Dänemarks flexicurity kein Vorbild für Deutschland*

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Dänemarks flexicurity kein Vorbild für Deutschland*"

Transkript

1 Vorabdruck aus: IW-Trends Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 34. Jahrgang, Heft 2/ , Deutscher Instituts-Verlag, Köln; DOI: / X Dänemarks flexicurity kein Vorbild für Deutschland* Waltraut Peter, Juni 2007 Seit Dänemark es geschafft hat, seine Arbeitslosenquote mehr als zu halbieren, gilt sein System der flexicurity als vorbildlich. Dabei steht flexicurity für eine Kombination von vergleichsweise geringem Kündigungsschutz und einer im internationalen Vergleich großzügigen Einkommenssicherung bei Arbeitslosigkeit. Eine genaue Analyse zeigt allerdings, dass das dänische System aus verschiedenen Gründen kein Vorbild für Deutschland sein kann. Besonders die deutlich unterschiedlichen Sozialstaatsmodelle und Gerechtigkeitsvorstellungen in Deutschland und Dänemark verdeutlichen dies. Gleichwohl eignet sich Dänemark als Beispiel, um zu zeigen, wie bedeutsam Wertvorstellungen für die Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme sein können. Dänemark als Vorbild Im Jahr 1993 erreichte die Arbeitslosenquote in Dänemark nach nationaler Abgrenzung ihren Spitzenwert von 13,1 Prozent die für internationale Vergleiche herangezogene standardisierte Arbeitslosenquote lag bei knapp 10 Prozent. Die strukturelle Arbeitslosigkeit wurde auf 9 bis 10 Prozent geschätzt (OECD, 1996). Jeder dritte Arbeitslose war langzeitarbeitslos, und der Anteil der Transferempfänger unter den 15- bis 64-Jährigen hatte sich gegenüber 1975 auf 22 Prozent verdoppelt (Kieler/Gaard, 2005). Die Erwerbsquote war seit dem Jahr 1990 um 1,5 Prozentpunkte auf 82 Prozent zurückgefallen und hatte ihr hohes Niveau nur wegen des Anstiegs der Frauenerwerbstätigkeit und dem Ausbau des öffentlichen Diensts gehalten. Das Wirtschaftswachstum stagnierte, und im Staatshaushalt klaffte ein Defizit von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Jahr 2006 lag die standardisierte Arbeitslosenquote bei knapp 4 Prozent. Die dänische Wirtschaft wuchs um 3,2 Prozent (Abbildung 1). Anstelle eines Defizits verzeichnete der Staatshaushalt einen Überschuss in Höhe von 4 Prozent des BIP. Nur noch jeder fünfte Arbeitslose war langzeitarbeitslos. Die Arbeitslosenquote von Geringqualifizierten hatte sich in diesem Zeitraum auf 7 Prozent halbiert, und die Transferquote war unter 20 Prozent gesunken. Im * Diese Studie ist Teilergebnis des von der informedia-stiftung Gemeinnützige Stiftung für Gesellschaftswissenschaften und Publizistik Köln geförderten Forschungsprojekts Soziale Umverteilung in Deutschland.

2 Ranking des Global Competitiveness Report war Dänemark seit dem Jahr 1993 um drei Plätze auf Platz 4 vorgerückt (WEF, 2006). Abbildung 1 Arbeitslosigkeit und Wachstum in Dänemark Veränderung des realen BIP gegenüber Vorjahr und standardisierte Arbeitslosenquote 1) in Prozent 10,0 8,0 6,0 4,0 2,0 0,0-2, ) Arbeitslosenquote nach der ILO-Definition. Quellen: OECD; Institut der deutschen Wirtschaft Köln Vor diesem Hintergrund gilt das kleine Königreich mit 5,4 Millionen Einwohnern heute vielen als Musterland und seine flexicurity, also die spezifische Kombination von Sicherheit (security) und Flexibilität (flexibility), als vorbildlich. Im folgenden Beitrag wird untersucht, was sich hinter der dänischen Version von flexicurity verbirgt und ob der dänische Mix aus geringem Kündigungsschutz und großzügiger Einkommenssicherung ein Modell für Deutschland sein kann. Der Artikel beschreibt aus vier verschiedenen Perspektiven, warum das dänische Modell für Deutschland nicht als Muster dienen kann: 1. Flexicurity ist in Dänemark nicht eine Tarifvereinbarung oder gesetzliche Schutzbestimmung, sondern ein Kernstück des Sozialstaats, der auf anderen Gestaltungsprinzipien als der deutsche Sozialstaat basiert. Insofern geht es bei der Frage nicht nur um einen anderen Tradeoff zwischen dem Schutz vor Arbeitslosigkeit und der Absicherung bei Arbeitslosigkeit, sondern um ein anderes Modell eines Wohlfahrtsstaats. 2. Begrenzt man die Fragestellung dennoch auf den flexicurity -Tradeoff, zeigt sich, dass die Umverteilungs- und Gerechtigkeitsvorstellungen bei der dänischen Ausgestaltung des 2

3 Arbeitslosengelds dem Versicherungsprinzip und der Statussicherung des deutschen Arbeitslosengelds zuwiderlaufen. Um flexicurity in Deutschland einzuführen, müsste nicht nur der Kündigungsschutz gesenkt, sondern auch die deutsche Arbeitslosenversicherung grundlegend verändert werden. 3. Selbst wenn dies angestrebt würde, eignete Dänemark sich nicht als Vorbild, weil die Arbeitsmarktreformen in den neunziger Jahren ausdrücklich den tradierten Pfad beibehalten haben. 4. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Auswirkungen von Arbeitsmarktinstitutionen und die Wahrscheinlichkeit, dass andere Länder das dänische flexicurity -System einführen, von den vorherrschenden Wertvorstellungen abhängen. Geschichte und Philosophie des dänischen Sozialstaatsmodells Historisch gesehen, ist das dänische Sozialstaatsmodell von der agrarischkleinbetrieblichen Wirtschaftsstruktur im 19. Jahrhundert geprägt. Mit der fortschreitenden Industrialisierung wuchsen die Gewerkschaften vor allem in den Städten rasch, blieben aber zersplittert. Statt für die Abschaffung des Kapitalismus fochten die dänischen Gewerkschaften für humanere Arbeitsbedingungen und einen sozialstaatlichen Überbau, der die ungleichen Marktergebnisse korrigieren sollte. Bezeichnend für diese Haltung war der September-Kompromiss, mit dem im Jahr 1899 ein großer Streik beendet und die Grundlage dessen gelegt wurde, was heute flexicurity genannt wird. In dem Pakt gestanden die Gewerkschaften den Arbeitgebern das Recht zu, autonom über Einstellungen und Entlassungen zu entscheiden. Umgekehrt räumten die Arbeitgeber den Gewerkschaften das Recht ein, mit ihnen über Löhne und Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Die verteilungspolitische Flankierung dieser Kombination von geringerer Arbeitsplatzsicherheit und höherer Einkommenssicherheit übernahm dann vor allem die Sozialdemokratische Partei, die eng mit den Gewerkschaften verbündet war und im Zeitraum 1924 bis 2001 mit einer einzigen längeren Unterbrechung von 1982 bis 1993 die Regierung stellte. Somit war flexicurity als Konsensmodell bereits fest etabliert, als der dänische Wohlfahrtsstaat in den sechziger Jahren weiter ausgebaut wurde. Typologisch gilt dieses Sozialstaatsmodell als universalistisch. Im Gegensatz dazu wird der subsidiäre Sozialstaat in Deutschland idealerweise nur dann tätig, wenn der Einzelne oder die einzelne Familie der Hilfe zur Selbsthilfe bedarf. Der universalistische Staat soll dagegen für alle Bürger ein hohes Maß an Teilhabe- und Einkommensgleichheit herstellen. Beispiele hierfür sind das steuerfinanzierte Kinderbetreuungsangebot für alle, die einkommensunabhängige Volksrente und das pauschale Arbeitslosengeld. Bei den Steuern und den Sozialleistungen gilt das Individualprinzip. Dazu gehört, dass Kinder gegenüber ihren 3

