Das Brennstoffzellen postauto Ein emissionsfreier Antrieb für unsere Umwelt

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1 Das Brennstoffzellen postauto Ein emissionsfreier Antrieb für unsere Umwelt Der Film über das Brennstoffzellenpostauto: Webcode Mit der Unterstützung von

2 Das Brennstoffzellenpostauto Ein emissionsfreier Antrieb für unsere Zukunft Die Schweizerische Post Daniel Landolf Mitglied der Konzernleitung und Leiter PostAuto Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Mobilität kostet aber auch Energie. Im motorisierten Verkehr wird diese Energie heute zum Grossteil durch fossile Brennstoffe bereitgestellt. Auch bei der PostAuto Schweiz AG. Sind wir ehrlich: 39 Millionen Liter Diesel verbraucht PostAuto, um seine 121 Millionen Fahrgäste jährlich zu transportieren. Wir tun alles, um die dabei entstehenden Emissionen durch modernste Russpartikelfilter, effiziente Wagenumläufe und sparsamen Verbrauch zu reduzieren. Trotzdem wollen wir in Zukunft auf eine neue Antriebstechnologie setzen: die Brennstoffzelle. Warum? PostAuto engagiert sich für eine nachhaltige Mobilität und hat deshalb auch die Charta der Union Internationale des Transports Publics (UITP) für eine nachhaltige Entwicklung unterschrieben. Das heisst, dass PostAuto auch in Zukunft Fahrgäste in einer intakten Umwelt transportieren möchte. Dieser Vision widerspricht der Verbrennungsmotor, weil er fossile Brennstoffe braucht, die endlich sind, und weil er CO 2 ausstösst, das unsere Umwelt belastet. Die beste und sauberste Technologie für eine Mobilität der Zukunft bietet die Brennstoffzellentechnologie. Deshalb setzt PostAuto als erstes Schweizer Busunternehmen Brennstoffzellen im öffentlichen Verkehr ein. Im Rahmen des Projekts CHIC (Clean Hydrogen In European Cities) sind seit Dezember 2011 in Brugg, Kanton Aargau, fünf Brennstoffzellenpostautos im Einsatz sicher und ökologisch. Fahrgäste sind begeistert von den fehlenden Lärmemissionen, während sich die Natur übers Ausbleiben von CO 2 -Emissionen freut. Wie ein Brennstoffzellenpostauto funktioniert und warum es nichts als Wasserdampf hinterlässt, lesen Sie in dieser Broschüre.

3 Die Brennstoffzelle ist das Energiesystem der Zukunft Die fossilen Brennstoffe werden immer knapper und teurer, während der weltweite CO 2 -Ausstoss weiter zunimmt und die Klimaerwärmung vorantreibt. Da klingt es wie Alchemie, wenn man sich das Prinzip einer Brennstoffzelle vor Augen führt: Aus Wasser wird Treibstoff gewonnen, der nach seinem Verbrauch wieder zu Wasserdampf wird. 2 H 2 + O 2 2 H 2 O, oder zu deutsch: Wasserstoff plus Sauerstoff ergeben Wasser. So lautet die Formel, die 1838 von Christian Friedrich Schönbein aufgestellt wurde und die bis heute die Grundlage der Brennstoffzellentechnologie bildet. Der Clou dabei ist: Wasserstoff und Sauerstoff reagieren in der Brennstoffzelle nur unter Freigabe von elektrischer Energie zu Wasser. Der Energieträger Wasserstoff wird in elektrischen Strom umgewandelt, der beispielsweise zum Antrieb eines Elektromotors genutzt werden kann wie beim Brennstoffzellenpostauto. Als Treibstoff hat Wasserstoff den Vorteil, dass er nicht explosiv ist. Um aus Wasser erst einmal molekularen Wasserstoff zu gewinnen, braucht es ebenfalls Strom. Entscheidend ist also einerseits, wie sauber der Strom ist, der zur Gewinnung des Wasserstoffs im sogenannten Elektrolyseur nötig ist. Im Fall der Brennstoffzellenpostautos stammt dieser aus 100 Prozent erneuerbaren Energien und ist damit CO 2 -neutral. Andererseits ist der Wirkungsgrad zu beachten, also der energetische Nutzen pro Aufwand. Dieser ist in den fünf Brennstoffzellenpostautos etwa doppelt so hoch wie bei Verbrennungsmotoren. Um die Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, verfügt das Brennstoffzellenpostauto über eine Lithium-Ionen-Batterie. Sie dient als Zwischenspeicher für die elektrische Energie. Bremst das Fahrzeug, generieren die Elektromotoren Strom, den sie zurückspeisen in die Batterie. Ein bedeutender Effizienzvorteil für Postautos, die häufig bremsen, anhalten und wieder beschleunigen müssen. Es gibt viele Gründe dafür, dass die Brennstoffzellentechnologie das Energiesystem der Zukunft ist für PostAuto, die Umwelt und die Fahrgäste. «Das Brennstoffzellenpostauto demonstriert eindrücklich, wie eine Mobilität der Zukunft ohne CO 2 -Emissionen aussehen könnte.» Dr. Stefan Oberholzer, Bundesamt für Energie BFE

