Vergleich der Lebensverhältnisse von Familien im Dreiland

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vergleich der Lebensverhältnisse von Familien im Dreiland"

Transkript

1 BÜRO FÜR ARBEITS- UND SOZIALPOLITISCHE STUDIEN BASS AG KONSUMSTRASSE. CH-37 BERN. TEL +41 ()31 3. FAX +41 () Vergleich der Lebensverhältnisse von Familien im Dreiland Schlussbericht Im Auftrag der Abteilung Jugend- und Familienförderung Erziehungsdepartement des Kantons Heidi Stutz, Lucien Gardiol, Iris Graf, Désirée Stocker Bern, März 11

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis I Zusammenfassung III 1 Ausgangslage und Fragestellung 6 2 Familienbudgetvergleich Konzeption des Familienbudgetvergleichs Grundcharakteristika der Familien im Budgetvergleich Bestimmungsgrössen des Familienbudgets Situation der Grenzgängerinnen und Grenzgänger Ausgangswerte der Modellrechnungen in den Vergleichsgemeinden Ergebnisse des Familienbudgetvergleichs Unterschiede zwischen den Vergleichsgemeinden im Überblick Familien mit Kleinkindern unter 3 Jahren Familien mit Schulkindern Familien mit Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit Unterschiede bezüglich der einzelnen Leistungen und Zwangsausgaben Universalleistungen für Familien Sozialversicherungsabzüge Steuerbelastung Höhe der Nettoeinkommen Mieten Kinderbetreuungskosten Thematische Vertiefungen Finanzielle Effekte bei selbstbewohnten Liegenschaften Finanzielle Effekte der Unterschiede beim Elternurlaub Stärke-Schwäche-Profil der Vergleichsgemeinden aus der Finanzperspektive 41 3 Einschätzungen von Familien in den Vergleichsgemeinden Stichprobe, Durchführung und Themenbereiche Stärken Schwächen Die Rolle finanzieller Überlegungen Zufriedenheit und Umzugsabsichten und am Rhein Stärken Schwächen Die Rolle finanzieller Überlegungen Zufriedenheit und Umzugsabsichten St. Louis Stärken Schwächen Die Rolle finanzieller Überlegungen Zufriedenheit und Umzugsabsichten Fazit 56 I

3 4 Stärke-Schwäche-Profile und Schlussfolgerungen Die Auswahlkriterien Stärken und Verbesserungspotenzial in den Vergleichsgemeinden 5 Anhang Ausgangswerte Gewählte Ausgangswerte für Basel Sozialversicherungsabzüge (Arbeitnehmerbeiträge) Universalleistungen an Familien Einkommenssteuern Krankenversicherung Kinderbetreuungskosten (Elternbeiträge) Wohnkosten Bedarfsleistungen Gewählte Ausgangswerte für Sozialversicherungsabzüge (Arbeitnehmerbeiträge) Universalleistungen an Familien Einkommenssteuern Krankenversicherung Kinderbetreuungskosten (Elternbeiträge) Wohnkosten Bedarfsleistungen Gewählte Ausgangswerte für und am Rhein Universalleistungen an Familien Sozialversicherungen und Krankenversicherung ( und ) Einkommensteuern ( und ) Kinderbetreuungskosten Wohnkosten Bedarfsleistungen Ausgewählte Werte für St. Louis Universalleistungen an Familien Sozialversicherungsabzüge Steuern Krankenversicherung Kinderbetreuungskosten Wohnkosten Bedarfsleistungen Leitfaden für die Gruppengespräche 87 II

4 Zusammenfassung Zusammenfassung Wer in Basel arbeitet, muss nicht dort wohnen, sondern kann sich auch für eine Gemeinde der Region entscheidend, die in Baselland, Deutschland oder Frankreich liegt. Familien nehmen diese Wohnalternativen besonders oft wahr. Was gibt bei der Ortswahl den Ausschlag? Und welche Rolle dabei spielen finanzielle Überlegungen? Dem geht die vorliegende Studie anhand eines Vergleichs der Lebensverhältnisse in Basel und den Vergleichsgemeinden (Baselland), am Rhein und (Deutschland) sowie St. Louis (Frankreich) auf zwei Wegen nach: Einerseits über einen detaillierten Familienbudgetvergleich und andererseits durch Gruppengespräche mit Eltern in den Vergleichsgemeinden. Konzeption des Familienbudgetvergleichs In den Modellrechnungen gehen wir von einem bestimmten Bruttohaushaltseinkommen aus und verfolgen anschliessend, wie viel davon Familien in den Vergleichsgemeinden als frei verfügbares Einkommen im Portemonnaie verbleibt. Dabei wird unterschieden zwischen Familien mit verschiedener Kinderstruktur (Anzahl, Alter), Elternstruktur (Alleinerziehend oder Paar, Arbeitsteilung) und unterschiedlichem Bruttoeinkommen. Folgende Bestimmungsgrössen des Familienbudgets werden in die Berechnung mit einbezogen: Bruttohaushaltseinkommen - Sozialversicherungsabzüge (Arbeitnehmerbeitrag) + Universalleistungen an Familien - Einkommenssteuern - Krankenversicherung + Prämienverbilligung (nur CH) Nettoeinkommen - Kinderbetreuungskosten - Wohnkosten + Bedarfsleistungen Frei verfügbares Einkommen Alle genannten Leistungen und Zwangsausgaben wurden in jeder der Vergleichsgemeinden detailliert erhoben und im Fall von Deutschland und Frankreich auch der Grenzgängersituation Rechnung getragen. Unterschiede beim frei verfügbaren Einkommen im Überblick Bei gleicher Kinderkonstellationen werden die Vergleichsgemeinden jeweils gegenübergestellt für vier Elternkonstellationen: Alleinerziehende, Paare mit traditioneller Arbeitsteilung (Alleinernährer), Doppelverdienerpaare, die beide in Basel arbeiten, sowie Doppelverdienerpaare, von denen die Mutter am Wohnort arbeitet. Die Grafiken decken jeweils Bruttohaushaltseinkommen zwischen 5 und 25 Franken ab. Die Wohnkosten entsprechen den mittleren Mieten für eine 3-Zimmerwohnung (Alleinerziehende mit 1-2 Kindern), 4-Zimmerwohnung (Paare mit 1-2 Kindern) oder 5-Zimmerwohnung (Paare mit 3 Kindern). Sie sind über das ganze Einkommensspektrum konstant gehalten. Die Situation bei Wohneigentum wird anschliessend separat betrachtet. Die Analysen folgen dem Alter der Kinder. Sind die Kinder unter 3 Jahre alt, so spielen im Budgetvergleich die Betreuungskosten eine grosse Rolle. Je mehr Kinder im Haushalt leben, desto deutlicher wird dies. Familien mit Kleinkindern interessieren insofern speziell, weil Eltern häufig in dieser umziehen und dabei längerfristige Überlegungen dazu anstellen, wo ihre Kinder aufwachsen sollen. Es ist fast immer St. Louis, das im Budgetvergleich am besten abschneidet. Zu den günstigen Wohnkosten in dieser Gemeinde kommen tiefe Kinderbetreuungskosten, eine gute steuerliche Entlastung von Familien sowie Familienleistungen hinzu. Der Vorsprung gegenüber der zweitplatzierten Gemeinde macht bis zu Fr. im Monat aus. Bei den sehr hohen Einkommensgruppen ist teilweise konkurrenzfähig. Familien mit relativ tiefen Einkommen dagegen fahren dort tendenziell schlechter als überall sonst. und am Rhein unterscheiden sich ausschliesslich in den Kinderbetreuungskosten, die in etwas tiefer liegen. Das frei verfügbare Einkommen ist in den deutschen Gemeinden ähnlich hoch wie in Basel, das im Vergleich jeweils eher zur unteren Hälfte gehört. Es fällt auf, dass einerseits die Alleinerziehenden in Basel deutlich schlechter fahren als in den Vergleichsgemeinden. Andererseits ist Basel generell bei den recht tiefen und sehr hohen Familieneinkommen mit anderen Orten konkurrenzfähig, fällt aber in einem mittleren Einkommensbereich, der bei Familien mit gut qualifizierten Eltern recht häufig sein dürfte, gegenüber allen anderen tendenziell zurück. Eine weitere Eigenheit von Basel ist, dass die finanzielle Situation der über Fr. brutto verdienenden Doppelverdiener-Paare ab zwei Kindern gegenüber den Familien mit traditioneller Arbeitsteilung deutlich verschlechtert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die hohen Kinderbetreuungskosten durch die steuerliche Entlastung nicht kompensiert werden. Es ist davon auszugehen, dass Basel an sich genau diese gut qualifizierten jungen Paare mit hohem künfti- III

5 Zusammenfassung gem Einkommenspotenzial anziehen möchte. Bei einem Haushaltseinkommen von 1 Fr. liegt der Unterschied zu St. Louis bereits bei etwa Fr. frei verfügbarem Einkommen pro Monat, bei 1 Fr. Haushaltseinkommen sind fast Fr. pro Monat erreicht. Bei den 3-4-Jährigen besteht für Familien mit Betreuungsbedarf ein wichtiger Unterschied zwischen der Schweiz sowie Frankreich und Deutschland darin, dass dort der Übertritt in den Kindergarten mit 3 Jahren erfolgt, in Basel und dagegen erst mit 5 Jahren. Denn mit dem Kindergarteneintritt erfolgt ein Wechsel des Betreuungssystems, der zu einer finanziellen Entlastung der Familien führt. Sind die Kinder im Kindergartenalter, sinkt die Bedeutung des Kostenfaktors Kinderbetreuung. Und mit steigenden Unterrichtsstunden an der Schule geht der Betreuungsbedarf weiter zurück. Finanziell zu Buche schlägt in der Schweiz und Deutschland die nicht erwerbskompatibel gelöste Ferienbetreuung. Wenn die Betreuungskosten nicht mehr der zentrale Punkt sind oder von Anfang an eine traditionelle Arbeitsteilung gewählt wird, steigt die Bedeutung anderer Kostenfaktoren wie Steuern und Wohnen. Nach wie vor fahren Familien in St. Louis meist am besten. Bei eher bescheidenen Einkommen ist der finanziell ungünstigste Wohnort, bei sehr hohem Einkommen macht die steigende Besteuerung die deutschen Vergleichsgemeinden unattraktiv. Basel liegt typischerweise irgendwo dazwischen. Unterschiede bei den einzelnen Leistungen und Zwangsausgaben Auch hinter einem mehr oder weniger gleichen Gesamtresultat stehen je nach Ort unterschiedliche finanzielle Plus- und Minuspunkte. Die Universalleistungen an Familien und auch die Sozialversicherungsabzüge mit Ausnahme der Krankenversicherung sind überall vergleichbar, weil die Grenzgänger/innen unter das Schweizer System fallen. Auch unter die obligatorische Krankenversicherung ihrer Wohnländer fallen sie nicht, am günstigsten kommt es meist, wenn sie Grenzgängerprämien nach dem Schweizer System zahlen, die etwas höher liegen als für die Einheimischen. Arbeitet ein Elternteil in Deutschland, sind Kinder dort gratis mit abgedeckt, in Frankreich dagegen sind sie immer dem grösseren Einkommen zugeordnet, bleiben also im Schweizer System, wenn der Elternteil in der Schweiz mehr verdient. Die Steuerbelastung ist generell in Deutschland am höchsten, wobei Paare mit traditioneller Arbeitsteilung bei gleichem Gesamteinkommen stärker belastet sind. In Frankreich, wo die Steuerbelastung für Familien mit steigender Kinderzahl abnimmt, fahren sie dagegen am besten. In ist die Steuerbelastung nur für die hohen Einkommen vergleichsweise tief. Basel liegt wiederum irgendwo dazwischen. Es belastet jedoch die Alleinerziehen mit relativ guten Einkommen stärker als alle Vergleichsgemeinden. Im Zusammenspiel führt dies dazu, dass die Nettoeinkommen in vielen Familiensituationen, aber nicht immer in der Schweiz höher liegen als auf der anderen Seite der Grenze. Traditionelle Familien fahren in St. Louis besser. Familien mit eher bescheidenen Einkommen fahren in besonders schlecht. Die Bedeutung des Nettoeinkommens ist jedoch beschränkt, weil im Familienbudget die Wohn- und wenn sie anfallen auch die Kinderbetreuungskosten die grösseren Posten darstellen als Steuern und Sozialversicherungen. Und hier schneiden die Schweizer Gemeinden im Budgetvergleich schlechter ab. Bei den Kinderbetreuungskosten bestehen massive Unterschiede, machen sie doch im teuren Krippenalter in St. Louis nur rund die Hälfte des Schweizer Niveaus aus. Für Familien mit Fr. Bruttoeinkommen und zwei Vollzeit zu betreuenden Kindern macht die Differenz mindestens 5 Fr. und maximal fast 1 Fr. im Monat aus. Hat eine Familie mehrere kleine Kinder, so ist die Krippe in Basel, und dem preislichen Spitzenreiter mitunter teurer als die Miete. Immerhin besteht im ersten Lebensjahr in Deutschland aber ein Elternurlaub und ab drei Jahren kann das Kind in den viel günstigeren Kindergarten wechseln. Den verbleibenden zwei teuren Jahren stehen in der Schweiz fünf solche gegenüber, bis auch hier der Kindergarten beginnt. Doch auch die schulergänzende Betreuungs bleibt, insbesondere in, vergleichsweise teuer. Die Wohnkosten waren in Deutschland schon beim höheren Wechselkurs von 9 um etwa einen Drittel tiefer und in St. Louis bei den grossen Wohnungen nur gut halb so hoch wie in basel und. Beim Übergang vom Nettoeinkommen zum frei verfügbaren Einkommen fallen die Schweizer Gemeinden daher zurück. In dieser für den Lebensstandard entscheidender Gesamtbilanz sind sie für Familien in vielen Konstellationen nicht attraktiver als die Gemeinden jenseits der Grenze, oft ganz im Gegenteil. Vertiefungen zu Wohneigentum und Elternurlaub Das eigene Haus oder die eigene Wohnung verbessert die Gesamtbilanz für Basel und ebenfalls nicht. Dies hängt mit den unterschiedlichen Preisen und steuerlichen Belastungen bei gleichem Hypozinsniveau zusammen, IV

