Geschäftsbericht 2012

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1 Geschäftsbericht 2012 der mylife Lebensversicherung AG

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3 Geschäftsbericht Geschäftsbericht 2012 der mylife Lebensversicherung AG

4 4 Geschäftsbericht 2012

5 Geschäftsbericht Inhaltsverzeichnis Kennziffern der mylife Lebensversicherung AG 6 Organe der mylife Lebensversicherung AG 8 Bericht des Aufsichtsrates 9 Lagebericht des Vorstandes 11 Risikomanagement und Risiken der zukünftigen Entwicklung 15 Ausblick 18 Weitere Angaben zum Lagebericht 18 A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen im Geschäftsjahr B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen) 20 C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen 20 Jahresabschluss der mylife Lebensversicherung AG 22 Bilanz 22 Gewinn- und Verlustrechnung 24 Anhang 25 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 25 Angaben zur Bilanz 29 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 37 Sonstige Angaben 38 Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer für Bestätigungsvermerk 110

6 6 Geschäftsbericht 2012 Kennziffern der mylife Lebensversicherung AG Bestand Anzahl der Verträge Versicherungssumme (in TEUR) Laufender Jahresbeitrag (in TEUR) Zugang Anzahl der Verträge Versicherungssumme (in TEUR) Laufender Jahresbeitrag (in TEUR) Einmalbeitrag (in TEUR) Beitragssumme (in TEUR) Ergebnis Bruttobeitragseinnahmen (in TEUR) Veränderung zum Vorjahr (in %) +4,8 1,6 +10,9 Ausgezahlte Versicherungsleistungen (in TEUR) Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach Steuern Quoten Verwaltungskosten in % der Bruttobeitragseinnahmen Gesamtgeschäft Verwaltungskosten in % der Bruttobeitragseinnahmen Nettogeschäft 5,8 1,1 6,3 3,3 6,9 6,1 Abschlusskosten in % der Versicherungssumme des Neugeschäfts Gesamtgeschäft Abschlusskosten in % der Versicherungssumme des Neugeschäfts Nettogeschäft 4,2 1,5 4,0 1,7 4,0 2,0 Abschlusskosten in % der Beitragssumme des Neugeschäfts Gesamtgeschäft Abschlusskosten in % der Beitragssumme des Neugeschäfts Nettogeschäft 18,4 1,9 12,2 2,6 17,1 4,5 Stornoquote in % (statistischer Jahresbeitrag, Gesamtgeschäft) Stornoquote in % (statistischer Jahresbeitrag, Nettogeschäft) 6,3 4,5 6,9 3,9 8,3 2,2 Stornoquote in % (Anzahl, Gesamtgeschäft) Stornoquote in % (Anzahl, Nettogeschäft) Kapitalanlagen* Bestand (in TEUR) Laufende Durchschnittsverzinsung (in %)** 3,6 5,1 4,7 Nettoverzinsung (in %)** 5,0 3,3 5,1 3-Jahresmittel-Nettoverzinsung (in %)** 4,4 4,3 3,0 Solvabilitätsquote (in %) Angestellte Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) * ohne Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Lebensversicherung ** ermittelt gemäß Empfehlung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. 15,2 2,4 13,2 2,6 10,2 1,3 Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen zum Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwertes der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen zum Reserven der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen zum ,76 EUR ,00 EUR ,24 EUR

7 Geschäftsbericht Transparent Ehrlichkeit und Nachvollziehbarkeit sind die Grundlagen von Vertrauen. Deshalb sind unsere Produkte, Tarife und Bedingungen nicht nur kostengünstig gestaltet, sondern vor allem verständlich. Von unseren Briefen bis in die Details der Versicherungsbedingungen verfolgen wir den gleichen Ansatz: immer verständlich und auf den Punkt gebracht. In unserer Kundenkommunikation findet sich kein Versicherungs-Chinesisch. Unsere Anschreiben und Versicherungsbedingungen wurden überarbeitet und von überflüssigen und unverständlichen Formulierungen befreit. Im direkten Kundenkontakt verfolgen wir ebenfalls eine klare Ansprache. So erwartet unsere Kunden kein Callcenter mit oberflächlichen Auskünften. Bei uns erreichen sie stets den zuständigen Mitarbeiter, der persönlich Auskunft gibt. Bei unseren Rentenversicherungen erhalten unsere Kunden einen ersten Überblick über ihr Vertragsguthaben nicht erst nach einem Jahr, sondern bereits nach den ersten 3 Monaten. Den bisher eingezahlten Beiträgen wird der aktuelle Wert des Vertragsguthabens gegenübergestellt. Klar und leicht nachvollziehbar. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, die Entwicklung des Vertragsguthabens für unsere Kunden transparent zu gestalten. Auch Kosten sind für uns kein Tabuthema: Im Produktinformationsblatt weisen wir die in den Versicherungsverträgen enthaltenen Verwaltungskosten nicht in Prozent, sondern konkret in Euro aus. Die Gesamtkostenquote informiert zudem über die Kostenbelastung des Vertrages.

