Ehrenamtliche Mikrokreditbank im Zeitalter des WEB Entwurf und kritische Betrachtung

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1 Ehrenamtliche Mikrokreditbank im Zeitalter des WEB Entwurf und kritische Betrachtung Bachelorarbeit an der Fakultät 11 für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München Studiengang: Management Sozialer Innovationen Eingereicht von: Benjamin Pfauth Matrikelnummer: Adresse: Boschetsrieder Str. 13, München Erstgutachter: Prof. Dr. Peter Dürr Zweitgutachter: Prof. Dr. Peter Sprinkart München, den

2 1 Einführung Die Bedeutung und Wirkung von Mikrokrediten Idee und sozialer Hintergrund Die Realität über die Wirkung der Mikrokredite Aktuelle Entwicklungen in der EU und Deutschland Vorhandene Modelle zur Vergabe von Mikrokrediten Mikrokreditmodelle und -typen Sicherheiten Kapitalerwerb Verteilungskriterien Voraussetzungen für ein ehrenamtlich geführtes Mikrokredit-Institut Grundlegende Überlegungen Potential des Ehrenamts Potential des WEB Das ehrenamtlich geführte Mikrokredit-Institut am beispielhaften Modell Idee und Konzept Organisationsmodell Finanzierungsmodell Fazit Literaturverzeichnis Anhänge

3 1 Einführung 90 Prozent aller deutschen Unternehmensgründer brauchen anfänglich einen Kredit von Euro (Kritikos 2003, S. 1), aber nicht alle potenziellen Gründer bekommen diesen Kredit auf konventionellem Weg. Die Finanzierung durch sozial motivierte Mikrokredite kann dieses Problem beheben. Generell stehen soziale Geldanlage sowie soziale Kreditvergabe, als aktive Gestaltungsmöglichkeiten von Entwicklungshilfe, in zunehmendem Maß im öffentlichen und politischen Interesse. Die Kombination aus Geldanlage und gleichzeitigem sozialen Engagement scheint nicht nur für werteorientierte Anleger faszinierend zu sein, denn längst hat die Politik das Potenzial der Mikrofinanzierung entdeckt. Um Mikrokredite möglichst breiten gesellschaftlichen Schichten verfügbar zu machen, muss die Zugänglichkeit in jeglicher Hinsicht möglichst einfach gestaltet werden. Diese Arbeit betrachtet zunächst die soziale Verankerung und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Mikrokreditfinanzierung, um anschließend das weitere Potenzial der Thematik am Modell eines in Deutschland durch Ehrenamt betriebenen Mikrofinanzierers zu untersuchen. Dabei sollen, neben den Schlüsselfaktoren für ein solches Modell, im Speziellen die durch Web 2.0 neu gewonnenen Möglichkeiten in den Zusammenhang der Mikrokreditvergabe gestellt werden, um aus den erlangten Erkenntnissen Aussagen über die Machbarkeit und deren Voraussetzungen treffen zu können. 2 Die Bedeutung und Wirkung von Mikrokrediten 2.1 Idee und sozialer Hintergrund Mikrokreditvergabe, im Sinne der Bereitstellung von Klein- und Kleinst-Krediten, auf deren Abgrenzung später noch eingegangen werden soll, an gesellschaftlich Benachteiligte, verfolgt einen sozialen Zweck, welcher aus der häufig zitierten Beschreibung der Mikrokredit-Bewegung des Geschäftsführers der Grameen Bank in Bangladesch, Muhammad Yunus, allgemein veranschaulicht wird: 3

4 'The micro-credit movement which is built around and for and with money is, ironically, at its heart, at its deepest root, not about money at all. It is about helping each person achieve his or her fullest potential. It is not about cash capital but about human capital. Money is merely a tool that helps unlock human dreams and helps even the poorest and the most unfortunate people on this planet achieve dignity, respect and meaning in their lives.' (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 5) Yunus zeigt hier auf die ursprüngliche Intention der sozialen Mikrokreditvergabe, welche in erster Linie keine eigenen ökonomischen Ziele verfolgt, sondern vielmehr eine Balance der gesellschaftlichen Schichten anstrebt, wobei Schwächere wirtschaftlich aktiviert werden, indem ihnen der Zugang zu finanziellen Dienstleistungen erleichtert wird. Dass gerade dieser Zugang von Bedeutung ist, gesellschaftliche Ungleichheiten zu korrigieren, verdeutlicht Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.d., im folgenden Zitat, indem sie auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge zwischen Zugänglichkeit des Finanzsektors und weiterer wichtiger gesellschaftlicher Bereiche hinweist. Financial sector development has proved to have a strong impact when it comes to achieving sustainable improvements in the living conditions of the poor. A strong and stable financial sector provides the foundations for economic stability and growth. These foundations promote development in other areas, including health, education, and social equality. (Pischke und Matthäus-Maier 2009, S. 4) Diese gesellschaftliche Grundlage und die Angleichung der Zugänglichkeit zu Finanzdienstleistungen unterschiedlicher Schichten, sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Chancen, versucht das weitere Öffnen der Schere zwischen Arm und Reich in der Gesellschaft zu verhindern, um eine nachhaltige und stabile Entwicklung zu gewährleisten, wie K.V. Kamath, Managing Director & CEO der ICICI Bank erläutert: The gains of economic growth are accessible to a greater extent by the relatively advantaged, who find it easier to participate in the growth process. Poorer people [ ] have to wait much longer to reap the benefits of economic growth. Engaging these 4

5 sections of society in the economic mainstream is essential to achieve balanced growth, which is critical for the long-term sustainability of social development and economic prosperity. Access to financial services is a key element of the process of socio-economic empowerment. Only by delivering financial services to people in rural areas and lower income strata can they be brought within the ambit of economic activity. (Kamath 2009, S. 85) Kamath verdeutlicht weiterhin, dass sich jedes Land weiter entwickeln würde, aber Stärke und Tempo dieser Entwicklung häufig, zur Aufrechterhaltung eines zufriedenstellenden Lebensstandards für gesellschaftlich Benachteiligte, nicht ausreiche. In diesen Situationen müsse beispielweise durch Mikrokreditfinanzierung interveniert werden, da hierdurch ausreichende Unterstützung für gesellschaftlich schlechter Gestellte zu wirtschaftlichen Aktivitäten geboten wäre. (Kamath 2009, S. 88) Im Allgemeinen kann also gesagt werden, dass Mikrokredite in erster Linie Chancen für Benachteiligte bieten sollen, indem diese in kleinem Rahmen finanziell in Unternehmungen gestützt werden, die von konventionellen Banken nicht oder nur unter speziellen Bedingungen unterstützt werden. Trotzdem verlangt der Begriff Mikrofinanzierung bzw. Microlending eine klare Definition, da hier unterschiedliche Verständnisse existieren. Grundsätzlich handelt es sich bei allen erfolgreichen Arten des Microlending um Maßnahmen, die gewinnorientierte Unternehmen mit Finanzierungsproblemen stützen sollen. Da diese Maßnahmen neben finanzieller Förderung mitunter auch Coaching-Programme für Kreditnehmer miteinschließen, lässt sich der Begriff im Allgemeinen als [ ] Methode zur Strukturierung und Unterstützung von Kleinunternehmen mit einem Kredit als zentraler Kommunikationsgrundlage bezeichnen. Je nach angestrebter Zielgruppe steht es der Wirtschafts- oder der Arbeitsmarktpolitik näher. (Evers und Habschick 2003) 5

6 2.2 Die Realität über die Wirkung der Mikrokredite Um einen guten und aktuellen Überblick über das Mikrofinanzwesen zu schaffen, müssen an dieser Stelle Erwartung und Wirkung getrennt betrachtet werden. Zwar unterscheiden diese sich nicht grundsätzlich und positive Wirkungen von Mikrokrediten werden kaum von jemandem abgestritten. Allerdings zeigen Experten nach aktueller Evaluierung der Wirkungen von Mikrokrediten weltweit, dass diese nicht die erwartete Wirkung in vollem Maße erfüllen. Diese Erwartung ist stets, speziell in Schwellen- und Entwicklungsländern, eine signifikante Reduktion der Armut, und generell die Gründung vieler neuer Kleinunternehmen, verbunden mit der Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze. Das Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) nennt allerdings einige negative Aspekte, die im Vorhinein nicht berücksichtigt wurden, bzw. korrigiert Wirkungszusammenhänge. Die von vielen frühen Studien bescheinigten positiven Entwicklungen des Lebensstandards der Kreditnehmer, sind zwar klar messbar, jedoch nur selten in Zusammenhang mit Mikrokrediten zu bringen. Neueste Studien zeigen sogar, dass eine Armut reduzierende Wirkung von Mikrokrediten nicht nachweisbar ist. Kreditnehmer nutzen Mikrokredite häufiger als angenommen nicht für kleingewerbliche Investitionen, sondern für vielerlei Zwecke, die sich fast täglich und immer überraschend im unwägbaren Leben eines armen Haushalts ergeben, der über kein regelmäßiges Einkommen verfügt: Krankheitsfälle, Ernteausfälle, plötzliche Preissteigerungen. (Wolff 2010) Trotz dieser Tatsache bestätigt das DIE eine positive Auswirkung insofern, dass Mikrokredite das Haushaltseinkommen stabilisieren, wovon Bereiche wie Bildung und Gesundheit profitieren. Außerdem verbessert es die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Weiterhin mahnt Wolff, Mikrokreditsysteme nicht als alleiniges Mittel in der Bekämpfung der Armut, sondern [ ] komplementär zur Mikrofinanzierung die Finanzierung von größeren, wettbewerbsfähigen Betrieben sowie von Infrastruktur [ ] (Wolff 2010) zu sehen. 6

7 Diese Wirkungen spielen für das Mikrokreditwesen innerhalb der EU eine geringere Rolle, als in Entwicklung- und Schwellenländern. Das Mikrokreditwesen in der EU verfolgt die Armutsbekämpfung nicht als primäres Ziel, sondern viel mehr Gründungs-Förderung verbunden mit wirtschaftlichem Wachstum, sowie Chancengleichheit im Allgemeinen, wie das folgende Kapitel verdeutlichen wird. 2.3 Aktuelle Entwicklungen in der EU und Deutschland Mikrokreditvergabe ist längst nicht mehr alleiniges Thema von Schwellen- und Entwicklungsländern, sondern wichtiger Bestandteil innereuropäischer Politik geworden. Eine wichtige Grundlage dieser Bewegung bildet die Erkenntnis der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2000, die sich folgendermaßen ausdrückt: Kleine Unternehmen sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Sie sind Hauptträger der Beschäftigung und Nährboden für Geschäftsideen. Die Bestrebungen, die Neue Wirtschaft in Europa zu etablieren, werden nur dann erfolgreich sein, wenn die Belange der kleinen Unternehmen ganz oben auf die Liste der politischen Prioritäten gesetzt werden. (KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2000, S.1) Die Europäische Kommission bezeichnet hier die Kleinunternehmen als Haupttriebfeder für Innovation, Beschäftigung, sowie soziale und lokale Integration in Europa. (KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2000, S. 1) Es stellt sich zunächst die Frage, wie diese Forderung mit der Förderung von Mikrokrediten zusammenhängt. Die Antwort darauf liegt in der Finanzierung dieser Kleinunternehmen, speziell bei deren Gründung. Die EU-Länder besitzen im Vergleich zu Schwellen- und Entwicklungsländern Großteils einen ausgeprägten Finanzsektor und sind verhältnismäßig schwach durch wirkliche Armut belastet. Trotzdem gibt es hier in eine Marktlücke für Mikrokredite, denn das Problem liegt gerade in der Ausprägung des privaten Finanzsektors, der zunehmend auf das große Geschäft mit geringem Risi- 7