6 Zusammenfassung da Grenzgänger/innen Hypotheken zu Schweizer Zinskonditionen abschliessen können. Spielt Immobilienbesitz im deutschen Steuersystem keine Rolle, so wird er steuerlich in St. Louis moderat belastet. Der Effekt ist jedoch weniger gross als in und erst recht Basel, da bei tiefen Hypozinsen und kurz nach dem Einzug noch relativ bescheidenen Unterhaltskosten der Abzug dieser beiden Grössen vom Einkommen weniger stark zu Buche schlägt als der angerechnete Eigenmietwert. Die Vertiefung zum Elternurlaub zeigt, dass das frei verfügbare Einkommen in einer Erwerbspause nach dem Mutterschaftsurlaub in Deutschland dank Elterngeld um rund Fr. pro Monat höher liegt als in der ungünstigsten Gemeinde, wenn die Mutter vor der Geburt einen Drittel des Familieneinkommens erwirtschaftet hat. St. Louis liegt in den meisten Einkommensgruppen um den Pauschalbetrag des complément de libre choix d activité von umgerechnet rund 85 Fr. über dem Schweizer Niveau. Einschätzungen von Familien in den Vergleichsgemeinden In Gruppengesprächen mit zugezogenen Familien aus allen Vergleichsgemeinden wurden die Umzugsüberlegungen, die heutige Zufriedenheit mit der Wohngemeinde und künftige Umzugspläne erfragt. Dabei wurde deutlich, dass die finanziellen Überlegungen bei der Wohnortswahl durchaus eine Rolle spielen, aber erst angestellt werden, wenn grundlegende Rahmenbedingungen sonst erfüllt sind. Dazu gehört der von vielen geäusserte Wunsch, nahe am Grünen und ohne Verkehrsbelastung zu wohnen bei gleichzeitig guter Verkehrsanbindung. Manchmal spielen auch die Möglichkeit zum Erwerb eines Eigenheims oder sonstige Wohnbedürfnisse eine zentrale Rolle. Immer werden die Schulen genau geprüft und oft auch die Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Nicht selten will eine Familie auch das Land oder die Sprache nicht wechseln oder sie ist emotional gebunden an einen bestimmten Ort. Dies führt dazu, dass längst nicht immer die für Familien kostengünstigste Gemeinde als Wohnort ausgewählt wird. Stärke-Schwäche-Profile und Verbesserungspotenzial Die Analysen geben gleichzeitig Hinweise darauf, in welchen Punkten die Gemeinden ihr Potenzial als attraktive Wohnorte für Familien optimieren können. Diese Punkte sind im letzten Abschnitt 4.2 nochmals für alle Vergleichsgemeinden aufgrund ihres konkreten Stärke- Schwäche-Profils ausgeführt. V

7 1 Ausgangslage und Fragestellung 1 Ausgangslage und Fragestellung Wer in der Region Basel arbeitet, hat seit der Personenfreizügigkeit erst recht die Wahl. Zur Stadt als Wohnort bestehen attraktive Alternativen nicht nur im Kanton Baselland, sondern auch in Deutschland und Frankreich. Familien nehmen diese Wohnalternativen besonders oft wahr. Und da, wo sie hinziehen, werden sie vielfach heimisch und bleiben. Was aber gibt für eine Familie den Ausschlag, sich da oder dort niederzulassen? Welche Rolle spielen finanzielle Überlegungen dabei? Und was für Faktoren kommen sonst noch ins Spiel? Wie zufrieden sind die Familien letztlich mit ihrem Wohnort? Und fassen sie in der Zukunft einen weiteren Wechsel ins Auge? Der Vergleich interessiert insbesondere, weil der Kanton sich um eine stärkere soziale Durchmischung und daher einen höheren Familienanteil bemüht. Wir nähern uns den genannten Fragen auf zwei Wegen: Einerseits über einen detaillierten Familienbudgetvergleich und andererseits durch Gruppengespräche in vier Vergleichsgemeinden der Agglomeration Basel: In (Basel-Landschaft), und am Rhein (D) sowie St. Louis (F). Die Vergleichsgemeinden sind baulich im Falle von und St. Louis ganz, im Falle von am Rhein und fast mit der Stadt Basel zusammengewachsen, haben also teils fast stärker den Charakter von Stadtquartieren denn von Agglomerationsgebieten. Alle sind mit dem Basler Nahverkehrssystem über S- Bahnen und Busse, auch mit dem Tran eng verbunden. Die Pendelwege ins Basler Zentrum liegen zwischen 4 und Minuten. Alle Vergleichsgemeinden sind sozial durchmischt und haben starke traditionelle Pendlerbeziehungen zur Stadt Basel. Alle haben selbst Stadtgrösse. So liegt die Zahl der Einwohner/innen in bei 15 Personen, in am Rhein bei 29 und in gar bei 48 Personen, in St. Louis wohnen Personen. Nur hat allerdings einen eigenen, Baselunabhängigen städtischen Charakter. Der Bericht präsentiert zunächst die Resultate des Familienbudgetvergleichs (Kapitel 2). Er dokumentiert, welche finanziellen Anreize für Familien bestehen, sich für die eine oder andere Wohnoption zu entscheiden. Anschliessend folgt die Auswertung der Gruppengespräche (Kapitel 3). Die direkten Einschätzungen von Familien in den jeweiligen Vergleichsgemeinden zeigen, wieweit es effektiv die finanziellen Anreize waren, welche den Ausschlag für die Wohnortwahl gaben, und wieweit ganz andere, von der Standortgemeinde beeinflussbare oder auch nicht beeinflussbare, persönliche Faktoren eine Rolle spielten. Das Schlusskapitel (Kapitel 4) zeichnet für jede Vergleichsgemeinde plus die zu ihnen in Konkurrenz stehende Stadt Basel ein zusammenfassendes Stärke-Schwäche-Profil, aus dem sich auch der lokale Handlungsbedarf für eine Erhöhung der Attraktivität für Familien ableiten lässt. 2 Familienbudgetvergleich In den Modellrechnungen gehen wir über alle Vergleichsgemeinden hinweg von einem bestimmten, selber gesetzten Bruttohaushaltseinkommen aus und verfolgen anschliessend, wie viel von diesem identischen, zumindest von einem Elternteil in Basel erzielten Haushaltseinkommen den Familien in den verschiedenen Vergleichsgemeinden als frei verfügbares Einkommen im Portemonnaie verbleibt. Bei den in Deutschland und Frankreich wohnhaften Familien wird also ein Grenzgängerverhalten 1 von mindestens einem Elternteil unterstellt. Der bedeutendste Wohnort der Grenzgänger/innen in absoluten Zahlen ist die Gemeinde, gefolgt von Saint-Louis und am Rhein. Diese drei Gemeinden nehmen wir denn auch in den Familienbudgetvergleich auf. Das Bruttohaushaltseinkommen, von dem wir ausgehen, kann 1 Als Grenzgänger/innen erscheinen in der Statistik nur Personen mit ausländischer Nationalität. Hier dagegen interessieren auch Schweizer/innen, die jenseits der Grenze wohnen und zur Arbeit nach Basel pendeln. 6

8 2 Familienbudgetvergleich selber auch variiert werden, um für den gleichen Haushaltstyp jeweils die Situation von Familien mit unterschiedlichem Lohnniveau abzubilden. In Abschnitt 2.1 wird zunächst ausgeführt, wie der Familienbudgetvergleich im Detail konzipiert ist. Abschnitt 2.2 stellt sodann die Resultate des Vergleichs vor. 2.1 Konzeption des Familienbudgetvergleichs Um die Modellrechnungen durchführen zu können, müssen wir in einem ersten Schritt selber festlegen, von welchen Familienverhältnissen wir ausgehen, weil dies die anschliessende Kostenrechnung beeinflusst. Was also sind die relevanten Charakteristika der untersuchten Haushalte, die wir jeweils für den Vergleich zwischen den verschiedenen Wohnorten vorgeben (2.1.1)? Im zweiten Schritt ist zu entscheiden, welche Bestimmungsgrössen des Familienbudgets wir in allen Vergleichsgemeinden berücksichtigen wollen (2.1.2). Ein weiterer Abschnitt erläutert die spezielle Situation der Grenzgängerinnen und Grenzgänger bezüglich Steuern und Sozialversicherungen (2.1.3). Und im letzten Schritt ist ausgeführt, welche Ausgangswerte konkret für die einzelnen Vergleichsgemeinden gewählt worden sind (2.1.4) Grundcharakteristika der Familien im Budgetvergleich Für jede Familie werden vier Grundcharakteristika festgelegt: Kinderstruktur Die Kinderstruktur genau zu erfassen ist insbesondere im Hinblick auf die je nach Alter der Kinder ganz unterschiedlichen Betreuungskosten wichtig. Unterschieden werden: Anzahl Kinder im Vorschulalter 2 : Diese Kinder besuchen in allen Vergleichsgemeinden Kindertagesstätten, wenn aufgrund der Erwerbstätigkeit kein Elternteil zu Hause sein kann. Anzahl Kindergartenkinder: In Basel besuchen sie entweder neben dem öffentlichen Kindergarten eine Kindertagesstätte oder eine schulergänzende Betreuungseinrichtung, oder aber sie besuchen eine Tagesschule, was nur dann möglich ist, wenn eine Vollzeitbetreuung benötigt wird. Die Familien wählen jeweils die für sie günstigste Variante. In besuchen sie die schulergänzende Betreuung. In Deutschland gehen sie in den zu zahlenden Kindergarten, der gleichzeitig die benötigten Betreuungszeiten abdeckt. Und in Frankreich werden sie wiederum schulergänzend betreut. Anzahl Primarschulkinder: In Basel bestehen sowohl Tagesschulen (nur, wenn Vollzeitbetreuung benötigt wird) als auch schulergänzende Betreuung. Hier wählen Familien wiederum die für sie günstigere Variante. In allen anderen Vergleichsgemeinden wird schulergänzende Betreuung angeboten. Anzahl Oberstufenkinder ohne Betreuungsbedarf: Auch die Oberstufenkinder können einen Mittagstisch besuchen, aber sie müssen dort nicht mehr betreut werden. Da wir immer nur die Betreuungskosten, nicht aber die Essenskosten berücksichtigen, verursachen die Oberstufenkinder hier keine Kosten mehr. Anzahl Jugendliche in nachobligatorischer Ausbildung unter 18 Jahren Elternstruktur Paar; Vater arbeitet in Basel, Mutter arbeitet nicht Paar; beide arbeiten in Basel (mit Angabe des Beitrags der Mutter ans Gesamteinkommen in %) Paar; ein Elternteil arbeitet in Basel; der andere am Wohnort (mit Angabe des Beitrags der Mutter ans Gesamteinkommen in %) Alleinerziehende 2 Als Spezialfall wird zusätzlich auch ein Kind im Alter zwischen Mutterschaftsurlaub und einem halben Jahr in die Analyse aufgenommen. 7

