Sabine Ruch Sozialversicherungssysteme im Vergleich

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1 Sabine Ruch Sozialversicherungssysteme im Vergleich Gliederung 1. Vorwort 2. Das Sozialversicherungssystem Deutschlands 2.1 Definition Sozialversicherungssystem 2.2 Geschichte 2.3 Definition Solidaritätsprinzip 2.4 Krankenversicherung 2.5 Unfallversicherung 2.6 Rentenversicherung 2.7 Arbeitslosenversicherung 2.8 Pflegeversicherung 3. Das Sozialversicherungssystem der Schweiz 3.1 Geschichte 3.2 Alters- und Hinterlassenenversicherung 3.3 Invalidenversicherung 3.4 Ergänzungsleistungen 3.5 Berufliche Vorsorge 3.6 Selbstvorsorge 3.7 Krankenversicherung 3.8 Unfallversicherung 3.9 Arbeitslosenversicherung 4. Das Sozialversicherungssystem der USA 4.1 Geschichte 4.2 Einführung 4.3 Alters- Hinterbliebenen- und Invaliditätsversicherung 4.4 Arbeitslosen- und Unfallversicherung 4.5 Krankenversicherung 5. Die Sozialversicherungssysteme im Vergleich 5.1 Verschiedene Typen der Sozialversicherung 5.2 Sozialen Auswirkungen 5.3 Volkswirtschaftlichen Auswirkungen 6. Schlußwort

2 1. Vorwort In Deutschland kam es in den letzten Jahren in Mode das Sozialversicherungssystem zu kritisieren. Als Ursache hierfür können Berichte über sogenannte "Sozialstaatsschmarotzer", die immer steigenden Beitragssätze und Sorgen um die eigene soziale Absicherung ("Sind die Renten sicher?") genannt werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Länder mit einem anderen Sozialversicherungssystem diese Probleme besser meistern können. Die folgende Arbeit stellt die Sozialversicherungssysteme Deutschlands, der Schweiz und der USA dar, vergleicht diese bezüglich ihrer sozialen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen und diskutiert ansatzweise mögliche Lösungsmöglichkeiten der Probleme in Deutschland. 2. Das Sozialversicherungssystem Deutschlands 2.1 Definition von Sozialversicherung: Die Sozialversicherung ist eine durch öffentliche Rechte geregelte, auf dem Solidaritätsprinzip beruhende Zwangsversicherung, die nach dem Grundsatz der Selbstverwaltung aufgebaut ist und unter staatlicher Aufsicht steht. Zur Sozialversicherung gehören: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die Sozialversicherung ist eine Mischform aus Versicherung, Versorgung und Fürsorge: Sie ist Versicherung (überwiegende Finanzierung aus Beiträgen);sie ist Versorgung (Staatszuschüsse, Ausgleich nach sozialen Gesichtspunkten); sie ist auch Fürsorge (Leistungen zur Rehabilitation). 2.2 Geschichte: Die Industrielle Revolution im 17. und 18. Jahrhundert führte dazu, dass sich in Europa nach und nach Sozialversicherungssysteme bildeten. In Deutschland sah sich Kaiser Wilhelm I aufgrund des wachsenden Einflusses der Sozialdemokratie auf Anraten von Reichskanzler Bismarck veranlasst, sozialpolitische Maßnahmen zu ergreifen wurde die gesetzliche Krankenversicherung eingeführt 1884 die gesetzliche Unfallversicherung 1889 Reichsgesetz betreffend die Invaliditäts- und Rentenversicherung verabschiedet, Renteneintrittsalter 70 Jahre (Lebenserwartung 45 Jahre) Wenig wurde ausgezahlt, konnte deshalb Kaiserreich, Weimarer Republik, 1.und2. Weltkrieg, Inflation, Weltwirtschaftskrise bis zur Währungsreform 1948 überleben Reichsversicherungsordnung (gilt bis heute) Einführung der Hinterbliebenenrente Rentenversicherung der Angestellten

3 1920 Betriebsrätegesetz 1927 Arbeitslosenversicherung 1951 paritätische Mitbestimmung im Montanbereich 1952 Mutterschutzgesetz 1957 dynamische Rentenanpassung 1960 Jugendarbeitsschutzgesetz 1972 Reform der Betriebsverfassung 1989 Pflegeversicherung 2.3 Definition von Solidaritätsprinzip Die Sozialversicherung beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Es besagt, dass die zu versichernden Risiken von allen Versicherten gemeinsam (solidarisch) getragen werden. Jeder zahlt nach der gesetzlich Verpflichtung Beiträge zur Sozialversicherung; die Leistungen aber werden z.t. ohne Rücksicht auf diesen Beitrag erbracht (z.b. Anrechnung beitragsfreier Anrechnungszeiten in der Rentenversicherung). Es braucht also, anders als beim Versicherungsprinzip, kein Gleichgewicht zwischen Beitrag und Leistung zu bestehen. Das Sozialversicherungssystem ist im Sozialstaatsgebot GG Art 79,3, Art 20 und Art 28 verankert.

4 2.4 Krankenversicherung In der Krankenversicherung gibt es Pflichtversicherte, freiwillig Versicherte und Familienversicherte. Pflichtversicherte sind hauptsächlich Arbeiter, Angestellte und Rentner. Arbeiter und Angestellte sind versicherungsfrei, wenn ihr Arbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt. Freiwillig versichern kann sich grundsätzlich nur, wer zuletzt pflichtoder familienversichert war. Die Mittel der Krankenversicherung werden durch Beiträge aufgebracht. Sie richten sich nach den beitragspflichtigen Einnahmen und dem Beitragssatz. Für Arbeitnehmer gibt es den allgemeinen, den erhöhten und den ermäßigten Beitragssatz. Den Beitrag tragen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber je zur Hälfte. Der Beitragssatz für Rentner ist ab der allgemeine Beitragssatz der Krankenkasse des Rentners. Der Rentner zählt aber nur die Hälfte des Beitrages. Familienversicherte zahlen keine Beiträge. Die Leistungen der Krankenversicherung müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Träger der Krankenversicherung sind die Krankenkassen. Es gibt folgende Krankenkassen: Allgemeine Ortskrankenkassen, Betriebskrankenkassen, Innungskrankenkassen, Ersatzkassen, Bundesknappschaft, See-Krankenkasse, Landwirtschaftliche Krankenkassen.

