SS 2005 XML-Übungsblatt 1 Prof. Orth

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1 SS 2005 XML-Übungsblatt 1 Prof. Orth Was passiert in HTML, wenn man falsch schachtelt? z.b. <B>dies ist fett <I> dies soll fett und kursiv sein </B> und dies nur noch kursiv </I> und jetzt wieder ganz normal Probieren Sie es man mit verschiedenen Browsern aus. Wie müsste man es korrekt machen? 1998 wurde XML zur Empfehlung. Sie ist im Internet unter Es gibt eine ausführlich kommentierte Version von einem der Mitherausgeber, Tim Bray, unter Bitte schauen Sie sich die Originalspezifikation an und interpretieren Sie die folgenden Produktionsregeln: [15] Comment::= '<!--'((Char - '-' ) ('-'(Char '-' )))*'-->' [22] prolog::= XMLDecl? Misc* (doctypedecl Misc*)? [23] XMLDecl::='<?xml'VersionInfo EncodingDecl? SDDecl? S? '?>' [24] VersionInfo::=S 'version' Eq ('VersionNum ' "VersionNum ") [25] Eq::=S? '= S? [26] VersionNum::=([a-zA-Z0-9_.:] '-')+ [27] Misc::=Comment PI S Bem: S steht einfach für Space, PI für Processing Instruction,? für null oder einmal, + für ein oder mehrmals, * null oder mehrmals Aufgabe 3: Welche der folgenden Namen sind in XML gültig, oder ggfs. ungültig? Wenn ungültig, warum? BUCH; -BUCH; Einführungsbuch; xml:introduction; ΧΕΝΩΝ; Conseil-Européen-pour-la- Recherche-Nucléaire-(Cern); Betrag-in-$; Betrag-in- ; E=mc². Aufgabe 4: Beschreiben Sie in eigenen Worten den Unterschied zwischen Wohlgeformtheit und Validität. am in der Übung

2 SS 2005 XML-Übungsblatt 2 Prof. Orth (aus dem Buch von Günter Born, s. Lit-Liste) Ist das folgende Dokument wohlgeformt? Verbessern Sie es ggfs. um die Wohlgeformtheit herzustellen. <daten> <person> <name>braun</name> <vorname>heinrich</vorname> <vorname>karl</vorname> <anrede>herr</anrede> <contact> <tel> </tel> <fax> </fax> </contact> <adresse> <plz>60130</plz> <ort>frankfurt</ort> <location> <strasse> <str>westend</str> <nr>1</nr> </strasse> </location> </adresse> </person> <person> <name>huber</name> <vorname>maria</vorname> <contact> <tel> </tel> </contact> <adresse> <plz>80233</plz> <ort>münchen</ort> <location> <postf> </postf> </location> </adresse> </person> </daten> Erstellen Sie zu dem obigen Dokument eine DTD, so dass das obige Dokument gültig, also valide ist. Hinweis: Es gibt nicht nur eine einzige richtige Lösung. Es kann mehrere DTD's geben, für die das Dokument gültig ist. Machen Sie es so einfach wie möglich. Um die Validität zu testen, installieren Sie sich einen validierenden XML-Parser (z.b. von Aufgabe 3: Ordnen Sie dem Element person ein Attribut person-id vom Typ ID zu, ebenso ein leeres (also ohne Inhalt, aber mit Attributen) Kindelement freunde, in welchem (als Attribut) eine Liste von Referenzen auf andere Elemente person enthalten ist. Testen Sie Ihre DTD mit verschiedenen XML-Dokumenten. (Hierzu brauchen Sie jetzt den validierenden Parser). am in der Übung

3 SS 2005 XML-Übungsblatt 3 Prof. Orth Wie reagiert der Parser auf die Eingabe AT&T? Warum? Wie müssten Sie den Text "wär'er klug" in XML eingeben (mit den Gänsefüßchen)? Was ist an folgenden Kommentaren verkehrt: <tag>... Inhalt... </tag <!--das ist kein guter kommentar --> > <!-- dies auch nicht -- warum wohl?--> Warum sollte man keine CDATA-Blöcke benutzen um binäre Daten (also z.b. Bilder oder Post-Skript-Dokumenten oder ähnliches) in einem XML-Dokument zu speichern? Für Fortgeschrittene: Wie geht man in XML mit Binär-Dateien um? (Hierzu muss man schon ein bisschen mehr über die DTDs wissen, sprich über Entities und Notations...) In einem XML-Dokument kann es die folgenden Knoten geben: Document, Element, Document Type, PI, Comment, Attr, Entity Reference, Text, Document Fragment, Element, Entity, CDATA Section. Ordnen Sie diese nach den Eltern-Kind Beziehungen. Machen Sie eine Zeichnung bestehend aus einem Graphen, oder ein paar Teilgraphen. (Können auch eine Adjazenzmatrix aufstellen.) Markieren Sie die Knoten, die keine Kindknoten haben können. Aufgabe 3: Auf meiner Homepage befindet sich das XML-Dokument mev_de.xml mit zugehöriger DTD, mev_de.dtd. Beide beziehen sich auf das Datenmodell, das unter entitaeten_uebersicht.pdf abgelegt ist. Korrigieren Sie die DTD, so dass ID's und IDREFS verwendet werden, um das ERM abzubilden (so wie das ansatzweise in Aufg. 3 des vorigen Blattes gemacht wurde. am in der Übung

