Aus Daten schlau werden: Business Intelligence

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1 06 September Preis 4,45 Ein Produkt der Bohmann Verlagsgruppe Das Magazin für Informationstechnologie Aus Daten schlau werden: Business Intelligence ISSN X P.B.B ZUL.NR. 02Z031040M VERLAGSORT WIEN, VERLAGSPOSTAMT 1110 WIEN LOOK AT IT Seite 29 ERP ZUFRIEDENHEITSSTUDIE 2011: Die Ergebnisse EXPERTENGESPRÄCH: Das gläserne Unternehmen durch BI

2 MIT BODENHAFTUNG IN DIE CLOUD IT FÜR BESSERES BUSINESS MESSE STUTTGART IT & Business auf dem SmartPhone: mobil.messe-stuttgart.de/it-business Ideeller Träger Fachlicher Träger

3 EDITORIAL 3I Ing. Markus Klaus-Eder Chefredakteur Vom Wandel... Alles Leben ist Veränderung unterworfen. Manchmal verändern sich jedoch auch Dinge, die viele für unumstößlich gehalten haben. Gerade solch massive Veränderungen haben in den letzten Wochen zwei Big Player in die Schlagzeilen gebracht. Allen voran Apple, dessen Vordenker und kreativer Kopf Steve Jobs aus gesundheitlichen Gründen das Handtuch geworfen hat. Sein Nachfolger Tim Cook gilt zwar als Workaholic und hat Jobs auch schon während seiner gesundheitsbedingten Pausen vertreten, ob er es jedoch schafft, die eingeschworene Apple-Gemeinde so zu begeistern, wie Jobs dies konnte, ist fraglich. Um die Gesundheit des Konzerns hat man sich bei HP gesorgt und deshalb einen radikalen Kursschwenk eingeläutet. So will man sich künftig vom Consumer- Geschäft lösen und zunehmend auf Business-Software und Hardware für Großkunden fokussieren. Die Hintergründe dazu hat sich Conrad Gruber angeschaut lesen Sie dazu sein Reboot auf SEITE 5. Kulturwandel durch BI Einen Kulturwandel hingegen ortet MONITOR- Autorin Christine Wahlmüller, die es trotz Urlaubszeit geschafft hat zehn BI-Experten zu einer Diskussionsrunde an einem Tisch zu versammeln. Warum BI heutzutage immer wichtiger wird und warum fast jedes Unternehmen davon profitieren kann, können Sie ab SEITE 18 erfahren. Ein Konzern geht in die Wolke Dass auch ein Riesenkonzern wie Microsoft, dessen Hauptgeschäft lange Zeit der Verkauf von Software war, nicht ewig bei dieser Strategie bleiben kann, zeigt der Bericht von Klaus Lorbeer auf SEITE 32, der für den MONITOR auf der Microsoft World Partnerconference 2011 war. Erfahren Sie hier alles über Microsofts Weg in die Wolke und welche neuen Produkte das Unternehmen noch plant. MONITOR im Wandel Herzlich bedanken möchte ich mich für die rege Teilnahme an unserer Leserbefragung. Sie haben uns damit wertvolle Informationen darüber geliefert, wie wir den MONITOR optimieren können. Die Ergebnisse haben uns darin bestärkt, schon angedachte Veränderungen auch tatsächlich umzusetzen, und so wird sich auch der MONITOR einem Wandel unterziehen. Der erste Vorbote dieser Veränderung liegt diesem Heft in Form der Beilage MONITOR SPEZIAL bei. Hier können Sie schon ansatzweise erkennen, wohin die Reise geht. Sie führt uns in die Welt der kleinen und mittelständischen Unternehmen KMU, von denen es in Österreich laut Statistik rund gibt. Österreich ist eben ein KMU-Land. Der MONITOR will künftig dieser Tatsache Rechnung tragen und diesen Unternehmen als Ratgeber und Informationsquelle rund um die Themenkreise IT, Telekommunikation, Mobile Computing und Internet dienen. Um dieses Ziel optimal umzusetzen, haben wir auch ein neues Layout entwickelt. Es soll die Lesbarkeit und das schnelle Erfassen von Inhalten fördern. Auch das MONITOR-Logo haben wir modernisiert. Seien Sie also schon gespannt auf die Oktober- Ausgabe auf den NEUEN MONITOR... Ihr Markus Klaus-Eder AB OKTOBER: DER NEUE % RATGEBER FÜR KMU: IT TELEKOM MOBILE COMPUTING ONLINE MARKETING JETZT GLEICH TESTABO SICHERN: 3 AUSGABEN UM 3, NUR GÜLTIG BIS

4 INHALT abas ERP oxaion proalpha Orlando Comarch ERP Enterprise enventa ERP JetOrbit PSIpenta BMD SAP ERP Microso NAV Microso AX Sage Wincarat Lawson M3 FS Applica ons APplus Infor Com Sagebäurer l b ERP ZUFRIEDENHEITSSTUDIE 2011 WIRTSCHAFT REBOOT 5 Messevorschau IT & Business DMS EXPO 7 THEMA: BUSINESS SOFTWARE Eigentlich zufrieden: Anwender bewerten ihre ERP-Software 8 Mineralölproduktehandel läuft wie geschmiert mit ORLANDO ERP 11 ERP innovativ: Mobilität, Cloud, Internationalisierung 12 Informationsfluss steuert Warenfluss 13 ERP baut Schneepflüge 14 Case Study: Präzision hoch In Harmonie mit SAP BW 17 MONITOR-Diskussion: Kulturwandel durch BI: das gläserne Unternehmen 18 Interview: QlikTech hat Österreich im Visier 26 STRATEGIEN Berechtigungs-Management im Zeitalter globaler Virtualisierung 29 Interview mit Hilda Tellioglu, Professorin an der TU Wien MONITOR-DISKUSSION: KULTURWANDEL DURCH BI: DAS GLÄSERNE UNTERNEHMEN NETZ & TELEKOM Ab in die Cloud: Microsoft World Partner Conference OPEN DATA Ungehobene Schätze: Wien setzt auf offene Daten 36 Open Government - Open Data 38 Open Government Data: Anwendungen & Apps 40 AUS DER REDAKTION Editorial 3 Inserentenverzeichnis 43 Impressum MICROSOFT WORLD PARTNER CONFERENCE 2011 Folgen Sie uns twitter.com/monitor_co_at facebook.com/monitor.co.at monitor September

5 Denn eine Rechenzentrum-Infrastruktur in der richtigen Größe ist eine gute Geschäftsstrategie Optimieren Sie Ihren Cashflow und Ihre Effizienz mit unserer skalierbaren, flexiblen und anpassungsfähigen InfraStruxure Einführung der Next Generation InfraStruxure Ob Sie gerade ein neues Unternehmen übernommen haben oder Ihre Kapazität der Kunden- oder Lagerdatenbank ständig wächst, die Anforderungen an die IT-Infrastruktur Ihrer Firma steigen. Die bestehende Infrastruktur Ihres Rechenzentrums erlaubt es möglicherweise nicht, diese Änderungen zeitnah umzusetzen. Hier springt APC by Schneider Electric mit der bewährten skalierbaren Infrastruktur eines Hochleistungsrechenzentrums ein. Als branchenweit einziges wirklich modulares, flexibles und bedarfsorientiertes Rechenzentrumsystems, stellt nur InfraStruxure sicher, dass sich Ihr Rechenzentrum effektiv, effizient und was vielleicht am wichtigsten ist schnell an notwendige Veränderungen anpassen kann. InfraStruxure-Rechenzentren bedeuten Business Wir glauben, dass Sie erst mit InfraStruxure-Rechenzentren Geschäfte machen. Aber was bedeutet das für Sie? Die Antwort ist einfach. Ein Rechenzentrum bedeutet Business, wenn es: immer verfügbar ist, 24/7/365 und immer auf höchstem Niveau arbeitet; in der Lage ist, mit der halsbrecherischen Geschwindigkeit der Geschäftsentwicklung im Unternehmen zu wachsen; wenn es Kapazitätserweiterungen ohne logistische Verzögerungen (z. B. Arbeitsaufträge) erlaubt; IT und Infrastruktur in synchronisierter Weise mit dem Geschäft Schritt halten lässt, eine steigende und bessere Energieeffizienz erreicht von der Planung bis zum Betrieb in der Lage ist, mit dem Unternehmen selbst zu wachsen und Ihr Geschäft unterstützt anstatt es zu behindern. Ein dreifaches Versprechen für den Einsatz von InfraStruxure InfraStruxure erfüllt unser dreifaches Versprechen von höchster Qualität bei höchster Verfügbarkeit, von Geschwindigkeit und einer einfachen und schnellen Ausrichtung der IT auf Geschäftserfordernisse und von Kosteneinsparungen aufgrund der Energieeffizienz. Gibt es einen besseren Weg im Business, als Qualität, Geschwindigkeit und Kostenersparnis gleichzeitig zu erzielen? Die einzige als System entwickelte Rechenzentrum-Architektur mit richtiger Größe Kühlung. Rack-, reihen- und raumbasierende Kühloptionen, einschließlich der neuen InRow Über-Kopf-Kühlgeräte für größere Effizienz. Management. End-to-End-Überwachung und Management-Software für größere Effizienz, Transparenz und Verfügbarkeit. Physische Sicherheit. Überwachung und Kontrolle von einer Stelle aus. Elektrische Leistung. Modulare Energieverteilung und Parallelschaltfähigkeiten der USV für Leistungen von 10 kw bis 2 MW. Racksysteme. Kompatibel zu Einschubgehäusen aller IT-Hersteller und Zubehör für hohe Leistungsdichte. Laden Sie innerhalb der nächsten 30 Tage KOSTENLOS eines unserer white papers herunter und nehmen Sie automatisch an der Verlosung zu einem Lenovo all-in-one PC mit touch screen teil! Besuchen Sie uns dazu unter und geben Sie den Keycode 94262t ein. Tel: Österreich: Schneider Electric. All Rights Reserved. Schneider Electric, InfraStruxure, InRow, and APC are trademarks owned by Schneider Electric Industries SAS or its affiliated companies. All _DE

