Kinder in Indien. Unterrichtsmaterial und Stationsbetrieb für die Grundschule

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1 Kinder in Indien Unterrichtsmaterial und Stationsbetrieb für die Grundschule Erstellt von Judith Wegner Dr. Thomas Kröck 2009 Leuschnerstr Kassel

2 Kinder in Indien 1 Inhalt 1. Theoretische Grundlagen 2 a) Informationen zu Indien 2 b) Kindheit in Indien und Deutschland 3 2. Kurze Erläuterung über den Ablauf des Stationsbetriebes für eine 3. Klasse 6 3. Infos über Kurzpatenschaften 7 4. zusätzliches Material 8 a) Kurzvideos, Powerpoint-Präsentation, Info-Broschüre 8 b) Doppelstunde für eine 3. Klasse zum Thema Kinderarbeit 8 5. Quellenangaben Kurzinformation zum Deutschen EC-Verband Anhang 16 a) Vorlage für Papiertüten b) Patenschaftsantrag c) Elternbrief 1 d) Elternbrief 2

3 Kinder in Indien 2 1. Theoretische Grundlagen a) Informationen zu Indien Die Bundesrepublik Indien besteht aus 25 Bundesstaaten. Die Hauptstadt mit dem Regierungssitz ist Neu Delhi. Die indische Flagge hat eine horizontale Dreiteilung in orange, weiß und grün, auf der weißen Fläche sieht man ein blaues Rad. Hindi ist die Staatssprache und Englisch wird weitgehend als Handelsprache und als Sprache des öffentlichen Lebens verwendet. Daneben gibt es 14 weitere Amtssprachen. Indien besteht aus drei großen Landschaftsräumen: der Himalaja-Gebirgsregion mit über 8000 Meter hohen Bergen im Norden, der nordindischen Tiefebene mit den Flusstälern von Ganges und Brahmaputra und dem Dekkan-Tafelland im Süden. Das Klima reicht von ewigem Winter im Gebirge über gemäßigte Zonen in den Flussniederungen bis zu tropischen Gebieten im Süden. In Indien findet man unter anderem folgende Tiere in freier Natur: Tiger, Panzernashorn, Brillenschlange, Affe, Pfau und Elefant. Auf 3,3 Millionen Quadratmeter Fläche leben 1,027 Milliarden Menschen. Knapp 30 Prozent der Inder leben in den Städten und mehr als 70 Prozent auf dem Land. Etwa die Hälfte der Menschen in Indien leben unterhalb der Armutsgrenze, das heißt, dass sie pro Tag nicht mehr als einen Dollar für den gesamten Lebensunterhalt zur Verfügung haben. In den Städten leben diese Menschen in Slums am Stadtrand. Die Inderinnen sind für ihre farbenfrohen Gewänder (Saris) bekannt, die sie täglich, also auch bei der Arbeit, tragen. Zu besonderen Gelegenheiten malen sich Inderinnen mit Pflanzenfarbe Hände und Füße mit strukturierten Mustern an. Etwa 80 Prozent der Inder sind Hindus (außerdem 12% Moslems, 2,4 % Christen, 2% Sikhs, 0,8 % Buddhisten und 0,4 % Jains). Religion spielt im Alltag der Inder eine wichtige Rolle. Glaubensfreiheit ist in der Verfassung verankert. Laut Verfassung besteht für alle Kinder von 6 bis 14 Jahren Schulpflicht. Die Bildungschancen sind jedoch vor allem auf dem Land sehr gering Prozent der Männer sind Analphabeten, bei den Frauen sind es 45 Prozent. Nur 62 Prozent der Menschen erreichen die 5. Grundschulklasse. 1 In Indien entspricht das Schulgeld für zwei Kinder dem Monatslohn eines Landarbeiters. (UNICEF Zehn Jahre UN- Kinderrechtskonvention, S.10)

4 Kinder in Indien 3 Wegen der Armut müssen viele Kinder mit für das Einkommen der Familie arbeiten. In Indien arbeiten 44 Millionen Kinder in der Landwirtschaft, in Fabriken, im Haushalt und als Prostituierte. Die Arbeitsbedingungen lassen in vielen Fällen keinen Schulbesuch zu. In Indien kommen auf 100 Männer nur 93 Frauen. Das Geschlechterverhältnis weltweit ist 100 zu 106. Mädchen und Frauen sind schlechter ernährt, ausgebildet und medizinisch versorgt. b) Kindheit in Indien und Deutschland Die Einstellung zu Kindheit unterscheidet sich in Deutschland und Indien in zwei wesentlichen Punkten. Als erstes ist die Wertschätzung von Kindheit in der Vergangenheit zu nennen, die in Indien traditionell dadurch geprägt ist, dass Kindheit ein eigener geachteter Lebensabschnitt ist. Das indische traditionelle Denken teilt den menschlichen Lebenszyklus in eine Reihe von Stufen ein, wobei jede Stufe ihre eigenen Aufgaben und Notwendigkeiten hat. Auch die Kindheit selbst wird in Abschnitte eingeteilt. 2,3 In Deutschland hingegen hatte ein Kind bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts kaum Rechte. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde die allgemeine Schulpflicht eingeführt und die Einstellung wandelte sich langsam. Der Staat setzte sich für Waisenkinder ein und es wurden Kinderschutzgesetze gegen ausbeuterische Kinderarbeit erlassen. Kinder bekamen ihre eigene Kleidung, ihr eigenes Mobiliar, ihre eigene Literatur, ihre eigenen Spiele um ihre eigene soziale Welt zu schaffen. 4 Doch noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein begriff man Kinder überwiegend als Objekte der Fürsorge, als Unfertige, deren Hauptaufgabe darin bestand, sich auf eine Zukunft als Erwachsene vorzubereiten. Die Kindheit wurde als Übergang unmündiger Wesen zum eigentlichen Leben betrachtet. 5 Der zweite Punkt, in dem sich die Auffassung von Kindheit in Deutschland und Indien wesentlich unterscheiden, betrifft die Begrifflichkeit Kind. Während mit Kind in Deutschland sowohl Mädchen als auch Jungen bezeichnet werden, verdeckt die verallgemeinernde 2 Sprichwörter drücken die Stufen aus: Behandele einen Sohn in den ersten Jahren wie einen König, wie einen Sklaven in den nächsten zehn Jahren und danach wie einen Freund! (KAKAR 1988, S. 248) 3 Es gibt in Indien sogar eine bestimmte Strömung, die die nicht sozialisierten Kinder hochschätzt. In dieser Tradition ist es der Erwachsene, der von dem dem vollkommenen göttlichen Zustand am nächsten seienden Kind lernen muss. Es geht hier nicht um eine einseitige Sozialisation, sondern um eine Wechselwirkung von Erwachsenen und Kindern. (vgl. KAKAR 1988, S. 253) 4 (vgl. POSTMAN 2000, S. 81) 5 (UNICEF DOKUMENTATION NR , S.11) und