4 SS 2005 XML-Übungsblatt 4 Prof. Orth Was ist an folgender Parameter-Entity-Deklaration problematisch? <!ENTITY % EinParmEnt "<!ENTITY genent 'der Ersatztext' "> Es sollen Informationen über verschiedene Veranstaltungen an der FH mit bestimmten Eigenschaften (z.b. Vorlesung, Übung, Seminar, Praktikum, etc.) in einem XML-Dokument beschrieben und anschließend auch verknüpft werden, das heißt die Beziehungen zwischen den verschiedenen im Dokument enthaltenen Informationen sollen ebenfalls im Dokument dargestellt werden. Zusätzlich soll sichergestellt werden, dass das Dokument eine vorgegebene Struktur und Form einhält, damit es etwa in einem Stundenplan-Programm verwendet werden kann. Hierzu soll eine DTD erstellt werden, welche dem XML-Dokument zu grunde liegt. Das XML-Dokument muss also der DTD entsprechen. (a) Im ersten Teil der Aufgabe soll eine DTD zur Darstellung von Veranstaltungen entsprechenden Eigenschaften geschrieben werden. Diese kann dann verwendet werden, um Informationen über diese Veranstaltung zu archivieren. Die DTD muss also so flexibel geschrieben sein, dass sie für unterschiedliche Veranstaltungen geeignet ist, also z.b. sowohl für Vorlesungen, Übungen als auch Vorträge der gesamten Hochschule. Dazu muss man sich überlegen, welche wesentlichen Eigenschaften eine Veranstaltung hat, die zum Beispiel für die Räume (Gebäude, Stockwerk, Raumnr, Anzahl Plätze, Beamer, Tafel, Overhead, PC, etc.) und für die Termine (wöchentlich, monatlich, Einzeltermin, etc.) etc. relevant sind. Ziel des DTD-Designs ist es, eine DTD zu schreiben, die nicht nur für genau ein Dokument verwendet werden kann. (b) Damit nicht nur extrem simple DTDs erzeugt werden, muss die DTD mindestens den folgenden Anforderungen genügen: 1. Jeder der XML Operatoren (?, + und *) muss mindestens einmal (sinnvoll!) verwendet werden. 2. Es muss #REQUIRED und #IMPLIED Attribute geben. 3. Es muss mindestens ein Attribut mit gesetzten Default-Werten geben, eventuell auch ein Attribut mit fixiertem Wert. 4. Es müssen ID Referenzen verwendet werden, das heisst es muss mindestens ein Attribut vom Typ ID geben und eines vom Typ IDREF, welches auf ersteres verweist. 5. Mindestens ein Element muss in verschiedenen Kontexten wiederverwendet werden (also im Content Model verschiedener Elemente verwendet werden). 6. In der DTD muss mindestens ein Parameter Entity (der "Makro-Mechanismus") verwendet werden. 7. Es müssen alle möglichen Inhaltsmodelle von XML DTDs verwendet werden, d.h. Element Only, Mixed (mit und ohne Elementen) oder Empty. 8. Die Element-Hierarchie muss mindestens dreistufig sein. (c) Im dritten Schritt der Aufgabe geht es darum, ein XML-Dokument (eine Instanz der DTD) zu schreiben. Dazu muss eine Auswahl von Veranstaltungen erstellt werden, welche wiederum mindestens zwei verschiedene Objekte (z.b. Räume und Termine) enthält. Das XML-Dokument muss dabei valide gemäß der in den Schritten 1 und 2 erzeugten DTD sein. am in der Übung für die Teilnehmer vom MPZ spätestens um 17.30!

5 SS 2005 XML-Übungsblatt 5 Prof. Orth Wie sähe das folgende Dokumentfragment aus, wenn man statt der Namensvorbelegung in Zeile 3 eine Namensraumkürzeldefinition vorgenommen hätte und alle Namen mit dem Kürzel als Präfix verwendet hätte: <html xsl:version="1.0 xmlns:xsl= xmlns=" <head> <title>spesennachweis</title> </head> <body> <p>summe: <xsl:value-of select="spesen/total"/></p> </body> </html> Schreiben Sie eine DTD für das Dokumentfragment oben, und dann eine für Ihr Dokumentfragment. Sie haben soeben eine Inkompatibilität zwischen den XML-Standards für XML und für XML-Namensräume entdeckt! Erläutern Sie diese Entdeckung! Aufgabe 3: Suchen Sie im Internet nach einer Software, die eine Kanonisierung von XML-Dokumenten vornimmt. Kanonisieren Sie entweder das Dokument von Aufgabenblatt 3 oder das von Ihnen erstellt in Aufgabenblatt 4. Aufgabe 4: Setzen Sie die von Ihnen für Aufgabenblatt 2 erstellte DTD in ein XML-Schema um. (erst nach der Vorlesung vom 3. 5.) Aufgabe 5: Setzen Sie die von Ihnen für Aufgabenblatt 4 erstellte DTD in ein XML-Schema um. (erst nach der Vorlesung vom 3. 5.) am in der Übung