6 Kommentar Karriere WIRTSCHAFT 6I REBOOT Die Ankündigung von Hewlett- Packard, das PC-Geschäft für Privatkunden teilweise oder ganz ausgliedern und sich mehr und mehr auf Business-Software und das Hardwaregeschäft für Großkunden konzentrieren zu wollen, zeigt, wie sehr das IT-Geschäft für Großkonzerne im Wandel ist. Conrad Gruber Der weltgrößte Hersteller von Personal Computern zieht die Reißleine: Hewlett- Packard hat bei der Präsentation der Quartalszahlen im August verkündet, dass die Margen im privaten PC-Geschäft viel zu stark gesunken seien und die Zukunft für HP nunmehr in Soft- und Hardware für Geschäftskunden liege. Damit macht HP einen eindrucksvollen Schwenk: Einstmals ein Synonym für qualitätsvolle, schick designte PCs und Notebooks für private Kunden, kapituliert das Mega- Unternehmen nun vor der Übermacht von ipads, Smartphones und Tablets, ein Bereich, den HP leichtfertigerweise nicht rechtzeitig ernst genug genommen hat und nun vor den Milliardeninvestitionen zurückschreckt, um an das Segment anzuschließen. Die Branche hat durchaus Grund, über die vergangene Akquisitionspolitik von HP den Kopf zu schütteln hatte der IT-Riese den Computerhersteller Compaq um fast 20 Mrd. US-Dollar übernommen, um, wie es damals hieß, mehr am profitablen Markt für PCs und Notebooks mitzumischen. Erst 2010 erfolgte dann der für viele Marktbeobachter unverständliche Kauf des damals schon so gut wie toten Smartphone-Produzenten Palm um 1,2 Mrd. US-Dollar. Beide Einkäufe sind aus heutiger Sicht keine strategische Meisterleistung gewesen. Hauptmitbewerber wie IBM haben den Schwenk zu Business-Soft- und -Hardware bereits früher unternommen und mit der Abgabe des eigenen PC-Geschäfts notwendige Zeichen gesetzt. HP muss sich nun wohl die Frage von Aktionären gefallen lassen, warum die eigene Entscheidung so spät erfolgt ist. Auch die Ankündigung, man werde mit dem geplanten Kauf des britischen Business-Softwareunternehmens und Cloud-Computing-Spezialisten Autonomy das Business-Segment kräftig vorantreiben, befriedigte die Anleger nicht, die die Aktie nach dem Quartalsbericht umgehend auf Talfahrt schickten. Wie auch immer, auch wenn dieser Schritt für HP spät kommt, so ist er wohl der einzig richtige. Seit ipads und ähnliche Geräte eine neue digitale Revolution ausgelöst haben und den PC zunehmend verdrängen, bestraft der Markt jene, die daran nicht rechtzeitig geglaubt haben, wie man auch gut am Beispiel Microsoft sehen kann. Karriere Herbert Brauneis ist seit Anfang August neuer Director Marketing Plaut Group und wird in Zukunft für den Marktauftritt der Beratungsgruppe Plaut verantwortlich sein. Er war zuletzt für das Marketing des Demandmanagement-Spezialisten Prolytic zuständig. Jürgen Mörth, 42, wurde zum neuen Director Sales Austria bei QlikTech bestellt. Vor seinem Wechsel zu dem BI-Spezialisten war er seit 2008 bei S&T als Director Sales sowie als Geschäftsstellenleiter Linz und Salzburg tätig und steuerte verschiedene Key-Account-Teams. Andreas Hajek, 47, wurde zum neuen Verkaufsleiter beim IT- Distributor Omega bestellt. Er übernimmt damit Teile der Agenden von Geschäftsführer Günter Neubauer, der sich zukünftig voll strategischen Projekten widmen wird.

7 IT & Business und DMS EXPO Die diesjährige IT & Business findet vom 20. bis 22. September auf der Messe Stuttgart statt. Die Messe richtet sich ausschließlich an IT-Verantwortliche und kaufmännische Entscheider in den Unternehmen und präsentiert Lösungen für wichtige Unternehmensbereiche. Messevorschau WIRTSCHAFT 7I Das nutzenorientierte Veranstaltungskonzept zielt darauf ab, Besucher gezielt darüber zu informieren, wie Unternehmen durch den Einsatz von IT-Lösungen Prozesse optimieren und Kosten einsparen können. Neben den rund 600 Ausstellern erwartet die Besucher auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm. 200 Veranstaltungen geplant Das Rahmenprogramm besteht neben Fachvorträgen aus anbieterunabhängigen Software-Live-Vergleichen, Podiumsdiskussionen, Themenparks und Workshops. Insgesamt sind mehr als 200 Veranstaltungen geplant. Mit unserem umfassenden Rahmenprogramm haben die Besucher die Möglichkeit, sich gezielt und praxisnah über spezifische IT-Themen zu informieren, sagt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Dabei werden nicht nur die technischen Aspekte berücksichtigt, sondern auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen beleuchtet. Ein Hauptthema der IT & Business ist das Kundenbeziehungsmanagement (CRM). Auch hierzu liefert das Forumsprogramm viele Informationen. Am dritten Messetag steht in diesem Kontext das Trendthema Social CRM im Fokus. Dabei verdeutlichen Vorträge unter anderem, auf welche Weise Twitter oder Facebook für Vertrieb und Marketing genutzt werden können und welches Potenzial soziale Netzwerke für die Kundenbindung haben. Auf der Agenda des Fachforums MES (Systeme zur Fertigungssteuerung) stehen beispielsweise die softwaregestützte Produktionsplanung und Fertigungsfeinplanung sowie deren Steuerung als Schnittstelle in der Automatisierung. Die GFOS GmbH aus Essen hält auf diesem Forum einen Vortrag zum Thema Instandhaltung als integrierter Bestandteil eines MES. Zum Thema Cloud Computing werden auf einem Fachforum Trends zu SaaS (Software as a Service) aus Anwendersicht beleuchtet. Im Fachforum zum Thema ERP (Planung der Unternehmensressourcen) erhalten Projektleiter Tipps und Tricks aus der Praxis und erfahren, wie sie Stolpersteinen beim Einsatz von ERP-Lösungen aus dem Weg gehen können. In einem Keynote-Vortrag wird aufgezeigt, auf welchem Stand das Thema ERP im Dienstleistungssektor ist, welche Funktionen in dieser Branche von einem ERP-System unbedingt abgedeckt werden sollen und welche Hersteller für diese Branche passende ERP-Produkte im Portfolio haben. Live-Vergleich von ERP-Systemen Bei einem Live-Vergleich der GPS, Gesellschaft zur Prüfung von Software, in Kooperation mit der MQ Result Consulting GmbH, stellen ERP-Anbieter live auf der Messebühne in einem direkten Vergleich die Leistungsfähigkeit ihrer Systeme unter Beweis. Die Aufgabenstellungen werden dabei an aktuellen Alltagssituationen mittelständischer Fertigungsunternehmen ausgerichtet. Indem die Systeme abwechselnd das vorgegebene Szenario durchlaufen, haben die Zuschauer die Möglichkeit, die Funktionalität der Systeme objektiv miteinander zu vergleichen. Themenpark Rechenzentrum & Sicherheit Der Themenpark Rechenzentrum & Sicherheit findet zum ersten Mal auf der IT & Business statt und wird vom Heise Zeitschriften Verlag organisiert. Die teilnehmenden Anbieter stellen hier ihre Produktneuheiten vor und führen im angrenzenden Forum Dialog mit interessierten Fachbesuchern. Aktuelle Mittelstandsthemen, ausgewählte Experten und kontroverse Gespräche stehen im Fokus der BusinessLounge Mittelstand, initiiert von der G+F Verlags- und Beratungs-GmbH. In Vorträgen, Businessund Experten-Talks werden Themen wie Vorsprung durch die konsequente Bündelung aller Ressourcen oder Das Unternehmen ist kein Zustand, sondern ein Prozess behandelt. Gemeinsam mit den parallel stattfindenden IT-Fachmessen DMS EXPO, die internationale Plattform rund um die Bereiche Enterprise-Content-, Output- und Dokumentenmanagement, sowie der Focusreseller, eine erstmals in Stuttgart stattfindende Kongressmesse für den IKT- Fachhandel, soll sich die IT & Business als der IT-Event im Herbst für die DACH- Region profilieren. (Bild: Messe Stuttgart)

8 8 THEMA Business-Software Höhere Partnerzufriedenheit Geringere Partnerzufriedenheit ERP-Zufriedenheitsportfolio Österreich 2011 proalpha Comarch ERP Enterprise abas ERP oxaion JetOrbit Orlando enventa ERP PSIpenta BMD Microso NAV SAP ERP Microso AX Sage Wincarat Lawson M3 IFS Applica ons APplus Infor LN Infor Com Sagebäurer Infor AS globemanager Mesonic RS2 Pollex Global Player DACH-Anbieter AT-Anbieter n =1923 i2s research, 2011 Geringere Softwarezufriedenheit Eigentlich zufrieden: Anwender bewerten ihre ERP-Software Höhere Softwarezufriedenheit Die Auswahl von ERP-Software ist zugleich einfacher und komplizierter geworden. Einfacher, weil die marktgängigen Systeme durchgehend einen Reifegrad über die letzten Jahre erreicht haben, der eine Falschauswahl deutlich erschwert. Komplizierter, weil dadurch die Auswahl an potenziell passenden Systemen nicht geringer geworden ist. Insgesamt geben die Anwender ihren Software-Lieferanten Noten, die um ein Gut pendeln - große Ausreißer gibt es weder in die eine noch in die andere Richtung. Frank Naujoks Grundsätzlich ist Zufriedenheit eine subjektive Größe, die aus der Perspektive des Befragten entschieden wird. Auf der anderen Seite ist es gerade diese Zufriedenheit, die eine erfolgreiche ERP-Installation ausmacht. In diesem Sinne sind die Ergebnisse, die nachfolgend vorgestellt werden, zwar wichtig für Entscheider und Entwickler, sie sind jedoch nicht das Maß aller Dinge. Die praktische Anwendung der seit dem Jahr 2003 erstellten Zufriedenheitsstudien in verschiedensten Projekten hat gezeigt, dass die Ergebnisse der Studie wie ein Barometer verwendet werden können. Ein Barometer erlaubt zwar noch keine abschließende und verbindliche Wettervorhersage, gibt aber Hinweise, wie sich das Wetter entwickeln könnte. Gleiches gilt auch für die verschiedenen Zufriedenheitsaspekte: Sie geben dem Anwender einen Hinweis, in welchen Bereichen mit Problemen zu rechnen ist und erlauben so eine bessere Planung. Als ausschließliches Auswahlinstrument ist der Zufriedenheits-Barometer jedoch ungeeignet. Das immer noch sehr beliebte Auswahlkriterium Funktionalität verliert zwar zunehmend an Bedeutung, wie die erstmals weltweit durchgeführte i2s-erp-zufriedenheitsstudie zeigt. Dennoch muss ein Unternehmen, das eine neue ERP-Software evaluiert, an erster Stelle ein System finden, das den spezifischen funktionalen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens gerecht wird. Mangelt es hier, dann kommen die vorhandenen Stärken des Systems nicht zum Tragen. KMU agieren auf dem Weltmarkt Zwei Trends bestimmen aktuell die Diskussion um den Einsatz von ERP-Software in weltweit agierenden Unternehmen: Expansion und Standardisierung. Denn der arbeitsteiligen Wirtschaft können sich auch