8 8 Geschäftsbericht 2012 Organe der mylife Lebensversicherung AG Mitglieder des Aufsichtsrates Dr. Thomas Schmitt, Königstein, Deutschland (ab ) Aufsichtsratsvorsitzender Vorstand Augur Capital AG, Deutschland Andreas Benninger, Stuttgart, Deutschland (ab ) Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Managing Director Augur Capital AG, Deutschland Georg Mehl, Stuttgart, Deutschland (ab ) Aufsichtsratsmitglied Dipl.-Betriebswirt Dr. Michael Renz, Bonn, Deutschland (ab ) Aufsichtsratsmitglied Aktuar Helge Mattern, Oberweser, Deutschland Arbeitnehmervertreter Angestellter der mylife Lebensversicherung AG, Deutschland Stefan Weiland, Rosdorf, Deutschland Arbeitnehmervertreter Angestellter der mylife Lebensversicherung AG, Deutschland Hans Pletinckx, Brüssel, Belgien (bis ) Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender CFO Ageas Insurance Continental Europe, Belgien Rogier Peters, Kuala Lumpur, Malaysia (bis ) Aufsichtsratsmitglied CRO etiqa Insurance, Kuala Lumpur, Malaysia Dirk Billemon, Luxemburg, Luxemburg (bis ) Aufsichtsratsmitglied CEO Ageas Luxembourg Assurance, Luxemburg Mitglieder des Vorstandes Dipl.-Kaufmann Michael Dreibrodt, Göttingen, Deutschland Vorstandsvorsitzender Versicherungsbetriebswirt (DVA) Michael Mebesius, Nieder-Olm, Deutschland (bis ) Rechtsanwalt Holger Kreuzkamp, Gleichen, Deutschland (ab ) Steven Braekeveldt, Brüssel, Belgien (bis ) Aufsichtsratsvorsitzender CEO Ageas Insurance Continental Europe, Belgien Verantwortlicher Aktuar Dipl.-Informatiker Peter Ellrott, Göttingen, Deutschland

9 Geschäftsbericht Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2012 eingehend mit der Gesamtlage der Gesellschaft befasst, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstandes der Gesellschaft laufend überwacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 wurde der Aufsichtsrat in den Aufsichtsratssitzungen und zusätzlich in Einzelgesprächen mit dem Vorstand der Gesellschaft über die Situation der Lebensversicherungsgesellschaft, über aktuelle geschäftspolitische Entscheidungen sowie über die Entwicklung des laufenden Geschäfts informiert. Neben der Erörterung aller wichtigen geschäftlichen Einzelvorgänge und den aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäften waren Gegenstände der Beratung insbesondere die Strategieentwicklung, die weitere Förderung des Neugeschäfts und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Der Aufsichtsrat hat die ihm durch den Vorstand vorgelegten, nach Gesetz oder Satzung zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorgänge geprüft und sein Votum abgegeben. Er hat regelmäßig die Einhaltung der unternehmenseigenen Verhaltensregeln, aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sowie der übrigen unternehmensrelevanten Gesetze und Richtlinien (Compliance-Regelungen) überwacht. Darüber hinaus hat er den Vorstand beraten und Empfehlungen ausgesprochen. Der Aufsichtsrat ist seiner Aufgabe zur Überwachung und Beratung des Vorstandes nachgekommen. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der mylife Lebensversicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat geprüft. Jahresabschluss und Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass sich der Jahresabschluss mit den ordnungsgemäß geführten Büchern und den gesetzlichen Vorschriften in Übereinstimmung befindet. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat darüber hinaus ergeben, dass der Vorstand die nach 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Risikofrüherkennung in geeigneter Weise getroffen hat und das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Der Prüfungsbericht weist keine Beanstandungen auf. Der Lagebericht stellt den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft zutreffend dar. Nach dem Gesamtergebnis der Abschlussprüfung hat der Abschlussprüfer dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 der mylife Lebensversicherung AG samt Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß 322 HGB erteilt. Der aufgestellte Abhängigkeitsbericht nach 312 AktG wurde durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß 312 AktG ist mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen, wonach die tatsächlichen Angaben in dem Abhängigkeitsbericht richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Lebensversicherungsgesellschaft nicht unangemessen hoch waren. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen des Vorstandes gemäß 312 AktG sowie den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits gemäß 314 Abs. 2 AktG geprüft und erstattet hiermit der Hauptversammlung seinen Bericht. Der Prüfungsbericht über den Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß 312 AktG haben dem Aufsichtsrat vorgelegen, der von den Prüfungsergebnissen nach eingehender Prüfung zustimmend Kenntnis genommen hat. Der Jahresabschlussprüfer hat an der Jahresabschlusssitzung des Aufsichtsrates am 17. Mai 2013 teilgenommen, über die Prüfung berichtet und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat billigt den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, der damit festgestellt ist. Göttingen, 17. Mai 2013 Der Aufsichtsrat Dr. Thomas Schmitt Vorsitzender

