Therapeutische Möglichkeiten von Wachstumsfaktoren bei neuromuskulären Erkrankungen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Therapeutische Möglichkeiten von Wachstumsfaktoren bei neuromuskulären Erkrankungen"

Transkript

1 1 von 12 Therapeutische Möglichkeiten von Wachstumsfaktoren bei neuromuskulären Erkrankungen Günter Ochs Abstract Results of basic research suggest that neurotrophic factors have considerable therapeutic potential for neuromuscular diseases. Clinical application is most advanced in the field of motoneuron diseases. Multiple clinical trials have been conducted for amyotrophic lateral sclerosis using subcutaneous injections of either ciliary neurotrophic factor (CNTF), brain-derived neurotrophic factor (BDNF) or insulin-like growth factor (IGF-1). Among the most important reasons for the rather disappointing results of these trials are probably the complex pharmacokinetic profile of the proteins, their side effect spectrum and the stability of the compounds. These issues have been addressed by using alternative ways of application in the most recent trials. Neurotrophic factors have been under investigation for polyneuropathies or traumatic nerve lesions as well. Preclinical studies were promising, but results from clinical trials in patients with such conditions are still conflicting. In neurodegenerative diseases of the central nervous system such as Parkinson s, preclinical data from animal models suggest significant effects on survival and function of dopaminergic cells in the substantia nigra. Clinical studies using glia-derived neurotrophic factor (GDNF) by an intracerebro-ventricular route of application are in process, results are not published yet. Einleitung Nervenwachstumsfaktoren oder neurotrophe Faktoren sind in der embryonalen Entwicklung für die Spezifizierung und Aufrechterhaltung der Funktion von Neuronen notwendig. Im adulten Organismus können Sie nach Schädigungen des peripheren oder zentralen Nervensystems in die Regeneration eingreifen (Abbildung 1). Daher vermuten Grundlagenwissenschaftler und Kliniker ein therapeutisches Potential für neurodegenerative Erkrankungen. Neurotrophe Faktoren, die auf Motoneurone wirken, könnten sich zur Therapie neuromuskulärer Erkrankungen eignen. Tierexperimentelle Untersuchungen belegen einen deutlichen Effekt verschiedener neurotropher Faktoren auf Motoneurone in vitro und in vivo. Bei geigneter Applikation gelingt es zum Beispiel im Läsionsmodell des n. facialis 60 80% der Motoneurone nach Durchtrennung des Nerven zu erhalten [15]. Auch bei der sog. pmn-maus, bei der es aufgrund eines bisher unbekannten genetischen Defektes zu einem der spinalen Muskelatrophie oder ALS vergleichbaren Untergang von MN mit entsprechender atropher Parese innerhalb der ersten Monate nach der Geburt kommt, kann die systemische Verabreichung von CNTF den Verlauf der Erkrankung wesentlich verlangsamen [28]. Die Kombination mehrerer neurotropher Faktoren bessert das Gesamtresultat. Diese Ergebnisse haben die Hoffnung bestärkt, daß neurotrophe Faktoren bei bisher unbehandelbaren neuromuskulären Erkankungen eine wichtige therapeutische Lücke schließen könnten. Abbildung 1 Potentieller Wirkmechanismus von Wachstumsfaktoren [34] Grb2 growth factor binding protein-2 MAP mitogen-activated protein

2 2 von 12 GEF guanine nucleotide exchanger factor MAP mitogen-activated protein MAPKK MAP-Kinase-Kinase Einer von vier derzeit bekannten Signaltransduktionswegen neurotropher Faktoren. Die Aktivierung der Receptor Tyrosin Kinasen durch Wachstumsfaktoren bewirkt zunächst eine Phosphorylierung über mehrere Thr Residuen. Über eine Kaskade weiterer Reaktionen wird schließlich eine MAP-Kinase aktiviert, die die Aktivierung der Gentranskription im Kern einleitet. Details und Übersicht in [34]. Klinische Studien mit neurotrophen Faktoren (NTF) Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) Wegen der infausten Prognose der Erkrankung und in Ermangelung einer geeigneten, kausalen Therapie wurden klinische Studien mit neurotrophen Faktoren zunächst und vor allem bei der ALS erwogen (Tabelle 1). Diese seit 1992 durchgeführten Studien konnten zwar bisher noch nicht zu einem Durchbruch in der Behandlung der ALS führen, es sind jedoch Trends erkennbar. Die Studien zur ALS waren wegbereitend auch für andere Indikationen in der Neurologie und angrenzenden Gebieten. Ciliary neurotrophic factor (CNTF) CNTF wurde in mehreren plazebo-kontrollierten, doppelblinden Studien in den USA in einem Dosisbereich zwischen 2 und 100 µg/ kgkg/die subkutan erprobt. Die Ergebnisse wurden zwischenzeitlich publiziert [3/4/22]. Nebenwirkungen, vor allem trockener Husten, Asthenie, Übelkeit, Anorexie, Stomatitis, Fieber und Hautreaktionen an der Injektionsstelle, waren dosisabhängig. Höhere Dosierung als 100 µg/kgkg/die waren unverträglich. Einige Patienten bildeten Antikörper gegen das rekombinante Protein. Verlaufsparameter wie isometrische Myometrie und funktionelle Tests (ALS-functional rating scale) zeigten keine signifikante Verlangsamung der Progredienz über einen

3 Zeitraum von 6 oder 9 Monaten. Tabelle 1 Studien mit subkutaner Applikation von neurotrophen Faktoren BDNF Ergebnisse als Kongreßbeitrag ALS publiziert CNTF ALS mehrere Publikationen IGF-1 ALS publiziert Post-polio-Syndrom Ergebnisse nicht publiziert Vincristin-Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert Paclitaxel/Cisplatin-Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert NGF Diabetische Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert AIDS-Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert M. Alzheimer Ergebnisse nicht publiziert NT-3 large-fibre - Neuropathie Ergebnisse nicht publiziert GDNF M. Parkinson ALS Studie noch nicht abgeschlossen Studie noch nicht abgeschlossen Einige dieser Studien sind zur Zeit noch nicht abgeschlossen oder die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht (siehe [16] zum Design der Studien). Die publizierten Resultate sind im Text mit Literatur zitiert. Der Grund für das Scheitern von CNTF in den ALS Studien liegt unter anderem in der komplexen Pharmakokinetik des Proteins. Es wird innerhalb von Minuten in verschiedenen Organen, vor allem der Leber, gebunden und verstoffwechselt [10]. Nur wenig erreicht wahrscheinlich über axonalen Transport das Nervensystem, so daß die in den Tiermodellen wirksamen Konzentrationen im ZNS bei den Studien- Patienten durch die subkutane Gabe nicht erreicht werden konnten. Durch die Cytokin-artigen Wirkungen von CNTF entsteht das Nebenwirkungsprofil einer sog. Akute-Phase-Reaktion, was die Verträglichkeit von CNTF bei systemischer Anwendung stark einschränkt und den therapeutischen Nutzen weiter limitiert. Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma wurde schon früh in der intrathekalen Verabreichung von CNTF gesehen [32]. Der wesentliche Vorteil besteht dabei darin, daß die Blut-Hirn-Schranke umgangen wird und das relativ große Molekül (MG ca. 25 kdalton) direkt mit dem ZNS in Kontakt kommt. Außerdem werden der Abbau in der Leber verhindert, systemische Nebenwirkungen vermieden und ein gleichmäßig hoher Spiegel der Substanz gewährleistet. Die chronische intrathekale Infusion eines Medikamentes kann durch implantierbare Pumpensysteme realisiert werden (Abbildung 2). Erfahrungen hiermit gibt es für Morphin bei schweren Schmerzzuständen [18] oder Baclofen für die Behandlung von Spastizität [25]. Tierexperimentelle Verträglichkeitsuntersuchungen mit dieser Technologie unter Verwendung von CNTF zeigten bei täglicher Injektion von 100 µg in den lumbalen Spinalkanal lokal entzündliche Reaktionen, die durch die Cytokinartigen Wirkungen von CNTF in hohen Dosen ausgelöst wurden. Bei ersten Pilotversuchen bei ALS Patienten mit dieser Technik zeigten sich intolerable Nebenwirkungen in Form radikulitischer oder meningitischer Symptome [26]. Während des relativ kurzen Behandlungszeitraums von sechs Monaten wurde kein signifikanter Effekt auf den Krankheitsverlauf festgestellt. 3 von 12