4 Zahlen und Fakten Projekt «Brennstoffzellenpostauto» 0,5 Meter ist ein Brennstoffzellenpostauto wegen der Brennstoffzelle, der Batterie und den Wasserstofftanks auf dem Dach höher als ein herkömmliches Postauto. 1 Wasserstofftankstelle gibt es in der Schweiz. 5 Brennstoffzellenpostautos sind seit Ende 2011 in und um Brugg im Einsatz. 10 Partner unterstützen das Projekt «Brennstoffzellenpostauto». 11 Millionen Franken hat die Beschaffung der Brennstoffzellenpostautos vom Typ Mercedes-Benz Citaro FuelCELL Hybrid gekostet. 12 Kilogramm Wasserstoff verbraucht das Brennstoffzellenpostauto etwa pro 100 Kilometer. 35 Kilogramm Wasserstoff fassen die Wasserstofftanks des Brennstoffzellenpostautos. 250 Kilometer Reichweite hat das voll getankte Brennstoffzellenpostauto Tonnen CO 2 will PostAuto mit dem Projekt «Brennstoffzellenpostauto» einsparen ist das Projekt «Brennstoffzellenpostauto» zu Ende; frühestens dann werden Brennstoffzellenbusse auch in Serie produziert. Wie funktioniert ein Brennstoffzellenfahrzeug? Schauen Sie unseren Film dazu auf Webcode 10571

5 Die Partner des Brennstoffzellenpostautos Das Bundesamt für Energie BFE finanziert die Erforschung von Brennstoffzellenantrieben und ist für das Projekt ein wichtiger Netzwerkpartner. Der Kanton Aargau fördert das Projekt in Brugg durch den Swisslos- Fonds. Die Europäische Union (EU) unterstützt die emissionsfreie Mobilität im Rahmen ihres Projekts CHIC (Clean Hydrogen In European Cities). Die Schweizerische Post engagiert sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie für das Projekt. Die EvoBus GmbH ist eine Tochter der Daimler AG und Marktführerin in der Herstellung von Brennstoffzellenbussen; von ihr stammen die fünf Brennstoffzellenpostautos. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersucht die Wasserstoffproduktion, deren Einbindung in den Elektrizitätsmarkt und bündelt die Erfahrungen beim Bau der Wasserstofftankstelle für eine zukünftige Multiplikation. Das Paul Scherrer Institut (PSI) berät bei der Tankstellenkonzeption, bringt Erfahrung aus der Brennstoffzellenforschung ein, analysiert die Effizienz der Energiekette und tankt das eigene Brennstoffzellenfahrzeug in Brugg. Die IBB-Gruppe in Brugg liefert Strom natürlich aus 100 Prozent erneuerbaren Energien («naturemade basic»-zertifiziert) und Wasser für die Wasserstoffherstellung. Die Carbagas AG hat in Brugg die erste Wasserstofftankstelle für Busse in der Schweiz gebaut. Webcode 10571

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