5 Kinder in Indien 4 Bezeichnung Kind in der indischen Tradition zwei Auslassungen: Mädchen 6,7,8 und Kinder der unteren Kasten 9. Die Ablehnung der Mädchen drückt sich z.b. in der Namensgebung für Mädchen (Nakosi (Hindi) = unerwünscht) aus 10. Das traditionelle Denken über Kindheit ist in den indischen Dörfern bis heute verwurzelt. In den Städten dagegen kann man einen westlichen Einfluss beobachten, der sich z.b. in dem Bildungsangebot für Frauen sichtbar macht. In den Städten sind darüber hinaus etliche westliche Einflüsse zu beobachten: Indische Stadtkinder spielen Computerspiele, gehen zu Mac Donalds und tragen Jeans mit T-Shirts. Dies ist jedoch nur ein Teil der Bevölkerung. Etwa 70 Prozent der Inder leben auf dem Land, wo das Leben durch Naturverbundenheit, körperliche Arbeit und wenig Bildung gekennzeichnet ist. Der Tagesablauf richtet sich nach dem Sonnenauf- und untergang und nach der tageszeitlichen Temperatur. Viele indische Dorfkinder gehen nie oder nur für vier Jahre zur Schule. Kinder in den Dörfern helfen auf dem Feld und bei der Zubereitung des Essens. Darüber hinaus müssen viele Familien zur Existenzsicherung weitere Arbeiten übernehmen. Sie stellen Tontöpfe oder Körbe her, die auf dem Markt verkauft werden. Andere kleben Papiertüten, die an Geschäfte zum Abfüllen von Ware verkauft werden (vgl. 16. Stunde Papiertütenkleben- eine typische indische Kinderarbeit in 3.6.3). Viele Kinder tragen wesentlich zur Familienfinanzierung bei (siehe Sachanalyse: Kinderarbeit in ). Indische Dorfkinder wachsen in einer Großfamilie auf, die existentiell für das Überleben ist. Das Leben in der Familie nimmt einen wichtigen Stellenwert für die Inder ein. Die Familie 6 Vielleicht muss ich noch am Anfang erwähnen, dass große Teile der indischen Kindheitstradition sich ausschließlich mit Jungen beschäftigen und die Kindheit von Mädchen ignorieren, ja, sie ihnen absprechen. (KAKAR 1988, S. 233) 7 Um nur ein Beispiel zu nennen: Die sohras - die rituellen Freudenlieder, die in den hindisprachigen Regionen bei der Geburt eines Kindes gesungen werden - werden fast nie für neugeborenen Töchter gesungen. Im Gegenteil, viele sohras drücken die Erleichterung der Mutter aus, dass es keine Tochter ist und dass sich ihre schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet haben: Wie ein turiyan - Blatt bei einem Windstoß zittert, so zittert mein Herz bei dem Gedanken, dass ich eine Tochter zur Welt gebracht haben könnte. (KAKAR 1988, S. 251) 8 Ein Mädchen großzuziehen ist etwa so, als würde man die Pflanzen in Nachbars Garten gießen, sagt ein altes indisches Sprichwort. Mädchen werden schon in jungen Jahren von ihren Eltern verheiratet. Dabei wird auch die Mitgift ausgehandelt, welche die Eltern an den Bräutigam bezahlen. Viele Eltern müssen dafür einen Kredit aufnehmen, den sie später nur mit großen Anstrengungen zurückzahlen können. Während Mädchen als Kostenfaktor gesehen werden, der den Familienhaushalt auf Jahre belastet, gelten Söhne als Investition in die Zukunft: Sie sorgen für den Wohlstand der Familie und übernehmen die Altersversorgung der Eltern. (BROT FÜR DIE WELT 2002/2003, S.24) 9 Eine urtümliche Form der gesellschaftliche Ordnung: (...). Die Kasten sind hierarchisch geordnet (Kastenordnung); mit der Zugehörigkeit zu einer Kaste ist i.d.r. der gesellschaftliche Rang festgelegt. (...) Die indischen Kastenordnung (...) ist charakterisiert durch: Vermeidung der Gemeinschaft mit einer niederen Kaste, besonders in der Wahl des Ehepartners und der Nahrungsaufnahme; die für die einzelne Kaste wenigstens ursprüngliche typische Arbeit (Arbeitsteilung); den hierarchischen Rang der einzelnen Kaste in der Gesellschaft, der begründet wird aus der jeweils nur der eigenen Kaste zuerkannten kulturellen Reinheit und aus der Rangordnung der Stände (altindisch varga `Farbe ) (Brockhaus 1992, S.237f). 10 Benachteiligungen müssen oft Mädchen hinnehmen- nur weil sie Mädchen sind. In vielen Ländern werden Söhne bevorzugt, Mädchen sind unerwünscht. In Indien wird manchen Mädchen diese Missachtung als Name mit auf den Lebensweg gegeben: Nakosi - das heißt: unerwünscht. (GROSSE-OETRINGHAUS 1995, S.29)

