50+ Alterung in Europa

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1 50+ Alterung in Europa Rudolf Winter-Ebmer, Universität Linz, zusammen mit Michael Radhuber, Nicole Halmdienst, Mario Schnalzenberger und Thomas Schober

2 Was ist SHARE? Erforschung des Alterungsprozesses Alle Aspekte der Alterung auf individuellem Niveau erfasst Repräsentativer Survey von Personen 50+ für Europa und darüber hinaus Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 2

3 Länderübergreifend 15 teilnehmende Staaten Konzept Interdisziplinär Ökonomie, Soziologie, Psychologie, Medizin... Longitudinal (wiederholte Befragung) die selben Personen werden jedes 2. Jahr wieder befragt Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 3

4 15 Länder: Österreich, Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien, Dänemark, Schweden, Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien (+ Tschechien, Polen, Irland, Israel) + Ungarn, Estland, Slowenien, Luxemburg, Portugal Vergleichbare Studien: England USA Korea und Japan, Indien Länderübergreifend USA IR SP UK * FR DK NL BE DE CH SE * * CZ AT Korea Japan * Israel Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 4 IT PL GR

5 Longitudinal Alterung ist ein Prozess und kein Zustand! Wie verändern sich die Rahmenbedingungen in denen ältere Menschen leben? Wie passen sich ältere Menschen an die geänderten Rahmenbedingungen an? Probleme? Untersuchung von Ursachen und Wirkungen, sowie Veränderungen wird möglich! Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 5

6 Panel 50+ Datenerhebung zu Themen wie Gesundheit, Erwerbstätigkeit, Einkommen oder familiären Beziehungen Zielgruppe: 50+ (ca Menschen) Finanziert bisher durch EU und NIA (US National Institute of Aging) Koordiniert in Mannheim Mannheim Research Institute for the Economics of Aging, Axel Börsch-Supan Österreich: Universität Linz und VID Wiederholte Befragungen 1. Welle Welle Welle 2008 (Lebensgeschichten) 4. Welle 2010/11: Sample wird erhöht auf ca pro Land Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 6

7 Wissenschaftlicher Wert SHARE frei zugänglich für alle WissenschafterInnen weltweit Daten sind anonym Klassische Forschungsinfrastruktur: relativ hohe Einrichtungskosten, aber Nutzerkosten sind sehr gering registrierte Nutzer bisher (Biologie, Demographie, Epidemiologie, Gerontologie, Gesundheitspolitik, Medizin, Ökonomie, Psychologie, Public Health, Soziologie und Statistik), 100 aus Österreich HRS (Health and Retirement Study) USA seit 1991 hat zu mehreren 1000 wissenschaftlichen Publikationen geführt. HRS wird sehr oft in U.S. Senat-Hearings verwendet SHARE bisher: 19 Bücher, 160 Artikel in Fachzeitschriften, 110 Buchkapitel und mehrere 100 Arbeitspapiere Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 7

8 Registrierte Benutzer Registered Scientific Users May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sept Oct Nov Dec Jan Month

9 Users: Country Number of users Germany United States Italy Netherlands United Kingdom Belgium France Austria Spain Switzerland Israel Ireland Sweden Denmark Czech Republic Greece Poland Finland Portugal Australia 9

10 Gesundheit Rund % der Studie sind gesundheitsbezogen: Subjektive Maße Objektive Maße zu Gesundheit und medizinischer Versorgung Selbsteinschätzung Gesundheit Beurteilung der Versorgung Gestellte Diagnosen Erhaltene Therapien Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 10

11 Objektive Messung: nicht-invasive Biomarkers in SHARE Griffstärke Atemstärke Gehgeschwindigkeit Aufstehen Leicht in Sozialsurveys messbar Quelle: SHARE Interviewerhandbuch, Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 11

12 Gesundheit Nutzen von SHARE II Gesellschaftlicher Nutzen: Spannungsfeld Gesundheitsversorgung vs. Alterung - Wie sichern wir unsere Sozialsysteme? Dynamisches Bild der Gesundheit im Alter in Österreich und Europa Wo stehen wir, wohin bewegen wir uns? Erhebung von Bedürfnissen der alternden Bevölkerung Evtl. Mängel in Gesundheitsversorgung, Pflege Vergleich von europäischen Gesundheitssystemen Was funktioniert, was nicht? Gestaltung von möglichst wirkungsvollen Präventionskampagnen Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 12

