INLINE. «Irgendwo rinnt es immer.» Hanspeter Trütsch, TV-Korrespondent in Bern, über Netzwerke und Enthüllungen Seite 13

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1 INLINE FEBRUAR 2009 # 23 ZEITSCHRIFT DES DACHVERBANDES ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN FACHHOCHSCHULEN Networking: Barkeeper glänzen. Netzwerk: Alumni- Vereine im Umbruch. Beziehungsnetz: Angehende Ingenieure besuchen ABB. FH-Absolventin: Die Jungunternehmerin. Pages françaises: OMP: la situation. «Irgendwo rinnt es immer.» Hanspeter Trütsch, TV-Korrespondent in Bern, über Netzwerke und Enthüllungen Seite 13

2 Master of... Die Master-Studiengänge der Hochschule Luzern: Studieren Sie praxisnah und interdisziplinär. Berufsbegleitend, Vollzeit oder Teilzeit. Architecture Banking and Finance (Kooperation mit ZHAW) Business Administration (Major in Business Development and Promotion, Major in Public and Nonprofit Management, Major in Tourism) Design (Major in Animage, Major in Product Design & Management) Engineering (Kooperation der Schweizer FHs) Fine Arts (Major in Art Teaching, Major in Art in Public Spheres) International Community Development (Kooperation mit University of Westminster) Music Music Pedagogy Social Work (Kooperation mit BFH, FHS und ZHAW) Auch für Ihr Bachelor-Studium und Ihre Weiterbildung.

3 INLINE INHALT EDITORIAL FH SCHWEIZ 5 Roadshow: Nötig und erfolgreich 5 Zwischenstand: BMV 5 Kommentar: Beste Karrierechancen 7 Fokus: Doktorabschluss 7 Vom FH-Diplom zum Master 7 Kommentar: Unter Dach und Fach? TITEL 8 Jetzt mitmachen! Lohnstudie FH Basiswissen zu Beziehungsnetzen Sebastian Ulbrich forscht zu diesem Thema an der FHNW 9 Wer weiss was? Firmeninterne Wissensnetzwerke machen den Unterschied eine Einführung 10 Barkeeper oder Trendscout Wichtige Eigenschaften von fünf Super-Netzwerkern 11 Ein Nutzen für alle Aktives Networking ist heute wichtig. Der Blick des Laufbahnberaters. 12 Der geborene Netzwerker Kurzinterview mit FH-Absolvent Roman Probst 13 Rostige Badewanne und keine Pendenzen Interview mit TV-Mann und FH-Absolvent Hanspeter Trütsch 15 Stichwort: Social Networking Der FH-SCHWEIZ-Auftritt auf Xing: die Hintergründe FH SUISSE 17 Un réseautage à «l européenne» Il faut renforcer le réseautage 18 Un atout pour tous Est-ce que les réseaux procurent un sentiment de sécurité? 19 Utiliser les déjeuners Les expériences de Massimo Ciampa, ingénieur informatique (HES) 20 OMP: situation actuelle 20 Roadshow: un succès 20 Commentaire: Meilleures chances de carrière 21 Une communication planifiée Pas de relations professionnelles sans communication 23 Help Point l interlocuteur en cas de sinistres 24 Alumni-Vereine im Umbruch Sie sind klassische Netzwerke und stehen vor Herausforderungen ein Beispiel 25 Lunch nutzen Kurzinterview mit FH-Absolvent Massimo Ciampa 35 Gesucht: Mein privater Super-Lehrer Ein FH-Student will im Nachhilfe - unterricht die Karten neu mischen 37 Junge Ingenieure für morgen Junge Mechatronik-Studierende besuchen die ABB. Ein Nachmittag in der Praxis. 39 Für die Sache der KMU Die KMU Swiss AG bringt Unternehmende zusammen. Mit dabei auch die FH SCHWEIZ 39 Netzwerk der Zufriedenheit Beziehungsmanagement ist Führungsaufgabe. Voraussetzung für zufriedene Kunden. 41 «Mehr Autonomie täte uns gut» Interview mit Werner Inderbitzin, Rektor der ZHAW, über Hochschulausbildung DIENSTLEISTUNG 27 Bessere Chancen für Autoren Fachbeiträge schreiben unterstützt die eigene Karriereposition 28 Beruf Architekt ein Auslaufmodell? Die vdf-bücher für den Winter 30 FH-Schutzbrief für schönere Ferien Fahren Sie abgesichert in den Urlaub mit dem FH-Schutzbrief 32 Traditionen entdecken und aktiv bleiben Interessante Angebote von Xundheit fördern Gesundheit und Wohlbefinden MASTERSTUDIEN ÉTUDES MASTER 45 Übersicht/Tableau EVENTS 52 Übersicht SCHLUSSPUNKT 53 Vielseitig und wissbegierig Betriebsökonomin Alexa Bucher kümmert sich um Architektur TRÄGERSCHAFT IMPRESSUM 54 Übersicht Claudio Moro ist Redaktor von INLINE Kontaktivitis? «Das Wichtigste sind die Kontakte», sagte mir kürzlich eine Studierende eines Weiterbildungsmaster an der Hochschule Luzern. Sie eigne sich zwar viel Wissen an, aber die Kontakte zu den Mitstudierenden seien Gold wert. Beziehungen, Kontakte, Netzwerke sie bilden offenbar das Schmiermittel für Erfolg und Karriere. Die Managementliteratur hat dieses Thema schon seit langem entdeckt, und soziale Netzwerke wie Facebook brechen Registrierungsrekorde am Laufmeter. An der Basis dieser Beobachtungen liegt eine simple Erfahrung: Der Mensch handelt meistens im Rahmen von Beziehungen. Wir haben Freunde und Familie, wir pflegen den Umgang mit Kolleginnen und Bekannten. Aus diesem Beziehungsfeld schöpft der Mensch Motivation, Sinn und Energie und vor dem Hintergrund der Individu alisierungsdrift unserer Gesellschaft der letzten Jahre auch ein Gefühl der Zugehörigkeit. Diese Ausgabe von INLINE nähert sich diesem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sebastian Ulbrich ist Forscher an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er analysiert soziale Netzwerke und ihre Strukturen. Er ist überzeugt, dass Vertrauen und Gegen seitigkeit Voraussetzungen sind für das Gelingen von Networking- Kontakten. Oder Hanspeter Trütsch, Bundeshauskorrespondent des Schweizer Fernsehens und FH-SCHWEIZ-Mitglied. Da Hinterfragen zu seinem Handwerk gehört, blickt er kritisch auf den Nutzen von zweckorientierten Kontakten. Zudem kann er sich mit Theorien über Aufbau und Pflege von Netzwerken nicht anfreunden. Beziehungen bleiben, so heisst es, dann am Leben, wenn man sie pflegt. Deshalb sucht die FH SCHWEIZ regelmässig den Kontakt zu Persönlichkeiten innerhalb der FH- Landschaft. So auch zu Werner Inderbitzin, Rektor der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Er spricht sich für Reformen im Hochschulbereich aus und fordert von der Wirtschaft ein Umdenken. Mit seinen Forderungen möchte er eine Diskussion anregen, wie er betont. Die FH SCHWEIZ hat nachgefragt und stellt seine Über legungen vor. Die Diskussion möge weitergehen. Claudio Moro 3

4 Neues entdecken Neue Perspektiven eröffnen sich mit dem Weiterbildungsangebot der FHS St.Gallen in Wirtschaft, Technik, Soziale Arbeit und Gesundheit. Interessiert? Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO 4

