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5 FENSTER UND TÜREN IN DER EUROPÄISCHEN UNION 4 FENSTER AUS POLEN: GUT UND SCHNELL 6 POLNISCHE FENSTER IN EUROPA 8 GUT SEGMENTIERTER MARKT 13 DER ALUMINIUMBRANCHE GEHT ES GUT 15 SCHATTEN AN FASSADEN 19 VON DER REDAKTION Seit mehreren Jahren arbeitet die Monatsschrift Branchenforum mit den Organisatoren von den größten Baumessen in Europa zusammen. Seit Jahren informieren wir über diese Veranstaltungen, nehmen daran teil, veröffentlichen Berichte über deren Verlauf. Anläßlich solcher Ereignisse wie Fensterbau Frontale in Nürnberg, Bau in München, Batimat in Paris oder Made Expo in Milan fügten wir üblicherweise der in dieser Zeit erscheinenden Ausgabe unserer Monatsschrift einen fremdsprachigen Teil mit Informationen über Polen und das Angebot der polnischen Hersteller von Fenstern und Türen bei. Seit kurzem sind wir einen Schritt weiter gegangen: wir haben angefangen, die internationale Quartalsschrift unter dem Titel Forum International herauszugeben. Forum International ist in den größten Messenveranstaltungen in Europa präsent: sie wird an Ständen mit der ausländischen Presse ausgelegt, sie befindet sich in den Ausstellungen des Werbeprogramms für die Polnische Wirtschaft, aber unsere Mitarbeiter erreichen auch jeden der Messeausteller persönlich und händigen ein Exemplar aus. Bei der Gelegenheit sprechen sie über das Interesse an dem Fensterund Türenangebot aus Polen und bieten Hilfe bei der Kontaktaufnahme an. Die jetzige Ausgabe erreicht polnische diplomatische Stellen im Ausland, dortige Vereine und Handelskammern, Verbände der Baubranche und Architekten. Die elektronische Version von Forum ist auch auf der Homepage des Herausgebers sowie auf den Internetseiten mancher Handels- und Werbeabteilungen von polnischen Botschaften erreichbar. Diesmal richten wir die Forum International an die deutschsprachigen Leser. Wir nehmen sie zur Messe in Basel (SwissBau), Essen (Deubaukom), Berlin (Bautec) und Nürnberg (Fensterbau Frontale) sowie Wien (Bau & Energie) mit. Sowohl die Messebesucher als auch die Aussteller bekommen somit eine Gelegenheit, sich einen Überblick über die Spezifik des polnischen Marktes zu verschaffen sowie die wichtigsten polnischen Hersteller kennenzulernen. Ein im Magazin veröffentlichter praktischer Satz von Visitenkarten ermöglicht eine direkte Kontaktaufnahme mit jedem von ihnen. Unsere Zeitung erreicht auch polnische diplomatische Stellen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, erscheint in den Aktivitäten des Werbeprogramms für die Polnische Wirtschaft und wird in vielen Branchentreffen verteilt. Unsere Mitarbeiter übergeben sie den Gästen und Ausstellern der Messen sowie den Teilnehmern von vielen Missionen und Handelstreffen. Wir sind mit Forum International nicht nur in den größten Baumessen da, aber auch überall dort, wo sich die Kunden der polnischen Hersteller von Fenstern und Türen befinden können. Wir glauben, dass wir auf diese Weise die Anknüpfung von konkreten Handelskontakten unterstützen. Diese Zusammenarbeit ist doch die größte Chance für die weitere Entwicklung der polnischen Branche von Fenstern und Türen. Wir möchten dabei insbesondere denjenigen Firmen behilflich sein, die über keine großen Budgets und ausgebauten Marketing- und Vertriebsdienste verfügen. Jeder Produzent von Fenstern, Türen, Toren oder Rolladen, aber auch jeder Anbieter von Stoffen zu deren Herstellung ist zur ständigen Zusammenarbeit in Polen und auf den ausländischen Märkten eingeladen. Mit Forum International kann es für Sie einfacher sein. FORUM BRANŻOWE Monatschrift Herausgeber: Centrum Informacji Branżowej ul. Turmoncka 22/110, Warszawa Tel.: ; Tel./Fax: Chefredakteur: Anna Błaszczyńska Werbung: (Tel.: ), Tel./Fax: , Mobiltelefon: Aneta Jarosz, Jadwiga Madziar, Robert Żółtowski, Barbara Lau (Information). Abonnement: Büro: Tel.: Übersetzer: Małgorzata Wilczyńska Übersetzungsbüro: Eurocon Der Herausgeber ist für den Inhalt der Werbungen und der Promotionsartikel nicht verantwortlich.

6 FENSTER UND TÜREN IN DER EUROPÄISCHEN UNION Seit mehreren Jahren schon übersteigt der Wert der Fenster- und Türenproduktion in der Europäischen Union 40 Mrd. Euro. Im Jahr 2012 wurden Fenster und Türen für 40,85 Mrd. Euro hergestellt, also um 2 Prozent weniger als im Jahr Auf dem größten Markt - in Deutschland - gab es aber keinen Rückgang. Im Gegenteil, die Produktion in Deutschland ist um 3,1 Prozent, auf über 8,7 Mrd. Euro gestiegen Diagramm 2. Produktion von Fenstern und Türen in der EU, aufgeteilt nach Marktsegmenten, in den Jahren (Angaben in Mrd. Euro) Holz PVC Aluminium Stahl Foto: Oknoplast In drei weiteren Ländern - in Italien, Frankreich und in Großbritannien - wurden jedoch Rückgänge in der Größenordnung von 2,5 3,5 Prozent verzeichnet. Es bedeutet, dass der Wert der Fenster- und Türenproduktion in Italien auf 6,8 Mrd. Euro, in Frankreich - 6,35 Mrd. Euro, und in Großbritannien - 4,85 Mrd. Euro gesunken ist. Insgesamt haben die vier größten Hersteller im Jahr 2012 Fenster und Türen für 26,7 Mrd. Euro produziert, was über 65 Prozent der Gesamtproduktion in der UE ausmachte. Zu den zählenden Produzenten rechnen auch: Polen (2,35 Mrd. Euro), Spanien (1,85 Mrd. Euro) und Österreich (1,65 Mrd. Euro). In übrigen Ländern hat der Wert der Produktion im Jahr ,5 Mrd. Euro nicht überschritten. Hinsichtlich der Produktion von Fenstern und Türen aus Holz ist Italien der EU-Marktführer. Im Jahr 2012 wurden in diesem Land Holzfenster und -türen für 2,45 Mrd. Euro hergestellt, was 20 Prozent des Werts der Produktion in der EU darstellte. Die wichtigsten Produzenten von Fenstern und Türen aus Holz sind auch: Deutschland (1,95 Mrd. Euro), Frankreich (1,25 Mrd. Euro) und Polen (0,9 Mrd. Euro). Der entschieden größte Produzent auf dem 11,55 Mrd. Euro werten EU-Markt für Fenster und Türen aus PVC ist Deutschland. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland PVC- Fenster und -Türen für 3,3 Mrd. Euro hergestellt, was 29 Prozent des Werts der Produktion in der EU darstellte. Bedeutende Hersteller dieser Produkte sind auch: Großbritannien (2,1 Mrd. Euro) und Frankreich (2 Mrd. Euro) sowie Polen (1 Mrd. Euro). Die Deutschen herrschen auch in der Herstellung von Fenstern und Türen aus Stahl vor. Im Jahr 2012 wurden in der EU Fenster und Türen aus Stahl für 6,3 Mrd. Euro hergestellt, davon deutsche Unternehmen - für 1,75 Mrd. Euro, italienische - 1,15 Mrd. Euro, und französische - 0,9 Mrd. Euro. Im Sektor der Fenster und Türen aus Aluminium sind in der EU die italienischen Firmen vorherrschend. Im Jahr 2012 wurden in Italien Aluminiumfenster und -türen für 2,65 Mrd. Euro hergestellt, also 25 Prozent der Produktion in der EU. Wichtige Spieler auf dem Markt für Aluminiumfenster und -türen sind auch: Frankreich (2,15 Mrd. Euro), Deutschland (1,7 Mrd. Euro) und Großbritannien (1,05 Mrd. Euro). 6

