Der DRAHT. Die Übernahme. Große Zukunftspläne. März Magazin der Unternehmensgruppe KONTEC. Warum KONTEC bei DIF DIE IDEENFABRIK einsteigt

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1 März 2013 Magazin der Unternehmensgruppe KONTEC Der DRAHT Die Übernahme Warum KONTEC bei DIF DIE IDEENFABRIK einsteigt Große Zukunftspläne Interview mit DIF-Gründer Bernd Danckert

2 TITELTHEMA Groß hinaus - Die DIF-Übernahme 4-6 Solide Basis - Interview mit Bernd Danckert 7 AKTUELLES Kein Sand im Getriebe 8 Das Comeback des Uwe Büchle 9 UNTER UNS Die Brandmauer 10 Personal-Scouts unterwegs 11

3 Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter, sehr geehrte Geschäftsfreunde, die KONTEC-Familie hat seit wenigen Wochen eine Tochter mehr: DIF Die Ideenfabrik heißt das Unternehmen, mit dem unsere Firmengruppe ihren beiden Standbeinen klassischem Engineering und der Entwicklung und Prüfung von Fahrzeugmotoren ein drittes hinzufügt. Denn DIF prüft Großmotoren für Schiffe, Baumaschinen oder stationäre Anwendungen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Seit kurzem gehört die Firma, die demnächst von Tettnang wenige Kilometer weiter nach Friedrichshafen am Bodensee umziehen wird, zu gut 75 Prozent zur KONTEC-Gruppe. Das restliche Viertel hält weiterhin Firmengründer Bernd Danckert, der als erstklassiger Experte auf dem Fachgebiet Motorenentwicklung und prüfung auch weiterhin als ein Geschäftsführer bei DIF tätig sein wird. Klar, dass diese Ausgabe unserer Firmen- und Kundenzeitschrift Der Draht sich schwerpunktmäßig mit dieser großen Investition beschäftigen wird. Es gibt auch in anderer Hinsicht Erfreuliches zu berichten: Der von Pessimisten auch unserer Branche prophezeite wirtschaftliche Einbruch zu Jahresbeginn ist ausgeblieben. KONTEC erlebt zwar keinen außergewöhnlichen Höhenflug, aber der Start in das Jahr 2013 ist plangemäß verlaufen. Allerdings wird die Lage auch immer unübersichtlicher. Nicht allen Branchen, in denen wir arbeiten, geht es gleichermaßen gut. Die Anforderungen unserer Kunden an alle Technischen Dienstleister werden zudem immer spezifischer. Was für uns bedeutet, dass es oftmals schwierig ist, Mitarbeiter ohne weiteres von einem Kunden zum anderen zu versetzen. Bisweilen führt dies schlimmstenfalls auch zu Trennungen, während auf der anderen Seite der Fachkräftemangel nach wie vor sehr groß ist und wir weiterhin Ausschau nach hochqualifizierten Spezialisten suchen. Wir tun alles, um diese Schere zu schließen, was aber nicht immer gelingt. Nach einem langen, grauen Winter wünschen wir uns allen nun schöne Frühlingsgefühle, hoffentlich viel Sonne und Ihnen allen ein frohes Osterfest im Kreise Ihrer Lieben. Ihre KONTEC-Geschäftsleitung Klaus Bänsch Klaus Wagner Klaus Müller

4 T I T E LT H E M A Die DIF-Mitarbeiter sind froh, dass ihr Unternehmen durch die KONTEC-Übernahme wieder eine Zukunft hat. Unten im Bild: KONTEC-Finanzchef Müller mit Karen Schwips-Hörmann, Assistentin der Geschäftsführung. Fotos:Klugt/Kaufmann Groß hinaus KONTEC übernimmt DIF DIE IDEENFABRIK GmbH, einen Spezialisten für die Entwicklung und Erprobung von Großmotoren zur Anwendung abseits der Straße Allein schon der Firmenname klingt vielversprechend: DIF Die Ideenfabrik. Anfang Februar übernahm KON- TEC die Mehrheit an dem Unternehmen in Tettnang bzw. Friedrichshafen am Bodensee. Mit der Übernahme steigt KONTEC in ein neues, vielversprechendes Geschäftsfeld und lässt sich das etwas kosten. Kompetenzpark