Lernen unter Non-Mediation Bedingungen? Konzept und Wirkung von Presence

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1 Lernen unter Non-Mediation Bedingungen? Konzept und Wirkung von Presence Ein Projekt im Rahmen der EU-Initiative Presence 5. Rahmenprogramm der EU, ( Neue und künftige Technologien in der Informationsgesellschaft, FET/IST) Kommunikationswissenschaft der LMU-München München, den 18. Oktober 2002 Projektpartner Presence-MEC (Presence: Measurement, Effects, Conditions) Prof. Dr. Frank Biocca (University of Michigan, USA); Prof. Dr. Feliz Ribeiro Gouveio (University of Porto, Portugal); Prof Dr. Lutz Jäncke (Universität Zürich, Schweiz); Prof. Dr. Peter Vorderer (Prime Investigator, USA, University of Southern California); Prof. Dr. Werner Wirth (Universität München, D)

2 Lernen unter Non-Mediation Bedingungen? Konzept und Wirkung von Presence Was ist Non-Mediation bzw. Presence? 2

3 ... tagträumen... abwesend sein Institut für Kommunikationswissenschaft... geistig woanders sein Im Alltag... tauchen in andere Welt ein Gutes Buch lesen... wie gebannt Guten Film sehen... mitreißen (Kino, TV)... ganz vertieft... noch nicht ganz da... wie Rückkehr von einer Reise hinterher Noch nicht ganz in der Wirklichkeit angekommen 3

4 Kommunikationswissenschaftlich & psychologisch betrachtet: Gibt es die reale Welt und die Welt in den Medien (mediatisierte Welt). Aufmerksamkeit ist völlig auf mediatisierte Welt gerichtet. Gefühle, Gedanken und (innere) Reaktionen beziehen sich auf die mediatisierte und nicht auf die reale Welt. Entsteht partiell die Illusion, mitten drin in der mediatisierten Welt zu sein. 4

5 Sense of being there Illusion of Non-Mediation = Presence 5

6 Virtual Reality 6

7 Ingenieurswissenschaftler bauen Virtual Reality und stellen fest... Presence in VR stellt sich nahezu immer ein Wichtig ist mediales Immersionspotenzial: Reichhaltige Hinweise für die Wahrnehmung: visuell, auditiv, haptisch (perceptual cues) VR muss realistisch sein Hoher Grad an Interaktivität Hoher Grad an Responsivität Eignung der VR-Umgebungen für E-Learning 7

8 Aber (Teil A)... Nicht immer führt VR mit dem besten Immersionspotenzial zum besten Presence-Erleben. Kein linearer Zusammenhang zwischen dem medialen Immersionspotenzial und dem Presence-Erleben Frage: Wieviel Immersionspotenzial ist mindestens erforderlich (minimal-cuesquestion) 8

9 Aber (Teil B): Buch-Problem 9

10 Mögliche Erklärung: Wir glauben, was wir sehen, aber Unsere Welt entsteht im Kopf Virtual reality works because reality is virtual. (Stark) Erst unsere Bereitschaft zu glauben, was wir sehen und unsere Fähigkeiten, zu denken, ermöglicht Presence. Also: vergessen wurden personale Aspekte wie Motivation, Kognition, Emotion,... 10

11 Modifizierte Vorstellungen zu Presence-Erleben und zu Lernen Immersive Eigenschaften des Mediums? Presence Lernerfolg P-Variablen 11

12 Forschungsfragen: Wie genau entsteht Presence? Welche personalen und medialen Faktoren fürhren zu Presence? Wie kann es gemessen werden? Kann Presence als Motor für E-Learning genutzt werden? Funktioniert das auch bei traditionellen Medien (Buch, Film, Hypertext)? Wie müssen Medien gestaltet sein, damit Presence-Erleben sich einstellt? Gibt es auch Gefahren (Sucht!)? 12

13 Projektskizze Laufzeit Okt bis Okt Volumen: Experimente mit 1600 Versuchspersonen Ländervergleich: Deutschland, Schweiz, Portugal, Finnland. Medienvergleich: Buch, Film, Hypertext, Virtual Reality. Methodenvergleich: Selbstreport, Aufmerksamkeitsmessungen, Physiologische Messung, Gehirnaktivitäten. 13

14 Experimentelles Basiskonzept: Virtuelles House of Learning 14

15 Experimentelles Konzept House of Learning (Skript, Drehbuch) Mediale Umsetzung Buch Film Hypertext Personvariablen (Motivation, Kognition) Experimentelle Durchführung Rezeption, Aufgaben Messungen VR Lernerfolg? Presence 15

16 Vielen Dank! 16

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