Die Einbindung moderner IT/Netzwerke in die Sicherheitstechnik. Anwendung und Nutzen. Gerald Faulhaber Honeywell Security Novar GmbH Albstadt

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1 Die Einbindung moderner IT/Netzwerke in die Sicherheitstechnik Anwendung und Nutzen Gerald Faulhaber Honeywell Security Novar GmbH Albstadt 1

2 Übertragung über IP Netze... Motivation Trend: Größere Unternehmen und Filialunternehmen verlagern klassische Übertragungswege in öffentliche oder private IP Netze Forderung: Die zur Verfügung stehenden IP Netze sollen für Fernalarmierung genutzt werden Kundennutzen: Die Verwendung der IP Ressourcen für Fernalarmierung bringt Kostenvorteile. Risiken: Verfügbarkeit, Manipulation, Sicherheit. 2

3 Status Quo Verantwortungsbereiche geregelt Gefahrenmeldeanlage Gefahrenmeldeanlage Lokale Infrastruktur: Unkritisch VdS Protokoll Einsatz - leitsystem NTBA NTBA ISDN Übertragungsgerägerät Übertragungs- ISDN ISDN ACCESS 100 D-Kanal Data X.25 - Netz X.25 - Gateway / Packet-Handler Datex - P Empfangseinrichtung Empfangseinrichtung Hauptanschluss 255 log. Kanäle 3

4 Verantwortungsbereiche / Zugriffsmöglichkeiten Objekt Lokale Infrastruktur: kritisch Dynamische IP Adresse möglich DSL- DSL- Modem Modem Vermittlungsstelle Router Internet ÜG ÜG Splitter Splitter Letzte Meile Splitter Splitter NTBA NTBA ISDN Lokale Infrastruktur: unkritisch 4

5 Nutzung eines VPN (Virtual privat Network) Hamburg Lokales Firmennetz ÜG ÜG Frankfurt Lokales Firmennetz ÜG ÜG VPN-Router mit DSL-Modem Internet VPN-Router mit DSL-Modem VPN-Router mit DSL-Modem NSL München Lokales Firmennetz ÜG ÜG VPN-Router mit DSL-Modem 5

6 IP Übertragung - Richtliniensituation VdS 2471 (Übertragungswege in Alarmübertragungsanlagen) Anhang A13 Schnittstelle S2 / S3 zur Anschaltung an IP -Netze unter Verwendung des TCP Protokolls freigegeben VdS 2465 (Übertragungsprotokoll für Gefahrenmeldeanlagen) Implementierung des TCP Protokoll freigegeben VdS 2311 (Planung und Einbau) Übertragung über IP Netze wird nicht explizit behandelt. Eventuell sind diesbezüglich noch Ergänzungen notwendig 6

7 Übertragung über IP Netze...Verfügbarkeit VdS - gemäß IP IP - - Netz Netz Übertragungsgerät Übertragungsgerät Redundanter, überwachter Weg (ISDN, GSM..) Empfangseinrichtung Empfangseinrichtung Nicht VdS - gemäß IP IP - - Netz Netz Übertragungsgerät Übertragungsgerät ISDN Over IP ISDN Over IP Empfangseinrichtung Empfangseinrichtung 7

8 Gesicherte Übertragung - Schlüsselvergabe Zulässige Verfahren: Das ÜG holt sich den Schlüssel über einen sicheren Weg bei der ÜZ ab. Dieses Verfahren sollte grundsätzlich sowohl in ÜZ / AE als auch in ÜG implementiert werden. Manuelle Eingabe vor Ort Per Datenträger, Schlüssel ist verschlüsselt oder unverschlüsselt gespeichert Nicht zulässige Verfahren: Die Übertragung von Schlüsseln über die aktuelle TCP Verbindung ist nicht zulässig 8

9 Gesicherte Übertragung - Telegrammformat Schlüsselnummer unverschlüsselt Sendezähler CRC16 Prüfsumme Empfangszähler Informationskennung Protokollkennung Datenlänge Verschlüsselt im AES Modus Daten : Daten Füllzeichen : 9

10 IP Übertragung - Kompatibilität Die Kompatibilität zwischen Produkten unterschiedlicher Hersteller muss sichergestellt sein Aspekt Investitionssicherheit Von zentraler Bedeutung ist deshalb eine entsprechende VdS Richtlinie, die Übertragungsverfahren, Verschlüsselung und Funktionalität regelt. Ein entsprechender Richtlinienentwurf (Erweiterung VdS 2465 für TCP/IP Übertragung) ist bereits fertig gestellt und wird von den meisten Herstellern verwendet Hersteller B Hersteller B Hersteller A Hersteller C 10

11 Auswahl des geeigneten ADSL-Zugangs Eine produktspezifische Eigenart aller ADSL-Netzzugänge ist die unterschiedliche UP-und Downloadgeschwindigkeit, wobei die Downloadgeschwindigkeit immer höher ist als die Uploadgeschwindigkeit. Deshalb muss bei der Auswahl des geeigneten DSL-Produktes in erster Linie die Uploadgeschwindigkeit betrachtet werden. Ein weiterer Aspekt ist der jeweils verwendete Pollzyklusabstand. Aus der zur Verfügung stehenden Uploadgeschwindigkeit und der jeweils verwendeten Abfragegeschwindigkeit resultiert die max. mögliche Anzahl stehender IP-Verbindungen für den jeweiligen ADSL-Zugang. Eine Flat-Rate ist grundsätzlich erforderlich. Darüber hinaus muss bei der NSL für den ADSL-Zugang eine feste IP-Adresse beim Netzbetreiber beantragt werden. Mehrkosten hierfür ca. 2,50 im Monat 11

12 DEZ 9000 Investitionssicherheit auf dem Prüfstand Was ist bei der technischen Ausstattung einer Leitstelle zu beachten? VdS anerkannte Alarmempfangseinrichtung Rückfallebene bei Ausfall der Leitstelle Investitionssicherheit Kontinuierlicher Ausbau DEZ 9000 die universelle Alarmempfangseinrichtung Einzige nicht PC basierende Empfangseinrichtung mit ÜZ- und BE-Funktionalität VdS Zulassung ohne Einschränkungen Vorteil für LST Betreiber: Verwendete LST Software ist nicht VdS relevant Sichere, komfortable Rückfallebene bei LST - Ausfall 12

13 Anbindung von Empfangseinrichtungen an unterschiedliche Netze Analog ISDN B-Kanal ISDN D-Kanal X.25 Datex-P GSM TCP/IP 13

14 Anwendungsbeispiel Filialbetrieb GMZ NSL VPN - ROUTER Intranet Intranet der der Bank Bank VPN INTERNET Bank Filiale RS 232 COM-PORT- SERVER Ethernet VPN - ROUTER Bank Hauptstelle 14 ISDN

15 Systemintegration von EMA und ZK Notruf Serviceleitstelle Unternehmenszentrale ZK Managementsystem IQ-Multi Access IP IP - - Netz Netz ISDN ISDN Filialen 1 - n Fernservice GMA 15

16 16 Multifunktionalität

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