Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares, höhere Einsichten usw.

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2 »... erkennen, wie wir erkennen«v-2 Empirismus F. Bacon V-3 Kritischer Rationalismus K.R. Popper V-4 Konstruktivismus Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares, höhere Einsichten usw.

3 Descartes Leibniz Es gibt in jedem Wissen einen Anteil, der nicht aus der Erfahrung stammt (»angeborene Ideen«) und es gibt reine Verstandeserkenntnis (auch außerhalb der Mathematik)

4 Grundidee Regulativ Vertreter Literatur Priorität der menschlichen Vernunft und des rationalen (lat. ratio, Vernunft) Denkens für das Wahrnehmen, das Erkennen der Wirklichkeit und die Wissensfindung. Vernunft als Ursprung der Erkenntnis und des Wissens. Descartes:»Ich denke, also bin ich.«erkenntnisgewinnung durch Deduktion! Deduktion: vom Allgemeinen zum Besonderen KR: Fehlerhaftigkeit der Vernunft, Vorläufigkeit des Wissens (Fallibilismus - Falsifikation). Eine Theorie hat nur dann wissenschaftlichen Wert, wenn sie sich im Prinzip widerlegen lässt. René Descartes, Gottfried Wilhelm Leibniz Karl Popper (Kritischer Rationalismus: Kombination von Empirismus und Rationalismus) Lingnau, Volker: Kritischer Rationalismus und Betriebswirtschaftslehre, in: WiSt Heft 3, März 1995, S Popper, R. Karl: Logik der Forschung, in: Gadenne, V./Visintin, A. (Hrsg.) Wissenschaftsphilosophie, Freiburg 1966

5 Einer der wichtigsten Erkenntnis- und Gesellschaftstheoretikers des 20. Jhd. Österreichisch-Britischer Philosoph jüdischer Abstammung. Sohn eines liberalen, sozial engagierten Rechtsanwalts mit geschichtlicher und philosophischer Bildung, der Mitglied der illegalen Freimaurerloge in Wien war. Seit seiner Kindheit bekannt mit Konrad Lorenz. Stammte aus einer sehr musikalischen (Groß)Familie. Machte selbst Musik. Tischlerlehre, Ausbildung zum Grundschullehrer, Hauptschullehrer für Mathematik und Physik in Wien. Lebte seit 1946 bis zu seinem Tode in Großbritannien, wo er Professor an der London School of Economics and Political Sciences (LSE) war. Berühmtes Werk:»Logik der Forschung«[1935]

6 Enthält die Lehre von der Falsifizierbarkeit wissenschaftlicher Theorien. Fehlerhaftigkeit der Vernunft, Vorläufigkeit des Wissens (Fallibilismus). Popper erweiterte diese später zum kritischen Rationalismus. Kritisch: eigene Theorien immer wieder hinterfragen Rational: einer klaren Logik folgend Videosequenz: Zeitausschnitt: 5'05 bis 7'04 Menschliche Problemlösungsversuche sind grundsätzlich fehlbar. Gewissheit ist nicht erreichbar. Rationalität bedeutet Offenheit für Kritik. Verifikation Bestätigung = unmöglich Falsifikation Prüfbarkeit = möglich

7 1 Worin liegt das Induktionsproblem? 2 KR akzeptiert die Vorläufigkeit des Wissens und behauptet, dass eine Annäherung an die Wahrheit möglich ist Widerspruch oder? 3 Fehlersuche als Prinzip. Kommentieren Sie. 4 Erläutern Sie die These: Eine Aussage ist umso wertvoller, je eher sie an der Realität scheitern kann. 5 Formulieren Sie eine aus Sicht von Popper wertvolle Aussagen und begründen Sie. 6 Säulen des Rationalismus [KR]

8 Ergebnis: Empirisch deskriptive und explikatorische, d.h. wahrheitsfähige und falsifizierbare Aussagen! Wissenschafts-Verständnis: Erkenntnis beginnt mit Problemen; Problemlösung als Kern! Ziel: unabhängiges Suchen nach Wahrheit! Position: Annäherung an die Wahrheit ist möglich! Aufklärend rationale Denkform in Abgrenzung zum Intuitionismus! Vernunft als Ursprung der Erkenntnis und des Wissens! Vernunft muss methodisch und systematisch gestärkt werden! Prinzipielle Fehlbarkeit und Vorläufigkeit des Wissens (Verneinung der Verifikation)! Wirklichkeit als Prüfinstanz! Aussagen müssen an der Realität scheitern können! Deduktion als Methode der Erkenntnisgewinnung Kritischer Realismus Methodischer Rationalismus Fallibilismus & Deduktion

9 ! Vermutungswissen

10 Induktionsschluss Schluss von besonderen Sätzen, die z.b. Beobachtungen, Experimente usw. beschreiben auf allgemeine Sätze, auf Hypothesen oder Theorien Induktionsproblem Frage nach der Geltung der allgemeinen Erfahrungssätze ob und wann sind induktive Schlüsse berechtig? Ab wie vielen weißen Schwänen darf ich folgern, dass alle Schwäne weiß sind?! Bedürfnis nach einer zusätzlichen logischen Form - INDUKTIONSPRINZIP. Induktionsprinzip Synthetischer Satz, der gestattet, induktive Schlüsse in eine logisch zugängliche Form zu bringen. Induktionsprinzip entscheidet über die Wahrheit von Theorien. Nach Popper sind die Schwierigkeiten der Induktionslogik unüberwindbar! Ausweg: deduktive Methodik der Nachprüfbarkeit Reader: Albert, K.: Texte zur Philosophie, Text 5, S

