2014 Hilfe, die bleibt

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1 2014 Hilfe, die bleibt

2 Hinweis für den Leser Zugunsten der besseren Lesbarkeit wird im vorliegenden Bericht weitestgehend die männliche Sprachform verwendet. Bei dieser Wortform sind selbstverständlich auch Frauen gemeint.

3 Inhalt Vorwort Einsatzgebiete Ebola: Ausnahmezustand in Sierra Leone Unsere Arztprojekte Wo der Weg zu uns zu weit wurde Taifun Haiyan Das Jahr nach der Katastrophe Jahre Schulpatenschaft Füssen Dhaka Jahresrückblick Rückkehrer kommen zu Wort Vereinsstruktur Jahresabschluss 2014 I. Bilanz II. Arztprojekte in Zahlen III. Ergänzungsprogramme IV. Partnerprojekte Transparenz und Kontrolle Danksagung Risikoeinschätzung Impressum

4 Dr. Harald Kischlat, Vorstand Dr. Elisabeth Kauder, Präsidentin 2014 Ein bewegtes Jahr Liebe Leser, liebe Freunde und Unterstützer der German Doctors, während unser Jahr 2014 hierzulande vergleichsweise ruhig verlief nach dem Umzug unserer Geschäftsstelle, dem Namenswechsel, der strategischen Neuausrichtung, personellem Zuwachs und dem Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich unseres 30-jährigen Bestehens im Vorjahr, war die Arbeit in unseren Projekten umso bewegter und intensiver. Als Erstes möchten wir Ihren Blick nach Asien lenken: Unsere Wiederaufbauhilfe auf den Philippinen war nach dem Durchzug des verheerenden Taifuns Haiyan im Dezember 2013 noch nicht abgeschlossen, da fegte schon der nächste tropische Wirbelsturm über die Inselgruppe hinweg: Hagupit. Glücklicherweise waren die Filipinos dieses Mal frühzeitig gewarnt und ihre große Mehrzahl konnte sich in Notunterkünften in Sicherheit bringen. Schwere Schäden hat Hagupit dennoch hinterlassen, und wieder standen Tausende Menschen vor zerstörten Hütten und Häusern, überfluteten Feldern und vernichteten Ernten. Abermals war schnelle und unbürokratische Hilfe gefragt. Erneut haben wir diese Hilfe geleistet. Mehr darüber erfahren Sie auf den Seiten 23 bis 25. Die zweite Katastrophe trug sich in Westafrika zu und hat wohl die gesamte Weltbevölkerung beunruhigt. Die bislang größte erkannte Ebola-Epidemie nahm zu Beginn des Jahres 2014 in Guinea ihren Anfang und breitete sich von dort binnen weniger Monate in mehreren westafrikanischen Ländern aus, so auch in unserem Einsatzland Sierra Leone. Die Auswirkungen auf unsere ärztliche Arbeit in Serabu waren gravierend. Lesen Sie in einem Beitrag unseres Vorstands Dr. Elisabeth Sous-Braun auf den Seiten 8 bis 10, wie wir mit der Bedrohung umgegangen sind und wie sich unsere, vom Auswärtigen Amt geförderte Nothilfe gestaltete. Bei allem Schrecken zeigt sich in diesen und vergleichbaren Ausnahmesituationen doch auch immer etwas Gutes: die Solidarität und Anteilnahme vieler, vieler Menschen, die das Glück haben, in einer vergleichsweise guten Situation leben zu dürfen. Viele haben auf unsere Spendenaufrufe reagiert und ihr Teil dazu beigetragen, dass wir dort helfen konnten und können, wo unsere Hilfe so bitter nötig ist. Unser herzlicher Dank dafür auch an dieser Stelle! Gezeigt hat sich in den Ausnahmesituationen auch, dass unser Ansatz, auf noch mehr Ausbildung Einheimischer zu setzen, richtig ist. So konnte beispielsweise das lokale Team in Serabu den Krankenhausbetrieb aufrechterhalten, als wir vorübergehend keine Kurzzeitärzte ins Projekt schicken konnten (die Verantwortung wog uns 4 Jahresbericht 2014

