Kein Heißer Stuhl in Hamburger Schulen!

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1 Kein Heißer Stuhl in Hamburger Schulen! von Alexander Bentheim und Hans-Jürgen Wielsch Eine Initiative wendet sich gegen die Behandlungsmaßnahme Cool in School mit dem Heißen Stuhl im Katalog der schulischen Erziehungsmaßnahmen in Hamburger Schulen und informiert auf der Website Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (Artikel 1, Grundgesetz) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. ( 1631 (2) BGB) Die körperliche Züchtigung und andere entwürdigende Erziehungsmaßnahmen sind verboten ( 49 (1), HmbSG). In verschiedenen Hamburger Schulen scheinen diese Rechtsgrundsätze ihre Gültigkeit verloren zu haben, seit im Herbst 2008 dort die Behandlungsmaßnahme Cool in School eingeführt wurde. Diese Behandlungsmaßnahme ist eine Ableitung der sog. Antiaggressivitäts- bzw. Coolnesstrainings, welche aus dem amerikanischen Strafvollzug stammen. Zentrale Methode dieser Behandlungsmaßnahmen ist der sog. Heiße Stuhl. Während des Heißen Stuhls muss jeder Proband... auf einem Stuhl in der Mitte eines (engen) Stuhlkreises sitzen und sich den Vorwürfen und Konfrontationen der gesamten Gruppe stellen. (...) Auf dem heißen Stuhl sind Provokationen, Beleidigungen, lautes Reden oder gar Brüllen u.ä. explizit erlaubt. Hinsichtlich körperlicher Berührungen ist zu unterscheiden zwischen geringfügigem Körperkontakt, der von bloßen Berührungen bis hin zum... Rumtätscheln im Gesicht reichen kann, und massiven Formen wie Schubsen oder gar Schlagen so beschreibt der AAT-Trainer Knud-Christian Hein die Praxis des sog. Antiaggressivitäts-/Coolnesstrainings (1). Wir sehen in solchen Handlungen im Rahmen von schulischen Erziehungsmaßnahmen eine Verletzung der Rechtsgrundsätze auf Unantastbarkeit der menschlichen Würde, des Rechtes auf gewaltfreie Erziehung und des Verbotes entwürdigender Maßnahmen. Seit 2008 werden in Hamburger Schulen auffällige Schüler/innen, Kinder zwischen 12 und 15 Jahren, auf einen solchen Heißen Stuhl gesetzt und der Behandlungsmaßnahme Cool in School unterzogen. Antiaggressivitäts-Trainings sehen sich einer breiten fachwissenschaftlichen Kritik gegenüber. Namhafte Wissenschaftler ziehen die inhaltlich-methodischen Grundlagen in Zweifel. Der Nachweis einer positiven Wirkung steht nach wie vor aus. Die Rechtswissenschaftlerin Dr. Dorothea Rzepka sieht in diesen Behandlungsmaßnahmen durch die Methode, den Einzelnen in entwürdigende Situationen (zu) bringen und sich des mit guten Gründen aufgegebenen öffentlichen Prangers zu bedienen, die Würde des Menschen nach Art. 1 Grundgesetz angetastet. Die Einführung von Cool in School hat zu einer Vielzahl kritischer Reaktionen geführt. Mit der Website wollen wir die Behandlungsmaßnahme einer breiten Öffentlichkeit insbesondere Eltern betroffener Schüler/innen zugänglich machen, und sie über die fachliche Kritik an der Maßnahme, exemplarische wissenschaftliche Beiträge und die Chronologie des bisherigen Verlaufs informieren. Chronologie (2) Das bei der Behörde für Schule und Berufsbildung angesiedelte Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg (im Folgenden: Landesinstitut) entwickelt in Kooperation mit dem Deutschen Institut für konfrontative Pädagogik GbR die Behandlungsmaßnahme Cool in School als erzieherische Maßnahme an Haupt-, FORUM für Kinder und Jugendarbeit 2/

