gleich teuer gewesen. Der tatsächliche Wechselkurs lag aber an diesem Tag bei USD/SEK Der schwedische Big Mac kostete also umgerechnet USD Er war um USD 0.20 teurer, als wenn man ihn in den USA erworben hätte. Dies impliziert eine Überbewertung der SEK von 8%. Bei einem Preisvergleich wird deutlich, dass Wechselkurse stark von der Kaufkraftparität abweichen können. Es gibt vielerlei Ursachen für die Verletzung Gründe für Abweichungen von der absoluten Kaufkraftparität 12

13 der Kaufkraftparität. Transportkosten beeinflussen den Preis von Endprodukten. Gleiche Produkte sollten daher an verschiedenen Orten unterschiedliche Preise haben und nahe dem Produktionsort am billigsten sein. Aber auch Handelsbarrieren, wie z.b. Zölle oder Einfuhrbeschränkungen, treiben einen Keil zwischen in- und ausländische Preise. Daneben ist die Arbeitsbevölkerung über Landesgrenzen hinweg wenig mobil. Dadurch kann es auch dauerhaft zu Lohnniveauunterschieden kommen. Schliesslich ist eine Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen, die in die letztliche Preisbildung eingehen, gar nicht handelbar. So lassen sich z.b. Immobilien im Ausland erwerben, ihre Nutzung im Inland, z.b. als Verkaufsfläche, ist jedoch unmöglich. Diese «Störungen» in der Handelbarkeit müssen die Bestimmung eines langfristig gültigen Paritätsmasses für Währungen jedoch noch nicht ausschliessen. Statt einzelne Preise zu vergleichen, können aus Güterbündeln errechnete Preisniveaus miteinander verglichen werden. Preisniveauentwicklungen können die Veränderungen der Kaufkraft einer Währung relativ zu einer anderen Währung ausdrücken. Das verbreitetste Mass für das Preisniveau eines Landes ist der Konsumentenpreisindex. Er misst den Preis für einen Korb von Waren, die typischerweise von privaten Haushalten konsumiert werden. Relative Kaufkraftparität: Inflationsdifferenzen bestimmen über Auf- und Abwertung einer Währung Aus der Entwicklung der im Warenkorb zusammengefassten Preise lässt sich die Teuerungs- oder Inflationsrate bestimmen. Für die Bestimmung von Wechselkursveränderungen nach der Kaufkraftparität ausschlaggebend sind die Preise der handelbaren Güter, die im Produzentenpreisindex gemessen werden. Bei relativer Kaufkraftparität sollten Veränderungen des Wechselkurses die Veränderungen der Preisniveaus der handelbaren Güter in den betroffenen Ländern spiegeln. Die eigentliche Kaufkraft bliebe dadurch unverändert. Wichtig ist somit die Entwicklung des relativen Preisniveaus der relevanten 13

14 Länder. Die Veränderung der relativen Preisniveaus im Zeitverlauf ist nichts anderes als die Differenz der Inflationsraten der beiden Länder. Nach der relativen Kaufkraftparität sollte also gelten: Die Veränderung der Wechselkurse entspricht der Inflationsdifferenz auf Produzentenpreisstufe zwischen den betrachteten Ländern. Mit anderen Worten, der reale Wechselkurs sollte konstant sein. Beispiel: Produzentenpreise in Frankreich und Deutschland Bei einer Gegenüberstellung von Produzentenpreis- Inflationsraten in Frankreich und Deutschland und dem Wechselkursverhältnis von DEM/FRF wird deutlich, dass sich die langfristige Wechselkursentwicklung sehr gut über die unterschiedlichen Preissteigerungsraten handelbarer Güter bestimmen lässt. In den Jahren 1979 bis 1987 lag die französische Produzentenpreisinflation deutlich über der deutschen. Als Folge musste sich der FRF gegenüber der DEM abwerten. Erst seit 1988, also nachdem sich die Inflationsraten beider Länder weitestgehend angeglichen hatten, konnte die Wechselkursrelation als stabil erachtet werden Produzentenpreise in Frankreich und Deutschland und DEM/FRF DEM/FRF (linke Skala) Differenz der Produzentenpreisinflationen (rechte Skala)

15 Die Anpassungsprozesse zur Kaufkraftparität haben eine direkte Rückwirkung auf die Einkommensentstehung in einer Volkswirtschaft. Wechselkurse beeinflussen massgeblich die Preise von Importen und Exporten. Aussenhandel und Einkommensentstehung Exporte sind der Verkauf von inländischen Gütern und Dienstleistungen ans Ausland. Importe sind Käufe von ausländischen Gütern und Dienstleistungen im Inland. Die so genannten Nettoexporte fassen den internationalen Handel von Gütern und Dienstleistungen eines Landes zusammen. Über einen Abrechnungszeitraum hinweg ergeben sich die Nettoexporte als der Gesamtwert der Exporte abzüglich der Importe. Positive Nettoexporte bedeuten, dass mehr exportiert als importiert wurde. Güter- und Dienstleistungsströme spiegeln Entstehung und Verwendung von Einkommen wider. Exporte führen zu Einkommensentstehung im Inland. Importe sind Ausgaben von Inländern und reflektieren damit die Verwendung von Einkommen. Wird wertmässig mehr exportiert als importiert, dann steigt im jeweiligen Abrechnungszeitraum das inländische Exporte Importe Nettoexporte Investitionen Staatsausgaben Haushaltskonsum Bruttoinlandsprodukt 15

16 Vermögen durch einen Nettozustrom von Einkommen. Sind Nettoexporte negativ, dann verringert sich das Inlandsvermögen, weil netto Einkommen abgeflossen ist. In den Konten der nationalen Buchhaltung werden Entstehung und Verwendung von allen in einem Land erwirtschafteten Einkommen erfasst. Dazu gehören auch alle Transaktionen mit dem Ausland. Das Bruttoinlandsprodukt ist das im Inland erwirtschaftete Gesamteinkommen. Es entspricht der Summe aus Konsumausgaben der privaten Haushalte, Ausgaben des Staates für Güter und Dienstleistungen, Investitionsausgaben und Nettoexporten. Die Handelstransaktionen des Inlands mit dem Rest der Welt werden in der Zahlungsbilanz erfasst. Sie beinhaltet sowohl alle Exporte und Importe von Gütern und Dienstleistungen als auch den gesamten Kapitalverkehr aus Anlagen, Investitionen und Kapitalverkehr der öffentlichen Hand. Der Name Zahlungs- Zahlungsbilanz: Zusammenfassung von Handels- und Kapitalverkehr Schematische Darstellung der Zahlungsbilanz Zahlungsbilanz Ertragsbilanz (Laufende Transaktionen) Kapitalverkehrsbilanz + Veränd. Nettostatus SNB Leistungsbilanz (Aussenbeitrag) Bilanz unentgeltlicher Übertragungen Handelsbilanz Dienstleistungsbilanz (inkl. Faktoreneinkommen) 16

