Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker

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1 Jürgen Koeslin Sonja Streiber Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker 4. Auflage

2 Inhaltsverzeichnis 1 Psychiatrie und Psychotherapie Psychotherapeutische und psychiatrische Berufsgruppen Ärztliche und nichtärztliche Berufe Der psychotherapeutische Heilpraktiker Lernhinweise und Prüfungstipps Fachgebiet Psychiatrie Was ist Psychiatrie? Die Begriffe Neurose und Psychose Epidemiologie Grundlagen der Neurologie Fachgebiet Psychosomatik Was ist Psychosomatik? Entwicklung und Konzepte der Psychosomatik Einteilung der psychosomatischen Krankheiten Diagnostik und Therapie Diagnostische Methoden Anamnese und Untersuchungen Das psychiatrische und psychotherapeutische Erstgespräch Körperliche Untersuchung Spezielle neurologische Untersuchungen Standardisierte Untersuchungsmethoden Diagnose- und Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM ICD-10 (International Classifi cation of Diseases) DSM-5 (Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen) Psychopathologie Grundlagen und Symptome Allgemeine Psychopathologie Bewusstseinsstörungen Orientierungsstörungen Auffassungs-, Konzentrationsund Gedächtnisstörungen Formale Denkstörungen Zwänge, Phobien, Ängste, Befürchtungen Wahn Sinnestäuschungen und Halluzinationen Ich-Störungen Störungen der Affektivität Störungen des Antriebs und der Psychomotorik Störungen der Intelligenz Lernzielkontrolle Psychopathologie Grundlagen und Symptome Affektive Störungen Depression Manie Bipolare affektive Störung Lernzielkontrolle Affektive Störungen Schizophrenie und andere psychotische Störungen Schizophrenie Schizoaffektive Störungen Anhaltende wahnhafte Störung Akute polymorphe psychotische Störung Akute schizophreniforme psychotische Störung Lernzielkontrolle Schizophrenie und andere psychotische Störungen Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen Angst- und Panikstörungen Zwangsstörungen

3 X Inhaltsverzeichnis 6.3 Belastungs- und Anpassungsstörungen Burnout-Syndrom Dissoziative Störungen Somatoforme Störungen Lernzielkontrolle Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen Persönlichkeitsstörungen, sexuelle Störungen Persönlichkeitsstörungen Sexuelle Störungen Lernzielkontrolle Persönlichkeitsstörungen Essstörungen und Schlafstörungen Essstörungen Anorexia nervosa Bulimia nervosa Binge Eating Disorder Schlafstörungen Lernzielkontrolle Essstörungen und Schlafstörungen Störungen durch psychotrope Substanzen Missbrauch und Abhängigkeit Alkoholabhängigkeit Drogen- und Medikamentenabhängigkeit Lernzielkontrolle Störungen durch psychotrope Substanzen Körperlich begründbare psychische Störungen Morbus Alzheimer Vaskuläre Demenz Delir Morbus Pick Morbus Parkinson und Parkinson- Syndrom Chorea Huntington Creutzfeldt-Jakob-Krankheit Morbus Wilson Schädel-Hirn-Trauma (SHT) Neurosyphilis Demenz bei AIDS Epilepsie Multiple Sklerose Normaldruck-Hydrozephalus Lernzielkontrolle Körperlich begründbare psychische Störungen Kinder- und Jugendpsychiatrie Intelligenzminderung Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache Artikulationsstörung Expressive Sprachstörung Rezeptive Sprachstörung Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) Rechenstörung Tiefgreifende Entwicklungsstörungen Frühkindlicher Autismus Asperger-Syndrom Rett-Syndrom Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend Aufmerksamkeitsdefi zit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) Störungen des Sozialverhaltens Emotionale Störung Elektiver Mutismus (Sprachverweigerung) Bindungsstörungen Tic-Störungen Enuresis Enkopresis Fütterstörung im frühen Kindesalter Pica Stereotype Bewegungsstörung Stottern Poltern Lernzielkontrolle Kinderund Jugendpsychiatrie

