ELEKTROMOBILITÄT IN NORDHESSEN Mehrwert für Gastgeber und Veranstaltungen! Gefördert von: Koordiniert durch: Modellregion:

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1 ELEKTROMOBILITÄT IN NORDHESSEN Mehrwert für Gastgeber und Veranstaltungen! Gefördert von: Koordiniert durch: Modellregion:

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3 Vorwort Nachhaltig (e-)mobil! Das Ziel des Projekts FREE ist die Bereitstellung eines nachhaltigen Verkehrsange botes aus einer Hand. Die Integration von Elektrofahrzeugen und Pedelecs in das öffentliche Verkehrsangebot soll Besuchern der Region Nordhessen in Kooperation mit Gastgebern und Institutionen die Möglichkeit geben, ohne eigenen Pkw anzureisen und vor Ort jederzeit mobil zu sein. Um die Nutzung dieses neuen Verkehrsangebots zu erleichtern, werden die Ladeinfrastruktur ausgebaut, ein anbieterübergreifendes Informations- und Buchungssystem realisiert und integrierte Ticketlösungen entwickelt. In diesem Magazin möchten wir Ihnen nun den Zwischenstand dieses einzigartigen Projekts und seine ersten Ergebnisse vorstellen. Die Basis für dieses Mobilitätskonzept ist der regionale Öffentliche Personennahverkehr mit Trams, Bussen (darunter ein Elektrobus), die die Anreise zu Hotels und Sehenswürdigkeiten ermöglichen (S.10). Vor Ort sind die teilnehmenden Hotels und Tourist-Informationen als Partner im Carsharing organisiert, sodass die Nutzer nicht Mitglied in diesem System werden müssen, sondern die Fahrzeuge bequem von den Hotels vermittelt bekommen (S.10). Der Verleih von Pedelecs wird ebenfalls in Kooperation mit Hotels organisiert (S.12). Das Elektro-Carsharing baut auf einem bestehenden Carsharing-System auf. Gleiches gilt für das mobile Informationssystem: Eine bestehende mobile Applikation wird genutzt und um die FREE Angebote und Informationen erweitert. So wird die Nutzung bewährter Systeme und die Einbindung bestehender Nutzergruppen sichergestellt (S.22). Ein stationäres Buchungssystem hingegen wird neu entwickelt. Aufbauend auf dem Reise- und Informationsportal wird in Verknüpfung mit den führenden Hotelbuchungs-Plattformen die Hotelzimmerbuchung und die Reservierung des Mobilitätsangebots ermöglicht (S. 20). Der Zugang zu diesen Angeboten wird über integrierte Ticketlösungen sichergestellt. In diesem Rahmen konnte bereits im vergangenen Jahr der Zugang zu allen Ladesäulen in der Region für Kunden von einem der Anbieter ermöglicht werden (S.20). Die Fachgebiete Mensch-Maschine-Systemtechnik und Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel begleiten die Entwicklung und evaluieren das Angebot (S.8/ S.22). FREE ist für den Mobilitätsstandort und die GrimmHeimat Nordhessen von großer Bedeutung und legt den Grundstein für innovative und nachhaltige Konzepte der Zukunft. Aus diesem Grund freuen wir uns besonders, dieses spannende Projekt mit unseren Partnern umsetzen zu dürfen und wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Lesen! Ihre Nadja Gläser Leitung Mobilität Regionalmanagement Nordhessen GmbH 3

4 Fakten Projektpartner: Gefördert von: Koordiniert durch: Modellregion: Projekttitel: Modellregion: Projektdauer: Projektvolumen: Förderung: FREE - FReizeit und Eventverkehre mit intermodal buchbaren Elektrofahrzeugen Teil der Modellregion Rhein-Main Allianz Elektromobilität 3 Jahre ( ) 4,36 Mio. Euro Die Modellregion Rhein-Main wird seit 2009 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Bundesprogramms Elektromobilität in Modellregionen gefördert. Koordiniert werden die Modellregionen Elektromobilität von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. 4

