Tod. 2. Sammeln der Erfahrung Die Schüler erzählen, wo sie den Tod schon erlebt haben oder damit konfrontiert wurden.

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1 Tod 1. Sekundarstufe 1 4 Std. Lernziel Die Schüler befassen sich mit dem Thema Tod. Sie sollen sich mit Krankheit und Tod auseinandersetzen. Vor allem sollen sie lernen sich diesem Thema zu stellen und ihren Vorstellungen nach einem Leben nach dem Tod Ausdruck geben. Sie sollen im weiteren Erkennen, dass wir tagtäglich dem Tod ausgesetzt sind, dass er zum Leben gehört und wir aufgrund unserer Religion und unserer Einstellung zum Tod ein lebenswertes Leben führen können. Unterrichtsorganisation 1. Meditation Herbstblätter - Woher kommt das Blatt? - Wie alt ist es? - Was hat es erlebt? Sonne und Regen? - Keine Nahrung mehr, das Fallen! - Jetzt ist es im schönsten Kleid! - Das Leben schwindet immer mehr, es wird brauner und brauner 2. Sammeln der Erfahrung Die Schüler erzählen, wo sie den Tod schon erlebt haben oder damit konfrontiert wurden. 3. AB M3 Die Schüler überlegen sich, wie es wäre, wenn sie erkennen könnten, dass sie nicht mehr lange zu leben haben. Schüler lesen das AB und wählen den Satz aus, der für sie zutrifft und beschreiben diesen noch etwas ausführlicher. 4. Schülertexte Anonym 3 4 Texte vorlesen 5. Musik Schüler hören sich ein Lied zum Thema Sterben oder Tod an. Diskussion 1

2 - Was ist an der Musik besonders, dass sie zum Thema Tod passt? - Was müsste noch deutlicher sein? - Warum passt zum Beispiel Musik aus der Hitparade nicht? 6. Orff-Instrumente Schüler versuchen mit den Instrumenten selber Musik zu machen, die zum Thema Tod passt. (nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es den meisten Gruppen einen gemeinsamen Ausdruck zu finden! Geduld des Rel.päd. ist gefragt) 7. Friedhofbesuch AB Tod 1 Mit dem AB gehen die Schüler auf den Friedhof und versuchen Antworten auf die Fragen zu finden. 8. Auswertung im Schulzimmer 9. Plenum AB M12 Das Gedicht von Kurt Marti dient uns als Abrundung des Themas und als Auswertung des Tages. Material Herbstblätter Sterbeanzeigen aus den Tageszeitungen Zeichnungsblätter AB letzter Tag AB Tod 1 AB Tod 2 AB Gedicht von Kurt Marti 2

3 AB letzter Tag Mein letzter Tag Ich würde über mein bisheriges Leben nachdenken. Ich würde zu Gott beten, obwohl ich fast nie zur Kirche gehe. Ich würde meine Freunde um mich sammeln. Mit ihnen etwas unternehmen. Ich würde ins Kino, in eine Disco, ins Theater, auf eine Party gehen. Ich würde festen und nicht mehr schlafen wollen, damit ich nicht daran denken muss. Ich würde verzweifeln und mir vorzeitig das Leben nehmen. Ich würde nicht verzweifeln und es als Gottes Wille akzeptieren. Wäre ich mit jemandem noch zerstritten, würde ich noch Frieden schließen wollen. Ich würde meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Ich würde mir ganz viel Geld leihen und alles verprassen. Ich würde alles tun, was verboten ist: Essen, Saufen, Sex, Autorennen fahren und was sonst noch verboten ist. Ich würde mich mit Musik voll zudröhnen. Ich würde einen Abschiedsbrief schreiben. Ich würde 3

4 AB Tod 1 Tod mitten im Dorf 1. Beschreibe den Friedhof! Wo im Dorf ist er? Wie sieht seine Umgebung aus? Beschreibe seine Größe, seinen Charakter? Wie gefällt er dir? 2. Suche besondere, oder außergewöhnliche Gräber und beschreibe sie! Was ist an ihnen speziell? 3. Was sind für dich gewöhnliche Gräber? Beschreibe sie! 4. Beschreibe ein Grab, das dich sehr beeindruckt! Weshalb? 4

5 5. Suche ein Grab eines Menschen in deinem Alter! Welche Gedanken kommen dir vor diesem Grab in den Sinn? Jetzt? 6. Suche typische Grabsymbole und zeichne sie auf! Welche Symbole sind deiner Meinung nach am bedeutungsvollsten? 5