17 bilanz ist eigentlich doppelt irreführend. In der Zahlungsbilanz werden einerseits nicht nur internationale Zahlungen erfasst, sondern auch die dahinter stehenden Waren- und Dienstleistungsströme. Andererseits ist der Ausdruck Bilanz buchhalterisch nicht korrekt, denn in der Zahlungsbilanz werden Ströme über einen Zeitraum und nicht Bestände zu einem Zeitpunkt erfasst. Die Unterkonten der Zahlungsbilanz sind in sich höchstens zufällig ausgeglichen, ihre Saldi müssen jedoch summiert die Zahlungsbilanz immer zum Ausgleich bringen. Streng genommen kann ein Zahlungsbilanzüberschuss oder -defizit nicht existieren. Ein Missverständnis des Ausdrucks Zahlungsbilanz liegt immer dann vor, wenn von Zahlungsbilanzüberschüssen oder -defiziten gesprochen wird. Gemeint sind damit Ungleichgewichte in einem der Unterkonten oder Unterbilanzen, wie z.b. der Handels-, Leistungs- oder Kapitalverkehrsbilanz. Registriert ein Land ein Leistungsbilanzdefizit, weil es z.b. mehr importiert als exportiert hat, muss es für die mehr bezogenen Importe dem Ausland eine Forderung abtreten. Das Leistungsbilanzdefizit wird somit mit einem Überschuss in der Kapitalverkehrsbilanz ausgeglichen. Länger anhaltende Leistungsbilanzdefizite können nur existieren, solange sich Inländer im Ausland verschulden wollen oder solange Ausländer bereit sind, im Inland zu investieren. Diese Kapitaltransaktionen stellen Vermögensveränderungen dar. Ein Leistungsbilanzdefizit vermindert damit das inländische Vermögen. Leistungsbilanzdefizit = Zunahme der Nettoauslandsverschuldung Beispiel: US-Nettoauslandsvermögen Seit der ersten Amtsperiode des amerikanischen Präsidenten Reagan verbuchten die USA in jedem Jahr ein Defizit in der Leistungsbilanz. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch eine drastische Senkung der Steuersätze in den USA. Bei gleichzeitig zunächst nur wenig rückläufigen Staatsausgaben ergab sich ein Haushaltsdefizit, für dessen Finanzierung das Spar- 17

18 volumen der amerikanischen Haushalte nicht ausgereicht hat. Die USA mussten über eine defizitäre Leistungsbilanz ausländisches Kapital zur Finanzierung ihrer Staatsausgaben importieren. Während die USA bis zum Jahr 1980 ihr Nettoauslandsvermögen auf über USD 400 Mrd. aufgebaut hatten, hat sich in der Folge das Nettoauslandsvermögen der USA schrittweise abgebaut. Heute gelten die USA als der grösste Schuldner der Welt. Tatsächlich spielen Portfolioüberlegungen eine zunehmend grössere Rolle bei der Bestimmung von Wechselkursen. Das Portfolio eines Anlegers setzt sich aus in- und ausländischen Anlagen zusammen. Diese Anlagen aus verschiedenen Ländern sind untereinander nicht vollkommen austauschbar, denn zur Diversifizierung und Risikostreuung werden Anleger immer nur einen Anteil ihres Vermögens in Anlagen eines bestimmten Landes halten. Tritt nun über mehrere Jahre hinweg ein Leistungsbilanzüberschuss mit einem Handelspartner auf, dann kommt es in den inländischen Portfolios zu einer Anhäufung auslän- Nettoauslandsvermögen und Wechselkurs US-Nettoauslandsvermögen 600 Mrd. USD

19 discher Anlagen. In dem Moment, in dem der gewünschte Anteil jener Anlagen aus dem Land mit der defizitären Leistungsbilanz in den inländischen Portfolios überschritten wird, gelangen Überschüsse dieser Anlagen auf den internationalen Kapitalmarkt. Anleger versuchen, diese Anlagen durch inländische oder andere ausländische Anlagen zu ersetzen. Die Währung der überschüssigen Anlage ist entsprechend im Überangebot. Der Wechselkurs greift diese Veränderung der Vermögensportfolios auf: Nur eine Abwertung der ausländischen Währung kann die Kapitalmärkte ausgleichen. Nach der Abwertung entspricht der Wert der ausländischen Anlagen, ausgedrückt in inländischer Währung, wieder dem im Vermögensportfolio gewünschten Anteil. Langfristig kann somit ein Zustand erreicht werden, in dem die Leistungsbilanz ausgeglichen ist. Länder mit Nettogläubigerstatus müssen dabei in Kauf nehmen, dass ihre Währung stärker ist, als für eine ausgeglichene Handelsbilanz nötig wäre. Die eingehenden Vermögenserträge müssen durch eine defizitäre Handelsbilanz kompensiert werden, um den Leistungsbilanzsaldo auszugleichen. Umgekehrt führen länger andauernde und erhebliche Leistungsbilanzdefizite dazu, dass sich die Währung des betroffenen Landes langfristig abwertet. Deshalb wird die Währung unter Umständen auch in einer sehr langen Frist nicht die Kaufkraftparität auf den Gütermärkten spiegeln. Langfristige Folgen einer Verschuldung: Abwertung Nach der Theorie der Kaufkraftparität müsste der anhand der Produzentenpreisinflation kaufkraftbereinigte, reale Wechselkurs zumindest in der langen Frist konstant bleiben. Tatsächlich führt eine Abnahme des Nettoauslandsvermögens über die inflationsbedingte Wechselkursveränderung hinaus zu einer Abwertung der betreffenden Währung. Das Nettoauslandsvermögen lässt sich näherungsweise anhand der kumulierten Leistungsbilanzen der Vergangenheit bestimmen, da der Leistungsbilanzsaldo die Verän- 19

20 derung des Nettoauslandsvermögens widerspiegelt. Musterbeispiel für eine Aufwertung ist Japan, dessen Währung sich in Folge der anhaltenden Leistungsbilanzüberschüsse auch real aufgewertet hat. Reale Wechselkursänderung und kumulierte Leistungsbilanzen (1995) Reale Aufwertung p.a. in % USD CAD GBP ITL FRF DEM CHF JPY Kumulierte Leistungsbilanz (Mrd. USD) Tatsächlich machen heute direkt mit Warenhandelsgeschäften verbundene Transaktionen nur noch weniger als 5% des Handelsvolumens auf den internationalen Devisenmärkten aus. Die meisten Transaktionen beruhen entweder auf den durch Handel indirekt ausgelösten Transaktionen oder auf Investitions- oder Anlagegeschäften. Dies rührt daher, dass in den letzten Jahren Kapital sehr mobil geworden ist, einerseits bedingt durch technische Möglichkeiten, anderseits weil Schranken im Kapitalverkehr zunehmend abgebaut worden sind. Die durch die höheren Produzentenpreisinflationsraten bedingte Abwertung des USD wird durch die Kaufkraftparität (PPP) wiedergegeben. Deutlich ist, dass die relative Zunahme der Nettovermögensposition der Schweiz dazu führt, dass die Wechselkursrelation Zunehmende Bedeutung des Kapitalverkehrs Wechselkursbestimmung durch die UBS anhand der PPP 20

21 USD/CHF mittelfristig unter dem durch die Kaufkraftparität implizierten Wert liegen sollte. Damit sollte sich zumindest gegenüber der USA auf Dauer ein Handelsbilanzdefizit der Schweiz ergeben. USD/CHF, Kaufkraftparität und Portfolio Balance Equilibrium Exchange Rate USD/CHF PPP Aktuell Aus der Darstellung der langfristigen Bestimmungsfaktoren der Wechselkurse wird deutlich, dass sich Trendaussagen bezüglich der Wechselkursentwicklung anhand von makroökonomischen Argumenten gut bestimmen lassen. Tatsächlich ist die PPP relativ gut geeignet, um Prognosen über die Wechselkursentwicklung der kommenden Monate zu machen. Für die tägliche Arbeit und die aktive Bewirtschaftung von Devisenrisiken sind diese Aussagen aber nicht ausreichend. 21

