Nepal: Das politische Umfeld in Nepal 10 Das Projektgebiet 12 Unsere Kontakte in Nepal 16

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2 Inhalt Inhaltsverzeichnis Inhalt 2 Vorwort 3 Karten/Lagepläne 4 Basisdaten 5 Wie alles begann und Vorstand 6 Verfahren und Grundsätze unserer Arbeit 8 Finanzierung des Projekts 9 Nepal: Das politische Umfeld in Nepal 10 Das Projektgebiet 12 Unsere Kontakte in Nepal 16 Bereich Grundbildung Schulen und Bildung in Nepal 18 Unsere Schulförderung in Kumbu-Kasthali 20 Schulbetrieb Kindergärten Patenschaftsprogramm Alphabetisierungskurse 15 Jahre Schulförderung - was wurde erreicht? 24 Bereich Gesundheit Das Gesundheitswesen in Nepal 28 Gesundheitsförderung in Kumbu-Kasthali 30 Vorgeschichte Die Krankenstation in Kumbu Medizinische Einzelmaßnahmen Bereich Wirtschaft und Soziales 33 Beschäftigung / berufliche Aus- und Fortbildung Spar- und Kredit-Gruppe Biogas-Programm Gemeindebibliothek Dächer-/Haus-Reparatur-Programm Guatemala: Das politische Umfeld in Guatemala 36 Das Bildungswesen in Guatemala 37 Unsere Kontakte nach Guatemala 38 Unsere Schulförderung im Dept. Sololá 39 Trekking und Besuch des Projekts 42 Tabelle Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen Impressum 44 Herausgeber: Initiative Kronberg 96 für Eine Welt e.v. Spenden: Frankfurter Volksbank, Kronberg, Kto.-Nr , BLZ

3 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer, Vorwort Unsere zum 10-jährigen Bestehen des Vereins erstmalig veröffentlichte Broschüre fand großen Anklang, weil interessierte Mitbürger sich umfassend und schnell über unsere Arbeit informieren konnten. 5 Jahre später ist unser 15. Geburtstag ein guter Anlass, eine weitere Zwischenbilanz zu ziehen. Diese ist schon deshalb erforderlich, weil auch unsere Förderung sich weiter entwickelt hat, neue Teilprogramme hinzugekommen sind, usw. Daneben soll aber auch versucht werden, positive Wirkungen herauszustellen, die sich als Folge unserer Unterstützung ergeben. Christian Thomsen, Vorsitzender Schauen wir rückblickend auf die zwei von uns unterstützten Länder Nepal und Guatemala -, so war unser Startjahr 1996 in beiden Ländern durch geschichtlich wichtige Weichenstellungen gekennzeichnet, einmal negativ, einmal positiv: In Nepal veröffentlichten die Maoisten ihre 40 Thesen zur Umgestaltung des Staates es war der Anfang einer Entwicklung, die noch im selben Jahr zur Ausrufung des Volkskriegs führte und die bis 2005 über Menschenleben gekostet hat. In Guatemala dagegen war 1996 das Jahr des Neuanfangs, in dem mit Abschluss des Friedensabkommens endlich der 25-jährige Bürgerkrieg ein Ende hatte. Ab 2005/2006 hat sich die Lage in Nepal drastisch verändert. Aus der konstitutionellen Hindu-Monarchie mit dem König quasi als Alleinherrscher ist ein Staat mit demokratisch gewählter Regierung geworden. Allerdings hat die junge Republik noch mit vielen ungelösten Problemen zu kämpfen, die den Start in eine auch wirtschaftlich bessere Zukunft erschweren. In Guatemala ist die Arbeit auch nicht leichter geworden. Keine der Regierungen hat bisher das Problem der steigenden Kriminalität in den Griff bekommen, und immer wieder wird das Land von schweren Unwetter-Katastrophen heimgesucht, die erreichte Erfolge wieder zunichte machen. Über die gesamten 15 Jahre hat eine Vielzahl einzelner Spender uns unterstützt und damit unsere Fördertätigkeit überhaupt erst möglich gemacht. Dass wir in 15 Jahren rd nach Nepal und nach Guatemala senden konnten, ist Ihr Verdienst und Folge Ihres Vertrauens in unsere Arbeit. Wir sind dankbar und stolz darauf, dass wir dieses Vertrauen in vollem Umfange rechtfertigen konnten: Mit gutem Gewissen können wir bestätigen, dass alle Spenden zu 100% in den Projekten ankommen und auch keine Verwaltungskosten abgehen. Mit dieser Broschüre wollen wir Sie teilhaben lassen an Entstehung und Entwicklung unseres Vereins, wollen zeigen, wie wir arbeiten, in welch schwierigem Umfeld sich die Förderung abspielt und was wir trotz widriger Umstände bewirken konnten. Ich möchte an dieser Stelle auch meinen Vorstandskollegen und den übrigen Mitgliedern, die mit großem Einsatz unsere Arbeit mitgestalten, herzlichen Dank aussprechen für ihr Engagement. Abschließend darf ich Ihnen viel Vergnügen beim Studium unserer Broschüre wünschen. Wenn wir damit Ihr Interesse wecken oder Sie gar zu einem weitergehenden Engagement motivieren können, ist ihr Zweck mehr als erfüllt. Kronberg, im Februar

4 Karten u. Lagepläne Asien mit dem Binnenstaat Nepal Guatemala Geförderte Schulen 4

5 Basisdaten Basisdaten Thema Bezug Nepal Guatemala Geographie Lage in Großregion Südasien Mittelamerika Fläche tsd km² Hauptstadt Kathmandu Ciudad de Guatemala Bevölkerung Einwohnerzahl in Mio ,3 14 Jährliche Wachstumsrate ,9% 2,8% Städtische Bevölkerung % 49% Altersstruktur unter 15 Jahre ,9% 36,5% Jahre ,7% 59,4% über 65 Jahre ,4% 4,1% Lebenserwartung bei Geburt Jahre 62 Jahre Sprachen Amtssprache Nepali Spanisch indigene Sprachen mind Dialekte22 Mayasprachen Soziales Analphabetenrate der Erwachsenen (ab 15 J.) % 27% Einschulungsrate % 70% Armut: Anteil mit weniger als 1,25 US$/Tag % 12% Anteil mit weniger als 2,00 US$/Tag % 24% Bevölk. mit Zugang zu verbess. Sanitärinstall % 81% Rang im Human Development Index (von 182) Gesundheit Kindersterblichkeit pro 1000 Geburten ,6 Sterblichkeitsrate unter 5-jährige ,8% Müttersterblichkeit pro Ärzte je Einwohner ,1 (Dtld. 35) Geburten mit Betreuung durch Fachkraft (%) ,0 41,4% Religion Offiziell rd. 90% Hindus Inoffiziell 5,3% Buddhisten 2,7% Muslims über 90% katholisch 30-40% fundamental. Sekten Wirtschaft Bruttoinlandsprodukt (BIP) Mrd. US$ ,6 39 BIP pro Kopf US$ Elektrizitätsverbrauch pro Kopf (kwh) Exporterlöse in Mrd. US$ ,97 8,16 davon Tourismus davon Agrarprodukte wichtigste Güter Teppiche, Textilien Kaffee, Zucker Überweisungen aus d. Ausland Mio US$

6 Wie alles begann Wie alles begann Ende Dezember 1994 reiste das Kronberger Ehepaar Thomsen nach Nepal. Sie waren Teil einer Reisegruppe des Nepalprojekts der Wiesbadener Helene-Lange-Schule, die damals schon über 5 Jahre in Bhandar in Ostnepal aktiv war. Als Ärztin nahm Frau Dr. Thomsen die Gelegenheit wahr, unterwegs und am Zielort Kranke zu untersuchen und zu behandeln, um sich ein Bild von der Gesundheitslage der Landbevölkerung, 2-3 Tagereisen vom nächsten Arzt entfernt, zu machen. Das Ergebnis war deprimierend. Eine Folge dieser Reise war der Aufbau eines kleinen Krankenhauses in Bhandar im Laufe des Jahres Es wurde dafür ein junger nepalischer Arzt gefunden, dessen Bezahlung mehrere Paten aus Wiesbaden und Kronberg übernahmen. U.a. durch die Werbung von Frau Dr. Thomsen über ihre Arztpraxis entstand ein zunehmendes Engagement von Kronberger Bürgern und Institutionen (z.b. Schule), das schließlich zu dem Entschluss führte, in Kronberg einen eigenen Förderverein zu etablieren. Im Sommer 1996 war es dann so weit. Am 12. Juli fanden sich 11 Mitglieder *) zur Gründungsversammlung zusammen. Sie einte die Überzeugung, dass wir zur Verbesserung der Lebensumstände der Armen in der 3. Welt noch effektiver beitragen könnten, wenn wir die einzelnen Mitgliedern bekannten Ansätze (zur Debatte standen Nepal und Guatemala) direkt von Kronberg aus unterstützten. Der Aktionskreis des Vereins war allerdings von Anfang an über Nepal hinaus gefasst. Aufgrund direkter Kontakte einiger Mitglieder zu anderen sinnvollen Hilfe-Ansätzen wurde in der Satzung festgelegt, dass bis zu 3 Vorhaben unterstützt werden können, sofern sie Mitgliedern persönlich bekannt sind. Hiermit wollten wir von vornherein verdeutlichen, dass wir nur wenige Projekte fördern, diese aber langfristig und in direktem Kontakt zur Zielgruppe. Bei abnehmender Spendenbereitschaft in der Bevölkerung für die großen Organisationen, wo man selten etwas über den Einsatz der eigenen Spende weiß, erschien uns das als geeignetes Konzept, das sich auch bis heute bewährt hat. Für das Guatemala-Vorhaben war es der jahrelange persönliche Kontakt der Familie Becker, der zur Einbeziehung in die Förderung führte. Sie hatte die Tätigkeit der Gruppe Esperanza aus Bestwig zum Wohle der Maya-Bevölkerung in Guatemala miterlebt und maßgeblich mitgestaltet. Als drittes Vorhaben wurde zuerst ein Ansatz in Kolumbien, später in Burma verfolgt. In beiden Fällen waren aber durch das politische Umfeld die Risiken für einen erfolgreichen Einsatz von Spendenmitteln so hoch, dass wir davon Abstand nahmen und bis heute bei Nepal und Guatemala geblieben sind. Der Beginn unserer Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kumbu-Kasthali lag am Tag vor Silvester Wieder im Rahmen einer Wiesbadener Gruppenreise waren Frau van der Zwiep und Herr Thomsen nach Nepal gereist. Die Nachbargemeinde von Bhandar war für eine Förderung ins Auge gefasst worden. Der Empfang hier war überwältigend. Natürlich hatte es sich herumgesprochen, dass Deutsche den Ort evtl. unterstüt- Gründungsversammlung zen wollten. Als die Kronberger hörten, dass es keinen anderen auswärtigen Förderer für die Gemeinde gab und sie dann noch 2 halbfertige Schulgebäude sahen, für die es seit einem Jahr kein Geld mehr zum Weiterbauen gab, war ihr Entschluss gefasst. Die Zusammenarbeit wurde besiegelt mit der Zusage, die beiden Gebäude fertig zu stellen. Über weitere Anträge wurde später vom *) Ehepaare Becker, Thomsen und van der Zwiep, Fr. Gebauer, H. Krauß, H. Manns, H. Pfeffer, Fr. Schneider 6

7 Wie alles begann Vorstand entschieden. Sie betrafen u.a. die Finanzierung des Schulmaterials aller Kinder in Kumbu und Puna sowie die Bezahlung eines Mittelstufenlehrers, sofern die Einrichtung einer 6. Klasse von der Schulbehörde genehmigt würde (was der Fall war). Als Folge dieser Entscheidung für einen konkreten zu fördernden Ort wurde die weitere Finanzierung des Krankenhauses in Bhandar ganz dem weit größeren und finanzkräftigeren Wiesbadener Nepalprojekt überlassen. Auch mit Guatemala begann unsere Zusammenarbeit schon Wir trugen mit einem kleinen Teilbetrag zu einer ansonsten von Esperanza finanzierten Schule bei. Später haben wir darauf hingewirkt, dass für uns selbständige Teilprojekte identifiziert wurden, die wir finanziell allein bewältigen konnten. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit in Guatemala ist die Erhaltung und Förderung der indigenen Kultur. Insgesamt ist dieses Projekt in Guatemala, bei dem die Einzelvorhaben mit sehr viel mehr Kosten als in Nepal verbunden sind, ein Kooperationsprojekt mehrerer Vereine. Der Besuch einer Gruppe von Mitgliedern der Initiative in Guatemala erfolgte (anders als in Nepal) erst zum Jahreswechsel 2003/04. Der Vorstand Christian Thomsen Vorsitzender Bis Dez hauptberuflich in der Entwicklungszusammenarbeit bei der KfW tätig, seitdem im Ruhestand. Gera van der Zwiep Stellvertret. Vorsitzende Bis Juli 2005 Lehrerin an der Altkönigschule Kronberg, seitdem im Ruhestand. Horst Manns Schatzmeister Bis 1996 Beamter bei der Deutschen Post, seitdem im Ruhestand. Dr. Lisel Thomsen Beisitzerin Ärztin für Allgemeinmedizin im Ruhestand Piero Irrera Beisitzer Leitender Angestellter für internationale und nationale Partner in der Telekommunikationsbranche. 7