9 Business-Software THEMA 9I 50% 40% 30% 20% 10% 0% Uneingeschränkte Empfehlung 27% Empfehlung mit kleinen Einschränkungen 10% Ausgewogene Meinung Empfehlungsrate für ERP-Implementierungspartner (Bild: i2s) 5% Empfehlung mit grösseren Einschränkungen Mittelständler immer weniger entziehen und expandieren ihre Produktionskapazitäten und Verkaufsaktivitäten in immer mehr Länder. Entsprechend steigen die Anforderungen an die ERP-Systeme. Nicht nur unterschiedliche Sprachen, sondern fast noch wichtiger länderbezogene Vorschriften und Normen müssen im System abgebildet werden. Gleichzeitig stehen IT-Verantwortliche vor der Herausforderung, ihre unterschiedlichen ERP-Systeme zu vereinheitlichen, um Kosten zu senken und Prozesse zu beschleunigen. Unserer Erfahrung nach akzeptieren immer weniger Anwender Stückwerk: Das einheitliche ERP-System für die wichtigsten Länder wird zunehmend gefordert. Dahinter verbergen sich die Wünsche nach sinkenden IT-Kosten genauso wie nach beschleunigten Abläufen innerhalb des weltweit agierenden Unternehmens. Insbesondere Konsumgüterproduzenten benötigen die Vorteile aus einer Single- Instance-ERP-Installation: den weltweit einheitlichen Überblick über das Zahlenwerk, die Nachfrage und die Produktionskapazitäten. Gleichzeitig besteht aber durch ein zu viel an Standardisierung die Gefahr funktionaler Kompromisse und unnötig komplexer Prozesse, um bestimmte lokale Regulierungsvorschriften erfüllen zu können. Zusätzlich geben die Landesgesellschaften ein Stück Autonomie und Reaktionsgeschwindigkeit auf, wenn die Upgrades zentral und damit unter Umständen langwieriger durchgeführt werden. Anwender stehen vor der Herausforderung, den Wunsch nach Standardisierung und Flexibilität auszubalancieren. Dabei kann es hilfreich sein, sich auf eine Hub-and-Spoke-Strategie einzulassen. Standardisierung erfolgt in der Zentrale im transaktionalen Bereich, wie die Buchhaltung. Vor Ort werden die Landesgesellschaften mit einem System ausgestattet, das sowohl die lokalen Anforderungen bezüglich Gesetzgebung und Produktion unterstützt als auch die Schnittstelle in die Buchhaltungs- und Controlling-Module des ERP- Systems der Zentrale. Anbieter, die den Weg eines globalen, aber dennoch flexiblen Systems nicht mitgehen können, werden in den nächsten fünf Jahren deutliche Schwierigkeiten bekommen, attraktive Neukunden zu gewinnen und ihre expansionswilligen Altkunden zu halten. Dabei bieten sich für Anbieter durchaus mehrere Optionen an, wie sie auf die Wünsche der Anwender reagieren können. Wenn sich abzeichnet, dass eine globale Expansion nicht in zufriedenstellendem Ausmaß erreicht werden kann, sollten Anbieter sich darauf spezialisieren, als flexibles, hochspezialisiertes System wahrgenommen zu werden, das sich gut an transaktionale ERP-Systeme wie SAP anbinden lässt. Bedeutung des Partners i2s research 2011 n = % Keine Empfehlung Ein weiteres Problem offenbart sich auch deutlich: Gerade große und internationale Anbieter, etwa Microsoft, Lawson oder Infor, werden in Bezug auf die Systemzufriedenheit deutlich besser bewertet als der Partner selbst. Ein alteingesessener IT-Leiter formulierte diesen Umstand einmal ganz salopp: Die bringen ihre PS nicht auf die Straße. Davon hebt sich hier SAP ab, das in Bezug auf bei- ERP & ebusiness Top-Platzierungen in allen relevanten ERP- Zufriedenheitsstudien im deutschsprachigen Raum. Spitzenplatz bei der Systemzufriedenheit in der i2s/erp-zufriedenheitsstudie 2008/2010 in Österreich. Ihr Software-Partner in Österreich:

10 10 THEMA Business-Software Funk onalität SW-Anpassbarkeit KMU-Eignung Fachkompetenz Anbieter Ergonomie Rich ges Kosten-Nutzen-Verhältnis Moderne Technologie Anscha ungskosten Referenzen Überlebensfähigkeit Standorte des Anbieters Branchenkompetenz Einführungsdauer Globale So ware Anzahl Projektmitarbeiter Zusatzleistungen Lieferantentreue Projekteinführungsmethodik Marktposi on Güns ge TCO Emo onale Gründe Technologische Pla orm Betriebs-/Preismodell 3% 26% 26% 25% 23% 20% 18% 14% 12% 12% 11% 11% 10% 9% 9% 7% 32% 43% 42% 41% 49% 55% 69% i2s research 2011 n = 1923 Mehrfachnennungen immer mehr Anwender erliegen. Eine Gegenreaktion zeigt beispielsweise das Unternehmen Salesforce.com: Angetreten vor über zehn Jahren als reiner CRM-Anbieter entwickelt sich das Unternehmen zum Plattform-Anbieter, auf dem der FiBu-Spezialist Coda eine On-demand-Buchhaltung entwickelt und vertreibt. Auch lokale Anbieter, die zwar über zufriedene Kunden verfügen, aber technologisch und funktional nicht mehr jede Entwicklung mitgehen können, stehen am Scheideweg: anschließen an ein Ökosystem und als branchenspezifischer Partner reüssieren oder als Komplettanbieter weiter eher lokal orientierte Kunden überzeugen. Megatrend SaaS? Auswahlgründe für ein ERP-System (Bild: i2s) de Kriterien ähnlich bewertet wird, was letztlich als positives Ergebnis eines langjährigen und intensiven Partnermanagements und intensiver Beraterausbildung zu werten ist. Abas scheint durch die Beteiligung an ausländischen Partnern einen eigenen Weg gefunden zu haben, den die Anwender mit überdurchschnittlichen Zufriedenheitswerten belohnen. Schaut man sich die Empfehlungsraten an, sind aber über 80 % der Befragten bereit, ihren Implementierungspartner zu empfehlen - wenn auch mit kleinen Einschränkungen. Funktionale Ausdehnung von ERP ERP-Systeme, die ursprünglich in erster Linie für Industrieunternehmen entwickelt worden sind, bilden heute das Fundament von Applikationsstrategien für die meisten Unternehmen, egal welcher Branche. ERP- Anwendungen sind häufig das transaktionale Rückgrat einer Organisation und umfassen Bereiche wie Buchhaltung, Beschaffung, Lager-Management, Auftragsbearbeitung und Personal. Im Laufe des letzten Jahrzehnts haben sich diese Applikations-Suites in Breite und Tiefe entwickelt, um mehr Anwendungsfälle und Industrien zu unterstützen. Hinzu kamen Anwendungen wie Business Intelligence (BI) und Service-oriented Architecture (SOA-basierende Middleware), um Integration und Expansion der Anwendungslandschaft zu unterstützen. Unserer Beobachtung nach ziehen aktuell vermehrt Business-Process- Management-Systeme mit firmenübergreifenden Workflows in die Unternehmen ein. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% Die großen ERP-Anbieter kaufen fehlendes Wissen oder mangelnde Präsenz und erweitern auf diese Weise ihr Angebot. Zuletzt hat Infor zugeschlagen und sich Lawson einverleibt. Technologische oder funktionale Lücken werden auf dem Wege der Akquisition gefüllt, wie SAP das durch kleinere oder größere Käufe wie Sybase oder Business Objects vorgemacht hat. ERP-Systeme sind historisch bedingt eher schwer zu verwenden gewesen und wurden normalerweise nur einer beschränkten Anzahl von Kernbenutzern zur Verfügung gestellt, die täglich Daten eingeben und verarbeiten. Alternative Benutzeroberflächen - einschließlich der web-basierten Self-Service-Anwendungen, Adobe Forms, Microsoft-Office-Integration und andere Technologien - sind zunehmend verfügbar, um bestimmte ERP-Funktionalitäten einem breiteren Kreis der Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Moderne, auf die Rolle des Nutzers zugeschnittene Benutzeroberflächen sowie deutlich verbesserte BI-Fähigkeiten werden Standard. Für die Anwender ergeben sich neue Potenziale zur Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse, da Medien- oder Systembrüche entfallen. Umgekehrt ergeben sich für die IT-Governance neue Aufgaben, da sie sich um neue Bereiche kümmern muss, die früher weniger im Fokus standen, wie beispielsweise Verkauf oder Marketing. Als reiner Spezialanbieter von Software- Lösungen wird es immer schwieriger, Neukunden zu finden. Dem Charme einer integrierten Buchhaltung, CRM- oder BI-Lösung werden in den nächsten drei Jahren Das Interesse an Lösungen, die eine berechenbare und stabile Cost of Ownership bieten, hat auch vor dem Hintergrund ausufernder Upgrade-Projekte bei Anwendern zugenommen. Nachdem die ERP-Ergänzungen auf SaaS-Basis - angefangen bei HR bis hin zu CRM fast schon zur normalen IT-Ausstattung von Unternehmen gehören, gewinnen auch ERP-SaaS-Lösung wie SAP Business-by-Design (ByD) und Microsofts ERP-Lösungen, die von SaaS-Plaza beispielsweise im SaaS-Modus angeboten werden, an Fahrt. Dabei sind aktuell zwei Trends zu beobachten: Komplette Suites und kleine Nischenlösungen scheinen von der Nachfrage nach cloud-basierter Software überdurchschnittlich zu profitieren. Durch die Verfügbarkeit von cloud-basierten Entwicklungsumgebungen können Anbieter auch kleine Probleme lösen und erreichen dennoch ein großes Publikum. Besondere Vorteile für Anwender bieten sogenannte Hybride Betriebskonzepte. Dabei verfügen sowohl die installierte Version als auch die on-demand genutzte Software über eine einheitliche Architektur und Datenstruktur, sodass ein Wechsel zwischen den Betriebskonzepten problemlos für Anwender durchführbar ist, ohne dass vorgenommene Anpassungen geändert oder umständliche Datenmigrationen vorgenommen werden müssen. Anwender können sich ihre Applikationslandschaft aus einem breiten Spektrum an Angeboten und Anbietern frei zusammenstellen. Durch die in der Regel angebotenen Testzeit von bis zu drei Monaten haben Unternehmen die Möglichkeit, sich mit Funktionalität und Bedienkonzept der Software intensiv auseinanderzusetzen und

