Nutzen von Kooperationen in der Forschung am Beispiel der Pharmaindustrie

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1 Nutzen von Kooperationen in der Forschung am Beispiel der Pharmaindustrie Dr. Bernhard Kirschbaum Leiter Forschung und frühe klinische Entwicklung Merck Serono Merck KGaA / Darmstadt 2. Hessischer Clusterkongress 2012 IHK Frankfurt am Main 20. August 2012

2 Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg. HENRY FORD 2

3 Medizinische Forschung wird immer komplexer Genomics Era Post-Genomics Era 3 bietet aber eine Vielzahl neuer Chancen für Patienten

4 Veränderte Rahmenbedingungen im Pharmaumfeld zwingen zum Umdenken Drastisch sinkende Produktivität in Forschung und Entwicklung Starker Konkurrenzdruck durch Generika Preisdruck durch den Gesetzgeber auf den etablierten Märkten Hohe Hürden für die Zulassung neuer Medikamente Unterversorgung in Schwellenländern mit starkem Wirtschaftswachstum Alternde Bevölkerung mit Zunahme chronischer Krankheiten Rasanter wissenschaftlicher Fortschritt durch neue Erkenntnisse der biologisch-medizinischen Zusammenhänge 4

5 Verschiedene Formen von Kooperation als Antwort Public Private Partnerships Organisation in Form kleiner, biotechähnlicher Einheiten Kollaborationen/strategische Partnerschaften mit akademischen Einrichtungen Kooperationen von Biotechunternehmen mit Big Pharma um Ideen, Know-how und Kapital zusammenzubringen Gemeinsame Entwicklung von Medikamenten durch Pharmaunternehmen Großindustrie Lizenzen Kooperationen Konsortien 5 Biotech Netzwerke

6 Pressestimmen 6

7 IMI ist die größte europäische öffentlich-private Partnerschaft im Life-Science Sektor 1 Mrd* 1 Mrd * Forschung erfolgt durch EFPIA Partnerfirmen durch Sachleistungen IMI Forschungsförderung Universitäten Kliniken Mittelstand Patientenorganisationen Regulierungsbehörden, etc. IMI Forschungsprojekte 7

8 Öffentlich geförderte Netzwerke Früher Zugang zu Innovationen 8

9 National Institute of Health (NIH/USA) systematische Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen Problemstellung Mangelnde Validierung von Targets als Ursache für hohe Misserfolgsraten Lösungsansatz Einmalige Chance großflächig Genforschung und Systembiologie zusammenzuführen um Validierung voranzutreiben Neue Form der Forschung im präkompetitiven Rahmen mit geteilten Kosten und Risiken plus intensivem Erfahrungsaustausch Chance, die Arbeitsweise in Biotech und Pharmaindustrie revolutionär zu verändern Targetvalidierung anhand von Humandaten NIH/Partnerinstitute Biopharma Partner Patienten/Kohorten Genome/Exom-Sequenzierung Extreme Phenotypen Daten aus klinischen Studien Knowledge Mgmt Genetischer Locus Biologische Pathways 9

10 Kollaboration in der Bekämpfung von Tuberkulose TB Drug Accelerator widmet sich der Erforschung neuer Medikamente zur Bekämpfung von Tuberkulose Forschungsansatz ist die Entwicklung von Medikamenten, die TB innerhalb von einem Monat heilen können Kollaboration von 7 industriellen, zwei akademischen, zwei staatlichen und einem Non Profit Partner (Bill & Melinda Gates Foundation) 10

11 Kollaborationen bei Merck Serono 11

12 Forschungskollaborationen von Merck Serono Drei globale Forschungszentren, Partnerschaften weltweit Darmstadt Hub Boston Hub Peking Hub 12

13 Der richtige Standort ist ein Erfolgsfaktor 13

14 Therapeutische Immuninterventionen an Tumorstammzellen Spitzencluster CI3 Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der JGU Mainz ggmbh 14 14

15 Anzahl durch VC finanzierte Start-ups Biomedizinische Patente pro Mio Einwohner Zugang zu Kapital, um Innovationen optimal zu entwickeln 600 Anzahl durch VC finanzierte Start-ups vs. Biomedizinische Patente pro Mio Einwohner Anzahl durch VC finanzierte Start-ups Sources: Dow Jones Venturesource, USPTO/ WIPO, interviews with 8 Israel VCs

16 Bio-Incubator - Investitionen und neueste Technologien am Standort Israel PfD (ESL) Gründer Founders Ideen, Know-how IP; know-how; people Merck Serono Finanzielle Mittel, Entwicklungsexpertise, Infrastruktur Incubator NewCo Potenzielle Partnerschaft 16

17 Über 30 Jahre gemeinsame Innovation Partnerschaft zwischen Merck Serono und dem Weizmann Institute 17

18 Kooperationen sind die Antwort auf schwierigere Rahmenbedingungen in der Pharmaforschung um Innovationen in der Grundlagenforschung zum Nutzen der Patienten weiter zu entwickeln um den Standort Deutschland / Europa international zu stärken um Wissen und Erfahrung effizient zu teilen um Risiken zu teilen und so zu verringern 18

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