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1 IDEAL Lebensversicherung a.g. /// Geschäftsbericht 2006 IDEAL Versicherung AG /// Geschäftsbericht 2006

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3 Die IDEAL ist ausgezeichnet: IDEAL Lebensversicherung a.g. /// Geschäftsbericht 2006

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5 Corporate Governance Bericht der IDEAL Lebensversicherung a.g. für das Geschäftsjahr 2006

6 Corporate Governance Bericht Allgemeines Corporate Governance ist ein Schlagwort, das spätestens im Jahre 2002 mit dem erstmaligen Erlass des Deutschen Corporate Governance Kodex in das Bewusstsein der breiteren deutschen, insbesondere der kapitalmarktinteressierten Öffentlichkeit gerückt worden ist. Unter einer guten Corporate Governance wird nichts anderes verstanden als die verantwortungsvolle Unternehmensführung unter Beachtung aller maßgeblichen rechtlichen Regelungen und hoher Verhaltensmaßstäbe für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Damit werden Grundsätze umschrieben, die für die IDEAL Lebensversicherung a.g. (im Folgenden nur IDEAL Leben genannt) schon seit ihrer Gründung maßgeblich und verpflichtend sind. Sie sind Teil ihres Selbstverständnisses. Aus diesem Grunde sind auch die Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, obwohl er sich in erster Linie an börsennotierte Aktiengesellschaften wendet, für die IDEAL Leben von größter Relevanz. Zur weiteren Vertrauensstärkung auf Seiten ihrer Vereinsmitglieder, Mitarbeiter und Vertriebspartner möchte die IDEAL Leben deshalb der entsprechenden Empfehlung im Deutschen Corporate Governance Kodex folgend im Rahmen ihrer Geschäftsberichte zukünftig jährlich über ihre Corporate Governance berichten. Soweit die IDEAL Leben einige wenige Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht erfüllt, so liegt dies vorrangig in ihrer Rechtsform als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit begründet. Darauf wird nachfolgend jeweils ausdrücklich hingewiesen. Diesem Bericht wird der Deutsche Corporate Governance Kodex (nachfolgend DCGK genannt) in der Fassung vom 12. Juni 2006 zugrunde gelegt. 6

7 Corporate Governance Bericht Mitglieder und Mitgliedervertreterversammlung Oberstes Organ der IDEAL Leben ist die Mitgliedervertreterversammlung. Das in der Satzung festgelegte Wahlverfahren zur Mitgliedervertreterversammlung ist das der Kooptation. Bei diesem Wahlsystem ist die erste Mitgliedervertreterversammlung aus einer Urwahl hervorgegangen, also einer Wahl, an der sämtliche damaligen Vereinsmitglieder teilgenommen haben. Diese aus der Urwahl hervorgegangene erste Mitgliedervertreterversammlung hat die späteren Mitgliedervertreter gewählt und so fort. Die Mitgliedervertreter der IDEAL Leben wählen sich also aus sich selbst heraus auf Vorschlag des Vorstands und/oder Aufsichtsrates. Nahezu alle größeren Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit praktizieren dieses Wahlverfahren. Die Mitgliedervertreterversammlung besteht laut Satzung aus mindestens 20 und höchstens 30 Mitgliedern. Derzeit besteht sie aus 23 Mitgliedervertretern. Die Aufgaben der Mitgliedervertreterversammlung sind insbesondere die Bestellung und Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Festsetzung der Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder und die Mitgliedervertreter und Änderungen der Satzung. Die Mitgliedervertreterversammlung wird satzungsgemäß vom Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet, der sich um deren zügige Abwicklung bemüht und darauf bedacht ist, dass sie nach 4-6 Stunden beendet ist. Der Geschäftsbericht der IDEAL Leben zum Einzel- und Konzernabschluss wird auf der firmeneigenen Website veröffentlicht. Die Veröffentlichung sonstiger vom Vorstand an die Mitgliedervertreterversammlung zu erstattender Berichte oder der Tagesordnung für die Mitgliedervertreterversammlung auf der Internetseite der IDEAL Leben erfolgt hingegen nicht und wird nicht erfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass diese Regelung im Sinne kapitalmarktorientierter Unternehmen und zur sachgerechten Information ihrer Aktionäre erforderlich ist, aber nicht für die Mitgliedervertreter eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Aufgrund der Rechtsform finden die Empfehlungen der Ziff bis des DCGK für die IDEAL Leben keine Anwendung. 7

