Therapeutische Möglichkeiten von Wachstumsfaktoren bei neuromuskulären Erkrankungen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Therapeutische Möglichkeiten von Wachstumsfaktoren bei neuromuskulären Erkrankungen"

Transkript

1 1 von 12 Therapeutische Möglichkeiten von Wachstumsfaktoren bei neuromuskulären Erkrankungen Günter Ochs Abstract Results of basic research suggest that neurotrophic factors have considerable therapeutic potential for neuromuscular diseases. Clinical application is most advanced in the field of motoneuron diseases. Multiple clinical trials have been conducted for amyotrophic lateral sclerosis using subcutaneous injections of either ciliary neurotrophic factor (CNTF), brain-derived neurotrophic factor (BDNF) or insulin-like growth factor (IGF-1). Among the most important reasons for the rather disappointing results of these trials are probably the complex pharmacokinetic profile of the proteins, their side effect spectrum and the stability of the compounds. These issues have been addressed by using alternative ways of application in the most recent trials. Neurotrophic factors have been under investigation for polyneuropathies or traumatic nerve lesions as well. Preclinical studies were promising, but results from clinical trials in patients with such conditions are still conflicting. In neurodegenerative diseases of the central nervous system such as Parkinson s, preclinical data from animal models suggest significant effects on survival and function of dopaminergic cells in the substantia nigra. Clinical studies using glia-derived neurotrophic factor (GDNF) by an intracerebro-ventricular route of application are in process, results are not published yet. Einleitung Nervenwachstumsfaktoren oder neurotrophe Faktoren sind in der embryonalen Entwicklung für die Spezifizierung und Aufrechterhaltung der Funktion von Neuronen notwendig. Im adulten Organismus können Sie nach Schädigungen des peripheren oder zentralen Nervensystems in die Regeneration eingreifen (Abbildung 1). Daher vermuten Grundlagenwissenschaftler und Kliniker ein therapeutisches Potential für neurodegenerative Erkrankungen. Neurotrophe Faktoren, die auf Motoneurone wirken, könnten sich zur Therapie neuromuskulärer Erkrankungen eignen. Tierexperimentelle Untersuchungen belegen einen deutlichen Effekt verschiedener neurotropher Faktoren auf Motoneurone in vitro und in vivo. Bei geigneter Applikation gelingt es zum Beispiel im Läsionsmodell des n. facialis 60 80% der Motoneurone nach Durchtrennung des Nerven zu erhalten [15]. Auch bei der sog. pmn-maus, bei der es aufgrund eines bisher unbekannten genetischen Defektes zu einem der spinalen Muskelatrophie oder ALS vergleichbaren Untergang von MN mit entsprechender atropher Parese innerhalb der ersten Monate nach der Geburt kommt, kann die systemische Verabreichung von CNTF den Verlauf der Erkrankung wesentlich verlangsamen [28]. Die Kombination mehrerer neurotropher Faktoren bessert das Gesamtresultat. Diese Ergebnisse haben die Hoffnung bestärkt, daß neurotrophe Faktoren bei bisher unbehandelbaren neuromuskulären Erkankungen eine wichtige therapeutische Lücke schließen könnten. Abbildung 1 Potentieller Wirkmechanismus von Wachstumsfaktoren [34] Grb2 growth factor binding protein-2 MAP mitogen-activated protein

2 2 von 12 GEF guanine nucleotide exchanger factor MAP mitogen-activated protein MAPKK MAP-Kinase-Kinase Einer von vier derzeit bekannten Signaltransduktionswegen neurotropher Faktoren. Die Aktivierung der Receptor Tyrosin Kinasen durch Wachstumsfaktoren bewirkt zunächst eine Phosphorylierung über mehrere Thr Residuen. Über eine Kaskade weiterer Reaktionen wird schließlich eine MAP-Kinase aktiviert, die die Aktivierung der Gentranskription im Kern einleitet. Details und Übersicht in [34]. Klinische Studien mit neurotrophen Faktoren (NTF) Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) Wegen der infausten Prognose der Erkrankung und in Ermangelung einer geeigneten, kausalen Therapie wurden klinische Studien mit neurotrophen Faktoren zunächst und vor allem bei der ALS erwogen (Tabelle 1). Diese seit 1992 durchgeführten Studien konnten zwar bisher noch nicht zu einem Durchbruch in der Behandlung der ALS führen, es sind jedoch Trends erkennbar. Die Studien zur ALS waren wegbereitend auch für andere Indikationen in der Neurologie und angrenzenden Gebieten. Ciliary neurotrophic factor (CNTF) CNTF wurde in mehreren plazebo-kontrollierten, doppelblinden Studien in den USA in einem Dosisbereich zwischen 2 und 100 µg/ kgkg/die subkutan erprobt. Die Ergebnisse wurden zwischenzeitlich publiziert [3/4/22]. Nebenwirkungen, vor allem trockener Husten, Asthenie, Übelkeit, Anorexie, Stomatitis, Fieber und Hautreaktionen an der Injektionsstelle, waren dosisabhängig. Höhere Dosierung als 100 µg/kgkg/die waren unverträglich. Einige Patienten bildeten Antikörper gegen das rekombinante Protein. Verlaufsparameter wie isometrische Myometrie und funktionelle Tests (ALS-functional rating scale) zeigten keine signifikante Verlangsamung der Progredienz über einen

3 Zeitraum von 6 oder 9 Monaten. Tabelle 1 Studien mit subkutaner Applikation von neurotrophen Faktoren BDNF Ergebnisse als Kongreßbeitrag ALS publiziert CNTF ALS mehrere Publikationen IGF-1 ALS publiziert Post-polio-Syndrom Ergebnisse nicht publiziert Vincristin-Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert Paclitaxel/Cisplatin-Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert NGF Diabetische Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert AIDS-Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert M. Alzheimer Ergebnisse nicht publiziert NT-3 large-fibre - Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert GDNF M. Parkinson ALS Studie noch nicht abgeschlossen Studie noch nicht abgeschlossen Einige dieser Studien sind zur Zeit noch nicht abgeschlossen oder die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht (siehe [16] zum Design der Studien). Die publizierten Resultate sind im Text mit Literatur zitiert. Der Grund für das Scheitern von CNTF in den ALS Studien liegt unter anderem in der komplexen Pharmakokinetik des Proteins. Es wird innerhalb von Minuten in verschiedenen Organen, vor allem der Leber, gebunden und verstoffwechselt [10]. Nur wenig erreicht wahrscheinlich über axonalen Transport das Nervensystem, so daß die in den Tiermodellen wirksamen Konzentrationen im ZNS bei den Studien- Patienten durch die subkutane Gabe nicht erreicht werden konnten. Durch die Cytokin-artigen Wirkungen von CNTF entsteht das Nebenwirkungsprofil einer sog. Akute-Phase-Reaktion, was die Verträglichkeit von CNTF bei systemischer Anwendung stark einschränkt und den therapeutischen Nutzen weiter limitiert. Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma wurde schon früh in der intrathekalen Verabreichung von CNTF gesehen [32]. Der wesentliche Vorteil besteht dabei darin, daß die Blut-Hirn-Schranke umgangen wird und das relativ große Molekül (MG ca. 25 kdalton) direkt mit dem ZNS in Kontakt kommt. Außerdem werden der Abbau in der Leber verhindert, systemische Nebenwirkungen vermieden und ein gleichmäßig hoher Spiegel der Substanz gewährleistet. Die chronische intrathekale Infusion eines Medikamentes kann durch implantierbare Pumpensysteme realisiert werden (Abbildung 2). Erfahrungen hiermit gibt es für Morphin bei schweren Schmerzzuständen [18] oder Baclofen für die Behandlung von Spastizität [25]. Tierexperimentelle Verträglichkeitsuntersuchungen mit dieser Technologie unter Verwendung von CNTF zeigten bei täglicher Injektion von 100 µg in den lumbalen Spinalkanal lokal entzündliche Reaktionen, die durch die Cytokinartigen Wirkungen von CNTF in hohen Dosen ausgelöst wurden. Bei ersten Pilotversuchen bei ALS Patienten mit dieser Technik zeigten sich intolerable Nebenwirkungen in Form radikulitischer oder meningitischer Symptome [26]. Während des relativ kurzen Behandlungszeitraums von sechs Monaten wurde kein signifikanter Effekt auf den Krankheitsverlauf festgestellt. 3 von 12