5 eine kurze Weile zu schwer). Ein großer Erfolg im Sinne der Stärkung des lokalen Gesundheitssystems und der Nachhaltigkeit unserer Arbeit. Er zeigt: Wir leisten wirklich Hilfe, die bleibt. Was sich über die Nothilfe hinaus im Berichtszeitraum in unseren neun Projekten in Afrika, auf den Philippinen, in Nicaragua, Indien und Bangladesch zugetragen hat, welche positiven Entwicklungen es gab, aber auch mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen hatten, können Sie auf den Seiten 11 bis 19 nachlesen. Auch ein sogenanntes Unterstützerprojekt stellen wir Ihnen in diesem Jahresbericht vor: Erfahren Sie auf den Seiten 26 und 27, was Lehrer und Schüler des Gymnasiums Füssen auf die Beine stellen, um die Slumschulen in Dhaka zu fördern. Deutlich vorangetrieben haben wir das so wichtige Thema Wirkungsbeobachtung. Dank ehrenamtlicher Unterstützung zweier Mitarbeiter des Sozialforschungsinstituts infas haben wir zum ersten Mal eine tiefergehende Auswertung der Rückmeldebögen unserer Einsatzärzte vornehmen können. Bitte lesen Sie hierzu auch den interessanten Beitrag von Robert Follmer, Bereichsleiter infas, auf den Seiten 32 und 33. Im Jahr 2015 möchten wir an diese Erfolge anknüpfen und wiederum mit externer Unterstützung nach geeigneten Auswertungsformen für weitere von uns gesammelte Daten suchen. Leider noch nicht ganz erreicht haben wir unser ehrgeiziges Ziel, die Finanzierung unserer Arbeit auch für die Zukunft durch den Aufbau von ausreichend Rücklagen zu sichern. Daran arbeiten wir konsequent weiter. Das Jahr 2014 in Zahlen können Sie auf den Seiten 36 bis 49 nachlesen. An dieser Stelle sei schon verraten, dass im Berichtszeitraum 315 Ärzte 341 Einsätze in neun Projekten geleistet haben ehrenamtlich und mit einer großen Portion Enthusiasmus, Nächstenliebe und Menschlichkeit. Sie alle haben sich neben der Zeit- und Energiespende auch noch in Höhe der halben Fluggebühren an den Kosten unserer Hilfsarbeit beteiligt. Wir danken allen unseren Einsatzärzten für ihr großes Engagement, ebenso wie unseren zahlreichen Spendern und Unterstützern für ihre finanziellen Zuwendungen und jedweden anderen Spenden. Ganz besonders hervorheben wollen wir in diesem Jahr das Engagement und den Mut von vier German Doctors namentlich Dr. Jaqueline Hupfer, Dr. Silke Ehlers, Dr. Teresa de la Torre und Dr. Dorian Jungmann. Sie alle scheuten auch während der Ebola-Epidemie nicht den ärztlichen Einsatz in Serabu, Sierra Leone. Ihnen zollen wir unseren Respekt und danken von Herzen! Unser besonderer Dank gilt auch dem Stuttgarter Wirtschaftsprüfungsunternehmen Bansbach, das seit dem Jahr 2007 jährlich unentgeltlich die Jahresabschlussprüfung für unseren Verein, für unsere Stiftung und für die Irmgard und Joachim Schlößer-Stiftung vornimmt. Namentlich erwähnen möchten wir in diesem Jahr auch unseren langjährigen Unterstützer und mit 95 Jahren ältesten wenn auch nicht mehr als Kurzzeitarzt aktiven German Doctor, Otto Paulitschek. Seit 1984 engagiert er sich für die Menschen auf den Philippinen und hat gemeinsam mit seiner Krefelder Hilfe in den vergangenen 30 Jahren viele, viele Spenden zugunsten der dortigen Projektarbeit gesammelt. Vielen, vielen Dank, Doc Otto! Ebenso wie Doc Otto machen auch wir beharrlich weiter. Mit Engagement, Zuversicht und Kreativität widmen wir uns der Arbeit in unseren Projekten und zeigen damit unsere tief empfundene Solidarität mit all jenen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Dabei zählen wir auch weiterhin auf Ihre Unterstützung. Dr. Harald Kischlat (für den Vorstand) Dr. Elisabeth Kauder (für das Präsidium) Vorwort 5

6 Unsere Einsatzgebiete 2014 Serabu in Sierra Leone Ocotal in Nicaragua Nicaragua In dem zentralamerikanischen Land sind wir seit dem Jahr 2004 aktiv. Zunächst betrieben wir in der Hauptstadt Managua ein Gesundheitszentrum. Später verlegten wir unsere Arbeit auf die entlegenen Ortschaften rund um Ocotal. Diese fahren wir regelmäßig mit unserer mobilen Ambulanz an. Ein Schwerpunkt liegt hier auf zahnmedizinischer Arbeit. Sierra Leone Unser jüngstes Arztprojekt. In der westafrikanischen Republik engagieren wir uns seit Wir entsenden Chirurgen, Gynäkologen, Kinderärzte, Allgemeinmediziner und Anästhesisten. Besonderen Fokus legen wir in Serabu auf die Ausbildung Einheimischer. 6 Jahresbericht 2014

7 Kalkutta in Indien Chittagong, Dhaka in Bangladesch Bangladesch Da Hungern in Bangladesch für viele Menschen zum Alltag gehört, unterhalten wir in beiden Städten neben unseren Ambulanzen Ernährungsprogramme für mangel- und unterernährte Kinder; in Dhaka unterstützen wir zudem Schulspeisungen in Slumschulen. Nairobi in Kenia Kenia In Nairobi leisten wir seit dem Jahr 1997 medizinische Hilfe. HIV-Infektionen, Aids-Erkrankungen, Unterernährung und Tuberkulose sind die Probleme, gegen die unsere Ärzte vorrangig kämpfen. Wichtigste Anlaufstelle für die Slumbewohner von Mathare ist Baraka, unsere feste Ambulanz. Baraka das bedeutet Segen. Indien Unser ältestes Arztprojekt. Seit dem Jahr 1983 setzen wir uns in Kalkutta gegen Unter- und Mangelernährung, Tuberkulose und andere Infektionskrankheiten ein. Das ganze Jahr über sind hier permanent sechs German Doctors in verschiedenen festen und mobilen Ambulanzen tätig. Manila, Cebu, Mindanao, Mindoro auf den Philippinen Philippinen Auf den Philippinen sind wir an mehreren Orten in vielfältiger Weise aktiv in Manila seit dem Jahr 1983, auf Mindanao seit 1985, auf Mindoro seit 2002 und in Cebu seit Dort haben wir mit Erfolg stationäre Gesundheitszentren, Rolling Clinics, Tuberkulose- sowie Ernährungsprogramme etabliert. Aktuell investieren wir zunehmend in die Ausbildung einheimischer Fachkräfte und stärken damit die lokalen Gesundheitsstrukturen. Einsatzgebiete

