WasserBerlin

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1 Folie WasserBerlin Erfahrungen aus und mit dem Kasseler Modell Univ.-Prof. Dr.-Ing. F.-B. Frechen und Bundessieger Gesellschaft

2 Folie 2 Bologna Vermutlich seit dem 6. Jh. v. Chr. ( Felsina ) Wiedergeburt als Bologna unter Bischof Petronius im 5. Jahrhundert 088 Gründung der Studio, heute älteste Universität Europas 9. Juni 999 Unterzeichnung der Bologna-Erklärung in Bologna 30 europäische Staaten (heute 47 Mitgliedstaaten) Idee: Schaffung eines Europäische Hochschulraumes bis 200 Austausch von Studierenden und von Hochschulpersonal Bessere Qualifizierung von Fachkräften Qualitätssicherung durch gemeinsame Standardsun Richtlinien Ziel: Förderung von Mobilität, internationaler Wettbewerbsfähigkeit, Berufsfähigkeit durch Entwicklung gleicher Studienstrukturen in einem gestuftes System Bachelor Master

3 Folie 3 Bologna und Kassel Bologna Kassel 97 Gründung Gesamthochschule 974 Einführung konsekutives Studium 40 Jahre Erfahrung 999 Vertrag 200 späteste Umsetzung 205 Wasser Berlin

4 Folie 4 Bologna an der Universität Kassel heutige Universität Kassel wurde 97 als Reformhochschule gegründet 974 Einrichtung des ersten Integrierten Diplom-Studiengang nach dem Kasseler Modell 975 Einrichtung integrierter Diplom-Studiengänge im Bereich Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung Besonderheiten des Kasseler Modells? Modell gestufter wissenschaftlicher Studiengänge Diplom I: sog. wissenschaftliches Kurzstudium Diplom II: Aufbaustudium in der selben Fachrichtung Durchgängig oder mit längerer Berufspraxisphase (Wiedereinstieg) möglich 50 % Abitur und 50 % Fachhochschulreife Entwickelt an der Universität bzw. ehemaligen Gesamthochschule Kassel Projektstudium, das Kernelement im Kasseler Modell Synthese von Theorie (Universität) und Anwendung (Fachhochschule)

5 Folie 5 Bisherige Modelle Zugangsvoraussetzung Fachhochschulreife ( Fach-Abitur ): 2 Schuljahre Semesterzähler Diplom (FH) Regelstudienzeit: max. 8 Semester - weniger wissenschaftlich - anwendungsbezogen, - hoher Praxisbezug i.d.r. zwei Praxissemester Allgemeine Hochschulreife (Abitur): 3 Schuljahre Diplom (I) Regelstudienzeit: 7 bis 9 Semester - wissenschaftlich mit weitreichendem Praxisbezug - zwei wissenschaftlich begleitete Praxissemester - zwei Projekte (Projektstudium) Diplom (II) Diplom (Uni) Regelstudienzeit: 8 bis 0 Semester - wissenschaftlich - kaum anwendungsbezogen Regelstudienzeit 3 Semester -Ergänzung zum Diplom (I) - wissenschaftliche Vertiefung

6 Folie 6 Vorteile des Kasseler Modells Kasseler Modell vereinigte die Vorteile der beiden damaligen Studienabschlüsse Diplom und Diplom (FH) Praxissemester Das an Universitäten eher unüblichen Praxissemester führten dazu, dass Absolventen der Universität Kassel im Vergleich zu Absolventen anderer Universitäten einen deutlichen Praxisvorsprung hatten. Die Praxissemester sorgten für gute Beziehungen zwischen Hochschule und Industrie, die allen Studierenden zugute kamen. Gestaffelter Studienabschluss Ermöglichte den Studenten der Universität Kassel bereits nach mindestens 7 Semestern und maximal 9 Semestern einen wissenschaftlichen, berufsqualifizierenden Universitätsabschluss, ähnlich dem heutigen Bachelor. Jedoch mit mehr Berufserfahrung bzw. Praxiserfahrung. Projektstudium: Kernelement des Kasseler Systems Studenten konnten die Hauptstudienleistung, das Projekt selbstständig zum Teil ohne professorale Vorabsetzung bestimmen bzw. von Professoren angebotene Projektstudien bearbeiten. Zugangsberechtigung Das Diplom I konnte i.d.r. mit Abitur oder mit Fach-Abitur begonnen werden (50/50) Nach dem Diplom I konnte jeder Student (abhängig von seinem Diplom I), nicht von seiner Zugangsberechtigung das Diplom II beginnen