7 10 Diagramm 1. Die größten Produzenten von Fenstern und Türen in der EU in den Jahren (Angaben in Mrd. Euro) Deutschland Italien Frankreich Großbritannien Polen Spanien Österreich Belgien Niederlande Dänemark Portugal Schweden Export der Fenster und Türen in der EU Deutschland ist nicht nur der größte Produzent, aber auch Exporteur... und Importeur von Fenstern und Türen in der Europäischen Union. Interessant ist, dass unter den vier größten Produzenten von Fenstern und Türen ein großer Exporteur neben Deutschland nur Italien ist, Frankreich und Großbritannien fallen dagegen nicht unter die ersten fünfzehn EU-Länder (sie sind gleichzeitig die Nummer 2 und 3 in der EU als Importeure). Im Export der Fenster und Türen in der EU herrschen seit einigen Jahren zwei Länder vor - Deutschland und Polen. Bei beiden hat der Exportwert im Jahr Mrd. Euro überschritten und war entschieden höher als der Auslandsverkauf der übrigen EU-Mitglieder. Aus Deutschland kamen auf ausländische Märkte Fenster und Türen für 1,45 Mrd. Euro, aus Polen - für weniger als 1,1 Mrd. Euro, und aus dem nächsten Land, also Italien Mio. Euro. Der Wert des Exports von fünf EU-Mitgliedern hielt sich in den Grenzen von Mio. Euro, und der Auslandsverkauf der nächsten zwanzig Länder war nicht höher als 200 Mio. Euro. Innerhalb von den neun ersten Monaten 2013 betrug der Gesamtwert des Exports von 28 EU- Ländern 4,75 Mrd. Euro und war um 6 Prozent höher als im analogen Zeitraum Ein sehr hohes Exportwachstum wurde in den Segmenten der Holzfenster (um 29 Prozent) und der Fenster und Türen aus Stahl (um 18 Prozent), und ein niedrigeres im Fall von Fenstern und Türen aus Aluminium (um 4,5 Prozent) verzeichnet. Der Export der Firmen aus der Branche der Holztüren blieb auf demselben Niveau, wie im Vorjahr, und die Exporteure der Fenster und Türen aus PVC verzeichneten sogar einen Rückgang von 11 Prozent. Export aus Deutschland nach 3 Quartalen 2013 Die deutschen Firmen sind für 24 Prozent des Exportwerts von Fenstern und Türen aus allen EU-Ländern verantwortlich - dies bezieht sich auf den Zeitraum seit Januar bis September In den ersten neun Monaten 2013 wurden aus Deutschland Fenster und Türen im Gesamtwert von 1,14 Mrd. Euro exportiert, was ein Wachstum um 8,5 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 bedeutet. Dieses Wachstum ergab sich aus sehr hohen Zuwächsen in zwei Segmenten - der Fenster und Türen aus Stahl und der Holzfenster. Dagegen wurden bei Holztüren, Fenstern und Türen aus PVC und Aluminium Rückgänge verzeichnet Diagramm 3. Die größten Exporteure von Fenstern und Türen in der EU in dem Zeitraum I IX 2013 (Angaben in Mrd. Euro) I IX 2012 I IX Deutschland Polen Italien Dänemark ÖsterreichNiederlande Portugal Tschechien Schweden Slowakei Ungarn Rumänien 7

8 Diagramm 4. Exportstruktur von Fenstern und Türen aus Polen in dem Zeitraum I IX 2013 (nach dem Wert). Fenster und Türen aus Stahl 7 % Fenster und Türen aus Aluminium7% Holztüren 10 % Fenster und Türen aus PVC 43 % Holzfenster 33 % Seit Januar bis September 2013 exportierten deutsche Firmen Stahlfenster und -türen für 475 Mio. Euro, also um 39 Prozent mehr als innerhalb von drei ersten Quartalen Dank diesem Wachstum stieg der Anteil der Stahlfenster und -türen am Gesamtwert des Exports von Fenstern und Türen der deutschen Firmen aus 33 auf 42 Prozent. Interessanterweise wurde unter den zehn größten Abnehmern von Fenstern und Türen aus Stahl ein Exportwachstum nur auf zwei Märkten verzeichnet - in der Schweiz um 3,7 Prozent und in Saudi-Arabien um 96 Tsd. Prozent (sic!), wodurch Saudi-Arabien aus einem kleinen Abnehmer innerhalb von einigen Monaten zu dem entschieden größten Absatzmarkt für Stahlfenster und -türen aus Deutschland wurde. Eine noch größere Dynamik des Exportwachstums als bei Stahlfenstern und -türen wurde im Segment der Holzfenster verzeichnet. Innerhalb der ersten neun Monate 2013 exportierten deutsche Firmen Holzfenster für 145 Mio. Euro, also um 45 Prozent mehr als im analogen Zeitraum 2012, und der Anteil dieses Segments am gesamten Exportwert von Fenstern und Türen stieg aus 9,5 Prozent auf beinahe 13 Prozent. Die Dynamik des deutschen Exports von Holzfenstern war auf den Diagramm 5. Exportstruktur von Fenstern und Türen aus Deutschland in dem Zeitraum I IX 2013 (nach dem Wert). Fenster und Türen aus Aluminium 15 % Fenster und Türen aus Stahl 42 % Fenster und Türen aus PVC 20 % Holztüren 10 % Holzfenster 13 % größten Märkten sehr differenziert. Unter großen Abnehmern sind Länder zu verzeichnen, wo der Verkaufswert um über 40 Prozent gestiegen ist (die Schweiz, Dänemark, Belgien, Großbritannien) sowie solche, wo der Verkaufswert im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 gesunken ist (Frankreich, Österreich, Luxemburg). Deutsche Hersteller exportierten im Zeitraum seit Januar bis September 2013 Holztüren für 115 Mio. Euro, also um 4,5 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten Ein Rückgang wurde beim Verkauf auf fünf aus den sechs führenden Exportmärkten verzeichnet, und nur im Fall des größten Abnehmers, der Schweiz, stieg der Verkauf um 7,5 Prozent. Aus beinahe 190 Mio. Euro im Zeitraum seit Januar bis September 2012 auf 170 Mio. Euro in 2013 schrumpfte der deutsche Export von Aluminiumfenstern und -türen. Unter den fünf größten Abnehmern der deutschen Aluminiumfenster und -türen wurde ein niedrigerer Verkaufswert in Österreich, in den Niederlanden und in Großbritannien, und das Wachstum - in der Schweiz und in Frankreich verzeichnet. Der Exportrückgang von 10 Prozent bedeutet, dass der Anteil des Segments am gesamten Exportwert der Fenster und Türen aus Deutschland um 3 Prozentpunkte (PP), auf 15 Prozent zurückging. Rund um 8 PP sank der Anteil von Fenstern und Türen aus PVC. Seit Januar bis September 2013 verkauften die deutschen Hersteller auf ausländischen Märkten Fenster und Türen aus PVC für 230 Mio. Euro, also rund um 22 Prozent weniger als im demselben Zeitraum Ein niedrigerer Verkauf wurde auf allen für die deutschen Exporteure wesentlichen Absatzmärkten verzeichnet. Diagramm 8. Hauptrichtungen des deutschen Exports von Fenstern und Türen in dem Zeitraum I IX in den Jahren (in Mio. EUR). die Schweiz Saudi- Arabien I IX 2012 I IX 2013 Frankreich Österreich Niederlande Belgien Italien Großbritannien Luxemburg Polen Russland Dänemark die USA Der einzige in Polen PHI-zertifizierte Produzent von passiven PVC-Fenstern und Türen WIr laden zur zusammenarbeit ein mehr auf: 8