8 ko setzt, welches Existenzgründer mit niedrigen Krediten, unsicherem Geschäftserfolg und wenig Sicherheiten nicht bieten können. Besonders schwierig ist der Zugang zu Finanzmitteln für Existenzgründer, weniger schwierig hingegen für bereits bestehende Kleinunternehmen, die schon eine Erfolgsbilanz vorweisen können. Nach einer gesamteuropäischen Umfrage bei bestehenden KMU werden Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung von den KMU nach wie vor als unternehmerisches Hemmnis angesehen [...] (KOMMISSION DER EUROPÄI- SCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a) (Anm. d. Verfassers: Die Abkürzung KMU steht hier für kleine und mittlere Unternehmen) Selbst in Ländern, die öffentliche Fördersysteme für Existenzgründer pflegen, zu denen Deutschland gehört, ist die Vergabemotivation der privaten Finanzinstitute zu gering. Die Mikrokreditvergabe erfolgt nur dann, wenn zusätzlich öffentliches Fördergeld in das zu finanzierende Projekt fließt, da die Banken andernfalls das hohe Risiko scheuen. Es sind jedoch nicht nur Risiko-Faktoren, die dabei für die Banken eine Rolle spielen, sondern auch die verhältnismäßig hohen Betriebs- und Verwaltungskosten, die durch die kleinen Kreditbeträge verursacht werden, obwohl diese nur geringe Gewinne versprechen. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 9) Zwar werden etwa 60 Prozent der KMU in Deutschland ausschließlich durch Eigenkapital finanziert, ohne dabei Bedarf nach externem Kapital anzumelden. 40 Prozent jedoch melden diesen Bedarf an, von denen 25 Prozent konventionelle Bankkredite oder Mezzanine-Finanzierungen, einer Finanzierungsform aus einer Kombination von Fremd- und Eigenkapital, von Banken erhalten. Die verbleibenden 15 Prozent allerdings, müssen das Kapital aus dem persönlichen Umfeld beziehen oder sehen sich Finanzierungs- und Liquiditätsengpässen ausgesetzt, welche im Ernstfall zu Betriebsschließung oder Reduktion der Investitionsfähigkeit führen können. (Meißner et al. 2009, S. 2) Eine Ursache für die Schwierigkeiten im Zugang des Finanzsektors ist der Rentabilitätsdruck der Banken, welcher in den letzten Jahren zugenommen hat. Erwarteten die Sparkassen in Frankreich eine Rentabilität von vier Prozent, haben mittlerweile alle 8

9 Banken ein Renditeziel von 15 Prozent. (Guene 2005, S. 2f) In der Schweiz und England werden sogar bis zu 30 Prozent erwartet. Hinzu kommt das Problem, dass Banken zunehmend nach Kundensegmenten und deren Rentabilität funktionieren. Antragsteller aus den rentableren Segmenten werden mit Angeboten der Banken überhäuft, die aus den unrentableren Segmenten dagegen haben es besonders schwer. (Guene 2005, S. 2f) Um den Bedarf innerhalb der EU und im Speziellen in Deutschland, zu verdeutlichen, sei hier auf ein Fallbeispiel aus der Praxis verwiesen, das in einem Internetartikel des Deutschen Mikrofinanzinstitutes genannt wird. Berichtet wird hier von einer Hamburger Anwältin, die sich in einem Spezialgebiet selbstständig machen wollte und damit bereits für ein klares Profil gesorgt hatte. Zur Existenzgründung wollte sie bei ihrer Hausbank einen Kredit in Höhe von 5000 EUR zur Finanzierung von Büroausstattung aufnehmen, welcher ihr mit der Begründung verweigert wurde, dass Kredite unter EUR für die Bank nicht von Interesse seien. Selbst ein öffentliches Förderprogramm, das ihren Businessplan für gut befand, konnte ihr nicht helfen, da im laufenden Jahr bereits zwei Anwälte im Raum Hamburg finanziert wurden. (Kneiding 2005) An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Europäische Kommission bereits im Jahre 2000 eine klare Definition für den Begriff Mikrokredit einführte, welche solche Kredite einschließt, die eine Höhe von EUR nicht übersteigt. (KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a, S. 3) Diese Arbeit hält sich an diese Definition. Das Fallbeispiel der Hamburger Anwältin veranschaulicht das Problem, das von der EU kritisiert und von Umfragen belegt wird: Selbst im scheinbar finanzsicheren Deutschland scheint die Zugänglichkeit des Finanzmarktes für Existenzgründer nicht so selbstverständlich zu sein, wie einem manche Publikationen der Bankinstitute vermuten lassen. Wie stark die Wirkung von Mikrokreditvergabe innerhalb der EU sein kann, ist an einigen Beispielen zu erkennen, auf die auch später noch eingegangen werden soll. 9

10 Um schon an dieser Stelle Zahlen zu nennen, die deutliche Wirkungen zeigen, soll hier ein Blick auf Frankreich geworfen werden, genauer auf die Association pour le droit à l initiative Economique (ADIE): Im Jahre 2002 vergab die Vereinigung Kredite an 5000 neue Kleinstunternehmen (2001 waren es noch 3500 gewesen, 1998 erst 1600 und 1996 gerade einmal 850) bei einer durchschnittlichen Höhe von 3500 EUR (Gesamtbetrag 17 Mio. EUR). Sie trug damit in den letzten 9 Jahren zur Schaffung von Kleinstbetrieben und Arbeitsplätzen bei. Die Ausfallquote liegt gegenwärtig bei 6,5 %. (Maas 2003) Was die negative Wirkung von Mikrokrediten angeht, wird auch Kritik geübt. Gerade bezüglich der Ausfallquote wird von Kritikern der sozialen Mikrokreditvergabe behauptet, diese läge zu hoch und Kreditnehmer würden somit häufig in lebenslange Schulden getrieben werden. Diese Kritik mag in bestimmten Regionen der Welt berechtigt sein, denn natürlich kann, durch Mangel an Bildung sowie unternehmeerischer Fähigkeit bzw. Erfahrung der Kreditnehmer, auch ein negativer Effekt einsetzen. Da diese Arbeit sich aber bewusst auf den EU-Raum und Deutschland konzentriert, soll hier nicht weiter auf diese Wirkung eingegangen werden. Vielmehr verdeutlichen vorhandene Zahlen, dass die Ausfallraten im Bereich der Mikrokredite im EU-Raum im Bereich des Normalen liegen. So liegt diese bei den größten deutschen Instituten im Schnitt bei unter 10 Prozent. (Kritikos 2004b) Wie auch bereits am Beispiel der Association pour le droit à l initiative Economique (ADIE) gezeigt, ist dieses Problem auch in anderen Ländern innerhalb der EU nicht akut. Die Überlebensquote der durch ADIE geförderten Unternehmen lag nach zwei Jahren bei 64 Prozent. Das entspricht in Frankreich dem allgemeinen Durchschnitt der Überlebensquote von Unternehmen. Auch die Ausfallsquote wurde zwischen 1989 und 2001 von 20 auf fünf Prozent gesenkt. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 44) (Quelle: ADIE) 10

11 Der Bedarf für Mikrokredite innerhalb der EU und Deutschland ist also vorhanden. Angesichts akzeptabler Ausfallraten, sind die Forderungen der Europäischen Kommission zur Verstärkung des Angebots nachzuvollziehen. 3 Vorhandene Modelle zur Vergabe von Mikrokrediten 3.1 Mikrokreditmodelle und -typen Um später die Realisierungsmöglichkeiten ehrenamtlich geführter Mikrokreditvergabe betrachten zu können, soll nun in diesem, sowie den direkt folgenden Kapiteln, ein Überblick über existierende Organisationen und üblicher Vergabemodelle geschaffen werden. Dabei besteht kein Anspruch auf eine vollständige Auflistung von Mikrofinanz-Organisationen. Vielmehr sollen überwiegend jene Modelle vorgestellt werden, die für diese Untersuchung von besonderer Relevanz sein könnten. Darüber hinaus soll ein Überblick über bestehende Modelle und Typen des Microlendings gegeben werden. Microlending, im Sinne der Vergabe von Kleinstkrediten, taucht in der thematischen Landschaft in unterschiedlicher Form und Höhe auf. Dabei lässt es sich nach vier Typen von Kleinstkrediten unterscheiden (Evers und Habschick 2003): 1. ML für Gründer und Neue Selbständigkeit Diese Programme haben international die stärkste soziale Ausrichtung, da sie sich an Arbeitslose, Minderheitengruppen oder die "Ärmsten der Armen" richten. Die Kreditsummen bleiben meist unter 10 TEUR, die Zielgruppe hat hohen Bedarf an Training/Coaching und die traditionellen Banken sind an dem Segment höchstens im Rahmen von Social Sponsoring interessiert. 2. ML für bestehende Kleinstunternehmen nach der Gründung 11

