Alle Erziehung ist nur Handreichung zur Selbsterziehung Eduard Sprange

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1 Alle Erziehung ist nur Handreichung zur Selbsterziehung Eduard Sprange 2011

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3 INHALT Editorial 4 Hochschulporträt 2011 Dom, E.: Die Freie Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik 2010/2011 eine Innenbetrachtung 5 Aus der pädagogischen Arbeit der Hochschule Jeuken, M.: Neue Entwicklungen in der eurythmischen Ausbildung Hennersdorf, J.: Neues Fachstudienjahr Handarbeit Schiller, R.: Kleine Freude: Stadt-Art-Projekt in Weimar Hutter, W.: Akademische Lehrerbildung für die Fächer der Oberstufe Götte, W.: Noch eine Biographie Rudolf Steiners. Eine formale Kritik Fried, R.: Ethnologische Betrachtungsweise als Vorbild Aus dem Kollegium Neue Professoren-Ernennungen der Hochschule Neue Mitarbeiterin in der Verwaltung Interview mit Prof. Dr. Peter Lutzker Veröffentlichungen und künstlerische Leistungen aus dem Kollegium im Studienjahr 2010/ Studierende Walther, B.: Die Oberuferer Weihnachtsspiele 2010 an der Freien Hochschule Stuttgart 33 Forschung Loebell, P.: Schule in Bewegung Herausforderungen an die Lehrerbildung Kern, H.: Das Intervall-Erleben Kern, H.: Das Peter-Michael Riehm Institut stellt sich vor Krügler, K.: Jahrgangsübergreifender Unterricht an Waldorfschulen: Kompromiss oder Innovation? Weitere Ereignisse Schiller, R.: Ein Blick zurück auf die Ausstellung Kosmos Rudolf Steiner im Kunstmuseum Stuttgart. Interview mit Dr. Simone Schimpf Grebe, H.: Berufseinführung an Waldorfschulen in Baden-Württemberg Theißen, I.: Fortbildung für Sprachgestalter mit Sabine Eberleh Manke, D./Hueck, C.: Bericht über das Kolloquium Pädagogik und Salutogenese Hartmann, M.: Zukunft bauen

4 EDITORIAL Die Freie Hochschule Stuttgart stellt sich seit ihren Anfängen die Aufgabe, ihren Studierenden essentielle Anregungen zur Befähigung für den Lehrerberuf zu vermitteln. Jedes Jahr verlassen mehr als hundert Absolventen die Hochschule, die mit frischer Kraft und Enthusiasmus den Unterricht in vielen Klassen der deutschen und ausländischen Waldorfschulen übernehmen. Einige wesentliche aktuelle Aspekte aus dem Leben der Hochschule werden in diesem Berichtsheft dokumentiert. Einen ersten Schwerpunkt bilden die künstlerischen Komponenten der Ausbildung: Eurythmie und Musik. Sowohl in der Weiterentwicklung der Studiengänge, wie auch in der Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten und schließlich in der Forschung ereignete sich auf dem Gebiet Wesentliches. Ein neuer Studiengang Eurythmiepädagogik wurde akkreditiert. Ein neues musikpädagogisches Forschungsinstitut wurde gegründet. Das 150. Jubiläum Rudolf Steiners hat die Hochschule ebenso beschäftigt, was durch mehrere Beiträge des Berichtsheftes illustriert wird. Ein besonders zu begrüßendes Ereignis bildet die Initiative der Studierenden, die Oberuferer Weihnachtsspiele im Leben der Hochschule neu zu installieren. Das wären nur drei mehr gewichtige Aspekte von vielen, die Sie in diesem Heft besprochen finden können. Hoffentlich können die zahlreichen Beiträge zeigen, wie eine anthroposophische wissenschaftliche Lehrerbildung in aktuellen sich wandelnden Kontexten und in modernen Formen kreativ und zeitgemäß lebendig bleiben kann. Tomáš Zdražil 4

5 HOCHSCHULPORTRÄT Die Freie Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik 2010/2011 eine Innenbetrachtung Wenn man morgens über die Anlage der Hochschule zur Arbeit geht, erfreut man sich über den Hochschulcampus, der sich in einem räumlichen Dialog zwischen den Gebäuden und dem teilweise als Amphitheater gestalteten Garten zu einer wohltuenden und erneuernden Geste des Begegnens entwickelt hat. Die Situation der Freien Hochschule ist eine des stetigen Wandels. Einerseits werden die letzten Diplomstudiengänge weiter und zu Ende geführt, andererseits fängt im September das dritte Bachelorjahr an. Der letzte postgraduierte Oberstufenkurs fand im Sommer 2010 seinen Abschluss. Heute studieren sowohl Klassenlehrer als auch Oberstufenlehrer jeweils in einem postgraduierten Masterkurs. Im September 2012 werden sich parallel zu den Bachelorjahren zwei konsekutive Masterkurse anschließen. Die gesamten Umstellungen und Ausweitungen hatten und haben weitgehende Auswirkungen auf die Hochschule. Sowohl DozentInnen als auch MitarbeiterInnen mussten sich in neue Strukturen, Studiengangformate und Prüfungsformen einarbeiten. Dadurch wurde es möglich, das Studienkonzept neu zu durchdringen und zu beleben, eine Arbeit, die wir auch gerne im Gespräch mit Schulkollegen und Studierenden ergreifen und die uns ständig die Bedürfnisse der heutigen Waldorfschulwelt vor Augen führt. Die Hochschule ist durch das Qualitätsmanagement dazu aufgefordert, sich kontinuierlich zu verbessern. In diesem Sinne fand eine Reihe von Klausurtagen statt. Ein wichtiger Klausurtag beschäftigte sich mit der Thematik Berufseinführung und Praktika an den Schulen. Eine starke Beteiligung der Schulen und der Studierenden konnte in diesen Bereich viel Klarheit bringen und neue Schwerpunkte für die Zusammenarbeit sowie Verbesserungen der Vorbereitung auf den Lehrerberuf bewirken. Auch bei der Akkreditierung wurden wichtige Schritte vollzogen: die Studiengänge ganz neu Bachelor und Master Eurythmie im Eurythmeum, eine Einrichtung, mit

