Ausbildungs- und Begleitprogramm der Stephanusschule für Lehramtsanwärterinnen und -wärter der Sonderpädagogik

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1 Ausbildungs- und Begleitprogramm der Stephanusschule für Lehramtsanwärterinnen und -wärter der Sonderpädagogik Nach der neuen OVP beträgt die Dauer der Ausbildungszeit der Lehramtsanwärter 18 Monate. Einstellungstermine sind zum 1. Mai, bzw. zum 1. November eines jeden Jahres. Die Ausbildung gliedert sich in sechs Quartale. Das erste Quartal sollte als Einführung (Hospitation und schnelles finden der Lerngruppe, erste U-Besuche) genutzt werden. In den folgenden 12 Monaten findet Unterricht unter Anleitung und BDU (2 Schulhalbjahre je 9 Stunden) statt. Von den 14 Stunden Unterricht müssen 2 Stunden an einer Regelschule im Rahmen des GU s (12+2 Regelung) aktiv teilnehmend - hospitierend abgeleistet werden. Danach folgen die 3 Monate der Schlussphase, gegen deren Ende die Staatsprüfung erfolgt. Angebote / Aufgaben der Schule bzw. des Kollegiums Die Stephanusschule als Ausbildungsschule versucht den Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern (LAA s) Möglichkeiten zu eröffnen ausreichende berufliche Erfahrungen zu sammeln und die notwendigen Kompetenzen zur Bewältigung schulischer Aufgaben zu entwickeln. Ansprechpartner ist die Ausbildungsberaterin, bzw. der -berater (ABB), die älteren LAA s, die jeweiligen Ausbildungslehrer und -lehrerinnen (Mentoren) sowie die Schulleitung, aber auch das Kollegium. Wünschenswerte Haltungen und Erwartungen der Kolleginnen und Kollegen, des gesamten Teams gegenüber den Lehramtsanwärtern sind Interesse und Engagement für die Ausbildung der LAA s zeigen Ausbildung als Aufgabe der Schule, als Teil des Schulprogramms wahrnehmen Sich Zeit für LAA s und deren Ausbildung nehmen Lernwege der LAA s begleiten Selbstständigkeit der LAA s ermöglichen Sich als Berater/innen und Begleiter/innen verstehen Vorbilder anbieten Ziele gemeinsam finden und verfolgen Offenheit und Ehrlichkeit zeigen Bereitschaft und Offenheit für Neues zeigen

2 Persönliche Voraussetzungen und Erwartungen an die LAA s Als wünschenswerte Haltung bzw. als persönliche Voraussetzung der LAA s ist das Interesse und Engagement für den Beruf und die Menschen. Das bedeutet auf die Funktion als Lehrkraft bezogen Bewusstsein der Vorbildfunktion einer Lehrkraft Deutlich erkennbare Eigeninitiative, Kreativität und Flexibilität Selbstständigkeit und Selbstorganisation entwickeln, eigene Lernwege gehen Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit, Teamgeist Kritikfähigkeit und Kritikakzeptanz, zur Selbstreflexion bereit sein Kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit Schülern, Eltern, Kollegium sowie außerschulischen Partnern Planungs- und Organisationsfähigkeiten Eigenverantwortung für die Ausbildung übernehmen Auf die Schülerinnen und Schüler bezogen Achtung des Schülers als Persönlichkeit Fähigkeit, sich auf Verhalten und Handeln von jungen Menschen einzustellen und ihre Bedürfnisse zu erkennen und auf spontanes Schülerverhalten angemessen zu reagieren Auf das übrige Umfeld bezogen Freude am Beruf Ausgeprägte Human-, Sozial- und Erziehungskompetenz Fähigkeit zur Schaffung eines entspannten Lernklimas Bereitschaft zur fächer-, und lerngruppenübergreifenden Zusammenarbeit und zur Kooperation mit außerschulischen Partnern Funktion / Aufgaben des ABB Nach der Begrüßung durch die Schulleitung ist besonders in den ersten Tagen der ABB Ansprechpartner der neuen LAA s. Er nimmt sich Zeit für den Empfang an der Schule und gibt erste Informationen und Orientierungen zur Schule, den Schülern und dem Konzept der Schule und bespricht die Schulregeln. Er begleitet die LAA s auf der ersten Erkundungstour durch die Schule und bespricht mit den LAA s die Erwartungen, Interessen und Wünsche für die Tätigkeit in den ersten Tagen.