4 Inhaltsverzeichnis XI 12 Suizidalität Lernzielkontrolle Suizidalität Psychotherapie und psychotherapeutische Verfahren Psychotherapie Psychoanalyse Kognitive Verhaltenstherapie Gesprächstherapie Körperorientierte Psychotherapie Hypnotherapie Gestalttherapie Familientherapie Autogenes Training Progressive Muskelentspannung Psychotraumatologie Weitere therapeutische Verfahren Lernzielkontrolle Psychotherapie Therapie mit Psychopharmaka und weitere somato - therapeutische Verfahren Stellenwert und Grundsätze Antidepressiva Neuroleptika Tranquilizer Hypnotika Phasenprophylaktika Antidementiva Psychostimulanzien Weitere somatotherapeutische Verfahren Lernzielkontrolle Psychopharmaka Juristische Aspekte und psychiatrische Hilfsangebote Juristische Aspekte psychiatrischer und psychotherapeutischer Interventionen Heilpraktikergesetz (HeilprG) Unterbringungsgesetze der Länder Betreuungsgesetz (BtG) Psychotherapeutengesetz Stationäre und ambulante Hilfsangebote für psychisch kranke Menschen Psychiatrische Notfälle Lernzielkontrolle Juristische Aspekte und psychiatrische Hilfsangebote, Notfälle Anhang Kommentiertes Literaturverzeichnis Adressen Glossar psychiatrische Fachbegriffe Register Personenverzeichnis

5 KAPITEL 10 Körperlich begründbare psychische Störungen Steckbrief der wichtigsten körperlich begründbaren psychischen Störungen Morbus Alzheimer ( Kap. 10.1) diffuse Hirnatrophie (Rückbildung des Gehirns) Ursache noch unbekannt schleichender Verlauf mit kontinuierlichem Fortschreiten Vaskuläre Demenz ( Kap. 10.2) Schädigung des Gehirns durch Minderdurchblutung (Arteriosklerose, Schlaganfälle) Beginn plötzlicher und Verlauf rascher als bei Morbus Alzheimer Delir ( Kap. 10.3) Auslöser: körperliche Erkrankungen, Medikamente, Operationen plötzliche starke Verwirrtheit und Desorientiertheit Morbus Parkinson ( Kap. 10.5) Degeneration der Substantia nigra im Mittelhirn typische Trias: Bewegungsarmut, Zittern, Muskelsteife mögliches Spätsymptom kann eine Demenz sein Schädel-Hirn-Trauma ( Kap. 10.9) Schädel- und Hirnverletzungen unterschiedlicher Schweregrade Bewusstseinsstörungen, Amnesie (v. a. für die Zeit kurz vor oder nach dem Unfall), Schwindel, Erbrechen, neurologische Ausfälle Demenz bei AIDS ( Kap ) Ursache: HIV-Infektion Spätsymptom im Verlauf einer AIDS-Erkrankung (nur bei einem Teil der Patienten auftretend) Multiple Sklerose ( Kap ) chronisch-entzündliche Erkrankung des ZNS vielfältige neurologische Ausfallserscheinungen (z. B. spastische Lähmungen, Sprechstörungen, Intentionstremor, Sensibilitätsstörungen) schubweiser oder chronisch-progredienter Verlauf der Erkrankung Demenz im Spätstadium bei einem Teil der Erkrankten Körperlich begründbare psychische Störungen bezeichnen meist chronische psychische Störungen, die sich aufgrund einer Hirnerkrankung, chronischer toxischer Einwirkungen auf das Gehirn oder fortschreitender Hirnabbauprozesse entwickeln. Sie werden auch als organisches Psychosyndrom oder hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS) bezeichnet. Die diesen seelischen Störungen zugrunde liegende Hirnerkrankung kann eine Erkrankung sein, die primär das Gehirn betrifft (z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumor oder Morbus Alzheimer) oder z. B. infolge einer Intoxikation oder eines gefäßbedingten Gehirnprozesses erst sekundär das Gehirngewebe betreffen. In der überwiegenden Zahl der Fälle sind alte Menschen betroffen. Hauptzeichen fast aller psychischen Störungen dieser Gruppe ist die Entwicklung einer Demenz.

