Interkulturelle Erziehung

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1 Interkulturelle Erziehung Beispiele interkulturellen Lernens in der Schule & sich daraus ergebende Anforderungen an Lehrkräfte/ an die Lehrerbildung Fachtag Interkulturelle Bildung in Köln Regine Hartung Leitung der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung (BIE) am Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung & Fachreferentin für Interkulturelle Erziehung der Behörde für Schule und Berufsbildung

2 Wozu interkulturelle Bildung?

3 1.) interkult. Elternkooperation Schule an der Burgweide, Hamburg-Kirchdorf/Wilhelmsburg Bei der Umwandlung zur Ganztagsschule bittet die Schulleitung das Landesinstitut für Lehrerbildung um Unterstützung durch eine interkulturelle Expertin mit Migrationshintergrund Ziel: höhere Beteiligung aller Eltern im Schulentwicklungsprozess Vorgehensweise: - Ursachenforschung für die geringe Beteiligung der Eltern durch Einladung von engagierten Müttern zu einer Sitzung mit Schulleitung, einigen Lehrkräften und der Expertin im Lehrerzimmer - Entwicklung einer mehrsprachigen CD zur Ganztagsschule und ihrer Verteilung über die Elternschaft und Migrantenselbstorganisationen - - Ausbildung von Eltern zu Kulturmittlern

4 interkult. Elternkooperation f - Einladung zur Informations-Veranstaltung zur Ganztagsschule, der an Sprachentischen mit dolmetschenden Eltern durchgeführt wird - Veränderung der Elternabende entsprechend den Bedarfen der Eltern: > am Nachmittag mit Kinderbetreuung > kurze Informationen/ leichte Sprache/ Visualisierung > Gelegenheit zum informellen Austausch zu Beginn und Ende - Einrichtung einer Elternberatung, eines Elterncafés uvm. Effekt: Höhere Beteiligung der Eltern - bei Elternabenden aber auch beim Elternrat - bei Aktivitäten aus eigener Initiative: von Festen über Unterrichtshospitation bis zu eigenen Angeboten im Ganztag

5 2.) interkult. Kompetenzkurs Interkultureller Kompetenzkurs/ Anti-Bias-Kurs für päd. Personal Ausgangspunkt 1: Staatl. Fremdsprachenschule ein Global Player fordert die Schule auf, ihre Schüler/innen interkulturell zu qualifizieren Entwicklung eines Ausbildungskurs für die Lehrkräfte basierend auf 1.) Selbsterfahrung von ganzheitlichen Übungen aus interkulturellen/ Anti-Bias- Trainingsprogrammen, Methodenreflexion und Hintergrundinformationen (eigene fam., soz., kult. Prägung, Werte, Erfahrung mit Vorurteilen, Diskriminierung, interkult. Situationen, interkult. Kommunikation und Konflikte, Kulturbegriff) 2.) Micro-Teaching : Anleitung von Übungen in der Gruppe (neue Rolle Moderator!) 3.) Kennen lernen bisheriger interkult. Schülertrainings in Schulen & Planung der Umsetzung in der eigenen Schule Effekte: - Bessere Atmosphäre in Klassen da Auseinandersetzung über Tabu-Themen - Für Schülerinnen interessante Qualifikation für den Lebenslauf

6 3.) Interkulturelle Schulentwicklung Interkultureller Kompetenzkurs/ Anti-Bias-Kurs für päd. Personal Ausgangspunkt 2: Lessing-Aufbaugymnasium (jetzt Stadtteilschule Lessing) - Konflikte in der Schülerschaft, die vom päd. Personal als interkulturell wahrgenommen wurden - Einrichtung einer Steuergruppe zur interkulturellen Schulentwicklung: - Intensive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung - Entwicklung eines interkult. Kompetenztrainings mit Lehrkräften und Schülern - Einbezug der Eltern durch Elternabende - Verankerung des Thema regelhaft zu Beginn in Jahrgang 7 und 11 - Ausweitung des Themas in den Fachunterricht Effekt: - Absinken der Zahl der Disziplinarfälle auf 0 nach Einführung des Trainings - Förderung durch die Unfallkasse Nord als Beitrag zur schul. Präventionsarbeit - interkulturelle Öffnung der Schule

7 4.) Qualifizierung z. interkult. Koordination Ausblick: Neue, bundesweit einzigartige Qualifizierungsmaßnahme in Hamburg: Qualifizierung von Lehrkräften zu Veränderungs-Agenten, die die Schulentwicklungsprozesse (Unterrichtsentwicklung, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung) mit interkultureller Expertise anreichern sollen Drei Stränge der Ausbildung: 1.) interkult. Sensibilisierung/ Vorurteilsbewusstsein 2.) Know-How im Bereich interkulturelle Schulentwicklung 3.) Veränderungsmanagement (Begleitung, Supervision) Mehr Information über die Effekte in 2013/2014!

8 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Regine Hartung 040 / Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung am LI Hamburg Bundesweite Ansprechpartner/innen im Bereich interkulturelle Lehrerbildung vgl:

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