5 Inhalt Vorwort Fakten Modellregionen Elektromobilität Modellregion Elektromobilität Rhein-Main bleibt auf Erfolgskurs Zielgruppen und Potenziale der Elektromobilität für Freizeit und Tourismus in Nordhessen 10 Umweltfreundlich mobil mit der KVG Öffentlicher Verkehr und E-Carsharing 12 Mühelos über Berg und Tal Nordhessen mit dem Pedelec erkunden Unterwegs in der gesamten Region Laden ohne Barriere Ladepunkte in Nordhessen Carsharing Partner Realisierte und geplante Carsharing-Standorte 20 Nachhaltigkeit prägt den Tourismus Chancen für die GrimmHeimat NordHessen 22 Informieren, Navigieren, Buchen Nutzerfreundlicher Zugriff auf Mobilitätsangebote unterwegs Innovative Mobilität(skonzepte) Miteinander mehr bewegen... Cluster Dezentrale Energietechnologien und Energieeffizienz Projekthistorie Wie alles begann... Impressum 5

6 Modellregionen Elektromobilität Das Förderprogramm Modellregionen Elektromobilität des Bundes ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fokussiert auf Forschungs- und Entwicklungs aktivitäten zu batterie elektrischer Mobilität und deren Integration in Mobilitätskonzepte vor Ort. Der strategische Ansatz des Förderprogramms gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Die D emonstration und Untersuchung der Alltagstauglichkeit von Elektromobilität in den Modell regionen und die übergreifende wissenschaftliche Begleitforschung. Mit den Mitteln des Konjunkturpakets II wurden zwischen 2009 und 2011 mehr als 70 Demonstrationsprojekte mit mehr als 220 Projektpartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie der öffentlichen Hand in den Modell regionen realisiert. Durch die Förderung wurden Kompetenzen bei Anbietern von Komponenten und Systemen aufgebaut, regionale Netzwerke und Kooperationen gestärkt, die Marktfähigkeit neuer Technologien unterstützt, neue Geschäftsmodelle entwickelt und erprobt und nicht zuletzt die Bekanntheit und Akzeptanz der Elektro mobilität in Deutschland vorangetrieben. Außerdem konnten weitere Potenziale der Elektromobilität in verschiedenen Kontexten aufgezeigt werden, angefangen beim ÖPNV (Dieselhybridbusse, Elektrobusse, Hybridisierung bei Schienenverkehrsanwendungen), über Elektro-PKW (PHEV, REEV, BEV), Nutzund Sonderfahrzeuge, bis hin zu Anwendungen im Zweirad-Bereich (eroller und Pedelecs). Aufbauend auf diesen Erfolgen wird der Förderschwerpunkt Elektromobilität des BMVI bis 2016 fortgeführt. Derzeit werden 220 Einzelvorhaben in 65 Projektverbünden umgesetzt. In diesen Projekten wird Know-How für den elektromobilen Alltag gewonnen und vor Ort angewendet. In den Projektverbünden ist zum Stand Jahres ende 2013 eine Gesamtanzahl von elektrisch betriebenen Fahrzeugen geplant, von denen bis Ende 2013 rund 85 Prozent in Betrieb genommen wurden. Rund 59 Prozent der 456 geplanten Lade stationen wurden bis dahin errichtet und sind in Betrieb. Für die Umsetzung und Koordination des Förder programms Modellregionen Elektromobilität ist die NOW verantwortlich. Zu ihren programmatischer Schwerpunkte in Abstimmung mit dem BMVI, die Koordination der wissenschaftlichen Begleitforschung sowie die Steuerung der einzelnen Projekte. Das BMVI sorgt für die inhaltliche Koordination mit anderen Aktivitäten der Bundesregierung und die Verankerung im politischen Kontext. Es ist damit gemeinsam mit der Bundesregierung verantwortlich für die inhaltliche Schwerpunktbestimmung im Bereich Elektromobilität und bildet die Schnittstelle zur Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Die Koordination auf regionaler Ebene erfolgt über die Projektleitstellen (PLS). Auf diese Weise können die staltet und die Verantwortung für die Programmumsetzung gestärkt werden. Dominique Sevin Manager Programm Elektromobilität Nationale Programmkoordination BMVI Elektromobilität NOW GmbH 6