6 Kinder in Indien 5 gibt Richtlinien für die Gestaltung des eigenen Lebens vor und bietet Schutz und Zuwendung. Ältere Familienmitglieder werden geachtet. Jedes Familienmitglied hat eine bestimmte Rolle. Kinder übernehmen früh Verantwortung, indem sie z.b. kleinere Geschwister betreuen oder sich um Feuerholz und Wasser kümmern. Kinder in Indien spielen vor allem in freier Natur mit Naturmaterialien wie Stöcken und Steinen. Gesellschaftsspiele sind ihnen weitgehend fremd. In Deutschland geht es den meisten Kindern, gemessen an den äußeren Umständen gut. Ihnen stehen ausreichend Nahrung, Bildung, medizinische Versorgung und Freizeitangebote zur Verfügung. Doch dies ist nur eine Seite der Medaille. Denn auch in Deutschland wachsen immer mehr Kinder unter schwierigen Bedingungen auf. Sei es, weil ihre Familien finanziell kaum über die Runden kommen oder weil sie in ihrem Umfeld Gewalt und sexuellen Missbrauch erleben. Immer mehr Kinder müssen darüber hinaus die Trennung ihrer Eltern verwinden. Und in Ostdeutschland wächst eine ganze Generation heran, die unter den Folgen des schwierigen deutschen Einigungsprozesses zu leiden hat, die die DDR selbst aber gar nicht mehr erlebt hat. Hinzu kommt, dass viele Kinder in Deutschland als Ausländer behandelt werden, obwohl sie hier geboren wurden und bereits ihre Großeltern oder Eltern nach Deutschland gekommen sind. Dies sind die zentralen Ergebnisse des 10. Kinder- und Jugendberichts an die Bundesregierung sowie einer Studie des Deutschen Kinderschutzbundes. 11,12 Auch in Deutschland machen Kinder Erfahrungen mit Armut die sich relativ zum durchschnittlichen Wohlstand bemisst. 13,14 Nach neuesten Studien ist Kinderarbeit ein Phänomen, das heutzutage in Deutschland wieder auftritt. Sozialorganisationen stellen aber bei zunehmender Arbeitslosigkeit der Eltern und wachsender Neuer Ar- 11 (UNICEF: KINDHEIT IN DEUTSCHLAND) 12 Der gesellschaftliche Strukturwandel hat die Lebensbedingungen der Kinder verändert und wird sie weiterhin verändern. Scharfe soziale Gegensätze, Wohlstand und ausgeprägter Konsum auf der einen, Arbeitslosigkeit und neue Armut auf der anderen Seite, gravierende familiäre Unterschiede, Berufstätigkeit beider Elternteile, viele Alleinerziehende, zahlreiche Einzelkinder und der kulturelle Pluralismus, Aussiedler und Ausländerfamilien stellen hohe Anforderungen an die Integrationskraft der Gesellschaft und ihrer Schulen. Umweltbelastungen vielfältiger Art beeinträchtigen das alltägliche Leben der Kinder: multimediale Berieselung, belastete Atemluft, ungesunde Ernährung, verbauter Lebensraum, Straßenlärm, Bewegungsmangel, Hektik Nicht zu unterschätzen sind die Ängste, die durch Gewalt, Kriege, atomare Bedrohung und ökologische Katastrophen ausgelöst werden. (ARBEITSKREIS GRUNDSCHULE, GE- WERKSCHAFT ERZIEHUNG UND WISSENSCHAFT, VERBAND BILDUNG UND ERZIEHUNG 1996, S. 13) 13 Aber auch in unserer Gesellschaft ist Armut keineswegs ein unbekanntes Phänomen. Vielmehr wurde gerade in den letzten Jahren entdeckt, dass es auch hier Armut in erheblichem Ausmaß gibt und dass diese Armut vor allem Kinder trifft. Es handelt sich hierbei weniger um absolute Armut wie in Entwicklungsländern und Krisengebieten, sondern um relative Armut, die sich an der Teilhabe bzw. am Ausschluss vom durchschnittlichen Wohlstand innerhalb einer Gemeinschaft (bemisst). Als arm gilt hier, wer 50% oder weniger des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens monatlich zur Verfügung hat. (Toppe 2001, S.16). 14 Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Einkommensarmut auf, wobei die Tendenz in den letzten Jahren steigend ist; vor allem Kinder Alleinerziehender, ausländische Kinder und Kinder aus kinderreichen Familien sind betroffen. Für die Kinder selbst hat eine häufig lang anhaltende Armut häufig schwerwiegende Folgen für ihr psychische, soziale und teilweise auch physische Entwicklung. (REEKEN 2001, S.65)