8 Corporate Governance Bericht Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat Den Empfehlungen und Anregungen des DCGK zum engen Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens entspricht die IDEAL Leben in jeder Hinsicht, auch für die Zukunft. Die vom Aufsichtsrat für den Vorstand erlassene Geschäftsordnung enthält Regelungen, die die Informations- und Berichtspflichten näher festlegt. Darüber hinaus versorgt der Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden diesen selbst und die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates regelmäßig, zeitnah, umfassend und auch eigeninitiativ mit Informationen über alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Es hat sich inzwischen durch geübte Praxis ein Berichtsverfahren etabliert, das insbesondere auch die Vergleichbarkeit der dargestellten Sachverhalte ermöglicht, weil die schriftliche Berichterstattung bestimmten sich immer weiter fort entwickelnden formalen Standards folgt. Folgende Berichte werden regelmäßig erstattet: Vertriebsmonatsberichte, die monatlich dem Aufsichtsratsvorsitzenden zugeleitet werden, und Berichte nach 90 AktG, in denen z.b. der Kapitalanlagebestand und deren Entwicklung dargestellt sind, die dem Gesamtaufsichtsrat vierteljährlich zur Verfügung gestellt werden. Bei den für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der IDEAL Leben abgeschlossenen D&O-Versicherungen ist jeweils ein angemessener Selbstbehalt vereinbart worden. Vorstand Der Vorstand der IDEAL Leben besteht aus drei Mitgliedern. Zu den Geschäftsführungsaufgaben des Vorstands zählen die Festlegung der strategischen Ausrichtung und die Führung des Konzerns, die Planung sowie die Überwachung eines Risikomanagementsystems. Die Arbeit im Vorstand wird von dem Vorstandsvorsitzenden koordiniert. Der Vorstand der IDEAL Leben arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Diese Zusammenarbeit wird von Seiten des Vorstandes verantwortlich von dem Vorstandsvorsitzenden betrieben und von Seiten des Aufsichtsrates von dessen Vorsitzendem, so dass ein reger Informationsaustausch zwischen den Gremien stattfindet und der Aufsichtsrat zeitnah und regelmäßig über die Geschäftsentwicklungen, Finanz- und Ertragslage, Planung und Zielerreichung, Strategie und bestehende Risiken informiert wird. Den Empfehlungen und Anregungen des DCGK in Ziff. 4 wurde und wird weitestgehend entsprochen. 8