4 4 von 12 Abbildung 2 Implantierbare Pumpe zur intrathekalen Infusion. Implantierbare Infusionspumpe zur intrathekalen Verabreichung von Medikamenten (SynchroMed, Medtronic). In der Mitte befindet sich das Füllseptum, über welches das Reservoir mit 18 ml Lösung gefüllt werden kann. Dieses Modell ist im implantierten Zustand elektronisch steuerbar. Über einen side-port kann direkt in den Katheter injiziert oder Liquorproben entnommen werden. Eine andere Möglichkeit neurotrophe Faktoren intrathekal zu verabreichen besteht in der Verwendung gentechnisch manipulierter Zellen, die in halbdurchlässigen Polymer-Kapseln verpackt (Abbildung 3) in den spinalen Subarachnoidalraum eingebracht werden [2]. 106 BHK-Zellen produzieren etwa 0,5 µg/die CNTF in vitro. In einer Pilotstudie bei ALS Patienten fanden sich mit dieser Appliktionsweise inter- und intra-individuell stark schwankende Liquorspiegel von CNTF zwischen 170 und 6282 pg/ml bei guter Verträglichkeit [1]. Die applizierte Dosis reicht wahrscheinlich bei freier Diffusion im Liquorraum aus, den hochaffinen CNTF-Rezeptor zu sättigen. Die Beobachtungszeit betrug auch in dieser Studie nur sechs Monate, so daß ein Effekt auf den Krankheitsverlauf in dem offenen Studiendesign nicht gesichert werden konnte. Abbildung 3 Schematische Darstellung der Funktionsweise halbdurchlässiger Polymer- Kapseln [30] Schematische Darstellung selektiv permeabler Polymer-Kapseln [30]. Die Wand der 2 3 cm langen Kapsel (ø 2 3 mm) besteht aus einem Polymer-Gewebe mit definierter Porengröße, durch die Nährstoffe, Wasser, Sauerstoff und kleine bioaktive Moleküle

5 5 von 12 eindringen können. Immunkompetente Körperzellen können nicht ins Innere der Kapseln gelangen, so daß die implantierten Zellen dem Zugriff des Immunsystems entzogen sind. Das gewünschte Substrat, der neurotrophe Faktor, wird über einige Monate gebildet und durch die Poren in die umgebende Körperflüßigkeit abgegeben. Eine Kapsel enthält ca. l06 Zellen, jede mit etwa 30 Kopien des entsprechenden Gens. Sie können subkutan in den spinalen Liquor oder ins Hirngewebe selbst (bisher nur tierexperimentell) eingebracht und nach einigen Wochen getauscht werden [1]. Isoformen von CNTF Es wird daran gearbeitet, CNTF-Isoformen herzustellen, die eine geringere Affinität zum niedrig-affinen CNTF-Rezeptor besitzen, jedoch die Fähigkeit, die Signaltransduktion über den hoch-affinen Rezeptor nach Bindung an gp130 und LIFR-ß behalten. Solche Proteine wurden kürzlich beschrieben [27], stehen jedoch erst für präklinische pharmakokinetische Untersuchungen zur Verfügung. Dadurch ließe sich die Verträglichkeit bei gleichzeitig besserer trophischer Wirkung unter Umständen erhöhen. Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) BDNF wurde in einer Phase-I/II-Studie doppelblind, plazebo-kontrolliert bei 284 ALS Patienten geprüft [8]. Über sechs Monate wurden in 5 Dosisgruppen 10 bis 300 µg/kgkg/die täglich subkutan appliziert, umgerechnet entspricht das etwa 5% der bei der wobbler-maus beschriebenen Dosis. Die Substanz wurde gut vertragen. Es fand sich im mittleren Dosisbereich ein Effekt auf die Lebenserwartung, die forcierte Vitalkapazität (13,5% Abnahme im Vergleich zu 20% in der Plazebo-Gruppe ) und ein Trend zur Verbesserung der Ganggeschwindigkeit [7/8]. Die aufgrund dieser Ergebnisse eingeleitete Phase-III-Studie zeigte leider keine Signifikanz hinsichtlich der primären Zielvariablen Lebenserwartung und auch keinen Effekt auf die klinischen Verlaufsparameter der Erkankung. Einschränkend muß festgestellt werden, daß die Zahl der Todesfälle am Ende der Nachbeobachtungsphase von 9 Monaten zu gering war, um eine statistisch zuverlässige Unterscheidung zwischen den Gruppen überhaupt zu erlauben. Eine Nacherhebung fand nicht statt. Bisher nicht veröffentlichte, retrospektive Subgruppenanalysen scheinen allerdings Anhaltspunkte für Effekte von BDNF zu liefern. Wenngleich solche Untersuchungen methodisch angreifbar sind, wurden neue Studien mit BDNF mittels subkutaner Applikation in den Vereinigten Staaten und Japan in diesem Jahr begonnen. Auch bei BDNF scheint der eher geringe Effekt auf den Verlauf der Erkrankung mit der Pharmakokinetik des Proteins zusammenzuhängen. Daher wurde auch für BDNF die intrathekale Applikation untersucht, zunächst tierexperimentell, später im Rahmen einer Verträglichkeits- und Dosisfindungsstudie. BDNF wurde bis zu Tagesdosen von 400 µg intrathekal gut toleriert [24]. Es traten einige psychotrope Effekte auf, die eine biologische Wirkung belegen und auch eine Verteilung nach supraspinal vermuten lassen.

6 6 von 12 Abbildung 4 Anfärbung des Motoneurons nach BDNF-Gabe beim Schaf Die immunhistochemische Darstellung von BDNF im Myelon zeigte bereits bei Versuchstieren, daß das Protein über die Nervenwurzeln aufgenommen und retrograd transportiert wird, wo es sich in Motoneuronen nachweisen läßt [9] (Abbildung 4). Aufgrund der kleinen Fallzahl der noch laufenden Studien und des offenen Designs ist noch keine Aussage über den Effekt auf die Erkrankung möglich. Hierzu ist eine Phase-III-Studie zur Prüfung der Wirksamkeit bei intrathekaler Applikation notwendig. Insulin-like Growth-Factor-1 (IGF-1) Immunhistochemische Darstellung von BDNF im spinalen Motoneuron nach kontinuierlicher intrathekaler Verabreichung von 3500 µg/die BDNF beim Schaf. Querschnitt durch das Spinalmark in Höhe der Infusinonsstelle [9]. BDNF findet sich in Vesikel-artigen Strukturen um den Zellkern, der selbst frei von BDNF bleibt. IGF-1 wurde in den USA bei 449 und in Europa bei 266 ALS-Patienten in einer zweiarmigen, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie in einer Dosis von 0,05 und 0,1 mg/kg KG/die (2x täglich) subkutan über 9 Monate geprüft. Es fand sich ein Trend zu langsamerer Progression in der behandelten Gruppe. Die Substanz wurde auch in der höheren Dosis gut vertragen [19]. Der Effekt war dosisabhängig. IGF-1 erhielt aufgrund dieser Ergebnisse jedoch nur eine Einzelfallbezogene Teilzulassung als experimentelle Therapie für die Indikation ALS. Über das weitere Schicksal der Substanz ist derzeit nichts bekannt. Glial Cell-Derived Neurotrophic Factor (GDNF) Immunhistochemische Anfärbung von BDNF an Meningen und Nervenwurzeln nach intrathekaler Verabreichung von µg/die BDNF beim Schaf. Gefrierschnitt. BDNF bindet möglicherweise an den trunkierten trk-b-rezeptor an der Oberfläche der Hirnhäute. Gleichzeitig finden sich geringe Mengen von bräunlichem Färbeprodukt in den Axonen als Hinweis für eine Aufnahme und axonalen Transport [9]. BDNF diffundiert offensichtlich nicht ins Myelon selbst. Auch GDNF ist ein potenter Überlebensfaktor für Motoneurone, so daß die klinische Anwendung bei ALS nahe liegt. Ausgehend von den Erfahrungen mit CNTF und BDNF hat man allerdings auf die subkutane Anwendung von vornherein verzichtet und einen Pilotversuch mit intraventrikulärer Anwendung begonnen. Da aus präklinischen Untersuchungen bekannt war, daß GDNF eine lang anhaltende Wirkung bereits nach einmaliger Applikation entfaltet, wird die Substanz über ein Portsystem in Abständen von mehreren Tagen oder wenigen Wochen intraventrikulär injiziert (siehe Morbus Parkinson).Es ist derzeit nicht bekannt, wie verträglich diese Art der Anwendung ist und ob therapeutische Erfolge erzielbar sind. Auch andere Daten aus der noch laufenden Studie sind derzeit nicht offiziell bekannt (Tabelle 2).