6 HOCHSCHULPORTRÄT der die Hochschule schon seit längerer Zeit kooperiert, wurden nach einer Begehung im vergangenen Februar akkreditiert. Weiterhin pflegt die Hochschule einen intensiven Kontakt mit dem Wissenschaftsministerium, mit dem Ziel, weitere Entwicklungen im Hochschulbereich voranzubringen. Die Freie Hochschule Stuttgart hat in letzter Zeit Kooperationen mit den Seminaren Berlin und Kiel eingeleitet. Die Absicht ist, in Kürze vor Ort unsere postgraduierten Masterstudiengänge anzubieten, sodass Studierende in Berlin und Kiel, die dafür in Frage kommen, einen staatlich anerkannten Abschluss der Stuttgarter Hochschule bekommen können. Das Wachstum der Hochschule verläuft erfreulich, viele Studierende finden zu uns; erheblich mehr ehemalige Waldorfschüler besuchen die Studiengänge. Für Nicht- Hochschulstudierende besteht außerdem die Möglichkeit, am Seminar für Waldorfpädagogik zu studieren. Sie können gegebenenfalls über die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) gefördert werden. Seit Juli 2010 wurden sieben Weiterbildungsmaßnahmen zertifiziert. Was unser Kollegium anbelangt, konnten wir Herrn Dr. Lutzker, langjährigen Fremdsprachenlehrer und Mitarbeiter im Fremdsprachenbereich, als neuen Kollegen gewinnen. Außerdem beschäftigt sich Herr Dr. Hueck mit einem Forschungsprojekt über Salutogenese in Zusammenarbeit mit der Berliner Charité und gibt an der Hochschule verschiedene Kurse im Grundlagenbereich. Damit Waldorflehrern, die eine Nachqualifizierung benötigen, geholfen werden kann, wird seit einigen Jahren ein Diplomandenkurs angeboten. Im abgelaufenen Studienjahr haben wieder etwa vierzig Lehrerinnen und Lehrer erfolgreich daran teilgenommen. In den letzten Wochen und Monaten vibrierte die Hochschule, was nicht mit Stuttgart 21 zu tun hatte, sondern vielmehr mit dem Fertigstellen der Diplomarbeiten, der Masterarbeiten und ihrer feierlichen Präsentation. Die Studierenden der Sport-, Kunst-, Handarbeit- und Musikfachjahre verliehen mit ihren erworbenen Fähigkeiten und Darstellungen der letzten Studienwoche einen ganz besonderen Glanz. Die Sonne geht zur Neige, und auf den weißen Kalksteinen im Garten sitzen noch einige Studierende, eine Dozentin verlässt die Raucherecke, die Lichter der Bibliothek leuchten warm unter dem Dach der Hochschule, einige Schwalben kreisen spieltrunken in der sich rötlich färbenden Luft. Bald ist Sommerpause, und man fragt sich neugierig, wer hier im kommenden Jahr den Dialog über den Campus weiterführen wird. Erik Dom

7 PÄDAGOGIK Neue Entwicklungen in der eurythmischen Ausbildung Eurythmie das sind Bewegungen zu Dichtung und Klängen, Choreographien zu Sprache und Musik, aber auch Licht und Farbweben, Schleierbewegungen und Aufführungen, oftmals mit Langzeitwirkung. Durch vertiefte Wahrnehmungen und intensive Bewegungsschulung der Eurythmisten wird Sprache zur sichtund rhythmische Bewegungsübungen bis hin zum Gestalten ganzer Gedichte und Musikstücke. Der Unterricht unterstützt in vielfältiger Weise die Förderung und Entwicklung individueller Fähigkeiten der Schüler sowie die Schulung motorischer Fähigkeiten, die Förderung von Selbst- und Bewegungsbewusstsein, die Entwicklung von Foto: Sabine Eberleh baren Sprache und Musik zum sichtbaren Gesang. In diesem Prozess nimmt der Mensch seine schöpferischen Kräfte und die der Natur wahr, entwickelt diese und bringt sie künstlerisch zum Ausdruck. Durch das Gestalten mit der schöpferischen Energie von Wort und Ton entstehen die eurythmischen Bewegungen. Wie der Kehlkopf die Sprache formt, so macht die Eurythmie sie in Formen und Gebärden an der Gestalt sichtbar. Die Luftbewegungen, in denen sich die Laute der Sprache entfalten, werden in der Eurythmie wahrnehmbar. Und auch die sonst nur innerlich erlebten seelischen Färbungen und geistigen Impulse werden durch die eigenen Bewegungen zum Ausdruck gebracht. Der menschliche Leib wird zum Darstellungsmittel, zum künstlerischen Instrument, durch das der Inhalt der Stücke, die Spannungen, Beziehungen und Intentionen sichtbar werden. Für die Waldorfschüler ist die Eurythmie darüber hinaus ein reguläres Unterrichtsfach. Von kleinen Bewegungsgeschichten in den ersten Schuljahren spannt der Eurythmieunterricht einen großen Bogen über geometrische kreativen Fähigkeiten, individuellen Ausdruckspotentialen und sozialer Kompetenzen. Häufig zeigen die Schüler der Abschlussklassen ihre Fähigkeiten in beeindruckenden, weitgehend selbstgestalteten Aufführungen. 100 Jahre Eurythmie 2012 Die Eurythmie ist auf Initiative von Rudolf Steiner vor fast exakt 100 Jahren auf der Basis der Anthroposophie entstanden. Er sprach von einem Schicksalskind, das der anthroposophischen Bewegung zugefallen sei und betonte, dass nur derjenige Eurythmie ausführen könne, der anerkennt und in der Überzeugung lebt, dass der Menschen aus Leib, Seele und Geist besteht. Nachdem seit 1912 in mehreren eurythmischen Kursen eine Vielzahl von Angaben und Anregungen den Grundstock der Eurythmie bildeten, wurde sie zuerst in Kursen und internen Aufführungen geübt und gezeigt. Anfang 1919 erfolgten die ersten öffentlichen Eurythmieaufführungen. Wenige Monate später wird die Eurythmie mit Begründung der ersten Waldorfschule auf der Uhlandshöhe zum Unterrichtsfach, das fest im Lehrplan verankert ist

