Verkäufe von Agrarland in Bayern 2008

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1 Verkäufe von Agrarland in Bayern 2008 Entwicklung der Kaufwerte für Agrarland EUR Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in Bayern Der durchschnittliche Kaufwert für Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) wurde im Jahr 2008 mit Euro je Hektar ausgewiesen. Der Kaufwert erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Euro je Hektar oder gut 8 Prozent. Damit stieg der durchschnittliche Kaufwert seit dem Jahr 1999 erstmals wieder über den Wert von Euro je Hektar. Das hohe Niveau der Bodenpreise für Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung bleibt in Bayern weiterhin bestehen. Nach wie vor werden in Bayern nach Nordrhein-Westfalen die zweithöchsten Agrarlandpreise im gesamten Bundesgebiet gezahlt. Insgesamt wurde in Bayern 2008 landwirtschaftliche Fläche im Wert von 191 Millionen Euro veräußert, das waren 43 Millionen Euro mehr als im Jahr Entwicklung der verkauften Fläche Hektar Verkaufte Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in Bayern Seit dem Jahr 2005 ist ein deutlicher Anstieg der veräußerten Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung zu verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2007 erhöhte sich die verkaufte FdlN in Bayern um 17 Prozent oder Hektar. Für das Jahr 2008 wurde eine verkaufte Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung von Hektar ausgewiesen. Ebenso stieg die Zahl der Veräußerungsfälle gegenüber dem Jahr zuvor um gut 18 Prozent und 2008 wurden Veräußerungen registriert. Die durchschnittlich veräußerte FdlN je Veräußerungsfall lag bei 1,5 Hektar. Die durchschnittliche Ertragsmesszahl der verkauften FdlN hatte einen Wert von 46,7. siehe nächste Seite

2 Kaufpreise für FdlN nach Regierungsbezirken In den einzelnen Regierungsbezirken, außer im Regierungsbezirk Oberfranken, wurden 2008 steigende Kaufwerte für veräußerte Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung verzeichnet. Dabei fiel die Erhöhung des durchschnittlichen Kaufwertes im Regierungsbezirk Unterfranken mit 25,4 Prozent am höchsten aus, gefolgt vom Regierungsbezirk Oberbayern mit 9 Prozent und dem Regierungsbezirk Niederbayern mit 5,3 Prozent. Moderater stiegen die Kaufwerte 2008 gegenüber dem Vorjahr im Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4 Prozent, im Regierungsbezirk Schwaben mit 2,7 Prozent und im Regierungsbezirk Oberpfalz mit 2,5 Prozent. U2008U UVorjahrU Veränd.gg.Vorjahr Regierungsbezirk Oberbayern EUR/ha EUR/ha + 9,0 % Regierungsbezirk Niederbayern EUR/ha EUR/ha + 5,3 % Regierungsbezirk Oberpfalz EUR/ha EUR/ha + 2,5 % Regierungsbezirk Oberfranken EUR/ha EUR/ha - 0,9 % Regierungsbezirk Mittelfranken EUR/ha EUR/ha + 4,1 % Regierungsbezirk Unterfranken EUR/ha EUR/ha + 25,4 % Regierungsbezirk Schwaben EUR/ha EUR/ha + 2,7 % In der Statistik wurden für den Regierungsbezirk Oberbayern seit dem Jahr 2000 immer durchschnittliche Kaufwerte von über Euro je Hektar ausgewiesen. Im Regierungsbezirk Niederbayern lagen sie im Bereich zwischen und Euro je Hektar, in der Oberpfalz zwischen und knapp Euro je Hektar, in Schwaben zwischen und Euro je Hektar. In Franken wurden diese hohen Durchschnittswerte nicht erreicht. Für den Zeitraum ab 2000 lagen die durchschnittlichen Kaufwerte in Oberfranken im Bereich von Euro je Hektar, in Mittelfranken von bis Euro je Hektar (2008 über Euro) und in Unterfranken von bis Euro je Hektar. Veräußerte Flächen nach Größenklassen der EMZ, ohne Gebäude und ohne Inventar unter EUR/ha 30 bis unter EUR/ha 40 bis unter EUR/ha 50 bis unter EUR/ha 60 und mehr EUR/ha Bayern EUR/ha Bestimmend für den Kaufpreis ist neben der regionalen Lage vor allem auch die Bodenqualität. Für geringwertigere Böden mit Ertragsmesszahlen (EMZ) zwischen 30 und 40 wurden durchschnittlich Euro je Hektar entrichtet, für eine EMZ zwischen 40 und 50 waren es Euro je Hektar, während für gute Böden mit einer EMZ zwischen 50 und 60 ein Kaufwert von Euro je Hektar sowie für Böden mit einer EMZ von 60 und mehr ein Kaufwert von Euro je Hektar ermittelt wurde. 30 Prozent (2.214 Hektar) der veräußerten FdlN hatte eine EMZ von 40 bis 50. Für 23 Prozent der veräußerten FdlN betrug die EMZ 30 bis 40 und fast ebenso viel Fläche wurde mit einer EMZ zwischen 50 und 60 verkauft. Bei Hektar (15 Prozent) der veräußerten FdlN lag die EMZ im Bereich von 60 und mehr. Im Hinblick auf die Größenklasse der veräußerten Fläche wurde im Bereich von 2 bis 5 Hektar der größte Flächenanteil, nämlich Hektar verkauft, gefolgt vom Bereich 1 bis 2 Hektar mit einer verkauften Fläche von Hektar sowie 5 oder mehr Hektar mit einer verkauften Fläche von Hektar. Im Bereich von 0,25 bis 1 Hektar wurde die verkaufte Fläche mit Hektar ausgewiesen. siehe nächste Seite

