Das Rektorat der Fachhochschule Westschweiz,

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1 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 begonnen haben) Das Rektorat der Fachhochschule Westschweiz, gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) vom 6. Mai 011, gestützt auf das Reglement über die Grundausbildung (Bachelor- und Masterstudiengänge) an der HES-SO vom 1. Juli 01, beschliesst: I. Allgemeine Bestimmungen Ziel Art. 1 1 Das vorliegende Reglement präzisiert das Reglement über die Grundausbildung (Bachelor- und Masterstudiengänge) an der HES-SO für den Bachelorstudiengang in Physiotherapie (nachfolgend Studiengang). Es gilt für alle Personen, die im Studiengang immatrikuliert sind, um ein Bachelordiplom in Physiotherapie zu erwerben. Unterrichtssprache Art. 1 Das Bachelorstudium wird in französischer Sprache erteilt. Einige Unterrichtsveranstaltungen können in englischer Sprache erteilt werden. Die Hochschulen können zusätzlich eine zweisprachige Ausbildung in Französisch / Deutsch anbieten. Art und Dauer der Ausbildung Art. 1 Der Studiengang wird als Vollzeitstudium mit einer Mindestdauer von 6 Semestern und einer Höchstdauer von 1 Semestern angeboten. Langzeiturlaub im Sinne von Art. 19 des Reglements über die Grundausbildung (Bachelor- und Masterstudiengänge) an der HES-SO wird nicht genehmigt, wenn die Studierenden alle ihre Lernmodule und Praxismodule validiert haben. Sonderfälle bleiben vorbehalten. Seite 1/7

2 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 beginnen) Studiengangsinterner Wechsel Art. 1 Vorbehaltlich der verfügbaren Plätze können Studierende, die an einer Hochschule immatrikuliert sind, um ein Bachelordiplom in Physiotherapie zu erwerben, einen Wechsel der Hochschule innerhalb desselben Studiengangs beantragen. Sie haben ihren Antrag an die Direktion der Hochschule zu richten, zu der sie wechseln möchten, mit Kopie an die Direktion der Hochschule, die sie verlassen möchten. Die Modalitäten und Bedingungen des studiengangsinternen Wechsels werden von den Direktionen der beiden betroffenen Hochschulen gemäss der jeweiligen Situation bestimmt. Die Studierenden müssen sich danach richten. Die Direktionen der betroffenen Hochschulen informieren die Studierenden schriftlich über ihre Entscheidung und die Bedingungen des studiengangsinternen Wechsels, die bei einer Genehmigung des Wechsels gelten. Beim studiengangsinternen Wechsel werden die an einer Hochschule erworbenen ECTS-Credits von den anderen Hochschulen desselben Studiengangs anerkannt. Praxisausbildung Art. 1 Die Praxisausbildung unterliegt dem Praxisausbildungssystem der HES- SO (nachfolgend Praxisausbildungssystem) und dessen drei vertraglichen Ebenen: a) der Vereinbarung über die Praxisausbildung ; b) dem Übereinkommen über die Organisation der Praxisausbildung ; c) dem pädagogischen Dreiervertrag. Die Praxisausbildungsperioden werden grundsätzlich in Einrichtungen absolviert, die sich am Praxisausbildungssystem beteiligen. Ausnahmsweise können Praxisausbildungsperioden in Einrichtungen absolviert werden, die sich noch nicht am Praxisausbildungssystem beteiligen, die jedoch Gegenstand von Sonderregelungen sind. In der deutschen Schweiz, im Tessin oder im Ausland absolvierte Praxisausbildungsperioden müssen den pädagogischen Anforderungen entsprechen. Der Studiengang legt den Umsetzungsrahmen für die Praxisausbildung sowie die Betreuungs- und Evaluationsmodalitäten fest. Jede Hochschule setzt die von dem Studiengang festgelegten Elemente um. Seite /7