5 INLINE FH SCHWEIZ Roadshow: Nötig und erfolgreich Zwischenstand: BMV Guido Korner Vorstandsmitglied FH SCHWEIZ In den Monaten November und Dezember besuchten rund 400 Personen die Roadshow «Vorhang auf für Bachelor und Master». Diese von der FH SCHWEIZ durchgeführte Veranstaltungsreihe machte in Basel, Winterthur, Zürich, St. Gallen, Bern, Luzern und Fribourg Halt, und zwar am Sitz der betreffenden Fachhochschule. Das Ziel der Roadshow bestand darin, HR-Verantwortlichen, Personaldienstleistern sowie an Ausbildungsfragen Interessierten Einblicke in die jüngsten Veränderungen im Fachhochschulbereich zu gewähren. «Genauso wichtig war uns, Einschätzungen sowie Erfahrungen seitens der Wirtschaft zu sammeln», betont Claudia Sutter, Leiterin Public Affairs der FH SCHWEIZ. Auf dem Programm standen jeweils drei Referate, die aus der Sicht der Fachhochschule, der Wirtschaft und des Bundes die Veränderungen vorstellten, diskutierten und kommentierten. «Die zahlreichen positiven Feedbacks der Teilnehmenden zeigen uns, dass sich der Aufwand gelohnt hat», fährt Claudia Sutter weiter. «Es wurde sehr begrüsst, dass der Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen Fachhochschulen, Arbeitsmarkt und Behörden in einem solch kleinen Rahmen gepflegt werden konnte.» Als Fazit der Roadshow bleiben einige wichtige Erfahrungen zurück: Rekrutierungsverantwortliche stellen fest, dass die Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen zusehends jünger werden und dementsprechend weniger einschlägige Berufserfahrung aufweisen. Im Allgemeinen stellt der besuchte Hochschultyp (FH, Uni oder ETH) kein entscheidendes Kriterium bei der Rekrutierung dar. In der Praxis haben FH-, Unioder ETH-Absolventinnen und -Absolventen dieselben Chancen, nach Studienabschluss eine Anstellung zu finden. Auf der Ebene des Berufseinstiegs scheint also eine Gleichwertigkeit der Abschlüsse zu greifen. «Dies heisst aber auch, dass der Aspekt der Andersartigkeit der FH-Ausbildung in letzter Zeit etwas in den Hintergrund gerückt ist», folgert Toni Schmid, Geschäftsführer der FH SCHWEIZ. «Das Profil der FH-Ausbildung muss wieder verstärkt herausgearbeitet werden. Denn in der starken Anwendungsorientierung liegt der entscheidende Vorteil der FH-Ausbildung für die Wirtschaft. Dieses Riesenplus muss auf allen Ebenen bewusster werden.» (MM) < Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat letzten Sommer einen neuen Gesetzesentwurf für die Berufsmaturitätsverordnung (BMV) in die Vernehmlassung geschickt. Die alten Berufsmaturitätsrichtungen wurden darin nicht wieder aufgenommen; stattdessen schlug das BBT Schwerpunktfächer vor, welche von den Lernenden frei gewählt werden können. Die Vernehmlassungsantworten brachten viel Kritik in unterschiedlichen Bereichen. Kantone sowie Verbände kritisieren die Aufhebung der Berufsmaturitätsrichtungen, handelt es sich doch dabei gemäss den entsprechenden Einschätzungen um ein Erfolgsmodell. Viele Vernehmlassungsteilnehmende befürchten zudem, dass damit die Fachhochschulreife in Frage gestellt wird. Abgelehnt wird der Entwurf auch mit der Begründung, dass die Verteilung der Lektionen auf die verschiedenen Fächer nicht sinnvoll ist. Mittlerweile liegt bereits ein überarbeiteter Gesetzesentwurf mit neu definierten Fächern vor. Der im ersten Entwurf noch geplante interdisziplinäre Lernbereich wird verworfen, die Interdisziplinarität wird dagegen direkt in die Fächer integriert. In jedem Fach sollen die BM-Lernenden zehn Prozent des Unterrichts interdisziplinär arbeiten, um fächerübergreifendes und selbstständiges Arbeiten zu lernen. Zusätzlich schreiben die Lernenden in jedem Lehrjahr eine interdisziplinäre Arbeit. Die von der FH SCHWEIZ geforderte Anbindung der Schwerpunktfächer an die FH-Studienbereiche hat Anklang gefunden. Voraussichtlich wird für jeden FH- Fachbereich eine passende Schwerpunktfächer-Kombination angeboten. Die Hochbauzeichnerin, welche Architektur studieren will, belegt dann die Schwerpunktfächer Physik und Mathematik. Der KV-Lernende soll die Fächer Wirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen besuchen. In der Verordnung ist der Lehrkörper aktuell so definiert, dass nicht nur Uni-Masters, sondern wie bisher auch FH-Absolventinnen und -Absolventen in der Berufsmaturität unterrichten können (FH-Bachelors und FH-Masters). Dafür hat sich die FH SCHWEIZ starkgemacht. Das BBT legt den neuen Verordnungsentwurf bis Mitte 2009 dem Bundesrat vor. Im Jahr 2013 sollen die ersten BM-Lernenden nach neuem Recht unterrichtet werden. (CS) < Beste Karrierechancen Der Praxisbezug des FH-Bachelor-Abschlusses werde allenthalben gerühmt, hiess es letzthin in einem Artikel der Wirtschaftspresse. Es gäbe aber Stimmen aus der Schweizer Wirtschaft, die zeigen würden, dass ein solches Diplom allein die Karrierechancen einschränkte. Als ich dies las, konnte ich mich nur wundern. Um welche Stimmen der Wirtschaft geht es hier? Wie vertraut sind diese Stimmen mit den Zusammenhängen der Bologna-Reform? Und: Wie können sie einen Hochschulabschluss einem Urteil unterziehen, wenn kaum entsprechende Erfahrungswerte vorliegen. Denn wir erinnern uns: Die erste Generation von FH-Bachelors verliess im Herbst 2008 die Hochschule. Hierbei gleich von Karrieren zu sprechen, übertrifft wohl jedes Mass des Grotesken. Dieses Beispiel bestätigte mir, dass unsere Arbeit, gerade in der Berufsstandspolitik, sehr wichtig ist, und dass wir weiterhin noch viel Aufklärungsarbeit leisten müssen. Auch innerhalb unserer eigenen Reihen. Vielfach wird von Abwertung beziehungsweise Aufwertung von Hochschuldiplomen gesprochen, so zum Beispiel dann, wenn altrechtliche Diplome mit den heutigen Bachelor- und Master-Abschlüssen verglichen werden. Das ist nachvollziehbar und verständlich. Die einen sind unzufrieden, einige bemühen sich um eine pragmatische und gerechte Lösung, wieder andere betrifft das Ganze nur am Rande. Tatsache ist, dass das bisherige FH-Diplom ein starker Hochschulabschluss ist. Unser altrechtliches Diplom geniesst einen ausgezeichneten Ruf; viele von uns bekleiden anspruchsund verantwortungsvolle Positionen in Grossund Kleinunternehmen. Beispiele erfolgreicher Karrieren gibts zuhauf. Man muss sich nur die Mühe machen, hinzuschauen. Der FH-Bachelor-Abschluss hingegen ist noch neu und wird sich in der Praxis bewähren müssen, aber auch hier sind die Erwartungen herausragend. Die Wirtschaft ist jetzt gefordert, Erfahrungen zu sammeln und diese den interessierten Kreisen weiterzuleiten. Hier hoffe ich, dass die oben erwähnten Stimmen aus der Wirtschaft diese wichtige Arbeit diesmal mit der nötigen Sorgfalt und den nötigen Kenntnissen in Angriff nehmen. Guido Korner 5