8 Verfahren und Grundsätze unserer Arbeit Verfahren und Grundsätze unserer Arbeit Was geschenkt wird, kann nicht viel wert sein. Dies gilt in der Entwicklungshilfe (die nicht mit Nothilfe zu verwechseln ist) in besonderem Maße. Wir haben daher von Anfang an zur Bedingung gemacht, dass bei Bauvorhaben rd. 25% der Kosten von der Bevölkerung selbst beizubringen sind. Dies entspricht in etwa den Eigenleistungen, die beim Bau durch ungelernte Arbeitskräfte erbracht werden können (wie Steine brechen, Heranschaffen von Sand und Steinen, Zerkleinern der Steine, Ausschachten u.ä.). Wenn wir alles voll finanzieren würden, wie es leider manche Organisationen in falsch verstandener Hilfsbereitschaft tun, käme jede Eigeninitiative schnell zum Erliegen. Die von uns angewendeten Verfahren bei einer Projektdurchführung sind in Nepal und Guatemala grundverschieden. In Nepal sind wir über Jahre hinweg der direkte Partner einer einzigen ländlichen Gemeinde (Kumbu-Kasthali). Wenn von dort etwas beantragt wird, prüfen wir das, bei größeren Bauarbeiten auf der Basis eines Kostenvoranschlags, wir stimmen jeder Maßnahme einzeln zu, wir überweisen die Gelder pauschal auf ein Konto in Kathmandu, geben sie nach Bedarf frei und überprüfen im Nachhinein die Geldverwendung. Bei Besuchen (ca. alle 2 Jahre) sind wir stets wieder im selben Ort. In Guatemala dagegen ermittelt Esperanza auf Basis der erhaltenen Anträge, wo im Departement Sololá der Bedarf an einer Schule, zusätzlichem Klassenraum oder anderen Komponenten (z.b. Sanitärblock) am größten ist. Wenn wir uns für eine bestimmte Förderung entschieden haben, erhält Esperanza pauschal den erforderlichen Betrag von uns. Esperanza sorgt dann durch den lokalen Partner für alle Detailarbeit vor Ort und überwacht den Geldeinsatz gemäß ihrem seit Jahren bewährten Verfahren. Diese unterschiedliche Vorgehensweise hat zwangsläufig zur Folge, dass wir über die Nepal- Vorhaben mehr Detailkenntnisse haben als über die Schulen in Guatemala, die in jeweils anderen Orten des Departements gebaut werden, und wo die Arbeit mit der Übergabe an die Gemeinde auch beendet ist. Wir sind deshalb froh, dass nach mehreren Mitgliederreisen nach Nepal Ende 2003 auch eine Reise nach Guatemala mit 12 Teilnehmern stattfand. Bestimmte Verwaltungsausgaben wie Porto, Fotokopien, Öffentlichkeitsarbeit usw. lassen sich natürlich nicht vermei- den. Diese werden ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen gedeckt, so dass auch von der finanziellen Seite her gewährleistet ist, dass Spenden zu 100% den Projekten zugute kommen. Was das Volumen der Beiträge betrifft, haben wir uns zwar von den 11 Gründungsmitgliedern auf nunmehr 90 Mitglieder vergrößert, dennoch freuen wir uns über jedes weitere Mitglied, wobei es nicht darauf ankommt, ob jemand aktiv mitarbeitet. Auch passive Mitglieder sind hoch willkommen, da wie gesagt aus den Beitragseinnahmen die Verwaltungsausgaben gedeckt werden. Zur Finanzierung unserer Projekte sind wir vor allem auf Spenden angewiesen. Andere Einnahmen stammen aus dem Verkauf von Kunsthandwerk, aus Mitgliedsbeiträgen oder Sonderaktionen der Schüler der Altkönig-Schule (siehe nächsten Artikel). Bei den Zahlungen für Lehrergehälter ist Kontinuität wich tig. Damit Zahlungen nicht von eventuellen Rückgängen bei Spenden oder Marktverkäufen abhängig sind, sagen wir Lehrergehälter grundsätzlich nur zu, wenn wir dafür einen privaten Sponsor finden, der die erforderlichen pro Jahr übernimmt. AKS - Tag der offenen Tür 8

9 Finanzierung des Projektes Finanzentwicklung (s. Übersicht Seite 43) Das ) wichtigste Standbein unserer Arbeit waren in den letzten 15 Jahren und sind weiterhin die Spenden von Privatpersonen. Wir sind dankbar, dass viele Spender uns seit Jahren die Treue halten. Hier liegt auch der Grund, dass wir in der Zeit der Finanzkrise, die viele Unternehmen in Schwierigkeiten brachte, keine Einbußen unseres Spendenaufkommens zu verzeichnen hatten. Neben den privaten Spenden tragen diverse Sonderaktionen zu unseren Einnahmen bei. Hierzu zählt der Verkauf von Kunsthandwerk aus Nepal und Guatemala, das wir selbst von den Reisen mitbringen, Aktionen von Schülern der AKS (Unesco-Gruppe), private Flohmarktverkäufe u.a. Schließlich gibt es unregelmäßig Benefizkonzerte (wie zuletzt am durch Chor und Orchester der Unterstufe des AKS) oder Sponsorenläufe (wie zuletzt am an der AKS zur Finanzierung der öffentlichen Bücherei in Kumbu). Sponsorenlauf der Montessori-Schule Eröffnung des MTV-Sponsorenlaufs am durch den nep. Honorarkonsul Krüger, Stadtverordnetenvorsteherin Haselmann und den Vorsitzenden Thomsen Zu einem bedeutenden Finanzierungsinstrument hat sich das Schüler-Patenschaftsprogramm entwickelt, das im Jahr 2010 mit Einnahmen von rd erstmals mehr einbrachte als die persönlichen Patenschaften für 12 Lehrer. Bei den Ausgaben ist es nach wie vor so, dass die geringen Ausgaben für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit stets aus den Mitgliedsbeiträgen bezahlbar sind. Damit ist weiterhin sichergestellt, dass alle Spenden zu 100 % für die Projektarbeit eingesetzt werden. 9

10 Das politische Umfeld in Nepal Das politische Umfeld in Nepal Wahlpropaganda auch in den entlegensten Dörfern Im November 2006 endete der zehnjährige Bürgerkrieg in Nepal mit dem Comprehensive Peace Agreement (CPA) zwischen den aufständischen Maoisten und einer Siebenparteienallianz (SPA) unter Führung der Nepali Congress Party (NC) und der Communist Party of Nepal-United Marxist-Leninists (UML). Zu den 7 Parteien gehörten außerdem eine Splitterpartei des NC, der Nepali Congress (Democratic), die Nepal Workers and Peasant Party, die Anandi Devi Party, die United Left Front und die People s Front. Schon 2005 hatten die Maoisten einseitig einen Waffenstillstand verkündet und hatten Kontakt zu den Parteien aufgenommen. In einem Zwölf-Punkte-Abkommen in Delhi wurde die Abschaffung der Monarchie und die Errichtung einer dauerhaften Demokratie als gemeinsames Ziel festgelegt. Anlass für dieses Zusammengehen der parlamentarischen Parteien mit den Aufständischen hatte der zuletzt amtierende König selber gegeben, indem er 2002 und 2005 die bestehenden Regierungen und das Parlament aufgelöst hatte, sich selbst zum Premierminister erklärt und sein eigenes Kabinett berufen hatte. Gleichzeitig wurde der Ausnahmezustand verhängt und eine Reihe von Grundrechten außer Kraft gesetzt, so z.b. die Presse- und Versammlungsfreiheit. Zahlreiche Politiker, Journalisten, Menschenrechtler und Gewerkschaftler wurden verhaftet. Es kam zu Massendemonstrationen in Kathmandu, zum Teil unter Führung von maoistischen Aktivisten. Die Polizei versuchte zunächst mit äußerster Brutalität, die Demonstranten auseinander zu treiben, diese ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Es wurde eine echte Massenbewegung, die Demonstranten kamen aus allen Bevölkerungsschichten: die Ärzte gingen ebenso geschlossen auf die Straße wie Rechtsanwälte, Fabrikarbeiter oder Bankangestellte. Angesichts dieses vehementen Widerstands musste der König am schließlich einlenken und das Parlament wieder einberufen. Er ernannte den Parteivorsitzenden des NC, den inzwischen verstorbenen Giri Prasad Koirala, zum Premierminister. Gemäß der Vereinbarungen im CPA wurde eine Interims-Regierung geschaffen mit einem 23-köpfigen Kabinett, wobei die großen Parteien NC, UML und CPN (Maoists) jeweils 5 Minister stellten und die übrigen 8 Kabinettsposten auf die verbleibenden Parteien der Allianz verteilt wurden. Auch im Interims-Parlament waren die Sitze nach einem festen Schlüssel verteilt: NC 75 Sitze, UML und Maoisten jeweils 73 Sitze, NC (Democratic) 42 Sitze, und die restlichen 48 Sitze wurden auf die übrigen Parteien verteilt. Außerdem wurde eine Interim-Verfassung verabschiedet, die in Kraft bleiben sollte bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung durch die noch zu wählende verfassungsgebende Versammlung (CA = Constituent Assembly). Eine der ersten Entscheidungen des Interimparlaments war die Beschneidung der königlichen Privilegien. Der König wurde als oberster Befehlshaber der nepalischen Armee vom demokratisch gewählten Premierminister abgelöst, aus der Royal Nepal Army wurde die Nepalese Army. Auch die Steuerprivilegien der königlichen Familie, die bisher keinerlei Steuern bezahlt hatte, wurden aufgehoben sowie das Recht des Königs, den Thronfolger zu bestimmen. Für kurze Zeit sah es so aus, als würde sich Nepal zu einer konstitutionellen Monarchie entwickeln, in der der König eine repräsentative Rolle behalten könnte. Die endgültige Entscheidung fiel dann aber anders aus. Über das Schicksal des Königs sollte die Constituent Assembly, die neu zu wählende verfassungsgebende Versammlung, entscheiden. Die Wahl im April 2008, die erste freie Wahl seit 1999, verlief nach Aussagen ausländischer Wahlbeobachter fair und ohne gewaltsame Zwischenfälle, aber sie brachte eine große Überraschung: Die Maoisten gewannen 220 der insgesamt 601 Sitze in der neuen Constituent Assembly und waren damit stärkste Partei, hatten aber keine absolute Mehrheit. 10

11 Das politische Umfeld in Nepal Am 28. Mai 2009 erklärte die verfassungsgebende Versammlung Nepal zu einer säkularen Republik und schaffte damit das letzte Hindukönigtum der Welt offiziell ab. Der ehemalige Königspalast wurde in ein nationales Museum umgewandelt. Im Juli und August 2008 wählte das Parlament Dr. Ram Prasad Yadav vom NC zum Staatspräsidenten und den ehemaligen Rebellenführer Pushpa Kamal Dahal (Prachanda) zum Premierminister. Das Kabinett wurde im August 2008 berufen. Die Entscheidung des Premierministers, den Chef der nepalischen Armee, den 61jährigen Rookmangul Katawal, zu entlassen, der sich der Integration der ehemaligen maoistischen Kämpfer in die nepalische Armee vehement widersetzte, führte schon bald zur ersten Staatskrise der neuen nepalischen Republik, als der Staatspräsident die Entscheidung des Premierministers rückgängig machte. Daraufhin trat Prachanda am 4. Mai 2009 von seinem Amt zurück und mit ihm alle maoistischen Regierungsmitglieder. Es bildete sich eine neue Koalition von 22 Parteien, deren gemeinsamer Nenner wohl v.a. der Widerstand gegen eine maoistische Dominanz in der Regierung war. Am wurde die neue Regierung vereidigt, als Premierminister wurde einstimmig der Parteivorsitzende der UML, Madhav Kumar Nepal, gewählt. Allerdings ist dieser am 30. Juni 2010 ebenfalls unter dem Druck der Maoisten zurückgetreten. Seitdem hat man bisher (Anf. 2011) insgesamt 16 Wahlgänge veranstaltet, um einen neuen Premier zu wählen, es hat jedoch kein Kandidat die erforderlichen Stimmen auf sich vereinigen können. Der Maoistenführer Prachanda hat zunächst auch versucht, durch die Wahl wieder an die Macht zu kommen, hat dann aber das Handtuch geworfen, nachdem er 8 mal scheiterte. Sein Gegenkandidat Ram Chandra Poudel hat bisher ebenfalls die notwendigen 301 Stimmen nicht auf sich vereinigen können. Sein Ergebnis lag zuletzt bei 94 Stimmen. Am hat auch er seine Kandidatur zurückgezogen, als sich abzeichnete, dass auch beim 17. Wahlgang die kommunistischen Parteien ihm ihre Stimme verweigern würden. Da es nach wie vor unwahrscheinlich ist, dass sich die Parteien auf einen Premierminister und eine gemeinsame Regierung einigen, könnte evtl. der Staatspräsident das Parlament auflösen und Neuwahlen veranlassen. Die gegenseitige Blockade der Parteien verhindert bisher, dass wesentliche Probleme des Landes angegangen werden können. Die provisorische Regierung unter Madhav Kumar Nepal, der bis zur Wahl eines neuen Premiers die Funktionen des Regierungschefs weiter einnimmt, hat zwar nach einigen durch die Maoisten verursachten Schwierigkeiten das Budget für 2011 per Notverordnung durchgebracht, aber sonst wenig bewegt, wenn man von Gehaltserhöhungen für Beamte absieht. Strittig ist immer noch die Eingliederung der maoistischen Kampftruppen, die bisher unter Aufsicht der UN in sieben Lagern über das Land verstreut auf eine Entscheidung warteten. Das UN-Mandat endete im Januar Buchstäblich in letzter Minute einigten sich Premierminister Madhav Kumar Nepal und der Maoistenführer Prachanda auf einen Modus, wie die unter UN-Aufsicht eingerichteten Lager und Waffendepots in Zukunft verwaltet werden sollen. Anstelle der UNMIN (United Mission in Nepal)- Mitarbeiter werden ab jeweils 2 Vertreter von Nepal Army, der Armed Police Force und der Nepal Police sowie der PLA (People s Liberation Army, i.e. der maoistischen Kampftruppen) die Rolle der UNMIN übernehmen. Auch der Entwurf der neuen Verfassung, der bis zum 28. Mai 2010 vorliegen sollte, ist noch nicht fertig. Die Amtszeit der CA wurde im Einvernehmen zwischen den wichtigsten Parteien um ein Jahr verlängert. Kommunale Wahlen fanden noch nicht statt, weil die Parteien sich nicht auf die administrative Struktur einigen können, die Nepal zukünftig haben soll. Es deutet vieles darauf hin, dass es eine Art föderativer Struktur mit weitgehender Selbstbestimmung geben soll. 11 Nicht aufgearbeitet sind auch die zahllosen Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkrieges und danach und das Schicksal der Verschollenen. Auch nach Ende des Bürgerkriegs kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen politischen Gruppen. Insgesamt kommt das Land, auch wegen der vielen Streiks, nicht zur Ruhe. Kundgebung in Kathmandu Wahlwerbung für hohe Wahlbeteiligung