4 4 von 12 Abbildung 2 Implantierbare Pumpe zur intrathekalen Infusion. Implantierbare Infusionspumpe zur intrathekalen Verabreichung von Medikamenten (SynchroMed, Medtronic). In der Mitte befindet sich das Füllseptum, über welches das Reservoir mit 18 ml Lösung gefüllt werden kann. Dieses Modell ist im implantierten Zustand elektronisch steuerbar. Über einen side-port kann direkt in den Katheter injiziert oder Liquorproben entnommen werden. Eine andere Möglichkeit neurotrophe Faktoren intrathekal zu verabreichen besteht in der Verwendung gentechnisch manipulierter Zellen, die in halbdurchlässigen Polymer-Kapseln verpackt (Abbildung 3) in den spinalen Subarachnoidalraum eingebracht werden [2]. 106 BHK-Zellen produzieren etwa 0,5 µg/die CNTF in vitro. In einer Pilotstudie bei ALS Patienten fanden sich mit dieser Appliktionsweise inter- und intra-individuell stark schwankende Liquorspiegel von CNTF zwischen 170 und 6282 pg/ml bei guter Verträglichkeit [1]. Die applizierte Dosis reicht wahrscheinlich bei freier Diffusion im Liquorraum aus, den hochaffinen CNTF-Rezeptor zu sättigen. Die Beobachtungszeit betrug auch in dieser Studie nur sechs Monate, so daß ein Effekt auf den Krankheitsverlauf in dem offenen Studiendesign nicht gesichert werden konnte. Abbildung 3 Schematische Darstellung der Funktionsweise halbdurchlässiger Polymer- Kapseln [30] Schematische Darstellung selektiv permeabler Polymer-Kapseln [30]. Die Wand der 2 3 cm langen Kapsel (ø 2 3 mm) besteht aus einem Polymer-Gewebe mit definierter Porengröße, durch die Nährstoffe, Wasser, Sauerstoff und kleine bioaktive Moleküle

5 5 von 12 eindringen können. Immunkompetente Körperzellen können nicht ins Innere der Kapseln gelangen, so daß die implantierten Zellen dem Zugriff des Immunsystems entzogen sind. Das gewünschte Substrat, der neurotrophe Faktor, wird über einige Monate gebildet und durch die Poren in die umgebende Körperflüßigkeit abgegeben. Eine Kapsel enthält ca. l06 Zellen, jede mit etwa 30 Kopien des entsprechenden Gens. Sie können subkutan in den spinalen Liquor oder ins Hirngewebe selbst (bisher nur tierexperimentell) eingebracht und nach einigen Wochen getauscht werden [1]. Isoformen von CNTF Es wird daran gearbeitet, CNTF-Isoformen herzustellen, die eine geringere Affinität zum niedrig-affinen CNTF-Rezeptor besitzen, jedoch die Fähigkeit, die Signaltransduktion über den hoch-affinen Rezeptor nach Bindung an gp130 und LIFR-ß behalten. Solche Proteine wurden kürzlich beschrieben [27], stehen jedoch erst für präklinische pharmakokinetische Untersuchungen zur Verfügung. Dadurch ließe sich die Verträglichkeit bei gleichzeitig besserer trophischer Wirkung unter Umständen erhöhen. Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) BDNF wurde in einer Phase-I/II-Studie doppelblind, plazebo-kontrolliert bei 284 ALS Patienten geprüft [8]. Über sechs Monate wurden in 5 Dosisgruppen 10 bis 300 µg/kgkg/die täglich subkutan appliziert, umgerechnet entspricht das etwa 5% der bei der wobbler-maus beschriebenen Dosis. Die Substanz wurde gut vertragen. Es fand sich im mittleren Dosisbereich ein Effekt auf die Lebenserwartung, die forcierte Vitalkapazität (13,5% Abnahme im Vergleich zu 20% in der Plazebo-Gruppe ) und ein Trend zur Verbesserung der Ganggeschwindigkeit [7/8]. Die aufgrund dieser Ergebnisse eingeleitete Phase-III-Studie zeigte leider keine Signifikanz hinsichtlich der primären Zielvariablen Lebenserwartung und auch keinen Effekt auf die klinischen Verlaufsparameter der Erkankung. Einschränkend muß festgestellt werden, daß die Zahl der Todesfälle am Ende der Nachbeobachtungsphase von 9 Monaten zu gering war, um eine statistisch zuverlässige Unterscheidung zwischen den Gruppen überhaupt zu erlauben. Eine Nacherhebung fand nicht statt. Bisher nicht veröffentlichte, retrospektive Subgruppenanalysen scheinen allerdings Anhaltspunkte für Effekte von BDNF zu liefern. Wenngleich solche Untersuchungen methodisch angreifbar sind, wurden neue Studien mit BDNF mittels subkutaner Applikation in den Vereinigten Staaten und Japan in diesem Jahr begonnen. Auch bei BDNF scheint der eher geringe Effekt auf den Verlauf der Erkrankung mit der Pharmakokinetik des Proteins zusammenzuhängen. Daher wurde auch für BDNF die intrathekale Applikation untersucht, zunächst tierexperimentell, später im Rahmen einer Verträglichkeits- und Dosisfindungsstudie. BDNF wurde bis zu Tagesdosen von 400 µg intrathekal gut toleriert [24]. Es traten einige psychotrope Effekte auf, die eine biologische Wirkung belegen und auch eine Verteilung nach supraspinal vermuten lassen.

6 6 von 12 Abbildung 4 Anfärbung des Motoneurons nach BDNF-Gabe beim Schaf Die immunhistochemische Darstellung von BDNF im Myelon zeigte bereits bei Versuchstieren, daß das Protein über die Nervenwurzeln aufgenommen und retrograd transportiert wird, wo es sich in Motoneuronen nachweisen läßt [9] (Abbildung 4). Aufgrund der kleinen Fallzahl der noch laufenden Studien und des offenen Designs ist noch keine Aussage über den Effekt auf die Erkrankung möglich. Hierzu ist eine Phase-III-Studie zur Prüfung der Wirksamkeit bei intrathekaler Applikation notwendig. Insulin-like Growth-Factor-1 (IGF-1) Immunhistochemische Darstellung von BDNF im spinalen Motoneuron nach kontinuierlicher intrathekaler Verabreichung von 3500 µg/die BDNF beim Schaf. Querschnitt durch das Spinalmark in Höhe der Infusinonsstelle [9]. BDNF findet sich in Vesikel-artigen Strukturen um den Zellkern, der selbst frei von BDNF bleibt. IGF-1 wurde in den USA bei 449 und in Europa bei 266 ALS-Patienten in einer zweiarmigen, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie in einer Dosis von 0,05 und 0,1 mg/kg KG/die (2x täglich) subkutan über 9 Monate geprüft. Es fand sich ein Trend zu langsamerer Progression in der behandelten Gruppe. Die Substanz wurde auch in der höheren Dosis gut vertragen [19]. Der Effekt war dosisabhängig. IGF-1 erhielt aufgrund dieser Ergebnisse jedoch nur eine Einzelfallbezogene Teilzulassung als experimentelle Therapie für die Indikation ALS. Über das weitere Schicksal der Substanz ist derzeit nichts bekannt. Glial Cell-Derived Neurotrophic Factor (GDNF) Immunhistochemische Anfärbung von BDNF an Meningen und Nervenwurzeln nach intrathekaler Verabreichung von µg/die BDNF beim Schaf. Gefrierschnitt. BDNF bindet möglicherweise an den trunkierten trk-b-rezeptor an der Oberfläche der Hirnhäute. Gleichzeitig finden sich geringe Mengen von bräunlichem Färbeprodukt in den Axonen als Hinweis für eine Aufnahme und axonalen Transport [9]. BDNF diffundiert offensichtlich nicht ins Myelon selbst. Auch GDNF ist ein potenter Überlebensfaktor für Motoneurone, so daß die klinische Anwendung bei ALS nahe liegt. Ausgehend von den Erfahrungen mit CNTF und BDNF hat man allerdings auf die subkutane Anwendung von vornherein verzichtet und einen Pilotversuch mit intraventrikulärer Anwendung begonnen. Da aus präklinischen Untersuchungen bekannt war, daß GDNF eine lang anhaltende Wirkung bereits nach einmaliger Applikation entfaltet, wird die Substanz über ein Portsystem in Abständen von mehreren Tagen oder wenigen Wochen intraventrikulär injiziert (siehe Morbus Parkinson).Es ist derzeit nicht bekannt, wie verträglich diese Art der Anwendung ist und ob therapeutische Erfolge erzielbar sind. Auch andere Daten aus der noch laufenden Studie sind derzeit nicht offiziell bekannt (Tabelle 2).