5 2.5 Unfallversicherung Die Schuldfrage spielt grundsätzlich keine Rolle! Für diese Versicherung ist kein eigener Beitrag zu entrichten, denn dieser wird vom Unternehmen oder vom Staat getragen. Die Verhütung von Unfällen und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren ist allererste Aufgabe im Interesse der Menschen. Die Unfallversicherung galt früher nur für besonders risikoreiche Wirtschaftsbereiche und wurde dann nach und nach auf alle Betriebe ausgedehnt. Es stellte sich recht schnell heraus, dass es nicht allein auf Heilung, sondern vorrangig auf Wiedereingliederung in das Arbeitsleben ankommt. Im Laufe der Zeit wurde die Betriebsversicherung in eine Personenversicherung umgewandelt. Das bedeutet, dass der Schutz bei allen Verrichtungen besteht, die unmittelbar mit der Arbeit zusammenhängen (Arbeitsunfälle, Wegeunfälle, Berufskrankheiten). So wurden z.b 1971 Schüler, Studenten und Kindergartenkinder in die Unfallversicherung aufgenommen. Die Unfallversicherung erbringt Sach- und Geldleistungen. Unfallfolgen können durch medizinische, berufsfördernde oder soziale Leistungen gemindert oder ausgeglichen werden. Diese Versicherung wird durch Beiträge (im öffentlichen Bereich durch Steuermittel) finanziert. Die Beiträge werden im Wege der Umlage erhoben. Unfallhäufigkeit und Unfallschwere in einzelnen Gewerbezweigen führen zur Aufstellung eines Gefahrtarifs. Leistungen der Unfallversicherung erhalten Versicherte und ihre Hinterbliebenen (z.b. Witwenrente) nach Eintritt des Versicherungsfalles. Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände. Sie verwalten sich selbst. Für den Bund ist die Bundesausführungsbehörde für Unfallversicherung zuständig. 2.6 Rentenversicherung Die Rentenversicherung ist eine Versicherung für alle. Jeder kann ihr beitreten, der Arbeiter, der Angestellte, der Selbstständige, der Schüler und die Hausfrau. Es gibt zwei Arten der Versicherten: die Pflichtversicherten und die freiwillig Versicherten Beschäftigte, also Arbeiter und Angestellte, sind pflichtversichert. Angestellte sind in der Rentenversicherung der Angestellten versichert. Selbstständige können innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit die Versicherungspflicht beantragen. Die

6 Rentenversicherung schützt ihre Versicherten bei Erwerbsminderung im Alter und deren Hinterbliebene. Die Finanzierung der Rentenversicherung hat drei Grundlagen: den Beitrag der Versicherten, den Beitrag des Arbeitgebers und den Bundeszuschuss. Umlageverfahren und Generationenvertrag sind Merkmale des Finanzierungssystems. Der Arbeitnehmer trägt den Beitrag zur Hälfte, die andere Hälfte der Arbeitgeber. Freiwillig Versicherte und Selbstständige zahlen den Beitrag in voller Höhe selbst. Der monatliche Beitrag des Pflichtversicherten beträgt 19,5% des Arbeitsverdienstes (dieser aber nicht höher als die Beitragsbemessungsgrenze), d.h. die Beiträge sind nur bis zu einer bestimmten Höhe des Arbeitsentgelts zu zahlen, monatlich DM. Der freiwillig Versicherte bestimmt die Höhe der Beiträge selbst. Die Rentenversicherung zahlt ihren Versicherten Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, Altersrenten, Erziehungsrenten sowie bei Tod Hinterbliebenenrenten. Altersrenten können gezahlt werden als Regelaltersrente (ab 65. Lebensjahr), Altersrente für langjährig Versicherte (ab 63. Lebensjahr) und Altersrente für schwerbehinderte, Berufs- oder Erwerbsunfähige sowie wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit und an Frauen (ab 60. Lebensjahr). Renten können nur auf Antrag gezahlt werden betrug die monatliche Durchschnittsrente für Männer DM und für Frauen nur 753 DM(!) Die Rentenversicherung beruht auf dem Generationenvertrag. Er ist eine unausgesprochene und nicht schriftlich festgelegte Vereinbarung zwischen den Generationen, nämlich der beitragszahlenden und der rentenempfangenden Generation. Inhalt der Vereinbarung ist die Verpflichtung der heutigen Generation zur Beitragszahlung der Erwartung, dass die nach ihr folgende Generation in gleicher Weise mit ihren Beiträgen die Renten finanziert. Probleme der Rentenversicherung: Der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr aus folgenden Gründen. - Immer höher werdende Lebenserwartung - Immer länger werdende Ausbildungszeiten (die nötigen 45 Jahre Beitragszahlung werden häufig nicht erreicht) - Frühverrentung (durch Rationalisierungsmaßnahmen kam es zur Inanspruchnahme von Vorruhestandsregeln, somit sanken die Beitragszahlungen) - Demographische Entwicklung in Deutschland (immer mehr alte Menschen und wenig Kinder) Es wird mehr ausgezahlt als eingezahlt wird, da viel versicherungsfremde Leistungen vorgesehen sind (Hinterbliebenenrente, Kindererziehungsjahre werden angerechnet,...) Arbeitslosigkeit belastet die Staatskassen und führt zu verringerten Beitragszahlungen Beamte zahlen für die Altersvorsorge nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein Somit steuert die Rentenversicherung einer Krise entgegen. Eine Kürzung der Leistungen ist unvermeidbar geworden. Der Anteil der betrieblichen und privaten Altersvorsorge wird steigen müssen. Die Regierungskoalition will bis zum Jahr 2008 ein neues Renten-Mischsystem aus gesetzlicher Rentenversicherung und privater Eigenvorsorge aufbauen. 2.7 Arbeitslosenversicherung Generell gilt: "Der Verlust des Arbeitsplatzes darf nicht die wirtschaftliche Not nach sich ziehen." Arbeitslosengeld gibt es nicht automatisch. Den Antrag kann stellen, wer arbeitslos ist und sich beim Arbeitsamt persönlich arbeitslos gemeldet hat. Darüber hinaus muss eine Anwaltschaftszeit von 12 Monaten beitragspflichtigen Tätigkeit in den letzten drei Jahren vor der Arbeitslosmeldung erfüllt sein. Arbeitslosengeld wird für mindestens sechs und höchsten 12 Monate gezahlt. Für Arbeitslose ab vollendeten 45. Lebensjahr erhöht sich die