12 Das Projektgebiet Das Projektgebiet Der Empfänger unserer Hilfe ist das VDC Kumbu-Kasthali (zu VDC siehe Kasten), die Nachbargemeinde des etwas größeren Ortes Bhandar. Die Gemeinde liegt im Distrikt Ramechhap, etwa 200 km östlich von Kathmandu. Sie besteht aus 9 Dörfern und hat ca Einwohner. Die Erreichbarkeit des Gebiets hat sich den Fußmarsch Kumbu-Kasthali erreichen konnten. Unser Partner-Das VDC Kumbu-Kasthali Ein VDC bedeutet Village Development Committee und ist in Nepal die niedrigste Verwaltungseinheit, die noch eine gewählte Vertretung hat (wie bei uns die Städte). Der Unterschied liegt allerdings darin, dass es sich in dem überwiegend ländlich strukturierten Nepal (städtische Bevölkerung nur ca. 18 %) um Flächengemeinden handelt, die durchaus die Größe eines Kreises bei uns erreichen können. Sie sind stets in 9 Dorfteile untergliedert, die Wards genannt werden. Unser VDC Kumbu-Kasthali hat ca Einwohner. Die Interessen der Wards werden nach außen und im VDC, quasi dem Stadtrat, von einem Chairman vertreten, der von der Dorfbevölkerung gewählt wird. In 7 der 9 Wards gibt es Schulen, die alle von uns unterstützt werden. Die Gemeinde mit ihren 9 Wards ist rd. 20 km 2 groß (z.vgl.: Die Gemarkung Kronberg einschl. 4,9 km 2 Wald ist mit 18,6 km 2 fast gleich groß). Während aber zwischen Kronberg und z.b. dem Altkönig nur 550 m Höhenunterschied liegen, liegt das kaum größere Kumbu-Kasthali zwischen ca m und fast m Höhe. Im Jahr 2008 wurde schließlich eine Trasse auch nach Kumbu fertiggestellt. Das bedeutet, dass Kinder, die noch nie aus ihrem Dorf herausgekommen waren, erstmalig in ihrem Leben ein Auto sahen! Die Verbindung ist allerdings noch sehr rudimentär. In der Regenzeit (Mai bis September) ist die Piste nicht befahrbar, da man im Schlamm versinkt, in der übrigen Zeit ist ohne Allradantrieb auch nichts zu machen. in den letzten Jahren verbessert. Als wir 1996 mit der Hilfe begannen, brauchten wir 10 Stunden Busfahrt von Kathmandu bis Jiri, dem Endpunkt der Straße, und dann noch 1 ½ Tage zu Fuss bis zum Zielort. Jegliche Fracht, ob Zement, Möbel, Glasscheiben oder Schulbücher für die Schulen, Nahrungsmittel oder Getränke alles wurde in Jiri von LKWs auf Träger umgeladen, für die diese Transporte eine wichtige Verdienstmöglichkeit darstellten. Diese Situation währte bis 2003/04. Zu dem Zeitpunkt wurden in der Region die ersten ländlichen Pisten in Betrieb genommen, die im Rahmen eines Rural Road Programme der Regierung, unterstützt von mehreren Entwicklungshilfegebern, gebaut wurden. Der Umladepunkt (von LKW auf Träger) verschob sich dadurch von Jiri nach Shivalaya, was für uns zur Folge hatte, dass wir von Kathmandu bis Shivalaya durchfahren und schon am zweiten Tag in 6-7 Stun- Aber schon diese prekäre Anbindung des Ortes an das nationale Straßennetz hatte und hat enorme Auswirkungen für die Region. Zum Beispiel ist dort, wo zwischen Bhandar und Kumbu eine Busstation geplant war, allein auf Basis dieser Information 2005/06 ein komplettes Dorf neu entstanden. Die Bautätigkeit im Gebiet hat merklich zugenommen, und in der Trockenzeit können die Bewohner nunmehr per Bus in einem Tag (13-14 Stunden) die Hauptstadt Kathmandu erreichen. Die Abgelegenheit des Gebiets zeigt sich auch in der Kommunikation. Bis 2004 gab es nur Briefkontakt, wobei von Absendung hier bis zum Erhalt der Antwort meist 2 Monate vergingen. Ab Februar 2005 war ein großer Fortschritt, dass Dawa Sherpa immer dann, wenn er zum Geldabholen oder für Einkäufe von Kumbu nach Kathmandu kam (alle 4-6 Wochen) von dort aus mit uns per korrespondieren konnte. Der 12

13 Das Projektgebiet endgültige Durchbruch war dann, dass mit unserer Unterstützung die erste Telefonverbindung in Kumbu geschaffen wurde und als Folge davon auch zu bestimmten Stunden des Tages Internetzugang möglich war. Am (!) erhielten wir die erste direkt aus dem Projekt. Seitdem ist eine mehr oder weniger normale Kommunikation möglich. Die Menschen im VDC Die Menschen im VDC Kumbu-Kasthali sind überwiegend Kleinbauern, deren Landbesitz häufig weit unter einem Hektar liegt. Einige sind auch Landarbeiter ohne eigenes Land, sie sind davon abhängig, dass sie als Tagelöhner für die Wohlhabenderen im Ort arbeiten können. Nicht selten hatte die Generation vorher noch etwas Land, das jedoch verpfändet werden musste, um einen Kredit zu bekommen. Verzinst werden die Kredite in der Regel zu 30%, so dass die Ärmeren kaum die Zinsen erbringen, geschweige denn den Kredit zurückzahlen können. Bei Zahlungsunfähigkeit geht das verpfändete Land in den Besitz des Gläubigers über, aus Kleinbauern werden landlose Landarbeiter. Das nepalische Gesetz regelt, dass in der hill area, d.h. in dem Gebiet zwischen 1300 und 3500 m Höhe, der Landbesitz 60 ropanis, das sind etwa 30 ha Land, nicht überschreiten darf. Nach Schätzung unseres Projektleiters besitzen etwa 15% der Bevölkerung des VDCs soviel Land. Es sind häufig ehemalige Gurkhas oder Offiziere der nepalischen Armee. Als reich gelten those economically upper class families in which there is no difficulty of maintaining food, clothes and shelter/houses, d.h. diejenigen, die keine Probleme haben, sich zu ernähren, zu kleiden und ihr Haus instand zu halten. Das sind 20% bis 30% aller Familien im VDC (Quelle: Dawa Sherpa; da die örtliche Verwaltung noch nicht wieder funktioniert und der letzte Zensus aus dem Jahr 2001 stammt, sind wir auf mündliche Aussagen angewiesen). Die übrigen Familien sind, je nach Größe des Landbesitzes, auf Zusatzeinnahmen angewiesen, sei es, dass sie sich als Landarbeiter bei den Reicheren verdingen, sei es als Träger für Händler oder für Touristen oder als Hilfsarbeiter bei Bauvorhaben. Die wenigen Handwerker vor Ort, Maurer, Schreiner, Dachdecker oder Klempner, sind ebenfalls Kleinbauern, die nur gelegentlich ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen können, nämlich dann, wenn ein neues Haus gebaut wird oder ein Erweiterungsbau bei den Schulen ansteht. Auch Schul- und andere Möbel werden von örtlichen Schreinern hergestellt. Die Schneider bilden eine eigene Kaste, sie gelten als Dalit, Unberührbare. Industrie gibt es, bedingt durch die fehlende Infrastruktur, im näheren Umkreis nicht. Zudem erschwert die Überschwemmung auch nepalischer Märkte mit chinesischen Billigprodukten den Aufbau einer eigenen Produktion. Lodges oder ähnliche Einrichtungen findet man in der Nachbargemeinde Bhandar, die auf der Everest-Trekking- Route liegt, nicht jedoch im abgelegeneren VDC Kumbu-Kasthali. Allerdings sind seit Bau der Straßentrasse im VDC Kumbu 5 kleine Lädchen und 4 sog. Tea shops entstanden, die z.t. leider auch Alkohol ausschenken. Neben der prekären Straßenanbindung ist es vor allem die fehlende Elektrizität, die einen Fortschritt verhindert. Nur zwei der 9 Dörfer (Wards) des VDC sind bisher an ein Stromnetz angeschlossen, nämlich Charam und Upper Kasthali, ein drittes Dorf (Ekang) soll 13 demnächst folgen. Finanziert wird dieses Elektrifizierungsprojekt von den Briten. In anderen Dörfern haben sich einige Familien zusammengeschlossen, um gemeinsam, zum Teil mit Unterstützung von PAF (des von der Weltbank finanzierten Poverty Alleviation Fund), eine Ministromturbine zu erwerben und zu betreiben. Die Elektrizität für die Gesundheitsstation, die Kumbu-Schule und eini- Das Kraftwerk mit 2 KW für die Krankenstation und 5 weitere Häuser ge anliegende Häuser wird ebenfalls von einer solchen Miniturbine geliefert, die wir aus Projektmitteln finanziert haben. Die meisten Familien sind jedoch auf Kerosinlampen, Kerzen oder Taschenlampen als Lichtquellen angewiesen. Gekocht wird nach wie vor mit Holz auf primitiven Feuerstellen, die wenigsten Familien haben einen aus Lehm erbauten niedrigen Herd. In diesen Verhältnissen ist die Verletzungsgefahr für Kleinkinder sehr groß. Zweien der von uns betreuten Patenkinder mussten Zehen amputiert werden, da sie als Kleinkinder mit den Füßchen in die Feuerstelle ge-

14 Das Projektgebiet raten waren. In zweistöckigen Häusern findet sich die Küche auch schon mal im oberen Stockwerk in der Nähe eines Fensters, wo der Rauch durch das Fenster oder Löcher im Dach entweichen kann. Ansonsten dienen mehrere etwa 10 Quadratzentimeter große Lücken im Mauerwerk der Häuser diesem Zweck. Schornsteine sind im VDC unbekannt. Da die Küchenräume die einzigen geheizten Räume sind, schlafen die Menschen häufig in der Nähe der Feuerstelle. Sie schlafen auf Strohmatten auf dem Boden oder auf kleinen Lehmbänken an der Wand. In den größeren Häusern gibt es auch Schlafzimmer mit grob gezimmerten niedrigen Bettgestellen, auf denen ebenfalls in der Regel selbst gefertigte Strohmatten als Matratzen dienen. Oft sind diese Zimmer mit Zeitungen tapeziert. Es gibt nur sehr wenige Häuser mit einem Wasseranschluss im Inneren des Hauses oder mit Latrinen. Das Wasser wird von verschiedenen Zapfstellen im Ort in die Häuser getragen. Natürlich gibt es auch keine Kanalisation. Die landwirtschaftlichen Betriebe, die für die meisten Familien die Lebensgrundlage bilden, sind in der Regel nicht nur zu klein, sondern arbeiten auch mit mittelalterlich anmutenden Methoden. Maschinen kommen hier im steilen Bergland nicht zum Einsatz. Die meisten hätten auch nicht die finanziellen Mittel, um Maschinen zu erwerben, und die Versorgung mit Treibstoffen ist ebenfalls nicht gewährleistet. In Gebrauch ist immer noch der hölzerne Hakenpflug, der den Ackerboden nur anritzt, nicht aber umgräbt wie modernere Pflüge. Unkraut wird mit der Hacke entfernt. Die häufig sehr schmalen Felder sind auf Terassen angelegt. Damit der Monsun den verbleibenden Ackerboden nicht fortschwemmt, müssen die kleinen Erdwälle ständig instand gehalten werden. Geerntet wird das Getreide mit einer Sichel (eine Sense haben wir im VDC bisher nie gesehen), dann wird es in Tragkörben zu den Gehöften gebracht, wo es in der Sonne zum Trocknen ausgelegt und mit einem Schlegel gedroschen wird. Das Ergebnis dieser sehr arbeitsintensiven Landarbeit reicht für die wenigsten, um sich ein ganzes Jahr lang ernähren zu können Um der Dauerarmut zu entgehen, wandern viele junge Leute in die Städte ab, um dort Arbeit zu suchen, ziehen in andere Landesteile oder suchen Arbeit im Ausland, in asiatischen Staaten wie Indien, Bhutan, Malaysia, zunehmend auch in Japan, in den Golfstaaten sowie in westlichen Ländern. Durch diesen Export von Arbeitskräften entsteht in Nepal selbst ein Mangel an qualifizierten Kräften. Einige hundert private Vermittlungsagenturen operieren in Kathmandu. Die Vermittlung und Reise ins Ausland kostet zwischen und Rs ( Euro), einige Agenturen verlangen sogar mittlerweile zwischen und Rs. Wenn man die Armut auf dem Land bedenkt, bedeutet das, dass viele Familien erst einmal einen Kredit aufnehmen müssen und sich erneut auf Jahre verschulden, um ein Familienmitglied ins Ausland schicken zu können. Auch im VDC Kumbu-Kasthali gibt es mehrere Familien, die sich auf diese Art verschuldet haben. Nicht selten verfallen auch die Familien, weil die jungen Männer, die in der Regel ins Ausland oder in die Städte ziehen, dort neue Familien gründen und die zurückgelassene Frau mit den Kindern vergessen. Besonders schlimm ist, dass viele skrupellose Arbeitsvermittler vor Betrug nicht zurückschrecken und nicht ausreichend oder auch falsch über die zu erwartende Arbeit informieren. Die Regierung hat versprochen, die Aktivitäten dieser Vermittlungsagenturen besser zu überwachen. Allerdings sind die Devisen, die von den Auslandsnepalis an ihre Familien überwiesen werden, mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der nepalischen Finanzen. Da sie nicht unwesentlich zum Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens in Nepal beitragen, werden die Regierungsstellen wohl eher vorsichtig operieren, zumal Korruption in Nepal weit verbreitet ist. 14

15 15 Das Projektgebiet

16 Unsere Kontakte in Nepal Unsere Kontakte in Nepal Dawa Sherpa, unser Projektleiter in Kumbu-Kasthali Seit 2004 ist der 35-jährige Dawa Sherpa unser Projektleiter in Kumbu-Kasthali. Bis dahin war Bhoj Bahadur Sunuwar, der Schulleiter der als erstes von uns geförderten Shree Janata Lower Secondary School, der Koordinator für unsere Hilfe in den verschiedenen Ortsteilen. Da er aber zunehmend über die starke Arbeitsbelastung und gesundheitliche Probleme klagte, wurde bei einem Besuch im Frühjahr 2004 ein Wechsel in der Projektleitung vereinbart. Dawa Sherpa wurde am als Sohn von Mingma Sange (Vater) und Chheki Sherpa in Kumbu -Kasthali, Ward 9, geboren als ältester Sohn der Familie. Er hat noch drei Brüder, aber keine Schwestern. Sein Vater arbeitete, wie viele arme Nepalis aus den Bergregionen, einige Jahre im Nachbarland Indien, er war Rohrleger bei der East India Coal Company. In dem nordöstlichen indischen Bundesstaat Assam besuchte Dawa auch die Schule bis zur 6. Klasse. Nachdem die Familie nach Nepal zurückgekehrt war, wo der Vater nun wieder einige Felder bewirtschaftet und bei den Wochenmärkten einen kleinen Stand betreibt, ging Dawa ab Klasse 7 in die vom Wiesbadener Projekt geförderte Schule in Bhandar, wo er auch sein School Leaving Certificate (SLC) machte. (Zu dem Zeitpunkt gab es in der Shree Janata School noch nicht einmal eine 7. Klasse, geschweige denn Klasse.) Seine Higher Secondary Studies, d.h. also die zwei Jahre nach dem SLC, absolvierte er am Mahendra Ratna College in Kathmandu, wo er zunächst mit dem I.Ed. (Intermediate in Education) seine Studien abschloss. Dank eines Stipendiums, das von einem Mitglied der Initiative Kronberg 96 finanziert wurde, konnte er, nachdem er einige Zeit schon im Schuldienst tätig gewesen war, noch einmal an das College zurückkehren, um nach einem weiteren Studienjahr den Bachelor in Education (B.Ed.) zu machen. Dawa Sherpa ist verheiratet und hat ein Kind. Seine Frau ist als Volksschullehrerin in der Schule von Chirmalu tätig. Seine Aufgabe nimmt er mit viel Engagement wahr. Er sagt von sich, dass er sehr gerne unterrichtet und sich gerne auch sozial engagiert. In der Tat hat er viele neue Ideen, um gerade auch den Ärmsten in der Gemeinde zu helfen. So hat er sich z.b. sehr für die Organisation der Alphabetisierungskurse und die Schaffung des Schulanreizprogramms eingesetzt (s. Artikel Schulförderung in Kumbu ). Nachdem Dawa Sherpa viele Jahre zu den Lehrern gehörte, die über die Initiative von einem persönlichen Paten gefördert werden, hatte er Ende 2008 die Chance, auf eine von der Regierung aus Auslandsmitteln finanzierte Stelle zu wechseln. Damit war allerdings die Verpflichtung verbunden, als Ganztagskraft zu arbeiten. Wir haben es daraufhin so geregelt, dass für die tägliche Basisarbeit ein anderer Lehrer freigestellt wurde (s.u.), Dawa aber die Gesamtverantwortung und auch die Zuständigkeit für die Korrespondenz mit uns behielt Lokale NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) Während die in Nepal tätigen Hilfsorganisationen üblicherweise einen lokalen Partner haben, über den sie ihre Förderung abwickeln, hat die Initiative, wie oben beschrieben, von Anfang an nur mit den Bewohnern des VDC Kumbu-Kasthali, vertreten z.z. durch Dawa Sherpa, zusammengearbeitet. Nach ersten internen Überlegungen, mit Personen aus dem Projekt und dem Projektumfeld eine nepalische NGO zu gründen, haben wir letztlich eine andere Lösung gewählt. Angesichts der räumlichen Nachbarschaft Kumbus zu Bhandar und den anderen vom Nepal-Projekt der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden ( Kinder von Bhandar e.v. ) unterstützten Orten haben wir eine Kooperation vor Ort mit deren lokalem Partner vereinbart. Der Name dieser lokalen NGO ist FRADS (Friends of Rural Area Development Service) und über sie sind wir nun indirekt auch beim Sozialministerium registriert. Für die praktische Projektdurchführung (Anträge aus Kumbu, Zusagen durch uns) ergibt sich dadurch keine Änderung. Eine positive Folge der Kooperation ist aber, dass unsere lokale Buchführung nunmehr nach dem gleichen System wie bei FRADS abgewickelt werden kann. Die Kooperation führt auch dazu, dass wir uns bei Anträgen, die für beide Seiten von Bedeutung sind (z.b. Erhöhung der Lehrergehälter), abstimmen, um in benachbarten Orten nicht unterschiedlich vorzugehen. 16