6 Körperlich begründbare psychische Störungen 10 Charakteristika Die Symptome entwickeln sich in Abhängigkeit des betroffenen Areals im Gehirn. Obwohl die Ursachen sehr unterschiedlich sein können und sich eine organische Ursache nicht immer nachweisen lässt, zeigen die verschiedenen Krankheitsbilder relativ ähnliche klinische Symptome. Es dominiert bei den chronischen Verläufen der Verlust kognitiver Fähigkeiten. Zudem bestehen Antriebsstörungen, Affektlabilität bzw. -inkontinenz und Orientierungsstörungen. Verlust kognitiver Fähigkeiten: Gedächtnisstörungen: Je nach Schweregrad der Erkrankung treten Vergesslichkeit, Merkschwächen des Kurzzeitgedächtnisses, Störungen des Langzeitgedächtnisses und der Ausfall von Erinnerungen auf. Denkstörungen: Diese gehen mit der Verarmung des Denkens, Perseverationen, eingeschränktem Abstraktionsvermögen und Urteilsschwäche einher. Antriebsstörungen: In der Regel zeigen sich diese als Antriebsminderung, psychomotorische Verlangsamung und rasche Erschöpfbarkeit. Affektlabilität bzw. -inkontinenz: Oft kommt es zu einer erhöhten Reizbarkeit sowie zu Schwankungen zwischen euphorischen und depressiven Verstimmungen. Orientierungsstörungen: Diese beziehen sich auf Ort, Zeit oder Person. Diagnostische Leitlinien für das Vorliegen einer Demenz nach ICD Abnahme des Gedächtnisses v. a. mit gestörter Aufnahme neuer Informationen 2. Beeinträchtigung des Denkvermögens 3. Reduzierung der Urteilsfähigkeit und des Ideenflusses 4. Bewusstseinsklarheit 5. Bestehen der Symptomatik seit mindestens 6 Monaten Demenz Der Begriff Demenz wird häufig als eigener Krankheitsbegriff verwendet, obwohl er einen Symptomenkomplex beschreibt, der bei verschiedenen Hirnerkrankungen auftritt und keine eigenständige Störung darstellt. Die Demenz bezeichnet (im Gegensatz zu den auch als Oligophrenien bezeichneten Minderbegabungen bei Kindern) den Verlust einer zuvor einmal erreichten kognitiven Fähigkeit (im späteren Leben erworbener Intelligenzmangel). Die Demenz entwickelt sich infolge einer Erkrankung des Gehirns (ca % der Fälle Morbus Alzheimer, ca. 10 % vaskuläre Demenz, ca. 15 % Mischformen der beiden Erkrankungen, ca % mit anderen Ursachen), im weiteren Verlauf kommt es zu einer zunehmenden Beeinträchtigung höherer Hirnfunktionen. Die Symptome betreffen das Gedächtnis, das Denken, die Orientierung, die Lernfähigkeit sowie das Sprach- und Urteilsvermögen. Hinzu kommen soziale Auffälligkeiten, eine Verschlechterung der emotionalen Kontrolle und die zunehmend schlechtere Fähigkeit, die Dinge des täglichen Lebens (z. B. Ankleiden, Hygiene) selbstständig zu verrichten. Die folgenden Symptome müssen mindestens 6 Monate lang vorliegen. Uncharakteristische Anfangssymptome: Konzentrationsschwäche Vergesslichkeit Schwindel Kopfschmerzen Abnahme von Initiative und Interesse Vernachlässigung von Routinetätigkeiten Obligate Symptome: Merkfähigkeitsstörungen des Kurz-, später auch des Langzeitgedächtnisses. Dadurch werden Fragen wiederholt, Antworten schnell vergessen und es kommt zum Verlegen von Gegenständen. Desorientiertheit zu Ort, Zeit und später zur Person Denkstörungen mit Verlangsamung, Umständlichkeit, zähflüssigem Gedankenablauf Beeinträchtigung der Urteils- und Abstraktionsfähigkeit (Überprüfung durch Fragen nach Ähnlichkeiten und Unterschieden) Konzentrationsstörungen Häufige, aber nicht obligate Symptome: Zuspitzung charakterlicher Eigenschaften (z. B. wird aus Sparsamkeit Geiz)