3 Bei der Suche nach den Bedingungsfeldern, d. h. nach Mentoren und Klassen bzw. Lerngruppen steht er beratend zur Seite und versucht die Erwartungen und Vorstellungen zu hinterfragen und bei der Umsetzung zu unterstützen. Während der weiteren Ausbildung betreut und begleitet er die LAA s durch Einführung in das Schulleben (Orientierung und Organisation Regeln, Rituale, Strukturen, Termine) Teilnahme und Beratung im Eingangs- und Perspektivgesprächs (EPG, 15 OVP). Dieses findet in den ersten sechs Wochen des Referendardiensts statt. Hospitationen im Unterricht Gemeinsame regelmäßige Treffen Beratung bei der Erstellung von Unterrichtsentwürfen und Unterrichtsbesuchen Stellungnahme zum vorgesehenen Gesamtergebnis der Langzeitbeurteilung Unterstützung der Kooperation zwischen Schule und Seminar Als eine gute Möglichkeit der Selbstreflexion regt der ABB in den ersten Treffen an, dass die LAA s den -Fragebogen für die Selbsteinschätzung- (Fit für den Lehrerberuf?) von Susanne Herlt & Uwe Schaarschmidt (www.dbb.de/lehrerstudie/start_fit_einleitung.php) bearbeiten. Ausbildung nach dem Kerncurriculum Auf der Grundlage des Kerncurriculums ( 14 OVP) wurde an der Stephanusschule für die Zeit der Ausbildung (6 Quartale) eine spiralcurriculare Verteilung der Handlungssituationen erarbeitet. Wurde in der früheren Ausbildung von Lehrerfunktionen als Schlüsselqualifikationen gesprochen, werden im neuen Kerncurriculum sechs Handlungsfelder beschrieben: 1. Unterricht gestalten und Lernprozesse nachhaltig anlegen 2. Den Erziehungsauftrag in Schule und Unterricht wahrnehmen 3. Leistung herausfordern, erfassen, rückmelden, dokumentieren und beurteilen 4. Schülerinnen und Schüler und Eltern beraten 5. Vielfalt als Herausforderung annehmen und Chancen nutzen 6. Im System Schule mit allen Beteiligten entwicklungsorientiert zusammenarbeiten

4 Zugeordnet zu den Bereichen sind Schlüsselqualifikationen zu erreichen, bzw. zu vertiefen: Handlungsfeld 1 - Unterricht gestalten und Lernprozesse nachhaltig anlegen - Unterricht fach- und sachgerecht planen und ihn sachlich und fachlich korrekt durchführen. - Durch die Gestaltung von Lernsituationen das Lernen von Schülerinnen und Schülern unterstützen. Sie zu motivieren und zu befähigen Zusammenhänge herzustellen und Gelerntes zu nutzen. - Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern zum selbstständigen Arbeiten fördern. Handlungsfeld 2 - Den Erziehungsauftrag in Schule und Unterricht wahrnehmen - Die sozialen und kulturellen Lebensbedingungen von Schülerinnen und Schülern kennen und im Rahmen von Schule Einfluss auf deren individuelle Entwicklung nehmen. - Normen vermitteln und selbstbestimmtes Urteilen und Handeln von Schülerinnen und Schülern unterstützen. - Lösungsansätze für Schwierigkeiten und Konflikte in Schule und Unterricht finden Handlungsfeld 3 - Leistung herausfordern, erfassen, rückmelden, dokumentieren und beurteilen - Leistungsvoraussetzungen und Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern diagnostizieren; Schülerinnen und Schüler gezielt fördern. Leistungen von Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage transparenter Beurteilungsmaßstäbe erfassen. Handlungsfeld 4 - Schülerinnen und Schüler und Eltern beraten - Lernende und deren Eltern in unterschiedlichen Beratungsformen situationsgerecht beraten. Handlungsfeld 5 - Vielfalt als Herausforderung annehmen und Chancen nutzen - Die sozialen und kulturellen Lebensbedingungen von Schülerinnen und Schülern kennen und im Rahmen von Schule Einfluss auf deren individuelle Entwicklung nehmen. - Erkennen Benachteiligungen und realisieren pädagogische Hilfen und Präventionsmaßnahmen Handlungsfeld 6 - Im System Schule mit allen Beteiligten entwicklungsorientiert

5 zusammenarbeiten - Sich der besonderen Anforderung des Lehrerberufs bewusst sein. - Ihren Beruf als ein öffentliches Amt mit besonderer Verantwortung und Verpflichtung verstehen. - Ihren Beruf als ständige Lernaufgabe sehen. - Sich an der Planung und Umsetzung schulischer Projekte und Vorhaben beteiligen.

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