9 2 Familienbudgetvergleich Wohnort Basel / am Rhein Bruttoeinkommen Zwischen 3' (Alleinerziehende) bzw. 5 (Elternpaare) und 25' Franken. Diese Charakteristika werden als «Ausgangswerte» ins Excel-basierte Simulationssystem eingegeben. Berechnet werden jeweils 16 Fälle gleichzeitig für die ganze Einkommensspanne: nämlich alle Elternstrukturen für alle Wohnorte Bestimmungsgrössen des Familienbudgets Von einem gleichen Bruttohaushaltseinkommen verbleibt einer Familie je nach Land und Gemeinde unterschiedlich viel als frei verfügbares Einkommen im Portemonnaie. Die Rechnung, die dabei für jeden Haushalt angestellt wird, ist in Tabelle 1 dargestellt. Da insgesamt noch nicht überall Zahlen für das Jahr 1 vorlagen, haben wir konsequent das Jahr 9 als Ausgangsjahr gewählt. Die Rechnung kann bereits dadurch beeinflusst sein, aus was das Haushaltseinkommen besteht. Darum wurden hier vereinfachende Annahmen getroffen, die dem typischen Fall gerecht werden. Die Haushalte, die wir berücksichtigen, leben von ihrem Erwerbseinkommen als Unselbständige. Eine Ausnahme bilden im Fall der Alleinerziehenden Alimente, die gemäss unserer Annahme pro Kind in der Höhe von Franken liegen. Die Vereinfachung bedeutet gleichzeitig, dass wir nur Haushalte über der Sozialhilfegrenze berücksichtigen. Auch Vermögen werden mit der Ausnahme selbstbewohnter Immobilien nicht berücksichtigt. Da im Familienalter andere Vermögen meist noch eine untergeordnete Rolle spielen, bildet dies trotzdem die Situation eines Grossteils der Familien ab. Tabelle 1: Berechnung des frei verfügbaren Einkommens eines Familienhaushalts (Basel) Bruttohaushaltseinkommen - Sozialversicherungsabzüge (Arbeitnehmerbeitrag) + Universalleistungen an Familien - Einkommenssteuern - Krankenversicherung + Prämienverbilligung (nur CH) = Nettoeinkommen - Kinderbetreuungskosten - Wohnkosten + Bedarfsleistungen = Frei verfügbares Einkommen Vom Bruttoeinkommen gehen die Sozialversicherungsabzüge weg und es kommen die Universalleistungen an alle Familien (in der Schweiz Kinder- und Ausbildungszulagen; in Deutschland Kindergeld; in Frankreich allocations familiales) hinzu. Es werden die Einkommenssteuern abgezogen und auch die nicht 8

10 2 Familienbudgetvergleich über Sozialversicherungsabzüge finanzierten Kosten für die Krankenversicherung (wobei in der Schweiz die Prämienverbilligung berücksichtigt wird). Diese Rechnung führt zum Nettoeinkommen der Familie. Bei den Sozialversicherungsbeiträgen wie bei der Besteuerung kann eine Rolle spielen, wie sich das Erwerbseinkommen zwischen den Eltern aufteilt. Daher speisen wir in die Modellrechnung jeweils ein, wie viele Prozent die Mutter ans Haushaltseinkommen beiträgt. Für den effektiven Lebensstandard der Familie sind aber auch weitere Zwangsausgaben sowie Unterstützungsmöglichkeiten im Bedarfsfall wichtig. Daher werden vom Nettoeinkommen auch die Kinderbetreuungskosten und die durchschnittlichen ortsüblichen Wohnkosten abgezogen. Wir schauen sodann, ob die Familie auch über der Sozialhilfegrenze Anrecht auf Bedarfsleistungen hat. Erst diese Rechnung führt zum frei verfügbaren Einkommen, das Familien effektiv im Portemonnaie verbleibt. Um die Kinderbetreuungskosten zu berechnen, müssen wir den zeitlichen Betreuungsbedarf festlegen. Dabei gehen wir davon aus, dass keine Grossmütter oder Nachbarn vorhanden sind, welche die Betreuung unbezahlt übernehmen, sondern dass die Familie immer dann, wenn aufgrund der Erwerbstätigkeit kein Elternteil zu Hause sein kann, auf zu bezahlende Betreuungsinfrastrukturen angewiesen ist. Bestehen solche Infrastrukturen nicht, setzen wir die Kosten für die private Anstellung einer Betreuungsperson für die benötigte Zeit ein. Sind die bestehenden Infrastrukturen aufgrund eines Mangels an Betreuungsplätzen oder aufgrund nicht voll erwerbstauglicher Infrastrukturen (z.b. Schulbetreuung ohne Angebot in der Ferienzeit) keine verlässliche Lösung, werden im Einzelfall Annahmen getroffen, wie die Familien sich behelfen. Bestehen subventionierte Plätze in bedarfsgerechter Zahl, so werden die Tarife der subventionierten Institutionen in der Modellrechnung berücksichtigt. Wir gehen in allen Vergleichsgemeinden davon aus, dass an Betreuungstagen die Zeitspanne von 8 Uhr bis 18 Uhr abgedeckt sein muss. Dies ist insbesondere bei der schulergänzenden Betreuung wichtig, weil die Lage der Kindergarten- und Schulzeiten überall etwas anders ausfällt. Zudem berücksichtigen wir in allen Vergleichsgemeinden bei keiner Form der Betreuung separat verrechnete Preise von Mahlzeiten. 3 Um die Vergleichbarkeit der Wohnkosten in den unterschiedlichen Wohnorten zu gewährleisten, werden für alle Familien, unabhängig von ihrem Einkommen die gleichen Durchschnittskosten für einen bestimmten Wohntyp am jeweiligen Ort berücksichtigt. Vergleichbare Wohnkosten konnten trotz eingehenden Abklärungen nicht auf bestehenden statistischen Grundlagen erhoben werden, da solche Grundlagen nur teilweise vorhanden oder veraltet sind und auch wo sie bestehen sehr unterschiedlich erhoben werden. So macht bereits einen grossen Unterschied, ob sich der Durchschnitt auf die momentan am Markt verfügbaren Wohnungen bezieht oder auf den Durchschnitt aller Wohnungen am Ort. Teils werden nur Quadratmeterangeben gemacht oder nur Zimmerzahlen ausgewiesen, wobei auch die Zimmer nicht überall gleich gezählt werden etc. In dieser Situation haben wir uns entschieden, an einem Stichtag ( ) die momentanen Miet- bzw. Kaufangebote über die am jeweiligen Ort üblichsten Internetportale für folgende Kategorien zu erfassen: Mieten: Durchschnitt für 3-, 4- und 5-Zimmerwohnung (Warmmiete, inkl. Nebenkosten). Die festgestellten Mietpreise wurden so korrigiert, dass sie in etwa der gleichen Wohnungsgrösse entsprechen (3- Zimmerwohnung: rund 7m 2 ; 4-Zimmerwohnung: rund m 2 ; 5-Zimmerwohnung: rund 1m 2 ). Wohneigentum: Kaufpreis für ein Einfamilienhaus mit durchschnittlichem Standard oder eine 4- Zimmer-Eigentumswohnung von ca. 1 Quadratmetern. Die so ermittelten mittleren Marktpreise (Median) wurden mit örtlichen Immobilienmaklern, Hauseigentümer- und Mieterverband daraufhin angeschaut, ob Hinweise auf Verzerrungen aufgrund der Zufälligkeit 3 Der Grund dafür ist, dass auch bei Kindern, die zu Hause essen, Kosten anfallen, die wir nicht detailliert modellieren können. 9

11 2 Familienbudgetvergleich des Stichtags bestehen. Aufgrund dieser Rückmeldungen wurden einige Werte korrigiert. Die gewählten, stark gerundeten Ausgangswerte sind in Tabelle 2 ersichtlich. Tabelle 2: Wohnkosten in den Vergleichsgemeinden Einfamilienhaus (ohne Villen) Kauf 3-Zimmerwohnung mittlere Mietpreise 4-Zimmerwohnung 5-Zimmerwohnung Eigentumswohnung (ca. 1 m2) (Fr.) '' ' (Fr.) '' ' am Rhein (Euro) ' 2' (Euro) ' 2' St-Louis (Euro) ' 1' Alle Kostenangaben wurden in der Originalwährung ins Simulationssystem aufgenommen. Dies erlaubt, bei Bedarf auch die Effekte einer Veränderung des Wechselkurses zu modellieren. Die in diesem Bericht ausgewiesenen Werte gehen vom mittleren Wechselkurs im Jahr 9 aus. Dieser lag bei 1.52 Franken pro Euro Situation der Grenzgängerinnen und Grenzgänger Über die Grenze nach pendelten 9 und 1 um 32 Personen ausländischer Nationalität, etwas mehr aus Frankreich denn aus Deutschland - dafür leben zahlreiche Deutsche, aber nur wenig Personen französischer Nationalität in. Wie viele Schweizer/innen hinzukommen, die jenseits der Grenze wohnen, ist nicht bekannt. Die Zahl der Grenzgänger/innen ist trotz Personenfreizügigkeit recht stabil. Sie lag zu Beginn des Jahrs bereits bei 27 Personen. Die Entwicklung seither spiegelt in etwa die allgemeine Zunahme der Beschäftigtenzahlen. Sie weist in den wirtschaftlichen Boomjahren vor 8, die mit der Einführung der Personenfreizügigkeit zusammenfielen, keine starke Zunahme auf. Dies im Unterschied zur eigentlichen Zuwanderung aus dem Ausland. Die Branchenverteilung 4 macht deutlich, dass unter den ausländischen Grenzgänger/innen auch viele Gutqualifizierte anzutreffen sind. Altersmässig sind die am stärksten vertretenen Jahrgänge die 3- bis 5-Jährigen, also jene Gruppe, in der Eltern mit unmündigen Kindern häufig anzutreffen sind. Die speziellen Regelungen für Grenzgänger/innen bezüglich der Familienbudgetposten Sozialversicherungsabzüge, Krankenversicherung, Universalleistungen an Familien, Einkommenssteuern sowie Mutterschafts- und Elternurlaub sind in der Analyse zu berücksichtigen. Grundsätzlich gilt: Mit der Personenfreizügigkeit sind auch in der Schweiz für die Frage der internationalen Anspruchskonkurrenz von Sozialleistungen die Regeln der EWG-Vo Nr. 18/71 sowie der zugehörigen Durchführungsverordnung EWG-Vo Nr. 574/72 in Kraft getreten. Von besonderer Bedeutung ist dies für alle Familienleistungen oder beihilfen, die wegen der Ausübung einer Erwerbstätigkeit zu bezahlen sind. Es lassen sich drei Fallgruppen unterscheiden, die in unseren Modellrechnungen vorkommen: 1. Ein Elternteil arbeitet in, der andere ist nicht erwerbstätig. In solchen Fällen liegt der Erstanspruch in der Schweiz. 2. Ein Elternteil arbeitet in, der andere im Wohnsitzland: Hier liegt der Erstanspruch unabhängig vom Pensum im Wohnsitzstaat. 4 Die Branchen (NOGA-Zweisteller) mit den höchsten Grenzgängerzahlen sind die Chemie mit deutlichem Abstand vor Handel und Baugewerbe, dann folgen das Sozial- und Gesundheitswesen und die Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen (Rechtsund Unternehmensberatung, Buchführung, Architektur- und Ingenieurbüros, Technische, physikalische und chemische Untersuchung, Werbung, Reinigungsgewerbe, Fotografisches Gewerbe, Schreib- und Übersetzungsbüros u.a.), eine gewisse Rolle spielen auch das Gastgewerbe sowie Banken und Versicherungswesen. Der Rest ist breit verteilt. 1