8 Ebola: Ausnahmezustand in Sierra Leone Dr. Elisabeth Sous-Braun berichtet über eine besondere Projektreise. Kein Händeschütteln zur Begrüßung, von Umarmungen ganz zu schweigen. Die Fahrt nach Serabu führt durch menschenleere Straßen. Nur an den Kontrollpunkten wird es plötzlich lebendig. Aussteigen, Fiebermessen, erklären, wer wir sind und wohin die Reise geht. Doctors? Dann dürfen wir weiterfahren. Ebola hat Sierra Leone in der zweiten Jahreshälfte 2014 fest im Griff. Sie ist die bislang größte erkannte Ebolafieber-Epidemie. Angefangen zu Beginn des Jahres 2014 in Guinea, breitete sie sich bald in mehreren westafrikanischen Ländern aus so auch in Sierra Leone, einem unserer Einsatzländer. Vom Ausbruch bis zum 31. Dezember 2014 fielen ihr nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Menschen zum Opfer; erkrankten. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. In Sierra Leone wurden die ersten Ebola-Fälle Ende Mai 2014 bekannt gegeben. Drei Monate später rief die Regierung den nationalen Notstand aus. So weit einige Fakten. Was sich hinter den nackten Zahlen verbirgt, haben unsere Projektmitarbeiter vor Ort, wir hier in der Geschäftsstelle und ich selbst sehr eindrucksvoll während meiner Reise nach Serabu zum Jahreswechsel 2014 / 2015 erlebt: Nichts war mehr wie vorher. Im Serabu Community Hospital herrschten plötzlich Angst und Verunsicherung, in der Geschäftsstelle mussten wir den Projektbetrieb für einen unbestimmten Zeitraum völlig neu planen, und ich habe eine Reise unternommen, die mit keiner zuvor zu vergleichen ist, die mich in vielerlei Hinsicht tief berührt und mir sehr eindrücklich gezeigt hat, wie wichtig unsere Hilfseinsätze sind. Sowohl in der permanenten Katastrophe als auch im absoluten Ausnahmezustand. Unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Ebola-Fälle haben wir einige Sofortmaßnahmen eingeleitet: Stopp der ärztlichen Kurzzeiteinsätze, intensive Aufklärungsarbeit in den Reihen unserer Serabu-Projektmitarbeiter, das Errichten einer Triage am Eingang des Hospitals und die drastische Verschärfung der Hygienemaßnahmen auf dem gesamten Klinikgelände. Mit Langzeitärztin Jaqueline Hupfer, die schon rund ein Jahr vor Ort war, vereinbarten wir die von ihr gewünschte Vertragsverlängerung. Bewunderns- und dankenswerterweise wollte sie die Sierra Leoner in dieser bedrückenden Situation nicht im Stich lassen. Jaqueline sprechen wir unseren tiefen Dank aus. Ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Mut waren beispielhaft und ansteckend für das gesamte Team. Ohne Wenn und Aber haben sich alle zusammen der Herausforderung gestellt, die basismedizinische Gesundheitsversorgung während der Ebola-Epidemie durchgehend aufrechtzuerhalten. Denn auch in Zeiten von Ebola erkranken die Menschen an Malaria, Cholera und Tuberkulose, leiden werdende Mütter unter Schwangerschaftskomplikationen und kommt es zu schwierigen bis lebensbedrohlichen Situationen unter der Geburt. Was in der Ebola-Berichterstattung nahezu untergeht: Rund Ebola-Toten in Sierra Leone insgesamt (Stand Dezember 2014) stehen rund Malaria-Tote jede Woche gegenüber. Für die an Malaria und anderen Krankheiten leidenden, die sogenannten vergessenen Kranken, ist unser Krankenhaus in Serabu 8 Jahresbericht 2014

9 Ebola-Aufklärung in einem Gemeindehaus Ungewohnte Arbeitskleidung eine wichtige Anlaufstelle; für viele sogar die einzige. Tragisch ist: Seit Ausbruch der Epidemie sind die Patientenzahlen in sämtlichen Gesundheitseinrichtungen im Land eingebrochen so auch in unserem Hospital. Die Menschen haben Angst, sich in den Einrichtungen mit Ebola zu infizieren. Während wir zum Beispiel vor Ausbruch der Epidemie mehr als 20 Notfallkaiserschnitte im Monat durchführten, waren es im Dezember nur 14. So harren werdende Mütter, Malaria-Patienten und andere schwer Erkrankte zu Hause im Kreise ihrer Angehörigen aus. Im schlimmsten Fall bis zum Tod. Einem Tod, den wir möglicherweise hätten verhindern können. Es gibt im Schatten von Ebola also viele Todesfälle, die indirekt auf die Seuche zurückzuführen sind. Klar war schon bei Ausbruch der Seuche: Wir behandeln keine Ebola-Patienten in unserem Hospital; das können und wollen wir nicht leisten. Wer schon an der Triage oder während der zweitägigen Beobachtung auf der obligatorischen Quarantänestation verdächtige Symptome zeigt, wird unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in eines der spezialisierten Behandlungszentren nach Bo oder Kenema verlegt und dort weiter behandelt. Ebenso klar war, dass wir dennoch den Kampf gegen das Virus mitkämpfen wollen und dass die momentan einzige wirksame Waffe Prävention ist. Also legten wir mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung ein entsprechendes Ebola-Nothilfeprogramm auf, das auf ein halbes Jahr befristet und dessen oberstes Ziel die breit angelegte Aufklärung über das Virus war. Im ersten Schritt entsendeten wir ein Trainingsteam nach Serabu, das zunächst unser eigenes Klinikpersonal noch einmal gründlich schulte. Im zweiten Schritt unterrichtete das Team die einheimischen Gesundheitsmitarbeiter aus rund 60 umliegenden Primary Health Care Units (PHU) in dreitägigen intensiven Workshops. Die Mitarbeiter der PHUs waren bis zu diesen Workshops nur sehr ungenügend auf die Anforderungen der sich ausbreitenden Epidemie vorbereitet. Zudem sind die Einrichtungen, vor allem die kleineren, ohnehin nur sehr notdürftig ausgestattet. Es fehlte und fehlt nahezu an allem Wasser, Sanitäranlagen, medizinischem Gerät, Instrumenten und erst recht an Ebola-Schutzausrüstungen. Den dritten Schritt sind wir erst im Jahr 2015 gegangen; er soll hier trotzdem schon erwähnt sein: Gemeinsam mit zuvor geschulten Mitarbeitern der PHUs ist ein German Doctor-Trainingsteam hinaus in die Dörfer und Siedlungen gefahren, um dort unter Einbezug lokaler Persönlichkeiten, die das Vertrauen der Bevölkerung genießen Dorfälteste, traditionelle Heiler, religiöse Vertreter und andere, intensiv über das Virus aufzuklären. Zu mehreren Veranstaltungen in den Dörfern haben wir einen einheimischen Psychologen eingeladen, dessen Dienste für die Aufarbeitung des durch die Epidemie entstandenen Traumas von großem Wert waren und von den Gemeinden dankbar angenommen wurden. Das mit all unseren Maßnahmen neu gewonnene Vertrauen der durch den Bürgerkrieg noch immer staatlichen Strukturen gegenüber misstrauischen Westafrikaner führt auch nach einem hoffentlich baldigen Abklingen der Ebola-Epidemie zur nachhaltigen Stärkung des lokalen Gesundheitssystems. Ganz im Sinne unseres Namenszusatzes Hilfe, die bleibt. Ebola: Ausnahmezustand in Sierra Leone 9