am Flughafen Friedrichshafen ist ein Entwicklungs- und Versuchsgebäude für neue Antriebs-, Motor- und Abgasnachbehandlungstechnologien. Momentan läuft dort ein Prüfstand. Die Halle sieht nicht gerade einladend aus. Ein schmuckloser Betonkasten am Flughafen Friedrichshafen, dessen Außenanlagen noch angelegt werden müssen und der im Innern kaum mehr ist als eine Baustelle. Entsprechend war Improvisationstalent gefordert, als Mitte Februar Journalisten ausgerechnet hierher zur Pressekonferenz eingeladen wurden. Es galt, den Neustart einer Innovationsschmiede zu feiern. Die KONTEC-Geschäftsführer Klaus Bänsch, Klaus Wagner und Klaus Müller stellen sich an diesem Tag den Journalisten der Bodensee- Region vor als neue Eigentümer von DIF. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Großmotoren etwa für Baumaschinen, Züge, Schiffe, Schienenfahrzeuge oder stationäre Anwendungen weiter zu entwickeln und zu testen. Die noch unfertige Halle im Wir werden noch in diesem Jahr zum bestehenden drei weitere Prüfstände für Großmotoren errichten, kündigt Bänsch vor der Presse an. Ein Prüfstand soll Gasmotoren vorbehalten sein. Die Auslastung dieser Anlagen ist durch entsprechende Verträge mit Motorenherstellern bereits bis Ende 2016 gesichert. Wir werden insgesamt etwa vier Millionen Euro investieren, kündigte KONTEC-Finanzchef Müller an. Damit einher werden sukzessive neue Arbeitsplätze bei DIF geschaffen. Gesucht werden Müller zufolge vor allem Entwicklungs- & Versuchsingenieure und -techniker, Prüfstandsfahrer und -mechaniker. KONTEC übernimmt 75,1 Pro- 4

5 zent der Anteile an DIF. Den Rest behält Firmengründer Bernd Danckert. Für uns ist das der Einstieg in ein neues Geschäftsfeld, betonte KONTEC-Geschäftsführer Wagner. Neben klassischen Engineering-Dienstleistungen und der Motorenprüfung für Straßenfahrzeuge kommt nun jene für Großmotoren hinzu. Reges Interesse: Bei einer Pressekonferenz vor Ort in Friedrichshafen stellte sich KONTEC als neue Muttergesellschaft von DIF Der Ideenfabrik vor. Technologischer Schwerpunkt der neuen KONTEC-Tochter werden auch künftig vor allem Konzepte zur Reduzierung von Abgasemissionen sein, nachdem die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen für Großmotoren und Antriebe v.a. im Off-Highwaybereich immer weiter verschärft werden. DIF hat speziell auf diesem Gebiet große Erfahrungen und einen exzellenten Ruf, so Wagner. KONTEC betreibt bereits zwei Motorenprüffelder in Möckmühl-Züttlingen bei mit sechs, und in Vogt im Allgäu mit acht Prüfständen. Dort steht die Erprobung von Motoren für Pkw und Nutzfahrzeuge im Mittelpunkt. DIF ist daher mit dem Schwerpunkt Großmotoren eine ideale Ergänzung und Erweiterung unseres Spektrums im Bereich Antriebs- / Motorenentwicklung, sagte Bänsch vor den Journalisten. DIF war im Frühjahr 2012 in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hatte einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung nach dem am 1. März 2012 in Kraft getretenen Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (kurz: ESUG) gestellt, dem stattgegeben wurde. Am 1. August 2012 hatte das Amtsgericht Ravensburg ein solches Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Es wurde von Bernd Danckert in Eigenregie durchgeführt, unterstützt vom Sachwalter Rechtsanwalt Eichelbaum. Die technologische Kompetenz des Unternehmens habe ungeachtet der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den vergangenen Monaten nie in