17 Unsere Kontakte in Nepal Anil Kumar Basnet, unser Partner für die Basisarbeit vor Ort Als Dawa Sherpa nicht mehr halbtags für das Projekt arbeiten konnte, die Arbeit gleichzeitig aber immer mehr wurde, etwa durch das Patenschaftsprogramm, brauchten wir jemand, der sich ganztägig um die Projektarbeit kümmern konnte. Auf Vorschlag von Dawa wählten wir hierfür im August 2008 Anil Kumar Basnet aus, einen der bis dahin von uns finanzierten Lehrer. Anil wurde 1979 in Khadka Gaun, einem der 9 Dörfer von Kumbu-Kasthali, geboren. Sein Vater, der dort als Landwirt tätig war, trennte sich aber vor der Geburt von der Mutter, so dass Anil ohne Vater aufwuchs und ihn auch erst sehr spät kennen lernte. Die Grundschule bis zur 5. Klasse absolvierte er in Kumbu, für die 6. bis 10. Klasse besuchte er die Schule in Bhandar, wo er auch den Abschluss (SLC) machte. Die finanziellen Verhältnisse (kein Vater, der Geld verdiente) ließen eine weitere Ausbildung nicht zu. So versuchte Anil, in Kathmandu Geld zu verdienen und damit gleichzeitig zu studieren. Zu einem Abschluss führte das aber nicht wurde er als Lehrer in seinem Heimatdorf Khadka Gaun eingesetzt, bezahlt von einem unserer Kronberger Sponsoren. Mit der Sicherheit dieses regelmäßigen Einkommens konnte er dann sich und die Mutter in einem eigenen Haus unterbringen heiratete er, und inzwischen (Ende 2010) hat er drei Kinder im Alter von 8 Jahren, 5 Jahren und 4 Monaten. Wie viele seiner Kollegen hat er auch über das in Nepal weit verbreitete Fernstudium die nächsthöhere Lehrerprüfung abgelegt, mit der er auch in Klasse 6-8 unterrichten dürfte. Seit Juli 2008 ist er nun der sog. Field Incharge für das Projekt, das heißt er erledigt unter der Weisung von Dawa Sherpa, der nach wie vor der verantwortliche Leiter ist, alle anfallenden Arbeiten. Kanya Kumari Bhujel, unser Kontakt in Kathmandu Seitdem es in Kumbu-Kasthali Telefon und -Anschluss gibt, ist diese Position nicht mehr so wichtig wie früher. Sie wird aber nach wie vor gebraucht als Unterstützung für die aus dem Projekt kommenden Verantwortlichen. Der insgesamt relativ geringe Arbeitsaufwand wird stets als Nebentätigkeit von Leuten wahrgenommen, die bereits eine Arbeit haben. Nach dem Fortgang von Gyaljen Sherpa (Okt. 2006) gab es mehrere Wechsel und 2008 nahm Raghubir Rai die Stelle ein, bis er Ende Dez bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Danach folgte der aus Kumbu-Kasthali stammende Gambu Sherpa. Er war 9 Monate auf dem Posten, wollte dann aber wieder zurück in seine Heimat. Kanya Kumari ist 25 Jahre alt und studiert im 3. Jahr Betriebswirtschaft. Sie wurde in Jorpati bei Kathmandu geboren. Der Vater war Jahrzehnte lang Teppichweber und danach kleiner Baustoffhändler. Jetzt scheint er sein Geld dadurch zu verdienen, dass er ab und an in Eigenarbeit ein Haus baut (bislang 3 mal) und das dann gut verkauft. Diskussion mit den von uns finanzierten Lehrern 17

18 Bereich Grundbildung Schulen und Bildung in Nepal Das nepalische Erziehungswesen ist relativ jung: Die erste Schule wurde 1853 gegründet und war den Kindern der herrschenden Dynastie und ihrer Höflinge vorbehalten. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts, nach Beendigung des Rana-Regimes, wurden öffentliche Schulen eingerichtet. Nur 5% der Gesamtbevölkerung konnten damals lesen und schreiben. Seitdem sind große Fortschritte erzielt worden, vor allem auch in den letzten Jahren, im Rahmen des Education for All (EFA)-Programms der Vereinten Nationen. Dank internationaler Entwicklungshilfe und internationaler Geberorganisationen (Asian Development Bank, Unicef, Plan International, Save the Children, Care, World Vision und auch kleinerer NGOs) konnte das öffentliche Schulsystem ausgebaut und die Analphabetenrate allmählich gesenkt werden. Zwar gibt es bei den Frauen noch immer über 50% Analphabeten, aber höhere Einschulungsraten und Alphabetisierungskurse für Erwachsene tragen dazu bei, dass dieser Prozentsatz sich weiter verringert. Seit 2004 ist die Einschulungsrate jährlich um 3,8 % gewachsen, so dass sie für das Schuljahr 2009/2010 nach Angaben des Erziehungsministeriums bei immerhin 93,7 % lag. Etwa 78% der Grundschüler erreichten in diesem Schuljahr die 5. Klasse, doch nur 63,2% aller Kinder der entsprechenden Alterstufe erreichten die untere Sekundarstufe (Klassen 6-8), 41 % der Schüler schafften es in die Sekundarstufe zu kommen (Klassen 9-10). Diese Zahlen weisen darauf hin, dass die Qualität des Unterrichts noch viel zu wünschen übrig lässt. Erfreulicherweise ist auch die Einschulungsrate für benachteiligte Gruppen (Dalit, Mädchen) beträchtlich gestiegen. Etwa die Hälfte aller Schüler sind mittlerweile Mädchen, ihr Anteil verringert sich allerdings im Sekundarschulbereich: 2006 waren dort nur 38% der Schüler Mädchen. Auch scheitern Schüler aus einkommensschwachen Familien häufiger in der Schule, und die Erfolgsrate in städtischen Schulen ist höher als im ländlichen Bereich, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die meisten Privatschulen sich in den Städten befinden. Wenn auch nach wie vor private Schulen in städtischen Gebieten eine herausragende Rolle spielen und wohlhabendere Nepalis ihre Kinder vorzugsweise auf Privatschulen schicken, die nicht selten von ausländischen Gebern finanziert werden, hat sich doch das Netz der Schulen auf dem Lande stark erweitert. Das ist nicht zuletzt auf die zunehmende Dezentralisierung des Schulwesens zurückzuführen, welche den ländlichen VDCs erlaubt, Schulen zu gründen, wenn die Gemeinde einen Teil der dazu notwendigen Mittel selbst aufbringen kann bzw. einen Geber findet, der den Schulbau mit unterstützt. Die Regierung beschränkt sich auf einen Zuschuss, der 2006 etwa 1500 US- Dollar betrug, was natürlich auch in Nepal für einen Schulbau bei weitem nicht ausreicht. Ansonsten bezahlt sie einen Teil der Lehrergehälter, stellt die Schulbücher für die Klassen 1 bis 5, gibt gelegentlich auch Zuschüsse zu Baumaßnahmen, soweit die im Budget dafür vorgesehenen Gelder reichen, und gewährt benachteiligten Gruppen Zuschüsse für Sachmittel (Stipendien genannt), deren Höhe jedoch lächerlich gering ist (in der 18 hill region Rs, das sind 3,50-5,00 pro Jahr). Letztendlich ist jedoch der Unterhalt und die Entwicklung der Schule Gemeindeangelegenheit. Die Community Schools werden von einem örtlichen School Management Commitee (SMC) verwaltet, das auch zusätzliche Lehrer einstellen kann, wenn die Gemeinde das Geld dafür aufbringt. Sie werden in der Regel sehr viel schlechter bezahlt als die Lehrer, die eine Planstelle der Regierung innehaben. In den jeweiligen durch die Eltern gewählten SMCs sind der Schulleiter, Lehrer und Eltern vertreten, unter denen in den vergangenen Jahren Vertreter politischer Parteien eine konfliktträchtige Rolle gespielt haben. Die für ländliche Gemeinden zuständige Schulaufsichtsbehörde ist das District Education Office. Das nepalische Schulsystem ist bisher in den Grundschulbereich (Klassen 1-5), den unteren Sekundarbereich (Klassen 6-8) und den Sekundarbereich (Klassen 9-10) gegliedert. Am Ende der 10. Klasse wird ein landesweites Abschlussexamen durchgeführt, welches bei Bestehen zum SLC (School Leaving Certificate) führt und Voraussetzung für die Aufnahme in weiterführende Schulen ist, z.b. Colleges oder technische Schulen. Die Klassen 11 und 12 gehörten als higher secondary level früher zum College- oder Universitätssystem, das Erziehungsministerium strebt jedoch an, diese Klassen zunehmend in die bestehenden Sekundarschulen zu integrieren. Auch nach unten hin wird das bestehende Schulsystem durch Angliederung von Vorschulklassen ausgebaut. Im School Sector Reform Plan ist vorgesehen, bis 2012 die schulgeld-freie Grundschulerziehung

19 Bereich Grundbildung auf die Klassen 1-8 auszudehnen. Dabei sollen nur noch 3 Organisationsformen von Grundschulen zulässig sein, nämlich Schulen mit Klassen 1-3, Schulen mit Klassen 1-5 und Schulen mit Klassen 1-8. Die Klassen 9 12 werden zur Sekundarstufe zusammengefasst. Die Restrukturierung der Sekundarstufe soll bis 2015 abgeschlossen sein. Die Qualität des Unterrichts soll ebenfalls im Rahmen der Millenniums-Ziele verbessert werden. Der 10. Fünfjahresplan ( ) sah vor, eine teaching licence für alle Stufen und als Mindestausbildung auch für Grundschullehrer eine 12-jährige Schulbildung verbindlich zu machen (bis dahin konnte man mit einem SLC als Grundschullehrer unterrichten). Fortbildungsmaßnahmen sollen insgesamt die Qualität des Unterrichts verbessern. Allerdings hapert es an der Umsetzung der Programme. Zwar wurden, finanziert durch ausländische Geber, eine große Zahl neuer Lehrerstellen geschaffen, doch jetzt stehen immer weniger Mittel zur Verfügung, nicht zuletzt weil die Lehrergehälter (einschl. Erhöhungen zum Ausgleich von Preissteigerungen) seit 2005 um 82% (lower secondary level) bzw. 105% (Volksschullehrer) gestiegen sind. Es gibt nur sehr wenige Fortbildungsangebote, es fehlt an Vorstellungen von einem moderneren, an der Entwicklung der Kinder orientierten Unterricht und an entsprechenden Materialien hatten nur 67,1% der Lehrer im Grundschulbereich die im Plan vorgesehene Qualifikation. Dies macht sich nicht zuletzt auch im Vorschul- oder Kindergartenbereich bemerkbar. Die Child Development Centers (CDCs), deren Einrichtung im EFA- Zehnjahresplan für Nepal als eine wesentliche Maßnahme zur Integration von Kindern aus benachteiligten Gruppen ins nepalische Schulsystem herausgestellt wurde, sind auf dem Land in der Regel den Schulen angeschlossen. Sie bieten daher häufig nicht mehr als eine Vorbereitung auf die 1. Grundschulklasse insofern, als die Kinder schon mit Zahlen und Buchstaben vertraut gemacht und diszipliniert werden. Die vom Staat bezahlten Erzieherinnen haben keine Spezialausbildung, ein 14-tägiges Training muss als Berufsvorbereitung genügen. Es fehlt auch hier weitgehend eine berufliche Fortbildung. Das Erziehungsministerium hat zwar 2010 ein recht modern wirkendes Curriculum für CDCs vorgelegt, dem zufolge auch die kreative Entfaltung der Kinder, das Wecken von naturwissenschaftlichen Interessen, Leseförderung u.ä. in den CDCs geleistet werden soll, es fehlen jedoch, zumindest auf dem Land, die Materialien und die Fachkräfte, die dieses Curriculum umsetzen könnten. Zudem ist die Bezahlung der CDC-Lehrerinnen so gering, dass viele abspringen, sobald sich eine bessere Verdienstmöglichkeit bietet. 19 Lehrerfortbildung Auch die Kindergärtnerinnen benötigen eine bessere Ausbildung

20 Bereich Grundbildung Unsere Schulförderung im VDC Kumbu - Kasthali 15 Jahre Initiative Kronberg 96 für Eine Welt, das bedeutet auch 15 Jahre Schulförderung im VDC Kumbu-Kasthali. Der Schulbetrieb Als wir anfingen, gab es zwar schon 5 Schulen im Projektgebiet, aber wie sahen sie aus? Kaputte Dächer, feuchte Wände, Lehmfußböden, kein Fensterglas, keine Toiletten, kein Wasseranschluss, dunkle, kalte und zu enge Klassenräume mit grob zusammen gezimmerten Holzbänken, zu wenige für die Zahl der Schüler, die sich in den düsteren Klassenräumen drängten. Die Lehrerzimmer sahen nicht besser aus, es fehlte an Lehr- und Lernmaterialien, an allem. Nach und nach konnten wir, dank der Unterstützung durch private Spender und Schüler der Altkönigschule, alle diese Schulen sanieren und erweitern. Die Gebäude mussten teilweise abgerissen und neu erbaut werden, Dächer wurden repariert und die Klassenräume verputzt und mit Betonfußboden versehen, Fensterglas wurde eingesetzt, Toilettenblocks gebaut und Wasserleitungen zu den Schulen gelegt, so dass wenigsten jeweils eine Wasserzapfstelle auf dem Schulgelände war. Angesichts wachsender Schülerzahlen mussten immer wieder Erweiterungsbauten durchgeführt und auch das Schulgelände bzw. die Schulhöfe vergrößert und teilweise durch Zäune gesichert werden. In Chirmalu konnten wir, dank der großzügigen Spende unseres inzwischen verstorbenen Vereinsmitgliedes Bert Angstmann, eine zusätzliche Schule bauen, die den Schulweg für rd. 35 Grundschulkinder erheblich verkürzt. Allein die Schulbauten bewirken aber noch keinen zufrieden stellenden Unterricht. Neben der Verbesserung der Schulbauten finanzieren wir daher für alle Schulen Lehrmaterialien, soweit sie nicht von der Regierung gestellt werden, und Hefte und Stifte für die Schüler. Wir bezahlen u.a. Geräte für den Unterricht in Mathematik und in den Naturwissenschaften, englische Wörterbücher, Kassettengeräte und Sportgeräte. Für die Schüler der Klassen 1 5 wird alle zwei Jahre neue Schulkleidung gestellt. 20 Dies ist vor allem für die ärmeren Familien ein Anreiz, die Kinder zur Schule zu schicken. Dank privater Dauerspender werden zudem 12 Lehrerstellen von uns finanziert. Damit hängt knapp ein Drittel der Lehrerschaft der Gemeinde von unserer Finanzierung ab. Aufgrund fehlender Budgetmittel kann der Staat den Lehrerbedarf nicht decken. Die sonst viel zu hohen Klassenstärken können durch unsere Hilfe in vertretbarem Rahmen gehalten werden. Soweit es Lehrerfortbildung in der Region gibt, ermöglichen wir durch anteilige Kostenübernahme die Teilnahme der Lehrer der von uns geförderten Schulen. INITIATIVE KRONBERG 96 CSSP. Kumbu-Kasthali Langfristig muss es allerdings Ziel sein, dass der Staat und die Kommunen ihre Lehrer selbst bezahlen. Wir sehen unseren Beitrag zur Lehrerbezahlung daher als Übergangslösung und haben schon seit 3 Jahren keine neue Stelle mehr übernommen. Die von der Initiative bezahlten Lehrer und Kindergärtnerinnen