7 7 von 12 Tabelle 2 Therapiestudien mit intrathekaler oder intraventrikulärer Applikation von CNTF, BDNF oder GDNF Verfahren Ergebnis CNTF ciliary neurotrophic factor Implantierte Pumpe mit intrathekalem Dauerkatheter [26] 4 Patienten mit ALS. Studie wegen Nebenwirkungen abgebrochen; keine Aussage über die Wirkung auf den Krankheitsverlauf möglich. Semipermeable Polymerkapsel gefüllt mit gentechnisch manipulierten BHK Zellen,die 32 Kopien des CNTF-gens tragen [1]. 10 Patienten mit ALS. Beobachtungszeit 6 Monate. Keine Plazebokontrolle. Aussage über die Wirksamkeit nicht möglich. BDNF brain-derived neurotrophic factor Implantierbare Infusionspumpe mit intrathekalem Dauerkatheter [24]. 25 Patienten mit ALS. Verträglichkeitsstudie mit Kontrollgruppe, Dosisfindungsstudie Bis 150 µg/die i.t. gut toleriert. Bei höheren Dosierungen vor allem supraspinale Effekte (Schlaflosigkeit, sensible Reizerscheinungen, etc.). Fortsetzung der Studie zurevaluierung der Wirksamkeit geplant. GDNF Glial cell-derived neurotrophic factor Intraventrikulärer Katheter mit Injektionsport. Regelmäßige Injektionen (Quelle: Pressemitteilung: Amgen Inc, USA). Ca. 25 Patienten mit M. Parkinson und ebensoviele Patienten mit ALS. Nähere Einzelheiten, insbesondere Angaben zur Verträglichkeit liegen noch nicht vor. Andere Erkrankungen des Zentralnervensystems Morbus Parkinson BDNF begünstigt das Überleben nigraler dopaminerger Neurone der pars compacta im MPP+ Modell der Parkinsonschen Krankheit, allerdings nur bei direkter, lokaler Applikation durch Implantation von BDNF-freisetzenden transfizierten Fibroblasten [13]. BDNF diffundiert schlecht aus dem Liquor in das Hirnparenchym [23/36]. Untersuchungen an Patienten mit Parkinson-Syndrom mittels intraventrikulärer Gabe liegen nicht vor. Auch für GDNF sind in Tiermodellen neuroprotektive Effekte auf nigro-striatale Neurone nachgewiesen [33]. GDNF diffundiert gut aus dem ventrikulären Liquor in das Hirnparenchym [20]. Sowohl Untersuchungen am Mausmodell (6-OHDA, Rotationsmodell) als auch am Primatenmodell der Parkinsonkrankheit (unilaterale MPTP Läsion am Rhesusaffen) belegen eine Wirkung auf die Funktion dopaminerger Neurone in Striatum, Putamen und Substantia nigra. Die Wirkung von L-DOPA auf diese Neurone verbessert sich, eine vergleichbare therapeutische Wirkung wird bereits mit einem Sechstel der Dosis erreicht, wobei Zeichen der dopaminergen Überfunktion fehlen. Appliziert wurden in den

8 8 von 12 Tiermodellen Bolusdosen von 100 µg intraventrikulär einmal monatlich. Die im Caudatum und Putamen gemessenen Werte des Dopaminmetaboliten Homovallininsäure (HVA) stiegen im Vergleich um 65% bzw. 146% des Kontrollwertes [14]. Als Konsequenz aus diesen Ergebnissen wird derzeit im Rahmen eines Pilotversuches die intraventrikuläre Applikation bei Parkinson-Patienten erprobt. Ergebnisse sind zur Zeit noch nicht bekannt. Chorea Huntington In Läsionsmodellen der Chorea Huntington hat BDNF protektive Wirkung, die Neuronengröße in der substantia nigra nimmt um 25% zu und der transneuronale Neuronenverlust kann durch die Gabe von BDNF weitgehend verhindert werden [35]. In einem anderen Läsionsmodell für die Huntingtonsche Krankheit verbessert die intraventrikuläre Applikation von 100 µg GDNF die Beweglichkeit der Tiere signifikant. Die Ergebnisse belegen einen protektiven Effekt von GDNF auch bei chronischen excitotoxischen Schädigungen wie sie bei Störungen der mitochondrialen Funktion auftreten können [6]. Ähnliche Effekte ließen sich auch mit CNTF in einem Tiermodell der Chorea (intrastriatale Quinolin-Säure Injektion) zeigen, wobei hier die Applikation über CNTF exprimierende BHK-Zellen [2] erfolgte, die in Polymer-Kapseln verpackt direkt im Striatum implantiert wurden [11]. Mit der gleichen Applikationsweise ließen sich auch motorische und kognitive Effekte nachweisen [12]. Neuropathien Bereits in der Phase-I-Prüfung von Nerve Growth Factor (NGF) zeigten sich erhebliche Nebenwirkungen in Form von lokaler Hyperalgesie und Muskelschmerzen, die in Einzelfällen die Anwendung noch mehrere Wochen überdauerten. Erklärbar sind diese Effekte wahrscheinlich durch Aussprossen dünn-bemarkter Nervenfasern. Es ist daher sehr fraglich, ob sich NGF in der subkutanen Applikationsform als Therapeutikum für Neuropathien eignet. Große Hoffnungen für die Behandlung der diabetischen Neuropathie werden auf Neurotrophin-3 (NT-3) gesetzt, welches im Rahmen einer Phase-I-Studie an freiwilligen Versuchspersonen gut vertragen wurde [5]. Eine klinische Studie bei Patienten mit diabetischer Neuropathie ist geplant. Mögliche zukünftige Indikationsbereiche bei neuromuskulären Erkrankungen präklinische Untersuchungen Nervenläsionen und Rückenmarksschäden Tierexperimentelle Daten sprechen dafür, daß die lokale Anwendung von BDNF bei spinalen Wurzelausrissen geschädigte spinale Neurone retten und sogar deren Aussprossen induzieren kann [17]. Durch die intrathekale Anwendung von BDNF im Tiermodell unmittelbar nach einem Wurzelausriß konnten selbst schwer geschädigte Motoneurone am traumatisierten Rückenmark überleben und wieder sprossen. Effekte auf die Größe des Zellsomas und die cholinerge Enzymaktivität belegen den trophischen Effekt auf Neurone des adulten Nervensystems und bahnen den Weg für experimentelle Anwendungen bei Patienten, nachdem die Verträglichkeit der Applikationsweise und das Dosisfenster für die Indikation ALS bereits untersucht wurde [24]. Die Verwendung neurotropher Faktoren bei traumatischen Rückenmarksläsionen befindet sich noch im tierexperimentellen Stadium. Es gibt Hinweise darauf, daß auch im erwachsenen Nervensystem des Säugers eine Regeneration nach spinalen Traumen möglich ist. Diese führt zwar noch nicht zu einem funktionellen Gewinn, wohl aber zu histologisch nachweisbaren Effekten betreffend Sprossung nach Zellimplantation im Tierexperiment [30]. Die Verbesserung der axonalen Regeneration supraspinaler kortiko-spinaler Neurone durch Anwendung neurotropher Faktoren ist auch nach chronischen spinalen Läsionen inzwischen belegt. Vier Wochen nach einer zervikalen Hemisection des Rückenmarks führte die lokale Anwendung von Gel-Schaum, getränkt mit einer Kombination von BDNF, NT-3 und CNTF in der Läsionshöhle zu einem signifikanten

9 9 von 12 Aussprossen von Axonen [37]. Alle Studien, bei denen eine Wirkung neurotropher Faktoren auf das Überleben oder das Aussprossen von Neuronen nachgewiesen werden konnte, zeigen, daß eine lokale Anwendung in biologisch aktiver Form notwendig ist. Es bedarf offensichtlich spezieller Applikationstechniken, oft unter Verwendung von gentechnologischen Verfahren oder mittels Applikationssystemen, um am Wirkort effektive Konzentrationen bereit zu stellen. Auch scheint der Effekt um so günstiger zu sein, je früher nach der Läsion oder im Verlauf der Krankheit die Anwendung stattfindet. Es ist evident, daß hierin eine für die therapeutische Anwendung bei Patienten ganz entscheidende praktische Hürde besteht, die nur durch moderne Methoden überwunden werden kann. Mögliche zukünftige Perspektiven für die Anwendung von neurotrophen Faktoren Die bisherigen Studienergebnisse bei ALS und anderen neuromuskulären Erkrankungen lassen erkennen, daß ein Faktor alleine nicht ausreichen wird, den Krankheitsverlauf wesentlich zu beeinflussen. Es ist lange bekannt, daß neurotrophe Faktoren spezifische Wirkungen auf bestimmte Neuronenpopulationen bezüglich des Überlebens der Neurone oder des Sproutings haben [32]. Die bei Patienten bisher systemisch angewendeten oder noch verträglichen Dosierungen liegen grob um 2 bis 3 Zehnerpotenzen unter denjenigen, die in Tiermodellen von Motoneuron-Erkrankungen als wirksam gelten. Höhere Spiegel im ZNS können derzeit nur durch die intrathekale oder intraventrikuläre Verabreichung erzielt werden. Dies bietet auch den Vorteil einer kontinuierlichen, gleichmäßigen Darbietung des Faktors, was der biologischen Rolle als neurotropher Stoff näher kommt als die intermittierende Gabe. Zukünftige Therapieversuche werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bevorzugt dieser Applikationsweisen bedienen. Die seit mehr als 10 Jahren mit anderen Wirkstoffen praktizierte intrathekale Infusion mit implantierbaren Infusionspumpen könnte durch gentechnologische Verfahren ergänzt werden. Das Problem der Kombination verschiedener Faktoren oder der Stabilität über längere Zeit in Reservoirs bei Körpertemperatur könnte dazu zwingen, neurotrophe Faktoren durch transfizierte Zellen, die das Protein im Überschuß exprimieren, zu applizieren. Die hierzu erforderliche Technologie ist allerdings noch nicht ausgereift und bedarf weiterer Entwicklungsarbeit [2]. Die Risiken der Applikationsform sind noch nicht ausreichend evaluiert. Interessante Anwendungen für NTF außerhalb des Nervensystems könnten bei degenerativen Erkrankungen der Retina [21] oder in der Förderung der Regeneration von Schäden am vestibulären System [29] bestehen (Übersicht in [16]). Zusammenfassung Die bisher vorliegenden Erfahrungen mit der klinischen Anwendung von neurotrophen Faktoren sind noch ernüchternd. Die ursprünglichen tierexperimentellen Erfolge ließen sich in klinischen Studien bei neuromuskulären Erkrankungen leider nicht reproduzieren. Hauptproblem dabei ist die Pharmakokinetik, die Anwendungsform und möglicherweise auch die Pathogenese der Erkrankungen selbst. Für viele neuromuskuläre Erkrankungen existieren keine geeigneten Tiermodelle, so daß die Übertragbarkeit tierexperimenteller Studien problematisch ist. Die nahe Zukunft wird zeigen, ob und für welche Erkrankungen des Nervensystems neurotrophe Faktoren als Therapeutikum in Frage kommen. Es handelt sich unfraglich um äußerst potente Wirkstoffe, die mit großer Wahrscheinlichkeit ein therapeutisches Potential besitzen. Literatur 1. Aebischer P, Schluep M, Deglon N, Joseph JM, Hirt L, Heyd B, Goddard M, Hammang JP, Zurn AD, Kato AC, Regli F, Baetge EE: Intrathecal delivery of CNTF using encapsulated genetically modified xenogeneic cells in amyotrophic lateral sclerosis patients. Nat Med 1996a; 2:

