Bildung mit E-Learning

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1 Bildung mit E-Learning Helmut-Schmidt-Universität Hamburg Berlin, 09. November 2007

2 Erfolgsdefizite virtueller Studienangebote 1. Studierende ziehen das Präsenzstudium dem virtuellen Studium vor, obwohl sie Computer und Internet vielfältig nutzen. 2. Die mentorielle Betreuung reicht den Studierenden für ein erfolgreiches Studium nicht aus. 3. Die Studierenden wollen den direkten sozialen Kontakt in Präsenz mit den Lehrenden und den Kommilitonen. 4. Die Kommunikation in Präsenz schließt nicht aus, dass auch die Telekommunikation ausgiebig genutzt wird. 5. Die Studierenden nutzen die virtuellen Studienangebote als neue Medien neben den alten Medien. Vgl. Uhl, Volker: Virtuelle Hochschulen auf dem Bildungsmarkt. Strategische Positionierung unter Berücksichtigung der Situation in Deutschland, Österreich und England. DUV, Wiesbaden 2003

3 Faktoren vollständiger Bildungsprozesse Lernprozesse müssen so gestaltet sein, dass Kompetenz- bzw. Lerndiskrepanzen im kontextuellen Diskurs erfahrbar und Lernproblematiken motiviert übernehmbar werden. Inhalte und Formen pädagogischer Handlungen und deren Verfügbarkeit in virtuellen Lernwelten müssen selbstbestimmte Lernprozesse ermöglichen. Lernen erfordert den offenen Diskurs mit Lehrenden, Studierenden, Experten und Nicht-Experten über das gemeinsame Dritte in den jeweiligen Kontexten. Aufgaben- und Produktorientierung des Lernens erfordert und ermöglicht kooperativ selbstorganisierte Lernprozesse. Bildung als individuelles Kompetenzprofil ist immer subjektives Ergebnis des Lehrens und Lernens in pädagogischen Verhältnissen, das erst in der Praxis sichtbar wird.

4 Telematische Lehr- und Lernkultur Aufgabenorientierte didaktische Konzepte z.b. Studienprojekt Erweiterbarkeit und Aktualisierbarkeit der Medien z.b. Hypertext Autodidaktische Kompetenzen z.b. selbstorganisiertes Lernen organisieren können Aktive Medienkompetenzen z.b. multi-symbolisch schreiben können Neue Kommunikations- und Kooperationsformen z.b. Diskussionsforum, Moderation Informationsmanagement z.b. Informationssuche Entwicklung einer Gemeinschaftsperspektive z.b. gemeinsam zu erarbeitendes Studienergebnis

5 Aufgabenorientierte Didaktik Bewahrung der Natur Beherrschung der Technik Organisation der Arbeit Zivilisierung des Sozialen Bildung der Subjekte Entwicklung der Gesellschaft Befriedigung eines Bedarfs Dimensionen von Berufshandlungen Ausgliederung Lehrhandlungen Eingliederung Dimensionen von Lernhandlungen Lernaufgabe Berufsaufgabe Bedeutungswissen Handlungsinteressen Entscheidungskompetenzen Fachkompetenzen Methodenkompetenzen Sozialkompetenzen Bewertungskompetenzen

6 Aufbereitung der Bildungsinhalte 1. Bedeutung einer Aufgabe darstellen betriebliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche, individuelle Bedeutung, Anforderungen an die Handlungskompetenzen, Entwicklungsperspektiven 2. Diskrepanzerfahrungen im Handeln ermöglichen z.b. durch Simulationen, Erkundungen, Kommunikationen mit Fachexperten 3. Lernaufgaben eigenständig ausgliedern können im Diskurs mit Lehrenden, Lernenden und anderen Experten 4. Erwerb autodidaktischer Lernkompetenzen unterstützen z.b. durch Hilfen für das Selbstmanagement des Lernens 5. exploratives und expansives Lernen ermöglichen z.b. aus angebotenen Lernressourcen

7 Aufbereitung der Bildungsinhalte 6. kooperatives und partizipatives Lernen unterstützen z.b. Lerngruppen organisieren und moderieren, Communities of Practice 7. persönliches Kennenlernen ermöglichen z.b. durch Steckbriefe, Fotos, Video Clips 8. eigene Ergebnisse zur Diskussion stellen können z.b. in eigenen Abteilungen in Lernräumen 9. synchrone und asynchrone Kommunikation ermöglichen z.b. , Chat, Audio- und/oder Videokonferenz, Präsenzveranstaltungen 10. hinreichendes Zeitbudget einräumen erfolgreicher Erwerb vollständiger Handlungskompetenzen erfordert Eigenzeit

8 Pädagogische Infrastruktur Prüfung & Evaluation Angebot & Auskunft Kommunikation & Kooperation Arbeitsbereich Planung & Verwaltung Schnittstellen zu Anwendungssoftware Mediathek & Ergebnisse Tele-Lernraum

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