4 Eltern nicht unterhaltspflichtig sind und Eltern ihre Kinder nur bis zum 18. Lebensjahr unterhalten müssen. Unverheiratete Partner sind nicht füreinander unterhaltspflichtig, was im Extremfall bedeutet, dass eine Frau oder ein Mann auch dann Sozialhilfe beantragen kann, wenn der zum Haushalt gehörende Partner ein sehr hohes Einkommen oder Vermögen besitzt. Folge dieses Individualprinzips ist, dass in Dänemark jeder, der kein Erwerbseinkommen hat, Transferempfänger ist. Dagegen bezieht in Deutschland gemäß dem Subsidiaritätsprinzip selbst unter den 20- bis 65-Jährigen jeder Fünfte seinen überwiegenden Lebensunterhalt von den Angehörigen (Statistisches Bundesamt, 2006). Auf der Finanzierungsseite entspricht dem Prinzip der universellen Teilhabe die universelle Steuerpflicht. Auch hier wird der Unterschied zum Subsidiaritätsprinzip deutlich, aus dem in Deutschland die steuerliche Freistellung des Existenzminimums abgeleitet wird. In Dänemark zahlt jeder Steuern als Nettoempfänger oder als Nettozahler je nach Lebensalter und Erwerbsstatus. Das gilt für Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, Erwerbstätige und Rentner. Während der steuerliche Grundfreibetrag in Deutschland geringfügig über der Sozialhilfe liegt, entspricht er in Dänemark etwa einem Drittel der Sozialhilfe eines Alleinstehenden. Oberhalb dieser Schwelle werden die Einkommen in drei Stufen besteuert: derzeit zwischen 38,8 und 53,8 Prozent. Der höchste Satz setzt bereits knapp unterhalb des Durchschnittsverdiensts eines Industriearbeiters ein und erfasst etwa 40 Prozent der Vollzeitarbeitnehmer. Hinzu kommen die Arbeitsmarktabgabe (8 Prozent des Bruttoeinkommens) und die Kirchensteuer (0,7 Prozent). Um die Schere zwischen Brutto- und Nettoverdienst für Geringverdiener zu verringern, ohne zugleich die Grenzbelastung für Besserverdiener zu erhöhen, wurde im Jahr 2004 eine erwerbsabhängige Steuergutschrift eingeführt. Diese steigt bis zum Durchschnittseinkommen auf einen Maximalbetrag von umgerechnet 324 Euro pro Jahr an. Die Mehrwertsteuer beträgt 25 Prozent. Im Vergleich zu den Privathaushalten ist die Steuer- und Abgabenbelastung der Unternehmen niedrig. Die Unternehmenssteuer beträgt 28 Prozent des Gewinns, die Arbeitsmarktabgabe entfällt, und die lohnbezogenen Sozialabgaben sind minimal. Als typisch für den dänischen Sozialstaat gilt die Dienstleistungsorientierung. Damit ist gemeint, dass der dänische, im Unterschied zum transferlastigen deutschen Sozialstaat Steuereinnahmen primär in Gestalt von Betreuungs-, Bildungs- und Pflegeleistungen umverteilt. Hier zeigt sich die Bedeutung, die die Idee der universellen Teilhabe im dänischen gegenüber der Wahlfreiheit im deutschen Sozialstaatsverständnis hat. Die Dienstleistungsorientierung ist in den sechziger Jahren herangereift, als Arbeitskräftemangel herrschte und die Frauen in den Arbeitsmarkt drängten. Anders als Deutschland hat Dänemark nur wenige Gastarbeiter ins Land geholt. Das eröffnete den Frauen Erwerbschancen im privaten Ar- 4

5 beitsmarkt. Gleichzeitig schuf der Staat neue Arbeitsplätze, indem er seine Dienstleistungen ausbaute auch um Ersatz für häusliche Dienstleistungen zu schaffen. Als dann ab Mitte der siebziger Jahre in einem großen Umfang industrielle Arbeitsplätze wegbrachen, sorgte ein weiterer Ausbau der staatlichen Dienstleistungen für alternative Beschäftigung, vor allem für Hilfsarbeiter und Frauen (Esping-Andersen, 1996). Im Zeitraum 1960 bis 1980 stieg der Anteil des öffentlichen Sektors an der Beschäftigung von 9,9 Prozent auf 25 Prozent und liegt seit 1990 bei rund 30 Prozent (Lykketoft, 2006). Bis zum Jahr 1990 stieg die Erwerbsquote der Frauen auf 78,5 Prozent an gegenüber 49 Prozent im Jahr 1965 (OECD, 2000). Die dänische Arbeitslosenversicherung Wie sehr flexicurity in das dänische Sozialstaatsmodell eingebettet ist, verdeutlicht die Ausgestaltung der Einkommenssicherung bei der Arbeitslosigkeit. Der grundsätzliche Unterschied zwischen der dänischen und der deutschen Arbeitslosenunterstützung ist, dass es in Dänemark nie gesetzliche Sozialversicherungen gegeben hat, also auch keine gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Stattdessen sind bis heute die Arbeitslosenkassen für den Beitragseinzug und die Auszahlung des Arbeitslosengelds zuständig. Sie waren ursprünglich rein private Vorsorgeeinrichtungen der Gewerkschaften und Berufsverbände. Erst im Jahr 1969 mit der Einführung der Arbeitsmarktpolitik wurden sie einer begrenzten staatlichen Aufsicht unterworfen. Der Beitritt ist freiwillig und unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft. Etwa 80 Prozent der Erwerbstätigen sind Mitglied in einer Arbeitslosenkasse, und rund 82 Prozent sind Gewerkschaftsmitglieder. Von den 31 Kassen nehmen vier auch Selbstständige auf. Dazu gibt es eine Kasse ausschließlich für Selbstständige. Wer sich nicht versichert oder die Anspruchskriterien für das Arbeitslosengeld nicht erfüllt, ist im Fall der Arbeitslosigkeit auf Sozialhilfe oder eigene Rücklagen angewiesen. Mit der begrenzten Aufsicht über die Arbeitslosenkassen hat der Staat im Jahr 1969 auch die Kosten steigender Arbeitslosigkeit und der neu eingeführten Arbeitsmarktpolitik übernommen. Der aus Mitgliedsbeiträgen finanzierte Anteil des Arbeitslosengelds sinkt, und der steuerfinanzierte Anteil steigt deshalb mit der Höhe der Arbeitslosigkeit. Aktuell deckt der Jahresbeitrag eines Versicherten, das sind rund dänische Kronen (DKK) oder knapp 430 Euro zuzüglich einer Verwaltungsgebühr von 120 bis 200 Euro, die die Arbeitslosenkasse erhält, das Arbeitslosengeld für 4,8 Tage ab. Der Arbeitgeber, bei dem der Arbeitslose bis zur Entlassung oder vorübergehenden Freistellung beschäftigt war, muss das Arbeitslosengeld für die ersten beiden Tage der Arbeitslosigkeit übernehmen, so dass es ab dem siebten Tag ausschließlich aus Steuern gezahlt wird. Für die Finanzierung des Arbeitslosengelds einschließlich der aktiven Arbeitsmarktpolitik erhebt der Staat seit dem Jahr 5

6 1994 eine 8-prozentige Arbeitsmarktabgabe auf das Bruttoeinkommen. Diese ist de facto eine zusätzliche Einkommensteuer, weil sie keine individuellen Ansprüche begründet. Dafür sind die Beiträge an die Arbeitslosenkasse, die jährlich entsprechend der Lohnentwicklung angepasst werden, steuerlich absetzbar. Voraussetzung für den erstmaligen Bezug von Arbeitslosengeld ist eine Beschäftigung von mindestens 52 Wochen in den vorangegangenen drei Jahren. Um einen Anspruch zu erneuern, reichen 26 Wochen aus. Jugendliche können nach Abschluss einer 18-monatigen Ausbildung einer Arbeitslosenkasse beitreten und erhalten ein reduziertes Arbeitslosengeld. Das zu versteuernde Arbeitslosengeld beträgt 90 Prozent des vorherigen Bruttoverdiensts nach Abzug der Arbeitsmarktabgabe und des Kassenbeitrags. Es darf aber eine aufs Jahr gerechnete Untergrenze nicht unterschreiten und eine Obergrenze nicht überschreiten. Im Jahr 2006 lag der noch zu versteuernde Höchstbetrag bei DKK pro Jahr oder 445 Euro pro Woche. Dies entsprach ziemlich genau dem Verdienst an der Lohnuntergrenze, also bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 37 Stunden vergütet zum Stundenlohn in Höhe von 12 Euro. Von der hohen Ersatzrate profitieren deshalb lediglich 10 bis 15 Prozent der Arbeitslosengeldempfänger (Kieler/Gaard, 2005). Alle anderen erhalten den Höchstbetrag, so dass die Ersatzrate mit steigendem Verdienst kontinuierlich sinkt. Für den durchschnittlich verdienenden Industriearbeiter ersetzt das Arbeitslosengeld nach Abzug der Steuern nur noch 63 Prozent des Nettoverdiensts. Wegen des höheren Arbeitslosenrisikos von Geringqualifizierten liegt die Durchschnittsersatzrate bei rund 75 Prozent. Dabei kann die effektive Nettoersatzrate für Niedrigverdiener sogar 90 Prozent übersteigen, weil das Arbeitslosengeld nicht unter den Mindestbetrag fallen darf und die Arbeitslosengeldbezieher von der Arbeitsmarktabgabe befreit sind, dafür aber Anspruch auf Wohngeld und beitragsfreie Kinderbetreuung haben. Dass Geringverdiener besonders begünstigt werden, gilt als gerechte Kompensation für deren relativ schlechtere Erwerbschancen, zumal sie relativ zu ihrem Verdienst den höchsten Beitragssatz zahlen. Besserverdiener gewinnen durch ihren relativ niedrigeren Beitragssatz dagegen Spielraum für eine Zusatzversicherung, die ihr Arbeitslosengeld im Bedarfsfall auf ihren vorherigen Verdienst aufstockt. Abbildung 2 zeigt das Nettoerwerbseinkommen eines dänischen Arbeitnehmers in Abhängigkeit vom Bruttoeinkommen. Außerdem sind dort auch die Mindest- und Höchstbeträge des Nettoarbeitslosengelds dargestellt. Der Unterschied zum deutschen System der Arbeitslosenversicherung wird ersichtlich aus dem Vergleich der Ersatzleistungen im gegenwärtigen dänischen System und dem Fall, wenn dort die deutschen Bedingungen also eine Ersatzrate von 67 Prozent für Arbeitnehmer mit Kindern gelten würden. Bis zu einem Bruttojahreseinkommen von rund DKK oder rund Euro liegt das Arbeitslosen- 6