9 Diagramm 6. Export von Fenstern und Türen aus Polen, nach neun Monaten, aufgeteilt nach Marktsegmenten, in den Jahren (Angaben in Mrd. Euro). Fenster und Türen aus PVC Holzfenster Holztüren I IX 2012 I IX 2013 Fenster und Türen aus Stahl Fenster und Türen aus Aluminium Abnehmer der deutschen Fenster und Türen Weiterhin wird der meiste deutsche Export auf Märkte der EU-Länder gerichtet, aber die Bedeutung der Länder außerhalb der Gemeinschaft wächst ständig. Im Jahr 2011 verkauften deutsche Firmen außerhalb der EU 30 Prozent des Gesamtvolumens des Fenster- und Türenexports, im Jahr 2012 stieg der Anteil auf 34 Prozent, und seit Januar bis September auf 44 Prozent. Diese dynamische Änderung der Struktur im Vorjahr ergibt sich aus dem um 9 Prozent niedrigeren Verkauf an die EU-Mitglieder und dem rund um 43 Prozent höheren Verkauf an die Märkte außerhalb der EU. Der Export in die EU sank aus 700 Mio. Euro auf 640 Mio. Euro, der Verkauf außerhalb der EU stieg aus 350 Mio. Euro auf 500 Mio. Euro. Der Hauptabnehmer für deutsche Fenster und Türen ist die Schweiz, wohin seit Januar bis September Fenster und Türen für 205 Mio. Euro, also um 0,7 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2012, exportiert wurden. Interessanterweise schwankt der Anteil eines jeden Segments von Fenstern und Türen am Export in Diagramm 7. Export von Fenstern und Türen aus Deutschland, nach neun Monaten, aufgeteilt nach Marktsegmenten, in den Jahren (Angaben in Mrd. Euro). Fenster und Türen aus PVC I IX 2012 I IX 2013 Holzfenster Holztüren Fenster und Türen aus Stahl Fenster und Türen aus Aluminium die Schweiz von 18 bis 22 Prozent. Es bedeutet, dass der Exportwert in jedem Segment zwischen Mio. Euro schwankt. Dank dem riesigen Exportwachstum nach Saudi-Arabien ist dieses Land im Jahr 2013 der zweitgrößte Absatzmarkt für die deutschen Fenster und Türen geworden. Es ist aber zu betonen, dass beinahe 100 Prozent dieses Exports Stahlfenster und -türen ausmachen. Seit Januar bis September 2013 wurden nach Saudi-Arabien aus Deutschland Stahlfenster und -türen im Gesamtwert von 160 Mio. Euro exportiert. Fenster und Türen aus Deutschland für über 100 Mio. Euro wurden in den ersten neun Monaten 2013 auch in Frankreich und in Österreich verkauft. Auf den französischen Markt wurden deutsche Fenster und Türen für über 120 Mio. Euro geliefert, also 4 Prozent weniger, als im analogen Zeitraum Über 40 Prozent des Exports nach Frankreich fallen auf Fenster und Türen aus Stahl, und 35 Prozent - aus Aluminium. Der Wert der Ausfuhr nach Österreich schrumpfte um 12 Prozent, auf 105 Mio. Euro. 28 Prozent des Exports nach Österreich fallen auf Fenster und Türen aus Aluminium, 27 Prozent - aus Stahl, und 24 Prozent - aus PVC. Seit Januar bis September 2013 wurden in neun Länder Fenster und Türen aus Deutschland für Mio. Euro geliefert, und in die nächsten zehn - für 5-20 Mio. Euro. In über hundert Ländern in der ganzen Welt wurden auch Fenster und Türen für weniger als 5 Mio. Euro verkauft. Export aus Polen nach 3 Quartalen 2013 Polen ist der viertgrößte Hersteller und der Diagramm 9. Hauptrichtungen des polnischen Exports von Fenstern und Türen in dem Zeitraum I IX in den Jahren (in Mio Deutschland Großbritannien I IX 2012 I IX 2013 Frankreich Dänemark Tschechien Italien Belgien Slowakei Norwegen Schweden Niederlande Litauen Ungarn 9

10 zweitgrößte Exporteur der Fenster und Türen in der EU. Mehr noch, in den Segmenten der Fenster und Türen aus PVC und der Holzfenster ist dieses Land der Exportleader. Seit Januar bis September 2013 exportierten polnische Firmen Fenster und Türen im Gesamtwert von 875 Mio. Euro, also um 10 Prozent mehr als innerhalb von neun ersten Monaten Zum Exportwachstum trugen am meisten Exporteure von Holzfenstern, Fenstern und Türen aus Aluminium und Stahl bei. In den Segmenten der Holztüren sowie der Fenster und Türen aus PVC blieb der Exportwert auf dem dem Verkauf im analogen Zeitraum 2012 nahen Niveau. Seit Januar bis September 2013 wurden aus Polen Fenster und Türen aus PVC für 380 Mio. Euro, also um 0,8 Prozent weniger als im demselben Zeitraum des Vorjahres exportiert. Es war das einzige Segment, in dem eine Senkung des Exportwerts verzeichnet wurde. Die Senkung war zwar gering, aber wegen dem hohen Wachstum in anderen Segmenten ging der Anteil der Fenster und Türen aus PVC am gesamten Exportvolumen der Fenster und Türen aus Polen aus 48 Prozent auf 43 Prozent zurück. Fenster und Türen aus PVC aus Polen wurden für 130 Mio. Euro nach Deutschland (Rückgang um 1 Prozent), und für beinahe 45 Mio. Euro - nach Italien geliefert. Der Verkauf auf dem italienischen Markt stieg sogar um 53 Prozent, wodurch dieses Land der zweitgrößte Absatzmarkt für polnische Exporteure dieser Produkte geworden ist. Für 1/3 des Exportwerts von polnischen Fenstern und Türen ist das Segment der Holzfenster verantwortlich. Seit Januar bis September 2013 wurden Holzfenster für 290 Mio. Euro, also um runde 30 Prozent mehr als im analogen Zeitraum 2012 exportiert. Ein Wachstum wurde auf den vier größten Absatzmärkten für die polnischen Exporteure verzeichnet: in Großbritannien (um 22 Prozent, auf 75 Mio. Euro), Dänemark (um 3,5 Prozent, auf 60 Mio. Euro), Deutschland (um 130 Prozent, auf 60 Mio. Euro) und Frankreich (um 25 Prozent, auf 35 Mio. Euro). Die übrigen Fenster- und Türen-Segmente sind für das polnische Exportvolumen weniger bedeutend. Seit Januar bis September 2013 wurden aus Polen Holztüren für 88 Mio. Euro, also um 1 Prozent mehr, als im analogen Zeitraum 2012, Fenster und Türen aus Aluminium für 59 Mio. Euro (Wachstum um 21 Prozent) und aus Stahl für 58 Mio. Euro (Wachstum um 10 Prozent) exportiert. Foto: Fakro Der größte Absatzmarkt für die polnischen Exporteure von Fenstern und Türen ist Deutschland, wo innerhalb der ersten neun Monate 2013 Fenster und Türen aus Polen für 235 Mio. Euro, also um 21 Prozent mehr als im Zeitraum seit Januar bis September 2012 verkauft wurden. Für 56 Prozent des Exports nach Deutschland sind die Exporteure von Fenstern und Türen aus PVC, und für 25 Prozent - von Holzfenstern verantwortlich. Während der Exportwert von Fenstern und Türen aus PVC im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 um 1 Prozent sank, wurde im Fall von Holzfenstern ein Wachstum um 130 Prozent verzeichnet. In Deutschland wurden auch Holzfenster für 10 Mio. Euro, Fenster und Türen aus Stahl für 16 Mio. Euro und aus Aluminium für 17 Mio. Euro verkauft. Ein wichtiger Absatzmarkt für polnische Fenster und Türen ist Großbritannien. Seit Januar bis September 2013 wurden dort Fenster und Türen aus Polen für beinahe 95 Mio. Euro, also Diagramm 10. Dynamik des Exports von Fenstern und Türen nach drei Quartalen 2013 (analoger Zeitraum des Vorjahres = 100). 150 Deutschland Polen EU26* um kaum 5 Prozent mehr als im analogen Zeitraum 2012 verkauft. Auf den britischen Markt werden vorwiegend Holzfenster geliefert, die über 80 Prozent des Exportwerts von Fenstern und Türen ausmachen. Polnische Fenster und Türen für mindestens 50 Mio. Euro wurden auch nach Frankreich (85 Mio. Euro), Dänemark (79 Mio. Euro), Tschechien (55 Mio. Euro) und Italien (50 Mio. Euro) geliefert. Darüber hinaus wurden in neun Länder Fenster und Türen für Mio. Euro, und in einige zehn weitere für weniger als 10 Mio. Euro exportiert. Zusammenfassung Die zwei größten Exporteure von Fenstern und Türen in der EU entwickelten im Jahr 2013 intensiv ihren Verkauf auf ausländischen Märkten. Nach drei Quartalen verzeichneten deutsche Firmen ein Wachstum von 8,5 Prozent, und die polnischen - um 10 Prozent. Die Exportführer entwickelten sich also entschieden schneller, als die übrigen EU-Länder (das durchschnittliche Exportwachstum der übrigen 26 EU-Länder betrug 3,5 Prozent), aber diese Entwicklung erfolgte nur teilweise auf denselben Märkten. Die deutschen Firmen verzeichneten das größte Exportwachstum von Stahlfenstern und -türen in Saudi-Arabien sowie von Holzfenstern in der Schweiz, in Dänemark und in Belgien. Die polnischen Exporteure erzielten die größten Erfolge im Jahr 2013 auf dem deutschen, britischen und französischen Holzfenstermarkt sowie auf dem deutschen Markt für Aluminiumfenster und -türen. Es ist interessant, dass auf manchen Märkten die deutschen Firmen ein großes Verkaufswachstum, und die polnischen einen Rückgang (z.b. Holzfenster in Belgien) verzeichneten, und auf anderen die polnischen Exporteure gewannen, während ihre deutschen Wettbewerber schwächere Ergebnisse, als im analogen Zeitraum 2012 hatten (z.b. Holzfenster in Frankreich). Maksymilian Miros Centrum Analiz Branżowych Abnehmer der polnischen Fenster und Türen Anders als die deutschen Firmen, konzentrieren die polnischen Exporteure von Fenstern und Türen ihre Aktivitäten vorwiegend auf die EU-Märkte. Seit Januar bis September 2013 wurden in die EU-Länder Fenster und Türen für 800 aus 875 Mio. Euro verkauft - es sind 92 Prozent des Gesamtverkaufs auf den ausländischen Märkten Fenster und Türen gesamt *ohne Deutschland und Polen Fenster und Türen aus PVC Holzfenster Holztüren Fenster und Türen aus Stahl Fenster und Türen aus Aluminium 10