2 K INDESWOHL FÖRDERN Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Artikel 1, Grundgesetz Real- und Gesamtschulen in Hamburg. Die Behandlungsmaßnahme wird als ein Gruppentraining für gewaltauffällige männliche Schüler im Alter von Jahren, die Spaß an der Gewalt haben, vorgestellt. Als Grundlage wird eine sog. Konfrontative Pädagogik beschrieben, deren typisches und wiederkehrendes Ritual das Einüben explosiver Stress-Situationen auf dem so genannten Heißen Stuhl ist. Gleichzeitig mit der Installation der Behandlungsmaßnahmen an Hamburger Schulen sollen 24 Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Rebus-Mitarbeiter/innen (3) zu Cool in School -Trainer/innen ausgebildet werden, die das Behandlungsprogramm im schulischen Kontext umsetzen sollen. Anfang Juli 2008: Männer gegen MännerGewalt Hamburg wird das Konzept Cool in School * (4) bekannt. Mit der agentur männerwege und der Dokumentationsstelle Jungenarbeit werden Kontakte aufgenommen, um das Konzept zu bewerten. Die Bewertung führt zur Formulierung einer kritischen Stellungnahme mit dem Ziel, von der Einführung der geplanten Maßnahme abzusehen : Per Mail* werden ausgesuchte Fachkollegen/innen vom Konzept Cool in School und der kritischen Stellungnahme der Initiative informiert. Sie werden gebeten, eine fachliche Einschätzung zu Konzept und Kritik vorzunehmen, bei Befürwortung eines Schreibens an die Bildungssenatorin (Kernanliegen: Rücknahme der Maßnahme Cool in School als Mitunterzeichner/innen aufzutreten sowie den Aufruf weiterzuleiten und die Initiative darüber zu informieren : Das Landesinstitut reagiert mit einer Einladung zu einem Gespräch, um die Einwände gegen das Konzept Cool in School zu klären und die Irritationen der Abteilung zur Vorgehensweise der Initiative zu äußern : Die Initiative schickt einen Brief an die Bildungssenatorin*, mit der dringenden Bitte, die Einbindung des Behandlungsprogramms Cool in School in den Hamburger Schulalltag zu verhindern : Im Landesinstitut findet ein zweistündiges Gespräch über das Vorgehen zur öffentlichen Kritik am Konzept sowie (aus Zeitgründen nur ansatzweise) zu dessen Inhalten statt. Gesprächsteilnehmer sind Alexander Bentheim (agentur männerwege), Dr. Christian Böhm (Leiter der Beratungsstelle Gewaltprävention im Landesinstitut), Jan Heitmann (Dokumentationsstelle Jungenarbeit), Claudia Ludwigshausen (Mitarbeiterin der Beratungsstelle Gewaltprävention im Landesinstitut), Hermann Schlömer (Leiter Abteilung Prävention, Intervention und Beratung am Landesinstitut), Hans-Jürgen Wielsch (Männer gegen MännerGewalt ), Norbert Ziebarth (Leitstelle Handeln gegen Jugendgewalt ). Das Landesinstitut stellt ein nachträgliches Fachgespräch in Aussicht und es wird die Erstellung eines Gesprächsprotokolls verabredet : Die Initiative übersendet der am Landesinstitut ansässigen Abteilung Prävention, Intervention und Beratung, wie im Gespräch am vereinbart, weitere Kritikpunkte* zum Konzept Cool in School : Die Abteilung Prävention, Intervention und Beratung bedankt sich für die Zusendung der ergänzenden Kritikpunkte, die wir gründlich prüfen und ggfs. zur Qualitätsverbesserung der Konzeptdarstellung und des Projektes nutzen werden : Die Initiative schickt ein Erinnerungsschreiben an die Bildungssenatorin und bittet darin um eine Antwort auf das Schreiben vom : Das Landesinstitut lädt die Mitglieder der Initiative zur nächsten Sitzung des Fachkreis Gewaltprävention ein.