Wirtschaftsdeutsch, Finanzwesen 30. Aufgabenmuster. Text 1. Urlaub auf Kredit Sie hören einen Text über die Kreditprogramme der Ferienindustrie.

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1 BGF NYTK B2 Wirtschaftsdeutsch, Finanzwesen 30 Aufgabenmuster Hörverstehen Minuten 20 Punkte FÜR IHRE ANTWORTEN BENUTZEN SIE DAS LÖSUNGSBLATT! (A beszédértés részvizsgán mindkét szöveget kétszer hallgathatja meg. Mindkét szöveg első meghallgatása előtt 3 3 perc áll rendelkezésére az adott szöveghez tartozó feladatok áttekintésére. A szövegek mindkét meghallgatása közben folyamatosan, majd azok után 2 2 percig dolgozhat a feladatok megoldásán. A vizsgarész végén még 3 perc áll rendelkezésre, hogy a feladatlapokhoz csatolt megoldólapra átírja megoldásait.) Text 1 Urlaub auf Kredit Sie hören einen Text über die Kreditprogramme der Ferienindustrie. I. II. Was ist laut Hörtext richtig? 1. Verbraucherschützer sind gegen den Kreditservice der Veranstalter, weil a) sie selbst am Geschäft interessiert sind. b) sie es den Banken überlassen würden. c) dadurch die Kunden verschuldet werden. 2. Neckermann will a) auf das Programm verzichten. b) das Programm weiterhin anbieten. c) das Programm erweitern. 3. Die Zinsen bei den Veranstaltern a) sind höher als bei den Banken. b) sind niedriger als bei den Banken. c) unterscheiden sich nicht von denen der Banken. 4. Ziel der Veranstalter mit dem Kreditservice ist, a) einen größeren Umsatz zu haben. b) teurere Reisen besser verkaufen zu können. c) die Konkurrenz auszuschalten. 5. Laut Verbraucherschützern sollte man einen Kredit aufnehmen, um a) sich Luxusartikel anschaffen zu können. b) die Ferien zu finanzieren. c) nützliche Sachen kaufen zu können. Was passt laut Hörtext zusammen? Ordnen Sie den Aussagen das Unternehmen/Institut zu. 6. Eine Reise muss man finanzieren können. 7. Urlaub auf Kredit ist eine Dienstleistung für die Kunden. 8. Den Kunden werden durchschnittlich 2% mehr Zinsen berechnet. 9. Der Kunde muss 124 Zinsen bezahlen. 10. Durch Kredite sollten Konsumgüter finanziert werden. andere Veranstalter (V) Banken (B) Neckermann (N) Verbraucherschützerin (VS)

2 Text 2 Aldi sorgt für Bewegung Sie hören einen Text über den Lebensmitteldiscounter Aldi. III. Was ist laut Hörtext richtig? IV. 11. Zur Expansion in der Schweiz hat Aldi a) 150 Millionen Franken gespart. b) eine Niederlassung gegründet. c) einen Kredit aufgenommen. 12. Die meisten Schweizer a) sind gegen die Pläne von Aldi. b) lehnen Billigketten ab. c) begrüßen die Expansion von Aldi. 13. Stadträten gefällt die Expansion von Aldi wegen nicht. a) des größeren Autoverkehrs b) des Panoramas in der Umgebung c) der Autos auf der grünen Wiese 14. Sie machen sich auch Sorgen über a) den Widerstand der Geschäftsbesitzer. b) die größeren Konkurrenten. c) die kleineren Geschäfte in der Innenstadt. 15. Bisher gab es in der Schweiz. a) praktisch keinen Konkurrenzkampf b) nur Discountketten c) nur subventionierte Produkte 16. Aldis eventuelle Expansion hat a) die Preise hochgetrieben. b) einen starken Preiskampf verursacht. c) zu Änderungen im Markt geführt. Ergänzen Sie die Tabelle mit den richtigen Daten aus dem Hörtext! 17. Zahl der geplanten Aldi-Filialen in der Schweiz: 18. Die Lebensmittel kosten in der Schweiz % mehr als in Deutschland: 19. Summe, die die Schweizer in den Nachbarländern pro Jahr ausgeben: Milliarden Franken 20. Anteil der zwei großen Schweizer Ketten am Einzelhandelsumsatz:

3 FIGYELEM! LÖSUNGSSCHLÜSSEL Kérjük, ide ragasszon egy BESZÉDÉRTÉS azonosító kódot! Hiánya esetén dolgozata érvénytelen. BGF NYTK B2 Wirtschaftsdeutsch, Finanzwesen 30 Aufgabenmuster Hörverstehen Minuten 1. Korrektor: 2. Korrektor: Punkte: 20 Punkte Text 1 1. c 2. b 3. b 4. a 5. c 6. VS (Verbraucherschützer) / V (andere Veranstalter) 7. N (Neckermann) 8. B (Banken) 9. N (Neckermann) 10. V (andere Veranstalter) / VS (Verbraucherschützer) Text b 12. c 13. a 14. c 15. a 16. b 17. (rund) (rund) 50 (%) oder (bei) Frischfleisch: 90 % 19. (rund) 1,4 20. (fast) 2/3 / zwei Drittel / 66%

