Systemanalyse. - Seminar für AI/DM 3 im Wintersemester 2004/05 -

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1 Systemanalyse - Seminar für AI/DM 3 im Wintersemester 2004/05 - Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens (by courtesy of Prof. Dr. Thomas Allweyer) Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken

2 Organisatorisches Die Teilnahme am Seminar ist Pflicht, unentschuldigtes Fehlen führt zur Nichtzulassung zur Klausur! Der Stoff der vorangegangenen Vorlesung Systemanalyse wird als bekannt vorausgesetzt. In den Seminargruppen werden Teams von 3-4 Mitgliedern gebildet, die jeweils gemeinsam die einzelnen Aufgaben bearbeiten. Das Projekte besteht aus der vollständigen Systemanalyse für eine kleine Beispielanwendung. Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 2

3 Beispielanwendung Es soll das sog. Call-Car Szenario bearbeitet Alle Teams in einer Seminargruppe bearbeiten dasselbe Thema Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 3

4 Teilaufgaben (1) 1. Verbale Beschreibung der Anforderungen Was soll das System leisten? Wer arbeitet mit dem System und erledigt welche Aufgaben? Welche Ein- und Ausgaben sollen dabei erfolgen? Welche Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen? 2. Use Case-Analyse Vollständiges Use Case-Diagramm mit allen erforderlichen Akteuren, Use Cases und Beziehungen Beschreibungen aller Use Cases 3. Entwicklung eines OOA-Klassendiagramms Vollständiges Klassendiagramm mit Klassen, Attributen, Operationen, Assoziationen, etc. Beschreibungen der Aufgaben aller Klassen sowie nicht selbst erklärender Attribute und Operationen Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 4

5 Teilaufgaben (2) 4. Interaktionsdiagramme Darstellung ausgewählter Szenarien mit Hilfe von Sequenz- und Kollaborationsdiagrammen 5. Zustandsdiagramme Entwicklung von Zustandsdiagrammen für ausgewählte Sachverhalte 6. Aktivitätsdiagramme Aktivitätsdiagramme für Abläufe auf unterschiedlichen Ebenen (Übergreifend, Use Case, Operation) Hinweis: Aktivitäts-, Interaktions- und Zustandsdiagramme können wo sinnvoll bereits parallel zur Entwicklung der Use Case- bzw. Klassen- Diagramme entwickelt werden Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 5

6 Zeitlicher Ablauf (1) 1. Woche: Vorstellung des Seminars, Bildung der Teams 2. Woche: Gemeinsame Erarbeitung der Anforderungen Bitte setzen Sie sich bis dahin mit dem Thema auseinander und überlegen Sie sich, welche Anforderungen das System erfüllen muss 3. Woche: Vorstellung Use-Case Diagramme Jedes Team präsentiert und erläutert seinen Entwurf des Use Case-Diagramms Abgabe der Anforderungskataloge + erste Version der Use Case- Diagramme 4. Woche: Erarbeitung eines gemeinsamen Use-Case-Diagramms Dieses dient dann als Grundlage für die Entwicklung des Klassendiagramms Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 6

7 Zeitlicher Ablauf (2) 5. Woche: Vorstellung Klassendiagramme Jedes Team präsentiert und erläutert seinen Entwurf des Klassendiagramms Abgabe der endgültigen Use Case-Diagramme + erste Version der Klassendiagramme 6. Woche: Erarbeitung eines gemeinsamen Klassendiagramms Dieses dient dann als Grundlage für die Entwicklung der weiteren Diagramme Der weitere Ablauf wird im Laufe des Semesters bekannt gegeben Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 7

8 Ausarbeitungen (1) Jedes Team entwickelt begleitend zum Seminar eine Ausarbeitung, die alle entwickelten Diagramme und Beschreibungen enthält. Diese kann entweder als Text-Dokument angelegt sein (z. B. Word-Dokument) oder in Form einer Präsentation (z. B. Sammlung von Powerpoint-Folien). Gliederung der Ausarbeitung entsprechend den Aufgabenstellungen: 1. Anforderungen 2. Use Cases und Use Case-Diagramm 3. Klassen und Klassendiagramm 4. Interaktionsdiagramme 5. Zustandsdiagramme 6. Aktivitätsdiagramme Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 8