10 10 Geschäftsbericht 2012 Wegweisend Die Zeit ist reif für eine neue Art der Versicherung. Eine, die transparent und kostenoptimiert Kunden das bietet, was sie wollen: Top-Leistungen. Unsere Netto-Produkte enthalten keinerlei Beratungs-, Provisions- oder Vertriebskosten. Dadurch fließt von Anfang an mehr Geld direkt in die Rentenverträge unserer Kunden. Durch den Zinseszins-Effekt profitieren sie von einer deutlich höheren Ablaufleistung als bei marktüblichen Brutto-Tarifen. In Kombination mit passiven Fonds, sogenannten Exchange Traded Funds (ETFs), die auf ein aktives Fondsmanagement und die damit verbundenen Kosten verzichten, lässt sich dieser Effekt sogar noch verstärken. Mit über 90 ETFs bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches ETF-Portfolio, welches alle wesentlichen Assetklassen abdeckt. Bei all unseren Produkten steht stets das Kundenbedürfnis im Mittelpunkt. So setzen wir im Bereich Risikovorsorge auf natürliche Beiträge. Denn im Gegensatz zu üblichen Berufsunfähigkeitsversicherungen bezahlen unsere Kunden keine gleichbleibenden Beiträge über die gesamte Laufzeit, sondern nur den Beitrag, der das aktuelle Risiko abdeckt. Damit sind die Beiträge vor allem für junge Leute sehr günstig. So ermöglichen wir jungen Menschen, die in Ausbildung oder Studium sind oder ihre ersten Schritte ins Berufsleben unternehmen, eine ausgezeichnete Risikoabsicherung zu geringen Kosten.

11 Geschäftsbericht Lagebericht des Vorstandes Geschäftsentwicklung 2012 Überblick Auch in 2012 blieb der Finanzsektor von den ökonomischen Folgen der Finanzkrise betroffen. Dennoch ist mit einer Beitragseinnahme von 84,1 Mrd. EUR der Lebensversicherungsmarkt in Deutschland basierend auf den Informationen des GDV leicht um etwa 1 % gewachsen. Erfreulicherweise konnten wir die Beitragseinnahmen um 4,8 % steigern. Dies gelang durch unsere Wachstumsstrategie im Bereich der sogenannten Nettoprodukte, deren Neugeschäftsvolumen weiterhin sehr erfreulich ist. Unsere Produkte erfüllen die Eigenschaften transparent, lebensbegleitend, wegweisend als gelebte Markenwerte und sind deshalb im Bereich der Nettotarife exzellent positioniert. Vergütungsformen und Beratungsqualität sind auch in 2012 wesentliche Themen der öffentlichen Debatte zur Stärkung des Vertrauens in den Finanzsektor geblieben. Unsere strategische Positionierung in diese Richtung mit den hier vorgenommenen Investitionen wird dadurch bestätigt. Damit wurde das Gesamtergebnis um 16,2 % gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert, obwohl die Bedingungen am Kapitalmarkt durch die bekannten Probleme in der Eurozone auch in 2012 erschwert blieben. Wir danken unseren Kunden, Vertriebspartnern und Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die erfolgreiche Zusammenarbeit. Unser Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren sehr engagierten Einsatz und hervorragende Leistungen. Markt für Lebensversicherungen Das Jahr 2012 brachte für die gesamte Versicherungswirtschaft, aber auch speziell für den Teilmarkt der Lebensversicherungen eine Vielzahl an Negativeffekten mit sich. Diese ergaben sich zum einen aus der anhaltenden Diskussion um das traditionelle Geschäftsmodell und der hier belastenden Niedrigzinsphase. Unsere Gesellschaft ist von diesen Effekten aufgrund der Bestandsstruktur und ihrer Geschäftsfelder weniger stark tangiert als andere Marktteilnehmer, wenn auch insgesamt diese Grundsatzdiskussion nicht förderlich für die Marktentwicklung im Bereich der privaten Vorsorgelösungen ist. Am Beispiel der in der Öffentlichkeit stark diskutierten Thematik der Bewertungsreserven wird eine Verunsicherung deutlich, die von Themen wie Unisex-Tarifierung, Bildung von Zinszusatzreserven und weiteren höchstrichterlichen Urteilen begleitet wird. Zum anderen verzeichnet der Versicherungssektor einen Reputationsverlust, der sich im Zuge der Finanzkrise ergeben hat, aber auch ein Ergebnis diverser Negativ- Schlagzeilen aus einzelnen Unternehmen ist. Wir können uns als Marktteilnehmer dieser generellen Wahrnehmung nicht vollständig entziehen, sind jedoch der Ansicht, dass die von uns gewählte Strategie auch in der Kommunikation mit unseren Kunden und Geschäftspartnern richtig ansetzt: Hohe und verlässliche Produktqualität sowie transparentes Verhalten legen die Grundlage für stabile Geschäftsbeziehungen. Der Markt der Nettoprodukte und damit verbunden die Wahrnehmung sich verändernder Verbrauchererwartungen ist das von uns adressierte Marktsegment, wobei wir unser Unternehmen hier sehr gut ausgerichtet sehen. Zur Untermauerung leben wir in der täglichen Praxis unsere Markenwerte, wo immer möglich: transparent, wegweisend, lebensbegleitend. Neugeschäft/Bestand Das Neugeschäft gemessen an den laufenden Beiträgen des Zugangs ist trotz Rückgang gegenüber dem vom Rechnungszins-Schlussverkauf geprägten starken Vorjahr weiterhin sehr positiv verlaufen (2.597 TEUR statt TEUR). Hierzu trug vor allem unser flexibles Rentenprodukt mylife Aktiv bei. Der laufende Jahresbeitrag beträgt nun TEUR nach TEUR im Vorjahr (+8,0 %). Die Versicherungssumme im Bestand (Hauptversicherungen) wuchs um 3,6 % auf Mio. EUR (Vorjahr: Mio. EUR). Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 waren Verträge (Vorjahr Verträge) im Bestand. Hierin enthalten sind Verträge (Vorjahr: Verträge) aus dem auslaufenden Geschäftsfeld der Kreditkartenversicherungen, das gemessen am Beitrag insgesamt jedoch einen nur sehr geringen Anteil von 0,25 % am Gesamtgeschäft ausmacht. Bereinigt um diesen Effekt, verzeichnen wir einen deutlichen Bestandsanstieg um 7,4 %. Das Geschäftsjahr 2012 war gekennzeichnet durch den weiteren Ausbau im Bereich des Nettogeschäfts. Dabei hat sich die Nachfrage nach Netto-Produkten weiterhin erfreulich gesteigert. Das Einmalbeitragsgeschäft inkl. Zuzahlungen ist mit TEUR (Vorjahr: TEUR) nahezu konstant geblieben, der prozentuale Anteil am Gesamtbeitragsvolumen sank von 68,7 % auf 66,4 %.