6 P/J/W Ihr Gesundheitsförderungs- Programm: Xundheit Präventio Pilatusstrasse Luzern Telefon Telefax Kursanmeldungen:

7 INLINE FH SCHWEIZ Fokus: Doktorabschluss Die Hochschulausbildung ist seit Einführung der Bologna-Reform in Stufen unterteilt: Der Bachelor-Abschluss schliesst die erste Stufe ab, der Master-Abschluss die zweite. Die dritte Stufe beschreibt das Doktorat (Dr., Doctor of Philosophy PhD). Diese dritte Stufe bieten heute in der Schweiz nur universitäre Hochschulen an. Für Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen besteht theoretisch die Möglichkeit, nach dem konsekutiven Masterstudium an eine Universität zu wechseln und dort die dritte Stufe zu belegen. In der Praxis ist es gängiger, bereits die Masterstufe an einer Universität zu belegen und dann mit dem Doktorat fortzufahren. Georges Ulrich hat das Angebot im Weiterbildungsbereich weniger Fachhochschulen genutzt, den Doctor of Business Administration (DBA) dank einer Kooperation der Fachhochschule mit einer ausländischen Universität zu erlangen. Im Falle der HWZ ist es die University of Southern Queensland (USQ). Der entsprechende Doktorabschluss wird von der ausländischen Universität ausgestellt, nicht von der Schweizer Fachhochschule. Der DBA der USQ ist international akkreditiert und folgt auf das entsprechende MBA-Weiterbildungsstudium. Im angelsächsischen Raum steht der DBA gleichberechtigt neben dem PhD. Ein eher formaler Unterschied liegt bei der Positionierung: Der PhD wird zur Ausbildung gezählt, der DBA, wie üblicherweise das MBA, zur Weiterbildung. Der inhaltliche Unterschied liegt im Fokus: Der PhD belegt eine Spezialisierung auf ein Fachgebiet und zielt auf eine Tätigkeit in der akademischen Forschung und Lehre ab. Der DBA fokussiert auf einen fachübergreifenden Forschungsansatz mit hohem Managementprofil. (CM) < FH SCHWEIZ gratuliert Als Leiter eines Marktforschungsinstitutes ist der Doktorabschluss für mich ein Muss. Insbesondere, um im Bereich des empirischen Schaffens glaubwürdig zu sein. Bei mir standen also weniger finanzielle Anreize oder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Vordergrund. Durch das berufsbegleitende HWV-Studium, die karrierebegleitende MBA-Weiterbildung an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich war ich bereits «marktfit». Ich suchte eine Möglichkeit, ohne Auslandaufenthalt via FH-Abschluss zum Doktortitel mit internationalem Fokus zu gelangen. Wichtig war mir, über ein Thema schreiben zu können, das mich wirklich interessiert und auch einen Mehrwert in der Praxis bringt und dass der Abschluss vollumfänglich anerkannt ist. Diese Möglichkeit bot sich mir in einem Kooperationsprojekt zwischen der HWZ und der University of Southern Queensland (USQ) in Australien. Die USQ ist über die Commonwealth-Verträge an die Bologna- Verträge angeschlossen. Betreut wurde ich in Zürich von einer Professorin der HWZ, als Thema wählte ich Stakeholdermanagement («Repositioning of a Stakeholder Issue, applied at Pfizer Switzerland»). Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass der Aufbau von methodischen Kompetenzen ab MBA-Stufe nochmals einen solchen Quantensprung bedeuten könnte. Der Doktorabschluss im eigenen Lieblingsthema ist das Pünktchen auf dem i. Georges Ulrich, Georges Ulrich, Präsident Alumni HWZ, erlangte letzten Dezember die Doktorwürde. Wir baten ihn um seine persönliche Einschätzung. Vom FH-Diplom zum Master Der konsekutive Master-Abschluss bleibt ein Traktandum. Einige FH-SCHWEIZ-Mitglieder begannen kürzlich das entsprechende Studium, für andere stellt er eine prüfbare Perspektive dar. Seit März 2008 liegt eine Empfehlung der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen (KFH) vor, die die Anrechnung von Leistungen (Weiterbildung, Berufserfahrung) an ein konsekutives Masterstudium regelt. Diese Empfehlung trägt der Tatsache Rechnung, dass Inhaber eines altrechtlichen FH-Titels (Fachrichtungen mit Studiendauer von 3 bis 3½ Jahren) über Kompetenzen verfügen, die als Ziel des Masterstudiums definiert sind. Für Absolventinnen und Absolventen einzelner Fachrichtungen (Angewandte Psychologie, Musik) sieht die Lage anders aus. Sie warten auf eine geltende Regelung, wie sie ihr FH-Diplom überführen können. Es wird eine Lösung gefordert, die eine direkte Überführung des FH-Diploms in einen Masterabschluss ermöglicht. Mithin eine Lösung, wie sie die Universitäten kennen. Nach jüngsten Informationen soll frühestens im Jahre 2010 eine Lösung vorliegen. (CM) Unter Dach und Fach? Toni Schmid Geschäftsführer FH SCHWEIZ «Alles Uni oder was?» titelte kürzlich die «Süddeutsche Zeitung» und stellte die Frage, ob es zweckmässig sei, dass mehr und mehr Fachhochschulen auf das «Fach» im Namen verzichten. Was in Deutschland zu beobachten ist, stellt man auch in der Schweiz fest. Hochschule Luzern, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur das «Fach» hat da und dort ausgedient, der Oberbegriff «Hochschule» hat das Feld erobert. Über die Hintergründe dieser Entwicklung kann man als Aussenstehender nur spekulieren. Vielleicht gehts um die Hervorhebung der Gleichstellung zu Universität und ETH, vielleicht will man das Alte ablösen und allein das Neue nach aussen tragen. Vielleicht soll der Name der jüngsten Entwicklung gerecht werden, dass eine Fachhochschule heute eine sehr breite Palette an Studienrichtungen anbietet. Oder es wird mit dem Hinweis auf die internationale Ausrichtung argumentiert: «Hochschule» lässt sich eindeutig mit «University» übersetzen, Fachhochschule dagegen nicht. Womöglich liegt der Grund aber an einem ganz anderen Ort: Endlich darf sich eine «Fachhochschule» sozusagen als Universität fühlen, womit jede Befindlichkeit von Minderwertigkeit verbannt ist. Doch Tatsache ist, dass Hochschule einen Oberbegriff darstellt. Er differenziert nicht, er signalisiert nichts, er erklärt wenig er bedient, die Zuspitzung sei erlaubt, eine gewisse Beliebigkeit. Das Eindeutige, das Auszeichnende der FH-Ausbildung ja, das Elementare des FH-Profils springt nicht unmittelbar ins Auge. Ob dies in einer Zeit, die unsere orientierende Aufmerksamkeitsleistung tagein, tagaus auf eine harte Probe stellt, sinnvoll und sachdienlich ist, lässt doch leise Zweifel aufkommen. Der Begriff «Fachhochschule» sagt unmittelbar aus, was dieser Hochschultyp traditionellerweise ist: eine Hochschule, die sich der praxisorientierten Lehre und Forschung widmet eine Hochschule für die Praxis. Gäbe es den Namen noch nicht, müsste man ihn erfinden. Wenig überraschend also, wenn die «Süddeutsche Zeitung» zum Schluss kommt, dass man das Geld für diese Umbenennungen besser gleich in die Lehre gesteckt hätte. Toni Schmid 7

8 INLINE FH SCHWEIZ Jetzt mitmachen! Die Lohnstudie FH der FH SCHWEIZ hat Tradition. Alle zwei Jahre veröffentlicht die FH SCHWEIZ eine Lohnstudie, die Lohn- sowie Anstellungsverhältnisse von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen abbildet. Jetzt heisst es: Mitmachen! Text: Claudio Moro Die Lohnstudie FH dient vielen Absolventinnen und Absolventen, vielen Studierenden, Unternehmen und interessierten Kreisen aus Gesellschaft sowie Öffentlichkeit als Orientierungs- und Referenzhandbuch in Fragen von Löhnen und Anstellungsverhältnissen von FH-Diplomierten. Die Ausgabe 2009 wird Anfang Juni erscheinen, die wichtigsten Ergebnisse werden im INLINE vom Mai vorgestellt. Mitmachen ist wichtig Die Erhebung beginnt mit Erhalt dieser Ausgabe von INLINE. Mitglieder der FH SCHWEIZ werden aufgefordert, den beiliegenden Fragebogen zu bearbeiten. «Je mehr Mitglieder mitmachen, umso grösser die Aussagekraft der Erhebung», sagt Claudia Sutter, Projektleiterin bei FH SCHWEIZ. «Alle Angaben werden vertraulich und anonym behandelt, Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich.» Wettbewerb mit interessanten Preisen Die Lohnstudie FH kann dank Sponsoring- Beiträgen von verschiedenen Partnern der FH SCHWEIZ umgesetzt werden. Zum Beispiel wurden von Boa Lingua und von der KMU Swiss AG die Preise für einen Wettbewerb bereitgestellt. An der betreffenden Verlosung können Mitglieder der FH SCHWEIZ mitmachen; es genügt, den Begleitbrief zum Fragebogen auszufüllen und an die FH SCHWEIZ zu faxen. CV-Check FH-SCHWEIZ-Mitglieder können bei der Goldwyn Partners Group kostenlos ihren CV begutachten lassen. Innerhalb von 48 Stunden gibts ein offenes Feedback zur Optimierung des CV. Als Preise winken drei Sprachaufenthalte im Gesamtwert von 5000 Franken sowie Freieintritte zum KMU Swiss Forum Anfang Mai in Baden (siehe Seite 39). Bestellung der Lohnstudie FH 2009 Wer die Lohnstudie FH 2009 bereits bestellen will, kann dies mithilfe des bereits erwähnten Begleitbriefes tun. Die A4-Broschüre kostet für Mitglieder 25 Franken, die Variante mit CD-ROM und Broschüre 50 Franken. Für Nichtmitglieder erhöhen sich die entsprechenden Preise auf 50 Franken beziehungsweise 100 Franken. < 8

9 INLINE TITEL Die Basics Wie gestaltet sich eine positive geschäftliche Beziehung? Wenn es den Personen gelingt, Vertrauen aufzubauen. Gegenseitigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle, etwa, indem sich beide Seiten gleichermassen engagieren und Vereinbarungen einhalten. Natürlich kann es zu einem späteren Zeitpunkt wichtig sein, über Verträge Verbindlichkeit zu erzeugen. Was bringt ein Netzwerk? Netzwerke erleichtern die Kontaktaufnahme. Wie es genutzt wird, hängt stark von der einzelnen Person und der jeweiligen Situation ab. Dann kommt es ebenfalls darauf an, wer zum Netzwerk zählt und welches Ziel man verfolgt. Auch Vermittlung an Dritte durch eigene Kontakte ist ein wichtiger Netzwerkeffekt. Wie baut man ein Netzwerk auf? Gemeinsame Interessen und Erlebnisse stützen Netzwerke nachhaltig. Oft reichen gemeinsame Erfolge in kleinen, risikoarmen Projekten aus, um Beziehungen zu stärken und Vertrauen zwischen den Beteiligten aufzubauen. Es fällt leichter, Netzwerke über Gemeinsamkeiten zu knüpfen. Damit eine Beziehung standhält, ist es hilfreich, sich in bestimmten Punkten zu ergänzen. Welche Nutzen haben Unternehmen von Netzwerken? Es kommt vor, dass Mitarbeitende bei einem Unternehmenswechsel bestehende Kundenkontakte und damit Aufträge ins neue Unternehmen einbringen. Dieser Vorteil ist für das alte Unternehmen nachteilig, da dort die Aufträge wegfallen. Innerhalb von Unternehmen können Expertennetzwerke unbürokratisch und schnell alltägliche Probleme lösen helfen. Solche informellen Netzwerke sind generell schwer zu beeinflussen. Am ehesten können sie über die Veränderung von Rahmenbedingungen positiv genutzt werden, zum Beispiel durch Einrichten von Praxisgemeinschaften. (CM) < Sebastian Ulbrich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang Angewandte Psychologie der FHNW. Seine Forschungsfelder sind Wissensmanagement, interdiszi - pli näre Kooperation und Kommunikation sowie Analyse von sozialen Netzwerken. Schaffen Sie Erlebnisse! Positive gemeinsame Erlebnisse und geteilte Erfahrungen kitten Beziehungen und stärken somit das Netzwerk. Wer weiss was? Erfolg eines Unternehmens setzt vielfältige Kompetenzen voraus. Gesucht ist die Balance zwischen Generalisten- und Expertenwissen kurz: ein fi rmeninternes Wissens- Netzwerk. Michael Käppeli, zwischen 2001 und 2007 Leiter des Departements Wirtschaft der Fachhochschule St. Gallen und heute Geschäftsführer des ETH- Rates, nimmt dabei die Führungsebene in die Verantwortung. Kreislauf der unternehmerischen Erfolgslogik. Text: Michael Käppeli Langfristiger unternehmerischer Erfolg ist nur selten das Resultat einer Einzelleistung. Erfolgreiche Unternehmensführung bedarf vielmehr des Zusammenspiels mehrerer Spezialisten mit unterschiedlichen Kompetenzprofilen und sich ergänzenden Fachkenntnissen. Es ist deshalb Aufgabe der Geschäftsleitung, das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen und Fachspezialisten eines Unternehmens so zu gestalten und zu koordinieren, dass die inner- und zwischenbetrieblichen Geschäftsprozesse möglichst reibungslos ablaufen. Voraussetzung dafür ist, dass die Beziehungsnetze in einem Unternehmen optimal funktionieren. Dies bedeutet, dass der Produktionsleiter auch etwas von Marketing verstehen muss, die Marketing- und Verkaufsleiterin die finanziellen Aspekte wertorientierter Unternehmensführung zu überblicken vermag und der Forschungs- und Entwicklungsleiter den Kunden und seine Bedürfnisse kennt. Kurzum: Nachhaltiger Unternehmenserfolg bedarf unter den Mitarbeitenden der verschiedenen Hierarchieebenen und Funktionsbereiche eines intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausches. Dieses Wissen lässt sich dann am besten austauschen, wenn unter den Mitarbeitenden das Beziehungsnetz aktiv gepflegt wird und ein gemeinsames Verständnis über die zentralen Ursache-Wirkung-Zusammenhänge zur Steigerung des langfristigen Unternehmenswerts besteht. Hierzu bietet sich quasi als Landkarte für eine wertorientierte Unternehmensführung eine leicht verständliche Veranschaulichung der unternehmerischen Erfolgslogik an. Diese unternehmerische Erfolgslogik schafft den konzeptionellen Rahmen, um alle Mitarbeitenden eines Unternehmens mit den zentralen Stellhebeln und Messgrössen für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung vertraut zu machen. Es liegt an der Geschäftsleitung, das reichhaltige Expertenwissen im Unternehmen im Hinblick auf die Erreichung der strategischen Ziele nutzbar zu machen und kollektiv zur Verfügung zu stellen. Eine Möglichkeit dazu besteht darin, firmenintern eine Plattform für die Beziehungspflege sowie den systema- Fortsetzung nächste Seite 9