22 Was bedeuten die Begriffe Zinsparität und Realzinsparität?

23 3. Kurzfristige Bestimmungsgründe für Devisenmarktbewegungen Überblick Der Devisenmarkt ist ein «schneller» Markt. Er kann sofort auf jene Nachrichten reagieren, deren Informationsgehalt einen Einfluss auf die Wechselkurse erwarten lässt. Veränderungen in den Erwartungen sind beinahe augenblicklich auf dem Devisenmarkt in Form von Kursveränderungen spürbar. In diesem Abschnitt sollen die kurzfristigen Bestimmungsgründe für Devisenmarktbewegungen dargestellt werden. Zu diesem Zweck wird zunächst das Konzept der Zinsparität erläutert. Anschliessend soll untersucht werden, wie bei langfristig gültiger Kaufkraftparität kurzfristig Wechselkurse ihre neuen langfristigen Werte überschiessen können. Abschliessend wird die Wirkungsweise von Geld- und Fiskalpolitik auf Wechselkurse unter fixen und flexiblen Wechselkursregimen dargestellt. In der kurzen Frist bestimmen vor allem Devisenbedürfnisse aus Anlageentscheiden den Wert der Wechselkurse. Solche Kapitalströme orientieren sich an Renditeerwartungen. Renditen von Kapitalanlagen im Ausland hängen vom jeweiligen ausländischen Zinssatz und der erwarteten Wertentwicklung der entsprechenden Währung ab. Diese Wechselkursveränderungserwartungen lassen sich aus der Differenz zwischen den jeweiligen Zinssätzen der beiden Währungen ableiten. Liegt z.b. der ausländische Zins über dem inländischen und würde keine Wechselkursveränderung erwartet, dann flösse Kapital ins Ausland, weil dort die Zinsen höher sind. Mit Beginn des Kapitalabflusses träte Kapitalknappheit auf dem inländischen Kapitalmarkt auf, sodass die Zinsen stiegen. Auf den Devisenmärkten stiege die Nachfrage nach ausländischer Währung und das Angebot an inländischer Währung, weshalb die Erwartung keiner Veränderung nicht richtig sein kann. Eine Antwort auf diesen scheinbaren Widerspruch gibt uns das Konzept der Zinsparität. Es besagt, dass der inländische Zinssatz dem ausländischen Zinssatz plus der erwarteten Veränderung des Wechselkurses Zinsparität: Zinsdifferenzen entsprechen erwarteten Wechselkursveränderungen 23

24 entspricht. Die Zinsdifferenz spiegelt Erwartungen bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Wechselkurses. Beispiel: Zinsparität Am 26. Mai 2000 notierte der Wechselkurs EUR/CHF bei Gleichzeitig rentierte eine einjährige Geldmarktanlage in CHF mit 3.69% und in EUR mit 4.81%. Der erwartete Wechselkurs in einem Jahr (X) lässt sich aus diesen Daten herleiten: 3.69% = 4.81% + (X ) Aufgelöst nach X ergibt sich: X = (3.69% 4.81%) = Der Markt erwartet also einen Wechselkurs von für den 26. Mai Die zentrale Rolle bei der Bestimmung der Wechselkursentwicklung spielen demnach die Erwartungen über das zukünftige Wechselkursniveau. Für die lange Frist folgt über die Kaufkraftparität, dass der Wechselkurs die relative Entwicklung der Preise für Güter und Dienstleistungen spiegelt. Weil Güterund Dienstleistungspreise sich nur langsam anpassen, kann die Kaufkraftparität kurzfristig nicht gelten. Langfristig folgt aber, dass die Zinssatzdifferenz der Inflationsdifferenz zwischen den beiden Währungen entsprechen sollte. Mit anderen Worten, die Wechselkursveränderung sorgt dafür, dass sich die Realzinsen international entsprechen. Solange die Preisanpassung für Güter- und Dienstleistungen jedoch nur zögerlich verläuft, müssen die Wechselkurse für einen Ausgleich der Renditeerwartungen sorgen. Vergrössert z.b. die inländische Zentralbank plötzlich das Geldmengenwachstum, Zins- und Kaufkraftparität: Realzinsparität Rigide Preisanpassung führt zum Überschiessen der Wechselkurse 24

25 dann erwartet der Markt, dass auch die Inflationsrate, nachdem sich die Preissetzung angepasst hat, höher sein wird. Langfristig wird es dementsprechend zu einer Abwertung der inländischen Währung kommen, d.h., der Wechselkurs muss steigen. Die grössere Geldmengen-Wachstumsrate bedeutet aber auch, dass Geld im Überfluss vorhanden ist. Dadurch sinken zunächst die Zinsen. Gemäss Zinsparität verlangt die grössere Zinsdifferenz aber die Erwartung eines fallenden Wechselkurses, also einer Aufwertung. Die expansivere Politik der Notenbank bringt ein scheinbares Dilemma in den Erwartungen hervor: Für die lange Frist wird ein höherer Wechselkurs eine Abwertung erwartet, in der kurzen Frist dagegen braucht es Aufwertungserwartungen, um die Zinsparität zu erfüllen. Aufgrund seiner vorausschauenden Eigenschaft vermag der Devisenmarkt diese kurzund langfristig inkompatibel erscheinenden Erwartungen sofort miteinander zu vereinbaren: Steigt der Wechselkurs aufgrund der Ankündigung einer Überschiessen am Beispiel der Geldpolitik Überschiessen E 1 E 0 E I P M I P M Zeit Abkürzungen: E = Wechselkurs, i = Zinssatz, P = Preisniveau, M = Geldmenge 25

26 expansiven Geldpolitik gemeinsam mit den fallenden Zinsen über sein neues, langfristig erwartetes Niveau, dann entspricht die mittelfristige Entwicklung in Richtung des langfristigen Niveaus der Aufwertungserwartung aus der Zinsdifferenz. Der Wechselkurs schiesst in seiner Reaktion über sein neues langfristiges Niveau hinaus, weswegen man von Überschiessen der Wechselkurse spricht. In der mittleren Frist werden mit der höheren Inflation die Zinsen wieder steigen und der Wechselkurs wird sinken. Die kleiner werdende Zinsdifferenz lässt auch die Erwartungen bezüglich Veränderungen des Wechselkurses geringer werden. Haben sich alle Preise angepasst, dann drückt der Wechselkurs wieder die Kaufkraftparität aus, und die Zinsdifferenz spiegelt lediglich die Inflationsdifferenz zwischen den Ländern wider. Das Phänomen des Überschiessens erklärt zumindest einen Teil der lang anhaltenden Abweichung der Wechselkurse von der Kaufkraftparität. Je rigider die Preisanpassung, desto grösser müssen diese Abweichungen sein. Wenn man sich vor Augen hält, dass alle Faktoren, die eine Veränderung der zukünftigen Wechselkurse und Zinssätze auslösen können, über die Zinsparität zu einer Veränderung der heutigen Wechselkurse führen, wird auch deutlich, wieso Wechselkurse so volatil sind. Aus diesem Grund ist es auch so entscheidend, bei der Beurteilung des Devisenmarktes auf eine Vielfalt von Faktoren, ihr Zusammenspiel und ihre Auswirkung auf die Erwartungen des Marktes zu achten. Eine boomende Auslandskonjunktur zum Beispiel kann zwei Wirkungen haben. Zum einen ist über eine starke Auslastung des Arbeitsmarkts und der Produktionskapazität mit einem Anstieg der Inflationsraten zu rechnen. Zum anderen dürfte eine auf Preisstabilität bedachte Zentralbank mit einer Verknappung des Geldangebots und damit einer Erhöhung der Erwartungsbildung über ausländische Konjunktur und Geldpolitik 26