7 geld im dänischen System teilweise weit oberhalb dessen, was nach deutschen Bedingungen gezahlt würde. Danach sind die Leistungen entsprechend dem deutschen Modell höher. Abbildung 2 Erwerbseinkommen und Transfereinkommen in Dänemark Nettoerwerbs- und Nettotransfereinkommen in Abhängigkeit vom Bruttoeinkommen in DKK im Jahr Nettojahreseinkommen Nettoerwerbseinkommen Nettoarbeitslosengeld: Mindest- und Höchstbetrag 1) Arbeitslosengeld nach dem deutschen System 2) Bruttojahreseinkommen 1) Arbeitslosengeld nach Abzug von Steuern für Vollzeitversicherte und Vollzeitarbeitslose. 2) Dies zeigt, wie hoch das Arbeitslosengeld in Dänemark beim gleichen Bruttolohn wäre, wenn sich die Ersatzrate wie in der deutschen Arbeitslosenversicherung durchgehend auf 67 Prozent (Arbeitnehmer mit Kindern) beliefe. Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln Mitglieder einer Arbeitslosenkasse können zwischen einem Voll- oder Teilbeitrag beziehungsweise Voll- oder Teilarbeitslosengeld wählen. Vollversicherte das sind 98 Prozent aller Versicherten haben Anspruch auf Arbeitslosengeld, solange sie weniger als 30 Stunden in der Woche arbeiten und eine Vollzeitstelle suchen. Berechnungsgrundlage ist der Verdienst während der letzten drei Monate. An jedem Monatsende teilen die Arbeitslosen ihrer Kasse die Anzahl der Wochenstunden mit, in denen sie arbeitslos oder erwerbstätig waren. Hat zum Beispiel ein Arbeitsloser im Berichtsmonat 15 Stunden in der Woche gearbeitet und dabei DKK verdient, kürzt die Kasse sein Arbeitslosengeld in Höhe von DKK um 15 Stundensätze auf DKK. Da er aber DKK verdient hat, steigt sein Bruttowocheneinkommen auf DKK. Die Kombination aus Arbeitslosengeld und Teilzeitarbeit lohnt sich also. Dass sie trotzdem nicht als Teilzeitfalle wirkt, liegt zum einen daran, dass eine Vollzeitstelle die beste Alternative ist. Für den hier zugrunde gelegten Modellarbeitnehmer sieht die Rechnung folgendermaßen aus: Einem Arbeitslosengeld plus Teilzeiteinkommen in Höhe von DKK steht ein Einkommen bei Vollzeit ohne Ar- 7

8 beitslosengeld in Höhe von DKK gegenüber. Zum anderen entscheiden sich Mitglieder einer Arbeitslosenkasse bereits, bevor sie arbeitslos werden, für einen halben oder vollen Beitrag, also implizit auch für Teil- oder Vollzeitarbeit beziehungsweise ein Teilzeitoder Vollzeiteinkommen. Gewollt ist die Kombination aus Arbeitslosengeldbezug und Teilzeitarbeit dagegen während einer Fortbildung oder bei der Suche nach einer Vollzeitstelle, weil die Betroffenen dadurch Anschluss an den Arbeitsmarkt behalten. Gewollt ist auch, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Arbeitslosengeld zur Überbrückung von Auftragsflauten nutzen. So ergab eine Erhebung für das Jahr 1998, dass 40 Prozent der Arbeitslosen in ihren vorherigen Betrieb zurückkehrten (IMF, 2006). Ziel des Arbeitslosengelds ist es, die Flexibilität des Arbeitsmarkts zu fördern. Die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengelds beträgt vier Jahre. Nach Ablauf des ersten Jahres müssen Arbeitslose und Arbeitsagentur aktive Maßnahmen ergreifen. Den unter 30-Jährigen soll spätestens nach sechs Monaten ein Aktivierungsangebot gemacht werden. Bei Verweigerung kann das örtliche Jobcenter mit Sanktionen drohen. Allerdings entscheidet die zuständige Arbeitslosenkasse, ob sie ihrem Mitglied die Leistungen kürzt oder ganz streicht. Erfahrungen deuten darauf hin, dass dies eher selten und sehr unterschiedlich geschieht. Von der Aktivierungspflicht ausgenommen sind Arbeitslose ab 55 Jahre bis zum Eintritt in die Frührente. Die über 60-Jährigen können maximal für ein Jahr Arbeitslosengeld beziehen. Trotz der großzügigen Anspruchsdauer ist die Verbleibsquote relativ gering. Eine Auswertung für den Zeitraum 2002 bis 2003 ergab, dass von denen, die sich arbeitslos gemeldet haben, nach sechs Monaten gut zwei Drittel und nach einem Jahr vier Fünftel wieder eine Beschäftigung aufgenommen hatten (Madsen, 2007). Einschließlich der arbeitslosen Sozialhilfeempfänger waren im Jahr 2004 nur 1,2 Prozent aller Erwerbspersonen langzeitarbeitslos. Der niedrigen Verbleibsquote entspricht die hohe Fluktuation am Arbeitsmarkt. Jedes Jahr wechseln 20 bis 30 Prozent der Arbeitnehmer den Arbeitsplatz. Nicht versicherte Arbeitslose haben bei Bedürftigkeit Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt. Diese beträgt für Erwachsene, je nachdem ob sie ein Kind versorgen oder nicht, 60 oder 80 Prozent des maximalen Arbeitslosengelds. Im Jahr 2006 waren das monatlich brutto Euro oder Euro einschließlich Wohngeld. Bedingung ist, dass die Bezieher in den letzten sieben Jahren in Dänemark gewohnt haben. Immigranten und Rückkehrer haben lediglich Anspruch auf eine Eingliederungshilfe, die etwa halb so hoch ist wie die Hilfe zum Lebensunterhalt. In beiden Hilfesystemen unterliegen die Empfänger außer Mütter und Väter von Kindern unter zwei Jahren einer strikten Aktivierungspflicht. 8

9 Während sich die dänische Sozialhilfe nicht wesentlich von der deutschen Grundsicherung für Arbeitsuchende unterscheidet, laufen der einheitliche Beitrag zur Arbeitslosenkasse und der weitgehende Einheitsbetrag beim Arbeitslosengeld dem Versicherungsprinzip und dem Primat der Statussicherung in der deutschen Arbeitslosenversicherung zuwider. Die dänische Version von flexicurity würde in Deutschland also nicht nur einen geringeren Kündigungsschutz, sondern auch einen radikalen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Einkommenssicherung bei Arbeitslosigkeit voraussetzen. Arbeitsmarktreformen in Dänemark Rezession, Arbeitslosigkeit und Inflation führten im Jahr 1982 zur Ablösung der seit 60 Jahren regierenden Sozialdemokraten durch eine konservativ-liberale Koalition und zu einer kontroversen Debatte über Lösungen für die Strukturprobleme am Arbeitsmarkt. Im Kern ging es um die Frage, inwieweit das Primat der Einkommensgleichheit in Zeiten globaler Veränderung noch haltbar ist. Die Regierung argumentierte, dass die Strukturprobleme nur durch eine stärkere Lohnspreizung, Senkung der Arbeitskosten und Verbesserung der Arbeitsanreize behoben werden könnten. Die Gewerkschaften verteidigten ihre Lohnpolitik, um das Wegbrechen einfacher, niedrig bezahlter Arbeit zu beschleunigen und Raum für neue, qualifiziertere Arbeitsplätze zu schaffen. Aufgabe der Politik sei es, diesen Prozess durch Umschulungs- und Weiterbildungsangebote zu unterstützen. Während die Debatte sich hinzog, einigten sich die Tarifpartner im Jahr 1987 auf Lohnzurückhaltung und eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden pro Woche. Bezogen auf die Grundsatzfrage, wurde der Kompromiss möglich, als beide Seiten sich verständigten, dass die dänische Sozialstaatstradition das Primat relativ geringer Einkommensungleichheit immer schon mit Rechten und Pflichten des Staats und der Bürger verbunden habe. Konkret hieß das, dass die Regierung auf eine Einflussnahme auf die Löhne durch Leistungssenkungen verzichtete und die Gewerkschaften einen arbeitsmarktpolitischen Kurswechsel von der passiven Einkommenssicherung zur verpflichtenden Aktivierung akzeptierten. Die Politik der Rechte und Pflichten, auch als aktive Linie bezeichnet, wurde jedoch in der ersten Phase der Reformen zurückgestellt. Solange die Arbeitslosenquote in nationaler Abgrenzung über der 10-Prozentmarke lag, dominierte die Theorie der begrenzten Arbeitsmenge, die schon zur Einführung der Frührente im Jahr 1979 und zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 37 Stunden in den achtziger Jahren geführt hatte. Entsprechend dieser Theorie sollten die Reformen das Arbeitsangebot durch De-Aktivierung verringern und die vorhandene Arbeitsnachfrage durch job rotation auf mehr Köpfe verteilen. Die wichtigsten Programme waren deshalb in der ersten Hälfte der neunziger Jahre das Übergangsgeld für Langzeitarbeitslose und die bezahlten Freistellungen ( paid leave ): 9