9 Corporate Governance Bericht Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wird durch den Aufsichtsrat der IDEAL Leben regelmäßig beraten und geprüft. Die Tantiemeregelung wird jährlich überprüft und die Festvergütung der Vorstandsmitglieder jedes zweite Jahr. Die monetären Vergütungsteile eines Vorstandsmitglieds setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die variablen Vergütungsteile enthalten jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponenten. Eine Gestaltung von variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter ist für einen Versicherungsverein a.g. nicht umsetzbar. Eine nachträgliche Änderung der festgelegten Erfolgsziele bzw. Vergleichsparameter ist jedoch ausgeschlossen. Die Veröffentlichung darüber hinausgehender Informationen betreffend das Vergütungssystem, z.b. im Rahmen eines Vergütungsberichtes nach Ziff des DCGK, erfolgt derzeit nicht und ist auch für die Zukunft nicht geplant, weil nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat ein entsprechender Informationsbedarf der Öffentlichkeit bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit nicht gegeben ist. Jedes Vorstandsmitglied legt dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offen und informiert die anderen Vorstandsmitglieder darüber. Wesentliche Geschäfte sowie Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder, wie Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Letzteres ist in den Anstellungsverträgen der Vorstände geregelt. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der IDEAL Leben hat neun Mitglieder und unterliegt keinen mitbestimmungsrechtlichen Regelungen, d.h. sämtliche Mitglieder wurden von der Mitgliedervertreterversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Daneben ist er unter anderem zuständig für die Bestellung der Mitglieder des Vorstandes und die Festlegung der Vorstandsvergütung sowie für die Prüfung und Feststellung von Jahres- und Konzernabschluss der IDEAL Leben. Darüber hinaus bestellt er gemäß 341 k Abs. 2, 318 Abs. 1 Satz 1 HGB den Abschlussprüfer. Auch die Empfehlungen und Anregungen der Ziff. 5 des DCGK werden von Vorstand und Aufsichtsrat der IDEAL Leben als für die Unternehmensführung der IDEAL Leben maßgeblich betrachtet. Sie wurden und werden demgemäß weitestgehend umgesetzt. Aufsichtsrat und Vorstand sorgen für eine langfristige Nachfolgeplanung. Bestellungen von Vorstandsmitgliedern erfolgen in der Regel jeweils für höchstens vier Jahre. Eine Wiederbestellung vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung soll nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. Die Altersgrenze der Vorstandsmitglieder ist in den Anstellungsverträgen geregelt. Der Aufsichtsrat hat keine Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass er zur Regelung seiner inneren Ordnung keiner Geschäftsordnung bedarf, da er von überschaubarer Größe ist und sich die notwendigen Bestimmungen dazu aus dem AktG, dem VAG und auch aus den Richtlinien und Bestimmungen der BaFin ergeben. Die jahrelange Praxis der Sitzungen hat den Aufsichtsrat in dieser Auffassung bestärkt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende halten mindestens einmal pro Woche Sitzungen ab, in denen sie z.b. die Strategie, die Geschäftsentwicklung und/ oder das Risikomanagement sowie Vorgänge von außergewöhnlicher Relevanz beraten. Außerdem informiert der Aufsichtsratsvorsitzende die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, und beruft erforderlichenfalls außerordentliche Aufsichtsratssitzungen ein. 9

10 Corporate Governance Bericht Der Aufsichtsrat hat derzeit keine Ausschüsse gebildet. Er ist unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten der IDEAL Leben und der Anzahl seiner Mitglieder der Überzeugung, dass die Bildung von Ausschüssen für die Erfüllung seiner Überwachungsaufgabe und die Effizienzsteigerung seiner Arbeit nicht erforderlich ist. So wurde und wird der Empfehlung in Ziff und Ziff zur Bildung von Ausschüssen und Einrichtung eines Prüfungsausschusses nicht entsprochen. Insbesondere die qualifizierte Prüfung des vom Vorstand vorgelegten Jahres- und Konzernabschlusses wird derzeit dadurch gewährleistet, dass sich neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden zwei ausgewählte Aufsichtsratsmitglieder, die über langjährige praktische und wissenschaftliche Erfahrungen zur Rechnungslegung in Versicherungsunternehmen verfügen, intensiv damit befassen und in der Sitzung des Aufsichtsrates, in der diese geprüft und über den Bericht des Aufsichtsrates an die Mitgliedervertreterversammlung Beschluss gefasst wird, darüber ergänzend an die anwesenden Aufsichtsratsmitglieder berichten. Faktisch besteht damit ein Prüfungsausschuss. Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wurde und wird darauf geachtet, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Mitgliedervertreterversammlung hat sich selbst auferlegt, Aufsichtsratsmitglieder, die bereits das 75. Lebensjahr vollendet haben, nicht in den Aufsichtsrat zu wählen bzw. dies bei der Bestelldauer zu berücksichtigen, es sei denn, es liegen besondere fachliche Gründe für eine abweichende Handhabung vor. Eine entsprechende Empfehlung der Mitgliedervertreterversammlung wurde am beschlossen. Es ist beabsichtigt, diese Altersgrenze zukünftig auch in die Satzung der IDEAL Leben aufzunehmen. Wahlen zum Aufsichtsrat werden als Einzelwahlen durchgeführt. Die Mitgliedervertreter werden über Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz rechtzeitig informiert. Gehört ein Mitglied des Aufsichtsrates der IDEAL Leben dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft an, wird entsprechend der Empfehlung des DCGK darauf geachtet, dass dieses Aufsichtsratsmitglied insgesamt nicht mehr als fünf Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahrnimmt. 10