12 2 Familienbudgetvergleich Der jeweils andere Staat hat Differenzzahlungen zu leisten, sofern die von ihm geschuldeten Familienleistungen höher sind als jene des Wohnsitzstaates. 3. Beide Eltern arbeiten in Basel: Erstanspruch in der Schweiz, keine Differenzzahlung im Wohnsitzstaat. Was des für die einzelnen Kostenkategorien konkret bedeutet, wird im Folgenden kurz ausgeführt. Sozialversicherungsabzüge (Arbeitnehmerbeiträge) Hier gelten die Schweizer Regelungen auch für die Grenzgänger/innen. Krankenversicherung Grenzgänger/innen müssen sich entscheiden, ob sie in der Schweiz eine Krankenversicherung abschliessen oder im Wohnsitzland. Dies gilt auch für ihre nichterwerbstätigen Familienmitglieder. Was günstiger ist, kann neben dem Wechselkurs auch von der Haushaltgrösse und vom Einkommen abhängen. Die einmal getroffene Länderwahl kann später nicht mehr revidiert werden. Es ist also nicht möglich, laufend zu optimieren. Arbeitet ein Elternteil im Wohnsitzland, so sind er bzw. sie und die Kinder automatisch dort krankenversichert. Die Leistungen können auch bei Versicherung in der Schweiz in beiden Ländern in Anspruch genommen werden und richten sich nach dem jeweils dort geltenden Recht. Grenzgänger mit Schweizer Krankenkasse können also gratis in Deutschland die Zähne flicken lassen etc. Diese Freiheit gilt bei Deutschland auch für die nichterwerbstätigen Familienmitglieder, wenn sie in der Schweiz versichert sind. In Frankreich müssen diese sich im Wohnsitzland verarzten lassen. In den Modellrechnungen gehen wir davon aus, dass die Haushalte angesichts der sehr vergleichbaren Leistungen die für sie finanziell günstigste Variante wählen. Schweiz: Die Schweizer Krankenkassen kennen spezielle Grenzgängerprämien 5 für Leute aus EU- Ländern. Diese lagen für die Grundversicherung bei Deutschland je nach Anbieter 9 ohne Unfall bei 353 bis 464 Franken für Erwachsene, 286 bis 431 Franken für junge Erwachsene und bei 85 bis 151 Franken für Kinder. Für die Simulation gehen wir von 17 Fr. für Kinder und 39 Fr. für Erwachsene aus. Die entsprechenden Werte für Frankreich: 353 bis 53 Franken für Erwachsene, 285 bis 424 Franken für junge Erwachsene und bei 84 bis 1 Franken für Kinder. Für die Simulation gehen wir von 99 Fr. für Kinder und 494 Fr. für Erwachsene aus. 6 Deutschland: In Deutschland haben Grenzgänger/innen die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung und der staatlichen. Die staatliche deutsche Krankenkasse kostet für sie 15.5% des Bruttolohns, mindestens aber 5 und maximal 2712 Euro pro Jahr. 7 Eine private Krankenversicherung für Grenzgänger/innen kostet für eine erwachsene Person rund 25 Euro pro Monat und pro Kind Euro. 8 Im Unterschied zur Schweiz kennt Deutschland zudem eine separate Pflegeversicherung, der sich auch Grenzgänger/innen anschliessen müssen. Wird die Krankenversicherung in der Schweiz abgeschlossen, kommt die Pflegeversicherung trotzdem hinzu. Grenzgänger/innen haben die Wahl zwischen einer privaten Pflegeversicherung für 3 Euro im Jahr und der gesetzlichen Pflegeversicherung, für die Personen mit Kindern.975% des Bruttolohns zahlen, maximal aber 43 Euro. Frankreich: In Frankreich können die Grenzgänger/innen, wenn sie sich nicht in der Schweiz krankenversichern wollen, nur eine Privatversicherung abschliessen. Der Versicherungsumfang ist nicht direkt mit 5 Diese werden vom Bundesamt für Gesundheit jährlich zusammengestellt (vgl. auch 6 Da wir jeweils die günstigste Variante wählen und diese bei tiefen Einkommen nicht die Schweizer Versicherung ist, vernachlässigen wir die Details der Prämienverbilligung. 7 vgl. auch 8 Schätzung der Grenzgängerberatung von Roche (Tel. Uwe Wehrle vom 11. Februar 11). 11

13 2 Familienbudgetvergleich jenem der Schweizer Grundversicherung vergleichbar. Wird der unterschiedliche Umfang berücksichtigt, war jedoch die Schweizer Krankenkasse im Basisjahr 9 in jedem Fall günstiger. Daher haben wir die französischen Privatversicherungen in den Berechnungen nicht berücksichtigt. Die Schweizer Prämienentwicklung in Kombination mit den Wechselkursen haben sich in der Zwischenzeit zu Gunsten der französischen Variante verändert. Da die Unterschiede nicht gross sind, bleibt die Schätzung jedoch valide. Universalleistungen an Familien Export von Kinder- und Ausbildungszulagen aus der Schweiz: Sie werden seit der Personenfreizügigkeit in gleicher Höhe für Kinder im In- und Ausland bezahlt. Sind sie tiefer als das deutsche Kindergeld, so stockt Deutschland die Differenz auf. Dies ist jedoch im Moment nicht der Fall. Arbeitet ein Elternteil in Deutschland, kommt prioritär das deutsche Kindergeld zum Tragen und die Schweizer Arbeitgeber zahlen die Differenz hinzu, wenn die Schweizer Zulagen höher liegen, was der FDas Grundsystem ist bei Frankreich dasselbe. Arbeitet ein Elternteil in Frankreich, werden zuerst dort die allocations familiales bezahlt und die Schweiz fügt nur das complément différentiel hinzu. Arbeiten beide Eltern in der Schweiz, kommen die hiesigen Kinderzulagen zuerst und Frankreich zahlt gegebenenfalls eine allocation différentielle hinzu. Im Jahr 9 waren die Schweizer Zulagen im Vergleich zu den französischen immer höher. Ab April 1 hat sich das für Familien mit relativ bescheidenen Einkommen insofern verändert, als die Bedarfsleistung paje (prestation d'accueil du jeune enfant) (vgl. Abschnitt ) neu mit in den Vergleich einbezogen wird. Mutterschaftsurlaub: Er kommt in unseren Modellierungen nicht vor. Elternurlaub: Im Unterschied zur Schweiz kennt Deutschland ein System von Elternzeit und in dieser Zeit beziehbarem Elterngeld. Seit der Einführung im Jahr 7 waren Grenzgängerfamilien, von denen beide Partner im Ausland beschäftigt sind, vom Elterngeld in Deutschland ausgeschlossen, weil die europarechtlichen Vorschriften eine derartige Lohnersatzleistung nur im Land der Erwerbstätigkeit zulassen und die Schweiz keine vergleichbare Leistung anbietet. Der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass das Beschäftigungslandprinzip nicht verhindert, dass jemand, der den Vorschriften des Beschäftigungsstaats unterliegt, zusätzlich Ansprüche nach dem Recht des Wohnstaats haben kann. Das bedeutet, dass in Deutschland wohnende und in der Schweiz beschäftigte Eltern deutsches Elterngeld nach den Vorschriften des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) beziehen können. Das Gesetz muss nun noch von den Ländern bzw. ihren Elterngeldstellen umgesetzt werden. In der Modellrechnung gehen wir von der neuen Rechtssituation aus, gemäss der der gleiche Anspruch wie für in Deutschland Beschäftigte besteht. In Frankreich besteht ein generelles Recht auf Elternurlaub (congé parental) für Mütter und Väter, das sie maximal in drei aufeinander folgenden Jahren geltend machen können, bis das Kind drei Jahre alt ist. Dabei sind zwei Formen möglich: komplette Beurlaubung oder Teilzeitarbeit ab 16 Stunden pro Woche. Der Elternurlaub ist jedoch in der Regel nicht bezahlt. Eine Ausnahme besteht für Familien mit mindestens drei Kindern. Sie können sich für einen kürzeren Elternurlaub von einem Jahr entscheiden, der mit einer Pauschale von 75 Euros pro Monat entschädigt wird. Im Rahmen der paje (prestations d'accueil du jeune enfant) können Mütter und Väter in den ersten Lebensjahren des Kindes jedoch ein complément de libre choix d activité beziehen, wenn sie die Erwerbstätigkeit reduzieren. Diese Leistung ist nicht mit der Elternurlaubspauschale kumulierbar. Die Beträge, die als complément bezahlt werden, beliefen sich 9 auf: 12

14 2 Familienbudgetvergleich Pensenreduktion Familien ohne allocation de base paje Familien mit allocation de base paje Erwerbstätigkeit eingestellt 5. Euro pro Monat Euro pro Monat Beschäftigungsreduktion auf -5% Euro pro Monat Euro pro Monat Beschäftigungsreduktion auf 5-% Euro pro Monat Euro pro Monat Reduzieren beide Eltern die Erwerbstätigkeit, können sie beide das complément beziehen, aber die Gesamtsumme kann nicht höher liegen als wenn ein Elternteil die Erwerbstätigkeit ganz einstellt. Familien mit bescheidenen Einkommen können im Rahmen des paje zusätzlich eine allocation de base beziehen, bis das Kind drei Jahre alt ist (vgl. Abschnitt ). In der Modellrechnung gehen wir davon aus, dass höchstens der in Frankreich arbeitende Elternteil einen Elternurlaub und die Leistungen des paje bezieht. Einkommenssteuern Die Situation der Grenzgänger/innen ist in den Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und Frankreich geregelt. Die Lösung ist unterschiedlich. Für deutsche Grenzgänger/innen ziehen die Schweizer Arbeitgeber eine Quellensteuer von 4.5% ab, die anschliessend in Deutschland mit der dort geschuldeten Einkommenssteuer verrechnet wird. Bei französischen Grenzgänger/innen wird kein solcher Abzug vorgenommen, sondern der Staat Frankreich erstattet der Schweiz den Betrag, den 4.5% Quellensteuern ausgemacht hätten. Aus der Sicht der Haushalte spielt dies allerdings keine Rolle, weil es an den zu bezahlenden Beträgen nichts ändert. Daher taucht die Diffenerzierung in den Modellrechnungen gar nicht auf Ausgangswerte der Modellrechnungen in den Vergleichsgemeinden Alle genannten Leistungen und Zwangsausgaben wurden in jeder der Vergleichsgemeinden detailliert erhoben und im Fall von Deutschland und Frankreich auch der Grenzgängersituation Rechnung getragen. Da die Bestimmung der Ausgangswerte teils recht umfangreiche Abklärungen bedingte, sind diese Ausführungen für die einzelnen Vergleichsgemeinden in den Anhang (Abschnitt 5) ausgelagert. 2.2 Ergebnisse des Familienbudgetvergleichs DIE Familie gibt es nicht, sondern sehr unterschiedliche Familienkonstellationen. Sie unterscheiden sich zunächst nach Anzahl und Alter der Kinder. Beide Faktoren variieren wir in den folgenden Auswertungen. Leben gleich viele Kinder desselben Alters in einer Familie, unterscheiden sich die Familienkonstellationen immer noch so, dass dies finanzielle Folgen haben kann. Bezüglich möglicher Unterschiede beim frei verfügbaren Einkommen interessieren drei elterliche Konstellationen: Elternzahl: Sind die Verhältnisse für Alleinerziehende gleich wie für Eltern in Paarhaushalten? Arbeitsteilung in Paarhaushalten: Fahren Eltern mit traditioneller Arbeitsteilung besser bzw. schlechter als Doppelverdienende? Wir gehen in den folgenden Auswertungen bei Doppelverdienenden davon aus, dass der Vater 7% und die Mutter 3% zum Haushaltseinkommen beiträgt, was einer typischen Situation entspricht. Die Anteile lassen sich im Simulationssystem jedoch auch variieren. Arbeitsort: Ein Elternteil muss von der Untersuchungsanlage her in Basel arbeiten. Aber macht es einen Unterschied, ob der andere Elternteil ebenfalls in Basel erwerbstätig ist oder im eigenen Land (was nur bei aufs Gleiche herauskommt)? Die Resultate der Auswertungen werden aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln präsentiert: Abschnitt stellt als Erstes nur fest, welche Unterschiede bei den frei verfügbaren Einkommen in einer identischen Kindersituation zwischen den Vergleichsgemeinden und den Elternkonstellationen bestehen. Dies zeigt gleichzeitig auch, ob es in einer bestimmten Familiensituation attraktiver ist als in einer anderen, sich 13