7 7 von 12 Tabelle 2 Therapiestudien mit intrathekaler oder intraventrikulärer Applikation von CNTF, BDNF oder GDNF Verfahren Ergebnis CNTF ciliary neurotrophic factor Implantierte Pumpe mit intrathekalem Dauerkatheter [26] 4 Patienten mit ALS. Studie wegen Nebenwirkungen abgebrochen; keine Aussage über die Wirkung auf den Krankheitsverlauf möglich. Semipermeable Polymerkapsel gefüllt mit gentechnisch manipulierten BHK Zellen,die 32 Kopien des CNTF-gens tragen [1]. 10 Patienten mit ALS. Beobachtungszeit 6 Monate. Keine Plazebokontrolle. Aussage über die Wirksamkeit nicht möglich. BDNF brain-derived neurotrophic factor Implantierbare Infusionspumpe mit intrathekalem Dauerkatheter [24]. 25 Patienten mit ALS. Verträglichkeitsstudie mit Kontrollgruppe, Dosisfindungsstudie Bis 150 µg/die i.t. gut toleriert. Bei höheren Dosierungen vor allem supraspinale Effekte (Schlaflosigkeit, sensible Reizerscheinungen, etc.). Fortsetzung der Studie zurevaluierung der Wirksamkeit geplant. GDNF Glial cell-derived neurotrophic factor Intraventrikulärer Katheter mit Injektionsport. Regelmäßige Injektionen (Quelle: Pressemitteilung: Amgen Inc, USA). Ca. 25 Patienten mit M. Parkinson und ebensoviele Patienten mit ALS. Nähere Einzelheiten, insbesondere Angaben zur Verträglichkeit liegen noch nicht vor. Andere Erkrankungen des Zentralnervensystems Morbus Parkinson BDNF begünstigt das Überleben nigraler dopaminerger Neurone der pars compacta im MPP+ Modell der Parkinsonschen Krankheit, allerdings nur bei direkter, lokaler Applikation durch Implantation von BDNF-freisetzenden transfizierten Fibroblasten [13]. BDNF diffundiert schlecht aus dem Liquor in das Hirnparenchym [23/36]. Untersuchungen an Patienten mit Parkinson-Syndrom mittels intraventrikulärer Gabe liegen nicht vor. Auch für GDNF sind in Tiermodellen neuroprotektive Effekte auf nigro-striatale Neurone nachgewiesen [33]. GDNF diffundiert gut aus dem ventrikulären Liquor in das Hirnparenchym [20]. Sowohl Untersuchungen am Mausmodell (6-OHDA, Rotationsmodell) als auch am Primatenmodell der Parkinsonkrankheit (unilaterale MPTP Läsion am Rhesusaffen) belegen eine Wirkung auf die Funktion dopaminerger Neurone in Striatum, Putamen und Substantia nigra. Die Wirkung von L-DOPA auf diese Neurone verbessert sich, eine vergleichbare therapeutische Wirkung wird bereits mit einem Sechstel der Dosis erreicht, wobei Zeichen der dopaminergen Überfunktion fehlen. Appliziert wurden in den

8 8 von 12 Tiermodellen Bolusdosen von 100 µg intraventrikulär einmal monatlich. Die im Caudatum und Putamen gemessenen Werte des Dopaminmetaboliten Homovallininsäure (HVA) stiegen im Vergleich um 65% bzw. 146% des Kontrollwertes [14]. Als Konsequenz aus diesen Ergebnissen wird derzeit im Rahmen eines Pilotversuches die intraventrikuläre Applikation bei Parkinson-Patienten erprobt. Ergebnisse sind zur Zeit noch nicht bekannt. Chorea Huntington In Läsionsmodellen der Chorea Huntington hat BDNF protektive Wirkung, die Neuronengröße in der substantia nigra nimmt um 25% zu und der transneuronale Neuronenverlust kann durch die Gabe von BDNF weitgehend verhindert werden [35]. In einem anderen Läsionsmodell für die Huntingtonsche Krankheit verbessert die intraventrikuläre Applikation von 100 µg GDNF die Beweglichkeit der Tiere signifikant. Die Ergebnisse belegen einen protektiven Effekt von GDNF auch bei chronischen excitotoxischen Schädigungen wie sie bei Störungen der mitochondrialen Funktion auftreten können [6]. Ähnliche Effekte ließen sich auch mit CNTF in einem Tiermodell der Chorea (intrastriatale Quinolin-Säure Injektion) zeigen, wobei hier die Applikation über CNTF exprimierende BHK-Zellen [2] erfolgte, die in Polymer-Kapseln verpackt direkt im Striatum implantiert wurden [11]. Mit der gleichen Applikationsweise ließen sich auch motorische und kognitive Effekte nachweisen [12]. Neuropathien Bereits in der Phase-I-Prüfung von Nerve Growth Factor (NGF) zeigten sich erhebliche Nebenwirkungen in Form von lokaler Hyperalgesie und Muskelschmerzen, die in Einzelfällen die Anwendung noch mehrere Wochen überdauerten. Erklärbar sind diese Effekte wahrscheinlich durch Aussprossen dünn-bemarkter Nervenfasern. Es ist daher sehr fraglich, ob sich NGF in der subkutanen Applikationsform als Therapeutikum für Neuropathien eignet. Große Hoffnungen für die Behandlung der diabetischen Neuropathie werden auf Neurotrophin-3 (NT-3) gesetzt, welches im Rahmen einer Phase-I-Studie an freiwilligen Versuchspersonen gut vertragen wurde [5]. Eine klinische Studie bei Patienten mit diabetischer Neuropathie ist geplant. Mögliche zukünftige Indikationsbereiche bei neuromuskulären Erkrankungen präklinische Untersuchungen Nervenläsionen und Rückenmarksschäden Tierexperimentelle Daten sprechen dafür, daß die lokale Anwendung von BDNF bei spinalen Wurzelausrissen geschädigte spinale Neurone retten und sogar deren Aussprossen induzieren kann [17]. Durch die intrathekale Anwendung von BDNF im Tiermodell unmittelbar nach einem Wurzelausriß konnten selbst schwer geschädigte Motoneurone am traumatisierten Rückenmark überleben und wieder sprossen. Effekte auf die Größe des Zellsomas und die cholinerge Enzymaktivität belegen den trophischen Effekt auf Neurone des adulten Nervensystems und bahnen den Weg für experimentelle Anwendungen bei Patienten, nachdem die Verträglichkeit der Applikationsweise und das Dosisfenster für die Indikation ALS bereits untersucht wurde [24]. Die Verwendung neurotropher Faktoren bei traumatischen Rückenmarksläsionen befindet sich noch im tierexperimentellen Stadium. Es gibt Hinweise darauf, daß auch im erwachsenen Nervensystem des Säugers eine Regeneration nach spinalen Traumen möglich ist. Diese führt zwar noch nicht zu einem funktionellen Gewinn, wohl aber zu histologisch nachweisbaren Effekten betreffend Sprossung nach Zellimplantation im Tierexperiment [30]. Die Verbesserung der axonalen Regeneration supraspinaler kortiko-spinaler Neurone durch Anwendung neurotropher Faktoren ist auch nach chronischen spinalen Läsionen inzwischen belegt. Vier Wochen nach einer zervikalen Hemisection des Rückenmarks führte die lokale Anwendung von Gel-Schaum, getränkt mit einer Kombination von BDNF, NT-3 und CNTF in der Läsionshöhle zu einem signifikanten

9 9 von 12 Aussprossen von Axonen [37]. Alle Studien, bei denen eine Wirkung neurotropher Faktoren auf das Überleben oder das Aussprossen von Neuronen nachgewiesen werden konnte, zeigen, daß eine lokale Anwendung in biologisch aktiver Form notwendig ist. Es bedarf offensichtlich spezieller Applikationstechniken, oft unter Verwendung von gentechnologischen Verfahren oder mittels Applikationssystemen, um am Wirkort effektive Konzentrationen bereit zu stellen. Auch scheint der Effekt um so günstiger zu sein, je früher nach der Läsion oder im Verlauf der Krankheit die Anwendung stattfindet. Es ist evident, daß hierin eine für die therapeutische Anwendung bei Patienten ganz entscheidende praktische Hürde besteht, die nur durch moderne Methoden überwunden werden kann. Mögliche zukünftige Perspektiven für die Anwendung von neurotrophen Faktoren Die bisherigen Studienergebnisse bei ALS und anderen neuromuskulären Erkrankungen lassen erkennen, daß ein Faktor alleine nicht ausreichen wird, den Krankheitsverlauf wesentlich zu beeinflussen. Es ist lange bekannt, daß neurotrophe Faktoren spezifische Wirkungen auf bestimmte Neuronenpopulationen bezüglich des Überlebens der Neurone oder des Sproutings haben [32]. Die bei Patienten bisher systemisch angewendeten oder noch verträglichen Dosierungen liegen grob um 2 bis 3 Zehnerpotenzen unter denjenigen, die in Tiermodellen von Motoneuron-Erkrankungen als wirksam gelten. Höhere Spiegel im ZNS können derzeit nur durch die intrathekale oder intraventrikuläre Verabreichung erzielt werden. Dies bietet auch den Vorteil einer kontinuierlichen, gleichmäßigen Darbietung des Faktors, was der biologischen Rolle als neurotropher Stoff näher kommt als die intermittierende Gabe. Zukünftige Therapieversuche werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bevorzugt dieser Applikationsweisen bedienen. Die seit mehr als 10 Jahren mit anderen Wirkstoffen praktizierte intrathekale Infusion mit implantierbaren Infusionspumpen könnte durch gentechnologische Verfahren ergänzt werden. Das Problem der Kombination verschiedener Faktoren oder der Stabilität über längere Zeit in Reservoirs bei Körpertemperatur könnte dazu zwingen, neurotrophe Faktoren durch transfizierte Zellen, die das Protein im Überschuß exprimieren, zu applizieren. Die hierzu erforderliche Technologie ist allerdings noch nicht ausgereift und bedarf weiterer Entwicklungsarbeit [2]. Die Risiken der Applikationsform sind noch nicht ausreichend evaluiert. Interessante Anwendungen für NTF außerhalb des Nervensystems könnten bei degenerativen Erkrankungen der Retina [21] oder in der Förderung der Regeneration von Schäden am vestibulären System [29] bestehen (Übersicht in [16]). Zusammenfassung Die bisher vorliegenden Erfahrungen mit der klinischen Anwendung von neurotrophen Faktoren sind noch ernüchternd. Die ursprünglichen tierexperimentellen Erfolge ließen sich in klinischen Studien bei neuromuskulären Erkrankungen leider nicht reproduzieren. Hauptproblem dabei ist die Pharmakokinetik, die Anwendungsform und möglicherweise auch die Pathogenese der Erkrankungen selbst. Für viele neuromuskuläre Erkrankungen existieren keine geeigneten Tiermodelle, so daß die Übertragbarkeit tierexperimenteller Studien problematisch ist. Die nahe Zukunft wird zeigen, ob und für welche Erkrankungen des Nervensystems neurotrophe Faktoren als Therapeutikum in Frage kommen. Es handelt sich unfraglich um äußerst potente Wirkstoffe, die mit großer Wahrscheinlichkeit ein therapeutisches Potential besitzen. Literatur 1. Aebischer P, Schluep M, Deglon N, Joseph JM, Hirt L, Heyd B, Goddard M, Hammang JP, Zurn AD, Kato AC, Regli F, Baetge EE: Intrathecal delivery of CNTF using encapsulated genetically modified xenogeneic cells in amyotrophic lateral sclerosis patients. Nat Med 1996a; 2:

10 10 von Aebischer P, Tan SA, Deglon N, Heyd B, Zurn A, Baetge E, Sagot Y, Kato A: Encapsulation of neurotrophic factor-releasing cells for the treatment of neurodegenerative diseases. Restor Neurol Neurosci 1995; 8: ALS CNTF Treatment Study (ACTS): A phase I study of recombinant human ciliary neurotrophic factor (rhcntf) in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Clin Neuropharmacol 1995; 18: ALS CNTF Treatment Study (ACTS): A double-blind placebo-controlled clinical trial of subcutaneous recombinant human ciliary neurotrophic factor (rhcntf) in amyotrophic lateral sclerosis. Neurol 1996; 46: Apfel SC, Kessler JA: Neurotrophic factors in the therapy of peripheral neuropathy. Bailliere'S Clin Neurol 1995; 4: Araujo DM, Hilt DJ: Glial cell-derived neurotrophic factor attentuates the excitotoxin- induced behavioral and neurochemical deficits in a rodent model of Huntington s disease. Neuroscience 1997; 81: Bradley WG, The BDNF Study Group: Subcutaneous administration of recombinant brain- derived neurotrophic factor in patients with ALS. 6th International Symposium on ALS/MND 1995; Dublin: (Abstract) Bradley WG, the BDNF Trial Group: A phase I/II study of recombinant human brain- derived neurotrophic factor in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Ann Neurol 1995; 38:971 Dittrich F, Ochs G, Grosse-Wilde A, Berweiler U, Yan Q, Miller J, Toyka KV, Sendtner M: Pharmacokinetics of intrathecally applied BDNF and effects on spinal Motoneurons. Exp Neurol 1996; 141: Dittrich F, Thoenen H, Sendtner M: Ciliaryneurotrophic factor: Pharmacokinetics and acute-phase response in rat. Ann Neurol 1994; 35: Emerich DF, Bruhn S, Chu Y, Kordower JH: Cellular delivery of CNTF but not NT-4/5 prevents degeneration of striatal neurons in a rodent model of Huntington disease. Cell Transplant 1998; 7: Emerich DF, Winn SR, Hantraye PM, Peschanski M, Chen EY, Chu Y, McDermott P, Baetge EE, Kordower JH: Protective effect of encapsulated cells producing neurotrophic factor CNTF in a monkey model of Huntington's disease. Nature 1997; 386: Galpern WR, Frim DM, Tatter SB, Altar CA, Beal MF, Isacson O: Cell-mediated delivery of brainderived neurotrophic factor enhances dopamine levels in an MPP+ rat model of substantia nigra degeneration. Cell Transplant 1996; 5: Gash DM, Zhang Z, Ovadia A, Cass WA, Yi A, Simmerman L, Russell D, Martin D, Lapchak PA, Collins F, Hoffer BJ, Gerhardt GA: Functional recovery in parkinsonian monkeys treated with GDNF. Nature 1996; 380: Gravel C, Gotz R, Lorrain A, Sendtner M: Adenoviral gene transfer of ciliary neurotrophic factor and brain- derived neurotrophic factor leads to long-term survival of axotomized motor neurons. Nat Med 1997; 3:

11 11 von Kessler JA: Growth Factors as Drugs for Neurological Sensory Disorders, John Wiley & Sons, Kishino A, Ishige Y, Tatsuno T, Nakayama C, Noguchi H: BDNF prevents and reverses adult rat motor neuron degeneration and induces axonal outgrowth. Exp Neurol 1997; 144: Krames E S: Intrathecal Infusional Therapies for Intractable Pain: Patient Management Guidelines. J Pain Symptom Manage. 1993; 8: Lai EC, Felice KJ, Festoff BW, Gawel MJ, Glinas DF, Kratz R, Murphy MF, Natter HM et al.: Effect of recombinant human insulin-like growth factor-i on progression of ALS: A placebocontrolled study. Neurol 1997; 49: Lapchak PA: A Preclinical Development Strategy Designed to Optimize the Use of Glial Cell Line-Derived Neurotrophic Factor in the Treatment of Parkinson's Disease. Movement Disoders 1998; 13: LaVail MM, Unoki K, Yasumura D, Matthes MT, Yancopoulos GD, Steinberg RH: Multiple growth factors, cytokines, and neurotrophins rescue photoreceptors from the damaging effects of constant light. Proc Natl Acad Sci USA 1992; 89: Miller RG, Petajan JH, Bryan WW, Armon C, Barohn RJ, Goodpasture JC, Hoagland RJ, Parry GJ, Ross MA, Stromatt SC: A placebo-controlled trial of recombinant human ciliary neurotrophic (rhcntf) factor in amyotrophic lateral sclerosis. Ann Neurol 1996; 39: Mufson EJ, Kroin JS, Liu YT, Sobreviela T, Penn RD, Miller JA, Kordower JH: Intrastriatal and intraventricular infusion of brain-derived neurotrophic factor in the cynomologous monkey: Distribution, retrograde transport and co-localization with substantia nigra dopamine-containing neurons. Neuroscience 1996; 71: Ochs G, Penn RD, Giess RSB, Sendtner M, Toyka KV: A Trial of Recombinant Methionyl Human Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) Given by Intrathecal Infusion to Patients with Amyotrophic Lateral Sclerosis (ALS). Neurol 1998; 50:A246 Ochs G, Struppler A, Meyerson BA, Linderoth B, Gybels J, Gardner BP, Teddy P, Jamous A, Weinmann P: Intrathecal baclofen for long-term treatment of spasticity: a multi-centre study. J Neurol Neurosurg Psychiatry 1989; 52: Penn RD, Kroin JS, York MM, Cedarbaum JM, Bakay RAE, Weiner LP, Luns ford LD: Intrathecal ciliary neurotrophic factor delivery for treatment of amyotrophic lateral sclerosis (phase I trial). Neurosurg 1997; 40: Saggio I, Gloaguen I, Poiana G, Laufer R: CNTF variants with increased biological potency and receptor selectivity define a functional site of receptor interaction. Embo J 1995; 14: Sendtner M, Schmalbruch H, Stockli KA, Carroll P, Kreutzberg GW, Thoenen H: Ciliary neurotrophic factor prevents degeneration of motor neurons in mouse mutant progressive motor neuronopathy. Nature 1992; 358: Staecker H, Liu W, Hartnick C, Lefebvre P, Malgrange B, Moonen G, Van de Water TR: NT-3 combined with CNTF promotes survival of neurons in modiolus- spiral ganglion explants. Neuroreport 1995; 6: Tan SA, Aebischer P: The problems of delivering neuroactive molecules to the CNS, in: Growth Factors as Drugs for Neurological and Sensory Disorders. Chichester, John Wiley & Sons, 1996, pp

12 12 von Tatagiba M, Brosamle C, Schwab M, Piepmeier JM, Tator CH: Regeneration of injured axons in the adult mammalian central nervous system. Neurosurg 1997; 40: Thoenen H, Hughes RA, Sendtner M: Trophic support of motoneurons: Physiological, pathophysiological, and therapeutic implications. Exp Neurol 1993; 124: Tomac A, Widenfalk J, Lin LF, Kohno T, Ebendal T, Hoffer BJ, Olson L: Retrograde axonal transport of glial cell line-derived neurotrophic factor in the adult nigrostriatal system suggests a trophic role in the adult. Proc Natl Acad Sci USA 1995; 92: Traverse S, Seedorf K, Paterson H, Marshall CJ, Cohen P, Ullrich A. EGF triggers neuronal differentiation of PC12 cells that overexpress the EGF receptor. Current Biology 1994; 4: Volpe G, Wildmann J, Altar CA: Brain-derived neurotrophic factor prevents the loss of nigral neurons induced by excitotoxic striatal-pallidal lesions. Neuroscience 1998; 83: Yan Q, Matheson C, Sun J, Radeke MJ, Feinstein SC, Miller JA: Distribution of intracerebral ventricularly administered neurotrophins in rat brain and its correlation with trk receptor expression. Exp Neurol 1994; 127: Ye JH, Houle JD: Treatment of the chronically injured spinal cord with neurotrophic factors can promote axonal regeneration from supraspinal neurons. Exp Neurol 1997; 143:70 81.