* Im Rahmen dieser Fachkreis-Sitzung soll das Konzept Cool in School ausführlicher vorgestellt und Gelegenheit zur Diskussion gegeben werden. Foto: M. Essberger : Die Initiative wird vom Landesinstitut wieder ausgeladen. Das am in Aussicht gestellte nachträgliche Fachgespräch unter Beteiligung der Initiative hat bis dato nicht stattgefunden : Die Initiative schreibt 43 Personen aus Politik (Hamburg), Schule (Hamburg), Wissenschaft (regional/überregional) und Fachöffentlichkeit (regional/überregional) an, da von Seiten des Landesinstitutes keine weitere Kommunikation erfolgt ist. Den 43 Personen wird das Konzept Cool in School, eine überarbeitete Gesamtkritik* der Initiative sowie eine Übersicht aller Adressat/innen* des Briefes übermittelt, mit der Bitte um eine fachliche und/oder politische Stellungnahme : Das Landesinstitut übersendet der Initiative die offizielle Antwort* auf das Schreiben der Initiative vom FORUM für Kinder und Jugendarbeit 2/2010

3 an die Bildungssenatorin. Die zentralen Inhalte sind: ein Stopp der Maßnahme wird abgelehnt, das Konzept sei überarbeitet und nun weicher gefasst worden, gearbeitet werde zukünftig mit einer deutlich abgeschwächten Form der Methode Heißer Stuhl. In der Anlage wird das mit schlussendlich erstellte, von allen Beteiligten autorisierte Protokoll des Gespräches* vom mitgeschickt. Das überarbeitete Konzept* wird der Initiative jedoch nicht zur Verfügung gestellt, so dass die vom Landesinstitut vorgenommenen Veränderungen nicht nachvollzogen werden können Die Initiative übersendet dem Landesinstitut eine Antwort auf die offizielle Antwort* der Bildungssenatorin. In dieser wird die Weiterführung des Konzeptes Cool in School kritisiert. Die Initiative bittet um baldige Zusendung des überarbeiteten Konzeptes : Das Landesinstitut richtet ein Schreiben an die 43 Personen, die von der Initiative am angeschrieben wurden. Die Initiative erreicht dieses Schreiben nicht; es wird ihr aus dem Kreis der Wissenschaftler weitergeleitet. Im Anhang der Weiterleitung befindet sich u.a. das überarbeitete Konzept Cool in School (Stand Frühjahr 2009) : Samy Deluxe ehrt ehemals gewaltbereite Jugendliche Unter diesem Motto präsentiert das Landesinstitut für Lehrerbildung im Rahmen einer öffentlichen Abschlussfeier den ersten Projektdurchlauf mit 90 Jungen (!), die in der Schule durch ihre Gewaltbereitschaft aufgefallen waren und zur Teilnahme an Cool in School verpflichtet wurden : Bis heute treffen Stellungnahmen* von 14 der Angeschrieben ein, darunter von Prof. Dr. Hans-Joachim Plewig (Universität Lüneburg), Prof. Dr. Titus Simon (FH Magdeburg-Stendal / FB Sozial- und Gesundheitswesen), Prof. Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck (Gender Institut Hamburg), Prof. Dr. Peter Bünder (FH Düsseldorf, FB Sozial- und Kulturwissenschaften, Fachgebiet Erziehungswissenschaft); eine vorerst letzte Stellungnahme ereicht die Initiative am : Die Initiative erarbeitet einen Konzeptvergleich*, anhand dessen die Veränderungen des Konzeptes Cool in School vom Juli 2008 zu dem vom Frühjahr 2009 deutlich werden. Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig (2) BGB Zielgruppen Aktueller Stand Noch vor Abschluss des ersten Projektdurchlaufs am wurde das Behandlungskonzept seitens des Landesinstituts für Lehrerbildung überarbeitet. Wir führen diese Überarbeitung auf die massiven fachlichen Kritiken und Proteste der Fachöffentlichkeit zurück. Im Folgenden kommentieren wir einige wesentliche der vorgenommenen konzeptionellen Veränderungen der Behandlungsmaßnahme: Waren in der ersten Fassung des Konzeptes ausschließlich Jungen die