von der Theorie zur Praxis

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1 CSR konkret von der Theorie zur Praxis Thomas Walker, CMC Seite 1 CSR Definition CSR ist ein humaner Managementansatz welcher auf Werten basiert sich an den Kernkompetenzen der Organisation ausrichtet eine Balance zwischen Wirtschaft, Gesellschaft/Sozialem und Umwelt fördert auf die relevanten Interessens- und Anspruchsgruppen Rücksicht nimmt und strategisch die generationenübergreifenden Themen behandelt Ziel dieses Managementansatzes ist es, das nachhaltige Wirtschaften zu fördern, welches darauf achtet, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Seite 2 1

2 CSR konkret / um die Zukunftsfähigkeit der Organisation zu stärken Innovationen zu finden und umzusetzen Strategien zu entwickeln und koordinierte Maßnahmen umzusetzen die Selbstverantwortung der MitarbeiterInnen zu fördern Neue Märkte zu erschließen Reputation / Glaubwürdigkeit zu festigen Ressourcen und Kosten zu sparen kontinuierlich zu Lernen und Besser zu werden (KVP) Seite 3 CSR konkret Übersicht der Schritte 1. Wohin soll die Reise gehen (Strategie und Ziele) 2. Wem brauchen wir dazu? (Installation CSR Team) (Identifikation der relevanten Interessens- und Anspruchsgruppen) 3. Die IST Analyse (Werte, Kernkompetenzen, Prozesse, Strukturen, Managementsysteme, Ballast, Stärken ) 4. Aus Risiken Chancen machen (Ermittlung der Verbesserungsbereiche und in den Bereichen Führung und Gestaltung, Markt MitarbeiterInnen, Umwelt, Gesellschaft) 5. Vom Reden ins Tun (Dialogische und Dynamische Umsetzung der Maßnahmen, Messen und Steuern) 6. Die Berichterstattung (transparente, ehrliche und mutige Kommunikation) 7. Verstetigung und kontinuierliche Verbesserung (Reflexion, Lernende Organisation, Audit, KVP) Seite 4 2

3 Schritt 1 Die strategische Ausrichtung Dabei geht darum die erste Ausrichtung zu finden, welche für die Organisation, in der aktuellen Situation, am meisten Sinn macht. Die strategische Ausrichtung kann sehr unterschiedlich sein und ist oft mit der geschichtlichen Entwicklung der Organisation verbunden In der Regel stehen die aktuellen Probleme der Organisation im Vordergrund (was zu diesem Zeitpunkt auch Richtig und Wichtig ist) Es geht um die erste Etappe der Reise und somit darf sich die Strategie nach und nach entwickeln (im Dialog mit den relevanten Anspruchsgruppen) Seite 5 Schritte 1 - Die strategische Ausrichtung Themen in der Praxis waren: Stärkung der Selbstverantwortung Entwicklung von Visionen und Strategien (Vorreiterrolle) Wettbewerbsvorteile sichtbar und nutzbar machen Effizienzsteigerung Bessere Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung Integration nachhaltiger Kriterien in das bestehende Führungsinstrument (BSC) Marketing und besser Marktkommunikation Kundenbindung und Neukundengewinnung Ein Nachhaltigkeitsbericht Verbesserung unserer Umweltbilanz Verbesserung im Umgang mit Fehlern / Qualitätsmanagement Risikominimierung bzw. Vorbereitung für zukünftige Herausforderungen Innovationen und neue Produkte bzw. Dienstleistungen Vom Reden ins Tun zu kommen Mehrwert schaffen Erstellung eines Verhaltenskodex Das Außenbild stärken bzw. ergänzen Sinnerfüllte Arbeit und gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit Installation Beschwerdemanagements Seite 6 3