11 FENSTER AUS POLEN: GUT UND SCHNELL Seit einigen Jahren steigt das Interesse an Fenstern und Türen aus Polen. Woran liegt es, dass sie einen immer breiteren Kreis von Erwerbern in ganz Europa finden? An der guten Qualität? Am niedrigen Preis? Vielleicht an kurzen Lieferterminen? Jeder dieser Faktoren ist wohl von Bedeutung, denn Fenster und Türen aus Polen sind auf einem hohen, europäischen technischen Niveau ausgeführt, wobei sie Preise beibehalten, die für jeden Händler attraktiv sind. Eine beträchtliche Bedeutung hat auch die Tatsache, dass sie aus Polen schon nach 1-2 Wochen seit der Bestellung durch die Kunden geliefert werden können. Niemand macht heute in Europa Fenster so gut und so schnell wie die Polen. Technologie. Die Herstellung von modernen Einfachfenstern fing in Polen am Anfang der 90. Jahre an, wenn die deutschen Anbieter von Produkionsmaschinen und -stoffen polnische Abnehmer zu gewinnen begannen. Solche Marken wie Veka, Aluplast oder Schüco bauten östlich von der Oder sehr schnell ein Abnehmernetz für ihre Systeme, und die Anbieter der Maschinen: Wegoma, Rotox, Urban und andere begannen, ihnen immer mehr Fertigungsstraßen zu verkaufen. Nach ihnen kamen die deutschen Anbieter von Beschlägen. Winkhaus, Roto, Siegenia, G-U, die in Polen immer mehr Drehkippbeschläge, nicht nur für Fenster aus Kunststoffen, aber auch für Holz- und Aluminiumfenster verkauften. Die polnische Fensterund Türenindustrie adaptierte die deutschen Technologien und Stoffe sehr schnell und wurde einer der größten Absatzmärkte für die deutschen Produkte. Der am Anfang wachsende Baumarkt in Polen absorbierte beinahe jede Menge von Fenstern und Türen, die sich auf die Foto: Oknoplast 11

12 deutsche Technik und die polnische Fertigung stützten. Mit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 wurden die in Polen gefertigten deutschen Fenster immer kühner auch auf anderen EU-Länder-Märkten angeboten, und in jeder Saison wurden sie in ihren Konstruktionen immer fortgeschrittener. Qualität. Die anfänglichen Erfolge der Einfachfenster auf dem polnischen Markt waren mit der viel höheren Qualität im Vergleich zu den früheren Konstruktionen von Verbund- oder Kastenfenstern verbunden. Kleine polnische Betriebe, die von Grund auf gebaut wurden, entwickelten sich ganz schnell, gewannen Erfahrung und verbesserten die Produktionsprozesse. Sie investierten in immer modernere - vorwiegend deutsche oder italienische - Technologielinien. Mit den modernen Linien wurden dort auch immer stärker fortgeschrittene Produktions- und Qualitätsmanagementprozesse eingeführt. Das in den polnischen Betrieben allgemein durchgesetzte System ist ISO-9001, welches die Qualitätskontrolle von der Abnahme der Produktionsmaterialien und -rohstoffe, über die Kontrolle am Arbeitsplatz bis zur Überwachung und Reaktion auf Mängelrügen erlaubt. Heute ist bei jedem zählenden Fenster- und Türenhersteller in Polen das ISO-System eingeführt, und regelmäßige Kontrollprüfungen bei notifizierten Prüfstellen, wie z.b. das Institut in Rosenheim, erlauben ihm, Erklärungen über Foto: Sokółka Okna i Drzwi die Gebrauchseigenschaften der Erzeugnisse verantwortlich abzugeben und die Erzeugnisse mit dem CE-Zeichen zu kennzeichnen. Produktivität. Die Verbesserung der Produktionsprozesse und die ständige Modernisierung des Maschinenparks führten zur ständigen Steigerung der Produktivität von Fertigungsstrassen in polnischen Betrieben. Die weit gegangene Automatisierung, in Verbindung mit den immer niedrigeren Arbeitnehmerkosten und günstigen Beschaffungspreisen bei deutschen Anbietern, führten zur Stabilisierung der Produktionskosten auf dem niedrigsten Niveau in Europa. Niedrigere Kosten machten es möglich, wettbewerbsfähigere Preise anzubieten, was wiederum die Zahl der Bestellungen erhöhte und eine größere Produktionsskala verursachte. Die größere Skala erzwang weitere Modernisierungen der Fertigungsstrassen, was ihre ständig wachsende Produktivität zur Folge hatte. Dadurch funktionieren heute in Polen Betriebe, die innerhalb eines Tages mehrere Tausend Stück Fenster herstellen, und der Prozess der Auftragsabwicklung kann seit der Erteilung bis zur Anlieferung des fertigen Erzeugnisses beim Kunden nicht länger als 7 Tage dauern. Flexibilität. Die ständige Modernisierung der Fertigungsstrassen bei Fensterfabriken, Einführung von eigenen Furnierlinien für Profile, Stellen zum Bogenbiegen oder selbständige Produktion von Glasverbunden - all das trug zu hoher Flexibilität der Produktion bei. Dadurch stellt die Abwicklung der untypischen Bestellungen bei polnischen Betrieben kein Problem dar und hat einen lediglich geringen Einfluss auf die Produktivität, und in der Folge auf die Kosten. Es sieht selbstverständlich unterschiedlich bei unterschiedlichen Betrieben aus, anders bei der Bearbeitung von Kunststoffrahmen, als von Holzrahmen, generell aber darf man sagen, dass es keine Fensteroder Türform gibt - soweit sie nur geometrisch möglich ist - die heute in einer polnischen Fabrik nicht ausgeführt werden könnte. Preis. Die Automatisierung von Produktionsprozessen, die ständige Qualitätskontrolle, Erhöhung der Produktivität und der Produktionsskala trugen dazu bei, dass die Polen die niedrigsten Produktionskosten in Europa erreichten. Das ermöglichte wiederum eine hohe Flexibilität in der Gestaltung der Preispolitik. Es muss jedoch zugegeben werden, dass nicht alle Hersteller in Polen diese Politik fachkundig, in der Harmonie mit dem Markt gestalten konnten. Nach dem anfänglichen Berauschen an Exporterfolgen, die sich auf die Politik der niedrigen Preise stützten, korrigierten die meisten Exporteure zum Glück ihre Kalkulationen, und die Fragen der Endverbraucherpreise übergaben sie in die Hände der Vertreiber - ihrer Handelsvertreter auf dem jeweiligen Landesmarkt. Sie gestalten heute praktisch die Endverbraucherpreise und harmonisieren sie mit der aktuellen Marktlage. Die Popularität der polnischen Fenster und Türen unter deutschen, französischen oder italienischen Händlern ergibt sich nicht aus einer besonderen Sympathie für das Land an der Weichsel, aber aus konkreten Vorteilen, die deren Verkauf auf den Märkten ihrer Länder bringt. Polnische Erzeugnisse auf der Basis von deutschen Stoffen oder Bauteilen, die mit deutschen Maschinen, unter den von deutschen Anbietern bestimmten technologischen Regimes hergestellt werden, stehen ihren deutschen oder italienischen Entsprechungen wenig nach. Im Gegenteil - sie übersteigen sie an Funktionalität, einer breiteren Farb- und Formenpalette, Flexibilität bei der Auswahl von Zusätzen. Sie haben alles, was die Händler am meisten schätzen: die Sicherheit der Produktqualität, die Sicherheit einer schnellen Lieferung, eines günstigen Preises und eines professionellen Garantieservices. Diejenigen, die mit Fenstern und Türen aus Polen bereits handeln, geben meistens zu: niemand macht heute Fenster so gut, so billig und so schnell wie die Polen. Wer es nicht glaubt - soll versuchen... Jan Stolczyk 12