12 Hier finden sich meist Stufenkreditinstrumente für Betriebsmittel zwischen 5 und 25 TEUR. Auch hier besteht hoher Coaching-Bedarf, es gibt jedoch eine Interessenschnittmenge zum Banksektor, da dieser auf diese Weise die schwierige Zielgruppe outsourcen kann. 3. ML als Festigungsfinanzierung Zielgruppen sind hier Kleinbetriebe kurz vor der Schwelle zur "bankability" (Betriebsmittel oder Investitionen, TEUR, geringerer Unterstützungsbedarf). 4. Traditioneller Kleinkredit Für Banken bei richtiger Ausgestaltung selbst kostendeckend abwickelbar. Finanzierungen oberhalb etwa 50 TEUR für Kleinunternehmen ohne oder mit geringem Bedarf an sonstiger Unterstützung. International besteht dieses Segment häufig aus ehemaligen Kreditnehmern von ML-Initiativen. Diese Arbeit konzentriert sich auf die erste beiden Typen, da sie den ursprünglichen und sozialen Hintergrund des Mikrofinanzierung umfassen, wohingegen speziell der vierte Typ bezüglich der Höhe der Kreditsummen bereits oberhalb der von der EU Kommission definierten Grenze von Mikrokrediten ( EUR) rangiert. (KOM- MISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a, S. 3) Außerdem sollte es, laut der Aufrufe der Europäischen Kommission und der Aktionen im Rahmen des International Year of Microlending 2005, das Ziel von Mikrokreditinitiativen sein, gerade benachteiligte Zielgruppen zu erreichen, die eventuell nicht alle klassischen Bedingungen der Kreditvergabe erfüllen können und somit ein höheres Risiko für Banken darstellen. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 16) Dies liegt auch im Falle des dritten Typs so nicht vor, da es sich hier bei den Kreditantragstellern um bereits existierende Kleinunternehmen handelt, die besseren Zugang zum Finanzmarkt besitzen, als das bei Existenzgründern bzw. Kleinstunternehmen der Fall ist. (KOMMIS- SION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a) Aus den verschiedenen Typen des Microlendings, haben sich die unterschiedlichen Modelle der Mikrokreditvergabe entwickelt. An Struktur gewinnt die Vielfalt der Or- 12

13 ganisationen und Institutionen durch die Einteilung in folgende vier Modelle, wie sie von Roth und Steinwand formuliert wurden: Upgrading Das Upgrading-Modell sieht vor, bestehende NGOs aus dem Bereich des Microlendings in professionelle Finanzinstitutionen zu wandeln. Dieses Modell fand in Mittelund Lateinamerika und in Afrika häufig Anwendung, war jedoch aufgrund der entwicklungspolitischen Zielsetzung der NGOs bei diesen nicht sehr populär. (Roth und Steinwand 2004, S. 5) Downscaling Das Downscaling -Modell sieht dagegen vor, Mikrokredite in das Angebot vorhandener Geschäftsbanken zu integrieren, und somit benachteiligten Bevölkerungsgruppen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu schaffen. Da kommerzielle Banken dazu häufig nicht bereit oder nicht in der Lage sind, kam auch dieses Modell bisher nur sehr beschränkt zum Einsatz. (Roth und Steinwand 2004, S. 5) Greenfieldbanking Das Modell Greenfieldbanking bezeichnet die Neugründung kommerzieller Mikrofinanz-Institutionen, im Sinne der Gründung auf der grünen Wiese, also ohne direkte Abhängigkeit zu existierender organisatorischer Infrastruktur. Nachteil dieses Modells sind die erheblichen Anfangsinvestitionen in Strukturaufbau und Ausbildung von Personal. Für dieses Modell sind langfristige Kapitalbeteiligungen von Geberinstitutionen und Consultingwirtschaft sowie Management- und Beratungsdienstleistungen typisch. (Roth und Steinwand 2004, S. 5) Linkage Das Linkage -Modell, bezeichnet die Verbindung von Banken mit bestehenden Selbsthilfegruppen und kann als sehr erfolgreiches Modell bezeichnet werden. Dieses 13

14 Modell schließt die Finanzierung lokaler Mikrokreditinstitute durch nationale oder internationale Banken ein. (Roth und Steinwand 2004, S. 5) 3.2 Sicherheiten Die Besicherung von Mikrokrediten ist ein Schlüsselfaktor in der gesamten Thematik. Neben der Rückzahlungs-Leistung des Kreditnehmers ist sie hauptauschlaggebend für das Risiko, das der Kreditgeber zu tragen hat und kann damit entscheidend für den Realisierungserfolg eines Mikrokreditmodells sein. Bei Zahlungsausfall entscheidet letztendlich die Besicherung, wie hoch sich der Schade für den Kreditgeber beziffert. Wie bereits zu Beginn dieser Arbeit erwähnt, sind es die mangelnden Sicherheiten, die die klassischen Banken von Mikrokrediten Abstand nehmen lassen, da diese von der Zielgruppe normalerweise nicht in ausreichendem Maße erbracht werden können. Im Bereich des Microlendings haben sich zwei Vertragsmodelle etabliert, die die typischen Probleme zwischen Kreditnehmer und -geber abschwächen sollen und die deshalb von existierenden Organisationen angewandt werden: - Der individuelle Mikrokreditvertrag - Der Gruppen-Mikrokreditvertrag (auch als Peergroup-Lending bezeichnet) Unter der Anwendung des Gruppen-Mikrokreditvertrags, werden Kredite zwar auch an Einzelpersonen vergeben, jedoch müssen diese, statt konventionelle Sicherheiten zu bieten, eine Gruppe von drei bis zehn Personen um sich bilden, die alle gegenseitig verantwortlich für Kredite der Gruppe bzw. deren Rückzahlung sind, bis jedes Mitglied der Gruppe seinen Kredit voll zurückgezahlt hat. (Vigenina und Kritikos 2004, S. 2) Aus diesem Grund werden diese Art Kredite auch als Solidarkredite verstanden. 14

15 Bei Gruppenkrediten entscheiden alle Mitglieder der Gruppe, in welcher Reihenfolge die Kreditvergabe erfolgt, also welche Person zuerst einen Kredit bekommt. Bevor diese Person ihren Kredit inklusive Zinsen nicht vollständig oder teilweise zurückzahlen konnte, erhält keine weitere Person der Gruppe einen Kredit. Abhängig von der angewandten Art des Modells, übernehmen die Mitglieder einer Gruppe somit einen unterschiedlich starken Grad der Verantwortung füreinander, bis hin zur gegenseitigen Einsichtnahme in die gesamten Finanzen. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 13) Auch in Europa gibt es verschiedene Gruppenbürgschaftsprogramme, die Mikrokredite leichter zugänglich machen sollen. Dabei können Mikrokredite an vier bis fünf Personen vergeben werden, die alle mit einem bestimmten Prozentsatz der Kreditsumme in Vorleistung gehen. Das auf diesem Weg erzeugte Budget steht im Falle des Zahlungsverzuges eines Gruppenmitgliedes als Überbrückungs-Lösung bereit und liefert damit einen wichtigen Sicherheitsfaktor für die Bank, die in diesem Fall, sowie nach einer gemeinschaftlichen Entscheidung aller Gruppenmitglieder, den Zahlungsverzug aus diesem Budget begleicht. Diese Art der Bürgschaft sorgt außerdem für eine geringere Ausfallquote, da die meisten Modelle eine gemeinschaftliche Verantwortung aller Gruppenmitglieder zur Rückzahlung vorsehen und somit der Rückzahlungsdruck auf die einzelnen Mitglieder steigt. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 17) In Deutschland ist dieses Modell bei der Organisation Siebe Säule anzutreffen. Hier erfolgt eine Voreinzahlung von 10 Prozent der Kreditsumme in einen so genannten gemeinsamen Sicherungsfond. Die Gruppenmitglieder haften mit ihrer Einlage gesamtschuldnerisch. (Maas und Meißner 2004, S. 10) Bei Anwendung des individuellen Mikrokreditvertrags dagegen, verlangt der Kreditgeber vom Kreditnehmer zunächst Sicherheiten, wie sie von traditioneller Kreditvergabe bekannt sind. Jedoch unterscheidet sich dieses Verfahren insofern, dass hier neben herkömmlichen Bewertungsverfahren auch neuartige Prüfungsmethoden (Screening) zur Anwendung kommen können, die allgemein als credit rationing be- 15

16 zeichnet werden. (Vigenina und Kritikos 2004, S. 2) Diese umfassen moderne Analysemethoden zur frühzeitigen Bewertung des Ausfallrisikos. (Vigenina und Kritikos 2004, S. 4) Das Hamburger Mikrokredit Institut Confias verfolgt den Ansatz der individuellen Mikrokreditvergabe und setzt dabei zu seiner Sicherheit, so weit wie diese durch den Kreditnehmer erbracht werden können, auf traditionelle Sicherheiten, verfolgt aber zur Ergänzung den Ansatz der Sicherheit durch Referenzen aus dem Umfeld des Kreditnehmers, wie z.b. von Lieferanten, Geschäftspartnern oder Kunden. (Confias Mikrokredit Institut GmbH 2011) Diese Art der Besicherung durch Referenzen, wird auch von Christophe Guene, SOFI - money & banking for Society, Brüssel, empfohlen: Vor dem Herzanziehen reeller Sicherheiten sollte die Besicherung durch die Gründerpersönlichkeit geprüft werden. Klarheit über die Gründerpersönlichkeit könne man sich unter anderem verschaffen, indem man etwa drei unabhängige Referenzschreiben von ehemaligen Vorgesetzten zur Bewertung des Arbeitsstils, der Gründungsidee etc. einfordert. Sicherheit bestünde auch zum Beispiel dann, wenn die Gründerperson bereits zum Zeitpunkt der Kreditverhandlungen Aufträge von zukünftigen Kundinnen und Kunden vorweisen kann. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 16) Deutsche Kleinkreditinitiativen wie Siebte Säule und MONEX verzichten in ihren Modellen auf die klassische Einbringung eigener Sicherheiten des Kreditnehmers. MONEX verlangt allerdings eine Beteiligung am Fremdkapital aus dem privaten Umfeld des Kreditnehmers in Höhe von 25 Prozent, vorzugsweise 50 Prozent. Siebte Säule verlangt zwar im Falle von Individualkrediten eine 50-Prozentige Abdeckung der Kreditsumme durch Bürgen, sowie weitere 50 Prozent Abdeckung durch Sachmittel, akzeptiert aber auch asymmetrische Sicherheiten, die von hohem persönlichem Wert für den Kreditnehmer gekennzeichnet sind. Die Bürgen werden dabei nicht sofort als finanzieller Fall-back eingesetzt. Vielmehr soll ihr sozialer Einfluss sowie persönliche Unterstützung positiv auf den Kreditnehmer einwirken. (Maas und Meißner 2004, S. 10) 16