8 PÄDAGOGIK In vielen Vorträgen spricht Steiner von der Bedeutung der Eurythmie als seelischem Turnen und als durchgeistigter Gymnastik. Zur Kooperation Bereits seit fast 10 Jahren arbeiten die Freie Hochschule und das Eurythmeum in der Ausbildung von Eurythmisten und Eurythmielehrern eng zusammen. Dabei hat es sich als besondere Qualität bewiesen, dass die Eurythmiestudenten ihr künstlerisches Grundstudium im Eurythmeum erhalten und daneben viele, vor allem pädagogisch relevante Kurse, zusammen mit den Klassen- und Fachlehrerstudenten besuchen. Der Erfolg der Zusammenarbeit beider Einrichtungen zeigt sich auch in gemeinsamen Projekten, die im Laufe der vergangenen Jahre entstanden sind. Im Mülheim- Projekt haben fast 30 Studenten und Dozenten beider Häuser eine zwanzigminütige Bühnenaufführung erarbeitet, in der Eurythmie, Sprache und Musik zum Teil in gegenseitiger Durchdringung zu einem Gesamtkunstwerk zusammengewirkt haben. Die Aufführung fand im Rahmen des Bildungskongresses des Bundes der Freien Waldorfschulen in Mülheim großen Anklang. Auch im Rahmen von Diplomarbeitspräsentationen und bei Feiern zu den Jahresfesten arbeiten die Studierenden der verschiedenen Fachrichtungen immer wieder zusammen. Akkreditierung der Studiengänge In den vergangenen Jahren wurden das eurythmische Grundstudium und die pädagogischen Kurse integriert angeboten. Viele Studierende erlebten die Verzahnung beider Studienanteile als zu eng und äußerten, dass beide Schwerpunkte zeitlich nicht ausreichend zu ihrem Recht kämen. Durch intensive Arbeit in den letzten zwei Jahren ist es jetzt gelungen, die Zusammenarbeit und das Studium weiterzuentwickeln und die Studiengänge als Bachelor- und als Masterstudiengang akkreditieren zu lassen. Die Akkreditierung bietet die Möglichkeit, in den neuen Studiengängen bewusste Schwerpunkte zu setzen, die zu einer Intensivierung führen können. Bachelor Eurythmie mit pädagogischer Basisqualifikation Der Bachelorstudiengang Eurythmie mit pädagogischer Basisqualifikation bildet das vierjährige künstlerische Eurythmie-Grundstudium. Die Studenten lernen die Eurythmie kennen und dadurch den eigenen Leib als Instrument der eurythmischen Bewegungen zu ergreifen. Von ersten Bewegungsübungen bis hin zu einer großen abendfüllenden Eurythmieaufführung mit solistischen Stücken und Gruppenchoreographien ist es ein langer Übungsweg. Weitere künstlerische Fächer wie Sprachgestaltung, Musik und Malen, aber auch philosophische, natur- und kulturwissenschaftliche Kurse begleiten das Studium. Das Curriculum ist so aufgebaut, dass die Nebenfachkurse die eurythmisch-künstlerischen Studienanteile unterstüt-

9 PÄDAGOGIK zen und vertiefen. Wo es sinnvoll ist, werden die Eurythmiestudenten gemeinsam mit Studierenden der waldorfpädagogischen Studiengänge unterrichtet. So werden im ersten Studienjahr insbesondere philosophische und künstlerische Kurse gemeinsam besucht. Im zweiten Studienjahr liegt der Schwerpunkt der Zusammenführung mit den Fachstudienjahren im Bereich der Musik: Einige Kurse werden sowohl für die Studierenden im Fachstudienjahr Musik als auch für die Eurythmiestudenten angeboten. Im dritten Jahr sind die Eurythmiestudenten Gast in den anthroposophischen Grundlagenkursen. Das vierte Studienjahr ist ein reines künstlerisches Studienjahr. Die Studierenden arbeiten konzentriert auf den großen Eurythmieabschluss und die Reise zum Treffen der Eurythmieschulen hin. Bereits im künstlerischen Bachelorstudiengang wird durch einführende pädagogische Kurse und zwei Praktika eine pädagogische Basisqualifikation erworben. Master Eurythmiepädagogik Der Masterstudiengang Eurythmiepädagogik eröffnet die Möglichkeit, sich zielgerichtet auf die Tätigkeit als Eurythmielehrerin bzw. Eurythmielehrer vorzubereiten. Er ist als einjähriger Vollzeitstudiengang konzipiert. Das bietet die Chance, dass sich die Studierenden intensiv und gemeinsam mit den Klassenlehrerstudenten mit der Menschenkunde auseinandersetzen und dass die Didaktik und Methodik des Eurythmieunterrichtes breiteren Raum einnehmen können. Die Zahl der Praktika konnte insgesamt erhöht werden. Sie bieten die Möglichkeit, die eigenen pädagogischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. In den letzten Jahren wurde ein Mentorenteam von erfahrenen Schuleurythmisten gebildet, die zu regelmäßigen Mentorentreffen an die Hochschule kommen. Sie ermöglichen eine gut begleitete Praxiseinführung und helfen sicherzustellen, dass eine optimale Vorbereitung auf die Aufgaben als Eurythmielehrerin und Eurythmielehrer an Waldorfschulen möglich ist. In beiden Studiengängen werden die eurythmischen Studienanteile verantwortlich von den ausbildungs- und bühnenerfahrenen Dozenten des Eurythmeum erteilt. Sprachgestaltung, Musik, die studienbegleitenden Nebenfächer und die pädagogischen Kurse werden von Dozenten der Hochschule verantwortet. Zum Verfahren Mit dem Akkreditierungsverfahren für die neuen Studiengänge hat die Freie Hochschule erneut die Akkreditierungsagentur AQAS aus Bonn beauftragt, von der auch die waldorfpädagogischen Bachelor- und Masterstudiengänge akkreditiert worden sind. Neben dem Erarbeiten der Modulhandbücher und eines umfangreichen Antrags war der Begehungstermin der Gutachtergruppe der zentrale Baustein der Akkreditierung. Mitte Februar haben die fünf Gutachter beide Einrichtungen besucht und in ausführlichen Gesprächen mit der Hochschulund Studiengangsleitung, mit dem Kollegium der Studi- Fotos: Sabine Eberleh

