14. DKM-Kapitalmarkt-Forum 25. November Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 und Erwartungen der DKM für Andreas Brauer, DKM

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1 14. DKM-Kapitalmarkt-Forum 25. November 2015 Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 und Erwartungen der DKM für 2016 Andreas Brauer, DKM

2 Überblick Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 Erwartungen der DKM für

3 Erwartungen der DKM für 2015 Wegen der anhaltenden Deflationsbefürchtungen und der schwachen Konjunkturentwicklung wird die Europäische Zentralbank ihre Niedrigzinspolitik beibehalten Es ist damit zu rechnen, dass die von der EZB eingeführten Strafzinsen für kurzfristige Guthaben auch Bankkunden in Rechnung gestellt werden Im mittel- bis langfristigen Bereich gehen wir eher von einer Seitwärtsbewegung aus. Bei 10-jährigen Pfandbriefen erwarten wir Renditen zwischen 0,90 % und 1,30 % Der Aktienmarkt bleibt für ertragsorientierte Investoren ein attraktives Anlagesegment Konjunkturelle Einflüsse werden die Schwankungen stärker beeinflussen Fundamental faire Bewertungen und attraktive Dividendenrenditen bieten Chancen für eine weitere positive Entwicklung der europäischen Märkte Renten 3

4 Wertentwicklungen Renten Alternative Aktien Währungen/Gold Höchststand Wert per Tiefststand

5 Aktien 5

6 Rohstoffpreise sinken und stellen ein großes Konjunkturpaket dar 6

7 aber nicht für alle Volkswirtschaften, Wachstumssorgen in Schwellenländern Quelle: Union Investment Strukturelle Wohlfahrtsverschiebung von Rohstoff-Ökonomien zu Veredler-Ökonomien 7

8 China Langsameres Wachstum: Weiterhin Zweifel an der Qualität der statistischen Daten Abwertung des Yuan: Lokale Kaufkraft verringert / Risiko für den privaten Konsum / Risiken für Unternehmen mit Dollarkrediten Hohe Verschuldung: Vor allem von Unternehmen und Kommunalregierungen / Risiken für den Finanzsektor Kurseinbruch am Aktienmarkt: Nach massiven Kursgewinnen platzt die Blase / Chinesische Privatanleger investieren vielfach auf Kredit 8

9 Europa Italien auf Wachstumskurs, Griechenland bleibt vorerst im Euro Matteo Renzi - Arbeitsmarktreform, Verschlankung des Verwaltungsapparats, Wahlrechtsreform Nach drei Jahren Rezession kehrt Italien 2015 auf den Wachstumspfad zurück Neuwahlen nach Konfrontationskurs zwischen griechischem Staat und Gläubigern im Sommer Alexis Tsipras - Verpflichtung, alles zu tun, um Griechenland in der Währungsunion zu halten 9

10 Zinsen 1,2 1,0 Rendite 10-jährige Bundesanleihe - Entwicklung über 1 Jahr 0,8 0,6 0,4 0,2 0,0 10

11 Expansive Geldpolitik der EZB Anleihekaufprogramm: Von März 2015 bis September 2016 / EZB kauft pro Monat Staatsanleihen und covered bonds im Volumen von 60 Mrd. Euro / diese zusätzliche Nachfrage führt zu sinkenden Renditen und einer Angebotsknappheit entsprechender Anleihen Weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt: Aus Sorge vor zusätzlichen Abwärtsrisiken für Konjunktur und Inflation / Einlagenzins könnte von aktuell -0,20% weiter gesenkt werden / Anleihekaufprogramm könnte in Dauer und Höhe ausgebaut werden Mögliche Leitzinswende: verschiebt sich ins Jahr 2018 ff. 11

12 Blase am Rentenmarkt platzt 1,20 1, Bundesanleihen - Renditeveränderungen 0,83 0,98 0,80 0,67 0,60 0,48 0,40 0,20 0,00-0,20-0,40-0,17-0,10-0,24-0,28-0,27-0,25 0,04-0,20 0,22 0,33-0,15-0,14-0,09-0,06-0,01 0,07 Gründe für die schnelle massive Korrektur: anziehende Inflations- und Konjunkturdaten, FED vor Zinserhöhung in USA, Übertreibung nach EZB-Kaufprogramm, short of a lifetime 12

13 Niedrige Rohstoffpreise führen zu sinkender Inflation 13

14 Überblick Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 Erwartungen der DKM für

15 Wann und wie viel erhöht die FED die Zinsen in den USA? Quelle: JP Morgan 15

16 Staatsverschuldung EU-Nachhaltigkeitsranking Quelle: Stiftung Marktwirtschaft 16

17 Ökonomische Erklärungen zu den Ursachen des realen Zinsrückgangs Reichel/Smith Bank of England Langsameres Wirtschaftswachstum Demografie Umverteilung zu Gunsten von Reichen Ersparnisschwemme Preisverfall von Kapitalgütern Rückläufige öffentliche Investitionen Höhere Investitionsrisiken US Council of Economic Advisors Langsameres Wirtschaftswachstum Demografie Ersparnisschwemme (aus Schwellenländern) Mangel an sicheren Kapitalanlagen Expansive Finanz- und Geldpolitik Reduzierung der Verschuldung in priv. Haushalten u. Banken Soburn/Turner Bank für Internat. Zahlungsausgleich Demografie Ersparnisschwemme Mangel an sicheren Kapitalanlagen Expansive Finanz- und Geldpolitik Fristentransformation durch Banken Die meisten Faktoren legen die Vermutung nahe, dass Zinsen auf lange Sicht auf niedrigen Niveau bleiben werden. 17