10 INLINE TITEL Barkeeper oder Trendscout? tischen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu organisieren. Eine solche Begegnungs- Plattform bringt die verschiedenen Spezialisten eines Unternehmens zusammen, sensibilisiert und motiviert sie für den Wissensaustausch und bietet ihnen die Möglichkeit zur Vernetzung und gegenseitigen Information über Best-Practice-Lösungen. Dieses Management des Wissens setzt in einem Unternehmen im Idealfall sowohl individuelle als auch kollektive Lernprozesse in Gang. < Wertorientierte Unternehmensführung lockt mit grossen Herausforderungen. Es setzt ein Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge voraus, die unseren Geschäftsalltag prägen. Michael Käppeli hat dazu ein neues Lehrbuch verfasst, das kürzlich erschienen ist. In zehn Kapiteln beleuchtet er die wichtigsten Fragestellungen, mit denen sich Unternehmerinnen und Unternehmer auseinander setzen müssen. Es weckt das Interesse für unternehmerisches Denken und Handeln und vermittelt einen kompakten Überblick über die vielfältigen Aspekte der Gründung und Führung eines Unternehmens aus strategischer, finanzieller, kunden-, prozess- und mitarbeiterorientierter Sicht. Leicht verständliche Texte und bestens ausgewählte Abbildungen machen das Werk zu einer empfehlenswerten Lektüre. (CM) Beim Networking gehts vor allem anderen um Menschen. Menschenkenntnisse, Interesse, Kommunikationsfähigkeit und Neugierde sind Kernelemente jeder erfolgreichen Beziehungsarbeit. Eine mögliche «Netzwerker-Typologie» anhand von bekannten Berufsrollen dient der Individualisierung elementarer Networking-Kompetenzen. Der aufmerksame Barkeeper: Er schafft Dialoge und Gelegenheiten, er hört aufmerksam zu und er kennt Hinz und Kunz. Er geht auf Menschen zu oder hält sich zurück. Er vermittelt, gleicht aus und ist jederzeit verfügbar. Er ist der geborene Netzwerker. Die versierte Mediensprecherin: Sie ist höflich, verlässlich und zuvorkommend. Sie regt Gespräche an und beantwortet jede Frage. Sie pflegt die wichtigsten Kontakte mit Umsicht und begegnet den eher unwichtigen mit Respekt. Selektion der Kontakte und Auswahl der Botschaften sind für sie entscheidend. Sie ist die Netzwerkerin mit Taktik. Der gewiefte Lobbyist: Networking ist, wie es das Wort beschreibt, mit Arbeit verbunden. Und diese scheut der Lobbyist nicht. Er verfolgt seine Interessen mit Zielstrebigkeit, Hartnäckigkeit und Ausdauer. Er ist Vermittler, Anreger, Mahner und Überzeuger. Er ist Meister der teils sichtbaren, teils unsichtbaren Seilschaften, ein Netzwerker mit strategischem Anspruch. Die stressresistente Eventmanagerin: Koordination von Menschen, Sachen und Dienstleistungen prägen ihren Alltag. Sie organisiert, sie plant und sie verhandelt. Kommunikation ist eine Grundkompetenz, Kontrolle eine Tugend, Überzeugungskraft eine Voraussetzung. Sie ist eine Netzwerkerin mit absoluter Zielausrichtung. Der vielreisende Trendscout: Mit Kamera, Aufnahmegerät, Notebook und Notizblock reist er von Buenos Aires über Montreal bis Kairo. Er spricht mit Jugendlichen, Obdachlosen, Alleinerziehenden oder Grossvätern. In Kaufhäusern beobachtet er Kassiererinnen, an Flughäfen die Putzequipen. Er zeichnet auf, er registriert, er klassifiziert und er organisiert. Er webt ein Netz von Lebensläufen, Ideen und Eindrücken für Werbung, Marketing, Dienstleistungen und Produkte. Er ist der Netzwerker mit dem Auge fürs Besondere. (aufgezeichnet: Claudio Moro) < Ein Netz aus Eisendraht. (Bild: mr) 10

11 Ein Nutzen für alle Aktives Networking gewinnt an Bedeutung. Es sei heute wichtig, tragfähige Netzwerke aufzubauen und zu pfl egen, ist Daniel Hinder überzeugt. Er führt eine psychologische Praxis für Beratungen, Trainings und Assessments. Seiner Meinung nach vermitteln Netzwerke ausserdem ein Gefühl der Sicherheit, das im Berufsleben vielfach verloren gegangen sei. Text: Daniel Hinder Ein Netzwerk ist ein Beziehungsgeflecht von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Oft verfolgen diese Menschen gleiche Interessen und haben Freude daran, sich gegenseitig auszutauschen und zu helfen. Es gibt Menschen, die sich erst bei einem für sie schwierigen Ereignis zum Beispiel bei einer Kündigung überlegen, welche Kontakte für sie hilfreich sind und wie sie diese aktivieren oder erneuern können. Andere verwenden bereits in guten Zeiten einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeits- und Lebenszeit, um wichtige Kontakte zu pflegen. Da es keine Regel für ein erfolgreiches Networking gibt, stellt man sich sinnvollerweise zuerst einmal die Frage, welches die persönlichen Ziele für das eigene Netzwerkvorhaben sind. Denn: Nur was man gerne tut, hat einen dauerhaften Charakter. Dann stellt man sich eine zweite Frage: Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzt man, die für andere attraktiv sein könnten? Schliesslich sollte man die Frage beantworten, was man überhaupt braucht, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Erst jetzt ist eine gezielte Ausrichtung auf die am besten geeignete Form des Networking möglich. Vom Alumni-Klub bis zur Partei Netzwerke können über Verbände wie die FH SCHWEIZ geknüpft werden. Aber auch Vereine und Parteien sowie Kontakte aus dem beruflichen Umfeld Kontakte zu Kunden, Lieferanten oder Arbeitskollegen können die Basis für Netzwerke bilden. Eine vielfach unterschätzte Gelegenheit für das Networking bietet das private Umfeld: Schul- und Studienfreunde, Bekanntschaften, Nachbarn oder ehemalige Kollegen können wertvolle Kontakte darstellen. Auch das Internet bietet viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Soziale Netzwerk-Plattformen wie Xing ergänzen die herkömmliche Kontaktpflege. Wer solche Plattformen geschickt nutzt, kann stark profitieren. Zum Beispiel lassen sich bestehende Kontakte effizient pflegen oder neue Kontakte evaluieren. Dennoch können sie den persönlichen Kontakt nicht ersetzen, da dieser eine ganz andere Qualität aufweist. Stark aus der Mode gekommen sind Visitenkartenpartys oder ähnliche Formen der Kontaktpflege. Wie fragt man nach Unterstützung? Beim erfolgreichen Networking wird Privates und Berufliches nicht strikt getrennt. Networking sollte nicht nur dem beruflichen Aspekt Rechnung tragen. Die Basis sollten Freude, echtes Interesse an anderen Menschen, Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung sowie Informations- und Wissensaustausch sein. Networking ist auf ein Beziehungsnetz ausgerichtet, das für alle Beteiligten nutz- und gewinnbringend ist. Erfolgreiche Networker bauen ihre Kontakte auf, ohne sofort einen Nutzen einzufordern. Dennoch haben die Beziehungsgestaltung und die Vernetzung zielorientiert zu erfolgen; man verzettelt sich weniger und gewinnt wertvolle Zeit. Das heisst: Mit einer offenen, transparenten und ehrlichen Haltung ist ein konstruktiver, wertschätzender und respektvoller Umgang möglich. In diesem Sinne bedeutet gutes Networking, dass man um Unterstützung bitten darf, aber immer in einer Art und Weise, dass der andere auch Nein sagen kann. Bei Selbstständigerwerbenden hat sich projektorientiertes Networking etabliert, um auch grössere Aufträge mit den geeigneten und kompetenten Fachkräften erfolgreich abwickeln zu können. Früchte ernten bei Jobsuche Bei der Stellensuche ist das Networking besonders wichtig. Jobs werden immer seltener ausgeschrieben; vor allem innerhalb eines Arbeitsmarktes, der ein genügend grosses Angebot an Arbeitskräften aufweist. Obwohl man sich im Rahmen einer Bewerbung mit einem professionellen Auftritt profilieren kann, sind zusätzliche Anstrengungen nötig, um eine persönliche, unverwechselbare Beziehung zu derjenigen Person aufzubauen, welche die massgeblichen Entscheidungen trifft. Gerade hier ist ein funktionierendes Netzwerk von grossem Nutzen: Wer jemanden beim potenziellen Arbeitgeber kennt, hat Vorteile. Heutzutage ist es folglich ein Muss, Networking zu betreiben. Jeder ist fähig, auf seine ganz persönliche Art zu «netzwerken». Bedingungen sind Interesse, Einsatzbereitschaft und die Einstellung, dass Networking eine gute Sache ist. Daniel Hinder leitet solveras network for solutions. Er ist als Laufbahnberater und Coach für die FH SCHWEIZ tätig. < Der Trick der Frage: Kommen Sie mit jemand Neuem in Kontakt, dann zeigen Sie sich interessiert. Der Königsweg dazu ist die aufmerksame und relevante Frage. 11