12 12 Geschäftsbericht 2012 Der überwiegende Teil dieser Beiträge entfällt dabei auf Restschuldversicherungen. Beiträge Aus den oben genannten positiven Entwicklungen ergab sich für 2012 eine Bruttobeitragseinnahme von 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 44,2 Mio. EUR). Dies entspricht einem Zuwachs von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Gebuchte Beiträge in Mio. EUR , , , , , , , , Leistungen und Kosten Für Versicherungsleistungen (Zahlungen für Versicherungsfälle) wurden im Jahr 2012 brutto TEUR (Vorjahr TEUR) aufgewendet. Der Anteil der Rückversicherer daran betrug insgesamt TEUR (Vorjahr: TEUR), sodass an Zahlungen für Versicherungsfälle netto TEUR (Vorjahr: TEUR) angefallen sind. Die Stornoquote nach statistischem Jahresbeitrag im Gesamtbestand beträgt 6,3 % (Vorjahr: 6,9 %) und ist damit erneut deutlich zurückgegangen. Die wachsende Stornoquote nach Anzahl in Höhe von 15,2 % (Vorjahr: 13,2 %) wird wesentlich beeinflusst vom Geschäftszweig Restschuldversicherung, da dort technisch bedingt Aufstockungen der abgesicherten Darlehenssumme jeweils als Kündigung und Neuzugang behandelt werden. Dies belastet die Quote sehr stark und verzerrt den Blick auf die tatsächlichen Stornozahlen. Isoliert betrachtet weist das Nettogeschäft eine sehr viel niedrigere Stornoquote nach Anzahl aus: 2,4 % (Vorjahr: 2,6 %) spiegeln unsere tatsächliche Geschäftsqualität und die Kundenzufriedenheit wider. Als Ergebnis unseres Kostenmanagements konnten wir das Wachstum erneut mit verringerten Verwaltungskosten bewältigen, sodass sich die Verwaltungskostenquote gemessen an den gebuchten Bruttobeiträgen wiederholt deutlich auf nunmehr 5,8 % reduziert. Verwaltungskostenquote in % , , , ,2 Bezogen auf unser Nettogeschäft erreichen wir noch wesentlich niedrigere Quoten. So hat sich die entsprechend auf das Nettogeschäft bezogene Verwaltungskostenquote mit 1,1 % gegenüber dem Vorjahr (3,3 %) höchst erfreulich entwickelt. Da in unseren Nettoprodukten keinerlei vertriebliche Abschlusskosten einkalkuliert und die Anfangsinvestitionen weitestgehend erfolgt sind, ist auch die auf das Nettogeschäft bezogene Abschlusskostenquote gemessen an der Beitragssumme des Neugeschäfts mit 1,9 % (Vorjahr 2,6 %) nochmals gesunken. Kapitalanlagen Die Kapitalanlagen sind in 2012 aufgrund des Beitragszugangs um 13,3 % (Vorjahr: 1,7 %) auf 84,3 Mio. EUR (Vorjahr: 74,4 Mio. EUR) gestiegen. An Erträgen aus Kapitalanlagen sind insgesamt 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) geflossen. Diesen stehen Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) gegenüber, sodass wir trotz volatiler Kapitalmärkte mit einer erfreulichen Nettoverzinsung von 5,0 % (Vorjahr: 3,3 %) abschließen konnten. Auswirkungen von Wechselkursschwankungen haben wir weitgehend ausgeschlossen. Lediglich bei Anlagen in Private Equity Fonds im sonstigen Vermögen haben wir einige auf US-Dollar basierende Positionen, die allerdings keine wesentlichen Währungskurseffekte zeigten. Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Fondspolicen stiegen von 30,8 Mio. EUR auf 40,4 Mio. EUR. Das Wachstum resultiert zu 8,2 Mio. EUR aus Neuzugängen (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR), zu 3,7 Mio. EUR aus Wertsteigerungen (Vorjahr 1,7 Mio. EUR Wertverluste) und zu 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) aus der Zuführung zum Überschusssystem Fondsanlage. Aus Rückkäufen bzw. Leistungen waren 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR) zu verzeichnen. 7,9 6,9 6,3 5,