11 Corporate Governance Bericht Der Wechsel des bisherigen Vorstandsvorsitzenden oder eines Vorstandsmitglieds in den Aufsichtsratsvorsitz oder den Vorsitz eines Aufsichtsratsausschusses soll nicht die Regel sein und der Mitgliedervertreterversammlung besonders begründet werden. Entgegen der Anregung in Ziff des DCGK halten Vorstand und Aufsichtsrat eine grundsätzlich einheitliche Amtsperiode aller Aufsichtsratsmitglieder für sinnvoll. Zwischen der Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters einerseits und der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder andererseits wird differenziert. Außerdem enthält die Vergütung immer einen festen und einen erfolgsorientierten Anteil. Vorstand und Aufsichtsrat sind jedoch der Auffassung, dass die individualisierte Darstellung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in diesem Bericht unter Angabe gezahlter Vergütungen oder gewährter Vorteile für erbrachte sonstige Leistungen eines Aufsichtsratsmitglieds für die Versicherungsnehmer, Mitglieder, Geschäftspartner und Mitarbeiter der IDEAL Leben nicht relevant und notwendig ist. Auch die Empfehlung in Ziff des DCGK halten beide Gremien für nicht maßgeblich. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind den Interessen der IDEAL Leben verpflichtet. Interessenkonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds werden gegenüber dem Aufsichtsrat offen gelegt und in den Bericht des Aufsichtsrats aufgenommen. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten scheidet das betreffende Aufsichtsratsmitglied aus dem Aufsichtsrat aus. Allerdings hat es weder im Berichtszeitraum noch in den Jahren davor einen derartigen Interessenkonflikt gegeben. Der Aufsichtsrat hat die Effizienz seiner Tätigkeit regelmäßig überprüft und wird dies auch zukünftig so handhaben. Rechnungslegung, Die Bilanzierung aller Unternehmen der IDEAL Gruppe erfolgt derzeit nach den Rech- Abschlussprüfung und nungslegungsvorschriften des HGB. Im Geschäftsjahr 2005 wurde ein Projekt installiert, Risikomanagement das die Umstellung der Rechnungslegung auf IAS/IFRS vorbereitet. Im ersten Schritt soll gerade im Hinblick auf einen möglichen Börsengang der Ahorn-Grieneisen Aktiengesellschaft das Konzernergebnis der Ahorn-Grieneisen Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2007 auf Basis der Rechnungslegung nach IAS/IFRS ermittelt werden. Das Ergebnis des Gesamtkonzerns soll später ebenfalls nach diesen Rechnungslegungsvorschriften abgebildet werden. Die Einzelabschlüsse der zur Gruppe gehörenden Unternehmen sollen weiterhin nach HGB-Vorschriften erstellt werden. 11