12 INLINE TITEL Der geborene Netzwerker Berner Fachhochschule Wirtschaft und Verwaltung Master of Science in Business Administration Berufsbegleitendes Studium Start September 2009 Masterstudiengang mit Schwerpunkt «Corporate/Business Development» im Anschluss an das betriebsökonomische Bachelorstudium oder das Diplomstudium FH Dauer: 2 Jahre / Unterrichtstage: Freitag und Samstag Kooperationspartner: FHS St. Gallen Infoveranstaltungen jeweils von bis Uhr Bern: Dienstag, 24. Februar / Dienstag 21. April 2009, Berner Fachhochschule, Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung, Morgartenstrasse 2c Basel: Dienstag, 10. März 2009, Hotel Victoria Basel, Centralbahnplatz 3 4 Zürich: Dienstag, 17. März 2009, Hotel Schweizerhof Zürich, Bahnhofplatz 7 Olten: Dienstag, 24. März 2009, Restaurant Buffet Olten, Bahnhof Freiburg: Dienstag, 7. April 2009, NH Hotels Freiburg, Grand Places 14 Information und Anmeldung Telefon oder Welche Personen zählen zu Ihrem wichtigsten Beziehungsnetz? Natürlich sind die Menschen in meinem persönlichen Umfeld die wichtigsten Personen. Dann hatte ich während meiner beruflichen Tätigkeit beim Reiseveranstalter Hotelplan das Glück, auf allen Kontinenten mit interessanten Leuten aus Wirtschaft, Politik, Unterhaltung und Sport in Kontakt zu kommen und eine Beziehung aufzubauen. Bezeichnen Sie sich als Netzwerker? Wenn mit Netzwerker jemand gemeint ist, der sein Beziehungsnetz aktiv aufbaut und erweitert, dann bin ich der geborene Netzwerker. Ohne diese Fähigkeit hätte ich kaum ein erfolgreiches Übersetzungsbüro mit über 300 Übersetzerinnen und Übersetzern. Überschneidet sich das private mit dem beruflichen Beziehungsnetz? Ein Grossteil der Übersetzer wohnt im jeweiligen Sprachraum oder unterrichtet an der Fachhochschule. Durch meine Tätigkeit im Ausland und durch mein Studium an der ZHAW kenne ich die Übersetzer persönlich. Und aus der engen Zusammenarbeit mit ihnen entwickeln sich oft Freundschaften. Sind Sie zufrieden mit Ihrem beruflichen Beziehungsnetz? Der Erfolg meines Unternehmens ist ein Abbild meines starken Beziehungsnetzes. Von daher bin ich sehr zufrieden. Was halten Sie von Networking? Es geht sehr vieles über Networking. Die Informationsflut ist heute sehr gross, was eine Selektion fordert. Diese Selektion ist auch eine Frage des Vertrauens. Deshalb bleibt der persönliche Kontakt wichtig. Eine seriöse Dienstleistung kann durch aktives Networking und Professionalität erfolgreich vermarktet werden. Wie pflegen Sie Ihr berufliches Beziehungsnetz? Schon in der Bibel steht geschrieben: Geben ist seliger als Nehmen. Ich glaube, das ist der Grundstein für erfolgreiches Networking. In welchen Situationen waren Sie schon froh um Ihr berufliches Netzwerk? Hauptvoraussetzung für ein funktionierendes Netzwerk ist eine professionelle Dienstleistung. Oder: Ein Netzwerk ist wie ein Lift. Nur wenn die Knöpfe funktionieren, die Kabine gleiten kann und die Tragseile stabil sind, geht es aufwärts. Das Gesamtpaket muss stimmen. In allen Situationen. (CM) < Roman Probst (36), Kommunikator (FH), ist Gründer und Inhaber des Übersetzungsbüros TRANSLATION-PROBST, Networking-Tabus Personen ausgrenzen, über andere schlecht reden, andere beim Sprechen unterbrechen, nur von sich erzählen das ist Gift für jeden Networking-Smalltalk. 12

13 Rostige Badewanne und keine Pendenzen Bundeshaus, Politik und Journalismus das berufl iche Leben von Hanspeter Trütsch spannt sich über diese Begriffe. Der Bundeshausredaktor des Schweizer Fernsehens setzt bei Kontakten auf sein Bauchgefühl und fi ndet aktives «Netzwerken» nur bedingt interessant. Text: Claudio Moro / Bild: Mario Rohner Herr Trütsch, das Jahr 2009 ist noch jung. Welche innenpolitischen Themen werden uns dieses Jahr beschäftigen? Das Jahr begann mit dem Abstimmungskampf um die Personenfreizügigkeit, ein wichtiges Thema für unser Land. Die Finanzkrise sowie ihre Auswirkungen auf unsere Realwirtschaft und die Finanzierung unserer Sozialwerke sind sicherlich zwei weitere Themen, die uns in den kommenden Monaten stark beschäftigen werden. Wie sieht ein Arbeitstag von Hanspeter Trütsch aus? Wie im Tagesjournalismus üblich, ist kein Tag so wie der andere. Dennoch ist die Arbeit hier in Bern sehr strukturiert, da eine Agenda besteht. Wir wissen also, was wann wo passiert, und können uns entsprechend vorbereiten. Wir beginnen morgens mit einer Redaktionssitzung, besprechen das Tagesgeschehen und machen uns dann an die eigentliche Arbeit. Der Medienalltag in Bern ist klar definiert und richtet sich nach den Ereignissen im Bundeshaus oder in der Verwaltung. Hanspeter Trütsch ist ein bekanntes Gesicht. Der 56-Jährige arbeitet seit 1990 beim Schweizer Fernsehen und leitet heute die Bundeshausredaktion. In dieser Funktion berichtet er über das politische Geschehen in Bern. Der Betriebsökonom FH stieg kurz nach dem Studium über eine Stage beim Schweizer Radio DRS in Zürich in den Journalismus ein. Anschliessend war er vier Jahre lang Redaktor des Regional-Journals Ostschweiz, zwischen 1982 und 1990 arbeitete er für das Schweizer Radio in Bern. Im Tagesjournalismus habe er nie Pendenzen, sagt Hanspeter Trütsch: «Wenn der Beitrag abends in der Tagesschau ausgestrahlt ist, ist das Thema vom Tisch.» Welche Akteure bestimmen Ihre Arbeit? In Bern kommen die politischen Drähte zusammen. Darum kreist unsere Arbeit um das Parlament, die Verwaltung und Regierung sowie um Parteien und Interessengruppen. Es gibt eigentlich kein innenpolitisches Thema, das nicht über Bern geht. Unsere Kernaufgabe besteht darin, die Themenauswahl zu treffen und die ausgewählten Themen aufzuarbeiten. Aktualität, Relevanz und die Frage, was unsere Zuschauerinnen und Zuschauer interessieren könnte, bestimmen dabei die Auswahl. Machen Sie mit bei der Jagd nach Primeurs, sprich beim Rennen um Erstmeldungen? Weniger. Dem Zuschauer ist es am Ende egal, ob wir das erste Medium sind, das eine Geschichte bringt. Die Jagd nach Primeurs mag unter gewissen Journalisten und Medien vielleicht belebend sein, ich halte nicht viel davon und begegne diesem Wetteifern nach vermeintlichen Enthüllungen mit viel Gelassenheit. Stichwort Enthüllungen: Können Politiker, Beamte und Entscheidungsträger Geheimnisse für sich behalten? In diesem Zusammenhang bemühe ich gerne das Bild der rostigen Badewanne. Irgendwo rinnt es immer. Und Sie sind Teil der Abflussrinne? Wenn Sie so wollen, ja. Bern ist klein, man kennt die wichtigsten Player. Manchmal genügen ein Telefongespräch und eine klare Frage, um etwas zu erfahren. Besitzen Sie dazu ein geheimes Adressbüchlein? Nein. Weder eine Checkliste noch eine Liste mit wichtigen Kontakten. Ich halte nicht viel von diesem theoretischen Gerede über Aufbau und Pflege von Netzwerken. Dennoch besitzen Sie ein Netzwerk? Ich besitze ein Netzwerk, wie wohl jeder andere Mensch auch. Ich habe es aber nicht speziell aufgebaut und pflege es auch nicht nachdrücklich. Von zweckorientierten Kontakten halte ich nicht viel. Wenn ich eine Frage zu einem Thema habe, wie etwa zur AHV oder zu Steuern, dann kann ich Spezialisten fragen oder kenne in meinem persönlichen Umfeld bestimmt eine Person, die davon in irgendeiner Weise betroffen ist. Aus Schule, Familie, Elternhaus, Studium, Militär oder Sport existieren viele Kontakte. Die Schweiz ist ein kleines Land. Man trifft immer wieder auf dieselben Personen, nur in anderen Positionen Fortsetzung nächste Seite 13