13 Geschäftsbericht Versicherungstechnische Rückstellungen Die versicherungstechnischen Rückstellungen stiegen auf 67,9 Mio. EUR an (Vorjahr: 61,1 Mio. EUR). Im Wesentlichen beinhalten diese die Nettodeckungsrückstellung in Höhe von 65,7 Mio. EUR (Vorjahr: 59,4 Mio. EUR). Ergebnis Das versicherungstechnische Ergebnis vor Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung stieg im Geschäftsjahr um 895 TEUR auf TEUR (Vorjahr: TEUR) an. In diesem Ergebnis ist die Zuführung zur Zinszusatzreserve in Höhe von 510 TEUR enthalten. Das sonstige Ergebnis ist mit 63 TEUR bedingt durch einen Rückgang in den Erträgen aus Dienstleistungsverrechnung leicht negativ (Vorjahr +205 TEUR). Nach Steuern verbleibt dennoch ein erfreulicher Jahresüberschuss von 786 TEUR (Vorjahr: 676 TEUR), der in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen wird. Solvabilität Unsere Eigenmittelausstattung lag per mit 19,1 Mio. EUR (285 % des Solvabilitätssolls) erneut deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und ist damit weiterhin Ausdruck der Kapitalstärke unseres Unternehmens. Bewertungsreserven wurden in die Berechnung nicht einbezogen. Nach wie vor nehmen wir hiermit im Marktvergleich eine ausgezeichnete Position ein. Personal Am Jahresende beschäftigte die Gesellschaft 48 (Vorjahr: 50) fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Wir investieren weiterhin in Ausund Weiterbildung, stellen jährlich neue Auszubildende ein und fördern gezielt die Weiterentwicklung. Verbundene Unternehmen Die Gesellschaft stand in 2012 zur Augur Financial Holding Sechs GmbH & Co. KG (ab dem ) und zur Ageas Insurance International N.V. (bis zum ) aufgrund einer Mehrheitsbeteiligung in einem Abhängigkeitsverhältnis gemäß 17 AktG. Der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß 312 AktG wurde aufgestellt und schließt mit folgender Erklärung: Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen im Sinne des 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen. Nachtragsbericht Mit Wirkung zum ist Holger Kreuzkamp zum neuen Vorstandsmitglied ernannt worden. Herr Michael Mebesius schied zum aus dem Vorstand aus. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Zugehörigkeit zu Verbänden Die Gesellschaft ist Mitglied des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin, sowie Mitglied des Versicherungsombudsmann e. V., Berlin.

14 14 Geschäftsbericht 2012 Lebensbegleitend Wer sich für eine Absicherung entscheidet, plant seine Zukunft. Aber welche Zukunft lässt sich schon genauestens planen. Welche Veränderungen wirklich eintreten oder auch nicht, entscheidet das Leben. Unsere Tarife sind auch im Nachhinein flexibel anpassbar. Statt starrer vertraglicher Ansparrichtlinien erhalten Sie bei uns eine lebensbegleitende Lösung. Unsere Rententarife sind rundum flexibel: Unsere Kunden können Ihre Beiträge reduzieren, aussetzen oder fortlaufend erhöhen, Zuzahlungen leisten und (bei Rententarifen) Teilauszahlungen entnehmen ganz wie es zur aktuellen Lebenssituation passt. Die Rentenleistung können sie sogar vorzeitig bis zu sieben Jahre vor dem ursprünglich vereinbarten Auszahlungszeitpunkt abrufen oder den Rentenbeginn jährlich hinausschieben. Bei dem Tarif mylife Aktiv können unsere Kunden zudem die Beitragsaufteilung zwischen den Anlageformen Deckungskapital und Fondsanlage beliebig festlegen und monatlich kostenlos ändern. Somit können unsere Kunden während der gesamten Ansparzeit ihre Gewichtung an eine veränderte Kapitalmarktrendite, eine neue persönliche Lebenssituation oder eine aktuelle Markteinschätzung anpassen. Im Bereich Risikovorsorge bieten unsere Tarife auch im Nachhinein die Möglichkeit, sich an neue Lebenssituationen anzupassen: So können unsere Kunden den Schutz zum Beispiel bei Heirat, Geburt eines Kindes oder beim Erwerb eines Eigenheims ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen.