10 Das Übergangsgeld wurde im Jahr 1993 für Langzeitarbeitslose ab 55 Jahre eingeführt. Im Jahr 1994 wurde die Mindestaltersgrenze auf 50 Jahre gesenkt. Die Empfänger brauchten nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen und konnten mit 60 Jahren die Frührente beziehen, unabhängig davon, ob sie zuvor mindestens 20 Jahre Mitglied einer Arbeitslosenkasse waren. Da die Leistung an die Höhe des Arbeitslosengelds gekoppelt war, war sie vor allem für gering qualifizierte Arbeitslose attraktiv, die zudem die schlechtesten Chancen hatten, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Zu den steuerfinanzierten Freistellungen gehörten die Betreuungs-, Bildungs- oder Sabbathurlaube, auf die zunächst nur Erwerbstätige einen Anspruch hatten, unter der Bedingung, dass der Arbeitgeber während ihrer Auszeit einen Arbeitslosen einstellte. Im Jahr 1994 wurde der Urlaubsanspruch auf Arbeitslose ausgeweitet und die Verpflichtung der Arbeitgeber zur Einstellung eines Arbeitslosen abgeschafft. Voraussetzung für einen einjährigen Bildungs- oder Sabbathurlaub war, dass der freigestellte Arbeitnehmer oder Arbeitslose 25 Jahre oder älter, Mitglied einer Arbeitslosenkasse und zuvor mindestens drei Jahre erwerbstätig gewesen war. Das Unterhaltsgeld betrug 100 Prozent des Arbeitslosengeldanspruchs, so dass wiederum arbeitslose Geringqualifizierte den stärksten Anreiz zur Inanspruchnahme hatten, zumal eine Freistellung den Arbeitslosengeldanspruch erneuerte. Der Betreuungsurlaub für Mütter und Väter, auf den Eltern unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Arbeitslosenkasse und ihrem Erwerbsstatus Anspruch hatten, galt zunächst für 36 Wochen pro Kind und wurde dann auf 52 Wochen verlängert. Das Unterhaltsgeld betrug 80 Prozent des maximalen Arbeitslosengelds, konnte aber von den Kommunen aufgestockt werden, wenn der beurlaubte Elternteil zuvor erwerbstätig war und mehr verdient hatte. Im Jahr 1995 reduzierten diese Programme das Arbeitsangebot um 2,9 Prozent aller Erwerbspersonen, allerdings ohne das Langzeitarbeitslosigkeitsrisiko spürbar zu verringern. Denn zum einen waren die Urlauber zur Hälfte Arbeitslose, die sich mit der Freistellung eine Verlängerung ihres Anspruchs auf Arbeitslosengeld erwarben. Zum anderen zogen die Arbeitgeber bei Auszeiten ihrer Mitarbeiter, wenn überhaupt, die Einstellung von Kurzzeitarbeitslosen vor. Weniger die ambivalenten Wirkungen der De-Aktivierungsstrategie als vielmehr die zügige Erholung der dänischen Wirtschaft und des Arbeitsmarkts führten ab Mitte der neunziger Jahre dazu, dass die sich abzeichnenden Engpässe am Arbeitsmarkt die Idee von der begrenzten Arbeitsmenge in den Hintergrund und die aktive Linie in den Vordergrund schoben. Während die De-Aktivierung durch Beschränkung der Zielgruppen oder Kürzung der Leistungen zurückgefahren wurde, wurden Arbeitslose und Arbeitsagenturen schritt- 10

11 weise in die Pflicht genommen. Alle Änderungen galten nur für Neuzugänge, so dass sie faktisch erst nach Jahren voll wirksam wurden. In den Jahren 1994 und 1995 wurde der bis dahin faktisch unbefristete Arbeitslosengeldanspruch auf sieben Jahre begrenzt und ab dem fünften Jahr eine Aktivierungspflicht eingeführt. Die Möglichkeit, den Anspruch durch die Teilnahme an einer Arbeitsmarktmaßnahme zu erneuern, wurde außer für bezahlte Urlaube abgeschafft. Die Arbeitsagenturen wurden verpflichtet, mit den Arbeitslosen individuelle Eingliederungspläne zu vereinbaren und ihnen spätestens nach vier Jahren ein Vollzeitarbeits- oder Vollzeitausbildungsangebot zu machen. Jugendliche Arbeitslosengeldempfänger wurden verpflichtet, eine 18-monatige Ausbildung bei halbem Arbeitslosengeld zu absolvieren oder eine Arbeit zu suchen. Alternativ blieb ihnen der Gang zum Sozialamt, wo sie allerdings ebenfalls eine reduzierte Leistung erhielten und der Ausbildungs- oder Arbeitspflicht unterlagen. In den Jahren 1996 bis 1998 wurde die Mindestzeit, die ein Versicherter erwerbstätig gewesen sein musste, um Arbeitslosengeld zu beziehen, von 26 auf 52 Wochen verdoppelt. Die Gesamtdauer des Arbeitslosengeldanspruchs wurde weiter von sieben auf fünf Jahre begrenzt, wobei dann auch Zeiten des bezahlten Urlaubs angerechnet wurden. Das Mindestalter, ab dem Jugendliche einer Arbeitslosenkasse beitreten können, wurde um zwei Jahre auf 18 Jahre angehoben, um den Schulabbruch unattraktiver zu machen. In der Sozialhilfe wurde die Aktivierungspflicht auf 25- bis 29-Jährige ausgeweitet. Im Jahr 1999 wurde die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengelds auf vier Jahre gesenkt und die Aktivierung bereits nach zwölf Monaten für Erwachsene und nach sechs Monaten für Jugendliche verpflichtend gemacht ein Aktivierungsangebot ist auch früher möglich. Für 50- bis 54-Jährige wurde der unbefristete Anspruch auf Arbeitslosengeld ohne Aktivierungspflicht abgeschafft, ab 55 Jahre bis zur Frührente gilt er jedoch weiterhin. Während die Ausgaben für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik trotz sinkender Arbeitslosigkeit (Abbildung 3) auf einem hohen Niveau gehalten wurden, sind arbeitsmarktferne Bildungsmaßnahmen zunehmend durch einen work first -Kurs und Lohnsubventionen zur Integration von Geringqualifizierten ersetzt worden. Dazu gehören die im Jahr 1998 eingeführten flexijobs, für die private oder öffentliche Arbeitgeber einen unbefristeten Lohnzuschuss erhalten, der je nach Qualifikation des Arbeitnehmers die Hälfte bis zwei Drittel des üblichen Mindestlohns beträgt. 11

12 Abbildung 3 Entwicklung der Arbeitslosenquoten in Dänemark Arbeitslose in nationaler Abgrenzung in Prozent aller Erwerbspersonen 16,0 14,0 12,0 10,0 Insgesamt 16- bis 24-Jährige 50- bis 66-Jährige Langzeitarbeitslose 8,0 6,0 4,0 2,0 0, Quellen: Statistics Denmark; Institut der deutschen Wirtschaft Köln Der besseren Integration von Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt dienten auch die Reformen des Ausländerrechts und der Sozialhilfe. Immigranten machen zwar nur 6 Prozent der Bevölkerung aus, aber drei Viertel stammen aus nicht westlichen Ländern und haben in der Regel höchstens eine Grundschulausbildung, spärliche Dänischkenntnisse und zahlreiche Kinder (OECD, 2002). Im Jahr 1999 waren sie halb so oft erwerbstätig und dreimal so häufig arbeitslos wie die Dänen. Nachdem Immigranten im Jahr 1999 zur Teilnahme an einem 3-jährigen Assimilationsprogramm, das Unterricht in Dänisch, Landeskunde und beruflichen Fertigkeiten einschloss, verpflichtet worden waren, unterzeichneten Regierung, Sozialpartner und Kommunen im Jahr 2002 ein Integrationspaket für Immigranten. Damit wird von jedem, der nach Dänemark kommt, erwartet, dass er sich wie die Dänen um Arbeit und Transferunabhängigkeit bemüht (Roseveare/Jorgensen, 2005). Zur Integration in den Arbeitsmarkt sieht das Paket drei Stufen vor: 1. Anlernzeit von 13 bis 26 Wochen bei einem Arbeitgeber. In dieser Zeit erhalten die Immigranten keinen Lohn, sondern Sozialhilfe. 2. Anstellung in einem Betrieb. Dabei wird die Arbeitszeit in Ausbildung und Arbeit aufgeteilt. Für die geleisteten Arbeitsstunden bezahlen die Arbeitgeber den üblichen Lohn. 3. Reguläre Beschäftigung. Hier erhalten die Arbeitgeber nur noch im Einzelfall einen Zuschuss, und zwar wenn die Produktivität des Beschäftigten unter dem Mindestlohnniveau liegt. 12

3. Die Gegenwart Der Arbeitsmarkt der Gegenwart Wie teilt sich die Bevölkerung auf?

3. Die Gegenwart Der Arbeitsmarkt der Gegenwart Wie teilt sich die Bevölkerung auf? Der Arbeitsmarkt Der Arbeitsmarkt 1. Die Entwicklung Mit der Arbeitsmarktreform 2005 konnten viele Arbeitslose erfolgreich in Arbeit vermittelt werden. Seitdem ist deren Zahl um 1,9 Millionen gesunken.

Mehr

Fakten über die Wirtschaft in Dänemark 2007

Fakten über die Wirtschaft in Dänemark 2007 Inhalt hfakten über Dänemark hflexibilität in der Regulierung am Arbeitsmarkt (Kündigungsregeln und Lohnfindung) hpassive Arbeitsmarktpolitik haktive Arbeitsmarktpolitik ASJ120207_03 Fakten über die Wirtschaft

Mehr

Beschäftigungspolitik 3.1.1 (1)

Beschäftigungspolitik 3.1.1 (1) The Concept of flexicurity is primarily based on the idea that the two dimensions of flexibility and security are not contradictory, but mutually supportive, particularly in the context of the new challenges

Mehr

Für (echtes) Bürgergeld!

