Kommunikation und Gesprächsführung im Ärztlichen Dienst

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1 im Ärztlichen Dienst 2 Tagesseminare zur Schulung der Kommunikationskompetenz im Jahr 2014 Ein gemeinsames Angebot von: LOGO, Gesellschaft für Schulung und Beratung br, Bochum Alleestraße 119 a Bochum und dem BIGEST- Bildungsinstitut für Berufe im Gesundheitswesen der St. Elisabeth-Stiftung Bleichstraße Bochum Bildungseinrichtung des Katholischen Klinikums Bochum GgmbH Klinikum der Ruhr-Universität Bochum Gudrunstraße Bochum

2 im Ärztlichen Dienst Teil I: Basisseminar Teil II: Vertiefungsseminar Wie viel Prozent der Arbeitszeit verbringen Ärztinnen und Ärzte mit Kommunikation? Die Antworten auf diese quantitative Frage mögen unterschiedlich ausfallen; in den meisten Fällen jedoch werden Werte zwischen 90 und 100 Prozent liegen. Während des fachlichen Handelns und Entscheidens ist Kommunikation nicht nur praktizierte Tätigkeit, sondern auch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Arzt-Patienten- Beziehung. Sie ist wesentliches Element ärztlicher Professionalität und prägt den Eindruck von der Qualität der gesamten Klinik. Die Anforderungen an die Qualität ärztlicher Kommunikation sind traditionell hoch und in vieler Hinsicht anspruchsvoll ganz unabhängig von aktuellen gesellschaftlichen und betrieblichen Entwicklungen. Ziel und Inhalt ärztlichen Handelns bringen dies mit sich. Die Betroffenheit der Heilung suchenden Menschen, die von gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zur Konfrontation mit lebensbedrohenden Diagnosen und Tod reichen, stellten immer schon professionelle Anforderungen an die täglichen Gesprächsführung, wie sie von kaum einer anderen Profession verlangt wird. Trotzdem haben sich in den letzten Jahren diese Anforderungen weiter erhöht: Der inzwischen übliche Leistungsvergleich zwischen Krankenhäusern schließt auch die Qualität des Arzt-Patienten-Gesprächs mit ein. Viele Untersuchungen zeigen, dass die Kommunikationsqualität sogar ein herausragend wichtiges Kriterium für Patientenzufriedenheit ist. In vielen Aufgabenfeldern, vor allem im Bereich der elektiv aufgenommener Patienten, ist zudem deutlich, dass selbstverständlich auch der Ärztliche Dienst die gestiegenen Erwartungshaltungen der beauftragenden Patienten, Angehörigen und einweisenden Ärzten zu spüren bekommt und sich oft dienstleistungsorientiert zu verhalten hat. Diese Entwicklung hat die Rollenkonstellation Arzt-Patient wesentlich verändert und tut dies weiterhin. Sie führt teilweise zu ambivalenten Erwartungen, die eine professionelle Vorbereitung und Reflektion der Kommunikationsaufgaben erfordern. Zur Unterstützung und Weiterentwicklung der kommunikativen Fähigkeiten von Ärztinnen und Ärzten bieten wir zwei aufeinander aufbauende Tagesseminare an. Sie werden im Folgenden beschrieben. Beide Seminare sind bereits bewährt; sie sind als Inhouse-Schulungen in verschiedenen Kliniken mit sehr guten Rückmeldungen durchgeführt worden; u.a. auch im Katholischen Klinikum Bochum. Mitunter war dort der Teil I sogar verpflichtend für alle Assistenzärzte/innen. Besonders hinweisen möchten wir auf den Einsatz von Schauspielerinnen und Schauspielern im Teil 2, die nach einer spezifischen Vorbereitung für diese spezielle Aufgabe die Rolle der Patienten/innen übernehmen. Damit haben die Teilnehmenden eine besonders intensive und realistische Übungssituation. 2