7 Modellregion Elektromobilität Rhein-Main bleibt auf Erfolgskurs Anja Georgi Seit 2009 ist die Regionale Projektleitstelle der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main bei der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) angesiedelt. Dort werden derzeit elf Projekte koordiniert. Zielsetzung aller aktuellen Projekte, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert werden, ist es, möglichst viele Menschen mit elektromobilen Angeboten zu erreichen. Hierzu setzt die Modellregion Rhein-Main auf die Einrich- feldern aber auch auf Car-Sharing Angebote oder die Implementierung von Elektromobilität in Mobilitäts ketten. Das Gesamtvolumen aller Vorhaben der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main liegt im aktuellen Förderprogramm bei über 30 Millionen Euro, hiervon werden 17,4 Millionen Euro über das BMVI gefördert. Die aktuellen Projekte laufen bis 2015/2016. Leiterin der Projektleitstelle der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main Janine Mielzarek Zwei Schwerpunkte bestimmen die aktuelle Arbeit in der Modellregion Elektromobilität zum einen wurde Anfang 2013 die Allianz Elektro mobilität gegründet. In dieser Allianz haben sich 17 Partner mit insgesamt sieben Projekten zusammengeschlossen. Wesentliche Ziele sind, dass nutzerfreundliche Angebote im Bereich Elektromobilität insbesondere im Be- Elektromobilität in Logistik- und Mobilitätsketten integriert wird und Projekt erkenntnisse interdisziplinär ausgewertet und weitergegeben werden. Auch die Außendarstellung der einzelnen Projekte und Aktivitäten in der Allianz Elektromobilität ist einheitlich. Eines der Allianz Projekte ist das Projekt FREE unter Konsortialführung des Regionalmanagements Nordhessen. Zweiter Schwerpunkt sind die unter dem Titel E-PORT AN subsumierten Technologieprojekte am Frankfurter Flughafen mit dem Ziel der Reduktion von Bodenemissionen bei der Flugzeugabfertigung. Stellvertr. Leiterin der Projektleitstelle der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main Nähere Informationen zur Elektromobilität in 7

8 Zielgruppen und Potenziale der Elektromobilität für Freizeit und Tourismus in Nordhessen für integrierte Angebote Jährlich verweilen rund 3,7 Mio. Übernachtungsgäste in der Region Nordhessen. Während in der Stadt Kassel das kulturelle Angebot der Hauptgrund für den Besuch ist, führen sportliche Aktivitäten und die Erholung die Besucher in die Region. Das Angebot von FREE richtet sich an Besucher von Freizeitzielen und Ver anstaltungen. Zu der Zielgruppe gehören erwachsene Paare und aktive Senioren. Das Informationsverhalten ist durch persönlichen Kontakt gekenn zeichnet: Empfehlungen von Bekannten und die Beratung durch eine Touristeninformation sind derzeit wichtiger als das Internet. Jedoch wird künftig auch in den höheren Altersgruppen das Internet an Bedeutung gewinnen. Neben der Suche nach Service werden Komfort und Qualität geschätzt. Dies geht mit einer höheren Zahlungs bereitschaft einher. Zunehmend spielen bei der Entscheidung für die Urlaubsreise auch die Sozial- und Umwelterträglichkeit eine Rolle. Die Mobilität wird bereits bei der Wahl des die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, Trotz guter Anbindung reist zurzeit nur jeder Vierte Besucher Kassels mit Bus oder Zug an. aller Wege, wird der Pkw genutzt. Genau an diesem Punkt setzt FREE an. Damit die Gäste im Urlaub nicht auf den Komfort und die Flexibilität eines eigenen Pkws verzichten müssen und trotzdem umweltfreundlich reisen, wird das Angebot des ÖPNV um Pedelecs und Elektro- Pkws ergänzt. Eine Befragung des Fachgebiets hat gezeigt, dass Gäste bei der Wahl des Hotels heutzutage nicht nur eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, sondern Hotels mit Zusatzleistungen wie Mobilitäts- und Freizeitangebote bevor- die einfache Hotelübernachtung wählen. Ganz im Mittel punkt stehen hingegen Alles- Inklusive- Karten, die alle Leistungen zu einem Pauschalpreis anbieten, wie z.b. die Meine Card Plus. auch wenn damit Mehrkosten von über 10 verbunden sind. Damit die Gäste die weitestgehend noch unbekannten Elektrofahrzeuge leicht und verständlich nutzen können, wird im Rahmen von FREE ein integriertes Tarifsystem mit einem einheitlichen Zugangsmedium konzipiert: Ein Ticket für Alles. mitarbeiter und die einheimische Bevölkerung von dem Ausbau der Elektro mobilität und des Verkehrsangebots. 8