17 Asymmetrische Sicherheiten gelten als offizielle Art der Besicherung im Bereich des Microlendings und sind als symbolische Werte beliebiger Art zu verstehen, die als Ersatz für klassische Sicherheiten erbracht werden können, welche nach ihrem monetären Wert bemessen werden. Eine asymmetrische Sicherheit kann beispielweise ein Erbstück sein, das seit mehreren Generationen in Familienbesitz ist. (Zdrahal- Urbanek 2007, S. 20) Eine weitere Möglichkeit zur Schaffung von Sicherheiten ist die Begleitung der Kreditnehmer in der Gründungsphase ihres Unternehmens. Diese Betreuung kann sich sowohl in der Überprüfung des unternehmerischen Erfolgs, aber auch in Coaching- Maßnahmen ausdrücken, deren Absolvierung teilweise auch verpflichtend mit dem Mikrokredit gekoppelt ist. Beispielsweise bietet ADIE solche Schulungsmaßnahmen an (Maas 2003), aber auch Siebte Säule begleitet seine Gründerinnen und Gründer mit intensivem Kredit-Coaching, dessen Bestandteil auch Krisenintervention ist (Panzer 2003). Verpflichtend gestaltet MONEX seine Coaching-Maßnahmen mit der Teilnahme an einen Coaching- und Controllingprogramm von 2-3 Stunden im Monat. Enterprise Berlin bietet dagegen die Coaching-Maßnahmen nicht selber an, sondern kooperiert mit der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung. (Maas und Meißner 2004, S. 12) Um das Ausfallsrisiko weiter minimieren zu können, hat sich in einigen Modellen eine Methode namens Steplending etabliert. Darunter ist eine stufenweise Kreditvergabe zu verstehen. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 14) So sollen Anreize zur Rückzahlung eines Kredits erzeugt werden. Dazu wird von einem Sachbearbeiter des Kreditgebers eine Cash-Flow-Analyse durchgeführt, die zum Ergebnis das optimale Kreditvolumen im bestmöglichen Tilgungszeitplan haben soll. Der Kreditnehmer erhält dabei immer so viel Geld, wie er zur Finanzierung des nächsten Schrittes benötigt. Folgezahlungen werden erst durchgeführt, wenn der bereits vergebene Betrag plangemäß zurückgezahlt werden konnte. Dadurch wird nicht nur der Anreiz zur Rückzahlung erhöht, sondern auch das Risiko für den Kreditgeber reduziert, da kleinere Kredite leichter getilgt werden können. (Kritikos 2004a) Nicht zuletzt aus diesem Grund, kann generell ge- 17

18 sagt werden, dass die Kredithöhe durchaus für die die Höhe und Art der Besicherung entscheidend ist. Christophe Guene, SOFI, bezeichnet jene Kleinstkredite als sicher, deren Kreditsumme so klein ist, dass sie garantiert vom Kreditnehmer zurückgezahlt werden kann und nennt eine exemplarische Kredithöhe von 600,- EUR im Jahr. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 19) So wird klar, dass unter bestimmten Bedingungen, sogar weitgehend auf eine Besicherung verzichtet werden kann. Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber genannt, da davon ausgegangen werden kann, dass derartig niedrige Beträge wenig Nutzen stiften können. Der norwegische Hardaland Network Credit ist ein Beispiel für angewandtes Steplending im Bereich der Frauen-Förderung. Dabei kombiniert die Organisation das Peergroup-Lending, indem eine Kreditsumme von bis zu EUR an drei bis sieben Frauen ausgezahlt wird, die alle gemeinsam für die Rückzahlung haften, mit einer Form des Steplendings, da lediglich 80 Prozent des Kredits sofort zur Verfügung stehen. Die Fortführung durch Anschlusskredite ist abhängig von der erfolgreichen Rückzahlung des Kredits aller Gruppenmitglieder. Ein Sicherheitsfont, wie er aus dem Peergroup-Lending bekannt ist, wird ebenfalls eingesetzt. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 57f) 3.3 Kapitalerwerb Die unterschiedlichen Modelle, die sich für Microlending in verschiedenen Teilen der Welt durchgesetzt haben, betreffen nicht nur das Thema Sicherheiten, sondern variieren auch in der Quelle ihres Kapitals. Der Kapitalerwerb für Mikrokredite wird dabei gerade innerhalb EU meist von staatlichen Förderbanken übernommen. Im Jahr 1999 haben sich in Europa 15 eigenständig agierende Finanzierungsinstitute aus 14 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Kroatien zu einem Netzwerk mit dem Namen NEFI (Network of European Financial Institutions for Small and Medium Sized Enterprises) zusammengeschlossen, die alle aus ihrem Stammland einen 18

19 öffentlichen Auftrag erhalten haben, [ ] den KMU einen besseren Zugang zu Kredit- und Finanzdienstleistungen zu verschaffen und ihnen Know-How zu vermitteln. (NEFI 2011) Die Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau gehört dem NEFI an. Neben der Vernetzung von Förderbanken spielt die EU noch eine weitere wichtige Rolle in der Thematik. Zum einen sind aus EU-Fördermitteln Gelder verfügbar, die über regionale Programme bezogen und mit deren Hilfe Kreditinstrumente finanziert werden können. Dazu gehören die Gelder für Regionalentwicklung (EFRE) und Gelder für Sozialentwicklung (ESF). Was das EFRE-Budget betrifft, so sind Kredit-, Garantie- und Risikokapitalfonds in den Programmdokumenten explizit als unterstützbar erwähnt und sogar empfohlen. Allerdings ist die Inanspruchnahme der Fördergelder an Bedingungen geknüpft, die u.a. die geographische Lage des Einsatzprojektes vorschreiben. Diese Bedingungen gibt es bei ESG-Geldern nicht, allerdings dürfe diese nicht als Kreditfond verwendet werden, sondern lediglich für begleitende Maßnahmen, wie beispielsweise Ausbildung. Weiter gibt es EU-Initiativen wie beispielsweise Interreg, Urban, Leader und Equal, die alle in einem bestimmten gesellschaftlichen Bereich verankert sind und dort Fördermittel zur Verfügung stellen. Eine weitere wichtige Rolle spielt in der EU die Directorate General for Enterprise (DG-Enterprise). Diese hat dem Europäischen Investmentfond (EIF) eine konsequente Summe zur Finanzierung von Garantien für Mikrokredite bis EUR zur Verfügung gestellt. Dieses Förderung ist allerdings in erster Linie für Organisationen gedacht, die schon eine Reihe an Kunden und Krediten aufweisen können und eher auf Banken ausgerichtet. (Guene 2004) Eine Art des Kapitalerwerbs im Bereich des Microlendings, ist also die direkte Finanzierung aus öffentlichen Fördergeldern, oder die indirekte Finanzierung, durch staatlich geförderte Banken, die auf dem Finanzmarkt im konventionellen Sinne aktiv sind. Liegen solche Fördermittel nicht vor, muss die Finanzierung von privaten (Non- )Profit-Organisationen anderweitig organsiert werden, wie beispielsweise durch private Investoren. Institutionen dieser Art werden in den USA als Finanzintermediäre 19

20 bezeichnet und arbeiten dort mit großem Erfolg. (Kritikos und Zientz 2004) Aber auch in Europa gibt es erfolgreiche Modelle, die sich größten Teils durch private Investoren finanzieren. So geht beispielsweise aus dem Social Performance Report des Schweizer Unternehmens responsability, das sich selbst als Social Investment AG bezeichnet, ein Gesamtvolumen des durch Privatinvestitionen generierten Mikrofinanzfonts im Jahr 2009, von 840 Millionen US-Dollar hervor. (responsability - Social Investments AG 2010, S. 9) Besonders in der westlichen Welt, hat sich inzwischen das klassische Modell durchgesetzt, das Geldgeber von Kreditvermittlern, wie beispielsweise Gründungsinitiativen, organisatorisch trennt. Geldgeber können neben speziellen Fonds auch Kooperationsbanken sein. Diese Art der Kooperation zwischen Bank und Gründungszentrum ermöglicht eine besonders effiziente und sparsame Abwicklung des Microlendings, erhöht in erster Linie aber auch die Chance, Banken für den Mikrofinanzsektor zu gewinnen, da die zeitaufwändigen und damit für Banken kostenintensiven Gespräche mit dem Kreditnehmer, sowie die Bewertung dessen Persönlichkeit und Geschäftskonzepts, als auch Nachbetreuung und weitere Verwaltungsaufgaben, durch ein Gründungszentrum durchgeführt werden. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 13) In Deutschland hat diesbezüglich die GLS Gemeinschaftsbank e.g. eine führende Rolle übernommen. Seit dem Jahr 2006 betreibt die GLS Bank mit Auftrag der Bundesregierung Deutschland und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mikrofinanzinstitut (DMI), den Mikrokreditfond Deutschland, einem Fond, der ausschließlich zur Vergabe von Mikrokrediten vorgesehen ist. Der Unterschied zu normalen Existenzgründerprogrammen liegt dabei in erster Linie in der engen Verzahnung von Beratung und Finanzierung. Der Mikrokreditfont Deutschland wird, neben Geldern der GLS Bank, aus Mitteln des ERP-Sondervermögens, dem bereits 1948 eingeführten European Recovery Program, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bereitgestellt wird, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bankengruppe), und dem Europäischen Sozialfonds finanziert. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2011c) 20

21 Der Fond dient dabei allein der Finanzierung von Mikrokrediten. Die Arbeit am Kreditnehmer, vom Antrag bis zur Abwicklung, liegt beim so genannten Mikrofinanzierer. Damit wird die Anlaufstelle für Kreditnehmer bezeichnet, also beispielsweise Gründungszentren oder Beratungsorganisationen, die vom DMI (Deutschen Mikrofinanz Institut) geprüft und akkreditiert werden. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2011b) Der Verein MONEX Mikrofinanzierung Baden-Württemberg e.v. ist ein Beispiel für einen solchen Mikrofinanzierer, der mit der GLS Bank als Kooperationsbank zusammenarbeitet. Die Gründungsinitiative geht dabei auf das Stuttgarter Existenzgründerzentrum (EXZET) zurück, die MONEX im Jahre 1995 als Mikrokreditfond gründete. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 32) Dabei begann MONEX seine Arbeit bereits weit vor den Zeiten des Mikrokreditfonds Deutschland und musste so auch seine eigenen Darlehensfonds schaffen. Im Jahre 2003 bekam MONEX von der Landeshauptstadt Stuttgart EUR und konnte damit seinen vierten Darlehenssicherungsfond gründen. Das gesamte verfügbare Kapital der EXZET umfasste damit zu diesem Zeitpunkt bereits EUR und setzte sich neben den städtischen Geldern aus den Fonds der Deutschen Bank Stiftung Alfred Herrhausen Hilfe zur Selbsthilfe, einem kleinen Privatfond und einem eigenen Fond zusammen. Erwähnenswert ist die Entwicklung des Fonds für MONEX. EXZET entschied sich zunächst, diesen aus eigenen Kräften aufzubauen und konnte dabei einige wichtige Erkenntnisse bezüglich des Kapitalerwerbs zu diesem Zweck gewinnen: Zum einen steigt die Beteiligungs-Bereitschaft öffentlicher Einrichtungen zur Beteiligung an Initiativen wie MONEX, wenn diese den Eindruck haben, dass diese von einer breiten Basis getragen wird. Das EXZET setzte dabei auf den direkten Kontakt zu Vereinsmitgliedern und dem näheren Umfeld, um Überzeugungsarbeit für das Vorhaben zu leisten. Durch dieses Bemühen konnte die Organisation die ersten 6000 EUR schöpfen und daraus bereits zwei Mikrodarlehen vergeben. Die Erkenntnis daraus war, 21