4 Schritt 2 Wen brauchen wir dazu? Zusammenstellung internes CSR Team Erste Identifikation der Interessens- und Anspruchsgruppen (Stakeholder) Mittels einer Stakeholderlandkarte Durchführung einer Risiko- und Chancenbewertung Ableitung der Dialogstrategien Identifikation der Zentralen Stakeholder (Wertschöpfungskette) Einflussbereich der Organisation Abhängigkeiten zwischen den Anspruchsgruppen Seite 7 Schritt 3 Die IST Analyse Die geschichtliche Entwicklung der Organisation Werte und Tugenden (u.u. bereits zu diesem Zeitpunkt die Schwestertugenden bzw. komplementären Werte mit betrachten müssen) Kernkompetenzen der Organisation (den Unterschied der den Unterschied ausmacht) Wertschöpfungskette und Kernprozesse (Führungsund Unterstützungsprozesse) Managementsysteme, Strukturen, Organisation, Kennzahlen, Erfassung der Stärken und des Bewahrenswerten Seite 8 4

5 Kombinationsübung Übung zum Thema Anspruchsgruppen Sammeln Sie auf dem Übungsblatt Ihre persönlichen Anspruchsgruppen (Damit ist gemeint, dass Sie all jene Personen bzw. Gruppen aufzeichnen mit denen Sie persönlich in Kontakt stehen) Wenn Sie diese Sammlung mit Abstand betrachten, was sind die überaschenden Erkenntnisse? Diskutieren Sie diese Erkenntnisse in der Gruppe Übung zum Thema Kernkompetenzen: Finden Sie sich in Gruppen (Tischen) zusammen Diskutieren Sie in der Gruppe und finden Sie Antworten auf folgende Frage: Was sind in Ihrer Organisation die Unterschiede, die den Unterschied ausmachen? Sammeln Sie die Antworten auf einer Flip-Chart Seite 9 Orientierung 1. Wohin soll die Reise gehen (Strategie und Ziele) 2. Wem brauchen wir dazu? (Installation CSR Team) (Identifikation der relevanten Interessens- und Anspruchsgruppen) 3. Die IST Analyse (Werte, Kernkompetenzen, Prozesse, Strukturen, Managementsysteme, Ballast, Stärken ) 4. Aus Risiken Chancen machen (Ermittlung der Verbesserungsbereiche und in den Bereichen Führung und Gestaltung, Markt MitarbeiterInnen, Umwelt, Gesellschaft) 5. Vom Reden ins Tun (Dialogische und Dynamische Umsetzung der Maßnahmen, Messen und Steuern) 6. Die Berichterstattung (transparente, ehrliche und mutige Kommunikation) 7. Verstetigung und kontinuierliche Verbesserung (Reflexion, Lernende Organisation, Audit, KVP) Seite 10 5

6 Schritt 4 Aus Risiken Chancen machen Zentralen Thema Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Organisation in den Bereichen: Führung und Gestaltung Markt MitarbeiterInnen Umwelt Gesellschaft Seite 11 Schritt 4 Zukunftsthemen Führung Führung und Gestaltung: Unternehmensnachfolge Steuerung, Kennzahlen, BSC, Führungsinstrumente Verbesserung der Führungsqualifikation Vorbildwirkung Nachhaltigkeit in Prozessen / Strukturen verankern Langfristige Partnerschaften Umgang mit versch. Kulturen / Integration Der Betriebsblindheit vorbeugen Organisations- und Kulturentwicklung t Stärkung der Kernprozesse Beseitigung von Ballast Seite 12 6

7 Schritt 4 Zukunftsthemen Markt Markt: Langlebige Produkte Innovationen Potentiale der Kundegruppe LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) nutzen Neue Materialien / Forschung Andere Formen der Beteiligung (Einbindung Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten) Regionalisierung / Miteinander in der Region Risiken durch Medien minimieren Unterschiede sichtbar machen Cradle to Cradle / Wiederverwendbarkeit der Produkte Seite 13 Schritt 4 Zukunftsthemen Mitarbeiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Selbstverantwortung Lehrlinge, Traineeprogramme, Engagement in Schulen Weiterbildung & Stärken fördern Transparenz in der Führung Professionalisierung der Abläufe Freiräume für Kreativität / Querdenken Miteinander fördern Menschen mit Migrationshintergrund Menschen mit Behinderung Familie und Beruf Burnout Prävention (work life balance) Seite 14 7