7 10 Körperlich begründbare psychische Störungen 199 Antriebslosigkeit (> 80 %), Unruhe (> 50 %), Depressivität (> 40 %), Wahn (> 30 %), Halluzinationen (15 %) Zusätzlich können andere organisch bedingte Störungen auftreten, z. B. Delir ( Kap. 10.3). Neurologische Symptome: z. B. Parkinson-Syndrom ( Kap. 10.5). Die Demenz kann in verschiedenen Schweregraden verlaufen. Bei leichter Demenz ist ein unabhängiges Leben möglich, bei mittelschwerer Demenz ist eine Beaufsichtigung, bei schwerer Demenz eine kontinuierliche Hilfestellung notwendig. Barry Reisberg hat dazu ein Schema entwickelt, mit dessen Hilfe verschiedene Schweregrade einer Demenzerkrankung erfasst werden. Auch wenn nicht alle Demenzen gleich verlaufen, hat sich die Systematik in der Praxis vielfach bewährt. Reisbergs FAST (Functional Assessment Staging) unterteilt eine Demenzerkrankung in 7 Stadien ( Tab. 10.1). Die Ursachen für Demenzen sind vielfältig. Die wichtigsten Erkrankungen, die in ihrem Verlauf zu einer Demenz führen, werden in den folgenden Abschnitten beschrieben. Einen Überblick gibt Abbildung Tab Stadieneinteilung der Demenz gemäß FAST (Functional Assessment Staging) Stadium Symptome Stadium 1 Normal Stadium 2 Subjektive Beschwerden, Verlegen von Gegenständen, Schwierigkeiten mit der Arbeit Stadium 3 Verminderung der Arbeitsleistung, die auch anderen Personen auffällt; Schwierigkeiten, an neue Orte zu gelangen Stadium 4 Zunehmende Schwierigkeiten, komplexere Aufgaben zu erledigen, z. B. Abendessen für Gäste planen, Umgang mit Geld, Einkaufen Stadium 5 Eigenständige Lebensführung ohne Hilfe zunehmend eingeschränkt möglich; benötigt Hilfe bei der Auswahl der korrekten Kleidung Stadium 6 Verlust der Fähigkeit, grundlegende Tätigkeiten des Alltags durchzuführen (z. B. Anziehen, Waschen, Toilettengang, Urinkontrolle oder Darmkontrolle) Stadium 7 Verlust der Sprache und Psychomotorik; Sprachvermögen reduziert sich auf wenige Worte am Tag, bis keine verständliche Sprache mehr möglich ist; Nacheinander Verlust der Fähigkeit zu gehen, zu sitzen, zu lächeln, den Kopf anzuheben 60 % 15 % 5 % 5 % 5 % 10 % 10 Abb Prozentuale Häufi g- keit verschiedener Demenzursachen [L217]