Zielgruppe der Behandlungsmaßnahme, sind es in der überarbeiteten Fassung Jungen und Mädchen. Als Begründung für die geschlechtsbezogene Öffnung der Behandlungsmaßnahme wird ein erhöhter Bedarf an schulischen Angeboten für gewaltbereite Mädchen genannt. Die konzeptionelle Zweigeschlechtlichkeit in der überarbeiteten Fassung der Behandlungsmaßnahme ist jedoch nicht durchgängig. So wird z.b. der Trainingsumfang nach wie vor ausschließlich für Jungen beschrieben. Auch in der Beschreibung der Multiplikatorenfortbildung wird die Behandlungsmaßnahme ausschließlich für gewaltauffällige männliche Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren installiert. Dies lässt darauf schließen, dass entweder nach wie vor Teile der Behandlungsmaßnahme ausschließlich für Jungen vorgesehen sind, oder es sich bei der Überarbeitung nur um eine nicht durchgängig erfolgte redaktionelle handelt. Die ausschließlich männliche Schreibweise wurde in großen Teilen ersetzt durch eine zweigeschlechtliche Schreibweise. Aus gewaltauffälligen Schülern wurden gewaltauffällige Schüler und Schülerinnen. Auch aus den Cool in School-Trainern der ersten Fassung wurden in der Überarbeitung Trainer und Trainerinnen. Hinzugekommen ist eine Schwerpunktsetzung auf jungen- und mädchenspezifische Aspekte des Gewaltverhaltens, ohne dass diese spezifischen Aspekte näher benannt werden. Hintergrundanalyse von Gewalt Die Behauptung, dass Schüler/innen Spaß an der Gewalt hätten, musste in der Überarbeitung zurückgenommen werden. Statt der Hintergrundbeschreibung gewalttätigen Verhaltens der ersten Fassung, die ausschließlich Aspekte des subjektiven Erlebens unterstellte, wird nun als Ursache, warum Kinder und Jugendliche gewalttätig werden, ein Be- FORUM für Kinder und Jugendarbeit 2/

4 K INDESWOHL FÖRDERN dingungsgefüge genannt. Schule wird hierbei als Teil des Bedingungsgefüges zur Entstehung jugendlicher Gewalt beschrieben. Welche schulischen Bedingungen als Ursachen für das gewalttätige Verhalten von Kindern und Jugendlichen gesehen werden, wird nicht benannt. Begriffe, Definitionen und Fachvergleiche Der verhaltensbeschreibende Begriff gewaltauffällig wurde in der Überarbeitung ersetzt durch gewaltbereit. Aus gewaltaffinen Entwicklungen werden gewaltbereite Entwicklungen. Eine Definition, welches Verhalten damit beschrieben wird, oder eine Diagnostik, mit Hilfe derer Verhalten als gewaltbereit einzuordnen wäre, fehlt auch in der Überarbeitung gänzlich. Die Behauptung in der ersten Konzeptfassung, der Heiße Stuhl sei eine aus J. L. Morenos Psychodrama entlehnte Methode (eine Behauptung, die nicht nachprüfbar war, weil sie ohne Literaturverweis aufgestellt wurde), taucht in der Überarbeitung nicht mehr auf. Auch der unseriös weil nicht mit Literaturverweis belegte hergestellte Zusammenhang mit F. Perls Gestalttherapie wurde zurückgenommen. Aus Heißer Stuhl werden Mr. Cool und Lady Cool -Sitzungen In der überarbeiteten Fassung der Behandlungsmaßnahme wird der Begriff Heißer Stuhl nicht mehr verwendet. Stattdessen werden die Behandlungen jetzt Mr. Cool bzw. Lady Cool -Sitzungen genannt. Wie aus der Projektbeschreibung Das Cool in School -Projekt (Papier des Landesinstituts für Lehrerbildung; verf. v. Ludwigshausen & Böhm) hervorgeht, ist Mr. Cool nur eine andere Bezeichnung für die Methode Heißer Stuhl. Rechtliche Grundlagen Die körperliche Züchtigung und andere entwürdigende Erziehungsmaßnahmen sind verboten ( 49 (1), HmbSG). Gestrichen wurde in der Überarbeitung