22 dass durch die Gespräche mit den Mitgliedern während der Überzeugungsarbeit nicht nur das Profil von MONEX noch weiter geschärft werden konnte, sondern ein hoher Grad der Identifikation mit dem Vorhaben innerhalb der eigenen Organisation geschaffen werden konnte. Diese Erkenntnisse waren Grundlage für den schnellen Erfolg, was wiederum die Gewinnung weiterer Sponsoren erleichterte, wozu auch die GLS Bank gehört. (Förster 2003) 3.4 Verteilungskriterien Da die Vergabe von Mikrokrediten, auch aus Zwecken der Sicherheit für die Vergabeinstitution, eine kontrollierte Form erfordert, stellt sich für jedes Microlending- System die Frage nach der Zielsetzung, denn nicht zuletzt davon hängen die Verteilungskriterien des Systems ab. Eine standardisierte Kriterienliste gibt es also nicht. Vielmehr benötigt jede Microlending-Organisation eine klare Philosophie bzw. Zielsetzung, aus denen ihre Verteilungskriterien abgeleitet werden können. Trotzdem verfolgt Microlending in seinen üblichen Formen, zumindest als großes Teil-Ziel, einen sozialen Zweck, was nicht zuletzt auch aus der bereits erwähnten Zurückhaltung der großen Finanzinstitute hervorgeht, die in erster Linie ökonomische Ziele verfolgen. NGOs verfolgen meist eine ganze Reihe von sozialen Zielen, zu denen insbesondere die soziale Eingliederung gehört. (KOMMISSION DER EUROPÄI- SCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a, S. 10) Diese Arbeit befasst sich mit Microlending im herkömmlichen Sinn, also mit einem - nicht zwingend ausschließlichen - sozialen Zweck. Deswegen lassen sich allgemeingültige Zielsetzungen ableiten, die für Microlending relevant sind. So schreibt die Europäische Kommission in ihrem Arbeitsdokument zu Mikrokrediten in Europa, dass das Hauptziel zunächst darin bestehen müsse, dass sich das Kleinstkreditgeschäft selbst trägt. Deswegen solle die öffentliche Förderung diesem Ziel ent- 22

23 sprechen und daraufhin regelmäßig überprüft werden. (KOMMISSION DER EURO- PÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a, S. 2) Ausgehend von diesem Ziel ist für die Verteilung der Kredite somit wichtig, dass die Ausfallrate so gering bleibt, dass das System möglichst nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Die Ausfallrate kann generell durch großzügiges Aussieben der Kreditanträge reduziert werden, indem nur etwa vier bis fünf Prozent der Anträge bewilligt werden. (Christophe Guene, SOFI) (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 16) Da diese Zielsetzung der Intention des Microlendings, nämlich der Vergabe an Akteure aus Zielgruppen, die die normalen Sicherheiten nicht bedienen können, in einigen Fällen widerspricht, könnte hier eine der größten Herausforderungen der Organisationen bestehen. Denn nicht zuletzt sollte das Ziel, auch nach dem Willen der Europäischen Kommission, sowie den [ ] Aktionen im Rahmen des International Year of Microlending 2005 sein, gerade benachteiligte Zielgruppen zu erreichen, die eventuell nicht alle klassischen Bedingungen der Kreditvergabe erfüllen können, die also ein höheres Risiko für Banken darstellen. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 16) Wirft man einen Blick auf die Vergabekriterien existierender Institutionen wird deutlich, dass, gerade bei der Trennung von Fond und Mikrofinanzierer, die Kriterien nicht immer vom Mikrofinanzierer allein aufgestellt werden, sondern auch vom Fond- Betreiber kommen können. Dies ist beispielsweise bei den deutschen Mikrofinanzierern Enterprise und Siebte Säule der Fall, die beide auf den Fond Neue Arbeit der Deutschen Bank-Stiftung zurückgreifen. (Maas und Meißner 2004, S. 5) Diese Stiftung stellt als Anforderung für die Kreditvergabe, dass der Kreditnehmer nicht älter als 30 Jahre ist. Da es sich bei den beiden Mikrofinanzierern um Gründungsinitiativen handelt, die hauptsächlich auf die Bedürfnisse Arbeitsloser eingehen wollen, ergibt sich hier eine klare Anforderung an Kreditnehmer bzw. eine klare Zielgruppe: Arbeitslose GründerInnen unter 30 Jahren. 23

24 4 Voraussetzungen für ein ehrenamtlich geführtes Mikrokredit- Institut 4.1 Grundlegende Überlegungen As the microcredit market matures in a given country or region, donors and others should pay more attention to reducing operating costs to ensure the most efficient, competitive interest rates possible. (Goodwin-Groen 2002, S. 1) Dieses Zitat bildet die Grundlage für die Idee, sowohl dem Ehrenamt, als auch moderner Internettechnologie im Bereich des Microlending eine stärkere Rolle zukommen zu lassen, um die Abläufe in einem Mikrokreditmodell so kosteneffizient wie möglich zu gestalten. Ein Mikrokredit-Institut voll ehrenamtlich zu betreiben, stellt hohe Anforderungen an das Konzept. Die Idee, die diese Arbeit prüfen will, besteht darin, die besten Konditionen für ein Modell zu prüfen, das folgende Anforderungen erfüllt: - Das Modell soll in Deutschland im Non-Profit Bereich umsetzbar sein - Das Modell soll ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeit betrieben werden können. - Das Modell soll die Bedürfnisse der meisten Mikrokreditnehmer in Deutschland berücksichtigen. - Für den Betrieb des Modells sollen moderne Kommunikationswege genutzt werden, die die Möglichkeiten des WEB 2.0 berücksichtigen. Bei der Entwicklung eines solchen Modells sollen neben den bisherigen Erfahrungen in diesem Themengebiet auch Methoden aus bestehenden Modellen aufgegriffen werden. Im Folgenden soll der Hintergrund und die Motivation dieser Idee weiter erläutert werden: 24

25 Die Idee, das Modell in Deutschland umzusetzen, beruht nicht zuletzt auf der bisher relativ schwach besiedelten Microlending-Landschaft. Die größten vorhandenen deutschen Mikrokreditinstitute Siebte Säule, Monex und Enterprise Hamburg hatten bei einer Untersuchung vor 5 Jahren in Summe nur etwa 100 Kreditnehmer, während die meisten anderen Institute mehrere Tausend hatten. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 11) Dass aber Bedarf besteht, geht zum einen aus den Darlegungen in Kapitel 2 hervor und nicht nur die EU sieht dringenden Bedarf an Mikrofinanzierung. Bereits im Jahr 2004 wies der Bundesrat darauf hin, dass zusätzlicher Handlungsbedarf beim Zugang zu Kapital für Investitionen und Betriebsmittel nötig ist. Dabei erging eine ausdrückliche Aufforderung des Bundesrats an die Bundesregierung, [ ] Möglichkeiten zur Ergänzung der Instrumente Überbrückungsgeld und Ich-AG um funktionsfähige Instrumente der Kreditvergabe an erwerbslose Gründungswillige zu prüfen, da die bislang bestehenden Möglichkeiten (insbesondere KfW-Mikrodarlehen) die Zielgruppe auf Grund des Hausbankprinzips kaum erreichen. (Maas 2004) Auch wenn beide genannten Instrumente zwischenzeitlich abgeschafft wurden, so besteht doch weiter der Bedarf speziell jene Gründungswillige zu erreichen, die bei ihrer Hausbank keine Kredit- Historie vorweisen können. Wie bereits in dieser Arbeit dargestellt, besitzt Microlending, bedingt durch relativ geringe Rendite bei hohem Aufwand, speziell in Deutschland wenig Akzeptanz bei den großen privaten Finanzinstituten. Da gerade die großen Finanzinstitute noch am ehesten in der Lage wären, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, um ein Mikrokreditsystem zu tragen, liegt der Gedanke nahe, die ausschlaggebende Zielsetzung des Modells weg von hohen Renditeerwartungen, hin zum gesellschaftlichen Mehrwert zu setzen. Ist diese Ziel erst einmal klar, muss das Modell zunächst keine monetären Gewinne erwirtschaften, sondern sollte sich lediglich in absehbarer Zeit selbst tragen, so wie die Europäische Kommission dies fordert. (KOMMISSION DER EUROPÄI- SCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004a, S. 2) 25

26 Damit ein ökonomisch tragfähiges Modell erreicht werden kann, sollte dieses nicht nur an die lokalen Rahmenbedingungen angepasst werden, sondern auch kostenintensive Strukturen vermeiden. Das bedeutet für die Umsetzung: - Einfache und kosteneffiziente Abwicklung der Mikrofinanzprodukte - Die Rahmenbedingungen der Kredite (Höhe, Laufzeit, Raten) berücksichtigen den Cash-Flow, der durch die Investition erwartet werden kann oder voraussichtlich zu erwarten ist. - Zinsen und Gebühren sind so hoch anzusiedeln, dass Kosten durch Risikovorsorge, Refinanzierung und Verwaltung gedeckt sind. (Roth und Steinwand 2004, S. 4) Letzterer Punkt scheint zunächst im Widerspruch zum sozialen Hintergrund des Microlendings zu stehen, denn hohe Zinsen erzeugen hohe Kosten für den Kreditnehmer. Betrachtet man jedoch die spezifische Problemstellung, der sich das Microlending stellt, wird klar, dass das Problem der Zielgruppe nicht die Zahlungsfähigkeit ist, sondern der Mangel an Sicherheiten. Das größte Problem ist also dann gelöst, wenn der Kreditnehmer den Kredit bekommt und sich daraus eine Existenz aufbauen kann. Ist er damit erfolgreich, wird er auch höhere Zinsen zurückzahlen können, zumal ihm nur dadurch die Möglichkeit der Selbstständigkeit eröffnet wurde. Es existieren sogar Wirkungsanalysen, aus denen hervorgeht, dass [ ] der Zugang zu Mikrokrediten bzw. Mikroersparnissen wichtiger ist als die Zinshöhe. (Roth und Steinwand 2004, S. 1) An die Zinssätze, die im Sinne des Zitats von Ruth Goodwin-Groen am Anfang des Kapitels als best interest rates possible bezeichnet werden, besteht also nicht der Anspruch, mit Zinssätzen großer Kredite zu konkurrieren. Sie sollen lediglich im Sinne eines tragfähigen Microlending-Systems so gering wie möglich auszufallen. Ein Beispiel macht deutlich, warum die Konkurrenz zu großen Krediten nicht angestrebt werden sollte: 26