10 10 von Aebischer P, Tan SA, Deglon N, Heyd B, Zurn A, Baetge E, Sagot Y, Kato A: Encapsulation of neurotrophic factor-releasing cells for the treatment of neurodegenerative diseases. Restor Neurol Neurosci 1995; 8: ALS CNTF Treatment Study (ACTS): A phase I study of recombinant human ciliary neurotrophic factor (rhcntf) in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Clin Neuropharmacol 1995; 18: ALS CNTF Treatment Study (ACTS): A double-blind placebo-controlled clinical trial of subcutaneous recombinant human ciliary neurotrophic factor (rhcntf) in amyotrophic lateral sclerosis. Neurol 1996; 46: Apfel SC, Kessler JA: Neurotrophic factors in the therapy of peripheral neuropathy. Bailliere'S Clin Neurol 1995; 4: Araujo DM, Hilt DJ: Glial cell-derived neurotrophic factor attentuates the excitotoxin- induced behavioral and neurochemical deficits in a rodent model of Huntington s disease. Neuroscience 1997; 81: Bradley WG, The BDNF Study Group: Subcutaneous administration of recombinant brain- derived neurotrophic factor in patients with ALS. 6th International Symposium on ALS/MND 1995; Dublin: (Abstract) Bradley WG, the BDNF Trial Group: A phase I/II study of recombinant human brain- derived neurotrophic factor in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Ann Neurol 1995; 38:971 Dittrich F, Ochs G, Grosse-Wilde A, Berweiler U, Yan Q, Miller J, Toyka KV, Sendtner M: Pharmacokinetics of intrathecally applied BDNF and effects on spinal Motoneurons. Exp Neurol 1996; 141: Dittrich F, Thoenen H, Sendtner M: Ciliaryneurotrophic factor: Pharmacokinetics and acute-phase response in rat. Ann Neurol 1994; 35: Emerich DF, Bruhn S, Chu Y, Kordower JH: Cellular delivery of CNTF but not NT-4/5 prevents degeneration of striatal neurons in a rodent model of Huntington disease. Cell Transplant 1998; 7: Emerich DF, Winn SR, Hantraye PM, Peschanski M, Chen EY, Chu Y, McDermott P, Baetge EE, Kordower JH: Protective effect of encapsulated cells producing neurotrophic factor CNTF in a monkey model of Huntington's disease. Nature 1997; 386: Galpern WR, Frim DM, Tatter SB, Altar CA, Beal MF, Isacson O: Cell-mediated delivery of brainderived neurotrophic factor enhances dopamine levels in an MPP+ rat model of substantia nigra degeneration. Cell Transplant 1996; 5: Gash DM, Zhang Z, Ovadia A, Cass WA, Yi A, Simmerman L, Russell D, Martin D, Lapchak PA, Collins F, Hoffer BJ, Gerhardt GA: Functional recovery in parkinsonian monkeys treated with GDNF. Nature 1996; 380: Gravel C, Gotz R, Lorrain A, Sendtner M: Adenoviral gene transfer of ciliary neurotrophic factor and brain- derived neurotrophic factor leads to long-term survival of axotomized motor neurons. Nat Med 1997; 3:

11 11 von Kessler JA: Growth Factors as Drugs for Neurological Sensory Disorders, John Wiley & Sons, Kishino A, Ishige Y, Tatsuno T, Nakayama C, Noguchi H: BDNF prevents and reverses adult rat motor neuron degeneration and induces axonal outgrowth. Exp Neurol 1997; 144: Krames E S: Intrathecal Infusional Therapies for Intractable Pain: Patient Management Guidelines. J Pain Symptom Manage. 1993; 8: Lai EC, Felice KJ, Festoff BW, Gawel MJ, Glinas DF, Kratz R, Murphy MF, Natter HM et al.: Effect of recombinant human insulin-like growth factor-i on progression of ALS: A placebocontrolled study. Neurol 1997; 49: Lapchak PA: A Preclinical Development Strategy Designed to Optimize the Use of Glial Cell Line-Derived Neurotrophic Factor in the Treatment of Parkinson's Disease. Movement Disoders 1998; 13: LaVail MM, Unoki K, Yasumura D, Matthes MT, Yancopoulos GD, Steinberg RH: Multiple growth factors, cytokines, and neurotrophins rescue photoreceptors from the damaging effects of constant light. Proc Natl Acad Sci USA 1992; 89: Miller RG, Petajan JH, Bryan WW, Armon C, Barohn RJ, Goodpasture JC, Hoagland RJ, Parry GJ, Ross MA, Stromatt SC: A placebo-controlled trial of recombinant human ciliary neurotrophic (rhcntf) factor in amyotrophic lateral sclerosis. Ann Neurol 1996; 39: Mufson EJ, Kroin JS, Liu YT, Sobreviela T, Penn RD, Miller JA, Kordower JH: Intrastriatal and intraventricular infusion of brain-derived neurotrophic factor in the cynomologous monkey: Distribution, retrograde transport and co-localization with substantia nigra dopamine-containing neurons. Neuroscience 1996; 71: Ochs G, Penn RD, Giess RSB, Sendtner M, Toyka KV: A Trial of Recombinant Methionyl Human Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) Given by Intrathecal Infusion to Patients with Amyotrophic Lateral Sclerosis (ALS). Neurol 1998; 50:A246 Ochs G, Struppler A, Meyerson BA, Linderoth B, Gybels J, Gardner BP, Teddy P, Jamous A, Weinmann P: Intrathecal baclofen for long-term treatment of spasticity: a multi-centre study. J Neurol Neurosurg Psychiatry 1989; 52: Penn RD, Kroin JS, York MM, Cedarbaum JM, Bakay RAE, Weiner LP, Luns ford LD: Intrathecal ciliary neurotrophic factor delivery for treatment of amyotrophic lateral sclerosis (phase I trial). Neurosurg 1997; 40: Saggio I, Gloaguen I, Poiana G, Laufer R: CNTF variants with increased biological potency and receptor selectivity define a functional site of receptor interaction. Embo J 1995; 14: Sendtner M, Schmalbruch H, Stockli KA, Carroll P, Kreutzberg GW, Thoenen H: Ciliary neurotrophic factor prevents degeneration of motor neurons in mouse mutant progressive motor neuronopathy. Nature 1992; 358: Staecker H, Liu W, Hartnick C, Lefebvre P, Malgrange B, Moonen G, Van de Water TR: NT-3 combined with CNTF promotes survival of neurons in modiolus- spiral ganglion explants. Neuroreport 1995; 6: Tan SA, Aebischer P: The problems of delivering neuroactive molecules to the CNS, in: Growth Factors as Drugs for Neurological and Sensory Disorders. Chichester, John Wiley & Sons, 1996, pp

12 12 von Tatagiba M, Brosamle C, Schwab M, Piepmeier JM, Tator CH: Regeneration of injured axons in the adult mammalian central nervous system. Neurosurg 1997; 40: Thoenen H, Hughes RA, Sendtner M: Trophic support of motoneurons: Physiological, pathophysiological, and therapeutic implications. Exp Neurol 1993; 124: Tomac A, Widenfalk J, Lin LF, Kohno T, Ebendal T, Hoffer BJ, Olson L: Retrograde axonal transport of glial cell line-derived neurotrophic factor in the adult nigrostriatal system suggests a trophic role in the adult. Proc Natl Acad Sci USA 1995; 92: Traverse S, Seedorf K, Paterson H, Marshall CJ, Cohen P, Ullrich A. EGF triggers neuronal differentiation of PC12 cells that overexpress the EGF receptor. Current Biology 1994; 4: Volpe G, Wildmann J, Altar CA: Brain-derived neurotrophic factor prevents the loss of nigral neurons induced by excitotoxic striatal-pallidal lesions. Neuroscience 1998; 83: Yan Q, Matheson C, Sun J, Radeke MJ, Feinstein SC, Miller JA: Distribution of intracerebral ventricularly administered neurotrophins in rat brain and its correlation with trk receptor expression. Exp Neurol 1994; 127: Ye JH, Houle JD: Treatment of the chronically injured spinal cord with neurotrophic factors can promote axonal regeneration from supraspinal neurons. Exp Neurol 1997; 143:70 81.