15 2 Familienbudgetvergleich für die jeweilige Wohngemeinde zu entscheiden. Abschnitt geht als Zweites den Gründen für die unterschiedliche Gesamtsituation nach, indem analysiert wird, welche Unterschiede zwischen den Vergleichsgemeinden bezüglich der einzelnen Belastungs- und Unterstützungsfaktoren bestehen, die beim Übergang vom Brutto- aufs Nettoeinkommen und dann aufs frei verfügbare Einkommen der Familien eine Rolle spielen. Abschnitt schliesslich zieht ein erstes Fazit zu den Stärken und Schwächen der Vergleichsgemeinden aus einer rein finanziell ausgerichteten Sicht Unterschiede zwischen den Vergleichsgemeinden im Überblick Wir vergleichen die Lage von Familien mit gleicher Kinderkonstellation an den verschiedenen Wohnorten zunächst generell. Die Übersichtsgrafiken sind immer gleich aufgebaut. Auf der waagrechten Achse lässt sich ablesen, wie viel Geld eine Familie pro Jahr verdient. Auf der senkrechten Achse ist ersichtlich, wie viel ihr davon als frei verfügbares Einkommen im Portemonnaie verbleibt. Daraus wird auf den ersten Blick ersichtlich, an welchem Wohnort eine Familie mit gleicher Kinderkonstellation am besten (oberste Kurve) oder am schlechtesten (unterste Kurve) fährt, wenn alle in die Berechnung einbezogenen Faktoren berücksichtigt werden. Die verschiedenen Elternkonstellationen werden jeweils in vier zusammengehörigen Grafiken für die gleiche Kinderkonstellation illustriert. Von oben nach unten stellen die Grafiken folgende Situationen dar: Alleinerziehende: Hier geben wir bei den Berechnungen vor, dass die Alleinerziehenden Vollzeit arbeiten, also auch Vollzeitbetreuung benötigen. Zudem erhalten sie annahmegemäss Kinderalimente von Franken pro Kind und Monat. Die Familie wohnt in einer 3-Zimmerwohnung. Es werden nur Einelternfamilien mit einem und zwei Kindern modelliert. Einverdiener-Paare: Diese Paare mit traditioneller Arbeitsteilung brauchen keine familienergänzende Kinderbetreuung. Wenn sie ein oder zwei Kinder haben, wohnen sie in einer 4-Zimmerwohnung. Wenn sie drei Kinder haben, in einer 5-Zimmerwohnung. Doppelverdiener-Paare mit Arbeitsort Basel: Wir gehen in den Berechnungen von der verbreiteten Situation aus, dass die Mutter 3% und der Vater 7% des Haushaltseinkommen erwirtschaftet. Um die doppelte Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, ist die Familie an zwei Tagen auf familienergänzende Kinderbetreuung angewiesen. Wenn sie ein oder zwei Kinder haben, wohnen auch diese Familien in einer 4- Zimmerwohnung. Wenn sie drei Kinder haben, in einer 5-Zimmerwohnung. Doppelverdiener-Paare mit am Wohnort arbeitender Mutter: Ausser dem Arbeitsort der Mutter sind die Annahmen in der Berechnung dieselben wie beim Doppelverdiener-Paar, das in Basel arbeitet. Diese Familiensituation unterscheidet sich in ihren finanziellen Konsequenzen nur dann vom Basler Doppelverdiener-Paar, wenn der Wohnort nicht in der Schweiz liegt. Die Kapitelstruktur folgt dem Alter der Kinder, beginnt also mit der Kleinkindphase, analysiert dann die Situation der Familien mit Schulkindern und zuletzt jene der Haushalte mit Jugendlichen, welche die obligatorische Schule hinter sich haben, aber noch nicht volljährig sind. Fürs gleiche Alter variieren wir wiederum die Familiengrösse Familien mit Kleinkindern unter 3 Jahren Kleine Kinder sind besonders betreuungsintensiv. Werden sie familienergänzend in einer Kinderkrippe betreut, sind die Kosten dafür oft deutlich höher als später im Schulalter. Die Kosteneffekte der Kinderbetreuung spielen in diesem Alter also eine besonders wichtige Rolle. Von grosser Bedeutung ist in dieser Familienphase auch die Möglichkeit, Elternurlaub beziehen zu können oder eben nicht, weil die Schweiz keine solche Leistung kennt. 14

16 2 Familienbudgetvergleich Abbildung 1: 1-Kind-Familie mit Kind unter 3 Jahren (verdientes und frei verfügbares Eink. in Fr.) Alleinerziehend mit (1;;;;) Kindern Szenario Doppelverdienende traditionell mit (1;;;;) Kindern doppelverdienend mit (1;;;;) Kindern Mutter arbeitet lokal mit (1;;;;) Kindern 15

17 2 Familienbudgetvergleich Abbildung 2: 2-Kind-Familie mit Kindern unter 3 Jahren (verdientes und frei verfügbares Eink. in Fr.) Alleinerziehend mit (2;;;;) Kindern Szenario Doppelverdienende traditionell mit (2;;;;) Kindern doppelverdienend mit (2;;;;) Kindern Mutter arbeitet lokal mit (2;;;;) Kindern 16

18 2 Familienbudgetvergleich Abbildung 3: 3-Kind-Familie mit 2 Kindern unter 3 Jahren und einem Kindergartenkind (verdientes und frei verfügbares Eink. in Fr.) Szenario Doppelverdienende traditionell mit (2;1;;;) Kindern doppelverdienend mit (2;1;;;) Kindern Mutter arbeitet lokal mit (2;1;;;) Kindern Die finanziellen Effekte des Elternurlaubs werden als thematische Vertiefung in Abschnitt gesondert analysiert. Abbildung 1 bis Abbildung 3 zeigen die frei verfügbaren Einkommen von 1-, 2-, und 3- Kind-Familien mit Kleinkindern unter 3 Jahren. Bei den 1-Kind-Familien (Abbildung 1) fällt bereits auf, dass St. Louis im Familienbudgetvergleich sehr gut abschneidet. Es schwingt in den meisten Konstellationen oben auf, wird höchstens bei den Familien mit sehr hohen Einkommen teilweise von überflügelt. Der Vorsprung von St. Louis macht gegenüber der zweitplatzierten Gemeinde bis zu Franken pro Monat aus. Familien mit relativ tiefen Einkommen dagegen fahren in tendenziell schlechter. Ihr frei verfügbares Einkommen liegt so tief, dass ein Paar mit einem Jahreseinkommen von 5 Franken und einer 4-Zimmerwohnung in mitt- 17

19 2 Familienbudgetvergleich lerer Preislage unmöglich ohne Bedarfsleistungen überleben könnte. An allen anderen Wohnorten verbleiben einer solchen Familie mindestens 5 Franken pro Monat mehr im Portemonnaie und dies obschon für Basel und die gleichen Mieten angenommen wurden. und am Rhein unterscheiden sich jeweils ausschliesslich in den Kinderbetreuungskosten, da die meisten Leistungen und Zwangsausgaben überregional geregelt sind und auch die gleichen mittleren Mieten angenommen wurden. Die frei verfügbaren Einkommen in diesen zwei Vergleichsgemeinden liegen bei den 1-Kind-Familien meist recht nahe bei Basel. Da in die Betreuungskosten 9 tiefer waren, 9 verbleibt den Familien dort immer dann etwas mehr im Portemonnaie, wenn familienergänzende Betreuung eine Rolle spielt. Basel liegt im Vergleich jeweils eher in der unteren Hälfte. Es fällt auf, dass einerseits die Alleinerziehenden in Basel deutlich schlechter fahren als in den Vergleichsgemeinden. Andererseits ist Basel generell bei den recht tiefen und sehr hohen Familieneinkommen mit anderen Orten konkurrenzfähig, fällt aber in einem mittleren Einkommensbereich, der bei Familien mit gut qualifizierten Eltern recht häufig sein dürfte, gegenüber allen anderen tendenziell zurück. Werden Ein- und Zwei-Verdiener-Paare verglichen, so fällt auf, dass traditionelle Familien in Basel, und St. Louis finanziell etwas besser fahren als Doppelverdienende mit dem gleichen Gesamteinkommen. In den deutschen Vergleichsgemeinden wirkt sich die Arbeitsteilung kaum auf die frei verfügbaren Einkommen aus. Unter den Grenzgänger-Familien fahren jene mit einer Beschäftigung der Mutter am Wohnort eher etwas schlechter, die Unterschiede sind jedoch sehr gering. Bei den 2-Kind-Familien (Abbildung 2) akzentuieren sich die erwähnten Unterschiede tendenziell. Die eine Auffälligkeit: Das Problem von Basel mit den Alleinerziehenden legt an Deutlichkeit zu, besteht jedoch vor allem in einem Einkommensbereich über 13 Fr., der nur für wenige relevant sein dürfte. Einer Alleinerziehenden mit 1 Fr. Jahreseinkommen jedoch wäre dringend davon abzuraten, sich in Basel niederzulassen, verbliebe ihr da doch gegen 5 Fr. weniger frei verfügbares Jahreseinkommen als in St. Louis. Liegt bei den Alleinerziehenden bis zu einem Haushaltseinkommen von 7 Fr. vor allem aufgrund seiner Betreuungstarife tiefer, so fallen ab Fr. und Basel zurück. Dies ist teils darauf zurückzuführen, dass in der Schweiz im Unterschied zu Frankreich und Deutschland die Alimente vom Haushalt zu versteuern sind, in dem die Kinder leben und nicht wie dort von der unterstützungspflichtigen Person. Als zweites fällt auf, dass sich in Basel die finanzielle Situation der über Fr. brutto verdienenden Doppelverdiener-Paare bei zwei Kindern gegenüber den Familien mit traditioneller Arbeitsteilung deutlich verschlechtert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die hohen Kinderbetreuungskosten durch die steuerliche Entlastung nicht kompensiert werden. Es ist davon auszugehen, dass Basel an sich genau diese gut qualifizierten jungen Paare mit hohem künftigem Einkommenspotenzial anziehen möchte. Sie haben typischerweise kleine Kinder, wenn sie sich entscheiden, wo sie sich mit der Familie niederlassen wollen. Daher ist nicht irrelevant, wenn genau ihre frei verfügbaren Einkommen tiefer liegen als in allen Gemeinden jenseits der Grenze. Der Abstand ist massiv: Bei einem Haushaltseinkommen von Fr. liegt der Unterschied zu St. Louis bereits nahe bei Fr. frei verfügbarem Einkommen pro Monat, über 15 Fr. Haushaltseinkommen steigt er auf über Fr. pro Monat an. Bis zu einem Haushaltseinkommen von 1 Fr. ist für Doppelverdienende mit zwei Kindern die finanziell unattraktivste aller Vergleichsgemeinden, was auf die geringe Steuerentlastung der tiefen Einkommen und die hohen Betreuungskosten zurückzuführen ist. Auch hier sind Doppelverdiener-Paare 9 Die Betreuungstarife in wurden inzwischen relativ stark erhöht, sodass die heutige Situation etwa der von entsprechen dürfte. 18

20 2 Familienbudgetvergleich gegenüber Familien mit traditioneller Arbeitsteilung beim frei verfügbaren Einkommen leicht schlechter gestellt. In weniger ausgeprägter Form besteht der gleiche Effekt auch in und. Bei den 3-Kind-Familien (Abbildung 3) wurden die Alleinerziehenden nicht mehr in die Analyse einbezogen. Da die Annahme, es leben drei Kinder unter drei Jahren im Haushalt, wenig Sinn macht, wurde bei Elternpaaren davon ausgegangen, dass das älteste der drei bereits den Kindergarten besucht. Mit zunehmender Kinderzahl werden die Unterschiede zwischen den Vergleichsgemeinden grösser. St. Louis liegt überall zuoberst, teilweise sehr weit über allen anderen. fällt weiter zurück. Für traditionelle 3- Kind-Familien mit Einkommen unter 9 Fr. und kinderreiche Doppelverdiener-Familien mit Einkommen bis 19 Fr., die auf Kinderbetreuung angewiesen sind, ist es die finanziell unattraktivste Vergleichsgemeinde. Die frei verfügbaren Einkommen in und am Rhein liegen vor allem bei den höheren Einkommensgruppen über dem Basler und Binninger Niveau Familien mit Schulkindern Ab wann ein Kind den Kindergarten besuchen kann, ist in den Vergleichsgemeinden unterschiedlich geregelt. In Deutschland und Frankreich ist dies ab 3 Jahren möglich und senkt die Betreuungskosten, in der Basel und dagegen erst ab 5 Jahren. Während in Frankreich und der Schweiz der Kindergarten zum Schulsystem gehört, müssen die Deutschen für den Kindergartenbesuch in meist privaten Institutionen zahlen, dafür ist die Betreuung durchgängig ohne Schulferien gewährleistet. Wir gehen in den Modellrechnungen davon aus, dass die Kinder auch parallel zur Primar- oder Grundschule immer noch Betreuung brauchen. Je nach Unterrichtszeit ist er unterschiedlich hoch. In der Oberstufe aber setzen wir voraus, dass nur noch ein unbetreuter Mittagstisch nötig ist. Da wir bei der schulergänzenden Betreuung nirgends die Verpflegungskosten mitrechnen, weil diese zu Hause auch anfallen würden, sondern nur die zu bezahlende Betreuungszeit, unterstellen wir, dass Kinder in der Oberstufe keine erwerbsbedingten Betreuungskosten mehr verursachen. Die Kapitelstruktur folgt der Schulkarriere. Kindergartenkinder Mit der Entlastung bei den Betreuungskosten rücken in der 1-Kind-Familie (Abbildung 4) die Kurven in den Vergleichsgemeinden tendenziell näher zusammen. Da in am Rhein und die Kindergartenkosten und auch die steuerliche Entlastung beim Kindergartenbesuch fast identisch sind, fallen diese beiden Kurven in dieser Familienkonstellation quasi zusammen. Die Unterschiede zwischen den anderen Vergleichsgemeinden werden erst bei Haushaltseinkommen über Fr. ausgeprägt. Basel und halten sich die frei verfügbaren Einkommen bei den Alleinerziehenden relativ knapp hinter St. Louis, während die deutschen Vergleichsgemeinden in den hohen Einkommensgruppen abfallen. Noch immer fällt bei den tiefen Einkommensgruppen ab und wie bei den sehr gut verdienenden Familien. Basel liegt überall dazwischen. Bei den 2-Kind-Familien (Abbildung 5) zeigt sich weitgehend dasselbe Bild, nur St. Louis setzt sich etwas gegen oben ab, was bei den 3-Kind-Familien (Abbildung 6) noch stärker der Fall ist. Umgekehrt fällt insbesondere bei der Doppelverdienerfamilie zurück. Hat diese drei Kinder, fährt sie in dieser Vergleichsgemeinde übers ganze betrachtete Einkommensspektrum finanziell am schlechtesten. 19