21 Bereich Grundbildung Ramesh Kumar Sunam - Eine Erfolgsgeschichte Ramesh Kumar war Schüler in Kumbu. Er ist ein Dalit, d.h. Mitglied einer der untersten Kasten. Die Kastenzugehörigkeit ist in der gesellschaftlichen Entwicklung Nepals immer noch von enormer Bedeutung. Durch ein Stipendium, im Wesentlichen finanziert von der AKS/Unesco AG konnte er studieren. An der Universität in Pokhara war er der erste Dalit überhaupt, der dort einen Hochschulabschluss als Forstwirt machte. Nach seiner ersten Anstellung im Rahmen der schweizerischen Entwicklungshilfe erhielt er ein Stipendium von den Schweizern für weiterführende Studien in Australien. Hier zeigt er sich stolz nach seinem erfolgreichen Abschluss. Vorschulklassen resp. Kindergärten Während sich die Kindergärten anfangs v.a. in urbanen Gebieten entwickelten, gibt es zunehmend, dank der Unterstützung internationaler Geber, jetzt auch CDCs in weiter entlegenen ländlichen Gebieten. Sie haben eine wichtige Funktion: Vor ihrer Einrichtung mussten ältere Geschwister, in der Regel Mädchen, auf die jüngeren Geschwister aufpassen, während die Eltern ihren Arbeiten nachgingen. Dadurch wurden diese Kinder erst spät eingeschult, nämlich dann, wenn das jüngere Geschwisterkind ebenfalls ein schulfähiges Alter erreicht hatte. Häufig wurden auch die jüngeren Geschwister einfach mit zur Schule gebracht, was erklärt, warum gerade in der 1. Klasse ein hoher Prozentsatz von Kindern nicht versetzt wurde waren dies noch etwa 40 % der Erstklässler, 2009 immerhin noch 26,5 %. Auch da, wo es keine älteren Geschwister gibt, entlasten die CDCs die ohnehin schwer arbeitenden Frauen. Das erste CDC in Kumbu-Kasthali wurde 2006 mit unserer finanziellen Unterstützung im Dorf Kumbu eingerichtet. Mittlerweile sind 4 weitere CDCs bzw. Vorschulklassen in Puna, Upper Kasthali, Charam und Chirmalu hinzu gekommen. Die Mittel dazu wurden zu einem großen Teil durch einen Sponsorenlauf der Montessorischule Kronberg bereitgestellt. Wir haben den Bau der notwendigen Räume finanziert, einen Teil des Spiel- und Lehrmaterials, und wir beteiligen uns mit einem kleinen Zuschuss am äußerst niedrigen Gehalt der Kindergärtnerinnen/Vorschullehrerinnen. Die Inneneinrichtung dieser Kindergärten entspricht noch lange nicht unseren Vorstellungen, wir drängen seit längerem auf eine Verbesserung. Auch die Ausbildung der Erzieherinnen ist noch unzureichend. Auch hier versuchen wir Abhilfe zu schaffen, indem wir Kurse durch eine Fachkraft im Ort organisieren oder im Einzelfall Frauen an einem Ausbildungskurs in Kathmandu teilnehmen lassen. Seit 2006 Einrichtung von 5 CDCs Finanzierung der Gebäude und Inneneinrichtung und von Spiel- und Lehrmaterial Zuschuss zum Gehalt der Erzieherinnen 21

22 Bereich Grundbildung Erhöhung der Einschulungsquote das Patenschaftsprogramm Unser Projektkoordinator Dawa Sherpa hatte schon 2004, bevor er sein Amt übernahm, die Idee eines School Incentive Programme entwickelt. Sein Ausgangspunkt war, dass etwa die Hälfte aller Schüler schon nach der 7. Klasse den Schulbesuch abbrach und Schüler aus sozial schwachen Familien häufig noch sehr viel früher. Nach seiner Aussage erreichte kaum ein Viertel aller Schüler aus dem VDC Kumbu-Kasthali das SLC (School Leaving Certificate), die Abschlussprüfung nach der 10. Klasse, und das waren vor allem Schüler aus den etwas besser gestellten Familien. Er schlug vor, Kinder aus den ärmeren Familien finanziell zu unterstützen, damit auch diese den Schulabschluss anstreben könnten und nicht aus Armut schon vor Abschluss der 4. oder 5. Klasse die Schule verlassen müssten, um Geld zu verdienen oder ihren Eltern in der Landwirtschaft zu helfen. Das Grundkonzept sah vor, den besonders armen Familien einen bestimmten Barbetrag zu zahlen, wenn das Kind 80% der Zeit im Unterricht anwesend war. Bei der Umsetzung in die Praxis ergab sich allerdings eine Vielzahl von Problemen, die bedacht sein wollten: wie viele Kinder sollten/könnten unterstützt werden? Wer würde sie auswählen? Wie war zu gewährleisten, dass die Auswahl nicht zu Streit und Missgunst führte? Die von den Partnern vorgelegten konkreten Regelungen konnten wir dann aber voll akzeptieren. Es wurde in allen 9 Wards ein Auswahlkomitee gebildet, bestehend aus Lehrern, Eltern und anderen Vertretern der Dörfer. Auf diese Weise wird Transparenz gewährleistet und vermieden, dass unser Projektkoordinator eine entscheidende Rolle spielt. Jedes Komitee einigte sich zu Beginn auf 3 Schüler, so dass sich eine erste Gruppe von 27 zu fördernden Kindern ergab. Die Liste, die wir dann bekamen, enthielt Angaben zum familiären Hintergrund und zur finanziellen Situation der jeweiligen Familien (Angaben zur Zahl der Personen im Haushalt, zu besonderen Problemen wie Tod eines Elternteils oder Zugehörigkeit zur niedrigsten Kaste (Dalits), zu Landbesitz und anderen Einkommensquellen). Es waren in der Tat Kinder aus Familien ohne eigenes Land oder von Kleinstbauern, die weniger als einen halben Hektar Land besaßen. Einige Kinder waren auch Vollwaisen oder Halbwaisen. Von diesen Kindern auf der ersten Liste haben mittlerweile sechs ihr SLC bestanden, davon 5 Mädchen. 22 Ab 2007/08 konnten wir dann die Unterstützung auf eine größere Anzahl von Kindern ausdehnen, da mehrere Klassen der Altkönigschule und der Montessori- Schule Kronberg, aber auch Privatpersonen vermehrt Patenschaften für Kinder aus Kumbu-Kasthali übernahmen. Auch weitere Klassen von Schulen außerhalb Kronbergs kamen als Paten hinzu. Mittlerweile sind es fast 100 Kinder und deren Familien, die durch das School Incentive Programme von den Patenschaften profitieren. Es sind Schüler der verschiedensten Altersstufen, von Vorschulkindern bis zu Schülern der 10. Klasse. Nach wie vor ist das wichtigste Auswahlkriterium die Bedürftigkeit der Kinder. Eine solche Patenschaft beläuft sich auf 15 im Monat. Einen Teil dieses Geldes erhalten die Eltern als Barbetrag, wenn das Kind 80% der Zeit im Unterricht anwesend war. Der Rest des Geldes wird für Schulkleidung und laufende Schulkosten verwendet, wozu auch der Nachhilfeunterricht gehört, wenn die Schüler Lernschwierigkeiten haben - die meisten Eltern sind ja Analphabeten und können ihren Kindern nicht helfen. Auch müssen Rücklagen gebildet werden, wenn eine

23 Bereich Grundbildung Klasse oder ein Pate die Zahlung plötzlich einstellt oder nur unregelmäßig zahlt. Wir erfahren über die Anträge sehr viel über die sozialen Strukturen und Probleme in der Gemeinde. Wir sehen, wie Familien durch skrupellose Geldverleiher in Schuldknechtschaft geraten sind, wie Familien zerbrechen, wenn die Armut den Familienvater oder die Mutter zwingt, im Ausland oder in fernen Gegenden des Landes eine Arbeit zu suchen, wie wenig Möglichkeiten es gibt, in der Gemeinde selbst etwas dazu zu verdienen. Wir sehen aber auch, dass wir mit unserer Unterstützung Kindern neue und bessere Perspektiven eröffnen können. Von den von uns unterstützten Kindern haben bisher nur 4 den Schulbesuch vorzeitig abgebrochen. Und wir sind stolz darauf, dass unter unseren Patenkindern über die Hälfte Mädchen sind. Auch wenn sie später keinen Beruf ergreifen sollten, ist eine bessere Ausbildung der Frauen eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Gemeinde. Helfen Sie mit Mit 15 EURO verhelfen Sie einem Kind aus der ärmsten Bevölkerungsgruppe zum Schulbesuch. Die Eltern erhalten einen Ausgleich für die fehlende Arbeitskraft des Kindes. Das Kind erhält Schulkleidung und bekommt (wie alle Schüler) das Schulmaterial bezahlt. Das Kind erhält bei Bedarf Nachhilfe, da die Eltern als Analphabeten das in der Regel nicht leisten können. Gegebenenfalls fällige Schulgebühren werden abgegolten. Alphabetisierungskurse für Erwachsene Seit Anfang 2005 unterstützen wir Alphabetisierungskurse für Erwachsene, für die zunächst pro Ward eine Lehrperson ausgebildet und geeignete Lehrmittel beschafft wurden. Der Unterricht fand an 6 Tagen der Woche morgens zwischen 6.00 Uhr und 7.30 Uhr in den Schulgebäuden statt, die Teilnehmer waren zu 90 % Frauen. Die Alphabetisierungskurse waren anfangs sehr gut besucht mit jährlich zwischen 160 und 180 Teilnehmern, zumal diese am Ende eines erfolgreich abgeschlossenen Kurses nach 6 Monaten eine kleine Prämie erhielten. Zeitweilig war die Nachfrage so groß, dass in 3 Wards eine zusätzliche Lehrkraft eingestellt werden musste. In den letzten beiden Jahren scheint jedoch das Interesse rapide abgenommen zu haben gab es nur noch 63 Teilnehmer, im Jahr 2010 kam sogar überhaupt kein Kurs mehr zustande. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass der Bedarf gedeckt ist, dass diejenigen, denen es um den Erwerb von Basiskenntnissen im Lesen und Schreiben ging, ihr Ziel erreicht haben. Zudem gibt es in den Haushalten immer mehr Kinder, die regelmäßig die Schule besuchen und den Eltern notfalls beim Entziffern von Texten helfen können. Vielleicht trifft auch zu, was unser Projektleiter vor Ort zur Erklärung geschrieben hat: Die tägliche Arbeitsbelastung ist sehr hoch, und ein unmittelbarer Nutzen für den Lebensunterhalt ist für viele nicht erkennbar. Auch fehlt es an Möglichkeiten, die neu gewonnenen Kenntnisse regelmäßig zu gebrauchen. Vielleicht kann die an anderer Stelle (S. 34) beschriebene Gemeindebücherei da Abhilfe schaffen und neue Anreize geben. 23

24 Bereich Grundbildung 15 Jahre Schulförderung - Was wurde erreicht? Seit Beginn unserer Förderung sind im Bereich der schulischen Entwicklung Kumbu Kasthali s große Fortschritte erzielt worden. Bevor wir 1997 mit unserer Förderung begannen, gab es nur 1 Schule bis zur 7. Klasse, 2 Schulen bis zur 5. Klasse, eine bis zur 3. und eine mit nur der 1. Klasse. Inzwischen (Anfang 2011) ist in Kumbu der Abschluss der 10. Klasse (SLC) möglich, 3 weitere Schulen gehen bis zur 8., 6. bzw. 5. Klasse und die 3 übrigen bis zur 4. Klasse. Die Zahl der Schulklassen hat sich damit von 21 auf 41 praktisch verdoppelt. Entwicklung der Schulklassen (je 1 Klasse pro Jahrgangsstufe Schule vor Projekt / / /11 Kumbu, Ward Upper Kasthali, Ward Khadka Gaun, Ward Neka, Ward Charam, Ward Puna, Ward Chirmalu, Ward alle 7 Schulen Zunahme i.vgl. zu 1996: 38% 52% 95% Die Folgen hiervon sind vielfältig: Die Volksschüler bis zur 4. Klasse haben nirgends mehr einen Schulweg von mehr als Minuten. Um den Schulabschluss in Bhandar zu machen, gingen die älteren Schüler früher bis zu 2 Stunden (hin und zurück also 4 Stunden). Jetzt können sie im Ort ihr Examen ablegen und bei Erfolg das School Leaving Certificate erhalten. Bei den Schülerzahlen ist vor allem die starke Zunahme bei den Mädchen erfreulich: Ihre Zahl stieg um 88 %, mit dem Ergebnis, dass ihr Anteil mit 53% den der Jungen (47%) übersteigt. Hier macht sich, wenn auch langsam, die Einsicht unter den Eltern bemerkbar, dass die Kinder etwas lernen müssen, wenn es ihnen später besser gehen soll als ihnen selbst. Zunahme der vor Pro- Schülerzahl jekt Zunahme Jungen ca % Mädchen ca % gesamt: ca % Mittlerweile plant die Schulleitung in Kumbu, die Schule zu einer Schule wie in Bhandar zu erweitern. Damit würde vor allem die Highschool in Bhandar entlastet. Die Schule in Upper-Kasthali hat seit 2008 eine 8. Klasse und will in naher Zukunft ebenfalls bis zur 10. Klasse führen. Wir haben das Geld für die zusätzlichen Klassenräume bereits bewilligt, haben dabei aber deutlich gemacht, dass die Schule nicht mit unserer Finanzierung für die zusätzlich erforderlichen Lehrer rechnen kann. Wir halten es nicht für vertretbar, die Abhängigkeit des Schulbetriebs von unserer Hilfe weiter zu vergrößern, vielmehr streben wir mittelfristig eine Verringerung an. Zunahme der Lehrerstellen in den 7 Schulen vor Pro- Mittelherkunft jekt Regierungs-Planstelle Gemeinde/Eltern/Schule Regierung aus Auslands-Mitteln Initiative Kronberg ,5 12,5 (Personenzahl) (14) (14) Lehrerstellen gesamt: ,5 41,5 Zunahme im Vgl. zu 1996: 40% 97% 177% Kindergärtnerinnen (Vorschule) Durch unsere Kostenübernahme für Schulhefte und Bleistifte/Kulis gibt es keine Schüler, die (wie es früher passierte) wegen fehlenden Arbeitsgeräts der Schule fern bleiben. Der Verbrauch an Heften für die über 1000 Schüler liegt jährlich bei bis Stück. Ähnlich ist es bei den Stiften. 24