7 Kinder in Indien 6 mut fest, dass Kinder mehr und mehr auch arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familie beizutragen. 15 Es ist außerdem zu beachten, dass in Deutschland im Vergleich zur Gesamtbevölkerung wenige Kinder leben. Es leben hier mehr Menschen, die älter als 60 Jahre sind als unter 20 Jahre. Dies hat zur Folge, dass Kinder bei der Gestaltung des öffentlichen Lebens immer weniger Berücksichtigung finden. 16 In Indien dagegen ist die Bevölkerung überjüngt. Dies wirft erhebliche Schul- und Ausbildungsprobleme auf. 17 Aufgrund der dargestellten Situation von Kindern in Indien und Deutschland wird deutlich, dass die Kinder sowohl was die äußeren Umstände als auch die Auseinandersetzung mit Problemen betrifft, sehr unterschiedlich aufwachsen. Verbindend zwischen den deutschen und indischen Kindern ist vor allem, dass sie Kinder sind. Dies ist eine Basis, auf der Gemeinsamkeiten gefunden werden können, wie die Freude am Spiel, das Interesse, Freunde zu finden und ähnliche Bedürfnisse. Sowohl für deutsche als auch für indische Kinder geben die Kinderrechte einen Maßstab für ein kinderwürdiges Leben. Ein differenziertes Kennenlernen, das dem realen Leben der Kinder in Indien gerecht wird, hat bei vielen deutschen Kindern noch nicht stattgefunden. Es besteht vermutlich ein verzerrtes Bild von Kindern in sogenannten Dritte-Welt-Ländern welches primär durch Leid, Armut und Hunger gekennzeichnet ist. Es ist deshalb das Ziel dieses Stationsbetriebes die Kinder aus Indien in ihrer realen Lebenssituation den deutschen SchülerInnen näher zu bringen, welche aus Spiel, Familienleben, Freundschaft und auch Armut besteht. Es soll deutlich werden, dass arme Kinder den reichen gleichwertig sind, und dass ihnen mit dem gleichen Respekt begegnet werden muss. 2. Kurze Erläuterung über den Ablauf des Stationsbetriebes für eine 3. Klasse Ein Stationsbetrieb bietet die Möglichkeit, dass die SchülerInnen im eigenen Tempo einzeln oder in kleinen Gruppen arbeiten können. Hierzu werden im Klassenzimmer Stationen aufgebaut die jeweils eines der vorgeschlagenen Themen bearbeiten (Schule, Landeskunde, Tiere...). Pro Station sollten drei bis vier Stühle stehen und ein Tisch an denen die Kinder ihre Ergebnisse in die Hefte eintragen können. Um diesen Stationsbetrieb zu verwirklichen 15 (GROSSE-OETRINGHAUS 1995, S.114) 16 (vgl. UNICEF, KINDHEIT IN DEUTSCHLAND, S. 8) 17 (vgl.

8 Kinder in Indien 7 wird ein Materialkoffer benötigt, der kostenlos ausgeliehen werden kann (siehe Am Anfang und am Ende jeder Stunde sollte ein Sitzkreis erfolgen, in dem die Kinder über ihre Beobachtungen, Gedanken und Gefühle sprechen können. Es geht bei diesem Stationsbetrieb weniger um das Erreichen von bestimmten Ergebnissen, sondern vielmehr um Empathie. Der Stationsbetrieb ist ausgelegt für drei Doppelstunden Sachunterricht. Es muss nicht jedes Kind jede Station bearbeitet haben. Die Lehrkraft muss sich vor Unterrichtsbeginn ausreichend Zeit nehmen, um die Stationen aufzubauen. Jedes Kind erhält ein eigenes Indienheft (im Materialkoffer enthalten). An den Stationen liegen folgende Arbeitsbogen aus (laminiert im Materialkoffer enthalten). 3. Kurzpatenschaften als Angebot für Schulklassen Wie oben dargestellt, sind auch heute noch ein großer Teil der Inder Analphabeten. Obwohl die Schulausbildung eine wichtige Voraussetzung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung darstellt, ist es für Kinder in ländlichen Gebieten und aus Familien von Kastenlosen nicht selbstverständlich die Schule zu besuchen. Gemeinsam mit Christen in Indien engagiert sich deshalb der Jugendverband Entschieden für Christus (EC) in ca. 70 Projekten zur Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Indien und Nepal. Durch eine Ausbildung haben Mädchen und Jungen aus armen und benachteiligten Familien eine Chance aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen. Sie bekommen Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien. Als Sachunterrichtslehrkraft können Sie den Stationsbetrieb im Rahmen des Lehrplans Kinder in anderen Ländern durchführen. Um ein langfristiges Bewusstsein über dieses wichtige Thema anzustreben wäre eine Patenschaft für ein bis drei Jahre eine hervorragende Möglichkeit konkret Verantwortung für ein Kind in Indien oder Nepal zu übernehmen. Durch die Patenschaft kann sich eine persönliche Beziehung entwickeln und die SchülerInnen können Anteil am Ergehen des Patenkindes nehmen. Neben der finanziellen Unterstützung (26 /Monat) steht der Kontakt durch Briefwechsel und die Unterstützung im Gebet. Für Sie als Lehrkraft sind dabei folgende organisatorische Punkte zu beachten: 1. Anmeldebogen ausfüllen (siehe Anhang) 2. Elternbrief verteilen und Bestätigung der Eltern einsammeln

9 Kinder in Indien 8 3. eine Extra-Kasse anlegen und bestenfalls zu einem festen Termin monatlich das Geld einsammeln 4. das Geld monatlich, viertel- oder halbjährlich überweisen 5. Verantwortung für den Briefkontakt zum indischen Kind übernehmen Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Sozial-Missionarische Arbeit des Deutschen EC-Verbandes ( Tel. 0561/ ). Die Arbeit, die Sie investieren, wird sich vielfach lohnen: für das indische Kind ebenso wie für Ihre SchülerInnen! Vielen Dank für Ihren Einsatz! 4. zusätzliches Material a) Kurzvideos, Powerpoint-Präsentationen und Info-Broschüre Im Materialkoffer finden Sie eine CD mit Kurzvideos als Einstimmung auf das Thema. Das ist Indien (avi- oder mpg-format, 5 Minuten) zeigt in unkommentierten Szene die Vielfalt und Gegensätze des Lebens in Indien. Mädchen und Frauen in Indien (avi- oder mpg-format, 7 Minuten) geht auf die Situation von Frauen ein und stellt verschiedene Projekte für Mädchen und Frauen dar. Auf der CD sind weiterhin einige Powerpoint-Präsentationen zu Thema. Ebenfalls im Materialkoffer finden Sie die Informationsbroschüre über die Sozial- Missionarische Arbeit. b) Doppelstunde für eine 3. Klasse zum Thema Kinderarbeit Groblernziel Die SchülerInnen sollen das Papiertütenkleben als eine Form der indischen Kinderarbeit kennen lernen und die Problematik der Kinderarbeit ansatzweise nachempfinden. Feinlernziele 1. Die SchülerInnen sollen den Lebensalltag der arbeitenden Kinder ansatzweise erfahren, indem sie auf dem Boden hockend 20 Minuten lang Papiertüten falten.