13 POLNISCHE FENSTER IN EUROPA Foto: Oknoplast In unterschiedlichen Publikationen lässt sich in der letzten Zeit die Überlieferung bemerken, dass die polnischen Fenster und Türen auf dem europäischen Fenster- und Türenmarkt vorherrschen. Anschließend kamen die Befürchtungen der Branchenverbände, dass die Ausfuhr aus Polen eine Gefahr für die örtlichen inländischen Hersteller darstellen kann. Die Zahlen zeigen jedoch, dass diese Befürchtungen völlig unbegründet sind. Das Angebot aus Polen ist nicht nur keine Gefahr - es ist sogar eine hervorragende Ergänzung des Angebots für Bauherren. Der Wert des europäischen Fenster- und Türenmarkts übersteigt in den letzten Jahren regelmäßig die Schwelle von 40 Mrd. Euro, während der Wert der polnischen Produktion kaum 2,5 Mrd. Euro erreicht. Es bedeutet, dass der polnische Anteil an diesem Markt nicht höher als ein Paar Prozent ist. In Europa funktionieren Landesmärkte, die viel größer sind, als die ganze Produktion in Polen. Der deutsche Markt stellt Fenster und Türen im Gesamtwert von 8,7 Mrd. Euro, der italienische Markt 6,8 Mrd. Euro, nicht viel weniger, denn 6,35 Mrd. Euro der französische Markt, und der britische Markt beinahe 5 Mrd. Euro her. Vor diesem Hintergrund sieht die polnische Produktion mit dem Gesamtwert gegen 2,35 Mrd. Euro, wie man sieht, nicht besonders beeindruckend aus. Fensterexporte aus Polen Hat die Bedrohung durch den polnischen Export somit eine reale Begründung? Es reicht nur ein Blick auf den deutschen Markt, wo die Polen am meisten exportieren, um sich zu überzeugen, dass es auch ein Mythos ist. In Deutschland werden jedes Jahr Fenster und Türen im Wert von beinahe 8 Mrd. Euro verkauft, darunter übersteigt der Verkauf von Fenstern und Türen aus Polen lediglich 260 Mio. Euro. Es ist leicht zu bemerken, dass es weniger als 3,3 Proz. des Gesamtwerts ist. Lediglich drei von hundert in Deutschland verkauften Fenstern und Türen stammen aus dem Land an der Weichsel. Einen noch geringeren Anteil haben die polnischen Erzeugnisse an den Märkten in Italien, Frankreich und Österreich oder in Großbritannien. Überall dort hat das polnische Angebot einen geringen, um nicht zu sagen, einen wenig bedeutenden, quantitativen Einfluss auf den Markt. So herrschen die Polen auf keinem der inländischen Märkte in Europa vor und sie werden dort mit Sicherheit nicht vorherrschen. Die Erzeugnisse aus Polen stellen für inländische Investoren lediglich eine Erweiterung und Abwechslung ihres Angebots dar. Ergebnisse des vergangenen Jahres, das die nächste Saison mit wachsendem Interesse an Fenstern aus Polen war, zeugen davon, dass es ein für den Handel attraktives Angebot ist. Wie das Centrum Analiz Branżowych (Zentrum für Branchenanalysen)* berechnet hat, haben im Vorjahr 4,8 Mio. polnische Fenster die Auslandsmärkte erreicht, was bedeutet, dass die Höhe des Exports im Vergleich zu 2012 um beinahe 10 Prozent gestiegen ist. Am meisten im Segment der Holzfenster. Somit erreicht der quantitative Anteil der auf ausländischen Märkten verkauften Fenster am gesamten Verkaufsvolumen der polnischen Hersteller schon 40 Prozent. Einen Exportanteil von über 60% hatten die PVC-Fenster (3,2 Mio. Fenster), einen Drittel stellten die Holzfenster dar (1,5 Mio.), und lediglich 2 Prozent - Metallfenster (0,1 Mio.). Der größte Abnehmer für Fenster aus Polen bleibt Deutschland, wonach auch im Jahr 2013 über eine Million von Fenstern exportiert wurde. Weiter folgen: Tschechien, Frankreich, Dänemark und die Slowakei. Fenstermarkt in Polen Obwohl die Polen in Europa nicht vorherrschen, sind sie tatsächlich ein zählendes, denn das hinsichtlich des Produktionswerts von 13

14 Fenstern und Türen fünftgrößte, EU-Land. Mit der Produktion von Fenstern und Türen im Wert von 2,35 Mrd. Euro erhielt Polen im Jahr 2013 den ca. 6-prozentigen Anteil am EU- Markt. Nur im Fensterbereich wurden in Polen im vorigen Jahr beinahe 12 Mio. Einheiten im Gesamtwert von über 1,5 Mrd. Euro hergestellt. Trotz eines geringen Wachstums des Produktionswerts im Vergleich zum Jahr 2012 ist die Zahl der in Polen hergestellten Fenster aber um 1,5 Proz. gesunken und war die niedrigste seit Der Rückgang der Produktionshöhe wurde in jedem Segment verzeichnet, und im Segment der Kunststofffenster betrug er ein Paar Prozent w Wenn die ganze Fensterproduktion gesunken und der Auslandsverkauf gestiegen ist, würde es bedeuten, dass der Rückgang des Inlandsverkaufs noch tiefer war. Aus den Berechnungen des Zentrums für Branchenanalysen ergibt sich tatsächlich, dass im vorigen Jahr im ganzen Land ca. 7 Mio. Fenster verkauft wurden, also ca. 10 Prozent weniger als im Jahr Es bedeutet, dass es das vierte Jahr in Folge mit einem Verkaufsrückgang war. Über 80 Prozent der verkauften Menge in Polen stellten im Jahr 2012 Kunststofffenster, 17 Prozent - Holzfenster, und ca. 2,5 Prozent - Metallfenster (aus Stahl oder Aluminium) dar. Die Marktführer in Polen sind im Segment der vertikalen Fenster in der vorigen Saison die Firmen: Drutex aus Bytów und Dobroplast aus Zambrów mit dem Verkauf von beinahe 50 Mio. Euro geblieben. Über 25 Mio. Euro aus dem Verkauf auf dem Inlandsmarkt haben auch: Oknoplast aus Kraków sowie Eko-Okna aus Kornice erarbeitet. Es ist aber auch zu bemerken, dass auf polnischem Markt auch solche Großunternehmen verkaufen wie: das schwedische Inwido, das dänische Velux oder das deutsche Roto. Auch viele kleinere Hersteller aus Deutschland haben hier ihre Produktionsbetriebe lokalisiert. Die Leistungen der polnischen Fensterhersteller im vorigen Jahr zusammenfassend können zwei Firmengruppen unterschieden werden: diejenigen, die exportieren und dadurch ihren Verkauf entwickeln sowie diejenigen, die ausschließlich auf dem inländischen Markt tätig sind. Die anderen spürten viel stärker die Folgen der Flaute im Bauwesen und den deutlichen Rückgang der Nachfrage nach ihren Erzeugnissen. Die eben vergangene Saison hat diese Diskrepanzen noch vertieft, denn aus den vorläufigen Zusammenfassungen des Jahres Diagramm: Fensterexport an die größten Abnehmer in den Jahren (in Tsd. Stück) Deutschland Tschechien Frankreich Dänemark Slowakei Großbritannien Belgien Italien Ungarn Litauen Schweden Norwegen Struktur der Fensterproduktion in Polen im Jahr Holz 17 Proz. Metall 2,4 Proz. PVC 80,6 Proz ergibt sich, dass der Export um 10 Prozent gestiegen, aber der Inlandsverkauf in Polen wieder gesunken ist. Probleme der Firmen, die keinen Außenhandel führen, vertiefen sich. Dank der wachsenden ausländischen Nachfrage ist aber die Fensterproduktion in Polen auf dem Niveau des Vorjahres geblieben oder sie war minimal niedriger. Die Prognosen für das Jahr 2014 sagen dagegen über die Rückkehr auf den Wachstumspfad. Die Produktion wird im Vergleich zum Jahr wie das Zentrum für Branchenanalysen vorsieht - um ein Paar Prozent höher sein, was in der Herstellung von ca. 12,5 Mio. Fenstereinheiten seinen Ausdruck findet. Und obwohl die Polen immer noch in Europa nicht vorherrschen werden, werden sie weiterhin dort zählen, und die polnischen Fenster und Türen werden weiter eine Visitenkarte für die mögliche fruchtbare Zusammenarbeit mit der ganzen polnischen Baustoffindustrie darstellen. Robert Klos Centrum Analiz Branżowych * Quelle: Bericht des Centrum Analiz Branżowych: Branża okien i drzwi w Polsce. Wstępne wyniki sprzedaży w 2013 roku i prognoza na 2014 rok. (Die Fenster- und Türenbranche in Polen. Vorläufige Verkaufsergebnisse und Prognose für das Jahr 2014.) Warschau, Dezember