3 im Ärztlichen Dienst Teil I Dieses Basisseminar ist für alle Gruppen offen. Wir empfehlen es besonders für Ärztinnen und Ärzte in den ersten Berufsjahren. Ziele und Inhalte Kommunikationsmodelle (Watzlawick, Schulz von Thun, Rogers, Erickson) Ebenen der Kommunikation, Wirkung von Inhalt und Form, Verstehen und Behalten, Ich-Botschaften formulieren Modelle des Arzt-Patienten-Dialogs häufige Fehler ärztlicher Kommunikation typische Gesprächssituationen: Aufnahmegespräch, Aufklärungsgespräch, Beratungsgespräch, Stationsvisite Gespräche unter Zeitdruck Kundenorientierung im Krankenhaus eine Standpunktklärung: Patient/innen als Kund/innen, berechtigte und problematische Übertragungen, Erwartungshaltungen und Strategien in der Kundenkommunikation Ärzte/innen als Repräsentanten des Hauses Loyal und ehrlich: Beschwerden über Kollegen/innen Umgang mit Beschwerdeführer/innen fordernde und aggressive Patienten Patienten mit Complianceproblemen Positiv formulieren, Umgang mit schwierigen Situationen Zusammenarbeit mit Pflegenden und anderen Diensten Methoden Das Seminar hat Trainingscharakter. Die theoretischen Blöcke werden nur kurz behandelt; der Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Bearbeitung von konkreten Fällen in praktischen Übungen. Die Teilnehmenden erhalten Rückmeldung zur Wirkung ihres Verhaltens. Die Gruppengröße ist auf maximal 12 Teilnehmende begrenzt. Fortbildungspunkte Bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe sind für diesen Tag 10 Fortbildungspunkte beantragt. 3

4 im Ärztlichen Dienst Teil II Dieses Vertiefungsseminar behandelt schwierige Gespräche über Diagnosen und Behandlungsentscheidungen. Die Inhalte des I. Teil oder ein entsprechendes Erfahrungswissen werden vorausgesetzt. Ziele und Inhalte Grundlagen zum Überbringen schlechter Nachrichten Gespräche über schwere Diagnosen Operieren oder nicht operieren Gespräche mit Angehörigen Diagnoseschock, Aufnahmebereitschaft und fähigkeit des Patienten Progredienzangst Gespräche mit onkologischen Patienten Mit Krebs leben ressourcenorientierte Beratungsgespräche Hilfetypen sozialer Gespräche: Anleitung, Beratung oder Begleitung Grundlagen der Sterbebegleitung von der kurativen zur palliativen Behandlung Kommunikation über Grenzen ärztlichen Handelns SPIKES-Modell Ansprechen von Tabuthemen suggestive Wirkungen erkennen und hilfreich einsetzen (Erickson) Methoden Das Seminar hat Trainingscharakter. Durch den Einsatz von Schauspielerinnen und Schauspielern haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, in einem geschützten Rahmen auch schwierige Situationen praktisch zu trainieren. Die theoretischen Blöcke werden nur kurz behandelt; der Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Bearbeitung von konkreten Fällen in praktischen Übungen. Die Teilnehmenden erhalten Rückmeldung zur Wirkung ihres Verhaltens. Die Gruppengröße ist auf max. 12 Teilnehmende begrenzt. Fortbildungspunkte Bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe sind für diesen Tag 10 Fortbildungspunkte beantragt. 4

5 Referent: Dipl.-Psych. Christian Oberberg, Geschäftsführer LOGO Gesellschaft für Schulung und Beratung, Bochum Termine / Zeit: Teil I 31.Januar 2014, 9:00 17:00 Uhr 11. Februar 2014, 9:00 17:00 Uhr 04. März 2014, 9:00 17:00 Uhr 07. Mai 2014, 9:00 17:00 Uhr 04.Juni 2014, 9:00 17:00 Uhr Teil II 14. Februar 2014, 9:00 17:00 Uhr 25. März 2014, 9:00 17:00 Uhr 13. Mai 2014, 9:00 17:00 Uhr 05. Juni 2014, 9:00 17:00 Uhr Ort / Zeit: Hotel Park Inn, Bochum (direkt gegenüber Bo-Hbf; Anreise per Zug empfehlenswert) Massenbergstraße 19-21, Bochum, Tel.: Kosten: Teil I: Teil II: 290,- zzgl. MwSt. 390,- zzgl. MwSt. Ärztinnen und Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum sind davon ausgenommen. Für sie ist die Teilnahme kostenfrei. Darin enthalten ist auch die Tagungspauschale des Hotels. Diese enthält die Kosten für Seminarraum, Tagungsgetränke, zwei Kaffeepausen und ein Mittagessen. Sollten sich aus Ihrem Haus mehrere Teilnehmer/innen anmelden, sprechen Sie uns bitte auf Rabatt an. Anmeldung bitte an: BIGEST-Bildungsinstitut für Berufe im Gesundheitswesen der St. Elisabeth-Stiftung Frau Margret Koert Frau Annegret Drescher Bleichstraße Bochum Tel.: Fax: Mail: a. 5

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