Aktuelles zur Therapie der MS

Aktuelles zur Therapie der MS KLINIKEN LANDKREIS SIGMARINGEN GmbH AKADEMISCHES LEHRKRANKENHAUS DER UNIVERSITÄT TÜBINGEN Aktuelles zur Therapie der MS PD Dr. med. Oliver Neuhaus Chefarzt Abteilung Neurologie Was ist Multiple Sklerose?

Mehr

ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter. März 2011

ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter. März 2011 ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter März 2011 Aktueller Stand der Extrakorporalen Zelltherapie für Sepsis-Patienten SEPSIS 1,5 Mio. Tote in Industrieländern Definition: = Generalisierte

Mehr

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Epidemiologie Prävalenz: 0,3-0,7 / 1000 Einwohner Alter: 20.-40. Lebensjahr; unter

Mehr

Behandlung der Multiplen Sklerose durch Inhibition von Adhäsionsmolek. sionsmolekülen len. Dr. Martin Berghoff

Behandlung der Multiplen Sklerose durch Inhibition von Adhäsionsmolek. sionsmolekülen len. Dr. Martin Berghoff Behandlung der Multiplen Sklerose durch Inhibition von Adhäsionsmolek sionsmolekülen len Dr. Martin Berghoff Immunmodulierende Basistherapie (1) Interferon-β (IFN-β)1b (Betaferon) und 1a (Rebif / Avonex)

Mehr

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed)

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed) Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata(ed) Definition Multiple Sklerose Chronisch entzündlich demyelinisierende Erkrankung des ZNS mit Entmarkungsherden an weißer Substanz von Gehirn und Rückenmark

Mehr

Recombinant antibodies for the imaging and treatment of rheumatoid arthritis and endometriosis. Kathrin Annina Schwager

Recombinant antibodies for the imaging and treatment of rheumatoid arthritis and endometriosis. Kathrin Annina Schwager DISS. ETH NO. 18990 Recombinant antibodies for the imaging and treatment of rheumatoid arthritis and endometriosis A dissertation submitted to ETH ZURICH for the degree of Doctor of Sciences presented

Mehr

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff 1 Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff Es existiert nur eine einzige Studie über die Dauer intrathekaler Antikörper bei der Lyme-Borreliose im

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandeltem Morbus Parkinson. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis PARKOVIT ist

Mehr

Stammzellen. Therapie der Zukunft?

Stammzellen. Therapie der Zukunft? Stammzellen Therapie der Zukunft? Was sind Stammzellen? Embryo, aus embryonalen Stammzellen bestehend Stammzellen sind Ausgangszellen für die Bildung aller Gewebe und Organe, aus denen ein Lebewesen besteht

Mehr

Wissenschaftliche Angestellte, Laborleitung Geburtsdatum, Nationalität: 28.04.1973, deutsch

Wissenschaftliche Angestellte, Laborleitung Geburtsdatum, Nationalität: 28.04.1973, deutsch Forschungsbericht über das Projekt Einfluss der TLR3-Aktivierung des retinalen Pigmentepithels auf das Verhalten von Makrophagen, gefördert durch die DOG im Rahmen der Forschungsförderung innovativer wissenschaftlicher

Mehr

DETECT III DETECT III

DETECT III DETECT III DETECT III Eine prospektive, randomisierte, zweiarmige, multizentrische Phase III Studie zum Vergleich Standardtherapie versusstandardtherapie mit Lapatinib bei metastasierten Patientinnen mit initial

Mehr

Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment.

Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment. 5th Congenital Hyperinsulinism International Family Conference Milan, September 17-18 Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment. PD Dr. Thomas Meissner

Mehr

DGN 2010 Weiter auf Erfolgskurs AVONEX, die verlässliche Basistherapie bei Multipler Sklerose

DGN 2010 Weiter auf Erfolgskurs AVONEX, die verlässliche Basistherapie bei Multipler Sklerose DGN 2010 Weiter auf Erfolgskurs AVONEX, die verlässliche Basistherapie bei Multipler Sklerose Mannheim (23. September 2010) - Die MS-Forschung ist derzeit geprägt von zahlreichen Neuentwicklungen. Bewährten

Mehr

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie Der Patient im Fokus Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie Nürnberg (4. Dezember 2012) - In der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist Interferon beta-1a i.m. (Avonex ) als effektives

Mehr

HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brus

HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brus HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brus HER2-positives Mammakarzinom im Fokus Innovative Behandlungsstrategien für Patientinnen mit Brustkrebs München

Mehr

Multiple Sklerose Basiswissen zur Immunologie der MS und der immunmodulierenden Therapie

Multiple Sklerose Basiswissen zur Immunologie der MS und der immunmodulierenden Therapie JATROS Neurologie & Ps ychiatrie 2008 Multiple Sklerose Multiple Sklerose Basiswissen zur Immunologie der MS und der immunmodulierenden Therapie Die multiple Sklerose (MS) ist eine meist chronisch verlaufende

Mehr

Universitätsklinikum Regensburg Standards und Aktuelles in der Therapie des Malignen Melanoms

Universitätsklinikum Regensburg Standards und Aktuelles in der Therapie des Malignen Melanoms Standards und Aktuelles in der Therapie des Malignen Melanoms Sebastian Haferkamp Häufigkeit des Malignen Melanoms Fälle pro 100.000 www.rki.de Therapie des Melanoms Universitätsklinikum Regensburg 1975

Mehr

Zielgerichtete personalisierte Tumortherapie was gibt es Neues in der Onkologie

Zielgerichtete personalisierte Tumortherapie was gibt es Neues in der Onkologie Zielgerichtete personalisierte Tumortherapie was gibt es Neues in der Onkologie Prof. Dr. Wolfgang Herr Innere Medizin III Hämatologie und intern. Onkologie Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III

Mehr

MS 10 Fragen und Antworten

MS 10 Fragen und Antworten Hintergrundinformation MS 10 Fragen und Antworten Was ist MS? Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Bei der MS handelt

Mehr

Preise für innovative Arzneimittel Kommt das System an seine Grenzen?

Preise für innovative Arzneimittel Kommt das System an seine Grenzen? AOK-Forum live Potsdam, 28. April 2015 Preise für innovative Arzneimittel Kommt das System an seine Grenzen? Wolf-Dieter Ludwig Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ); HELIOS Klinikum

Mehr

Willkommen zum 4. Lüdenscheider Tag der MS

Willkommen zum 4. Lüdenscheider Tag der MS Willkommen zum 4. Lüdenscheider Tag der MS Update 2012 Therapieoptionen bei MS Referent: Dr. med. Sebastian Schimrigk Lüdenscheid, den 11. Februar 2012 Was sind die Behandlungsziele? 1. Ordnung: Verhinderung

Mehr

Orale MS Therapien. Ralf Gold Neurologische Klinik St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

Orale MS Therapien. Ralf Gold Neurologische Klinik St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum rale MS Therapien Ralf Gold Neurologische Klinik St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum Was entwickelt sich in der Pipeline? Neue MS Therapie wird riskant..! rale Therapeutika: welche

Mehr

MOR103 zeigt exzellente Sicherheit und Wirksamkeit in RA-Patienten

MOR103 zeigt exzellente Sicherheit und Wirksamkeit in RA-Patienten MOR103 Phase 1b/2a-Daten in RA MOR103 zeigt exzellente Sicherheit und Wirksamkeit in RA-Patienten Safe Harbour Diese Präsentation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse

Mehr

Hirnschäden des Menschen

Hirnschäden des Menschen Hirnschäden des Menschen Pinel (6. ed) Kapitel 10 www.neuro.psychologie.unisb.de/vorlesung VL8-14-05-08.ppt 1 Hirnschäden des Menschen Zwei Ziele: Verständnis normaler Funktionen Strategien zur Behandlung

Mehr

Neue Substanzen in der Therapie des Mammakarzinoms

Neue Substanzen in der Therapie des Mammakarzinoms Neue Substanzen in der Therapie des Mammakarzinoms Prof. V. Heinemann Department of Medical Oncology, Klinikum Grosshadern, University of Munich Germany Docetaxel + Bevacizumab beim HER2-negativen MBC

Mehr

Zell- und Gentherapie bei der Amyotrophen Lateralsklerose

Zell- und Gentherapie bei der Amyotrophen Lateralsklerose Management of Neuromuscular Diseases Letter Nr. 36 Zell- und Gentherapie bei der Amyotrophen Lateralsklerose Experimentelle und klinische Forschung Susanne Petri und Reinhard Dengler Zusammenfassung Die

Mehr

PRESSEMITTEILUNG. Die vorliegende Studie ist die dritte, mit der eine klinisch relevante Verbesserung gegenüber Midazolam gezeigt werden konnte.

