Public Health umfasst demnach also Gesundheitsforschung und Gesundheitssystemforschung.

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1 Was ist Public Health? Public Health ist die international übliche Bezeichnung einer Forschungsrichtung, welche den Gesundheitszustand ganzer Bevölkerungsgruppen in seiner Wechselwirkung mit dem Versorgungssystem untersucht. Public Health umfasst demnach also Gesundheitsforschung und Gesundheitssystemforschung. Die methodische Basis bevölkerungsbezogener Gesundheitsforschung bildet die Epidemiologie. Ihre wegweisenden Erkenntnisse über Krankheitsursachen sind Datengrundlage evidenzbasierter Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention.

2 Für die Krankheitsursachenforschung sind jene wissenschaftlichen Disziplinen von besonderer Bedeutung, welche das menschliche Verhalten einschließlich seiner genetischen Determinanten zum Gegenstand haben (Medizinische Psychologie, Sozialpsychologie, Pädagogik, Ernährungswissenschaft, Genetik etc.) und deren Gegenstand die ökologische (Umwelt-, Arbeitsmedizin, Hygiene) sowie die soziale Umwelt (Medizinische Soziologie, Sozialepidemiologie) ist. Zur Analyse von Wechselwirkungen zwischen dem Gesundheitszustand der Bevölkerung und der Verfügbarkeit, Inanspruchnahme, Qualität sowie den Kosten des gesundheitlichen Sicherungs- und Versorgungssystems sind ferner Organisations- und Managementwissenschafteneinschließlich der Gesundheitsökonomie unverzichtbar.

3 Öffentliche Gesundheit in Deutschland + GVG 1934 Stadtarzt (kommunal) Physikus (staatlich) Amtsarzt ( staatlich, ab 1945 kommunal)

4 Öffentliche Gesundheit in Deutschland old public health new public health

5 Öffentliche Gesundheit in Deutschland old public health : new public health : Hygiene Mikrobiologie Prävention Epidemiologie Hygiene Mikrobiologie Prävention Epidemiologie Gesundheitsförderung Umwelthygiene Gesundheitssystemforschung Versorgungsforschung öffentliche Hygienepolitik öffentliche Gesundheitspolitik

6 Öffentliche Gesundheit in Deutschland Berufsfelder der heutigen Gesundheitswissenschaften naturwissenschaftlicher Bereich: Klinische Medizin Psychiatrie Sozialmedizin Umweltmedizin Ernährungsmedizin sozialwissenschaftlicher Bereich: Gesundheitspsychologie Gesundheitspädagogik Medizinische Soziologie Gesundheitsökonomie Managementwissenschaften Politikwissenschaften Ernährungswissenschaften Daraus folgt: public health ist ebenso wie Oecotrophologie eine themenbezogene Synergie von Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften!

7 Öffentliche Gesundheit in Deutschland Bielefeld Hannover, Düsseldorf Kiel

8 Öffentliche Gesundheit in Deutschland Gesundheitsdefinitionen? Es gibt wirklich, allen Turnlehrern zum Trotz, eine beachtliche Zahl von Geistesprodukten, die von kränklichen oder zumindest stark verwahrlosten Leuten hervorgebracht wurden, von betrüblich anzusehenden menschlichen Wracks, die gerade aus dem Kampf mit dem widerstrebenden Körper einen ganzen Haufen Gesundheit in Form von Musik, Philosophie und Literatur gewonnen haben. Freilich wäre der größte Teil der kulturellen Produktion der letzten Jahre durch einfaches Turnen und zweckmäßige Bewegung im Freien mit großer Leichtigkeit zu verhindern gewesen. Bertold Brecht zit. n. Hurrelmann/Laaser 1998, 389

9 Öffentliche Gesundheit in Deutschland Gesundheitsdefinitionen? medizinische Perspektive: geordnete Organfunktionen (Diagnose, Anamnese, Befund, Symptome, Syndrome, Therapie) gesellschaftliche Perspektive: Fähigkeit zur Rollenwahrnehmung (Kompetenz zur Lösung von Problemen, Ressource) religiöse Perspektive: Lohn für gottgefälliges Leben juristische Perspektive: Anspruch auf Leistungen (SGB V) Absolution, Stigmatisierung!