25 Bereich Grundbildung Maßnahmen in den einzelnen Schulen Janata Lower Secondary School, Kumbu 1996: 180 Schüler, 5 Lehrer 2006: 240 Schüler, 8 Lehrer 2010: 335 Schüler, 13 Lehrer 1997 Fertigstellung von zwei Schulgebäuden mit je 2 Klassen Schulmaterial (Hefte, Stifte) für alle Schüler ab Feb Aufstockung der Lehrergehälter um 20% ab 2/1997 (bis 7/2000) Renovierung (Abriss und Wiederaufbau) des 4-klassigen Altbaus Gehalt eines Mittelstufenlehrers (für Einrichtung einer 6. Klasse) 1998 Gehalt eines 2. Mittelstufenlehrers (f. Einrichtung der 7. Klasse) Lieferung von Sportgeräten, große Kiste mit Büchern 1999 Wasserzuleitung (von nächstgeleg. Leitung) u. Bau von WC-Block Bücherschrank (im Dorf gefertigt) neue Tafeln in 5 Klassen Fiberglaseinsätze in Dächern zwecks besseren Lichteinfalls einfaches Gerät für naturwissenschaftlichen Unterricht 2000 Ausstattung des Lehrerzimmers (gleichzeitig Büro) Fenstergitter bei allen 3 Gebäuden 2002 Gehalt für Lehrerin (Ersatz für Projekttätigkeit des Schulleiters) 30 Einheiten Schulmöbel (Bank und Tisch) 2003 Feuchtigkeitsgeschützter Schrank für Dokumente und Bücher 2004 Gehaltszuschuß für Peon, der auch Schulspeisung zubereitet Einzäunung des Schulgeländes Ersatz von WC-Türen (wg. Termitenfraß und Feuchtigkeit) 2005 Kauf von Computern inkl. Bezahlung eines Instruktors 20 Einheiten Schulmöbel, Fenstererneuerung Zahlung des Depots für geplantes Child Development Center Schränke und Tische für Klassenräume und Lehrerzimmer 2006 Lager- und Kochraum (Schulspeisung durch World Food Program) Ausbesserung des Raums für Kindergarten Zuschuss für Kindergärtnerin 2007 Englischbücher, Tischtennis-Set Einheiten Schulmöbel Stockwerk auf dem Hauptbau (3 Räume, 1 für Kindergarten) Englischbücher, Sportgeräte 20 Einheiten Schulmöbel vorher nach Renovierung Chandeswori Lower Secondary School, Upper Kasthali 1996: 190 Schüler, 5 Lehrer 2006: 242 Schüler, 7 Lehrer 2010: 245 Schüler,10 Lehrer 1998 Schulmaterial (Hefte, Stifte/Kulis) für alle ab Nov Gehalt eines Mittelstufenlehrers Wasserzuleitung m. Zapfstelle und WC-Block Beschaffung von Sportgeräten Aufstockung Lehrergehälter ab Dez (bis Juli 2000) 2000 Gehalt eines 2. Mittelstufenlehrers Fester, Fußboden (Beton) für alle 4 Gebäude Verputzen/Verfugen aller Wände 2001 Türen und Fenster (teils neu, teils Ersatz) Geräte f. naturwiss. Unterricht und English Dictionary 2003 fester Fußboden, Verputzen, fehlende Fenster 2004 Möbel für Lehrerzimmer/Büro Zapfstelle und Anschluss an nahegelegene Wasserleitung 2005 Einzäunung des Schulhofs Lohnzuschuß für Peon, der auch Schulspeisung zubereitet 30 Einheiten Schulmöbel Kassettenspieler Ausbau Büro/Lehrerzimmer im 1. Stock 25

26 Bereich Grundbildung vorher vorher vorher nach Erweiterung nach Renovierung 2006 Gehalt einer Lehrerin mit 60%-Stelle 2007 Gebäude mit 2 Räumen für Kindergarten und 8. Klasse Zuschuss für Kindergärtnerin Sets Fensterglas, Möbel für Kindergarten Englischbücher für Schuljahr Gebäude/Anbau für 2 Räume (9. und 10. Klasse) 2010 Teppich und Tafel für Kindergarten (Vorschulklasse) Bhagwati Primary School, Khadka Gaun 1996: ca. 100 Schüler, 2 Lehrer 2006: 104 Schüler, 4 Lehrer 2010: 130 Schüler, 5 Lehrer 1998 Schulmaterial für alle Schüler (Hefte, Stifte) ab Nov Wasserzuleitung (von nächster Leitung) und Zapfstelle Gehalt eines Lehrers Aufstockung der Lehrergehälter um 20% ab Nov Renovierung des Gebäudes (Abriss und Neuaufbau) Spiele/Spielgerät (da wegen Hanglage kein Schulhof) 2001 Gehalt einer Lehrerin 2004 Reparatur des Daches Ersatz gestohlenen oder unbrauchbaren Lehrmaterials Teilerneuerung des Hauptgebäudes Fenstergitter für alle Fenster, Waschbecken für WC Madal (trommelähnliches Instrument) f. Unterricht Renovierung des Lehrerzimmers/Büros 2005 Zusatzarbeiten und Ausstattung des Lehrerzimmers/Büros Kassettenspieler, Engl. Dictionary für 4. und 5. Klasse 2006 Lager- und Kochraum Möbel für Büro/Lehrerzimmer 2008 Wasserzuleitung für Zapfstelle und WC Bau neuer Toilette, 20 Einheiten Schulmöbel 2009 Zusätzlicher Raum für 6. Klasse Sarswoti Primary School, Puna 1997: ca. 20 Schüler, 1 Lehrer 2006: 52 Schüler, 2 Lehrer 2010: 57 Schüler, 3 Lehrer 1997 Gehalt einer Lehrerin (wodurch Schule erst möglich wurde) Schulmaterial (Hefte, Stifte) für alle Schüler ab Feb Gehalt eines 2. Lehrers (inkl. 20% Aufstockung bis Juli 2000) 2000 Einmalige Lieferung von Schulkleidung für alle Schüler Renovierung des Gebäudes (Abriss und Neuaufbau) 2001 Fenstergitter im ganzen Gebäude 2004 Lehrhilfen (teaching aids) und Sportgeräte 15 Einheiten Schulmöbel und sonstiges Mobiliar Wasserzuleitung und Zapfstelle 2005 Bau des zurückgestellten WCs Erneuerung des Wellblech-Dachs 2006 Lager- und Kochraum, Zuschuss für Hausmeister/Koch Madal (Trommel) und Kassettenspieler 2007 Ausstattung für Kindergarten, Zuschuss f. Kindergärtnerin 2008 Raum für Kindergarten Holzdecke im Lehrerzimmer, Mobiliar 2009 zusätzlicher Raum für 4. Klasse Renovierung der rückseitigen Schutzmauer Himganga Primary School, Neka 1996: ca.20 Schüler, 2 Lehrer 2006: 49 Schüler, 2 Lehrer 2010: 96 Schüler, 3 Lehrer 1998 Reparatur des Daches 26

27 Bereich Grundbildung Schulmöbel Schulmaterial (Hefte, Stifte) für alle Schüler ab 11/ Zuschuss zu Lehrergehalt ab 12/1999 (bis 7/2000) 2000 Lehrhilfen 2001 Renovierung des Gebäudes (mit Teilabriss) 2004 Wasserzuleitung mit Zapfstelle Reparatur von Fußboden und der Schulhofmauer Möbel, Ersatz von 2 Türen Lehrmaterial und Sportgeräte 2005 Bau des zurückgestellten WCs 2006 Lager- und Kochraum, Zuschuss für Koch Einheiten Schulmöbel, sonst. Mobiliar (Lehrerz.) Lehrmaterial und Sportgeräte Englischbücher 2009 Reparatur der Trinkwasserzuleitung Zaun an Südseite des Schulhofs (Absturzgefahr) 2010 Holzverschalung im Lehrerzimmer Jana Chaksu Primary School, Charam 1996: erst 1998 mit 30 Schülern begonnen 2006: 110 Schüler, 3 Lehrer) 2010: 127 Schüler, 5 Lehrer 1998 Gehalt eines Lehrers (erstmalig Schulbetrieb) Schulmaterial (Hefte, Stifte) für alle ab Nov Dachreparatur Verputzen einer Klasse, Lieferung von Tafeln 1999 Gehalt eines 2. Lehrers Zuschuss zu Lehrergehalt ab 12/1999 (bis 7/2000) 2000 Wasserzuleitung mit Zapfstelle und WC-Block 2003 Renovierung des Gebäudes (einschl. Abriss) 2004 Lehrhilfen und Sportmaterial 18 Einheiten Schulmöbel 2005 Zaun für Schulhof Möbel für Lehrerzimmer 2006 Zuschuss für Koch Holzdecke für Lehrerzimmer Sportgeräte 2008 Reparaturen/Ersatz bei Wellblechdach Bau zusätzlichen Klassenraums Zuschuss für Kindergärtnerin Bau des Kindergartens vorher nach Renovierung nach Renovierung Jana Jyoti Primary School, Chirmalu 1996: Betrieb erst ab 2001 (35 Schüler) 2006: 40 Schüler, 2 Lehrer 2010: 45 Schüler, 3 Lehrer 2001 Fertigstellung des Neubaus der Schule Gehalt eines Lehrers 2002 Depot für Registrierung bei Schulbehörde Möbel für Lehrerzimmer/Büro 2004 Sportgeräte Wasserzuleitung mit Zapfstelle Fenstergitter für alle Räume 2005 Bau des zurückgestellten WCs 10 Einheiten Schulmöbel 2007 Zuschuss für Koch Holzverschalung Decke, Möbel f. Lehrerzimmer 2008 Verschied. Schulmöbel 2009 Bau neuen Klassenraums (4. Klasse) Zaun für Schulhof (Sicherheitsproblem) Die neu gebaute Angstmann-Schule 27

28 Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen in Nepal Nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, auch die medizinische Grundversorgung wird durch die topographischen Besonderheiten Nepals und die z.t. schwierigen Klimabedingungen erschwert. Besonders in abgelegenen Regionen mit schlechter oder kaum vorhandener Infrastruktur ist der Anteil der Armen sehr hoch und die Gesundheitsversorgung eingeschränkt. Die gesundheitliche Lage der Bevölkerung ist generell schlecht und gekennzeichnet durch sehr hohe Kinder- und Müttersterblichkeit. Landesweit wichtigste Massenerkrankungen, von denen besonders arme Bevölkerungsschichten betroffen sind, sind Durchfallerkrankungen und akute Atemwegsinfektionen. Haupttodesursachen sind Infektionskrankheiten, Durchfallerkrankungen, Fehl- und Mangelernährung sowie Probleme im Verlauf von Schwangerschaft und Geburt. Während es in der Hauptstadt Kathmandu für viele möglich ist, einen Arzt zu erreichen, ist das in ländlichen Gebieten ohne Verkehrsinfrastruktur weit schwieriger. Das gilt nicht nur für Geburten, es ist generell schwierig, eine ausgebildete Fachkraft zu konsultieren. Wenn dies mit einer Tagereise (zu Fuß) möglich ist, gilt das schon als positiv. Die Menschen müssen deshalb in abgelegenen Gebieten mit Krankheiten allein fertig werden. Hier liegt mit ein Grund, warum so viele Menschen auch wegen banaler Erkrankungen sterben. Hinzu kommen die schlechten hygienischen Verhältnisse. Häufig wissen die Menschen ja nicht, dass Krankheiten mit Unsauberkeit zusammenhängen; über Bakterien und Viren oder andere Parasiten wissen sie nichts. keit auf. Allerdings ist positiv hervorzuheben, dass gerade bei diesen beiden Bereichen in den letzten 6-8 Jahren große Fortschritte erzielt wurden, wobei die massive Unterstützung der Gesundheitsverwaltung durch englische, deutsche und amerikanische Entwicklungshilfe sicher ihren Teil dazu beigetragen hat. Während sich die Müttersterblichkeit von 540 pro Lebendgeburten auf weniger als die Hälfte verringert hat, ist die Kindersterblichkeit von 61 pro 1000 Geburten auf 41 gesunken. Bei diesen beiden Kriterien wird Nepal die viel diskutierten Milleniumsziele (im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen festgelegte Zielgrößen für 2015) erreichen, wofür das Land schon jetzt viel internationale Anerkennung erhalten hat. Neben der allgemeinen Verbesserung der Mutter- Kind-Dienste hat zu diesem Erfolg auch die durch Druck von außen erreichte Legalisierung der Abtreibung beigetragen, denn vorher waren illegale Abtreibungen nach Schätzung von Fachleuten für über 15% der Müttersterblichkeit verantwortlich. Trotz dieser positiven Entwicklung muss an den Ursachen für die absolut immer noch hohe Sterblichkeit weiter gearbeitet werden: zu geringe Geburtsabstände, das junge Alter und schlechter Ernährungszustand der Mütter, zu wenig Geburten unter Beteiligung einer Fachkraft, zu wenig Geburten unter hygienisch einwandfreien Bedingungen, sowie bei Kindern die Häufigkeit von hygienebedingten Durchfallerkrankungen, die ohne rechtzeitige Behandlung mit Rehydrationslösung oft tödlich verlaufen. All diese Probleme treffen auch auf unser abgelegenes Fördergebiet zu, weshalb wir uns seit 2004 auch stärker im Gesundheitsbereich engagieren. Insgesamt ist jedoch die medizinische Versorgung der Bevölkerung nach wie vor nicht ausreichend. Noch folgt das Gesundheitssystem der administrativen Gliederung des Landes. In den 5 Regionen (Far West, Mid West, West, Central, East) gibt es jeweils ein Regional Health Directorate, in den 75 Distrikten des Landes ist das District Health Office (DHO) für die gesamte primäre Gesundheitsversorgung verantwortlich. Diese wird landesweit sichergestellt durch Als Folge dieser Situation weist Nepal seit Jahren mit die höchsten Werte in der Welt für die Kinder- und Müttersterblich- Bei der Fleischverteilung bleibt die Hygiene auf der Strecke 28