14 INLINE TITEL oder bei anderen Gelegenheiten. Die Netzwerke, gerade in der Politik, bestehen seit vielen Jahren. Hat man sich irgendwo eingehakt, dann kennt man sich etwas. Das genügt mir eigentlich, um meine Arbeit zu machen. Entstehen auch mal Freundschaften? Das politische Geschäft in Bern ist knallhart. Da bleibt für Sentimentalität wenig Platz. Für meine Arbeit genügt eine sachliche und nüchterne Beziehung. Mir gefällt in diesem Zusammenhang der Ansatz: «Be true, be clean». Kommt hinzu, dass ich wenig Lust habe, auch meine Freizeit mit Politik zu belegen. Wie erkennt man «grosse» Politikerinnen und Politiker? Hier muss ich gleich etwas klarstellen: Die Sichtbarkeit in den Medien macht die Qualität eines Politikers nicht aus. Die Fraktion bestimmt, welche Parlamentarierin beziehungsweise welcher Parlamentarier der betreffenden Partei die Meinungsführung in einem bestimmten Thema übernimmt. Diese Person ist dann unser Ansprechpartner und erzielt dementsprechend eine hohe Medienpräsenz. Ein guter Politiker muss diese Person nicht automatisch sein, Ersterer kann vielleicht nur im Hintergrund tätig bleiben. Es ist also nicht so einfach, die grosse Politikerin oder den grossen Politiker zu entdecken. Gibt es ein wiederkehrendes Merkmal in der Schweizer Politik? Wiederkehrend ist, dass Probleme vielfach nur mit der Verabschiedung von komplexen Gesetzen gelöst werden. Ich stelle mir dabei oft die Frage, ob man auf diesem Weg das erreicht, was man ursprünglich wollte. Das Heil wird regelmässig im Gesetz gesucht. Eine letzte Frage: Was ist entscheidend für Ihre beruflichen Beziehungen? Ich gehe intuitiv vor, nicht schematisch. Mein Bauchgefühl ist entscheidend. Herr Trütsch, vielen Dank für das Gespräch. < Teilen Sie! Horten Sie Ihre Kontakte nicht. Studien zeigen, dass Vermittler von Kontakten selbst viel erfolgreicher im Networking sind als Menschen, die ihre Kontakte abschirmen. Oder anders formuliert: Wer Menschen zusammenbringt, bringt sich ebenfalls mit ein. St. Galler Networking-Tag mit Hanspeter Trütsch «Erfolgreich werden ist unser aller Ziel». Mit diesem zugespitzten Satz eröffnete Christoph Meier, Präsident der St. Galler Alumni FHS Wirtschaft, Anfang September 2008 den 4. St.Galler Networking-Tag der St. Galler Alumni und regte die 300 Anwesenden sogleich zum Nachdenken an. «Unser Networking-Tag will genau das: eine Plattform sein im Dienste des Austausches von Erfahrungen sowie Gedanken zwischen unseren Mitgliedern, Gästen und der Öffentlichkeit», sagt Christoph Meier. Der Tag sei ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der St. Galler Alumni FHS Wirtschaft und stelle das jährliche Highlight dar. «Wir unterstützen mit diesem Anlass die Identifikation der Mitglieder mit unserem Verein und der Fachhochschule. Der Networking-Tag erlaubt uns, selbst über die Vereinsgrenze hinaus sichtbar zu sein. Kurz gesagt: Networking pur.» Die Veranstaltung steht jeweils unter einem Motto. Anregende und unterhaltende Referate aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik bieten Gelegenheit, sich dem Motto aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern. «Auf dem Programm stehen jeweils zwei Hauptund sechs Kurzreferate. Wir können den Anwesenden ein spannendes Informationsangebot mit klarem Konzept bieten», betont Christoph Meier mit Stolz. Die vierte Ausgabe des Networking-Tags stand zum Beispiel unter dem Motto «Persönlichkeiten: schräg und erfolgreich». Die Haupt referate wurden vom ehemaligen Präsidenten des FC St. Gallen, Dieter B. Fröhlich, und vom Fernsehmann Kurt Aeschbacher gehalten. Hanspeter Trütsch, selbst Mitglied des Alumni-Vereins, durfte im Rahmen eines der sechs Kurzreferate vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen über den heutigen Umgang mit Informationen berichten. «Wir waren zum zweiten Mal ausverkauft. Das Interesse an unserem Networking-Tag wächst Jahr für Jahr», bestätigt der Präsident. Die Veranstaltung mündet in die beliebte Networking-Party, die jeweils bis spät in den Abend dauert. Zum Networking-Tag werden die Mitglieder der St. Galler Alumni FHS Wirtschaft eingeladen zudem Ehemalige, die nicht Mitglied des Alumni-Vereins seien, und die Öffentlichkeit, erklärt Mathias Kleiner von der Geschäftsstelle des Alumni-Vereins. Die Veranstaltung beginnt jeweils um 13 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Im kommenden September steht der Networking-Tag unter dem Motto «Phönix aus der Asche». Mit Sicherheit genauso interessant und bestimmt ebenfalls erfolgreich. Ein Besuch lohnt sich. (CM) 14

15 Business-Sprachtraining im Ausland.» Führend in Business- Sprachtrainings im Ausland Ein Netz aus Datenbytes. (Bild: mr) Stichwort «Social Networking» Geben ist seliger denn nehmen. So heisst es in der Bibel. Wer Daten, Informationen, Wissen oder Erfahrungen zur Verfügung stellt (geben), fördert anderseits den Empfang von Informationen, Daten, Wissen und Erfahrungen (nehmen). Dieses simple Prinzip regiert den Austausch zwischen Menschen, auch bei webbasierten sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, StudiVZ oder LinkedIn. Diese Social Networking Sites (SNS) haben Treffen am Stammtisch oder im Turnverein verdrängt. Jüngere Generationen haben ihre eigenen Gefässe gefunden, um Kummer sowie Glück zu teilen oder sich die Welt zu erklären. Die Freundin der Freundin des Kollegen ist plötzlich auch eine Freundin, und die zuweilen uferlose Distanz zwischen Menschen schrumpft auf läppische Pixellänge zusammen. SNS-Beziehungsnetze folgen anderen Mustern und Regeln. Auch Alumni-Organisationen kommen an diesen SN-Plattformen nicht vorbei. Auf Xing beispielsweise pflegen laut offiziellen Angaben über 2000 Alumni-Gruppen weltweit einen Auftritt. Auch die FH SCHWEIZ hat Mitte 2008 auf Xing eine eigene Gruppe eingerichtet. «Wir wollen den Austausch unter den Absolventinnen und Absolventen auch hier gewährleisten», begründet Claudia Sutter, die bei der FH SCHWEIZ hinter diesem Projekt steht. «Gegenwärtig zählen wir rund 600 Kontakte, darunter Studierende, Ehemalige und Neugierige.» Dem Networking-Bedürfnis der Geschäftswelt kommt Xing bestens nach. «Für uns ist es eine wichtige Ergänzung unserer bestehenden Bestrebungen, die Mitglieder der einzelnen Ehemaligenvereine untereinander zu vernetzen», sagt Claudia Sutter. Und die lockere Verbindung über eine derartige Plattform bewährt sich. «Dank Xing konnte ich jüngst einen Referenten für eine Veranstaltung finden: sozusagen per Mausklick.» Freilich: Ab einem bestimmten Grad der Tiefe eines Kontakts bieten sich andere Kommunikationswege an. «Bald sind s, Telefongespräche oder das persönliche Treffen wichtiger. Die Attraktivität einer solchen Plattform stösst damit an ihre Grenzen», lautet das Fazit von Claudia Sutter. Der SNS-Hype ist gross und modern. Geben und Nehmen entfalten sich im multimedialen Grossformat. Privates und Berufliches vermischen sich oft. Am Ende zählt aber immer noch die Networking-Grundregel: Die eigenen Ziele und Erwartungen bestimmen den Erfolg eines Netzwerks. Auch im Universum der Datenströme. (CM) <» Ausgewählte Qualitätsschulen, die wir persönlich kennen» Umfassende und kostenlose Beratung für Individualund Firmenkunden» Namhafte Referenzen und grosses Partnernetzwerk Prospekte & Informationen: Hauptsitz: Boa Lingua BusinessClass Gubelstrasse 15, 6304 Zug Telefon Weitere Filialen: Zürich, Bern, St. Gallen, Luzern, Chur Mitglied von: 15