15 GUT SEGMENTIERTER MARKT Foto: Wiśniowski Auf dem Garagentoren-Markt sind in Polen mehrere große Firmen tätig, aber Hersteller, die in ganz Polen zählen, gibt es über zwanzig. Spitzenpositionen haben: Wiśniowski, Krispol, Legbud, Bigtor, DK-Prof. Die wichtigsten Importeuere sind: Hörmann, Novoferm und Normstahl. Importiert werden auch Sektionaltore aus China, wie auch aus Litauen, Russland, den USA und Kanada. Darüber hinaus werden die örtlichen Märkte durch eine große Gruppe von kleinen Toren- Zusammensetzer bedient, die fertige Komponenten nutzen. Kontrollierte Qualität Das Vertriebssystem für Garagentore ist in Polen ähnlich, wie im Fall von Fenstern. Die Hersteller liefern üblicherweise ihre Erzeugnisse an das Händlernetz, welches den Einzelmarkt bedient. Die größten Anbieter beschäftigen sich nicht mit der Bedienung des Endkunden, es sei denn es sich um eine ernstere (im Wert von mehreren hundert Tausend oder Millionen handelt) Investition handelt. Auf dem Markt gibt es auch Vertreiber von Toren, die einzeln oder in einer Kaufgruppe handeln. Zu den letzteren können Astrum und GP System gerechnet werden. Außer der Kundenbedienung in eigenen Verkaufspunkten verkaufen diese Gruppen Tore an kleinere Handels- und Montagefirmen. Alle auf den polnischen Markt einzuführenden Garagentore sollen gemäß der Norm PN- EN :2005 Tore. Erzeugnisnorm. Teil 1: Erzeugnisse ohne Merkmale hinsichtlich der Brandsicherheit oder Rauchdichtigkeit erzeugt werden. An diese harmonisierte Norm beziehen sich die Erklärungen und Kennzeichnungen mit dem CE-Zeichen. Die Hersteller und Importeure sind verpflichtet, dem Nutzer eine vollständige Information über das Produkt zu liefern. Dazu dient die harmonisierte Leistungserklärung (LE). Das Recht sieht jedoch Ausnahmen vor. Für individuell gefertigte Bauprodukte, für Bauprodukte, die auf der Baustelle entstehen sowie solche, die auf traditionelle Weise oder in einer der Erhaltung des kulturellen Erbes angemessenen Weise gefertigt werden, ist die Erstellung einer LE nicht erforderlich. Für kleine und mittlere Unterneh- 15

16 Diagramm: Schätzungsweise Umsätze der auf dem Garagentoren-Markt in Polen tätigen Firmen. Wiśniowski Hörmann Krispol DK-Prof. Normstahl Novoferm Big Tor Legbud Beditom men werden auch vereinfachte Methoden zur Bestimmung des Typs ihrer Erzeugnisse zugelassen. Wir hoffen, dass die polnischen Durchführungsvorschriften diese Verfahren bald entsprechend präzisieren. Mit Vorteil für die Qualität der Erzeugnisse und für die Kunden. Von Nahem gesehen Es reicht nur, durch die in Polen vor über zehn Jahren gebauten Wohnsiedlungen zu fahren, um festzustellen, dass in dieser Zeit Schwingtore vorherrschten. Die Kunden wählten die billigste Option: einen Flügel mit senkrechter Stanzung in braun oder weiß. Manchmal entschieden sie sich für eine teurere Lösung mit Wärmeisolierung des Flügels. In neuen Gebäuden, in denen die Garage einen Teil des Wohnhauses bildet, ist es heutzutage schwer, ein Tor mit einem Schwingflügel aus Trapezblech zu bemerken. An diese Stelle ist ein nach oben öffnendes Sektionaltor getreten. Schwingtore und zweiflügelige Tore werden jetzt vorwiegend für freistehende Garagen und Wirtschaftsgebäuden verwendet. Die Wende ist innerhalb der letzten 10 Jahre erfolgt, wahrscheinlich infolge der immer teurer werdenden Energie und der Änderungen der Preisverhältnisse. Ein typisches Sektionaltor ist nicht viel teurer als ein wärmeisoliertes Schwingtor, übertrifft es aber mit den für den Kunden wesentlichen Parametern. Für den Benutzer sind jetzt: eine hohe Wärmedämmung, ein entsprechendes Design und die Ausmaße der Durchfahrt wichtig. Diese Erwartungen erfüllt das Sektionaltor am besten. Seine hohe Wärme- und Schalldämmung ergibt sich aus den angewendeten Flügelelementen. Es sind 40 mm, 42 oder 45 mm dicke Segmente aus doppeltem Stahlblech, mit PU-Schaumfüllung. Die mobilen Verbindungen zwischen den Segmenten werden mit Schaum verdichtet. Die seitlichen Dichtungen isolieren die Stoßstelle zwischen dem Torflügel und den Führungen, die horizontalen - die Stoßstellen zwischen dem Sturz und dem Boden. Die Sektionaltore reduzieren nur geringfügig die Lichthöhe der Durchfahrt der Toröffnung. Im Gegensatz zu den Schwingtoren und zweiflügeligen Toren benötigen sie keinen freien Platz vor der Garage. Sie arbeiten leichter als die Schwingtore und sind sicherer. Die Form der Toröffnung spielt keine Rolle, sie passen sowohl zu rechteckigen, Trapez-, wie auch Bogenöffnungen. Dank mehreren Führungssystemen ist es möglich, das Tor an die Einbaubedingungen in der Garage anzupassen. Jeder Anbieter hat Sektionaltore mit Flachund Hochprägung, mit Kassettenprägung und ohne Prägung im Angebot. Darüber hinaus werden asymmetrische waagerechte Prägungen, senkrechte Ellipsen und die sog. Mikrowelle angeboten. Es ist möglich, den Torflügel mit Holz zu füllen. Noch vor einigen Jahren war die äußere Oberfläche mit der sog. Woodgrain-Struktur - die ungehobeltes Holz imitiert - der Standard bei Sektionaltoren. Heute wählen die Kunden häufiger eine glatte Oberfläche, die durch das Bekleben des Blechs mit der Renolit-Folie, identisch wie bei Fenstern und Türen aus PVC, erreicht wird. Es wird dadurch möglich, alle Elemente der Außenfenster und -türen im Haus ideal aneinander abzustimmen. Die populärsten Farben sind: goldene Eiche und Nussbaum. Etwas seltener wird Mahagoni gewählt. In werden auch graue Farben, vor allem Anthrazit sowie andere holzähnliche Furniere: dunkle Eiche, Winchester, Macore. In Sektionaltoren können Fenster, Durchgangstüren und Dekorationselemente angewendet werden, aber diese Zusätze werden selten bestellt. Standard wird dagegen der elektrische Antrieb. Insbesondere bei großen Toren, für Garagen mit zwei Stellplätzen. Die populärsten Anbieter von Garagenautomatik sind: Nice, Faac, Somfy, Came, Key, Beninca. Neben den nach oben öffnenden Toren sind auch seitlich öffnende Sektionaltore erhältlich. Trotz vielen Vorteilen erfreuen sie sich noch keines Interesses der Kunden. Mehr Licht Für Schwingtore entscheiden sich heute Kunden mit ungeheizten frei stehenden Garagen. Sie haben keine besonderen Anforderungen an die Thermik und Dichtheit des Tors. Sie erwarten kein ausgesuchtes Design. Das Tor soll einigermaßen billig, funktionell und beständig sein. Die populärsten Farben sind braun oder weiß, aber für denselben Preis kann man ein Tor in über zehn Farben aus der RAL- oder BTX-Palette kaufen und gegen Zuschlag - mit holzähnlichen Furnieren goldene Eiche und Nussbaum. Standard ist niedrige senkrechte Stanzung, möglich ist aber auch eine waagerechte und sog. Fischgrätenmuster. Das Schwingtor kann mit einem Elektroantrieb ausgestattet werden, genauso wie das Sektionaltor. Bei kleinen Toröffnungen ist ein Argument gegen den Kauf eines Schwingtors die erhebliche Reduzierung der Lichthöhe der Durchfahrt. Das von der Außenseite montierte Ein- oder Zweiflügeltor hat ähnliche Gebrauchsmerkmale wie das Schwingtor, erlaubt es aber, die volle Lichthöhe der Durchfahrt zu erhalten. Es hat aber auch einen wesentlichen Nachteil: es braucht mehr Platz vor der Garage. Deshalb wird es immer seltener in polnischen Häusern verwendet. Es gibt Situationen, wenn der einzig mögliche Verschluss der Garage ein an der Fassade montiertes Rolltor ist. Es passiert in Gebäuden, in denen der Sturz fehlt oder unter der Decke Gas- und Heizungsrohre verlaufen. Träumt der Kunde in dieser Situation von einem automatischen Tor, so ist er dann auf das von Außen montierte Rolltor angewiesen. Es ist die teuerste der dargestellten Lösungen. Sie hat auch viele Mängel, wie die schwache Wärmedämmung und Rissempfindlichkeit des Flügels. Garagen-Weissagung Aus den Veränderungen der letzten Jahre kann geschlossen werden, dass sich die Dominanz der Sektionaltore etabliert. Umso mehr, dass die Hersteller das Design dauernd erweitern. Es sind bereits mehrere zehn holzähnliche Farben, sowie die vollständige RAL-Palette, einschließlich Sondereffekten, wie: perlmuttern, metallisiert, fluoreszierend, erhältlich. Problemlos findet der Kunde ein Sektionaltor mit Holzbekleidung oder ein eine alte Wagenschuppen- Pforte imitierendes Tor. Da die Dämmung dieser Tore das mit Fenstern vergleichbare Niveau erreicht hat, kommt wohl bald die Phase eines Kampfes um eine thermische Montage. Manche suchen jetzt bereits die Möglichkeit, die Stoßstelle zwischen dem Blendrahmen und der Mauer zusätzlich zu isolieren. Eine Maßnahme, die wohl an den Produzenten vom Markt erzwungen wird, wird die Verbesserung der Aufbruchsicherheit der Tore sein. Wenn in polnischen Garagen immer häufiger Autos für mehrere hundert Tausend Zloty stehen, lohnt es sich wohl, daran zu arbeiten? Wiesław Klimczak 16