11 Business-Software THEMA 11I einen ausführlichen Test durchzuführen. Trotz der Euphorie sollten Anwender nicht die Kosten für die allzu leicht zu benutzenden Angebote aus den Augen verlieren. Auch eine klare Vorgabe zu den eingesetzten Produkten vor dem Hintergrund einer einheitlichen IT- und Applikationsstrategie scheint geboten. Sonst entsteht der nächste Technologiezoo - und damit eine gefährliche Kostenfalle. Durch SAPs Markteintritt im Jahr 2007 ist Bewegung in den ERP-SaaS-Markt gekommen. Erst eher belächelt, nehmen immer mehr Anbieter SaaS-Angebote in ihr Portfolio auf. Mit der Markteinführung von SAP ByD in Österreich und der Schweiz in diesem Jahr wird das öffentliche Bewusstsein zunehmend geschärft. Mit der zunehmenden Zahl an Referenzen und des weiter fortschreitenden Einsatzes von ergänzenden Funktionalitäten im SaaS-Modus werden in den nächsten drei Jahren die Anteile von SaaS-Lösungen im ERP-Umfeld deutlich zunehmen. Anbieter können sich diesem Trend nicht mehr verschließen und müssen ein entsprechendes Angebot bereitstellen können, selbst wenn aktuell nur 3 % der Befragten angeben, das Betriebs- beziehungsweise Preismodell sei ein Entscheidungskriterium gewesen. Komplett auf SaaS-ERP umsteigen werden zwar insbesondere Fertigungsunternehmen kaum, doch für Firmen aus dem Dienstleistungssektor und für ergänzende funktionale Anwendungen wird die Nachfrage zunehmen. Im CRM-Markt wird sich der Anteil der SaaS-Lösungen der 30-Prozent-Marke nähern - und eine ähnliche Entwicklung ist langfristig auch im ERP-Bereich nicht auszuschließen. Anbieter stehen vor der Herausforderung, ihre On-premise- und On-demand-Angebote zu harmonisieren. So lassen sich Entwicklungskosten senken, und Anwender haben die Wahlfreiheit zwischen den Deployment- Modellen und können situationsabhängig entscheiden. Die Anbieter müssen zusätzlich noch ihr Umsatzmodell und damit ihre Finanzierung anpassen: Denn statt einer hohen Einmalzahlung und anschließenden Wartungserlösen werden nur noch monatliche Mieteinnahmen anfallen, aus denen Infrastruktur, Entwicklung und Support finanziert werden müssen. Fazit ERP-Systeme haben in den letzten Jahren eine Reife gewonnen, die richtige Fehlentscheidungen schwer machen. Wichtig sind die Auswahl des branchenerfahrenen Partners und eine eingängige Benutzerführung in Kombination mit einer nicht-proprietären Technologie, die sich in die vorhandene und geplante IT-Infrastruktur einpasst. Die großen, global agierenden Anbieter haben erkannt, dass Kundennähe sich auszahlt und investieren weiter in die Ausbildung ihrer Partner. Den lokalen Anbietern muss es gelingen, ihre Branchenerfahrung und Kundennähe in einer zunehmend globaler agierenden Welt zu behaupten - die Option, sich einem großen Anbieter anzuschließen, bietet auch den Kunden Investitionssicherheit. Autor Frank Naujoks ist Bereichsleiter Research bei i2s Zürich. Mineralölproduktehandel läuft wie geschmiert mit ORLANDO ERP Großhändler Adamol ist Spezialist für KFZ-Produkte. Mehr als adäquaten Ersatz für das ERP-System der früheren Konzernmutter bietet die Ausstattung mit ORLANDO durch zusätzliche Flexibilität und Datentransparenz. In nur vier Monaten implementiert, startete das System um Branchenspezialitäten ergänzt fehlerfrei in den Produktivbetrieb. Vor 115 Jahren gegründet, beliefert die Adamol Mineralölhandelsgesellschaft m.b.h. als Marktführer Tankstellen, KFZ- Werkstätten und den Auto-Zubehörhandel ebenso wie Taxi-, Fuhr- und Baggerunternehmen mit Reinigungs- und Betriebsstoffen für Kraftfahrzeuge sowie dem passenden Zubehör. Von 1984 bis zur Trennung Ende 2010 gehörte Adamol zu einem Mineralölkonzern, zum Jahreswechsel kaufte der bisherige Adamol-Kooperationspartner KW-Automotive das Unternehmen. Per 30.Juni 2011 musste die Trennung von der Konzernmutter vollzogen und ein neues ERP-System eingeführt sein, sagt Claus Gruber, Geschäftsführender Gesellschafter von Adamol. In der KW-Automotive setzen wir seit 2003 ORLANDO ein und sind hoch zufrieden mit der Einfachheit und Klarheit der Bedienung sowie mit der Systemstabilität und dem erstklassigen Support direkt vom Hersteller. Deshalb sollte ORLANDO auch den 22 Adamol- Mitarbeitern jeden heute möglichen Komfort bieten. Der Adamol-Geschäftsumfang ist jedoch ungleich größer und hat spezielle Anforderungen wie etwa rohstoffpreisabhängige Zuschläge oder die Lieferung von einem externen Zentrallager just-in-time direkt ins Kundenregal. Die kundenspezifischen Anforderungen konnten wir dank der intelligenten Plugin- Architektur der Software elegant lösen, sagt Ing. Helmut Havelka, Projektleiter vom ORLANDO-Hersteller DECOM. So wickelte Adamol am ersten Tag des produktiven Betriebs mit ORLANDO problemlos 123 Aufträge ab, von der Erfassung über die elektronische Datenübergabe an den Logistik-Partner bis zur Auslieferung. Die Installation von ORLANDO mit Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung bringt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Datentransparenz und Flexibilität. Die Bestandsdatenübernahme erlaubt historische Vergleiche über mehrere Jahre, sagt Claus Gruber. Beleg-Scan und -Archivierung machten das Büro quasi papierlos, und die Management-Information erhalte ich auf Knopfdruck, sogar unterwegs auf ipad bzw. iphone. Geht nicht gibt s nicht bei ORLANDO, freut sich Claus Gruber, Geschäftsführender Gesellschafter von Adamol (Bild: Adamol) PROMOTION