27 Wenn die Fix-Kosten pro Kredit 25$ betragen, liegt der prozentuale Anteil eines Kredits über $ bei 0,25 Prozent, bei einem Kredit über 100$ jedoch bei 25 Prozent. (Goodwin-Groen 2002, S. 1) Da es sich im Bereich des Microlending um Beträge bis EUR und damit im niedrigen Bereich handelt, ist leicht nachvollziehbar, warum ein bestimmtes Zins- Niveau nicht unterschritten werden kann. Um für die Überprüfung des Modells ein sinnvolles Konzept zu verfolgen und die Wirkung nicht zu verfehlen, soll dieses, neben dem Anspruch der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, auf die Bedürfnisse der meisten Mikrokreditnehmer eingehen. Hierbei wird bewusst das Wort meisten verwendet, denn die Bedürfnisse variieren und der Anspruch, alle diese Variationen abzudecken wäre vermutlich vermessen. Dieser Anspruch an das Konzept beruht auf der potenziellen Gefahr, dass ein Modell überprüft wird, das zu sehr auf wirtschaftliche Tragfähigkeit ausgerichtet ist, dabei aber seine Wirkung bzw. die Bedürfnisse der Kreditnehmer vernachlässigt und letztendlich ein Produkt anbietet, für das in der Praxis kein Bedarf besteht. Es gilt also, eine gute Mitte zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialer Wirkung bzw. Befriedigung des Bedarfs zu finden. Bei einer Befragung durch Dr. Alexander Kritikos, einem der führenden deutschen Experten im Bereich des Microlendings, von fast 40 Kleinunternehmen in Hamburg, konnten bereits Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wo vermutlich die Hauptanliegen der Kreditnehmer liegen und daraus folgende Hypothesen aufgestellt werden: 1. Die Wahrscheinlichkeit, einen Kredit zu erhalten muss sehr hoch sein, damit eine breite Akzeptanz für das Produkt im Markt geschaffen wird. 2. Die Bearbeitungsdauer einer Kreditanfrage sollte höchstens eine Woche betragen. 3. Dem Kreditnehmer soll auch nach der Gründung noch die Möglichkeit haben, einen Kredit aufzunehmen. 4. Der Kreditbearbeiter muss das Geschäftskonzept seines Kunden verstehen. 27

28 5. Der Kreditnehmer will sich als vollwertiger Bankkunde verstanden fühlen und nicht das Gefühl vermittelt bekommen, als Bittsteller aufzutreten. 6. Die Flexibilität bei der Rückzahlung nimmt eine entscheidende Rolle bei der Produktdefinition ein. (Kneiding 2005) Für das Konzept bedeutet dies in erster Linie, dass die üblichen Bearbeitungszeiten für Kreditanträge nicht viel länger als eine Woche dauern sollten, da es sich hier um einen Schlüsselfaktor für den Kreditnehmer als Gründer handeln kann. Besonders wenn zeitempfindliche Investitionen finanziert werden sollen, etwa wenn es um die Pionierstellung auf einem Markt geht, darf nicht zu viel Zeit zwischen Antrag und Auszahlung vergehen. Die Tatsache, dass aus den Befragungsergebnissen hervorgeht, dass der Kreditnehmer sich als vollwertiger Bankkunde verstanden fühlen will, ist besonders im Bereich der Kommunikation zu berücksichtigen. Wenn das Internet einen höheren Bedeutungsgrad in den Kommunikationswegen zwischen Mikrofinanzierer und Antragsteller erlangen soll, so darf dieser Punkt nicht außer Acht gelassen werden, da Internetplattformen erfahrungsgemäß eine gewisse Anonymität mit sich bringen, die im Widerspruch zur persönlichen Kommunikation steht. Zur Konkretisierung eines Konzepts sollen zunächst weitere Faktoren für erfolgreiches Microlending dargelegt werden. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, spielt eine möglichst niedrige Ausfallrate für den Erfolg eines Mikrofinanzierers eine entscheidende Rolle und ist wichtig für die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Modells. Es muss also auch Ziel des zu prüfenden Konzeptes sein, die Ausfallrate zu steuern. Betrachtet man vorhandene Modelle, spielen für Rückzahlungsmotivation vor allem persönliche Beziehungen zwischen Kreditnehmer und Bürgen eine Rolle. Klar ersichtlich wird das im Peergroup-Lending, den Gruppenkrediten mit gegenseitiger Haftung, da ein Gruppendruck entsteht, der auf diesen persönlichen Beziehungen beruht (siehe Kapitel 3.2). Dass dieses System hinsichtlich der Rückzahlungsquote erfolgreich, aber auch im Interesse der Kreditnehmer ist, konnte zwischenzeitlich empirisch belegt werden. Dabei 28

29 kam heraus, dass im Peergroup-Lending ausreichend individuelle Anreize zur Rückzahlung der Kredite bestehen, wenn die Geschäfte sich gut entwickeln. Strategische Zahlungsausfälle seien dabei kein ernsthaftes Problem. Hinsichtlich des Drucks innerhalb der Gruppe, was die Investitionen in lediglich bestimmte Projekte angeht, waren laut der Studie ebenfalls keine Probleme erkennbar. Vielmehr wirkte sich in Fällen von Rückzahlungsproblemen dieses Anreizsystem positiv auf die Rückzahlungsaktivitäten aus. (Kritikos und Denitsa 2005, S. 234) Es zeigt sich also, dass persönliche Beziehungen zwischen Kreditnehmer und Bürgen, ein wichtiger Faktor im Bereich der Kredit-Besicherung sind und großen Einfluss auf die Rückzahlungsmotivation haben. Um die Abläufe für ein Mikrofinanzsystem effizient zu gestalten, hat es sich speziell in Deutschland bewährt, dass Gründungszentren (Mikrofinanzierer) und Banken kooperieren. Auf diesem Weg, lassen sich Banken leichter als Kapitalgeber für den Mikrofinanzsektor gewinnen, denn die kostenintensiven Leistungen des Microlendings werden von den Mikrofinanzierern bzw. den Gründungszentren übernommen. Entscheidend ist dabei für die Banken auch der reibungslose Ablauf der Verwaltungsvorgänge, die von Mikrofinanzierern - in ihrer Schnittstellenfunktion - so aufbereitet werden können, dass sie schnell bearbeitet werden können. (Zdrahal-Urbanek 2007, S. 13) Neben der gesteigerten Effizienz, gibt es jedoch auch rechtliche Gründe, die für die Kooperation mit einer Bank sprechen. Das Deutsche Kreditwesengesetz (KWG) setzt hohe Anforderungen an Banken, wie beispielsweise ein minimales Startkapital von fünf Millionen Euro (Kreditwesengesetz 33), die von einem Mikrofinanzierer normalerweise nicht aufgebracht werden können. Ein Mikrofinanzierer würde vor dem Gesetz als Bank agieren, sobald er selbstständig Kredite ausgäbe. Das Outsourcen der Kreditvergabe an eine bestehende Bank ermöglicht einem Mikrofinanzierer, nicht dem KWG zu unterliegen. Denn die Übernahme von Akquise und Verwaltungsaktivitäten für eine Bank, ist vor dem Gesetz nicht als Bankgeschäft zu bezeichnen, wenn die Auslagerung in einem zulässigen Kontext (Kreditwesengesetz 25a) steht. (Kneiding und Kritikos 2008, S. 7f) Demnach bleiben die rechtlichen Pflichten der Kreditvergabe 29

30 beim Kreditgeber, also der Bank. Dazu gehört in erster Linie auch eine angemessene Risikovorsorge (Kreditwesengesetz 25a (2)) Diese Regelung ermöglicht dem Mikrofinanzierer, die hohen Anforderungen der deutschen Bankenaufsicht nicht erfüllen zu müssen und ist aus diesem Grunde wichtig für das zu prüfende Modell. Nachdem in Deutschland seit dem Jahr 2006 die GLS Bank mit Auftrag der Bundesregierung den Mikrokreditfond Deutschland betreibt (siehe Kapitel 3.3) und damit speziell als Darlehensfond für Mikrofinanzierer zur Verfügung steht, liegt es nahe, im Sinne einer kosteneffizienten Struktur und der dafür grundlegenden, möglichst intensiven Nutzung vorhandener Infrastruktur, diese in das Konzept zu integrieren. Die GLS Bank arbeitet dabei mit dem Deutschen Mikrofinanz Institut (DMI) zusammen, das Mikrofinanzierer für die Nutzung des Deutschen Mikrokreditfonds der GLS akkreditiert und sogar explizit anwirbt. 4.2 Potential des Ehrenamts Obwohl es das Ziel des Modells ist, den personellen Aufwand zu reduzieren, bleibt natürlich für den Betrieb trotzdem ein gewisser Aufwand bestehen, der von Mitarbeitern getragen werden muss. Hier soll das Modell auf ehrenamtliche Mitarbeiter setzen, sodass keine Anstellung eines Mitarbeiters/Mitarbeiterin für den Betrieb des Systems nötig ist. Wie stark dabei die Motivation und Leistungsfähigkeit ehrenamtlicher Kräfte in diesem Bereich ist, dazu lassen sich zunächst keine harten Zahlen heranziehen. Allerdings zeigen Beispiele und Erfahrungen, dass die Voraussetzungen relativ gut sind. So betreibt die Microcredit Solidaire Suisse (MSS) in der Schweiz ein Mikrofinanzierungssystem, das zum größten Teil auf den Schultern Ehrenamtlicher liegt. So sind dort derzeit, laut Mitarbeiter der Organisation Christoph Gosdenoz, 30 Freiwillige im Einsatz, deren Tätigkeit sich auf die Prüfung der Mikrokredite, sowie Coaching der geförderten Kleinunternehmer konzentriert. Dabei handelt es sich bei den Freiwilligen mehrheitlich um Frauen und Männer mit Hochschulabschluss, sowie langjähriger Berufs- und Lebenserfahrung. (siehe auch Anhang 1) 30