3 Kaufpreise für FdlN nach kreisfreien Städten und Landkreisen, 2008 Bodenqualität - EMZ Regierungsbezirk Oberbayern EUR/ha 48 Kreisfreie Stadt Ingolstadt EUR/ha 61 Altötting EUR/ha 52 Berchtesgadener Land EUR/ha 49 Bad Tölz-Wolfratshausen EUR/ha 42 Dachau EUR/ha 47 Ebersberg EUR/ha 47 Eichstätt EUR/ha 49 Erding EUR/ha 51 Freising EUR/ha 50 Fürstenfeldbruck EUR/ha 47 Garmisch-Partenkirchen EUR/ha 31 Landsberg am Lech EUR/ha 50 Miesbach EUR/ha 50 Mühldorf am Inn EUR/ha 50 Neuburg-Schrobenhausen EUR/ha 43 Pfaffenhofen a.d.ilm EUR/ha 48 Rosenheim EUR/ha 44 Traunstein EUR/ha 52 Weilheim-Schongau EUR/ha 41 Regierungsbezirk Niederbayern EUR/ha 54 Kreisfreie Stadt Straubing EUR/ha 54 Deggendorf EUR/ha 60 Freyung-Grafenau EUR/ha 33 Kelheim EUR/ha 52 Landshut EUR/ha 55 Passau EUR/ha 52 Regen EUR/ha 35 Rottal-Inn EUR/ha 48 Straubing-Bogen EUR/ha 57 Dingolfing-Landau EUR/ha 55 Regierungsbezirk Oberpfalz EUR/ha 38 Kreisfreie Stadt Weiden i.d. Opf EUR/ha 34 Amberg-Sulzbach EUR/ha 35 Cham EUR/ha 37 Neumarkt i.d.opf EUR/ha 40 Neustadt a.d.waldnaab EUR/ha 32 Regensburg EUR/ha 52 Schwandorf EUR/ha 32 Tirschenreuth EUR/ha 31 weiter auf nächster Seite

4 Bodenqualität - EMZ Regierungsbezirk Oberfranken EUR/ha 37 Kreisfreie Stadt Bamberg EUR/ha 45 Bamberg EUR/ha 40 Bayreuth EUR/ha 33 Coburg EUR/ha 41 Forchheim EUR/ha 42 Hof EUR/ha 29 Kronach EUR/ha 30 Kulmbach EUR/ha 36 Lichtenfels EUR/ha 46 Wunsiedel i.fichtelgebirge EUR/ha 29 Regierungsbezirk Mittelfranken EUR/ha 43 Kreisfreie Stadt Schwabach EUR/ha 46 Ansbach EUR/ha 39 Erlangen-Höchstadt EUR/ha 41 Nürnberger Land EUR/ha 44 Neustd/Aisch-Bad Windsh EUR/ha 46 Roth EUR/ha 39 Weißenburg-Gunzenhausen EUR/ha 39 Regierungsbezirk Unterfranken EUR/ha 49 Kreisfreie Stadt Würzburg EUR/ha 62 Aschaffenburg EUR/ha 48 Bad Kissingen EUR/ha 41 Rhön-Grabfeld EUR/ha 42 Haßberge EUR/ha 43 Kitzingen EUR/ha 44 Miltenberg EUR/ha 50 Main-Spessart EUR/ha 47 Schweinfurt EUR/ha 47 Würzburg EUR/ha 60 Regierungsbezirk Schwaben EUR/ha 50 Kreisfreie Stadt Augsburg EUR/ha 55 Kreisfreie Stadt Memmingen EUR/ha 52 Aichach-Friedberg EUR/ha 50 Augsburg EUR/ha 56 Dillingen a.d.donau EUR/ha 52 Günzburg EUR/ha 50 Neu-Ulm EUR/ha 51 Lindau (Bodensee) EUR/ha 41 Ostallgäu EUR/ha 47 Unterallgäu EUR/ha 51 Donau-Ries EUR/ha 51 Oberallgäu EUR/ha 45 weiter auf nächster Seite