17 DER ALUMINIUMBRANCHE GEHT ES GUT Es wird oft über die Krise in der europäischen Bauwirtschaft gesprochen und geschrieben. Es ist daher zu überlegen, ob die Krise auch die Lieferanten für Aluminiumkonstruktionen betroffen hat. Ergebnisse der größten Gesellschaften, die in der Branche der Aluminiumbausysteme in Polen tätig sind, scheinen dem zu widersprechen. Foto: Aluprof Der größte Anbieter auf dem polnischen Markt die Firma Aluprof hat ein bedeutendes Verkaufswachstum in den letzten Jahren verzeichnet: um 19 Proz. in 2011, um 11 Proz. in 2012, aber auch um einige Prozente in der letzten, für alle schwierigeren Saison. Geht es also vielleicht dem Baumarkt in Polen gar nicht so schlecht? Wir möchten daran erinnern, dass sich die Preise für Aluminiumstoffe im Jahr 2011 auf einem hohen Niveau bewegten. In den ersten zwei Quartalen betrug der durchschnittliche Preis für Aluminium über 2400 USD pro Tonne. Erst im Dezember ist der Preis auf unter 2000 USD pro Tonne gefallen. Im Jahr 2012 blieb die sinkende Tendenz bestehen, die Preisschwankungen waren aber viel niedriger. Diese Tendenz blieb auch in der letzten Saison erhalten. Es ist zu betonen, dass die polnische Aluminiumbranche gegen Währungskursschwankungen empfindlich ist. In diesem Fall konnten die letzten Jahre für polnische Gesellschaften günstig sein, die mit westeuropäischen Firmen ruhig konkurrieren konnten, weil sie ihre Produkte für Preise angeboten haben, die in polnischen Zloty gerechnet waren. Es ist in der Struktur des polnischen Marktes sichtbar, wo der polnische Lieferant - Aluprof der Marktführer ist, und seit mehreren Jahren die weiteren Positionen zwischen Ponzio, Yawal und Aliplast geteilt sind. Ein anderer Spitzenspieler aus den ersten fünf - Reynaers aus Belgien - hat die letzten Jahre zu den gelungenen nicht gerechnet. Ein Umsatzwachstum hat dagegen der namhafte deutsche Hersteller - Schüco verzeichnet, der vor allem auf dem Vertrieb für Objekte (kommerzieller Markt) basiert. In 2012 waren die Ergebnisse aber schwächer als erwartet, und die letzte Saison hatte auch bei ihnen deutliche Rückgänge der Bestellungen zur Folge. Es könnte scheinen, dass auf die Firmenergebnisse in den Jahren die Organisation der Europameisterschaft im Fußball einen bedeutenden Einfluss hatte. Denn aus dem öffentlichen Sektor des Marktes ist der Großteil der Aufträge ausgegangen, welche an Firmen gerichtet waren, die sich auf Lieferungen der architektonischen Systeme spezialisieren. Es ist jedoch deutlich sichtbar, dass in den letzten Jahren in der Aluminiumbranche viel los ist, nicht nur in Verbindung mit der Meisterschaft. Einen positiven Einfluss auf ihre Entwicklung haben die Verschärfung der Anforderungen, 17

18 Foto: Aluprof die an die Energieeffizienz der Scheidewände gestellt werden, wie auch die Entwicklung der modernen Technologien für die Bauwirtschaft. Für neu gebaute Objekte lassen die Investoren immer häufiger das Zertifizierungsverfahren Green Building durchführen. Der deutsche Lieferant der Aluminiumsysteme für die Bauwirtschaft, Schüco, wirbt bereits seit einigen Jahren für seine Produkte unter dem Motto Grüne Technologie - heutzutage Energy3. In diesem Bereich bietet er komplette Lösungen an, von energiesparenden Anstrichen für Gebäuden bis zu Systemen für die Rückgewinnung und Nutzung der Wärme (Sonnenkollektoren, Photovoltaik, Wärmepumpen). Es ist mit der Entwicklung der traditionellen Scheidewände aus Aluminium und Glas aus den Gruppen HI (High Insulation) und SI: Fassade FW50+HI, Fenster und Türen aus der Gruppe AWS75SI, AWS90SI+ verbunden. Auch der andere auf dem polnischen Markt vertretene deutsche Hersteller von Aluminiumsystemen - Wicona, wirbt für ähnliche Lösungen. Er ist zwar entschieden weniger erkennbar als Schüco, aber auch seine Produkte zeichnen sich durch genauso hohe Qualitäts- und Funktionsmerkmale aus - wir meinen hier die intelligenten Multifunktionsfassaden Wictec TEmotion, die Pfosten-Riegel-Fassaden mit hoher Wärmedämmung Wictec 50HI, oder die neue Fensterlinie EVO (Wicline 77HI). Ähnliche Produktlinien können wir bei einem anderen westlichen Lieferanten beobachten. Die Firma Reynaers hat ihr Angebot mit dem neuen Fenster- und Türen-System CS104 ergänzt. Bisher waren die Hauptprodukte für die höchsten Anforderungen die Fassaden CW50HI und die Fenster CS86HI. Auffällig ist auch die Tendenz, an alte, wie es scheint, Konzepte anzuknüpfen, wie beispielsweise Kastenfenster. Die modernen Lösungen, Foto: Selt die es ermöglichen, günstige technische Parameter zu erlangen, sind auch durchaus ästhetisch, sie erfüllen die schärfsten Erfordernisse der Architekten. Es sind hier Produkte solcher Firmen zu erwähnen, wie: Schüco (AWS105CC.HI), Wicona (Wicline 125, TOP-Window), oder Reynaers (CS77VF). Ein unbestrittenes Plus derartiger Lösungen ist auch ein guter Lärmschutz und die Möglichkeit, Sonnenschutzjalousien zwischen die Flügel einzufügen. Moderne Aluminiumkonstruktionen bedeuten nicht nur den Wärmeschutz, es ist auch die Bestrebung, eine maximal große Fläche der Verglasung zu erreichen. Obwohl es schwer zu vereinen scheint, geht die Entwicklung der modernen Technologien auch in diesem Fall sehr schnell voran - 2-Scheiben-Verglasung mit sehr hohen Parametern ist heute bereits ein Standard. Niemand mehr wundert sich über den gewonnenen U g -Wert auf dem Niveau von 0,5 W/m 2 K, bei gleichzeitiger Erfüllung strenger Anforderungen an die Selektion der Lichtenergie, der akustischen oder einbruchhemmenden Parameter. Obwohl die technischen Möglichkeiten der Aluminiumkonstruktionen immer noch größtenteils eine Beschränkung darstellen, bemühen sich ihre Hersteller, diesen Herausforderungen entgegen zu kommen. Fassade mit Glas mit dem Gewicht von 500 kg? Öffnende Fenster mit dem Gewicht von 200 kg? Bitte sehr - es sind individuelle Lösungen, aber durchaus möglich! Bei der Überwindung der Beschränkungen kann in diesem Fall die Einführung des Vakuumglases zur Serienproduktion und zum Vertrieb helfen - das Gewicht der Scheibe wird dann bei der Beschränkung der Tragfähigkeit der Konstruktionselemente keine entscheidende Rolle mehr spielen. Es ermöglicht die Verwirklichung von kühnsten Ideen der Projektanten und Architekten. Wie sehen die polnischen Produzenten und die sonstigen Wettbewerber vor dem Hintergrund der dargestellten westlichen Firmen aus? Die Entwicklung der einheimischen Systeme ist erstaunlich. Aluprof hat zum Standardvertrieb moderne Elementfassaden eingeführt. Zusätzlich legt sie einen hohen Druck auf thermische Parameter ihrer Lösungen. Bereits vor zwei Jahren präsentierte sie in München das Fenstersystem MB-86ST/SI/Aero und Fassaden MB-TT50, die ein großes Interesse erweckten. Sie entwickelt auch neue Fassadensysteme MB-SR50N, welche die Anwendung des 2-Scheiben-Glases ermöglichen, darunter auch die Semi-Structural-Glazing-Fassaden MB-SR50N Effekt. Der weitere polnische Systemanbieter - Yawal bemüht sich auch, mit der Konkurrenz Schritt zu halten - davon zeugen die neuen Fenster der Serie TM77HI und die Pfosten-Riegel-Fassade FA50N, die sich durch einen hohen Wärmeschutz kennzeichnet. Die sonstigen Hauptspieler auf dem Markt entwickeln auch ihre Produkte. Ponzio hat ihr Angebot für Fenster-Türen-Systeme erweitert, indem sie das bestehende System PE78 um neue thermische Lösungen - PE78HI modifizierte. Bei Fassaden haben wir eine ähnliche Situation - eine Ergänzung des Systems PF152 ist das System mit der erhöhten Wärmedichtung PF152HI. Ein ähnliches, wenn nicht reicheres Angebot hat Aliplast - die Fenster- und Türensysteme Superial wurden zusätzlich um neue Lösungen erweitert - das System Star, das mit der Einbautiefe mit dem System CS104 von Reynaers oder AWS90SI+ von Schüco konkurrieren kann, oder die Pfosten-Riegel-Wände der Serie MC Passive. Auch bei dem Neuling auf dem polnischen Markt - der Firma Blyweert Aluminium ist dieselbe Tendenz sichtbar: die Grundsysteme werden mit technischen Neuheiten ergänzt. So finden wir in ihrem Angebot moderne 18