9 Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer Fachgebietsleiter Universität Kassel Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme Universität Kassel Fachgebiet Verkehrs planung und Verkehrssysteme Das Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme im Fachbereich Bau ingen ieurund Umweltingenieurwesen ist Teil des Instituts für Verkehrswesen der Universität Kassel. Es steht seit Mai 2010 unter der Leitung von Univ.- Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer. Das Fachgebiet untersucht aktuelle Trends, analysiert Ursache-Wirkungs-Zusammen hänge zwischen Raum, Verkehr und Umwelt und entwickelt darauf aufbauend Konzepte, um das Ziel eines nachhaltigen Verkehrs zu erreichen. Die Arbeitsschwerpunkte und Kernkompetenzen liegen in den Bereichen integrierte Verkehrsplanung und Öffentlicher Personennahverkehr. Das Thema Umwelt im Verkehr gewinnt nicht nur durch die Diskussion um den Klima wandel an Bedeutung. Das Fachgebiet analysiert in diesem Zusammenhang die Umsetzung und Wirksamkeit verkehrlicher Maßnahmen anhand empirischer Verfahren und Modellrechnungen. Dabei wird auch die Frage untersucht, welche Bedeutung Elektrofahrzeuge bei der Reduzierung verkehrsbedingter Umweltwirkungen haben. Bei FREE ist das Fachgebiet für die Konzeption der integrierten Elektromobilität und die Erforschung der verkehrlichen Wirkungen verantwortlich. Hierfür werden u. a. Befragungen von Besuchern nach ihrem Mobilitätsverhalten durchgeführt. 9

10 Umweltfreundlich mobil mit der KVG Öffentlicher Verkehr und E-Carsharing Im Rahmen des Forschungsprojekts FREE untersucht die KVG, wie elektrogetriebene Verkehrsmittel in ein umweltfreundliches und nachhaltiges Mobilitätskonzept integriert werden können, wie neue, multimodale Verkehrs konzepte etabliert und vermarktet werden sollen und wie die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Region Nordhessen von Unter anderem erproben wir Einsatzmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit eines E-Busses. Erste Tests im Linien betrieb erfolgten während des Hessentags Derzeit wird der im Rahmen des Projekts beschaffte E-Bus auf verschiedenen Linien im Freizeit- und Eventverkehr eingesetzt. Mit der Eröffnung von E-Mobilpunkten in Kassel gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung umfassender, umweltfreundlicher Mobilität aus einer Hand. Wir wollen unseren Kunden für jedes Mobilitätsbedürfnis das richtige Verkehrsmittel zur Verfügung stellen. Neben Bussen und Bahnen, Leihfahrrädern oder pedelecs, stehen an den Mobilpunkten auch elektrische Car sharing-fahrzeuge bereit. Eigentümerin der Elektrofahrzeuge ist die KVG. Ein Dienstleister übernimmt das Handling, Hotels oder Tourist-Infos vermitteln die Fahrzeug mietverträge. Gleichzeitig stehen die Fahrzeuge aber auch allen registrierten Carsharing- Kunden zur Verfügung. Das funktioniert im städtischen Raum bereits sehr gut, denn dort teilen sich alle potenziellen Nutzergruppen die Fahrzeuge. Für den ländlichen Raum Nord hessens entwickeln wir, mit dem Ziel, Gästen mit einem E-Pkw die Möglichkeit zu bieten, lokal emissionsfrei unterwegs zu sein, angepasste Geschäftsmodelle, zum Beispiel Kooperationen mehrerer institutioneller Partner. Wir planen, bis zu 18 batteriegetriebene Fahrzeuge aus einem Carsharing-Pool als Ergänzung zum Linienverkehr mit Trams und Bussen in unsere Angebotspalette zu integrieren. Weiterhin wollen wir das Netz unserer E-Mobilpunkte stetig ausbauen sowie die im Förderprojekt gewonnenen Erkenntnisse auf weitere Kunden- und Angebotssegmente übertragen. 10

11 Dr. Thorsten Ebert Vorstand Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG und Städtische Werke AG Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG Mit ihren 827 Mitarbeitern, 70 Bussen und 79 Straßenbahnen ist die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) Mobilitätsdienstleister Nr.1 in Nordhessen. Nachhaltige Mobilität und saubere Luft für unsere Bürgerinnen und Bürger liegen uns am Herzen, Inno vation wird in unserem Hause groß geschrieben. Jeden fünften Weg legte die Kasseler Bevölkerung 2012 mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Mehr als 43,5 Millionen Fahrgäste brachte die KVG sicher, komfortabel und umweltfreundlich an ihr Ziel, Tendenz steigend. Damit sind wir auch bundesweit spitze! Genau wie unsere Bürgerinnen und Bürger, sollen auch Gäste unserer Region die Möglichkeit haben, in Kassel und Nordhessen ganz ohne eigenes Auto mobil zu sein und schon bei der Anreise auf ihren eigenen Pkw zu ver zichten. Das vom BMVI geförderte Projekt FREE wollen wir daher nutzen, ergänzend zu RegioTram, Tram und Bus, einen weiteren, attraktiven Angebots baustein zu entwickeln: Ein für jedermann zugängliches, in das ÖPNV-Angebot integriertes, Carsharing auf einer einheitlichen Kundenplattform! Getreu unserem Selbstverständnis als nachhaltiger, umwelt- und kundenfreundlicher Dienstleister natürlich elektrisch und damit lokal emissionsfrei. 11