27 Zinssätze versuchen, die Konjunktur rechtzeitig zu dämpfen, ehe es zu exzessiv steigenden Inflationsraten kommt. Reagiert die ausländische Zentralbank nicht, bleiben die ausländischen Zinsen aufgrund der konjunkturbedingten höheren Geldnachfrage leicht über denen des Inlands. Der Wechselkurs überschiesst zunächst den Wert der Kaufkraftparität, und anschliessend kommt es zu einer kontinuierlichen Abwertung der ausländischen Währung. Ein durch die Zentralbank ausgelöster präventiver Zinsanstieg sollte nach der Theorie des Überschiessens einen weiteren Anstieg des Wechselkurses und danach eine allmähliche Abwertung der ausländischen Währung bewirken. Entscheidend für den tatsächlichen Zeitverlauf des Wechselkurses ist dabei die Frage, inwieweit eine Veränderung der Geldpolitik durch den Markt erwartet worden ist. Ist der Markt davon ausgegangen, dass die Zinssätze erhöht werden, kann es trotz der Erfüllung der Erwartung zu einem sofortigen Fallen des Wechselkurses kommen. In diesem Fall hat der Markt die Zinserhöhung vorweggenommen, und der Wechselkurs ist bereits vor der geldpolitischen Veränderung angestiegen. Ausschlaggebend für die Wechselkursentwicklung sind daher die Erwartungen der Marktteilnehmer. Beispiel: Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen Wie jeden ersten Freitag im Monat hat auch am 7. März 1997 der Devisenmarkt die Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktzahlen erwartet. Im Markt ging man vor der Veröffentlichung davon aus, dass im Monat Februar neue Stellen geschaffen worden sind. Im Vorfeld der Veröffentlichung stieg der Wechselkurs bereits leicht an. Die um Uhr veröffentlichte Zahl lag mit neu geschaffenen Stellen aber nochmals deutlich über den Erwartungen. Die Marktteilnehmer haben daraus geschlossen, dass die amerikanische Notenbank in Zukunft eine eher knapper bemessene Geldpolitik 27

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7:

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7: Internationale Ökonomie II Vorlesung 7: Übersicht: Das internationale Währungssystem bis 1973 Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse

Mehr

Grundbegriffe der monetären Ökonomie: Geld und Währung

Grundbegriffe der monetären Ökonomie: Geld und Währung Grundbegriffe der monetären Ökonomie: Geld und Währung Geldpolitik in der langen Frist Langfristig ist Geld neutral, d.h. eine nominale Geldmengenvermehrung führt zu einer entsprechenden Inflation: P /

Mehr

Das Welt- Währungssystem

Das Welt- Währungssystem Das Welt- Währungssystem Helga Wieser & Corina Wallensteiner Überblick Bimetall-Standard Gold Standard (1870-1914) Zwischenkriegszeit (1918-1939) Warum funktionierte Bretton Woods nicht? Wie sieht es heute

Mehr

Lösungen zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaftstheorie: Aufgabensammlung I

Lösungen zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaftstheorie: Aufgabensammlung I Thema Dokumentart Makroökonomie: Aussenwirtschaftstheorie und -politik Lösungen zu Aufgabensammlung LÖSUNGEN Aussenwirtschaftstheorie: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Was versteht man unter der Zahlungsbilanz

Mehr

Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung

Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung PROF. DR.MICHAEL FUNKE DIPL.VW. KRISTIN GÖBEL Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2010/11) Aufgabe 1: Das IS-LM-Modell in einer geschlossenen Volkswirtschaft a) Zeigen Sie unter Verwendung

Mehr

Iconomix-Fachtagung 3. September 2011. Romain Baeriswyl Schweizerische Nationalbank

Iconomix-Fachtagung 3. September 2011. Romain Baeriswyl Schweizerische Nationalbank Iconomix-Fachtagung 3. September 2011 Romain Baeriswyl Schweizerische Nationalbank Übersicht 1. Die Schweiz als kleine, offene Volkswirtschaft in der Mitte Europas a. Bedeutung des Exportsektors für die

Mehr

Topic 4 Offene Wirtschaft (Blanchard Ch. 18,19)

Topic 4 Offene Wirtschaft (Blanchard Ch. 18,19) Topic 4 Offene Wirtschaft (Blanchard Ch. 18,19) drei Dimensionen der Offenheit: 1.Offene Gütermärkte: Beschränkungen: Zölle und Quoten. 2.Offene Finanzmärkte: Beschränkungen: Kapitalkontrollen 3.Offene

Mehr

Mundell-Fleming Modell. b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses?

Mundell-Fleming Modell. b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses? Mundell-Fleming Modell 1. Wechselkurse a) Was ist ein Wechselkurs? b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses? c) Wie verändert sich bei der Preisnotierung der Wechselkurs,

Mehr

IS LM. Ein mittelmächtiges Modell

IS LM. Ein mittelmächtiges Modell IS LM Ein mittelmächtiges Modell Was ist das IS-LM-Modell? Im IS LM Modell werden Gütermarkt und Finanzmarktes in einem Modell zusammen geführt. Was ist neu im IS-LM-Modell? Bislang waren die Investitionen

Mehr

Vorlesung Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Vorlesung Internationale Wirtschaftsbeziehungen Vorlesung Internationale Wirtschaftsbeziehungen Reale Außenwirtschaft Monetäre Außenwirtschaft 1 Monetäre Außenwirtschaft Inhaltliche Schwerpunkte 1. Einführung 2. VGR und Zahlungsbilanz (12) 3. Bestimmungsgründe

Mehr

Das makroökonomische Grundmodell

Das makroökonomische Grundmodell Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl.-Kfm. hilipp Buss Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2013/2014

Mehr

Währung und internationale Zusammenarbeit

Währung und internationale Zusammenarbeit Unterrichtsidee Phase 1: Problematisierung Wechselkurs Lehrerimpuls, Entwicklung verschiedener Wechselkurse gegenüber dem Euro (Unterrichtsmaterial I) Beschreiben Sie, was diese Grafik darstellt. Was drückt

Mehr

Was ist mit dem Dollar los? Manuel Ammann und Rico von Wyss. St. Galler Tagblatt, 9.4.2008, S. 2.

Was ist mit dem Dollar los? Manuel Ammann und Rico von Wyss. St. Galler Tagblatt, 9.4.2008, S. 2. Was ist mit dem Dollar los? Manuel Ammann und Rico von Wyss St. Galler Tagblatt, 9.4.2008, S. 2. Der Wert der amerikanischen Währung hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Währungen stark

Mehr

Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit. Lösung zu der Aufgabensammlung. Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung III

Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit. Lösung zu der Aufgabensammlung. Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung III Thema Dokumentart Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit Lösung zu der Aufgabensammlung Lösung Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung III Aufgabe 1 Gegeben ist die folgende Ausgangslage bezüglich der maximalen

Mehr

einfache IS-XM-Modell

einfache IS-XM-Modell Universität Ulm 89069 Ulm Germany Prof. Dr. Werner Smolny Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Institutsdirektor Wintersemester

Mehr

Pressegespräch Deutsche Goldreserven 16. Januar 2013. Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank

Pressegespräch Deutsche Goldreserven 16. Januar 2013. Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank Pressegespräch Deutsche Goldreserven, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank 1. Einleitung 1. Einleitung 2. Historie 3. Aktuelle Verteilung des Goldbestandes 4. Gold als Teil der Währungsreserve

Mehr

Dennis Metz DEVISEN- HANDEL. Geld verdienen mit Wechselkursschwankungen. FinanzBuch Verlag

Dennis Metz DEVISEN- HANDEL. Geld verdienen mit Wechselkursschwankungen. FinanzBuch Verlag Dennis Metz DEVISEN- HANDEL Geld verdienen mit Wechselkursschwankungen FinanzBuch Verlag 2 Devisenmarkt 2.1. Geschichte und aktuelle Entwicklung des Devisenmarktes Ein Leben ohne Geld ist heute unvorstellbar,