15 Risikomanagement und Risiken der zukünftigen Entwicklung Geschäftsbericht Entsprechend der Vorgaben des Gesetzgebers in 91 (2) des Aktiengesetzes sowie entsprechend der Vorschriften des 55c des Versicherungsaufsichtsgesetzes hat die Gesellschaft ein Risikofrüherkennungs- und Risikomanagementsystem als integralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung eingerichtet. Darüber hinaus wird laufend an der Umsetzung der Vorschriften zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement in deutschen Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gearbeitet. Ziele und Methoden des Risikomanagements Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, durch frühzeitige Identifikation, Analyse und Bewertung potenzieller Risiken geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Risiken in angemessener Weise zu steuern. Dies gilt insbesondere für Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung oder den Fortbestand unseres Unternehmens haben könnten. Insbesondere achten wir darauf, dass jederzeit eine ausreichende Eigenmittelausstattung zur Bedeckung des aufsichtsrechtlich geforderten Solvabilitätssolls besteht. Alle erkannten und erfassten Risiken der Gesellschaft werden vom Risikomanager der Gesellschaft in einem eigenen Risikomanagementsystem überwacht und bewertet. Über die Ergebnisse der Risikoanalyse wird monatlich im Rahmen der Vorstandssitzung sowie quartalsweise an den Aufsichtsrat berichtet. Bei außergewöhnlichen Ereignissen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand sowie den Aufsichtsrat. Das System kommt daher bei allen relevanten Unternehmensentscheidungen angemessen zum Tragen. Bei der Erfassung und Bewertung der einzelnen Risikoarten folgen wir dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 5-20 und kategorisieren die Risiken nach: versicherungstechnischen Risiken, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, Risiken aus Kapitalanlagen, operationalen Risiken und sonstigen Risiken. Versicherungstechnische Risiken Biometrische Risiken Zur Bewertung der biometrischen Risiken (d. h. Sterblichkeit bzw. Lebenserwartung, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, Invalidität) stützt sich die Gesellschaft sowohl bei der Tarifkalkulation als auch bei der laufenden Bewertung dieser Risiken aus dem Versicherungsbestand auf anerkannte Wahrscheinlichkeitstafeln der Deutschen Aktuarvereinigung DAV. Diese haben sich als angemessen und ausreichend erwiesen. Um dem veränderten Langlebigkeitsrisiko in der Rentenversicherung Rechnung zu tragen, haben wir entsprechende Mittel der Deckungsrückstellung zugeführt. Dabei haben wir die von der Deutschen Aktuarvereinigung vorgeschlagene Interpolation zwischen den Tafeln DAV 2004 R-BST und DAV 2004 R-B20 für das Jahr 2012 angewendet. Bei einer weiteren Verbesserung der Langlebigkeit kann es zu weiteren Zuführungen der Deckungsrückstellung kommen. Darüber hinaus hat unsere Gesellschaft ein ausgewogenes und auf unsere Größe und unser Versicherungsgeschäft zugeschnittenes Rückversicherungsprogramm, das laufend unter Risiko- und Ertragsgesichtspunkten angepasst wird. Ergänzend erfolgt die Einschätzung der medizinischen Risiken in enger Abstimmung mit unseren Rückversicherern. Stornorisiko Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen für das veränderte Langlebigkeitsrisiko in der Rentenversicherung legen wir angemessene Stornowahrscheinlichkeiten zugrunde, die auf Basis der Stornostatistik der vergangenen 3 Jahre ermittelt wurden. Dem Vertragsstorno begegnen wir zum einen bei der Vermittlerauswahl mit der Anwendung strenger Qualitätsstandards hinsichtlich Zuverlässigkeit und fachlicher Eignung. Zum anderen achten wir bei der Gestaltung von Angebots- und Vertragsunterlagen auf hohe Transparenz und Verständlichkeit unserer Versicherungsleistungen.