11 Psychologismus Logik und/oder Erkenntnistheorie lassen sich auf empirische Gesetze der Psychologie reduzieren Unterscheidung Tatsachenfragen: wie geht es vor sich, dass einer Person etwas Neues einfällt Vorgang nach dem Entdecken, dem Auffinden! Fragen, die die Erkenntnispsychologie interessieren Geltungsfragen: kann ein Satz begründet werden, ist er nachprüfbar Frage nach der Methode zur systematischen Überprüfung! Fragen, die die Erkenntnistheorie und -logik interessieren Nach Popper gibt es keine logische, rational nachkonstruierbare Methode, etwas Neues zu entdecken Entdeckungen enthalten ein»irrationales«element (schöpferische Intuition)! Reader: Albert, K.: Texte zur Philosophie, Text 5, S

12 Deduktive Nachprüfungsmethodik Eine positive Entscheidung kann das System immer nur vorläufig stützen. Durch spätere negative Ergebnisse kann es wieder umgestoßen werden. Bewährt hat sich ein wissenschaftliches Aussagesystem dann, wenn es deduktiven Nachprüfungen standhält und durch fortschreitende Entwicklungen in der Wissenschaft nicht überholt wird. Nach Popper erweisen sich auch durch verifizierte Folgerungen bestätigte Theorien niemals als»wahr«oder»wahrscheinlich«! Reader: Albert, K.: Texte zur Philosophie, Text 5, S

13 Das Problem! Abgrenzung der Empirie gegenüber Mathematik, Logik und ibs. Metaphysik. Mit der Induktion glaubte man ein geeignetes Abgrenzungskriterium gefunden zu haben. Der Positivismus geht davon aus, dass Erkenntnisse nur auf Basis positiver Befunde, des wirklich Gegebenen, das man objektiv erkennen kann (das Tatsächliche, Wirkliche, Zweifelslose) zu gewinnen sind. Eine klare Abgrenzung gegenüber dem Transzendenten (nicht Erklärbaren, Ethischen und Theologischen) wird postuliert. Aus Sicht des Positivismus wird die Metaphysik als»sinnloses Gerede«und»Blendwerk«gesehen. Nach Popper erweisen sich diese Abgrenzungsversuche als unbrauchbar! Reader: Albert, K.: Texte zur Philosophie, Text 5, S

14 Tatsache Es gibt unendlich viele»logisch mögliche«welten empirische Wissenschaft soll aber nur die eine»wirkliche Welt«, die»welt unserer Erfahrungswirklichkeit«darstellen. Forderungen an ein»empirisches Theoriesystem«1. Es muss synthetisch sein eine nicht widerspruchsvolle, mögliche Welt darstellen 2. Es muss dem Abgrenzungskriterium genügen eine mögliche Erfahrungswelt darstellen, darf nicht metaphysisch sein Nach Popper ist die empirische Wissenschaft primär durch eine bestimmte Methode Nachprüfung durch Erfahrung gekennzeichnet! Reader: Albert, K.: Texte zur Philosophie, Text 5, S

15 Position des Positivismus Empirisch-wissenschaftliche Sätze müssen endgültig entscheidbar sein ihre Verifikation und Falsifikation muss möglich sein. Beispiel:»Hier wird es morgen regnen (oder auch nicht)«position des kritischen Rationalismus Falsifizierbarkeit als Abgrenzungskriterium Empirische Aussagen müssen an der Erfahrung scheitern können.»das relativ haltbarste auswählen.«nach Popper sind Theorien niemals empirisch verifizierbar! Sie müssen an der Erfahrung scheitern können. Reader: Albert, K.: Texte zur Philosophie, Text 5, S

16 Kritischer Rationalismus steht in der Tradition des erkenntnistheoretischen Realismus. Ausgegangen wird von der Existenz einer beobachterunabhängigen objektiven Realität, die es zu erfassen gilt.! Ziel: Generieren von Wissen über ein objektives Weltbild Popper:»... Wir sollten versuchen, Theorien aufzustellen, die der Wahrheit ein Stückchen näher kommen als die unserer Vorgänger.... Eine Theorie ist wahr, wenn sie mit den Tatsachen übereinstimmt.«falsifikation ist eine Methode, die Erkenntnisfortschritt auf ein Ziel hin erlaubt, nämlich Annäherung (Approximation) an die ontologische Wirklichkeit. Ontologie = Lehre vom Seienden Quelle: Popper, K.R.: Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf; Hamburg 1973, S. 57

17 Alle Rosen sind Blumen. Einige Blumen verwelken schnell. Deshalb verwelken einige Rosen schnell. Nicht zulässiger Syllogismus Es ist möglich, dass unter den rasch verwelkenden Blumen keine Rosen sind. Quelle: Kahnemann, D.: Schnelles Denken, langsames Denken, München 2011, S. 62 f.

18 Deduktiv-nomologisch erklären heißt: Mit einem stichhaltigen Argument zeigen, dass das Explanandum aufgrund einer Gesetzmäßigkeit zu erwarten war.! Syllogismen logischer Schluss Gesetzesaussage Randbedingung Alle Menschen sind sterblich Sokrates ist ein Mensch Sokrates ist sterblich Explanans = das Erklärende Schlussfolgerung Sokrates ist sterblich Alle Sterblichen sind Menschen Nicht zulässiger Syllogismus Explanandum = der zu erklärende Sachverhalt nomologisch: theoretisch, durch Verknüpfung von Aussagen herleitbar.

19 Grundposition: Wissenschaftliche Rationalität beruht auf Logik und Erfahrung Wissenschaft hat eine empirische Basis Wissenschaftstheorie befasst sich mit der logischen Analyse der wissenschaftlichen Sätze Wissenschaft wird als System von Sätzen aufgefasst, was Wissenschaft sonst noch ist, wird ausgeblendet Erkenntnisbegründung ist unabhängig von Erkenntnisgewinnung

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