Für (echtes) Bürgergeld! Für (echtes) Bürgergeld! 1. Grundgedanke Das Grundproblem der heutigen Gesellschaft wird nicht in steigender Arbeitslosigkeit gesehen. Die Arbeitslosigkeit ist eine zwingende Folge der steigenden Produktionskraft

Mehr

Elternzeit / Elterngeld

Elternzeit / Elterngeld Elternzeit / Elterngeld Wir machen aus Zahlen Werte Elternzeit Es besteht für Eltern die Möglichkeit, ganz oder zeitweise gemeinsamen Elternurlaub, maximal von der Geburt bis zum 3. Geburtstag des Kindes

Mehr

Pflegebedürftige. Pflegebedürftige. Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441. Pflegebedürftige in Heimen 29,7% (743.120)***

Pflegebedürftige. Pflegebedürftige. Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441. Pflegebedürftige in Heimen 29,7% (743.120)*** Pflegebedürftige Nach Nach,, in absoluten in absoluten Zahlen Zahlen und und Anteile in Prozent, Jahresende 2011 2011 Pflegebedürftige insgesamt 2.501.441 Pflegebedürftige zu Hause versorgt 70,3% (1.758.321)

Mehr

Wie kann die Arbeitslosigkeit von Älteren reduziert werden? - Eine Erfolgsgeschichte aus Finnland

Wie kann die Arbeitslosigkeit von Älteren reduziert werden? - Eine Erfolgsgeschichte aus Finnland Wie kann die Arbeitslosigkeit von Älteren reduziert werden? - Eine Erfolgsgeschichte aus Finnland Elke Lüdemann Ralf A. Wilke ZEW Mannheim, Juni 2004 In Deutschland stellt die Langzeitarbeitslosigkeit

Mehr

Drei ausgearbeitete Modelle für die Schweiz 2500 Fr. für Erwachsene und die Hälfte, 1250 Fr., für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre

Drei ausgearbeitete Modelle für die Schweiz 2500 Fr. für Erwachsene und die Hälfte, 1250 Fr., für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre Drei ausgearbeitete Modelle für die Schweiz Für die Schweiz wurden drei ganzheitliche Grundeinkommensmodelle (also Auszahlungsmodus und Finanzierung/Steuerreform umfassend) entwickelt. Den drei Modellen

Mehr

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit dem Begriff arm auseinandersetzen und die offiziellen Definitionen kennen und verstehen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit dem Begriff arm auseinandersetzen und die offiziellen Definitionen kennen und verstehen. Arbeitsblatt Armut in der Gesellschaft Lösungsvorschläge 1. Recherchieren Sie, was die offizielle Definition von Armut ist. Klären Sie dabei auch die Begriffe absolute Armut, relative Armut und gefühlte

Mehr

Gegen die Wirtschaftsflaute: Kräftige Lohnerhöhungen und Steuerreform!

Gegen die Wirtschaftsflaute: Kräftige Lohnerhöhungen und Steuerreform! Ihre Gesprächspartner: Dr. Johann Kalliauer Mag. Johannes Pointner Präsident der AK Oberösterreich Leiter der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik Gegen die Wirtschaftsflaute: Kräftige

Mehr

Offensiv gegen Hartz. Wirtschaftswoche, 12. Dezember 2002

Offensiv gegen Hartz. Wirtschaftswoche, 12. Dezember 2002 Offensiv gegen Hartz Wirtschaftswoche, 12. Dezember 2002 Wenn zwei das gleiche sagen, meinen sie noch lange nicht dasselbe. Das gilt auch für die gegenwärtige Arbeitsmarktpolitik, in der Regierung und

Mehr

10 Fragen und Antworten zum Arbeitsleben in der Türkei

10 Fragen und Antworten zum Arbeitsleben in der Türkei 10 Fragen und Antworten zum Arbeitsleben in der Türkei Durch das anhaltende Wirtschaftswachstum in der Türkei ist auch die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen, wobei der türkische Arbeitsmarkt aufgrund der

Mehr

Arbeitsblatt Daten und Fakten zur Arbeitslosigkeit

Arbeitsblatt Daten und Fakten zur Arbeitslosigkeit Arbeitsblatt Daten und Fakten zur Arbeitslosigkeit Lesen Sie das folgende Gespräch mit verteilten Rollen. Bei der Arbeitsagentur in Bonn warten im November 2011 Conny Müller und Hilde Berg auf die Beratung:

Mehr

Migration und Arbeitslosigkeit

Migration und Arbeitslosigkeit From: Die OECD in Zahlen und Fakten 2011-2012 Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft Access the complete publication at: http://dx.doi.org/10.1787/9789264125476-de Migration und Arbeitslosigkeit Please cite

Mehr

SOZIALE SICHERUNG DURCH MARKT UND STAAT

SOZIALE SICHERUNG DURCH MARKT UND STAAT SOZIALE SICHERUNG DURCH MARKT UND STAAT Sommersemester 2011 Prof. Dr. Wolfgang Buchholz 1. Einführung a) Soziale Sicherung als Teil der Staatsaufgaben: Versuch einer Einordnung Weshalb soll der Staat in

Mehr

Armut. Armut 57,1 61,6 64,3. Personen in Mio. 69,4. Anteil an der Bevölkerung, in Prozent 47,0 2.875 813 2.828 744 2.800 2.646 719 2.

Armut. Armut 57,1 61,6 64,3. Personen in Mio. 69,4. Anteil an der Bevölkerung, in Prozent 47,0 2.875 813 2.828 744 2.800 2.646 719 2. Armut Personen Personen mit mit weniger weniger als als 1,25 1,25 bzw. bzw. 2 US-Dollar 2 US-Dollar pro Tag, pro in Tag, absoluten in absoluten Zahlen und Zahlen in Prozent, und in 1981 Prozent, bis 2005

Mehr

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell VERSICHERUNGSSEKTOR

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell VERSICHERUNGSSEKTOR E-Lehrbuch BWL einfach und schnell VERSICHERUNGSSEKTOR 1 Das Versicherungswesen bestand bereits im 14. Jahrhundert. Die Menschen hatten nach einem System gesucht, das dem einzelnen auch einen sehr hohen

Mehr

Arbeitsmarktökonomie (Labour Economics)

Arbeitsmarktökonomie (Labour Economics) Arbeitsmarktökonomie (Labour Economics) Internationale Arbeitsmarktprobleme Decent Work for Domestic Workers: Towards New International Labor Standards Fair Wages and Foreign Sourcing Der Kampf um eine

Mehr

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan Schillerstr. 59 10 627 Berlin E-Mail: info@berlin-institut.org Tel.: 030-22 32 48 45 Fax: 030-22 32 48 46 www.berlin-institut.org Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China,

Mehr

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Mecklenburg-Vorpommern entstand im Jahr 2009 eine volkswirtschaftliche Gesamtleistung von 35 229 Millionen EUR, das entsprach 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Mehr

Dänisches Arbeitsrecht - Einblicke und aktuelles Thema Jobklauseln. Adv.fm. Hilda Marie Sveistrup LL.M. (Berlin) Bang + Regnarsen www.br-law.

Dänisches Arbeitsrecht - Einblicke und aktuelles Thema Jobklauseln. Adv.fm. Hilda Marie Sveistrup LL.M. (Berlin) Bang + Regnarsen www.br-law. Dänisches Arbeitsrecht - Einblicke und aktuelles Thema Jobklauseln Adv.fm. Hilda Marie Sveistrup LL.M. (Berlin) Bang + Regnarsen www.br-law.com Berlin Kopenhagen Hamburg Einhalt Inhalt Das dänische Arbeitsmarktsystem

Mehr

Selbsthilfegruppen Alleinerziehender (SHIA) e.v. Landesverband Sachsen gegr.1991 Roßplatz 10 04103 Leipzig

Selbsthilfegruppen Alleinerziehender (SHIA) e.v. Landesverband Sachsen gegr.1991 Roßplatz 10 04103 Leipzig Selbsthilfegruppen Alleinerziehender (SHIA) e.v. Landesverband Sachsen gegr.1991 Roßplatz 10 04103 Leipzig Tel./Fax: 0341/9832806 SHIA e.v. Vorstand Roßplatz 10-04103 Leipzig Leipzig 06.10.2012 Internet:

Mehr

Rente mit 70plus? nachhaltigen Altersvorsorge. Robert Fenge

Rente mit 70plus? nachhaltigen Altersvorsorge. Robert Fenge Rente mit 70plus? Wege zu einer generationengerechten und nachhaltigen Altersvorsorge Robert Fenge 1 Aufbau 1. Das demographische Problem der Rente 2. Generationengerechtigkeit: Lastenverteilung 3. Nachhaltigkeit:

Mehr

Kind Wohnen in den Niederlanden Arbeiten in Deutschland

Kind Wohnen in den Niederlanden Arbeiten in Deutschland Kind Wohnen in den Niederlanden Arbeiten in Deutschland Inhalt Mutterschaftsgeld 2 Elterngeld 2 Betreuungsgeld 3 Elternzeit 3 Familienleistungen aus den Niederlanden und aus Deutschland 4 Deutsches Kindergeld