12 12 THEMA Business-Software ERP innovativ: Mobilität, Cloud, Internationalisierung An ERP (Enterprise Ressource Planning) kommt kein Unternehmen vorbei. Natürlich IT-gestützt, versteht sich. Welche EPR-Trends auf Unternehmer zukommen, darüber wurde auf einer ADV-Tagung Ende Juni in Wien informiert. Auch mit praxisnahen Anwenderberichten und Live-Demonstrationen. Christine Wahlmüller Das wäre vor zehn Jahren undenkbar gewesen: Manager, die via Smartphone oder Tablet praktisch in Echtzeit Vertriebszahlen oder Berichte abrufen. Heute ist das nicht nur möglich, sondern der Trend zur Mobilität - überall, jederzeit Datenabruf - ist nicht mehr wegzuleugnen. Auch im sensiblen ERP-Bereich, wo doch Sicherheit und vielerlei Bedenken im Raum stehen. Der Markt ist gerade deswegen auch wieder in Bewegung geraten. In Österreich tut sich einiges, es kommen auch immer wieder Anbieter von Deutschland herein, bestätigte Christoph Weiss, Unternehmensberater und ADV- Vorstandsmitglied (Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung), der die ERP-Tagung nach seinem Eingangsreferat auch moderierte. Weiss bezeichnete den Markt allerdings als Haifischbecken, als Beispiel zitierte er den Kauf von J.D. Edwards durch Peoplesoft. Dieses Unternehmen wurde danach von Oracle geschluckt. Weiss warnte gleichzeitig vor der nach wie vor üblichen Praxis der Golfplatz-Entscheidung bei der SW-Auswahl. Die einzige richtige Variante ist eine gezielte Analyse mit Formulierung von Anforderungen/Pflichtenheft, Angebotsvergleich und schließlich Entscheidung für ein System, sagte Weiss vor rund 100 Tagungsteilnehmern. Er nannte dann fünf ERP-Trends: mobile Anwendungen, hybride Betriebskonzepte (SAP, Cloud), Internationalisierung ( Global ERP ), Innovation durch Branchen-Fokus sowie die funktionale Komplettierung von ERP-Systemen. Letzterer Trend zielt auf eine immer komplexere, größere Lösung ab, damit beginnt sich der Kreis auch in Richtung Business Intelligence (BI) zu schließen. Womit klassische einfache Nur- ERP -Lösungen offenbar in Zukunft eher das Nachsehen haben werden. Mobilität in Lager und Logistik Dass Mobilität kein leeres Schlagwort ist, demonstrierte Daniel Bartetzko, Projektmanager bei 3mobility, der über die Realisierung der Lösung APplus Mobility (von Asseco) bei der deutschen Walther-Flender- Gruppe, führend im Bereich Antriebstechnik, berichtete. Bei der webbasierten Software ist keine Programmierung notwendig. Wir haben meist nur zwei Tage Vorlaufzeit, dann wird gestartet, unterstrich Bartetzko. Keine Golfplatzentscheidung bei der Softwareauswahl, sondern zu einer gezielten Analyse rät Christoph Weiss, Consulter und Moderator der ADV-Tagung (Foto: Christine Wahlmüller) Als Nonplusultra an Hardware im Bereich Lager und Logistik, bezeichnete er Intermec-Handhelds. Ob Wareneingang, Inventur oder Lagerumbuchung - alles ist mobil möglich. Generell sollte es im mobilen Bereich möglichst wenig manuelle Eingaben geben, denn es soll ja schnell gehen, sagte Bartetzko. Andererseits müssen die Abläufe überdacht werden, denn etwa bei der Umbuchung im Lager sollte der Mitarbeiter vor dem Regal stehen, da mache eine manuelle Eingabe durchaus Sinn. Neben der Lagerumbuchung sind heute bei der Walther-Flender-Gruppe auch die Versandautomation, der automatische Rechnungsund Lieferscheindruck sowie die mobile Belegerfassung inklusive Dokumenten- Scan realisiert. Außerdem gibt es eine mobile Personal- und Zeiterfassung. Intuitive Bedienung via Webrowser Markus Hirth, IT- und Controlling-Leiter beim Spielzeughersteller John Toys präsentierte als Anwender die Lösung Semiramis. Seit 2003 hat Hirth das System bereits im Einsatz, die Einführung erfolgte damals durch Seeburger. Heute kann man sich ganz Referierte über seine Erfahrungen mit Semiramis : Markus Hirth, IT- und Controlling Leiter John Toys (Foto: Christine Wahlmüller) einfach via Webbrowser überall jederzeit einloggen, wie Hirth auf der Tagung auf seinem Laptop demonstrierte. Die Bedienung der Software ist einfach, die Oberfläche ist stark an die MS-Office-Familie angelehnt. Über ein Vertriebscockpit kann etwa jederzeit der Auftragsstatus eingesehen werden, auch eine Auflistung aller verkauften Artikel ist möglich. Auch alles rund um Rechnungslegung, -druck und -versand wird via Semiramis gesteuert. Die Rechnung kann wahlweise über , Fax oder Direktdruck ausgegeben werden und wird im Archiv abgelegt. 40 Mitarbeiter nutzen die Lösung, derzeit wird an der Einführung von Semiramis mobil für das iphone gearbeitet. Der Echtbetrieb soll noch heuer erfolgen, sagte Hirth. Den österreichischen Markt will jetzt IFS erschließen. Wir halten uns für einen der weltweit führenden ERP-Anbieter, meinte IFS-Referent Hans-Jürgen Schöpf selbstbewusst. Im deutschsprachigen Bereich hat IFS fünf Niederlassungen, Oracle fungiert als DB-Partner. Auch Schöpf betonte die intuitive, webbasierte Benutzeroberfläche. Die Lösung ist vor allem für die Branchen Industrie- und Anlagenbau sowie Luftfahrt und Verteidigung konzipiert. Kunden sind etwa der deutsche Sportartikelhersteller Völkl, der deutsche Motorexperte FEV, AOA Apparatebau, Bachmann Electronic sowie seit Juni das Wiener Mess- und Regeltechnikunternehmen Sauter. Einblick in die Ausbildungsseite gab WU- Professor Alexander Prosser. SAP ist seit 1994 fixer Bestandteil der BWL-Ausbildung an der Wiener Wirtschaftsuni, seit dem Jahr 2000 ist zudem Englisch Unterrichtssprache. Auch Trendthemen wie Cloud Computing und Mobility werden den Studenten vermittelt. BWL-Studenten müssen immer mehr lernen, Prozesse via IT-System optimal ablaufen zu lassen, so Prosser.

13 Das Familienunternehmen in St. Johann in Tirol zählt zu den modernsten Schlacht- und Zerlegebetrieben Österreichs. Das Unternehmen beliefert den Lebensmitteleinzelhandel in Österreich und in einigen Nachbarländern mit hochwertigen Rind- und Kalbfleischspezialitäten. Pro Woche schlachtet das Unternehmen ca. 350 Milchkälber und 50 Rinder, die ebenso wie zugekaufte Ware sorgfältig zerlegt und verpackt werden. Zur Steuerung der warenwirtschaftlichen Prozesse - von der Beschaffung bis zum Absatz - setzt Huber Tirol seit vielen Jahren die integrierte ERP-Branchenlösung von CSB-System ein, die auf die spezifischen Anforderungen der Fleischbranche ausgerichtet ist. Beschaffung Die Abrechnung des übernommenen Lebendviehs erfolgt auf Basis einer Online-Integration der Klassifizierungsdaten. Bei Zukauf von Rind- bzw. Kalbfleisch werden die Herkunftsdaten zuvor von den Lieferanten elektronisch übermittelt und per EDI (Electronic Data Interchange) in die Datenbank übernommen. Am Wareneingang werden die Grobteile (Ohrmarken) gescannt. Zusätzlich erfolgt bei Rinderhälften eine Kaltklassifizierung zur Ermittlung der Handelsklasse. Zerlegekalkulation Im Rahmen der Zerlegeplanung wird auf Basis der benötigten Teilstücke aus den Kundenaufträgen der Grobteilbedarf er- mittelt, und es werden die Zerlegeaufträge je Schnittliste generiert. Zu diesen Aufträgen druckt das CSB-System die Einlageetiketten für die Zerlegeausgangsartikel in der jeweils geplanten Menge. In der Zerlegeabteilung wird sowohl der Eingang der Grobteile als auch der Ausgang über spezielle feuchtraumgeeignete CSB- Racks aufgezeichnet. Am Zerlegeeingang werden die Grobteile erfasst, indem die Gewichte von der Rohrbahnwaage übernommen und die Herkunftsinformationen durch Scannen der Ohrmarkennummer vom Schlachtetikett ermittelt werden. Im Falle einer Einzeltierzerlegung erfolgt der Druck der Einlageetiketten direkt bei Erfassung am Zerlegeeingang aufgrund der Zerlegeschnittliste pro Tier. Am Zerlegeausgang wird auf jede Packung und pro Kiste ein technisches Etikett aufgebracht, das einen Barcode des Typs GS1-128 enthält. Bei Rindfleischartikeln werden in zwei weiteren Barcodezeilen die Informationen über den Schlachtbetrieb, den Zerlegebetrieb sowie Geburt und Mastland ausgewiesen. Mit der Erfassung am Zerlegeausgang erfolgt die Umbuchung in das Reifelager. Die Gewichte, die im Rahmen der Betriebsdatenerfassung am Zerlegeeingang und -ausgang ermittelt werden, sind den Zerlegeaufträgen zugeordnet. Während der laufenden Zerlegung kann jederzeit der Fortschrittsgrad der einzelnen Zerlegepartien online überprüft werden. Nach abgeschlossener Zerlegung erfolgt die Abrech- Business-Software THEMA 13I Informationsfluss steuert Warenfluss Klasse statt Masse: So lautet das Motto der Kälberschlächterei Huber GmbH. Zur Steuerung der warenwirtschaftlichen Prozesse vertraut Huber Tirol seit vielen Jahren auf die integrierte ERP-Branchenlösung von CSB-System. nung. Die Zerlegekalkulation liefert dem Unternehmer auf Knopfdruck sowohl vorkalkulatorisch als auch nachkalkulatorisch die Grundlage für die Deckungsbeiträge. Bei Änderung der Fleischpreise passen sich die kalkulatorischen Preise der Verkaufsartikel automatisch an. Absatz Schwankende Rohstoffpreise bedingen zwangsläufig laufende Änderungen der Verkaufspreise. Karl Huber informiert seine Kunden darüber durch wöchentliche Preislisten, die direkt aus dem System an die Kunden per versendet werden. Die Kommissionierung der Ware erfolgt durch Scannen der Barcodes auf den Kistenetiketten, wobei dem Kundenauftrag sämtliche Mengen- und Herkunftsinformationen zugeord- Ich hab Cubeware! net werden. Automatisch werden kundenspezifisch zugeordnete Palettenetiketten gedruckt. Wenn Grobteile verkauft werden, so erfolgt dies durch Verwiegung der Teile und durch das Scannen der Ohrmarkennummer aus dem Schlachtetikett. Die Rückverfolgungsdaten werden entweder direkt auf den Lieferschein gedruckt oder per Lieferscheinanhang übermittelt. Kundenspezifisch erfolgt die Übermittlung der Herkunftsdaten in elektronischer Form. Der integrierte EDI- Konverter erzeugt die elektronischen Lieferschein- und Rechnungsdaten. Die Rechnungsdaten werden direkt in der Finanzbuchhaltung verbucht, denn auch im kaufmännischen Bereich vertraut Huber der integrierten Gesamtlösung des CSB-Systems. Die beste BI für Analyse, Planung, Reporting und Dashboarding.