12 Corporate Governance Bericht Zur Information des Rechts- und Geschäftsverkehrs werden die Halbjahreszahlen in der Publikums- und Fachpresse veröffentlicht. Der Konzernabschluss der IDEAL Leben für das Geschäftsjahr 2006 wird nach den für Versicherungsunternehmen geltenden besonderen Vorschriften des HGB aufgestellt. Zwischenberichte erscheinen Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der spezifischen Situation der IDEAL Leben als Versicherungsverein a.g. nicht als geboten. Sie sind nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen relevant. Sie wurden und werden deshalb nicht erstellt. Aufgrund der Rechtsform finden die Empfehlungen der Ziff und des DCGK für die IDEAL Leben keine Anwendung. Die Beteiligungsgesellschaften der IDEAL Leben sind mit Name, Sitz, Höhe der Beteiligung, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres aus dem Geschäftsbericht zum Konzernabschluss ersichtlich, der auf der Website veröffentlicht wird. Die Abgabe einer Erklärung durch den Abschlussprüfer gegenüber dem Aufsichtsrat vor seiner Wahl durch den Aufsichtsrat der IDEAL Leben dazu, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, ist nicht notwendig. Vorstand, Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sind schon immer und freiwillig darauf bedacht, dass Letzterer unabhängig bleibt und seinen Prüfungsauftrag ordnungsgemäß und unbeeinflusst erfüllen kann. Dies wird auch ohne konkrete Voraberklärung von den Beteiligten sichergestellt. Eine separate Erklärung über den Umfang erbrachter anderer Leistungen des Prüfers im vorausgegangenen Geschäftsjahr oder vertraglich für das folgende Jahr vereinbarte andere Leistungen wurde und wird demgemäß ebenfalls nicht eingeholt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wird über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet. Zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer wird vereinbart, dass Letzterer über alle bei Durchführung der Prüfung und für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet. Beide Anforderungen sind entsprechend im Prüfungsauftrag an den Wirtschaftsprüfer geregelt. Eine Prüfung der von Vorstand und Aufsichtsrat hier abgegebenen Entsprechenserklärung durch den Abschlussprüfer im Sinne der Ziff S. 2 des DCGK findet mangels rechtlicher Verpflichtung der IDEAL Leben zur Abgabe dieser Erklärung nicht statt. Das Risikomanagement der IDEAL Leben ist zentral organisiert. Die Risiken werden erfasst und die Durchführung von Maßnahmen zur Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. zur Begrenzung der möglichen Schadenhöhe koordiniert. Die Risikosituation wird regelmäßig neu bewertet. Gelistet sind die folgenden Risiken: versicherungstechnische Risiken nach Sparte, Kapitalanlagerisiken, Forderungen, operationale Risiken und Risiken aus dem Bestattungsgeschäft. Der Vorstand erhält einmal jährlich einen Risikobericht, der die Gesamtrisikosituation des Konzerns darstellt. Über ein Frühwarnsystem anhand von Kennzahlen mit definierten Risikoschwellenwerten werden die Risiken gesteuert. Das System ist planmäßig zum Ende 2006 implementiert worden. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgen technische und fachliche Erweiterungen. Vorstand und Aufsichtsrat haben diesen Corporate Governance Bericht in ihren jeweiligen Sitzungen am und am beschlossen. 12

13 Corporate Governance Bericht Berlin, im März 2007 IDEAL Lebensversicherung a.g. Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat Rainer M. Jacobus (Vorstandsvorsitzender) Günter Knobloch (Aufsichtsratsvorsitzender) 13

14 Rainer M. Jacobus Vorstandsvorsitzender Günter Knobloch Aufsichtsratsvorsitzender

15 Stephan Schinnenburg Mitglied der Vorstände Olaf Dilge Mitglied der Vorstände IDEAL Lebensversicherung a. G. /// Lagebericht 2006 Vorgelegt der ordentlichen Mitgliedervertreterversammlung in Berlin am 23. Juni 2007.