3 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 beginnen) Praxisausbildung und Versicherung Art. 6 1 Die Studierenden schliessen auf ihre Kosten eine Krankenversicherung sowie eine Nichtberufsunfallversicherung ab. Die Haftpflichtversicherung der Studierenden wird von der Praxisausbildungseinrichtung übernommen. Die Studierenden werden von der Praxisausbildungseinrichtung gegen Berufsunfälle, Nichtberufsunfälle und Berufskrankheiten versichert. II. Organisation des Studiums Organisationsprinzip Art. 7 1 Die Ausbildung beruht auf dem auf nationaler Ebene von der KFH definierten Kompetenzprofil. Der Studiengang verfügt über einen nationalen Qualifikationsrahmen, der das Ausbildungsprofil definiert und die Bestandteile des Qualifikationsrahmens im Sinne der Ausbildungsstufe einbezieht. Das Ausbildungsprogramm jeder Hochschule des Studiengangs entspricht dem Studienplan des Studiengangs. Ablauf der Ausbildung Art. 8 Ausbildungsperioden an der Hochschule wechseln mit praktischen Ausbildungsperioden (Praxisausbildungsperioden) im beruflichen Umfeld ab. Modularer Aufbau Art. 9 Die Ausbildung umfasst Lehrmodule, Praxisausbildungsmodule und ein Bachelor-Thesis-Modul. Modulbeschrieb Art. 10 Jedes Modul ist Gegenstand eines Modulbeschriebs, der die Bezeichnung des Moduls, die angestrebten Ziele und Kompetenzen, den Inhalt, die Evaluations- und Validierungsmodalitäten, den Charakter des Moduls gemäss Art. des Reglements über die Grundausbildung (Bachelor- und Masterstudiengänge) an der HES-SO (obligatorisch, nicht obligatorisch), die Anforderungen für den Besuch des Unterrichts, die Note, ab der eine Zusatzarbeit möglich ist, sowie die Modalitäten der Zusatzarbeit, falls eine solche vorgesehen ist, die Modalitäten für eine Wiederholung sowie die Auswirkungen des definitiven Nichtbestehens des Moduls festlegt. Mobilität Art Der Studiengang kann die Mobilität für bestimmte Lehrveranstaltungen und/oder Ausbildungsmodule obligatorisch machen. Die Hochschulen können während der Ausbildung Mobilitätsperioden in der Schweiz oder im Ausland organisieren. Die Modalitäten der Durchführung und Evaluation dieser Mobilitätsperioden sind Gegenstand spezifischer Bestimmungen. Seite /7

4 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 beginnen) Organisation der Praxisausbildung Art. 1 1 Die Praxisausbildungsperioden ermöglichen den Erwerb von 8 ECTS- Credits. Sie entsprechen 6 Wochen obligatorischer Präsenz im beruflichen Umfeld. Die für die Praxisausbildung vorgesehene Zeit berechnet sich auf der Grundlage von 0 Wochenarbeitsstunden. Bachelor-Thesis Art. 1 1 Die Bachelor-Thesis entspricht 10 ECTS-Credits. Der Studiengang legt den Rahmen für die Durchführung der Bachelor-Thesis sowie die Betreuungs- und Evaluationsmodalitäten fest. Jede Hochschule setzt die von dem Studiengang festgelegten Elemente um. Seite /7

5 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 beginnen) III. Evaluation, Promotion und Verleihung von Diplomen Notenskala, Validierung der Module und Vergabe der ECTS- Credits Art. 1 1 Jedes Modul ist Gegenstand von mindestens einer Evaluation. Die Modalitäten für die Validierung der Module und für die Vergabe von ECTS- Credits sind in den Modulbeschrieben festgelegt. Jedes Modul ist Gegenstand einer Bewertung nach der folgenden Notenskala: A = hervorragend: ausgezeichnete Leistungen und nur wenige unbedeutende Fehler; B = sehr gut: C = gut: überdurchschnittliche Leistungen, aber einige Fehler; insgesamt gute und solide Arbeit, jedoch mit einigen grundlegenden Fehlern; D = befriedigend: mittelmässig, jedoch deutliche Mängel; E = ausreichend: die gezeigten Leistungen entsprechen den Mindestanforderungen; FX= ungenügend: für die Vergabe der ECTS-Credits sind Verbesserungen erforderlich; F = ungenügend: eine Wiederholung des Moduls oder erhebliche Verbesserungen sind erforderlich. Die Noten A bis E ermöglichen den Erwerb der für dieses Modul vergebenen ECTS-Credits. Die Noten FX und F ermöglichen den Erwerb der ECTS-Credits für dieses Modul nicht. Die ECTS-Credits werden für jedes Modul gesamthaft verliehen oder nicht verliehen. 6 Die im Rahmen der internationalen Mobilität erworbenen ECTS-Credits werden für die Ausbildung der Studierenden angerechnet. Teilnahme an den Evaluationen Art. 1 1 Die Teilnahme an den Evaluationen ist obligatorisch. Für jede Abwesenheit muss ein ärztliches Zeugnis oder ein offizielles Dokument vorgelegt werden. Im Falle einer unbegründeten Abwesenheit oder wenn die Arbeiten nicht fristgerecht abgegeben werden, erhalten die Studierenden die Note F. Im Falle einer begründeten Abwesenheit werden die Studierenden zu neuen Prüfungen vorgeladen. Seite /7