10 Öffentliche Gesundheit in Deutschland Warum fällt eine Gesundheitsdefinition so schwer und eine Krankheitsdefinition nicht? Wer Hunger hat und isst, wird satt. Wer Durst hat und trinkt, wird??? Ebenso wie ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt fällt die Gesundheit nur in Form ihrer Abwesenheit auf.

11 22. Juli Gesundheit ist ein Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht lediglich das Freisein von Krankheit und Schwäche". ( Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity )

12 Public Health Nutrition

13 Public Health Nutrition

14 Public Health Nutrition

15 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung

16 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung

17 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung

18 Public Health Nutrition

19 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung: Epidemiologische Grundbegriffe

20 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung: Epidemiologische Grundbegriffe Morbidität = Krankheitshäufigkeit Mortalität = Todeshäufigkeit Letalität = krankheitsspezifische Sterblichkeit

21 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung; Kernbegriffe von public health: Risiko (Exposition) Vermeidbarkeit (Prävention)

22 Public Health Nutrition Gesundheit von Bevölkerungen; health outcomes Epidemiologische Grundbegriffe und ihre Bedeutung; Kernbegriffe von public health: Fernseh- Fernseh- Konsum Konsum normal hoch Normal Hauptschule auf der Geist Münster, April 2006 gewicht Übergewicht Odds Ratio 2,5

23 Public Health Nutrition Beispiel Mongolei

24 Public Health Nutrition

25 Public Health Nutrition

26 Public Health Nutrition

27 Public Health Nutrition

28 Public Health Nutrition Gesundheitsindikatoren Rohe Sterblichkeitsrate (CMR): Zahl der Todesfälle in einem bestimmten Zeitraum n ( x 10 ) Durchschnittsbestand der Gesamtpopulation In diesem Zeitraum Katastrophen (doubling is emergency, immediate response): Daily crude mortality rate in industr. countries: 0,25/10000/day Daily U5CMR in industr. countries: 0,04/10000U5s/day Aim: U5CMR below 2,0/10000 U5s/day

29 Public Health Nutrition Gesundheitsindikatoren Altersstandardisierte Sterblichkeitsrate: Zahl der Todesfälle in einer Bestimmten Alters- und Geschlechtsgruppe in einem bestimmten Zeitraum n ( x 10 ) Geschätzte Größe dieser Alters- und Geschlechtsgruppe in diesem Zeitraum

30 Public Health Nutrition Gesundheitsindikatoren Säuglingssterblichkeitsrate: Zahl der jährlichen Todesfälle bei Kindern im Alter von weniger als 12 Monaten n ( x 10 ) Zahl der Lebendgeburten im gleichen Jahr

31 Public Health Nutrition Gesundheitsindikatoren Säuglingssterblichkeitsrate pro 1000 Lebendgeburten ca. 1993: Japan 4,8 Schweden 6,1 Deutschland 6,8 Frankreich 7,8 USA 10,1 Polen 16,2 Marokko 90 Äthiopien 152 Afghanistan 189

32 Public Health Nutrition Gesundheitsindikatoren Lebenserwartung: Durchschnittliche Zahl der Jahre, die ein Individuum bestimmten Alters voraussichtlich leben wird, wenn sich die Sterblichkeitsrate nicht ändert.