16 16 Geschäftsbericht 2012 Die Erwartung, dass die aktuelle Finanzkrise und die damit verbundene Konjunktureintrübung das Storno erheblich erhöht, ist erfreulicherweise nicht eingetreten. Im Segment der Restschuldversicherung ist durch eine steigende Nachfrage nach Kreditaufstockungen eine technisch bedingte Erhöhung der Stornoquote zu verzeichnen, da Aufstockungen technisch durch vorhergehende Vertragsbeendigung durchgeführt werden. Eine positive Wirkung auf das Stornorisiko hat auch weiterhin wie schon im Vorjahr mit sehr geringem Storno das sehr bestandsfeste aus Honorarberatung entstandene Geschäft. Zinsgarantierisiko Im Rahmen der Geschäftsplanung und der getroffenen Entscheidungen über die Beteiligung der Versicherungsnehmer an Überschüssen wurden die Zinsgarantiezusagen genau beziffert und deren Erfüllbarkeit anhand einer sorgfältigen, vorsichtigen und volkswirtschaftlich begründeten Einschätzung der Kapitalmärkte überprüft. Im Rahmen des Asset-Liability-Managements wird die Rendite laufend überwacht. Weiterhin niedrige bzw. fallende Zinsen werden zu Nachreservierungen in der Deckungsrückstellung (Zinszusatzreserve) führen. Aufgrund der hohen Solvabilität der Gesellschaft und deren konservativer Anlagepolitik besteht jedoch auch in der aktuellen Niedrigzinsphase für die Erfüllung von Garantiezusagen keine Gefährdung. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Am Bilanzstichtag bestanden ausstehende Forderungen mit mehr als 90 Tage zurückliegendem Fälligkeitszeitpunkt in Höhe von 6 TEUR (ausstehende Forderungen gesamt: 22 TEUR). Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen 3 Jahre betrug 4 %. Dem Risiko des Forderungsausfalls bei Außenständen von Versicherungsnehmern wird organisatorisch durch ein internes Inkasso- und Mahnwesen begegnet. Grundsätzlich stellt jedoch ein möglicher Ausfall von Forderungen an Versicherungsnehmer kein bedeutendes Risiko für ein Lebensversicherungsunternehmen dar. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR gegenüber Rückversicherungsunternehmen mit dem Standard & Poor s Rating A bzw. A. Risiken aus Kapitalanlagen Den Risiken aus Kapitalanlagen begegnen wir durch die konsequente Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze. Auch in 2012 haben wir unsere strategischen Anlagerichtlinien überarbeitet und eine weitere Reduktion von Risikopotenzialen vorgenommen. Neben der jährlich zu adjustierenden grundsätzlichen Ausrichtung wird das Anlageportfolio kontinuierlich analysiert und bewertet, sodass die Risikolage jederzeit erkennbar ist. Im Einzelnen werden dabei folgende Kapitalanlagerisiken berücksichtigt: Marktrisiko Aufgrund der schwierigen Situation auf den Finanzmärkten haben wir den Aktienanteil in unserem Portfolio stark begrenzt. Der besonderen Volatilität während der Finanzkrise haben wir mit zusätzlichen Controlling-Instrumenten und zeitnahen Entscheidungen Rechnung getragen. Dem Marktrisiko wird z. B. durch Laufzeitenstreuung und Steuerung von Währungsrisiken konsequent begegnet. Zur Überprüfung des Marktrisikos wurde für das Geschäftsjahr 2012 ein Stresstest in der von der Aufsichtsbehörde vorgeschriebenen Version durchgeführt. Der Test wurde in allen Szenarien mit folgenden Ergebnissen bestanden: Szenario Überdeckung Isoliertes Rentenszenario, Renten 10 % 7,0 % Isoliertes Aktienszenario, Aktien 18 % 9,0 % Kombiniertes Renten-/Aktienszenario, Renten 5 %, Aktien 13 % 7,6 % Kombiniertes Immobilien-/Aktienszenario, Aktien 13 %, Immobilien 10 % 9,2 %

17 Geschäftsbericht Bonitätsrisiko Unser Unternehmen begegnet den Bonitätsrisiken mit der internen Vorgabe, nur in Wertpapiere mit Investment Grade Rating (Ratingkategorie AAA bis BBB) zu investieren. Die externen Ratings der Agenturen Standard & Poor s, Moody s und Fitch werden börsentäglich aktualisiert und überwacht, um bei Veränderungen zeitnah reagieren zu können. Mit einer breiten Streuung in der Anlageklasse der Unternehmensanleihen und verstärkter Anlage in Pfandbriefen begegnen wir generell dem Bonitätsrisiko. Anlagen in Staatsanleihen aus krisengeschüttelten EURO-Peripherieländern haben wir nicht vorgenommen. Darüber hinaus werden Bargeldbestände zur Vermeidung eines Konzentrationsrisikos bei verschiedenen Banken gehalten. Liquiditätsrisiko Durch eine auf Monats- und Jahresbasis durchgeführte Liquiditätsplanung wird die jederzeitige Erfüllbarkeit der Zahlungsverpflichtungen unserer Gesellschaft sichergestellt. Die zeitliche und quantitative Abstimmung des Kapitalanlagebestandes und der laufenden Zahlungsströme mit den Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft wird mithilfe unseres Asset-Liability-Managements gesteuert. Operationale und sonstige Risiken Den Risiken, die aus menschlichem Versagen resultieren können, wirken wir durch detaillierte Verhaltensrichtlinien entgegen, deren Einhaltung durch den Compliance- Beauftragten überwacht wird. Die Maßnahmen umfassen auch die Geldwäscheprävention sowie die Prävention doloser Handlungen. Rechtliche Risiken, die aus Rechtsprechung und Gesetzgebung oder aus veränderten gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen entstehen können, unterziehen wir einer laufenden Beobachtung. Mögliche Auswirkungen externer Einflussfaktoren werden von uns mithilfe klassischer Controlling-Instrumente überwacht. Die Analyse von Planabweichungen soll frühzeitige Reaktionen auf Veränderungen unseres Umfeldes sicherstellen und der geeigneten Auswahl von entsprechenden Maßnahmen dienen. Zusammenfassung der Risikolage Abschließend stellen wir fest, dass uns derzeit keine Anhaltspunkte für Entwicklungen vorliegen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig negativ beeinflussen oder den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Funktionsfähigkeit und Ordnungsmäßigkeit der internen Prozesse und Verfahren stellen wir durch eine Vielzahl von Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen sicher. In sämtlichen Geschäftsprozessen sind wir in hohem Maße auf den Einsatz von Systemen der Informationstechnologie (IT) angewiesen. Unser Hauptaugenmerk ruht daher auf der IT-Sicherheit, die insbesondere durch Betriebsstörungen und -unterbrechungen, Datenverluste und externe Angriffe auf unsere Systeme gefährdet sein kann. Diesen Risiken begegnen wir durch umfassende Schutzvorkehrungen, Notfallplanungen, vollständige redundante Datenhaltung in Echtzeit, Back-up-Lösungen, ein mehrstufiges Firewallsystem und andere Zugangskontrollen. Zur Notfallsicherung im IT-Bereich haben wir in 2012 weitere Investitionen vorgenommen und umfangreiche Tests durchgeführt.