29 Gesundheitswesen 69 Distrikt-Krankenhäuser 190 Gesundheitszentren / Public Health Centers (PHC) 699 Gesundheitsposten / Health Posts (HP) Dorfgesundheitsposten / Sub-Health Posts (SHP) Seit den Wahlen von 2008 wird in Nepal im Zuge der Verfassungsreform auch über die Form der zukünftigen Staatsgliederung diskutiert. Wenngleich noch lange keine Einigkeit unter den Parteien herrscht, deutet sich die Entwicklung zu einer föderativen Struktur an, in der die Provinzen (oder wie immer die Landesteile dann heißen) weitgehende Selbstverwaltung erhalten sollen. Für den Gesundheitsbereich bedeutet dies, dass die schon 1999 mit dem Local Self Governance Act eingeleitete Dezentralisierung verstärkt weitergeht. Für die unterste Stufe der Sub-Health Posts ist die Konsequenz, dass die Zuständigkeit für den Betrieb nicht mehr bei der staatlichen Verwaltung liegt, sondern bei den Städten und Gemeinden. In Kumbu-Kasthali geht die Entwicklung bereits in diese Richtung. Die Kommunen erhalten von der Regierung pauschale Haushaltszuweisungen ( block grants ). Davon müssen nach aktueller Regelung mindestens 25 % für soziale Dienstleistungen, darunter Gesundheit, eingesetzt werden. Hieraus sind dann die Betriebskosten mit Ausnahme der Personalkosten zu decken, die bisher noch direkt vom Budget des Ministeriums bezahlt werden. Es hängt also nach Übergabe der Station an das VDC von der Ortsgemeinde ab, wie viel ihr die Gesundheit ihrer Bürger wert ist, konkret, wie viel von dem insgesamt verfügbaren Betrag für die Gesundheit aufgewendet wird. Als nach den Wahlen 2008 die Maoisten an die Regierung kamen, haben sie beschlossen, dass die medizinische Grundversorgung in ländlichen Gebieten kostenlos sein soll. Diese nur auf den ersten Blick sinnvolle Entscheidung ist heftig kritisiert worden, auch von den im Gesundheitswesen aktiven Gebernationen. Bedeutet es doch, dass z.b. Medikamente auch an wohlhabende Landbesitzer kostenlos abgegeben werden müssen und damit die Chance entfällt, mit eingenommenem Geld ausgegangene Medikamente nachzukaufen. Ein weiteres Problem auf dem Lande ist die unzureichende Verfügbarkeit von ausgebildetem und motiviertem Personal und die geringe Qualität der Gesundheitsdienste. Wegen der geringen Gehälter übernehmen viele zur Existenzsicherung eine Nebentätigkeit. Diese führt dazu, dass die Anwesenheit am eigentlichen Arbeitsplatz reduziert ist. Wenn aus dem Grund Leute, die von weit her gekommen sind, keine Behandlung erfahren oder sehr lange warten müssen, bleiben sie beim nächsten Mal gleich zu Hause. Diese Probleme sind zwar allgemein bekannt, es fehlt aber an der nötigen Kontrolle. Auch in den ländlichen Krankenhäusern sind die Zustände oft unzumutbar 29

30 Gesundheitswesen Gesundheitsförderung in Kumbu-Kasthali Vorgeschichte In den ersten Jahren unserer Förderung des Ortes Kumbu-Kasthali konzentrierten wir uns ganz auf die Grundbildung, d.h. Verbesserungen im Schulwesen. Gleichzeitig sah Frau Dr. Thomsen aber, dass der in Kumbu angesiedelte Gesundheitsposten (Sub-Health Post SHP) immer weniger funktionsfähig war. Mit einem Health Worker als Leiter und einer Hilfsschwester konnte man nicht viel mehr tun als Medikamente ausgeben (sofern welche vorhanden waren), akute Wunden versorgen u.ä. Für die engagierte Ärztin war klar, dass in dem Bereich etwas für die Menschen getan werden musste. Um aber besser entscheiden zu können, in welcher Weise wir unsere Aktivitäten ausweiten sollten, haben wir 2001 eine einheimische Sozialarbeiterin ( Community Development Specialist ) engagiert. Mit ihrer Hilfe wollten wir die Wünsche der Frauen ermitteln. Der Einsatz erfolgte im Oktober 2001, zeitgleich mit der dritten von uns organisierten Gruppenreise ins Projekt. Die Expertin hielt in 7 Dörfern Versammlungen mit den Frauen ab, wobei es großer Anstrengungen bedurfte, die Männer fern zu halten. Für sie war es schwer zu begreifen, warum denn die Frauen allein reden sollten. Als Ergebnis der 7 Versammlungen ergab sich bei Berücksichtigung der ersten 4 (von 10) Prioritäten aus jeder Versammlung eine relativ klare Wunschliste. Am häufigsten wurden genannt: Training von Traditional Birth Attendants (TBA), d.h. von traditionellen Geburtshelferinnen, besserer Service des Gesundheitspostens (nicht nur bessere Medikamenten-Ausstattung sondern auch Training / Fortbildung des Personals, Adult Litteracy Classes (ALC), d.h. Alphabetisierungskurse für Erwachsene. Für einen Neubau oder eine Grundrenovierung der oben erwähnten, völlig desolaten, zuletzt aus einem Raum bestehenden Station gab es seitens der Gesundheitsverwaltung keinerlei Planung. Auch waren ja die Vorbereitungen seitens der Regierung im Gange, die Zuständigkeit für Gesundheitsstationen auf die Kommunen zu übertragen. Daher beschloss die Initiative, dem Ort einen Neubau zu finanzieren und dabei die Wünsche der Frauen bestmöglichst zu berücksichtigen. Der Grund für den Wunsch der Frauen nach Training von TBAs waren die vielen Probleme bei Geburten. Diese resultieren aus den wenig hygienischen Bedingungen in den Häusern und dem Fehlen von Betreuung im Fall von Komplikationen. Verstärkt werden diese Probleme dadurch, dass in bestimmten Ethnien, bei denen Blut als unrein angesehen wird, die Frauen nicht einmal während ihrer Periode ins Haus dürfen, erst recht natürlich nicht bei einer Geburt. Die Folge: Entbindung im Freien oder im Stall. Bei dieser Situation erschien es uns sinnvoll, den Frauen in der Gesundheitsstation die Möglichkeit zu bieten, in hygienisch einwandfreier Umgebung zu entbinden und gleichzeitig durch eine Fachkraft betreut zu werden. Zu diesem Zweck wurde über die übliche Ausstattung staatlicher Gesundheitsposten hinaus ein separater Geburtsraum eingeplant. Gleichzeitig ergab es sich, dass eine aus dem Ort stammende junge Frau ein Stipendium beantragte, um später in der neuen Station zu arbeiten. Wir haben ihr eine 18-monatige Ausbildung als CMA (Community Medical Assistant) ermöglicht, mit der sie in der Lage war, auch geburtshilflich tätig zu sein. In den Bau wurde weiterhin als Extra ein Versammlungsraum einbezogen, da es sonst keine Möglichkeit gab, dass die Frauen sich mal allein treffen konnten, um sich auszutauschen. Auch für Fortbildungen ist der Raum nutzbar. Schließlich wurde daneben ein kleinerer Raum eingeplant, wo Kinder betreut werden können, sowie ein Raum mit einem Bett, damit bei einem Notfall ein Patient auch über Nacht bleiben kann. 30

31 Gesundheitswesen Der Bau der Station erfolgte von Oktober 2004 bis November 2005, danach folgte die Einrichtung, und am konnte die offizielle Einweihung erfolgen. Seitdem ist die Station in Betrieb. Betrieb der Krankenstation 1. Von großer Bedeutung ist, dass die Station auch nach unserem Neubau eine staatliche Einrichtung und damit Teil des öffentlichen nepalischen Gesundheitssystems blieb. Anders als bei einer privaten Station, wo der Financier für alles aufkommen muss, stellt die Regierung das für SHPs übliche Personal, also einen Health Worker als Leiter, eine Schwester und einen nur wenig ausgebildeten Dorfhelfer. Außerdem kommt zweimal im Jahr eine Sendung Medikamente, und die Station wird in sonstige Aktionen einbezogen, die von der Distriktsverwaltung ausgehen, etwa das Sonderprogramm für Tuberkulose, Fortbildung des Personals, u.a. Der Grundbetrieb ist somit durch den Staat gesichert, alles, was wir tun, ist zusätzlich und dient der Verbesserung des Betriebs. 2. Die von uns ausgebildete und bezahlte Schwester Yashoda leistet hervorragende Arbeit. Da sie durch unsere Hilfe die Schwesternausbildung machen konnte, ist sie im Gegensatz zum staatlichen Personal sehr motiviert. Sie macht Schwangeren- Beratung, klärt die Frauen über Familienplanung auf, sie geht, wenn die Schwangere den Weg zur Station nicht mehr schafft, bei Tag und bei Nacht zur Geburtshilfe in die Wohnung, häufig 1 oder 2 Stunden auf schwierigen Wegen. Auf ihren Wunsch ließen wir sie an einem 4-monatigen Kurs über Zahnheilkunde teilnehmen. Mit Erstaunen hörten wir später, dass ihre Beliebtheit im Ort enorm gestiegen war, weil sie viele Menschen durch Zahnziehen von schlimmen Schmerzen befreien konnte. 3. Die Station erhält zweimal im Jahr eine Mindestausstattung der 25 wichtigsten Medikamente (gemäss WHO-Liste). Diese dürfen aber nach Maßgabe der Regierung nur kostenlos abgegeben werden, selbst wenn es sich um wohlhabende Patienten handelt. Das heißt, die Medikamente sind nach 2, spätestens 3 Monaten verbraucht, da keine Einnahmen da sind, um Ersatz zu beschaffen. Seit 2009 gibt es nun eine Regelung, wonach Gesundheitseinrichtungen Medikamente auch verkaufen dürfen, sofern sie aus Eigenmitteln gekauft wurden. Eigenes Geld sind aber nur eine minimale Patientengebühr, die der Staat der Station zahlt, und eine Prämie von 1000 Rs für jede in der Station erfolgte Entbindung. Da mit den kleinen Beträgen kein Medikamentenfonds aufzubauen ist, haben wir Rs (500 ) als Grundstock für einen derartigen revolvierenden Fonds bereitgestellt Einen großen Erfolg konnten wir im Sommer 2009 verzeichnen. Der District Health Officer (Chef der Distrikt-Gesundheitsbehörde) hatte die Station besucht und war von der geleisteten Arbeit und insbesondere von dem Geburtsraum sehr angetan. Er regte an, dass die Station zum Birthing Centre, also zum Geburtszentrum aufgewertet werden könnte, wenn neben dem hygienisch einwandfreien Raum und dem vorhandenen Trinkwasser auch die dritte Voraussetzung erfüllt sei, nämlich der Bereitschaftsdienst durch Skilled Birth Attendants (d.h. Hebamme oder Vollschwester) über 24 Stunden. Da nur die vom Staat bezahlte Schwester diesen Status hatte, beschlossen wir, dass die von uns angestellte Schwester Yashoda die entsprechende Zusatzausbildung machen sollte. Seit Oktober 2009 studiert sie daher wieder in Kathmandu. Während ihrer Abwesenheit bezahlen wir aber eine Vertretung, so dass der Status des Birthing

32 Gesundheitswesen Centre bereits im Januar 2010 verliehen wurde. Dies ist eine große Ausnahme, da Geburten normalerweise nur ab der Stufe des Health Post vorgesehen sind, nicht in Sub-Health Posts. Eine Konsequenz dieser Anerkennung ist, dass nun von der Regierung für jede Entbindung 1000 Rs an die Station gezahlt werden sowie 1000 Rs als Transportkostenzuschuss an die Mütter, die zur Geburt in die Station kommen (eine Maßnahme des Ministeriums, um die risikoreichen Hausgeburten zu verringern). schaffen, insbesondere nachts wäre das ein großes Risiko, nicht mehr rechtzeitig anzukommen. Unsere Vorstellung ist daher, den Versammlungsraum als Schlafraum einzurichten und in die Station zu integrieren. Ersatz dafür müsste durch einen Neubau außerhalb geschaffen werden. Medizinische Einzelmaßnahmen Durch Zufall kamen wir mit dem Augen arzt Dr. Wolfgang Fischbach in Kontakt, der mit seinem Praxisteam aus Traben- Trarbach jedes Jahr in einem Entwicklungsland Kinder augenärztlich untersuchte und behandelte. Daraus resultierte ein Einsatz in unserem Projekt im Oktober Auch bei anderen medizinischen Problemfällen können Betroffene aus dem Ort einen Antrag auf Unterstützung an uns richten, wenn eine Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Spezialklinik erforderlich ist. Hierunter fallen die schon erwähnten Lippen-, Kiefer-, Gaumen-Spalten sowie Verbrennungen und Augenerkrankungen (z.b. Katarakt). Wie sich bei den häufigen Untersuchungen durch Frau Dr. Thomsen herausstellte, werden Frakturen häufig gar nicht oder unsachgemäß behandelt. Hier können wir durch Veranlassung von Röntgenaufnahmen (jetzt in Jiri möglich) und ggf. Operation in Kathmandu große Hilfe lei- 5. Eine weitere Maßnahme soll dazu beitragen, dass die Frauen zur Entbindung in die Station kommen. Im Regelfall wickeln die Mütter das Neugeborene in irgendein mehr oder weniger schmutziges Tuch, um es nach Hause zu tragen. Wir haben die im Nachbarort Bhandar schon erfolgreich angewandte Praxis übernommen, dass den Frauen nach der Geburt 2 Babysets und eine Wolldecke überreicht werden. Diese für uns kleine Ausgabe (ca. 4,50 pro Geburt) hat große Wirkung. 6. Während der Weg zu einem Krankenhaus früher mehrere Tagereisen bedeutete (insbesondere als das Hospital in Jiri außer Betrieb war), hat sich in dieser Hinsicht eine Verbesserung ergeben. Wenn die neu gebauten Pisten befahrbar sind (also vor allem in der Trockenzeit Oktober bis April), kann nunmehr an einem Tag ein Krankenhaus in Jiri, in Charikot (auf halbem Weg nach Kathmandu) oder sogar in Kathmandu erreicht werden. 7. Die tägliche Routinearbeit hat gezeigt, dass mehr Übernachtungsmöglichkeiten in der Station sinnvoll wären. Schwangere Frauen warten ja bis zum letzten Moment, bis sie zur Entbindung in die Station gehen. Häufig ist es dann aber schon zu spät, so dass sie den beschwerlichen Weg bergauf-bergab gar nicht mehr Einschließlich der vorher vom Arzt in Bhandar gescreenten Schüler wurden insgesamt über 1200 Kinder erfasst. Während des 5-tägigen Einsatzes wurden 554 Kinder und 103 Erwachsene mit Auffälligkeiten untersucht und im Bedarfsfall behandelt. Verordnete Brillengläser wurden von einem Optiker in Kathmandu in von hier mitgebrachte Gestelle eingearbeitet. Schwerere Fälle wurden auf unsere Kosten zur Operation in die Augenklinik nach Kathmandu überwiesen. So werden die Kranken in den Bergen transportiert 32 sten. Auch sind Unterleibserkrankungen der Frauen, die durch schweres Tragen und fehlende Pause nach der Geburt hervorgerufen werden, weit verbreitet. In den meisten Fällen kommt für die Menschen eine Operation aus Kostengründen nicht in Frage, oder die Familie muss Yasoda kann mit dem Hörgerät wieder voll am Unterricht teilhaben sich bei der Verwandtschaft stark verschulden, was zu jahrelangen Belastungen führt. Da Operationen in Nepal für unsere Verhältnisse billig sind, sind wir bereit, in Einzelfällen zu helfen, sofern eine Operation Erfolg versprechend ist. Wir können auf diese Weise viel persönliches Leid verringern.