33 Durchschnittliche weitere Lebenserwartung in Jahren Sterbetafel: 1999/ / /2003 Altersjahr Geschlecht Jahre Jahre Jahre 0 Männer 75,11 75,38 75,59 Frauen 81,07 81,22 81,34 20 Männer 55,83 56,06 56,27 Frauen 61,62 61,76 61,87 40 Männer 36,75 36,94 37,12 Frauen 42,06 42,19 42,28 60 Männer 19,51 19,68 19,84 Frauen 23,72 23,84 23,92 65 Männer 15,79 15,93 16,07 Frauen 19,44 19,55 19,61 80 Männer 7,12 7,09 7,14 Frauen 8,57 8,58 8,57

34 Public Health 1982

35 Public Health (Mc Keown 1982)

36 Public Health (Mc Keown 1982)

37 Public Health (Mc Keown 1982)

38 Public Health (Mc Keown 1982)

39 Public Health

40 Public Health

41 Public Health (Mc Keown 1982)

42 Public Health (Mc Keown 1982)

43 Public Health (Mc Keown 1982)

44 Public Health

45 Public Health (Mc Keown 1982)

46 Public Health Diphtherie

47 Public Health

48 Public Health (Mc Keown 1982)

49 Public Health Das Gesundheitssystem

50 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland II. Der Bund und die Länder Artikel 30: Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern Die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben ist Sache der Länder, soweit dieses Grundgesetz keine andere Regelung trifft oder zulässt.

51 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Artikel 70: Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen zwischen Bund und Ländern (1) Die Länder haben das Recht der Gesetzgebung, soweit dieses Grundgesetz nicht dem Bunde Gesetzgebungsbefugnisse verleiht. (2) Die Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen Bund und Ländern bemisst sich nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes über die ausschließliche und konkurrierende Gesetzgebung.

52 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Artikel 71: Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes Im Bereiche der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung nur, wenn und soweit sie hierzu in einem Bundesgesetze ausdrücklich ermächtigt werden.

53 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Artikel 72: Konkurrierende Gesetzgebung (1) Im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung, solange und soweit der Bund von seiner Gesetzgebungszuständigkeit nicht durch Gesetz Gebrauch gemacht hat.

54 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Artikel 74: Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes (1) Die konkurrierende Gesetzgebung erstreckt sich auf folgende Gebiete (...) 7. die öffentliche Fürsorge 11a. Die Erzeugung und Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken, die Errichtung und den Betrieb von Anlagen, die diesen Zwecken dienen, den Schutz gegen Gefahren, die bei Freiwerden von Kernenergie oder durch ionisierende Strahlen entstehen und die Beseitigung radioaktiver Stoffe.

55 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Soziale Sicherheit Sozialgesetzbuch (SGB) 6. Buch: Rentenversicherung 5. Buch: Krankenversicherung 4. Buch: Sozialversicherung 1. Buch: Sozialgesetzbuch Allgemeiner Teil 3. Buch: Arbeitsförderung 7. Buch: Unfallversicherung 8. Buch: Kinder- und Jugendhilfe 9. Buch: Rehabilitation Soziale Gerechtigkeit 10. Buch: Leistungsträger 11. Buch: Pflegeversicherung

56 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Sozialgesetzbuch (SGB) Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) Allgemeiner Teil Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 G v I 818 Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) Grundsicherung für Arbeitsuchende Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 G v I 558

57 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Sozialgesetzbuch (SGB) Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) Arbeitsförderung Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 Nr. 1 G v I 3686 Sozialgesetzbuch (SGB) Viertes Buch (IV) Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung Stand: Neugefasst durch Bek. v I 86

58 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Sozialgesetzbuch (SGB) Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) Gesetzliche Krankenversicherung Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 Nr. 3 G v I 3686 Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) Gesetzliche Rentenversicherung Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3 G v I 3676

59 Federal Ministry of Health Federal Parliament 16 State Ministries Responsible for Health Patient Physician Hospital Sickness Fund

60 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Sozialgesetzbuch (SGB) Sozialgesetzbuch (SGB) Siebtes Buch (VII) Gesetzliche Unfallversicherung Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 G v I 2729 Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 G v I 2729

61 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Sozialgesetzbuch (SGB) Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 3 G v I 1138 Sozialgesetzbuch (SGB) Zehntes Buch (X) Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 Nr. 4 G v I 3686

62 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Sozialgesetzbuch (SGB) Sozialgesetzbuch (SGB) Elftes Buch (XI) Soziale Pflegeversicherung Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3b G v I 1530 Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) Sozialhilfe Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 36 G v I 2809