8 Körperlich begründbare psychische Störungen 10 KLASSIFIKATION Dieser Gruppe von Erkrankungen widmet die ICD-10 ein eigenes Kapitel (F0): organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen. Im DSM-5 werden die genannten Störungen als Neurokognitive Störungen (NCD) bezeichnet. Eine weiterführende Einteilung gibt es für die Schwere und die Form bzw. Ursache der Demenz. Störungen der Hirnfunktion, die auf Alkohol oder die Einnahme psychotroper Substanzen beruhen, werden nach ICD-10 in einem gesonderten Kapitel eingruppiert ( Kap. 9.1). LERNHINWEISE Sie sollten die wichtigsten Strukturen des Nervensystems wiedergeben können. Sehr detaillierte anatomische Kenntnisse sind in der Regel nicht erforderlich. Allerdings müssen Sie die neurologischen Krankheitsbilder gut kennen. Sie haben eine sehr unterschiedliche Bedeutung für die Praxis und die Prüfung. Sie sollten verstehen, worin sich die Gruppe der körperlich begründbaren psychischen Störungen von anderen psychischen Störungen unterscheidet Morbus Alzheimer Die nach dem Neurologen Alois Alzheimer benannte Erkrankung ist die wichtigste der organisch bedingten psychischen Störungen. Synonym: Demenz vom Alzheimer-Typ. Demenz durch diffuse Hirnatrophie (Rückbildung des Gehirns) bei ungeklärter Ursache; schätzungsweise 5 % der über 60-Jährigen und 20 % der über 80-Jährigen sind betroffen, Frauen häufiger als Männer (aufgrund der höheren Lebenserwartung) ( Tab. 10.2). Mindestens 60 % der Fälle von Demenzerkrankung werden auf Morbus Alzheimer zurückgeführt. Schätzungen gehen von bis zu 1,4 Millionen Demenzkranken in Deutschland aus. Annähernd 50 % aller Plätze in Pflegeheimen werden von Demenzkranken in Anspruch genommen. Für die stationäre und ambulante Betreuung von Demenzkranken werden nach aktuellen Schätzungen derzeit jährlich 10 Milliarden Euro ausgegeben. Tab Prävalenz der Alzheimer-Demenz Altersgruppe (Jahre) Alzheimer-Demenz (%) Jahre 0,02 % Jahre 0,3 % Jahre 3,2 % Jahre 10,8 % Ursachen Die Ursachen des Morbus Alzheimer sind nicht bekannt. Verschiedene Theorien haben sich nicht bestätigt. Man geht von einem multifaktoriellen Geschehen und folgenden Risikofaktoren aus: Hypothesen: Störungen der Neurotransmission (Botenstoffe im Gehirn): Vor allem Acetylcholin scheint hier eine Rolle zu spielen ( Kap ). Infektionen: Hinweise für mögliche Übertragungen liefert die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, bisher waren jedoch keine Erreger nachweisbar. Toxizität: Bei vielen Alzheimer-Patienten wurde Aluminium in Form von Aluminiumsilikat gefunden. Risikofaktoren: Genetische Komponente: Familienangehörige 1. Grades haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Es wurden Zusammenhänge mit Veränderungen am Chromosom 14 und 21 festgestellt. Die genetische Komponente spielt bei früh beginnenden Demenzen (präsenile Demenz mit Beginn vor dem 65. Lebensjahr) eine stärkere Rolle. Alter (wichtigster Risikofaktor) Neurologische Erkrankungen: z. B. früheres Schädel-Hirn-Trauma Menschen mit einem Down-Syndrom haben ein deutlich erhöhtes Risiko, eine Alzheimer- Erkrankung zu entwickeln. Die durch die Hirnatrophie hervorgerufenen organischen Umbauprozesse betreffen insbesondere die Großhirnrinde und hier v. a. die Frontal-, Temporalund Parietalregion ( Abb. 10.2). Es treten amyloide Plaques (Protein-Polysaccharid-Komplexe) und Alzheimer-Fibrillen (haarlockenförmige Fäserchen) auf. Zusätzlich besteht ein Befall mehrerer Transmittersysteme, v. a. des cholinergen Systems. Diese Befunde