10 PÄDAGOGIK Foto: Sabine Eberleh engänge, aber auch mit einer Gruppe von Studierenden aller Eurythmiestudienjahre alle Aspekte des Studiums unter die Lupe genommen. Der Gutachterkommission gehörte neben den Erziehungswissenschaftlern Prof. Dr. Rainer Winkel (Berlin) und Prof. Dr. Karl Garitschnig (Wien) unter anderen auch Margrethe Solstad, die Leiterin der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum (Dornach / Schweiz) an. Ein tätiger Eurythmielehrer und eine Eurythmiestudentin komplettierten die Gruppe. Rückblickend lässt sich sagen, dass die Gespräche in sehr konstruktiver Atmosphäre verlaufen sind. Die gründliche Studiengangsplanung, aber auch die sehr positiven Äußerungen unserer Studenten haben die Gutachter überaus beeindruckt. In ihrer schriftlichen Bewertung der Studiengänge betonten sie, dass die Studiengangsplanung gut geeignet sei, eine qualitativ in allen Belangen hochwertige Ausbildung zur Eurythmistin und zum Eurythmisten bzw. zur Eurythmielehrerin und zum Eurythmielehrer sicherzustellen. Sie erwähnen neben der Stringenz des Curriculums die gute Verzahnung der eurythmischen und der begleitenden wissenschaftlichen und pädagogischen Studienanteile. Wörtlich heißt es im Bewertungsbericht: Die grundlegende Konzeption und der Aufbau der Studiengänge sind sehr positiv zu bewerten. Sie zeigen basierend auf einem ganzheitlichen Ansatz eine durchstrukturierte und vielfach vernetzte Planung. Die Vermittlung von fachlichem und fächerübergreifendem Wissen sowie methodischen, systematischen und kommunikativen Kompetenzen wird vorbildlich gewährleistet. Die Gutachter haben bezüglich der curricularen Umsetzung der beiden Studiengänge kein wesentliches Verbesserungspotential feststellen können. Das Gutachten fährt fort: Dies entspricht in hohem Maße dem für Hochschulabschlüsse formulierten Qualifikationsniveau. Das Verhältnis zwischen praktisch-künstlerischen Fächern und der in ihnen zu erlernenden Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der diese fundierenden Fächer ist so ausgewogen, dass sowohl eine gute Befähigung zur Berufsausübung als EurythmistIn wie als EurythmiepädagogIn ( ) als eine wissenschaftliche Qualifikation gewährleistet ist. Ausblick In der Folge der positiven Begehung hat die Akkreditierungsagentur die Studiengänge offiziell akkreditiert. Mittlerweile hat auch das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs der Einrichtung und Durchführung der Studiengänge zugestimmt. Die Hochschule und das Eurythmeum bekamen sogar die Erlaubnis, den Studierenden der bereits tätigen Studienjahre Bachelorabschlüsse zu verleihen, so dass wir davon ausgehen, zum Ende dieses Studienjahres die ersten staatlich anerkannten Abschlüsse vergeben zu können. Den ersten Masterstudiengang Eurythmiepädagogik hoffen wir dann im Herbst 2012 anbieten zu können. Mit der jetzt erreichten Akkreditierung sind der Freien Hochschule Stuttgart und dem Eurythmeum wichtige Schritte in der gegenseitigen Kooperation und in der Anerkennung der Eurythmie gelungen. Wir konnten erneut ein hochwertiges Studienangebot auf der Basis der Anthroposophie, der Eurythmie und der Waldorfpädagogik in der Tradition beider Einrichtungen gestalten und anerkennen lassen. Die Eurythmie und die Eurythmiepädagogik sind in der akademischen Öffentlichkeit weiter etabliert und die Studienrichtungen anerkannt worden. Die Studienabsolventen erhalten international anerkannte Abschlüsse, die ihnen die Möglichkeiten uneingeschränkter Berufstätigkeit sichern. Durch die Entflechtung des bisher zu dichten Studiums entsteht für die Studierenden die Möglichkeit, sich besser auf die jeweiligen Studienschwerpunkte zu konzentrieren: Die künstlerische Grundausbildung im Bachelorstudiengang und die pädagogische Vertiefung im Master Eurythmiepädagogik. Jetzt gilt es, in den kommenden Jahren die Studiengangsplanung umzusetzen und die Ausbildung gemeinsam mit den Studierenden beider Häuser qualitativ weiterzuentwickeln. Die Gutachter haben uns ausdrücklich aufgefordert, die Besonderheiten und Eigenarten unserer Einrichtungen und Studiengänge zu profilieren und im offenen Diskurs weiterzuentwickeln. In diesem Bemühen wird die gute Zusammenarbeit mit der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum und dem Bund der Freien Waldorfschulen weiterhin eine wesentliche Rolle spielen. Matthias Jeuken 10

