Nachhaltigkeit in der ambulanten Suchtbehandlung aus bewegungsund sporttherapeutischer Perspektive

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1 Nachhaltigkeit in der ambulanten Suchtbehandlung aus bewegungsund sporttherapeutischer Perspektive 24. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.v. Was bleibt? Nachhaltigkeit in der Suchtbehandlung

2 Gliederung Datenlage Bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept Fragebogenkonstrukt Teil 1 Teil 2 (DFB-Dimensionen) Ergebnisse

3 Datenlage zur ambulanten Rehabilitation F. J. Köhler, J. Lauterbach et al. (2001) Abstinenzrate = 63% R. Brenner, W. Funke et al. (2005) Abstinenzrate = 60% P. Missel, B. Schneider et al. (2011) Je nach Berechnungsart: Abstinenzrate = 44,2% - 73,2% V. Scheid, J. Simen et. Al (1996)

4 Eigene Untersuchung Untersuchungsinstrument: Fragebogen 1 (Soziographische Angaben, Bewegungsaktivitäten im Alltag, Bewertung der Bewegungstherapie) Fragebogen 2 (Dortmunder Fragebogen zur Bewegungstherapie) Dimensionen: Biographische Erfahrungen Erfahrungen von Körper und Selbst Erleben von Beziehungen Erleben von Bewegung und Wohlbefinden

5 Hinweise zur Bewegungstherapie Funktionsorientierung Erlebnisorientierung Konflikthaft-aufdeckende Orientierung (ausgewählte Themen) Beispiele: Nähe Distanz Depressivität Aggressivität Macht Ohnmacht Selbstbestimmung - Fremdbestimmung

6 Stichprobenbeschreibung 43% Geschlecht 57% männlich weiblich Alter (Jahre) MW 52,37 STW 10,06 MIN 25 MAX 72 Angeschrieben: n = 70 Rücklaufquote: n = 46 (65,71%)

7 Stichprobenbeschreibung 9% berufliche Situation 7% erwerbstätig arbeitslos 19% berentet 58% Hausfrauen 7% andere

8 Stichprobenbeschreibung 2% Familienstand 22% 24% 37% verheiratet in fester Partnerschaft geschieden ledig verwitwet 15%

9 Komorbiditäten Depression Angst Essstörung nein

10 Risikofaktoren Rauchen Übergewicht Bewegungsmangel nein

11 Befragungszeitpunkt Zeitraum nach Beendigung der ambulanten Therapie 1 Jahr 21% 15% 2 Jahre 3 Jahre 4 Jahre 15% 9% 5 Jahre 6 Jahre 9% 11% 7 Jahre 11% 9% 8 Jahre MW = 5,75 STW = 2,12

12 Therapieumfang Erhaltene Bewegungstherapie Blöcke (1 Block = 10 Therapieeinheiten) 20% 2% 54% 24% 1 Therapieblock 2 Therapieblöcke 3 Therapieblöcke k.a.

13 Abstinenzrate kein einmal mehrfach 7% 9% 84%

14 Selbsthilfeaktivität Teilnahme an Selbsthilfegruppe 34% regelmäßig 54% unregelmäßig 12% nein

15 Bewegungsaktivitäten im Alltag aktiv eher aktiv eher passiv 15% 48% 37%

16 Bewegungs- und Sportaktivitäten (n = 46) 50% 40% 43% 43% 41% 37% 30% 20% 10% 0% 22% regelmäßig unregelmäßig nein 13% vor der Therapie nach der Therapie

17 Organisatorischer Rahmen des Sporttreibens (n = 40) 10% 15% Verein DSHS 62% 13% privat (z.b. Lauftreff) allein

18 Anteil der Bewegungstherapie am Rehabilitationserfolg MW = 47,07 % % 21 40% 41 60% 61 80% % (0% = nicht erfolgreich, 100% = sehr erfolgreich)

19 Einschätzung der Wirksamkeit der Bewegungstherapie 9% 4% sehr hoch 50% eher hoch eher gering 37% unwirksam

20 Individuelle Nennungen über relevante bewegungstherapeutische Themen Gruppenzusammenhalt und Gruppenerleben Wachsamkeit Aufarbeitung der Vergangenheit Enthemmung, Rücksichtnahme Selbst- und Körperwahrnehmung Anweisungen an andere geben; mit verbundenen Augen durch die Halle führen Familienverhältnisse Nähe-Distanz-Konflikte Gespräche in der Gruppe Ängste überwinden, Kontakte zu anderen Menschen herstellen können Die Angst vor sportlichem Versagen wurde genommen BT im Freien; Bäume umarmen, spüren; mit verbundenen Augen im Wald zu gehen (Sinneswahrnehmung) Ich kann viel mehr als ich glaube; die Gemeinschaft ist sehr wichtig Mich freier in einer Gruppe bewegen Reflexion des eigenen Bewegungsverhaltens, bewusst laufen (Achtsamkeit) Kindheit, Vertrauen, Mut Dinge, die mir Angst bereiten, z.b. balancieren, Aktivitäten über dem Boden

21 DFB-Dimensionen (n = 46) DFB Fragebogen Dimensionen (1 = trifft gar nicht zu, 6 = trifft sehr zu) Biographische Erfahrungen Erfahrungen von Körper und Selbst Erleben von Beziehungen Erleben von Bewegung und Wohlbefinden

22 DFB-Dimensionen direkt nach Abschluss der Therapie (n = 70) DFB Fragebogen Dimensionen (1=trifft gar nicht zu, 6=trifft sehr zu) Biographische Erfahrungen Erfahrungen von Körper und Selbst Erleben von Beziehungen Erleben von Bewegung und Wohlbefinden

23 DFB-Dimensionen Gegenüberstellung Biographische Erfahrungen Erfahrung von Körper und Selbst Erleben von Beziehungen Erleben von Bewegung und Wohlbefinden n = 70 n = 46 (1 = trifft gar nicht zu, 6 = trifft sehr zu)

24 DFB-Dimensionen Vergleich mit anderen Untersuchungen Biographische Erfahrungen Erfahrung von Körper und Selbst Erleben von Beziehungen Erleben von Bewegung und Wohlbefinden Amb Alkoholabhängigkeit (n = 70) Amb Alkoholabhängigkeit (n = 46) Affektive Störungen (n = 39) Neurotische, Belastungs und somatoforme Störungen (n = 12) Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (n = 10)

25 Literatur F. J. Köhler, J. Lauterbach et al. (2001): 5-Jahres-Evaluation ambulanter Alkoholentwöhnungsbehandlung in Suchttherapie 2001; 2; R. Brenner, W. Funke et al. (2005): Komponentenevaluation: Besonderheiten und erste Ergebnisse aus zwei Trägerverbünden der ambulanten Suchtrehabilitation in Sucht aktuell 2005; 2; P. Missel, B. Schneider et al. (2011): Effektivität der ambulanten Suchtrehabilitation FVS-Katamnese des Entlassungsjahrgangs 2008 von Ambulanzen für Alkohol- und Medikamentenabhängige in Sucht aktuell 2011; 1; V. Scheid, J. Simen et. al (1996): Sport in der Suchtbehandlung Grundlagen und empirische Befunde zur Sporttherapie bei Alkoholpatienten in Motorik 1996; 2; 66-74

26 Vielen Dank für f r Ihre Aufmerksamkeit!

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