31 Die Stiftung zeigt exemplarisch, dass dieses Organisationsmodell funktionieren kann. Bereits im Jahr 2008 und somit nach 10 jähriger Geschäftspraxis, waren 100 Mikrokredite über insgesamt zwei Millionen Franken vergeben, mit deren Hilfe mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. (Mikrokredit Solidaritaet 2008) Ausgehend von der Information, dass MSS zur Prüfung der Kreditanträge laut eigener Auskunft, nicht zwingend Fachpersonal benötigt, sondern lediglich Mitarbeiter, die überwiegend über einen Hochschulabschluss (Christoph Gosdenoz - Microcrédit Solidaire Suisse 2011) verfügen, kann man zwar keine klaren Rückschlüsse auf die Qualifikation der Mitarbeiter schließen. Es lässt jedoch die Vermutung aufkommen, dass für eine ausreichende Prüfung von Kreditanträgen nicht zwingend Fachpersonal aus dem Bankenwesen benötigt wird, sondern durchschnittlich qualifizierte Ehrenamtliche zu diesem Zwecke schon über ausreichend Wissen verfügen. Setzt man jedoch wenigstens den Anspruch eines Hochschulabschlusses als Voraussetzung für eine ausreichende Qualifikation, stellt dieses auch statistisch kein Hindernis für das Konzept dar. Der Anteil an AbiturientInnen, der in Deutschland tätigen Ehrenamtlichen zwischen 14 und 24 Jahren, beträgt ca. 43 Prozent. Dabei macht diese Altersgruppe einen Anteil von 36 Prozent der Ehrenamtlich engagierten Deutschen aus. (KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN 2004b, S. 6f) Nachdem Abiturienten normalerweise mindestens das 18. Lebensjahr erreicht haben, betrifft es nur einen eingeschränkten Teil dieses Prozentsatzes. Jedoch gelten 32 Prozent dieser Zielgruppe als freiwillig engagiert, obwohl sie bereits erwerbstätig sind. (Gensicke et al. 2005, S. 224) Auf die gesamtdeutschen Bürger betrachtet, sind lediglich 32 Prozent nicht ehrenamtlich engagiert. Genauso groß ist der Anteil derer, die bestimmt oder wenigstens eventuell dazu bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. (Gensicke et al. 2005, S. 81) 68 Prozent der ehrenamtlich Engagierten verpflichten sich in ihrem Engagement zu regelmäßigen Tätigkeiten, wobei 74 Prozent dies ohne absehbares Ende ihrer Tätigkeit tun. Was die Häufigkeit des Engagements angeht, so wäre ein wöchentlicher Einsatz des Personals, im Sinne kurzer Wartezeiten für Antragsteller von Mikrokrediten, wünschenswert. Statistisch sind ca. 21 Prozent der 31

32 Deutschen einmal wöchentlich ehrenamtlich engagiert, 23 Prozent zumindest mehrmals im Monat. (Gensicke et al. 2005, S. 112f) Ein sichere Aussage, wie groß Potential und Bereitschaft Ehrenamtlicher bezüglich des Engagements in einem Mikrofinanzinstitut in der Realität ausfallen, lässt sich anhand dieser Zahlen lediglich spekulieren und wie hoch es in der Praxis ausfällt, kann nur durch Versuche ermittelt werden. Am Beispiel der Microcredit Solidaire Suisse lässt sich jedoch erkennen, dass Potenzial zur Umsetzung besteht. 4.3 Potential des WEB 2.0 Die neuen Möglichkeiten des Internets bieten durch ihre Interaktivität und Multimedialität eine neue Form des Dialogs zwischen Nutzern von Web 2.0-Plattformen. Dabei spielt der Begriff des user generated content, den von Nutzern selbst erstellten Inhalten, eine wichtige Rolle in der Frage, welche Möglichkeiten der Begriff Web 2.0 umfasst. (Messerschmidt et al. 2010, S. 9). An vielen Stellen ist der Konsument inzwischen mit dem Begriff konfrontiert, der eigentlich erst seit sieben Jahren existiert. Dabei gibt es bisher keine offizielle Definition. Im Allgemeinen bezeichnet Web 2.0, das auch als Mitmachweb bezeichnet wird, eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets. Soziale Netzwerke ersetzen dabei das persönliche Netzwerken des Nutzers. Typische Web 2.0-Anwendungen sind beispielsweise - Wikis - Blogs - Foto- und Videoportale - Soziale Online-Netzwerke - Tauschbörsen und Preisvergleichsdienste - Bewertungsportale (Raake und Hilker 2010, S. 19f) 32

33 Durch die Anwendung der Möglichkeiten aus der Welt des Web 2.0, können sehr viele Leute erreicht werden. Dies ist ein wichtiger Faktor, was den sozialen Gedanken anbelangt. War früher der Einsatz moderner Computer und zusätzlicher Peripherie-Geräte nötig, so bringt heute jeder handelsübliche Computer alles Nötige zum Einsatz im neuen Internet mit. Software zur Generierung von eigenen Inhalten ist oft als kostenlose Freeware verfügbar. (Messerschmidt et al. 2010, S. 44) Es stellt sich also die Frage, inwiefern WEB 2.0 für Microlending nutzbar ist. Die Antwort findet sich in erster Linie in der Möglichkeit für einen Mikrofinanzierer, mit geringen personellem Aufwand, bundesweit vertreten zu sein (Messerschmidt et al. 2010, S. 9). Im Bereich konventioneller Banken, wurde dies bereits teilweise umgesetzt. So setzen Banken wie comdirect oder IngDiBa mit ihrer Strategie voll auf das Internet, um sich den Betrieb eines teuren Filialnetzes zu sparen. Allerdings sind diese Banken offensichtlich sehr zurückhaltend, was den Einsatz wirklicher Web-2.0- Anwendungen angeht. Eine Vorreiterrolle trägt hier die Deutsche Bank, jedoch nur im Bereich der unternehmensinternen Abläufe. Den Mitarbeitern wurden moderne Kommunikationsmöglichkeiten durch Einführung von Weblogs, Wikis sowie Social Tagging und Bookmarking ermöglicht. Der erfolgreiche innerbetriebliche Einsatz sollte dabei auch auf die Schnittstelle zum Kunden übertragen werden. (Wittmann 2008, S. 10) Im Bereich der Kreditvergabe im Internet, hat sich in den letzten Jahren eine neue Entwicklung eingestellt, die dem Namen Peer-to-Peer -Krediten folgt und im Allgemeinen dem Bereich des Social Lending, also der sozialen Kreditvergabe, zugeordnet wird. Social Lending stellt eine authentischere und transparente Art von Finanzdienstleistungen dar, die von der direkten Erfahrung der Leute im Bereich des Leihens und Anlegens begleitet wird. (Hulme 2006, S. 8) Im Allgemeinen funktioniert Social Lending über das Internet, indem Kreditsuchende auf einer Internet-Plattform ihren Kreditbedarf, Einsatzzweck des Kredits, sowie Zinssatz-Vorstellungen beschreiben. Anlageinteressenten wiederum können diese Be- 33

34 schreibungen finden und bei Interesse ein Angebot an den Kreditsuchenden stellen. (Kim 2007) Ein in der Szene prominentes Beispiel ist die britische Internet-Plattform Zopa, die eine Schnittstelle zwischen Anleger und Kreditgeber bildet, indem diese zueinander vermittelt werden, ohne dabei offiziell als Bank zu agieren (www.zopa.com). Zusätzlich bietet die Website ein Bewertungssystem, das Anlegern im Vorfeld Informationen über Kreditnehmer liefert. Dazu gehören drei Noten: - Credit Score, eine individuellen Kreditfähigkeits-Bewertung - Affordability, eine Bewertung die aussagt, inwieweit der Kredit für den Kreditnehmer erschwinglich ist, basierend auf persönlichen Angaben zu Einkommensverhältnissen - Stability, einer Bewertung der Stabilität der Lebensumstände des Kreditnehmers hinsichtlich seines Angestelltenverhältnisses, sowie Wohnsitz. Ergänzt werden die Noten durch Daten der britischen Agentur Equifax, die ähnlich der deutschen Schufa agiert. (http://uk.zopa.com) Bewertungen im Internet sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Kommunikation. Immerhin sind Bewertungsportale, einer Studie der Consline AG zufolge, für 44,7 Prozent der befragten Online- Verbraucher wichtig, für 40 Prozent sogar sehr wichtig. Bei der Studie wurden 1004 Teilnehmer eines Online-Panels befragt. (Raake und Hilker 2010, S. 138) Einer Untersuchung zu Zopa nach, empfinden 73 Prozent der Befragten bezüglich herkömmlicher Bankgeschäfte einen höheren Bedarf an Transparenz, wohingegen 54 Prozent der Anleger und 85 Prozent der Kreditnehmer von Zopa, den Dienst als außergewöhnlich transparent beschreiben. (Hulme 2006, S. 8) Grund für das hohe Vertrauen in das System mag auch in der Art der Sicherheit liegen, die Zopa ermöglicht, indem es das Anlagekapital eine Anlegers auf bis zu 50 Kreditnehmer verteilt. Die US-Amerikanische Website Prosper.com bietet einen ähnlichen Service, erhöht jedoch die Sicherheit für die Anleger durch die stufenweise Zahlung von Krediten bis zu 50 Dollar (Kim 2007), einem System, das ganz offensichtlich dem Steplending (siehe Kapitel 3.2) entspricht, das auch im Mikrofinanzsektor erfolgreich eingesetzt wird. 34

35 Aus der Untersuchung geht weiterhin hervor, dass 40 Prozent der Anleger diese Art der Besicherung als most important einschätzen und damit lediglich die Risikodiversifikation, also die Verteilung des Kapitals auf eine Vielzahl von Krediten, höher bewerten. (Hulme 2006, S. 40) Einen ähnlichen Einsatzzweck des Internets verfolgen die sozialen Fundraising-Portale Altruja und Wikando, ebenfalls im Peer-To-Peer-Bereich angesiedelt, indem diese eine Online-Plattform zur transparenten Spendensammlung zur Verfügung stellen. Dabei können Nutzer ihre individuellen Spenden-Websites einrichten und dabei zur Verwaltung der Inhalte und Transaktionen auf professionelle Web-2.0-Werkzeuge der Betreiber zugreifen. (www.altruja.de und Während es sich dabei um Fundraising handelt, arbeitet das Portal Prosper.com ähnlich wie Zopa. Im Jahr 2007 hatte es bereits Kredite in Höhe von 60 Millionen Dollar vergeben und damit das Doppelte des Vorjahres erreicht (Kim 2007). Die Akzeptanz einer solchen Kreditvermittlung über das Internet scheint also gegeben zu sein. 35