7 Höchstdauer für den Bezug je nach Beschäftigungsdauer stufenweise auf bis zu 32 Monate (bei Vollendung des 57. Lebensjahres). Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem letzten Arbeitsverdienst. Es beträgt für Arbeitnehmer ohne Kinder 60%, für Arbeitnehmer mit Kinder 67% des pauschalisierten Nettoarbeitsentgelts. Arbeitslosenhilfe Voraussetzung für die Zahlung von Arbeitslosenhilfe ist, dass der Anspruch auf Arbeitslosengeld ausgeschöpft ist oder eine mindestens 150 tägige beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt bzw. ein sogenannter "Ersatztatbestand" erfüllt wurde. Zusätzlich muss - im Gegensatz zum Arbeitslosengeld Bedürftigkeit vorliegen. Für Arbeitnehmer mit Kindern beträgt die Arbeitslosenhilfe 57% für Arbeitnehmer ohne Kinder 53% des letzten Nettoarbeitsverdienstes. - Teilarbeitslosengeld (Mehrfachbeschäftigter) - Kurzarbeitergeld (z.b. Erheblicher Arbeitsunfall) - Insolvenzgeld (Konkursausfallgeld) Arbeitsförderung - Aktive Arbeitsförderung - Lohnersatzleistung - Winterbauförderung 2.8 Pflegeversicherung Die soziale Pflegeversicherung kennt Pflichtversicherte, Familienversicherte und Weiterversicherte. Pflichtversichert sind hauptsächlich alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung; dazu gehören auch die freiwilligen Mitglieder. Familienversichert können der Ehegatte und die Kinder des Mitglieds sein. Weiterversichern kann sich nur, wer aus der Versicherungspflicht ausgeschieden ist oder dessen Familienversicherung erloschen ist. Die Ausgaben werden durch Beiträge der Mitglieder und der Arbeitgeber finanziert. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Beitragssatz und den beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder. Familienversicherte zahlen keinen Beitrag. Der Beitragssatz beträgt ab ,7% des Bruttolohns. Die Arbeitnehmer, die in der Krankenversicherung versicherungspflichtig sind, und ihre Arbeitgeber tragen die Beiträge jeweils zur Hälfte (ausgenommen Freistaat Sachsen). Die in der Krankenversicherung freiwillig versicherten Arbeitnehmer entrichten die vollen Beiträge selbst. Sie erhalten von ihren Arbeitgebern aber einen Zuschuss in Höhe des Arbeitgeberanteils. Beiträge zahlen auch Krankengeldbezieher und Rentner.

8 Leistungen erhalten die Versicherten, die pflegebedürftig sind. Das sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung für die Verrichtung im täglichen Leben in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen. Es gibt drei Stufen der Pflegebedürftigkeit. Leistungen für Pflegebedürftige sind ab Leistungen bei häuslicher Pflege, teilstationäre Pflege und Kurzzeitpflege sowie ab vollstationäre Pflege. Die Pflegeversicherung wird von Pflegekassen durchgeführt. Jede Krankenkasse hat auch eine Pflegekasse. Zuständig ist die Pflegekasse, die bei der Krankenkasse errichtet ist, bei der die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung besteht. Probleme der Pflegeversicherung. Beiträge werden wahrscheinlich steigen Da große Defizite (2000: 1Milliarde DM) Leistungen sollen erweitert werden (Altersdemenz), da immer mehr Ältere Bundesregierung zahlt für Arbeitslose weniger ein (Sparpaket) Löhne steigen zu langsam Beschäftigungszahlen stagnieren oder gehen eventuell zurück Eine mögliche Lösung wäre mehr Geld in die Vorbeugung zu stecken, jedoch müssten dies dann die Krankenkassen bezahlen, die von dieser Idee nicht begeistert sind. 3. Das Sozialversicherungssystem der Schweiz 3.1 Geschichte Die Sozialpolitik der Schweiz hat sich im internationalen Vergleich mit einer erheblichen Verspätung etabliert und wies lange Zeit auch in struktureller Hinsicht spezifische Besonderheiten auf. Maßgeblich für den sozialpolitischen Sonderweg dürften die institutionellen Besonderheiten des schweizerischen politischen Systems wie der hochentwickelte Föderalismus und die direkte Demokratie sein. 1946: Alters- und Hinterlassenversicherung (AHV) 1947: Erwerbsersatz (EO) 1948: Verhütung von Berufskrankheiten Verhütung von Unfällen 1959: Invalidenversicherung (IV) 1965: Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Krankenversicherung (KV) 1982: berufliche AHV und IV (BV) Unfallversicherung (UV) Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (ALV) 3.2 Alters- und Hinterlassenenversicherung Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist der bedeutendste Pfeiler der sozialen Vorsorge in der Schweiz. Sie ist ein Teil des eidgenössischen Sozialversicherungsnetzes, das auf der sogenannten Dreisäulenkonzeption basiert: Die AHV und die Invalidenversicherung bilden in Verbindung mit den Ergänzungsleistungen (EL) die erste Säule. Sie soll den Existenzbedarf decken und ist obligatorisch. Die ebenfalls obligatorische berufliche Vorsorge (Pensionskasse) bildet die zweite Säule, und die freiwillige Selbstvorsorge, das Sparen, stellt die dritte Säule dar. Dieses Sozialversicherungsnetz wird ergänzt durch die öffentliche Sozialhilfe - auch als Fürsorge bezeichnet, sie bildet das letzte Auffangnetz. Der Grundgedanke der AHV ist wie in Deutschland die Solidarität (vgl.2.3). So auch die Solidarität zwischen den Generationen (Generationenvertrag, vgl. 2.6). Die wichtigsten Einnahmequellen der AHV sind die Beiträge der Wirtschaft, Arbeitgebern und versicherte des Bundes und der Kantone. Ab wurde zudem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für die Finanzierung der AHV erhoben. Beitragspflichtig sind alle, die bei der AHV versichert sind, mit Ausnahme der Kinder. Diese sind versichert und damit leistungsberechtigt (Kinder und Waisenrenten) ohne selbst beitragspflichtig zu sein. Beitragspflichtig sind auch verheiratete Partner ohne