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Der internationale Handel. Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Der internationale Handel. Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Der internationale Handel Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Seite 3 Was ist ein absoluter Kostenvorteil? Nennen

Mehr

Kapitel 14: Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz

Kapitel 14: Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz Kapitel 1 Einführung Kapitel 14: Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz Folie 13-1 14. Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz Einführung Wechselkurse und internationale

Mehr

VWL - Examen - Makroökonomik

VWL - Examen - Makroökonomik Geschichte der Makroökonomik a) Weltwirtschaftskrise (Oktober 1929 Börsencrash) Arbeitslosigkeit verblieb in vielen Ländern mehr als zehn Jahre auf hohem Niveau b) Klassischer Ansatz bis zur Weltwirtschaftskrise

Mehr

informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24.

informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24. informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24. Oktober 2013 Inflation Was genau ist Inflation eigentlich? Definition Inflation Inflation

Mehr

Grundlagen der Makroökonomie. Tutorium 3 - Geld und Außenwirtschaft

Grundlagen der Makroökonomie. Tutorium 3 - Geld und Außenwirtschaft Universität Ulm 89069 Ulm Germany Die Tutoren der Kleingruppenübungen Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Grundlagen der

Mehr

23.1 Bedeutung von Wechselkursen 23.2 Währungspolitische Alternativen 23.3 Währungspolitische Zusammenarbeit

23.1 Bedeutung von Wechselkursen 23.2 Währungspolitische Alternativen 23.3 Währungspolitische Zusammenarbeit Prof. Dr. Holger 23.1 Bedeutung von Wechselkursen 23.2 Währungspolitische Alternativen 23.3 Währungspolitische Zusammenarbeit Ziel: Vermittlung der Grundlagen und Perspektiven Stand: 12. Folie 1 von 33

Mehr

UE5: Fragen zu Geldpolitik

UE5: Fragen zu Geldpolitik UE5: Fragen zu Geldpolitik 1) Was ist das vorrangige Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) und welche geldpolitischen Instrumente werden eingesetzt für die Erreichung dieses Ziels? 2) a) Woraus besteht

Mehr

(i) Bei einer Preisentwicklung, die um den Zielwert schwankt, wird der Zielwert von null zeitweise unterschritten (Deflation).

(i) Bei einer Preisentwicklung, die um den Zielwert schwankt, wird der Zielwert von null zeitweise unterschritten (Deflation). Klausurfragen SS 2012 2. Termin 1. Geldpolitik der EZB (22 Punkte) a) Welches ist das Oberziel der EZB? Wie hat sie dieses Ziel konkretisiert? Preisniveaustabilität im Euroraum. Konkretisierung: Inflationsrate

Mehr

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - MUSTERLÖSUNG -

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - MUSTERLÖSUNG - Beispielklausur 1 IWB Musterlösung, Seite 1 FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - Fachgebiet Volkswirtschaftslehre - MUSTERLÖSUNG - Fachbereich: Fach: Internationale Wirtschaftsbeziehungen Studiengang: Studiensemester:

Mehr

GELDMENGE UND PREISE Arbeitsauftrag

GELDMENGE UND PREISE Arbeitsauftrag 1. Geldmenge und Preise Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an. Begründen Sie Ihren Entscheid bei den falschen Aussagen mit einem oder zwei kurzen Sätzen. Die Schweizerische Nationalbank kann die gesamte

Mehr

Formelsammlung Monetäre Aussenwirtschaft.

Formelsammlung Monetäre Aussenwirtschaft. Formelsammlung Monetäre Aussenwirtschaft http://rolandkirsteinde Juni 2005 Die übliche Warnung vorweg: Diese Formelsammlung kann keinesfalls die Aufarbeitung des Vorlesungs- und Übungsstoffes anhand Ihrer

Mehr

7. Fixe Wechselkurse und Interventionen zur Stabilisierung der Wechselkurse

7. Fixe Wechselkurse und Interventionen zur Stabilisierung der Wechselkurse 7. Fixe Wechselkurse und Interventionen zur Stabilisierung der Wechselkurse Wechselkurse sind nicht vollständig flexibel; in manchen Ländern sind sie fix. Wie intervenieren Zentralbanken zur Fixierung

Mehr

Kapitel 3: IS-LM mit Erwartungen. Makroökonomik I - IS-LM mit Erwartungen

Kapitel 3: IS-LM mit Erwartungen. Makroökonomik I - IS-LM mit Erwartungen Kapitel 3: IS-LM mit Erwartungen 1 Ausblick: IS-LM mit Erwartungen IS-LM mit Erwartungen Geldpolitik und die Rolle von Erwartungen Abbau des Budgetdefizits bei rationalen Erwartungen 2 3.1 IS-LM mit Erwartungen

Mehr

Zahlungsbilanz unesco projekt - schule. Cäcilienschule Oldenburg unesco projekt schule

Zahlungsbilanz unesco projekt - schule. Cäcilienschule Oldenburg unesco projekt schule Zahlungsbilanz unesco projekt - schule Workshop 5: Zahlungsbilanz Überblick Ökonomie an der Cäcilienschule Kurs Internationale Wirtschaftsbeziehungen Überblick Zahlungsbilanz im Unterricht Einordnung in

Mehr

Makroökonomik II. Veranstaltung 2

Makroökonomik II. Veranstaltung 2 Makroökonomik II Veranstaltung 2 1 Ausgangspunkt 1. Das Keynesianische Kreuz konzentriert sich auf den Gütermarkt. Problem: Zinssatz beeinflusst Nachfrage. 2. Das IS LM Modell: fügt den Geldmarkt hinzu,

Mehr

Thema: Wirtschaftspolitik der EU Die Wa hrungsunion

Thema: Wirtschaftspolitik der EU Die Wa hrungsunion Thema: Wirtschaftspolitik der EU Die Wa hrungsunion Anforderungsbereich I: Reproduktion: 1. Arbeiten Sie die Spielregeln für den Euro heraus und ermitteln Sie was dadurch sichergestellt werden soll. 2.

Mehr

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation Inflation Unsere Serie Was ist eigentlich... behandelt aktuelle und viel diskutierte Themen, die beim Nicht-Spezialisten eine gewisse Unsicherheit hinterlassen. Wir wollen das Thema jeweils einfach und

Mehr

Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung ausgedrückt einer anderen Währung. Z.B. kostete am 3/12/2004 1$ 0.747 oder umgekehrt 1 kostete 1.339$.

Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung ausgedrückt einer anderen Währung. Z.B. kostete am 3/12/2004 1$ 0.747 oder umgekehrt 1 kostete 1.339$. 3. Zinsparität 3.1 Wechselkurs Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung ausgedrückt einer anderen Währung. Z.B. kostete am 3/12/2004 1$ 0.747 oder umgekehrt 1 kostete 1.339$. Der Wechselkurs ist ein

Mehr

Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit - Thema 4: Internationale Wirtschaft - Basics (Teil II).

Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit - Thema 4: Internationale Wirtschaft - Basics (Teil II). Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit - Thema 4: Internationale Wirtschaft - Basics (Teil II). Mario Lackner JKU Linz, Abteilung für Wirtschaftspolitik. 10. November 2008 Eine vernetzte Weltwirtschaft

Mehr

Spezielle Themen: Aussenwirtschaft. Lösung zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaft: Aufgabensammlung I

Spezielle Themen: Aussenwirtschaft. Lösung zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaft: Aufgabensammlung I Thema Dokumentart Spezielle Themen: Aussenwirtschaft Lösung zu Aufgabensammlung Lösung Aussenwirtschaft: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Stellen Sie den Devisenmarkt (einheimische Währung CHF, ausländische

Mehr

Einführung: Das Mundell-Fleming-Modell

Einführung: Das Mundell-Fleming-Modell Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl.-Kfm. Philipp Buss Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2013/2014

Mehr

Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Devisen (30.09.13)

Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Devisen (30.09.13) Kurzfassung: Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Devisen (30.09.13) Das Comeback des US-Dollar, kurzfristig unterbrochen durch die Entscheidung der US- Notenbank die Reduzierung der Anleihekäufe nicht

Mehr

IS-LM-Modell. simultanes Gleichgewicht am Geld- und Gütermarkt. Gleichgewicht: Produktion (Einkommen) = Güternachfrage

IS-LM-Modell. simultanes Gleichgewicht am Geld- und Gütermarkt. Gleichgewicht: Produktion (Einkommen) = Güternachfrage IS-LM-Modell simultanes Gleichgewicht am Geld- und Gütermarkt Gütermarkt: Gleichgewicht: Produktion (Einkommen) = Güternachfrage Investitionen sind endogen Absatz Zinssatz I =(Y,i) mit di dy > 0, di di

Mehr

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Frühjahrssemester 2008 Prof. Christine Kaufmann Ziele der Vorlesung Einblick in verschiedene Themen des Wirtschaftsvölkerrechts

Mehr

Wechselkurse. Sorten = Banknoten und Münzen in ausländischer Währung. Devisen = nur Bankguthaben (bargeldloser Zahlungsverkehr)

Wechselkurse. Sorten = Banknoten und Münzen in ausländischer Währung. Devisen = nur Bankguthaben (bargeldloser Zahlungsverkehr) Wechselkurse - zur finanziellen Abwicklung des Außenhandels benötigt man ausländische Währungen - Zahlungsmittel = Devisen - Wechselkurse = Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen - spiegelt den Außenwert

Mehr

Allgemeine Hinweise zur Klausur:

Allgemeine Hinweise zur Klausur: Prof. Dr. B. Erke / Prof. Dr. Th. Siebe VWL (Bachelor Wirtschaft) September 2008 Allgemeine Hinweise zur Klausur: Die Bearbeitungszeit beträgt 90 Minuten Bitte trennen Sie die Lösungsblätter von den übrigen

Mehr

Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12)

Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12) PROF. DR.MICHAEL FUNKE DR. MICHAEL PAETZ Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12) Aufgabe 1: Nominal- und Realzinsen a) Lesen Sie bitte den Artikel zu Negativzinsen auf http://www.taz.de/!77395/.

Mehr

Währungsreserven und Devisenumsatz

Währungsreserven und Devisenumsatz Währungsreserven und Devisenumsatz In absoluten Zahlen, 1980 weltweit bis 2007 1980 bis 2007 Währungsreserven 3.500 3.250 3.000 3.210 3.543 Devisenumsatz 3.500 3.250 3.000 2.750 Devisenumsatz pro Handelstag,

Mehr

Die Notenbank feuert aus allen Rohren Die Nationalbank rechnet mit einer tiefen Rezession und sieht Deflationsgefahren

Die Notenbank feuert aus allen Rohren Die Nationalbank rechnet mit einer tiefen Rezession und sieht Deflationsgefahren News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 13.03.09 Nationalbank Die Notenbank feuert aus allen Rohren Die Nationalbank rechnet mit einer tiefen Rezession und sieht Deflationsgefahren Die Nationalbank

Mehr

Nach dem Euro: Wie muss eine Währungsverfassung aussehen. Ulf Heinsohn, HTWK Leipzig, 22. Juni 2011

Nach dem Euro: Wie muss eine Währungsverfassung aussehen. Ulf Heinsohn, HTWK Leipzig, 22. Juni 2011 Nach dem Euro: Wie muss eine Währungsverfassung aussehen Ulf Heinsohn, HTWK Leipzig, 22. Juni 2011 Geld ist: Abruf-Kollateraleingentums-Eigentum ein Instrument, um alle Verbindlichkeiten zu erfüllen von

Mehr

Aufgaben der Geldpolitik Teil 2. Steffen Ahrens Fakultät VII Geldtheorie- und Geldpolitik WS2013/2014

Aufgaben der Geldpolitik Teil 2. Steffen Ahrens Fakultät VII Geldtheorie- und Geldpolitik WS2013/2014 Aufgaben der Geldpolitik Teil 2 Steffen Ahrens Fakultät VII Geldtheorie- und Geldpolitik WS2013/2014 Gliederung: Teil 1: Aufgaben 1. Preisstabilität 2. Glättung konjunktureller Schwankungen 3. Die Kosten

Mehr

Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011:

Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011: Eine makroökonomische Theorie der offenen Volkswirtschaft Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011: Die Euro-Schuldenkrise hat dazu geführt, dass Anleihen in Euro für

Mehr

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Tagebuch Internet-Blog Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Repetition Begriffe: Der Wirtschaftsmensch-

Mehr

Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse

Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse und Devisenmarkt 3.

Mehr

Krisen. (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP)

Krisen. (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP) Krisen (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP) Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Internationale Wirtschaftspolitik Lehrstuhlinhaber: Prof.

Mehr

Wechselkurs, Geld und Zinsen: Die kurze Frist 02.01.2012

Wechselkurs, Geld und Zinsen: Die kurze Frist 02.01.2012 Wechselkurs, Geld und Zinsen: Die kurze Frist 02.01.2012 Gliederung der Vorlesung 1 Einführung 2 Wechselkurse und Devisenmarkt: eine Vermögensmarkt-Perspektive 3 Geldmarkt und Zinsen in kurzer Frist 4

Mehr

Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life

Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life «Ein gutes Verständnis der schweizerischen Geldpolitik ist für Kreditnehmer und Kreditgeber von Frankenkrediten

Mehr

Kapitel 1: Der Welthandel im Überblick 1-1

Kapitel 1: Der Welthandel im Überblick 1-1 Kapitel 1: Der Welthandel im Überblick 1-1 Übersicht Wer handelt mit wem? Das Gravitationsmodell Einfluss der Größe einer Volkswirtschaft auf den Handel Weitere Faktoren, die den Handel beeinflussen Entferungen

Mehr

Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank

Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank iconomix-fachtagung Bern, 7. September 2013 Carlos Lenz, Leiter Inflationsprognosen, SNB Zürich Was ist Geld? Wer schöpft Geld? Was hat Geldschöpfung

Mehr

Das Währungssystem von Bretton Woods

Das Währungssystem von Bretton Woods Ulrich PFISTER Globalisierung seit 1850 10. Dezember 2013 0.6 0.5 0.4 Offenheitsgrade ausgewählter ausgewählter Länder, Volkswirtschaften, ca. 1820 1990 ca. 1820-1990 Frankreich Schweden Vereinigtes Königreich

Mehr

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31 2 Inhalt Money makes the world go round 5 Warum es ohne Geld nicht geht 6 Geld ist nicht gleich Geld 7 ede Menge Geld: die Geldmengen M1, M2 und M3 8 Gebundene und freie Währungen 10 Warum es deneuro gibt

Mehr

Volkswirtschaftliche Lagebeurteilung September 2012. Marcel Koller Chefökonom

Volkswirtschaftliche Lagebeurteilung September 2012. Marcel Koller Chefökonom Volkswirtschaftliche Lagebeurteilung September 2012 Marcel Koller Chefökonom Highlights September 2012 Makroökonomisches Umfeld Globale Konjunktur: Erste vorsichtige Anzeichen einer Stabilisierung USA