Aktuelles zur Therapie der MS

Aktuelles zur Therapie der MS KLINIKEN LANDKREIS SIGMARINGEN GmbH AKADEMISCHES LEHRKRANKENHAUS DER UNIVERSITÄT TÜBINGEN Aktuelles zur Therapie der MS PD Dr. med. Oliver Neuhaus Chefarzt Abteilung Neurologie Was ist Multiple Sklerose?

Mehr

ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter. März 2011

ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter. März 2011 ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter März 2011 Aktueller Stand der Extrakorporalen Zelltherapie für Sepsis-Patienten SEPSIS 1,5 Mio. Tote in Industrieländern Definition: = Generalisierte

Mehr

Behandlung der Multiplen Sklerose durch Inhibition von Adhäsionsmolek. sionsmolekülen len. Dr. Martin Berghoff

Behandlung der Multiplen Sklerose durch Inhibition von Adhäsionsmolek. sionsmolekülen len. Dr. Martin Berghoff Behandlung der Multiplen Sklerose durch Inhibition von Adhäsionsmolek sionsmolekülen len Dr. Martin Berghoff Immunmodulierende Basistherapie (1) Interferon-β (IFN-β)1b (Betaferon) und 1a (Rebif / Avonex)

Mehr

Subkutan oder intravenös? Besonderheiten bei der sub- kutanen Injektion von Herceptin

Subkutan oder intravenös? Besonderheiten bei der sub- kutanen Injektion von Herceptin Universität St. Gallen 5./6. September 2013 Subkutan oder intravenös? Besonderheiten bei der sub- kutanen Injektion von Herceptin Anja Kröner, MScN, HöFa I Onkologie, RN Pflegeexpertin Hämatologie und

Mehr

Neue diagnostische Kriterien. Warum früh diagnostizieren? Wie sicher! - diagnostizieren?

Neue diagnostische Kriterien. Warum früh diagnostizieren? Wie sicher! - diagnostizieren? Neue diagnostische Kriterien Warum früh diagnostizieren? Wie sicher! - diagnostizieren? MS-Forum Buchholz 14.Juni 2008 Warum Früh? chronische Erkrankung bleibende Behinderungen Berufsunfähigkeit Psychische

Mehr

Apoptosemechanismen und neurodegenerative Erkrankungen

Apoptosemechanismen und neurodegenerative Erkrankungen Apoptosemechanismen und neurodegenerative Erkrankungen Die Alzheimer Demenz Dr. Claudia Götz Übersicht Die Alzheimer Demenz Die Entdeckung der Krankheit Charakteristika der Alzheimer Krankheit Alzheimer

Mehr

Alzheimer Demenz. Demenz - Definition. - Neueste Forschungsergebnisse - Neuropathologie der Demenz n=1050. Alzheimer Krankheit: Neuropathologie

Alzheimer Demenz. Demenz - Definition. - Neueste Forschungsergebnisse - Neuropathologie der Demenz n=1050. Alzheimer Krankheit: Neuropathologie Demenz - Definition Alzheimer Demenz - Neueste Forschungsergebnisse - Beeinträchtigung von geistigen (kognitiven) Funktionen (z.b. Gedächtnis, Sprache, Orientierung) dadurch bedingte deutliche Beeinträchtigung

Mehr

Zusammenfassung. www.desitin.de bei Morbus Parkinson. Prof. Dr. med. Wolfgang H. Jost. Patienteninformation

Zusammenfassung. www.desitin.de bei Morbus Parkinson. Prof. Dr. med. Wolfgang H. Jost. Patienteninformation Zusammenfassung Zusammenfassend sind Beschwerden im Magen- Darm-Bereich beim Parkinson-Syndrom sehr häufig und treten in vielfältiger Art in Erscheinung. Sie können in allen Krankheitsstadien auftreten

Mehr

Grundlagen der evidenzbasierten neurologischen Rehabilitation

Grundlagen der evidenzbasierten neurologischen Rehabilitation Grundlagen der evidenzbasierten neurologischen Rehabilitation Prof. Dr. phil. Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost, Neurologie Universität Oldenburg, Psychologie email: helmut.hildebrandt@uni-oldenburg.de

Mehr

Ausgabe: April 1997. o-phenylendiamin (CAS-Nr.: 95-54-5) und o-phenylendiamin-dihydrochlorid (CAS-Nr.: 615-28-1)

Ausgabe: April 1997. o-phenylendiamin (CAS-Nr.: 95-54-5) und o-phenylendiamin-dihydrochlorid (CAS-Nr.: 615-28-1) Ausgabe: April 1997 o-phenylendiamin (CAS-Nr.: 95-54-5) und o-phenylendiamin-dihydrochlorid (CAS-Nr.: 615-28-1) Zu o-phenylendiamin und zu o-phenylendiamin-dihydrochlorid liegt eine ausführliche toxikologisch-arbeitsmedizinische

Mehr

"Rundum-Service" für alternde Nervenzellen Aid system for aging nerve cells

Rundum-Service für alternde Nervenzellen Aid system for aging nerve cells "Rundum-Service" für alternde Aid system for aging nerve cells Kramer, Edgar; Aron, Liviu; Schulz, Jörg; Klein, Rüdiger Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried Korrespondierender Autor E-Mail:

Mehr

Jüngere Menschen mit Demenz Medizinische Aspekte. in absoluten Zahlen. Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren in Deutschland: ca.

Jüngere Menschen mit Demenz Medizinische Aspekte. in absoluten Zahlen. Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren in Deutschland: ca. Prävalenz und Inzidenz präseniler en Jüngere Menschen mit Medizinische Aspekte Priv.Doz. Dr. med. Katharina Bürger Alzheimer Gedächtniszentrum Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie LudwigMaximiliansUniversität

Mehr

Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva

Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva Darmstadt (19. Februar 2009) Die Merck KGaA hat heute bekannt gegeben, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMEA

Mehr

Neuronale Bildgebung bei der Alzheimer Krankheit. Stefan J. Teipel

Neuronale Bildgebung bei der Alzheimer Krankheit. Stefan J. Teipel Neuronale Bildgebung bei der Alzheimer Krankheit Stefan J. Teipel Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Rostock Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Rostock

Mehr

Bei Depressionen. schnell wirksam, stark 2

Bei Depressionen. schnell wirksam, stark 2 Bei Depressionen schnell wirksam, stark 2 Cipralex - der RI der zweiten Generation 1 Wie wichtig ist Ihnen der bleibende Erfolg? Effektivität mit guter Verträglichkeit kombiniert 3 Und wie wichtig ist

Mehr

neuronale Plastizität

neuronale Plastizität Neuroanatomie Forschung: Unter neuronaler Plastizität versteht man die Fähigkeit des Gehirns, seine strukturelle und funktionelle Organisation veränderten Bedingungen anzupassen. Neuronale Plastizität

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandeltem Morbus Parkinson. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis PARKOVIT ist

Mehr

Beurteilung der klinischen Heterogenität: eine empirische Untersuchung

Beurteilung der klinischen Heterogenität: eine empirische Untersuchung Beurteilung der klinischen Heterogenität: eine empirische Untersuchung Christian Lerch, Bernd Richter Cochrane Metabolic and Endocrine Disorders Group Abteilung für Allgemeinmedizin Universitätsklinikum

Mehr

Prinzipien der topischen Diagnostik

Prinzipien der topischen Diagnostik Prinzipien der topischen Diagnostik 1 Unterschiede zu anderen medizinischen Gebieten Indirekte, schlussfolgernde Untersuchungsweise Organ nicht direkt zugänglich 2 Prinzip: Genaues Erfassen der Symptome

Mehr

Stammzellenmanipulation. Stammzellen können in Zellkultur manipuliert werden

Stammzellenmanipulation. Stammzellen können in Zellkultur manipuliert werden Stammzellenmanipulation Hämatopoietische Stammzellen können gebraucht werden um kranke Zellen mit gesunden zu ersetzen (siehe experiment bestrahlte Maus) Epidermale Stammzellpopulationen können in Kultur

Mehr

Dossierbewertung A14-32 Version 1.0 Aflibercept (neues Anwendungsgebiet) Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 11.12.2014

Dossierbewertung A14-32 Version 1.0 Aflibercept (neues Anwendungsgebiet) Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 11.12.2014 2 Nutzenbewertung 2.1 Kurzfassung der Nutzenbewertung Hintergrund Der G-BA hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Aflibercept gemäß 35a SGB V beauftragt. Die Bewertung erfolgte auf Basis

Mehr

Zielgerichtete personalisierte Tumortherapie was gibt es Neues in der Onkologie

Zielgerichtete personalisierte Tumortherapie was gibt es Neues in der Onkologie Zielgerichtete personalisierte Tumortherapie was gibt es Neues in der Onkologie Prof. Dr. Wolfgang Herr Innere Medizin III Hämatologie und intern. Onkologie Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III