4 Text 1 Urlaub auf Kredit Einige große Veranstalter leihen ihren Kunden das Geld für die Ferien. Verbraucherschützern ist das ein Dorn im Auge. Sie finden kein gutes Wort an der Sache. Eine typische Schuldenfalle, schimpft Ruth-Anna Büttner. Die Leiterin der Rechtsabteilung der Verbraucherzentrale Hessen rät daher jedem mit Nachdruck: Hände weg von einem Kredit für einen Urlaub. Eine Reise muss man sich leisten können, betont die Beraterin. Geld dafür aufzunehmen in ihren Augen äußerst fatal. Doch trotz der regelmäßigen Warnungen von Verbraucherschützern: einige Reiseveranstalter finden nichts Anrüchiges an der Idee. Neckermann ist überzeugt, damit einen zusätzlichen Service geschaffen zu haben. Daher wollen sie auch in Zukunft an dem Programm festhalten. Auf welche Resonanz das Ganze aber stößt, verrät der Ferienanbieter nicht. Nur soviel: die Zahl der Kunden, die seit Januar den Kredit in Anspruch genommen haben, liegt im vierstelligen Bereich. Ob bei Neckermann oder den Wettbewerbern die Zinssätze der Veranstalter liegen knapp unter zehn Prozent. Die Banken dagegen berappen Kreditnehmer im Schnitt mit etwa zwei Prozent mehr. Doch ganz selbstlos sind die Kreditprogramme der Ferienindustrie nicht. Dass die Idee gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wieder aus der Mottenkiste geholt wurde, dürfte kein Zufall sein. Wir haben zusätzliche Einnahmen, räumt Neckermann-Bereichsvorstand Altmann ein. Und zwar durch Kunden, die ohne das Kreditangebot vielleicht nicht verreisen würden, und natürlich auch durch die anfallenden Zinsen. Ein Beispiel: Neckermann-Kunden, die eine 2000 Euro teure Reise in zwölf Raten abzahlen, überweisen zusätzlich 124 Euro Zinsen. Bei einigen Veranstaltern hält man aber nichts von Schulden für die schönste Zeit des Jahres. Kredite eigneten sich einfach nicht dazu, um einen Urlaub zu finanzieren, meinen sie. Damit liegen sie ganz auf der Linie von Verbraucherschützerin Büttner. Für einen Kühlschrank oder ein Auto, das man für die Fahrt zum Arbeitsplatz braucht dafür könne man einen Kredit aufnehmen. Aber Schulden für eine Reise zu machen, die ein Luxusartikel ohne bleibenden Wert darstelle, könne nicht angehen. 2 30

5 Text 2 Aldi sorgt für Bewegung Es kann also losgehen. Aldi erhielt kürzlich eine Baubewilligung im thurgauischen Weinfelden, dem ersten von zunächst sechs Standorten in der Schweiz. Auch eine offizielle Schweizer Niederlassung hat der Konzern inzwischen gegründet und das Eigenkapital auf 150 Millionen Franken erhöht. Langfristig, sagen Branchenbeobachter, werde der deutsche Discounter in der Alpenrepublik mit rund 60 Filialen präsent sein. Endlich tut sich etwas auf unserer Hochpreisinsel, hört man von manchen Schweizern. Für Lebensmittel müssen die Eidgenossen im Durchschnitt rund 50 Prozent mehr bezahlen als die EU- Nachbarn, bei Frischfleisch sind es sogar bis zu 90 Prozent. Schon lange decken grenznah wohnende Schweizer ihren Grundbedarf daher gerne im Ausland. Rund 1,4 Milliarden Franken geben sie jährlich bei deutschen oder französischen Billigketten aus. Wenn nun auch daheim die Preise purzelten, wie Aldi verheißt, wäre das den meisten recht. Nur manchen Stadträten passt die Aussicht auf die neuen Discounter auf der grünen Wiese nicht. Das lockt nur mehr Autos an, sagen sie. Dabei wolle man den Verkehr doch reduzieren. Nicht nur ein erhöhtes Verkehrsaufkommen spreche gegen Aldi und Co., meinen sie. Auch sei zu erwarten, dass die kleineren Einzelhändler im Stadtzentrum bald schließen müssten und der schöne Ortskern veröde. Zudem sei Aldi nicht dafür bekannt, sich für möglichst lokale, ökologische Produkt-Kreisläufe einzusetzen. Mit Widerstand müssen die deutschen Discounter auch in anderen Städten rechnen; aufhalten lassen werden sie sich nicht. Das wissen vor allem die Konkurrenten. Bisher ging es recht gemütlich zu im Schweizer Einzelhandel. Fast zwei Drittel der Umsätze gingen an zwei heimische Ketten. Der lahme Wettbewerb hält die Preise ebenso hoch wie die massiven Agrarsubventionen und die hohen Löhne und Mieten. Das dürfte sich ändern. Schon die ersten Gerüchte über Aldis mögliche Expansion in Richtung Alpen lösten einen heftigen Preiskampf aus. Viel häufiger als früher tauchen Preisvergleiche in den Medien auf. Mit gravierenden Änderungen im Markt sei allerdings frühestens in drei bis fünf Jahren zu rechnen, sagen Konsumforscher. 3 01

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