10 Unsere Mitarbeiter auf dem Weg zu einem Ebola-Verdachtsfall Dank der finanziellen Zuwendung durch das Auswärtige Amt konnten wir auch ein dringend benötigtes Ambulanzfahrzeug anschaffen. Da wir in unserem Hospital keine Ebola-Patienten behandeln, müssen wir die Verdachtsfälle schnellstmöglich in eines der Ebola-Behandlungszentren überführen. Das gestaltete sich aus verschiedensten Gründen extrem schwierig; das eigene Ambulanzfahrzeug hat die Situation für unsere Patienten und Mitarbeiter deutlich verbessert. Weitere Maßnahmen zur Epidemie-Eindämmung im Rahmen unseres Sechs-Monats-Programms waren das Aussetzen der Patienten-Zuzahlungen, die Vergabe von Nahrungsmittelrationen als Behandlungsanreiz für bedürftige Kranke sowie die Bereitstellung einer Gefahrenzulage für unsere Krankenhausmitarbeiter. Zum Ende des Berichtszeitraums war die Situation in Sierra Leone dramatisch: Ein Ende der Epidemie war nicht abzusehen, Märkte und Schulen waren geschlossen, Lebensmittel wurden knapp und das Wenige, das es zu kaufen gab, war überteuert. Das ohnehin bitterarme Land stand wirtschaftlich am Abgrund. Innerhalb unseres Projektes gab es dennoch Hoffnung: Ein junges Ärztepaar, Dorian Jungmann und Teresa de la Torre, lösten Jaqueline Hupfer ab und führten den Krankenhausbetrieb sowie die Ebola-Nothilfe mutig und engagiert fort. Bei Redaktionsschluss zeichnete sich ein langsamer Rückgang der Ebola-Erkrankungen ab, und wir erwogen die Wiederaufnahme der ärztlichen Kurzzeiteinsätze im Serabu Community Hospital. Dr. Elisabeth Sous-Braun 10 Jahresbericht 2014

11 Nicaragua Großer Andrang vor der mobilen Ambulanz Unsere Arztprojekte 2014 Ocotal Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Zahn- und Allgemeinmedizin Patientenkontakte Partner Asociación Vida Nueva Projektziele» Basismedizinische und zahnärztliche Versorgung der armen Bevölkerung in den abgelegenen Bergregionen rund um Ocotal Direkt zu Jahresbeginn gab es gute Nachrichten für Ocotal: Unser Einsatzarzt Dr. Walter Schweizer er war regelmäßig als Zahnarzt im Ocotal-Projekt konnte aus Spendengeldern des Rotary Club Sinsheim eine dringend benötigte neue Behandlungseinheit anschaffen. Sie ersetzt nun die völlig veraltete und nicht mehr funktionstüchtige Einheit und erleichtert damit die zahnärztliche Arbeit erheblich. Im weiteren Jahresverlauf haben wir uns sehr viele Gedanken um unser Ocotal-Projekt gemacht und schließlich eine Entscheidung getroffen, die uns schwergefallen ist, die wir aber dennoch für vernünftig halten: Wir Unsere Arztprojekte 2014 werden ab Mitte des Jahres 2015 keine Einsatzärzte mehr nach Ocotal entsenden. Dank des Teams vor Ort, dank der vielen Einsätze von Humanmedizinern und Zahnärzten in den vergangenen zehn Jahren und dank der guten Koordination von Katrin Hennings, ihrem Mann Reinhart Bein und dem Zahnarzt Walter Schweitzer konnten wir viele, viele Menschen im Norden Nicaraguas behandeln, die nur sehr schwer Zugang zu medizinischer Hilfe gehabt hätten, wären wir nicht vor Ort gewesen. Auch wenn die Situation der Armen dort nicht so dramatisch wie in manchen Städten und ländlichen Regionen Asiens und Afrikas ist, gibt es rund um Ocotal doch echte Not. Da wir uns für die Projekte auf den Philippinen, in Sierra Leone, Indien, Kenia und Bangladesch im Rahmen der Umsetzung unserer Strategie Helfen und Schulen, damit die Hilfe bleibt für die nächsten Jahre aber sehr viel vorgenommen haben, müssen wir unsere Kräfte und finanziellen Mittel bündeln. So haben wir uns schweren Herzens zu diesem Schritt durchgerungen. Und welche Hilfe bleibt in Ocotal? Auf unsere zahnmedizinischen Erfolge bauen wir auf: Die Zahneinheit in Ocotal wird unter Leitung eines nicaraguanischen Zahnarztes bleiben und auch in Zukunft der Behandlung bedürftiger Patienten dienen. 11