Anmeldung Mittagstisch und Nachmittagshort Gesuch für reduzierten, einkommensabhängigen Horttarif

Anmeldung Mittagstisch und Nachmittagshort Gesuch für reduzierten, einkommensabhängigen Horttarif Anmeldung Mittagstisch und Nachmittagshort Gesuch für reduzierten, einkommensabhängigen Horttarif Sehr geehrte Eltern Ab dem 17.8.09 stehen in Kloten schulergänzende Tagesstrukturen zur Verfügung. Die

Mehr

Unfallversicherung und Krankenversicherung. 1. Unfallversicherung UVG Betriebsunfallversicherung BU Nichtbetriebsunfallversicherung NBU

Unfallversicherung und Krankenversicherung. 1. Unfallversicherung UVG Betriebsunfallversicherung BU Nichtbetriebsunfallversicherung NBU Unfallversicherung und Krankenversicherung 1. Unfallversicherung UVG Betriebsunfallversicherung BU Nichtbetriebsunfallversicherung NBU Einzelfirma freiwillig. Angestellte obligatorisch. Ansatz je nach

Mehr

Volkswirtschaftlicher Nutzen von Kindertagesstätten Beispiel der Stadt Zürich

Volkswirtschaftlicher Nutzen von Kindertagesstätten Beispiel der Stadt Zürich TAGUNG Lübeck 7. Oktober 2002 Volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher von Kinderbetreuung Volkswirtschaftlicher von Kindertagesstätten Beispiel der Stadt Zürich Karin Müller Kucera Service de

Mehr

ANMELDUNG Städtische Hort- und Krippenbetriebe der Stadt Kloten Krippe

ANMELDUNG Städtische Hort- und Krippenbetriebe der Stadt Kloten Krippe ANMELDUNG Städtische Hort- und Krippenbetriebe der Stadt Kloten Krippe Personalien Kind: Familienname: Vorname: Geschlecht: Mädchen Knabe Geburtsdatum: resp. voraussichtlicher Geburtstermin: Adresse (Strasse,

Mehr

Die Situation von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Situation von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung Die Situation von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung Dr. Frank Niehaus Mannheim, 23.3.2013 Überblick 1. Familien in Deutschland 2. Die Finanzierung der GKV und die Situation der Familien

Mehr

Absolut, relativ oder einfach mehr Geld? Analyse der Netto-Differenzen 2014

Absolut, relativ oder einfach mehr Geld? Analyse der Netto-Differenzen 2014 Voraussetzungen Absolut, relativ oder einfach mehr Geld? Analyse der -en 2014 Tarifbeschäftigte und beamtete Lehrerinnen und Lehrer erhalten bei gleicher Arbeitszeit, gleichen Aufgaben und gleichen Belastungen

Mehr

Die Auswirkungen einer Flat Tax eine Simulation mit Zürcher Steuerdaten

Die Auswirkungen einer Flat Tax eine Simulation mit Zürcher Steuerdaten 1...statistik. info...statistik. info...statistik. info...statistik. info...statistik. info...statistik. info...statistik.info... www.statistik.zh.ch statistik.info 2/2008 Josef Perrez Die Auswirkungen

Mehr

Kind Wohnen in den Niederlanden Arbeiten in Deutschland

Kind Wohnen in den Niederlanden Arbeiten in Deutschland Kind Wohnen in den Niederlanden Arbeiten in Deutschland Inhalt Mutterschaftsgeld 2 Elterngeld 2 Betreuungsgeld 3 Elternzeit 3 Familienleistungen aus den Niederlanden und aus Deutschland 4 Deutsches Kindergeld

Mehr

D Ü S S E L D O R F E R T A B E L L E 1

D Ü S S E L D O R F E R T A B E L L E 1 Stand: 01.01.2015 D Ü S S E L D O R F E R T A B E L L E 1 A. Kindesunterhalt Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen (Anm. 3, 4) Altersstufen in Jahren ( 1612 a Abs. 1 BGB) Prozentsatz Bedarfskontrollbetrag

Mehr

REGIONALER SOZIALDIENST BÜREN AN DER AARE WOHN- UND LEBENSGEMEINSCHAFTEN

REGIONALER SOZIALDIENST BÜREN AN DER AARE WOHN- UND LEBENSGEMEINSCHAFTEN REGIONALER SOZIALDIENST BÜREN AN DER AARE WOHN- UND LEBENSGEMEINSCHAFTEN 1. Begriffe Unter den Begriff familienähnliche Wohn- und Lebensgemeinschaften fallen Paare oder Gruppen, die die Haushaltsfunktionen:

Mehr

D Ü S S E L D O R F E R T A B E L L E 1

D Ü S S E L D O R F E R T A B E L L E 1 Stand: 01.08.2015 D Ü S S E L D O R F E R T A B E L L E 1 A. Kindesunterhalt Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen (Anm. 3, 4) Altersstufen in Jahren ( 1612 a Abs. 1 BGB) Prozentsatz Bedarfskontrollbetrag

Mehr

Informationen zur Schwangerschaft im Rechtsreferendariat in Bremen

Informationen zur Schwangerschaft im Rechtsreferendariat in Bremen Informationen zur Schwangerschaft im Rechtsreferendariat in Bremen Erstellt vom Ausbildungspersonalrat des Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen auf Grundlage der Arbeit des Schleswig-Holsteinischen

Mehr

Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung: Bilanz nach zwölf Jahren (Stand 1. Februar 2015)

Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung: Bilanz nach zwölf Jahren (Stand 1. Februar 2015) Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung: Bilanz nach zwölf Jahren (Stand 1. Februar 2015) Insgesamt konnten in den 12 Jahren seit Inkrafttreten des Bundesgesetzes 2 676 Gesuche bewilligt werden.

Mehr

Prämienverbilligung 2014 Teilrevision der Verordnung über die Krankenversicherung im Kanton Basel-Stadt

Prämienverbilligung 2014 Teilrevision der Verordnung über die Krankenversicherung im Kanton Basel-Stadt Basel, im September 2013 Prämienverbilligung 2014 Teilrevision der Verordnung über die Krankenversicherung im Kanton Basel-Stadt 1. Ziel der Prämienverbilligung Personen, die in bescheidenen wirtschaftlichen

Mehr

Departement des Innern Amt für Gesundheit und Soziales. Neuordnung der Pflegefinanzierung Die Änderungen auf einen Blick

Departement des Innern Amt für Gesundheit und Soziales. Neuordnung der Pflegefinanzierung Die Änderungen auf einen Blick Departement des Innern Amt für Gesundheit und Soziales Neuordnung der Pflegefinanzierung Die Änderungen auf einen Blick Dezember 2010 Sehr geehrte Damen und Herren Am 1. Januar 2011 tritt das Bundesgesetz

Mehr

Kurzexpertise. Dr. Rudolf Martens Der Paritätische Wohlfahrtsverband Gesamtverband Berlin / 22. Mai 2006

Kurzexpertise. Dr. Rudolf Martens Der Paritätische Wohlfahrtsverband Gesamtverband Berlin / 22. Mai 2006 Kurzexpertise Der Abstand zwischen Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld und unteren Arbeitnehmereinkommen: Ergebnisse für die ab 2007 geplante Regelsatzverordnung der Bundesregierung und den Paritätischen

Mehr

Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Arbeitgeber

Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Arbeitgeber Deutsche soziale Sicherheit für niederländische Arbeitgeber Inhalt Wann ist Ihr Arbeitnehmer in Deutschland versichert? 2 Für welche Sozialversicherungen müssen Beiträge gezahlt werden? 2 Wo zahlen Sie

Mehr

Elternbeitragsreglement vom 18. Dezember 2013

Elternbeitragsreglement vom 18. Dezember 2013 Seite 2 6 Inhaltsverzeichnis I. Vorgehen und Einzelheiten Artikel Seite Anmeldung 1 3 Elternzusammenarbeit 2 3 II. Berechnung der Elternbeiträge Artikel Seite Berechnung 3 3 III. Einkommensverhältnisse

Mehr

Der Schweizer Sozialstaat Herausforderungen, Chancen, Visionen. Christian Wipf, Universität Bern Servan Grüninger, Universität Zürich

Der Schweizer Sozialstaat Herausforderungen, Chancen, Visionen. Christian Wipf, Universität Bern Servan Grüninger, Universität Zürich Der Schweizer Sozialstaat Herausforderungen, Chancen, Visionen Christian Wipf, Universität Bern Servan Grüninger, Universität Zürich Definition Sozialstaat «Politiken, welche durch Staatsintervention soziale

Mehr

4 Überprüfung der Öffnungszeiten der Beratungsstellen

4 Überprüfung der Öffnungszeiten der Beratungsstellen 4 Überprüfung der Öffnungszeiten der Beratungsstellen 4.1 Grundsatz Bei der Festlegung der neuen Öffnungszeiten der Beratungsstellen gilt es folgende Grundsätze zu beachten: Die bedürfnisorientierten Öffnungszeiten

Mehr

Antrag des Stadtrates vom 16. November 1999

Antrag des Stadtrates vom 16. November 1999 STADTRAT Antrag des Stadtrates vom 16. November 1999 Beschluss des Gemeinderates über die Bewilligung eines jährlich wiederkehrenden Kredites (Kostendach) für den Verein Tagesfamilien Opfikon-Glattbrugg

Mehr

Auswertungen der Seniorenbefragung 2011 zum Thema Wohnen. Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik (83) Stand: 14. Februar 2012

Auswertungen der Seniorenbefragung 2011 zum Thema Wohnen. Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik (83) Stand: 14. Februar 2012 Auswertungen der Seniorenbefragung 2011 zum Thema Wohnen Stand: 14. Februar 2012 Auswertungen der Seniorenbefragung 2011 Der Fachdienst Stadtentwicklung und Statistik hat im Sommer 2011 die Chance genutzt

Mehr

Die Nutzung der Informationsund Kommunikationstechnologie in Thüringer Haushalten

Die Nutzung der Informationsund Kommunikationstechnologie in Thüringer Haushalten Harald Hagn Referat Sonderaufgaben und statistische Analysen Telefon: 03 61 37-84 110 E-Mail: Harald.Hagn@statistik.thueringen.de Die Nutzung der Informationsund Kommunikationstechnologie in Thüringer

Mehr

Wir danken für die Möglichkeit, zu Stellung nehmen zu dürfen und unterbreiten Ihnen dazu folgende Bemerkungen.

Wir danken für die Möglichkeit, zu Stellung nehmen zu dürfen und unterbreiten Ihnen dazu folgende Bemerkungen. Bundesamt für Sozialversicherungen Geschäftsfeld Alter- und Hinterlassenenvorsorge Effingerstrasse 20 3003 Bern Bern, 25. Juni 2004 Einführung von Ergänzungsleistungen für Familien; Vernehmlassung Sehr

Mehr

Die bilateralen Abkommen bringen Neuerungen im Sozialversicherungsbereich

Die bilateralen Abkommen bringen Neuerungen im Sozialversicherungsbereich Gültig ab Inkrafttreten der bilateralen Abkommen Die bilateralen Abkommen bringen Neuerungen im Sozialversicherungsbereich Die Bestimmungen über die Koordination der sozialen Sicherheit zwischen der Schweiz

Mehr

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Wirtschaftspolitische Informationen ver.di Bundesvorstand Berlin - Dezember 2002 Bereich Wirtschaftspolitik Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge trifft

Mehr

6.02 Leistungen der EO/MSE Mutterschaftsentschädigung

6.02 Leistungen der EO/MSE Mutterschaftsentschädigung 6.02 Leistungen der EO/MSE Mutterschaftsentschädigung Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Erwerbstätige Mütter haben für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes Anspruch auf eine Mutterschaftsentschädigung.

Mehr

Mehr Geld für Familien!