16 Lagebericht Überblick Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland begannen sich in der zweiten Hälfte des abgelaufenen Jahres zu verbessern. Das BIP-Wachstum war mit 2,7 % das beste Wachstumsergebnis nach dem Boomjahr Wesentlicher Faktor für das gute Ergebnis war neben dem Export auch erstmals seit Beginn des Jahrzehnts eine nachhaltige Binnennachfrage. Vorzieheffekte durch die Anhebung der Umsatzsteuer zum sind nach den ersten Erkenntnissen des neuen Jahres eher zu vernachlässigen. Insgesamt hat sich die positive wirtschaftliche Entwicklung noch nicht substantiell auf die Entwicklung der Arbeitnehmerentgelte ausgewirkt. Die Versicherungswirtschaft konnte von diesen Entwicklungen nur bedingt profitieren. Der Neuzugang nach Anzahl der Verträge erhöhte sich nach der Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft zwar um 9,5 %. Treiber dieser Entwicklung waren aber insbesondere Riester-Verträge zur Absicherung der privaten Altersversorgung. Bereinigt um diese kleinteiligen Verträge musste die Branche einen Rückgang um 3,2 % vermelden. Der IDEAL ist es dagegen gelungen, auch im 8. Jahr in Folge eine Steigerung im Neuzugang zu erzielen. Das gute Neugeschäftsergebnis war die Basis für das Bestandswachstum nach Anzahl, laufendem Jahresbeitrag und Versicherungssumme. Bei der jährlichen Maklerbefragung der CHARTA Börse für Versicherungen AG wurde die IDEAL Lebensversicherung a.g mit der Höchstwertung von fünf Sternen und dem Siegel hervorragend ausgezeichnet. Diese Bewertung wurde neben der IDEAL nur noch an einen weiteren Lebensversicherer vergeben. Der Wertung lag eine ausführliche Maklerbefragung des Marktforschungsinstituts psychonomics AG bei mehr als 450 Maklerbetrieben zugrunde. Bei Aufnahme des Maklervertriebs in 2002 lag der Marktbekanntheitsgrad der IDEAL bei weniger als 10 %. Der im Jahressaldo stabile Rentenmarkt und die gute Entwicklung an den Aktienmärkten führten zu einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in der Versicherungswirtschaft. Kursverluste bei Renten wurden bis zum Jahresende wieder ausgeglichen. Die Aktienmärkte begannen mit steigenden Kursen, mussten aber im Frühjahr alle Gewinne wieder abgeben. Wer investiert blieb oder Aktienpositionen in dieser Phase aufgebaut hatte, profitierte von den deutlichen Kursgewinnen bis zum Jahresende. Insgesamt bleibt die für 2007 deklarierte Überschussbeteiligung der deutschen Lebensversicherer fast unverändert gegenüber dem Vorjahr bei rund 4,2 %. Die IDEAL senkt die Überschussbeteiligung für 2007 auf eine laufende Gesamtverzinsung von immer noch überdurchschnittlichen 4,5 % ab, nachdem sie über vier Jahre stabil gehalten wurde. Die Absenkung erfolgte zur Gewährleistung einer wirtschaftlichen Stabilität insbesondere vor dem Hintergrund möglicher entstehender Bilanzrisiken aus der Umsetzung der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes. Das gute Kapitalanlageergebnis in 2006 trägt dazu bei, dass die IDEAL weiterhin eine solide Finanzstruktur aufweist, stille Lasten haben sich wie in der Vergangenheit nicht ergeben. Auch im Berichtsjahr wurde die Finanzstärke der IDEAL Lebensversicherung a.g. wieder durch sehr gute Ratingergebnisse von den Ratingagenturen Assekurata Assekuranz Rating-Agentur und FitchRatings testiert. FitchRatings bestätigte das Ergebnis von 2005 A (stark). Assekurata erhöhte das Ratingergebnis von A (gut) in 2005 auf A+ (sehr gut) in Die Ergebnisse spiegeln die positive Finanzsituation und die Marktstellung der IDEAL insbesondere aus dem Blickwinkel freier Vermittler wider. Die IDEAL RoadShows standen im Berichtsjahr ganz im Zeichen des Fußballs. In insgesamt 11 Städten wurden in den jeweiligen WM-Stadien Informationsveranstaltungen für Vertriebspartner durchgeführt. Im Mittelpunkt der fachlichen Vorträge stand u.a. die IDEAL ZukunftsRente. Wie auch in den Vorjahren waren alle Veranstaltungen stark frequentiert. 16