12 Philippinen Kleiner Patient vom Volksstamm der Mangyans Manila Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Pädiatrie Patientenkontakte Partner Committee of German Doctors for Developing Countries Inc. eine seit dem Jahr 1991 auf den Philippinen registrierte Nichtregierungsorganisation Projektziele» Eindämmung der Tuberkulose» Basismedizinische Versorgung in Manila, in der Provinz Rizal, bei den Müllbergen in Payatas und auf der Nachbarinsel Mindoro» Im Jahr 2014: Wiederaufbauhilfe nach den Taifunen Haiyan und Hagupit auf Mindoro Die Patientenzahlen in unserem Gesundheitszentrum in Bagong Silang (Manila) waren, wie schon im Vorjahr, rückläufig. Der wesentliche Grund liegt in der besseren öffentlichen Gesundheitsversorgung im Einzugsgebiet unseres Zentrums. So haben wir uns dem Vorschlag unserer lokalen Medizinischen Koordinatorin, Dr. Fe Pinky, angeschlossen, nach rund 32 Jahren erfolgreicher ärztlicher Arbeit in Manila ab Juni 2015 keine Kurzzeitärzte mehr nach Bagong Silang zu entsenden und die mobilen Ambulanzen im Großraum Manila einzustellen. Die Ambulanz und vor allem das sehr gute Tuberkulose- Programm werden durch Dr. Pinky und das (reduzierte) Team in den nächsten Jahren fortgeführt. Die frei werdenden Kräfte wollen wir in Zukunft zum Ausbau und zur Verbesserung unserer Arbeit für die Mangyans im Hinterland der vorgelagerten Insel Mindoro nutzen. Dort ist die ärztliche Versorgung seitens des Staates nach wie vor völlig unzureichend. Folgerichtig haben wir schon eine neue Zielregion ausgemacht, die wir seit Beginn des Jahres 2014 mit unserer Rolling Clinic anfahren. Eine gute Nachricht für alle zukünftigen Mindoro-Einsatzärzte: Der Bischof von Calapan sicherte uns ein größeres Grundstück zu. Wir werden dort ein Haus zur Nutzung als Unterkunft und Apotheke für die südliche Mindoro-Tour errichten. Auch in Sachen Kindesschutz gibt es Positives zu berichten: Rhoda Rubenecia führte in ihrer Rolle als Kindesschutzbeauftragte sehr erfolgreich einige Workshops mit dem lokalen Komitee für Frauen und Familie und mit der lokalen NGO SM-Zoto durch. Haiyan und Hagupit beeinflussten unsere Arbeit auch auf Mindoro massiv. Abermals verteilten wir Hilfspakete mit Grundnahrungsmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Decken und Babynahrung und später neues Saatgut, damit die Betroffenen sich eine neue Lebensgrundlage aufbauen können. 12 Jahresbericht 2014

13 Stimmt das Gewicht? Unterernährung ist ein häufiges Problem auf Cebu Cebu Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemeinmedizin Patientenkontakte Partner Justice, Peace and Integrity of Creation eine Entwicklungsorganisation der San Carlos University, geleitet von den Steyler Missionaren Projektziele» Basismedizinische Versorgung der armen Bevölkerung» Eindämmung der Tuberkulose» Zugang zu staatlicher Gesundheits- und Sozialfürsorge für unsere Patienten» Im Jahr 2014: Wiederaufbauhilfe nach den Taifunen Haiyan und Hagupit Nachdem unsere Einsatzärzte zu Beginn des Jahres noch in die Katastrophenhilfe im Norden Cebus eingebunden waren, wurde diese Aufgabe bald von einheimischen Mitarbeitern und Freiwilligen übernommen. Auf der Nachbarinsel Leyte ging unsere Katastrophenhilfe jedoch weit über die akute medizinische Versorgung und das Verteilen von Hilfsgütern hinaus. Gemeinsam mit unserer einheimischen Partnerorganisation WAND haben wir die sanitäre Situationen maßgeblich verbessert, mit Green Mindanao zerstörte Wassersysteme repariert beziehungsweise neu errichtet, Tausende Familien mit Saatgut, Dünger und Gärtnerwerkzeug ausgestattet und den Wiederaufbau von mehr als Häusern unterstützt. Nur rund ein Jahr nach Haiyan zog mit Hagupit erneut ein schwerer Tropensturm über die Philippinen hinweg. Zum Glück hinterließ er größtenteils nur Sachschäden; doch vieles von dem, was nach Haiyan mühevoll wieder aufgebaut worden war, war erneut zerstört. Noch heute hausen Tausende Filipinos in Behelfsunterkünften, mangelt es vielerorts an Nahrungsmitteln, und die medizinische Versorgung der Kranken ist weiterhin unzureichend. Selbstverständlich waren und sind die Erkrankten in den Slums von Cebu-City ungeachtet des Taifuns durchgehend auf unsere Hilfe angewiesen. Und so haben sich unsere Einsatzärzte im Jahr 2014 auch ihrer eigentlichen Aufgabe gewidmet: der medizinischen Versorgung der Menschen auf den Müllkippen, den Friedhöfen und in den verarmten Fischerdörfern. Unser besonderer Dank gilt den Steyler Missionaren. Sie ließen uns beziehungsweise unsere Einsatzärzte zwei Gästezimmer der Universität San Carlos nutzen, bis wir im März 2015 in unser neues Haus umzogen. In der neuen Unterkunft sind nun auch das Büro und die Apotheke untergebracht. Das bisherige Quartier war dringend renovierungsbedürftig und wurde immer häufiger als unzumutbar kritisiert. Unsere Arztprojekte