12 Mühelos über Berg und Tal Nordhessen mit dem Pedelec erkunden Wesentliches Ziel des Projektpartners Heinrich Müller ebikes mieten und mehr ist es, die notwendigen Beding ungen für die Einbindung des nord hessischen Pedelec-Verleihnetzes in das geplante Informations- und Buchungssystem zu analysieren. Außer der technischen Funktionsfähigkeit und Praktikabilität ist die Frage der wirtschaftlichen Tragfähigkeit zu prüfen. Für den wirtschaftlichen Erfolg wird es ent scheidend sein, neben der Einbindung in das Buchungssystem und dem Einsatz bei Großevents wie Kassels 1100-Jahr- Feier, dem Hessentag und der 200-Jahrfeier Grimms-Hausmärchen, weitere Nutzungs- und Angebots modelle zu konzipieren. Dabei gilt es, Frage n wie die nach der notwendigen Größe des Fahrzeugpools und der Fahrzeugreserve sowie nach dem damit verbundenen Zeit-, Personal- und Materi- beantworten. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der Analyse der Ansprüche und des Verhaltens von Freizeit-Pedelecfahrern im Vergleich zu Alltagsnutzern liegen. Der Ersatz von personalisierten Dienstleistungen durch (teil-) automatisierte An gebote wird untersucht, um die Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells zu optimieren. Hinsichtlich der Ladestationen sollen die verschiedenen Entwicklungsansätze und -stände evaluiert und die Rahmenbedingungen er stellen, das offen für Pedelecs aller Marken ist. Dabei gilt es, Installations- und Unterhaltungskosten sowie die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten aufzuzeigen und mögliche Partner für ein entsprechendes Geschäftsmodell zu benennen. Zusätzlich soll in diesem Rahmen untersucht werden, inwiefern sich die Anforderungen im Alltags- und Freizeitverkehr hinsichtlich der Lade infrastruktur unterscheiden. Der wesentliche Fokus der Verwertung der Projekt ergebnisse liegt auf der Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Regionen und Städte, sowohl hinsichtlich der Weiterentwicklung bestehender Fahrradverleihnetze als auch hinsichtlich des Aufbaus eines Netzes von Radverleih stationen und Ladeinfrastruktur. 12

13 Heinrich Müller Inhaber Touristikdienstleistungen mit dem E-Bike Vermietung, Gruppentouren, Events Heinrich Müller ebikes mieten und mehr Das Unternehmen Heinrich Müller ebikes mieten und mehr wurde im Jahr 2009 mit den Schwerpunkten Marketing und Touristikdienstleistungen mit dem E-Bike gegründet. Es startete als selbstständige Repräsentanz der Firma movelo, die ein Geschäftsmodell zum Aufbau von regionalen Verleihnetzen mit Akku wechselstationen für Flyer-Elektro räder ent wickelt hatte. Der Aufbau eines regionalen Netzes nach dem movelo-konzept begann im Jahr Mit dem FREE-Projektstart wurde das marken gebundene System in ein offenes Verleih- und Ladenetz überführt. Dieser offene Ansatz integriert freie Anbieter und reagiert auf das enorme Wachstum des privaten Pedelecbestandes (auf in Deutschland bald 2 Millionen Räder). Neben der Tätigkeit für das E-Bike-Netz ist die Bereitstellung von Pedelecs für Gruppen touren, Events und Radreiseanbieter ein Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens - in der Saison 2014 stehen 70 Pedelecs für den touristischen Einsatz bereit. Zu den weiteren Geschäftsfeldern gehören die Ausarbeitung und Begleitung von E-Bike-Touren sowie die Beratung hinsichtlich des Aufbaus von Miet- und Ladestationen für Pedelecs. 13