17 Lagebericht Neugeschäft Im Neugeschäft konnten in allen Kategorien neue Unternehmensrekorde vermeldet werden. Mit eingelösten Versicherungsverträgen konnte das sehr gute Neuzugangsergebnis des Vorjahres von noch einmal um 6,2 % gesteigert werden. Der Anstieg der neu vermittelten laufenden Jahresbeiträge lag bei 2,2 % (21,8 Mio. EUR). Die Einmalbeiträge wuchsen um 56,8 % auf 72,3 Mio. EUR. Die weitere Zunahme des Einmalbeitragsgeschäfts resultiert hauptsächlich aus dem Ausbau weiterer Vertriebspartner aus dem Banken- und Sparkassensektor, die Sterbegeldprodukte über das Schaltergeschäft vertreiben. Die Versicherungssumme des Neugeschäfts erhöhte sich um 6,6 % auf 872,6 Mio. EUR. Die Zahl der Vertriebspartner konnte von in 2005 um 15,8 % auf ausgebaut werden. Die IDEAL hat zur Unterstützung des immer wichtiger werdenden Vertriebsweges Banken und Sparkassen eine eigene Betreuungsorganisation für institutionelle Kundenverbindungen in 2006 aufgebaut. Der Anteil digital eingereichter Anträge am Gesamtaufkommen konnte noch einmal gesteigert werden und lag in 2006 bei 78,4 % (Vorjahr 72,3 %). Die Einreichung von Anträgen über unsere Internetplattform IPOS ist ein wesentlicher Bestandteil des effizienten Antragsprozesses und führt insbesondere zu einer schnellen Policierung in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Antragseingang. Versicherungsbestand Versicherungsleistungen Beitragseinnahme Überschussbeteiligung Der Wachstumsprozess setzte sich gegen den stagnierenden Branchentrend auch im Geschäftsjahr 2006 fort. Der Versicherungsbestand erhöhte sich nach Anzahl um 8,9 % oder Versicherungsverträge auf , nach laufendem Jahresbeitrag ergab sich ein Zuwachs um 14,1 % auf 106,2 Mio. EUR, die Versicherungssumme stieg um 16,9 % auf 4,1 Mrd. EUR. Die Bruttozahlungen für Versicherungsfälle erhöhten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % oder 1,2 Mio. EUR auf 103,5 Mio. EUR. Der Betrag setzt sich zusammen aus 49,7 Mio. EUR für Abläufe, 19,3 Mio. EUR für Rückkäufe, 33,0 Mio. EUR für Schäden und 1,5 Mio. EUR für Regulierungskosten. Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen um 39,3 Mio. EUR oder 29,9 % auf 170,8 Mio. EUR in Davon entfielen 98,5 Mio. EUR auf laufende Beiträge (Vorjahr 85,4 Mio. EUR) und 72,3 Mio. EUR Einmalbeiträge (Vorjahr 46,1 Mio. EUR). Für die Zuteilung zur Überschussbeteiligung an unsere Versicherten entnahmen wir 14,8 Mio. EUR aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (Vorjahr 14,3 Mio. EUR). Die laufende Gesamtverzinsung wurde für das Jahr 2007 auf 4,5 % gesenkt. Sie liegt auch mit dem reduzierten Wert weiterhin im Vorderfeld des deutschen Versicherungsmarktes. Kapitalanlagen Durch einen starken Zufluss liquider Mittel im Berichtsjahr stieg der Kapitalanlagebestand auf 1,1 Mrd. EUR. In 2006 wurde die im Vorjahr eingeschlagene Strategie mit Nutzung risikoreicherer Kapitalanlagen zur Erhöhung der Ertragschancen bei breiterer Aufstellung zur Begrenzung des Gesamtrisikos fortgesetzt. Die Überprüfung und Anpassung der Aktienquote erfolgte aufgrund der sich veränderten Marktchancen und Risiken laufend. Ein veränderter Marktwert der IDEAL Beteiligungen GmbH wirkte sich in einer Teilwertabschreibung in Höhe von 3,5 Mio. EUR aus. Die Bilanzierung der Kapitalanlagen erfolgte nach dem Niederstwertprinzip. Stille Lasten ergaben sich nicht, die Regelungen von 341 b HGB wurden nicht in Anspruch genommen. 17