11 PÄDAGOGIK Fachstudienjahr Handarbeit In Zeiten einer hoch technisierten Welt, in der die Menschen allenfalls noch auf einer Tastatur des Handys, Laptops oder Ähnlichem ihre Finger beweglich halten, per Knopfdruck oder mit einfachsten Bewegungen ihre Bedürfnisse und Wünsche befriedigen können, ist es wichtig, sich auf die ganze Bewegungsfähigkeit und Möglichkeit des Wunderwerkes Hand zurück zu besinnen. Ganz besonders im Hinblick auf Kinder, die schon im Kindergarten und später in der Schule gefördert werden sollen, ist die Schulung der Feinmotorik von eminenter Bedeutung. Schon zu Beginn des vorherigen Jahrhunderts sprach Rudolf Steiner von dem Geschickt-Machen der Hände ( Handfertigkeitsunterricht ) und der grundlegenden Wirkung auf die seelisch-geistige Entwicklung des jungen Menschen. Heute entdecken immer mehr Gehirnforscher, dass das Training der Feinmotorik nachweislich Rückwirkungen auf die Gehirnentwicklung hat und in seiner Bedeutung weitreichender ist als bisher angenommen. Es ist also eine tief menschenkundlich begründete Sache, die Fingerfertigkeit bei den Kindern so früh wie möglich zu schulen. Ganz besonders geeignet dazu ist die Handarbeit mit ihren vielen Facetten, wie sie in den Waldorfschulen von Anfang an, ab der ersten Klasse, praktiziert wurde und wird. Bei diesem Fach handelt es sich nicht etwa um ein bisschen Stricken, wie mancherorts behauptet wird, sondern um vielseitige, handwerkliche Tätigkeiten, um z. T. uralte Kulturtechniken, die letztendlich Grundlage aller

12 PÄDAGOGIK technischen Entwicklung waren. Sie stellen ein probates Mittel dar, die Kinder altersgemäß und schülergerecht zu fördern. Das Fach Handarbeit umfasst insgesamt neun Handwerksberufe, die von der Lehrkraft bis zu einem möglichst hohen Grade beherrscht werden sollten. Das Stricken Ein ehemals eigenständiger Beruf, der hauptsächlich von Männern ausgeübt wurde und im mittelalterlichen Bekleidungswesen eine große Rolle spielte. Das Häkeln Es hat sich aus dem Handwerk der Spitzenherstellung entwickelt und ist eine vereinfachte Art der Verzierung in spitzenähnlicher Optik, kann aber bis in die völlige Verfestigung geführt werden (Topflappen, Untersetzer u. ä.). Das Sticken Besonders aus dem Mittelalter stammen bekannte Stickarbeiten, oft große Wandbehänge, die viel in klösterlichen Gemeinschaften angefertigt wurden. Aber auch Verzierungen in höchster Vollendung an Kleidungsstücken und Gebrauchsgütern wie Tischdecken usw. wurden von Stickerinnen früherer Zeiten ausgeführt. Das Nähen Von den einfachsten Stichen bis hin zu schneidertechnisch hochgradig schwierigen Nähvorgängen, von den schlichtesten Läppchen bis zu aufwendigen Roben muss der Schneider sein Handwerk beherrschen. Und obwohl es heute recht einfach ist, in den nächsten Laden zu gehen und sich konfektionell hergestellte Kleidung zu kaufen, sind Schneider/innen immer noch gefragt, sei es, um ein individuelles Gewand zu bekommen oder Änderungen zur besseren Passform vorzunehmen. Das Korbflechten Der einzige handwerkliche Beruf, der auch heute noch ganz von Hand ausgeübt wird. Es gibt keine Korbflechtmaschinen oder sonst eine irgendwie geartete industrielle Fertigungsmöglichkeit der Korbherstellung. Jeder Korb, der existiert, ist von Hand geflochten. Das Spinnen Hier handelt es sich um einen uralten Beruf, der hauptsächlich von Frauen ausgeübt wurde. Die vielfältigen Fähigkeiten, die diese Tätigkeit erfordert, sind ganz in Vergessenheit geraten, da sie mit zu den ersten gehörte, die im Zeitalter der Industrialisierung in die maschinelle Fertigungsmethode übergingen. 12

13 PÄDAGOGIK Das Weben Auch dies ist ein Handwerk, das in seiner ganzen Vielfältigkeit und aufwendigen Technik ganz aus dem Bewusstsein geschwunden ist, da heute alle Stoffe bequem und ohne Anstrengung von der Industrie geliefert werden. Aber bedenken wir, was ein Damastgewebe, (ursprünglich aus Damaskus stammend) oder ein Brokat mit Gold und Silberfäden oder ein feines Jacquard-Gewebe mit überreich eingewebten Mustern an handwerklichem und technischem Vermögen erfordert, stehen wir mit ehrfürchtigem Staunen vor solchen Werken. Das Buchbinden und die Kartonagearbeiten Höchste handwerkliche Präzision und das Wissen um vielfältige Materialien, wie u. a. Papier, Leder, Metall und auch Holz gehören zu diesem Beruf. Schon früh wurde die kulturelle und geistige Entwicklung der Menschen durch das Buch gefördert. Seine Bedeutung ist auch heute noch unumstritten. Die Theaterkostüme Die Gewandmeister haben eine lange Ausbildungs- und Studienzeit hinter sich. Sie müssen nicht nur das Schneiderhandwerk mit Damen- und Herrenschneiderei beherrschen, sondern auch die Stil- und Kostümkunde vergangener Zeiten gründlich kennen. Die Schnitttechniken der historischen Gewänder, die früher verwendeten Materialien und Stoffe, sowie die Bedeutung der Farben, und ihre Anwendung für bühnenwirksame Kostüme sind wesentliche Bestandteile ihres Fachgebiets. Bei all diesen handwerklichen Tätigkeiten darf ein wichtiger Aspekt nicht vergessen werden: Die künstlerische Komponente, die allem Tun zugrunde liegen muss! Es ist die ganz konkrete Anwendung der Gestaltungsfragen in Farbe, Form und Material, die all diesen zuvor beschriebenen Handwerken beigesellt werden müssen, um die Werkstücke zu Kunstwerken zu machen. Das sind die Aufgaben der unterrichtenden Handarbeitslehrerin / des unterrichtenden Handarbeitslehrers in der Waldorfschule. Wohl kaum ein Mensch verfügt aber über ein entsprechendes Können und Wissen all dieser Berufe, es ist aber die fachliche Basis, auf der das eigentliche Studium der Waldorfpädagogik für den Handarbeitslehrer aufbaut. Das große Spektrum der physiologischen Wirkungen der als intelligent zu bezeichnenden Bewegungen der Hände, Arme und Finger allein beim Stricken und Häkeln kann hier nur angedeutet werden. Es ist Inhalt der menschenkundlichen Betrachtungen in den Kursen der Fachmethodik Handarbeit. Als Beispiel soll dienen: Beim Stricken wird bei der Maschenbildung eine Lemniskate geformt, die bei der rechten Hand schräg nach oben