Mehr

Minijobs keine Lösung für den Arbeitsmarkt. Bereich Arbeitsmarktpolitik 1

Minijobs keine Lösung für den Arbeitsmarkt. Bereich Arbeitsmarktpolitik 1 Minijobs keine Lösung für den Arbeitsmarkt Bereich Arbeitsmarktpolitik 1 ursprüngliche Ziele nicht erreicht geringe Durchlässigkeit, kein Einstieg in den AM eher Falle (Mauer) benachteiligt Frauen, Geringqualifizierte,

Mehr

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Pressemitteilung Prognose zur Entwicklung der Schattenwirtschaft in Deutschland im Jahr 2013 Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Schattenwirtschaftsprognose 2013: Relativ günstige Wirtschaftsentwicklung

Mehr

Elterngeld Plus und Partnerschaftlichkeit. Zahlen & Daten

Elterngeld Plus und Partnerschaftlichkeit. Zahlen & Daten Elterngeld Plus und Partnerschaftlichkeit Zahlen & Daten 4. Juni 2014 Das neue Gesetz fördert die partnerschaftliche Aufteilung von familiären und beruflichen Aufgaben Elterngeld Plus Partnerschaftsbonus

Mehr

Arbeitslosengeld II II

Arbeitslosengeld II II in Tsd. 5.000 4.750 4.500 4.250 4.000 3.750 3.500 3.250 3.000 2.750 2.500 2.250 2.000 1.750 1.500 1.250 1.000 750 500 250 0 Arbeitslosengeld II II Leistungsempfänger in absoluten Zahlen, 1994 1994 bis

Mehr

IHS: Steuerreform erhöht Arbeitsanreize Lohn- und einkommensteuerpflichtige Haushalte werden merklich entlastet

IHS: Steuerreform erhöht Arbeitsanreize Lohn- und einkommensteuerpflichtige Haushalte werden merklich entlastet IHS: Steuerreform erhöht Arbeitsanreize Lohn- und einkommensteuerpflichtige Haushalte werden merklich entlastet Die aktuelle Steuerreform bewirkt eine deutliche Anhebung der durchschnittlichen verfügbaren

Mehr

Argumente zum Rentenpaket der Bundesregierung

Argumente zum Rentenpaket der Bundesregierung Argumente zum Rentenpaket der Bundesregierung Rente ab 63 Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Menschen, die 45 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, mit 63 ohne

Mehr

Divided we Stand Why inequality keeps rising

Divided we Stand Why inequality keeps rising Paris, 5 December 2011 Divided we Stand Why inequality keeps rising Monika Queisser and Michael Förster, OECD Social Policy Division www.oecd.org/els/social/inequality OECD, Directorate for Employment,

Mehr

Grundsicherung und Arbeitsmotivation Single-Mutter sucht passenden Job

Grundsicherung und Arbeitsmotivation Single-Mutter sucht passenden Job 46 IAB. Forum 1/2012 Themenschwerpunkt Karrieremodelle Grundsicherung und Arbeitsmotivation Single-Mutter sucht passenden Job 40 Prozent aller Alleinerziehenden beziehen Leistungen der Grundsicherung für

Mehr

4. Grundzüge der Wirtschaftspolitik. 4.3 Soziale Sicherung. Allgemeine Volkswirtschaftslehre. WiMa und andere (AVWL I) WS 2007/08

4. Grundzüge der Wirtschaftspolitik. 4.3 Soziale Sicherung. Allgemeine Volkswirtschaftslehre. WiMa und andere (AVWL I) WS 2007/08 4. Grundzüge der Wirtschaftspolitik 4.3 Soziale Sicherung 1 Grundprinzipien der Daseinsvorsorge: Individualprinzip: eigenverantwortliche Vorsorge Notfälle durch Ersparnisbildung oder Abschluss von Versicherungen

Mehr

Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Zeitarbeit 05.11.2015 Lesezeit 4 Min Ein Erfolgsmodell Für die Wirtschaft ist sie längst zu einem unverzichtbaren Instrument geworden: Durch

Mehr

zuwanderung positive auswirkungen auf die sozialwerke

zuwanderung positive auswirkungen auf die sozialwerke zuwanderung positive auswirkungen auf die sozialwerke Informationsblatt 4: Sozialwerke Das Wichtigste in Kürze: Nur wer Beiträge in die Sozialversicherungen einbezahlt hat, darf Leistungen beziehen das

Mehr

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den sechs Wochen vor der Geburt nicht arbeiten sollen und in den acht Wochen nach der Geburt bei Früh- und Mehrlingsgeburten

Mehr

1,2 Prozent der Menschen in Obwalden beziehen Sozialhilfe

1,2 Prozent der Menschen in Obwalden beziehen Sozialhilfe LUSTATnews 2006/12 OW Medienmitteilung 1,2 Prozent der Menschen in Obwalden beziehen Im Jahr 2005 haben 409 Obwaldnerinnen und Obwaldner leistungen erhalten, 29 mehr als im Vorjahr. Alleinerziehende, Alleinlebende,

Mehr

Haushalt und Kinderbetreuungskosten

Haushalt und Kinderbetreuungskosten Haushalt und Kinderbetreuungskosten 1. Wer sind die Gewinner der neuen Regelung? Alle steuerpflichtigen Familien, die Kinderbetreuungskosten haben, können künftig in der Regel deutlich mehr Geld von der

Mehr

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Memorandum 29 Von der Krise in den Absturz? Stabilisierung, Umbau, Demokratisierung Grafiken Gestaltung: SAFRAN WORKS, Frankfurt Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Mehr

Fakten zur geförderten Pflegezusatzversicherung.

Fakten zur geförderten Pflegezusatzversicherung. Fakten zur geförderten Pflegezusatzversicherung. Historischer Schritt für die soziale Sicherung in Deutschland Seit dem 1. Januar 2013 zahlt der Staat einen Zuschuss für bestimmte private Pflegezusatzversicherungen.

Mehr

Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko

Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Düsseldorf, Juli 2003 Berufsunfähigkeit heute 1 Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch

Mehr

Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)

Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) Durchschnittliche Geldleistungen je Bedarfsgemeinschaft (BG) pro Monat, in Euro, 2012 Durchschnittliche Geldleistungen je Bedarfsgemeinschaft (BG) pro Monat,

Mehr

Wer zahlt unsere Rente?

Wer zahlt unsere Rente? Wer zahlt unsere Rente? Die Last der Jugend. Rentner Erwerbstätige heute: 5 Erwerbstätige finanzieren 2 Rentner 2030: 3 Erwerbstätige finanzieren 2 Rentner 4300 1.MK.C001 10.2010 > Schon heute reicht es

Mehr

Ökonomische Unterstützungsmöglichkeiten - Arbeitslosengeld II -

Ökonomische Unterstützungsmöglichkeiten - Arbeitslosengeld II - Ökonomische Unterstützungsmöglichkeiten - Arbeitslosengeld II - Von: Alexandra Bakarec, Sonja Bastek, Sarah Kaussow und Sven Maibaum In Deutschland beziehen in diesem Jahr (2012) etwa 4,5 Millionen Menschen

Mehr

Soloselbständige in Deutschland

Soloselbständige in Deutschland Soloselbständige in Deutschland Strukturen, Entwicklungen und soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit Kurzexpertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Andreas Koch, Martin Rosemann, Jochen Späth unter

Mehr

Kontext und Grundlinien von Grundeinkommensmodellen

Kontext und Grundlinien von Grundeinkommensmodellen Kontext und Grundlinien von Grundeinkommensmodellen Fachgespräch Grundeinkommen Evangelische Akademie Meißen, 6.12.07 Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn Lehrstuhlvertreter der Professur für Labour Economics

Mehr

Arbeitsmarktökonomik

Arbeitsmarktökonomik Arbeitsmarktökonomik Hanna Wielandt Lehrstuhl für Angewandte Mikroökonomik (Prof. Alexandra Spitz-Oener) Humboldt-Universität zu Berlin 7. Econ Boot Camp 16. Januar 2015 Fragen der Arbeitsmarktökonomik

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2013

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2013 Pressemitteilung Nr. 001 / 2014 07. Januar 2014 Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2013 - Arbeitslosenquote steigt zum Jahresende auf 8,2 Prozent - Arbeitslosigkeit in 2013 4,5 Prozent niedriger

Mehr

INFORMATIONEN FÜR ARBEITGEBER

INFORMATIONEN FÜR ARBEITGEBER StB Andreas G. Stabel Max-Planck-Str. 6 67657 Kaiserslautern Max-Planck-Str. 6 67657 Kaiserslautern Tel. 0631/3403656 Fax 0631/3403657 email: info@stb-stabel.de www.stb-stabel.de Sprechzeiten: Montag bis

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Gesetzliche Sozialversicherung

Gesetzliche Sozialversicherung Sozialordnung 137 Gesetzliche Sozialversicherung 39 Welche Versicherungsarten gehören zur gesetzlichen Sozialversicherung? a) Krankenversicherung (KV) b) Rentenversicherung (RV) c) Arbeitslosenversicherung

Mehr

Stellungnahme zur Anhörung des Bundestages am 19. März 2012

Stellungnahme zur Anhörung des Bundestages am 19. März 2012 Freie Universität Berlin, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft Boltzmannstr. 20, 14195 Berlin Prof. Dr. Dr. Giacomo Corneo Institut für Öffentliche Finanzen und Sozialpolitik Boltzmannstr. 20 D-14195 Berlin

Mehr

7. Verteilung von Einkommen und Vermögen

7. Verteilung von Einkommen und Vermögen 7. Verteilung von Einkommen und Vermögen Das durchschnittliche Vermögen der privaten Haushalte beträgt mehr als 13 Tausend Euro in Westdeutschland und 5 Tausend Euro in Ostdeutschland. Dazu kommt ein durchschnittliches

Mehr

Workshop 4: Erwerbsarbeit unter dem Druck der Krise

Workshop 4: Erwerbsarbeit unter dem Druck der Krise Workshop 4: Erwerbsarbeit unter dem Druck der Krise Daniel Oesch Universität Lausanne Bern, 19. September 2013 1 Erwerbsarbeit als Schlüssel zum Erfolg der aktivierenden Sozialpolitik Dominante Sicht der

Mehr

Pflege 2009. Soziales

Pflege 2009. Soziales Pflege 2009 Von Gerhard Hehl In Rheinland-Pfalz gab es im Dezember 2009 rund 106 400 e Menschen. Fast die Hälfte erhielt ausschließlich Pflegegeld, 21 Prozent wurden ambulant, weitere 30 Prozent stationär

Mehr

Was bringt das Drei-Säulen-Modell für die Alterssicherung von Frauen?