33 Wirtschaft und Soziales Wirtschaftliche und soziale Entwicklung Beschäftigung / berufliche Aus- und Fortbildung Die Region ist seit jeher nicht nur abgelegen, sondern war aufgrund der fehlenden Straßenanbindung auch isoliert von allem wirtschaftlichen Geschehen. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es im Wesentlichen nur in der Landwirtschaft, wobei die Produktion sich aber i.d.r. auf die Selbstversorgung beschränkt, also kaum Überschüsse zur Erzielung von Geldeinnahmen erzeugt werden können. Durch das Pistenbauprogramm des Staates (der hierbei von mehreren Entwicklungshilfegebern unterstützt wird) hat sich die Lage verändert, und wir überlegen, wie wir neben der Grundbildung auch dazu beitragen können, dass junge Leute, die den Schulabschluss (SLC) geschafft haben, eine Beschäftigung in der Region finden. Aufgrund des Straßenanschlusses und der ganz langsam auch in Gang kommenden Elektrifizierung gibt es Tätigkeiten und Berufe, für die jetzt erstmalig ein Bedarf entsteht. Hierzu zählen z.b. Elektriker, aufgrund höherer Bautätigkeit Schlosser, Klempner oder Schreiner, sowie Tätigkeiten, die mit dem Straßenverkehr zu tun haben (Helfer bei Busverkehr und LKW- Transport, Mechaniker u.a.). Hier sind wir bereit, auf Antrag berufsvorbereitende Kurse zu finanzieren. Die Technical School in Jiri bietet z.b. 3 6-monatige Kurse für handwerkliche Berufe an. In Orientierungskursen werden Schulabgänger auf in der Region mögliche Berufe hingewiesen. Der erste dieser Kurse beginnt im Februar Wir bezahlen bereits die Ausbildung einer jungen Frau an der Technischen Schule in Manthali. Sie will Assistentin für Bauüberwachung werden und ist, wenn sie danach eine Stelle hat, die Einzige aus der Familie mit einem bezahlten Job. Über ein Mitglied bezahlen wir zudem einer Schulabgängerin die Ausbildung zur CMA (Community Medical Assistant). Im Rahmen des von der Weltbank finanzierten Programms Poverty Alleviation Fund (PAF) wurden bereits Hunderte von Kleinkrediten für den Ankauf von Ziegen, Schafen, Kühen oder Büffeln gewährt. Damit verbunden ist ein steigender Bedarf nicht nur an Tierärzten, sondern auch an Veterinärtechnikern, deren Ausbildung mit dem SLC möglich ist. Auch hier sind wir bereit, die entsprechende Ausbildung zu bezahlen. Wegen der Bedeutung für die lokale Bevölkerung finanzieren wir ab Januar 2011 einen Veterinärtechniker, der sich speziell um die Tiere in unserem Fördergebiet kümmert. Spar- und Kredit-Gruppe Durch die Eigeninitiative einer tatkräftigen Einwohnerin hat sich in Kumbu-Kasthali eine Savings and Credit Group gebildet. Sie sammelt seit Jahren Spargelder ein, die nach üblichen Sätzen verzinst werden, und gewährt Kleinkredite an Mitglieder. Erst 2009 wurde aber das Verfahren in Gang gesetzt, um als Genossenschaft offiziell registriert zu werden. Wir unterstützen diese Initiative seit 2006 durch eine Aufstockung der recht geringen Vergütung der engagierten Leiterin und ihrer Mitarbeiterin. Angesichts der steigenden Mitgliederzahl wurde die Durchführung der wöchentlichen Kunden-Betreuung ohne geeignetes Gebäude immer schwieriger. Wir haben daher dem Bau eines Bürogebäudes zugestimmt, das 2008 gebaut und 2009 in Betrieb genommen wurde. Da im Rahmen des oben erwähnten Weltbank-Programms (PAF) auch Kleinkredite an die Mitglieder von im Ort gebildeten Nachbarschaftsgruppen vergeben werden, haben wir uns vergewissert, dass die Jahresversammlung der Spar- und Kreditgruppe 33

34 Wirtschaft und Soziales Die Organisatorinnen der Kreditgruppe im neuen Gebäude Savings and Credit Group daneben auch ihre Berechtigung hat. Denn Doppelarbeit für denselben Zweck und dieselbe Zielgruppe muss vermieden werden. Biogas-Programm In Nepal entfallen immer noch fast 80% des gesamten Primärenergieverbrauchs auf Holz und weitere 6% auf Kuhdung. Die unkontrollierte Entnahme von Brennholz ist schädlich für die ohnehin durch Rodung stark dezimierten Waldbestände. Das Verbrennen von Dung entzieht dem Boden Nährstoffe, und beim Kochen mit Holz und Kuhdung in den Hütten ohne Rauchabzug verursacht der Rauch Atemwegs- und Augenerkrankungen, wovon vor allem Frauen und Kinder betroffen sind. Es gibt in Nepal seit Jahren ein landesweites Programm für den Bau technologisch einfacher und robuster Biogas- Anlagen, die die o.g. Probleme vermeiden oder verringern. Der Kuhdung wird dabei in einem unterirdischen Behälter fermentiert, das entstehende Methangas kann zum Kochen und für Beleuchtung genutzt werden. Wir hatten schon vor 2 Jahren angeregt, damals allerdings ohne Erfolg, dieses Biogas-Programm auch für bäuerliche Betriebe in Kumbu zu nutzen, die mindestens 2 Kühe besitzen. Dies ist die Voraussetzung, um die technisch kleinste Einheit (Reaktor von 2 m³) zu betreiben. Jetzt (2010) ist eine neue Initiative zur Realisierung von einer einheimischen Stelle ausgegangen, und wir haben grundsätzlich zugesagt, den bei den Bauern nach Ausnutzung aller staatlichen Förderung verbleibenden Eigenanteil durch einen Zuschuss aus Projektmitteln zu verringern. Wir hoffen, dass durch die Verbilligung mehr Anlagen gebaut werden, da die positiven Effekte enorm sind: die Frauen und Kinder sparen die bis zu 3 Stunden reichende Zeit für das tägliche Holzsammeln, die Wälder werden geschont, es gibt weniger Rauch-bedingte Erkrankungen, das Kochen ist weitaus bequemer, das Haus kann beleuchtet werden, der vergorene Faulschlamm kann als Dünger genutzt werden (ist hochwertiger als der unvergorene Dung), schließlich kann auch die häusliche Latrine mit angeschlossen werden bzw. wenn es noch keine gibt, zusammen mit der Biogas-Anlage gebaut und gleich angeschlossen werden. Die Befüllung des unter der Erde gelegenen Reaktors kann problemlos durch die Kinder erfolgen Die Gemeindebibliothek Bislang hatte das VDC Kumbu keine öffentliche Bücherei, die den Lesehunger einer zunehmend alphabetisierten Bevölkerung befriedigen könnte, und auch im näheren Umkreis fand sich keine. Zwar gab es im Lehrerzimmer der Kumbu-Schule einen kleinen Schrank mit zum großen Teil von uns finanzierten oder mitgebrachten Büchern, viele davon jedoch in englischer Sprache und wenig geeignet, die Lesebedürfnisse anderer Bevölkerungsgruppen als der Lehrer zu befriedigen. Andererseits konnten wir bei unseren verschiedenen Reisen ins Fördergebiet feststellen, dass die von uns mitgebrachten Bücher innerhalb kürzester Zeit unter den anwesenden lesekundigen Nepalis verteilt waren. Mit Unterstützung der Unesco-Gruppe und anderer Schüler der Altkönigschule Kronberg ist Ende 2010 ein eigener Raum für eine Gemeindebibliothek gebaut worden, und zwar über dem Lehrerzimmer der Kumbu-Schule. Diese Bücherei wird öffentlich zugänglich sein und nach der baulichen Fertigstellung mit geeigneten Büchern auch in nepalischer Sprache ausgestattet. Es sollen Zeitungen und Zeitschriften abonniert und der Raum so eingerichtet werden, dass man sich auch zum Lesen dort aufhalten kann. Vielleicht kann später sogar, wenn die Elektrizi- 34

35 Wirtschaft und Soziales tätsversorgung verbessert wird, auch ein Internetanschluss eingerichtet werden. Ein von uns mitfinanzierter Bibliothekar oder eine Bibliothekarin (deren Ausbildung wir ebenfalls finanzieren) soll diese Bücherei verwalten. Fonds für Dächer- und Haus- Reparatur Aufbauend auf einer großzügigen Spende haben wir 2010 ein Reparatur-Programm für Dächer und Häuser ins Leben gerufen. Dächer sind häufig die Schwachstelle eines Hauses. Wenn durch starke Monsunregen oder Sturm Schäden am Stroh- oder Schindeldach entstanden sind, ist bei armen Familien oft nicht das Geld vorhanden, um den Schaden zu beheben. Die Folge: Es regnet hinein, die tragenden Balken des Dachstuhls und auch die Lehmwände werden durch die Feuchtigkeit angegriffen und es entsteht Einsturzgefahr, Schimmelpilz bildet sich an den Wänden. Fehlende Dachschindeln bieten dem Wind neue Angriffsflächen, und beim nächsten Sturm wird der Schaden noch größer. Da es wenig sinnvoll ist, ein neues Dach auf einen fast zusammenfallenden Unterbau zu bringen, haben wir dem Vorschlag unserer Partner zugestimmt, auch Hausreparaturen in das Programm einzubeziehen. Die schwierige Frage, wie die zu begünstigenden besonders armen Familien auszuwählen seien, ohne dass es Missgunst und Proteste gibt, ist u.e. vor Ort recht gut gelöst worden. Es wurde in jedem der 9 Wards ein Komitee gebildet, dem Vertreter der politischen Parteien, Sozialarbeiter und sonstige Repräsentanten der Gemeinde angehören. Diese Komitees wählten in öffentlichem Verfahren aus den erhaltenen Anträgen die jeweils 3 bedürftigsten Familien aus, deren Dach oder Haus dringend der Reparatur bedarf. Auf diese Weise gab es im ersten Anlauf 27 Kandidaten. Für den Fall, dass das Geld nicht für so viele reicht, hat man Familien mit Kindern höhere Priorität gegeben als Ehepaaren ohne Kinder. Die Fotos von den ausgewählten Häusern zeigen deutlich den Handlungsbedarf. Und die Informationen über die Familien belegen, dass man bei der Auswahl sehr sorgfältig vorgegangen ist und wirklich die Ärmsten an erster Stelle stehen. Inzwischen sind dank unseres Zwischenberichts vom Oktober 2010 neue Spenden eingegangen, so dass wir in der Lage sind, die notdürftigen Stroh- und Basthütten mindestens zweier Familien mit kleinen Kindern durch einfache Steinbauten zu ersetzen. Die Kosten für ein solches kleines Steinhaus belaufen sich auf etwa 600, denn mit diesem Betrag konnten wir im Dezember 2009 nach einer Spendenaktion anlässlich des Weihnachtskonzerts der Altkönigschule Kronberg schon einmal einer alleinstehenden Mutter mit 3 jungen Kindern ein Steinhaus finanzieren. Diese Behausungen werden durch ein Steinhaus ersetzt 35

36 Das politische Umfeld in Guatemala Das politische Umfeld in Guatemale Seit dem Einfall und der Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert blieb das Land bis 1839 spanische Kolonie. In dieser Zeit verschlechterte sich die Lebenssituation der Mayas dramatisch. Sie wurden vertrieben und zur Zwangsarbeit genötigt, litten unter Hunger und aus Europa eingeschleppten Krankheiten. Innerhalb rel. kurzer Zeit reduzierte sich ihre Zahl auf etwa erklärte sich Guatemala zur Republik und erreichte so die Eigenstaatlichkeit. In der Folge wurde die wirtschaftliche Modernisierung vorangetrieben, wobei die hierarchische Gesellschaftsordnung der Kolonialzeit zuerst beibehalten wurde. Noch vor der Jahrhundertwende begann der großflächige Kaffeeund Bananenanbau, letzterer besonders durch die United Fruit Company. Die in der Kolonialzeit begonnene Benachteiligung der Indígenas, wie die Maya-Nachfahren heute genannt werden, hörte in der Neuzeit nicht auf. Während der Diktatur von Jorge Ubico ( ) litt die einfache Bevölkerung besonders. Die Indígenas wurden aller Rechte beraubt, Folter und Erschießungen nahmen unerträgliche Ausmaße an. Diese Regierung wurde schließlich mit der Oktoberrevolution 1944 gestürzt. Es folgte ein demokratisches Jahrzehnt. Unter Präsident Arévalo wurde 1945 das allgemeine Wahlrecht eingeführt, Gewerkschaften legalisiert und Programme zur Alphabetisierung durchgeführt. Als allerdings sein Nachfolger Arbenz eine Landreform durchführen wollte, bei der neben landeseigenen Plantagen auch die United Fruit Company teilenteignet werden sollte, wurde die Regierung mit US-Finanzierung und CIA-Hilfe gestürzt. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts folgten eine Reihe von Militärdiktaturen, unter deren Herrschaft bis Guatemalteken ums Leben kamen. Ende der 70er Jahre begann sich die Guerilla nach einigen Ruhejahren wieder neu zu strukturieren. Der Anfang der 80er Jahre amtierende Präsident Garcia versuchte diese mit seiner Politik der verbrannten Erde zu bekämpfen, indem er ganze Ortschaften zerstören und viele Menschen, insbesondere die indigene Bevölkerung, ermorden ließ. Sein Nachfolger, der religiöse Fanatiker Rios Montt, der 1982 ins Amt kam, verfolgte die gleiche Politik noch intensiver. Zwischen 1978 und 1983 wurden mehr als Menschen getötet, zumeist vom Militär. Über eine Million flüchtete außer Landes. Seit 1986 hat Guatemala wieder zivile Präsidenten. Doch erst 1996 kam es nach 10-jährigen Friedensverhandlungen unter Präsident Arzu zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages und damit zum Ende des 36-jährigen Bürgerkrieges. Der großen Euphorie folgte allerdings bald die Ernüchterung. Heute, 15 Jahre später, sind die wirtschaftlichen und politischen Strukturen weitgehend unverändert und der Friedensprozess stagniert versuchte Präsident Cabrera den Kampf 36 gegen die Korruption und die sozialen Ungerechtigkeiten im Lande, er konnte aber den massiven Problemen Guatemalas kaum wirksam begegnen. Die Regierung Oscar Berger (ab 2004) ist charakterisiert durch eine Eskalation von Gewalt im alltäglichen Leben der Bevölkerung, die sich auch unter dem im Sept gewählten Präsident Alvaro Colóm trotz vieler Versprechungen im Wahlkampf nicht verringert hat. Besonders in der Hauptstadt hat sich ein Klima der Gewalt etabliert, dem die Regierung keine wirksamen Maßnahmen entgegensetzen kann. Das Justizwesen reagiert hilflos, mutige Richter und Anwälte werden häufig selbst Opfer von Attentaten mit der Folge, dass die meisten Verbrechen ungeahndet bleiben. Es bleibt zu hoffen, dass der Friedensprozess, der so deutlich stagniert und in manchen Bereichen sogar als Rückschritt zu bezeichnen ist, im Laufe der Zeit endlich in die richtigen Bahnen gerät und die Festigung des erhofften Friedens Wirklichkeit wird.

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