14 Der Weg für die Rolling Clinic ist oft abenteuerlich Alles im grünen Bereich: keine Unterernährung Mindanao Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemein- und Zahnmedizin, Gynäkologie, Pädiatrie Patientenkontakte Partner Committee of German Doctors Projektziele» Ambulanz für die städtischen Armen in Cagayan de Oro» Basismedizinische Versorgung in den Hospitälern in Buda und Valencia» Vermittlung von grundlegendem Wissen zu den Themen Gesundheit, Hygiene und gesunder Ernährung in sogenannten Family Health Classes sowie Ausbildung von Gesundheitsarbeitern» Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe» Basismedizinische und zahnärztliche Versorgung der ländlichen Gebiete durch die Rolling Clinic In Cagayan de Oro ist das Krankenhaus seit Jahresbeginn 2014 nicht mehr in Betrieb; geschlossen ist damit auch die bis dato dort angebundene Diätberatung. Unsere dortige Ambulanz hingegen wurde auch im Jahr 2014 sehr gut angenommen. Neben den armen Städtern kommen viele Patienten aus dem Hinterland der Insel in die Ambulanz, aus jenen ländlichen Regionen, die wir auch mit unseren Rolling Clinics anfahren. Neben dem Ambulanzbetrieb und den verschiedenen Hospitälern auf der Insel haben wir den sogenannten Primary-Health-Care -Ansatz im Berichtszeitraum intensiv vorangebracht. Ziel des Ansatzes ist es, für die Gemeinden im Hinterland eine eigenständige Gesundheitsversorgung zu entwickeln und zu erhalten. Im Fokus steht hierbei die Ausbildung einheimischer Gesundheitsarbeiter. Nach einer intensiven Prüfung der Daten unserer aktuellen Rolling-Clinic-Plätze und lebhaften Diskussionen mit Dorfbewohnern, Dorfvorstehern und anderen Verantwortlichen auf allen Ebenen haben wir 28 Gemeinden ausgewählt, in denen wir nun die ersten Trainings der Gesundheitsarbeiter durchführen wollen, gekoppelt an die Rolling Clinics. Mit dem Ziel, die Medikamentenversorgung der philippinischen Projekte zu verbessern, zum Beispiel durch den Einsatz eines Warenwirtschaftssystems, haben wir gemeinsam mit Stefanie Pügge, Apotheker ohne Grenzen e.v., erste Gespräche mit den Apothekern in Cagayan de Oro, Cebu-City, Buda und Valencia geführt. Diese Kooperation soll fortgeführt werden. Wie schon im Jahr 2012 das Tuberkulose-Center in Cagayan de Oro spendet die Nichtregierungsorganisation Cross International uns aktuell ein dreistöckiges Gebäude für unser Tuberkulose-Programm im Wert von Dollar. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle für die großzügige Spende! In Valencia werden wir im kommenden Jahr das Ernährungsprogramm ausbauen und in Buda mehr lokale Krankenpfleger einstellen, um das erhöhte Patientenaufkommen meistern zu können. Eine traurige Nachricht erreichte uns aus Buda: Am 17. März verstarb dort der Gynäkologe Dr. Wolfgang Stoll im Alter von 72 Jahren während seines siebten Einsatzes als German Doctor. Wir fühlen mit seinen Angehörigen. 14 Jahresbericht 2014

15 Indien Alt und Jung in unserem ältesten Arztprojekt Kalkutta Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemeinmedizin und Pädiatrie Patientenkontakte Partner Howrah South Point Projektziele» Ernährungsprogramme für mangel- und unterernährte Kinder» Schwangerenbetreuung und Familienplanung» Basismedizinische Versorgung» Diagnostik der Tuberkulose und Behandlung von chronisch Kranken Wir freuen uns, dass wir als neue Referentin für unser Kalkutta-Projekt Deborah Weiler gewinnen konnten. Sie ist vielen German Doctors bereits aus der Einsatzplanung bekannt. Im September reiste Deborah Weiler erstmals in die indische Metropole, um unser ältestes Arztprojekt sowie die vielfältigen Partnerund Ergänzungsprojekte kennenzulernen. Bei dieser Gelegenheit begegnete sie unter anderem dem neuen Präsidenten unseres langjährigen Kooperationspartners Howrah South Point, Terence John. Er sicherte uns all seine Unterstützung bei der Weiterentwicklung unserer medizinischen Arbeit vor Ort zu. Diese Weitentwicklung zielt ganz im Sinne unserer neuen Strategie Helfen und Schulen, damit die Hilfe bleibt auf die Förderung von mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung innerhalb des Projektes. So hat uns die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) e.v die Finanzierung eines Beraters für nachhaltige Entwicklung für die Dauer von drei Jahren zugesichert. Seine Aufgabe wird es sein, lokale Netzwerke und Partnerschaften zu Gesundheitsbehörden und anderen Nichtregierungsorganisationen zu knüpfen beziehungsweise auszubauen. Auch wollen wir mit ihm gemeinsam Wege finden, staatliche Ressourcen noch stärker zu nutzen und die Inanspruchnahme der staatlichen Krankenversicherung innerhalb unserer Zielgruppe auszubauen. Zudem arbeiteten wir an der Verbesserung der Chroniker-Betreuung, liegt doch die Anzahl an Diabetes, Bluthochdruck, Lungenerkrankungen und Tuberkulose leidender Patienten in unserem Kalkutta-Projekt bei rund 25 Prozent. Diese Menschen brauchen eine besondere Betreuung. Vom Kinderentwicklungsprogramm gibt es ebenfalls Positives zu berichten: Das Ernährungsprogramm unserer Partnerorganisation Lake Gardens in Tikia Para wird fortan eigenverantwortlich von einer indischen Ärztin und ihrem motivierten Team betreut. Diesem Beispiel folgend wollen wir auch das Ernährungsprojekt Santoshpur zeitnah in einheimische Hände übergeben. Ende des Jahres liefen die Vorbereitungen für einen entsprechenden Workshop mit allen Beteiligten auf Hochtouren. Unsere Arztprojekte