14 14 THEMA Business-Software ERP baut Schneepflüge Wenn es um Straßenerhaltungs-, Flughafen- und Winterdiensttechnik geht, ist die Toni Kahlbacher GmbH & Co. KG mit Hauptsitz im Tiroler Kitzbühel eine der ersten Adressen. Die ERP-Lösung von abas hilft dabei. Kahlbacher Frässchleuder KFS 170M2 (Bilder: Kahlbacher) Kitzbühel ist ein weltberühmter Wintersportort. Was liegt also näher, als in dieser Umgebung Geräte zu produzieren, die in der kalten Jahreszeit für Sicherheit auf allen Verkehrswegen sorgen? Seit über 60 Jahren fertigt die Toni Kahlbacher GmbH & Co. KG aber nicht nur Schneepflüge, Schneefräsen, Frässchleudern, Streugeräte, sondern auch Salzaufbereitungsanlagen, Hydraulikanlagen, Mähgeräte, Rammen, Kehrmaschinen und Fluggasttreppen für Flughäfen. Einen weiteren Produktionsstandort betreibt Kahlbacher im niederösterreichischen Amstetten. 140 Mitarbeiter arbeiten für den Winterdiensttechnik-Spezialisten. Seit 2001 wird Kahlbacher von der abas- Business-Software unterstützt. Durch Upgrades immer auf dem neuesten Stand der Technik, managt das ERP-System die unternehmensinternen und -übergreifenden Prozesse. Alle Funktionen der hochintegrierten Business-Software sind im Einsatz. Hochintegriert und flexibel Günter Kerzendorfer ist IT-Leiter bei Kahlbacher. Er war auch schon im Unternehmen als im Jahr 2001 mit der abas-business-software ein integriertes ERP-System implementiert wurde. Kahlbacher setzt den kompletten Funktionsumfang der Software ein. Zusätzlich wurde in Zusatzdatenbanken eine Kunden-Lkw-Verwaltung und eine Schachtelplan Verwaltung installiert. IT-Leiter Kerzendorfer: 80 % unserer Anpassungen machen wir selber. Die Software bietet hier viele Möglichkeiten. Eine eigene Scriptsprache beispielsweise, Zusatzdatenbanken oder Infosysteme stehen zur Verfügung. Kerzendorfer hat so einen eigenen Prozess zum Managen von Dokumenten erstellt. Beim Einscannen wird geprüft, ob bereits ein Dokument mit diesem Namen existiert, wenn nicht, wird automatisch ein Datensatz angelegt. Aktuell werden so im Jahr ca Dokumente erzeugt. Ausnahmen sind Formulare und Upgrades, um die kümmert sich der österreichische abas-partner Nittmann & Pekoll. Flexibilität ist Trumpf Das ERP-System bei Kahlbacher muss Fertigungsprozesse ebenso abbilden können wie Prozesse im Handel. Kahlbacher bezieht Komponenten für Streuautomaten über Lieferanten und vertreibt sie in Österreich. Auch die Wartung, den kompletten Service und die Ersatzteilversorgung werden abgewickelt. Zusätzlich sind die Steuerparameter für Streuautomaten im ERP-System hinterlegt. Die Pflege der Daten erfolgt über die in der Software hinterlegte Werknummer. Günter Kerzendorfer, IT-Leitung Toni Kahlbacher GmbH & Co. KG In der Fertigung sind die Anforderungen an das ERP-System ebenfalls komplex: Es gibt praktisch keinen gleichen Schneepflug, führt Günter Kerzendorfer aus. Viele verschiedene Trägerfahrzeuge und unterschiedliche Anforderungen unserer Kunden bedingen eine variantenbezogene Fertigung. Natürlich existieren gewisse Normen, vieles ist jedoch individuell. Die Varianten werden bei Kahlbacher in die Stückliste integriert. Das Unternehmen fertigt in der Regel Einzelstücke auf Kundenwunsch - aber auch Kleinserien, wie zum Beispiel für die deutsche Bundeshauptstadt Berlin. Fast alle Berliner Schneepflüge kommen aus Kitzbühel und Amstetten. Aufbauend auf einem Basismodell kann die in der Software hinterlegte Stückliste geöffnet und modifiziert werden. Im Kundenauftrag wird das Gerät dann quasi anhand der Kundenwünsche zusammengestellt, an die Disposition ge-

15 meldet und anschließend produziert. Stücklisten disponiert Kahlbacher gemeinsam. Das vereinfacht die Losbildung, verbessert die Produktionsabläufe und optimiert den Lagerbestand. Über eine Zusatzdatenbank werden Störungen bei der Fertigung einzelner Geräte automatisch an den Vertrieb gemeldet. Der kann dann die Kunden auf Knopfdruck über die Lieferbereitschaft informieren. Generell verzeichnet Kahlbacher eine gestiegene Transparenz, da alle Bereiche im Unternehmen einen direkten Zugang zu den hinterlegten Informationen haben. Günter Kerzendorfer: Jeder kann im System nachschauen, zum Beispiel sieht die Arbeitsvorbereitung sofort, was an Aufträgen ansteht. In Kitzbühel werden Komponenten gefertigt, die in Amstetten verbaut werden. Das ERP-System informiert mich jederzeit über verfügbare Personal- und Maschinenkapazitäten. Amstetten greift auf Lager in Kitzbühel und Kitzbühel auf Lager in Amstetten zu, über Umlagerungsvorschläge werden der Lagerbestand und die Lagerumschlaghäufigkeit ständig optimiert. Kahlbacher hat seit Einführung seiner ERP-Software schon viele Re- und Umstrukturierungen in ihr abgebildet. IT-Leiter Kerzendorfer: Die Flexibilität unserer ERP-Software fasziniert mich immer wieder auf s Neue. Ein Beispiel: Wir haben eine eigene Vertriebsfirma gegründet. Die veränderten Unternehmensstrukturen konnten innerhalb eines Tages in einem neuen Mandanten abgebildet werden. Kahlbacher hat mit der abas- Business-Software auch seine Ersatzteilversorgung optimiert. Zum Beispiel über Konsignationslager, die automatisch von den Herstellern der Geräte, die Kahlbacher vertreibt, bestückt werden. Die Partner können im ERP-System auf ihren Lagerbestand zugreifen. Auch der Außendienst ist via VPN mit abas-erp verbunden und kann dort Vertriebsdaten, Lieferinformationen und Vereinbarungen mit Kunden abrufen. Vorteil eines integrierten Systems ist, dass der Innendienst die Informationen ebenfalls sofort einsehen und weiterverarbeiten kann. Effizienz gestiegen Zu den von Kahlbacher mit der Business- Software erzielten Effekten führt IT-Leiter Kerzendorfer aus: Wir haben dank abas- ERP bessere Durchlaufzeiten in der Produktion realisiert. Wir fertigen heute mit weniger Leuten mehr Geräte. Die Planung Kahlbacher Frässchleuder KFS 950 und Disposition konnte stark vereinfacht werden, was Zeit spart und für größere Planungssicherheit sorgt. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die Flexibilität der Software haben es uns erlaubt, fast alle IT-Inseln aufzulösen. Damit gibt es so gut wie keine Fehler mehr beim Übertragen der Daten, auch hier konnte eine erhebliche Zeitersparnis realisiert werden. Durch die hohe Integration des IT-Systems ist die Transparenz und Auskunftsfähigkeit deutlich gestiegen. Evolutionäre Weiterentwicklung durch Upgrades Das Einspielen eines Upgrades der abas- Business-Software ist absolut unproblematisch, so Günter Kerzendorfer: In der Regel genügt ein Anruf beim abas-partner Nittmann & Pekoll, dass wir heute Abend auf die neue Version der abas-business- Software upgraden wollen. Irgendwann in der Nacht kommt dann ein , dass das Upgrade durchgeführt wurde. Natürlich haben ausgewählte Key User aus unserem Haus die neue Version vor dem eigentlichen Einspielen auf einem eigenen Testmandanten ausgiebig ausprobiert. Der Vorteil an diesem Upgradeverfahren ist, dass unsere Zusatzdatenbanken und alle gemachten Modifikationen nach dem Upgrade erhalten bleiben. Die Anwender können das ERP-System nach dem Einspielen wie gewohnt bedienen und erhalten zusätzlich neue Funktionen, die ihnen ihre tägliche Arbeit erleichtern. Dementsprechend hoch ist auch die Akzeptanz der Software bei den Mitarbeitern. Wir setzen die abas-business-software seit zehn Jahren ein und werden sie auch in den nächsten 20 Jahren einsetzen. Wir wollen nicht wechseln. Kennen Sie das Erfolgsrezept Ihrer Konkurrenz? Erfolgreiche Unternehmen setzen weltweit auf das CSB-System. Die Business-IT-Lösung für Ihr gesamtes Unternehmen CSB-System AUSTRIA GmbH Hietzinger Kai 13 Top 9, 1130 Wien

16 16 THEMA Business-Software Präzision hoch 15 Der Laserspezialist High Q Laser setzt auf die ERP-Branchenlösung KUMAvision:factory auf Basis von Microsoft Dynamics NAV. Präzision ist das Geschäft von High Q Laser. Mit über 70 Mitarbeitern konstruiert und fertigt das Hightech-Unternehmen seit 1999 Laser, die an der Grenze des physikalisch Machbaren arbeiten. Nur für billionstel oder gar billiardstel Bruchteile einer Sekunde blitzt das Licht auf und bewegt sich damit unterhalb des Zeitkorridors für die meisten atomaren Wechselwirkungen. Im Ergebnis lassen sich so selbst härteste Materialien hochpräzise bearbeiten, ohne sie zu erhitzen - oder auch extrem schnelle Vorgänge im Stroboskoplicht des Lasers visualisieren. Zum Einsatz kommen die Laser von High Q in Medizin, Industrie, Forschung und Wissenschaft. Erfolgreicher Neustart Nicht ganz so präzise wie die Produkte von High Q Laser arbeitete die ERP-Software des Unternehmens. Zwar basierte sie bereits auf Microsoft Dynamics NAV, sie war jedoch nicht hinreichend an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst worden. Die kaum geschulten Mitarbeiter hatten große Schwierigkeiten, das System zu bedienen. Betriebswirtschaftliche Zahlen haben wir entweder überhaupt nicht oder nur mit großem Zeitaufwand erhalten, erinnert sich Geschäftsführer Klaus Madlener. Deshalb beschloss er, mit einem neuen Implementierungspartner einen zweiten Anlauf zu unternehmen. Die Wahl fiel auf KU- MAvision, die sich mit hoher Kompetenz und schnellen Reaktionszeiten einen Namen gemacht hatte. Ausschlaggebend für die Entscheidung war auch das ausgeprägte Branchen-Know-how im Bereich Fertigungsindustrie und die ausgereifte Branchenlösung KUMAvision:factory. Releasefähiges System Wir haben mit KUMAvision das System komplett neu aufgesetzt, berichtet Klaus Madlener. Die erste Herausforderung bestand darin, das alte System mit seinen zahlreichen individuellen Programmierungen wieder zu einer release fähigen Installation zu machen, die vorhandenen Datensätze zu erhalten und die Funktionsfähigkeit des Systems nicht zu gefährden. Das hat hervorragend funktioniert - wir konnten von Tag eins auf Tag zwei einfach umstellen, so Madlener. Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe bestand in der Struktur von High Q Laser. Unter dem Dach einer Holding sind mehrere Unternehmen angesiedelt, die untereinander zuliefern. Damit die Verrechnungen dabei reibungslos ablaufen, hatte man die Intercompany-Funktionalität von Microsoft Dynamics NAV eingesetzt und kundengerecht eingerichtet. Die Verrechnungen zwischen den Firmen verlaufen weitgehend automatisiert, sodass wir mit geringstem manuellem Aufwand auskommen, zeigt sich Madlener von der Lösung begeistert. Ein Heimspiel Die dritte große Herausforderung des Projekts war ein Heimspiel für die Branchenlösung. High Q Laser entwickelt seine Produkte selbst, fertigt einige Produkte in Kleinserien und entwickelt auch Prototypen und Unikate auf Kundenwunsch. In der Serienfertigung läuft die Produktion nach der Kanban-Methode. KUMAvision: factory nutzt die Daten aus diesem System und wickelt den Bestellvorgang ab. Der Prototypenbau nutzt die Projektsicht der ERP-Software. Dort werden Arbeitszeiten, Kosten, Produktionsfortschritt etc. verwaltet und transparent dargestellt. Das integrierte BDE- System liefert automatisch die Zeitbuchungen auf Fertigungsaufträge oder auf Aufgabenzeilen in Projekten. Nach Abschluss des Projektes werden die Projektkosten auf einen Artikel gebucht. Dadurch wird das Projekt entlastet, und der Artikel kann in Verkauf, Service und der Lagerbewertung wie ein normales Serienprodukt behandelt werden. Transparenz im Cockpit Die Transparenz im Unternehmen ist massiv gestiegen, konstatiert Klaus Madlener. Und diese Aussage bezieht sich nicht nur auf die Projektsicht. Wir können jetzt den Wertefluss genau nachvollziehen - auch Ware in Arbeit können wir bewerten, so Madlener. Über das integrierte, einfach zu bedienende Reporting-Werkzeug Jet- Reports kommen Daten wie Lagerwerte, Auftragseingang und Umsätze direkt aus der ERP-Lösung in ein Excel-Cockpit, wo sie grafisch aufbereitet dargestellt werden. So können wir unsere betriebswirtschaftliche Situation auf Knopfdruck auswerten, erklärt Madlener. Schulung, Beratung Service Für den Geschäftsführer ist aber neben der gelungenen Implementierung eines fast gleich wichtig: Wir haben mit KUMAvision einen Partner gewonnen, der über die technische Seite hinaus auch hervorragende Schulung, Beratung und Service leistet. Die Bedienung des komplexen Systems läuft inzwischen fast fehlerfrei und die Akzeptanz ist von Anfang an hoch gewesen: Wir haben ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut.

