Lässig statt stressig

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1 Lässig statt stressig Tipps für ein erfolgreiches Studium Lernen lernen Dipl. Psych. Ellen Wiese

2 Lernstoff und Anforderungen einschätzen

3 Fall 1: Ich finde den Lernstoff spannend, wichtig und persönlich relevant. Fall 2: Ich finde den Lernstoff trocken, langweilig und befürchte, dass ich das nie wieder brauche. Lernen funktioniert oft intuitiv Bewusstes Nutzen von Lernstrategien

4 Prüfungstypen Mündlich Klausur Multiple Choice Praktische Prüfungen

5 Anforderungen die diese Prüfungen stellen wichtiges von unwichtigem Unterscheiden/Lernstoff auswählen Wissen reproduzieren Zusammenhänge verstehen wiedererkennen mündlich formulieren schriftlich formulieren unter Zeitdruck arbeiten Wissen übertragen / anwenden Aufgaben lösen

6 Gedächtnisleistung Enkodieren Wiedererkennen Abrufen (und Wiedergeben)

7 Das Gedächtnis - Dreispeichermodell Sensorischer Speicher Kurzzeitspeicher Langzeitspeicher Sinnesinformationen Dauer: 250 Millisekunden Dauer: mehrere Minuten, begrenzte Kapazität Veränderung der Reizübertragung Dauer: Jahre Kapazität: sehr groß Strukturelle Veränderung

8 Gedächtnistäuschung beim Lernen Inhalte im Kurzzeitgedächtnis erwecken den Eindruck, dass wir sie können. Wenn sie aber nicht in das Langzeitgedächtnis übernommen werden, werden wir sie später nicht abrufen können Etwas wiedererkennen ist nicht das gleiche wie etwas abrufen können

9 Lernprozess Lernstoff in kurze, inhaltlich zusammenhängende Abschnitte unterteilen (ca. 5 Minuten). Denkpause (Was habe ich davon verstanden?) Nächsten Abschnitt bearbeiten

10 Lernstrategien Wiederholungsstrategien Organisationsstrategien Elaborationsstrategien Strategien zur Verständniskontrolle / Wissen reproduzieren Unterstützungsstrategien Lernpausen Schlaf Ernährung

11 Wiederholungsstrategien Üben (Fertigkeiten) reines rezeptives Wiederholen im Sinne von Anhören oder Lesen hat wenig Effekt Kombination mit Selbstabfrage Mit Elaborationsstrategien Ablauf: kürzere und längere Abstände (z.b. nach 6 h, nach 24 h, 3 Tagen, 2 Wochen und 6 Wochen)

12 Lernkartei Vorteil: Stoff muss für Karteikarten aufbereitet werden Es wird gezielt wiederholt viermal gewusst dreimal gewusst zweimal gewusst einmal gewusst neu/nicht gewusst

13 Organisationsstrategien Informationsreduktion Sprechstunden Lerngruppen Prüfungsprotokolle Erfahrungen

14 Organisationsstrategien Umstrukturierung In eigenen Worten zusammenfassen, dabei Inhalte gruppieren, Überschriften finden, usw. Cluster/Schaubilder Mind Map Präsentation erstellen

15 Wiederholungsstrategien Organisationsstrategien Elaborationsstrategien Lernstrategien Lerntheorien Klassische Konditionierung Operante Konditionierung Soziales Lernen Verständniskontr. /Reproduktion Lernen durch Einsicht Gedächtnisleistung Enkodieren Lernen Dreispeicher Modell Sensorischer Spreicher Kurzzeitspeicher Langzeitspeicher Wiedererkennen Abrufen Gedächtnistheorien Netzwerkmodell Implizites Gedächtnis Explizites Gedächtnis prozedurales Gedächtnis

16 Mind-Map erstellt mit FreeMind

17 Elaborationsstrategien Inhalte mit Beispielen ergänzen Inhalte Anwenden Inhalte Hinterfragen Prüfungsfragen erstellen Inhalte Verbinden Inhalte zu bisherigem Wissen in Verbindung setzen Inhalte in Verbindung mit persönlichen Erfahrungen setzen

18 hoch Behaltensleistung niedrig niedrig hoch Grad der Elaboration Quelle: Hoffmann, E. u. Löhle, M. (2004): Erfolgreich Lernen

19 Frage A Frage C Antwort A Frage B Antwort C Antwort B

20 1a ähnlicher Versuchsaufbau 2a 1b B 3b 3 a A 2b 4b 4a 5a 1c bestätigt durch eigene Erfahrung 2c Übergeordneter Themenbereich 5c C 4c 3c

21 Strategien zur Verständniskontrolle / Wissen reproduzieren sich in Lerngruppen den Stoff gegenseitig erklären jemandem, der nicht vom Fach ist, den Stoff erklären Prüfungen simulieren Einen Vortrag zu dem Stoff erarbeiten Eine eigene Zusammenfassung schreiben Aufgaben mit der Uhr üben

22 Unterstützungsstrategien Lernpausen Schlaf Ernährung

23 Lernpausen Pausen sind wichtig weil: sie Interferenzen der Lerninhalte vorbeugen sie die Arbeitseffizienz steigern indem sie die Konzentrationsfähigkeit wieder herstellen sie Scheinarbeitszeit vorbeugen Beachten sie: Viele kleine Pausen sind effektiver als wenige Große Der Erholungswert einer Pause steigt nicht proportional zu länge der Pause Machen sie lieber richtige Pausen statt Scheinpausen

24 Schlaf Schlafentzug wirkt sich auf die Lernfähigkeit aus Im Schlaf werden die tagsüber aufgenommenen Erinnerungen, Erfahrungen und Informationen abgelegt.

25 Ernährung Das Gehirn ist für ca. 20% des Energieverbrauchs verantwortlich Es besteht zu über 80% aus Wasser Deswegen ist eine ausreichende Flüssigkeits- und Energiezufuhr in der Lernphase wichtig.

26 Anforderungen, die Prüfungen stellen wichtiges von unwichtigem Unterscheiden/Lernstoff auswählen Wissen reproduzieren Zusammenhänge verstehen wiedererkennen mündlich formulieren schriftlich formulieren unter Zeitdruck arbeiten Wissen übertragen / anwenden Aufgaben lösen

27 Literaturtipps Erfolgreich Lernen (Eberhardt Hofmann, Monika Löhe) Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln (Werner Gruber, Heinz Oberhummer; Martin Puntingham)

28

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