die Drohung, bei Nichtbestehen der Bewährungsaufgabe an eine andere Schule überwiesen zu werden. Neu eingeführt in die Behandlungsmaßnahme wurden eine sog. Interventionserlaubnis und eine sog. Stopp-Regel. Danach sollen Konfrontationen nur nach der Erlaubnis der Intervention durch Betroffene erfolgen dürfen, und diese empfundenen Grenzüberschreitungen mit der Stopp-Regel die Runde abbrechen können. Die Vorstellung, dass in einem schulischen, letztlich hierarchisch strukturierten Zwangskontext (ein/e Lehrer/in verpflichtet eine/n Schüler/in zur Teilnahme nach HmbSG), vor dem Hintergrund drohender schulischer Repressalien, ein Kind auf dem heißen Stuhl, umringt von einer Gruppe, gegenüber einer erwachsenen Lehrperson auf Grund seines subjektiven Erlebens Stopp sagen könne, grenzt an Realitätsferne und hat schon einen zynischen Beigeschmack. Kinder mit einer solch geforderten Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsstärke werden wohl eher nicht zu den Teilnehmern von Behandlungsmaßnahmen wegen gewalttätigen Verhaltens gehören. Hinsichtlich einer Erlaubnis zur Intervention können weder Verträge, in denen die Teilnehmer den Trainern eine Interventionserlaubnis, d.h. eine Erlaubnis geben, sie schlecht zu behandeln, (...) noch die Ausweisung der Trainingsmaßnahme im Hilfeplan ( 36 SGB VIII) die Zwangsbehandlung zu einem selbstbestimmten Behandlungsverhältnis machen. (5) Schule als Institution des Staates darf keine Maßnahmen ergreifen, die nicht im Einklang mit dem in 1631 Abs. 2 BGB verbrieften Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, sowie dem Verbot körperlicher Bestrafung, seelischer Verletzungen und anderer entwürdigender Maßnahmen, stehen. Danach sind kränkende und herabsetzende Verhaltensweisen wie etwa das Bloßstellen eines Minderjährigen vor Dritten (Freunden, Schulklasse etc) (...) als entwürdigende Maßnahme oder gar seelische Verletzung zu werten. (6) Der Rückgriff auf eine vom Minderjährigen erteilte Interventionserlaubnis hat keine rechtliche Gültigkeit, da das Kindeswohl als Auftrag des staatlichen Wächteramtes immer im Vordergrund steht. Der erste Durchgang des Cool in School an Hamburger Schulen wurde im Schuljahr 2008/2009 noch ohne eine rechtliche Grundlage durchgeführt, d.h.: eine Verankerung als Erziehungsmaßnahme im Rahmen des 49 HmbSG (Hamburger Schulgesetz) gab es noch nicht. Die Autoren der ersten Fassung des Konzeptes formulierten selbst: Langfristig soll darauf hingearbeitet werden, dass dieses Angebot vor der Umschulung als erzieherische Maßnahme im Rahmen des 49 HmbSG vorgeschlagen werden kann. Die Durchführung geschah somit ohne Rechtsgrundlage. 44 FORUM für Kinder und Jugendarbeit 2/2010

5 Das HmbSG wurde nach seiner vorletzten Änderung am 22. Juli 2008 (HmbGVBl. S. 279; zu diesem Zeitpunkt galt noch der alte Katalog der Erziehungsmaßnahmen) mit Wirkung zum 20. Oktober 2009 erneut geändert (HmbGVBl. S. 373) hier war nun auch der 49, der die Anwendung von Erziehungsmaßnahmen und Ordnungsmaßnahmen regelt, von den Änderungen betroffen. Neu aufgenommen wurde in Abs. 1 zwar die Formulierung, dass Erziehungsmaßnahmen und förmliche Ordnungsmaßnahmen... auch dem Schutz beteiligter Personen dienen (können), diese jedoch weiterhin in einem angemessenen Verhältnis zum Fehlverhalten der Schülerin oder des Schülers stehen müssen. Davon unbeeinträchtigt hat der Satz Die körperliche Züchtigung und andere entwürdigende Erziehungsmaßnahmen sind verboten weiterhin Gültigkeit. Ebenfalls neu