36 5 Das ehrenamtlich geführte Mikrokredit-Institut am beispielhaften Modell 5.1 Idee und Konzept Basierend auf den grundlegendengen Überlegungen des vorhergehenden Kapitels, soll in diesem Kapitel die Idee zu einer neuen Art des selbstorgansierten und damit wirtschaftlich möglichst tragfähigen Microlending Systems betrachtet werden. Ziel des Systems soll die Reduktion des personellen Aufwands in den Abläufen des Microlending-Systems sein, indem für diese zunächst eine effiziente Methode gewählt wird, die sich mit den weiteren Zielen vereinbaren lässt. Grundlage für die Auswahl sind dabei die vorhergehenden Recherchen dieser Arbeit. Wenn es darum geht, den Kostenaufwand im Sinne des best möglichen Zinssatzes (siehe Kapitel 4.1) zu reduzieren, so haben sich die folgenden Bereiche als großes Einsparpotential herausgestellt: - Kooperation mit vorhandenen Banken, anstelle eines eigenen Banksystems - Kooperation mit Schulungszentren, anstelle eigener Schulungsmaßnahmen - Nutzung der positiven Auswirkung sozialer Beziehungen zwischen Kreditnehmer und Bürge zur Minimierung der Ausfallquote - Nutzung ehrenamtlicher Mitarbeiter, anstelle von bezahlten Fachkräften - Nutzung neuer Möglichkeiten des Web 2.0 zur Prozessoptimierung Hier entsteht bereits das grobe Bild eines solchen Mikrofinanzierers. Dabei handelt es sich weniger um eine Bank oder ein Gründungszentrum, sondern vielmehr um einen Intermediär, der die bereits vorhandenen, leistungsfähigen Teilsysteme verbindet und so eine ebenso leistungsfähige Kooperation bildet. Um diese Kooperationsabläufe so effizient wie möglich zu gestalten, sollen diese die Möglichkeiten des Internets bzw. des WEB 2.0 nutzen und damit allen Akteuren die Teilnahme am System ermöglichen, ohne dass diese zusätzliche Wege beschreiten 36

37 müssen. Teilweise besteht die Möglichkeit bereits durch die Partner. Die GLS Bank bietet für die akkreditierten Mikrofinanzierer eine Internetplattform, über die die Kreditabwicklung getätigt werden kann. (http://mikrokreditfonds.gls.de) Im Bereich der Kreditvermittlung über das Internet, dienen die Internet-Portale der Peer-to-Peer-Lending-Unternehmen als Richtlinie für das Internet-Portal des Mikrofinanzierers da diese ihre Funktion bereits bestätigen konnten (siehe Kapitel 4.3). Am Beispiel des Portals Zopa (uk.zopa.com) werden die nötigen Bestandteile einer solchen Web 2.0-Plattform ersichtlich: - Anmeldung und Profilerstellung für alle Akteure - Plattform für die Präsentation des zu finanzierenden Projektes - Automatisiertes Bewertungssystem von Akteuren - Diskussionsforum zur Kommunikation zwischen Geber und Nehmer - Online-Formulare für sämtliche Anträge und Datenerfassungen - Erfassung von personen- sowie fallbezogenen Daten Zu letzterem Punkt erfasst das Portal in einem Online-Formular folgende Daten: - Kredithöhe - Gewünschter Zinssatz - Finanzierungsdauer - Bedarfsursache - Monatliche(s) Einkommen/Ausgaben Weiterhin wird Raum für freie Formulierung gegeben, in denen Antworten auf Fragen bezüglich der eigenen Situation und Sicherheit beantwortet werden sollen. Um sich die positive Wirkung von sozialen Beziehungen zwischen Bürgen und Kreditnehmer zunutze zu machen, könnte eine solche Verbindung in diesem System folgendermaßen hergestellt werden: Eine gründungswillige Person publiziert ihre Geschäftsidee bzw. das zu finanzierende Vorhaben. Ähnlich dem Peergroup-Lending können Investoren anhand dieser Publikation entscheiden, ob sie bereit sind, dafür 37

38 einen Betrag, von beispielsweise zehn Prozent der Kreditsumme, dem Mikrofinanzierer als Garantie zu stellen. Dabei wäre es denkbar, dass mehrere Investoren sich diesen Betrag aufteilen. Um dabei die Verwaltungsarbeit der Garantien nicht den Mikrofinanzierer tragen zu lassen, soll die GLS Treuhand in Anspruch genommen werden. Diese bietet die Möglichkeit, ohne zusätzlichen Kostenaufwand, Geld in einen Teil eines Dachfonds zu investieren, dessen Einsatzzweck vom Fond-Gründer bestimmt werden darf, der in diesem Falle der Mikrofinanzierer ist, rechtlich aber nicht dem Stiftungs-Recht unterliegt, da der Dachfond das rechtliche Gerüst bildet. Die GLS Treuhand ist als eingetragener Verein Teil der GLS Gruppe und mit ihrem Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, ihr Geld gemeinnützig einzusetzen, für diesen Einsatzzweck gut geeignet. (GLS Treuhand e.v. 2011) Hat die gründungswillige Person ausreichend Investoren gefunden, bzw. ist der nötige Minimalbetrag als Sicherheits-Einlage gewährleistet, wird das Projekt bei Bedarf von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des Mikrofinanzierers überprüft und bei positivem Prüfungsresultat, der Auftrag zur Auszahlung für die erste Kreditrate an den Fond, die GLS Bank, gesendet. Diese Auszahlung geschieht nach dem Modell der GLS Bank direkt an den Kreditnehmer. Dabei bedient sich das System wiederum den Vorteilen des Steplendings nämlich der stufenweisen Auszahlung des Kreditbetrags. Dieses System würde Vorteile in verschiedenen Bereichen mit sich bringen: 1. Zwischen Anleger und Kreditnehmer entsteht ein persönliches Verhältnis. Der/die Anleger muss/müssen dabei nicht den Kredit finanzieren, sondern gewährleistet lediglich eine Sicherheit in Höhe eines Teilbetrags des Kredits. Dabei werden Anleger persönlich daran interessiert sein, ihre Einlage zurückzuerhalten und demnach kontrollierend auf den Kreditnehmer und dessen Verhalten einwirken, ganz im Sinne des Peergoup-Lendings (siehe Kapitel 3.2). So wird der Mikrofinanzierer um einen Großteil seiner kontrollierenden Tätigkeiten entlastet. 2. Der Anleger sucht das Projekt, in das er investieren möchte, selbst heraus und stellt sein Anlagekapital als Sicherheit. Demnach wird er nur in erfolgsverspre- 38

39 chende Projekte investieren, um seine Sicherheits-Einlage zurück zu bekommen. Er wird also selbst das Projekt nach seinem Wissen prüfen, bevor er dafür bürgt. Diese Tatsache könnte zum einen Anreiz für die Anfertigung eines möglichst genauen und durchdachten Geschäftsplans der gründungswilligen Person sein. Zum anderen spart dies aber dem Mikrofinanzierer ein Teil des Prüfungsaufwands, da lediglich noch eine Nachprüfung stattfinden muss. Darüber hinaus könnten zwei Punkte zusätzlich positiv auf die Investor-Motivation wirken: Zum einen kann der Investor sein Geld gezielt und zweckgebunden investieren und zum anderen muss er nicht den vollen Kredit vorfinanzieren, sondern kann mit einer relativ kleinen Sicherheits-Einlage ein Projekt verwirklichen. 3. Das Steplending in Kombination mit der Sicherheits-Einlage der/des Anleger(s) bietet Sicherheiten, die im Bereich des Microlendings unüblich sind (siehe auch Kapitel 3.2). Bei Zahlungsausfall ließe sich die fällige Kreditsumme aus der Sicherheits-Einlage begleichen, da die ausgezahlten Teil-Kredite nicht höher sind. Auch auf diese Weise wird der Mikrofinanzierer entlastet, denn er muss der Bank weder den ausgefallenen Kredit abkaufen und sich selbst um die Rückzahlung kümmern, noch langfristige Verfahren in Bezug auf den ausgefallenen Kreditnehmer begleiten. Dieses Thema wird in einem späteren Kapitel noch einmal konkret aufgegriffen. Um den wichtigen Bereich der beratenden Betreuung des Kreditnehmers in diese Idee mit einzubeziehen, sollen Schulungs- bzw. Coaching-Maßnahmen nicht durch den Mikrofinanzierer selbst durchgeführt, sondern vermittelt werden. Die Mikrofinanzierer Enterprise Berlin dient als Beispiel für einen solchen Ansatz des Beratungsoutsourcing (siehe Kapitel 3.2). In Deutschland existieren Beratungsangebote, die durch Fördergelder finanziert werden können. So wendet sich beispielsweise das Gründercoaching Deutschland, finanziert aus dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) und aus Mitteln des Bundes, an UnternehmerInnen in der Start- und Fertigungsphase, bietet die (anteilige) Übernahme von Honorarkosten bis zu 6000 EUR 39

40 und vermittelt über die Internetseite sogar einen entsprechenden Coach. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2011a) In den im Rahmen dieser Arbeit vorgestellten Microlending-Systemen, wäre die Art der Kommunikation zwischen Anleger und Kreditnehmer, wie sie in diesem Kapitel nun dargestellt wurde, nicht möglich, da die entsprechende Kommunikationsplattform fehlt. An dieser Stelle könnte das Internet eine entscheidende Rolle spielen. Das Internetportal, als zentraler Knotenpunkt des Systems, würde im also Groben folgenden Zwecke verfolgen: 1. Präsentationsplattform für Gründungswillige 2. Angebotsplattform für Investoren 3. Kommunikationsplattform für Investoren und Kreditnehmer 4. Bereitstellung hilfreicher Werkzeuge zu Bewertung, Kommunikation, Konfliktmanagement 5. Vermittlung von Schulungsmaßnahmen/Coaching Ein Großteil der ehrenamtlichen Arbeit des Mikrofinanzierers im Bereich der Kommunikation und der Kreditabwicklungen könnten durch dieses System vermieden werden. Auf der anderen Seite steigt der Bedarf an technischer Begleitung des Internetportals. 5.2 Organisationsmodell Nachdem nun die Idee und die Voraussetzungen dargelegt sind, soll nun anhand des Organisationsmodells die Umsetzung konkretisiert werden. Dabei verfolgt diese die Ziele der vorhergehenden Kapitel. Um eine grobe Übersicht der Akteure und Zusammenhänge zu bekommen, soll Abbildung 1 helfen. 40

41 Zentrale Internet-Plattform Kommunikation Via Internet-Plattform: - Projektpräsentation - Bewertungsysteme - Automatisierte Formulare - Projekt-Statusmeldung - Interventionsmöglichkeiten für Anleger - Präsentiert oder verwaltet Projekt - Erhält Angebote Betreuungsangebote - Sucht oder verwaltet zu finanzierendes Projekt - Stellt Angebote Durch externen Dienstleister: - Schulungen - Fortbildungen - Coaching Kredit Geldfluss - Anleger stellt Sicherheit - Rückzahlung nach Kredittilgung (Geldfluss) Anleger - Stellt Internet-Plattform - Hilft in Konfliktfällen - Übernimmt Schnittstellenfunktion zwischen Fond und Antragsteller Vermittelt Betreuungsangebote Gibt Sicherheit ggf. weiter Mikrokreditfond Deutschland Beauftragt Auszahlung Erhält Gratifikation Gründungswilliger Mikrofinanzierer Abbildung 1 Vereinfachtes Organisationsmodell 41

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