7 Folie 7 Bachelor & Master Zugangsvoraussetzung Fachhochschulreife ( Fach-Abitur ): 2 Schuljahre Semesterzähler Bachelor (KS) Regelstudienzeit: 7 Semester - wissenschaftlich mit weitreichendem Praxisbezug - wissenschaftlich begleitetes Praxissemester - zwei Projekte Master (KS) Regelstudienzeit 3 Semester Allgemeine Hochschulreife (Abitur): 3 Schuljahre Bachelor Regelstudienzeit: 6 (TU) bis 8 (FH) Semester FH: -weniger wissenschaftlich - anwendungsbezogen Universität: -wissenschaftlich - kaum anwendungsbezogen Master Gesamtdauer 0 Semester

8 Folie 8 Umstellung vom Kasseler Modell aus Bachelor und Master Im Fachbereich Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen wurden zwei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge eingeführt Bachelor Bauingenieurwesen und Bachelor Umweltingenieurwesen Beide Bachelor haben ein Regelstudienzeit von 7 Semestern BPS (Berufspraktische Studien) Ingenieurpraktikum im Umfang von 2 Wochen Projektarbeit Neben der Bachelorarbeit muss jeder Bachelorstudent im Fachgbereich Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen eine Projektarbeit im Umfang von 6 ECTS anfertigen I.d.R. wissenschaftliche aber auch technische oder rechtliche Fragestellungen möglich Wissenschaftlich durch wissenschaftliche Mitarbeiter begleitet Master Bauingenieurwesen und Master Umweltingenieurwesen Beide Master haben ein Regelstudienzeit von 3 Semestern Projektarbeit Neben der Masterarbeit muss jeder Masterstudent am Fachgebiet Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen eine Projektarbeit im Umfang von 9 ECTS anfertigen Kriterien ähnlich der Bachelor-Projektarbeit, jedoch höherer wissenschaftlicher Anspruch an die Fragestellung und die Ausarbeitung

9 Folie 9 Umstellung vom Kasseler Modell auf Bachelor und Master Umstellung führte auch in Kassel zu Problemen Formalistische Bestrebung zu umfangreichen Modulen verringerte die Flexibilität wenig akademische Wahlmöglichkeiten Creation von Container-Modulen mit Wahlmöglichkeiten innerhalb der Container- Module Umstellung auf ein konsekutives System stellt hingegen auf Grund der langen Erfahrung kein Problem dar Kasseler Bachelor-Studenten haben den Vorteil einer größeren Praxisnähe, dies ist ebenfalls ein positives Überbleibsel des Kasseler Modells

10 Folie 0 Umstellung auf zwei Studiengänge

11 Folie Umstellung auf zwei Studiengänge

12 Folie 2 Umstellung auf zwei Studiengänge Verbleibsquote in Fachsemester BI-B 70% 50% 40% 25% 7% % UI-B 73% 58% 50% 29% 5% BI-M 69% 40% 2% UI-M 9% 6% 2%

13 Folie 3 Fazit Der bisherige Wettbewerbsnachteil Kassels längere Regelstudienzeit wurde eliminiert Das 7-zu-3-Modell wurde aus folgenden Gründen beibehalten Die regionalen Abnehmer kennen das Kasseler Profil und schätzen es Der Praxisbezug bleibt erhalten Zwitter zwischen ehemaliger FH und TU Erst ein 7-semestriges Bachelor-Studium ermöglicht mit einiger Sicherheit die Berufsfähigkeit (siehe ASCE: Bachelor ist nicht berufsbefähigend ) Genereller Kritikpunkt: die Abstimmung zwischen Schule und Hochschule ist nach wie vor mangelhaft Stichwort G8 / G9 Es sei erlaubt, darauf zu verweisen, dass Deutschland ohne Not eine internationale Marke Diplom-Ingenieur aufgegeben hat Der Bologna-Anspruch Mobilität durch gleiche Studienstrukturen ist ein Märchen. Nie war es notwendiger, jeden querwechselnden Bewerber eingehender zu prüfen.

24.03.2015. Bologna seit 1971 Erfahrungen aus und mit dem Kasseler Modell. Univ. Prof. Dr. Ing. F. B. Frechen und Bundessieger Gesellschaft

24.03.2015. Bologna seit 1971 Erfahrungen aus und mit dem Kasseler Modell. Univ. Prof. Dr. Ing. F. B. Frechen und Bundessieger Gesellschaft WasserBerlin 24.03.205 Erfahrungen aus und mit dem Kasseler Modell Folie Univ. Prof. Dr. Ing. F. B. Frechen und Bundessieger Gesellschaft Bologna Folie 2 Vermutlich seit dem 6. Jh. v. Chr. ( Felsina )

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