Mehr

1. Allgemeines. 1. Allgemeines. Therapie der Spastik bei MS. 1. Allgemeines. Spastik

1. Allgemeines. 1. Allgemeines. Therapie der Spastik bei MS. 1. Allgemeines. Spastik Therapie der Spastik bei MS 2. Therapie 1. Orale Antispastika (Tabletten) 2. Botulinumtoxin 3. Baclofenpumpe 4. Intrathekale Cortisontherapie 3. Pragmatisches Vorgehen Spastik Definition Geschwindigkeitsabhängiger

Mehr

DGN 2010 Weiter auf Erfolgskurs AVONEX, die verlässliche Basistherapie bei Multipler Sklerose

DGN 2010 Weiter auf Erfolgskurs AVONEX, die verlässliche Basistherapie bei Multipler Sklerose DGN 2010 Weiter auf Erfolgskurs AVONEX, die verlässliche Basistherapie bei Multipler Sklerose Mannheim (23. September 2010) - Die MS-Forschung ist derzeit geprägt von zahlreichen Neuentwicklungen. Bewährten

Mehr

MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz

MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz MRT zur Früherkennung einer Alzheimer- Ergebnisbericht Recherche Datum der Suche: 10.08.2011 PICO-Fragestellung: Population: Personen ohne Alzheimer- (AD) Intervention: MRT zur Früherkennung von Alzheimer-

Mehr

DETECT III DETECT III

DETECT III DETECT III DETECT III Eine prospektive, randomisierte, zweiarmige, multizentrische Phase III Studie zum Vergleich Standardtherapie versusstandardtherapie mit Lapatinib bei metastasierten Patientinnen mit initial

Mehr

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Epidemiologie Prävalenz: 0,3-0,7 / 1000 Einwohner Alter: 20.-40. Lebensjahr; unter

Mehr

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed)

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed) Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata(ed) Definition Multiple Sklerose Chronisch entzündlich demyelinisierende Erkrankung des ZNS mit Entmarkungsherden an weißer Substanz von Gehirn und Rückenmark

Mehr

Plate Test) Opioid-Rezeptor Bindung in. ex vivo Audioradiographie mit μ- Ligand ([3H]DAMGO. Autoradiography)

Plate Test) Opioid-Rezeptor Bindung in. ex vivo Audioradiographie mit μ- Ligand ([3H]DAMGO. Autoradiography) Tabelle: Tierstudien zum Effekt von Schlafdeprivation auf die Schmerzwahrnehmung Tierstudien Autor Tiere Behandlung a Maße Ergebnisse Nascimento Wistar Kontrolle vs. REM-SD über 4 Tage Schmerzschwellen

Mehr

Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen Diagnose

Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen Diagnose Morbus Fabry - Niereninsuffizienz Kardiomyopathie Neurologische Störungen - Vom unklaren Sympto Morbus Fabry Niereninsuffizienz Kardiomyopathie Neurologische Störungen Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen

Mehr

Faktenblatt: Traditionelle Chinesische Medizin. (Siehe auch: Mind-Body-Therapien und Medizinische Pilze) Methode/Substanz

Faktenblatt: Traditionelle Chinesische Medizin. (Siehe auch: Mind-Body-Therapien und Medizinische Pilze) Methode/Substanz Faktenblatt: Traditionelle Chinesische Medizin Mai 2015 Verantwortlich: PD Dr. J. Hübner, Prof. K. Münstedt, Prof. O. Micke, PD Dr. R. Mücke, Prof. F.J. Prott, Prof. J. Büntzel, Prof. V. Hanf, Dr. C. Stoll

Mehr

Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin?

Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin? Die Schizophrenie und das Glutamat: Neue Medikamente jenseits vom Dopamin? Prof. Dr. Walter E. Müller Department of Pharmacology Biocentre of the University 60439 Frankfurt / M Die Dopaminhypothese der

Mehr

Patienteninformation zur transkornealen Elektrostimulation bei Retinitis pigmentosa

Patienteninformation zur transkornealen Elektrostimulation bei Retinitis pigmentosa Patienteninformation zur transkornealen Elektrostimulation bei Retinitis pigmentosa Für die meisten degenerativen Netzhaut- und Sehnerverkrankungen existierte bislang keine zufriedenstellende Therapie,

Mehr

Wissenschaftliche Angestellte, Laborleitung Geburtsdatum, Nationalität: 28.04.1973, deutsch

Wissenschaftliche Angestellte, Laborleitung Geburtsdatum, Nationalität: 28.04.1973, deutsch Forschungsbericht über das Projekt Einfluss der TLR3-Aktivierung des retinalen Pigmentepithels auf das Verhalten von Makrophagen, gefördert durch die DOG im Rahmen der Forschungsförderung innovativer wissenschaftlicher

Mehr

MS 10 Fragen und Antworten

MS 10 Fragen und Antworten Hintergrundinformation MS 10 Fragen und Antworten Was ist MS? Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Bei der MS handelt

Mehr

Stammzellen. Therapie der Zukunft?

Stammzellen. Therapie der Zukunft? Stammzellen Therapie der Zukunft? Was sind Stammzellen? Embryo, aus embryonalen Stammzellen bestehend Stammzellen sind Ausgangszellen für die Bildung aller Gewebe und Organe, aus denen ein Lebewesen besteht

Mehr

ACR-Nachlese 2007: ANCA assoziierte Vaskulitiden

ACR-Nachlese 2007: ANCA assoziierte Vaskulitiden Zur Anzeige wird der QuickTime Dekompressor TIFF (Unkomprimiert) benötigt. KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I ASKLEPIOS KLINIKUM BAD ABBACH ACR-Nachlese 2007: ANCA assoziierte Vaskulitiden Dr.

Mehr

Neue Therapien bei Querschnittgelähmten Regenerationsfähigkeit von Gehirn und Rückenmark

Neue Therapien bei Querschnittgelähmten Regenerationsfähigkeit von Gehirn und Rückenmark Neue Therapien bei Querschnittgelähmten Regenerationsfähigkeit von Gehirn und Rückenmark Martin E. Schwab, Institut für Hirnforschung, Universität und ETH Zürich Paraplegie / Tetraplegie/ Querschnitt-Lähmung

Mehr

Am liebsten geistig fit bis ins hohe Alter

Am liebsten geistig fit bis ins hohe Alter Am liebsten geistig fit bis ins hohe Alter Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter ist normal und führt

Mehr

Cerebrale Metastasierung warum?

Cerebrale Metastasierung warum? Molekulare Erklärungen für klinische Beobachtungen Cerebrale Metastasierung warum? Volkmar Müller Klinik für Gynäkologie, Brustzentrum am UKE Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Cerebrale Metastasierung

Mehr

Satellitensymposium: AT1-Rezeptorblocker Gegenwart und Zukunft - 74. Jahrestagung der Deutschen

Satellitensymposium: AT1-Rezeptorblocker Gegenwart und Zukunft - 74. Jahrestagung der Deutschen Satellitensymposium: AT1-Rezeptorblocker Gegenwart und Zukunft - 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie am 27. März 2008 in Mannheim MORE Mehr Gefäßschutz durch Olmesartan Mannheim

Mehr

Neueste Studienergebnisse in der Therapie der PAH

Neueste Studienergebnisse in der Therapie der PAH Dualer Endothelin-Rezeptor-Antagonismus: Neueste Studienergebnisse in der Therapie der PAH Von Prof. Ralf Ewert, Greifswald Lübeck (10. April 2008) - Das Wissen um die Pathophysiologie der Pulmonalen Arteriellen

Mehr

Recombinant antibodies for the imaging and treatment of rheumatoid arthritis and endometriosis. Kathrin Annina Schwager

Recombinant antibodies for the imaging and treatment of rheumatoid arthritis and endometriosis. Kathrin Annina Schwager DISS. ETH NO. 18990 Recombinant antibodies for the imaging and treatment of rheumatoid arthritis and endometriosis A dissertation submitted to ETH ZURICH for the degree of Doctor of Sciences presented

Mehr

Epilepsie und Endocannabinoide

Epilepsie und Endocannabinoide Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung Abschlussbericht Epilepsie und aus der gkf-info 39 Juni 2014 Abschlussbericht Epilepsie und Felix Gesell und Andrea Tipold von der Tierärztlichen Hochschule

Mehr

Willkommen zum 4. Lüdenscheider Tag der MS

Willkommen zum 4. Lüdenscheider Tag der MS Willkommen zum 4. Lüdenscheider Tag der MS Update 2012 Therapieoptionen bei MS Referent: Dr. med. Sebastian Schimrigk Lüdenscheid, den 11. Februar 2012 Was sind die Behandlungsziele? 1. Ordnung: Verhinderung

Mehr

Rekombinante Wirkstoffe. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt.