10 Kinder in Indien 9 2. Die Kinder sollen etwas von der seelischen und körperlichen Anspannung der arbeitenden Kinder erfahren, indem das Kleben von Papiertüten in Form eines Wettbewerbes veranstaltet wird, wobei es darauf ankommt, möglichst viele und ordentliche Tüten zu falten. 3. Die SchülerInnen sollen die realistische finanzielle Situation der arbeitenden Kinder und deren Familien einschätzen können, indem sie erfahren, wie viel Lohn die Arbeiter für ein Kilo Tüten erhalten, und wie viele Tüten sie an einem Tag herstellen können. Begründung der Thematik Will man das Leben in der sogenannten Dritten Welt behandeln, so ist es unumgänglich, über das Thema Kinderarbeit zu sprechen, da Kinderarbeit ein Bestandteil des Alltags der meisten Kinder in diesen Ländern ist. Würde man dieses Thema unberücksichtigt lassen, wäre ein wesentlicher Aspekt des Lebens dieser Kinder verschwiegen und es würde ein verzerrtes Bild vermittelt werden. Zu keiner Zeit sollte aber das Trugbild einer heilen Welt diese Thematik bestimmen. Auch kleine Kinder können ansatzweise schwierige Lebensbedingungen, wie Kinderarbeit, Krankheit, Armut verstehen, wenn solche Schwierigkeiten in einem fremden Land zum Alltag gehören. 18 Durch einen Schonraum, der die Realität ausschließt, werden Kinder nicht auf die Zukunft vorbereitet, da sie keine Solidarität und keine Verarbeitungsmöglichkeit kennen lernen können. 19 Eine Überforderung, die dann eintritt, wenn Kinder mit Problemen dieser Art konfrontiert werden, ohne dass mit ihnen darüber gesprochen wird, kann dazu führen, dass diese Thematik ignoriert oder bagatellisiert wird. Grundschulkinder können schon an die Verantwortung für die globalisierte Welt und deren Probleme herangeführt werden. Ein kritisches Verbraucherverhalten kann durch die Problematisierung von Kinderarbeit im Unterricht schon in der Grundschule angestrebt werden. Es gibt verschiedene Formen der Kinderarbeit. Nicht jede Form ist schädlich. Helfen Kinder in einem beschränkten Umfang auf dem Feld oder im Haushalt, so kann dies der Entwicklung des Kindes hilfreich sein. Im Kontext dieser Stunde ist mit Kinderarbeit jedoch die Form gemeint, die der Entwicklung eines Kindes schädlich ist. Darüber hinaus ist Kinderarbeit nicht nur ein Bestandteil des Lebens von Kindern in der sogenannten Dritten Welt, sondern war und ist in Deutschland bekannt. Wie in der Sach- 18 (SCHMITT 1997, S.10) 19 Kinder leben in keinem Schonraum. Leben in Gruppen, in der Familie, in einer über das Fernsehen täglich vermittelten Welt kann schön, aber auch spannungsgeladen sein. Geholfen wird Kindern nur, wenn sie diese Wirklichkeit besser durchschauen und bewältigen lernen, auch am Beispiel anderer Kinder, die es eventuell noch schwerer haben. So ist das Thema Kinderarbeit durchaus geeignet, den Blick der Kinder für zumutbare, aber auch unzumutbare, weil zerstörende Arbeitsbelastungen zu schärfen. (SCHMITT 1997, S.44)

11 Kinder in Indien 10 analyse in erwähnt, war Kinderarbeit ein Bestandteil in der deutschen Geschichte. Wie neueste Studien zeigen, sind heutzutage teilweise Kinder in Deutschland mitverantwortlich für den Verdienst für die Familie (vgl. Kindheit in Indien und in Deutschland in 2.2). Sachanalyse: Kinderarbeit 20 Mehr als 250 Millionen Kinder müssen weltweit unter Bedingungen arbeiten, die ihre Gesundheit und Entwicklung dauerhaft schädigen. Ihnen wird täglich das Recht auf Gesundheit und auf Bildung bzw. Ausbildung gemäß der Kinderrechtskonvention von 1989 verwehrt. 21 In Deutschland gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der Industrialisierung, bildungs- und gesundheitsschädigende Kinderarbeit gab es eine erste Verordnung, die Kinderarbeit erst ab dem neunten Lebensjahr zuließ und die tägliche Arbeitszeit auf 10 Stunden verkürzte. Heute ist aufgrund der Ratifizierung der Kinderrechtskonvention in Deutschland das Recht der Kinder anerkannt, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt und nicht zu einer Arbeit herangezogen zu werden, die Gefahren mit sich bringen, die Erziehung des Kindes behindern oder die Gesundheit des Kindes oder seine körperliche, geistige, seelische, sittliche oder soziale Entwicklung schädigen könnte (Art. 32.1). 22 In vielen anderen Ländern ist Kinderarbeit jedoch immer noch eine feste Einrichtung. Die wichtigsten Gründe dafür sind Armut, Landflucht und Verstädterung. Daraus lässt sich erkennen, dass es für das Problem der Kinderarbeit keine schnellen Lösungen gibt. In der Armutsbekämpfung und in Initiativen zur Bildung und Ausbildung sehen Nichtregierungsorganisationen wie Kindernothilfe oder terre des hommes eine Perspektive zur Armutsbekämpfung 23. Darüber hinaus gibt es immer wieder Initiativen, die die Situation der arbeitenden Kinder verbessern sollen wie Boykottaufrufe, neue nationale Gesetzgebungen, strengere internationale Richtlinien oder der Weltweite Marsch gegen Kinderarbeit Eine genaue Definition von Kinderarbeit ist schwierig. Ein Definitionsversuch findet sich in (DEUTSCHES BÜND- NIS FÜR DEN GLOBAL MARCH 1998, S. 3ff) 21 (KINDERNOTHILFE 2000) 22 (UNICEF: KINDERRECHTSKONVENTION, S.5) 23 Die Ausbeutung von Kindern wird dauerhaft nur dann zurückgedrängt werden, können, wenn Armut wirksam bekämpft, soziale Grunddienste ausreichend zur Verfügung gestellt und die Grundbildung der Kinder gesichert wird. (KINDERNOTHILFE: Kinderarbeit in der Dritten Einen Welt, S.26) 24 Der Global March will in der ganzen Welt Kräfte zur Durchsetzung der Kinderrechte mobilisieren: Kein Kind darf zu einer Arbeit gezwungen werden, die schädlich sein könnte für seine körperliche, geistige, seelische oder soziale Entwicklung. Jedes Kind hat das Recht auf eine freie Schul- und Berufsausbildung. (DEUTSCHES BÜNDNIS FÜR DEN GLOBAL MARCH 1998, S.29)