aufgenommen in den Katalog der Erziehungsmaßnahmen (Abs. 2) wurden die Teilnahme an einem Mediationsverfahren und die Teilnahme an innerschulischen sozialen Trainingsmaßnahmen worunter Cool in School fällt. Die nun erst erfolgte Aufnahme innerschulischer sozialer Trainingsmaßnahmen verdeutlicht noch einmal die fehlende Rechtsgrundlage der vorherigen Anwendung der Maßnahme. Anders als bei Ordnungsmaßnahmen ist es bei der Anwendung von Erziehungsmaßnahmen nicht erforderlich, Sorgeberechtigte oder den schulpsychologischen Dienst zu informieren oder anzuhören nur erforderlichenfalls (wobei unklar bleibt, wer dies feststellt) ist die Maßnahme mit der Beratungslehrkraft, dem Beratungsdienst oder der Schulsozialbetreuung abzustimmen. Wir bedauern und kritisieren die Aufnahme einer Behandlungsmaßnahme wie Cool in School in den Katalog der Erziehungsmaßnahmen! Zum einen, weil wir sie wie schon an anderer Stelle ausgeführt für eine falsche, kontraproduktive Maßnahme zur Problematik der Gewalt an Schulen halten. Zum anderen, weil eine potenziell entwürdigende (verbotene!) Behandlung ohne Wissen und Einverständnis von Eltern stattfindet. Einmal mehr halten wir es daher für notwendig, die (elterliche) Öffentlichkeit über diese Sachverhalte zu informieren. Zusammenfassung Auch der Überarbeitung des Konzepts der Behandlungsmaßnahme Cool in School fehlt nach wie vor eine Verbindung mit fachlichen Grundlagen der Erziehungswissenschaften und Psychologie. Ebenso führt die Vermehrung von Begriffshülsen nicht zu fachlich notwendiger Qualität. Die Streichung von unseriös zitierten Bezügen zu Gestalttherapie und Psychodrama lässt ein Konzept zurück, dem nunmehr erwartete Bezüge zu pädagogischen und therapeutischen Grundlagen weiterhin fehlen. Der Erziehungswissenschaftler und Hamburger Amtsrichter Hans-Joachim Plewig kommt nach Analyse der Methode des Heißen Stuhl zu dem Ergebnis: Das Konzept ist theoretisch nicht fundiert, methodisch nicht gerechtfertigt und rechtlich unzulässig. (7) Die Website informiert in zwei weiteren Beiträgen über die Rechtliche Grenzen von AAT- und Coolness-Trainings sowie über die Effizienz von Anti-Aggressivitäts-Training. Wir freuen uns, wenn die Website zwecks Lektüre der Dokumente, Quellen und fachwissenschaftlichen Statements besucht wird, um sich ein eigenes Bild zum Thema zu machen. Anmerkungen: 1) Hein, Knud-Christian (2007): Rechtliche Grenzen von Anti-Aggressivitäts-Trainings. Berlin: LIT-Verlag 2) Stand ) REBUS: Regionale Beratungs- und Unterstützungsstellen; Abruf ) die mit einem * versehenen Begriffe führen auf zu den entsprechenden Dokumenten oder externen Links. 5) Rzepka, Dorothea [2005]: Anti-Aggressivitäts-Training Anmerkungen aus verfassungsrechtlicher und kriminologischer Sicht, Behindertenpädagogik, 44 Jg., ) a.a.o., 381 7) Plewig, Hans-Joachim (2008): Neue Deutsche Härte Die Konfrontative Pädagogik auf dem Prüfstand (Teil 2), ZJJ, 1, 52-59, hier: 57) Der Beitrag erschien in Switchboard Zeitschrift für Männer und Jungenarbeit, Heft 191 (Frühjahr 2010) und wurde für das FORUM leicht gekürzt. Alexander Bentheim, Dipl.-Päd., Genderberater, Publizist, Fachberater, Fortbildner, Projektentwickler und Coach im Bereich Männer- und Jungenarbeit. Kontakt: Hans-Jürgen Wielsch, Lehramtsstudium Politik und Leibeserziehung, Dipl.-Sozialpädagoge, Gewaltberater GHM, Vorstand Männer gegen MännerGewalt Hamburg. Kontakt: FORUM für Kinder und Jugendarbeit 2/

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