13 Gesundheit Nutzen von SHARE III Weitere Fragestellungen die dank SHARE beantwortet werden können: Effekt von Selbstbehalten auf die Gesundheit insb. einkommensschwächerer Schichten Auswirkung von Vorsorgeuntersuchungen auf die allg. Gesundheit Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten vom Versicherungsträger finanziert werden? Auswirkungen von Risikofaktoren auf Gesundheit Rauchen, Alkohol, wenig Bewegung, Übergewicht (BMI) Wo sind Präventionskampagnen am wirksamsten? Öffentliche versus private Gesundheitsversorgung und -Vorsorge Effekte von privaten Zusatzversicherungen Effizienzvergleich von verschiedenen Systemen (im Hinblick auf Gesundheit) Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 13

14 Gegenwart und Zukunft Wert einer Paneluntersuchung steigt mit Dauer und Grösse des Panels überproportional SHARE in European Roadmap for Research Infrastructure aufgenommen (ESFRI) Ausweitung des Samples Forschungsinfrastruktur Großprojekte für Großteil der Finanzierung national Hauptpartner ist das Wissenschaftsministerium Zusatzfinanzierung vom BMAS, ev. anderen Ministeriem Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 14

15 Bildung und Gesundheit Switzerland Average physical health index Netherlands Sweden Austria Germany France Belgium Greece Czech Rep Italy Spain Israel Poland Denmark Proportion of sample with tertiary education Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 15

16 Aktuelle Frage: Bildung --- Gesundheit Starke Unterschiede in Gesundheit/Mortalität nach Bildung Was ist die Ursache? Aktuelle Untersuchung mit Partnern aus Bologna/Padua Lebensstil gesünderer Arbeitsplatz Ist Bildung die Ursache des gesünderen Lebensstils? Oder gehen Personen, die gesünder oder cleverer sind, einfach länger zur Schule? Untersuchung über Verlängerung der Schulpflicht: Personen, die davon betroffen sind, müssen ihre Schulbildung erhöhen Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 16

17 Ungenutzte Kapazitäten: gesunde Befragte zw. 50/64, die im Arbeitsprozess sind Men Women France Netherlands Greece Germany Poland Belgium Spain Italy Austria Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 17 Czech Rep Ireland Switzerland Sweden Percent Denmark

18 Produktives Altern: Freiwilligenarbeit France Germany Israel Austria Italy Czech Rep. Spain Greece Poland Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 18 Switzerland Belgium Sweden Denmark Netherlands Percent 20 25

19 Bedeutung der Familie: Nähe zum nächsten Kind SE DK DE NL BE FR CH AT IT ES GR CZ PL IL household building < 1 km 1 25 km km > 100 km Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 19

20 Bedeutung der Familie: Häufigkeit der Kontakte SE DK DE NL BE FR CH AT IT ES GR CZ PL IL daily several times a week once a week once a month never Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 20

21 Hilfe zw. den Generationen Given Received Germany Switzerland Austria France Italy Greece Spain Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 21 Netherlands Sweden Denmark 0 10 Percent 20 30

22 Gesundheit im letzten Lebensjahr Age Group Sex Education Region Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz Percent Men Women Low High Northern Western Southern Fully functional Moderately restricted Severely restricted

23 Depressionen im Alter Men Women Belgium Czech Rep Greece Austria Netherlands Germany Ireland Sweden Denmark Switzerland Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 23 Italy France Spain Israel Poland 0 20 Percent 40 60

24 Perspektiven 2024 SHARE hat eigene Rechtspersönlichkeit SHARE-ERIC Welle IV, Feldarbeit seit Jänner 2011 Aufstockung der Stichprobe auf jeweils 5500 Befragte pro Land Jedes 2. Jahr eine neue Welle der Befragung Weitere EU Länder sollen einbezogen werden Innovationen: Biomarkers, Rudolf Winter-Ebmer, JKU Linz 24

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