9 Erwerbseinkommen. Ihr Beitrag gilt allerdings dann als bezahlt, wenn der erwerbstätige Ehepartner mit seinem Einkommen mindestens den doppelten Mindestbeitrag an die AHV entrichtet. Gleiches gilt für Versicherte, die im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten ohne einen Barlohn zu beziehen. Die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen werden vom Arbeitgeber von jeder Lohnzahlung abgezogen und zusammen mit dem Beitrag des Arbeitgebers an die Ausgleichskasse überwiesen. Zu beachten ist, dass es in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland keine Beitragsbemessungsgrenze gibt. Alle bei der AHV Versicherten müssen nach der Vollendung des 20. Altersjahrs Beiträge bezahlen, bis sie das ordentliche Rentenalter erreicht haben, dies gilt auch für Studierende. Versicherte, die bereits vor dem 20. Geburtstag erwerbstätig sind, müssen nach der Vollendung des 17. Altersjahrs Beiträge bezahlen. Wer bereits eine Altersrente bezieht, aber weiter erwerbstätig ist, muss weiterhin Beiträge bezahlen. Wer selbstständig erwerbend ist, rechnet direkt mit der Ausgleichskasse ab. Grundlage der Beiträge bildet hier das Einkommen gemäß der Veranlagung zur direkten Bundessteuer. Die AHV wird nach dem so genannten Umlageverfahren finanziert. Das heisst: Die eingenommenen Beiträge werden innerhalb der gleichen Zeitperiode für Leistungen für die Rentenberechtigten wieder ausgegeben, also "umgelegt". Im Unterschied zur der beruflichen Vorsorge oder zum Sparbuch wird damit bei dieser Finanzierung nicht über Jahre gespart. Die AHV gibt stattdessen etwa aus, was sie jährlich eingenommen hat. Sie ist eine allgemeine und obligatorische Volksversicherung, die alle Personen umfasst, die in der Schweiz wohnen oder erwerbstätig sind. Die Gesetzgebung und die Aufsicht der AHV sind zentral organisiert: Das Bundesamt für Sozialversicherung sorgt für eine einheitliche Anwendung der gesetzlichen Vorschriften. Die Zentrale Ausgleichsstelle in Genf führt die Gesamtbuchhaltung der AHV und weitere zentrale Aufgaben wie z.b. die Zuteilung der Versicherungsnummern. 3.3 Invalidenversicherung Die schweizerische Invalidenversicherung (IV) ist wie die AHV und die Krankenversicherung eine gesamtschweizerische obligatirische Versicherung. Die Aufgabe der IV ist es, den Versicherten mit Eingliederungsmaßnahmen oder Geldleistungen die Existenzgrundlage zu sichern, wenn sie invalid werden. Wie bei der AHV und den Ergänzungsleistungen besteht auch bei der IV ein Rechtsanspruch auf Leistungen, wenn die im Gesetz genau festgelegten Bedingungen erfüllt sind. Obligatorisch bei der IV genau wie bei der AHV versichert sind. - Alle Personen, die in der Schweiz wohnen - Alle Personen, die in der Schweiz erwerbstätig sind Freiwillig versichern können sich: - Schweizerbürger und -bürgerinnen, die im Ausland wohnen Invalidität besteht aus folgenden Voraussetzungen: - Es liegt ein Gesundheitsschaden vor - Es besteht eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit oder eine Unfähigkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen - Die Erwerbsfähigkeit ist durch den Gesundheitsschaden verursacht In jedem Kanton gibt es eine IV-Stelle. Sie entscheidet darüber, auf welche Leistungen die Versicherten Anspruch haben. Für die Berechnung und Auszahlung der Taggelder und IV-Renten sind die Ausgleichskassen zuständig. Das Minimum der IV beträgt SFr/Monat und ihr Maximum SFr/Monat. 3.4 Ergänzungsleistungen Die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das Einkommen nicht die minimalen Lebenskosten decken. Sie sind ein rechtlicher Ansatz

10 und keine Fürsorge oder Sozialhilfe. Zusammen mit der AHV und IV gehören EL zum sozialen Fundament der Schweiz. EL werden durch die Kantone ausgerichtet. Sie bestehen aus zwei Kategorien: - Jährliche Leistungen, die monatlich bezahlt werden - Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten 3.5 Berufliche Vorsorge Die zweite Säule, die berufliche Vorsorge (BV) - meist Pension genannt - soll zusammen mit der AHV/IV "die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise" ermöglichen. Alle Arbeitnehmer, die bei der AHV versichert sind, das 17. Lebensjahr vollendet haben und einen bestimmten Mindestlohn beziehen, sind in der BV zu versichern. Man geht davon aus, dass dieses Ziel mit einer Rente in Höhe von 60% des ehemaligen Bruttoeinkommens erreicht werden kann (vgl. dazu untere Graphik). 3.6 Selbstvorsorge Der Aufbau der dritten Säule, das heisst der privaten Altersvorsorge, liegt in der Verantwortung jeder oder jedes einzelnen. Je nach finanziellen Verhältnissen stehen vor allem Banken und Versicherungen zahlreiche Vorsorgeformen zur Auswahl (z.b. spezielle Sparkonten oder Lebensversicherungen). Im weiteren gibt es auch die Möglichkeit, dem Solidaritätsfond der Auslandsschweizer beizutreten, der unter anderem eine auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Sparversicherung anbietet.