Mehr

LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 14) Aufgabenblatt 9

LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 14) Aufgabenblatt 9 Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Jun.-Prof. Dr. Philipp Engler, Michael Paetz LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 14) Aufgabenblatt 9 Aufgabe 1: Kontraktive Fiskalpolitik im AS/AD

Mehr

DirektAnlageBrief Der Themendienst für Journalisten. Ausgabe 24: Oktober 2012. Inhaltsverzeichnis

DirektAnlageBrief Der Themendienst für Journalisten. Ausgabe 24: Oktober 2012. Inhaltsverzeichnis DirektAnlageBrief Der Themendienst für Journalisten Ausgabe 24: Oktober 2012 Inhaltsverzeichnis 1. In aller Kürze: Summary der Inhalte 2. Zahlen und Fakten: Fremdwährungskonten immer beliebter 3. Aktuell/Tipps:

Mehr

Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999. Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999. Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999 Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Inhalt Währungspolitisch relevante Ereignisse Historischer

Mehr

10. INTERNATIONALE WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN I.

10. INTERNATIONALE WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN I. Version: SS 03 Intensivierungskurse: Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit (Economics I) 10. INTERNATIONALE WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN I. Lehrstoff für Studierende. Motivation. Die Intention hinter den

Mehr

1 Warum uns die Währungsgeschichte interessieren sollte 23. i DaS 19. JahrhuNDErt geld ohne ZENtralE NotENBaNK 34

1 Warum uns die Währungsgeschichte interessieren sollte 23. i DaS 19. JahrhuNDErt geld ohne ZENtralE NotENBaNK 34 DEr SchWEiZEr FraNKEN 5 inhaltsübersicht Vorwort 13 Vorbemerkung und Dank 17 Einleitung 19 1 Warum uns die Währungsgeschichte interessieren sollte 23 i DaS 19. JahrhuNDErt geld ohne ZENtralE NotENBaNK

Mehr

4.2. Geld- und Fiskalpolitik im IS-LM Modell. Gleichgewicht am Geld- und Gütermarkt: Y = C(Y T ) + I(r ) + G (1) M P.

4.2. Geld- und Fiskalpolitik im IS-LM Modell. Gleichgewicht am Geld- und Gütermarkt: Y = C(Y T ) + I(r ) + G (1) M P. 4.2. Geld- und Fiskalpolitik im IS-LM Modell Gleichgewicht am Geld- und Gütermarkt: Y = C(Y T ) + I(r ) + G (1) M P = L(r, Y ) (2) Dieses Gleichungssystem deniert die endogenen Variablen r und Y als Funktion

Mehr

Volkswirtschaftslehre inkl. Lösungen

Volkswirtschaftslehre inkl. Lösungen Prüfungsfach: Prüfungsdauer: Volkswirtschaftslehre inkl. en 1 Stunde Maximale Punktzahl 60 Anzahl Aufgabenblätter 8 Anzahl sblätter... Bitte bei den sblättern nicht auf die Rückseite schreiben! Bitte beachten

Mehr

Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat

Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat John Maynard Keynes (1883-1946) General Theory of Employment, Interest and Money (1936) Keynes zweifelt an der Selbstregulierungsfähigkeit der Wirtschaft

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Zürich, 14. Dezember 2006 Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Wie Sie unserer Medienmitteilung entnehmen können, erhöht die Schweizerische Nationalbank das Zielband für

Mehr

WORKSHOP AKTUELLE VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE

WORKSHOP AKTUELLE VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE 1 WORKSHOP AKTUELLE VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Geldmengen Geldschöpfung Geldpolitik: Auswertung von SNB Geldmengen-Statistiken Marcel Bühler mu.buehler@bluewin.ch 5.3 Die Entstehung von Geld 5 2 SNB kauft Devisen

Mehr

Geldmengen und Geldpolitik

Geldmengen und Geldpolitik Geldmengen und Geldpolitik 1. Bilanz der Notenbank Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist für die Geldpolitik der Schweiz zuständig (Bundesverfassung Art. 99,2). Dies zeigt sich auch in der Bilanz der

Mehr

IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Thema 04: Internationale Wirtschaft - Grundlagen

IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Thema 04: Internationale Wirtschaft - Grundlagen IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit Thema 04: Internationale Wirtschaft - Grundlagen Allgemeines. Nominelle Wechselkurse: Austauschverhältnisse zwischen Währungen. Zwei Darstellungsformen: Preis-

Mehr

Währungsrisikoanalyse

Währungsrisikoanalyse Währungsrisikoanalyse Argentinien Schiffelmann, Thomas Tealdo, Sven Rickes, Rolf Luo, YongXin 1.1.1 Wachstum der realen aggregierten Kreditvergabe -1 mn Peso 250,000 200,000 150,000 100,000 50,000 0,000

Mehr

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Dr. Klaus Weyerstraß Institut für Höhere Studien (IHS), Wien Abteilung Ökonomie und Finanzwirtschaft Gruppe Konjunktur, Finanzmärkte & europäische Integration Lehrerseminar,

Mehr

Vorlesung VWL II vom 23.11.2009. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren

Vorlesung VWL II vom 23.11.2009. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren Vorlesung VWL II vom 23.11.2009 Das Finanzsystem: Sparen und Investieren 5. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren Vorstellen des Mechanismus, wie Spar- und Investitionsentscheidungen von Millionen von

Mehr

Umsätze im Devisen- und Derivatgeschäft

Umsätze im Devisen- und Derivatgeschäft abcdefg Sperrfrist: Mittwoch, 1. September 2010, 01:00 Uhr (MESZ) Kommunikation Postfach, CH-8022 Zürich Telefon +41 44 631 31 11 Fax +41 44 631 39 10 Zürich, 1. September 2010 Umsätze im Devisen- und

Mehr

Langfristige Goldbewertung aus monetärem Blickwinkel - Marktkommentar Mark Valek -

Langfristige Goldbewertung aus monetärem Blickwinkel - Marktkommentar Mark Valek - Langfristige Goldbewertung aus monetärem Blickwinkel - Marktkommentar Mark Valek - Money is Gold, everything else is Credit. 1 Dies stellte J.P Morgan, einer der bedeutendsten Bankiers seiner Zeit vor

Mehr

Währungskrise in Europa?

Währungskrise in Europa? Währungskrise in Europa? Die ökonomischen Hintergründe der Staatsschuldenkrise Prof. Dr. Stefan May, Hochschule Ingolstadt, ikf Institut GmbH 1 Themen I. Anhaltende Divergenz in Europa das Hauptproblem

Mehr

Konsequenz: Höhere Realzinsen für Kreditnehmer, da Risikoprämie im Zins für Inflationsrisiko

Konsequenz: Höhere Realzinsen für Kreditnehmer, da Risikoprämie im Zins für Inflationsrisiko Musterlösung für Klausur Europäische Makro I. Austritt Italiens aus der EWU 1. Nachteile a) Italien verliert eine stabilitätsorientierte Geldpolitik. Nationale Notenbank hätte geringere Glaubwürdigkeit

Mehr

Vontobel Investment Banking. Vontobel Voncash Mit Devisen und Gold Geldmarktanlagen optimieren

Vontobel Investment Banking. Vontobel Voncash Mit Devisen und Gold Geldmarktanlagen optimieren Vontobel Investment Banking Vontobel Voncash Mit Devisen und Gold Geldmarktanlagen optimieren Mit Devisen und Gold Geldmarktanlagen optimieren Das Wichtigste bei der Vermögensanlage ist die Verteilung