6 AB Tod 2 Fragebogen 1. Nenne Dir bekannte Ausdrücke für sterben : 2. In der Schweiz sterben jährlich etwa 1400 Menschen durch Unfälle auf der Strasse. Hast du schon einmal daran gedacht, dass jemand aus deiner Familie darunter sein könnte? Oft gelegentlich nie 3. Wann hast du schon einmal an den Tod gedacht? Als ich krank war als ich alleine war Als ich an einer Beerdigung war Bei einen Unfall Als ich von jemandem enttäuscht wurde noch nie 4. Was meinst du zu dieser Behauptung: Jeder Mensch hat von Zeit zu Zeit Angst vor dem Tod? stimme zu lehne ab keine Ahnung 5. Soll man sich als junger Mensch mit dem Tod befassen? ja weiss es nicht nein 6. Als Trauerkleidung gelten bei uns; schwarze Kleidung. Ich halte diesen Brauch für sinnvoll unsinnig weiss nicht Weiss wäre besser 7. Man sollte mit Sterbenden und alten Menschen über den Tod reden. ja nein lieber nicht 8. In der Schweiz gibt es ca Selbstmorde pro Jahr. Doppelt so viele Männer wie Frauen. 1/3 mehr Protestanten als Katholiken. Doppelt so viele Verwitwete und dreimal so viele Geschiedene wie Verheiratete oder Ledige. Selbstmordversuche gibt es 2-3 mal so viele. Sollte man Menschen, die freiwillig aus dem Leben scheiden möchten, unterstützen? ja nein Begründung: 9. Was hältst du von diesem Satz: Nach dem Tod ist alles aus! er ist richtig er ist falsch wir werden wiedergeboren erst nach dem Tod beginnt das ewige Leben gibt es ein Leben vor dem Tod? über den Tod kann man nichts wissen der Tod gibt dem Leben Sinn 6

7 AB Kurt Marti Was kommt nach dem Tod? WAS KOMMT NACH DEM TOD? NACH DEM TOD KOMMEN DIE RECHNUNGEN FÜR SARG, BEGRÄBNIS UND GRAB WAS KOMMT NACH DEM TOD? NACH DEM TOD KOMMEN DIE WOHNUNGSSUCHER UND FRAGEN, OB DIE WOHNUNG ERHÄLTLICH WAS KOMMT NACH DEM TOD? NACH DEM TOD KOMMEN DIE GRABSTEINGESCHÄFTE UND BEWERBEN SICH UM DEN AUFTRAG WAS KOMMT NACH DEM TOD? NACH DEM TOD KOMMT DIE LEBENSVERSICHERUNG UND ZAHTL DIE VERSICHERUNGSSUMME WAS KOMMT NACH DEM TOD? 7

8 Material zur Weiterarbeit Film: Leben in der Schachtel Zeichentrickfilm ca. 8 Min Texte: a) Noch vor wenigen Jahrzehnten stellte man sich den Tod in erster Linie am Stillstand des Herzens und der Atmung fest. Heute unterschiedet man zwischen - dem klinischen Tod (Herztod) - dem Gehinrtod und - dem biologischen Tod. Fast alle Funktionen der menschlichen Organe (ausgenommen die Bewusstsiensfuntion des Gehirns) könenn von komplizierten Maschinen übernommen werden: bei einer Herzoperation lebt der Patient etwa zwei Stunden ohne ein eigenes Herz eine Herz-Lungen-Maschine hält ihn und besonders sein Gehirn am Leben. Auch bei einem plötzlichen Herztod lebt das Gehirn noch einige Minuten weiter; es stirbt, weil ihm weder Blut noch Sauerstoff zugeführt werden. So führt der Herztod zum Hirntod. Nachdem Herz, Kreislauf, Atmung und Gehirn zum Stillstand gekommen sind, hören auch Stoffwechsel und Zellteilung auf. Totenstarre, Totenflecke, Auflösung der Körpergewebes und Verwesung zeigen den biologischen Tod an. Ihn kann keine ärztliche Kunst rückgängig machen. b) Nicht umsonst Trauer ist nur da am Platze, wo ein Mensch umsonst gelebt hat, ohne Liebe, ohne Arbeit, ohne Freude. Wo er niemanden geliebt hat und wo niemand ihm ein bisschen Liebe gab. Wenn einer eine Lücke hinterlässt, dann ist es gut. Dann hat er nicht umsonst gelebt, dann fehlt er einem oder vielen Menschen. Und da wünschen wir uns doch, für uns und für die anderen. 8

9 c) Dass er starb, ist noch kein Beweis dafür dass er gelebt hat. d) Der Tod ist nicht das größte Übel. Viel schlimmer ist es, außerhalb der Liebe Gottes zu stehen. Dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden worden. Lk 15,24. 9

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