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10 10.15 Lernzielkontrolle Körperlich begründbare psychische Störungen 223 oder durch einen zusätzlichen Morbus Alzheimer verdeckt und infolgedessen nicht (erfolgversprechend) therapiert. Meningitis: Fieber, Krämpfe, Entzündungszeichen Morbus Parkinson ( Kap. 10.5): typischer Tremor, Ansprechen auf L-Dopa Vaskuläre Demenz ( Kap. 10.2): Diagnose durch bildgebende Verfahren, zeitlicher Zusammenhang mit dem Auftreten eines Gehirnschlags Hirntumoren: Diagnose durch bildgebende Verfahren, Auftreten von Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen Therapie Durch eine sogenannte Shunt-Operation wird versucht, einen Abfluss zu schaffen, um den Druck in den Hirnkammern konstant zu halten. LERNHINWEISE Sie sollten wissen, dass ein Normaldruck-Hydrozephalus mögliche Ursache einer Demenz sein kann Lernzielkontrolle Körperlich begründbare psychische Störungen Da die Zunahme der Erkrankungen in diesem Bereich kontinuierlich fortschreitet, wird dieses Thema zunehmend intensiver in den Prüfungen behandelt. Besonders weitreichende Kenntnisse benötigen Sie für die vaskuläre und für die Alzheimer-Demenz. Ebenso sollten Ihnen die Erkrankungen bekannt sein, die zu einer Demenz führen können. Ratsam ist es, sich z. B. bei der Alzheimer Gesellschaft weiterführende Informationen bezüglich der Aufklärung und Hilfen für Angehörige einzuholen. 1. Nennen Sie die obligaten Symptome einer demenziellen Erkrankung. 2. Welcher Unterschied besteht zwischen einer Demenz vom Typ Alzheimer und einer vaskulären Demenz? 3. Welche Ursachen sind für eine vaskuläre Demenz ausschlaggebend? 4. Wie stellt sich der Verlauf einer Alzheimer-Demenz dar? 5. In der Diagnostik von demenziellen Störungen kommt es zum Einsatz verschiedener apparativer Untersuchungsmethoden. Welche sind das? 6. In Folge welcher Erkrankungen kann es zu einer Demenz kommen? 7. Was müssen Sie differenzialdiagnostisch bei einer Alzheimer-Demenz in Betracht ziehen? 8. Was passiert bei einer Alzheimer-Demenz im Gehirn? 9. Durch welche Symptome ist ein Delir gekennzeichnet? 10. Zu welchen psychischen Störungen kann es bei einem Morbus Parkinson kommen? Fragen zur selbstständigen Bearbeitung 11. Wo liegt der Unterschied einer endogenen Psychose zu einer exogenen Psychose? 12. Inwieweit besteht eine Verbindung von Betreuungsgesetz, Unterbringungsgesetzen und Demenz? 13. Wie grenzen Sie eine Demenz von einer Pseudodemenz ab? 14. Welche Testverfahren werden bei der Diagnostik demenzieller Erkrankungen eingesetzt? 15. Wie sieht die medikamentöse Behandlung einer Alzheimer-Demenz aus? 16. Welche Symptome finden sich bei einer Chorea Huntington? 17. Eine Demenz geht mit dem Verlust kognitiver Fähigkeiten einher. Welche sind das? 18. Welche Bedeutung haben die Begriffe: Apraxie, Aphasie, Agnosie, Alexie und Agrafie? 19. Benennen Sie die typische Symptom-Trias des Morbus Parkinson. 20. Was ist eine transitorische ischämische Attacke und womit könnte sie verwechselt werden? 10

11 Körperlich begründbare psychische Störungen Mündliche Prüfungsfragen: Körperlich begründbare psychische Störungen 1. Bei einem Ihrer Patienten kommt es während 9. Wir nehmen mal an, Sie würden einen Patienten diagnostizieren, bei dem der Verdacht ei- des Gesprächs zu einem epileptischen Anfall. Wie verhalten Sie sich? ner Alzheimer-Demenz besteht. Wie würden 2. Eine Patientin ruft Sie an und berichtet, bei Ihrem Mann sei eine Demenz diagnostiziert wor- 10. Wo liegt der Unterschied zwischen neurologi- Sie vorgehen? den. Sie bittet Sie nun, Ihrem Mann zu helfen. schen und psychiatrischen Symptomen? Was tun Sie? 11. Wie muss ich mir einen Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer Alzheimer-Demenz 3. Was ist ein Durchgangssyndrom und wann tritt es meistens auf? vorstellen? 4. Wie würden Sie die Angehörige eines an Alzheimer-Demenz Erkrankten aufklären und beraten? der Alzheimer-Demenz noch immer eine Aus- 12. Erläutern Sie mir bitte, weshalb die Diagnose 5. Aus welchem Grund ist die Differenzierung zwischen Demenz und Pseudodemenz schwierig? 13. Können Sie mir erklären, weshalb eine vaskuschlussdiagnose ist. 6. Welche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer vaskulären Demenz? lung bedarf? läre Demenz immer einer ärztlichen Behand- 7. Welche Arten von Medikamenten kommen bei 14. Erläutern Sie mir bitte die Begriffe primärer der Behandlung einer Alzheimer-Demenz in und sekundärer Parkinsonismus und deren Betracht und worauf wirken sie? Ursachen. 8. Was denken Sie, wodurch kann ein demenziell 15. Welche Symptome sind nötig, um eine Alzheimer-Demenz zu diagnostizieren? erkrankter Mensch an Lebensqualität hinzugewinnen? 10

12 Erhältlich in jeder Buchhandlung oder im Elsevier Webshop Irrtümer und Preisänderungen vorbehalten. Stand 04/2015 Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker 392 S., 48 farb. Abb., kt. ISBN: [D] 39,99 / [A] 41,20

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