11 3.7 Krankenversicherung Der Beitritt zu einer Krankenversicherung (KV) ist seit obligatorisch (Grundversicherung). Die Beiträge zur Krankenversicherung sind von den Mitgliedern selbst zu bezahlen, werden also im allgemeinen nicht vom Arbeitgeber mitfinanziert. Eine Besonderheit ist, dass für jeden Krankheitsfall ein Selbstbehalt vom versicherten selbst bezahlt werden muss. Die KV umfasst außerdem eine freiwillige Taggeldversicherung und die Krankenpflegeversicherung. Bei der Krankenpflegeversicherung müssen die Versicherten einen festen Jahresbetrag (Franchise) und einen Kostenanteil in Prozent (Selbstbehalt) entrichten. Versicherte, welche nicht mit einer oder mehreren Personen, mit denen sie in einer familienrechtlichen Beziehung stehen, in einem gemeinsamen Haushalt leben, leisten zudem einen Beitrag an den Kosten des Aufenthalts im Spital (10 SFr). Wer in der Schweiz seinen Wohnsitz hat oder dort erwerbstätig ist und das 15., aber noch nicht das 65. Altersjahr zurückgelegt hat, kann bei einem Versicherer eine Taggeldversicherung abschließen. 3.8 Unfallversicherung

12 Die Unfallversicherung (UV) ist für Arbeitnehmer obligatorisch, Selbsterwerbende, die in der Schweiz wohnen, sind durch die Grundversicherung gedeckt (nur Heilungskosten). Die UV schließt Berufsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten ein. Die Geldleistungen untergliedern sich in Taggeld, Invalidenrente, Integritätsentschädigung, Hilflosenentschädigung, Hinterlassenenrente und Abfindung. Die Renten der UV werden gleichzeitig mit den Renten der Grund-Rentenversicherung (1.Säule) angepasst. 3.9 Arbeitslosenversicherung Die Arbeitslosenversicherung (ALV) ist eine obligatorische Sozialversicherung. Alle in der AHV beitragspflichtigen Arbeitnehmenden und ihre Arbeitgebenden, müssen Beiträge an die ALV leisten. - Frauen und Männer, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben - Mitarbeitende Familienmitglieder in der Landwirtschaft, die nach der eidgenössischen Familienzulagenordnung den selbstständigen Landwirten und Landwirtinnen gleichgestellt sind - Arbeitgebende für Lohnzahlungen an oben erwähnte Personen Arbeitgebende und Arbeitnehmende tragen je die Hälfte der Beiträge. Die gesamten Beiträge einer Jahreslohnsumme an AHV, IV, EO und ALV entsprechen: 13,1% für Jahreseinkommen bis und mit Franken (sfr) 12,1% sfr für Jahreseinkommen ab sfr 10,1% sfr für jahreseinkommen über sfr 4. Das Sozialversicherungssystem der USA 4.1 Geschichte Der "große Knall" erfolgte für den amerikanischen Wohlfahrtsstaat 1935 mit der Verabschiedung des Sozialversicherungssgesetzes (Social Security Act) in der New Deal-Ära unter Präsident Franklin D. Roosevelt. In Deutschland dagegen geschah dies rund 52 Jahre eher. Die Betonung von privater Selbstverantwortung war sehr stark. Ferner gab es ein tiefes Misstrauen gegen zentralstaatliche Lösungen. Dieses war dadurch begründet, dass sich staatliche Bürokratien erst im 20. Jh. und erst auf der Ebene der Einzelstaaten und Kommunen entwickelten; regional und betriebsbezogene Sozialleistungen wurden bevorzugt. Erst die wirtschaftliche Depression ( ) offenbarte die Unzulänglichkeit der zersplitterten und uneinheitlichen Einkommenssicherungsprogramme. Das Sozialversicherungsgesetz von 1935 schuf lediglich für die Rentenversicherung eine national einheitliche, beitragsbezogene Pflichtversicherung. Die ebenfalls eingeführte Arbeitslosenversicherung wurde der Zuständigkeit der Einzelstaaten übertragen. In der Sozialhilfe wurde das System der Mischfinanzierung (Finanzzuschüsse des Bundes und die Begrenzung auf bestimmte Personengruppen - hilfsbedürftige Alte, Blinde, Kinder - bei autonomer Gestaltung durch die Einzelstaaten) eingeführt. Die Sozialversicherungsprogramme sollten ursprünglich nur eine Ergänzung zu privaten Vorsorgemaßnahmen in wirtschaftlich schlechten Zeiten darstellen; wurden aber zu einer Dauereinrichtung. 4.2 Einführung

13 Das Sozialversicherungssystem der Vereinigten Staaten besteht aus drei Teilen - zum einen aus der Alters- Hinterbliebenen- und Invaliditätsversicherung (Old Age, Survivors and Disability Insurance - OASDI) zum anderen aus der Arbeitslosen- und Unfallversicherung (Unemployment Insurance and Worker`s Compensation) und aus der Krankenversicherung (Medicare), die auch häufig zur Alters- Hinterbliebenen- und Invaliditätsversicherung gezählt wird. Ungefähr ein Sechstel der amerikanischen Bevölkerung erhält Zahlungen der Sozialversicherung. Jeder, der sozialversichert ist muss eine Sozialversicherungskarte besitzen. 4.4 Alters- Hinterbliebenen- und Invaliditätsversicherung Versicherungspflichtig sind grundsätzlich alle Erwerbstätigen - sowohl Beschäftigte als auch Selbstständige. So sind heute ca. 93% der Erwerbstätigen in dieser Versicherung. Die Finanzierung erfolgt durch Beiträge (richten sich nach den Lebenserhaltungskosten) von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen. Ab 1990 stiegen die Beiträge (Federal Insurance Contributions Act, FICA) auf jeweils 7,65% (für Selbstständige 15,3%). Die Beiträge werden vom Lohn einbehalten und mit den Arbeitgeberbeiträgen von der Steuerverwaltung des Bundes eingezogen, der diese an den Bundessozialversicherungsträger weiterleitet, der als Behörde dem Gesundheitsministerium eingegliedert ist. Eine Selbstverwaltung gibt es nicht wurde festgelegt, dass die Sozialversicherung nicht mehr Bestandteil des Bundeshaushaltes ist. Die Rentenleistungen werden aus den Beiträgen der zur Zeit Versicherten aufgebracht. Das allgemeine Rentenalter ist auf 65 Jahre festgelegt und wird sich im Jahre 2027 auf 67 Jahre erhöhen. 91% der über 65jährigen erhalten Leistungen aus der Rentenversi-