6 SS 2005 XML-Übungsblatt 6 - Projekt Prof. Orth Die Projekte sind als Alternativen zu verstehen: Projekt 1: (für 2 Personen) Konvertieren von Adressen, die an s angehängt sind in XML-Format: Schritt 1: Definieren Sie aufbauend auf den Adressen und der Datenbanktabelle (Attribute sind rechts) ein XML-Schema. Schritt 2: Entwickeln Sie mit QT oder MS-dotnet eine einfache Maske in die Sie die Adressangaben aus dem mail hineinkopieren können (copy/paste), lassen Sie eine Möglichkeit für den Benutzer zu, die Felder zuzuordnen (man kann ja schließlich nicht erkennen, ob ein Teil des Namens Vorname oder Nachname ist, oder um welches Feld in der DB sich eine Eingabe handelt). Fügen Sie als ersterkontakt das aktuelle Datum ein. Schritt 3: Füllen Sie ein XML-Dokument mit den Angaben. Projekt 2: (für eine Person) Schritt 1: Definieren Sie aufbauend auf den Adressen und der Datenbanktabelle (Attribute sind rechts) ein XML-Schema. Füllen Sie einige Instanzdokumente mit den vorgegebenen Daten. Schritt 2: Entwickeln Sie mit QT oder MS-dotnet eine einfache Tabelle mit der rechts angegebenen Struktur (d. h. mit den rechts angegebenen Spaltennamen), in die Sie das XML- Dokument transferieren können. Schritt 3: Transferieren Sie die Adressen aus dem XML-Dokument in die Tabelle. ID entfernt typ Herrn/Frau geehrte(r) anrede titel vorname name namezusatz geschlecht firma P/S strasse abteilung bereich position postfach plz stadt land tel fax mobil homepage adresse2 ersterkontakt letzterkontakt quelle interesse seminar software projekt abkommen bemerkung am in der Übung auf Grund der technischen Schwierigkeiten mit der Entwicklungsumgebung_ am in der Übung

7 Dr.-Ing. Klaus Fiedler IHK-Innovationsberatung Hessen Regionale Beratungsstelle für Technologietransfer Nordhessen TTN Hessen c/o Industrie und Handelskammer Kassel Kurfürstenstraße Kassel Telefon 0561 / Fax 0561 / Festmann Werke GmbH & Co KG i.a. Christian Kaul Ausdorf phone: / fax: / web: DI Michael Doebel Causio GmbH Division Pigmente & Farbstoffe Research & Process Development / Process Development & Pilot Plants Geb.: D 622 / H Frankfurt /Hanau Tel.: Fax.: CCI Aktiengesellschaft Automation Technology WLE/ED - L440 Dr. Egbert Beider Tel.: Dr. Svenja Bedelhof IHK-Innovationsberatung Hessen Börsenplatz Frankfurt am Main Telefon Telefax Dipl.-Ing. Matthias Koch Mosel KGaA Zentrale Verbrauchsentwicklung Technik (ZWE-T) Frankfurter Straße 300 D Asschaffenburg Telefon Telefax

8 SS 2005 XML-Übungsblatt 7 Prof. Orth Was versteht man unter dem Kontext eines Schlüssels? Was versteht man unter dem Kontext einer Referenz? Warum taucht der Schlüsselname, der im XML-Schema verwendet wird, in zugehörigen XML-Dokumenten typischerweise nie auf? Welches Argument spricht dafür, bei einer Schlüsseldefinition als <xs:field xpath="..."/>-eintrag ein Attribut zu verwenden und kein Element (wie es gemäß XML- Schema-Definition ja möglich wäre/ist)? Wie würden Sie in XML das Personal einer Firma abbilden, in der es eine Organisationshierarchie über mehrere Ebenen bestehend aus, Geschäftsführer, Vorstand, Abteilungsleiter, Gruppenleiter, Mitarbeiter, und parallel dazu eine Projekthierarchie mit Projektsponsor

9 SS 2005 XML-Übungsblatt 8 Prof. Orth In der folgenden XML-Datei suchen Sie bitte nach XPath nach: a) zu allen Elementen von root b) zum Vater von pname c) zum ersten last von Person d) zur ersten Person, die die id hat e) zur plz vor city <addresslist> <address> <person id="645138"> <pname><first>hans</first><last>maier</last></pname> <street>nibelungenplatz</street> <number>38</number> <plz>60318</plz> <city>frankfurt<city> </person> </address> </addresslist> In XPath gibt es verschiedene Abkürzungen. Versuchen Sie herauszubekommen, wie die folgenden Abkürzungen ausgeschrieben aussehen würden: Catalog.xml#//Title../Title[2] Catalog.xml#/book[1]/RecSubjCategories/Category[2]

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