19

20 Fassaden aus der Linie Hera und innovative Fenstersysteme Triton HI, die auf der Labyrinth- Isolationstechnik basieren (spidertechnology). Es ist zu bemerken, dass die Firma Blyweert Aluminium dieses System patentierte, und seine Herstellung in Polen dank EU-Fördermitteln angefangen wird. Das, was die Haupttendenzen im kommerziellen Bau bestimmt, hat auch im Einfamilienbau Anwendung. Der individuelle Kunde ist heute technisch gut ausgebildet und sehr anspruchsvoll. Es macht sich die Tendenz zum Verdrängen der bisher populären Stoffe für Glaseinbau - also PVC und Holz - durch Aluminium sichtbar. Wegen seiner Leichtheit, Beständigkeit und Ästhetik wird es immer häufiger in Einfamilienhäusern, auch in den sog. Passivhäusern verwendet. Denn Aluminium zeichnet sich, neben den bereits erwähnten Merkmalen, durch eine hervorragende Witterungsbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit aus und gewährleistet die Brandschutzsicherheit. Es wird in Polen nicht mehr mit einem kalten Stoff assoziiert und findet in den früher erwähnten Lösungen Anwendung: auch Aluminiumfenster sind energiesparend und garantieren die Beibehaltung der entsprechenden Koeffiziente der Wärmedichtung. Neben dem traditionellen Einbau hat Aluminium eine immer breitere Anwendung in Schiebetüren und Hebe- und Schiebetüren. Unter den populärsten Produkten auf dem polnischen Markt sind folgende Systeme zu nennen: ASS70HI von Schüco, CP155/155-LS von Reynaers, oder MB-77HS von der Firma Aluprof. Moderne Beschläge ermöglichen die Herstellung von sehr großen Türen, deren Gewicht nicht selten 300 kg überschreitet. Die Idee, aus dem Wohnzimmer in den Garten ausgehen, wird dadurch ganz realistisch - denn es verwischt sich die Grenze, wo das Haus endet und der Garten beginnt. Die Lage auf dem sog. Hauptmarkt ist ganz anders - im Mehrfamilienbau und Dienstleistungsbau werden meistens vom Gesichtspunkt Foto: Aluprof der Wärmelösungen aus ziemlich arme Konstruktionen verkauft, die jedoch alle Erfordernisse der geltenden Normen erfüllen. Es sind vor allem Systeme mit Einbautiefe von mm, die sich im Angebot aller zählenden Systemanbieter befinden, wie auch innere Dichtungen ohne thermisch verbesserte Abstandhalter. Populär sind auch Brandschutz-Dichtungen. Bisher war es ein Segment, das hauptsächlich von Stahlsystemen beherrscht war (Jansen). Eine dynamische Entwicklung des Sektors der Brandschutzprodukte aus Aluminium bedeutet eine größere Konkurrenz, und was daraus folgt - die Senkung der Preise für fertige Erzeugnisse. Bisher lagen im Fokus der Brandschutzuntersuchungen die Schaufensterkonstruktionen, Türkonstruktionen und Pfosten-Riegel-Fassaden in der Klasse EI15/30/45/60. Heutzutage sehen wir Tendenzen zur Erweiterung der Feuerklassifikation aus 60 Min. (auf dem deutschen Markt - über 90 Min.) - auf 120 Minuten. Über derartige Produkte verfügt heutzutage die schwedische Sapa, die sich seit langem auf Brandschutzlösungen spezialisiert (System Thermo 92 EI 120) und Jansen (System Economy E 120). Die Feuerklassifikation EI120 haben auch Systeme von polnischen Herstellern. Zusätzlich entwickelt sich dynamisch die Gruppe der Produkte zur Anwendung auf Glasdächern in den Brandschutzklassen: RE30/REI30 (z.b. Jansen VISS Fire TVS, Aluprof MB-SR50/50N EI, Yawal FA50 Dach REI30). Wie es zu sehen ist, bemühen sich die polnischen Firmen, auch in diesem Feld der westlichen Konkurrenz gleich zu kommen. Es wundert daher nicht, dass sie immer mutiger mit ihren Produkten das bisher für sie geschlossene Gebiet betreten und ihren technischen Gedanken erfolgreich exportieren. Es lässt sich beispielsweise auf der Basis der offiziellen Verkaufsberichte der größten polnischen Gesellschaft - der Firma Aluprof, die zum Kęty-Konzern gehört, bemerken: der Wert des Exports stieg im Jahr 2011 um 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010, im Jahr um 9 Prozent im Vergleich zum vorigen Jahr. Das Hauptgebiet ihrer Exporttätigkeit sind: Tschechien, die Slowakei, die Ukraine, Ungarn, Großbritannien, Deutschland, die Niederlande, Rumänien und Belgien. Für einen ähnlichen Markt interessiert sich Yaval. Der Exportverkauf dieser Gesellschaft stellte ca. 19 Prozent des gesamten Verkaufs dar. Aus den oben besprochenen Beispielen ergibt sich, dass sich die Branche der Baukonstruktionen aus Aluminium in Polen systematisch entwickelt. Die polnischen Systemanbieter führen neue Produkte auf den Markt ein, die die Erwartungen von immer anspruchsvolleren sowohl kommerziellen, wie auch individuellen Abnehmern, im Inland und im Ausland, erfüllen. Und mehr noch, sie bieten diese in guten Preisen an. Es ist ein hervorragender Ausgangspunkt für die Exportentwicklung, insbesondere, dass sich das Jahr durch den Rückgang des inländischen Verkaufs auszeichnete, und auf den ausländischen Märkten ein langsamer Wiederaufbau der Konjunktur sichtbar war. Diese wird von den Anbietern von architektonischen Bausystemen aus Polen geschickt genutzt, die immer mutiger die Fassadenausführungen in ganz Europa eingehen. Leszek Karpienia 20

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