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17 INLINE FH SUISSE Un réseautage à «l européenne» Le réseautage joue un rôle clé dans la vie professionnelle. Marc-André Burdet, responsable FH SUISSE, fait le point sur les activités de la FH SUISSE en Suisse romande pour renforcer le réseautage entre les diplômés HES. Il faut renforcer le réseautage. (image: mr) Texte: Marc-André Burdet Durant deux jours, du 8 au 9 octobre 2008, il y avait, à Palexpo Genève, le salon des Ressources Humaines. Tous les professionnels de la branche s y étaient donnés rendez-vous; Pour nombre d entre eux, il s agissait d un salon leur permettant de s informer sur les nouveautés du marché en terme d emploi, de recrutement, de logiciels informatiques ou autres services aidant les RH dans leur quotidien. Beaucoup de contacts, de poignées de main, ainsi que d échanges de cartes de visites! Le réseautage joue un rôle clé dans la vie professionnelle d une personne, aussi bien pour les cadres, les entrepreneurs que pour les employés ou les offreurs de services. Pour réussir, il n y a pas meilleure façon que de se rendre dans le plus de salons, conférences et soirées possibles. Il faut se fai- Suite à la page suivante Day one is just the beginning Day one. It s where all the hard work pays off. Where you set your goals, achieve your ambitions and reap the rewards. It s where the future is there for the taking. And your best is yet to come. From the day you join us, we re committed to helping you achieve your potential. So, whether your career lies in assurance, tax, transaction, advisory or core business services, shouldn t your day one be at Ernst & Young? Take charge of your career. Now. ey.com/ch/careers 2008 EYGM Limited. All Rights Reserved. 17

18 INLINE FH SUISSE re connaître, savoir se faire apprécier afin d élargir son portefeuille. Dans ce type de relations publiques, il existe deux sortes d approches: l une «américaine» et l autre «européenne», que je vais vous développer de manière schématique. «Américaine» ou «européenne» La première consiste à faire grossir son carnet d adresses le plus rapidement possible, sans réellement connaître la personne concernée; montrer que l on possède un nombre certain de cartes de visites reflète l importance du concerné. L avantage, indéniable, est de faire avancer rapidement le processus économique! La seconde méthode, celle européenne, agit différemment; une cartothèque est certes très importante, mais l aspect humain doit primer. Généralement, le problème est donc abordé sous un autre angle. On aborde la personne, discute avec elle, on essaye de la connaître bref, de nouer un contact; les deux parties savent bien que le but ultime est l échange de cartes, mais de manière plus humaine et moins mécanique (ou automatique). Une fois connu notre interlocuteur est plus prompt à nous aider, si besoin était, grâce à la liaison qui s est tissée! On ne peut pas dire que l une ou l autre méthode soit plus juste, il faut simplement savoir ce que l on préfère pour atteindre son but! Beaucoup de travail Après quelques mois d activité en Suisse romande de l antenne de FH SUISSE, l art du réseautage semble être une discipline qu il convient de renforcer. Les diplômés HES sont certes conscients de l importance des réseaux dans leur carrière professionnelle, FH SUISSE Secrétariat Suisse occidentale Rue de la Jeunesse Delément Equipe: Anna Belle Bauman (39) Administration et responsable de la permanence Suisse occidentale Marc-André Burdet (31) Manager Suisse occidentale mais trop souvent, on nous fait comprendre que cette tâche au combien importante n est pas une priorité. Il convient donc de faire évoluer les mentalités. Cela ne se fera qu en y consacrant le temps voulu, c est-à-dire en s imposant une discipline. Par ailleurs, on constate souvent que le réseautage «à l américaine» prédomine parmi nos membres mais ne porte en Suisse pas nécessairement ses fruits. Faire grossir son carnet d adresse est une chose, mais y consacrer l énergie pour entretenir ses contacts en est une autre. Enfin, les nouveaux réseaux sociaux créés sur Internet sont certes très fréquentés, mais il faut remarquer qu à part repérer ses «amis» et les ajouter à son carnet d adresse et converser avec des cercles proches de connaissances, peu de contacts fructueux avec des inconnus se développent. Le bureau FH SUISSE pour la Suisse occidentale entend donc redoubler d effort et nous avons entrepris dès ce début d année un tour de nos différents cantons pour rencontrer les responsables des associations d anciens diplômés et les représentants des écoles HES afin d établir un réseau «à l européenne» et envisager toutes les collaborations à mettre en place afin de favoriser les échanges. Par ces quelques lignes, j aimerais lancer un appel spécialement à tous nos collègues diplômés romands. FH SUISSE et les HES se mobilisent et mettent tout en œuvre pour qu un réseau fort de diplômés HES se développe en Suisse romande, réservez-leur un bon accueil et n hésitez pas à nous suggérer toutes les mesures qu il y aurait lieu de mettre en place. Pour plus d informations: < Un atout pour tous Le réseautage actif prend de plus en plus d importance. Il est important aujourd hui de construire et d entretenir de solides réseaux, Daniel Hinder en est convaincu. Il dirige un cabinet de psychologie spécialisé dans les conseils, les entraînements et les évaluations. Il estime par ailleurs que les réseaux procurent un sentiment de sécurité qui a souvent été perdu dans la vie professionnelle. Texte: Daniel Hinder Un réseau est un tissu de relations entre des personnes qui se soutiennent mutuellement. Ces personnes ont souvent des intérêts communs et éprouvent du plaisir à échanger et à s aider mutuellement. Certaines personnes traversant une période difficile par exemple un licenciement se demandent alors quels contacts pourraient leur être utiles et comment les activer ou les renouveler. D autres, en revanche, consacrent déjà beaucoup de leur temps professionnel et personnel à entretenir des contacts importants, même dans les périodes favorables. Le succès du réseautage ne dépendant d aucune règle, il est judicieux de s interroger dans un premier temps sur les objectifs personnels que l on souhaite atteindre avec son projet de réseau. En effet, seul ce que l on aime faire a un caractère durable. Il faut se poser ensuite une autre question: lesquelles de nos capacités et aptitudes sont susceptibles d être attrayantes pour autrui? Enfin, il faudra définir ce dont on a besoin pour réaliser les objectifs fixés. Et c est à partir de là que l on pourra s orienter de manière ciblée vers la forme de réseautage la plus appropriée. Du club des anciens élèves au parti Des réseaux peuvent être créés par le biais de fédérations comme la FH SUISSE. Mais des associations et des partis, ainsi que des contacts issus de l environnement professionnel contacts avec des clients, des fournisseurs ou des collègues de travail peuvent 18