17 Business-Software THEMA 17I In Harmonie mit SAP BW Das deutsche Unternehmen Wollschläger GmbH & Co. KG hat im Jahre 2010 seine IT-Plattform aus SAP ERP und SAP BW um Cubeware Cockpit V6pro ergänzt. Wollschläger, gegründet 1937, gehört zu den führenden Anbietern für Präzisionswerkzeuge, Zerspanung, Schweißtechnik, Arbeitsschutz, Werkzeugmaschinen, Betriebseinrichtung und Antriebstechnik. Insgesamt Artikel werden in vier Katalogen angeboten. Das BI-Frontend Cubeware Cockpit V6pro greift direkt auf SAP BW zu und nutzt das Warehouse als multidimensionalen Datenlieferanten für das Berichtswesen. Darüber baut Wollschläger insbesondere Standardreports für Geschäftsleitung, Finanz- und Vertriebscontrolling auf und verteilt diese automatisiert. Zuvor hatte sich Cubeware in einem Auswahlprozess gegenüber anderen BI-Anbietern und SAP BusinessObjects durchgesetzt. Wir haben uns für eine leistungsfähige, zukunftssichere und SAP-unabhängige Berichtsumgebung mit hervorragendem Preis- Leistungsverhältnis entschieden, resümiert Robert Geitzenauer, Leiter Einkauf & Controlling und Prokurist bei Wollschläger. Überzeugt hat uns gerade auch die SAP- Zertifizierung von Cubeware Cockpit V6pro und dessen Möglichkeit des direkten Zugriffs auf SAP BW. Den Nutzen der Kombination von SAP und Cubeware beschreibt das Mitglied der Geschäftsleitung wie folgt: Früher konnte die Aufbereitung und Verteilung der Informationen nur mit einem hohen manuellen Aufwand durchgeführt werden und beanspruchte mehrere Stunden pro Tag. Cubeware ermöglicht es uns, aktuelle Daten ohne manuelle Bearbeitung in wesentlich kürzerer Zeit mit einer höheren Transparenz für die verschiedenen Empfänger zur Verfügung zu stellen. Mit Cubeware gewinnen wir deutlich an Effektivität und Sicherheit in der Unternehmenssteuerung. Das Projekt wurde von dem Cubeware Certified Partner Flatten-IT Consulting aus Köln umgesetzt. Cubeware Cockpit V6pro Als multidatenbankfähiges BI-Frontend bietet Cubeware Cockpit V6pro Power- Usern, Management und Fachabteilungen umfassende Funktionalitäten für Ad-hoc- Analyse und Reporting, Planung im Team, automatisierte Berichtsverteilung in verschiedensten Formaten und den Aufbau anspruchsvoller Management Dashboards. Anwender können dabei frei wählen, ob sie in Windows oder Web-Umgebung arbeiten wollen oder auch jederzeit Berichte und Dashboards per ipad- und iphone-app nutzen und weiterbearbeiten. Der Zugriff Überzeugt hat uns gerade auch die SAP-Zertifizierung von Cubeware Cockpit V6pro und dessen Möglichkeit des direkten Zugriffs auf SAP BW. Robert Geitzenauer, Prokurist bei Wollschläger auf das SAP-BW-System erfolgt über die native SAP-BI-Analyse-Schnittstelle OLAP BAPI. SAP BI InfoProvider wie InfoCubes, MultiProvider und DataStore Objects bilden dafür die Datenbasis. Bestehende Queries mit komplexen Rechenlogiken und Variablen können ebenfalls genutzt werden und stehen wie auch die InfoProvider im Frontend als Cubes zur Verfügung. Darüber hinaus können auch sämtliche SAP-Systeme für den direktem Durchgriff (Drill Through) auf die transaktionalen Daten in Cubeware Cockpit V6pro eingebunden werden; so lassen sich Detaildaten direkt aus SAP ERP oder SAP BW DataStore Objects im Kontext zu verdichteten multidimensionalen Daten in einem Bericht darstellen und bearbeiten. Cubeware Cockpit V6pro hat unlängst erneut das Siegel SAP Certified Integration der Walldorfer SAP AG erhalten.

18 18 THEMA Business-Software Bei sommerlicher Hitze und in Urlaubslaune haben wir es vom MONITOR geschafft, zehn BI-Experten zu einer Gesprächsrunde bei SAP Österreich zu versammeln. Damit Unternehmen in Daten nicht ertrinken wird Business Intelligence (BI) immer wichtiger. Davon profitieren kann fast jedes Unternehmen. Christine Wahlmüller MONITOR lud zur BI-Diskussion, SAP fungierte als Gastgeber (Alle Fotos: Rudi Handl) Kulturwandel durch BI: das gläserne Unternehmen Gerade eben hat das amerikanische Analystenhaus EMA die Top Ten Trends in Business Intelligence and Analytics for 2011 in einer Advisory Note zusammengefasst (s. Kasten). Geht man danach, so steht der Bereich Business Intelligence (BI) erstens vor einem Umbruch, sowohl was Technologie als auch Nutzerschaft angeht, und ist damit zweitens ein lohnendes Geschäft für Anbieter und Berater - für große, mittlere und sogar kleinere Unternehmen. Grund genug, eine BI-Expertenrunde bei SAP Österreich zu versammeln, um über den praktischen Nutzen von BI, aber auch Trends und Entwicklungen zu diskutieren. Das klassische Geschäft aus Controlling und Buchhaltung bestimmt schon lange nicht mehr unsere Unternehmenskultur, heute spielen ganz andere Themen, darunter auch BI, eine sehr große Rolle, betonte Andreas Muther, Geschäftsführer von SAP Österreich. Der deutsche Software-Konzern ist übrigens trotz Börsenturbulenzen optimistisch, die ehrgeizigen Jahresziele zu erreichen. Nach der Vorstellung der In-Memory-Technologie und der Übernahme des Datenbank-Spezialisten Sybase im Vorjahr profitieren die Kunden jetzt laut Angabe von SAP von schnelleren Datenabfragen, verbunden mit der Anbindung mobiler Geräte. Und Mittelständler, aber auch kleine Dependancen großer Konzerne, können SAP-Lösungen dank Business by Design auf Wunsch als On-demand-Lösung nutzen. Für uns ist wichtig, dass wir eine Gesamtlösung anbieten können, d. h. die Datenentstehung mit der Datenanalyse zu kombinieren, betonte Österreich-Chef Muther. Unterschiedliche BI-Sichtweisen Business Intelligence, das kann vieles bedeuten. Während die einen stolz auf ihr ERP-System, oft auch die Nutzung von Excel und daraus resultierende Reports sind, sehen andere BI viel breiter. In einem Satz gesagt: Es geht darum, alle Informationen im Unternehmen intelligent so zu nutzen, um besser agieren zu können. Wir sehen BI als Instrument, um den Mitarbeitern Informationen zur Verfügung zu stellen, brachte es Markus Menzel, Sales Manager beim weltweiten Open- Source-BI-Anbieter Jaspersoft, auf den Punkt. Wir stellen die Open-Source- Wir sehen, dass immer mehr daran gedacht wird, das Thema Social Media und BI zu verheiraten. Mag. Herbert Brauneis, Plaut Gruppe Wir haben nicht nur Excel, sondern auch die Collaboration-Plattform Sharepoint im Portfolio. Dr. Georg Droschl, Microsoft Österreich