18 18 Geschäftsbericht 2012 Ausblick Auch für das Geschäftsjahr 2013 rechnen wir mit weiteren marktbedingten Herausforderungen, die wir mit einem adäquaten Risikomanagement frühzeitig identifizieren und mittels unserer situativ schnellen Anpassungsfähigkeit annehmen werden. Als bereits sichtbare marktgetriebene Herausforderungen sind die anhaltende Euro-Krise, das aktuelle Niedrigzinsniveau sowie die Reputationsproblematik in der Versicherungswirtschaft zu nennen. Die Marktentwicklung hin zu mehr Transparenz und alternativen Vertriebsformen wird weiterhin den Ausbau unseres Geschäftsfeldes Nettoprodukte unterstützen. Außerdem werden wir verstärkt neue Kundengruppen und Marktbereiche über alternative Vertriebsformen erschließen. Daneben werden wir planmäßig als zukunftssichernde Maßnahmen die konsequente Mitarbeiteraus- und -weiterbildung fördern und in den Führungsnachwuchs investieren. Zusammenfassend gehen wir für den Betrachtungszeitraum bis 2014 aufgrund der strategisch konsequenten Aufstellung und der operativen Umsetzungsstärke des Unternehmens von weiterhin über dem Marktdurchschnitt liegender Beitragsentwicklung und laufenden Ergebnisverbesserungen aus. Für die Nettoverzinsung aus Kapitalanlagen erwarten wir ein Ergebnis leicht unter Vorjahresniveau. Die bisherige Geschäftsentwicklung im Jahr 2013 unterstreicht diese Erwartungen. Weitere Angaben zum Lagebericht Versicherungszweige und -arten Die Gesellschaft betreibt im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft die folgenden Versicherungszweige und -arten: 1. Lebensversicherung: Hauptversicherungen: Risikolebensversicherung, Kapitallebensversicherung, Versicherungen im Rahmen der Vermögensbildungsgesetze, Rentenversicherung, Restschuldversicherung, selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfalltodzusatzversicherung Zusatzversicherungen: Berufs- und Erwerbsunfähigkeitszusatzversicherung, Zeitrenten-/Hinterbliebenenrentenzusatzversicherung, Arbeitsunfähigkeitszusatzversicherung 2. Fondsgebundene Lebensversicherung (auch im Rahmen des Altersvermögensgesetzes) Es wurde kein Geschäft in Rückdeckung übernommen.

19 Geschäftsbericht

20 20 Geschäftsbericht 2012 A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen im Geschäftsjahr 2012 Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft (nur Hauptversicherungen) Anzahl der Versicherungen Lfd. Beitrag für ein Jahr in TEUR (Haupt- und Zusatzversicherungen) Einmalbeitrag in TEUR (nur Hauptversicherungen) Versicherungssumme bzw. 12-fache Jahresrente in TEUR I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres II. Zugang während des Geschäftsjahres 1. Neuzugang a) Eingelöste Versicherungsscheine b) Erhöhungen der Versicherungssummen (ohne Pos. 2) (1.556) Erhöhungen der Versicherungssummen durch Überschussanteile (16) Übriger Zugang (2.040) Gesamter Zugang III. Abgang während des Geschäftsjahres 1. Tod, Berufsunfähigkeit etc Ablauf der Versicherung/Beitragszahlung Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen Sonstiger vorzeitiger Abgang Übriger Abgang (420) Gesamter Abgang IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen) Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme bzw. 12-fache Jahresrente in TEUR 1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres davon beitragsfrei Bestand am Ende des Geschäftsjahres davon beitragsfrei C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen Zusatzversicherungen insgesamt Unfall-Zusatzversicherungen Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme bzw. 12-fache Jahresrente in TEUR Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme in TEUR 1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres Bestand am Ende des Geschäftsjahres ) Kapitalversicherungen (einschließlich Vermögensbildungsversicherungen) ohne Risikoversicherungen und sonstige Lebensversicherungen 2) Rentenversicherungen (einschließlich Berufsunfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen) ohne sonstige Lebensversicherungen

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