Rekombinante Wirkstoffe. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt. Rekombinante Wirkstoffe Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie Goethe-Universität Frankfurt Dingermann@em.uni-frankfurt.de Empfohlene Literatur Rekombinante Wirkstoffe Der legale

Mehr

Das Oberflächenprotein OspC

Das Oberflächenprotein OspC Schematischer Querschnitt von Borrelia burgdorferi Axonaler Schaden im Mausgehirn nach intraventrikulärer Infusion des OspC von Borrelia burgdorferi Torsten Heinz Klinik für Neurochirurgie, Westpfalz-Klinikum

Mehr

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Dr. Antje Jahn Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik Universitätsmedizin Mainz Hämatologie im Wandel,

Mehr

AscoTop Nasal erhält Zulassung für die Behandlung von Cluster-Kopfschmerz

AscoTop Nasal erhält Zulassung für die Behandlung von Cluster-Kopfschmerz AscoTop Nasal erhält Zulassung für die Behandlung von Cluster-Kopfschmerz Patienten profitieren von schnellem Wirkeintritt und guter Verträglichkeit Wedel (2. September 2008) - Zolmitriptan Nasenspray

Mehr

Greater occipital nerve block using local anaesthetics alone or with triamcinolone for transformed migraine: a randomised comparative study

Greater occipital nerve block using local anaesthetics alone or with triamcinolone for transformed migraine: a randomised comparative study Greater occipital nerve block using local anaesthetics alone or with triamcinolone for transformed migraine: a randomised comparative study A. Ashkenazi, R. Matro, J.W. Shaw, M.A. Abbas, S.D. Silberstein

Mehr

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Inhaltsverzeichnis 1. Einführung 2. Ätiologie 3. Risikofaktoren 4. Epidemiologie 5. Krankheitsbild 6. Befallene

Mehr

Behandlung nicht-motorischer. Beschwerden

Behandlung nicht-motorischer. Beschwerden Düsseldorfer Patienten-Seminar Parkinson Behandlung nicht-motorischer Stefan Groiß Klinik für Neurologie Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Beschwerden 19.04.2008 Nicht-motorische Symptome Für die Lebensqualität

Mehr

Bipolar affektive Erkrankung

Bipolar affektive Erkrankung Bipolar affektive Erkrankung Dr. med. univ. et scient med. Eva Reininghaus Inhalt Allgemeines Diagnostik und Klinik Verlauf Ursachen Therapie 1 Bipolar affektive Störung VanGogh: Sternennacht. Entstanden

Mehr

15.Marz1994. Ectopic expression of the neural cell adhesion molecule L1 in. vorgelegt von. geboren. Dipl. Biochemiker, Universitat Zurich

15.Marz1994. Ectopic expression of the neural cell adhesion molecule L1 in. vorgelegt von. geboren. Dipl. Biochemiker, Universitat Zurich Diss. ETHNr. 10435 15.Marz1994 Ectopic expression of the neural cell adhesion molecule L1 in differentiated CNS glial cells of adult mice ABHANDLUNG Zur Erlangung des Titels DOKTOR DER NATURWISSENSCHAFTEN

Mehr

Auswertung von Unterschieden der Androgene bei SBMA-Patienten

Auswertung von Unterschieden der Androgene bei SBMA-Patienten Auswertung von Unterschieden der Androgene bei SBMA-Patienten Nicholas Di Prospero, MD, PhD National Institute of Neurological Disorders and Stroke NIH Von der Genetik zu einem Gen Spinale und Bulbäre

Mehr

Universitätsklinikum Regensburg Standards und Aktuelles in der Therapie des Malignen Melanoms

Universitätsklinikum Regensburg Standards und Aktuelles in der Therapie des Malignen Melanoms Standards und Aktuelles in der Therapie des Malignen Melanoms Sebastian Haferkamp Häufigkeit des Malignen Melanoms Fälle pro 100.000 www.rki.de Therapie des Melanoms Universitätsklinikum Regensburg 1975

Mehr

Dulaglutid (Addendum zum Auftrag A15-07)

Dulaglutid (Addendum zum Auftrag A15-07) IQWiG-Berichte Nr. 312 Dulaglutid (Addendum zum Auftrag A15-07) Addendum Auftrag: A15-22 Version: 1.0 Stand: 25.06.2015 Impressum Herausgeber: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Mehr

Stammzellenforschung Karina Köppl LK Biologie

Stammzellenforschung Karina Köppl LK Biologie Stammzellenforschung Karina Köppl LK Biologie 1.Was sind Stammzellen? Reparaturreserve des Körpers undifferenzierte Zellen von Menschen und Tieren Stammzellen sind in der Lage, sich zu teilen und neue

Mehr

Osteoporose, Spondylarthropathien

Osteoporose, Spondylarthropathien KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Osteoporose, Spondylarthropathien Dr. med. Nadine Schneider Teriparatid oder Alendronat bei Glukokortikoidinduzierter Osteoporose? (Saag et al. NEJM 2007; 357:2028-39)

Mehr

Kostenreduktion durch Prävention?

Kostenreduktion durch Prävention? Gesundheitsökonomische Aspekte der Prävention: Kostenreduktion durch Prävention? Nadja Chernyak, Andrea Icks Jahrestagung DGSMP September 2012 Agenda Spart Prävention Kosten? Ist Prävention ökonomisch

Mehr

Auftaktveranstaltung zum Vorhaben DendroMax

Auftaktveranstaltung zum Vorhaben DendroMax Auftaktveranstaltung zum Vorhaben DendroMax Entwicklung der biotechnologischen Grundlagen und praxisnaher Anbauverfahren für die Steigerung der Dendromasseproduktion in Land- und Forstwirtschaft durch

Mehr

Personalisierte Medizin Die richtige Therapie für den richtigen Patienten. Monika Reuschling; Roche Diagnostics (Schweiz) AG

Personalisierte Medizin Die richtige Therapie für den richtigen Patienten. Monika Reuschling; Roche Diagnostics (Schweiz) AG Personalisierte Medizin Die richtige Therapie für den richtigen Patienten Monika Reuschling; Roche Diagnostics (Schweiz) AG Personalisierte Medizin: Was ist denn das? Februar 2011 Personalisierte Medizin:

Mehr

Preise für innovative Arzneimittel Kommt das System an seine Grenzen?

Preise für innovative Arzneimittel Kommt das System an seine Grenzen? AOK-Forum live Potsdam, 28. April 2015 Preise für innovative Arzneimittel Kommt das System an seine Grenzen? Wolf-Dieter Ludwig Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ); HELIOS Klinikum

Mehr

Berücksichtigen Leitlinien die aktuelle Evidenzlage?

Berücksichtigen Leitlinien die aktuelle Evidenzlage? gmds Leipzig 2006 Berücksichtigen Leitlinien die aktuelle Evidenzlage? Anne Kathrin Stich Ulrich Siering Dr. Hanna Kirchner 1 Inhalt Hintergrund Fragestellung Methoden Ergebnisse Diskussion 2 Das IQWiG

Mehr

Diabetes. Zulassungserweiterung: Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Mens

Diabetes. Zulassungserweiterung: Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Mens Zulassungserweiterung Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Menschen mit Typ 2 Diabetes Mainz (16. November 2011) Die Europäische Kommission hat die Zulassung des modernen

Mehr

Indikationserweiterungen für JANUVIA (Sitagliptin, MSD) in der EU - Kombination mit Sulfonylharnstoff n

Indikationserweiterungen für JANUVIA (Sitagliptin, MSD) in der EU - Kombination mit Sulfonylharnstoff n Indikationserweiterungen für JANUVIA (Sitagliptin, MSD) in der EU Kombination mit Sulfonylharnstoff nun ebenfalls zugelassen Haar (März 2008) - Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat JANUVIA für

Mehr

Strategien für eine ausreichende Ernährung beim alten Patienten

Strategien für eine ausreichende Ernährung beim alten Patienten Strategien für eine ausreichende Ernährung beim alten Patienten Rainer Wirth Klinik für Geriatrie, St. Marien-Hospital Borken Arbeitsgruppe Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie Lehrstuhl

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Mixed-Pain Gibt es das wirklich und was machen wir damit?

Mixed-Pain Gibt es das wirklich und was machen wir damit? Mixed-Pain Gibt es das wirklich und was machen wir damit? Prof. Dr. med. Ralf Baron, Kiel Berlin (21. Oktober 2009) - Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzsyndromen. Sehr oft ist

Mehr

Behandlung mit Biologika (Biologicals), Stand 01/2011

Behandlung mit Biologika (Biologicals), Stand 01/2011 Stadtspital Triemli Zürich Klinik für Rheumatologie Birmensdorferstrasse 497 8063 Zürich www.triemli.ch KD Dr. med. Marcel Weber Chefarzt PATIENTENINFORMATION Chefarztsekretariat 044 466 23 02 Fax 044

Mehr

Hirnschäden des Menschen

Hirnschäden des Menschen Hirnschäden des Menschen Pinel (6. ed) Kapitel 10 www.neuro.psychologie.unisb.de/vorlesung VL8-14-05-08.ppt 1 Hirnschäden des Menschen Zwei Ziele: Verständnis normaler Funktionen Strategien zur Behandlung

Mehr

Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer

Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer Dr. Ludger Dinkelborg - Piramal Imaging - Düsseldorf 24 June 2014 Übersicht Einführung in die molekulare Bildgebung Morbus Alzheimer (MA) als Herausforderung

Mehr

des beeinträchtigten Sehvermögens aufgrund eines durch Diabetes verursachten Makulaödems;

des beeinträchtigten Sehvermögens aufgrund eines durch Diabetes verursachten Makulaödems; EMA/677928/2015 EMEA/H/C/002392 Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit Aflibercept Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für. Hierin wird erläutert,

Mehr

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Weitere Fragen zum Thema Vitaminlücken bei Epilepsie beantworten wir Ihnen gerne: Desitin Arzneimittel GmbH Abteilung Medizin Weg beim Jäger 214 22335