Frage gestanden oder gelitten. Das betonte auch KONTEC-Chef Wagner, der sich zufrieden darüber zeigte, dass der bisherige DIF- Alleininhaber Bernd Danckert auch künftig an Bord bleibt. Herr Danckert genießt in Fachkreisen einen ausgezeichneten Ruf. Er ist vor allem in Sachen Abgasnachbehandlung ein international anerkannter und gefragter Experte, so Wagner. Wir sind daher froh, dass er uns weiterhin nicht nur als Gesellschafter, sondern auch als DIF-Geschäftsführer zur Seite stehen wird. Und wie kam der Deal zustande? Wir kannten uns am Markt natürlich schon länger, aber als Wettbewerber, schilderte Klaus Bänsch. Nach Bekanntwerden der Insolvenz Noch einiges zu tun: Die Außenanlagen der Prüfhalle im Competencepark werden in den kommenden Wochen neu gestaltet. 5

6 T I T E LT H E M A habe man sich mit Danckert getroffen und letztendlich beschlossen, aus Feinden Freunde zu machen. Über den Kaufpreis vereinbarten alle Beteiligten Stillschweigen. Kurz vor der Pressekonferenz hatten die Gläubigerversammlung und das Amtsgericht Ravensburg als Insolvenzgericht dem Einstieg von KONTEC bei DIF vorbehaltlos zugestimmt. Ein hochmoderner Prüfstand besteht bereits, weitere werden in nächster Zeit eingerichtet. Die Auslastung ist bis Ende 2016 gesichert. Noch viel zu tun: Die Kapazitäten in der Halle am Flughafen Friedrichshafen erlauben in den kommenden Jahren weitere Expansion Besichtigungstour: Klaus Müller, Klaus Bänsch und Susanne Lüdemann ließen sich von DIF-Mitarbeiter Florian Wulz durch das Firmengebäude führen. Manfred Häberlein, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Friedrichshafen zeigte sich erfreut über den gelungenen Neustart. In der Presse wurde die Übernahme der Ideenfabrik durch KONTEC ebenfalls durchweg positiv beschrieben. Trotz der Improvisation bei der Pressekonferenz. Zumal Abhilfe aussteht, was das halbfertige Gebäude angeht. Der neue Eigentümer Walter Schlegel wird es zu Ende bauen und an KONTEC vermieten. Das ist DIF: Mitte 2007 übernahm der Diplomingenieur Bernd Danckert als Alleingesellschafter die 1979 in Tettnang gegründete Makon Engineering GmbH. Zwei Jahre später benannte er die Firma in DIF DIE IDEENFA- BRIK GmbH um. Technologischer Schwerpunkt ist die Entwicklung und Prüfung von großen Off-Highway-, z.b. Marine-, Rail- und Sonderfahrzeugantrieben & Motoren, sowie Abgasnachbehandlungssystemen bezüglich neuer, strengerer Abgasemissionsgesetze. Dafür wurde ein eigenes Abgasnachbehandlungssystem (BLUELess by DIF) entwickelt, mit dem bereits zehn größere Marinefahrzeuge, (u.a. auf dem Bodensee) ausgestattet sind errichtete DIF ein Entwicklungs- und Prüfzentrum am Flughafen Friedrichshafen. DIF beschäftigt derzeit knapp 20 Mitarbeiter. 6

7 Solide Basis vorhanden DIF-Gründer Bernd Danckert im Draht-Interview über die Gründe für die Insovenz und die Aussichten für die Zukunft Herr Danckert, was waren überhaupt die Gründe für die Insolvenz von DIF? Danckert: Ich hatte das Unternehmen Mitte 2007 übernommen. Es lief alles sehr gut an, doch dann kam die schwere Krise 2008/2009. Von heute auf morgen bedeutete das 50 Prozent Umsatzeinbruch. Parallel dazu lief jedoch unser Neubau in Friedrichshafen. Die Banken wurden immer vorsichtiger. Wir hätten es trotzdem geschafft, aber dann sprang der Standortentwickler ab und es klaffte ein finanzielles Loch, das wir nicht mehr stopfen konnten. Da kam alles zusammen. Während der Insolvenz lief der Betrieb weiter. Danckert: Ja, und dafür