12 Kinder in Indien 11 Die Nachfrage nach Kinderarbeit ist vor allem durch die viel niedrigeren Löhne der Kinder im Vergleich zu Erwachsenen begründet. Ein T-Shirt, das Kinder für einen Arbeitslohn von 10 Cents hergestellt haben, kann in den USA einen Verkaufspreis von bis zu 60 Dollar erzielen. Außerdem können Kinder leichter ausgebeutet werden, weil sie nicht gewerkschaftlich organisiert sind. 25 Obwohl Indien die Kinderrechtskonventionen unterzeichnet hat und das Verbot für Kinderarbeit unter 14 Jahren in der Verfassung aufgenommen ist, hat Indien die höchste Zahl an arbeitenden Kindern weltweit. Kinderarbeit trägt 20 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Indiens bei. Die Kinder arbeiten bis zu 14 Stunden täglich unter teilweise unhygienischen Bedingungen. Ihnen werden die Grundrechte auf Bildung, Gesundheit und Entwicklung verweigert. 26 Methodische Überlegungen Die Schülerinnen werden darüber informiert, dass in Indien viele Kinder und Frauen neben der Haus- und Feldarbeit Papiertüten kleben, um diese zu verkaufen und mit dem Geld die Familie zu versorgen. Die Kinder hocken manchmal mehrere Stunden auf dem Boden und kleben Papiertüten. Sie erhalten für ein Kilogramm geklebter ordentlicher Papiertüten umgerechnet etwa 5 Cent. An einem Tag schafft eine kleine Familie etwa sechs Kilogramm. Die SchülerInnen sollen Gegenstände in Deutschland nennen, die etwa 30 Cent kosten und somit über den Lohn der Arbeit einer Familie nachdenken und sich bewusst darüber werden, dass sich die Familien, die sich ihr Geld so hart verdienen müssen, keine Luxusgegenstände leisten können. Im Anschluss werden die Kinder eingeladen, sich in ein indisches Kind zu verwandeln und auf dem Boden hockend ordentlich und dennoch schnell Papiertüten zu falten. 25 (UNICEF: BROSCHÜRE KINDERARBEIT, S.2) 26 My sister is ten years old. Every morning at seven she goes to the bonded labor man, and every night at nine she comes home. He treats her badly; he hits her if he thinks she is working slowly or if she talks to the other children, he yells at her, he comes looking for her if she is sick and cannot go to work. I feel this is very difficult for her. I don t care about school or playing. I don t care about any of that. All I want is to bring my sister home from the bonded labor man. For 600 rupees I can bring her home- that is our only chance to get her back. We don t habe 600 rupees... we will never have 600 rupees. Ladshmi, nine year-old beedi (cigarette) roller, Tamil Nadu. Six hundred rupees is the equivalent of approximately $ 17. (HUMAN RIGHTES WATCH 1996, S.1) Nachzulesen außerdem in (GROSSE-OETRINGHAUS/STRACK 1995): S.68ff: Kein Abfall, sondern pures Geld. Ohne die Arbeit der Straßenkinder würde Bombay im Müll versinken. S.88ff: Konkurrenz auf dem Rücken der Kleinsten. Soziale Aktionsgruppen kämpfen gegen die Ausbeutung von Kindern in Indien. S.171ff: Singen gegen die Sklaverei. Erzählung über einen indischen Teppichjungen. S.177ff: Rücksichtslos billig. Kinderarbeit in der indischen Teppichproduktion.