16 Sierra Leone Schauspielerin Hendrikje Fitz (rechts) begleitet die Visite auf der Kinderstation Serabu Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Anästhesie, Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin, Pädiatrie Patientenkontakte 2014 ca Partner Diözese Bo Projektziele» Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit durch Behandlung, Vorsorge und Aufklärung» Verbesserung der medizinischen Versorgung für die Landbevölkerung» Schulung einheimischer Mitarbeiter (Verwaltung, Krankenschwestern, Community Health Officer, CHO)» Seit Juni 2014: Eindämmung der bislang größten erkannten Ebolafieber-Epidemie In Serabu begann das Jahr 2014 mit dem Besuch einer MTA des Missionsärztlichen Instituts. Sie schulte das Laborteam, unter anderem in der Anwendung einer neuen, durch das Kindermissionswerk gespendeten, Hämatokritzentrifuge. Wenig später weihten wir den neuen medizinischen Lagerraum hinter der Apotheke ein und verlegten die Ambulanz in die großzügigeren Räumlichkeiten auf der anderen Gebäudeseite. Um die Neugeborenen-Abteilung weiterhin fachkundig zu begleiten, besuchte Neonatologin Dr. Silke Ehlers zum wiederholten Mal das Projekt. Zur gleichen Zeit besuchte der Leiter der Afrikaprojekte von Energiebau Köln, Bernd Wolf, unser Hospital, um die im Vorjahr errichtete Solaranlage zu warten. Einen weiteren Schritt in Richtung Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit gingen wir, indem wir mit einer der weltweit größten Familienplanungsorganisationen, Marie Stopes International (MSI), eine Kooperation vereinbarten. Gemeindehelferinnen händigen Schwangeren im Bedarfsfall nun einen Voucher für die kostenfreie Behandlung in unserem Hospital aus. Über Ostern war Peter Fink von den Architekten über Grenzen im Projekt zu Gast und hat den Neubau des Managerhauses begleitet. Vom 18. bis 24. Mai besuchte Schauspielerin Hendrikje Fitz das Hospital und übernahm spontan eine Patenschaft für das Projekt. Kaum war Fitz abgereist, erreichte uns die bestürzende Nachricht, dass die Ebola-Epidemie auch in Sierra Leone ausgebrochen war (lesen Sie hierzu bitte den Beitrag auf den Seiten 8 und 9). Dank des großen Engagements und beispielhaften Muts unserer Langzeitärztin Dr. Jaqueline Hupfer, unserer gut geschulten einheimischen Mitarbeiter sowie weiterer engagierter German Doctors wie Dr. Silke Ehlers konnten wir den Krankenhausbetrieb durchgehend aufrechterhalten. Zum Ende des Jahres gab es noch zwei gute Nachrichten: Mit Dr. Dorian Jungmann und Dr. Teresa de la Torre haben wir ein überaus engagiertes, junges Ärztepaar als Nachfolger Dr. Hupfers gefunden. Es führt unsere Ebola-Nothilfe und die Krankenhausleitung im Jahr 2015 fort. Zudem ist dank der vorverlegten Installation einer Satellitenschüssel im Rahmen des SATMED-Projektes (einer Kooperation der Regierung Luxemburgs, des Satellitenbetreibers SES und mehrerer Hilfsorganisationen) die Kommunikation zwischen Serabu und der Geschäftsstelle in Deutschland nun deutlich einfacher und somit auch besser. 16 Jahresbericht 2014

17 Kenia Alltag in Baraka, unserem Gesundheitszentrum in Nairobi Nairobi Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Chirurgie, Pädiatrie, Allgemeinmedizin Patientenkontakte Partner German Doctors Nairobi, registriert als Company by Guarantee Projektziele» Medizinische Versorgung der Bewohner des Mathare Slums» Eindämmung der HIV-Epidemie» Verbesserung der Ernährungssituation von Kindern In unserem Nairobi-Projekt gab es einschneidende personelle Veränderungen: Nach elf Jahren wurde General Manager Vincent Kiboro von George Audi Omondi abgelöst. Auch Langzeitärztin Barbara Hünten-Kirsch hat das Projekt verlassen. Beiden danken wir herzlich für ihre engagierte Arbeit. Ende des Jahres stellten wir mit Martha Njeri Mundi eine neue Clinical Officer ein. Sie unterstützt nun das Ärzteteam vor allem bei der Betreuung der vielen Chroniker. Auch in der Bonner Geschäftsstelle gab es einen Wechsel: Dr. Nadja Tariverdian hat die Position von Katja Ment als Referentin für Afrika übernommen und in dieser Funktion im Oktober und November 2014 als Ärztin in Baraka mitgearbeitet. Auf Basis einer Stärken- und Schwächenanalyse arbeitete das neue Team einen strategischen Plan aus, in dem es die Projektziele bis zum Jahr 2017 festleg- te. Eine zu bewältigende Herausforderung besteht aktuell darin, mit unserer Arbeit weiterhin ausschließlich benachteiligte Slumbewohner zu erreichen, insbesondere im Programm für chronische Erkrankungen. Der gute Ruf unserer Klinik und die nahezu kostenlose Behandlung hatten dazu geführt, dass auch weniger bedürftige Patienten den Weg zu uns suchen nicht selten mit der Bitte um eine ärztliche Zweitmeinung. Positiv hervorzuheben ist eine Kooperation zwischen den German Doctors in Nairobi und dem Neema Hospital. Dank ihrer können wir bedürftigen Frauen aus unserer Schwangerschaftsvorsorge oder schwangeren Notfallpatienten fortan eine professionell überwachte Geburt und, wenn nötig, auch einen Kaiserschnitt anbieten, ohne dass sie dafür zahlen müssen. Da der kenianische Staat gemäß der kritischen Haltung der katholischen Kirche gegenüber künstlicher Familienplanung diese nicht mehr fördert, dürfen wir in Nairobi keine Verhütungspillen oder Drei-Monats-Spritzen mehr anbieten. Wir verweisen die Frauen nun an entsprechende staatliche Einrichtungen dort erhalten sie Verhütungsmittel kostenlos beziehungsweise ermutigen sie zur Teilnahme an Workshops zum Thema Familienplanung der Organisation Rainworkers. Schwierigkeiten bereitete uns die landesweit erschwerte Beschaffung genügender HIV-Testing-Kits. Lautet die neue Strategie des Landes doch test high risk groups und nicht mehr test everyone. Dies läuft unserem Plan aus dem Jahr 2013 zuwider, als effektive Präventionsmaßnahme möglichst jeden Patienten, der die Ambulanz durchläuft, auf HIV zu testen. Unsere Arztprojekte