5 Differenzierte regionale Entwicklung Die Bodenpreise entwickelten sich in Bayern im Jahr 2008 regional sehr unterschiedlich. In den Landkreisen des Regierungsbezirkes Oberbayern wurden lediglich in den Landkreisen Ebersberg, Freising, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d. Ilm im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Kaufwerte ausgewiesen, während sich bei allen anderen Landkreisen Oberbayerns sich die Kaufwerte für FdlN erhöhten. Gegenüber dem Jahr 2007 deutlich angestiegene Kaufwerte wurden in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Dachau, Miesbach, Rosenheim und Traunstein verzeichnet. Auch im Regierungsbezirk Niederbayern, bis auf den Landkreis Kelheim, sind die Kaufwerte für landwirtschaftliche Flächen wie schon im Jahr zuvor wieder angestiegen. Der durchschnittliche Kaufwert erhöhte sich insbesondere im Landkreis Deggendorf um 12 Prozent, im Landkreis Rottal-Inn um 20 Prozent und im Landkreis Straubing-Bogen um 4 Prozent. Im Regierungsbezirk Oberpfalz waren ebenfalls gegensätzliche Tendenzen zu verzeichnen. So verringerte sich der Kaufwert in den Landkreisen Schwandorf und Tirschenreuth um 19 Prozent bzw. 29 Prozent. In den restlichen Landkreisen erhöhte sich das Niveau der Kaufwerte, vor allem im Landkreis Regensburg um Euro je Hektar. Im Regierungsbezirk Oberfranken waren die Kaufwerte in den Landkreisen Bayreuth, Hof und Kronach zurückgegangen. In den Landkreisen Bamberg, Kulmbach, Lichtenfels und Wunsiedel i. Fichtelgebirge erhöhte sich dagegen das Niveau des Kaufwertes. Der höchste Kaufwert des Regierungsbezirkes Oberfranken wurde im Landkreis Forchheim mit Euro je Hektar ausgewiesen, wobei allerdings nur eine FdlN von 6,2 Hektar veräußert wurde. Im Regierungsbezirk Mittelfranken waren die Agrarlandpreise im Landkreis Ansbach am niedrigsten. Der Kaufwert verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent. Aber im Landkreis Nürnberger Land erhöhte sich der Kaufwert vom 2007 zum Jahr 2008 hingegen deutlich um Euro je Hektar. Im Regierungsbezirk Unterfranken zeigte sich im Jahr 2008 eine deutliche Steigerung des durchschnittlichen Kaufwertes, wobei sich auch die Kaufwerte in allen Landkreisen erhöhten. Insbesondere im Landkreis Würzburg wurde ein Anstieg von Euro je Hektar ermittelt, zudem wurde hier die zweitgrößte veräußerte Fläche von 228 Hektar des Regierungsbezirkes Unterfranken ausgewiesen. Im Regierungsbezirk Schwaben sind die Bodenpreise im Landkreis Lindau (Bodensee) im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr stark gesunken, während sie im Landkreise Augsburg auch 2008 weiterhin stark um 60 Prozent gestiegen sind. Bei allen Preisbetrachtungen ist jedoch zu beachten, dass sich die Verkäufe und dementsprechend die Kaufwerte jedes Jahr aus jeweils anders gearteten Einzelfällen zusammensetzen, welche die Aussagefähigkeit der Ergebnisse hinsichtlich ihrer Vergleichbarkeit von Jahr zu Jahr einschränken. Erstellt September 2009 (rs). Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

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