19 Le concept des réseaux. (imag: mr) Utiliser les déjeuners constituer la base des réseaux. L environnement privé offre de nombreuses possibilités de réseautage souvent sous-estimées: les camarades de classe ou d étude, les connaissances, les voisins ou anciens collègues peuvent représenter de précieux contacts. Internet offre également de nombreuses possibilités de constituer des réseaux. Des plateformes de réseaux sociaux telles que Xing complètent les contacts entretenus de manière traditionnelle. Ces plateformes utilisées à bon escient offrent de nombreux avantages. On peut par exemple entretenir efficacement des contacts existants ou évaluer de nouveaux contacts. Mais elles ne peuvent toutefois remplacer le contact personnel, celui-ci présentant une toute autre qualité. Les rencontres en vue de l échange de cartes de visite ou autres formes d entretien de contacts ne sont plus dans l air du temps. Comment demander un soutien? Dans un bon réseautage, il n y a pas de séparation stricte entre la sphère privée et la sphère professionnelle. Le réseautage ne devrait pas seulement se limiter à l aspect professionnel. Il doit être basé sur la joie, l intérêt réel pour autrui, la disposition à se soutenir mutuellement ainsi que l échange d informations et de connaissances. Le réseautage s oriente sur un tissu relationnel utile et profitable à tous les participants. Les bons réseauteurs établissent leurs contacts sans rechercher immédiatement un intérêt. Néanmoins l organisation des relations et le réseautage doivent se faire de manière ciblée, ce qui permet de moins se disperser et de gagner un temps précieux. En d autres termes, une attitude ouverte, transparente et sincère permet de se comporter de manière constructive, en faisant preuve d estime et de respect d autrui. Dans cette perspective, un bon réseautage signifie que l on peut demander un soutien mais d une manière qui laisse toujours à autrui la possibilité de refuser. Chez les indépendants, le réseautage axé sur un projet est très prisé et permet également d exécuter avec succès des commandes importantes en s assurant le soutien de personnels qualifiés adaptés et compétents. Des avantages pour la recherche d emploi Le réseautage est particulièrement important pour la recherche d emploi. Les postes sont de moins en moins mis au concours, à plus forte raison sur un marché du travail qui présente une offre de main d œuvre suffisamment importante. Même si dans le cadre d une candidature, on peut se distinguer en mettant en avant son identité professionnelle, des efforts supplémentaires sont nécessaires pour établir une relation personnelle unique avec la personne qui prend les décisions déterminantes. Et c est là précisément que le bon fonctionnement du réseautage peut être très utile: connaître quelqu un qui travaille pour l employeur potentiel est un avantage certain. Faire du réseautage est aujourd hui un «must». Chacun est en mesure de pratiquer le réseautage à sa propre manière. Il suffit de faire preuve d intérêt, d engagement et d être convaincu que le réseautage est une bonne chose. Daniel Hinder dirige solveras network for solutions. Il est conseiller en carrière et coach pour FH SUISSE. < Quelles sont les personnes faisant partie de votre principal réseau relationnel? Ma famille, ma compagne et mon cercle d amis proches. Vous qualifiez-vous de réseauteur? Oui, je pense que c est le terme approprié. Sur le plan privé et professionnel, chacun se déplace à l intérieur d un réseau de personnes en perpétuel changement. Lorsqu on se sent bien avec les autres dans ce processus de rencontre, on a automatiquement davantage de contacts et un réseau plus important. Y a-t-il des recoupements entre les réseaux relationnels privé et professionnel? Oui. On ne peut jamais séparer complètement la sphère professionnelle de la sphère privée. Par ailleurs, on doit se sentir bien sur son lieu de travail et parmi les gens avec qui l on travaille. On a donc automatiquement des recoupements. Êtes-vous satisfait de votre réseau de relations professionnelles? Oui, très satisfait. J ai fait la connaissance de nombreuses personnalités intéressantes au cours de ma carrière professionnelle. Que pensez-vous du réseautage? Le réseautage est très important. Mais on doit toutefois toujours rester soi-même. On doit avoir du plaisir à entrer en contact avec autrui et non pas se forcer à faire connaissance avec de nouvelles personnes. Comment entretenez-vous votre réseau de relations professionnelles? Avec des déjeuners en commun ou en allant prendre un café ensemble. Ce sont toujours des possibilités idéales pour avoir un échange réciproque sur des nouveautés. Dans quelles situations votre réseau professionnel a-t-il été source de satisfaction pour vous? Souvent, je fais appel à mon réseau lorsque je sais que la personne en question dispose de solides connaissances ou d une plus grande expérience dans un domaine, que ce soit pour la recommandation d un restaurant ou pour des problèmes plus complexes. Bien entendu, je me tiens aussi volontiers à la disposition de mon réseau. Seule une situation win-win permet de réussir à long terme. (CM) Massimo Ciampa (28) est ingénieur informatique ((HES) est membre de Archimedes Ostschweiz. < 19

20 INLINE FH SUISSE OMP: situation actuelle L été dernier, l Office fédéral de la formation professionnelle et de la technologie (OFFT) a lancé la consultation concernant un nouveau projet de loi pour l ordonnance sur la maturité professionnelle (OMP). Les anciennes orientations de la maturité professionnelle n ont pas été reprises dans ce projet, l OFFT a proposé à leur place des branches spécifiques qui pourront être choisies librement par les étudiants. Lors des réponses aux consultations, de nombreuses critiques ont été émises dans différents domaines. Il s agit tout de même selon les estimations en question d un modèle à succès, même si les cantons et les fédérations critiquent la suppression des orientations de la maturité professionnelle. En outre, de nombreux participants à la consultation redoutent qu ainsi, l aptitude à suivre l enseignement dispensé par les hautes écoles spécialisées soit remise en question. Le projet a été refusé également en raison de la répartition des heures entre les différentes branches, qui n a pas été jugée satisfaisante. Un projet de loi remanié et proposant une nouvelle définition des branches existe déjà. Le domaine d apprentissage interdisciplinaire prévu dans le premier projet a été écarté, l interdisciplinarité sera en revanche directement intégrée dans chaque branche; dans chacune d entre elles, les étudiants de MP devront étudier 10% du cours de façon interdisciplinaire afin d apprendre à travailler de manière autonome et à se familiariser avec l interdisciplinarité. Les étudiants devront rédiger un travail interdisciplinaire pour chaque année d apprentissage. Requis par FH SUISSE, le rattachement des branches spécifiques aux domaines d études HES a été bien accueilli. Une combinaison appropriée de branches spécifiques sera vraisemblablement proposée pour chaque spécialisation HES. La définition actuelle du corps enseignant figurant dans l ordonnance ne réserve pas aux seuls Masters universitaires la possibilité de donner des cours de maturité professionnelle: comme auparavant, les porteurs de titres HES (Bachelors et Masters HES) peuvent également enseigner. FH SUISSE soutient fortement ce point. L OFFT soumettra le nouveau projet d ordonnance au Conseil fédéral au plus tard à la mi Les premiers étudiants de MP devraient pouvoir suivre les cours selon le nouveau droit dans le courant de l année (CS) < Roadshow: un succès En novembre et décembre, quelque 400 personnes ont assisté au Roadshow «Lever de rideau pour les Bachelors et Masters». Cette série de manifestations organisée par FH SUISSE s est tenue à Bâle, Winterthour, Zurich, Saint-Gall, Berne, Lucerne et Fribourg, au siège de la haute école spécialisée de chaque ville. L objectif du Roadshow était de présenter aux responsables des HES, aux spécialistes des ressources humaines ainsi qu aux personnes intéressées par les questions de formation les modifications les plus récentes concernant le domaine des HES. «Pour nous, il était tout aussi important de recueillir les appréciations du monde du travail que de connaître ses expériences», souligne Claudia Sutter, responsable des relations publiques de FH SUISSE. Le programme comportait à chaque fois trois exposés qui ont permis de présenter, de discuter et de commenter les changements du point de vue des HES, du monde du travail et de l administration fédérale. «Les très nombreuses réactions positives des participants nous prouvent que ces efforts ont valu la peine», poursuit Claudia Sutter. «Les intéressés ont beaucoup apprécié que l échange d informations et d expériences entre les HES, le marché du travail et les autorités puisse se faire dans un cadre aussi restreint.» Le Roadshow a apporté quelques expériences importantes: les responsables du recrutement constatent que les diplômées et diplômés des HES sont de plus en plus jeunes et disposent donc de moins d expérience dans le domaine correspondant. En général, le type d école fréquenté (HES, université ou EPF) n est pas le critère décisif lors du recrutement. Dans les faits, les diplômés des HES, universités ou EPF ont les mêmes chances de trouver un emploi à la fin de leurs études. En termes d entrée dans la vie active, une équivalence des diplômes semble s établir. «Il en résulte toutefois aussi que les différences faisant la spécificité de la formation des HES sont un peu passées au second plan», souligne Toni Schmid, directeur de FH SUISSE. «Nous devons repréciser plus nettement le profil de la formation en HES. En effet, sa forte orientation pratique constitue l atout décisif qu elle offre aux entreprises. Ce formidable avantage doit transparaître plus clairement à tous les niveaux.» (MM) < Meilleures chances de carrière L aspect pratique du diplôme de Bachelor HES fait partout l objet d éloges, déclarait récemment un article de la presse économique. Mais des voix s élèveraient dans les entreprises suisses pour montrer que ce type de diplôme suffirait à limiter les chances de carrière. J ai été très étonné à la lecture de ces lignes. De quelles voix s agit-il ici? Dans quelle mesure connaissent-elles les tenants et aboutissants de la réforme de Bologne? Et comment peuvent-elles juger un diplôme supérieur alors que nous n avons pratiquement aucune expérience concrète? En effet, rappelons que la première génération de Bachelors HES a passé son diplôme à l automne Parler ici de carrière est d un incomparable grotes que. Cet exemple me conforta dans l idée que notre travail, surtout en matière de politique de promotion professionnelle, est très important et qu un gros travail d information reste encore à faire. Même dans nos propres rangs. On parle beaucoup de la dépréciation ou de la réappréciation des diplômes de niveau supérieur, par exemple quand on compare les diplômes de l ancien système aux titres actuels de Bachelor et Master. C est logique et compréhensible. Certains sont mécontents, quelques-uns sont à la recherche d une solution pragmatique et juste, d autres encore ne se sentent qu accessoirement concernés. Le fait est que le diplôme HES décerné jusqu à présent est un excellent diplôme de fin d études supérieures. Il jouit d une excellente réputation, nous sommes nombreux à occuper des postes importants et de responsabilité, dans des petites comme dans des grandes entreprises. Les exemples de carrières réussies abondent. Il suffit de regarder autour de soi. Par contre, le titre de Bachelor HES est encore récent et devra faire ses preuves dans la pratique, mais ici aussi, les pronostics sont extrêmement favorables. Il appartient désormais aux entreprises de tirer leurs conclusions et de les transmettre aux groupes de personnes concernés. Et j espère que, cette foisci, les voix issues des entreprises mentionnées ci-dessus s attelleront à la tâche avec le soin et les connaissances nécessaires. Guido Korner Guido Korner Membre du comité directeur FH SUISSE 20

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