Mehr Geld für Familien! Mehr Geld für Familien! So sichern Sie sich finanzielle Unterstützung! Das Geld sitzt in vielen Familien nicht mehr so locker wie noch vor ein paar Jahren. Und nicht nur drohende Arbeitslosigkeit macht

Mehr

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren 2.07 Beiträge Vereinfachtes Abrechnungsverfahren für Arbeitgebende Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Das vereinfachte Abrechnungsverfahren ist Teil des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Bekämpfung

Mehr

Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland

Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Arbeitsbedingungen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland Die Schweiz ist für viele Deutsche in den letzten Jahren zum beliebten Auswanderungsziel geworden, nachdem ein Arbeitsverhältnis durch hohe

Mehr

Marktliquidität von Aktien

Marktliquidität von Aktien Marktliquidität von Aktien Inauguraldissertation zur Erlangung der Würde eines Doctor rerum oeconomicarum der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern Lukas Roth Die Fakultät

Mehr

Informationsbroschüre. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern

Informationsbroschüre. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern Informationsbroschüre Die obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern Amt für Sozialversicherungen Dank des Versicherungsobligatoriums

Mehr

Informationen über die Krankenversicherung für Bezüger einer Rente aus der Schweiz, die in einen EU-/EFTA-Staat umziehen

Informationen über die Krankenversicherung für Bezüger einer Rente aus der Schweiz, die in einen EU-/EFTA-Staat umziehen Informationen über die Krankenversicherung für Bezüger einer Rente aus der Schweiz, die in einen EU-/EFTA-Staat umziehen Wir schlagen Brücken Gemeinsame Einrichtung KVG Gibelinstrasse 25 Postfach CH-4503

Mehr

Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen

Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen Geschäftszeichen: 4 WF 71/11 = 153 F 465/10 Amtsgericht Bremerhaven In der Familiensache B e s c h l u s s [ ] Antragsteller, gegen [ ] Antragsgegnerin, Verfahrensbevollmächtigte:

Mehr

Lohnfortzahlung bei Krankheit, Unfall und Tod

Lohnfortzahlung bei Krankheit, Unfall und Tod Workshop Lohnfragen Lohnfortzahlung bei Krankheit, Unfall und Tod Nach Personal- und Besoldungsgesetz für Mitarbeitende der Verwaltung des Kantons Schwyz Fallbeschriebe Lohnfortzahlung bei Krankheit mit

Mehr

Antrag auf Aufnahme / Antrag auf Zuschuss zu den Tagespflegekosten

Antrag auf Aufnahme / Antrag auf Zuschuss zu den Tagespflegekosten Eingang: Antrag auf Aufnahme / Antrag auf Zuschuss zu den Tagespflegekosten Uns / mir ist bekannt, dass wir / ich bei Beginn der Betreuung zu einem Kostenbeitrag nach 90 Abs.1 /III SGB VIII herangezogen

Mehr

info CAISSE GENERALE DE PREVOYANCE LA MUTUELLE POUR LA VIE 2015 // Index 775,17

info CAISSE GENERALE DE PREVOYANCE LA MUTUELLE POUR LA VIE 2015 // Index 775,17 info CAISSE GENERALE DE PREVOYANCE LA MUTUELLE POUR LA VIE 2015 // Index 775,17 Die C.G.P. stellt sich vor Die C.G.P. ist eine Fürsorgekasse, die am 8. Februar 1880 gegründet wurde. Sie ist vom Staat anerkannt

Mehr

Präsidium des Nationalrates Parlament Wien 1010 Wien Klagenfurt, am 26. Juli 2007

Präsidium des Nationalrates Parlament Wien 1010 Wien Klagenfurt, am 26. Juli 2007 36/SN-77/ME XXIII. GP - Stellungnahme zum Entwurf elektronisch übermittelt 1 von 5 Dipl. Ing. Dieter Mack Neptunweg 4 / 25 9020 Klagenfurt Tel: 0463-24 56 02 dmack@edu.uni-klu.ac.at Präsidium des Nationalrates

Mehr

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 04.10.11 Franchise Verlag Fuchs AG

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 04.10.11 Franchise Verlag Fuchs AG News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 04.10.11 Franchise Immer noch grosses Sparpotenzial Die Grundversicherungsprämien steigen nächstes Jahr um durchschnittlich 2,2 Prozent, so wenig wie schon

Mehr

Mittagstisch Meetpoint, Emmen-Dorf Mittagstisch Riffig, Emmenbrücke

Mittagstisch Meetpoint, Emmen-Dorf Mittagstisch Riffig, Emmenbrücke Mittagstisch Meetpoint, Emmen-Dorf Mittagstisch Riffig, Emmenbrücke Ein Pilotprojekt der Gemeinde EMMEN Direktion Soziales und Vormundschaft Bericht und Antrag Eine Dienstleistung der Gemeinde EMMEN Angebot

Mehr

Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten

Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten Wer eine Hilfe im Haushalt braucht, kann diese steuerlich gefördert im Rahmen eines Mini- Jobs anstellen. Höher ist die Förderung bei sozialversicherungspflichtiger

Mehr

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den sechs Wochen vor der Geburt nicht arbeiten sollen und in den acht Wochen nach der Geburt bei Früh- und Mehrlingsgeburten

Mehr

Note conjointe zur Ausübung des Optionsrechts im Bereich Krankenversicherung mit Frankreich

Note conjointe zur Ausübung des Optionsrechts im Bereich Krankenversicherung mit Frankreich Note conjointe zur Ausübung des Optionsrechts im Bereich Krankenversicherung mit Frankreich Einführung eines einheitlichen Adhoc-Formulars (Informationsschreiben BAG vom 2. Mai 2013) ERFA-Tagung GE KVG

Mehr

Schulgemeindeversammlung vom 10. Dezember 2012. Geschäft Nr.

Schulgemeindeversammlung vom 10. Dezember 2012. Geschäft Nr. Schulgemeindeversammlung vom 10. Dezember 2012 Geschäft Nr. Vorschulische Kinderbetreuung Genehmigung eines Rahmenkredits von jährlich Fr. 300 000.-- für die subjektorientierte Finanzierung der familienergänzenden

Mehr

IV. Massnahmen im Personalbereich für das Jahr 2009 / Teilrevision von vier Rechtserlassen

IV. Massnahmen im Personalbereich für das Jahr 2009 / Teilrevision von vier Rechtserlassen IV. Massnahmen im Personalbereich für das Jahr 2009 / Teilrevision von vier Rechtserlassen 1 MASSNAHMEN IM PERSONALBEREICH FÜR DAS JAHR 2009 / TEILREVISION VON VIER RECHTSERLASSEN 1.1 Ausgangslage Die

Mehr

PKV-Info. Der Standardtarif. Stand: 1. Juni 2004

PKV-Info. Der Standardtarif. Stand: 1. Juni 2004 PKV-Info Der Standardtarif Stand: 1. Juni 2004 2 Was ist der Standardtarif? Der Standardtarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der privaten Krankenversicherung (PKV) mit einem gesetzlich begrenzten

Mehr

Online- Scheidungskonvention/Fragen zu Ihrer Scheidung

Online- Scheidungskonvention/Fragen zu Ihrer Scheidung Online- Scheidungskonvention/Fragen zu Ihrer Scheidung Wenn Sie sich und Ihr Ehemann oder ihre Ehefrau über die Modalitäten ihrer Scheidung weitgehend einig sind, können Sie hier Ihre Scheidung einfach

Mehr

Ihre Prämien für 2014

Ihre Prämien für 2014 Ihre Prämien für 2014 In der obligatorischen Grundversicherung erhöht Sympany die Prämien nur sehr moderat, im gesamtschweizerischen Durchschnitt um 1.1 Prozent. Darunter sind mehrere Kantone mit einer

Mehr

Entscheidungsverhalten der Schweizer bei der Immobilien-Finanzierung. 27. Februar 2015 Dr. Stefan Heitmann

Entscheidungsverhalten der Schweizer bei der Immobilien-Finanzierung. 27. Februar 2015 Dr. Stefan Heitmann Entscheidungsverhalten der Schweizer bei der Immobilien-Finanzierung 27. Februar 2015 Dr. Stefan Heitmann Agenda Kurzüberblick Schweizer Hypomarkt Finanzierungsgewohnheiten der Schweizer inkl. Praxisfälle

Mehr

Fragen und Antworten zum Kinderbetreuungskostenzuschuss

Fragen und Antworten zum Kinderbetreuungskostenzuschuss Fragen und Antworten zum Kinderbetreuungskostenzuschuss Der Kinderbetreuungskostenzuschuss auf einen Blick: Kinderbetreuungskostenzuschüsse sind gemäß 3 Nr. 33 EStG steuerfrei, wenn diese eine zusätzlich

Mehr

Kunstwissenschaften. Bachelorabschluss wird häufig als Zwischenschritt angesehen

Kunstwissenschaften. Bachelorabschluss wird häufig als Zwischenschritt angesehen Die Befragung zeigt, dass es für die Kunstwissenschaftler/innen keine Standardvariante für den Berufseinstieg gibt. Sie verteilen sich im Jahr nach dem Studienabschluss sehr breit über die verschiedenen

Mehr

Wer ist die gesellschaftliche Mitte? Mythen und Fakten

Wer ist die gesellschaftliche Mitte? Mythen und Fakten Pressekonferenz, 27. August 2012, Berlin Wer ist die gesellschaftliche? Mythen und Fakten Tabellen Übersicht 1 Abgrenzung der sozio-kulturellen Gesellschaftsschichten Die Zuordnung erfolgt aufgrund von

Mehr

5.02 Stand am 1. Januar 2009. Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo

5.02 Stand am 1. Januar 2009. Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo 5.02 Stand am 1. Januar 2009 Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Berechnen Sie provisorisch Ihren Anspruch 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das übrige

Mehr

BASS. Ökonomische Grenzen von Spitex. Präsentation Studie Spitex Verband Schweiz

BASS. Ökonomische Grenzen von Spitex. Präsentation Studie Spitex Verband Schweiz PROJEKTKOOPERATION BÜRO FÜR ARBEITS- UND SOZIALPOLITISCHE STUDIEN AG KONSUMSTRASSE 20. CH-3007 BERN. TEL +41 (0)31 380 60 80. FAX +41 (0)31 398 33 63 INFO@BUERO.CH. WWW.BUERO.CH MATTHIAS WÄCHTER FORSCHUNG

Mehr

4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV

4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV 4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Taggelder ergänzen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV): Sie sollen den Lebensunterhalt der Versicherten

Mehr

Verband alleinerziehender Mütter und Väter, OV-Frankfurt. Auftaktveranstaltung PAKKO-Passgenau in Arbeit mit Kind im Kreis Offenbach, 06.09.

Verband alleinerziehender Mütter und Väter, OV-Frankfurt. Auftaktveranstaltung PAKKO-Passgenau in Arbeit mit Kind im Kreis Offenbach, 06.09. Verband alleinerziehender Mütter und Väter, OV-Frankfurt Auftaktveranstaltung PAKKO-Passgenau in Arbeit mit Kind im Kreis Offenbach, 06.09.2012 Lebensform Alleinerziehen in Zahlen In Deutschland leben

Mehr

Hypotheken Immobilienfinanzierung. Ein und derselbe Partner für Ihre Hypothek, Ihre individuelle Vorsorge und Ihre Gebäudeversicherung

Hypotheken Immobilienfinanzierung. Ein und derselbe Partner für Ihre Hypothek, Ihre individuelle Vorsorge und Ihre Gebäudeversicherung Hypotheken Immobilienfinanzierung Ein und derselbe Partner für Ihre Hypothek, Ihre individuelle Vorsorge und Ihre Gebäudeversicherung Eine attraktive finanzielle Unterstützung nach Mass Sind Sie schon

Mehr

93 % der Eltern mit Gratisschikarte zufrieden

93 % der Eltern mit Gratisschikarte zufrieden I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz Familienminister Dr. Reinhold Mitterlehner LH-Stv. Franz Hiesl, Familienreferent und Dr. Ernst Fürst, Leiter Abteilung Statistik am 19. September 2013 zum Thema

Mehr

Zusatzleistungen zur AHV/IV

Zusatzleistungen zur AHV/IV Fsdgfdgsfg Zusatzleistungen zur AHV/IV 2012 November 2013 (intern) Zusatzleistungen zur AHV/IV 2012 Der statistische Bericht zu den Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Winterthur informiert über die

Mehr

Geben Sie diesen Antrag bitte vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurück bis zum:

Geben Sie diesen Antrag bitte vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurück bis zum: Geben Sie diesen Antrag bitte vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurück bis zum: An: Stadt Dessau-Roßlau Jugendamt Postfach 1425 06813 Dessau-Roßlau Eingangsvermerk: Antrag auf Übernahme/Erlass

Mehr

Die Verschuldung bei jungen Erwachsenen

Die Verschuldung bei jungen Erwachsenen Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Statistik BFS 20 Wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung Neuchâtel, August 2012 Die Verschuldung bei jungen Erwachsenen Ergänzende

Mehr

5.02 Stand am 1. Januar 2011

5.02 Stand am 1. Januar 2011 5.02 Stand am 1. Januar 2011 Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Berechnen Sie provisorisch Ihren Anspruch 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das übrige

Mehr

Statistik der Familienzulagen 2013

Statistik der Familienzulagen 2013 Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Statistik der Familienzulagen 2013 1) Einleitung 1 2) Gesamtsystem der FZ 2 3) Kassenstruktur FamZG 5 4) Leistungen FamZG