14 cherung. Die Rentenhöhe ist vom Einzelfall abhängig. Ein einzelner Arbeiter mit einem Durchschnittseinkommen erhält ungefähr 41% (!)seines letzten Lohnes. Es ist deshalb wichtig weitere Einkommensquellen zu haben. Jedoch bildet die Rentenleistung für die Mehrheit der Älteren die wichtigste Einkommensquelle. Die auch in den USA vorhandenen Betriebsrenten stellen für viele eine zusätzliche Einkommensquelle dar. Es zeigt sich aber, dass Männer, Weiße und Besserverdienende eher eine Betriebsrente bekommen als Frauen, Minoritäten und diejenigen, deren Verdienst unter dem Einkommensdurchschnitt liegt. Das System der Rentenversicherung zu verändern gestaltet sich sehr schwierig, da die Amerikaner in der Rente ein "vested right" - durch eigene Leistungen erworbenes Eigentumsrecht sehen. Um Leistungen von der Invaliditätsversicherung zu bekommen muss der Versicherte sich in einem schlimmen körperlichen und geistigen Zustand befinden. Dieser Zustand muss mindestens 12 Monate andauern. Es muss angenommen werden können, dass er sehr lange andauert oder zum Tode führt. Leistungen der Hinterbliebenenversicherungen werden für Familien von verstorbenen, pensionierten oder behinderten Arbeitnehmern erbracht. Die volle Versicherungssumme wird jedoch erst ausgezahlt, wenn der Ehemann bzw. die Ehefrau das 65. Lebensjahr (!) erreicht hat. Zusätzliche Leistungen kommen dann zustande, wenn eine Waise das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, die Schule noch besucht und unter 19 Jahre alt ist oder behindert und unter 22 Jahre alt ist. Wenn der verstorbene Erwerbstätige nicht voll versichert war (z.b. weil er weniger Jahre gearbeitet hat als für die Sozialversicherung nötig wären), dann bekommen die Ehegatten und eventuellen Waisen auch nur einen Teil der Leistungen. 4.5 Arbeitslosen- und Unfallversicherung Die Arbeitslosenversicherung wird von den Einzelstaaten verwaltet und vom Bund bezuschusst. Die meisten Lohn- und Gehaltsempfänger sind bei ihr pflichtversichert. Ihre Leistungen werden durch eine von den Arbeitgebern zu entrichtende Lohnsummensteuer (payroll tax) finanziert, die zwischen Bund und Einzelstaaten aufgeteilt wird. Die Zahlungen der Arbeitslosenversicherung belaufen sich in der Regel auf 30 bis 50 % des zuletzt bezogenen Lohnes auf maximal 26 Wochen. In Zeiten großer Arbeitslosigkeit in einem Staat kann die Bezugsdauer um 13 sprich auf 39 Wochen verlängert werden, sofern sich der Arbeitslose, der unverschuldet seinen Arbeitsplatz verloren hat, um einen neuen Arbeitsplatz aktiv bemüht. Die Bundesregierung trägt die Verwaltungskosten und die Hälfte der Kosten einer etwaigen Verlängerung der Versicherungsdauer (ab 26 Wochen). Sie gewährt Einzelstaaten, deren Rücklagen für die Arbeitslosenversicherung erschöpft sind, Kredite. Die Arbeitsunfallversicherung (Worker`s Compensation) bildet einen Teil der Sozialversicherung und schließt Berufskrankheiten mit ein. Die Aufsicht führt das Bundesarbeitsministerium (Department of Labor). Die Finanzierung erfolgt in nahezu sämtlichen Staaten ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen. In den wenigen Staaten, in denen auch die Arbeitnehmer (!) beitragspflichtig sind, sind die Sätze extrem niedrig. Erfasst werden sämtliche Arbeitnehmer in Industrie und Handel und die öffentlichen Bediensteten. Ausgenommen sind in einigen Staaten Beschäftigte, die absolut gefahrlose Tätigkeiten ausführen. Es steht den Arbeitgebern in den meisten Staaten frei, ob sie das Arbeitsunfallrisiko bei der staatlichen Versicherungskasse oder einer privaten Versicherung abdecken lassen. Die Arbeitsunfallversicherung zahlt bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit als Folge eines Betriebsunfalls je nach Einzelstaat 60 bis 66 % des letztbezogenen Arbeitsentgelts - gegebenenfalls zuzüglich Ehegatten- und Kinderzuschläge - bis zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit oder bis zum Beginn der Auszahlung von Arbeitsunfallrente.

15 4.6 Krankenversicherung In den USA existiert (Ausnahme Medicare) keine obligatorische gesetzliche Krankenversicherung!!! Das Gesundheitssystem ist weitgehend marktwirtschaftlich organisiert. Fast alle Amerikaner haben aber eine Krankenversicherung. Sie sind durch von den Arbeitgebern angebotene private Krankenversicherungspläne oder durch die staatlich finanzierten Gesundheitsprogramme (Medicare und Medicaid) geschützt. Andererseits haben viele Amerikaner überhaupt keinen Versicherungsschutz!!! Es wird politisch diskutiert, durch ein Gesetz alle Arbeitgeber zu zwingen, ihren Arbeitnehmern eine private Versicherung anzubieten, da viele kleinere und mittlere Unternehmen dies nicht tun. Der Versicherungsschutz variiert aber hinsichtlich der einzelnen zu versichernden Leistungen. So haben rund 81% der privat Versicherten eine Versicherung für Krankenhauskosten, rund 74% für Arztkosten und rund 44% für Zahnarztkosten. Am wenigsten versichert sind die Ausgaben für Arzneimittel. Ferner ist der Versicherungsschutz nicht voll gegeben!!! Die Health Maintenance Organizations (HMOs) als private Sonderform entsprechen noch am ehesten den Vorstellungen von einer umfassenden Krankenversicherung. Sie verstehen sich als wettbewerbliche Alternative im privatwirtschaftlichen Gesundheitssystem. Träger können Ärzte, Gewerkschaften oder Konsumgenossenschaften sein. Eine HMO verpflichtet sich verträglich, ihre freiwilligen Mitglieder mit ambulanten, stationären und zum Teil zahnärztlichen Leistungen zu versorgen und hierfür den Versicherungsschutz zu übernehmen. Der monatliche Beitrag ist fix und unabhängig von der Inanspruchnahme der Leistungen. Die HMOs verfügen über eigene Krankenhäuser und eigene Ärzte. Sie haben ein Jahresbudget nach dem sich die Beiträge richten. Die HMOs sind auf örtlich-regionale Gegebenheiten angewiesen und haben einen Versicherungsstand von rund 10% der Bevölkerung. Von daher werden sie kaum die anderen privaten Träger verdrängen. Die Krankenversicherung für alte Menschen (ab 65 Jahre) - Medicare - ist neben der Rentenversicherung eine bundesstaatliche Pflichtversicherung. Von ihr werden ca. 96% aller über 65jährigen erfasst. Die Versicherung besteht aus zwei Teilen. Einer obligatorischen, zu gleichen Teilen vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanzierte Versicherung für die Krankenhausbehandlung und einer ergänzenden freiwilligen, durch eine monatliche Prämie des Arbeitnehmers finanzierte Arztversicherung. Die Medicare-Versicherung gewährleistet aber keine volle Kostendeckung, sondern sieht verschiedene Formen der Selbstbeteiligung vor. Ferner werden bestimmte Leistungen, wie z.b. Medikamente, Brillen, Zahnbehandlung und Hörgeräte nicht erstattet. Krankenhauskosten sind zu rund 85% gedeckt. Arztleistungen haben eine Selbstbeteiligung von 20% und eine jährliche einmalige Beteiligung von 75 Dollar. Rund 65% der Alten haben daher eine zusätzliche private Krankenversicherung, um die durch Selbstbeteiligungvorschriften entstandene Lücke abzudecken. Viele haben ferner Angst vor nicht gedeckten Kosten bei längeren Krankenhausaufenthalten. Daher haben rund zwei Drittel der Alten noch weitere Zusatzversicherung, um diese "Katastrophenlücke" abzudecken. Für diejenigen Alten, die nicht von Medicare erfasst werden, springt das staatliche Gesundheitsprogramme - Medicaid - ein. Rund 18% der Alten erhalten durch dieses ihren Krankenschutz. Auf das Medicare- und Medicaidprogramm fallen zusammen rund 82% der Gesundheitsausgaben des Bundes. Social Security and Medicare Spending as Percent of Gross Domestic Product (GDP) (estimated CY 1998, from 1998 Trustees report, issued April 1998) Social Security 4,57% Medicare 2,65%...