14 Unterwegs in der gesamten Region Laden ohne Barriere Städtische Werke AG Die Städtische Werke AG ist Tradition und Moderne zugleich. Seit über 100 Jahren versorgen das Unternehmen und seine Töchter die Stadt Kassel und ihre Bürger zuverlässig mit Strom. Hinzukommen Erdgas, Fernwärme, der Betrieb der Kasseler und Niestetaler Straßenbeleuchtung, der Bäder der Stadt Kassel sowie der Wassergewinnung und -verteilung im Auftrag von KASSELWASSER für Kassel und Vellmar. Auch außerhalb Kassels sind die Städtischen Werke erfolgreich. Zu den rund Haushalten in Kassel kommen mittlerweile in ganz Deutschland hinzu. Neben Privat- und Gewerbekunden verlassen sich auch immer mehr Industriekunden auf das Energiedienstleistungs-Know-how der umweltgerechte Versorgung Die erneuerbaren Energien und die Energiewende zählen zu den großen Herausforderungen für die Energiewirtschaft. Die Städtischen Werke verstehen sich dabei als Vorreiter in Nordhessen. Fünf Biogasanlagen, ein erster Windpark in ummittelbarer Nachbarschaft Kassels, zahlreiche Photovoltaikanlagen, ein Laufwasserkraftwerk und ein Biomassekraftwerk zeigen das Ziel auf: Kassel und die Region Nordhessen dezentral und erneuerbar zu versorgen. Um die Energiewende zu schaffen, sind noch weitere Windparks in Nordhessen notwendig die Planungen der Städtischen Werke laufen schon... Dr. Thorsten Ebert Vorstand Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG und Städtische Werke AG Die Energieversorger EnergieNetz Mitte GmbH, ein Unternehmen der EAM-Gruppe und Städtische Werke Aktiengesellschaft arbeiten im Projekt FREE gemeinsam am Baustein Ladeinfrastruktur, der auch den Aspekt eines einheitlichen Zugangsmediums für die Ladesäulen beider Anbieter umfasst. Als ersten Meilen stein haben die beiden Unternehmen die Zugangssysteme zu ihren Ladesäulen angepasst und im Februar 2014 die gemeinsam entwickelte FREE-Ladekarte auf RFID-Basis vorgestellt. Mit ihr können Nutzer an jedem der derzeit mehr als 110 nordhessischen Ladepunkte beider Unternehmen sowie der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) ihre Elektrofahrzeuge laden. Damit wird ein wesentliches Nutzungshemmnis für Elektromobilität abgebaut. Bis zu 100 weitere Ladepunkte sollen perspektivisch die bereits vorhandene Ladeinfrastruktur in Nordhessen ergänzen. Die Städtischen Werke haben in diesem Zusammenhang im Oktober 2013 den ersten E-Mobilpunkt am Hotel Gude in Kassel errichtet und dort die erste FREE- Ladesäule in der Stadt Kassel in Betrieb genommen. Weitere Mobilpunkte sind in Kassel, Melsungen und Lohfelden an zentralen Standorten geplant. Wir planen, diese noch im ersten Halbjahr 2014 zu eröffnen. 14

15 EAM - GmbH & Co. KG EAM - Energie aus der Mitte dieser Slogan weist auf unser energiegeladenes Leistungsspektrum hin: Netzbetrieb, dezentrale Erzeugung, Dienstleistungen und Energievertrieb. Und er macht unseren starken Bezug zur Region Mitteldeutschland deutlich, in der wir seit 1929 und aktuell mit rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund 1,5 Millionen Menschen sorgen. Seit der Rekommunalisierung Landkreisen sowie der Stadt Göttingen und sind damit erstmals in unserer Geschichte ein zu 100 Prozent kommunales Unternehmen. Die EAM-Gruppe betreibt durch die Tochtergesellschaft EnergieNetz Mitte ihr Stromnetz auf einer Länge von Kilometern in weiten Teilen Hessens, in Südniedersachsen und in Teilen von Ostwestfalen, Westthüringen und Rheinland-Pfalz. Das Erdgasnetz ist rund Kilometer lang. Mit innovativen Konzepten arbeiten wir bereits heute an der Energiezukunft. Wir treiben die Energiewende in der Region voran und wirken gemeinsam mit Kommunen, Landkreisen und Partnern aus Industrie und Wissenschaft aktiv in Energieprojekten, z. B. beim Thema Elektromobilität. Thomas Weber Geschäftsführer EAM GmbH & Co. KG Parallel errichtet die EnergieNetz Mitte an ausgewählten Standorten in vier nordhessischen Land kreisen Ladeinfrastruktur. Im März 2014 wurde die Ladestation in Neuental am Neuenhainer See in Betrieb genommen. Ca. 50 der geplanten 100 Ladepunkte werden an folgenden zwölf Standorten bis Mitte 2014 errichtet: Baunatal, Calden, Friede wald, Herleshausen, Hofgeismar, Meißner, Naumburg, Rotenburg a.d. Fulda, Schwalmstadt, Schwarzenborn, Sontra und Zierenberg. ENERGIE AUS DER MITTE Mit der Verknüpfung städtischer und ländlicher deckend sowohl für Besucher als auch für die in der Region lebenden Menschen einfacher nutzbar gemacht werden. Beide Energieversorger setzen 32A-Ladesäulen ein, an denen schnelles dreiphasiges Laden der Elektrofahrzeuge mit IEC Typ2- Steckern möglich ist, sodass die Fahrzeugakkus in ca. drei Stunden wieder vollständig aufgeladen sind. 15