PRESSEMITTEILUNG. Die vorliegende Studie ist die dritte, mit der eine klinisch relevante Verbesserung gegenüber Midazolam gezeigt werden konnte. PRESSEMITTEILUNG PAION BERICHTET POSITIVE ERGEBNISSE SEINES KURZ-WIRKENDEN ANÄSTHETIKUMS/SEDATIVUMS REMIMAZOLAM (CNS 7056) IN PHASE IIB STUDIE BEI DARMSPIEGELUNG Primärer Endpunkt erreicht Erfolgreiche

Mehr

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Weitere Fragen zum Thema Vitaminlücken bei Epilepsie beantworten wir Ihnen gerne: Desitin Arzneimittel GmbH Abteilung Medizin Weg beim Jäger 214 22335

Mehr

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Inhaltsverzeichnis 1. Einführung 2. Ätiologie 3. Risikofaktoren 4. Epidemiologie 5. Krankheitsbild 6. Befallene

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Der HER2-Rezeptor & seine therapeutischen Ansprechpartner beim HER2-pos. Mammakarzinom

Der HER2-Rezeptor & seine therapeutischen Ansprechpartner beim HER2-pos. Mammakarzinom Der HER2-Rezeptor & seine therapeutischen Ansprechpartner beim HER2-pos. Mammakarzinom Her2/neu (human epidermal growth factor receptor 2, erb-b2, c-erbb2) Der HER2-Rezeptor gehört zur Familie der epidermalen

Mehr

Was kann die Stammzelltherapie leisten?

Was kann die Stammzelltherapie leisten? Was kann die Stammzelltherapie leisten? Prof. Dr. med. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Abteilung Pharmakologie, Herzzentrum und Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsmedizin Göttingen Der

Mehr

Neue Substanzen in der Therapie des KRK Prof. V. Heinemann

Neue Substanzen in der Therapie des KRK Prof. V. Heinemann Neue Substanzen in der Therapie des KRK Prof. V. Heinemann Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum Großhadern Ludwig-Maximilians Universität München Extrazellulär Neue Targets in der Krebstherapie

Mehr

Translation in der Hochschulambulanz: ein Beispiel für innovative ambulante Medizin

Translation in der Hochschulambulanz: ein Beispiel für innovative ambulante Medizin Translation in der Hochschulambulanz: ein Beispiel für innovative ambulante Medizin Heinz Wiendl Direktor, Prodekan Forschung Klinik für allg. Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster From

Mehr

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen.

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen. Medical Tribune Praxis-Handbuch Experten 271 Unsere Experten An diesem Buch haben verschiedene Experten mitgewirkt, indem sie Know-how und Material beigesteuert haben. Es sind auf die Beratung, Betreuung

Mehr

Entscheidungsunterstützung durch Big Data. Perspektiven und Chancen für die Zukunft. Holger Cordes. Chief Operations Officer, Cerner Europe

Entscheidungsunterstützung durch Big Data. Perspektiven und Chancen für die Zukunft. Holger Cordes. Chief Operations Officer, Cerner Europe Entscheidungsunterstützung durch Big Data Perspektiven und Chancen für die Zukunft Holger Cordes Chief Operations Officer, Cerner Europe Enorme Beschleunigung der Wissensgewinnung Medizinisches Wissen

Mehr

Angeborene und erworbene Vitaminmangelerkrankungen

Angeborene und erworbene Vitaminmangelerkrankungen Medizinisch Fakultät Carl Gustav Carus Klinik und Poliklinik für Neurologie Angeborene und erworbene Vitaminmangelerkrankungen Alexander Storch Klinik und Poliklinik für Neurologie Technische Universität

Mehr

Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen

Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen Umfassende Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen - Novartis startet Forschungsprogamme zu Folgeerkrankungen bei MS - Osteoporose bei Multipler

Mehr

Ligandis. biomarker diagnostics. Quantitativer Western Liganden Blot zur Analyse biologisch aktiver IGF-Bindungsproteine

Ligandis. biomarker diagnostics. Quantitativer Western Liganden Blot zur Analyse biologisch aktiver IGF-Bindungsproteine Ligandis biomarker diagnostics Quantitativer Western Liganden Blot zur Analyse biologisch aktiver IGF-Bindungsproteine Ausgründungsinitiative aus dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Gefördert durch

Mehr

Hausärztliche Fortbildung Referententandem aus Hausarzt und Diabetologe

Hausärztliche Fortbildung Referententandem aus Hausarzt und Diabetologe Hausärztliche Fortbildung Referententandem aus Hausarzt und Diabetologe Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes Michael Jecht GK und MVZ Havelhöhe Diabetologie Kladower Damm 221, 14089 Berlin mjecht@t-online.de

Mehr

Einführung in die Multiple Sklerose

Einführung in die Multiple Sklerose Einführung in die Multiple Sklerose Übersicht MS ist die häufigste nichttraumatische Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen MS ist eine komplexe, facettenreiche Erkrankung und daher

Mehr

Was ist der Her2-Status?

Was ist der Her2-Status? Was ist der Her2-Status? Dieser Artikel knüpft an die Resultate einer Umfrage im Frühjahr 2006 mit Frauen von LEBEN WIE ZUVOR an. 1'500 Fragebogen wurden versendet und eine beeindruckende Rücklaufquote

Mehr

Transgene Tiere: Genmodifikation in der Maus

Transgene Tiere: Genmodifikation in der Maus Transgene Tiere: Genmodifikation in der Maus Gentechnik und Genomics WiSe 2007/2008 Kristian M. Müller Institut für Biologie III Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Nobelpreis Physiologie und Medizin 2007

Mehr

Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica

Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica M. Matiello, MD, H.J. Kim, MD, PhD, W. Kim, MD, D.G. Brum, MD, A.A. Barreira, MD, D.J. Kingsbury, MD, G.T. Plant, MD, T. Adoni, MD und B.G. Weinshenker,

Mehr

HER2-Diagnostik. Ein Leitfaden für Brustkrebs-Patientinnen

HER2-Diagnostik. Ein Leitfaden für Brustkrebs-Patientinnen HER2-Diagnostik Ein Leitfaden für Brustkrebs-Patientinnen Was ist HER2? HER2 vielfach auch als erbb2 oder HER2/neu bezeichnet ist ein Eiweiß bzw. Proteinbaustein an der Oberfläche von Zellen (Rezeptor).

Mehr

Dossierbewertung A13-38 Version 1.0 Teriflunomid Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 20.12.2013

Dossierbewertung A13-38 Version 1.0 Teriflunomid Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 20.12.2013 2 Nutzenbewertung 2.1 Kurzfassung der Nutzenbewertung Hintergrund Der G-BA hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Teriflunomid gemäß 35a SGB V beauftragt. Die Bewertung erfolgte auf Basis

Mehr

Multiple Sklerose Aktuelle Behandlungskonzepte. Matthias Bußmeyer Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie 26.01.2013

Multiple Sklerose Aktuelle Behandlungskonzepte. Matthias Bußmeyer Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie 26.01.2013 Multiple Sklerose Aktuelle Behandlungskonzepte Matthias Bußmeyer Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie 26.01.2013 1 Säulen der MS-Therapie Therapie der Multiplen Sklerose Schubtherapie Krankheitsmodifizierende

Mehr

Studie zeigt, dass Roche-Prüfmedikament gegen Alzheimerkrankheit typische Eiweissablagerungen aus dem Gehirn entfernt

Studie zeigt, dass Roche-Prüfmedikament gegen Alzheimerkrankheit typische Eiweissablagerungen aus dem Gehirn entfernt Medienmitteilung Basel, den 10. Oktober 2011 Studie zeigt, dass Roche-Prüfmedikament gegen Alzheimerkrankheit typische Eiweissablagerungen aus dem Gehirn entfernt Befunde erhellen, wie dieses Prüfmedikament

Mehr

Multiple Sklerose: Pathogenese und Möglichkeiten einer individualisierten Therapie

Multiple Sklerose: Pathogenese und Möglichkeiten einer individualisierten Therapie Weber, Frank Multiple Sklerose: Pathogenese und Möglichkeiten einer individualisierten Therapie Tätigkeitsbericht 2006 Immun- und Infektionsbiologie/Medizin Neurobiologie Multiple Sklerose: Pathogenese

Mehr

Medienorientierung: Eckenstein-Geigy Professur für Pädiatrische Pharmakologie

Medienorientierung: Eckenstein-Geigy Professur für Pädiatrische Pharmakologie Medienorientierung: Eckenstein-Geigy Professur für Pädiatrische Pharmakologie Mittwoch, 25. Juni 2014 Bibliothek UKBB (4. OG), Spitalstrasse 33, Basel Programm 10.00 Uhr Begrüssung Dr. med. Conrad E. Müller,

Mehr

Gene, Umwelt und Aktivität

Gene, Umwelt und Aktivität Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Ein aktiver Lebensstil beeinflusst vielleicht die Krankheitssymptome

Mehr

Diabetes. Zulassungserweiterung: Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Mens

Diabetes. Zulassungserweiterung: Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Mens Zulassungserweiterung Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Menschen mit Typ 2 Diabetes Mainz (16. November 2011) Die Europäische Kommission hat die Zulassung des modernen

Mehr

Vom Patienten ins Labor und zurück Aktuelles aus der Forschung

Vom Patienten ins Labor und zurück Aktuelles aus der Forschung Vom Patienten ins Labor und zurück Aktuelles aus der Forschung Univ.-Prof. Dr. Dr. Sven Meuth Westfälische Wilhelms-Universität Münster Klinik für allg. Neurologie Das Zwillingsrad-Modell der klinischen