18 Lagebericht Erträge aus Kapitalanlagen Die Erträge aus Kapitalanlagen erhöhten sich von 72,0 Mio. EUR auf 79,7 Mio. EUR. Unter anderem durch einen Umschichtungsprozess im Immobilien-Portfolio flossen 33,5 Mio. EUR aus Verkaufsgewinnen in das Ertragsergebnis ein. Immobilien mit hohem Investitionsstau wurden verkauft, im Gegenzug dazu wurden umfassende Baumaßnahmen in 2006 begonnen, deren Fertigstellung in 2007 erfolgt. Die Strategie, auch im Sommer nach Kursrückgängen an den internationalen Märkten in Aktien investiert zu bleiben, hat sich als richtig erwiesen. Durch die eingegangenen Direktinvestitionen und die Anlagen in den Investmentfonds konnten Verkaufsgewinne generiert und Reservepositionen aufgebaut werden. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag mit 5,9 % (Vorjahr 5,5 %) wieder über dem Branchenschnitt. Geschäftsergebnis Risiken der zukünftigen Entwicklung und Risikomanagement Mit 21,2 Mio. EUR konnte das Geschäftsergebnis um 5,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Ein Teilbetrag von 424,0 TEUR wurde zur Stärkung des Eigenkapitals in die Verlustrücklage eingestellt. Den verbleibenden Anteil von 20,8 Mio. EUR führten wir der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) zur Finanzierung künftiger Ausschüttungen zu. Im zentral organisierten Risikomanagement erfolgt die Erfassung und Bewertung der Risiken. Maßnahmen zur Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. zur Begrenzung der möglichen Schadenhöhe werden konzernweit koordiniert. Abhängig vom jeweiligen Risiko ist die zeitliche Aktualisierung festgelegt. Versicherungstechnische Risiken Durch laufende Beobachtung der verwendeten Rechnungsgrundlagen stellen wir sicher, dass die kalkulierten Prämien ausreichend sind, um den langfristigen Leistungsforderungen unserer Versicherten nachzukommen. Zusätzlich wird das versicherungstechnische Risiko (Tod, Pflegefall) im Rahmen des Risikomonitorings für Tarife ohne Gesundheitsprüfung und die Pflegerentenversicherung monatlich analysiert. Durch den Abschluss von Rückversicherungsverträgen wurden die versicherungstechnischen Risiken begrenzt. Unsere Rückversicherer sind aktuell von der Rating-Agentur Standard & Poor s wie folgt bewertet: Swiss Re Frankona Rückversicherungs-AG Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG Deutscher Ring Lebensversicherung-AG AA AAA BBB Grundlage für die Berechnung der Deckungsrückstellung der Tarife des Neubestands ab 1994 mit Ausnahme der Pflegerentenversicherung sind die Invalidisierungs- und Sterbetafeln der Deutschen Aktuarvereinigung. Für das Risiko der Pflegebedürftigkeit werden eigene Tafeln verwendet, die auf Untersuchungen der Gen Re zurückgehen. Die Berechnung der Deckungsrückstellung des Altbestandes basiert auf von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Tafeln. Die aktuellen Berechnungsgrundlagen mit Ausnahme derjenigen für Rentenversicherungen sind nach den vorliegenden Ergebnissen als ausreichend anzusehen und sind geeignet, langfristig alle entstehenden Forderungen abzudecken. Dem Langlebigkeitsrisiko bei Rentenversicherungen wurde durch Auffüllung der Deckungsrückstellung aus heutiger Sicht angemessen Rechnung getragen. Die verwendeten Tafeln sind im Anhang auf den Seiten 33 bis 34 dargestellt. 18

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