muss man allen Beteiligten sehr dankbar sein. Die Mitarbeiter zogen voll mit. Weder Lieferanten noch Kunden ließen uns hängen und Sachwalter Rechtsanwalt Engehausen war eine große Unterstützung. Irgendwann erschien KONTEC auf der Bildfläche. Wie kam es dazu? Danckert: Ich hatte bereits für das Motorenprüffeld in Vogt mitgeboten, doch da machte KONTEC das Rennen. Nach unserer Insolvenz kamen wir ins Gespräch und schließlich kam es jetzt zur Übernahme. Darüber bin ich sehr froh. Dank KONTEC ist unsere Zukunft gesichert. Wir stehen wieder auf einer soliden Basis und können weitere Prüfstände bauen. Bis Ende 2016 ist unsere Anlage ausgelastet. Es gibt sogar Optionen für zwei weitere Jahre. Trotz der Investitionen wollen wir spätestens 2014 wieder schwarze Zahlen schreiben. Ich bin sicher wir schaffen das. Während der Insolvenz lief immer ein Testmotor. Worum handelt es sich dabei? Danckert: Es stimmt, der Motor lief während der Insolvenz kontinuierlich weiter. Es ist ein Prototyp einer neuen Baureihe von MTU, wie er später in allen möglichen Anwendungen von der Baumaschine bis zum Schiff oder Schienenfahrzeug in Einsatz kommen soll. Wir suchen hier nach einer geeigneten Kombination von Brennverfahren plus Abgasnachbehandlung vor dem Hintergrund der künftig verschärften gesetzlichen Vorgaben im Abgasbereich. Was verbirgt sich eigentlich hinter BLUEless? Danckert: Das ist ein eingetragener Markenname, der durch Patente abgesichert ist. Sehr vereinfacht gesagt handelt es sich um ein spezielles Abgasnachbehandlungssystem für die Anwendung hauptsächlich im Marinebereich. Es ist für solche Anwendungen deshalb besonders gut geeignet, weil es z.b. ein besonders robustes, luftloses Dossiersystem besitzt. Warum ist ausgerechnet der Friedrichshafen für diese Art der Großmotorenprüfung so geeignet? Danckert: Weil in dieser Region rund um den Bodensee nicht nur die MTU ihren Sitz hat, sondern eine Vielzahl von Herstellern und Zulieferern im Off-Highwaybereich. Das gilt nicht übrigens nur für die deutsche Seeseite. Am Schweizer Ufer haben wir beispielsweise das zentrale Fiat-Motorenforschungszentrum. Mit anderen Worten: Diese Region ist prädestiniert für Arbeiten, wie DIF sie leistet. Daher ist mir jetzt, mit dem starken Partner KONTEC an der Seite, überhaupt nicht bang um die Zukunft. Firmengründer Bernd Danckert (re) bildet mit Klaus Bänsch und Klaus Wagner (nicht im Bild) die DIF-Geschäftsführung. Foto: Klugt 7

8 A K T U E L L E S Kein Sand im Getriebe KONTEC-Ingenieur Bernd Fink war an der Entwicklung des Getriebes beim K50-Motorrad von BMW beteiligt Zu seinem Mitarbeiterjahresgespräch brachte Bernd Fink seinem Chef Gökmen Yapici einen Artikel über die BMW K50 aus einer Motorradzeitschrift mit. Gewissermaßen als eigenen Arbeitsnachweis. Denn K50 ist das Motorrad, bei dessen Getriebeentwicklung der KONTEC-Mitarbeiter beim Kunden BMW überwiegend mitgearbeitet hat. trotzdem ab und zu einen Strich durch die Rechnung macht und abschnittsweise einen den Arbeitsfortschritt verzögert und in die Länge ziehen kann, schildert Fink. Seine erste größere Aufgabe war die Stückliste per Freigabe richtig zu stellen und das Getriebe dann entsprechend richtig im PSN-Baum abzubilden (damals noch manuell). In der weiteren Begleitung der Entwicklung beim K5X-Getriebe wurde die Produktionsfreigabe zum Jahreswechsel 2011/2012 durchgeführt. Dazu wurden neben einigen Bauteiländerungen alle zirka 90 Zeichnungen überarbeitet und auf