Was bringt das Drei-Säulen-Modell für die Alterssicherung von Frauen? Was bringt das Drei-Säulen-Modell für die Alterssicherung von Frauen? 11. Deutscher Seniorentag Veranstaltungsreihe Reformbaustelle Rente Frankfurt a.m., 3. Juli 2015 Hannelore Buls Diplom-Sozialökonomin

Mehr

Arbeitshilfe. Krankenversicherung für Ausländer

Arbeitshilfe. Krankenversicherung für Ausländer Projekt Q GGUA Flüchtlingshilfe Südstr. 46 48153 Münster Volker Maria Hügel Claudius Voigt Fon: 0251-14486 -21 o. -26 Mail: vmh@ggua.de voigt@ggua.de Arbeitshilfe Krankenversicherung für Ausländer März

Mehr

für Gründungszuschuss-, Einstiegsgeld- und andere Existenzgründer (4., aktualisierte und überarbeitete Andreas Lutz Businessplan

für Gründungszuschuss-, Einstiegsgeld- und andere Existenzgründer (4., aktualisierte und überarbeitete Andreas Lutz Businessplan für Gründungszuschuss-, Einstiegsgeld- und andere Existenzgründer (4., aktualisierte und überarbeitete Andreas Lutz Businessplan Ausgaben für Renten-, Krankenund Pflegeversicherung 300 Euro Zuschuss Beim

Mehr

vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente

vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente 1 / 1 Inhaltsverzeichnis: Seite Was ist das?... 2 Wer kann eine Riester-Rente abschließen?... 2 Für wen ist es besonders geeignet?... 2 Ansprüche

Mehr

Teilzeitarbeit bietet auch Vorteile - Elternzeit hält Chancen bereit

Teilzeitarbeit bietet auch Vorteile - Elternzeit hält Chancen bereit Teilzeitarbeit bietet auch Vorteile - Elternzeit hält Chancen bereit An der Elternzeit sind Väter bisher nur mit einem geringen Anteil von 1,5 Prozent gegenüber 98,5 Prozent Frauen beteiligt. Durch die

Mehr

1,2 Prozent der Urnerinnen und Urner beziehen Sozialhilfe

1,2 Prozent der Urnerinnen und Urner beziehen Sozialhilfe LUSTATnews 2006/12 UR Medienmitteilung Sozialhilfe 1,2 Prozent der Urnerinnen und Urner beziehen Sozialhilfe Im Jahr 2005 haben 410 Urnerinnen und Urner Sozialhilfeleistungen erhalten, 51 mehr als im Vorjahr.

Mehr

Atypische Beschäftigung

Atypische Beschäftigung Atypische Beschäftigung Atypische Beschäftigung In In absoluten Zahlen*, 99 bis bis 0 Männer Frauen.5.5 0.7.050.8.0 006 00 86 9 99 0 006 00 99 706 650 **.0 5 ** mit 0 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche.76.8.5

Mehr

10. Mobilität: Migration und Fluktuation

10. Mobilität: Migration und Fluktuation ARBEITSMARKTÖKONOMIE: THEORIE, EMPIRIE UND POLITIK 1. Arbeitsangebot 2. Arbeitsnachfrage 3. Arbeitsmarktgleichgewicht 4. Stellenheterogenität und Lohndisparität 5. Bildung von Humankapital 6. Lohndiskriminierung

Mehr

Aktuell. Das neue Elterngeld

Aktuell. Das neue Elterngeld Aktuell. Stand: 29 September 2006 Kraft der Erneuerung. Das neue Elterngeld 1. Was ist das Elterngeld? Das Elterngeld ist eine staatliche Einkommensersatzleistung für alle, die nach der Geburt eines Kindes

Mehr

5. Familienleistungen

5. Familienleistungen 111 5. Familienleistungen 5.1 Grundsätzliches Was ist mit Familienleistungen gemeint? Hierunter fallen zum einen Zuschüsse oder Familienzulagen, die Familien erhalten, bis die Kinder selbst für ihren Unterhalt

Mehr

Beitragsabzüge bei Mini- und Midi-Jobs Stand: 01/2015

Beitragsabzüge bei Mini- und Midi-Jobs Stand: 01/2015 32 30 Beitragsabzüge bei Mini- und Midi-Jobs Stand: 01/2015 30,0 Pauschalbeitrag der Arbeitgeber & Pauschalsteuer 30,0 28 26 28,0 Pauschalbeitrag der Arbeitgeber* 28,0 in % des Bruttoarbeitsentgelts 24

Mehr

ILFT ZEIT IN RENTE UMZUWANDELN. Die minijob bav ist eine Investition in die Zukunft Ihrer Mitarbeiter und Ihres Unternehmens.

ILFT ZEIT IN RENTE UMZUWANDELN. Die minijob bav ist eine Investition in die Zukunft Ihrer Mitarbeiter und Ihres Unternehmens. ILFT ZEIT IN RENTE UMZUWANDELN. Die minijob bav ist eine Investition in die Zukunft Ihrer Mitarbeiter und Ihres Unternehmens. Betriebliche Altersversorgung minijob bav www.hdi.de/bav Mit der minijob bav

Mehr

A5 Arbeitslosenversicherung

A5 Arbeitslosenversicherung A5 Arbeitslosenversicherung Inhaltsverzeichnis Das ist in Deutschland anders...2 Das regelt die EU...2 EG-Verordnung... 2 Zuständig: Wohnsitzland... 2 So ist die Situation in Deutschland...2 Rechtliche

Mehr

2,1 Prozent der Zugerinnen und Zuger beziehen Sozialhilfe

2,1 Prozent der Zugerinnen und Zuger beziehen Sozialhilfe LUSTATnews 2006/12 ZG Medienmitteilung Sozialhilfe 2,1 Prozent der Zugerinnen und Zuger beziehen Sozialhilfe Im Jahr 2005 haben 2 109 Personen im beziehungsweise 2,1 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfeleistungen

Mehr

Qualifikationsspezifische Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot: Quantitative Abschätzung zum Handlungsbedarf

Qualifikationsspezifische Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot: Quantitative Abschätzung zum Handlungsbedarf Qualifikationsspezifische Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot: Quantitative Abschätzung zum Handlungsbedarf Vanessa Dräger (IZA, Universität zu Köln) Hilmar Schneider (IZA) Fachkräftemangel Was ist dran?

Mehr

Familienpolitische Grundsätze

Familienpolitische Grundsätze Grundlagenpapier der Christlich-sozialen Partei (CSP Schweiz) Familienpolitische Grundsätze Winter 2009/10 Christlich-soziale Partei der Schweiz (CSP Schweiz) Zentralsekretariat: Marlies Schafer-Jungo,

Mehr

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Bugzel, sehr geehrter Herr Grave,

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Bugzel, sehr geehrter Herr Grave, DIE LINKE. Ratsfraktion Herten Kurt-Schumacher-Str.2 45699 Herten An den Bürgermeister der Stadt Herten Herrn Dr. Ulrich Paetzel An den Vorsitzenden des Ausschusses für Bürger-, Senioren- und Sozialangelegenheiten

Mehr

Der flexible Wiedereinstieg nach Krankheit: Modelle aus der internationalen Praxis

Der flexible Wiedereinstieg nach Krankheit: Modelle aus der internationalen Praxis Der flexible Wiedereinstieg nach Krankheit: Modelle aus der internationalen Praxis Thomas Leoni Wien 3. September 2014 Fragestellung Welche Modelle und Maßnahmen sind im internationalen Umfeld vorzufinden,

Mehr

Das Rentenpaket der Bundesregierung. Fragen und Antworten

Das Rentenpaket der Bundesregierung. Fragen und Antworten Das Rentenpaket der Bundesregierung Fragen und Antworten Das Rentenpaket der Bundesregierung Fragen und Antworten Die Union hat im Rahmen der Koalitionsverhandlungen mit der SPD Leistungsanpassungen in

Mehr

Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) erhalten Mütter und Väter, die. das Kind selbst erziehen und betreuen

Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) erhalten Mütter und Väter, die. das Kind selbst erziehen und betreuen Elterngeld (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) Eltern haben nach der Geburt ihres Kindes für maximal 14 Monate Anspruch auf Elterngeld (= Basiselterngeld). In dieser Zeit können sie ihre Erwerbstätigkeit

Mehr

Die klassische Beschäftigungstheorie und -politik Deutsche Sparkassenzeitung, Nr. 65, 09.09.1977, Seite 2