19 Business-Software THEMA 19I Technologie den Kunden zur Verfügung, damit er selbst daraus machen kann, was er will, sagte Menzel. Die Kunst bestehe darin, das so einfach zu tun, dass es tatsächlich jeder benutzen kann. Das Tool und Werkzeug wird wie etwa Office benutzt, dann ergibt sich ein Mehrwert für die jeweilige Aufgabe oder Organisation, erklärte Menzel. Die gleiche Strategie vertritt auch Cubeware: Wir bieten BI-Lösungen für den Mittelstand und für Fachbereiche in Konzernen, unser Fokus liegt dabei auf Einfachheit für so viele Anwender wie möglich, so Markus Sümmchen, Leiter der Produktentwicklung bei dem deutschen Unternehmen, das nun seit 14 Jahren am Markt ist. Große Unternehmen hat SAS im Visier: BI ist für uns Teil einer analytischen Lösung, denn die Kunden benötigen Advanced Analytics. Es geht um eine Vereinfachung der Geschäftsprozesse und darum, ein Handlungs- und Optimierungswerkzeug für die Unternehmen bereitzustellen, damit diese ihr Geschäft bestmöglich steuern können, definierte Dietmar Kotras, Geschäftsführer von SAS Austria. Allerdings habe sich das Selbstverständnis des Anwenders sicher verändert, gab Georg Droschl, BI-Experte bei Microsoft Österreich, zu bedenken. Stichwort Self Service BI: Der Anwender entscheidet, was er verwendet und ob und wie er Tools verändert, um Entscheidungen zu treffen - unser Ansatz ist daher Self Service BI, gemanagt durch die IT-Abteilung, betonte Droschl. Eine Strategie, die auch die deutsche pmone vertritt. Wir sind ein BI- und Performance-Management-Unternehmen: Wir unterstützen Self Service BI, Infrastruktur, auch klassisch im Finanzbereich. Dort schlägt sich die Brücke zum Corporate Performance Management, wo es um Prozesse im Controlling geht: Dinge wie Unternehmens- und Finanzplanung, Konzern-Bilanz-Konsolidierung - da gibt es noch viele Detailbereiche, erklärte pmone-vorstand Gert Fahrnberger. pmone wurde 2007 gegründet, hat derzeit rund 130 Mitarbeiter im deutschsprachigen Raum und setzt auf Microsoft Technologie: 2010 wurde pmone Microsoft Country Partner of the Year. Außerdem vertritt pmone Targetik, einen italienischen BI-Hersteller. BI-Beratung lohnt sich Das große Interesse an BI-Lösungen freut Wir gehen über klassische interne Prozessauswertung weit hinaus - und das ist erst der Anfang. Christian Langmayr, Microstrategy Deutschland auch die heimischen BI-Berater. Gute Beratung erfordert auf alle Fälle eine intensive Zusammenarbeit mit den Unternehmen, denn der Berater muss die Unternehmensprozesse kennen und verstehen lernen. Ganz wesentlich ist es, die Bedürfnisse des Kunden, aber auch die unterschiedlichen Benutzergruppen zu erkennen. Allerdings denke ich, dass die Usability noch stärker als bisher in den Vordergrund zu stellen ist, richtete Herbert Brauneis, seit Anfang August Marketing-Chef der Plaut-Gruppe, einen eindeutigen Appell an die BI-Hersteller. Plaut ist zwar auf SAP-Projekte spezialisiert, hat aber seit kurzem auch eine Partnerschaft mit dem börsenotierten BI- Shootingstar QlikTech geschlossen. (siehe Interview mit Wolfgang Kobek, S. 26). Im ersten Halbjahr 2011 konnte Plaut seinen Umsatz um 16 % steigern. TOP-10-BI-TRENDS Es geht in Richtung Enterprise BI und weg von Abteilungslösungen. Gert Fahrnberger, pmone 2013 wird sich mehr als ein Drittel der Unternehmen mit Social Media Analytics auseinandersetzen. Dietmar Kotras, SAS Wir wollen weniger missionieren, sondern den Kunden fragen, was er unter BI versteht, verdeutlichte Bernd Logar, verantwortlich für den SAP- und BI-Sektor beim Beratungshaus Cirquent, seine Zu- Das amerikanische Beratungshaus EMA hat im Juli zehn Top-BI-Trends formuliert: Mobile BI-Einbindung von iphone, ipad und Co. Advanced Analytics: Detaillierte Vorhersage-Modelle zur Analyse werden immer mehr in die BI-Software integriert. Fusionen: traditionelle SW-Anbieter kaufen Geschäftsbereiche zu. BI greift um sich: Immer mehr Menschen im Unternehmen nutzen BI und wollen immer mehr Analysen haben. Forderung nach mehr Collobaration durch die Google-Generation und Social-Media- Integration. Cloud Computing: Der Cloud-Trend setzt sich fort. Daten-Explosion Mittelstand und BI: SaaS und Open Source sind gute Chancen auch für KMUs, auch große Anbieter sollten laut EMA nicht auf den KMU-Markt verzichten. Open Source BI: EMA erwartet ein historisch gutes Geschäftsjahr für Open-Source- Anbieter. Angebotspalette wurde stark erweitert, aus Tools wurden ganze integrierte Plattformen. Einschneidende Ereignisse: Google steht nach Ansicht von EMA in den Startlöchern für ein eigenes BI-Angebot.

20 20 THEMA Business-Software Wir wollen weniger missionieren, sondern den Kunden fragen, was er unter BI versteht. Bernd Logar, Cirquent Unternehmen, die sich jetzt für BI entscheiden, gehen weitaus differenzierter an das Thema heran. Marcus Oliver Menzel, Jaspersoft gangsweise. Eine Betriebsdatenbank auf einer SQL-DB entwickelt, ist auch BI, hat aber wenig mit einer ERP-BI-Lösung, auch SAP-basierend, zu tun. Und diesen breiten Ansatz versuchen wir, mit den Kunden zu diskutieren, berichtete Logar aus seinen Erfahrungen mit Unternehmen. Seit Herbst 2008 gehört Cirquent (1971 als Softlab gegründet) zu 72,9 % der NTT Data, einer Tochtergesellschaft der NTT aus Japan, und zu 25,1 % der BMW-Gruppe. Cirquent hat aktuell rund Mitarbeiter. Die Bedeutung von BI werde jedenfalls noch stark zunehmen, es wird ein Instrument werden, das der Entscheidungsträger BIG-DATA-ENTWICKLUNG Die Datenexplosion schreitet fort. Ein TeraByte ist nicht Big Data, es geht laut Christian Langmayr von Microstrategy in Richtung Petabyte, und es denken die ersten auch schon über ExaByte nach. KiloByte (10^3), MegaByte (10^6), GigaByte (10^9), TeraByte (10^12), PetaByte (10^15), ExaByte (10^18), ZetaByte (10^21) YottaByte (10^24) Wir erleben derzeit den größten Technologiewandel seit 15 Jahren, mit In-Memory, mit Cloud, mit Mobile. Dipl.-Inf. (FH) Markus Sümmchen, Cubeware täglich brauchen wird, prognostizierte Univ.-Prof. A Min Tjoa vom Institut für Software-Technologie und Interaktive Systeme der TU Wien. Das sei aber auch mit großen Herausforderungen für die IT-Abteilung verbunden, einerseits wegen der großen Datenmengen, andererseits wegen der drohenden Security-Gefährdung, etwa durch die Nutzung von Daten-Sticks. Massiver BI-Umbruch Wenn man sich die aktuellen Trends wie Mobile und Social Media ansieht, ist BI heute noch viel weiter. Das ist ziemlich massiv, was da soeben passiert, verdeutlichte Christian Langmayr, DACH-Marketingmanager von Microstrategy die derzeitige Entwicklung. Er nannte vier Trends: 1. Social Media, 2. Cloud, diese beiden seien erst im Kommen, während 3. Big Data und 4. Mobile bereits voll im Gange seien. Vor allem dieses Ding (zeigt sein ipad) hat alles auf den Kopf gestellt. Heuer auf unser Kundenkonferenz im Juli gab es niemanden mehr ohne. Auch kleinere Unternehmen hätten durch BI verbesserte Marktchancen. Sie sind damit einfach schneller an ihren Daten dran, sie müssen künftig auch schneller dran sein. Mit BI bekommen Unternehmer über den gesamten Prozessbereich eine ganz andere Möglichkeit, auf ihr Unternehmen einzugehen. Gerade KMU brauchen diese Produktivitätsvorteile, um gegen die Großen zu gewinnen, sagte Langmayr. Wir erleben derzeit den größten Technologiewandel seit 15 Jahren, mit In-Memory, mit Cloud, mit Mobile. So etwas gab es ja noch nie auf einen Schlag. Da werden noch sehr viele neue Lösungen entstehen. Auch Cloud wird für kleinere Unternehmen spannend werden, dann gibt es z. B. auch Lösungen für Zahnarztpraxen, Friedhofsgärtner, was auch immer. Wir arbeiten jedenfalls dran, auch das untere Segment zu adressieren, erwies sich Markus Sümmchen von Cubeware als KMU-Stratege. Und noch ein weiterer Trend wurde genannt: Globale Unternehmen, die ihren Sitz im deutschsprachigen Raum haben, werden von asiatischen Techno-Trends derzeit überholt, gab Bernd Logar zu bedenken. Größte Bedeutung hat aber die Geschwindigkeit. Ein Timelag von drei Monaten, bis dem Management alle Infos vorliegen, das ist tödlich. Unser Learning daraus: Manager brauchen Realtime- Data, wir setzen daher auf die In-Memory-Technologie, erklärte SAP-Chef Muther. Dabei werden die Daten direkt im Hauptspeicher analysiert. Ein großes Thema sei dabei allerdings die Datenqualität. Ohne aktuelle Daten und entsprechende Datenspeicherung seien keine Auswertungen möglich. Einstiegshürden meistern De facto interessieren sich zwar immer mehr Unternehmen für BI, aber wir haben erst 28 % der möglichen User erreicht. Gründe dafür sind ein Mangel an Usability, Performance und Relevance, zitierte Plaut-Manager Brauneis eine aktuelle Gartner-Studie. Plauts Trick für den Anfang der Kundenbeziehung: ein SIP-Kundenworkshop (seeing is believing). Brauneis brachte auch ein Beispiel. Für Wolf Theiss, eine der größten Rechtsanwaltssozietäten mit 300 Juristen in zwölf Ländern, haben wir ein komplettes Rechnungswesen-System eingeführt, mit SAP BW Netweaver und Crystal Reports und Crystal Dashboards. Und jetzt kommen sie auf Zeiten, die sind um Zehner Potenzen schneller als bisher, berichtete Brauneis. Damit ergab sich auch bei den Juristen ein Wow-Effekt bzw. die Meinung: He, das bringt ja wirklich etwas. Da stellt sich gleich die Frage der Leistungen, die nicht oder schon verrechnet werden, schloss Tjoa an: Eine einfache BI-Anwendung zeigt, was und wieviel von wem verdient wird. BI wird erwachsen. In der Vergangenheit ging es um Berichtswesen aus dem Controlling heraus. Heute habe ich Back- Office-, Mid-Office, Front-Office- Funktionen, die sich alle mit BI auseinandersetzen - egal ob Risk Management, regulatorische Vorgaben oder Kampagnenmanagement in Telcos. Das heißt, die

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