Produktionsfreigabestand gebracht. In Denkerpose: Bernd Fink war neugierig auf das Thema Antrieb und Motorrad. Bernd Fink ist seit zwei Jahren bei KONTEC. Beim Einstieg hatte gierig auf den Bereich Antrieb und Motorrad, sagt Bernd Fink. er die Wahlmöglichkeit aus zwei Projekten und entschied sich für das Thema Antrieb bei BMW Motorrad. Das Themengebiet war neu für ihn, bis dato hatte der 37-jährige Ingenieur für Fahrzeugtechnik aus Hebertshausen in den Bereichen Pkw (Karosserieanbauteile, Scheinwerfer, beides BMW) und Die Herausforderungen bezüglich fachlicher Hinsicht (Technik) erwiesen sich als wesentlich höher. Bedingt durch eine zweijährige Abwesenheit bei BMW musste er zunächst eine neue Anwendung erlernen: CAD PDM. Das System hat einige Tücken, die man Nutzfahrzeuge (Leuchtturmprojekt in der Zwei-Tages-Schulung und Korrosionsschutz bei MAN) bei der regelmäßigen Anwen- gearbeitet. Ich war einfach neudung zwar kennenlernt, das aber Im Lauf der Zeit sind neben der K5X-Baureihe noch weitere Fahrzeuge K18 (Motorroller) / K46 (Sportmotorrad S 1000 RR) und Baugruppen hinzugekommen allesamt faszinierende Zweiräder. Bernd Fink fühlte sich nicht nur deswegen wohl. Das Arbeitsklima ist sehr professionell, aber auch sehr locker, beschreibt er. Einige Kollegen kamen aus dem früheren Formel-1-Projekt. Ihre Anekdoten aus dieser Zeit hört man natürlich gern, sagt Bernd Fink. Vor allem aber profitiere man von der Erfahrung der Kollegen. Mittlerweile ist K5X (erstes Derivat K50 R 1200 GS) auf der Messe in Köln im Oktober vorigen Jahres vorgestellt worden und die ersten Berichte nicht nur in der Fachpresse waren durchweg positiv bis enthusiastisch. 8

9 Das Comeback Uwe Büchle war schon einmal bei KONTEC - dann begab er sich auf Wanderschaft zu anderen Firmen. Nun ist er als Vertriebsleiter im Stammhaus wieder zurück Als Uwe Büchle und KONTEC-Geschäftsführer Klaus Bänsch nach fast einem Jahrzehnt Schweigen erstmals wieder aufeinander trafen, war da kein Eis, das gebrochen werden musste. Von der ersten Sekunde an hat die Chemie wieder gestimmt, erinnert sich Büchle Bereits Ende 2012 trat der gebürtige er seinen Dienst im Stammhaus in Korntal-Münchingen an. Als Vertriebsleiter soll der 44-Jährige die entsprechenden Aktivitäten im Engineering-Bereich bündeln und die einzelnen Fach- Abteilungsleiter bei ihren Vertriebsaktivitäten unterstützen. Ziel ist es, sie zu entlasten und den Kundenkreis insgesamt noch weiter auszubauen, schildert Büchle. Er betrat dabei kein gänzlich neues Terrain. Von 1994 bis 2002 war er bereits einmal bei KONTEC beschäftigt, ebenfalls im Stammhaus. Aufgewachsen in der Staufferstadt Bad Wimpfen begann Uwe Büchle nach Haupt- und Realschule eine Lehre als Maschinenschlosser bei einer Werkzeugbaufirma in. Über den zweiten Bildungsweg erlangte er die Fachhochschulreife und studierte unterbrochen vom Grundwehrdienst an der FH Maschinenbau erwarb er sein Diplom. Und ging zur Firma KONTEC. Die erste Station war hier die Lackieranlagenfirma Dürr, wo Büchle zunächst in der Konstruktion, dann in der Anlageplanung und schließlich als Assistent des technischen Projektleiters beim Aufbau einer Lackierstraße für die Produktion der damals neuen Mercedes-A-Klasse fungierte. Seine Aufgabe war hauptsächlich die Koordination zwischen Dürr, Daimler und den Baufirmen. Ein Angebot, ganz zu Dürr zu wechseln, schlug Büchle aus; stattdessen begann er für die damals schnell wachsende Firma KON- TEC, deren Bereich