Die klassische Beschäftigungstheorie und -politik Deutsche Sparkassenzeitung, Nr. 65, 09.09.1977, Seite 2 Deutsche Sparkassenzeitung, Nr. 65, 09.09.1977, Seite 2 1 Die Beseitigung der nach allgemeiner Ansicht zu hohen Arbeitslosigkeit ist heute das wirtschaftspolitische Problem Nummer eins. Um dieses Problem

Mehr

Aktuelle Herausforderungen an die Familienpolitik

Aktuelle Herausforderungen an die Familienpolitik Aktuelle Herausforderungen an die Familienpolitik Prof. Dr. h.c. Jürg Krummenacher, Präsident der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen EKFF (bis November 2011) Öffentliche Ringvorlesung

Mehr

8 Mediennutzung. 8.1 Medienausstattung

8 Mediennutzung. 8.1 Medienausstattung 8 Mediennutzung Im ersten Teil dieses Kapitels wird dargestellt, ob die befragten Kinder Zugang zu Computern, Internet, Mobil-, Smartphone oder Tablet haben und wie oft sie das Internet nutzen. Daran anschließend

Mehr

Migration und Sozialstaat: Neue Herausforderungen durch die starke Immigration seit der Personenfreizügigkeit mit der EU

Migration und Sozialstaat: Neue Herausforderungen durch die starke Immigration seit der Personenfreizügigkeit mit der EU Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV : Neue Herausforderungen durch die starke Immigration seit der Personenfreizügigkeit mit der EU Stephan Cueni, Vizedirektor,

Mehr

Grundkurs Wohlfahrtsstaatliche Konzeptionen (SoSe 2007), LB 4, FH Frankfurt. 1) Grundlagen, Grundbegriffe, Sozialbudget, internationaler Vergleich

Grundkurs Wohlfahrtsstaatliche Konzeptionen (SoSe 2007), LB 4, FH Frankfurt. 1) Grundlagen, Grundbegriffe, Sozialbudget, internationaler Vergleich Grundkurs Wohlfahrtsstaatliche Konzeptionen (SoSe 2007), LB 4, FH Frankfurt Veranstalter: Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/~strengma strengmann@wiwi.uni-frankfurt.de 1) Grundlagen,

Mehr

Arbeitsplatz Privathaushalt Ein Weg aus der Schwarzarbeit

Arbeitsplatz Privathaushalt Ein Weg aus der Schwarzarbeit Pressekonferenz, 24. Februar 2009, Berlin Arbeitsplatz Privathaushalt Ein Weg aus der Schwarzarbeit Statement (Wegen eines Streiks auf dem Berliner Flughafen konnte IW-Direktor Prof. Dr. Michael Hüther

Mehr

Rentenentwicklung und Perspektiven

Rentenentwicklung und Perspektiven Rentenentwicklung und Perspektiven 30. Januar 2013 in Dortmund Thomas Keck 1 2 Renten wegen Alters und bei Erwerbsminderung Quelle: Statistik Rentenversicherung in Zeitreihen der Deutschen Rentenversicherung

Mehr

FYB-ACADEMY, Lindenallee 2B, 66538 Neunkirchen, 06821-9838977 www.fyb-academy.com. WeGebAU. Wie Sie eine 100 % Förderung Ihrer Weiterbildung erhalten

FYB-ACADEMY, Lindenallee 2B, 66538 Neunkirchen, 06821-9838977 www.fyb-academy.com. WeGebAU. Wie Sie eine 100 % Förderung Ihrer Weiterbildung erhalten WeGebAU Wie Sie eine 100 % Förderung Ihrer Weiterbildung erhalten Inhaltsverzeichnis 1. Das Förderprogramm WeGebAU 1.1 Was ist WeGebAU? 1.2 Das Ziel von WeGebAU 1.3 Vorteile von WeGebAU 1.4 Gesetzliche

Mehr

in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl Die Entwicklung der Erwerbspersonen in Thüringen bis 2020

in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl Die Entwicklung der Erwerbspersonen in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Erwerbspersonen in Thüringen bis 22 Die Entwicklung der Erwerbspersonenzahl in Thüringen bis 22 Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials

Mehr

Altersvorsorge 2020. Delegiertenversammlung VAA, 23. April 2014 Mario Christoffel, BSV

Altersvorsorge 2020. Delegiertenversammlung VAA, 23. April 2014 Mario Christoffel, BSV Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Altersvorsorge 2020 Delegiertenversammlung VAA, 23. April 2014 Mario Christoffel, BSV Die drei grossen Herausforderungen

Mehr

Fachtag Kultursensible Pflege. Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012. Agentur für Arbeit Heilbronn

Fachtag Kultursensible Pflege. Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012. Agentur für Arbeit Heilbronn Fachtag Kultursensible Pflege Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012 Agentur für Arbeit Heilbronn Wie kann die Agentur für Arbeit bei der Gewinnung und Qualifizierung von interkulturellem Pflegepersonal

Mehr

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Wirtschaftspolitische Informationen ver.di Bundesvorstand Berlin - Dezember 2002 Bereich Wirtschaftspolitik Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge trifft

Mehr

Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten

Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten Wer eine Hilfe im Haushalt braucht, kann diese steuerlich gefördert im Rahmen eines Mini- Jobs anstellen. Höher ist die Förderung bei sozialversicherungspflichtiger

Mehr

Alleinerziehende unter Druck

Alleinerziehende unter Druck Alleinerziehende unter Druck Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf Einkommensquellen der Alleinerziehenden Unterhaltsrecht: Betreuungs und Kindesunterhalt (UVG) Erwerbstätigkeit

Mehr

WAS BEDEUTET DAS MINDESTLOHNGESETZ FÜR MICH?

WAS BEDEUTET DAS MINDESTLOHNGESETZ FÜR MICH? WAS BEDEUTET DAS MINDESTLOHNGESETZ FÜR MICH? Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das neue Mindestlohngesetz vom 2.1. bis 31.3. www.mindestlohn.de 1 WAS BEDEUTET DAS MINDESTLOHNGESETZ FÜR MICH?

Mehr

vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente

vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente Inhaltsverzeichnis: Seite Was ist die Riester- bzw. Rürup-Rente 2 Wer kann eine Riester-/Rürup-Rente abschließen? 2 Ansprüche im Erlebensfall

Mehr

mamax-basisrente Privatrente mit Steuerplus

mamax-basisrente Privatrente mit Steuerplus mamax-basisrente Privatrente mit Steuerplus Steckbrief Basisrente Private Vorsorge mit staatlicher Förderung Die Basisrente umgangssprachlich auch Rürup-Rente ist eine steuerlich geförderte, private und

Mehr

Grenzbelastung der Arbeitnehmer

Grenzbelastung der Arbeitnehmer Grenzbelastung der Arbeitnehmer Die höchste Last trifft in Österreich jene mittleren Einkommen, für die Sozialversicherungsabgaben und Lohnsteuer gezahlt werden. Der seit 2005 geltende Steuertarif sieht

Mehr

Ihr Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis

Ihr Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis Ihr Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis Die energie-bkk ist für Berufstätige mehr als nur eine Krankenkasse. Sie ist Partner in der Arbeitswelt. Aber auch nach dem

Mehr

Eine europäische Arbeitslosenversicherung als automatischer Transfermechanismus

Eine europäische Arbeitslosenversicherung als automatischer Transfermechanismus DB Research Workshop zur Fiskalunion Eine europäische Arbeitslosenversicherung als automatischer Transfermechanismus Deutsche Bank Berlin, 18. April 213 Dr. Ferdinand Fichtner, DIW Berlin Abteilungsleiter

Mehr

Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung. und Unternehmensgröße

Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung. und Unternehmensgröße Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung und Unternehmensgröße Befunde auf der Grundlage von CVTS3 Friederike Behringer, Gudrun Schönfeld Bonn, Februar 2011 1 Vorbemerkung Im Folgenden

Mehr

Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland

Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Die Schweiz ist für viele Deutsche in den letzten Jahren zum beliebten Auswanderungsziel geworden, nachdem ein Arbeitsverhältnis durch hohe

Mehr

Der neue lohnpolitische Interventionismus in Europa Auswirkungen auf die Lohn- und Tarifpolitik

Der neue lohnpolitische Interventionismus in Europa Auswirkungen auf die Lohn- und Tarifpolitik Der neue lohnpolitische Interventionismus in Europa Auswirkungen auf die Lohn- und Tarifpolitik Thorsten Schulten WSI/ver.di, 9. Workshop Europäische Tarifpolitik Krise der Europäischen Union. Wo bleibt

Mehr

Mütter-Rente Gleichstellung mit Nebenwirkungen Stellungnahme

Mütter-Rente Gleichstellung mit Nebenwirkungen Stellungnahme Mütter-Rente Gleichstellung mit Nebenwirkungen Stellungnahme Ingo Schäfer Referent für Sozialversicherungs- und Steuerpolitik Bremen, November 2013 Für ein vor 1992 geborenes Kind wird derzeit ein Rentenanspruch

Mehr

Wandel der Arbeitsgesellschaft: Unsichere Erwerbsbeteiligung und arbeitsmarktpolitische Instrumente

Wandel der Arbeitsgesellschaft: Unsichere Erwerbsbeteiligung und arbeitsmarktpolitische Instrumente Dr. Alexandra Wagner Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt, Berlin Wandel der Arbeitsgesellschaft: Unsichere Erwerbsbeteiligung und arbeitsmarktpolitische Instrumente Dr. Alexandra Wagner Wandel

Mehr