9 Ausarbeitungen (2) Wichtig: Bringen Sie immer die gesamte bisher erstelle Ausarbeitung mit, damit wir in der Diskussion auf früher erarbeitete Ergebnisse zurückgreifen können! Abgabe der Ausarbeitungen Von jedem Kapitel der Ausarbeitung (ausgenommen Kapitel 1: Anforderungen, die wir gemeinsam erarbeiten) werden zwei Versionen erstellt: 1. Ihr selbstständig erarbeiteter Entwurf, den Sie im Seminar vorstellen 2. Die endgültige Fassung auf Grundlage der gemeinsam im Seminar erarbeiteten Lösung Zu den vorher bekannt gegebenen Terminen wird jeweils folgendes als Papier-Ausdruck abgegeben: Die endgültige Fassung des vorhergehenden Kapitels (z. B. endgültige Fassung der Use Cases) Ihr Entwurf des neuen Kapitels (z. B. Entwurf Klassendiagramm), den Sie zu diesem Termin auch im Seminar präsentieren. Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 9

10 Präsentationen (1) Die Aufgaben werden durch jedes Team selbstständig bearbeitet, die Entwürfe zu den einzelnen Themen werden zu den vorher bekannt gegebenen Terminen durch je ein Mitglied des Teams präsentiert und gemeinsam diskutiert Jedes Teammitglied muss im Lauf des Seminars mindestens einmal präsentieren Die Präsentationen sollten Minuten dauern. Sie können mit Hilfe von Overhead-Folien, Tafel oder Beamer durchgeführt werden. Für das Funktionieren der Technik sind die Teams verantwortlich (vorher ausprobieren!) Sie können zur Präsentation Ihre Ausarbeitungen verwenden. Hierbei ist zu beachten, dass die entsprechenden Darstellungen auch z. B. bei einer Beamerpräsentation gut lesbar sein müssen. Vorher ausprobieren und ggf. Diagramme auf mehrere Folien aufteilen! Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 10

11 Präsentationen (2) Zielgruppe Ihrer Präsentation sind Ihre Kommilitonen. Diese müssen anhand der Präsentation verstehen können, wie Ihre Diagramme aufgebaut sind, wie Sie zu diesen Ergebnissen kommen und wie diese mit den vorangehenden Ergebnissen zusammenhängen. (Z. B. Darstellung des Zusammenhangs zwischen Sequenz- und Klassendiagramm). Für die Ergebnisse sind die Teams als Ganzes verantwortlich. Fällt z. B. ein Referent kurzfristig aus, trägt ein anderes Team-Mitglied das Ergebnis vor. Alle Teammitglieder müssen mit den jeweiligen Ergebnissen vertraut sein und ggf. Fragen hierzu beantworten können. Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 11

12 Bewertung Jedes Team erhält für jede Einzelaufgabe eine Note Hierin gehen sowohl der Inhalt als auch die Qualität der Ausarbeitungen und der Präsentationen ein! Hieraus ergibt sich als Durchschnitt über alle Einzelaufgaben eine Seminarnote Die Gesamtnote für Systemanalyse ergibt sich dann folgendermaßen: Gesamtnote = 60% * Klausurnote + 40% * Seminarnote Voraussetzung ist allerdings das Bestehen der Klausur, d. h. eine nicht bestandene Klausur kann nicht durch eine gute Vornote ausgeglichen werden Die Vornote bleibt aber bei Nicht-Bestehen der Klausur bestehen, d. h. es ist keine Wiederholung des Seminars erforderlich, wenn es einmal erfolgreich absolviert wurde. Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 12