Maschinen und Anlagenbau aufzubauen und neu zu strukturieren. Es war gleichzeitig der Einstieg in die Vertriebsarbeit. Anschließend war Büchle dafür zuständig, die Prozesse und Strukturen innerhalb der KONTEC-Gruppe neu zu organisieren und zu strukturieren. Dazu gehörten auch Verantwortung für Mitarbeiterentwicklung und Personal. Dann zog es ihn hinaus; 2002 verließ er KONTEC. Ich wollte wieder mehr ran an die Front, ans operative Geschäft, sagt er. Die folgenden vier Jahre verbrachte Büchle als Vertriebsleiter bei der Firma Berger und Herrmann, einem er Hersteller von Stanz- und Umformteilen, sowie Rohrleitungen speziell für Motoren. Es folgten weitere Jahre ebenfalls als Vertriebschef bei der Firma Robert Sihn in der Nähe von Pforzheim. Ten Years After: Uwe Büchle ist wieder bei KONTEC- als neuer Vertriebsleiter. Ich wollte wieder aus dem Seriengeschäft raus, sagt Büchle. Da habe mir die Frage gestellt, wo ich mich in meinem Berufsleben am wohlsten gefühlt habe, erzählt der verheiratete Vater zweier Jungs, der in seiner Freizeit bisweilen Rad oder Motorrad fährt. Die Antwort: Bei KONTEC. Also suchte Büchle den Kontakt und schnell war man sich einig. Das Comeback des Uwe Büchle war perfekt. 9

10 U N T E R U N S Die Brandmauer Serie (5): Zum Abschluss unserer Artikelreihe beschreibt KONTEC-Systemtechnik-Chef Ulrich Heiermeier Sinn, Zweck und Schwächen von Firewalls Viele Computernutzer meinen, dass ein Firewall sie grundsätzlich vor Gefahren aus dem Internet oder eigenen Netzwerk schützt. Ein Irrtum. Jedes Firewall-Sicherungssystem basiert auf einer Softwarekomponente. Sie dient dazu, den Netzwerkzugriff zu beschränken, basierend auf Absender- oder Zieladresse und genutzten Diensten. Sie überwacht den durch die Firewall laufenden Datenverkehr und entscheidet anhand festgelegter Regeln, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden oder nicht. Auf diese Weise versucht sie, unerlaubte Netzwerkzugriffe zu unterbinden. Man muß den Firewall also dazu bringen, dass er nur Verbindungen zulässt, die einem bekannt und gefahrlos sind. Leider sind die zur Zeit auf dem Markt befindlichen Firewallprogramme so kompliziert zu bedienen, dass sie nur von Experten richtig konfiguriert werden können. Die meisten Computernutzer sind damit überfordert, da die auftauchenden Begrifflichkeiten für sie ein Buch mit sieben Siegeln sind. Man unterscheidet grundsächlich zwei Typen von Firewalls: a) Den Desktop-Firewall. Dieser wird auf einem Rechner installiert und regelt den Datenverkehr zwischen Rechner und Netzwerk. b) Den Hardware-Firewall. Dies ist ein gesondertes Gerät, das den Datenverkehr zwischen Netzwerken regelt. Für die meisten Privatanwender kommt der Desktop-Firewall in Betracht. Diese Firewalls belassen Sie am besten auf Standardeinstellungen. Wenn dann ein Programm des Rechners Zugriff auf das Netz oder das Netz Zugriff auf den Rechner haben will, meldet sich der Firewall ob Sie diesen Vorgang als Regel hinterlegen wollen (blockieren oder zulassen). Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Verbindung zulassen wollen, blockieren Sie die Verbindung. Wenn im Namen ein ad ( = Werbung ), doubleclick usw. steht, blockieren! Auch google-syndication.com und google-analytics. com sollten Sie bockieren, da google so Ihr Surfverhalten ausspioniert. Desktop Firewalls können vor einigen Computerwürmern schützen, die sich über das Netzwerk verbreiten, bieten jedoch keinen Schutz vor der Installation einer andersartigen Schadsoftware. Das ist vergleichbar mit einem Gartenzaun, der zwar ein vorhandenes, aber kein unüberwindbares Hindernis darstellt. Die Firewall-Software kann im Unterschied zum Gartenzaun aber plötzlich ausfallen. Wird eine Schadsoftware auf dem PC entdeckt, lässt sich der Netzwerkzugriff daher effizient durch deren Entfernung unterbinden, statt durch eine Firewall, weil das auch dann noch Wirkung zeigt, wenn die Firewall-Software ausfällt. Innerhalb ihrer Grenzen kann hier die Personal Firewall zu erkennen helfen, wann eine solche Kommunikation stattfindet. Hardware Firewalls werden meist in Firmennetzwerken eingesetzt. Sie haben gegenüber Desktop-Firewalls weit mehr Möglichkeiten. Sie zu administrieren, setzt aber eine Menge Fachwissen voraus. Weitere Infos:http://de.wikipedia.org/wiki/ Firewall So funktionieren die lokale (li) und externe (re) Firewalls. 10

11 Die Personal-Scouts Im Kampf um die Fachkräfte von morgen ist KONTEC bei zahlreichen Job-Messen an Hochschulen vertreten - und zwar nicht nur in Süddeutschland Erklärtes Ziel war und ist es, KON- TEC in Norddeutschland vor allem im Großraum Wolfsburg/ Braunschweig - bekannter zu machen. Die bestehende Mitarbeitergruppe bei unserem Kunden Volkswagen möchten wir gerne verstärken; darüber hinaus hat Olaf Albiez, Abteilungsleiter Pro/E und UG, weitere ehrgeizige Pläne. Er will darüber hinaus neue Kunden akquirieren. Gemeinsam betreuten die beiden gebürtigen Nordlichter Olaf Albiez und Susanne Lüdemann den KONTEC-Messestand im November 2012 an der Hochschule in Wolfsburg. Kein leichtes Unterfangen, denn das Interesse der Absolventen in dieser Region gilt naturgemäß den bekannten Größen in diesem Teil Niedersachsens. Es wird noch ein langer Weg sein, um hier an der Hochschule Tritt zu fassen, lautete dementsprechend das Fazit von Personalleiterin Susanne Lüdemann. Immerhin konnten interessante Kontakte mit Offiziellen der Hochschule geknüpft werden, die Olaf Albiez in der Vorweihnachtszeit intensivieren konnte. Absolventen der Einstieg leicht. Auch die räumliche Nähe zu unserem Motorenprüffeld in Züttlingen und zum Standort Neckarsulm sind von Vorteil. In der Zwischenzeit konnten wir zwei Praktikanten einstellen. Die dritte Personal-Messe wurde von den KONTEC-Scouts in Pforzheim besucht: Claudia Rüffel, Annika Bartz, Torsten Hertwig und Olaf Albiez freuten sich über einen regen Zulauf und über ein sehr gutes Abschneiden beim Firmen-Ranking. Der Bewerbungseingang auf der Messe und danach waren recht hoch und noch heute kommen Bewerbungen ins Haus, die sich auf die Kontaktmesse beziehen. Das KONTEC-Recruiting-Team wurde weiterhin von Thomas Frank langjähriger Mitarbeiter im Technischen Büro Neckarsulm, bzw. Gruppenleiter Bordnetze am Standort Ingolstadt - unterstützt. Er besuchte seine frühere Technikerschule in Gemrigheim. Hier stellte Frank die KONTEC-Firmengruppe und mögliche Tätigkeitsfelder dort vor. Die Resonanz ist sehr erfreulich derzeit finden die ersten Vorstellungsgespräche statt. Wer Lust hat, die Firma KON- TEC bei ihren Aktivitäten in Sachen Personal-Recruiting zu unterstützen, möchte sich bitte mit Personalleiterin Susanne Lüdemannn in Verbindung setzen Eine weitere Messe fand an der Fachhochschule in statt. Hier ist KONTEC seit vielen Jahren vertreten, auch als Förderer des Deutschlandstipendiums. Der Bekanntheitsgrad ist also von Haus aus weitaus größer. Dementsprechend fiel den KONTEC-Personal- Scouts Renate Bänsch und Olaf Albiez, bei den Gesprächen mit Vielfach unterwegs. Unter anderem bei Messen in Pforzheim (oben) und Wolfsburg bemühten sich KONTEC-Mitarbeiter um neue Fachkräfte. 11