6 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 beginnen) Zusatzleistung Art Wenn die Studierenden die Note FX erhalten, haben sie die Möglichkeit, eine Zusatzleistung zu erbringen, sofern dies im Modulbeschrieb ausdrücklich vorgesehen ist. Die Modalitäten der Zusatzleistung (Ergänzungsprüfung oder Zusatzarbeit) und die möglichen Noten im Falle eines Nichtbestehens oder Bestehens werden im Modulbeschrieb festgelegt. Im Falle eines Nichtbestehens bei der Zusatzleistung erhalten die Studierenden die Note F und können das Modul zu den in Art. 17 vorgesehenen Bedingungen wiederholen. Für die Praxisausbildungsmodule ist keine Zusatzleistung möglich. Wiederholung Art Wenn Studierende für ein Modul die Note F erhalten, können sie dieses Modul einmal und so bald wie möglich wiederholen. Auf ordnungsgemäss begründetes Gesuch der Studierenden hin kann die Direktion der Hochschule eine verlängerte Frist für die Wiederholung des Moduls gewähren. Die Wiederholung des Moduls kann in einer besonderen Form (z. B. über ein unabhängiges Projekt) erfolgen, sofern die erwarteten Lernerfahrungen den im Modulbeschrieb festgelegten Zielen und angestrebten Kompetenzen entsprechen. Der Modulbeschrieb muss diese Möglichkeit jedoch ausdrücklich erwähnen. Die Modalitäten der Wiederholung müssen Gegenstand eines schriftlichen Dokuments sein, das von den Studierenden und dem/der Leiter/in des Moduls unterzeichnet wird und in dem die Anforderungen und Bedingungen für das Bestehen festgelegt sind. Die Wiederholung ermöglicht es den Studierenden, bei Bestehen die Noten A bis E oder bei Nichtbestehen die Note F zu erhalten. Im letzteren Fall gilt das Modul als definitiv nicht bestanden. Ausschluss aus dem Studiengang Art Studierende, die eine der folgenden Bedingungen erfüllen, werden endgültig aus dem Studiengang ausgeschlossen: a) Sie haben die für den Erhalt des Bachelordiploms erforderlichen ECTS- Credits nicht innerhalb der in Art. festgelegten vorgeschriebenen Frist erworben; b) Sie haben ein Pflichtmodul definitiv nicht bestanden. Der Beschluss über den Ausschluss aus dem Studiengang wird den Studierenden von der Direktion der Hochschule schriftlich mitgeteilt. Ein Ausschluss aus dem Studiengang führt zu einem Verbot der Wiederaufnahme des Studiums in diesem Studiengang während einer Zeit von Jahren, gemäss Art. 1 des Reglements über die Grundausbildung (Bachelorund Masterstudiengänge) an der HES-SO. Seite 6/7

7 (gültig für Studierende, die mit ihrer Ausbildung ab dem Studienjahr 01/01 beginnen) Diplom Art Die Studierenden, die die erforderlichen 180 ECTS-Credits innerhalb der vorgeschriebenen Zeit und gemäss dem vorgesehenen Studienplan erworben haben, erhalten das Diplom Bachelor of Science HES-SO in Physiotherapie. Die Studierenden, die die Bedingungen von Art. 8 des Reglements über die Grundausbildung (Bachelor- und Masterstudiengänge) an der HES-SO erfüllen, erhalten ein Bachelordiplom mit dem Vermerk zweisprachig. Nach Abschluss ihrer Ausbildung erhalten alle Studierenden zusätzlich zu ihrem Bachelordiplom den Diplomzusatz (Diploma Supplement). Die Studierenden erhalten von der Direktion der Hochschule eine Bestätigung über den Abschluss der Ausbildung, sobald sie die erforderlichen 180 ECTS- Credits erworben haben. IV. Schlussbestimmungen Rechtsvorschriften der Hochschulen Art. 0 Das vorliegende Reglement wird von den Hochschulen unter Einhaltung der Referenztexte umgesetzt. Aufhebung Art. 1 Die Richtlinien des Studiengangs Bachelor of Science HES-SO in Physiotherapie vom 6. Juli 01 werden aufgehoben. Übergangsbestimmungen Art. Die Richtlinien des Studiengangs Bachelor of Science HES-SO in Physiotherapie vom 8. September 006 gelten weiterhin für Studierende, die ihre Ausbildung vor dem Beginn des Studienjahres 01 begonnen haben. Inkrafttreten Art. Das vorliegende Reglement tritt am 1. September 01 in Kraft. Das vorliegende Reglement wurde mit dem Beschluss R 01//8 vom Rektorat der HES-SO an seiner Sitzung vom 1. Juli 01 verabschiedet. Seite 7/7

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