Mehr

A. Wutte, J. Plank, M. Bodenlenz, C. Magnes, W. Regittnig, F. Sinner, B. Rønn, M. Zdravkovic, T. R. Pieber

A. Wutte, J. Plank, M. Bodenlenz, C. Magnes, W. Regittnig, F. Sinner, B. Rønn, M. Zdravkovic, T. R. Pieber Proportional ose Response Relationship and Lower Within Patient Variability of Insulin etemir and NPH Insulin in Subjects With Type 1 iabetes Mellitus A. Wutte, J. Plank, M. Bodenlenz, C. Magnes, W. Regittnig,

Mehr

Komplementäre und alternative Therapiemethoden

Komplementäre und alternative Therapiemethoden Komplementäre und alternative Therapiemethoden M.W. Beckmann Inanspruchnahme komplementärer Therapien bei Brustkrebs 78% mindestens eine Therapiemethode 43% zwei oder mehr 23% drei oder mehr (außer Physiotherapie)

Mehr

Osteoporose, Spondylarthropathien

Osteoporose, Spondylarthropathien KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Osteoporose, Spondylarthropathien Dr. med. Nadine Schneider Teriparatid oder Alendronat bei Glukokortikoidinduzierter Osteoporose? (Saag et al. NEJM 2007; 357:2028-39)

Mehr

bíüáâ=eáåf=çéê=éü~êã~òéìíáëåüéå=fåçìëíêáé= téäåüéå=fåíéêéëëéå=çáéåí=çáé=^êòåéáãáííéäñçêëåüìåö\=

bíüáâ=eáåf=çéê=éü~êã~òéìíáëåüéå=fåçìëíêáé= téäåüéå=fåíéêéëëéå=çáéåí=çáé=^êòåéáãáííéäñçêëåüìåö\= EVANGELISCHE AKADEMIE bíüáâeáåfçéêéü~êã~òéìíáëåüéåfåçìëíêáé téäåüéåfåíéêéëëéåçáéåíçáé^êòåéáãáííéäñçêëåüìåö\ q~öìåöçéêbî~åöéäáëåüéå^â~çéãáéiçååìãîçãskäáëukkçîéãäéêomms fåhççééê~íáçåãáíçéãwéåíêìãñ êdéëìåçüéáíëéíüáâ

Mehr

Versorgungsforschung: ein MUSS für Interdisziplinarität?

Versorgungsforschung: ein MUSS für Interdisziplinarität? Versorgungsforschung: ein MUSS für Interdisziplinarität? Tanja Stamm Medizinische Universität Wien, Abt. f. Rheumatologie FH Campus Wien, Department Gesundheit, Ergotherapie & Health Assisting Engineering

Mehr

Immunregulatorische Funktionen von T-Lymphozyten

Immunregulatorische Funktionen von T-Lymphozyten Immunregulatorische Funktionen von T-Lymphozyten DISSERTATION zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vorgelegt von

Mehr

IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie)

IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie) IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie) IgY? Studie? Was ist das eigentlich? Wo wird die Studie durchgeführt? Kann ich/ mein Kind noch teilnehmen? Dr. Andreas Reimann Leiter des IMPACTT-Arbeitspaketes

Mehr

4. Quantitative Analyse der Ligand-Bindungsstudien

4. Quantitative Analyse der Ligand-Bindungsstudien 4. Quantitative Analyse der Ligand-Bindungsstudien Im folgenden apitel sollen die grundlegenden analytischen Methoden zur Interpretation der experimentell gewonnenen Bindungsdaten vorgestellt werden. ie

Mehr

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Grundlagen klinischer Studien Eine Studie ist eine systematische Sammlung von Daten, die dazu dient, eine oder mehrere Fragen zu beantworten. Eine

Mehr

Tabelle 1: Bewertungskriterien für den Einsatz der PET-CT

Tabelle 1: Bewertungskriterien für den Einsatz der PET-CT EN Die nachfolgenden differenzierten Indikationslisten wurden unverändert von der Homepage der DGN übernommen Der Arbeitsausschuss PET-CT der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. hat sich intensiv

Mehr

Mittwoch: Medikamente zur Huntingtin- Absenkung

Mittwoch: Medikamente zur Huntingtin- Absenkung Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Huntington-Therapie-Konferenz 2015: Tag 2 Tag 2 über Aktuelles

Mehr

To sleep or not to sleep

To sleep or not to sleep Manfred Hallschmid Institut für Neuroendokrinologie, Universität Lübeck Ernährung, Bewegung, Entspannung alles zu seiner Zeit München, 31. März 2011 To sleep or not to sleep Der Einfluss des Schlafs auf

Mehr

Numerical analysis of the influence of turbulence on the exchange processes between porous-medium and free flow

Numerical analysis of the influence of turbulence on the exchange processes between porous-medium and free flow Numerical analysis of the influence of turbulence on the exchange processes between porous-medium and free flow T. Fetzer Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung Universität Stuttgart January

Mehr

Tiefes Testosteron... Nach Testosteron Substitution...? Kausaler Zusammenhang?? Yesterday, all those troubles seemed so far away..

Tiefes Testosteron... Nach Testosteron Substitution...? Kausaler Zusammenhang?? Yesterday, all those troubles seemed so far away.. Herr F.H., 69 jähriger Manager JA: seit ein paar Jahren zunehmende Libido Erektile Dysfunktion, fühlt sich subdepressiv, vergesslich, abends oft müde Herr F.H., 69 jähriger Manager JA: seit ein paar Jahren

Mehr

Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose

Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose Prof. Dr. Sylvia Kotterba Ammerland-Klinik GmbH Westerstede, Neurologische Klinik Was versteht der Patient unter Schläfrigkeit? Schlafdrang Antriebslosigkeit

Mehr

Gibt es eine Palliative Geriatrie?

Gibt es eine Palliative Geriatrie? Gibt es eine Palliative Geriatrie? Oder geht es um Palliative Care in der Geriatrie? Wenn ja, wann beginnt dann Palliative Care? Oder ist Geriatrie gleich Palliative Care? Dr. med. Roland Kunz Chefarzt

Mehr

Evidence of strobilurine resistant isolates of A. solani and A. alternata in Germany

Evidence of strobilurine resistant isolates of A. solani and A. alternata in Germany Technische Universität München Evidence of strobilurine resistant isolates of A. solani and A. alternata in Germany H. Hausladen, B. Adolf and J. Leiminger outline introduction material and methods results

Mehr

Wissenschaftliche Studien über QI GONG

Wissenschaftliche Studien über QI GONG Wissenschaftliche Studien über QI GONG Im asiatischen Raum wird Qi Gong schon seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich wissenschaftlich untersucht. Wissenschaftliche Fakten untermauern somit die Wirksamkeit

Mehr

Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin Neue endovaskuläre Verfahren bei PAVK

Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin Neue endovaskuläre Verfahren bei PAVK Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin Neue endovaskuläre Verfahren bei PAVK Federico Tatò 54. Bayerischer Internistenkongress, 2015 Säulen der Therapie der pavk Behandlung der Risikofaktoren Thrombozytenaggregationshemmung

Mehr

Customer-specific software for autonomous driving and driver assistance (ADAS)

Customer-specific software for autonomous driving and driver assistance (ADAS) This press release is approved for publication. Press Release Chemnitz, February 6 th, 2014 Customer-specific software for autonomous driving and driver assistance (ADAS) With the new product line Baselabs

Mehr

Informationen zur Blutstammzellspende

Informationen zur Blutstammzellspende Informationen zur Blutstammzellspende Was sind Blutstammzellen? Der Begriff Stammzellen wird sowohl für embryonale (Ursprungszellen in Embryonen) als auch für adulte Stammzellen (Blutstammzellen), die

Mehr

Biosimilars ähnlich aber nicht gleich

Biosimilars ähnlich aber nicht gleich DPhG Jahrestagung 2008 Bonn Biosimilars ähnlich aber nicht gleich Prof. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt/Main Zwei Standpunkte zu generischen Biologicals:

Mehr

Das Reagenz speziell für die Transfektion von Säugerzellen mit sirna und mirna

Das Reagenz speziell für die Transfektion von Säugerzellen mit sirna und mirna METAFECTENE SI + Das Reagenz speziell für die Transfektion von Säugerzellen mit sirna und mirna Bestellinformationen, MSDS, Publikationen und Anwendungsbeispiele unter www.biontex.com Produkt Katalognummer

Mehr

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients BASG / AGES Institut LCM Traisengasse 5, A-1200 Wien Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen: 27.05.2015 Mag. pharm. Dr. Ulrike Rehberger REGA +43 (0) 505 55 36258 pv-implementation@ages.at

Mehr

Workshop: Sportmedizin und Psychiatrie, Psychosomatik, Sucht im Dialog

Workshop: Sportmedizin und Psychiatrie, Psychosomatik, Sucht im Dialog vb Workshop: Sportmedizin und Psychiatrie, Psychosomatik, Sucht im Dialog Folie 1 vb1 HL bitte ändern analog Vortrag in Einladung Verena Baernwick; 31.01.2011 Chronischer Alkoholkonsum führt zu Hirnorganischen

Mehr

Rapf, Raupenstrauch, Thomanetz, Edlinger Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm 7 Orientierende Angaben zum Schwermetallrückhaltevermögen von Klärschlamm Kon ze ntrati o n i n µg / L Zulauf Ablauf Konzentrationen

Mehr

Biologicals Innovationen der besonderen Art. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt.

