Das SQL-Schlüsselwort ALL entspricht dem Allquantor der Prädikatenlogik

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1 Beispielaufgaben Informationssysteme erstellt von Fabian Rump zur IS Vorlesung 2009/10 1 Multiple Choice Aussage richtig falsch Eine SQL-Abfrage beginnt immer mit dem Schlüsselwort SELECT Eine Datenbank ist eine Software, mit deren Hilfe Informationen gespeichert und ausgewertet werden können Bedingungen, die Aggregatfunktionen enthalten, sind im HAVING-, nicht aber im WHERE-Teil der Abfrage zulässig In Access kann man einen Primärschlüssel definieren, der mehrere Felder umfasst Ein Ziel eines guten Datenbanketwurfs ist es, redundante Datenspeicherung zu vermeiden Das SQL-Schlüsselwort ALL entspricht dem Allquantor der Prädikatenlogik Eine Angabe von (0,*) in min-max-notation entspricht einem N bei der Notation von Funktionalitäten In der relationalen Algebra ist die Division stets Grundoperator Bei einem Entwurf nach dritter Normalform dürfen transitive Abhängigkeiten auftreten Bei einer Gruppierung mittels GROUP BY werden Nullwerte in eine einzige Gruppe eingeordnet. 2 Definitionen a) Definiere den Begriff Datenbankschema b) Definiere den Begriff Datenbankzustand 1

2 c) Begründe kurz, warum aus einer Änderung des Schemas immer auch eine Änderung des Zustandes folgt. 3 Umformen von Abfragen a) Forme die folgende RA-Abfrage in eine äquivalente SQL-Abfrage um. π SName,Land (σ Einwohner> (Stadt)) b) Forme die folgender SQL-Abfrage in eine äquivalente RA-Abfrage um. SELECT DISTINCT LName FROM Stadt INNER JOIN Land ON Stadt.Land = Land.LKürzel WHERE SName = Bonn 2

3 4 Abfrageauswertung Gegeben sind zwei Relationen R und S mit folgendem Zustand: R A B 1 a 2 c 5 a 8 b S A C 2 c 2 a 5 c 8 b Werte die folgenden Abfragen aus und zeichne die Ergebnistabelle. a) σ B= a C= a (R S) b) π B (R ρ B C S) 3

4 c) SELECT R.A, S.A FROM R INNER JOIN S ON R.B = S.C WHERE R.A < S.A d) SELECT SUM(A) AS D, B FROM R GROUP BY B UNION SELECT COUNT(A) AS D, C AS B FROM S GROUP BY C 4

5 5 Abfrageformulierung in SQL Gegeben ist folgendes Schema einer Olympia-Datenbank: Athlet: Name, Alter, Land Wettkampf: ID, Disziplin, Ort, Datum Teilnahme: Athlet, Wettkampf In der Tabelle Teilnahme ist Athlet Fremdschlüssel zu der Tabelle Athlet, Wettkampf zu der Tabelle Wettkampf. Gib für die folgenden Fragestellungen jeweils eine SQL-Abfrage an, die das gewünschte Ergebnis liefert. a) Welche Disziplinen finden im Ort Whistler statt? b) Wie heißen die deutschen Athleten, die nicht älter als 25 Jahre sind? 5

6 c) Welche Athleten starten beim Skispringen am ? d) Wie heißen die kanadischen Eishockey-Spieler? e) Welches Land stellt die meisten Athleten? 6

7 6 Umformulierung von SQL-Abfragen Gegeben ist das Datenbankschema aus Aufgabe 5. Betrachte die folgende Abfrage: SELECT Land FROM Athlet WHERE Alter >= ALL (SELECT Alter FROM Athlet) a) Welche Fragestellung wird durch diese Abfrage beantwortet? b) Gib eine äquivalente Abfrage an, die statt ALL eine Aggregatfunktion verwendet. c) Gib eine äquivalente Abfrage an, die EXISTS statt ALL verwendet. 7

8 7 ER-Modellierung In dieser Aufgabe soll ein ER-Schema anhand der folgenden Beschreibung entworfen werden. Gib Entity- und Relationship-Typen mit entsprechenden Namen an. Ergänze Funktionalitäten und min-max-notationen. Das deutsche Biathlon-Team möchte eine Datenbank aufbauen, in der gespeichert wird, welcher Athlet von welchen Trainern trainiert wird. Weiterhin sollen die Ergebnisse der einzelnen Wettkämpfe erfasst werden. Jeder Trainer trainiert mindestens einen Athleten. Ein Athlet kann bei mehreren Trainern trainieren. Bei einem Wettkampf wird für jeden Athleten das Ergebnis festgehalten. Je nach Wettkampftyp beinhaltet das Ergebnis zwei oder vier Schießeinlagen. 8

9 8 FDs und Normalformen Damit die Athleten bei den olympischen Winterspielen rundum zufrieden sind, haben die Organisatoren einen Shuttle-Service eingerichtet, der die Athleten von ihrem Hotel bis zum Wettkampfort bringt. Damit die Fahrer der Shuttle-Busse nicht durcheinander kommen, hat man eine Datenbank eingerichtet, die folgende Informationen beinhaltet: Sportler (S), Hotel (H), Adresse (A), Wettkampf (W), Wettkampfort (O), Abholzeit (Z) Die Organisatoren haben folgende funktionale Abhängigkeiten festgestellt: S H, H A, W O, SW Z a) Zeige durch Herleitung, dass SW ein Schlüsselkandidat für die Relation SHAWOZ ist. Betrachte nun eine Zerlegung in SHA und SWOZ. b) Genügt diese Zerlegung der zweiten Normalform? Begründe deine Antwort. c) Genügt diese Zerlegung der dritten Normalform? Begründe deine Antwort. 9

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