13 Kinder in Indien 12 Nachdem einmal das Falten einer Papiertüte vorgemacht wurde, dürfen die Kinder das Falten üben um während der Arbeitsphase sicher arbeiten zu können. Die Arbeitsphase wird durch ein akustisches Signal gemeinsam begonnen und beendet, um einen gerechten Wettkampf zu ermöglichen. Während der Arbeitsphase werden die Tüten der Kinder beurteilt und sie werden gegebenenfalls darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Tüten nicht ordentlich genug gefaltet sind, und dass somit kein indischer Verkäufer die Tüten abkaufen würde. Nach 20 Minuten Arbeitphase zählen die Kinder die von ihnen gefalteten Tüten, und die Gewinner werden ermittelt. Durch diesen spielerischen Wettkampf können die Kinder ansatzweise den Leistungsdruck nachempfinden, dem die indischen Kinder ausgesetzt sind. In der Abschlussphase findet ein Unterrichtsgespräch über die Erfahrungen und Gedanken der Kinder statt, die sie während der Arbeitsphase hatten. Zur Einleitung dieser Phase wird die Frage gestellt: Wie hast du dich gefühlt, als du dich in ein indisches Kind verwandelt, und auf dem Boden hockend Papiertüten gefaltet hast?. Der letzte Schritt dieser Gesprächseinheit soll durch die Frage gelenkt werden: Was können wir als Kinder tun, um den indischen Kindern zu helfen? Diese Gesprächsphase soll zum einen eine hoffnungsvolle Perspektive für das Leben der indischen Kinder vermitteln und zum anderen die Hilfsbereitschaft der deutschen Kinder weiterentwickeln. 8. Quellenangaben ARBEITSKREIS GRUNDSCHULE, GEWERKSCHAFT ERZIEHUNG UND WIS- SENSCHAFT, VERBAND BILDUNG UND ERZIEHUNG: Zukunft für Kinder. In: Grundschule Bonn/Frankfurt am Main BROCKHAUS: Lexikon. Deutscher Taschenbuch Verlag. München S.237f. DEUTSCHES BÜNDNIS FÜR DEN GLOBALEN MARSCH (Hrsg.): Ausbildung statt Schule. Weltweit unterwegs für Kinderrechte. Hintergründe: Kinderarbeit und der Global March. Heidelberg S.3ff.

14 Kinder in Indien 13 GROSSE-OETRINGHAUS, HANS-MARTIN/STRACK, PETER (Hrsg.): Verkaufte Kindheit. Kinderarbeit für den Weltmarkt. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster GROSSE-OETRINGHAUS, HANS-MARTIN: Kinder haben Rechte- überall. Ein Aktions- und Informationsbuch. 2. Auflage. Elefanten Press Verlag, Berlin HUMAN-RIGHTES WATCH (Hrsg.): The small hands of slavery. Bonded Child Labor in India. Children s Right Project, New York KAKAR, SUDHIR: Kindheit und Gesellschaft in Indien. Eine psychoanalytische Studie. Nexus Verlag, Frankfurt POSTMAN, NEIL: Das Verschwinden der Kindheit. Fischer Verlag, Frankfurt am Main REEKEN, DIETMAR VON: Politisches Lernen im Sachunterricht. Didaktische Überlegungen und unterrichtspraktische Hinweise. Dimensionen des Sachunterrichts. Band 1. Schneider Verlag, Hohengehren 2001, S SCHMITT, RUDOLF: Eine Welt in der Schule. Klasse Der Grundschulverband, Frankfurt am Main, Internetadressen: Informationsbroschüren: BROT FÜR DIE WELT: Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. 2002/2003. KINDERNOTHILFE (Hrsg.): Kinderarbeit in der Dritten Einen Welt. Materialien und Ideen für die Arbeit in der Grundschule und im Kindergottesdienst.

15 Kinder in Indien 14 KINDERNOTHILFE (Hrsg.): Arbeit statt Schule. Wie Kinder und Jugendliche schuften müssen. Unterrichtsmaterialien für den fächerübergreifenden Unterricht in der Sekundarstufe 1 zum Thema Kinderarbeit. Duisburg UNICEF. Kinderrechtskonvention. Informationsbroschüre. Die UNICEF- Position zu Kinderarbeit: Schule statt Arbeit. Köln. UNICEF: Kindheit in Deutschland. Aufwachsen zwischen Wohlstand und Ausgrenzung. Unicef Information. Köln. UNICEF: Zehn Jahre UN-Kinderrechtskonvention. Eine Zwischenbilanz. Unicef Information. Köln.

16 Kinder in Indien Kurzinformation zum Deutschen EC-Verband Der Deutsche Jugendverband "Entschieden für Christus" (EC) e.v. wurde 1903 gegründet und hat seinen Sitz in Kassel. Der EC-Verband ist Teil der internationalen, überkonfessionellen Jugendorganisation Christian Endeavor, die in etwa 50 Ländern tätig ist. In Deutschland gehören zum EC ca örtliche Jugend- und Kindergruppen mit über Besuchern. Der Deutsche EC-Verband arbeitet innerhalb der evangelischen Kirche und gehört zum Diakonischen Werk, der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend (aej) und zum Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband e.v wurde die EC-Indienhilfe als Arbeitszweig des Deutschen EC-Verbandes gegründet und später in Sozial-Missionarische Arbeit umbenannt. Sie unterstützt heute Projekte für Kinder und Jugendliche in Indien, Nepal, Brasilien und Osteuropa mit über Kindern und Jugendlichen, einen Teil davon durch Patenschaftsprogramme. Die Projekte werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Durch Zusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen ist es möglich den Verwaltungsaufwand auf ein Minimum zu beschränken. Weitere Informationen im Internet unter: Leuschnerstr Kassel Tel: 0561 / Fax: 0561 /

17 Kinder in Indien Anhang a. Vorlage für Papiertüten Nach dem folgenden Verfahren können aus Altpapier Tüten hergestellt werden. Es eignen sich Seiten von Zeitschriften (etwa A4) oder entsprechend zugeschnittenes Zeitungspapier. 1. Papierbogen an den kurzen Kanten zusammenkleben. Die Tüte flach drücken. 2. Am unteren Ende ca. 4-5 cm falzen. Untere Ecken bis zum Falz um knicken und wieder zurückfalten. 3. Ecken nach innen in die Tüte falten. Die obere Klappe hoch falten. 4. Die obere Klappe bis zur Mittellinie nach unten knicken. 5. Die untere Klappe überlappend auf die obere Klappe falten und mit dieser verkleben. Fertig ist die Tüte.