Biologicals Innovationen der besonderen Art. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt. Biologicals Innovationen der besonderen Art Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt Arzneimittel sind Stoffe oder Stoffgemische unterschiedlicher chemischer

Mehr

MEETING FRIENDS M.A.S.T.E.R.-Conference International Members Meeting & Training Courses. M.A.S.T.E.R. Conference. Berlin, September 12 & 13

MEETING FRIENDS M.A.S.T.E.R.-Conference International Members Meeting & Training Courses. M.A.S.T.E.R. Conference. Berlin, September 12 & 13 M.A.S.T.E.R. Conference International Members Meeting NETWORK-Lipolysis & NETWORK-Globalhealth MEETING FRIENDS M.A.S.T.E.R.-Conference International Members Meeting & Training Courses Berlin, September

Mehr

Die Einnahme der Präparate BioMarine 570, BioMarine 1140 und BioCardine 900 durch Frauen in der Brutzeit.

Die Einnahme der Präparate BioMarine 570, BioMarine 1140 und BioCardine 900 durch Frauen in der Brutzeit. Herr Dr. Karol Włodarczyk Ginekologe- Gebutshelfer Spezialist für Transfuziologie Sexuologe Specjalistyczny Gabinet Lekarski Tarnów 1 Die Einnahme der Präparate BioMarine 570, BioMarine 1140 und BioCardine

Mehr

Entwicklungskandidat Alemtuzumab Potenzial für neuen Therapiestandard bei Multipler Sklerose

Entwicklungskandidat Alemtuzumab Potenzial für neuen Therapiestandard bei Multipler Sklerose Fact Sheet Entwicklungsprojekte von Bayer Schering Pharma Geschäftsbereich Spezial-Therapeutika Entwicklungskandidat Alemtuzumab Potenzial für neuen Therapiestandard bei Multipler Sklerose Frühe klinische

Mehr

Querschnittstechnologien inkl. Geothermie F&E Schwerpunkte und deren Implementierungsstrategie

Querschnittstechnologien inkl. Geothermie F&E Schwerpunkte und deren Implementierungsstrategie Querschnittstechnologien inkl. Geothermie F&E Schwerpunkte und deren Implementierungsstrategie Michael Monsberger AIT Austrian Institute of Technology Themenüberblick (2 Panels) Geothermie Oberflächennahe

Mehr

MND-NET Deutsches Netzwerk für ALS/Motoneuronerkrankungen MND-NET. German Network for Motor Neuron Diseases

MND-NET Deutsches Netzwerk für ALS/Motoneuronerkrankungen MND-NET. German Network for Motor Neuron Diseases MND-NET Deutsches Netzwerk für ALS/Motoneuronerkrankungen MND-NET German Network for Motor Neuron Diseases DGM Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e. V. 3 Information zur Patientendatei und Biomaterialsammlung

Mehr

Personalisierte Krebsmedizin

Personalisierte Krebsmedizin Personalisierte Krebsmedizin Oncology PERSONALISIERTE MEDIZIN IN DER KREBSTHERAPIE gesunde Zelle Zellkern mit intakter DNA intakte DNA Genveränderung/ -mutation Zellteilung Genetisch veränderte Tochterzellen

Mehr

Post-Market-Surveillance & PMCF Wann ist eine PMCF-Studie angezeigt? PD Dr. med. Ulrich Matern

Post-Market-Surveillance & PMCF Wann ist eine PMCF-Studie angezeigt? PD Dr. med. Ulrich Matern Post-Market-Surveillance & PMCF Wann ist eine PMCF-Studie angezeigt? PD Dr. med. Ulrich Matern Das Gesetz Clinical investigations shall be performed unless it is duly justified to rely on existing clinical

Mehr

Nährsubstanz-Vergleich Wirtschaftsdünger / Bioabfallkompost / Klärschlamm

Nährsubstanz-Vergleich Wirtschaftsdünger / Bioabfallkompost / Klärschlamm kg/t TS 90 80 70 60 50 40 30 20 Rindergülle Schweinegülle Bioabfallkompost Klärschlamm, nass Klärschlamm entwässert Klärschlamm entwässert, kalkstabilisiert 10 0 Ntotal P2O5 K2O Nährsubstanz-Vergleich

Mehr

Pharmakokinetische Untersuchungen zur Aufnahme von (-)-Linalool und 1,8-Cineol nach Inhalation und dermaler Applikation

Pharmakokinetische Untersuchungen zur Aufnahme von (-)-Linalool und 1,8-Cineol nach Inhalation und dermaler Applikation Pharmakokinetische Untersuchungen zur Aufnahme von (-)-Linalool und 1,8-Cineol nach Inhalation und dermaler Applikation Eva Heuberger Universität des Saarlandes, Pharmazeutische Biologie, 66123 Saarbrücken

Mehr

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung BIOTRONIK // Cardiac Rhythm Management Herzschrittmacher mit Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung VDE MedTech 2013 26. September

Mehr

WS 2009/2010 Vorlesung - Spezielles Arzneimittelrecht. Mittwoch, 13. Januar 2010. Pandemie - Teil X

WS 2009/2010 Vorlesung - Spezielles Arzneimittelrecht. Mittwoch, 13. Januar 2010. Pandemie - Teil X Ministerium für,,, und WS 2009/2010 Vorlesung - Spezielles Arzneimittelrecht Mittwoch, 13. Januar 2010 Pandemie - Teil X -Dr. Michael Cramer-2010-01-13 Folie 1 Ministerium für,,, und Klinische Prüfungen

Mehr

Formular: Leistungskontrollen

Formular: Leistungskontrollen Formular: Katalogdaten WICHTIG: Falls die Lehrsprache Englisch ist, benötigen wir die Angaben nur in englischer Sprache. Falls Lehrsprache Deutsch ist, sollen die Angaben der Katalogdaten in deutscher

Mehr

Control of Peripheral Nerve Myelination by the ß-Secretase (BACE1 )

Control of Peripheral Nerve Myelination by the ß-Secretase (BACE1 ) Über Methoden der Grundlagenforschung Textquelle 1 Originally published in Science Express on 21 September 2006 Science 27 October 2006:; Vol. 314. no. 5799, pp. 664-666 DOI: 10.1126/science.1132341 Reports

Mehr

Implikationen der omics Revolution für die moderne Onkologie- Microarray-unterstützte Diagnose und pharmako-genomic basierende Therapiestrategien

Implikationen der omics Revolution für die moderne Onkologie- Microarray-unterstützte Diagnose und pharmako-genomic basierende Therapiestrategien Implikationen der omics Revolution für die moderne Onkologie- Microarray-unterstützte Diagnose und pharmako-genomic basierende Therapiestrategien III. Interdisziplinärer Kongress JUNGE NATURWISSENSCHAFT

Mehr

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen

Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation. Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Immunsuppressive Therapie nach Lebertransplantation Familientag 23.08.2015 Bianca Hegen Überblick Was passiert nach der Transplantation? Wie funktioniert das Immunsystem? Wie wird einer Abstoßung vorgebeugt?

Mehr

Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR:

Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR: München, den 08.01.2015 Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR: TRANSLARNA TM mit dem Wirkstoff Ataluren Liebe Patienten, liebe Eltern, In einem Schreiben

Mehr

Eine empirische Theorie für Software-Inspektionen. Empirische Softwaretechnik. Motivation (Forts.) Motivation für eine Theorie.

Eine empirische Theorie für Software-Inspektionen. Empirische Softwaretechnik. Motivation (Forts.) Motivation für eine Theorie. Empirische Softwaretechnik Prof. Dr. Walter F. Tichy Dr. Frank Padberg Sommersemester 2007 1 Eine empirische Theorie für Software-Inspektionen Softwaretechnik: Erklärung für einige beobachtete Phänomene

Mehr

Multiple Sklerose. Prof. Dr. med. Klaus-Peter Wandinger. UNIVERSITÄTSKLINIKUM Schleswig-Holstein

Multiple Sklerose. Prof. Dr. med. Klaus-Peter Wandinger. UNIVERSITÄTSKLINIKUM Schleswig-Holstein Multiple Sklerose Prof. Dr. med. Klaus-Peter Wandinger Institut für Klinische Chemie und Klinik für Neurologie neuroimmunologie@uksh.de MS: Fallbeispiel Lidwina von Schiedam (1380-1433) mit 16 Jahren:

Mehr

Antworten auf Ihre wichtigsten zugesandten Fragen

Antworten auf Ihre wichtigsten zugesandten Fragen Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Antworten auf Ihre wichtigsten zugesandten Fragen DMSG Fachtagung, München,. Juni Prof. Dr. Jürgen Koehler, M.A. Geschäftsführer (med.) und Ärztlicher Leiter

Mehr

Neuroimmunologische Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Neuroimmunologische Erkrankungen des zentralen Nervensystems Myelitis e.v. http://www.myelitis.de Die Transverse Myelitis Association vertritt Menschen, die unter transverser Myelitis, wiederkehrender transverser Myelitis, Neuromyelitis optica (NMO oder Devic-Krankheit);

Mehr