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15 PÄDAGOGIK in den Raum ragt, bei der linken Hand fast senkrecht steht. Von der Lemniskatenbewegung, die überall in der Natur und auch im Makrokosmos, z. B. in der Sonnenbewegung anzutreffen ist, geht eine harmonisierende, heilende, inkarnations- und entwicklungsfördernde Wirkung aus. Bei der gleichmäßigen Betätigung der rechten und der linken Hand, wie beim Strickvorgang, werden beide Gehirnhälften angesprochen. (Rechts- oder linkshändig veranlagte Kinder werden noch kaum unterschieden). Beim Häkeln wird die rechte Hand stark betont, die linke Hand hat eine Halteposition, so dass die linke Gehirnhälfte, die kognitive, stärker angesprochen wird. In der Waldorfschule steht das Stricken stets an erster Stelle, das Häkeln folgt danach (obwohl es von der Bewegung her für die Kinder leichter ist). Das neu eingerichtete Fachstudienjahr Handarbeit bietet nun erstmals die Möglichkeit, sich im Rahmen der Hochschule die handwerklichen Grundlagen für den Fachlehrer Handarbeit, ob im Haupt- oder Nebenfach, zu erwerben und dem eigentlichen pädagogischen Studium voran zu stellen. Die handwerklichen Grundlagen werden in sechs Modulen zusammengefasst: 1. Modul: Textile Kulturtechniken = Stricken, Häkeln, Sticken 2. Modul: Grundlagen Schneidern = Handnähen, Maschinennähen, Schnitt und Entwurf 3. Modul: Korbflechten mit Weide und Peddigrohr, Buchbinden und Kartonagearbeiten 4. Modul: Spinnen = Handspindel + Spinnrad,. Weben = Aufbäumen des Webstuhls, die wichtigsten Grundwebarten 5. Modul: Kostümkunde = Historische Kostüme, Stilkunde der Kulturepochen vom Altertum bis heute 6. Modul: Theaterkostüme = Vorbereitung der Gewänder für ein Theaterstück Johanna Hennersdorf

16 PÄDAGOGIK Kleine Freude Im Rahmen der Tagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Weimar Empfindung Mensch Wirkung Anthroposophie hatte die Freie Hochschule Stuttgart die Gelegenheit, neben der Erkenntnisarbeit, die dort geleistet wurde und den durch Sprache, Musik und Eurythmie in Erscheinung tretenden Zeitkünsten, die Bildende Kunst zu vertreten. Dies geschah durch eine malerischplastische Ausstellung, die von aktuell studierenden und ehemaligen Studenten ausgerichtet worden war, und Fotos: Renate Schiller, Hartwig Schiller einem Stadt-Art-Projekt, einer Installation von Georg Schumacher und Renate Schiller (Lehrende an der Hochschule). Mit 93 Doppeltgekrümmten im Gepäck fuhren wir nach Weimar, ohne Erfolgsdruck ja, fast kann man sagen, ohne Erfolgsabsicht oder Erfolgserwartung mit der Freude, etwas gestalten zu dürfen, uns beweisen zu können und mit der Frage, wie sich unsere Vision in der 16

17 PÄDAGOGIK Realität ausmachen würde. Dass unsere gemeinsam erarbeitete Idee überhaupt Wirklichkeit wurde, ist Georg Schumacher zu verdanken, der die Herstellung der dreiundneunzig 1,20 m langen Helixformen auf Grund seiner handwerklichen Fähigkeiten nahezu allein bewerkstelligen musste. In Weimar hatten wir alle Hände voll zu tun, die windempfindlichen Objekte an ihrem Ort zu verankern. Wie übermütige Schäfchen reagierten sie auf jede Bö, lösten die schon gewonnene Ordnung immer wieder auf und fanden sogar Lücken, durch die sie den fast geschlossen ummauerten Platz verlassen konnten. Das rief von Beginn an die Weimarer Bevölkerung und die Tagungsgäste dazu auf, tätig einzugreifen und eigene kreative Vorschläge zum Arrangement der Elemente zu machen. So bekam die Installation an jedem Tag ein neues Gesicht und erforderte stete Anwesenheit von uns, was sich im Rückblick als unlösbar zu dem Werk gehörig erwies. Das Kind, welches sich seinen Weg durch die Objekte bahnte und jedes Element streichelte, die Irritation der aus dem Schwäbischen stammende Hausfrau, die zunächst unzufrieden war, dass jemand seine Kehrwoche nicht gemacht hat, junge Mädchen, die in dem duftigen Arrangement Platz nahmen, um sich von ihrem Freund fotografieren zu lassen, die Erleichterung einer unmittelbar am Platz ansässigen Weimarerin, deren Traum, etwas Weißes senke sich über Weimar, sich nun als harmlos entpuppte, geben nur einen kleinen Geschmack von einer Vielzahl origineller und interessanter Begegnungen. Die häufigste Frage war jedoch: Ist das Kunst? Wurde sie mit einem knappen, klaren ja geklärt, ging der Frager zufrieden weiter. Auch die Namensgebung des No- Name-Objektes regte zu phantasievollen Höhenflügen an: Ariels Rising trat in Konkurrenz zu Tote Fische an der Meeresoberfläche, Flügel, Welle, Wind und Meer wurden thematisiert. Die Weimarer Tageszeitung titelte Helix, Urbild des Lebens. Das war ganz in unserem Sinne. Immerhin hat die fragile Situation vier Tage und ebenso viele unbewachte Nächte auf einem öffentlichen Platz mit Rad-, Skateboard- und Fußgängerverkehr und einem angrenzenden Park unbeschadet überstanden. Dafür ist den Weimarern besonders zu danken. Renate Schiller