63 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes (Fortsetzung Artikel 74: Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes) 12. das Arbeitsrecht einschließlich der Betriebsverfassung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsvermittlung sowie die Sozialversicherung einschließlich der Arbeitslosenversicherung; 19. die Maßnahmen gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren, die Zulassung zu ärztlichen und anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, den Verkehr mit Arzneien, Heilund Betäubungsmitteln und Giften; 19a. Die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser und die Regelung der Krankenhauspflegesätze;

64 Public Health Gesundheitssystem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland VII. Die Gesetzgebung des Bundes Artikel 74 (19): Infektionsschutzgesetz

65 Public Health Gesundheitssystem

66

67 Public Health Gesundheitssystem

68 Public Health Berufe im Gesundheitswesen Sonderregelungen aufgrund Art 74 (19) GG Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung, Bundesgesetzgebung, Berufsschutzgesetze Heilberufe mit Staatsexamen: Ärztin, Zahnärztin, Tierärztin, Apothekerin Sonderfall: Heilpraktikerin Gesundheitsfachberufe mit Staatsexamen: Gesundheits- und Krankenpflegerin, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Hebamme, Altenpflegerin, Logopädin, Ergotherapeutin, Orthoptistin, MTA, MTR, PTA, Rettungsassistentin, Diätassistentin, Physiotherapeutin, Podologin Berufsausbildung im dualen System: (Berufsbildungsgesetz) Drogistin, Arztelferin, Kosmetikerin, Orthopädie-Schuhmachermeisterin, Sekretärin, Zahnarzthelferin, Apothekenhelferin u.v.a.m. Hochschulabschlüsse: Diplom-Psychologin Diplom-Pädagogin Diplom-Gesundheitswissenschaftlerin Diplom-Pflegepädagogin Diplom-Ökotrophologin Diplom-Verwaltungswirt Bachelor of Arts in Master of Public Health Magistra des Gesundheitswesens Doctor rerum medicinalium Diplombiologin Diplom-Gesundheitsingenieurin u.v.a.m. Landesrechtlich geregelte Gesundheitsberufe: Gesundheitsaufseherin, Lebensmittelkontrolleurin, Desinfektorin, Sozialmedizinische Assistentin, Rettungssanitäterin, Rettungshelferin Staatlich nicht geschützte Berufsbezeichnungen: Heilerin, Lehrerin, Therapeutin, Ernährungsexpertin, Beraterin für gesunde Ernährung, Gesundheitsberaterin, Lebenshife, Ausbilderin, Dozentin, u.v.a.m. (hier oft interne Qualitätssicherung und Zertifizierung durch Verbände)

69 Public Health Berufe im Gesundheitswesen

70 Gesundheitswesen beitragsfinanziert steuerfinanziert kuratives Gesundheitswesen ambulanter Sektor stationärer Sektor Öffentlicher Dienst öffentliches Gesundheits- Wesen ögw Öffentlicher Gesundheits- Dienst ÖGD GD

71 Öffentlicher Gesundheitsdienst: Gesundheitsberichterstattung Gesundheitsschutz Gesundheitsförderung

72 DER BUND Bundesregierung Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Bundesministerium Bundesministerium für Gesundheit und Soziale für Gesundheit Sicherung Bundesministerium für für Ernährung, Verbraucherschutz, Landwirtschaft Ernährung u Verbraucherschutz und Landwirtschaft Bildung und Forschung Behörden im Geschäftsbereich des Umweltministeriums Behörden im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen Behörden im Geschäftsbereich des Verbraucherschutzministeriums Bundesministerium für Arbeit und Soziales Umweltbundesamt Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Sachverständigenrat für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen Bundesinstitut für Risikobewertung Bundesamt für Strahlenschutz Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und übertragbare Krankheiten (Robert-Koch-Institut) Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere Bundesamt für Sera und Impfstoffe (Paul-Ehrlich-Institut) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