18 Bangladesch Fröhliche Stimmung in unserem neu ausgebauten Community-based-Center Chittagong Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemeinmedizin Patientenkontakte Partner Caritas Bangladesch (ab Juli 2014), Patherghata Health Development Society (bis Ende Juni 2014) Projektziele» Senkung der Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren» Ernährungsprogramme für mangel- und unterernährte Kinder» Basismedizinische Versorgung der armen Bevölkerung» Betreuung von Schwangeren und Beratung zur Familienplanung Seit Juli 2014 genießt unsere Arbeit in Chittagong die offizielle staatliche Anerkennung. Unser Partner ist die Caritas Bangladesch, die gegenüber dem NGO Affairs Bureau die Verantwortung trägt. Die Stadt Chittagong wächst unaufhörlich und die Armutsgebiete werden immer weiter an die Peripherie gedrängt. Dies führt dazu, dass viele unserer Patienten erhebliche Mühe und Kosten auf sich nehmen müssen, um das Medical Center for the Poorest of the Poor (MCPP), unser Gesundheitszentrum gegenüber der Kathedrale, zu erreichen. Wir haben uns daher entschlossen, unsere Arbeit in den nächsten Jahren mehr und mehr in die neuen Armutsgebiete zu verlegen. Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir mit dem Aufbau eines ersten Community-based-Centers (CbC) und der Ausbildung des dort tätigen Personals durch einen einheimischen Spezialisten getan. Im CbC betreuen wir unterernährte Kinder, schulen Mütter, und es dient Frauenselbsthilfegruppen als Treffpunkt. Sobald der Ausbau beendet ist, werden die deutschen Ärzte dort an einem Tag in der Woche Sprechstunde abhalten. Ein zweites CbC in einem anderen Armutsgebiet ist bereits in Planung. Mehr über das Arztprojekt in Chittagong lesen Sie bitte auf den Seiten 20 bist Jahresbericht 2014

19 Schulung eines Projektmitarbeiters Kleiner Patient im Ernährungsprogramm Dhaka Beginn Einsätze 2014 Fachrichtungen Allgemeinmedizin Patientenkontakte Partner Glory Friendship Social Welfare Organisation, Community Development Library Projektziele» Senkung der Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren» Basismedizinische Versorgung der armen Bevölkerung» Schulische Ausbildung in drei Slumschulen (inklusive Schulspeisung) Zu Beginn des Jahres 2014 mussten wir unser Gesundheitszentrum wegen politischer Unruhen und der damit verbundenen Gefahren vorübergehend schließen. Ab März haben wir es wieder verantwortet, Kurzzeitärzte ins Projekt reisen zu lassen. Auffällig ist: Die Patientenzahlen sind im Berichtszeitraum merklich zurückgegangen. Ein Grund für diese Entwicklung liegt mutmaßlich in der sich allmählich verbessernden allgemeinen medizinischen Versorgung im Zentrum der Hauptstadt. Nichtsdestotrotz gibt es in Dhaka nach wie vor Armutsgebiete, in denen unsere Hilfe bitter nötig ist. Im Laufe des Jahres 2014 reifte der Entschluss, gemeinsam mit unseren lokalen Partnern diese Plätze auszumachen und dort nach dem Vorbild des CbC in Chittagong neue Ambulanzen einzurichten beziehungsweise diese Gebiete über unsere Rolling Clinics medizinisch zu versorgen. Zur Eingrenzung dieser Gebiete führen wir aktuell Befragungen und Analysen durch. In den drei Slumschulen mit ihren rund Schülern geht die Arbeit unermüdlich weiter, und unser Projektkoordinator Aminul Hoque kurz Babul freut sich, nun endlich die staatliche Anerkennung für die von ihm gegründete Nichtregierungsorganisation Glory Friendship Social Welfare Organisation bekommen zu haben. Im November erreichte uns die erschreckende Nachricht von der teilweisen Zerstörung des Slums Gendaria durch die Eisenbahngesellschaft. Deren Gleise führen quer durch den Slum. Die 675 Schüler der dortigen Slumschule steckten gerade in den Vorbereitungen für das jährliche Examen. Glücklicherweise stimmte die Eisenbahngesellschaft der Fortführung des Schulbetriebs zu. Unsere Arztprojekte

20 Mütterschulung im Slum Rajakhali Wo der Weg zu uns zu weit wurde Slums unterliegen oft einer gewissen Dynamik. Dies haben wir in den vergangenen Jahren und Monaten vor allem in Chittagong erlebt. Die zweitgrößte Stadt Bangladeschs wächst stetig, und ihre ärmsten Bewohner werden immer weiter an die Peripherie gedrängt, weg von unserer Hauptwirkungsstätte, dem Medical Center for the Poorest of the Poor (MCPP) im Stadtteil Pathergata. Taslima ist drei Jahre alt und hat eine eitrige Verletzung am Knie. Beunruhigender als die Wunde ist aber der Gesamtzustand des Mädchens. Es wiegt nur sechseinhalb Kilo und ist für sein Alter deutlich zu klein. Der Oberarmumfang, auch MUAC (Mid-Upper Arm Circumference) genannt, liegt bei 10,7 Millimetern, was auf eine schwere Unterernährung hinweist. Drei Brüder des Mädchens, die die Mutter zur Behandlung der Kleinen mit in das MCPP gebracht hat, sehen normal entwickelt aus. Auf Nachfrage erfährt der untersuchende Einsatzarzt, dass die Mutter sechs Kinder hat und die Familie nur schwer über die Runden kommt. Schließlich stellt sich heraus, dass sich immer zuerst die vier Söhne der Familie satt essen dürfen, und danach bekommen die beiden Töchter die Reste. Vergleichbare Fälle erleben die German Doctors in Chittagong häufig. Dass Söhne innerhalb einer Familie so offensichtlich bevorzugt behandelt werden, ist vielleicht eher die Ausnahme, aber Hungern gehört in der bengalischen Metropole leider zum Alltag. Ebenso die typischen armutsassoziierten Erkrankungen. So gründeten 20 Jahresbericht 2014

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