18 Ihre Spendernummer (Bitte bei allen Zahlungen angeben) Diese Felder füllen wir aus: Name des Patenkindes Deutscher EC-Verband Sozial-Missionarische Arbeit Leuschnerstraße 74 D Kassel Patenschaftsnummer (Bitte bei Zahlungen und Schriftverkehr angeben) Antrag Ich möchte mich an der sozial-missionarischen Arbeit im Ausland durch die Unterstützung des folgenden Projektes beteiligen: Indien Patenschaft für Schülerinnen und Schüler monatlich 26,00 Patenschaft für Berufsschüler/Studenten monatlich 26,00 Kurzzeitpatenschaft, befristet monatlich 26,00 Dauerauftrag für monatlich Brasilien Dauerauftrag für monatlich Patenschaft für die Lebensschule ESCOLA DA VIDA monatlich 15,00 Osteuropa Dauerauftrag für monatlich Osteuropa allgemein (wo am nötigsten gebraucht) monatlich Sozial-Missionarische Arbeit Dauerauftrag für alle Aufgaben der SMA monatlich Ich überweise den jeweiligen Betrag auf das Konto: Konto bei der Evang. Kreditgenossenschaft Kassel (EKK), BLZ (Anmerkung: Überweisungen in größeren Abständen (viertel-, halbjährlich) auf unser Konto sparen uns Verwaltungskosten!) Name der Gruppe, falls die Spenden von einer Gruppe überwiesen werden Datum Absender: Vor- und Zuname: Straße, Hausnr.: Adreßänderungen bitte umgehend mitteilen! PLZ, Ort: Telefon: Zu Beginn des folgenden Jahres erhalten Sie eine Spendenbescheinigung über den Gesamtbetrag aller Einzahlungen. Falls Gruppen Spendenbescheinigung für Einzelspender wünchen, bitten wir am anfang Dezember um eine entsprechende Außstellung.

19 Sozial-Missionarische Arbeit Dr. Thomas Kröck Deutscher EC-Verband e.v. Leuschnerstr Kassel Tel: Fax: Patenschaft für ein Kind in Indien Liebe Eltern, ihr Kind beschäftigt sich in der Schule zur Zeit mit den Lebensbedingungen von Kindern in Indien. Verschiedenen Aktivitäten sollen den Kindern helfen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Kindern in Indien zu entdecken. Vielleicht hat Ihr Sohn/Ihre Tochter schon davon berichtet. Die Schule besuchen zu können, ist für viele Kinder in Indien leider noch immer keine Selbstverständlichkeit. Viele indische Familien leben in absoluter Armut und ihre Kinder müssen zum Lebensunterhalt beitragen. Deshalb engagiert sich der EC-Jugendverband in Indien und Nepal, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen. Durch unser Patenschaftsprogramm laden wir Einzelpersonen, Familien, Jugendgruppen und Schulklassen ein, Verantwortung zu übernehmen und ein bestimmtes Kind zu unterstützen. Mit nur 26 Euro pro Monat ist es möglich ein Kind zu versorgen und ihm die Schulausbildung zu ermöglichen. Im Sachunterricht soll dies nun Wirklichkeit werden! Für ein Jahr/ zwei/drei Jahre wird die Klasse die Patenschaft für ein Kind übernehmen. Die SchülerInnen werden regelmäßig Kontakt zu dem indischen Kind haben. Um die Patenschaft verwirklichen zu können, benötigen wir von Ihnen die Erlaubnis, dass Ihr Kind bei der Aktion mitmachen darf. Wenn Sie einverstanden sind, dass Ihr Kind pro Monat einen Euro für das Patenkind bezahlt, füllen Sie bitte den untenstehenden Abschnitt aus und geben ihn an die Sachunterrichtslehrerin zurück. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung! Freundliche Grüße Dr. Thomas Kröck Referent für Sozial-Missionarische-Arbeit Hiermit bestätige ich, dass ich meinem Kind... erlaube für ein /zwei /drei Jahre monatlich 1 für die Patenschaft zu bezahlen. Falls mein Kind dies vergisst werde ich es daran erinnern und gegebenenfalls die Bezahlung übernehmen. Unterschrift: Datum:

20 Sozial-Missionarische Arbeit Dr. Thomas Kröck Deutscher EC-Verband e.v. Leuschnerstr Kassel Tel: Fax: Kinder in Indien Liebe Eltern, ihr Kind beschäftigt sich in der Schule zur Zeit mit den Lebensbedingungen von Kindern in Indien. Verschiedenen Aktivitäten sollen den Kindern helfen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Kindern in Indien zu entdecken. Vielleicht hat Ihr Sohn/Ihre Tochter schon davon berichtet. Die Schule besuchen zu können, ist für viele Kinder in Indien leider noch immer keine Selbstverständlichkeit. Viele indische Familien leben in absoluter Armut und ihre Kinder müssen zum Lebensunterhalt beitragen. Deshalb engagiert sich der EC-Jugendverband in Indien und Nepal, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen. Durch unser Patenschaftsprogramm laden wir Einzelpersonen, Familien, Jugendgruppen und Schulklassen ein, Verantwortung zu übernehmen und ein bestimmtes Kind zu unterstützen. Mit nur 26 Euro pro Monat ist es möglich ein Kind zu versorgen und ihm die Schulausbildung zu ermöglichen. Viele Eltern sehen eine Patenschaft als wertvolle Chance für ihre Kinder, sich mit den Lebensbedingungen von Menschen in der 3. Welt auseinander zusetzten und konkret zu helfen. Gerne schicken wir Ihnen Informationen über unsere Projekte und das Patenschaftsprogramm. Natürlich können Sie sich auch über das Internet informieren und Kontakt mit uns aufnehmen. Sie finden uns unter Ich würde mich freuen Sie schon bald als Paten und Partner unserer Arbeit begrüßen zu können. Freundliche Grüße Dr. Thomas Kröck Referent für Sozial-Missionarische-Arbeit Telefon: Fax Vorsitzender: Gerald Pauly Bankverbindung: Sitz: Kassel Ev. Kreditgenossenschaft eg Kassel Internet: VR 739, Amtsgericht Kassel BLZ ۰ Konto

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