73 Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) Akademien für öffentliches Gesundheitswesen (Bayern, Düsseld.) Gemeinschaftseinrichtungen der Länder Landesebene Landesregierungen Oberste Landesgesundheitsbehörde Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) Überregionale Einrichtungen und Fachdienste Regierungsbezirke Medizinaldezernate Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) Untersuchungsämter (Medizinal-,Lebensmittel-, Veterinäramter chemische) Arzneimittelüberwachungsstellen Landesgesundheitsämter, Landesinstitute für den öff. Ges.Dienst Fachausschüsse Kommunale Ebene Gesundheitsämter in Kreisfreien Städten und Landkreisen Quelle: Institut für Gesundheit

74 Amtsleitung Multiprofessionelles Team: haupt- und nebenamtl. (Zahn)Ärzte, Sozialarbeiter, Psychologen, Ingenieure, Techniker, Radiologen und Laborassistenten, Arzthelfer, Krankenschwestern, Desinfektoren, Gesundheitsaufseher u.a. GBE/ Gesundheitsförderung / Öffentlichkeitsarbeit Verwaltungsabt. Medizinalwesen, Amtsärztlicher Dienst Seuchen- und Umwelthygiene Kinder- und Jugendgesundheitsdienst/ Ärztl. Beratungsdienste Soziale Psychiatrie Allg. Verw. Amts-,Vertrauens-, gerichtsärztl. Dienst Verhütung und Bekämpfung übertr. Krankh. Aidskoordination Koordination Soz.Psych.Dienst Amtsärztl. Verw. Arzneimittel-, Apotheken- u. Gefahrstoffüberwachung Mikrobiol. Labor KJGD Suchtprävention u. Beratung Rechnungsstelle TBC-Bekämpfung Desinfekt.Stelle Jugendzahnärztl. Dienst Sozialpsych. Zentren Organisation/ Controlling Beratungsstelle für Körperbehinderte Gesundheitlicher Umweltschutz Beratungsstelle Familienplanung Präv.- u. Beratungsstelle für Aids u.a. sex. übertr. Krkh.

75 Entstehung von Gesundheit und Krankheit; Salutogenese und Pathogenese

76 1987 Kohärenzsinn: Verstehbarkeit Handhabbarkeit Sinnhaftigkeit Antonovsky 1987

77 Salutogenese: Den Überblick behalten! Positive Illusionen! (medizinsoziologischer Begriff)

78 Resilienz: In Krisen stark sein! Widerstandskraft technischer, EDV-Begriff (Robustheit, Redundanzen, Verknüpfungen, Netzwerke)

79 krank gesund Jeden Tag entsteht Gesundheit neu!

80 Gesundheitsförderung Primäre Krankheits- Prävention Sekundäre Krankheits- Prävention Tertiäre Krankheits- Prävention = Vermeidung = Früherkennung, Frühbehandlung = Wiederherstellung, Rehabilitation

81

82 Jede Therapie ist immer auch Prävention! Beispiel: Die Therapie des Refluxes ist die Prävention des Speiseröhrenkrebses

83 Prävention: Verhinderung von Krankheit (Pathogenesemodell) Gesundheitsförderung: Stärkung von Gesundheit (Salutogenesemodell)

84 Prävention: Verhinderung von Krankheit (Pathogenesemodell) Gesundheitsförderung: Stärkung von Gesundheit (Salutogenesemodell)

85 Wichtigste Dokumente der WHO: Alma Ata und Ottawa

86 Primary Health Care (PHC) Primäre Gesundheitssorge Konferenz von Alma-Ata 1978: Was braucht der Mensch, um gesund zu sein? 1. Gesundheitserziehung 2. Nahrungsmittelversorgung 3. Wasser und Abwasserentsorgung 4. Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung 5. Impfungen 6. Verhütung und Bekämpfung örtlich vorherrschender Krankheiten 7. Krankheitsbehandlung in angemessener Form 8. Essentielle Medikamente Stichwort: technische Minimalanforderungen

87 Health Promotion Gesundheitsförderung Konferenz von Ottawa 1986 Was können alle Menschen für ihre Gesundheit tun? Stichwort: Professionalität der Betroffenheit

88 Bitte helfen Sie mit, dass es nie so weit kommt:

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