18 PÄDAGOGIK Akademische Lehrerbildung für die Fächer der Oberstufe Die Freie Hochschule Stuttgart ermöglicht in einem dreisemestrigen nicht-konsekutiven Masterstudiengang den postgradualen Erwerb pädagogischer Qualifikationen und Fähigkeiten für den Oberstufenunterricht an Freien Waldorfschulen. Das Vollzeitstudium beginnt jeweils zum Sommersemester (Mitte Februar) und endet im Juli des folgenden Jahres. Studienvoraussetzung ist grundsätzlich ein Hochschulstudium in unterrichtsbezogenem Gebiet. Vergleichbare fachliche Studienleistungen müssen im Einzelfall mit den Genehmigungskriterien abgestimmt werden. Die mitgebrachte Kompetenz wird fachlich weiter vertieft und mit Hinblick auf den Unterricht für das Jugendalter spezialisiert und verfeinert. Die Persönlichkeitsentwicklung wird durch künstlerische und lebensvolle Ansatzpunkte angeregt. Die Fähigkeit der Lehrerin / des Lehrers lässt sich daran messen, ob im Klassenraum die offene Situation hergestellt werden kann, in der unter dem Aspekt der Vielheit der Individualitäten gemeinsam an die Befragung der Welt herangetreten werden kann. Innerhalb des Jugendalters entwickelt sich als leiblichseelisch-geistiger Reifeprozesses eine Verdichtung der besonderen Art. Auffällig sind das beschleunigte Körperwachstum, die ausgeprägte seelische Emanzipation und das Bewusstwerden der Möglichkeiten des eigenen Schicksals. Unsicherheiten im Herausgeworfensein aus den gewohnten und vertrauten Lebensverhältnissen gehen einher mit verlorener Sinnhaftigkeit und der Frage nach dem eigenen Selbstkonzept. Die Eingliederung des Ich in den Weltzusammenhang korreliert mit der Entwicklung differenzierter Urteilssensibilität und -sicherheit bis hin zur erfahrbaren Einsicht in das Ganze von Natur und Kultur. Diese Zeit, die durchaus als eine Phase der drohenden Identitätszersplitterung diskutiert werden kann, wird in einem Akt der inneren Überwindung von Schülern bearbeitet und durch den Lehrer als Lernbegleiter in eine tragende Perspektive gebracht. Ein Evidenz schaffender Lernprozess beruht auf der im Schüler anzuregenden Fähigkeit, durch aktive Selbstwirksamkeit den eigenen Horizont bereichern zu wollen. Das Medium bildet die Weltvermittlung. Dadurch ergreift der Unterricht der Oberstufe die Chancen der sich ausprägenden Freiheit der Jugendlichen zum eigenen Urteil. Das Unterrichtsthema wird zur Anregung für übenden Mitvollzug, zum identitätsrelevanten Anlass, in individualisierender Anstrengung Lebenszusammenhänge zur eigenen Werteerfahrung werden zu lassen. Bezugnehmen auf die Welt, die Freude an einer Idee als solcher, wird vom Mitgehen des Lehrers mit dem Verstehen des Lernenden gefördert. Das Weltinteresse wird zu einer treibenden Erkenntniskraft und sichert die Orientierung des jungen Menschen in der von ihm angeschauten Welt. Dies erfährt der Lehrer beim schöpferischen Umgang mit dem Lehrinhalt. Dann erfährt es der Schüler in der Begegnung mit dem Lehrer und schließlich beim Finden der eigenen Lernpfade. Erkenntnis und Erkennenlernen sind somit nicht voneinander zu trennen. Dies kann während der Lehrer-Ausbildung im spannungsreichen Ineinandergreifen von Wahrnehmen und Denken bis hin zur methodischen Ausgestaltung des Unterrichts einsehbar gemacht werden: Erzieherisches Handeln entspringt in diesem angedeuteten Sinn aus dem Entwicklungsprozess des Heranwachsenden. Die Erkenntnisbestrebung im bejahenden 18