16 combined 7,22% Zukünftig wird der Bund auch weiterhin versuchen über seine Programme sehr stark zu reglementierend die Kostenentwicklung zu beeinflussen. Das Fehlen einer gesetzlichen Krankenversicherung ist historisch zu erklären. Die private Organisationsform hatte sich frühzeitig mit starken Versicherungs-, Krankenhausund Ärzteverbänden etabliert, so dass bis heute trotz vielfacher Versuche eine nationale einheitliche Pflichtversicherung politisch nicht durchsetzbar war. Für die meisten Amerikaner bleibt der Schutz vor Krankheit eine teure und risikoreiche Angelegenheit!!! 5. Die Sozialversicherungssysteme im Vergleich 5.1 Verschiedene Typen der Sozialversicherung 5.2 Soziale Auswirkungen Als das beste Gesundheitssystem der Welt wird das Schweizerische bezeichnet. Und dies nicht ohne Grund betrachtet man allein die hohe Lebenserwartung der Schweizer und Schweizerinnen. Auch die Säuglingssterblichkeit liegt unter der der Bundesreplik und der USA (vgl. dazu obige Grafik). In der Schweiz wurde vor drei Jahren die Kopfprämie eingeführt. Ob arm oder reich,gesund oderkrank, jeder bezahlt dasselbe, und jeder darf die Krankenkasse wechseln. Nur um die 250 Franken muss der Versicherte für die Grundleistungen berappen - allerdings auch jedes weitere Familienmitglied. Dass die Prämien pro Person für deutsche Verhältnisse vergleichsweise gering anmuten, liegt an speziellen Eigenarten des Systems: Krankenhausbehandlungen werden zur Hälfte vom Bund subventioniert, Patienten tragen je nach Tarif jährlich begrenzte Eigenleistungen, Erwachsene müssen für Zahnbehandlungen selbst bezahlen. Das deutsche Versorgungsniveau ist dem schweizerischen ähnlich, jedoch wird hierzulande viel mehr Geld für überflüssige Untersuchungen ausgegeben (800 Millionen DM könnten laut der Deutschen Röntgengesellschaft allein schon beim Röntgen einge-

17 spart werden), desweiteren sind die schweizerischen Ärzte besser ausgestattet als ihre deutschen Kollegen. Der Vergleich mit den Vereinigten Staaten gestaltet sich schwierig, da eine obligatorische Krankenversicherung nur für Personen ab 65 Jahren existiert (Medicare). Vergleicht man diese mit dem schweizerischen und deutschen Gesundheitssystem so stellt man fest, dass sie hinter diesen beiden Systemen liegt, da sehr viele Leistungen nicht erstattet werden (vgl. 4.4) und auffällig viele Kranke, die nicht privatversichert sind v.a. in den USA unter die Armutsgrenze fallen. Bevölkerung Jahr Deutschland Schweiz USA Bevölkerung in Anteil Personen u. 15 (%) Anteil Personen ü. 65 (%) Geburten je 1000 EW ,7 11,7 14,3 Nichteheliche Geburten (%) ,1 7,3 32 Lebenserwartung Männer ,7 76,2 72,7 Lebenserwartung Frauen ,0 82,3 79,4 Eheschließungen je TEW ,2 5,2 8,9 Scheidungen je TEW ,1 2,3 4,4 Säuglinssterbl. Je Tgeb ,0 4,7 7,6 5.3 Volkswirtschaftliche Auswirkungen Gesamtwirtschaftlich sind die USA durchaus als Vorbild zu betrachten. Die keynsianische Politik der Federal Reserve ist mit ihrer expansiven Ausrichtung die wichtigste Quelle des nachhaltigen Wirtschaftsaufschwungs. Sie hat zu niedrigen Zinsen, reichlich Krediten für Konsumenten und staatliche Körperschaften geführt und somit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage angeregt. Das amerikanische Gesundheitssystem wurde maßgeblich von der Ideologie der freien Märkte, der Deregulierung und Privatisierung beeinflusst. Jedoch ist ein privatwirtschaftlich organisierter Gesundheitssektor ziemlich "teuer". Finanziell abgesicherte Personen sind auch in gesundheitlicher Hinsicht abgesichert, Ärmere dagegen meist überhaupt nicht. Als Folge weitet sich die Schere zwischen arm und reich immer mehr. Die Gesundheitsaufwendungen sind in Relation zum Bruttoinlandsprodukt annähernd doppelt so hoch wie in Deutschland. Anders sieht es hingegen bei den Sozialversicherungsabgaben und Lohnsteuern aus. So betragen die Lohnkosten pro Stunde für Industriearbeiter 21% in den USA und 25% in Deutschland. Ein zu hoher Prozentsatz ist gefährlich, da der Arbeitgeber Löhne, Beschäftigung oder beides kürzen wird Arbeitslosigkeit! Arbeitslosigkeit in % der Erwerbsbevölkerung (Quelle: Die Volkswirtschaft 1/2000) /99 CH 4,7 4,2 4,7 5,2 3,9 2,7 D 9,2 9,4 10,4 11,5 11,1 10,5 F 12,3 11,6 12,3 12,5 11,8 11,2 EU 11,1 10,7 10,8 10,6 9,9 9,2 USA 6,1 5,6 5,4 4,9 4,5 4,2 Japan 2,9 3,2 3,4 3,4 4,1 4,7 OECD 7,9 7,7 7,7 7,4 7,1 6,8 Zu bedenken ist, dass es in den USA kaum oder wenig Arbeitslosenunterstützung gibt (vgl.4.4). Die hohen Lohnnebenkosten führen aber nicht nur zu Rationalisierungsmaßnahmen, sondern auch zu hohen Produktions- und Stückkosten und dies ist gerade für Deutschland als Exportland ungünstig.