8 Schritt 4 Zukunftsthemen Umwelt Umwelt Wertigkeit der Lebensmittel und Gesundheit Energieverbrauch / Reduktion der Emissionen Wasserverbrauch Beschränkte Bauflächen Alternative Energien Mobilität der Mitarbeiter Neue Logistikkonzepte Stärkung der saisonale Produkte der Region Die Biosphäre Neue Formen der virtuellen Kommunikation Seite 15 Schritt 4 Zukunftsthemen Gesellschaft Gesellschaft und Soziales: Bildung, Kinder und Jugendliche Entwicklung der Gesellschaft ( mündiger werden ) Engagement der Mitarbeiter Das Ehrenamt Versorgung der alten und kranken Menschen Die Renaissance der Werte Die nächste Generation Die Verarmung in der Kommunikation Nachhaltigkeitskriterien it k it i in öffentlichen Ausschreibungen Entzweiung von Reich und Arm Glaubwürdigkeit und der gute Ruf der Wirtschaft Seite 16 8

9 Schritt 4 Übung Wir haben 5 Tische im Raum mit folgenden Themen: Führung und Gestaltung Markt MitarbeiterInnen Umwelt Gesellschaft Finden Sie sich an einem Tisch ein und finden Sie Antworten auf folgende Frage: Was sind die größten Bedrohungen / Engpässe / Herausforderungen zu diesem Thema in der Zukunft? Notieren Sie die Antworten auf der linken Seite auf dem Pin-Wand Papier Seite 17 Orientierung 1. Wohin soll die Reise gehen (Strategie und Ziele) 2. Wem brauchen wir dazu? (Installation CSR Team) (Identifikation der relevanten Interessens- und Anspruchsgruppen) 3. Die IST Analyse (Werte, Kernkompetenzen, Prozesse, Strukturen, Managementsysteme, Ballast, Stärken ) 4. Aus Risiken Chancen machen (Ermittlung der Verbesserungsbereiche und in den Bereichen Führung und Gestaltung, Markt MitarbeiterInnen, Umwelt, Gesellschaft) 5. Vom Reden ins Tun (Dialogische und Dynamische Umsetzung der Maßnahmen, Messen und Steuern) 6. Die Berichterstattung (transparente, ehrliche und mutige Kommunikation) 7. Verstetigung und kontinuierliche Verbesserung (Reflexion, Lernende Organisation, Audit, KVP) Seite 18 9

10 Wertschätzender Abschluss Seite 19 Grundlagen / ISO Die sieben Prinzipien von CSR Rechenschaftspflicht / Verantwortlichkeit Transparenz ethisches Verhalten Achtung der Interessens- und Anspruchsgruppen Achtung der Rechtsstaatlichkeit Achtung der internationalen Verhaltensstandards Achtung der Menschenrechte Der Ansatz zum Management der relevanten Interessens- und Anspruchsgruppen (Stakeholder identification and engagement) Der Dialog mit den Anspruchsgruppen Seite 20 10

11 Grundlagen / ISO Der Einflussbereich der Organisation (Sphere of Influence) Die Verbesserung der Glaubwürdigkeit (Credibility) Der Managementansatz zur Implementierung von Gesellschaftlicher Verantwortung Die kontinuierliche Verbesserung der Tätigkeiten in Bezug auf Gesellschaftliche Verantwortung Die Berichterstattung (Der CSR Bericht oder der integriert Bericht) Seite 21 Grundlagen / ISO Die Kernthemen (core issues) zur Gesellschaftlichen Verantwortung Organisationsführung Menschenrechte Arbeitsbedingungen Umwelt anständige Handlungsweisen Konsumentenfragen regionale Einbindung und Entwicklung des Umfelds Die aus diesen Kernthemen resultierenden ca. 300 Handlungsfelder Seite 22 11

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