19 PÄDAGOGIK Vormittags finden Kurse zur Erkenntnistheorie, pädagogischen Anthropologie und Psychologie sowie zur Methodik-Didaktik des Jugendalters statt. Insbesondere werden folgende Themen eingebracht: Wissenschaftliche Grundlagen der Waldorfpädagogik Anthropologie der Freiheit: Zusammenhang von Wahrnehmen und Denken, die Idee der Individualität als Grundlage für eine auf Individualität angelegte Pädagogik, Relevanz in Bezug auf die Unterrichtsmethodik Der Mensch als geistig-seelisch-leibliche Ganzheit im Weltzusammenhang Pädagogische Aufgabe als ein Anschließen des Menschen an den Kosmos, Vertiefung der Wesenserkenntnis des Menschen Entwicklung des Kindes, Jugendanthropologie, allgemeine Gesichtspunkte für den Unterricht (Lehrplanforschung, Darstellungsübungen, Methodik im Jugendalter) Entwicklung des lebendigen Anschauens und Denkens: Forschungswerkstatt in den Bereichen Phänomenologie, Geometrie, Botanik, Zoologie, Kunstbetrachtung Methoden der Geistes- und Naturwissenschaft: Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung im zeitgemäßen Diskurs Aspekte der Entwicklung von Erde und Mensch, Kulturgeschichte Integrative Sozialwissenschaft und die Rolle der Schule in der Gesellschaft Dieser theoretische Teil wird ergänzend vertieft durch: Künstlerische Kurse: Plastizieren, Eurythmie, Sprache, Musik, Malerei. Sie schulen die Fähigkeit, das Denken phantasievoll lebendig und den Sinn für die pädagogische Aufgabe entwicklungsfähig zu halten (Begegnungsformen zwischen Schüler und Lehrer verstehen, Unvorhergesehenes tragen und entstehen lassen, praktische und ideelle Kontexte fortschreitend bewusst machen, eigene Kritik- und Reflexionsmuster hinterfragen, Wertprämissen einordnen, Sozialfähigkeit und Handlungskompetenz als lebendigen Prozess annehmen, Identifizierung als Eintauchen und Differenzierung als Analyse qualitativ einbringen können). Nachmittags finden die methodisch-didaktischen Kurse statt. Sie werden von erfahrenen praktizierenden Hochschullehrern und Lehrern der Schulpraxis gegeben. Die Fächer sind: Deutsch, Geschichte, Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Fremdsprachen, Geografie, Kunst und Technologie. Zu fachlich-inhaltlichen Schwerpunktsetzungen wird kontinuierlich die Bedeutung des jeweiligen Stoffes für den Unterricht thematisiert. Es finden ebenfalls praktische Übungen statt (Tafelbild, Darstellungsmöglichkeiten im Unterricht, Methodenvielfalt). Im Verlauf der Ausbildung dienen regelmäßige Praktika in den Schulen der Konkretisierung des Gelernten. Es soll über eingehende Erfahrungen im Schulalltag eine umfassende Kenntnis des Lehrerberufs gewonnen werden. Folgende Praktika werden durchgeführt: Ein vierwöchiges Praktikum im ersten Semester (erste Unterrichtserfahrungen bezüglich der eigenen Fächer) ein dreiwöchiges Praktikum nach den Herbstferien (Vertiefung der Unterrichtspraxis in zusammenhängenden Unterrichtseinheiten)

20 PÄDAGOGIK ein vierwöchiges Praktikum nach den Weihnachtsferien (Unterrichtseinheiten eigenverantwortlich konzipieren und selbständig erteilen, nach wie vor enge Begleitung durch einen Betreuer). Zu allen Praktika finden in der Hochschule vor- und nachbereitende Lehrveranstaltungen statt. Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist, die jeweilige Individualisierungsform der Entwicklungsperspektiven der einzelnen Studierenden mit Blick auf die potenzielle Schärfung ihrer eigenen pädagogischen Professionalität möglichst früh im Studium zu erkennen und anzuregen. Es besteht ergänzend die Möglichkeit eines zwei bis drei Wochen dauernden Vertiefungspraktikums im Juli (am Schluss der Ausbildung). In der Master-Thesis soll eine relevante fachwissenschaftlich-pädagogische und/oder künstlerische Forschungsfrage entwickelt und zielgerichtet bearbeitet werden. Die Durchführung des Projekts wird sich grundsätzlich aus dem künftigen pädagogischen Handlungsfeld der Studierenden entwickeln, so dass die Masterarbeit auf der einen Seite die Fähigkeit der Diskursorientierung und der kritischen Reflexion der eigenen Forschungsaktivität und auf der anderen Seite wesentlich die Entwicklung der Lehrerfähigkeiten in den Mittelpunkt nimmt und fördert. Mehrere Studien legen nahe, dass besonders drei Merkmale das Professionalitätsprofil eines Lehrers moderieren bzw. wesentlich bestimmen: der Eindruck nach beruflicher Autonomie, nach erlebter Kollegialität und positiv wahrgenommener Lernbereitschaft der Schüler 1. Interessant ist, dass Äußerlichkeiten wie Schulpolitik und Schulleitung offensichtlich wenig Bedeutsamkeit für die Berufsidentität der Lehrer haben, die Zufriedenheit sich also vorwiegend über personale Bereiche definiert. Weitestgehend einig ist man sich zudem, dass die Lehrerausbildung ein langwieriger Prozess ist, der mit dem eigentlichen Lehrerstudium nicht beendet sein kann. Anstelle des lebenslangen und statischen Beamtentums nach durchschnittlich sechs bis sieben Jahren Studium träte demnach das lebenslange Lernen als ein Garant für berufsrelevante Fähigkeiten. 2 Die Zukunftsperspektive des Lehrerberufs scheint im Spannungsfeld zu sein zwischen einem Wachstums- und Spezialisierungstrend auf der einen und auf der anderen Seite der unvermeidlich erscheinenden Notwendigkeit eines aufgrund der steigenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Komplexitäten zwangsweisen Zurückschraubenmüssens der Ansprüche für den Schulunterricht. Dieses derzeit ungelöste Dilemma befragt erst recht die Rolle des Lehrers als Lernbegleiter und Anreger aus produktiver Entscheidungsfreiheit heraus. 3 Hier gibt es also Berührungspunkte der allgemeinen pädagogischen Forschung mit der Waldorfpädagogik. Das Studium an der Freien Hochschule Stuttgart steht auch insofern im aktuellen Diskursfeld. Die Gutachtergruppe bescheinigt in ihrem Bewertungsbericht zur Akkreditierung des Studiengangs u. a. folgende konzeptionelle Charakteristiken: 1 Axel Gehrmann: Beruf, Rolle und Professionalität von Lehrern. In: Handbuch Unterricht. 2. Aufl., Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2009, S Sigrid Blömke: Lehrerausbildung. In: Handbuch Schule. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2009, S Ewald Terhart: Lehrer. In: Historisches Wörterbuch der Pädagogik. Beltz, Weinheim-Basel 2004, S. 563.

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