12 Hier finden Sie uns Hier finden Sie uns Hier finden Sie uns Hier finden Sie uns KONTEC GmbH KONTEC Siemensstr. GmbH 16 KONTEC Siemensstr. GmbH Korntal-Münchingen 16 Siemensstr Korntal-Münchingen Korntal-Münchingen Tel.: / Fax: Tel.: KONTEC GmbH / Tel.: Fax: Siemensstr / Fax: / Korntal-Münchingen Tel.: / Aus Norden: Fax: / Aus A81 Norden: bis AS -Zuffenhausen Aus Norden: A81 B10 Richtung bis AS -Zuffenhausen Vaihingen/Enz A81 B10 erste Richtung bis Ausfahrt AS -Zuffenhausen Vaihingen/Enz Richtung Müllerheim B10 Richtung Vaihingen/Enz erste Ausfahrt Straße rechts Richtung abbiegen Müllerheim in Kornwestheimerstraße erste Kreuzung Ausfahrt Straße geradeaus rechts Richtung abbiegen Müllerheim in Kornwestheimerstraße Aus Kreuzung erste Norden: Straße geradeaus rechts links abbiegen abbiegen in in die Kornwestheimerstraße Siemensstraße A81 Kreuzung erste bis Straße AS geradeaus -Zuffenhausen links abbiegen in die Siemensstraße erste B10 Richtung Straße links Vaihingen/Enz abbiegen in die Siemensstraße erste Ausfahrt Richtung Müllerheim erste Straße rechts abbiegen in Kornwestheimerstraße Kreuzung geradeaus erste Straße links abbiegen in die Siemensstraße Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Siemensstraße Siemensstraße Siemensstraße Siemensstraße bsu bsu bsu bsu Kornwestheimer Straße er Straße Zürich Vaihingen/Enz Kornwestheimer Straße er Straße Würzburg Münchingen Münchingen Münchingen Münchingen Zürich Zürich Vaihingen/Enz Vaihingen/Enz Vaihingen/Enz Kornwestheimer Straße Kornwestheimer Straße er Straße er Straße Zürich Würzburg Würzburg Würzburg Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg KONTEC KONTEC Engineering GmbH KONTEC Engineering Siemensstr. 16 GmbH Engineering Siemensstr. GmbH Korntal-Münchingen 16 Siemensstr Tel.: 071 Korntal-Münchingen 50 / Korntal-Münchingen Fax: Tel.: KONTEC / Tel.: Fax: Engineering / GmbH Fax: / Siemensstr Korntal-Münchingen Tel.: / KONTEC Fax: / KONTEC Engineering Heidenheim GmbH KONTEC Grabenstr. Engineering 20Heidenheim GmbH Engineering Heidenheim GmbH Grabenstr. Heidenheim 20 a.d. Brenz Grabenstr. 20 Tel.: Heidenheim a.d. Brenz Heidenheim a.d. Brenz Fax: KONTEC Tel.: Tel.: Fax: Engineering Heidenheim GmbH Grabenstr. Fax: Heidenheim a.d. Brenz Tel.: Fax: KONTEC KONTEC Engineering Rhein-Main GmbH KONTEC Engineering Robert-Bosch-Str. Rhein-Main 11B GmbH Engineering Robert-Bosch-Str. Rhein-Main 11B GmbH Langen Robert-Bosch-Str Langen 11B Tel.: KONTEC Tel.: Langen Fax: Engineering Tel.: Fax: Rhein-Main GmbH Robert-Bosch-Str. Fax: B Langen Tel.: Fax: KONTEC Motorenentwicklungs- gesellschaft mbh Nordstraße Möckmühl-Züttlingen Tel.: Fax: DIF DIE IDEENFABRIK GmbH Karlstrasse Tettnang Tel.: Fax: IMPRESSUM Der Draht Zeitschrift der KONTEC GmbH Herausgeber: KONTEC GmbH, Siemensstraße 16, Korntal-Münchingen Tel. (07150) , Fax. (07150) Chefredakteur: Klaus Wagner Redaktion: Klaus Bänsch, Klaus Wagner, Klaus Müller, Susanne Lüdemann, Ulrich Heiermeier, Thomas Matejetz Grafik-, Layout und Produktion: Andreas Klugt Fotos: Pia Kaufmann, Andreas Klugt Druck: KONTEC GmbH Auflage: 1000 Nachdruck bzw. Vervielfältigung nur nach Rücksprache mit der Redaktion gestattet. Redaktionsschluss für Heft 02/2013: 30. Juni 2013

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