Mehr

Wichtige Informationen für werdende Eltern

Wichtige Informationen für werdende Eltern Wichtige Informationen für werdende Eltern Die Geburt eines Kindes ist für die ganze Familie ein freudiges, aber natürlich auch ein aufregendes Ereignis. Für die Eltern ändert sich im künftigen Alltag

Mehr

Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten

Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten Kinderbetreuungskosten Wir prüfen auf Antrag, ob das Jugendamt die Kostenbeiträge für Tageseinrichtungen für Kinder Kindertagespflege bezuschussen kann. Voraussetzung

Mehr

Wohneigentumsförderung mit Vorsorgegeldern

Wohneigentumsförderung mit Vorsorgegeldern Wohneigentumsförderung mit Vorsorgegeldern Überblick Vorwort...2 1. Grafische Darstellung...3 2. Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?...3 3. Bezug oder Verpfändung...4 3.1 Bezug...4 3.2 Verpfändung...4

Mehr

1.2012 Stand am 1. Januar 2012

1.2012 Stand am 1. Januar 2012 1.2012 Stand am 1. Januar 2012 Änderungen auf 1. Januar 2012 bei Beiträgen und Leistungen Übersicht Randziffern Beiträge 1-4 Leistungen der AHV 5 Leistungen der IV 6-7 Auskünfte und weitere Informationen

Mehr

Erste Ergebnisse der Erhebung zu Familien und Generationen 2013

Erste Ergebnisse der Erhebung zu Familien und Generationen 2013 Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Statistik BFS Medienmitteilung Sperrfrist: 24.03.2015, 10:30 1 Bevölkerung Nr. 0350-1502-80 Erste Ergebnisse der Erhebung zu Familien und Generationen

Mehr

Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO

Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO 2.02 Beiträge Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV)

Mehr

Information für Auszubildende, Studierende und Schüler:

Information für Auszubildende, Studierende und Schüler: Information für Auszubildende, Studierende und Schüler: Hartz-IV-Zuschuss zur Miete seit Jahresbeginn möglich Bekommen Sie als Schüler/in oder Student/in BAföG? Oder beziehen als Auszubildende/r Ausbildungsbeihilfe

Mehr

Referat für Jugend, Familie und Soziales

Referat für Jugend, Familie und Soziales Kita-Gebührenerhöhung: Die wichtigsten Fragen und Antworten Vorbemerkung: Eine ausführliche Darstellung des Sachverhalts findet sich in den öffentlichen Jugendhilfeausschuss-Vorlagen vom 12.02.2015 und

Mehr

Elternzeit und Elterngeld

Elternzeit und Elterngeld Neuerung 2015 Zum 1. Juli 2015 wird das ElterngeldPlus eingeführt. Mütter und Väter haben dann die Möglichkeit, nach der Geburt eines Kindes in Teilzeit zu arbeiten und trotzdem Elterngeld zu beziehen.

Mehr

Verordnung über die Ausrichtung von Stipendien und Studiendarlehen

Verordnung über die Ausrichtung von Stipendien und Studiendarlehen 46.0 Verordnung über die Ausrichtung von Stipendien und Studiendarlehen vom 8. April 978 Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, gestützt auf 7 und 8 des Dekretes des Grossen Rates des Kantons Schaffhausen

Mehr

Die Krankenkasse: Grundversicherung. Bild: Barbara Graf Horka

Die Krankenkasse: Grundversicherung. Bild: Barbara Graf Horka Die Krankenkasse: Grundversicherung Bild: Barbara Graf Horka Karte 1 Ist die Grundversicherung in der Krankenkasse obligatorisch? Bild: tackgalichstudio/fotolia.com Gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG)

Mehr

Häufige Fragen zur betrieblichen Unterstützung der Familienfreundlichkeit

Häufige Fragen zur betrieblichen Unterstützung der Familienfreundlichkeit Häufige Fragen zur betrieblichen Unterstützung der Familienfreundlichkeit 1 Was kann mein Betrieb für die Beschäftigten und ihre Familien tun?... 2 2 Welche familienfreundlichen Arbeitszeitregelungen kann

Mehr

Medienkonferenz der Bildungsdirektion Änderungen bei den Kleinkinderbetreuungsbeiträgen 16. Januar 2014, 9.30 Uhr, Medienzentrum Walcheturm

Medienkonferenz der Bildungsdirektion Änderungen bei den Kleinkinderbetreuungsbeiträgen 16. Januar 2014, 9.30 Uhr, Medienzentrum Walcheturm Medienkonferenz der Bildungsdirektion Änderungen bei den Kleinkinderbetreuungsbeiträgen 16. Januar 2014, 9.30 Uhr, Medienzentrum Walcheturm Regine Aeppli, Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Folie:

Mehr

21. September 2009. Nr. 2009-609 R-721-13 Interpellation Erich Arnold, Bürglen, zur Erhöhung der Krankenkassenprämien 2010; Antwort des Regierungsrats

21. September 2009. Nr. 2009-609 R-721-13 Interpellation Erich Arnold, Bürglen, zur Erhöhung der Krankenkassenprämien 2010; Antwort des Regierungsrats 21. September 2009 Nr. 2009-609 R-721-13 Interpellation Erich Arnold, Bürglen, zur Erhöhung der Krankenkassenprämien 2010; Antwort des Regierungsrats Am 17. Juni 2009 reichte Landrat Erich Arnold, Bürglen,

Mehr

Schriftliche Anfrage David Zuberbühler, Herisau; Ausländerquote in Primarschulklassen; Antwort des Regierungsrates

Schriftliche Anfrage David Zuberbühler, Herisau; Ausländerquote in Primarschulklassen; Antwort des Regierungsrates Regierungsrat Regierungsgebäude 9102 Herisau Tel. 071 353 61 11 Fax 071 353 68 64 kantonskanzlei@ar.ch www.ar.ch Regierungsrat, 9102 Herisau An das Büro des Kantonsrates Roger Nobs Ratschreiber Tel. 071

Mehr

Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV 5.02 Stand am 1. Januar 2013 Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Berechnen Sie provisorisch Ihren Anspruch 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das übrige

Mehr

Gute Argumente für eine LVM-Risikoversicherung:

Gute Argumente für eine LVM-Risikoversicherung: Gute Argumente für eine LVM-Risikoversicherung: Eltern, die ihr Kind für den Fall versorgt wissen wollen, dass sie selbst plötzlich sterben, sollten besser eine Risiko-Lebensversicherung abschließen. (Empfehlung

Mehr

5.02 Stand am 1. Januar 2010. Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo

5.02 Stand am 1. Januar 2010. Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo 5.02 Stand am 1. Januar 2010 Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Berechnen Sie provisorisch Ihren Anspruch 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das übrige

Mehr

Ihre Prämien für 2015

Ihre Prämien für 2015 Ihre Prämien für 2015 Sympany verfolgt eine stabile, moderate Prämienstrategie. Diese besteht nicht aus kurzfristigen Billigangeboten. Vielmehr bieten wir Ihnen nachhaltige Prämien, die wir nur soweit

Mehr

7. Verteilung von Einkommen und Vermögen

7. Verteilung von Einkommen und Vermögen 7. Verteilung von Einkommen und Vermögen Das durchschnittliche Vermögen der privaten Haushalte beträgt mehr als 13 Tausend Euro in Westdeutschland und 5 Tausend Euro in Ostdeutschland. Dazu kommt ein durchschnittliches

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de SCHOOL-SCOUT Die Pendlerpauschale ganz einfach

Mehr

Persönliche Daten der Beteiligten (soweit nicht oben bereits angegeben)

Persönliche Daten der Beteiligten (soweit nicht oben bereits angegeben) Bitte senden Sie uns Ihre Angaben via email an: beratungonline@anwaltonline.com Daten für Unterhaltsberechnungen. Damit Unterhaltsansprüche zuverlässig berechnet werden können, ist es unbedingt erforderlich,

Mehr

3.03 Leistungen der AHV Hinterlassenenrenten der AHV

3.03 Leistungen der AHV Hinterlassenenrenten der AHV 3.03 Leistungen der AHV Hinterlassenenrenten der AHV Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Hinterlassenenrenten sollen beim Tod des Ehegatten oder eines Elternteils verhindern, dass die Hinterlassenen

Mehr

vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente

vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente 1 / 1 Inhaltsverzeichnis: Seite Was ist das?... 2 Wer kann eine Riester-Rente abschließen?... 2 Für wen ist es besonders geeignet?... 2 Ansprüche

Mehr

Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum (Tabakmonitoring)

Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum (Tabakmonitoring) Universität Zürich Psychologisches Institut, Sozialpsychologie II H A N S K R E B S Kommunikations- und Publikumsforschung Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum (Tabakmonitoring) Zusammenfassung des Berichts

Mehr

5.02 Stand am 1. Januar 2006. Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo

5.02 Stand am 1. Januar 2006. Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV. 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo 5.02 Stand am 1. Januar 2006 Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Berechnen Sie provisorisch Ihren Anspruch 1 Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das übrige

Mehr

Leitfaden zum Elternunterhalt

Leitfaden zum Elternunterhalt Leitfaden zum Elternunterhalt Kai Riefenstahl Rechtsanwalt Heinitzstr. 43 58097 Hagen Tel: 02331/9810812 Fax: 02331/9810810 info@ra-riefenstahl.de www.ra-riefenstahl.de Einleitung Aufgrund immer neuer

Mehr

GEMEINDERAT. REGLEMENT DER KINDERKRIPPE KILCHBERG gültig ab 1. Januar 2015 1 ALLGEMEINES... 2. Rechtsträgerschaft... 2 Zweck und Auftrag...

GEMEINDERAT. REGLEMENT DER KINDERKRIPPE KILCHBERG gültig ab 1. Januar 2015 1 ALLGEMEINES... 2. Rechtsträgerschaft... 2 Zweck und Auftrag... REGLEMENT DER KINDERKRIPPE gültig ab 1. Januar 2015 1 ALLGEMEINES... 2 Rechtsträgerschaft... 2 Zweck und Auftrag... 2 2 ORGANISATION... 2 Zuständigkeiten... 2 Krippenkommission... 2 Aufgaben und Kompetenzen

Mehr

Gesundheitspolitik nach Schweizer Vorbild

Gesundheitspolitik nach Schweizer Vorbild Gesundheitspolitik nach Schweizer Vorbild Carl Christian von Weizsäcker, Bonn Vortrag auf dem Bundesfachkongress der Alternative für Deutschland Bremen 1. Februar 2015 1 Gesundheit ist ein besonderes Gut

Mehr

Bezirksregierung Düsseldorf Düsseldorf, den 22.02.2007 Bearbeiter: Herr Holtermann

Bezirksregierung Düsseldorf Düsseldorf, den 22.02.2007 Bearbeiter: Herr Holtermann Bezirksregierung Düsseldorf Düsseldorf, den 22.02.2007 Dezernat 47 Bearbeiter: Herr Holtermann Informationsblatt zur Elternzeit für angestellte Lehrkräfte (Stand: 1. Januar 2007) 1. Rechtsgrundlage Gesetz

Mehr

Grundwissen Wirtschaft Antwort 1. Grundwissen Wirtschaft Frage 1 Unser Gesundheitswesen. Grundwissen Wirtschaft Antwort 2

Grundwissen Wirtschaft Antwort 1. Grundwissen Wirtschaft Frage 1 Unser Gesundheitswesen. Grundwissen Wirtschaft Antwort 2 Grundwissen Wirtschaft Frage 1 Grundwissen Wirtschaft Antwort 1 Wie viele Erwerbstätige arbeiten im Gesundheitssektor? Von den rund 4,9 Millionen Erwerbstätigen der Schweiz arbeitet jeder fünfzehne im

Mehr

Die Zukunft beginnt heute. Altersvorsorge auch. Die PlusPunktRente mit Riester-Förderung. BVK Bayerische. V ersorgungskammer

Die Zukunft beginnt heute. Altersvorsorge auch. Die PlusPunktRente mit Riester-Förderung. BVK Bayerische. V ersorgungskammer Die Zukunft beginnt heute. Altersvorsorge auch. Die PlusPunktRente mit Riester-Förderung. BVK Bayerische V ersorgungskammer Entspannt leben den Ruhestand genießen Sicher möchten Sie nach einem ausgefüllten

Mehr

der einkommensteuerrechtlichen Tagespflegepersonen

der einkommensteuerrechtlichen Tagespflegepersonen Ohne Moos nichts los?! Fachvortrag zu den Auswirkungen der einkommensteuerrechtlichen Behandlung der Geldleistungen für Tagespflegepersonen Ausbauziele bei der Tagespflege und Besteuerung der Geldleistungen

Mehr

Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren

Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren Institut für Soziologie Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren Bericht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Das Projekt wurde durchgeführt mit Fördermitteln der Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Mehr

Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV 5.02 Ergänzungsleistungen Ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und IV Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das Einkommen

Mehr