18 Was kann auf lange Sicht bedeuten? Ein Blick nach Japan 18

19 Wachstum weltweit Quelle: Union Investment 19

20 Fazit Rohstoffpreise: auf niedrigem Niveau / drücken Inflationsraten / unterstützend für expansive Geldpolitik / strukturelle Wohlfahrtsverschiebung von Rohstoff- zu Veredler-Ökonomien / Risiko für einige Emerging Markets wie auch Rohstoffproduzenten und Versorger Notenbanken: Europa und China expansiv / weitere Maßnahmen der EZB möglich Senkung Einlagenzins, Ausweitung Kaufprogramm in der Höhe und Dauer / USA abwartend, starker US-Dollar als Risiko / Inflation in Europa und USA deutlich unter dem Zielniveau Konjunktur: robust in USA / anziehend in Europa / global positiv erwartet für 2016 / Wachstumsvorsprung der Schwellenländer ggü. den Industrieländern so gering wie letztmalig im Jahr 2000 / Risiken eher in den Schwellenländern Staatsverschuldung: keine Verbesserung in der Breite / wachsende Haushaltsbelastung durch Flüchtlingsaufnahme / niedriges Zinsniveau entlastet öffentliche Haushalte, bremst gleichzeitig Reformen aus 20

21 Aktien Alternative Renten Erwartungen der DKM für 2016 Anlageklasse Erwartung Risiken / Anmerkungen Tagesgeld 0,00 Negativzinsen/Gebühren zu befürchten sehr gute Bonitäten Staatsanleihen/Pfandbriefe gute Bonitäten Unternehmensanleihen 1,00 1,75 Mit gestiegenen Risikoaufschlägen wieder attraktiver Emerging Markets 3,50 Neutral aufgrund der Risiken für Emerging Marktes Immobilien (-fonds) 3,00 Übernommenes Illiquiditätsrisiko wird gut entlohnt Mikrofinanz (-fonds) 2,50 Übernommenes Illiquiditätsrisiko wird gut entlohnt Europa 4,50 Hohe Dividendenrenditen, faire Bewertung USA 4,50 Hohe Dividendenrenditen, faire Bewertung Emerging Markets 6,50 Neutral aufgrund der Risiken für Emerging Marktes Erwartung für die nächsten 3 bis 5 Jahre / Positionierung übergewichten neutral untergewichten 21

22 Nachschau: Volker Looman-Portfolio vom 13. DKM-Kapitalmarktforum 10 Mio. werden am gleichgewichtet in 20 Anlagen zu jeweils Euro investiert. Rebalancing nach einem halben Jahr. Looman-Portfolio Rohstoffe 10% Kasse 10% Anlagerichtlinien Aktien 10% Kasse 15% Aktien 30% Renten 25% Immobilien 15% Immobilien 25% 50% Fremdwährung 15% Emerging Markets 7% High Yield (spekulative Anleihen) Renten 60% 4% Fremdwährung 6% Emerging Markets 0% High Yield 22

23 Nachschau: Volker Looman-Portfolio vom 13. DKM-Kapitalmarktforum 114% 112% 110% 108% Anmerkungen zum Looman-Portfolio: - Rebalancing für +0,5% Rendite verantwortlich - Währung für +6% der Rendite verantwortlich Looman-Portfolio "Anlagerichtlinien" 106% 104% 102% 100% 98% 96% Kennzahlen Rendite Risiko Looman-Portfolio 8,0% 4,0% Anlagerichtlinien 2,4% 1,0% 23

24 Aktien Alternative Renten Bestände Kirchliche Einrichtungen Veränderungen in 2015 Anlageklasse aktuell Anmerkungen Festgelder (4 Jahre und länger) Wertpapiere (fest-)verzinslich Rentenfonds Mischfonds (Rentenanteil) Immobilien (-fonds)* Festgeldzinsen attraktiver als Anleiherenditen sehr guter Bonitäten Aktive Verkäufe durch das EZB-Kaufprogramm nachgefragter Anleihen Unternehmensanleihen und Emerging Markets Mikrofinanz (-fonds) Aktien (-fonds) Weltweit und Emerging Markets Mischfonds (Aktienanteil) *Bestände Aachener Grundvermögen nur soweit bekannt 24

% % % Zinsen. Rentenmarkt. 6.2 Rentenfonds. Anleihekurse. Staatsanleihen Unternehmens- Anleihen Pfandbriefe. Zeit

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