16 LADEPUNKTE IN NORDHESSEN BAD AROLSEN: Schlesienstraße 23 BAD SOODEN-ALLENDORF: Am Gradierwerk 2 BAD WILDUNGEN: Parkplatz Alte Friedhofstraße BORKEN: Bahnhofstraße 65 Kleinengliser Straße 2 CALDEN: Flughafen Kassel-Calden, Magistrale/Fieseler Storch-Straße BAUNATAL: Johann Schuckert Straße 2 Marktplatz 8 HOFGEISMAR BAD AROLSEN 2 ZIERENBERG CALDEN WOLFHAGEN KASSEL KORBACH 2 BAUNATAL BAD WILDUNGEN FRITZLAR 2 BORKEN HOMBERG NEUENTAL 16

17 LADEPUNKTE IN KASSEL 2 HELSA WITZENHAUSEN BAD SOODEN- ALLENDORF KASSEL: Bertha-von-Suttner-Straße 21 Entenanger 9 Friedrich-Ebert-Straße 160 Henschelstraße 15 Königstor 13 Monteverdistraße 2 Obere Karlsstraße 14 Wilhelmshöher Allee 48 2 HESSISCH LICHTENAU ESCHWEGE MELSUNGEN ESCHWEGE: Friedrich-Wilhelm-Straße 2 Wiesenstraße 9 FRITZLAR: Parkplatz Am Grauen Turm HESSISCH LICHTENAU: Retteröder Straße 3-5 HELSA: Berliner Straße 502 HOFGEISMAR: Sababurg 1 HOMBERG: Ostpreußenweg 5 KORBACH: Parkhaus Flechtdorfer Straße MELSUNGEN: Evesham-Allee 4 NEUENTAL: Ferienpark Neuenhainer See WITZENHAUSEN: Hinter dem Deich 9 WOLFHAGEN: Am Gasterfelderholz 1 Burgstraße ZIERENBERG: Naturparkzentrum Habichtswald, Auf dem Dörnberg 13 17

18 Carsharing Partner Realisierte und geplante Carsharing-Standorte Kassel Karlsplatz Der Karlsplatz ist direkt am Rathaus und der Haupteinkaufsstraße der documenta Stadt Kassel gele- an Geschäften, Restaurants und Cafés, die zum Shoppen, Bummeln und Verweilen einladen. Durch den direkten Anschluss an Straßenbahn und Bus rücken der ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe und das Weltkulturerbe der Stadt der Bergpark Wilhelmshöhe in erreichbare Nähe. Hotel»Zur Post«Das Hotel»Zur Post«in Lohfelden ist ein Ort des Verschnaufens, Genießens und Entspannens. 50 modern eingerichtete Einzel- und Doppelzimmer und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet stehen nur 15 Autominuten vom Weltkulturerbe der documenta Stadt Kassel zur Verfü- GrimmHeimat NordHessen. e-rast Solarstrom- Tankstelle Wickenrode Stadt Melsungen Melsungen lohnt sich - nicht nur wegen der Geschichte der schönen Fachwerkstadt, sondern auch wegen ihres einzigartigen Flairs. Hier können Sie sich zwischen Kultur und Natur erholen. Genießen Sie einen Bummel durch die romantischen Fachwerkstraßen mit den vielen Geschäften oder Die e-rast.de Solarstrom-Tankstelle in Helsa Wickenrode bietet sowohl das Schnellladen von Elektrofahrzeugen und den Verleih von GrimmHeimat E-Bikes als auch Kurzzeit-Büroarbeitsplätze und Konferenzräume mit WLAN-Anschlüssen. Das in direkter Nähe gelegene Gasthaus Zum Goldenen Adler rundet das Angebot mit liebevoll gestalteten Gästezimmern und einer regionalen Küche ab. 18