Mehr

Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Internationale Wirtschaftsbeziehungen Internationale Wirtschaftsbeziehungen - 1 - Internationale Wirtschaftsbeziehungen 3.1. Währungstheorie 3.1.1. Angebot und Nachfrage auf Devisenmärkten 3.2. Währungspolitik 3.2.1. Der Einfluss der Notenbank

Mehr

Hard Asset- Makro- 34/15

Hard Asset- Makro- 34/15 Hard Asset- Makro- 34/15 Woche vom 17.08.2015 bis 21.08.2015 Warum nur Gold? Von Mag. Christian Vartian am 23.08.2015 Diese Woche sah ein Loch in der Blitzliquidität und unser Algorithmus zeigte es gegen

Mehr

Zusätzliche Nachfrage, neue Produktion, Wechselkurse und Inflation in gering industrialisierten Ländern

Zusätzliche Nachfrage, neue Produktion, Wechselkurse und Inflation in gering industrialisierten Ländern Future Finance Policy Brief No. 02, 01/2011 Zusätzliche Nachfrage, neue Produktion, Wechselkurse und Inflation in gering industrialisierten Ländern Die Wirkung von SZR-finanzierten Klimaschutzinvestitionen

Mehr

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Inhalt 1. Historischer Überblick 2. Traditionelle Argumente für Wachstum 3. Wie kommt es zu einem Wachstumszwang? 4.

Mehr

Die Welt des Devisenhandels

Die Welt des Devisenhandels Die Welt des Devisenhandels Eine Einführung in den größten Finanzmarkt der Welt In Zusammenarbeit mit: 11 Der Devisenhandel im Überblick Zu Beginn diese Buchs werden die Grundlagen und die Funktionsweise

Mehr

Haushalts- und Finanzkrise

Haushalts- und Finanzkrise Einführung in das politische System der Europäischen Union WS 2012/13 Haushalts- und Finanzkrise Wird der Euro überleben? Prof. Dr. Jürgen Neyer Die Theorie optimaler Währungsräume Eine gemeinsame Währung

Mehr

Begriffsdefinition Deflation

Begriffsdefinition Deflation Deflation oder Inflation? einige Gedanken und Schlußfolgerungen Begriffsdefinition Deflation Wirtschaftliches Phänomen eines allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückganges des Preisniveaus für Waren

Mehr

3. Außenwirtschaftliches. Gleichgewicht. 3.1 Grundlagen. 3. 3 Devisenmarkt-Gleichgewicht 3. 4 Das Mundell Fleming Modell

3. Außenwirtschaftliches. Gleichgewicht. 3.1 Grundlagen. 3. 3 Devisenmarkt-Gleichgewicht 3. 4 Das Mundell Fleming Modell 3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht 3.1 Grundlagen 3. 2 Kaufkraftparität - Der Big Mac Index 3. 3 Devisenmarkt-Gleichgewicht 3. 4 Das Mundell Fleming Modell 3. 5 Europäische WährungsunionW Blanchard/

Mehr

Anzeichen konvergierender Entwicklungen

Anzeichen konvergierender Entwicklungen Auszug aus dem Jahresgutachten 214/15 Anzeichen konvergierender Entwicklungen in den Mitgliedstaaten Textziffern 217 bis 223 Strukturelle Anpassung und geldpolitische Lockerung im Euro-Raum Kapitel 4 II.

Mehr

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr.

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr. Makroökonomie Sommersemester 2011 Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse Scharnhorststr. 100, Raum 114 1. EINFÜHRUNG 2 VORLESUNG: DI, 8 10 UHR DO, 8 10 UHR ÜBUNG: DO, 12 14 UHR ALLE VERANSTALTUNGEN IM

Mehr

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11 Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11 Robert Poppe robert.poppe@uni-mannheim.de Universität Mannheim 25. November 2010 Überblick 1 Produktion und Wachstum 2 Kreditmarkt 3 Risikoeinstellung

Mehr

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich?

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Agenda Mandat der EZB Definitionen Inflation Klassische Instrumente der Geldpolitik der EZB Quantitative Easing Diskussion Mandat der EZB Artikel 127

Mehr

Währungstheorie und politik (Wechselkurstheorie / -politik) W1. Einführung / Grundbegriffe / Grundsysteme

Währungstheorie und politik (Wechselkurstheorie / -politik) W1. Einführung / Grundbegriffe / Grundsysteme Universität otsdam, rof. Dr. Wilfried Fuhrmann 0 W Währungstheorie und politik (Wechselkurstheorie / -politik) (Zur Zitation: W. Fuhrmann, Einführung in die Währungstheorie und politik, in: www.makrooekonomik.de,

Mehr

Makroökonomik [PROTOLL VOM 17.06.2015]

Makroökonomik [PROTOLL VOM 17.06.2015] Finanzmärkte Die große Rezession Durch die große Depression hat die Regierung den Banken Regulierungen vorgeschrieben, damit es nicht wieder zu einer solchen Finanzkrise kommt. Die Banken haben versucht

Mehr

Außenwirtschaftspolitik Modul 7 Devisenmärkte und Wechselkurse. 20. Mai 2008

Außenwirtschaftspolitik Modul 7 Devisenmärkte und Wechselkurse. 20. Mai 2008 Prof. Dr. Thomas Straubhaar Universität Hamburg Sommersemester 2008 Vorlesung 21-60.376 Außenwirtschaftspolitik Modul 7 Devisenmärkte und Wechselkurse 20. Mai 2008 1 Wechselkurse Direkte oder Preisnotierung

Mehr

Finanzmarktperspektiven 2015

Finanzmarktperspektiven 2015 Finanzmarktperspektiven 2015 Makroökonomischer Ausblick Bruno Gisler Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher. Makroökonomisches Fazit vom November 2013 Die Industriestaaten werden

Mehr

Tell Gold Newsletter 75. 22. März 2015. Die Märkte nach dem FOMC-Meeting vom 18. März 2015.

Tell Gold Newsletter 75. 22. März 2015. Die Märkte nach dem FOMC-Meeting vom 18. März 2015. Tell Gold Newsletter 75 22. März 2015 Die Märkte nach dem FOMC-Meeting vom 18. März 2015. Letzten Mittwoch den 18. März wurde um 20 Uhr abends unserer Zeit der FOMC-Report (Federal Open Market Committee)

Mehr

Flexible versus fixe Wechselkurse

Flexible versus fixe Wechselkurse Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl.-WiWi Christian Peukert Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2009/2010

Mehr

WECHSELKURSE DIE EREIGNISSE DIESER WOCHE. openbook.etoro.com. Besuchen Sie etoros neues soziales Handelsnetzwerk: Wöchentlicher Marktüberblick

WECHSELKURSE DIE EREIGNISSE DIESER WOCHE. openbook.etoro.com. Besuchen Sie etoros neues soziales Handelsnetzwerk: Wöchentlicher Marktüberblick Besuchen Sie etoros neues soziales Handelsnetzwerk: openbook.etoro.com Die Aktienmärkte stiegen diese Woche höher, da besser als erwartete Daten aus China den Märkten zu beginn der Woche einen Schub gaben.

Mehr

Der Weg in die Zinsfalle

Der Weg in die Zinsfalle Der Weg in die Zinsfalle tenen Länder deutlich. Hierbei ist anzumerken, dass die EZB im Gegensatz zu anderen Zentralbanken nicht systematisch Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten aufgekauft hat und die

Mehr

Monetäre Außenwirtschaft

Monetäre Außenwirtschaft Prof. Dr. Christian Prof. Dr. Bauer Herz Monetäre Europäische Außenwirtschaft Integration 2004/05 Folie 01 Folie 1 Termine: Vorlesungsbeginn: Do., 29.Oktober, 12.00-13.30 Uhr, B21 Abschlussklausur: wird

Mehr