13 Kriterien für die Bewertung der Vorträge Beherrschung des Themas Beherrschung der Technik Strukturierung des Vortrags Verständlichkeit Gliederung und Lesbarkeit der Präsentationen Auftreten Beantwortung von Fragen Dauer nicht zu kurz, nicht zu lang Ziel ist es, Ihre Ergebnisse Ihren Kommilitonen verständlich zu machen Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 13

14 Kriterien für die Bewertung der Ausarbeitungen Gliederung innerhalb der einzelnen Kapitel Lesbarkeit Übersichtlichkeit Vollständigkeit Verständlichkeit Ist die abgegebene Ausarbeitung aus sich selbst heraus verständlich? Sind z. B. alle Konstrukte, die nicht unmittelbar klar sind, kurz erläutert (z. B. komplexere Operationen)? Für die überarbeiteten Fassungen: Übereinstimmung mit den gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 14

15 Allgemeine Kriterien für die inhaltliche Bewertung Fachlicher Inhalt Sind die Funktionalitäten und Strukturen sinnvoll und vollständig? Methodische Korrektheit Wurden die Prinzipien der Objektorientierung und die UML- Konstrukte richtig angewandt? Konsistenz Passen die Ergebnisse mit den vorangegangenen Ergebnissen zusammen? Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 15

16 Kriterien für die Bewertung der Use Cases Alle relevanten Use Cases gefunden Alle Akteure identifiziert und Use Cases richtig zugeordnet Richtige Detaillierungsstufe Gemeinsam genutzte Use Cases identifiziert und über include- Beziehungen eingebunden Sonderfälle identifiziert und über extend-beziehung eingebunden Korrekte Nutzung von Generalisierung / Spezialisierung (wo sinnvoll) Vollständige, klare Beschreibung der Use Cases Konsistent mit den festgelegten Anforderungen Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 16

17 Kriterien für die Bewertung der Klassendiagramme Alle notwendigen Anwendungsklassen vorhanden Für jede Klasse die fachlich relevanten Attribute vorhanden Für jede Klasse die fachlich relevanten Operationen vorhanden Kurze, aussagekräftige Beschreibung der nicht selbst erklärenden Operationen Alle erforderlichen Vererbungsbeziehungen sowie Assoziationen, Aggregationen und Kompositionen mit korrekten Kardinalitäten vorhanden Geeignete Benennungen Geeignete Strukturierung und Übersichtlichkeit der Klassendiagramme Konsistenz mit festgelegten Anforderungen und Use Cases Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 17

18 Kriterien für die Bewertung von Interaktions-, Zustands- und Aktivitätsdiagrammen Auswahl geeigneten Szenarien Inhaltlich korrekte Darstellung des entsprechenden Szenarios Übereinstimmung mit dem Klassendiagramm und den Use Cases Korrekte Anwendung der Notation Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 18

19 Beschreibung der Beispielanwendung Das Call-Car System soll sich als eine Erweiterung des derzeitigen Campustaxi verstehen. Jeder am System teilnehmende Autofahrer soll Fahrten anbieten können. Privatpersonen sollen jederzeit Fahrten in Anspruch nehmen können,ohne sich an festen Zeiten oder Orten zu orientieren. Im Idealfall wird ein Mitfahrer an der eigenen Haustür abgeholt und bis zu seinem gewünschten Zielort transportiert. Diese flexible Start- und Zielortbestimmung soll über GPS-Abfragen realisiert werden Neben privaten Teilnehmern können auch kommerzielle Anbieter wie Taxi- Unternehmen oder der ÖPNV am System teilnehmen und Fahrten bzw. Routen anbieten. Die Benutzer können dann alternativ zu den privaten Angeboten auf diese kommerziellen Angebote mit ihren spezifischen Eigenschaften ausweichen. Die Abrechnung der Fahrtkosten soll automatisch und bargeldlos über das Call- Car System erfolgen. Prof. Dr. Hans-Jürgen Steffens Seminar Systemanalyse WS 04/05 19

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