19 Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe Conference & SPA 4* Superior Das Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe Conference & SPA liegt einmalig inmitten des zum UNESCO Weltkulturerbe erhobenen Bergpark Wilhelmshöhe und verfügt über eine luxuriöse Wellness- und SPA-Oase, 14 hochmodern eingerichtete Tagungsräume sowie 130 exklusive Zimmer und Suiten. Hotel Gude Das Hotel Gude ist ein überregional bekanntes Tagungshotel, in dem die Faszination für die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gestalterisch sichtbar gemacht wurde. Mit dem Restaurant Pfeffermühle ist es gleichzeitig ein kulinarisches Zentrum der Region. Hotel Schweizer Hof Kassel Das Hotel Schweizer Hof ist ein 3 Sterne Superior-Hotel mit Wohlfühlatmosphäre und einem einzigartigen Service, charmant und kompetent. Der Schweizer Hof liegt nur einen Steinwurf vom ICE-Bahnhof entfernt und bietet umfangreich ausgestattete Tagungsräume, sowie mit der Vital Lounge einen perfekten Ort zur Entspannung. Best Western Hotel Ambassador International Das 3-Sterne Superior Hotel im Herzen Baunatals bietet mit modernster Konferenztechnik, zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und dem Sportpark einen perfekten Mix für einen erlebnisreichen und erholsamen Aufenthalt. Best Western Hotel Kurfürst Wilhelm I Individualität beschreibt das BEST WESTERN Hotel Kurfürst Wilhelm I. wohl am besten. Das BoutiqueHotel mit modernem Interieur, erbaut um 1900, liegt direkt am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe, bietet 42 Zimmer, davon eine attraktive Turmsuite und mehrere Kurfürstenzimmer. 19

20 Nachhaltigkeit prägt den Tourismus Chancen für die GrimmHeimat NordHessen Nachhaltigkeit ist einer der großen Trends im Freizeit- und Tourismussegment. Laut Sparkassen Tourismusbarometer 2013 interessieren sich 33 Mio. Bundesbürger für nachhaltige Urlaubs angebote und sind bereit, dafür 7-20 Euro pro Tag mehr auszugeben. bereich gewonnen werden. Zurzeit planen sechs Hotels ihren Gästen elektromobile Angebote zur Verfügung zu stellen. In Verbindung mit über 110 Ladepunkten werden attraktive Routen vorschläge für ein umfassendes nachhaltiges Mobilitätsangebot entwickelt. Ein zweiter Trend im Reisebereich ist die zunehmende Nutzung des Internets nicht nur zur Information, sondern auch zur Buchung. Laut rung ihren Urlaub über das Internet, mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt das mobile Internet. Mit dem Projekt FREE sollen diese Trends für den Freizeit- und Eventverkehr in der Tourismus region GrimmHeimat Nord Hessen genutzt werden. Dabei liegt der Focus vor allem auf den Anbietern von touristischen Produk- Rahmen des Projektes die Möglichkeit, die zur Verfügung gestellten Elektromobilitäts angebote wie E-Cars und E-Bikes ihren Gästen zu präsentieren und sich damit im Segment Nachhaltiger Urlaub zu positionieren. Aufbauend auf eine grundlegende Analyse der Gästeströme und Zielgruppen in Kooperation mit der Uni Kassel konnten in den ver gangenen Monaten erste Partner im Beherbergungs- Diese Betriebe werden in ein Informationsund Buchungssystem eingebunden. Dabei gilt es, projektbezogene und zielgruppen- Nutzung des Systems zu berücksichtigen und zu implementieren. Die Einführung des Systems ist für Januar 2015 geplant. Parallel soll die Ko operation mit der Mobilitätsplattform moovel sowie die Umsetzung einer mobilen Webseite für Smart phones die mobile Nutzung des An gebots sichern. Damit einhergehend soll ein einheitliches Zugangs medium zu allen Mobilitäts angeboten geschaffen werden, das den Gästen einen größtmöglichen Nutzen bietet. In einem ersten Schritt konnte die Harmonisierung der Lade säuleninfrastruktur realisiert werden. Derzeit wird die Einbindung aller Mobilitätsangebote in die bereits vorhandene Gästekarte MeineCardPlus der GrimmHeimat NordHessen geprüft. 20

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