18 Es mangelt hier an Förderung von Investitionen und Innovationen aufgrund der hohen Ausgaben für den Sozialstaat. Die Schweiz hingegen weist unter den Industriestaaten zum Vorteil der ansässigen Unternehmen eine der niedrigsten Belastungen durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf. Gemessen am Bruttoinlandprodukt machen diese bloss 33,75% aus, so dass sie 2,7% des BIP für Forschung und Entwicklung aufwenden kann, was mit dem Wert der USA vergleichbar ist. Auch hinsichtlich der öffentlichen Ausgaben für Ausbildung bekleidet sie einen der vordersten Ränge. Der Beschäftigungsgrad der Bevölkerung ist hoch: mit 53,6% liegt er vor den Werten der USA und Japan sowie an der Spitze der europäischen Länder. In der internationalen Wettbewerbsfähigkeit liegt sie auf Platz 6 und in Europa auf Platz 1. Die Schweiz hat das weltweit höchste Pro-Kopf-Einkommen und ihre Währung zeichnet sich durch sehr hohe Stabilität aus. Jeder zweite Franke wird im Ausland verdient. Sie gehört zu den wichtigsten Exportländern von Dienstleistungen (Platz 13 weltweit) und von Gütern (Platz 16). Dies ist für ein relativ kleines Land - sieben Millionen Einwohner - recht bemerkenswert (siehe Graphik). Volkswirtschaft Jahr D CH USA Ausfuhr je Einwohner in USD BIP pro Einwohner in USD BIP reales Wachstum in % ,7 0,0.. Inflationsrate ,8 0,5 2,3 Öff. Defizit in %BIP ,6 2,3... Öff. Schulden in %BIP ,6 49,2... Wachstum des realen BIP in % Quelle: Die Volkswirtschaft 1/ /99 CH 0,5 0,3 1,7 2,1 1,2 D 1,8 0,8 1,8 2,2 0,2 F 2,1 1,6 2,3 3,4 2,5 I 2,9 0,9 1,5 1,3 1,5 GB 2,8 2,6 3,5 2,2 2,6 EU 15 2,5 1,7 2,7 2,7... USA 2,3 3,4 3,9 3,9 1,6 Japan 1,5 5,1 1,4-2,8 0,9 OECD 2,0 3,1 3,2 2,4 1,8 6. Schlusswort Aus der vorliegenden Arbeit wird deutlich, dass ein Vergleich mit anderen Ländern durchaus Lösungsmöglichkeiten für das deutsche Sozialversicherungsproblem aufzeigt. Um die Dauer der Arbeitslosigkeit und damit ihre Belastung zu senken, müsste wie in den USA das Arbeitslosengeld und die Arbeitslosenhilfe drastisch reduziert werden. Das amerikanische System aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges gänzlich zu übernehmen, ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, da es zu einer großen sozialen Ungerechtigkeit kommen würde. Anders verhält es sich dagegen mit dem schweizerischen System. Da sich die Schweiz durch außerordentlich gute wirtschaftliche Zahlen und eine hohe Zufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen mit ihrem Sozialversicherungssystem auszeichnet. Dieses sollte für uns ein großes Vorbild darstellen. Wie in unserem Nachbarland sollte jegliche Erwerbsarbeit der Sozialversicherungspflicht unterworfen werden und die Beitragsbemessungsgrenzen fallen. Somit würden auch höhere Einkommen prozentual in gleichem Maße belastet wie die niedrigen.

19 Literaturverzeichnis Internet Informationsbrochüren Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Unsere Sozialversicherung, Berlin Mai 1999 Bundesamt für Sozialversicherung, Übersicht über die schweizerische soziale Sicherheit, Bern, Januar 2000 Bundesamt für Sozialversicherung, Lohnbeiträge an die AHV, IV, EO und ALV, Bern Dezember 1999 Bücher David Racine, Das soziale Netz in den Vereinigten Staaten - Ein Überblick, Bonn 1986 Robert Eisner, Social Security - More, Not Less, New York 1998 Axel Murswieck, Länderbericht USA - Außenpolitkik-Gesellschaft-Kultur-Religion-Erziehung, Bonn 1992 Axel Murswieck, Sozialpolitik in den USA, Opladen 1988 CRS Report for Congress, Social Security: Brief Facts and Statistics, Washington 1998 The World Book Encyclopedia, Chicago 1999 Zeitungsartikel Volker Wörl, Abschied von einem Erfolgsstück, SZ 29./30.April/1.Mai 2000 Studien Herbert Obinger, Federalism, direct democracy, and welfare state development in Switzerland, Uni Bremen 1998 Winfried Schmähl, Financing of Social Security - Two Papers on the Instruments and Methods of Financing Social Insurance Schemes, Uni Bremen 1997

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