Mehr

Demenz: Diagnostik und Therapie im klinischen Alltag

Demenz: Diagnostik und Therapie im klinischen Alltag Demenz: Diagnostik und Therapie im klinischen Alltag Thomas Duning Klinik für Allgemeine Neurologie Department für Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster Therapie der Demenzerkrankungen MMST

Mehr

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff 1 Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff Es existiert nur eine einzige Studie über die Dauer intrathekaler Antikörper bei der Lyme-Borreliose im

Mehr

mi-rna, zirkulierende DNA

mi-rna, zirkulierende DNA Erbsubstanz: Grundlagen und Klinik mi-rna, zirkulierende DNA 26.11.2010 Ingolf Juhasz-Böss Homburg / Saar Klinische Erfahrungen zirkulierende mirna erstmals 2008 im Serum von B-Zell Lymphomen beschrieben

Mehr

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie Der Patient im Fokus Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie Nürnberg (4. Dezember 2012) - In der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist Interferon beta-1a i.m. (Avonex ) als effektives

Mehr

Die LNT-Hypothese im Lichte der Strahlenforschung

Die LNT-Hypothese im Lichte der Strahlenforschung Die LNT-Hypothese im Lichte der Strahlenforschung Jürgen Kiefer Universität Giessen Strahlenwirkungen auf den Menschen Akute Wirkungen Funktionsstörungen von Organen: Blutbildendes System, Magen Darm-Trakt,

Mehr

Inhalt. A Grundlagen 1. 1 Grundlagen der Neuro- Psychosomatik 3. 1.1 Neuro-Psychosomatik: Geschichte und klinische Konzepte 3

Inhalt. A Grundlagen 1. 1 Grundlagen der Neuro- Psychosomatik 3. 1.1 Neuro-Psychosomatik: Geschichte und klinische Konzepte 3 Inhalt A Grundlagen 1 1 Grundlagen der Neuro- Psychosomatik 3 1.1 Neuro-Psychosomatik: Geschichte und klinische Konzepte 3 1.1.1 Das Feld der Neuro-Psychosomatik 3 1.1.2 Historische Wurzeln der Neuro-

Mehr

Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters

Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters J. Bufler Neurologische Klinik des ISK Wasserburg Präsentation, Stand November 2008, Martin Spuckti Seite 1 Vier Giganten der Geriatrie

Mehr

Studie Haut und S.C. Dicke

Studie Haut und S.C. Dicke Studie Haut und S.C. Dicke Stärke von Haut und Subkutangewebe bei Erwachsenen mit Diabetes an Körperstellen, die zur subkutanen Injektion von Insulin verwendet werden: Auswirkung auf die Empfehlung der

Mehr

12.10 Polyneuropathie bei LNB

12.10 Polyneuropathie bei LNB 1 12.10 Polyneuropathie bei LNB Die Polyneuropathie ist (nach Erfahrung des Verfassers) eine häufige Manifestation der Lyme-Neuroborreliose. Studien über die Häufigkeit liegen nicht vor. Überhaupt ist

Mehr

Autismus. autism spectrum disorders

Autismus. autism spectrum disorders Autismus autism spectrum disorders Index Was ist Autismus? Wissenschaftliche Grundlagen Phelan-McDermid-Syndrome (PMDS) Pharmakologische Tests Zusammenfassung Schlussfolgerungen Methoden Elektrophysiologische

Mehr

RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik

RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik Therese Popow-Kraupp Respiratory Syncytial Virus (RSV) Häufigste Ursache von Infektionen der Atemwege bei Kleinkindern In Europa:

Mehr

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie HIV-Infektion und AIDS Seminar aus funktioneller Pathologie Retroviren des Menschen Lentiviren von Primaten Das Virion des HI-Virus schematisch und elektronenmikroskopisch Virale Gene Bindungssequenzen

Mehr

Ernährung und Multiple Sklerose. Dieter Pöhlau Kamillus Klinik Asbach (Westerwald)

Ernährung und Multiple Sklerose. Dieter Pöhlau Kamillus Klinik Asbach (Westerwald) Ernährung und Multiple Sklerose Dieter Pöhlau Kamillus Klinik Asbach (Westerwald) Die Multiple Sklerose -eine chronische, entzündliche, demyelinisierende ZNS - Erkrankung Zentralnervensystem und Oxidation

Mehr

Zielgerichtete Therapie Ob Ihr wollt oder nicht

Zielgerichtete Therapie Ob Ihr wollt oder nicht Zielgerichtete Therapie Ob Ihr wollt oder nicht Ziad Atassi Universitätsfrauenklinik Ulm Direktor: Prof.Dr.R.Kreienberg inedome Ulm 08.07.2009 ADECATUMUMAB N = 22 NERATINIB N = 37 PERTUZUMAB N = 29 TRASTUZUMAB

Mehr

Was kann die Stammzelltherapie leisten?

Was kann die Stammzelltherapie leisten? Was kann die Stammzelltherapie leisten? Prof. Dr. med. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Abteilung Pharmakologie, Herzzentrum und Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsmedizin Göttingen Der

Mehr

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert.

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert. 1. zu spät gehandelt 2. zu spät behandelt 3. zu ineffektiv therapiert Torsten Schwalm Häufige Koinzidenz, Problemstellung - gemeinsame pathogenetische Grundlagen - Diabetiker sind 3 x häufiger hyperton

Mehr

Behandlung des diabetischen Makulaödems mit VEGF-Hemmern durch operative Medikamenteneingabe in das Auge

Behandlung des diabetischen Makulaödems mit VEGF-Hemmern durch operative Medikamenteneingabe in das Auge Patientendaten Anlage 1b / Einverständniserklärung: Intravitreale Therapie des diabetischen Makulaödems Behandlung des diabetischen Makulaödems mit VEGF-Hemmern durch operative Medikamenteneingabe in das

Mehr

PRESSEMITTEILUNG. Die vorliegende Studie ist die dritte, mit der eine klinisch relevante Verbesserung gegenüber Midazolam gezeigt werden konnte.

PRESSEMITTEILUNG. Die vorliegende Studie ist die dritte, mit der eine klinisch relevante Verbesserung gegenüber Midazolam gezeigt werden konnte. PRESSEMITTEILUNG PAION BERICHTET POSITIVE ERGEBNISSE SEINES KURZ-WIRKENDEN ANÄSTHETIKUMS/SEDATIVUMS REMIMAZOLAM (CNS 7056) IN PHASE IIB STUDIE BEI DARMSPIEGELUNG Primärer Endpunkt erreicht Erfolgreiche

Mehr

Seltene Demenzen. Posteriore Corticale Atrophie. lic. phil. Gregor Steiger-Bächler 01-04-2011. Neuropsychologie-Basel

Seltene Demenzen. Posteriore Corticale Atrophie. lic. phil. Gregor Steiger-Bächler 01-04-2011. Neuropsychologie-Basel Seltene Demenzen Posteriore Corticale Atrophie lic. phil. Gregor Steiger-Bächler Posteriore corticale atrophie Merkmale: Schleichender Beginn, oft in der 5. oder 6. Dekade, langsam progredienter Verlauf

Mehr

Dialyseeineitung bei GFR < 8 ml/min PRO

Dialyseeineitung bei GFR < 8 ml/min PRO Dialyseeineitung bei GFR < 8 ml/min PRO 02. Dezember 2011 Martin K. Kuhlmann Vivantes Klinikum im Friedrichshain Berlin Anstieg der egfr bei Dialyseeinleitung in den USA Weiner D et al. AJKD 2011-2- 896,546

Mehr

Standardisierung der serologischen Immundiagnostik. Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven

Standardisierung der serologischen Immundiagnostik. Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven Standardisierung der serologischen Immundiagnostik Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven Grundproblem Vielfalt der Antikörper Vielfalt der Antigene Problem: Messung von Antigenspezifischen Antikörpern Antikörper

Mehr

IgPro10 (Privigen ) erhält EU-Zulassung zur Therapie der Chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP)

IgPro10 (Privigen ) erhält EU-Zulassung zur Therapie der Chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) P R E S S E I N F O R M A T I O N IgPro10 (Privigen ) erhält EU-Zulassung zur Therapie der Chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) Hattersheim, 15. April 2013 Die Europäische

Mehr

IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie)

IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie) IgY-Studie (eigentlich: PsAerIgY-Studie) IgY? Studie? Was ist das eigentlich? Wo wird die Studie durchgeführt? Kann ich/ mein Kind noch teilnehmen? Dr. Andreas Reimann Leiter des IMPACTT-Arbeitspaketes

Mehr

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Grundlagen klinischer Studien Eine Studie ist eine systematische Sammlung von Daten, die dazu dient, eine oder mehrere Fragen zu beantworten. Eine

Mehr

Medizinische Klinik II Medizinische Klinik IV

Medizinische Klinik II Medizinische Klinik IV CAMPUS GROSSHADERN CAMPUS INNENSTADT LOREM IPSUM SETUR ALARME Medizinische Klinik II Medizinische Klinik IV Effect of Mipomersen on LDL-Cholesterol levels in Patients with Severe LDL-Hypercholesterolemia

Mehr